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Sechzig@18:60: Die Augen schon nach Lübeck gerichtet

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Sechzig@18:60: Die Augen schon nach Lübeck gerichtet

Der TSV 1860 macht sich morgen auf den Weg zum Nachholspiel nach Lübeck, wie sechzger.de-Leser wissen geht es morgen wieder via Charterflug gen Norden und nach dem Spiel direkt wieder zurück. Was Michael Köllner von dieser Reiseplanung hält bzw. was er bevorzugt, hat er in der heutigen Löwenrunde verraten. Ihr könnt es an dieser Stelle nachlesen.

Ebenfalls in der Löwenrunde kam zur Sprache, dass Sami Belkahia nach seiner Verletzung 2019 über sein Karriereende nachdachte. Nun hat er erst seinen Vertrag beim TSV 1860 verlängert. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Wieder den Blick nach Lübeck gerichtet: Die Fans des VfB Lübeck wollen morgen ein Hupkonzert veranstalten – ob sich die Löwen davon beeindrucken lassen? Eher nicht, wenn es nach unseren Expertentipps geht.

Dann wäre da noch die Grotenburg-Fertigstellung, die erst im April 2022 erfolgen soll. Ob es dann noch Profifußball dort gibt?

Marco Walker wird vielen Löwenfans noch ein Begriff sein. Er übernimmt als Coach beim FC Sion.

Semi Belkahia: Ende 2019 war eigentlich Schluss mit Profifußball

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Greilinger Belkahia

In der heutigen LÖWENRUNDE sprach Michael Köllner nicht nur über die Reisepläne des TSV 1860 München, sondern auch über Semi Belkahia. Dabei verriet der Trainer, dass Ende des vorletzten Jahres das Ende der Profifußball-Karriere von Belkahia im Raum stand.

Vertragsverlängerung von Semi Belkahia

Am gestrigen Montag verlängerte der 22-Jährige seinen Vertrag, der Ende Juni ausgelaufen wäre. Ein Reporter bat unseren Trainer Michael Köllner daher in der heutigen Pressekonferenz um ein Statement zum jungen Innenverteidiger.

Ende 2020: kein Profifußball mehr

Michael Köllner betonte dabei zunächst, dass er sich über die Verlängerung freut. Dass zwei Parteien die gleichen Zukunftsvorstellungen haben, sei im heutigen Fußball-Business keine Selbstverständichkeit. Nun wolle man den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterführen.

Gegen Ende des vorletzten Jahres sah dabei noch alles ganz anders aus. Man ging vom Ende der Profifußball-Karriere von Semi Belkahia aus. Belkahia selber war sogar so weit, dass er laut eigener Aussage zwischenzeitlich über sein vorzeitiges Karriereende nachdachte. Hauptsächlich dafür verantwortlich war der Kreuzbandriss, den der Innenverteidiger am 11.05.2019 im Duell mit Fortuna Köln erlitt. Drei Spieltage zuvor konnte er in Halle noch sein Startelfdebüt feiern.

Lange Pause für Semi Belkahia

Belkahia fiel über neun Monate aus und musste sich ab Januar 2020 langsam in den Kader des TSV 1860 München zurück kämpfen. Laut Michael Köllner spielte ihm unter anderem die Verletzung von Abwehrtalent und Junglöwe Niklas Lang in die Karten. Das sorgte dafür, dass Belkahia “eine Position nach oben” rutschte und wieder mehr in den Fokus des Trainerstabs geriet.

Kurz vor der Winterpause war es dann soweit. Sein erster Einsatz in der Saison 2020/21 erfolgte beim furiosen 5:0 gegen Waldhof Mannheim im Dezember, als er in der 54.Minute für Stephan Salger eingewechselt wurde. In den folgenden fünf Spielen begann der 22-Jährige jeweils von Anfang an und konnte das Vertrauen mit guten Leistungen zurückzahlen. Beim 1:1 gegen Meppen gelang ihm sein erstes (und bisher einziges) Tor im Löwendress.

Viele positive Eigenschaften

Die Veranlagungen von Semi Belkahia lassen dabei auf eine weitere erfolgreiche Karriere hoffen. Köllner hob in der Pressekonferenz die Statur und Technik des Münchners hervor. Resolute Zweikampfführung gehören sowohl im Duell Mann gegen Mann als auch in der Luft zu Belkahias Stärken. Doch auch die Ruhe am Ball gehört zu den Eigenschaften, die ihn auszeichnen.

Davon können sich die Löwenfans eventuell schon morgen wieder ein Bild machen. Mit dem Rückkehrer Dennis Erdmann, der seine Rotsperre abgesessen hat, hat Michael Köllner beim morgigen Auswärtsspiel in Lübeck (ab 18:60 Uhr im sechzger.de-Liveticker) zwar die Qual der Wahl in der Innenverteidigung. Semi Belkahia gibt aber mit seinen Leistungen aktuell keinen Anlass dazu, die Startaufstellung zu verändern.

VfB Lübeck – TSV 1860: Expertentipps Rodrigo Costa & Philipp Hosiner

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Costa Trikot Fahne 1860

Was lange währt, wird endlich gut. Rund eineinhalb Monate nach dem ursprünglich angesetzen Termin darf der TSV 1860 München endlich beim VfB Lübeck antreten. Anfang Februar war der Rasen an der Lohmühle unbespielbar gewesen. Mit Rodrigo Costa und Philipp Hosiner tippen diesmal zwei Ex-Löwen den Ausgang der Nachholpartie im hohen Norden.

Rodrigo Costa sieht 1860 als Sieger

“Und dann hoi ma an Brasilianer!” Das dachten sich die Verantwortlichen des TSV 1860 im Sommer 2002 und wurden beim FC Santos fündig. Statt eines Spielmachers á la Pelé verpflichteten die Löwen jedoch einen Innenverteidiger namens Rodrigo Barbosa Rodrigues Costa. Der Neuzugang erkämpfte sich bald einen Stammplatz und blieb 1860 auch nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga treu. In 106 Ligaspielen traf der Defensivspieler viermal ins gegnerische Netz. Darüber hinaus sammelte er bemerkenswerte 34 gelbe, zwei gelb-rote und eine rote Karte. Der Earthman erblasst an dieser Stelle vor Neid!

Nach seiner Zeit in Giesing wechselte Rodrigo Costa zu Standard Lüttich, konnte sich dort jedoch nicht durchsetzen und kehrte nach nur einem Monat in Belgien nach Südamerika zurück. Dort setzte er seine Karriere bis 2012 fort und ist seitdem in einer Sportagentur tätig.

Für das Auswärtsspiel des TSV 1860 beim VfB Lübeck ist Paco, so sein Spitzname, optimistisch und tippt auf einen 2:1-Sieg der Löwen.

Optimistischer Ex-Löwe Hosiner

Auch Philipp Hosiner, Stürmer in Diensten von Dynamo Dresden, hat eine Vergangenheit bei den Löwen. Mit seinem Tor machte er die U19 des TSV 1860 im Jahr 2007 zum DFB-Pokalsieger. Anschließend ging er für die Amateure auf Torejagd, ehe er den Verein verließ und über Umwege zum österreichischen Nationalspieler reifte.

In der vergangenen Saison erzielte Philipp Hosiner für Absteiger Chemnitzer FC 19 Tore und auch in der laufenden Saison war der Stürmer bereits neunmal erfolgreich.

Bevor es am kommenden Montag zum Wiedersehen mit den Löwen im Grünwalder Stadion kommt, sagt Hosiner auf liga3-online einen 2:1-Erfolg des TSV 1860 beim VfB Lübeck voraus.

VfB Lübeck vs. TSV 1860 – LÖWENRUNDE aktuell: Ambitionierte Reisepläne

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Morgen Mittag steigt das Team des TSV 1860 München in Manching in den Flieger, um sich zum Nachholspiel beim VfB Lübeck in den hohen Norden bringen zu lassen. Anpfiff ist im altehrwürdigen Stadion an der Lohmühle um 19 Uhr. Am 6. Februar war die Partie beim Aufsteiger dem heftigen Wintereinbruch in Norddeutschland zum Opfer gefallen. Die bislang einzige Spielabsage für die Löwen in der laufenden Saison.

Direkt nach dem Spiel fliegt der Tross dann zurück und man rechnet nachts gegen 1.30 Uhr mit einer Rückkehr in die Landeshauptstadt.

In der LÖWENRUNDE am Dienstag Mittag verriet Trainer Michael Köllner, dass ihm eine Reiseplanung, wie letztes Wochenende zum Spiel in Halle, als man die Nacht vor der Partie im Hotel in Sachsen-Anhalt untergebracht war, grundsätzlich mehr zusagt. “Ich genieße das schon, wenn man dann im Hotel zusammen Fußball schaut und mit seinem Trainerstab auch mal ein Bier trinken kann. Das fördert schon den Zusammenhalt.”
Wie gewohnt nimmt der Löwendompteur aber auch die Herausforderung der morgigen ganz anderen und durchaus ambitionierten Reisepläne optimistisch und positiv denkend an. Auf die Nachfrage von sechzger.de verriet Köllner noch, dass der Vorteil bei dieser Reiseplanung sei, dass die Spieler “wenig Zeit zum Überlegen” hätten.

Sechzig um Sieben – Spieler des Spieltags + Türkgücü – Hansa Rostock

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Löwen Sechzig um Sieben

Guten Morgen, liebe Löwenfans! Englische Woche für unsere Löwen bedeutet Stress für die sechzger.de-Redaktion. Trotzdem gibts auch heute eine kurze Zusammenfassung der gestrigen Ereignisse (u.a. Türkgücü gegen Hansa Rostock) und einen Ausblick auf das, was Euch heute erwartet.

3. Liga am Montag: Türkgücü – Hansa Rostock

Mit Türkgücü hat sich gestern wohl ein weiterer Verein aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Die Truppe um die Ex-Löwen Noel Niemann, Kilian Jakob und Sebastian Maier verlor im Grünwalder Stadion gegen Hansa Rostock deutlich (aber zu hoch) mit 0:3. Die Hansestädter hingegen stehen nun wieder auf Rang 2 der Tabelle und haben die 2. Bundesliga fest im Blick.

TSV 1860 beim VfB Lübeck

Apropos: Auch die Löwen gastieren morgen in einer Hansestadt und zwar in Lübeck. Beim  Ergebnistipp können wir Euch diesmal gleich zwei ehemalige Spieler des TSV 1860 anbieten. Einfach mal heute Nachmittag die Augen offenhalten!

Pressekonferenz

Heute findet für das morgige Spiel die Pressekonferenz statt. Die wichtigsten Meldungen aus der LÖWENRUNDE werden wir euch im Laufe des Tages präsentieren.

Vertragsverlängerung Semi Belkahia

Ziemlich sicher mit dabei sein wird morgen Semi Belkahia. Der 22-jährige Innenverteidiger spielt eine bärenstarke Saison und hat gestern seinen Vertrag beim TSV 1860 verlängert. Ein gutes und richtiges Zeichen!

Taktiktafel Hallescher FC

Auch wenn der Blick bereits nach vorne gerichtet ist, so wollen wir doch auch den Sieg in Halle nochmal durchleuchten. In seiner Taktiktafel-Nachanalyse erklärt Euch Bernd Winninger, wieso der Sieg in Sachsen-Anhalt vollkommen verdient war.

Staude Spieler des Spieltags?

Auch wenn wir Dennis Dressel etwas stärker sahen, steht Neuzugang Keanu Staude bei den Kollegen von liga3-online zur Auswahl bei der Wahl zum “Spieler des Spieltags”. Ihr könnt noch bis Mittwoch (15 Uhr) für den Torschützen zum 0:1 abstimmen.

Doku “Inside 1860 – die Löwen, die Arena & das Geld”

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Achtteilige-Sport Doku über ein wenig erfolgreiches Kapitel des TSV 1860 – “Inside 1860 – die Löwen, die Arena & das Geld”

Die Allianzarena war für den TSV 1860 ein eher weniger erfolgreiches Kapitel. In die Herzen der Löwen schaut die neue, achtteilige Sport Doku “Inside 1860 – Die Löwen, die Arena & das Geld”

In die Herzen der Löwen schaut die kostenlose Audio-App FYEO der Seven.One Entertainment Group. Das berichtet “quotenmeter“.

Die neue, achtteilige Sport-Doku «Inside 1860 – Die Löwen, die Arena & das Geld» – in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung – blickt hinter die Kulissen des Traditionsvereins TSV 1860 München. Ab dem 20. März geht es laut Presseinfo um “windige Manager, interne Machtkämpfe und den Wirtschaftskrimi um die Allianz Arena. Angekündigt sind Interviews mit Uli Hoeneß, Christian Ude und Werner Lorant.

