Start Blog Seite 1029

Sechzig um Sieben: Die Sonntagsspiele +++ Das 5:0 in der TAKTIKTAFEL +++ Ausblick auf die englische Woche +++

0
Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Die Ergebnisse der Sonntagsspiele

Ein perfekter Sonntag für die Löwen! Beide Teams aus dem Vorderfeld der Tabelle verloren zu Hause. Hansa Rostock unterlag den formstarken Meppenern mit 0:2 und verlor auch noch Lohmannsröben durch eine rote Karte. Für die Emsländer trafen Ex-Löwe Rama und in der Nachspielzeit per Strafstoß Amin. Der 1. FC Saarbrücken unterlag im heimischen Ludwigspark den “Amateuren” aus der Säbener Straße mit 1:2. Kern brachte die Roten in Führung, Jänicke glich aus und schließlich erzielte Jastremski den Endstand. Alle Tore fielen vor der Pause. Sieht man mal vom Gegner der Saarbrücker ab, hätte sich wohl mancher Löwenfan genau diese Resultate gewünscht. Damit bleiben wir nämlich auf Platz 5 mit 2 Punkten Rückstand auf Platz 3.

Das 5:0 gegen Waldhof in der TAKTIKTAFEL

Bernd Winninger analysiert für Euch wie immer das Spiel vom Wochenende. Gegen Mittag könnt Ihr aus taktischer Sicht nochmal nachlesen, wie die Löwen die Waldhof Buben zerlegt haben. Und lasst Euch überraschen, welcher Spieler die besten statistischen Werte aufzuweisen hat. Seid gespannt: es ist nicht Sascha Mölders!

Ausblick auf die englische Woche

Diese Woche geht es Schlag auf Schlag. Morgen steht schon um 18:60 Uhr das Auswärtsspiel auf dem Betzenberg an. Früher ein Ort der Verbrüderung und des gemeinsamen Feierns mit den Fans der roten Teufel. SESCHZISCH und der EFFZEEKAA… Das geht aktuell natürlich nicht. Aber immerhin spendiert Magenta allen Fans das Spiel ohne Bezahlschranke. Da können immerhin alle das Spiel live schauen. Am Freitag kommt dann schon der SV Wehen ins Sechzgerstadion. Das wird das letzte Spiel des wirklich sehr besonderen Jahres 2020 für die Löwen sein. Wir sind gespannt, was diese beiden Spiele noch zu bieten haben. Wir begleiten Euch mit dem gewohnten Service durch die Woche, d.h. es gibt zu beiden Spielen einen Vorbericht und je eine TAKTIKTAFEL vor und nach dem Spiel. Und natürlich unseren Liveticker, für diejenigen, die die Spiele nicht im TV verfolgen können.

Was ist los an der Grünwalder Straße

Nicht viel… Wer noch vor dem Lockdown Geschenke für die den Löwen zugeneigte Verwandschaft kaufen will, sollte heute oder morgen den Fanshop aufsuchen. Michi Köllner bittet am Vormittag nochmal zum Training, bevor dann für die Mannschaft die Abfahrt in die Pfalz bevorsteht. Gute Reise, Löwen! Bringt was mit!

Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem Sieg gegen Waldhof

2

Löwen, ich bin stolz Euch! Wie Ihr aufgetreten seid! Von der ersten Sekunde an. Wie Ihr dagegengehalten habt! Als Waldhof seine stärksten 5 Minuten hatte und wie all die anderen Gegner kurz nach Eurem Führungstor den Ausgleich erzielen wollte! Wie eiskalt Ihr dann das 2:0 erzielt habt! Und damit die Geister der schnellen Ausgleichstreffer vertrieben habt. Wie Ihr dann drangeblieben seid! Und bis zum Schluss hungrig auf weitere Tore wart. Wie Ihr das Krisengespenst aus Giesing verjagt habt! Chapeau!!!

Das war eine beeindruckende Leistung nach einer Woche, in der auf die Mannschaft Einiges eingeprasselt ist. Von einer Krise war die Rede. Oder mindestens von einer Ergebniskrise. Natürlich, gut gelaufen waren die letzten fünf Spiele nicht. Aber es ist keinesfalls so gewesen, dass man sich (wie gestern die Waldhöfer) abschlachten ließ. Ganz im Gegenteil. Die Löwen waren immer nah dran und deswegen haben die fünf sieglosen Spiele wahrscheinlich mehr weh getan, als zwei saftige 3:0-Niederlagen, bei denen man nicht den Hauch einer Chance hatte.

Man wird aber auch den Eindruck nicht los, dass es Kräfte im Umfeld der Löwen gibt, die Spaß oder sonstige Befriedigungen daraus ziehen, die Löwen schlecht zu schreiben. Deswegen freut es mich so ungemein, dass die Mannschaft auch in diese Richtung eine starke Antwort auf dem Platz gegeben hat.

Aber wollen wir nicht vergessen, die gestrige Leistung etwas einzuordnen. Die Innenverteidigung der Waldhöfer zeigte sich gestern erstaunlich indisponiert. Über die ganzen 90 Minuten fanden sie kein Mittel gegen die langen Bälle auf Sascha Mölders. Dazu konnten auch Greilinger, Steinhart und manchmal auch Lex immer wieder Lücken finden und Gefahr erzeugen. Auch die Rochade von Moll und Erdmann brachte beiden Mannschaftsteilen mehr Sicherheit. Bis auf 5 Minuten „sanfte Drangphase“ (zwischen der 15. und 20. Minute) erwischten die Schwarz-Blauen einen rabenschwarzen Tag. Das machten sich die Löwen zu Nutze und schossen endlich mal die Tore zur richtigen Zeit. Der Doppelschlag zum 2:0 bzw. 3:0 machte den Mannheimer Hoffnungen, etwas aus Giesing mitnehmen zu können, komplett den Garaus.

Ich fühle mich bestätigt: Hat Mölders einen guten Tag, ist Sechzig kaum zu stoppen. Ist er nicht in topform (was bei einem 35-Jährigen durchaus mal vorkommen kann), lahmt das Spiel der Löwen – insbesondere die Offensive. Hierüber hätte es in den Giesinger Kneipen wohl kaum zwei Meinungen gegeben am gestrigen Abend.

Interessant wären sicher die Diskussionen um die nahe Zukunft gewesen. Noch zwei Spiele bis Weihnachten. Am Dienstag in Lautern und am Freitag kommt der SV Wehen zu Besuch. Dann geht es erstmal in die nennen wir es „Weihnachtspause“ und nicht Winterpause, denn schon am 09.01. geht es mit dem Derby gegen die Zweitvertretung aus der Säbener Straße weiter.

Im Überschwang des Sieges hätte wohl mancher auf sechs Punkte bis Weihnachten getippt. Dazu müsste es schon super gut laufen. In Lautern haben wir uns immer schwergetan und der SV Wehen spielt aus meiner Sicht auch ein wenig unter seinen Möglichkeiten. Dressel und Wein werden in den Kader zurückkehren. Aber auch in die Startelf? Dann müssten zwei aus der gestrigen Startaufstellung weichen. Im Mittelfeld kann ich beim besten Willen keine fehlende Breite im Kader erkennen. Da muss jeder um seinen Platz kämpfen und das scheint das Niveau merklich zu heben.

Ich glaube, kommende Woche ist tatsächlich zwischen null und sechs Punkten alles drin. Aber wenn unser Sascha die Form noch bis Freitag konservieren kann, sind sechs Punkte möglich. Immerhin hat sich Michi Köllner nicht wieder aufs Glatteis führen lassen und neun Punkte als Ziel für die englische Woche ausgegeben. Hoffentlich sorgt das für eine gewisse Unaufgeregtheit im Umfeld, falls am Betze nicht 5:0 gewonnen wird.

Am 02.01. geht dann das Transferfenster auf und ich bin gespannt, was sich da tut. Zum einen wird ein Nachfolger für Pusic kommen. Hier hat Günther Gorenzel die Chance, den etwas suboptimal verlaufenen Deal mit Pusic vergessen zu machen und einen geeigneteren Sturmpartner (vielleicht sogar schon Nachfolger) für Sascha Mölders zu verpflichten. Außerdem ist mit REWE ein neuer Sponsor an Board, als Premium Partner für 3 Jahre. Dem Vernehmen nach bedeutet Premium Partner, dass mindestens 100.000 € jährlich an die KgaA fließen. Sollte das der Fall sein und das Geld in den Kader investiert werden können, ist vielleicht sogar noch die ein oder andere Verstärkung für die Rückrunde drin.

Ich bleibe dabei, wir werden im vorderen Mittelfeld in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen bleiben. Da muss man nicht nach jeder etwas zäheren Phase Panik schieben und nicht nach jedem Sieg den sicheren Aufstieg verkünden. Einfach mal bisserl am Boden bleiben täte Sechzig gut. Wir sind doch der bodenständige Verein aus München!

Sechzig München überrollt den chancenlosen Waldhof

0
Mölders 1860

Am 15.Spieltag der 3.Liga empfing der TSV 1860 München den SV Waldhof Mannheim 07.

Mit dem Anpfiff kannten die Löwen nur eine Richtung: Bereits nach zwei Minuten konnte Sascha Mölders nach toller Flanke in den Lauf von Steinhart das 1:0 erzielen. Als man gerade das Gefühl hatte, dass Mannheim nach etwa 20 Minuten langsam ins Spiel finden würde, war es vermutlich (eventuell auch ein Eigentor) erneut Mölders, der nach Freistoß von Moll per Kopf das 2:0 markierte (24.Minute). Nur drei Minuten später erreichte eine Vorlage von Neudecker den Löwen-Kapitän, der mit einem tollen Lupfer den Mannheimer Keeper erneut überwinden konnte. Nach nicht einmal einer halben Stunde konnte Mölders somit seinen lupenreinen Hattrick feiern. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel.

Auch in der zweiten Halbzeit spielten nur die Löwen, Mannheim war am heutigen Tage völlig von der Rolle. Die Abstimmung in der neuformierten Dreierkette funktionierte überhaupt nicht. In der 54.Minute verwandelte Steinhart einen Handelfmeter zum 4:0. Herausgeholt wurde dieser – natürlich – von Mölders, wem auch sonst. Mit seinem zweiten Tor des Tages konnte erneut Steinhart in der 71.Minute nach einem Freistoß das Endergebnis erzielen.

Erwähnenswert sind heute auf jeden Fall noch die Profidebüts von dem 17-Jährigen Lorenz Knöferl sowie Matthew Durrans. Neben der tollen Mannschaftsleistung überragt natürlich Sascha Mölders mit einer gefühlten Zweikampfquote von 130 % als Spieler des Spiels.

Mit dem Ergebnis hat Sechzig die beste Offensive (30 Tore) und das beste Torverhältnis (+13) der Liga! In Mannheim hingegen wird nach der höchsten Drittliga-Niederlage in der Medienlandschaft vermutlich die fehlende Breite im Kader diskutiert werden.

Live-Ticker TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim – der Ticker live aus Giesing

0
Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Am 15.Spieltag der 3.Liga empfängt der TSV 1860 München heute die Gäste vom SV Waldhof Mannheim 07. sechzger.de tickert das Spiel live aus Giesing. Neben Magenta Sport zeigt heute der BR das Spiel live im Fernsehen und im Stream. Anpfiff ist um 14:03.

 

Sechzig um Sieben: TSV 1860 – Waldhof Mannheim

0

Kurz vor dem Jahresfinale messen sich die Löwen nun innerhalb von vier Tagen mit zwei – sich ganz und gar nicht freundschaftlich gesonnenen – Traditionsvereinen aus dem Südwesten der Republik. Heute Nachmittag kommt Waldhof Mannheim nach Giesing – am Dienstag Abend geht es dann auf den Betze zum 1. FC Kaiserslautern.

Nachdem es am vergangenen Wochenende noch danach aussah, dass an diesem 15. Spieltag ein ziemlich euphorisierter, seit fünf Spielen ungeschlagener SV Waldhof, der zuletzt den Tabellenführer aus Saarbrücken mit 4:1 vom Thron stieß, beim seit fünf Spielen sieglosen und – darf man der Münchner Medienlandschaft glauben – in tiefer Depression versunkenen TSV 1860 antreten würde, änderte sich dieses Stimmungsbild unter der Woche zumindest in der Quadratestadt ein wenig: Die Mannheimer unterlagen am Dienstag Abend im Nachholspiel der 9. Runde mit 0:2 in Meppen (davor noch Tabellenletzter) und konnten ihre eklatante Auswärtsschwäche nicht überwinden. Sie warten weiter auf ihr erstes Auswärtstor seit acht(!) Wochen. Im Unterschied zur vergangenen Saison gehören die 07er heuer zu den schwächsten Teams der Liga an Gegners Platz. Dennoch kommt heute eine Mannschaft zu uns, die mit absoluter Vorsicht zu genießen ist, wie unser Bernd Winninger gestern bereits in seiner TAKTIKTAFEL erläutert hat. Spektakuläre Ergebnisse wie ein 4:4 gegen Türk Gücü Anfang Oktober, ein 5:2 gegen Magdeburg am Ende desselben Monats, ein 4:1 gegen Ingolstadt vor vier Wochen sowie das schon angesprochene gleiche Resultat gegen den 1. FCS vor einer Woche belegen: Wenn der Waldhof aufläuft, ist meist was los. Und wehe, wenn sie losgelassen…

Das letzte Aufeinandertreffen mit “die Buwe” im Sechzgerstadion war das drittletzte Vor-Corona-Heimspiel vor Zuschauern auf Giesings Höhen und endete am 8. Februar mit einem Remis. Nachdem die Löwen in der Hinrunde dem Aufsteiger noch sang- und klanglos mit 0:4 unterlegen waren, zeigten sie im Rückspiel ein ganz anderes Gesicht und setzen das am damaligen 23. Spieltag – ganz anders als in dieser Saison – auswärts noch ungeschlagene Team mächtig unter Druck. Am Ende bejubelten die Gäste ihren Punktgewinn, wie auf obigem Titelfoto zu erkennen ist.

In der 3. Liga versuchen die Löwen heute demnach im dritten Duell den ersten Sieg gegen diesen Kontrahenten einzufahren. Eine Liga höher gab es zwischen 1974 und 1994 insgesamt 14 Aufeinandertreffen. Zwei Niederlagen (beide im alten Stadion am Alsenweg erlitten) und vier Unentschieden (ebenfalls alle auswärts erzielt) stehen acht Siege gegenüber! Die Heimbilanz ist mit sieben Erfolgen und einem Torverhältnis von 15:4 für Sechzig in der 2. Liga also makellos. Der DFB-Pokal schmälert die hervorragende Gesamtbilanz ein wenig: In Spielen der 2. Hauptrunde bedeutete Waldhof Mannheim im Oktober 1975 und genau sechs Jahre später zweimal das vorzeitige Aus für den TSV 1860 – jeweils als Zweitligakonkurrenz.

Obwohl Waldhof Mannheim insgesamt sieben Jahre der 1. Bundesliga angehörte, kam es auf der höchsten Spielebene nie zu einem Duell mit dem TSV 1860. Die große sportliche Zeit der Kurpfälzer fällt genau in die tiefste Depression der Münchner Löwen: Nach rund dreißig Jahren fast ununterbrochener Zweitklassigkeit stieg man 1984 unter dem weithin bekannten – und angesichts einer kommunalen NPD-Kandidatur in den 1960er-Jahren nicht unumstrittenen – Trainer Klaus Schlappner als 36. Verein in die 1. Bundesliga auf und sorgte dort für Furore: So fügte man beispielsweise im Herbst 1984 dem Verein aus der Seitenstraße, der damals während der Wiesn-Zeit – nach eigener Selbstüberschätzung – angeblich unschlagbar war, eine peinliche Heimniederlage zu, über die sich damals ganz Deutschland amüsierte. Am Ende jener Saison verpasste der Waldhof nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz den Einzug in den UEFA-Cup. Die Heimspielstätte des SVW war in jenen Bundesligajahren übrigens nicht in Mannheim zu finden, sondern auf der anderen Seite des Rheins und somit gar in einem anderen Bundesland: Im Südweststadion Ludwigshafen. Der Ligakonkurrent 1. FC Kaiserslautern war über diesen Spielort der neuen Bundesligakonkurrenz gar nicht glücklich und befürchtete nach dem Umzug der 07er eigene Zuschauerverluste. Und tatsächlich pilgerten in der ersten Erstligasaison durchschnittlich fast 7.000 Zuschauer mehr ins Südweststadion zum SV Waldhof, als zum FCK auf den Betzenberg. In den folgenden Jahren ging der Zuschauerzuspruch für das Mannheimer Team aber dann spürbar und kontinuierlich zurück. In der letzten Saison im Oberhaus wurden die Heimspiele wieder im heimischen Stadion am Alsenweg durchgeführt – vor durchschnittlich 11.800 Besuchern. Im Jahr der deutschen Wiedervereinigung, dem verflixten siebten Jahr seiner Erstligazugehörigkeit endete für den SV Waldhof das Abenteuer Bundesliga. Und weitere sieben Jahre später – in welchen auch vier Duelle mit dem TSV 1860 auf dem Zweitligaspielplan standen, eines davon im neu gebauten Carl-Benz-Stadion – ging es noch eine Etage tiefer in die damalige Regionalliga Süd. Im Herbst 1998 begrüßten wir Löwen dann wieder einmal Waldhof Mannheim im Sechzgerstadion – mit unseren Amateuren! Und das nicht zum einzigen Mal. An einige von insgesamt acht Duellen der Amas mit den „Baracklern“ auf Regionalliga-Ebene erinnert sich der eine oder andere Löwenfan sicher noch sehr lebhaft, da es rund um diese Partien neben dem Platz mehrfach zu massiven Spannungen zwischen den Fanlagern kam.

Doch zurück zum Mannheimer Werdegang nach der Jahrtausendwende: Vor dem – finanziell bedingten – Absturz in die damals viertklassige Oberliga Baden-Württemberg 2003 kehrte der SV Waldhof nochmal für vier Jahre in die 2. Liga zurück. Dann wurde es für viele Jahre sehr still um den Mannheimer Fußball. Als der DFB 2008 die 3. Liga aus der Taufe hob, quälten den Verein wieder einmal finanzielle Schwierigkeiten, die 2010 zu einer Lizenzverweigerung für die Regionalliga führten, sodass man 2010/11 in der nun nur noch fünftklassigen Oberliga Ba-Wü angekommen war. Einige Jahre nach der sofortigen Rückkehr in die Regionalliga Südwest entwickelten sich die Waldhöfer Mitte der 2010er-Jahre zur tragischen Figur dieser Liga, als sie dreimal in Serie am Nadelöhr Aufstiegsrelegation scheiterten: 2016 als Meister gegen die Sportfreunde Lotte, 2017 als Staffelzweiter im Elfmeterschießen gegen den SV Meppen und 2018 wieder als Zweiter – parallel zu unserem Relegationskrimi gegen Saarbrücken – am KFC Uerdingen. 2019 – der DFB hatte die Aufstiegsregularien inzwischen geändert – gelang durch die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest dann endlich der ersehnte direkte Aufstieg in die 3. Liga. Nicht auszudenken, welches Trauma ein viertes Scheitern in Serie in einer Relegation zur Folge gehabt hätte.

Ambitionen in Richtung einer Rückkehr in die 2. Bundesliga – immerhin gehörte man dieser Spielklasse seit deren Gründung insgesamt 20 Jahre an – sind nicht zuletzt aufgrund des enthusiastischen und gleichzeitig leidensfähigen Publikums in der Quadratestadt durchaus vorhanden. Nach einem Umbruch vor dieser Saison – u.a. wurde auf der Trainerposition nach zweieinhalb Jahren Ex-Löwe Benhard Trares von Patrick Glöckner abgelöst – übernahm der SV Waldhof in der Liga die Funktion der Wundertüte – keiner weiß so Recht, was wirklich drinsteckt. Wollen wir hoffen, dass Michael Köllner und seine Schützlinge heute Nachmittag auf Mannheimer Überraschungen vorbereitet sind. Verfolgen kann man dies – heute wieder einmal – im BR und natürlich ergänzend im sechzger.de-Liveticker.

Sechzig@18:60: Taktiktafel, Pressekonferenz & Expertentipps   

0

Der heutige Löwen-Tag lässt sich schnell zusammenfassen: Die Pressekonferenz des TSV 1860 anlässlich des Spieltages gegen den 1. FC Kaiserslautern fand um 11:00 Uhr statt, für sechzger.de war Christian Jung mit dabei und hat seine Eindrücke in einem Artikel zusammengefasst:

PK aktuell: Erdmann ersetzt Wein +++ Köllner schaut nicht auf die Tabelle

Natürlich kann man die Pressekonferenz auch wie auf dem offiziellen TSV 1860 –  Youtube-Kanal Löwen-TV in voller Länge anschauen – dauert rund 42 Minuten:

Anschließend standen bei den Löwen wieder die obligatorischen Corona-Tests vor dem Abschlußtraining an – währenddessen wurde schon wieder fleißig über die Taktiktafel von Bernd Winninger diskutiert.

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim 07

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Experten die wir diesmal befragt hatten ihr Tipps allerdings schon abgegeben – ob diese anders ausgefallen wären, wenn sie die Taktiktafel davor gelesen hätten ist pure Spekulation.

15. Spieltag: Expertentipps L. Aigner / Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys

Am morgigen Spieltag gibt es dann wieder bei „Sechzig um Sieben“ den Spieltagsvorbericht – und am Nachmittag dann den Liveticker vom Spiel TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim.

15. Spieltag: Expertentipps L. Aigner / Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys

0

Neues Spiel, neues Glück! Auch zum 15. Spieltag haben wir wieder ein paar Experten aus dem Löwen-Kosmos nach ihrem Tipp zum bevorstehenden Match befragt und freuen uns sehr, dass sowohl Lukas Aigner als auch Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys unserer Bitte nachgekommen sind.

Löwenfan im Profitrikot: Lukas Aigner

Los gehts mit Lukas Aigner, seines Zeichens Löwe durch und durch und des Öfteren auch mal in der Fankurve des TSV 1860 zu finden, wenn es die Zeit zulässt. Bereits 2013 wechselte der Innenverteidiger an die Grünwalder Straße, durchlief U17, U19 und U21, eher er in der Regionalliga-Saison in den Profikader aufrückte. Dort kam er – auch verletzungsbedingt – nicht wie gewünscht zum Zug und absolvierte in der Aufstiegssaison nur zwei Partien. Es folgte der Wechsel zu Wacker Burghausen und vor der laufenden Saison zum Chemnitzer FC in die Regionalliga Nordost. Das Geschehen bei den Löwen verfolgt Aigner aber natürlich noch immer und hofft auf einen 3:1-Sieg der Köllner-Truppe. Seine Prognose: Mölders (2) und Neudecker schießen den Waldhof ab!

Calcio mit ganz viel Amore

Bereits seit 1982 bezirzen Roy Bianco & Die Abbruzati Boys mit feinstem Italo Pop die Ohren ihres Publikums, doch erst 2017 wurden die Herren aus Sirmione am Gardasee auch hierzulande bekannt und feiern seitdem vor allem in ihrer zweiten Heimat Bayern beachtliche Erfolge und ausverkaufte Hallen. Auch wenn Roy privat gerne mal im Venezia-Trikot über die Wellen der Adria reitet, so ist er doch seit jeher Fan der Löwen. Für Samstag ist er dennoch nur semi-optmistisch und tippt ein 1:1 (Tor: Mölders).

Ähnlich sieht das sein Bandkollege Die Abbrunzati Boys (ja, das ist nur einer…), der ein 2:2 (Tore: Mölders und Lex) vorhersagt. Auch er trägt den Löwen im Herzen und ist des Öfteren im Grünwalder Stadion, um Sechzig zu unterstützen. Wer sich so gar nichts unter der Musik der beiden und ihrer Band vorstellen kann, der klicke hier!

Und allzu ernst sollte man die Historie der Band natürlich nicht nehmen…

Bild: https://www.instagram.com/schlagerfaschisten1860/

Ex-Meistertrainer tippt Remis

Vor zig Jahren führte Karsten Baumann den VfL Osnabrück zur Meisterschaft in der 3. Liga und somit zurück in die 2. Bundesliga. Inzwischen hat der langjährige Bundesligaprofi (1. FC Köln, Borussia Dortmund) und Trainer dem Fußball-Business den Rücken zugekehrt und doziert an der International School on the Rhine (ISR). Ganz ohne Sport gehts aber nicht und so interessiert er sich natürlich noch immer für sein ehemaliges Betätigungsfeld. Für die morgige Partie zwischen den Löwen und Waldhof Mannheim prognostiziert er ein 2:2.

Auf einen Sieg des TSV hingegen setzt Tim Boss, Torhüter des SV Wehen Wiesbaden. Er sieht die Macht aus Giesing mit 3:2 im Vorteil. Soll uns recht sein.

PK aktuell: Erdmann ersetzt Wein +++ Köllner schaut nicht auf die Tabelle

1

“Das Köln-Spiel nervt!” Auch noch sechs Tage später. Dieses klare und ehrliche Bekenntnis machte Michael Köllner in der heutigen LÖWENRUNDE vor dem nächsten Auftritt seiner Mannschaft gegen Waldhof Mannheim. Immer wieder erwähnte der Löwentrainer, dass er gerade aus dem jüngsten Auftritt am Rhein – sowohl aus den starken ersten 30 Minuten, für die man sich allerdings naturgemäß nichts kaufen könne, als auch aus dem Rest des Spiels – viele Schlüsse ziehe. Die Frage von sechzger.de, was seine Erklärung dafür sei, dass sich die Mannschaft nach Führungen immer wieder selbst um den Lohn ihrer Arbeit bringt und schnelle Gegentore kassiert, beantwortete er folgendermaßen: “Eine Führung muss man mental positiv für sich nützen und ich glaube, dass wir da noch Luft haben. Das war auch ein Thema in dieser Woche: Wie gehst du mit Führungen um? Ich glaube, dass wir Antworten parat haben, eine Führung auszubauen und nicht nur zu verwalten, um am Ende drei Punkte zu holen.”

Dieses Unterfangen muss morgen Nachmittag ohne die Stammspieler Dennis Dressel (Rotsperre aus dem Türk Gücü-Spiel) und Daniel Wein (Gelbsperre) gelingen. Köllner verriet bereits, dass die Nummer 17 auf jeden Fall durch Dennis Erdmann ersetzt wird. Ersetzen muss der Löwendompteur des Weiteren Johann Djayo und Ahanna Agbowo. Den Stürmer, der in dieser Saison bereits sieben Mal zu Kurzeinsätzen kam und sich nach dem Abschied von Martin Pusic durchaus mehr Einsatzzeiten ausrechnen durfte, hat Probleme an der Hüfte, steht aber im Jahresfinale gegen Wiesbaden heute in einer Woche vielleicht wieder zur Verfügung. Bei Agbowo ist dies wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht der Fall.

Nachdem Michael Köllner vor der letzten Englischen Woche seine Aussage, aus den drei Spielen am liebsten neun Punkte zu holen, nach dann nur drei Unentschieden vorgehalten worden war, verweigerte er diesmal eine Punkteprognose für den Jahresendspurt. Ihn interessiere die Tabelle zum jetzigen Zeitpunkt, satte fünf Spiele vor Ende der Hinrunde sowieso nicht. Für ihn sei die Anzahl der geholten Punkte wichtig – und natürlich wie man diese geholt hat. Dass er dabei den in Köln kurz vor Schluss verlorenen Punkt noch auf das Löwenkonto buchte und von 21 Zählern auf der Habenseite sprach, unterstreicht vielleicht, wie ärgerlich das späte Gegentor der Viktoria letztlich war.

