Start Blog Seite 494

Trainer- & Sportchefsuche: Robert Reisinger nimmt Stellung

19
TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
TSV 1860 München e.V. MitgliederEhrungen Copyright by : sampics Photographie Bierbaumstrasse 6 81243 München TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de Bankverbindung : Hypovereinsbank München Konto : 1640175229 , BLZ 70020270 IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de

Die für heute Nachmittag angesetzte Beiratssitzung der TSV 1860 KGaA haben die Vertreter des Gesellschafters HAM Ltd. durch ihr Nichterscheinen in der Online-Konferenz platzen lassen, wie sechzger.de am frühen Nachmittag berichtete. Ein Vertreter entschuldigte sich wenige Minuten vor Beginn der Sitzung per Email wegen Unwohlsein, der andere blieb der Veranstaltung gleich ganz ohne Entschuldigung fern. So war das Gremium nicht beschlussfähig und konnte die drängende Frage, wer zukünftig als Sportchef die Geschicke des in der 3. Liga ins Straucheln gerateten Teams lenken und leiten soll, nicht klären.

Widerspricht sich Reisinger in der Kausa Werner?

Bereits am Vormittag hatten wir im Hinblick auf die zu diesem Zeitpunkt noch fest geplante und von vielen Löwenfans sicher hoffnungsvoll erwartete Beiratssitzung über das “Hauen und Stechen hinter den Kulissen” berichtet. Von – wieder einmal – geleakten Emails rund um die Besetzung der vakanten Schlüsselposition des sportlich Verantwortlichen hatten zuvor das Portal von t-online sowie der kicker berichtet. Dort wurde unter anderem aus einer Email von 1860-Präsident Robert Reisinger vom 24. September zitiert, in der er dem Kandidaten für die Position des Sportchefs Dr. Christian Werner die Eignung für die Aufgabe absprach. Nachdem Dr. Werner – nach Vorstellung der e.V.-Vertreter im Beirat – heute zum Sportgeschäftsführer bestellt werden sollte, wirft der kicker-Autor Georg Holzer in seinem Artikel Reisinger vor, sich selbst zu widersprechen. Auf Nachfrage von sechzger.de hat der Oberlöwe heute Nachmittag nun Stellung zu genau diesem Vorwurf bezogen:

Die Ansicht im Präsidium über die fachliche Eignung von Dr. Christian Werner als neuer Geschäftsführer Sport hat sich verändert. Nach persönlichen Gesprächen und einer beeindruckend intensiven und detaillierten Analyse der sportlichen Situation durch den Kandidaten sind wir zur Auffassung gelangt, dass die Qualifikation gegeben ist. Eine einmal getroffene Annahme zu revidieren, weil neue Erkenntnisse zur Beurteilung herangezogen wurden, ist kein Zeichen von Schwäche.

Trares oder Antwerpen als Trainerkandidaten?

Auch in der drängenden Frage, wer – nachdem Frank Schmöller sein Interimsengagement bei den Löwenprofis gestern wieder beendet hat – die Nachfolge des Anfang Dezember geschassten Maurizio Jacobacci antreten und die Mannschaft schnellstens von den bedrohlich nahe gekommenen Abstiegsplätzen entfernen soll, beschäftigt im Löwenumfeld Fans – und natürlich Medien. So hatte zum Beispiel die Abendzeitung berichtet, Robert Reisinger habe sich mit dem – als Feuerwehrmann berühmt berüchtigten – Ex-Kaiserslautern-Trainer Marco Antwerpen getroffen. Auf die AZ-Kritik an so einem Treffen “die Löwen wären nicht die Löwen, würde nicht ein anderer Funktionär ein anderes und vor allem ganz eigenes Süppchen kochen” (nachdem Finanzgeschäftsführer Marc Nicolai Pfeifer aktuell wohl den Ex-Löwen und 94er-Aufstiegsheld Bernhard Trares für die vakante Position präferiert), reagiert Robert Reisinger gegenüber unserem Portal ebenfalls eindeutig:

Die im Artikel der Abendzeitung erhobene Behauptung, ich hätte mich mit Marco Antwerpen (oder seinem Management) getroffen, ist von den Autoren frei erfunden. Vorschläge für einen geeigneten Trainer der Profimannschaft obliegen der Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Wir bewerten als Vereinsvertreter Vorschläge grundsätzlich unabhängig davon, wer sie gemacht hat.

Weihnachtsfrieden in Sicht?

Bleibt die Frage, wer ein Interesse – und vor allem welches – hat, den noch mindestens bis zur Mitgliederversammlung im Sommer 2025 amtierenden Präsidenten des TSV 1860 e.V. in ein bestimmtes Licht zu rücken. Immerhin: Übermorgen ist Heiligabend. Die besinnliche und ruhige Weihnachtszeit beginnt. Mal sehen, ob diese – zumindest für ein paar Tage – auch beim TSV 1860 Einzug hält.

1860 weiter ohne Sportchef – HAM lässt Beiratssitzung platzen

35
Trainingsgelände TSV 1860 München Stein Winter 2

Die Vertreter der HAM Ltd haben heute eine wichtige Beiratssitzung platzen lassen, in welcher es um die Entscheidung über die Bestellung von Dr. Christian Werner zum neuen Sportchef des TSV 1860 hätte gehen sollen.

Richtungsweisende Beiratssitzung beim TSV 1860

Die heutige Beiratssitzung wäre richtungsweisend gewesen: Die Vertreter des TSV München von 1860 e.V. und der HAM Ltd. hätten heute zusammenkommen sollen, um über die Bestellung von Dr. Christian Werner zum Geschäftsführer Sport abzustimmen.

HAM lässt Sitzung platzen – 1860 weiter ohne Sportchef

Doch kurz vor der Beiratssitzung soll sich nach sechzger.de-Informationen ein Beiratsmitglied der HAM-Seite per E-Mail abgemeldet haben. Als Grund, nicht bei der Onlinesitzung teilnehmen zu können, soll er Unwohlsein genannt haben. Sechzger.de wünscht gute Besserung!

Der zweite HAM-Vertreter habe gleich komplett unentschuldigt gefehlt. Auch hier wünscht sechzger.de Besserung!

Damit waren nur die e.V.-Vertreter vor Ort, sodass das Gremium nicht beschlussfähig war und keine Entscheidung zum neuen Sportchef treffen konnte.