TSV 1860 Boxen: Magomed Schachidov holt Gold beim World Cup

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Am vergangenen Wochenende gewann Boxer Magomed Schachidov beim World Cup in Köln Gold für die deutsche Mannschaft. Was für ein großartiger Erfolg für den Sportler und die gesamte Abteilung Boxen des TSV 1860 München e.V.!

TSV 1860 Boxen: Magomed Schachidov gewinnt Gold

An die 100 Sportler*innen aus 14 Ländern nahmen am Wochenende am Boxing World Cup 2021 in Köln teil. Magomed Schachidov, seit Jahren in der Boxabteilung des TSV 1860 aktiv, war für das Turnier im Viertelfinale gesetzt. Im Halbfinale gewann Schachidov, der bereits über 100 Kämpfe für die Löwen absolviert hat, gegen den Franzosen Yahia Berrouiguet Rayan einstimmig nach Punkten. Im Finale traf Schachidov auf den zweiten Boxer des deutschen Kaders und bezwang den mehrfachen deutschen Meister Deniel Krotter. Beide Kämpfe wurden als die besten des Turniers ausgezeichnet.

Ein Löwe bei Olympia?

Der deutsche Boxverband darf in der Klasse bis 69 Kilogramm nur einen Starter für das Weltqualifikationsturnier melden. Hier muss sich Schachidov in der internen Ausscheidung gegen Paul Wall durchsetzen, um später eventuell eine Olympiamedaile nach Giesing zu holen. Wir wünschen viel Glück!

1860 in der Bundesliga?

Unterdessen träumt die Boxabteilung vom Aufstieg in die Bundesliga, benötigt dazu jedoch finanzielle Unterstützung. Die BBF 1860 gingen mit gutem Beispiel voran und spendeten kurz vor Weihnachten 1.312 € an die Boxer.

Titelbild: TSV 1860 Boxen

TSV 1860: Semi Belkahia verlängert Vertrag bei den Löwen

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Die Kaderplanung für die kommende Saison schreitet weiter voran. Auch Innenverteidiger Semi Belkahia hat seinen Vertrag nun verlängert und hält dem TSV 1860 die Treue.

Belkahia verlängert Vertrag bei 1860

Nachdem zuletzt bereits Sascha Mölders und Daniel Wein ihre Verträge verlängert haben, zog Semi Belkahia heute nach. Er bleibt dem TSV 1860 mindestens ein weiteres Jahr erhalten, was auch Geschäftsführer Günter Gorenzel freut:

„Semi gilt als einer der talentiertesten Innenverteidiger in der 3. Liga und hat in den letzten Monaten bewiesen, dass er sein Potenzial auf dem Spielfeld umsetzten kann. Daher freut es uns, dass Semi mit uns gemeinsam den Weg bei 1860 weitergeht.“

Der 22-jährige gebürtige Münchner war 2018 vom VfR Garching zu den Löwen gewechselt und überzeugt seit seinem ausgeheilten Kreuzbandriss mit starken Leistungen.

Bild: TSV 1860 München

Taktiktafel, die Analyse: Hallescher FC – TSV 1860 München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels unseres TSV 1860 München beim Hallescher FC.

Das war am Samstag eine sehr beeindruckende Leistung des TSV 1860 München beim Hallescher FC in der größten Stadt Sachsen-Anhalts an der Saale. Einer defensiv kompakten Leistung wurde durch ein offensives Feuerwerk die Krone aufgesetzt. Vier Tore geschossen, keines zugelassen – und das Endergebnis kann man durchaus als schmeichelhaft für die Hausherren bezeichnen.

Der TSV 1860 München hat von der Grundausrichtung her wie immer ein 4-1-4-1 System auf den Platz gebracht. Sowohl offensiv als auch defensiv verschob sich dies aber teilweise drastisch. Florian Schnorrenberg indes setzte dem ein kompaktes, vom Spielermaterial eher defensiv ausgerichtetes, 4-2-3-1 entgegen.

Wie war das Spiel der Löwen angelegt?

Gegen den Ball gab diesmal Richy Neudecker den Box-to-Box Spieler, der Dennis Dressel bei Angriffen der Hallenser im defensiven Mittelfeld unterstützen sollte. So sahen wir dann also die Verschiebung aus dem 4-1-4-1 zu einem kompakten 4-2-3-1, in Pressingsituationen auf der vordersten Linie manchmal auch zu einem 4-2-2-2.

Offensiv setzte Michael Köllner diesmal beim Aufbau auf eine sogenannte dynamische Dreierkette. Das bedeutet, dass sich der defensive Mittelfeldspieler beim Aufbau in die Abwehrkette zurückfallen lässt und beide Außenverteidiger ins Mittelfeld nach vorne schieben. Mit den Außenverteidigern auf etwa gleicher Höhe mit dem Box-to-Box Spieler befindlich, hat der Spieleröffner in der Abwehrkette dann drei potentielle Anspielstationen im defensiven Mittelfeld. Die drei offensiven Mittelfeldspieler positionierten sich versetzt im Raum davor, sodass gute Passdreiecke entstanden. In der Frühphase des Aufbaus im Positionsspiel der Löwen hatten die Hallenser es also mit einem ein versetzten 3-3-3-1 zu tun. Darauf war Halle offensichtlich taktisch in keinster Weise vorbereitet. Die Angriffssteuerung im Pressing funktionierte für die Saalestädter überhaupt nicht.

So gelang es den Löwen immer wieder, wunderbar das Spiel durch das Zentrum zu eröffnen. Nach Überspielen der ersten Pressingreihe konnte vor allem Neudecker die Bälle fast nach Belieben verteilen. Auch löste sich Dressel dann wieder aus der Kette und suchte seine Position im Mittelfeld. So konnten die Löwen permanent mit Überzahl im Mittelfeld und situativen Verschiebungen nach vorne den Druck auf die Defensive der Hausherren aufrechterhalten. Das Spiel im letzten Drittel war geprägt von dynamischen Positionswechseln der offensiv ausgerichteten Löwen im Mittelfeld – Staude, Biankadi und Lex. Es war eine wahre Augenweide, diesem wahnsinnig flexibel agierenden Mannschaftsteil zuzusehen. Lex als hängende Spitze, Staude in der kreativen Rolle und Biankadi als eine Art äußerer Zielspieler, der Bälle festmacht und verteilt.

Die statistischen Werte des Spiels

TSV 1860 Hallescher FC
Ballbesitz: 58% 42%
Passgenauigkeit: 81% 77%
Defensive Zweikampfquote: 65,5% 41,5%
Schüsse: 22 9
Schüsse aufs Tor 10 1
PPDA*: 9,67 9,05
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Was sagen diese Zahlen diesmal aus? Eine PPDA von 9,05 für den HFC sieht alleine betrachtet eigentlich nicht so schlecht aus. Sieht man nur diese Zahl, könnte man meinen, die Löwen hatten Probleme mit dem Pressing der Hallenser. Nun aber kommt die defensive Zweikampfquote ins Spiel. Nur 41,5% der defensiven Zweikämpfe konnte das Team von Florian Schnorrenberg insgesamt für sich entscheiden und in der Hälfte des TSV bei 35 Versuchen nur zwölfmal den Ball gewinnen. Somit ergibt sich für Halle eine defensive Zweikampfquote von rund 34% in der Spielfeldhälfte des TSV 1860 München. Dies desolat zu nennen ist fast noch eine Untertreibung.

Vergleichen wir das also mal mit den Zahlen der Löwen: elf erfolgreiche Defensivzweikämpfe in der Hälfte der Hallenser bei 24 Versuchen. Das ergibt eine Erfolgsquote von rund 46%. Zusammenfassend gesagt haben sich die Hallenser zwar um gutes Pressing bemüht, die Defensivaktionen aber gegen die Löwen nicht so setzen können wie es nötig gewesen wäre, um den TSV 1860 München über Angriffspressing unter Druck zu setzen.

Die Löwen haben hingegen mit 46% gewonnener Defensivduelle in der gegnerischen Hälfte einen exzellenten Wert. Diese Ballgewinne früh im Aufbauspiel der gegnerischen Mannschaft haben den Hallensern über fast die komplette Spielzeit den Wind aus den Segeln genommen.

Die erste Halbzeit bei der Partie Hallescher FC – TSV 1860

Den genauen taktischen Plan, den sich die Hallenser vor der Partie zurechtgelegt hatten zu erkennen, ist für mich diesmal zugegebenermaßen wirklich schwer. Denn die 40 Sekunden vor dem 1:0 für die Sechzger lassen bei Halle keinen Plan erkennen. Dazu ist diese Zeitspanne einfach zu kurz. Nach dem Treffer durch Keanu Staude in der ersten Minute war der Plan wohl über den Haufen geworfen worden.

