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Sechzig um Sieben: Marco Hiller mit weiterer Zwangspause

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Sieg in Geiselbullach, Fotogalerie ist jetzt online!

Die Nachricht des gestrigen Dienstags rund um den TSV 1860 München war sicherlich die verlängerte Zwangspause für Torwart Marco Hiller. Darüber hinaus analysierte Bernd das Auswärtsspiel in Münster und ein neuer sechzger.de Talk erschien. Für zwei Spiele der Löwen sind Karten erhältlich, um die Mannschaft live im Stadion unterstützen zu können.

Taktiktafelanalyse vom Spiel in Münster

1:1 endete das Duell mit dem Aufsteiger Preußen Münster bekanntlich am Sonntag. Bernd Winninger hat sich die Partie noch einmal gründlich angesehen und eine weitere, interessante Analyse verfasst. In der Taktiktafel wird unter anderem aufgezeigt, dass der TSV 1860 im zweiten Durchgang extrem wenig Ballbesitz hatte. Doch es gab nicht nur Grund zum Meckern, sondern auch durchaus positive Aspekte.

Neuer sechzger.de Talk online

Auch im sechzger.de Talk Folge 127 ist das letzte Auswärtsspiel ein Thema – und wie. Ausführlicher als von allen Protagonisten wird das Geschehen in Münster besprochen, bevor sich den möglichen Allstars des TSV 1860 München sowie dem Heimspiel gegen den SC Freiburg II gewidmet wird. In der aktuellen Runde spricht Christian gleich mit vier Gästen.

Hiller mit Zwangspause gegen Freiburg II

Apropos Heimspiel und Freiburg II: am Samstag wird erneut David Richter das Tor der Löwen bewachen. Die Zwangspause für Marco Hiller fällt länger aus als gedacht, der 26-Jährige kann in dieser Woche nicht trainineren. Folglich ist auch am Wochenende nicht an Fußball spielen zu denken. Der Konkurrenzkampf bei den Löwen dürfte damit weiter angefacht werden, sofern Richter erneut eine gute Leistung zeigen kann.

News aus der 3.Liga

Mannheim muss vorerst auf Wagner verzichten

Während Marco Hiller nur kurz aussetzen muss, hat es andere Spieler in der 3.Liga deutlich schlimmer erwischt. Beim Waldhof aus Mannheim hat sich Fridolin Wagner im Spiel gegen Arminia Bielefeld verletzt und kann nun mehrere Wochen nicht spielen. Der 27-Jährige stand bislang in allen elf Partien in der Startaufstellung – ein herber Schlag also für den SVW.

Dortmund II mit drei langfristigen Ausfällen

Noch schlimmer hat es die Zweitvertretung von Borussia Dortmund erwischt. Mit Paul Besong, Justin Butler und Felix Irorere fallen gleich drei Spieler mehrere Monate aus. Die Verletzungen zogen sie sich jeweils im Training zu. Eine Einheit musste in der Folge sogar abgebrochen werden.

TSV 1860 Senioren B unterliegen SG Putzbrunn/Grasbrunn/Haar

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Tsv 1860 Senioren B Sg Putzbrunn Grasbrunn Haar

In der Liga marschierten die Senioren B des TSV 1860 souverän durch und sicherten sich schon frühzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg. Am gestrigen Abend unterlag die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Fedai Karavas in einem Freundschaftsspiel der SG Putzbrunn/Grasbrunn/Haar mit 1:4.

TSV 1860 Senioren B unterliegen in Putzbrunn

Vom eigentlichen Stammpersonal war bei den Senioren B gestern Abend kaum jemand dabei, als sie vor rund 20 Zuschauern auf der Sportanlage Putzbrunn antraten. Zudem wechselten die Löwen noch achtmal aus, ein wirklicher Spielfluss kam so nicht zustande.

Bekanntester Akteur auf Seiten des Gegners war der ehemalige Nationaltorwart Hans Jörg Butt, der jedoch als Feldspieler auflief und – natürlich – als Elfmeterschütze zum 1:0 (35.) agierte. Zwar kamen die Löwen durch Adrian Pintea-Saero noch zum Ausgleich (43.), doch nach dem Seitenwechsel zogen die Gastgeber davon und gewannen am Ende verdient mit 4:1.

Bleibt der Trost, dass die B-Senioren eine überaus erfolgreiche Punktrunde gespielt und sich souverän den Meistertitel und den Aufstieg gesichert haben. Viel Erfolg in der neuen Saison, Männer!

Preußen Münster – TSV 1860 München (1:1), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels SC Preußen Münster – TSV 1860 München. Münster mit viel Ballbesitz, am Ende steht eine Punkteteilung. Was sind die Erkenntnisse aus diesem Spiel?

SC Preußen Münster – TSV 1860 München lautete das Duell am 11.Spieltag der 3.Liga. Am Ende steht ein gerechtes 1:1 und unter anderem die Erkenntnis, dass es bei den Sechzgern viele Baustellen gibt – die Torwartposition ist allerdings keine davon.

Preußen Münster wurde vom Trainer Sascha Hildmann im 3-5-2 System auf den Platz geschickt. Diesem stellte Maurizio Jacobacci wie üblich eine 4-2-3-1 Formation entgegen. Münster war fast permanent darauf bedacht im Pressing hoch und hauptsächlich gegen den in Ballbesitz befindlichen Mann zu agieren.

Währenddessen begannen die Sechzger trotz personell starker Besetzung mit teilweise vier Spielern in der vordersten Linie eher mittig bis tief stehend und Räume abdeckend.

