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Hinrundenbilanz der Drittligisten: Die Teams der unteren Tabellenhälfte

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nDie Hinrunde (und sogar ein Spieltag mehr ist) gespielt. Zeit für uns für jedes Team eine Bilanz zu ziehen. Heute beginnen wir mit der Hinrundenbilanz der Teams in der unteren Tabellenhälfte und arbeiten uns von Platz 20 nach oben.

Die Teams im Abstiegskampf

SC Freiburg II

Erinnern uns an die Abschlusstabelle der letzten Saison: der SC Freiburg stand auf PLatz 2 und wäre in die zweite Liga aufgestiegen. Nach der glänzenden Saison 22/23 stand für die Zweitvertretung des SC Freiburg ein großer Umbruch an mit zahlreichen Abgängen an. Wie so manch andere Zweitvertretung konnten auch die Freiburger die zahlreichen Abgänge (darunter der von Noah Darvich zum FC Barcelona) nicht kompensieren. Dass die Freiburger trotz einiger Zugänge aus der Vizemeister-U19 nur zwei Siege landen konnten, war so nicht  zu erwarten. Aufgrund des Abstands von schon elf Punkten auf das rettende Ufer gehen wir davon, dass sich die Freiburger Talente kommende Saison ihre Spielpraxis in der Regionalliga Südwest holen müssen.

MSV Duisburg

Die Zebras befinden sich in einem langfristigen Sinkflug. Jede Saison wird es ein Stückchen enger mit dem Klassenerhalt, obwohl die Mannschaft von den Namen her eigentlich traditionell weiter ober mitspielen müsste. Auch diese Saison begannen der MSV ganz schwach und musste bis zum 07. Oktober auf den ersten Saisonsieg warten. Da war Torsten Ziegner bereits seines Amtes enthoben. Sein Nachfolger ist Boris Schommers, der mit einer Bilanz von 2-3-5 auch nur zarte Hoffnungen auf Besserung an der Wedau weckt. Dank zweier Siege in den letzten vier Spielen vor der WInterpause haben sich die Zebras bis auf vier Punkte an die Löwen herangepirscht. