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TAKTIKTAFEL – Die Analyse vom Sieg in Zwickau

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Der TSV 1860 trat beim FSV Zwickau in der gewohnten Grundaufstellung 4-1-4-1 an, jedoch mit einer – gegenüber dem Heimspiel gegen Magdeburg – auf zwei Positionen veränderten Startaufstellung: Für Greilinger spielte Neuzugang Neudecker im linken Mittelfeld und Erdmann wurde für Wein auf die Position des Staubsaugers vor der Abwehr gestellt. Somit hatte Trainer Michael Köllner sich – wie gegen Frankfurt im Pokal vor drei Wochen – für die destruktivere Variante auf der Sechserposition entschieden. Der Fußballsportverein aus Westsachsen setzte – wie von mir am Freitag prognostiziert – ein 3-5-2-System, das als 3-4-1-2 flach interpretiert wurde, entgegen und ging gegenüber der Vorwoche ebenfalls mit einer auf zwei Positionen veränderten Elf aufs Feld. Wolfram spielte für Willms im Sturm und Reinhardt statt Hehne im defensiven Mittelfeld.

Eine der großen Schwächen, die Systeme mit Dreierkette mit sich bringen, wurde von den Löwen gleich in der ersten Minute aufgedeckt, als sich Lex und Tallig auf gleiche Höhe zu Mölders in den Sturm vorschoben und 1860 so mit drei Stürmern in der noch unsortierten Abwehrkette der Gastgeber auftauchte. Die drei Zwickauer Verteidiger waren ohne Unterstützung der äußeren Mittelfeldspieler chancenlos, als Stefan Lex den Ball – nach einem Zuspiel von Richard Neudecker – auf Sascha Mölders durchsteckte und dieser zum 1:0 vollstreckte. Man muss allerdings sagen: Wenn die Zwickauer die Passstafette von Moll über Neudecker auf Lex hätten unterbinden können, wäre wiederum sofort ein gefährliches Übergewicht für sie selbst im Mittelfeld  entstanden und die Sechzger wären den Schwänen möglicherweise ins offene Messer gelaufen. Risikospiel also auf beiden Seiten in der ersten Minute mit dem besseren Ende für den TSV 1860 München. Well played, Mr. Köllner! So stand es nach 37 Sekunden bereits 1:0 für die Elf aus München Giesing.

Der frühe Druck der Weiß-Blauen auf die Abwehrreihe ließ auch in den folgenden Minuten nicht nach, jedoch waren die Zwickauer nun etwas wacher und sortierter und auch die Mittelfeldaußenspieler kamen ihren Defensivaufgaben besser nach, sodass die auf den Flügeln auftauchenden Münchner ein ums andere Mal in Sackgassen liefen, ohne Möglichkeit, nach innen zu ziehen oder Flanken anzubringen. Dies geschah vor allem, wenn bei 1860 nicht schnell genug kombiniert wurde und dadurch das Zwickauer Mittelfeld genug Zeit zum Abkippen in die Defensive hatte.

Bei Ballbesitz verschoben sich – wie üblich – Willsch oder Steinhart, sobald die Löwen in Ballbesitz waren, aus der Viererkette nach vorne, womit sechs Münchner im Mittelfeld fünf Zwickauern gegenüberstanden. Gegen die – durch diese situationsbedingten Verschiebungen entstehende – Überzahl im Mittelfeld des TSV 1860, hat bislang nur Magdeburg mit seiner Mauertaktik in Halbzeit eins letzte Woche ein adäquates Mittel gefunden. Wer aber nicht nur Mauern, sondern auch Fußball spielen möchte, wird immer wieder mit dieser Mittelfeldüberzahl der Löwen konfrontiert werden. Die Schwäne waren gewillt, nach vorne zu spielen und versuchten – wie es sich im Fußball für die Hausherren geziemt – durchaus das Heft in die Hand zu nehmen, um das Spiel zu machen. Daraus entwickelten sich mehrere Chancen für den FSV durch König, den seine Mitspieler des Öfteren gefährlich in Szenen zu setzen wussten. Beispielsweise in Minute vier als Schröter den Zwickauer Oldie von halbrechts bediente und nur ein missglückter Abschluss des Mittelstürmers den Ausgleich verhinderte.

Weitere vier Minuten später fiel er dann doch, der Ausgleich. Durch ein von Drinkuth per Flanke von der halblinken Zwickauer Angriffsseite wenige Meter vor der Grundlinie vorbereitetes Kopfballtor Königs. Bei diesem Gegentor sieht auf den ersten Blick so aus, als läge hier ein Fehler der Löwenabwehr vor, als Erdmann – nach einem zur „Kerze“ abgefälschten Befreiungsschlag von Steinhart – die Flanke zu König nicht verhindern kann. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Entstehungsgeschichte des Treffers für Zwickau beginnt bereits in deren eigenem Strafraum, als Neudecker und Tallig sich nach Zuspiel von Mölders gegenseitig im Weg stehen und es darum nicht zum Torabschluss für den TSV 1860 durch einen der Beiden kommt, sondern zum Ballverlust. Die weit aufgerückten Sechzger mussten dem weiteren Geschehen auf dem Platz – bis zum Gegentor – hinterherlaufen. Natürlich darf sich Drinkuth auf der Position, auf der er sich befindet, nie so durchsetzen und zum Flanken kommen. Die Flanke hätte von Erdmann geblockt werden können und müssen. Überlässt jedoch schon vorher Neudecker Tallig den Ball im Sechzehner der Zwickauer, steht es womöglich 2:0 für die Löwen oder es gibt einen Abstoß für die Schwäne und die Szene zum Ausgleich entsteht gar nicht erst. Das exzellente Zuspiel von Steinhart auf Zielspieler Mölders durch einen langen Freistoß aus der eigenen Spielfeldhälfte in den Strafraum des FSV in dieser Szene und wie Mölders sich gegen zwei Gegner zu behaupten weiß, um dann den Pass auf Neudecker zu spielen, bedarf übrigens höchster Anerkennung.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ging es munter hin und her mit Chancen auf beiden Seiten, wobei 1860 zumindest optisch mehr Spielanteile hatte. Ob sich das auch in Zahlen ausdrückt, dazu kommen wir nun:

Ballbesitz 53% zu 47%, Schüsse 5:4, Schüsse aufs Tor 2:1 – alles knapp zugunsten des TSV 1860 München. Die Passgenauigkeit lag für die Giesinger bei exakt 80% (Steilpässe über 90%) die Zwickauer konnten hier gute 70% verbuchen. So weit so ausgeglichen. Nun aber ein paar Zahlen, die aufzeigen, dass es so ausgeglichen, wie es einem vielleicht vor dem Fernsehapparat vorkam, dann doch nicht war. Positionsangriffe: Sechzig 20 – Zwickau 13; Flanken: Sechzig 8 – Zwickau 14. Aber Flankengenauigkeit bei Sechzig 63% bei Zwickau 21%. Die Statistik der gewonnenen Kopfballduelle sieht Zwickau mit 23 zu 9 vorne. Und PPDA (zugelassenen Pässe pro Defensivaktion): 6,95 beim TSV 1860 und 45,67 beim FSV Zwickau. Das bedeutet, dass 1860, bis eine defensive Aktion gegen den Ball von Zwickau erfolgte, fast 46 Ballkontakte hatte, Zwickau hingegen gerade einmal knapp sieben. Die Löwen waren also weitaus bissiger unterwegs als die Schwäne. Die Schlussfolgerungen aus diesen Zahlen für Halbzeit eins sind deshalb relativ einfach: Ein schnelles, genaues Passspiel gepaart mit aktivem kampfbetontem Defensivverhalten, das beides durch gutes Stellungsspiel im Raum und weniger Laufintensivität des 4-1-4-1 begünstigt wird, ist dem 3-4-1-2, das sich Joe Enochs für Zwickau erdacht hat, absolut überlegen. Wenn man dazu noch Spieler hätte, die im eins gegen eins und im Torabschluss dominieren, würde es für den Gegner mit Dreierkette wohl im Debakel enden.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Zwickau – wie schon die vier Löwengegner in den Pflichtspielen zuvor – zwar überlegen und hatte mehr Ballbesitz, aber die Schwäne kamen im Gegensatz zu Würzburg, Frankfurt, Meppen und Magdeburg nicht zu einem Torerfolg. Bei einer Szene im Strafraum der Sechzger muss man allerdings ehrlicherweise sagen, dass sich keiner hätte beschweren dürfen, wenn der Unparteiische auf den ominösen Punkt gezeigt hätte. Moll fiel in der 56. Minute in den – nach Zuspiel von Schröter – allein auf Hiller zulaufenden Wolfram hinein und vereitelte damit eine mögliche Torchance. Ob Wolfram Moll, um sich aus der Bewachung zu lösen, davor einen Rempler oder Schubser mitgegeben hat, ist leider ohne Kameraeinstellung von der gegenüberliegenden Seite nicht zu erkennen. Vertrauen wir mal dem Schiri der näher dranstand und es wohl genauso gesehen und interpretiert hat.

Die Zahlen der Viertelstunde nach Wiederanpfiff lesen sich zwar schlechter, als vor einer Woche, aber gegen eine Mannschaft die nicht nur vor dem eigenen Sechzehner mauert, sondern selbst nach vorne spielen will und muss, ist das nicht verwunderlich. Die entscheidenden Größen sind allerdings wieder besser geworden. Einerseits die PPDA: Die sank um 3,25 Punkte von 14,5 auf 11,25 und wenn man das noch mit dem Spiel in Meppen vergleicht sogar um 15,25 Punkte. Man konnte das schon fast obligatorische Gegentor vermeiden und die Zahl der geführten und der gewonnenen Zweikämpfe gegen den Ball signifikant steigern. Kam es gegen Meppen zu nur vier defensiven Zweikämpfen in dieser Zeitspanne, waren es gegen Magdeburg schon acht und nun gegen Zwickau bereits vierzehn. Zehn davon entschieden die Löwen für sich. Da ist eine absolut positive Entwicklung für die Viertelstunde nach der Pause zu erkennen.