Die Defensivlinie der Münsteraner war dem hohen Pressing angepasst. Sie stand zur Verteidigung der Positionsangriffe ebenfalls hoch. Die passiv agierenden Löwen entschieden sich eher tief bis sehr tief und abwartend auf Münsters Positionsspiel zu reagieren.

In der Offensive hatten allerdings die Gastgeber zumindest spielerisch mehr zu bieten. Die Sechzger vermissten ein spielstarkes Bindeglied zwischen Defensive und Offensive im Zentrum. Wenn bei den Löwen im Positionsspiel etwas nach vorne ging, dann über die Außenpositionen.

Allerdings muss man auch erwähnen, dass die vier Kontersituationen für den TSV 1860 in Halbzeit eins allesamt gut ausgespielt waren. Pech oder fehlerhafte Entscheidungen im letzten Drittel des Gegners sorgten dafür, dass auch diese in der ersten Halbzeit nichts Zählbares auf die Anzeigetafel brachten.

Während also im Positionsspiel klar die Münsteraner den Hut auf hatten, waren die nadelstichartigen Konterangriffe der Löwen auf die hohe Defensivlinie der Preußen ein geeignetes und auch gefährliches taktisches Mittel, um das Spiel möglicherweise erfolgreich zu gestalten. Leider nicht erfolgreich genug.

Vor der genaueren Analyse, wie immer die wichtigsten statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte

  • Ballbesitz SCP 64% – TSV 1860 36%
  • Passgenauigkeit SCP 82% – TSV 1860 70%
  • defensive Zweikampfquote SCP 59% – TSV 1860 58%
  • Schüsse/aufs Tor SCP 18/7 – TSV 1860 9/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) SCP 7,31 – TSV 1860 16,33

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (64%:36%)

Man könnte denken mit diesem statistischem Wert sei zum Ballbesitz alles gesagt. Theoretisch mag das ja auch so sein, allerdings ist die Diskrepanz zwischen Halbzeit eins und zwei so dermaßen groß, dass vor allem der zweite Durchgang Fragen aufwirft.

1.Halbzeit

Aber der Reihe nach. In der ersten Halbzeit lagen die Ballbesitzwerte der beiden Teams gar nicht so weit auseinander. Mit 55%:45% Ballbesitzverteilung sind die beiden Teams hier nicht so weit von einander entfernt. Das Bild kippt sogar ein wenig in Richtung der Löwen, wenn man die Ballbesitzphasen im gegnerischen letzten Drittel beider Teams aus dem Spiel heraus ansieht. Positionsspiel und Konterangriffe zusammengenommen hat Sechzig hier dank der gut ausgespielten Kontersituationen vier “last third posessions” mehr auf dem Konto als die Gastgeber.

Nehmen wir die Möglichkeiten beider Teams Tore zu erzielen mit in die Rechnung, haben wir im ersten Durchgang ebenfalls ein ausgeglichenes Bild. Wie weiter oben schon erwähnt: trotz höherer xG Wertigkeit bei der Doppelchance der Münsteraner hätten beide Teams in zwei unterschiedlichen Situationen zwei Treffer markieren können.

Die Überlegenheit der Münsteraner im Positionsspiel zeigen auf der anderen Seite wieder die Statistiken, welche die strafraumnahen Standards betreffen. Mit 7:1 Ecken und einem Freistoß in Strafraumnähe (allein in der ersten Hälfte der Partie) zeigt die Statistik die Gastgeber deutlich engagierter, aber ebenso glücklos.

2. Halbzeit

In der zweiten Halbzeit war dann Preußen Münster so deutlich ball- und feldüberlegen, dass es, wenn man nur auf die Statistik blickt schon zum Augenreiben einlädt, dass die Sechzger überhaupt vors Gegnerische Tor gekommen sind geschweige denn tatsächlich selbst in Persona Joël Zwarts ein Tor schossen.

Unglaubliche 72:28 Prozent zu Gunsten der Münsteraner lautet die Ballbesitzstatistik für die zweite Hälfte der Partie. Und das hat diesmal nur peripher mit viel in der eigenen Defensive der Münsteraner gespielten Pässen zu tun. Natürlich gab es diese einerseits haufenweise. Andererseits aber war Münster sehr häufig mit langen Ballbesitzphasen beschäftigt, in denen es vor und zurück ging ohne den Ball verlustig geben zu müssen, weil man am Ende einer Attacke keinen Weg in die Box der Löwen fand und folglich anstatt die Brechstange zu nutzen von vorne mit dem Aufbau begann.

Die durchschnittliche Zahl an Pässen zwischen zwei Ballbesitzwechseln sind hier ein guter Indikator. Während Preußen Münster durchschnittlich knapp fünf Pässe pro Phase spielte, waren es beim TSV 1860 gerundet lediglich zwei.

Passgenauigkeit (82%:70%)

Aus dem, was ich zum Ballbesitz bereits geschrieben habe, lässt sich leicht schlussfolgern, warum die Passgenauigkeit der beiden Teams eine derartige Diskrepanz aufweist. Sehen wir uns die Pässe an, die Raumgewinn und Offensive zuträglich sind. Während die Statistiken hier für Münster absolut im normalen Bereich um die 70% liegen, haben wir für Sechzig nur knapp über 50% angekommener Vorwärtspässe. Aber bei der abwartenden Spielweise, die auf Umschalt- und Konterspiel ausgelegt war, müssen genau diese Pässe mit höchster Präzision und Zuversicht gespielt werden. Die wenigen Situationen, in denen das bei Sechzig geklappt hat, waren nicht zwingend genug, um Münster derart Respekt einzuflößen, dass sie von ihrer mutigen Spielweise abgerückt wären.

Genau das Gegenteil trat ein. Durch die im Passspiel nach vorne auftretenden Unzulänglichkeiten bei den Sechzgern fasste Münster noch mehr Mut und setzte die Gäste je länger die Partie dauerte immer stärker unter Druck. Abgesehen von der Genauigkeit bei Rückpässen (!) waren die Adlerträger bei allen Arten der Zuspiele untereinander statistisch besser.

Eine weitere Analyse dieses Wertes ist daher nicht notwendig. Eine Anmerkung muss ich allerdings noch anfügen: Wenn die Verbindung zwischen Abwehr und Angriff weiterhin nicht funktioniert und die Zonen im Mittelfeldzentrum bei eigenem Ballbesitz weiterhin nicht von vorrückenden Mittelfeldspielern besetzt werden, sondern dort Angreifer ohne Unterstützung um Bälle kämpfen müssen, sehe ich für die Offensive auch in Zukunft kein Licht am Ende des Tunnels. Ein Tor pro Spiel wird auf lange Sicht nicht reichen, um sich in dieser Spielklasse zu behaupten.

Defensive Zweikampfquote (59%:58%)

Die Quoten ähnlich, die Leistung am Ende deutlich unterschiedlich. Man könnte anhand des hohen Ballbesitzes der Münsteraner vermuten, dass die Löwen deutlich mehr defensive Zweikämpfe geführt haben müssen und am Ende zumindest in absoluten Zahlen auch mehr gewonnen haben müssten. Das stimmt leider nur teilweise. Richtig ist, dass die Löwen mehr defensive Zweikämpfe geführt haben. Allerdings nur genau einen. Gewonnen haben beide Teams gleich viele. Das gipfelt dann am Ende darin, dass Münster prozentual ein Pünktchen weiter vorne liegt.

Problematisch ist jedoch, wenn in 95 Minuten Spielzeit der Gegner 64 Minuten lang den Ball hat und pro Minute Ballbesitz statistisch gesehen weniger als eine Aktion gegen den Ball erfolgt. Mir ist durchaus klar, dass der Plan war tief zu stehen und den Gegner überfallartig zu bearbeiten. Das was in Münster, vor allem in der zweiten Halbzeit, diesbezüglich seitens der Löwen geboten war, war deutlich zu wenig Engagement. Man kann durchaus von Glück sprechen, dass Münster es nicht schaffte mehr als einen Treffer zu erzielen.

Münster hatte pro Minute Ballbesitz der Löwen knapp zwei defensive Aktionen am Boden gegen die Sechzger. Auch hier hängt die Statistik dank der Herangehensweise ans Spiel ein wenig schief. Aber es zeigt klar, wer mehr Engagement an den Tag legte.

Am Ende fügt sich die Leistung hier nahtlos ins Geschehen ein und zeigt, dass relative Zahlen manchmal nicht das Papier wert sind auf dem sie geschrieben stehen. Wenn man hier nicht auf das absolute Ergebnis beider Teams blickt, könnte man ein Fehlurteil fällen.

Schüsse/aufs Tor (18/7:9/3)

Das ist die Statistik, bei der sich am Ende deutlich zeigt, wer die Nase auf dem Platz eigentlich vorne hatte. 18 Schüsse für Münster, davon fünf geblockt, neun ohne Gegenwehr aus der Box und vier ohne Gegenwehr von außerhalb des Strafraums. Dem Gegenüber stehen neun Schüsse für die Sechzger, davon wurden vier geblockt. Die fünf Schüsse ohne Gegenwehr der Münsteraner Feldspieler erfolgten alle im Strafraum.

Aufgrund der Ballbesitzverteilung ist die Schussausbeute für die Löwen gar nicht so übel. Um hier aber auf ein Level zu kommen, mit dem man in jedem Spiel konkurrenzfähig ist, braucht es mehr Präzision auf dem Feld im Passspiel nach vorne und unter den Offensivspielern sowie bei der Schussgenauigkeit der Sechzger.

Anhand der xG Werte beider Teams geht das Unentschieden auch in dieser Kategorie statistisch in Ordnung. Trotzdem wird der ein oder andere Münsteraner in der laufenden Woche noch Alpträume von Keeper Richter und seinen Paraden haben.

PPDA (7,31:16,33)

Wie bestellt, so geliefert könnte man sagen. Die indirekt proportionale Statistik der Pressingintensität zeigt exakt das, was man auf dem Feld gesehen hat. Aktiv anlaufende Münsteraner, die den Ball früh haben wollten, um Druck aufrechtzuerhalten sowie passiv tief stehende Sechzger, die versuchten über Konter und tiefe Umschaltsituationen Nadelstiche zu setzen.

Die Tore

Die beiden Tore und weitere Highlights gibt es hier nochmal zu bewundern.

Viel muss man dazu auch nicht sagen. Die glückliche Löwenführung entstand aus einem gutem Konter nach Ballgewinn durch Verlaat. An der eigenen Box eroberte der Löwenkapitän die Kugel. Sein sofortiges Zuspiel in die Spitze zu Zwarts an der Mittellinie war genau das, worauf dieser gelauert hatte. Zwarts setzte sich durch und marschierte verfolgt von mehreren Gegenspielern in höchstmöglicher Geschwindigkeit auf den Münsteraner Kasten zu. Er dringt wenige Meter in die Box ein und schießt am herausstürzenden Keeper Schulze-Niehues vorbei ins Tor.

Der Ausgleich entstand durch einen nicht wirklich gut verteidigten Freistoß aus der halbrechten Position etwas mehr als 25 Meter vor dem Kasten der Löwen. Der Freistoß ans lange Fünfereck gespielt, wurde durch Scherder per Kopf ins lange Eck hinter Richter zum Ausgleich verwandelt.

Das fiel auf

Lücken im Zentrum

Sowohl Zwarts als auch Sulejmani erhielten zu wenig Unterstützung aus dem Rückraum, um effektiv zu sein. Ohne schnell aufrückenden Box to Box Spieler oder einen eine ähnliche Rolle einnehmenden Spieler aus der Doppelsechs heraus kann durchs Zentrum nichts entstehen. Die sekundäre Spieleröffnung weiterhin hauptsächlich auf dem Flügel zu halten sehe ich aufgrunddessen, dass dort die Spielfeldbegrenzung das Vorankommen bei überladener Defensive noch komplizierter gestaltet als es im Zentrum der Fall wäre, sehr kritisch.

Man beraubt sich mit der taktischen Herangehensweise auf der Sechs fast permanent doppelt hinter dem Ball zu stehen und nur selten auf Ballhöhe oder auch davor aufzurücken einer gefährlichen Waffe. Mrowca hat bei Preußen Münster aus dieser Position heraus gegen den TSV 1860 München viel Gefahr ins letzte Drittel der Löwen gebracht. Fünf Schüsse und fünf Schussvorlagen gehen auf sein Konto. Bei den Löwen sind alle vier Spieler, die auf der Doppelsechs eingesetzt wurden, ohne Torschuss oder Schussvorlage geblieben – außer Starke, der immerhin eine Schussvorlage lieferte.

Starkes Stellungsspiel

Dass die Zweikampfbilanz in relativen Werten ausgedrückt zwar gut aussieht, aber das Spiel gegen den Ball alles in allem viel zu passiv war, wiegen die guten Momente im Stellungsspiel wieder auf. Lediglich auswärts in Halle konnte man in dieser Saison bisher ähnlich viele gegnerische Pässe abfangen wie am Sonntag. Dieses Stellungsspiel gepaart mit mutigerem Einsatz in direkten Duellen kann das Fundament für eine gute Entwicklung sein, wenn man beginnt sich auch offensiv mehr zuzutrauen.

Kein Torwartproblem

Etwas was die Sechzger sicherlich nicht haben, ist ein Torwartproblem. Richters Leistung am Sonntag hat mich schwer beeindruckt. Seine Berufung in die Elf des Tages beim Kicker wird den Konkurrenzkampf auf dieser Position sicherlich noch ein bisschen anheizen.

Fazit

Alles in allem ein glückliches, aber sicherlich nicht unverdientes Unentschieden zwischen dem SC Preußen Münster und dem TSV 1860 im Adlerhorst.

In den letzten Wochen hab ich es schon mehrmals geschrieben und auch heute schon darauf hingewiesen: das Zentrum muss im Aufbau auch vor dem Ball besetzt werden, wenn man sich nicht limitieren möchte. Schnelle Spielzüge über die Flügel sind auch aus halbzentralen oder zentralen Mittelfeldpositionen nahe oder auch jenseits der Mittellinie einleitbar. Dazu bedarf es Verschiebungen von der Sechs nach vorne und ballfern auf die Halbpositionen im Mittelfeld über eine der Außenpositionen.

Was bleibt noch zu sagen? Mehr offensiven Mut wagen bei gleicher defensiver Disziplin. Ein Tor pro Spiel reicht nicht.

Optisch schaut die Tabelle schlimmer aus als rechnerisch. Also Mund abwischen, Mut fassen, weitermachen.

Datenquelle: wyscout

Das Knie – Hiller fällt auch gegen Freiburg II aus

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Fragezeichen Hiller Schröter

1860-Stammtorhüter Marco Hiller muss wegen einer Blessur am Knie auch das Spiel gegen den SC Freibrg II aussetzen.

Blessur am Knie: Hiller fällt gegen Freiburg II aus

Marco Hiller muss, nachdem er schon gegen Münster nicht zwischen den Pfosten stand, auch gegen den SC Freiburg II passen. Der Stamm-Goalie hatte beim Abschlusstraining vor dem Spiel bei Preußen einen Pressschlag am Knie abbekommen.

Vertreten wurde Hiller von David Richter, der seine Arbeit hervorragend machte und in die Kicker-Elf des Tages gewählt wurde. Nun kann sich der gebürtige Berliner erneut von Beginn an empfehlen.

Wir wünschen unserer Nummer eins eine gute und schnelle Genesung und David Richter gutes Gelingen gegen die Breisgauer!

 

Die Meldung des TSV 1860 im Wortlaut

Nachdem Marco Hiller im Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel in Münster am Samstag einen Pressschlag erlitt, fiel er bereits beim Spiel gegen Preußen Münster am Sonntag aus.

Aufgrund einer Blessur am Knie wird Marco Hiller auch in dieser Woche nicht am Training können. Dementsprechend wird er beim Heimspiel gegen Freiburg II am kommenden Samstag nicht zum Einsatz kommen.

Wir wünschen Marco gute Besserung und eine schnelle Rückkehr auf den Trainingsplatz.