Muss nun die Gesellschafterversammlung entscheiden?

Es droht also das Szenario, dass der TSV 1860 ohne Sportchef ins neue Jahr geht. Einen Trumpf hat der e.V. jedoch noch im Ärmel: als Alleingesellschafter könnte er den Beirat in dieser Entscheidung entmachten und durch die Gesellschafterversammlung den neuen Geschäftsführer Sport bestellen. Hierfür wäre eine Mehrheitsentscheidung des Präsidiums notwendig.

Sportlich handlungsunfähig ins neue Jahr?

Wird der TSV 1860 handlungsunfähig ins neue Jahr schlittern? Die Zeichen verdichten sich, dass die Installation eines kompetenten Leiters im sportlichen Bereich vor der Jahreswende schwierig werden dürfte. Gerade in Zeiten, in denen ein Cheftrainer benötigt wird und ggf. auf dem Wintertransfermarkt durch Leihgeschäfte die fragile, abstiegsbedrohte Mannschaft des TSV 1860 verstärkt werden müsste, ist ein solches Vakuum nicht hinnehmbar. Lassen die Gesellschafter das Schiff sehenden Auges sinken oder zieht der e.V. mit 50+1 die Notbremse?

 

3. Liga im neuen Jahr: DFB terminiert Spieltage 22 bis 30

1
Terminierungen des TSV 1860 München für die Saison 2023-24 Symbolbild DFB terminiert Spieltage

Wann es für die Löwen im neuen Jahr weitergehen wird, steht ja bereits seit einigen Wochen fest. Der TSV 1860 empfängt am 20.01. um 16.30 Uhr den MSV Duisburg im Grünwalder Stadion. Nun hat der DFB auch die Spieltage 22 bis 30 terminiert.

DFB terminiert Spieltage 22 bis 30

Die Partien des TSV 1860 im Überblick:

22. Spieltag – Dienstag, 23.01., 18.60 Uhr: VfB Lübeck – TSV 1860
23. Spieltag – Sonntag, 28.01., 16.30 Uhr: TSV 1860 – SV Sandhausen

24. Spieltag – Samstag, 03.02., 14.00 Uhr: Erzgebirge Aue – TSV 1860
25. Spieltag – Sonntag, 11.02., 16.30 Uhr: TSV 1860 – FC Ingolstadt 04
26. Spieltag – Sonntag, 18.02., 19.30 Uhr: TSV 1860 – Hallescher FC
27. Spieltag – Samstag, 24.02., 16.30 Uhr: SC Verl – TSV 1860

28. Spieltag – Samstag, 02.03., 14.00 Uhr: TSV 1860 – SSV Ulm 1846
29. Spieltag – Freitag 08.03., 18.60 Uhr: Dynamo Dresden – TSV 1860
30. Spieltag – Samstag, 16.03., 14.00 Uhr: TSV 1860 – Preußen Münster

Zu den regulären Partien der 3. Liga gesellt außerdem natürlich noch die Nachholpartie gegen Rot-Weiss Essen, die ebenfalls terminiert wurde:

18. Spieltag – Dienstag, 06.02., 18.60 Uhr: TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

Seid Ihr dabei?

Auf welches Heimspiel freut Ihr Euch besonders? Welcher Ausfärtsfahrt fiebert Ihr besonders entgegen? Wir sind gespannt auf Eure Kommentare!

sechzger.de Talk Folge 137 nach Waldhof Mannheim – TSV 1860

1
sechzger.de Talk Folge 137 Bitterer Jahresabschluss des TSV 1860 München gegen Waldhof Mannheim

Der Rückrundenauftakt gegen Waldhof Mannheim verlief für den TSV 1860 München alles andere als gewünscht. Mit 0:1 unterlagen die Löwen in der Quadratestadt und befinden sich mittlerweile im Abstiegskampf der 3.Liga. Darüber spricht Jan im sechzger.de Talk Folge 137 mit seinen Gästen Christian, Thomas und Bernd. Außerdem gibt es einen kleinen Ausblick auf die personellen Themen, die es in der Winterpause zu klären gilt.

Das Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim

An der Leistung scheiterte es grundsätzlich nicht, dennoch unterlag der TSV 1860 München im letzten Spiel des Jahres 2023 knapp gegen Waldhof Mannheim. Ein Elfmeter sorgte für den einzigen Treffer des Tages. Zuvor allerdings gab es auf der anderen Seite ebenfalls eine knifflige Entscheidung, die zugunsten der Gastgeber gewertet wurde. Das führt zu einigen Kontroversen im sechzger.de Talk 137. Vor allem Bernd ist seine Wut auf den Unparteiischen durchaus anzumerken. Es wird aber nicht nur über das Geschehen auf dem Platz, sondern auch um alles rund um den Support der Löwenfans gesprochen. Christian war live im Auswärtsblock dabei und berichtet daher aus erster Hand. Abschließend darf natürlich eine Bewertung der Stadionwurst nicht fehlen. Fans der Kulinarik kommen hier auf ihre Kosten.

Personalpolitik in der Winterpause

Ein neuer Geschäftsführer und ein neuer Trainer, womöglich darüber hinaus auch noch ein neuer Co-Trainer. Beim TSV 1860 München gilt es in der Winterpause einige, wichtige Personalentscheidungen zu treffen. Auch mögliche Verstärkungen werden besprochen. Diese sind vor allem in der Offensive dringend nötig. 18 Tore aus mittlerweile 20 absolvierten Partien sprechen eine deutliche Sprache.

Vorschau auf den Start im Jahr 2024

Abschließend gibt es einen kurzen Ausblick auf die ersten Spiele, die im neuen Jahr 2024 auf dem Programm stehen. Dazu zählen mit den Duellen gegen Duisburg sowie Lübeck direkt zwei Kracher im Abstiegskampf der 3.Liga. Dort könnte sich zeigen, wohin die Reise der Löwen in den verbliebenen Partien der Rückrunde hingehen wird. Christian zumindest schwant Böses bei dem Blick auf das Programm und die Tabelle…

Der sechzger.de Talk 137 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Waldhof Mannheim – TSV 1860 München (1:0) die Taktiktafelanalyse

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur letzten Taktiktafelanalyse des Jahres 2023. Leider verlor unser TSV 1860 äußerst unverdient 1:0 bei Waldhof Mannheim. In erster Linie konnte aufgrund einer haarsträubenden Chancenverwertung nichts Zählbares geholt werden. Diese Niederlage jedoch fußt auch auf einer – in mindestens zwei Szenen – ebenso haarsträubenden Schiedsrichterleistung.

