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1. FC Kaiserslautern trennt sich von Trainer Schommers

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Es war abzusehen:
Nach dem Fehlstart in die Liga mit zwei Niederlagen gegen Dynamo Dresden und bei Türkgücü München und dem Pokal-Aus gegen Jahn Regensburg hat der 1. FC Kaiserslautern seinen Trainer Boris Schommers heute von seinen Aufgaben entbunden. Nach dem Schommers bereits seit Tagen öffentlich angezählt wurde, überrascht der Schritt keineswegs, ob er die Roten Teufel jedoch in die richtige Richtung lenken wird, bleibt abzuwarten.

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Irgendwie scheinen frühe Trainerentlassungen diese Saison im Trend zu liegen, denn auch die Würzburger Kickers (unser Finalgegner im TOTO-Pokal), der FSV Mainz 05 und der FC Schalke 04 haben bereits nach dem zweiten Spieltag die Reißleine gezogen.

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Sechzig um Sieben: KFC & FCK weiterhin punktlos + Training + Spende für die Jugend + Speisekarte

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Nach dem gestrigen Trainingsfreien Tag trainieren die Löwen heute wieder am Nachmittag – natürlich weiterhin unter Ausschluß der Öffentlichkeit.

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Mit hohen Ambitionen gestartet und nach zwei Spieltagen gänzlich ohne Punkte – der 1. FCK und der KFC: Die Betze-Buben haben sich ja erst durch eine Insolvenz entschuldet und danach fröhlich eingekauft, der KFC als Verein der einer ganz besonderen Sorte Investor gehört – da kommen uns ja fast die Tränen. Vor Rührung.

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Das Löwenstüberl kredenzt heute:

Zucchiniquiche mit Salat (8,- Euro)

und

Tiroler Gröstl mit Speck, Schweinebraten, Kartoffeln, Ei & Salat (8,30 Euro).

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Weil wir gerade beim Löwenstüberl sind: Nachdem die Christl dort aufgehört hatte, gab es eine Menge Wirbel um einen der potentiellen Nachfolger: Martin Obermüller. Der simple Grund: “Irgendjemand” hatte ein altes Facebook-Posting ausgegraben, in dem er sich nach der “vier” nicht gerade wohlwollend über den 1860-Investor Ismaik geäußert hatte. Nach einigem Wirbel sagte Martin dem TSV 1860 ab – er hatte schlicht und ergreifend die Lust verloren und statt dessen die komplette Stadiongastronomie bei den Starbulls Rosenheim übernommen.

Die Lust an den Löwen hat er jedoch natürlich nicht verloren – und so gehört er zu den Initiatoren, die ein Polar Team Pro System für das NLZ gespendet bzw. das Geld dafür eingesammelt haben:

https://sechzger.de/neues-polar-team-pro-system-fuer-die-jungloewen/

Neues Polar Team Pro System für die Junglöwen des TSV 1860

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Martin Obermüller und Gerhard Neumann von den Unternehmern initiierten eine Spendensammlung, um den Junglöwen ein weiteres Polar Team Pro System zur Verfügung stellen zu können. Die Erweiterung des System ermöglicht dem NLZ nun die damit erfasste Belastungssteuerung gelichzeitig bei noch mehr Teams vornehmen zu können.????

 

Jonas Schittenhelm, Marco Haber und Manfred Paula nahmen die Spende am vergangenen Dienstag von Martin Obermüller und Stephan Tempel (Gerhard Neumann war verhindert) entgegen.
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Wer sich dafür interessiert, was so ein Polar Team Pro System eigentlich ist, der wird in dem folgenden Video fündig:

[vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=9YOxMdDaW24″ title=”Polar Team Pro System”]

Sechzig@18:60 – Nachbericht Magdeburg + Zuschauerzulassung + Ex-Spieler + Kaiserslautern + Türkgücü

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Trainer Michael Köllner gewährte der Mannschaft nach dem 1:1 am Samstag gegen den 1. FC Magdeburg einen trainingsfreien Tag, den sich das Team nach dem kampf- und laufintensiven Spiel auch redlich verdient hat. Während sich der Coach bestimmt schon reichlich Gedanken zum kommenden Gegner FSV Zwickau macht, haben wir die Partie vom Wochenende nochmal gründlich analysiert und in unserer Rubrik TAKTIKTAFEL aufbereitet.