Bildquelle: CR Fotos

sechzger.de Talk 127: Punkt in Münster, vor 1860-Freiburg II

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sechzger.de Talk Folge 127 nach dem Unentschieden in Münster und vor TSV 1860 - SC Freiburg II

Erstmalig seit Anfang August finden sich im sechzger.de Talk 127 mal wieder stattliche fünf Löwenfans zusammen, um über das letzte und das kommende Spiel des TSV 1860 und außerdem über eine aktuelle Wahl auf der Seite des e.V. zu sprechen. Moderator Christian begrüßt die regelmäßigen Teilnehmer in diesem Format, Bernd und Jan und darüber hinaus ein “erweitertes Redaktionsmitglied” von sechzger.de, das auf den Namen Edge hört. Komplettiert wird die Runde von Stefan, der vielen Löwenfans als Kraiburger bekannt ist.

1:1 in Münster

Tatsächlich war unter den fünf Protagonisten dieser Talk-Runde nur ein einziger am Sonntag spätnachmittags in Münster live dabei. Edge kann aus erster Hand davon berichten, warum die organisierte Szene der Löwen das Preußenstadion nicht betrat und welche Auswirkung dies auf die Atmosphäre im – neuen, überdachten – Gästeblock hatte. Über das sportliche Geschehen sprechen dann natürlich auch jene Talk-Teilnehmer, die das Spiel daheim vor dem Fernseher verfolgt haben. Zu welchen völlig fehlerhaften sportlichen Einschätzungen dabei die Anwesenheit eines 2jährigen Mädchens führen kann, erfährt Stefan direkt in der Sendung von Bernd. Nach langer Beschäftigung mit der Partie beantwortet unser Augenzeuge vor Ort schließlich noch die wichtigste Frage: Nämlich die nach dem kulinarischen Angebot.

Wahl der Allstars im sechzger.de Talk 127

Der Kraiburger stellt beim nächsten Thema unter Beweis, warum er – nach so langer Zeit, in der das immer mal geplant gewesen war – der perfekte Gast für die heutige Sendung ist. Den Hinweis auf die derzeit laufende Wahl auf der Website des e.V. zum “Löwen-Allstar-Team” (anlässlich des 125jährigen Jubiläums der Fußballabteilung des TSV 1860 im kommenden Jahr) kann unser Gast mit eigenen Überlegungen und Berechnungen zu einer “Hall of fame” der Münchner Löwen ergänzen. Die mögliche Kontroverse, ob Spieler, die auch für den Verein aus der Seitenstraße die Fußballstiefel geschnürt haben, einer solchen Auswahl bei Sechzig angehören können, oder eben nicht, gibt es eigentlich gar nicht. Die Protagonisten im sechzger.de Talk 127 sind sich ziemlich einig!

Das Heimspiel gegen Freiburg II

Aufgrund der fortgeschrittenen Dauer der Sendung und weil Bernd noch gar keine wirkliche Gelegenheit hatte, sich mit dem nächsten Gegner der Löwen aus dem Breisgau zu beschäftigen, fällt der Blick auf das nächste Heimspiel (Samstag, 14 Uhr, im sechzger.de-Liveticker) eher kurz aus. Ein paar interessante Statistiken werden genannt. Und wieder ist es Stefan, auf den wir uns hier hoffentlich verlassen können. Geht es nach seiner persönlichen bisherigen Saisonbilanz und dem Gesetz der Serie(n), so darf am Samstag um kurz vor drei der nächste Sieg des TSV 1860 bejubelt werden!

Der sechzger.de Talk 127 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Free-TV Doppelpack: TSV 1860 live gegen Köln und Saarbrücken

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Titelbild Tsv 1860 Live Im Free Tv 1200x628 Löwen MagentaSport BR SWR
sechzger.de berichtet über die Free-TV Spiele (Fernsehen und Online-Stream) des TSV 1860 München.

Gute Nachrichten für alle Löwenfans: die Auswärtsspiele des TSV 1860 München in Köln und Saarbrücken werden live im Free-TV übertragen. Der BR zeigt beide Partien live und kostenlos.

TSV 1860 gegen Köln und Saarbrücken live im Free-TV

Die nächsten beiden Auswärtsspiele führen die Löwen in den Sportpark Höhenberg und das Ludwigsparksstadion. Gegner sind Viktoria Köln und der 1.FC Saarbrücken. Zu beiden Spielen werden natürlich wieder zahlreiche Löwenfans anreisen und die Mannschaft aus dem Gästeblock unterstützen. Für alle, die die Reisen nicht antreten können, gibt es gute Nachrichten. Denn der BR überträgt die Duelle des TSV 1860 München mit Viktoria Köln und dem 1.FC Saarbrücken live im Free-TV. Die Spiele sind damit kostenlos für alle empfangbar.

In Köln sind die Löwen am Samstag, den 28.Oktober ab 14:00 Uhr zu Gast. Die endgültige Terminierung wurde erst vor kurzem bekannt gegeben, was auch in den Giesinger Gedanken thematisiert wurde. Zuvor steht noch das Heimspiel gegen Freiburg II auf dem Programm. Das zweite Spiel im Free-TV gegen den 1.FC Saarbrücken mit Beteiligung des TSV 1860 München steigt im November. Am 11.11. ist auch im Ludwigsparkstadion Anpfiff um 14:00 Uhr. Die Mannschaft um Trainer Maurizio Jacobacci trifft dann unter anderem auf Ex-Löwe Richard Neudecker.

Bislang konnte man die Löwen in der Saison 2023/24 drei Mal kostenlos im Free-TV verfolgen. Spitzenreiter in dieser Wertung ist – ebenso wie in der 3.Liga aus sportlicher Sicht – Dynamo Dresden, deren Spiele bereits sechs Mal ausgestrahlt wurden.