Just zu Beginn der letzten halben Stunde, genauer in der 62. Minute traf 1860 dann durch Dressel zum 2:1. Die Vorbereitung dieses Treffers war ein „Gustostückerl“ aus dem Lehrbuch-Kapitel „Wie hebel‘ ich eine überbesetzte (zu starke) Abwehrseite aus?“. Nach einem Einwurf der Zwickauer auf deren rechter Seite ca. acht Meter von der Mittellinie entfernt, gewann Steinhart ein Kopfballduell worauf der Ball über die Zwischenstation an Dressels Kopf zu Mölders gelangte. Die drei Akteure in schwarz standen alle in der Nähe der Seitenlinie auf der rechten Abwehrseite der Zwickauer und zogen viele Gegenspieler dorthin ab. Mölders leitet den Ball gedankenschnell auf den sich 30 Meter vor dem Tor im Zentrum befindlichen Neudecker weiter. Ab diesem Moment lief Zwickau in dieser Szene nur noch hinterher. Neudecker bediente den aus der Tiefe des Raums diagonal in die linke Strafraumseite der Zwickauer eindringenden Willsch mit einem schön gechipten Pass. Willsch legt sich den Ball in vollem Lauf einmal vor, um dann zur Mitte zu passen. Der in den Torraum einlaufende Dressel konnte ins rechte untere Eck vollenden. Somit stand es 2:1 für den TSV 1860. Dennis Dressel verlor von seinem Kopfball zu Möders bis zum Torabschluss nie den Ball aus den Augen und war immer auf Höhe des Geschehens. Sowohl beim Abspiel von Mölders als auch beim Zuckerpass von Neudecker zu Willsch, sowie bei der Ablage von Willsch auf Dressel wirken die Laufwege aller Akteure einstudiert und die Hintermannschaft der Zwickauer konnte nur nebenher-, respektive hinterhertraben, da das Geschehen durch Mölders intelligenten Pass von der starken auf die schwache Seite verlagert wurde. Selbst ein in das finale Zuspiel auf Dressel hineingrätschender Abwehrspieler hätte den Torerfolg vermutlich nicht verhindern können – dann wäre wohl ein Eigentor entstanden. Was für ein genialer Spielzug der Löwen!

Im weiteren Verlauf der zweiten Spielhälfte war dann – zumindest optisch – Zwickau die spielbestimmendere Mannschaft. Der TSV 1860 geriet in mehreren Szenen in arge Bedrängnis und kann sich beim hervorragend aufgelegten Marco Hiller bedanken, der zweimal im eins gegen eins die Führung gegen König bzw. Willms rettete und auch in der Strafraumbeherrschung eine absolut souveräne Leistung bot. In einigen Momenten erinnerte er mich während der Videoaufarbeitung des Spiels an Torwartlegende Rainer Berg aus den frühen 1990ern. We erinnert sich noch an ihn?

Was sagen die Zahlen der Statistiker nun über die letzte halbe Stunde des Spiels aus? Kurz: Sie bestätigen den optischen Eindruck. Vom Ballbesitz über Schüsse bis hin zur Passquote: Überall hinken die Löwen hinterher. Das ist aber nicht weiter verwunderlich und schon gar kein Grund, sich aufzuregen. Der FSV Zwickau jagte einem Rückstand hinterher. Und auch die Spieler der Mannschaft aus Westsachsen können Fußball spielen. Die PPDA stieg bei 1860 wegen des Drucks von Zwickau auf 18.33. Dass ist aber nicht weiter tragisch, wenn man eine Abwehrschlacht führt.

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr fiel aus meiner Sicht der wegen der hohen Laufintensität kraftraubende Spielstil des 3-4-1-2 der Gastgeber ins Gewicht. Ihre Überlegenheit auf dem Feld konnten sie wegen deutlich erkennbarer Konzentrationsdefizite, die einen zwangsläufig ereilen, wenn man sich leistungsmäßig im roten Bereich bewegt, nicht in zählbare Erfolge ummünzen. Die eingewechselten Spieler Starke und Willms versuchten zwar noch, ihr Möglichstes um dem FSV Zwickau von der Verliererstraße zu bringen, scheiterten aber entweder am gut standhaltenden Abwehrriegel des TSV 1860, der in der Schlussphase noch durch Defensivallrounder Wein, der für Lex in die Partie kam, verstärkt wurde, oder am – wie oben schon erwähnt – glänzend aufgelegten Marco Hiller. 81% Passquote und 56% Ballbesitz reichten den Schwänen nicht, um gegen aufopferungsvoll kämpfende Löwen den Ausgleich zu erzielen. Ganze vier mal schafften es die Zwickauer in der letzten halben Stunde aus ihrer Feldüberlegenheit einen Nutzen zu ziehen und einen Schuss abzugeben. 1,33 Schüsse pro zehn Minuten. Und das obwohl es sage und schreibe 41 Pässe vom FSV ins letzte Spielfelddrittel gab. Das bedeutet, dass lediglich bei jedem zehnten Angriffsversuch der Zwickauer auch versucht wurde, aufs Tor zu schießen. Bei zwei dieser Schüsse musste Hiller – wie oben beschrieben – eingreifen.

Was folgern wir daraus? Auch eine sogenannte Abwehrschlacht beherrschen die Spieler des TSV 1860 München. Und was ist aus den 44% Ballbesitz der Löwen in der letzten halben Stunde entstanden? Nun, 1860 brachte noch einen Schuss durch Talligs Freistoß – nach Foul an Willsch – in Minute 79 auf das Tor. Die Löwen griffen in der letzten halben Stunde insgesamt zehnmal an, und spielten dabei nur einen Konter. Sechzig kam also in etwa alle drei Minuten zu einem Entlastungsangriff.