Sportdirektor Günter Gorenzel ging in der Zoom-Pressekonferenz auf die in dieser Woche disktutierten Personalien Pusic und Linsbichler ein. Dabei erfuhr man, dass der Österreicher seinem Landsmann in München schon vor knapp drei Jahren angeboten worden war, Pusic aber damals – in Skandinavien aktiv – wegen Ablöseforderungen und den Gehaltsvorstellungen nicht zu finanzieren war. Durch die sommerliche Insolvenz des SV Mattersburg änderte sich die Situation, weshalb die Löwen im Sommer zuschlugen. Da sich Pusic aktuell nach eigenem Bekunden jedoch “aus privaten Gründen nicht in der Lage sieht, Fußball zu spielen”, war die nun erfolgte sofortige Auflösung des Vertrags die einzig denkbare Handlung. An Gerüchten und Spekualtionen über die Probleme des 33jährigen werde man sich auch weiterhin nicht beteiligen. “Am Ende des Tages kann man Martin Pusic und seiner Frau nur das Beste wünschen und dass er seine schwierige Situation so gut wie möglich meistert!” – womit dieses Thema endgültig abgeschlossen sein sollte.

Zu Tim Linsbichler erläuterte Gorenzel, dass dieser im Sommer in Ermangelung eines “klassischen Stoßstürmers” in der U17 und U19 als NLZ-Spieler verpflichtet worden war, den man hier – im Sinne des Ausbildungskonzepts – aufbauen wollte. Nach einem – trotz der Corona-bedingten fehlenden Spielpraxis seit März – sehr guten Start in den ersten Trainingswochen an der Grünwalder Straße sollte Linsbichler beim Auftritt in Zwickau am 3. Oktober bereits im Kader stehen. Kurz vorher erfolgte dann jedoch eine “komplexe Adduktorenverletzung”, mit der – zum gesundheitlichen Schutz des jungen Spielers – sehr sensibel umgegangen werde.

Was diese Woche viele Löwenfans beschäftigte, verriet Gorenzel auch noch: Die Suche nach einem Ersatz für Pusic läuft. Es gibt eine Liste, die potenzielle Kandidaten enthält, zu denen man auch bereits in Kontakt sei. Im Winter, so hofft Gorenzel, wird eine passenden Lösung gefunden. Außerdem sei man, was die Planungen zum Spielerkader für die kommende Saison angehe, heute schon deutlich weiter, als in den letzten Jahren zu diesem Zeitpunkt. Der Spieleretat für 2021/22 soll exakt der gleiche sein, wie in dieser Saison und wird von Gorenzel “im Ligavergleich im Mitteldrittel” eingeordnet.

Der Bogen dieser LÖWENRUNDE spannte sich also zwischen der in rund sieben Monaten beginnenden neuen Saison und dem morgigen Auftritt gegen Waldhof Mannheim.

 

 

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim 07

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Heimspiel unserer Sechzger gegen den Sportverein Waldhof Mannheim 07.

Knapp 50% der Schüsse unseres morgigen Gegners gehen auf das Tor. Was nach Schwerstarbeit für Marco Hiller klingt und was ihr sonst noch aus taktischer Sichtweise wissen solltet, erfahrt ihr im Folgenden.

Die Kurpfälzer haben einen eher durchwachsenen Saisonstart hingelegt, waren aber vor der teuren Auswärtsniederlage am Dienstag auf einem guten Weg nach oben in der Tabelle. Mit elf Punkten und siebzehn Toren aus den fünf Spielen davor rollte man das Feld von hinten auf. Teuer war es nicht nur aufgrund von verlorenen Punkten. Mannheim muss zudem noch auf drei Spieler für den morgigen Samstag verzichten. Mittelfeldspieler Max Christiansen (#13) erlitt beim Aufwärmen einen Muskelfaserriss, Abwehrchef Jesper Verlaat (#4) ereilte in der 20. Minute das gleiche Schicksal und musste vorzeitig ausgewechselt werden. Offensivspieler Arianit Ferati (#10) hingegen wird wegen einer Gelbsperre fehlen. Mit zwei Punkten und einem Spiel Rückstand auf den TSV 1860 befinden sich die Mannheimer auf Platz zehn als direkter Verfolger hinter den neuntplatzierten Löwen.

Das favorisierte System von Trainer Patrick Glöckner ist mit dem 3-4-3 eine Variante, die den Spielern großes taktisches Verständnis, hohe Laufbereitschaft und gute Ballbeherrschung abverlangt. Wenn diese drei Faktoren stimmen, kann das 3-4-3 zu einer regelrechten Tormaschine werden. Allerdings ist der SV Waldhof diese Saison auch schon mehrmals sowohl im 4-2-3-1 als auch in verschiedenen Varianten des 4-4-2 angetreten.

Das 3-4-3 und wie Mannheim es spielt

Das sehr offensiv angelegte 3-4-3 System der Mannheimer steht und fällt mit der Ball- und Passsicherheit im Aufbau. Durch eine optimale Staffelung im Raum gibt es bei stimmigen Laufwegen im Vorwärtsgang keine Lücken im Raum und somit immer einen freien anspielbaren Mitspieler. Vor der Dreierkette wird im Mittelfeld eine flache Raute mit echten Flügelspielern gebildet. Der Außenstürmer auf der ballnahen Seite rückt auf den Halbpositionen ein, der auf der ballfernen Seite agiert als hängende Spitze.