 

 

Sechzig um sieben: Starkes Debüt von David Richter

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Sechzig um Sieben: Becketts

Anlass zum Ärger gaben sowohl die Terminierung des Spiels in Münster als auch der späte Ausgleich der Gastgeber. Dennoch gab es beim Spiel auch einen sehr positiven Aspekt für den TSV 1860 München: Das starke Debüt von David Richter.

Starkes Debüt führt Richter in die “Elf des Tages”

Erstes Drittliga-Spiel und gleich eine Aufstellung in der kicker “Elf des Tages”. Das haben noch nicht viele geschafft. David Richter ist das am Sonntag Nachmittag gelungen. Dank seines starken Debüt führte kein Weg an seiner Nominierung in die kicker “Elf des Tages” vorbei. Außerdem steht Richter bei liga3-online als Spieler des 11. Spieltags zur Wahl. Wir sind gespannt, ob nun ein Zweikampf um den Platz zwischen den Pfosten entbrennt. Die Löwen können bei zukünftigen Ausfällen von Marco Hiller immerhin beruhigt sein. Denn David Richter ist mindestens ein ganz starker zweiter Keeper.

Semi-erfolgreiches Wochenende für die Löwenfußballer

Keine der Herrenmannschaften des TSV 1860 konnte am Wochenende einen Sieg einfahren. Due U21 kehrte mit einem 0:0 aus Kirchanschöring heim. Die Dritte verlor beim MTV, die Vierte holte beim FC Croatia wenigstens einen Punkt. Erfolgreicher macht es die U19, die in Ingolstadt gewinnen gewinnen konnte. Besser machten es die Löwinnen die zweite gewann 7:0 gegen SG Gartenstadt Trudering/ESV München-Ost  und die U17 siegte 6:0 bei Hertha München. Alle Ergebnisse findet Ihr hier.

Rückschau auf Münster

Wie gewohnt erscheint heute gegen Mittag die TAKTIKTAFEL. Vielleicht gelingt es Bernd Winninger Licht ins DUnke zu bringen, ob 1860 einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hat. Ebenfalls im Lauf des Vormittag wird ide neue Folge des sechzger.de Talks hochgeladen. Dabei geht es natürlich ebenfalls um das Spiel in Münster und eine Vorschau auf den Besuch der Freiburger Zweitvertretung. Außerdem haben wir einen Gast, mit dem wir trefflich über die Wahl der Löwen-Allstars diskutieren.

Solidarität mit Maccabi München

Auf Grund der unsicheren Sicherheitslage für jüdische Mitbürger in Folge der Terrorangriffe der Hamas in Israel stellt Maccabi München den Trainings- und Spielbetrieb ein. Der TSV 1860 München versichert den Sportlerinnen und Soortlern des TSV Maccabi München nun seine Solidarität. Wichtiges Zeichen in diesem Tagen!

News aus der dritten Liga

Hacker beim FC Saarbrücken

Man möchte es nicht glauben, aber es gibt Menschen, die Ticket-Shops hacken wollen, nur um ein Spiel einer rotgewandeten Münchner Mannschaft zu sehen. Das ist aber traurige Realität beim FC Saarbrücken für den Kartenvorverkauf für das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal der Saarländer. Die besseren Hacker kommen übrigens aus Giesing!

DFB spricht Geldstrafen aus

Pyro Einsatz der Fans vom SV Waldhof und des SC Verl müssen nun teiuer bezahlt werden. Die Mannheimer müssen 18.160 € für Pyro Einsätze gegen Lübeck und den Halleschen FC berappen. Günstiger weg kommt der SC Verl, der wegen des Einsatzes von zwei (!!!) Knallkörpern beim Heimspiel gegen Regensburg 700 € an den DFB überweisen muss.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Dienstag!

 

Richter bei Drittligadebüt in kicker “Elf des Tages”

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Leider wurde David Richters Drittligadebüt nicht mit einem Auswärtssieg gekrönt wurde. Dennoch hinterließ der Keeper des TSV 1860 München einen äußert positiven Eindruck. Der kicker berief Löwen-Neuzugang Richter nach seiner Premiere in der dritthöchsten deutschen Spielklasse aufgrund seiner starken Leistung in die “Elf des Tages”.

David Richter in kicker “Elf des Tages”

87 Minuten lang hielt David Richter seinen Kasten sauber. Er zeigte eine herausragende Paraden und bewies, dass er ein würdiger Vertreter von Marco Hiller war. Beim Kopfball von Scherder war er dann jedoch chancenlos und musste die Kugel zum 1:1 passieren lassen. Am starken Gesamteindruck änderte das jedoch nichts und so findet sich Richter in der Spieltagself des kicker wieder. Richter zeigte eindrucksvoll, dass die Löwen auf einen richtigen Ersatzkeeper zählen können, falls Marco Hiller ausfällt. Richter war vor der Saison von Kickers Offenbach zum TSV 1860 München gestoßen. Trainer Maurizio Jacobacci schwankte nach der Saisonvorbereitung lange bei der Benennung seines Stammtorhüters für die Hinrunde. Nun ist klar, warum.