Dass Halle sofort nach dem Gegentreffer seinerseits versucht hat, offensiver als es wahrscheinlich geplant war, zu agieren liegt auf der Hand.

Nach der Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching am vergangenen Wochenende war für Halle ein Sieg in diesem Spiel fast Pflicht. Nach dem frühen Rückstand war also höchstwahrscheinlich ein offensiveres Auftreten, als es im Matchplan vor dem Spiel festgelegt worden war, die logische Konsequenz.

Hallescher FC chancenlos gegen 1860 München

Funktioniert hat das aber nicht. Die Giftigkeit und Bissigkeit, mit der die Giesinger die Angriffsversuche der Hausherren verteidigten und vom eigenen Sechzehner fernhielten, war phänomenal. Und zwar so phänomenal, dass aus dem Spiel heraus nie wirklich Gefahr für das Tor von Marco Hiller bestand. Der einzig nennenswerte Schuss in der ersten Halbzeit war beim Stand von 0:1 aus Sicht des HFC in Minute 35 durch Nietfeld. Salger stand bei diesem aber goldrichtig und konnte direkt am Mann abblocken.

Der Gewinn des zweiten Balles für Halle in der direkt folgenden Situation endete damit, dass Boeder die Kugel aus etwa zwanzig Metern weit über das Gehäuse der Löwen setzte. Überhaupt waren die meisten der neun von Halle abgegebenen Schüsse eher Verzweiflungstaten als wirklich brauchbare Abschlüsse. Dieser Moment war also der Einzige im gesamten Spiel, nachdem das Spiel eine andere Richtung hätte einschlagen können. Markiert Nietfeld hier den Ausgleich, haben wir ein neues Spiel. Das ist nicht passiert. Gut so!

Dieser Versuch war gleichzeitig das Ende der einzigen kurze Phase, in der Halle nach der fulminanten Anfangsoffensive der Löwen tatsächlich kurz etwas Hoffnung schöpfen konnte, das Spiel vielleicht noch einmal unter Kontrolle bekommen zu können. Zwischen der 15. und der 35. Minute war es ein in beide Richtungen offener Schlagabtausch, wo sich Halle zwar Ballbesitzvorteile herausspielen konnte, aber bis auf die oben beschriebene Chance von Nietfeld in keiner Weise gefährlich wurde. Diese etwa zwanzig Minuten waren spielerisch das Beste, was Halle an diesem Tag vor den entscheidenden Toren der Löwen zu bieten hatte.

Nachdem unsere Löwen aber noch das 2:0 (37. Minute) und 3:0 (45+2. Minute) vor dem Halbzeitpfiff markieren konnten, war der sprichwörtliche Kaas bissn.

Die zweite Halbzeit

Die zweite Halbzeit gestaltete sich aus Hallenser Sicht noch trostloser. Nur einen einzigen Abschlussversuch gestatteten unsere Sechzger den Gastgebern. Boyd hatte in der Nachspielzeit nach einem Eckstoß eine Kopfballgelegenheit, setzte das Leder aber über den Querbalken.

Mit der 3:0 Führung im Rücken und einer anstrengenden Auswärtsreise nach Lübeck vor der Brust standen auch die Löwen in der zweiten Halbzeit nicht mehr voll auf dem Gaspedal was die Offensive betrifft. Mit dem 4:0 durch Mölders wurde dann zur Spielerschonung nicht nur die ökonomischere Spielweise genutzt, sondern auch das Stammpersonal durch Wechsel geschont.

Michael Köllner wechselte ab der 68. Minute mit der sicheren 4:0 Führung im Rücken sukzessive die komplette Offensivabteilung aus. Zunächst durften Lex und Biankadi für Greilinger und Tallig vom Platz. Einige Minuten später kamen dann Djayo und Mannhart für Staude und Neudecker. Zu guter Letzt durfte auch Sascha Mölders den Platz vorzeitig verlassen, um für Lang Platz zu machen.