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Apropos Samstag: Über 250.000 Zuschauer bundesweit sahen das Spiel des TSV 1860 München gegen den Gast aus Sachsen-Anhalt im Bayerischen Rundfunk. Gar nicht mal so übel für einen Drittligisten, oder? Und weil das Interesse an den Löwen wohl doch deutlich größer ist, als es uns so manch ein schreibender Miesepeter im Internet weismachen möchte, setzt der BR auch in den kommenden Wochen auf die Karte 1860. Sowohl das Spiel in Zwickau (03.10.), als auch die Partien bei Hansa Rostock (17.10.) und zuhause gegen den MSV Duisburg (31.10.) werden live übertragen.

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Heute Nachmittag wurde durch die Landeshauptstadt München ein neues Vorgehen hinsichtlich der Zulassung von Zuschauern beschlossen: Um das möglichst aktuelle Infektionsgeschehen zu berücksichtigen, wird dieser Entscheidung der zwei Tage vor der Sportveranstaltung festgestellte 7-Tage-Inzidenzwert des Robert Koch-Instituts für die Stadt München zugrunde gelegt. Liegt dieser unter 35, findet die Veranstaltung mit reduzierter Zuschauerzahl, nämlich bis zu 20 Prozent der Stadien- oder Hallenkapazität, statt. Liegt der Wert bei 35 oder darüber, sind keine Zuschauer erlaubt.

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Wie im Laufe des Tages bereits berichtet, steht Ex-Kapitän Felix Weber vor einem Engagement bei Rot-Weiß Essen und trainiert bereits beim aktuellen Tabellensechsten der Regionalliga West mit. Wir drücken Felix beide Daumen, dass er schon bald beim Traditionsverein von der Hafenstraße durchstarten kann. Auch von Henrik Bonmann gibts Neuigkeiten: Unser ehemaliger Torwart stellt sich bereits seit zwei Wochen beim Hamburger SV vor und hofft auf einen Vertrag beim Zweitligisten.

Timo Gebhart hingegen hat bereits einen neuen Verein gefunden, sein Debüt hatte sich der Spielmacher jedoch sicher anders vorgestellt: Gegen den FV Illertissen setzte es für seinen FC Memmingen eine empfindliche 0:4-Heimklatsche gegen den FV Illertissen.

Am Wochenende gab es auch ein Wiedersehen von Mohamad Awata und seinem besten Freund Christian Köppel: Während der Syrer mittlerweile wieder für den SV Heimstetten auf Torejagd geht, läuft Köppi inzwischen für den FC Augsburg II auf. Im Ligapokal der Regionalliga Bayern setzten sich die Vorstädter mit 1:0 gegen die Bundesliga-Reserve der Fuggerstädter durch.

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Zum Abschluss noch ein Blick auf die Drittliga-Konkurrenz:

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Beim 1. FC Kaiserslautern brennt nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn der Baum, Trainer Boris Schommers wird bereits öffentlich angezählt. Ob er am kommenden Wochenende noch auf der Bank des FCK sitzen wird, ist äußerst fraglich, zumal bereits über potentielle Nachfolger diskutiert wird. Einer der Kandidaten: Bernhard Trares!

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Deutlich besser ist die Stimmung hingegen bei Türkgücü München. Der Aufsteiger demontierte am Sonntag die Roten Teufel und scheint bestens in der 3. Liga angekommen zu sein. Dass es um das Image des Vereins dennoch nicht zum Besten steht, liegt abseits des Platzes. Zur seit Jahren sehr hohen Fluktuation auf Personalseite gesellt sich aktuell noch die Diskussion um die Teilnahme am DFB-Pokal. Nachdem sich Türkgücü per einstweiliger Verfügung in den laufenden Wettbewerb geklagt hatte, widersprach der Bayerische Fußballverband, um den gemeldeten Teilnehmer 1. FC Schweinfurt 05 durchzusetzen. Eine Entscheidung seitens des Landgerichts München wurde nun auf Mittwoch vertagt.

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Felix Weber zu RW Essen?

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Bereits im Juni war im Gespräch, dass Felix Weber möglicherweise vor einem Wechsel zu Rot-Weiss Essen stehe. Nun bekommt das Gerücht neue Nahrung, denn der Innenverteidiger nimmt beim Traditionsverein von der Hafenstraße bereits am Trainingsbetrieb teil. Am Samstag war der ehemalige Kapitän der Löwen offiziell von den Löwen verabschiedet worden; eine Rückkehr nach Giesing zum jetzigen Zeitpunkt scheint also ausgeschlossen.

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Auch Ex-Keeper Henrik Bonmann stet vor einem neuen Engagement: der sympathische Torwart, der in Giesing leider immer wieder durch Verletzungen ausgebremst wurde, trainiert derzeit beim HSV mit und könnte sich dort über die 2. Mannschaft für den Profikader empfehlen.

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Bereits einen Schritt weiter ist Timo Gebhart, der den FC Memmingen am Wochenende bei seinem Debüt direkt als Kapitän auf Feld führte. Beim 0:4 gegen den FV Illertissen setzte es jedoch eine empfindliche Derby-Niederlage.

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TAKTIKTAFEL – Die Analyse vom Heimspiel gegen Magdeburg

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

In der ersten Halbzeit spielte Magdeburg gegen den Ball noch defensiver, als von mir vor der Partie vermutet. 4-3-1-2 war die Devise bei den Festungsstädtern. Gleich drei defensive Mittelfeldspieler wurden vor die Viererkette gepackt. Wenn sich das Spielgeschehen ins letzte Drittel vor dem Magdeburger Tor verlagerte, kippte auch noch Jurgen Gjasula nach hinten ab und der TSV 1860 hatte es mit einer dichten Fünferkette zu tun.

Im Spiel nach vorne baute Magdeburg einerseits auf dynamisches Konterspiel, bei dem den Akteuren nach vorne viele Freiheiten gelassen wurden, sich die richtigen Laufwege zu suchen. Wenn Magdeburg kontrolliert aufbauen musste, rückten Thore Jacobsen und Andreas Müller auf die zentralen Halbpositionen und Luka Sliskovic zumeist ins Zentrum. Im letzten Drittel vor dem Löwentor wich der Österreicher oft auf den Flügel aus, um die Spitzen Kai Brünker und Christian Beck zu bedienen.

Die Sechzger liefen in der gleichen 4-1-4-1-Formation, wie schon gegen Meppen auf. Im Spiel gegen den Ball ließen sich Erik Tallig oder Fabian Greilinger situationsbedingt mit zurückfallen und sorgten so für Sicherheit. Sowohl im Raum als auch am Mann war die Defensive der Löwen gut im Spiel. So gab es bis auf eine dicke Chance von Sliskovic – der nach Kopfballverlängerung von Beck den Ball nicht richtig unter Kontrolle brachte – und einem weiteren Schuss keine tatsächliche Gefahr für das Löwentor.

Im Spiel nach vorne wurde den Löwen das Leben von den Magdeburgern ab der Mittellinie sichtlich schwer gemacht. Die Gäste ließen 1860 unbedrängt aus der eigenen Spielfeldhälfte aufbauen, gingen jedoch ab der Mittellinie giftig in die Zweikämpfe und standen in der eigenen Hälfte so gut im Raum verteilt, dass die Löwen sich ein ums andere Mal vor dem Strafraum und auf den Flügeln festrannten. Der FCM zwang die Giesinger somit zu Fehlpässen, zu halbherzigen Abschlüssen, die meist geblockt wurden oder zum Zurückspielen, um wieder neu aufzubauen. Die weitestgehend über links vorgetragenen Angriffe der Münchner zerschellten an dem Abwehrbollwerk des 1. FC Magdeburg wie Wellen an einer Felsenküste.