Das von präzisem Passspiel und guten eins-gegen-eins Momenten geprägte, technisch schöne Mannheimer Offensivspiel stellt sowohl Mittelfeld als auch Abwehr der gegnerischen Mannschaften vor sehr schwierige Aufgaben. Die Angriffe der Kurpfälzer sind schon vor dem letzten Drittel kaum unter Kontrolle zu bringen.

Im letzten Drittel angelangt, versuchen die Mannheimer ihre Stürmer mit Steilpässen durch die Abwehrkette in Szene zu setzen. Bei Angriffen über die Flügel resultiert daraus meist eine Flanke aus Grundliniennähe ins Zentrum. Befindet sich der Ball schon in zentraler Position, wird nach dem Pass durch die Kette der direkte Abschluss gesucht. Mit drei Stürmern und dem offensiven Mittelfeldspieler ist bei einem durch Block oder Parade abgewehrten Schuss auch immer jemand für einen möglichen Nachschuss zur Stelle. Tempodribblings vom Flügel in die Box sieht man eher selten. Was auffällt und für die Defensivarbeit der Löwen wichtig ist: Die Flanken der Mannheimer kommen meistens flach bis halbhoch ins Strafraumzentrum oder den Fünfer.

Gegen den Ball hat der SV Waldhof in den von mir gesehenen Spielen mit hoher Pressinglinie agiert und mit Hilfe abkippender Mittelfeldaussenspieler das 3-4-3 zum 5-2-2-1 verschoben. Die dadurch entstehende Fünferkette wird von Benedict dos Santos (#21) im defensiven Mittelfeld und bisher vom als Box-to-Box Spieler agierenden Chistiansen unterstützt. Die beiden Außenstürmer ziehen sich gegen den Ball auf die zentralen Mittelfeld-Halbpositionen zurück. Dadurch entsteht aus der Raute ein Quadrat, welches für die defensive Staffelung im Rückzugsgefecht nicht unbedingt optimal ist.

Im Zentrum der Kette sorgen Zuordnungsschwierigkeiten bei den Mannheimern dafür, dass bisher überdurchschnittlich viele Chancen für die Gegner im und um den Fünfmeterraum entstehen konnten. Bei gutem Stellungsspiel in den Pressingmomenten und schnellem Umschaltspiel bei Ballgewinn kann der Gegner des SV Waldhof schnell Überzahl im letzten Drittel schaffen und so für diese gefährlichen Attacken sorgen.

Stärken und Schwächen des Systems im Allgemeinen

Stärken: Durch die gute Staffelung in der Breite und Tiefe entsteht ein sehr variables Positionsspiel im Aufbau. Bei optimalem Spiel kann der Angriffsdruck dauerhaft hoch gehalten werden. Im Fall des Ballverlusts kann durch die gute Staffelung auch schnell zum Gegenpressing übergegangen werden. Man steht durch die gegen den Ball zurückfallenden Mittelfeldaußenspieler mit einer Fünferkette hinten sehr kompakt.

Schwächen: Die Dreierkette muss aus dem Mittelfeld heraus verstärkt werden, das bedeutet zusätzliche Laufarbeit für die Flügelspieler. Gegen schnelle und präzise Konter ist dieses System bei Ballverlust auf dem gesamten Feld anfällig. Das System stellt extreme Anforderungen an die individuelle Klasse der Akteure. Vor allem schlechtes Passspiel darf sich eine Mannschaft hierbei nicht dauerhaft erlauben. Auch taktisch müssen die Spieler dieses System absolut verstehen. Falsche Laufwege in Umschaltsituationen gegen den Ball sind tödlich.

Statistische Besonderheiten

Abgesehen von den Spielen gegen Saarbrücken und den SV Wehen Wiesbaden war die Mannschaft aus der sogenannten Quadratestadt, was die Ballbesitzanteile angeht, immer spielbestimmend. Im Saisonschnitt befindet sich das Spielgerät 10% häufiger in den Reihen der Waldhöfer als beim Gegner. Mit einer Angriffsverteilung von 30% über links, 33% durchs Zentrum und 36% über die rechte Seite spielt Mannheim so variabel im Aufbau wie kein anderes Team der Liga. Die Quote der Schüsse, die tatsächlich aufs Tor gehen, ist zwar durch das Spiel gegen Meppen seit dem Wochenende um ein paar Prozentpunkte gesunken, jedoch mit 46,3% immer noch immens hoch. Jeder siebte Schuss beim Waldhof ist statistisch gesehen ein Treffer.

Weitere statistische Werte

  • Passquote 82%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 10,56
  • gewonnene Defensivzweikämpfe 60%
  • gewonnene Offensivzweikämpfe 53%

Schlüsselspieler

Torwart Jan-Christoph Bartels (#23) ist im Sommer vom 1. FC Köln an die Zweiflüssestadt gewechselt und hat bisher nur zweimal zu Null spielen können. Seine größte Stärke ist die Strafraumbeherrschung. Allerdings ist er nicht unbedingt der sicherste Schlussmann der Liga. Nur zwei von drei Schüssen, die aufs Tor gehen, kann er abwehren.

Marcel Costly (#17) mit bisher sechs Scorerpunkten ist sicherlich der gefährlichste Mittelfeldspieler der Mannheimer. Aber auch die anderen Spieler in diesem Mannschaftsteil sind extrem ballsicher und haben gute Passquoten. Jeder dort kann mit Pässen oder Einzelaktionen Impulse setzen und für Gefahr sorgen.