Die “Elf des Tages” im Überblick

Richter ( TSV 1860 München) – Stöcker ( SC Verl), Schifferl (SpVgg Unterhaching), Scherder (Preußen Münster), Kammerknecht (Dynamo Dresden) – Mühling (SV Sandhausen), Marseiler (Viktoria Köln), Boujellab (Arminia Bielefeld), Stefaniak (Erzgebirge Aue) – Kutschke, Borkowski (beide Dynamo Dresden)

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 III verliert, Vierte Remis

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Tsv 1860 Trikot Grün dritte vierte Laufrudel

So wirklich erfolgreich verlief das Wochenende für die Herrenmannschaften der Löwen nicht. Während die Profis, die U21 und die Vierte immerhin Remis spielten, verlor der TSV 1860 III seine Partie beim MTV München.

TSV 1860 III verliert, Vierte Remis

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte die Dritte der Löwen am Samstag beim MTV München und stand am Ende mit leeren Händen da. Mario Krischel brachte den TSV 1860 III in der 31. Minute beim MSV München in Führung, nur zwei Minuten später folgte der Ausgleich. Noch vor der Pause erzielten die Gastgeber das 2:1, ehe Diego Hones in der 80. Minute per Elfmeter ausglich. Das bessere Ende hatte jedoch der MSV auf seiner Seite und traf in der 84. Minute zum 3:2-Endstand. In der Tabelle rutschte die Dritte auf den 4. Platz ab.

Weiterhin von der Tabellenspitze grüßt indes die 4. Mannschaft der Löwen, die das Klassement punktgleich vor der SpVgg Thalkirchen anführt. Beim FC Croatia München kam die Vierte des TSV 1860 jedoch nicht über ein Remis hinaus, obwohl die Elf von Christian Ranhart bereits 2:0 und 3:2 geführt hatte. Markus Wagner (35.) und Alexander Petö (41.) hatten die Löwen in Führung gebracht, doch noch vor der Pause konnten die Kroaten ausgleichen. Ersan Zeybek traf nach einer Stunde per Elfmeter zur erneuten Führung der Vierten, doch Croatia gelang in der 88. Minute der Treffer zum 3:3-Endstand.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 13.10.

18.30 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U19 2:4

Samstag, 14.10.

09.00 Uhr: FT München U10 – U9 5:1
11.00 Uhr: 1. FC Kaiserslautern – U17 2:1
11.30 Uhr: FC Hertha München – Löwinnen U17 0:6
12.00 Uhr: U12 – TSV 1865 Murnau U13 3:1
12.45 Uhr: SV Olympiadorf München U11 – U10 0:9
13.30 Uhr: MTV München – 3. Mannschaft 3:2
15.00 Uhr: Löwinnen II – SG Gartenstadt Trudering/ESV München-Ost 7:0
15.00 Uhr: SV Kirchanschöring – U21 0:0
18.00 Uhr: Futsal – Futsal Panthers Ingolstadt 10:6

Sonntag, 15.10.

09.00 Uhr: U11 – FSV Mainz 05 6:1
11.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U13 3:0
11.00 Uhr: U15 – Viktoria Aschaffenburg 2:1
13.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth U17 – U16 4:1
13.30 Uhr: U9 – FC Phönix München U10 8:0
14.30 Uhr: FC Croatia München – 4. Mannschaft 3:3
15.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U14 1:3
16.30 Uhr: Preußen Münster – Profis 1:1

Sonntag, 16.10.

20.00 Uhr: SG Putzbrunn/Grasbrunn/Haar – Senioren B -:-

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden in Münster: Terminfrechheiten von DFB und DFL

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Etwa 1.000 Löwenfans begleiteten gestern am späten Nachmittag unseren TSV 1860 München zum Auswärtsspiel nach Münster. Ich ziehe meinen Hut vor jedem Einzelnen, der die Hin- und vor allem die Rückreise auf sich genommen hat trotz dieser andauernden Terminfrechheiten bei den Spieltagsansetzungen.

Spieltagsansetzungen mehr als fanunfreundlich

Das ganze Prozedere der genauen Spieltagsansetzungen ist mittlerweile nur noch als skandalös für aktive Fußballfans zu bezeichnen. Und zwar von der ersten bis zur dritten Liga. Mindestens. Ich weiß noch, als ich mir als Heranwachsender das kicker-Sonderheft gekauft habe. Da stand der gesamte Hinrundenspielplan mit minutengenauer Ansetzung bei der Veröffentlichung des Heftes (normalerweise Mitte bis Ende Juli) einfach schon komplett drin. Als Fan einer der Mannschaften aus den oberen beiden Ligen wusste man also Mitte Juli schon, dass einen im November ein Freitagsspiel beim HSV oder sonstwo erwartet und konnte mit der Planung beginnen. Als Löwenfan brachte einem das natürlich nichts, weil 1860 damals in der Bayernliga spielte. Aber in den ersten Jahren der Bundesligazugehörigkeit unseres Lieblingsklubs war das Prozedere immernoch so.

Immer kurzfristigere Ansetzungen seit Ende der 90er-Jahre

Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr genau, wann es los ging, dass die Termine für eine komplette Halbserie nicht mehr vorab festgelegt wurden. Ich würde aber behaupten, dass die Terminfrechheiten Ende der 90er los gingen. Es gab sogar nachvollziehbare Gründe. In den Europapokalen waren die Spieltage noch nicht fest vorvergeben so wie heute. Die Vereine mussten sich da – soweit ich mich erinnere – selbst einigen, was oft zu Hängepartien führte. Besonders mit den Clubs aus Südeuropa, wo damals noch der Sonntag der Hauptspieltag war und von daher der Dienstag als Spieltag für die Vereine aus Ländern wie Italien, Spanien und Portugal sehr ungelegen kam.