Nicht jedoch der erfolgversprechendste Angriff aus Halbzeit eins, als Willsch Lex den Ball zuspielte, der Mölders im Strafraum bediente und sofort weiter in Richtung Fünfmeterraum startete, wo er den von Mölders verlängerten Ball aber leider verstolperte. Der wieder einmal – bis auf ein Foulspiel – defensiv fast fehlerfreie Steinhart setzte noch zum leider geblockten Nachschuss an. Das war die für 1860 wohl aussichtsreiche Szene, in einer auf beiden Seiten chancenarmen, jedoch von den Sechzgern sowohl in Punkto Ballbesitz, als auch in der Feldüberlegenheit klar dominierten ersten Halbzeit.

Insbesondere der durchaus bemühte Greilinger hatte im ersten Abschnitt große Probleme auf dem engen Raum, den er durch die massiv verteidigenden Magdeburger zur Verfügung hatte, seine Schnelligkeit auszuspielen und mit Tempodribblings für Gefahr zu sorgen. Sein Gegenspieler Steininger fiel durch wiederholtes Foulspiel auf. Der die Regeln sehr großzügig auslegende Mann mit der Pfeife sah sich aber nicht dazu veranlasst, dafür irgendwann einmal den gelben Karton aus der Hemdtasche zu ziehen.

Fazit der ersten Halbzeit: Die überlegenen Löwen fanden keine spielerischen Mittel, um die tief stehenden und beherzt kämpfenden Gäste vor wirkliche Probleme zu stellen. Zu ideenlos und statisch waren die Angriffe der Münchner. Etwas mehr Bewegungsfreude des ein oder anderen Spielers in des Gegners Hälfte und das Pausenresultat hätte durchaus anders aussehen können.

Die wahrgenommene Überlegenheit belegen auch die Zahlen der ersten Hälfte: Allen voran der Ballbesitz, der bei knapp 68% zu Gunsten der Löwen lag. 83% Passgenauigkeit und zugelassene Pässe pro Defensivaktion (PPDA) 7.67 sind alles Spitzenwerte. Auch das Schussverhältnis von 7:2, leider aber davon keiner aufs Tor, zeigt die klare Dominanz der Sechzger in der ersten Hälfte auf.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich das Spiel zu Beginn etwas offener. Wie schon Würzburg, Frankfurt und Meppen in den ersten drei Pflichtspielen dieser Saison, kamen auch die Magdeburger offensiver aus der Kabine und waren nun tatsächlich gewillt, auch Fußball zu spielen und nicht nur Angriffe zu zerstören und dann Konter zu fahren. So ging es – allerdings mit deutlich weniger Gefahr für das Löwentor, als noch in den Spielen zuvor – in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs munter hin und her. Bis Gjasula einen sogenannten zweiten Ball von halbrechter Position auf Höhe der Mittellinie auf den von der linken Abwehrseite nach vorne durchgestarteten Obermair spielte, der wegen eines Stellungsfehlers von Willsch sträflich frei in den Strafraum ziehen konnte und durch die Beine von Keeper Hiller die Führung für den 1. FCM besorgte. Sehr Schade! Hatte es doch knapp zehn Minuten lang danach ausgesehen, als wäre der „Viertelstundenfluch“ nach der Halbzeitpause ad acta gelegt worden. Aber: Schwamm drüber. Denn die im vorherigen Spiel in diesem Spielabschnitt noch deutlich schlechteren Statistikzahlen haben sich bei den Löwen verbessert. Ich nenne stellvertretend den schon oben erwähnten PPDA-Wert, der in Meppen für die 15 Min nach der Pause noch bei 26,5 lag. Dieser war am Samstag bei nur noch 14,5 angesiedelt. Dazu kommt: Es gab auch nur diesen einen Schuss auf das Löwengehäuse, der halt leider gleich ein Treffer war. In der Folgezeit, also den 35 Minuten nach dem Gegentor gab es noch genau drei Schüsse der Magdeburger. Zwei davon gingen aufs Tor. Zum einen in der 65. Minute, als Sliskovic ca. 19 Meter vor dem Kasten von Hiller ansetzte, den Keeper der Löwen aber mit seinem Flachschuss keineswegs in die Bredouille brachte und zum anderen ein Kopfball von Kapitän Beck nach einem Freistoß von Sliskovic in Minute 70. Auch dieser konnte vom Löwengoalie ohne Probleme entschärft werden.