Die Tore und deren Entstehung

Das 0:1

25 Sekunden nach Anpfiff wirft Steinhart tief in der gegnerischen Hälfte zu Biankadi, der an der Torauslinie steht, den Ball ein. Biankadi spielt sofort zu Steinhart zurück, der den Ball in die Box zu Lex, der seinen Fuß kurz an den Ball bringt und damit zu Staude an der Sechzehnergrenze weiterleitet. Staude spielt schnell auf die rechte Seite zu Willsch, der mit dem Leder ein paar Meter in Richtung Grundlinie geht. Seine Flanke in den Strafraum wird abgefälscht, touchiert die Latte, kommt in leichtem Bogen zu Biankadi, welcher vom linken Fünfereck volley einen hohen Pass auf Staude spielt. Dieser läuft am rechten Fünfereck ein und drischt den Ball im Moment der Bodenberührung nach 40 gespielten Sekunden in die Maschen. Müller im Tor der Hallenser ist bei diesem Dropkick absolut chancenlos.

Das 0:2

Ausgangspunkt des zweiten Treffers ist Neudecker, der etwa zehn Meter tief in der eigenen Spielfeldhälfte an der rechten Seitenlinie den Ball erobert. Neudecker spielt den Ball ins Zentrum zu Dressel. Dieser wird von Tritsch Rivero verfolgt und spielt weiter zu Steinhart. Nun passiert der entscheidende Fehler der Hallenser beim Verteidigen dieses Angriffs: Tritsch Rivero zieht sich, nachdem er zuvor Dressel verfolgt hatte, in die eigene Spielfeldhälfte zurück, anstatt den Passweg von Steinhart zurück zu Dressel zuzustellen und somit den Angriff auf dem Flügel zu halten. Dressel bekommt das Leder also von Steinhart wieder und hat alle Zeit der Welt, den Ball in die gegnerische Hälfte auf den rechten Flügel zu Willsch zu schlagen. Willsch zieht dann mit dem Ball nach innen und gibt ihn an den mittlerweile aufgerückten Dressel zurück. Dressel sucht wieder Steinhart auf dem linken Flügel.

Hier erfolgt durch Manu die erste aktive Aktion gegen den Ball der Hallenser bei diesem Angriff der Löwen. Steinhart kann Manu aber abschütteln und an die Box flanken. Dort wehrt Syhre den Ball zwar ab, aber genau auf das Bein von Merveille Biankadi. Von Biankadis Oberschenkel prallt der Ball ein bisschen nach vorne – und mit der nächsten Bewegung schießt die Nummer 19 des TSV 1860 München in der 37. Minute volley ins linke untere Eck. Müller im Tor ist auch hier chancenlos. Der Keeper des HFC beklagt sich im Anschluss mit den Worten “Aber wir wollen ja auch nicht!” lautstark bei seinen Mannschaftskameraden.

Das 0:3 – Dressel vom TSV 1860 trifft wieder gegen den Hallescher FC

Das dritte Tor für die Löwen durch Dennis Dressel in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit entspringt einem Fehlpass des linken Hallenser Verteidigers Landgraf. Dieser spielt den Ball aus der Box flach ca. 40 Meter lang direkt auf den Fuß von Willsch. Willsch geht einige Meter mit dem Ball und spielt dann Staude, der am rechten Sechzehnereck wartet, an. Staude sieht Dressel und spielt ihm den Ball etwa 25 Meter vor dem Tor zu. Dressel geht noch wenige Meter mit dem Ball und zieht, bevor ihn ein Gegner stören kann, aus etwa 23 Metern ab und der Ball schlägt in’s rechte untere Eck ein. Müller ist auch hier wieder ohne Chance, den mehrfach aufsetzenden Ball zu halten.

Der Schlusspunkt

Tor Nummer vier in der 64. Minute kann man als Geschenk von Innenverteidiger Vucur an Sascha Mölders bezeichnen. Vucur möchte den Ball zu seinem Torwart zurückspielen, der in diesem Moment aber gar nicht im Kasten steht. Diesen Pass läuft Mölders ab und versenkt ihn im Gehäuse der Hallenser. Auch hier hat Müller keine Abwehrchance.

Fazit Hallescher FC – TSV 1860 München

Ein Spiel, das vor allem aufgrund der stark auffälligen Passivität der Spieler des HFC gegen den Ball schon in der ersten Halbzeit entschieden war, geht auch in dieser Höhe absolut gerechtfertigt als höchster Auswärtssieg in der 3. Liga in die Annalen des TSV 1860 München ein. Wenn man ehrlich ist, dürfen sich die Hallenser noch glücklich schätzen, nicht noch mehr Tore kassiert zu haben. Dressel, Staude, Steinhart und Djayo hatten Chancen für vier weitere Tore auf dem Fuß. Halle kann sich bei einem trotz aller Widrigkeiten sehr einsatzfreudigen Torwart bedanken, dass nicht noch mehr Treffer für die Löwen gefallen sind.