Waldhof Mannheim – TSV 1860, ein Match, bei dem Tradition gepaart mit Rivalität zumindest im Vorfeld der Partie immer für Spannung sorgt. Tatsächlich war dieses Spiel bis zum Schluss zwar kein hochklassiges Aufeinandertreffen, aber die Spannung blieb bis zum Schlusspfiff erhalten.

Gegen das Positionsspiel der Löwen stand Mannheim höher als in den Spielen zuletzt. Allerdings muss man sagen, dass vor allem in der ersten Halbzeit die Angriffsaktionen der Sechzger hauptsächlich Umschaltmomenten entsprangen, da das Gegenpressing des Waldhof ab etwa der 20. Minute bis zum Ende der ersten Halbzeit nicht mehr funktionierte. Schnell kamen die Sechzger in ihren Aktionen nach Ballgewinn ins gegnerische letzte Drittel und auch häufig in die Box. Dort waren die Abschlüsse insgesamt präziser als zuletzt in Bielefeld, aber das Tor treffen konnten die Sechzger dennoch nicht.

Wo wir gerade bei ungefährlich sind: Das war der Waldhof abgesehen von einer Aktion in der 8. Minute und einer weiteren etwa eine Viertelstunde später sowie vom unberechtigten Elfmeter über die komplette restliche Spielzeit was die Schüsse anbelangt.

Sechzig zog sich gegen das Positionsspiel des Waldhof meist weit zurück und verließ sich, um Ballgewinne im Positionsspiel zu erzielen, auf die Verteidigung und das defensive Mittelfeld, wo die Mannheimer häufig – aufgrund fehlender Räume im Mittelfeld oder aufgrund fehlender Ideen – mit langen Bällen ihr Glück versuchten. So war für den Waldhof meistens nach dem langen Ball der jeweilige Angriff auch schon wieder zu Ende.

Sechzig druckvoll im Gegenpressing

Verloren die Spieler des TSV 1860 den Ball im letzten Drittel des SV Waldhof, war allerdings nicht der Rückzug, sondern konsequentes druckvolles Gegenpressing angesagt, das in vielen Momenten vom Erfolg gekrönt war.

Was bei Sechzig im Gegensatz zum Waldhof hervorragend funktionierte, waren also Ballgewinne vor dem eigenen letzten Drittel. Das Verhältnis der Balleroberungen vor dem eigenen letzten Drittel sieht den TSV 1860 hier mit 62% mehr Ballgewinnen gegenüber dem SV Waldhof vorne.

Beide Teams waren im 4-2-3-1 auf dem Platz. Beide setzten – wie erwähnt – im Positionsspiel gegen den Ball auf tiefe Positionierung. Sechzig lief mit einem Spieler an und ließ den zweiten Spieler der Pressinglinie den Passweg auf den Flügel bzw. die Mittelfeldhalbposition zustellen. Die Waldhöfer liefen wie in den Spielen zuvor mit zwei Spielern an und versuchten mit einer 2-3 Staffelung lange Bälle zu provozieren, was einerseits gegen die Positionsangriffe funktionierte, andererseits wegen aufopferungsvoller Arbeit im Kampf um zweite Bälle seitens der Giesinger nicht so fruchtete wie es eigentlich sollte. So entwickelten die Löwen starke Dominanz, die leider nicht vom Torerfolg gekrönt werden konnte.

Bevor wir nun zur genaueren Analyse kommen, wie immer die statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte SV Waldhof – TSV 1860

  • Ballbesitz: SVW 56% – TSV 1860 44%
  • Passgenauigkeit: SVW 78% – TSV 1860 75%
  • Defensive Zweikampfquote: SVW 73% – TSV 1860 63%
  • Schüsse/aufs Tor: SVW 8/3 – TSV 1860 15/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): SVW 8,04 – TSV 1860 10,03

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz 56%:44%

Hier haben wir wieder, wie so oft, einen Vorteil im Ballbesitz für die gastgebende Mannschaft, der aufgrund unproduktiver Spielweise durch ideenloses Ballgeschiebe in der Defensive stark verzerrt daherkommt. 22% aller Pässe und 77% aller Querpässe im Mannheimer Spiel waren Querpässe der Defensivspieler inklusive Torhüter. Rechnen wir hier noch die Rückpässe in der Defensivabteilung und von dort auf den Torhüter mit ein, waren 31% aller Mannheimer Pässe solche, die keinerlei Progression aus der eigenen Defensive brachten.

Die Sechzger haben hier bei gleicher Berechnungsgrundlage mit lediglich 17% unproduktiver Rückpässe einen sehr guten Wert vorzuweisen. Dieser Wert zeigt auch gleich, dass das Spiel nach vorne bei Sechzig alles andere als behäbig war. Nein, es war schnell druckvoll, manchmal aufgrund der Länge der Pässe etwas unpräzise, aber das fiel alles in allem wegen guter Arbeit im Gegenpressing und beim Kampf um zweite Bälle kaum ins Gewicht.

Die Statistik lügt also hier wieder einmal gehörig, wenn man die Zahlen genauer betrachtet und weiß, wie man sie lesen muss.

Passgenauigkeit 78%:75%

Hier folgt aus der oberen Statistikanalyse gleich der nächste Hammer für die Gastgeber. Legen wir zugrunde, dass zusätzlich zur nicht vorhandenen Progression nach vorne jeder defensive Rückpass wieder einen Vorwärtspass zur Folge haben muss und diese auch relativ sicher ankommen, hat Mannheim bei den Pässen, die das Spiel nach vorne vorantreiben, eine Passgenauigkeit von nur noch 60% vorzuweisen. Ballgewinne im Kampf um den zweiten Ball finden wir bei den Mannheimern kaum.