1860 kam bis zum Abpfiff hingegen satte 13mal zum Abschluss. Nimmt man den einen Schuss aus der Anfangsviertelstunde der zweiten Spielhälfte dazu, sind es sogar vierzehn Abschlüsse und somit eine Verdoppelung gegenüber dem, was in Halbzeit eins abgeliefert worden war. Fünf dieser Schüsse, also 38% gingen nicht nur Richtung sondern tatsächlich auch auf das Tor der Magdeburger. Leider aber nur ein einziger hinein. Nämlich Erik Talligs Schuss aus der zweiten Reihe in der 76. Minute, der – weil er abgefälscht war – unhaltbar für Keeper Behrens ins – vom Schützen aus gesehen – rechte obere Eck flog.

Die Löwen hatten in der zweiten Halbzeit, bis auf den einen Fehler von Willsch, als er nicht da stand, wo er hingehört, das Heft spielerisch und kämpferisch komplett in der Hand. Die Laufbereitschaft beim TSV 1860 war deutlich höher als in Halbzeit eins und auch die Wechsel des Magdeburger Trainers, die ich persönlich nicht ganz nachvollziehen konnte, spielten den Löwen in die Karten. So kam direkt nach der Führung Julian Weigel für Müller im Mittelfeld ins Spiel. Thomas Hoßmang an der Magdeburger Seitenlinie wollte vielleicht eine Gelb-Rote Karte für Müller vermeiden, denn anders kann ich es mir nicht erklären, warum man bei einer 1:0-Führung auf des Gegners Platz einen offensiven Mittelfeldmann für einen defensiven bringt. Sebastian Jakubiak einzuwechseln wäre die eindeutig sinnvollere Wahl gewesen. Direkt nach dem Ausgleichstreffer für die Löwen nahm der FCM-Coach dann seinen besten Mann, Luka Sliskovic, Dreh- und Angelpukt im Mittelfeld mit allen Freiheiten in der Offensive vom Feld und schickte mit Sören Bertram einen nominellen Stürmer auf den Platz. Bertram reihte sich zwar im Mittelfeld ein, fand aber in der verbleibenden Zeit keinerlei Bindung zum Spiel der Magdeburger. Der Sinn dieses Wechsels verschließt sich mir ebenso. Der dritte und letzte Wechsel, den die Gäste vornahmen, war Kapitän Beck für Conteh in der 83. Minute vom Feld zu nehmen. Ein positionsgetreuer Wechsel. Conteh hatte in der Folge vier Aktionen – keine davon erfolgreich.

Die beiden Wechsel, die Michael Köllner hingegen vornahm, brachten beide frischen Wind ins Spiel der Sechzger. Fabian Greilinger musste in Minute 58 für Richard Neudecker vom Platz. Neudecker fand sofort ins Spiel und war bei 65% seiner Aktionen erfolgreich. 83% seiner gespielten Pässe während der 35 Minuten auf dem Platz, kamen an. Er hat zwei Balleroberungen zu verzeichnen und nur zwei direkte Ballverluste. In der 79. Minute musste Dennis Dressel für Martin Pusic das Feld räumen. Damit wurde aus dem 4-1-4-1 ein 4-1-3-2 bzw. ein 4-4-2, da Daniel Wein sehr hoch nachrückte. Auch Pusic war ein lohnender Wechsel. Das drückt sich zwar nicht in statistischen Zahlen aus, aber ab dem Moment, in dem er auf dem Rasen stand, war vor allem für Mölders mehr Platz im Strafraum. Und er selbst hatte auch zweimal die Möglichkeit, den Sieg für den TSV 1860 festzumachen. Acht der vierzehn Schüsse, die die Löwen in Halbzeit Nummer zwei abfeuerten, kamen während Pusic schon auf dem Platz war.