Langfristigere Spielansetzung ist möglich

Aber all das ist durch die festgelegten Spieltage in den UEFA-Wettbewerben hinfällig. Champions League ist Dienstag und Mittwoch, die zwei anderen Wettbewerbe (deren Namen ich mir einfach nicht merken kann) finden donnerstags statt. Mir ist bewusst, dass die teilnehmenden Vereine und die Auslosung erst während der laufenden Saison stattfinden, dennoch weiß man ja schon vorher, wer aus der Bundesliga teilnimmt und wann international gespielt wird. Da muss es doch möglich sein, einen Spielplan außenrum zu bauen und diesen vor Saisonbeginn zu veröffentlichen und den Fans diese Terminfrechheiten zu ersparen. Möglichwerweise kann es zur Verschiebung einzelner Partien kommen, aber das sollte eine minimale Anzahl von Spielen sein. Falls überhaupt.

DFL und DFB nehmen sich unglaubliche Terminfrechheiten heraus

Was mich als aktiven Fußballfan wirklich ärgert, sind die Terminfrechheiten, die sich DFL und DFB herausnehmen. Die Termine werden in mehreren “Losen” über eine Spielrunde verteilt festgelegt. In dieser Hinrunde sind das für die Fans der dritten Liga fünf “Lose.” Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 20 Spieltage zwischen Juli und Dezember werden häppchenweise terminiert. Diese Saison waren das:

Diese häppchenweise Terminierung ist skandalös. Es ist 0,0 nachvollziehbar, wieso zu Beginn nur der erste Spieltag fix terminiert wird und dann sieben weitere Spieltage eine Woche später terminiert werden. Genauso ist mir vollkommen unklar, wieso nicht jetzt wenigstens alle Spieltage bis zur Winterpause festgelegt wurden. Das ist einfach nur eine Frechheit gegenüber den Fans.

Was bedeutet diese unterirdische exakte Termininerung für die Fans?

Als Fan hat man also maximal vier Wochen Zeit, um das nächste Auswärtsspiel nach genauer Terminierung zu planen. Im aktuellen Fall (unser Auswärtsspiel bei Viktoria Köln) sogar nur etwa 2,5 Wochen. Zum Glück sind Eintrittskarten für die meisten Spiele kein Problem und man steht mit organisierter Reise seltenst ohne Ticket vor dem Gästeblock. Aber genau dahin zu kommen ist mit dieser kurzen Vorlauffrist durchaus ein Problem, wenn man ein wenig auf die Scheine in seinem Portemonnaie achten muss und mit der Bahn anreisen will. Was in meinem Umfeld überwiegend das bevorzugte Verkehrsmittel ist.

Kostenfaktor Terminierungszeitpunkt

Was das in Heller und Pfennig bedeutet, wisst Ihr wahrscheinlich selber. Aber für die Terminierungskommissionen von DFB und DFL liste ich das gerne hier mal auf. Für unser Spiel bei Viktoria Köln habe ich am 12.09. auf gut Glück einen Sparpreis für 59,80 € gekauft. Dabei musste ich natürlich auf eine Ansetzung am Samstag um 14:00h setzen, was zum Glück geklappt hat. Am Tag der Terminierung hätte man den selben Sparpreis (genau meine Verbindung) nur noch für 119,80 € kaufen können:

Preise für die Hin-und Rückfahrt zum Auswärtsspiel bei Viktoria Köln am Tag der Terminierung

Das heißt: der Löwenfan, der die exakte Terminierung abgewartet hat, ist mit Faktor 2 oder glatten 60 € mehr am Start. Das summiert sich ganz schön über eine ganze Saison gesehen. Ich möchte nicht verschweigen, dass ich den stornierbaren Sparpreis gewählt habe. Ich hätte also bei einem anderen Termin als Samstag 14:00h mein Geld bis auf 10 € Stornokosten wieder in der Kasse gehabt. Aber die Terminfrechheit von DFB und DFL mit einem Zehner für nix bezahlen zu müssen, ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Spieltagszerstückelung macht es noch schwieriger

Hinzu kommt, dass die Wahrscheinlichkeit das 14-Uhr-Spiel am Samstag im Vorfeld zu erwischen, gesunken ist. Waren letzte Saison von 6 von 10 Spielen am Samstag um 14:00h, sind es diese Saison nur noch 5. Die Wahrscheinlichkeit, diesen Termin zu treffen liegt also nur noch bei 50%. Die neuen Ansetzungen in der dritten Liga sind darüber hinaus ziemlich suboptimal. Der Wegfall des ungeliebten Montagsspiels kann für die aktiven Fans nur als Pyrrhus-Sieg bezeichnet werden. Es ist ein wirklich ungünstiger Termin weggefallen, dafür sind mindestens zwei sehr ungünstige dazu gekommen. Nämlich Sonntag 16:30h und 19:30h. Die gestern mit dem Zug angereisten Fans sind realistischerweise heute morgen um 5:43h am Hauptbahnhof in München angekommen. Auch Samstag 16:30h kann je nach Entfernung sehr ungünstig sein, sodass man als Löwenfan noch eine Nacht am Ort des Auswärtsspiels (natürlich mit Übernachtungskosten) dranhängen muss. Beste Beispiele gestern in Münster, am 03.12. (Sonntag) um 19:30h in Dortmund und beide Spiele gegen Lübeck unter der Woche. Vielleicht können die Damen und Herren in der Terminierungskommision mal drüber nachdenken, ob diese ganzen Schikanen gegenüber den Fußballfans wirklich sein müssen.