Die Sechzger liegen hier besser im Rennen. Die 65%, die hier erzielt werden, sehen zwar auf den ersten Blick wieder deutlich schlechter aus als es noch für das Spiel gegen Bielefeld auf dem Papier steht, allerdings haben die Löwen durch die gute Arbeit beim Kampf um den zweiten Ball viele dieser zunächst vom Gegner eroberten Pässe postwendend zurückerobern können. Dadurch setzten sie sich speziell in der letzten halben Stunde der ersten aber auch am Ende der zweiten Halbzeit über weite Strecken derart in der gegnerischen Spielfeldhälfte fest, dass ich Personen, die das Spiel unserer Mannschaft am Mittwoch als Grottenkick bezeichnen, fragen muss, was die denn gesehen haben. Die Spielweise insgesamt mit dem fehlenden Torerfolg gleichzusetzen, ist nicht zielführend, wenn man ein Urteil über die Leistung der Mannschaft des TSV 1860 München am Mittwoch fällen will.

Natürlich geht es primär um den Torerfolg, aber nichts desto trotz ist das Ausbleiben von Toren in diesem Fall sicherlich nicht der Spielweise oder fehlenden Chancen anzulasten.

Defensive Zweikampfquote (73%:63%)

Die defensive Zweikampfquote seitens Waldhof Mannheim ist natürlich auf den ersten Blick aller Ehren wert, auf der anderen Seite war in den Druckphasen des TSV 1860 nahezu jeder gewonnene Zweikampf der Kurpfälzer der erste Schritt zum postwendenden Ballverlust. Die Löwen agierten derart aggressiv im Gegenpressing, dass, während eine Gegenpressingaktion seitens der Löwen gesetzt wurde, der ballerobernde Spieler die Kugel mit einer offensichtlichen Nervosität wieder loswerden wollte, sodass diese Pässe dank der guten Staffelung der Sechzger im Prinzip sofort wieder in deren Reihen angekommen war und es gar nicht zum direkten Zweikampf um die Kugel kam.

Hier ist die extrem hohe Quote bei gewonnenen Defensivzweikämpfen ganz klar den Zonen zuzurechnen, in denen Mannheim den Großteil dieser Duelle führen musste. Je weiter man in die eigenen Hälfte zurückgedrängt wird, desto leichter fällt die Balleroberung. Das ist eine Binsenweisheit und die Gründe dafür kennt auch jeder. Das Spielfeld hat nun mal seine Grenzen und je tiefer man in der gegnerischen Hälfte steht, desto weniger Raum findet man für Pässe auf den Mitspieler. Folglich kommt es vermehrt zu Zweikämpfen, die gegen den Ball leichter zu gewinnen sind als mit Ball.

Bei den Sechzgern finden wir hier in allen Zonen gute Werte diesbezüglich, die der Spielweise absolut entsprechen. In den Zonen, in denen es wirklich drauf ankommt, keine Defensivzweikämpfe zu verlieren, wurde ein Wert von 66% erzielt, im eigenen Strafraum gar nur ein Zweikampf gegen den Ball verloren. Vor allem, weil die Balleroberungen anderer Art, durch abgefangene Pässe beispielsweise, diesmal dominieren.

Schüsse/aufs Tor (8/3:15/7)

Insgesamt schloss der Gegner achtmal ab. Die einzige echte große Torchance dabei aus dem Spiel heraus war der Versuch von Jans in der 8. Minute, den Richter halten konnte. Der geschenkte Elfmeter macht in der xG Wertung der Mannheimer zusammen mit diesem Schuss zwei Drittel des Gesamtwertes aus. Die restlichen 33% verteilen sich auf sechs weitere Schüsse, von denen nur ein weiterer Richter zum Eingreifen zwang. Waldhof Mannheim fand in der Offensive im Spiel gegen den TSV 1860 im Prinzip nicht statt. Die einzigen anderen Situationen, in denen es gefährlich hätte werden können, waren Kontersituationen, die aber die Defensive der Löwen allesamt gut verteidigte.

Qualität der Chancen

Für die Löwen steht beim bei 15 abgegebenen Schüssen mit sieben Versuchen, die dem Keeper der Mannheimer Arbeit verschafften, eine Schussgenauigkeit von knapp unter 47% zu Buche. Das ist eine gute Quote. Spitzenteams in dieser Kategorie der Statistik erreichen hier ligenübergreifend nach oben im Schnitt einen Wert knapp unter diesem.

Nehmen wir nun den xG Wert der sieben aufs Tor gebrachten Schüsse des TSV, ergibt sich ein Wert, der die Hälfte des xG Wertes ergibt, mit einem Ausschlag nach oben bei Verlaats zweitem Kopfball während seiner Doppelchance, wo der gegnerische Keeper wahrscheinlich selbst nicht weiß, wie er den zweiten auch noch halten konnte.

Das Tor des Gegners ist momentan für unsere Löwen einfach wie vernagelt. Warum selbst Großchancen nicht verwertet werden können, weil irgendein Spieler des Gegners irgendwie noch regelkonform eines seiner Körperteile in den Weg bringt, oder manche vielversprechenden Chancen durch falsche Entscheidungen der Spieler, die den Ball haben und schießen müssten, aber stattdessen einen Pass spielen, vergeben werden, oder durch ebenso falsche Entscheidungen von Spielern, die abspielen müssten, jedoch weiterhin den Ball halten, gar nicht erst zustande kommen, daran muss gearbeitet werden. Mehr Mut beim Abschluss ist für die einen das Mittel zum Erfolg, mehr Zusammenspiel mit den Mitspielern für die anderen.

PPDA (8,04:10,03)

Der Wert sieht auf den ersten Blick so aus, als wäre Mannheim im Pressing effektiver gewesen. Das ist allerdings auch hier, wenn man nur diesen Wert isoliert betrachtet, falsch. Durch die aggressive Einstellung im Kampf um zweite Bälle haben die Sechzger, wie weiter oben beschrieben, die Mannheimer zu Fehlpässen aller Art gezwungen, schon bevor eine eigene Aktion gesetzt werden konnte. Erfolgt dann nach einem Befreiungsschlag die Balleroberung tief in der eigenen Hälfte, gilt die Zone nicht mehr als pressingrelevant, der Ort der Ballabgabe jedoch sehr wohl. Ich hoffe, man diesem Gedanken folgen.

In der Druckphase der Löwen in Halbzeit eins beispielsweise gab es eine längere Phase, in der es keine einzige Aktion gegen den Ball durch Mannheim in der pressingrelevanten Zone gab. Des Weiteren ist nicht jede Aktion gegen den Ball gleichzeitig erfolgreich. Insgesamt eroberten die Sechzger in diesen Zonen deutlich mehr Bälle als der Waldhof. Und zwar um 100% mehr im letzten Drittel des Gegners und um 41% mehr im Mittelfeld. Lediglich im eigenen letzten Drittel eroberte Mannheim häufiger den Ball als umgekehrt die Sechzger in ihrer eigenen Defensivzone. Dorthin fanden die Gastgeber in diesem Spiel aber auch nur selten kontrolliert.

Allein die Tatsache, dass die Sechzger um fast ein Drittel mehr durchgebrachte Positionsangriffe für sich auf der Habenseite verbuchen können, sagt viel aus. Wenn man dann noch bedenkt, mit welcher Häufigkeit der SV Waldhof Mannheim den langen Ball als Methode der Progression gegen die gute Staffelung des TSV 1860 München wählte und dann den 2. Ball nicht erobern konnte, wird auch klar, dass Ideenlosigkeit ein ständiger Begleiter der Mannheimer in dieser Partie war.

Das Tor

Hier ist es zu sehen. Über die Frechheit seitens des Schiedsrichters, diesen Elfer zu geben, will ich mich nicht auslassen, sonst bekomme ich am Ende noch eine Anzeige.

Das fiel auf

Phillipp Steinhart

Phillipp Steinhart auf der Sechserposition war zunächst eine Überraschung, aber zusammenfassend muss man sagen: Das kann man öfter machen. Top Leistung vom Steini. Er hatte gegen den Ball mit 22 eroberten Bällen die meisten Balleroberungen für die Sechzger im Spiel und auch bei seinen Aktionen im Spiel weiter vorne offensiv eine gute Note verdient.

Die Flügel

Beide Flügelspieler in der Offensive hatten sowohl bei ihren Entscheidungen, was sie tun sollten, als auch bei der Durchführung ihrer Aktionen leider nicht den besten Tag. Schad drum. Bei Schröter war es allerdings einer von erst wenigen Ausreißern nach unten. Bei Vrenezi sahen wir wieder genau das, was jede Woche an ihm kritisiert wird.

Fynn Lakenmacher

Lakenmacher war wieder fleißig aber glücklos und zeigte leider oft Probleme bei der Ballanahme am Boden, was zu vielen Ballverlusten bei der Verarbeitung führte. Er braucht offensichtlich das Anspiel in Brusthöhe, um die Kugel mithilfe seiner Bulligkeit gut abzuschirmen und dann zu verarbeiten. Er spielte lediglich einen Fehlpass, kam aber auch nur einmal zum Schuss und das außerhalb des Strafraums. Nur ein Ballkontakt im Strafraum ist ebenfalls zu wenig, da sind aber seine Mitspieler gefordert. Er kann sich das Leder nicht selbst zuspielen.

Manni Starke und Jesper Verlaat

Manfred Starke und Jesper Verlaat waren beide leider glücklos. Starke hatte bei Zuspielen ins letzte Drittel eine Passquote von 80%, was sensationell ist. Seinen Abschlüssen fehlte jedoch leider der Punch, um wirklich gefährlich zu werden. Verlaat hatte nach Steinhart mit 18 eroberten Bällen das zweitbeste Ergebnis diesbezüglich im Spiel. Die Momente, in denen er sich ins Offensivspiel einbrachte, waren gefährlich, aber leider nicht vom Torerfolg gekrönt. Seine Doppelchance muss rein, aber Fortuna schüttet ihr Füllhorn momentan nicht über den Spielern der Löwen aus.

Der Schiedsrichter

Konrad Oldhafer sollte man bitte in Zukunft als Schiedsrichter eines Löwenspiels ablehnen. Das ist nun die zweite Partie mit Löwenbeteiligung, in der er klare Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Löwen traf. In Rostock während der Saison 2020 versäumte Oldhafer bei klaren taktischen Fouls der Gastgeber den Gelben Karton zu zeigen, sodass ein Spiel, das Rostock, wäre dort regelgerecht gepfiffen worden, mit mindestens zwei Mann weniger beenden hätte müssen, am Ende zu elft beenden durfte. Auch das Spiel vergangenes Jahr in Aue, das ebenfalls Oldhafer leitete, hatte im Punkt Pfiffe gegen die Löwen einen etwas faden Beigeschmack.

Nun hatten wir diese beiden unterschiedlich bewerteten Handspielsituationen, die verkehrter nicht hätten ausgelegt werden können. Die schiere Menge an fehlerhaften Entscheidungen zerstören das Vertrauen in die Unparteiischen generell immer weiter. Wenn es so weiter geht, können wir in Zukunft auch ohne Schiri spielen, hat Frank Schmöller nach der Partie bei Magenta sinngemäß gesagt. Das sehe ich ähnlich.

Fazit

Nach dem Spiel Waldhof Mannheim gegen den TSV 1860 München gibt es, wie nach den meisten anderen Spielen diese Saison, vor allem eine Sache die sich schleunigst ändern muss: Tore müssen her. Chancen gab es ja genügend.

Ansonsten war es ein gutes Fußballspiel der Sechzger. Aber keine Tore zu erzielen, führt offenbar zu unkontrollierten Beschimpfungen der Mannschaft seitens des Internetmobs in den sozialen Medien und auf anderen Plattformen. Schämt Euch! Wenn Ihr von dem Sport, den Ihr angeblich liebt, so wenig Ahnung habt, dass nach dieser wirklich guten aber leider torlosen Leistung, das einzige was Euch einfällt, auf die Mannschaft einzudreschen ist, dann solltet Ihr euch überlegen, ob nicht ein Sport, in dem das Erzielen von Toren leichter ist als im Fußball, die bessere Wahl wäre. Es böten sich Handball, Basketball, Rugby, American Football, Eishockey oder sogar Feldhockey an, wo Ihr viele Tore bzw. Punkte feiern könnt und auch bei einer Niederlage, sei sie auch noch so ungerecht, immer etwas zu Jubeln habt.

Allen Lesern dieser Rubrik wünsche ich nun zum Abschluss des Jahres frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr.

Datenquelle: Wyscout

Vor der Beirats-Sitzung der KGaA: Hauen und Stechen hinter den Kulissen

18
Trainingsgelände TSV 1860 München Stein Winter 2

Vor der heutigen Beirats-Sitzung der KGaA gibt es mal wieder Hauen und Stechen beim TSV 1860 München. Hintetgrund sind Meinungsverschiedenheiten rund um die Besetzung der vakanten Posten des sportlichen Leiters bzw. Sport-Geschäftsführers und des Trainers.