Die relevanten Zahlen der Statistik aus Halbzeit zwei: Ballbesitz 69%, Passquote 84%, Schussverhältnis 14:4, defensive Zweikämpfe gewonnen: 74%. Das sind bombastische Zahlen. Und weil es noch nicht genug ist, hier noch meine Lieblingsstatistik: Die PPDA Magdeburgs war in Halbzeit zwei bei 31,4. Das bedeutet, dass sich die Spieler des TSV 1860 München statistisch gesehen in der zweiten Halbzeit 31,4 mal den Ball zuspielten, bis der Gegner eine Defensivaktion dagegen setzen konnte! Was noch nicht aussagt, dass diese Aktion auch erfolgreich war. Raumaufteilung und Laufwege der Löwen waren also bestens abgestimmt. Die PPDA für Sechzig lag – zum Vergleich – bei 7,14 und damit nochmal um 0,53 Punkte unter dem Wert der ersten Halbzeit.

Fazit: Zwei verlorene Punkte, ganz klar. Diesen Verlust allein am Gegentor festzumachen, ist allerdings nicht der richtige Weg. Vielmehr muss die Chancenverwertung der Löwen besser werden. 21 Schüsse, davon fünf aufs Tor und nur einer drin. Großchancen, wie die von Salger kurz vor Schluss, Mölders Schuss nach Zuspiel von Lex in der 66. Minute oder als Dressel nach einem Freistoß von Steinhart in Minute 73 eine Kerze mit dem Innenrist fabriziert, anstatt Vollspann (oder auch mit dem Spitzerl) auf den Kasten zu dreschen, müssen drin sein.

Individuelle Fehler in der Hintermannschaft passieren immer mal wieder, da ist kein Team davor gefeit. Positiv zu bewerten ist, dass es nicht die Lethargie der ganzen Elf war, die zum Gegentor führte, so wie noch gegen Würzburg, Frankfurt und in Meppen, sondern ein vermeidbarer Fehler, der Marius Willsch – der bis auf diesen Fauxpas glänzend unterwegs war – so sicherlich nicht mehr passieren wird.

In Halbzeit eins muss man das Spiel meiner Meinung nach generell breiter anlegen, da wurde bis auf wenige Ausnahmen fast nur die linke Seite beackert. Wenn es mal über rechts ging, kam oft schon aus dem Halbfeld die Flanke in Richtung Zielspieler am Strafraum. In Halbzeit zwei sahen die TV-Zuschauer Bombenfußball vom TSV 1860. Magdeburg war mit dem Unentschieden gut bedient, es dürfte sich niemand aus Sachsen-Anhalt beschweren, hätten die Löwen mehr als nur das eine Tor geschossen. Die Möglichkeiten waren da. Schade, dass sie nicht genutzt wurden!

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Sechzig um Sieben: Happy Birthday, Peter Grosser zum 82.sten + kein Löwentraining heute + Jugend-Ergebnisse

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Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer

Happy Birthday, Peter Grosser! Der Kapitän der Meistermannschaft feiert heute seinen 82. Geburtstag – wir wünschen weiterhin beste Gesundheit und ein langes Löwenleben!

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Die Löwen-Profis haben heute frei – erst morgen wird wieder trainiert.

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Unsere – gewohnt ausführliche – Nachschau zum Magdeburg-Spiel folgt um Punkt 12 Uhr zum Mittagessen.

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Mittagessen könnt ihr übrigens im Löwenstüberl:

Große Kürbiscremesuppe (5,60 Euro)

oder

Schinkennudeln mit Salat (7,90 Euro)

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TSV 1860 U17 – Mainz 05 U17 2:0

Unterhaching U15 – TSV 1860 U15 1:1

TSV 1860 U16 – FC Bayern U16 3:3

In eigener Sache: Warum wir für Statistik- und Kommentarbereich den loewenforum-Login verwenden (Video)

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Das Löwenforum – www.loewenforum.de – ist seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil im www rund um den TSV 1860 München:

Über 8700 registrierte User haben in diesem Zeitraum in mehr als 3000 Themen mehr als 253 000 Beiträge geschrieben. sechzger.de verwendet für den Kommentarbereich auf sechzger.de und für den Statistik-Bereich – hier können die TSV 1860-Fans ihre besuchten Spiele eintragen und ihre Fotos hochladen – das löwenforum, damit die User dort mit ihrem bereits vorhandenen Namen den sie zum Teil seit vielen Jahren im www rund um den TSV 1860 nutzen einfach weiter machen können:

Fake- & Hetz-Accounts sowie Trolle werden so im Regelfalle schnell enttarnt: Solche Accounts sind zwar Gold wert für Foren- und Seitenbetreiber, schließlich sorgen diese für angeregte Diskussionen, Traffic und letztlich somit auch Geld über die Werbeeinnahmen.

sechzger.de möchte jedoch Qualität anstatt Quantität haben und Geld verdienen zu Lasten des TSV 1860 ist nicht unser Ziel – außerdem widerspricht anonyme Hetze im Internet dem, was wir unter zivilisiertem Umgang unter Menschen – und ganz besonders unter Löwen – verstehen.