Sowohl Joseph Boyamba (#9) (mit sieben Toren Torjäger Nr. 1) als auch Dominik Martinovic (#11) (Topscorer) sind schnelle, technisch versierte, brandgefährliche Stürmer. Der dritte brandgefährliche Offensivspieler im Bunde (Ferati) wird – wie bereits erwähnt – am Samstag wegen einer Gelbsperre fehlen.

Fazit

Zuhause hui, auswärts pfui. So könnte man die bisherige Saison der Mannheimer beschreiben, die in der Fremde erst drei Treffern erzielen konnten. Nun ist es aber mitnichten so, dass man davon ausgehen darf, dass der SV Waldhof das Fußballspielen verlernt, wenn er nicht im heimischen Carl-Benz-Stadion spielen darf. Wer Mannheim unterschätzt, kommt unter die Räder.

Leichtsinn ist daher verboten. Höchste Konzentration bei Ballbesitz, vor allem aber im Spiel gegen den Ball, ist für den TSV 1860 München am Samstag angesagt. Wenn Sechzig die Mannheimer zu ihrem Spiel finden lässt ist eine Niederlage sehr wahrscheinlich. Bei konzentriertem Auftreten ist jedoch für die Löwen alles möglich. Die Mannschaft hat die Klasse und das Können auch mit den Kurpfälzern mitzuhalten. Wenn man sich gute Chancen herausspielt und den Ball dann auch aufs Tor bringt, wird es im Kasten der Mannheimer zwangsläufig irgendwann klingeln.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Diese Aufstellung erwarte ich vom SV Waldhof Mannheim 07:

Sechzig um Sieben: Ein Schritt zurück, drei nach vorne!

0
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer

Guten Morgen, Löwenfans!
An diesem Freitag gilt ein Blick zunächst ganz kurz dem gestrigen Tage. Danach starten wir in der üblichen Art und Weise mit unseren drei Freitagskategorien voll durch in die Vorberichterstattung zum Spiel gegen Waldhof Mannheim.

Ein Löwe geht niemals unter
Die Corona-Pandemie trifft uns alle hart, doch einige Mitmenschen haben es besonders schwer. Die Ausübung ihres Berufes ist nicht gestattet und folglich ist auch die eigentliche Einnahmequelle versiegt. In diesen Zeiten heißt es kreativ zu sein und zu kämpfen – und das kann man uns Löwen nun wahrlich nicht absprechen. Benedikt Lankes, der Wirt vom Löwenstüberl am Trainingsgelände, nutzt beispielsweise den Drive-In Christkindlmarkt in Erding und bietet desweiteren verschiedene Festtagsmenüs an Weihnachten an. Wie ihr ihn unterstützen könnt, lest ihr hier.

10.12.1994: Sechzig München – Eintracht Frankfurt
Spiel eins mit dem sogenannten Stempeltrikot konnte im Dezember 1994 erfolgreich absolviert werden. Wer damals traf, wer in der Startaufstellung stand und wie das Spiel ausging – alles weitere in unserem Artikel dazu vom gestrigen Tage.

TAKTIKTAFEL
Bernd Winninger hat sich unseren nächsten Gegner vorgeknöpft und sich mit der Aufstellung und Spielweise des SV Waldhof Mannheim 07 beschäftigt. Gegen Mittag, wenn es für euch vielleicht sogar schon in einen verfrühten Feierabend geht, gibt es TAKTIKTAFEL pur.

LÖWENRUNDE
Am Vormittag steht die Pressekonferenz mit Michael Köllner auf dem Programm. Wie gewohnt nimmt ein Redaktionsmitglied von uns daran teil und fasst euch im Anschluss die wichtigsten Erkenntnisse in einem Artikel zusammen.

Expertentipps
Für das Spiel gegen die Kurpfälzer setzen wir unsere letzte Woche begonnene Serie fort. Nach Schlagerstar Patrick Lindner tippen erneut Musiker exklusiv für sechzger.de das Ergebnis. Außerdem hat uns der Tipp eines Ex-Löwen erreicht. Ihr wollt wissen, um wen es sich handelt? Heute Nachmittag lüften wir das Geheimnis!

Training
Nach gestern gibt es noch einmal eine Videoanalyse, bevor es für die Profis am frühen Mittag auf das grüne Geläuf geht.

Vereinsheft “Die SECHZGER”
Die vierte Ausgabe im Jahr 2020 ist in gedruckter Form auf dem Weg in die Briefkasten sowie für jedermann und -frau online einsehbar. Unter vielen Beiträgen aus den verschiedenen Abteilungen des Vereins beschäftigt sich die Zeitschrift auch mit dem neugegründeten Frauenfußball-Team. Diese konnten erfreulicherweise ein Trainerteam verpflichten.

Der 15.Spieltag in Liga 3
Aufgrund der angeordneten Qurantäne des FSV Zwickau kann deren Heimspiel am Sonntag gegen Ingolstadt nicht wie geplant stattfinden und muss verschoben werden. Alle anderen Partien finden – Stand jetzt – wie geplant statt.
Spielabsagen bzw. -verlegungen gehören ja mittlerweile zur traurigen Gewohnheit, doch der folgende Grund könnte ein Neuer sein: Der KFC Uerdingen ist laut kicker aufgrund des angekündigten Rückzugs von Investor Ponomarev in Schwierigkeiten. Ausstehende Zahlungen sorgen dafür, dass dem Verein ein Hausverbot für die Düsseldorfer Arena droht. Das würde eine Durchführung am Samstag verhindern. Der Verein hat in einer Stellungnahme jedoch bereits alle Vorwürfe abgewiesen und korrigiert. Ob dem so ist und das Heimspiel gegen Türkgücü München stattfindet, werden wir spätestens am morgigen Tage erfahren.