Vor Beirats-Sitzung: Mal wieder E-Mails durchgestochen

Der Streit, der sich mittlerweile zwischen drei Parteien, nämlich den e.V-Vertretern, Noch-Geschäftsführer Pfeifer und HAM-Vertretern abspielt, wird offenbar seit mehreren Wochen teilweise per E-Mail in einem nicht ganz kleinen Verteiler geführt. Diese Konversation und weitere interen Dokumente wurden nun mindestens an Julian Buhl, seines Zeichens t-online-Reporter eines anderen Münchner Vereins, und Georg Holzner vom Kicker (der ebenfalls hauptsächlich über den Verein von der falschen Straßenseite schreibt) durchgestochen. Wer Interesse an sochen Indiskretionen hat und die Vertraulichkeit interner Dokumente des TSV 1860 bewusst verletzt, kann sich jeder selbst überlegen. Dieses Verhalten trägt auf jeden Fall originär dazu bei, dass an der Grünwalder Straße einfach nicht in Ruhe gearbeitet werden kann und sollte zum Wohle von Sechzig ab sofort unterlassen werden. Hier werden immer wieder Partikularinteressen über das Wohlergehen des TSV 1860 München gestellt.

Streitthema 1: Die Ernennung von Dr. Werner

Der Beirat soll heute die Besetzung des sportlichen Leiters und/oder Geschäftsführers entscheiden. Nachdem die e.V.-Seite den von Pfeifer nominierten Kandidaten Dr. Christian Werner als sportlichen Leiter mehrmals ablehnte, soll dieser nun überraschenderweise von der e.V.-Seite als Geschäftsführer eingesetzt werden. Interne Dokumente über die Gründe für die e.V-seitige Ablehnung liegen dem Kicker vor. Hasan Ismaik kritisierte bereits: “Ich hätte es besser gefunden, wenn der Rest dieser Saison genutzt worden wäre, um Werners Leistung als Sportdirektor zu beurteilen und dann zu entscheiden, ob er befördert werden kann.” Ismaiks Kritik, dass ein Kandidat, der als sportlicher Leiter für ungeeignet befunden wurde, nun für einen Job eine Ebene höher geeignet sein soll, ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Dreht Ismaik den Geldhahn zu?

Die Diskussionen um Werners Ernennung vor der heutigen Beirats-Sitzung wurden intensiv per Mail mit großem Verteiler geführt. Diese Konversation wurde Buhl zugespielt, der 1860 übrigens fälschlicherweise auf Platz 16 der dritten Liga verortet. Die Konversation soll “verbale Spitzen, gegenseitige Unterstellungen und Lügenvorwürfe aneinanderreihenund immer schärfer formuliert” sein. Es ist davon auszugehen, dass der e.V. Dr. Werner heute notfalls per 50+1 ins Amt hieven wird, um endlich wieder sportliche Kompetenz in die Führung der KGaA zu bringen. Spannend wird sein, ob Ismaik in der Folge ernst machen wird. Er drohte, bei Verpflichtung ihm nicht genehmen Personals den Geldhahn zuzudrehen.

Streitthema 2: Der Jacobacci-Nachfolger

Angeblich hat der DFB 1860 eine Frist bis heute gesetzt, um einen neuen Chef-Trainer mit gültiger UEFA-Pro-Lizenz zu benennen. Auch um Jacobaccis Nachfolger scheint es profunden Streit zwischen Präsidium und Pfeifer zu geben. Reisinger soll Pfeifer vorgeworfen haben, Jacobacci und auch Köllner gefeuert zu haben, ohne einen Nachfolger in der Hinterhand zu haben. Pfeifer verweist wohl darauf, dass es mit Manfred Paula “einen Lizenzinhaber” im Hause gebe, der das Team übernehme könnte. Weiter soll Jochen Seitz im Rennen sein, während die Abendzeitung zu wissen meint, dass Bernhard Trares in Giesing anheuert. Laut Kicker soll intern auch Felix Magath diskutiert worden sein. Reisingers Favorit dagegen scheint dem Kicker zur Folge Marco Antwerpen zu sein. Angeblich soll sich Dr. Werner schon in die Trainersuche eingearbeitet haben. Wichtig wäre, dass ein Kandidat ausgewäöhlt wird, der der Philosophie des möglichen neuen sportlichen Leiters (oder Geschäftsführers?) entspricht. Sonst scheint die nächste Trainersuche vorprogrammiert.

Spannend allemal, was der Beirat heute entscheiden wird. Es geht immerhin um wichtige sportliche Weichenstellungen für ein verunsichertes Team mitten im Abstiegskampf. Sobald wir die entsprechenden Infos haben, werden wir diese an Euch weitergeben. Vielleicht twittert ja jemand aus der Beirats-Sitzung oder gibt die Beschlüsse an die Herren Buhl oder Holzner live weiter.

 

 

Fotogalerie zu SV Waldhof Mannheim – TSV 1860 München

0
Sv Waldhof Mannheim Tsv 1860 München Fotogalerie Titelbild

Wieder kein Tor, wieder eine unglückliche Niederlage, wieder enttäuschte Gesichter. Wie bereits in Bielelfeld konnten die Löwen sich auch in der Quadratestadt nicht für ihren Aufwand belohnen und mussten sich dem Gegner geschlagen geben. Wir päsentieren Euch in der Fotogalerie die besten Impressionen vom Spiel des TSV 1860 beim SV Waldhof Mannheim.

Fotogalerie zu Waldhof Mannheim – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage bei Waldhof: Ausgelaugt

83
Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause
Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause

Unfassbar, wie unser TSV 1860 München gestern beim SV Waldhof unterlag. Sechzig verlor den Grottenkick durch einen unberechtigten Handelfmeter und steht nun auf Tuchfühlung mit dem Abstiegsplätzen. Zum Glück ist jetzt endlich Winterpause, ich bin grad einfach nur ausgelaugt, was das Thema 1860 angeht.