Wer sich beim TSV 1860 online über die Jahre im Löwenforum einen Ruf erarbeitet hat, kann mit diesem bei sechzger.de einfach weiter machen. Wer bei Null anfangen möchte und uns bzw. das Löwenforum erst jetzt entdeckt hat, ist jederzeit gerne willkommen. Zu einem fairen, sachlichen Austausch auf Augenhöhe unter Löwen.

 

Hetzer & Stänkerer haben bei uns nicht zu suchen und im Regelfalle keine lange Überlebensdauer.

Dem Löwenmagazin haben wir schon vor ein paar Monaten vorgeschlagen, sich daran zu beteiligen, damit möglichst viele Löwenfans auf möglichst vielen Plattformen miteinander kommunizieren können – unter einem Namen, mit einer Kennung. Das Löwenmagazin mag jedoch komplett eigenständig bleiben, das finden wir schade, aber das gilt es zu akzeptieren.

Auch andere Plattformen die gerne die lf.de-Kennung verwenden möchten, können sich sehr gerne melden.

[vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=ralkCt3HGp4″ title=”sechzger.de mit Kennung von www.loewenforum.de – hier erklären wir warum und wie”]

1860-Fans diskutieren am “11Freunde-Stammtisch”: unterschiedlichste Ansichten – aber immer auf Augenhöhe

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Stephan Tempel
Stephan Tempel

Als wir von sechzger.de vor ein paar Monaten uns Gedanken machten, wie wir die zerstrittenen Fanlager beim TSV 1860 wieder etwas näher zusammen bringen könnten, hatten wir folgende Idee: Wir setzen zwei in der Fanlandschaft relativ bekannte Fans mit unterschiedlichsten Ansichten an einen Tisch, diese können dann eine Stunde diskutieren – zum Schluss werden sie vermutlich nicht einer Meinung sein, aber immerhin zeigen dass man sich trotzdem respektieren und auf Augenhöhe miteinander reden kann. Namen die uns damals unter anderem durch den Kopf gingen: „Kraiburger“ bei den Traditionalisten und „Franz Hell“ auf der investorenfreundlichen Seite.

Dann kam Corona – und wir hatten ganz andere Probleme. Zudem bekam der Franz einen Herzinfarkt und da wollten wir ihn eher nicht stressen – die Idee geriet in Vergessenheit. Dann kam das Trainingslager des TSV 1860 in Windischgarsten und ich bekam einen Anruf:

„Du, das 11-Freunde-Magazin sucht für den „Stammtisch“ drei Löwenfans mit unterschiedlichen Ansichten. Der Franz Hell hat schon zugesagt. Wärst Du dabei?“.

„Wow, das 11Freunde“ – war mein erster Gedanke – die einzige Fußballzeitung, die ich mir noch am Bahnhofskiosk bei meinen Reisen hole: Erstausgabe im Jahre 2000, erscheint inzwischen monatlich mit einer verkauften Auflage von über 50 000 Exemplaren und hat diverse Auszeichnungen bekommen. Ob ich da dabei wäre? Na, selbstverständlich.