Fazit zum gesamten Spiel: Taktisch gut eingestellte Münchner trafen auf laufstarke Zwickauer, denen in der zweiten Spielhälfte sicherlich ein zweites Tor gut zu Gesicht gestanden hätte. Gottseidank wussten die Löwen, wie man das verhindert. Wäre dieses Spiel mit 2:2 – wie im Februar – beendet worden, hätte sich niemand beschweren dürfen. Vielleicht sollte Joe Enochs seinen taktischen Ansatz mit dem 3-5-2 (bzw. 3-4-1-2) überdenken und eine weniger laufintensive Variante wählen, bei der seine Spieler auch gegen Ende einer Partie noch frisch genug sind, um konzentriert im Angriff zu agieren. Michael Köllners 4-1-4-1 Grundformation, aus der mit Ball ein 3-1-5-1 oder auch – wie beim Treffer zum 1:0 – ein 3-4-3 werden kann, ist weitaus ökonomischer, da die Defensivspieler nur situationsbedingt ins Mittelfeld aufrücken.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Prince Owusu zum SC Paderborn

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Zweimal war Prince Owusu von Arminia Bielefeld an die Löwen ausgeliehen, konnte sich dort aber trotz einiger wichtiger Treffer nicht nachhaltig für einen Stammplatz und eine feste Verpflichtung empfehlen. Zuletzt war der Stürmer mit dem VfB Lübeck, Waldhof Mannheim und Hansa Rostock in Verbindung gebracht worden, wechselt nun mit hoher Wahrscheinlichkeit aber in die 2. Bundesliga zum SC Paderborn.

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„Ich glaube, dass es für so einen jungen Spieler wichtig ist, dass er spielt. Wir haben für keinen Spieler so viele Anfragen wie für Prince Owusu“, gab DSC-Geschäftsführer Samir Arabi zu Protokoll. Nun scheint der passende Abnehmer gefunden worden zu sein. Wir wünschen Prince natürlich auch alles Gute für die Zukunft.

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Sechzig um Sieben: Löwen haben heute trainingsfrei + Köllner im Blickpunkt Sport in der Mediathek + Köllner & Gorenzel im Kicker-Interview

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Die Löwen haben am heutigen Montag trainingsfrei.

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TSV 1860 – Trainer Michael Köllner war gestern Abend zu Gast im Blickpunkt Sport – seinen souveränen Auftritt könnt ihr in der BR-Mediathek ansehen:

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/blickpunkt-sport/index.html

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Michael Köllner wurde dann auch zusammen mit TSV 1860 – Geschäftsführer Günther Gorenzel für den “kicker” interviewt – das Interview in Auszügen findet ihr hier:

https://www.kicker.de/koellner-gorenzel-noch-einmal-bundesliga-wir-schaffen-das-786348/artikel

Mal schauen, wieviele Artikel aus diesem Interview auf anderen Kanälen gebastelt werden. Das Original findet ihr im “kicker”.

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Im Löwenstüberl gibt es heute:

Penne al Arabiatta mit Parmesan und Salat (7,90 Euro)

und

Salatteler mit Hähnchenfiletstreifen und gerösteter Semmel (8,50 Euro)

Sechzig@18:60: Weiterhin ausschließlich gute Nachrichten beim TSV 1860 – Köllner heute in Blickpunkt Sport

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Wenn man von Corona und den damit verbundenen Einschränkungen einmal absieht, gibt es derzeit rund um den TSV 1860 fast ausschließlich gute Nachrichten – aber der Reihe nach:

1. Die Löwen gewannen gestern mit 2:1 beim FSV Zwickau – wir tickerten live aus der GGZ-Arena, wie auch schon aus Meppen. Wie es für das kommende Heimspiel aussieht, entscheidet wohl die 7-Tage-Inzidenz – die Corona-Ampel auf sechzger.de zeigt aktuell 37,38 – wir hoffen allerdings auf sinkende Zahlen. Mittwoch müsste nach unseren Informationen der Tag der Entscheidung für das Heimspiel gegen Lübeck sein – Daumen drücken, dass die Zahlen weiter nach unten gehen.

2. Auf jeden Fall haben auch heute wieder fleißige Helferlein dafür gesorgt, dass im Sechzgerstadion wieder alles bereit ist für Zuschauer:

Konnte man Anfang der Woche schon Löwenpartner Maler Dierl bei den nötigen Arbeiten im Sechzgerstadion bewundern, so war es heute Vizepräsident Hans Sitzberger, ebenso Cheftrainer Michael Köllner,  sowie Johann Djayo und Fabian Greilinger und etliche Fans die im Stadion Hand anlegten. Einmalig die Löwen – Gemeinsam für Sechzig!

3. Chefcoach Michael Köllner ist heute im übrigen bei Blickpunkt Sport um 21:45 Uhr zu Gast bei Markus Othmer. Mit sieben Punkten und seinem neuen Buch im Gepäck – letzteres wird im übrigen auch in der sechzger.de-Redaktion fleißig gelesen. Fazit folgt.

4. Die Nachwuchsarbeit des TSV 1860 wird ja von einigen “Experten” immer schlecht geredet – zum Glück kümmert das die Junglöwen recht wenig:

Die U17 ist nach drei Spieltagen und dem heutigen 2:0 Auswärtserfolg bei Wehen Wiesbaden mit 7 Punkten Tabellenzweiter und Punktgleich mit dem Tabellenführer (Augsburg).

Die U16 verliert denkbar knapp in Burghausen mit 1:0 und ist damit Tabellendritter.

Gestern bereits gewann die U21 mit 1:0 in Deisenhofen, die U19 spielte bei 1860 Rosenheim 1:1

FSV Zwickau – TSV 1860 München – sechzger.de – Liveticker aus der GGZ-Arena

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Stadion FSV Zwickau 3.Liga

Servus Löwenfans,
wie schon beim Spiel in Meppen tickern wir wieder live aus dem Stadion. Anpfiff ist um 14:00 Uhr, kommentieren könnt ihr unseren Ticker natürlich auch. Wie das funktioniert bzw. warum wir dafür eine Löwen-Forum-Kennung (die in wenigen Sekunden angelegt ist) benutzen, erfahrt ihr in diesem Beitrag:

https://sechzger.de/in-eigener-sache-warum-wir-fuer-statistik-und-kommentarbereich-den-loewenforum-login-verwenden-video/

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Aufstellung:

1 Hiller – 25 Willsch, 6 Salger, 5 Moll, 36 Steinhart – 13 Erdmann, 14 Dressel, 8 Tallig, 31 Neudecker (71. 19 Pusic) – 7 Lex (81. 17 Wein), 9 Mölders (C) (90.+4 21 Djayo)

Bank:

40 Kretzschmar (Tor), 3 Lang, 33 Klassen, 11 Greilinger

 

Sechzig um Sieben: Der TSV 1860 in Zwickau

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Titelfoto: cr-fotos

Zum dritten Mal seit dem Aufstieg in die 3. Liga führt der Spielplan die Löwen heute nach Zwickau. Einer 5:2-Niederlage im Mai 2019, die damals am 36. Spieltag das Abstiegsgespenst nochmal ganz bedrohlich über Giesing kreisen ließ, während die Gastgeber mit diesem Triumph den vorzeitigen Klassenerhalt sicherten, folgte im Februar dieses Jahres ein 2:2, bei dem kurioserweise alle vier Tore zwischen Spielminute 37 und 57 fielen und die Löwen zweimal jeweils genau acht Minuten in Führung lagen, ehe die Gastgeber wieder ausgleichen konnten. Nachdem uns also in der jüngeren Vergangenheit in 180 Minuten in Westsachsen insgesamt schon vier Tore gelingen wollten, stünde heute – mit  vergleichbarer Effektivität – durchaus mal der erste Sieg beim FSV auf der Agenda.
Die Gesamtbilanz gegen Zwickau ist – durch zwei Zu-Null-Heimsiege in Giesing – sowieso außerordentlich positiv und das gilt es heute auszubauen!

Der FSV Zwickau gehört – wie unser Gast aus Magdeburg in der letzten Woche – zu den Vereinen, mit denen unsere Löwen keine weit zurückliegende sportliche Vergangenheit teilen. Erst in den letzten zwei Jahren, also nach unserem Aufstieg in die 3. Liga, kam es zu Duellen mit den Schwänen. Das liegt daran, dass auch die Westsachsen nach der Zusammenführung der deutschen Profiligen 1991 nicht zu den glücklichen Vereinen gehörten, die es in die 2. Bundesliga schafften. Der Aufstieg gelang dann aber drei Jahre später – als wir Löwen uns bekanntermaßen bereits eine Klasse höher einsortiert hatten. Nach Abstiegen 1998, 2000 und 2005 war der FSV Zwickau dann vorrübergehend sehr weit unten, in der fünftklassigen Landesliga Sachsen angekommen. Dort verblieb man allerdings nur ein Jahr und genau zehn Jahre nach dem tiefsten Fall, gelang als Meister der Regionalliga Nordost die Rückkehr in den Profifußball – nach einer erfolgreichen Relegation gegen die SV Elversberg.
Und auch hier geht es – wie schon in den letzten 30 Jahren zwischen den verschiedenen Ligen – recht munter bergauf und bergab: Einem sensationellen 5. Platz in der Premierensaison folgte Rang 15. In der ersten gemeinsamen Drittligasaison zusammen mit 1860 wurde Zwickau 7. – und letzte Saison konnte gerade so der Abstieg verhindert werden. Am Ende rettete sich der FSV wegen eines geschossenen Tores gegenüber dem Absteiger aus Chemnitz. Zu den Aufstiegsfavoriten gehört der FSV heuer sicher nicht, allerdings erfordert der gute Saisonstart mit einem Sieg gegen die Münchner Vorstädter und einem Punkt in Duisburg, dass man den Schwänen mit dem nötigen Respekt entgegentritt.

Die Löwen spielen also am heutigen Feiertag, an dem Tag, an dem sich die deutsche Wiedervereinigung zum 30. Mal jährt in den ja eigentlich gar nicht mehr so „neuen Bundesländern“. Irgendwie passend, oder? Naturgemäß bestritt der TSV 1860 in den letzten Jahren am 3. Oktober schon das eine oder andere Spiel. Und wie zu erwarten: Neben legendären Siegen erinnern wir uns an peinliche Pleiten an diesem speziellen Datum: Dem triumphalen 5:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg im Jahr 1998, als sicherlich mindestens 10.000 mitgereiste Löwenfans in der südlichen Hälfte des Max-Morlock-Stadions eskalierten, steht eine peinliche DFB-Pokalpleite Pleite beim FC Homburg/Saar drei Jahre zuvor gegenüber. Wer erinnert sich noch an das dramatische 2:4 gegen Wacker Burghausen im Sechzgerstadion in der Saison nach dem Bundesligaabstieg? Und wer sogar noch an ein belangloses 1:0 gegen Union Berlin irgendwo im Nirgendwo am Müllberg sechs Jahre später im Jahr 2010? Das alles waren Sechzgerspiele am Tag der deutschen Einheit –  heute soll diesen ein erneut triumphales Kapitel hinzugefügt werden.

Der Bayerische Rundfunk ist bei diesem möglichen freudigen Ereignis übrigens nicht dabei. Ob sich der BR, was das Interesse seiner Zuschauer an den Übertragungen aus der 3. Liga anbelangt, bei seiner Entscheidung für das heutige Spiel einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten. Wichtig ist diese Info für uns Löwenfans aber allemal: Das Duell in Zwickau zwischen den Schwänen und den Löwen wird nur im MDR gezeigt, der BR beschäftigt sich zeitgleich mit der Partie zwischen Ingolstadt und Unterhaching. Wer’s mag… Ob sich die zum Saisonauftakt gegen Haching vor zwei Wochen fast schon wieder so etwas ähnliches, wie Stadionatmosphäre verbreitenden Zwickauer Zuschauer auch in der Partie gegen die Löwen auf ihren Stehplätzen tummeln dürfen, wissen wir aktuell noch nicht, gehen aber davon aus. 3.600 Zuschauer finden heute Nachmittag Einlass in die GGZ-Arena. Und wir von sechzger.de können an dieser Stelle freudig vermelden, dass eine dieser gut dreieinhalbtausend Personen unser Mann vor Ort sein wird, der uns – wie schon aus Meppen – mit Fotos und Infos versorgt. Unser Liveticker steht also für Euch bereit!

Verbleibt an dieser Stelle nur noch, Euch einen angenehmen Feiertag mit einem positiven Ausgang der Spiels unserer Löwen zu wünschen und die geneigte Leserschaft heute mal an dieser Stelle nach Ihren Tipps für das Spiel zu fragen. Gerne hier unter diesem Artikel posten.

Sechzig@18:60 – Taktiktafel + Expertentipps + Jugend & Amateure + Kaiserslautern

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Übersicht über die Meldungen und News des Tages vom TSV 1860 München von sechzger.de

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Einmal noch schlafen und dann spielen die Löwen wieder! Diesmal gehts nach Zwickau und natürlich hoffen wir, dass Trainer Michael Köllner und seine Mannschaft am Tag der Deutschen Einheit drei Punkte mit nach Giesing bringen werden. Taktisch dürfte die Auseinandersetzung mit den Westsachsen übrigens äußert interessant werden, denn sowohl unser Coach, der seinen Vertrag bekanntlich gestern um zwei Jahre verlängert hat, als auch der Übungsleiter der Schwäne, Joe Enochs, gelten als ausgewiesene Taktik-Füchse. Wir sind gespannt, ob die Prognosen unserer TAKTIKTAFEL wieder so zutreffend sind wie in den vergangenen Wochen.

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Auch dieses Mal werden wir bei sechzger.de im Vorfeld keine Tipps hinsichtlich des Endergebnisses abgeben und auch der von Liga3online befragte Experte ist diesbezüglich zurückhaltend. Vermutlich eine kluge Entscheidung von Manfred Starke, seines Zeichens Mittelfeldspieler beim FSV Zwickau und ehemaliger Nationalspieler Namibias, denn das eigene Team zu tippen ist ja immer besonders tricky. Über den Tellerand geblickt, sagt er u.a. jedoch Siege für den FC Ingolstadt 04 (gegen die SpVgg Unterhaching), Dynamo Dresden (heute Abend im Grünwalder Stadion beim FC Bayern München II) und den FC Hansa Rostock (gegen den KFC Uerdingen) voraus.

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Doch nicht nur die Löwen-Profis sind am Wochenende im Einsatz, auch die Amateur- und Jugendteams gehen wieder auf Punktejagd:

Die U21 ist am Samstag (15 Uhr) beim FC Deisenhofen im Einsatz, die U19 gastiert um 18.15 Uhr beim TSV 1860 Rosenheim. In der U17-Bundesliga müssen die Jung-Löwen am Sonntag um 11 Uhr beim SV Wehen Wiesbaden antreten und wollen nach dem Aufstieg natürlich ungeschlagen bleiben.

Der TSV 1860 München IV empfängt indes am Samstag um 14 Uhr auf der Anlage der SpVgg 1906 Haidhausen (St.-Martin-Straße 35, 81541 München) die Gäste vom FC Phönix München II. Die Dritte trifft direkt im Anschluss (16 Uhr) auf den SV Laim.

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Während es an der Grünwalder Straße derzeit ja ungewohnt harmonisch zugeht, brennt andernorts ordentlich der Baum: Der 1. FC Kaiserslautern hat nach der eingeleiteten Planinsolvenz kräftig investiert (u.a. Tim Rieder), ist aber mit zwei Niederlagen in die 3. Liga gestartet und hat sich Anfang der Woche von Trainer Boris Schommers getrennt. Seit heute steht sein Nachfolger fest: Der Luxemburger Jeff Saibene soll das Ruder rumreißen und die Roten Teufel wieder in die 2. Bundesliga führen. Dass wir ihm für dieses Vorhaben nicht unbedingt die Daumen drücken, liegt auf der Hand…

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Bereits heute Morgen hatte der kicker spekuliert, dass Marius Wolf auf Leihbais zum 1. FC Köln wechseln wird (sechzger.de berichtete), jetzt ist es fix. Der TSV 1860 wird leider finanziell nicht partizipieren, eine Ausbildungsentschädigung wie z.B. bei den (Auslands-)Transfers von Kevin Volland, Julian Weigl oder Marin Pongracic wird nicht fällig.