Der Torlosfluch konnte nicht überwunden werden

Was man da gestern als Löwenfan in Mannheim miterleben musste, lässt sich leider schwer in Worte fassen. Wenn man ehrlich ist, sah man einen Grottenkick zwischen zwei stark verunsicherten Mannschaften. Von diesen war Sechzig aber zwischen der 20. und 45. Minute die klar bessere. In dieser Phase hätten die Löwen ihren Torlosfluch überwinden müssen. Jesper Verlaat mit Doppelkopfballchance und Manni Starke (gleich drei Mal) hätten die Kugel im Kasten der Mannheimer unterbringen müssen. Da die beiden aber beste Gelegenheiten ausließen, hält der Torlosfluch nun schon fünf Spiele an und wird langsam richtig gefährlich. Wenn es in der Vorbereitung auf die Rückrunde nicht gelingt, die Effektivität vor dem gegenerischen Tor substantiell zu erhöhen, könnte es noch richtig gefährlich werden diese Saison.

Manni Starke – das Gesicht der Verunsicherung

Ich hatte das Glück, Manni Starke persönlich kennenzulernen und finde ihn einen sehr sympathischen und reflektierten Menschen. Daher liegt es mir fern, ihn als Sündenbock hinzustellen. Aber er ist aktuell einfach das Gesicht der Verunsicherung von 1860. Und das tut mir wahnsinning leid für ihn. Wie er drei Großchancen auf die selbe Art und Weise versemmelte, lässt sich für mich nicht anders als durch extreme Verunsicherung erklären. Drei Mal übersah die Mannheimer Abwehr Starke, der jedes Mal alleine auf weiter Flur im Mannheimer Strafraum hätte treffen müssen. Stattdessen gelangen ihm immer nur zarte Rückgaben direkt in die Arme von Mannheim-Keeper Hawryluk. Wenn’s läuft, macht er einen Hattrick, aktuell gelingen ihm nur Rückgaben. Ich denke, ihm wird die Pause gut tun und auch er wird mental auch ziemlich ausgelaugt sein aktuell.

Pech mit dem Schiri – zwei Mal in Folge

Wenn es wenigstens nur eigenes Unvermögen gewesen wäre, an dem 1860 gestern gescheitert wäre. Nein, es bedurfte noch einer kapitalen Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Genau genommen sogar deren zwei. In der 58. Minute berühte Waldhofs Jans den Ball leicht mit dem Unterarm, so dass dieser die Flugbahn änderte und Greilinger nicht mehr an den Ball kam. Nur fünf Minuten später wurde Ludewig von hinten (!) aus kürzester Distanz an den Arm geköpft und Schiri Oldhafer zeigte auf den Punkt. Da wurde eindeutig mit zweierlei Maß gemessen und 1860 schlicht und einfach benachteiligt. Dass Richter dann den Elfer fast noch pariert und er über den Innenpfosten den Weg ins Tor fand – geschenkt! Es ist einfach zum Kotzen gerade, es läuft einfach Alles gegen die Löwen. Das Fass mit dem möglichen Elfer vor dem Gegentor in Bielefeld will ich jetzt gar nicht mehr aufmachen.

Alles gegeben

Dass nach dem Elfer der Faden im Spiel der Löwen endgültig riss, ist nicht wegzudiskutieren. Erst in der Nachspielzeit schien Sechzig nochmal aufzuwachen. Trotz der spielerischen Limitierung war Sechzig gestern anzumerken, dass die Mannschaft wollte und Alles reinwarf. Das honorierten auch die mitgereisten Fans. Als die Mannschaft wie begossene Pudel vor dem Auswärtsblock stand, spendete dieser aufmunternden Beifall. Hoffen wir, dass sich die Mannschaft daran aufrichten kann. Auch die Phase von der 20. Minute bis zur Halbzeit sollte den wahrscheinlich demoralisierten Spielern Auftrieb geben, da hätte Sechzig das Spiel einfach entscheiden müssen. Aber Sechzig hat grad die Scheiße am Hacken und das Runde will einfach nicht ins Eckige. Man darf allerdings nicht den Fehler machen, die aktuelle Situation auf Pech mit dem Schiri oder Ähnliches zu schieben. Der Hase liegt bei einem suboptimal zusammengestellten Kader, einem zu spät gefeuerten, selbstgerechten Trainer und einer zu harmlosen Offensive im Pfeffer.

Innerlich ausgelaugt gehe ich in die Winterpause

Der aktuelle Abwärtstrend muss nach der Winterpause gestoppt werden. Und zwar sofort. Denn dann gastiert der MSV Duisburg in Giesing, der auch nur noch vier Punkte hinter uns liegt. Normalerweise wäre ich ob des hauchdünnen Vorsprungs auf die Abstiegsplätze und der weitgehend dürftigen Leistungen in der Hinrunde im Alarmzustand. Aber ich bin es nicht. Ich bin einfach nur leer, was das Thema 1860 angeht. Der sich fortdauernd verschärfende Streit zwischen e.V. und HAM, die ungelöste Sportdirektorfrage, der vakante Trainerposten, die anstehende Suche nach einem Geschäfstführer und so weiter und so fort. All das zerfrisst mich innerlich. Ich weiß gar nicht, welcher Brandherd rund um 1860 als erster gelöscht werden sollte. Möglicherweise ist es eine Schutzrekation meines Körpers, auf diese mannigfaltigen Probleme mit Gleichgültigkeit zu reagieren. Ich hoffe, dass mir die Winterpause trotz der brenzligen Tabellensituation etwas Ruhe bringt und ich die Themen für mich irgendwie sortieren kann, damit ich wieder mit mehr Herzblut für 1860 in die Rückrunde starte. Die könnte noch ganz unfreiwillig sehr spannend werden.

Spielbericht 20. Spieltag: Unverdiente Niederlage in Mannheim

1
Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause
Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause

Unverdiente Niederlage in Mannheim. Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause. Durch einen unberechtigten Elfmeter verliert 1860 sehr unglücklich gegen schwache Waldhöfer. Sechzig muss sich erneut vorwerfen lassen, dass die Chancenverwertung unterirdisch war und man nach dem Gegentor komplett den Faden verloren hat.

Waldhof-Trainer Rehm musste heute mit Bartels, Herrmann und Zok auf drei Akteure verzichten, welche verletzungsbedingt ausfielen. Allerdings gab es für ihn nach dem Sieg in Aue keinen Grund, die Startelf im Vergleich zur Partie vom Wochenende zu verändern. Die Löwen hingegen wollten laut Trainer Frank Schmöller in Mannheim “das Gesicht der zweiten Halbzeit” des Bielefeld-Spiels zeigen. Gegenüber dem Spiel in Bielefeld standen bei den Löwen vier Neue in der Startelf. Lang, Tarnat, Zejnullahu und Rieder spielten heute nicht von Beginn an. Für das Quartett starteten Ludewig, Glück, Greilinger und Guttau.