Weniger selbstverständlich für mich war, dass sich ein Reporter mal eben von Duisburg aus auf den Weg machte und in München dazu einen Fotografen (+ Assistenten) einpackte – jener fotografiert normalerweise Nationalspieler, Politiker und Luxusautos:

www.dirkbrunieckie.de

Von München aus fuhren sie dann mal eben nach Windischgarsten um dort den „Stammtisch“ abzuhalten und fotografisch festzuhalten:

Da saßen wir nun zu dritt – der Franz, der Maxi und ich –  in Windischgarsten im Wirtshaus Kemmetmüller und machten das, was wir im Trainingslager am liebsten machten – allerdings unter Beobachtung. Diese war jeoch gleich vergessen – und es kam wirklich Stammtisch-Atmosphäre auf:

Wir philosophierten über den TSV 1860, die Fehler der Vergangenheit, die Lage in der Gegenwart und einen möglichen Weg für die Zukunft. Den genauen Inhalt entnehmt ihr bitte dem Heft 11FREUNDE (Ausgabe 227 – Oktober 2020) – das hat ohnehin mit 116 meist farbigen DIN-A4-Seiten, wenig Werbung aber vielen sehr guten Artikeln das Prädikat „klare Kaufempfehlung“.

Dass Franz, Maxi und ich nach 90 Minuten Gespräch nicht die gleiche Meinung haben: Selbstverständlich. Aber ebenso selbstverständlich, dass wir auf Augenhöhe diskutieren. Mit dem Franz im Übrigen seit nun bald 25 Jahren, weil wir schon viele tausend Kilometer gemeinsam zurückgelegt haben – z.B. im Auto nach Portugal über Andorra (2500 Kilometer) zur Europameisterschaft 2004.

Wer Recht hat? Nicht so wichtig. Wichtig ist, dass sich Löwen untereinander respektieren und akzeptieren. Einen Satz bzw. zwei Sätze vom 11Freunde-Interview drucke ich dann doch ab, es ist das Schlusswort vom Franz Hell und dieses passt auch hier: „Egal, was auch passiert: Unsere Liebe zu Sechzig ist und bleibt ungebrochen.“

Sechzig@18:60 – 1:1 gegen Magdeburg + aktuell Platz 3 + 20 Jahre Drnovice

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“Wir haben besser gespielt als in Meppen. Insofern fühlt sich das 1:1 heute wie eine kleine Niederlage an.” So kommentierte Löwen-Trainer Michael Köllner auf Magenta das Remis des TSV 1860 München am heutigen Nachmittag gegen den 1. FC Magdeburg. In der Tat war heute deutlich mehr drin für sein Team gegen defensiv eingestellte Gäste aus Sachsen-Anhalt, die nach 56 Minuten quasi aus dem Nichts in Führung gingen. Tallig glich in der 76. Minute für Sechzig aus, weitere Chancen u.a. durch Salger und Mölders blieben leider ungenutzt. Eine ausführliche Analyse per TAKTIKTAFEL folgt in den kommenden Tagen.

Durch das Unentschieden sind die Löwen in der Tabelle leicht abgerutscht und rangieren nach den Samstagsspielen auf Rang 3. Aktueller Tabellenführer ist der FC Ingolstadt 04 mit sechs Punkten aus zwei Partien.

Die bisherigen Ergebnisse des Spieltags

Freitag:

SpVgg Unterhaching – VfB Lübeck 1:0

Samstag:

TSV 1860 München – 1. FC Magdeburg 1:1

MSV Duisburg – FSV Zwickau 1:1

Viktoria Köln – SV Wehen Wiesbaden 0:2

1. FC Saarbrücken – Hansa Rostock 2:0

SC Verl – FC Bayern II 3:0

Hallescher FC – FC Ingolstadt 04 0:2

Sonntag:

Dynamo Dresden – Waldhof Mannheim -:-

Türkgücü München – 1. FC Kaiserslautern -:-

Montag:

KFC Uerdingen – SV Meppen -:-

Heimsieg gegen Drnovice

Etwas mehr Grund zur Freude gab es beim TSV 1860 heute vor 20 Jahren:

Durch ein Tor von Verteidiger Marco Kurz in der 74. Minute schlugen die Löwen im Rückspiel der 1. Runde des UEFA-Pokals FK Drnovice mit 1:0. Nach dem torlosen Remis im Hinspiel in der tschechischen Provinz (was für ein großartiger Trip damals!) zog 1860 somit in die 2. Runde ein. Dort schaltete man Halmstads BK aus (2:2 und 3:1), ehe man knapp am AC Parma scheiterte (2:2 und 0:2).