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TAKTIKTAFEL – Unser nächster Gegner: FSV Zwickau

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Am morgigen Samstag spielt der TSV 1860 München auswärts beim FSV Zwickau. Was können beziehungsweise müssen wir von den Westsachsen aus taktischer Sicht erwarten? Ich habe mir die beiden ersten Ligaspiele des FSV angesehen und komme dabei zu folgenden Schlussfolgerungen:

Trainer Joe Enochs lässt seine Mannen gerne in einem 3-4-1-2 flach-System auflaufen, um generell ein Übergewicht im Mittelfeld zu erzielen und den Gegner vom eigenen Strafraum fern zu halten.

Gegen den Ball kippen die beiden äußeren Mittelfeldspieler im letzten Drittel vor dem eigenen Strafraum in die Abwehrreihe ab, sodass eine Fünferkette entsteht. Vor die Fünferkette reiht sich gegen den Ball das restliche Mittelfeld auf einer Linie ein, es entsteht also ein 5-3-2 tief, womit ein Durchkommen für eine langsam und kontrolliert aufbauende Mannschaft schwer gemacht wird. Dennoch können schnell und zügig vorgetragene Angriffe auch bei kontrolliertem Aufbau des Gegners die Hintermannschaft der Zwickauer vor Probleme stellen, da die Spieler teilweise weite Wege auf dem Feld gehen müssen, um den kompakten Abwehrverbund – so wie vom Trainer erdacht – herzustellen. Bis sich die Außenspieler in die Kette und der offensive Mittelfeldspieler ins Zentrum der eigenen Spielfeldhälfte bewegt haben, müssen teilweise viele Meter zurückgelegt werden, was man in den Spielen des FSV gegen Duisburg und Unterhaching deutlich gesehen hat. Das kostet zum einen Kraft und kann zum anderen – wenn der Gegner intelligent spielt und Auge für den freien Raum vorhanden ist – zu großen Lücken in den Räumen zwischen den Ketten führen. Sobald der Abwehrverbund der Schwäne aber steht, kommt der Gegner nur noch mit der Brechstange und hohen Flanken in deren Strafraum.

Bei Ballgewinn der „Trabbi-Städter“ schwärmt ihr Doppelriegel sofort aus. Wenn dann präzises Passpiel dazukommt, zeigt das 3-4-1-2 seine Gefährlichkeit. Da gegen die meisten anderen Systeme sofort sowohl ein Übergewicht im Mittelfeld herrscht, als auch die Staffelung der Spieler gute Passdreiecke nach sich zieht und nicht nur ein Mittelstürmer den Strafraum des Gegners belagert, sondern zwei, hat jeder Akteur beim Spiel nach vorn meist mehr als eine Anspielstation und es entwickeln sich bisweilen schwungvolle Positionsangriffe. Diese werden meist über die Halbpositionen und Flügel vorgetragen Bei 54 Positionsangriffen in der bisherigen Saison, schlugen die Zwickauer 41 Flanken. Das sind knapp 76%. Diese kommen oft präzise in den Strafraum. Ganze 46% aller geschlagenen Flanken von den Zwickauer Flügeln waren erfolgreich, kamen also auch beim Mitspieler an. Die Präzision der Westsachsen ist hier äußerst hoch und kann – wenn eine Seite schlecht gedeckt ist – zu massiven Problemen führen. Alle drei bisherigen Tore schoss der FSV nach Flügelangriffen. Das Tor gegen Duisburg nach einer hohen Flanke in den Torraum, die beiden Treffer gegen Unterhaching kamen – nach flachen Querpässen vom Flügel an die Strafraumkante – durch Weitschüsse zustande.

Weitere Vorteile des 3-4-1-2-Sytems:
Es ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe, dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.
Außerdem bringen zwei Stürmer in der Spitze starke Präsenz in das Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels.
Und durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

Aber kein Vorteil ohne Nachteil… Diese sind beim 3-4-1-2-System:
Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel ausnutzen kann.
Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechseln zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks, der über die Flügel aufgebaut werden soll, führen.
Die Flügel sind nur einfach besetzt, deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln.
Gegen Systeme in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Persönlich bin ich übrigens kein großer Freund dieses Systems, vor allem für Mannschaften in unteren Ligen, deren Passgenauigkeit nicht unbedingt die Qualität hat, dieses System effektiv umzusetzen.

Es gibt – außer den angeführten Nachteilen – eigentlich wenig Argumente dafür, dass Joe Enochs seine Mannschaft gegen die Löwen anders auftreten lässt. Auch beim letzten Heimspiel gegen den TSV 1860 schickte der Zwickauer Coach seine Truppe im 3-4-1-2 aufs Spielfeld. Dieses endete Anfang Februar bekanntermaßen mit einem 2:2, was sich für die Hausherren damals wie ein Sieg angefühlt haben dürfte.