Die erste Halbzeit

Die ersten Minuten der Partie gehörten zwar den Mannheimern, welche durch Jans die erste Chance des Spiels verzeichnen konnten (8.). Danach übernahmen die Löwen in einer allgemein schwachen Partie das Zepter, vergaben jedoch alle Chancen, die sich boten. Die Chancenauswertung bleibt somit weiter ein großes Thema bei 1860. Lakenmacher (21.), Starke (23. & 26.) und Verlaat (Doppelchance 34.) konnten ihre Chancen nicht in zählbares ummünzen. Zum Ende der ersten Hälfte war Sechzig dann klar überlegen, auf niedrigem Niveau, schaffte es aber, die Barrackler in deren Hälfte einzuschnüren. Von Mannheim kam nach der einzigen Chance aus der 8. Minute gar nichts mehr, so dass es nach drei Minuten Nachspielzeit torlos in die Pause ging.

Die zweite Halbzeit

Wie die erste Halbzeit endete, begann auch die zweite. Sechzig war weiterhin das aktivere Team und konnte somit durch Schröter in der 58. auch die erste Halbchance des zweiten Durchgangs verzeichnen. Der Ball von Schröter in den Fünfer brachte aber auch nichts ein. Kurz danach wurde es richtig spannend. Sechzig setzte sich am Strafraum der Hausherren fest, aber es gelingt nur eine harmlose Flanke von Greilinger. Den Befreiungsschlag fängt Verlaat ab, der direkt schießt. Der Ball fliegt an den Arm von Jans – zu wenig für einen Elfmeter befindet Oldhafer. In der 63. Minute jedoch eine fast vergleichbare Situation im Strafraum der Löwen. Jans flankt von rechts, Ludewig wird der Ball im Sprung von hinten an den Arm geköpft und Schiri Oldhafer zeigt auf den Punkt. Zwei durchaus diskutable Entscheidungen des Unparteiischen, vor allem in so kurzem Abstand.

Die Ultras von 1860 wünschen allen Löwenfans ein frohes Weihnachtsfest mit einem gemalten Banner sowie einer Begleitung durch einige Bengalos.
Die 1860 Ultras wünschen allen Löwenfans ein frohes Weihnachtsfest.

Vor der Ausführung fing es im Block der Löwen jedoch an zu qualmen und zu leuchten: Die Ultras wünschten damit allen Löwenfans ein frohes Weihnachtsfest, woraufhin Schiri Oldhafer die Teams vom Feld beorderte. Als sich der Nebel verzogen hatte, trat Bahn zum Elfer an. Richter ahnte die Ecke, kam sogar noch leicht an den Ball, welcher aber vom Innenpfosten ins Tor prallte.

Der Schock saß tief bei den Löwen, welche sich im Anschluß noch schwerer taten zu Chancen zu kommen. Mit dem komplett verlorenem Faden der Sechzger hatten es die Mannheimer leicht, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Lediglich Starke  konnte noch noch eine Chance erarbeiten, doch Glück (89.) konnte die Flanke, die dieser artistisch mit einem Scherenschlag abnahm, auch nicht über die Linie, sondern lediglich Zentimeter neben das Netz bringen. In der Verlängerung, welche durch die Unterbrechung 8 Minuten betrug, versuchten die Löwen zwar noch, das Glück zu erzwingen, aber haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.

Fazit: Unverdiente Niederlage

Durch den unberechtigten Elfmeter verloren die Löwen also sehr unglücklich gegen schwache Barrackler. Die Mannschaft muss sich erneut vorwerfen lassen, dass die Chancenverwertung katastrophal war und man durch Schock durch das Gegentor nicht mehr wirklich an die erste Halbzeit in Mannheim und auch nicht die zweite in Bielefeld anknüpfen konnte.

Sechzig noch dazu mit einer Serie von fünf Partien ohne eigenen Treffer. Eine Serie, auf die man sicherlich gerne verzichtet hätte. Mannheim konnte nun jedoch nach zwei Siegen in Folge mit den Löwen gleichziehen und überwintert ebenfalls über dem Strich. Nach der Winterpause geht es für die Löwen im ersten Samstags-Topspiel (um 16.30 Uhr) des neuen Jahres gegen Duisburg.

 

Liveticker: Waldhof Mannheim – TSV 1860 München (20.Spieltag)

17
Sechzger.de.liveticker.3.liga.20.spieltag.waldhof.mannheim.tsv.1860.münchen

Herzlich willkommen zum Liveticker am 20.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen Waldhof Mannheim und dem TSV 1860 München!

Im zweiten und wohlmöglich letzten Anlauf soll es klappen: Interimstrainer Frank Schmöller und sein Team hoffen auf drei Punkte! Dafür ist im Duell mit Waldhof Mannheim vor allem eine Leistungssteigerung bei den Torabschlüssen dringend nötig. Ob das gelingt und wie die Löwen im letzten Spiel des Jahres 2023 abschneiden, verrät der sechzger.de Liveticker aus Mannheim.

 

Aufstellung:
Richter – Ludewig, Verlaat (C), Glück, Steinhart – Starke – Schröter, Vrenezi (72. Sulejmani), Guttau, Greilinger (72. Kwadwo) – Lakenmacher (79. Ouro-Tagba)

Bank:
Hiller (TW), Lang, Kurt, Zejnullahu, Kwadwo, Sulejmani, Ouro-Tagba, Cocic, Tarnat

Tore:
1:0 Bahn (Handelfmmeter, 68. Minute)

Die Personalsituation

Es fehlen: Tim Rieder (Prellung), Joël Zwarts (Schambeinentzündung), Daniel Winkler (Kreuzbandriss)

Ausfälle bei Waldhof Mannheim: Bartels, Herrmann, Zok (alle verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat und Tim Rieder haben bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müssten sie also ein Spiel aussetzen. Julian Guttau steht aktuell bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel Waldhof Mannheim – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Auch im letzten Spiel 2023 werden sich wieder zahlreiche Löwenfans auf den Weg nach Mannheim machen und sich im Gästeblock einfinden. Kurzentschlossene können sich noch bis Anpfiff online mit einem Ticket versorgen und ebenfalls live dabei sein.

Im Free-TV wird die Partie zwischen der Arminia und den Löwen leider nicht übertragen.

MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de