Den frischen Wind, den dieser Sieg den Löwen in die Segel bläst, gilt es jetzt ins Auswärtsspiel am Mittwoch in Lübeck mitzunehmen. Bis dahin freuen wir uns über diese rundum gelungene Leistung der Mannschaft von Trainer Michael Köllner.

 

Datenquelle: www.wyscout.com

Sechzig um Sieben: Der Wochenstart beim TSV 1860 München

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Guten Morgen, Löwenfans! Was war das für ein Feuerwerk, das unsere Jungs da in Halle auf dem Platz abgebrannt haben. Gerade in Halbzeit 1 kam man kaum hinterher bei den vielen Torchancen. Wir blicken mit euch gemeinsam zurück auf den gestrigen Sonntag und werfen dann einen Blick auf den heutigen Montag beim TSV 1860 München.

Giesinger Gedanken

Das 4:0 in Halle betrachtete Thomas Enn in seinen Giesinger Gedanken und machte vor allem eine Geschichte vom vergangenen Donnerstag aus der LÖWENRUNDE für den Torhunger unserer Spieler verantwortlich.

sechzger.de bei BR24 im Clubhouse-1860-Talk

Ein Redaktionsmitglied von sechzger.de nahm an der Diskussionsrunde in dem neuen Format BR24Sport Clubhouse teil. Wie es dazu kam und was es mit der Thematik auf sich hat, haben wir euch in Teil 1 zusammengefasst. Im zweiten Teil haben wir euch dann kurz und knapp geschildert, was in den 90 Minuten diskutiert wurde. Insgesamt ein guter Start in ein neues Format und vielleicht markiert es auch den Anfang von weiteren Stammtisch-Konzepten in Zeiten von Corona.

Interview mit Patrick Lindner

Nachdem der Schlagerstar und bekennende Fan des TSV 1860 München uns am 14.Spieltag bereits als Experte seinen Tipp verriet, hat er nun im Rahmen eines Interview Rede und Antwort gestanden. Es geht dabei bei Weitem nicht nur um Fußball und Sechzig München – reinlesen lohnt sich also definitiv!

TAKTIKTAFEL zum Sieg des TSV 1860 in Halle

Emotional haben wir die Partie in Halle bereits mit den Giesinger Gedanken verarbeitet. Doch wie haben sich die Spieler des TSV 1860 wirklich geschlagen? Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache, doch gilt das auch für die Zahlen zur Partie? Bernd Winninger wird euch in wenigen Stunden darüber aufklären.

Training bei 1860

Keine Zeit zum Verschnaufen – bereits am Mittwoch steht schließlich die Nachholpartie auswärts beim VfB Lübeck auf der Tagesordnung. Daher haben die Profis heute nicht wie gewöhnlich frei, sondern treffen sich zu einer Einheit an der Grünwalder Straße.

Löwe des Spiels

Unser Hauptsponsor die Bayerische ruft euch wieder zur Abstimmung auf. Wer war der beste Mann beim Sieg in Halle? Stimmt noch bis heute um 12:00 Uhr ab und erhaltet so die Chance auf ein Heimtrikot mit Wunschflock sowie einem von der Mannschaft signierten Fußball.

News aus der 3.Liga

Der 28.Spieltag

Um ein Haar wäre es ein vollständiger Spieltag geworden, doch dann kam der große Regen in Kaiserslautern. Kurzfristig musste das Duell zwischen dem 1.FCK und Zwickau am Samstag abgesagt werden. Damit hat es nun alle Drittligisten mindestens einmal erwischt, Zwickau war bereits zum neunten (!) Mal beteiligt. Insgesamt gab es 22 Absagen wegen Corona und 15 wegen dem Wetter.

Die Ergebnisse der restlichen Partien im Überblick:

Uerdingen – Lübeck 1:1
Köln – Duisburg 3:1
Dresden – Saarbrücken 1:1
Bayern II – Magdeburg 0:2
Wiesbaden – Ingolstadt 1:2
Verl – Unterhaching 2:1
Mannheim – Meppen 0:1

Heute abend treffen im Sechzgerstadion ab 18:60 Uhr in der Montagspartie der 3.Liga Türkgücü und Hansa Rostock aufeinander.