Aufgrund der Schwächen im Umschaltspiel nach Hinten, die dieses System aufweist, könnte es aber auch sein, dass Enochs uns alle überrascht und gegen die passgenaue und spielstarke Mannschaft der Löwen lieber doch auf ein 4-4-2 setzt. Dies hätte zur Folge, dass dann der lediglich der beim 3-4-1-2 im defensiven Mittelfeld agierende nominelle Innenverteidiger Maurice Hehne (#5) auf seine angestammte Position gestellt würde und Enochs für die Position des rechten Verteidigers Marcus Godinho (#2) für entweder Jozo Stanic (#6) oder Davy Frick (#19) brächte.

Zwickauer Spieler auf die morgen ein besonderes Augenmerk gelegt werden muss, sind die sich gut ergänzenden Stürmer Dustin Willms (#11), ein technisch versierter, torgefährlicher, abschlussstarker 21jähriger und Ronny König (#15), seines Zeichens ein 37 Jahre alter Haudegen, der mit allen Wassern gewaschen ist und auch dorthin geht, „wo‘s wehtut“. Außerdem sind hier die beiden variabel spielenden Mittelfeldakteure Can Coskun (#22) und Felix Drinkuth (#7) zu nennen, die gerne Positionstäusche vornehmen und sich in der Zentrale und auf der linken Seite abwechseln.

Um gegen die Zwickauer Schwäne erfolgreich zu sein, müssen unsere Spieler offensiv ihr dominantes Passspiel aus den vorangegangen Partien wieder auf den Platz bringen und die Chancenverwertung auf ein höheres Niveau schrauben, als noch gegen Magdeburg. Gegen den Ball dürfen sie sich aber gleichzeitig nicht durch zu hohes Pressing dazu verleiten lassen, dass der Gegner einerseits in entstehende Lücken hineinstößt. Andererseits – und darauf muss der eigentliche Focus im Spiel gegen den Ball beim TSV 1860 liegen – müssen die Flügel dicht gemacht werden. Wie weiter oben angemerkt wurden alle Tore des FSV Zwickau in der laufenden Saison durch Angriffe über die Außenpositionen eingeleitet. Die Flanken kommen überaus zielgenau zu den Adressaten.

Ich bin mir sehr sicher, dass Michael Köllner eine gute Antwort auf alles was der FSV Zwickau anbietet, haben wird. Die Mannschaft des TSV 1860 München wird top vorbereitet sein, und dem Gegner in seinem eigenen Stadion alles abverlangen.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Die vermutliche Aufstellung des FSV Zwickau morgen wird so aussehen:

 

Marius Wolf zum 1. FC Köln?

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Trikots Marius Wolf
Marius Wolf ist in den letzten Jahren ganz schön rumgekommen.

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Es ist schon einige Jährchen her, dass Marius Wolf das Trikot der Löwen übergestreift hat, doch seitdem ist der 25-Jährige ganz schön rumgekommen: Hannover 96, Eintracht Frankfurt (gekrönt durch den Sieg im DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern), Borussia Dortmund und Hertha BSC lauteten seine weiteren Stationen.

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Nach Angaben des kicker dürfte sich der Franke in Kürze dem nächsten Bundesligisten anschließen; das Fachmagazin spekuliert, dass Wolf auf Leihbasis zum 1. FC Köln wechseln wird und dort die Spielpraxis sammeln kann, die ihm beim BVB verwehrt wird. Der TSV 1860 wird jedoch so oder so nicht vom Transfer bzw. der Leihe profitieren, da keine Ausbildungsentschädigung fällig wird.

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Sechzig um Sieben: Heute wieder TAKTIKTAFEL + Löwenstüberl + Amateure morgen in Deisenhofen

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Das Wochenende steht vor der Tür, das uns morgen einen Feiertag und am Nachmittag dann hoffentlich drei Punkte in Zwickau bescheren wird.
Wie dies gelingen kann, weiß spätestens ab heute Mittag um 12 Uhr jedes Kind bzw. jeder Leser von sechzger.de: In unserer Rubrik TAKTIKTAFEL werfen wir nachher einen Blick auf das, was unsere Löwen in Westsachsen vom Gegner zu erwarten haben.
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Ein Profitraining findet heute an der Grünwalder Straße 114 nicht statt, die Mannschaft reist nach Zwickau.
Und dennoch lohnt sich ein Abstecher dorthin, denn im Löwenstüberl weden heute
Zwetschgenknödel mit Butterstreusel und Zimt-Zucker (für 6,60 EURO)
und
Gebratener Seehecht mit Kürbispüree und Zucchinigemüse (für 8,90 EURO)
serviert.
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Die Löwen-Amateure treten morgen Nachmittag um 15 Uhr zu ihrem zweiten Punktspiel nach der Fortsetzung der Saison in der Bayernliga Süd an. Beim Tabellenzweiten, dem FC Deisenhofen wartet auf das Team von Frank Schmöller eine echte Herausforderung. Das Hinspiel endete vor über 13 Monaten (Corona macht’s möglich) mit einem spektakulären 4:4. Vielleicht ist ein Ausflug ins Münchner Umland für den einen oder anderen eine interessante Alternative für die leider ja nicht mögliche Reise nach Zwickau. Die S3 Richtung Holzkirchen braucht vom Bahnhof Giesing keine Viertelstunde und zur Sportanlage Deisenhofen ist man dann in gut zehn Minuten spaziert. Laut Auskunft des gastgebenden Vereins sind 200 Zuschauer zugelassen.
Vielleicht ein netter Feiertags-Ausflug?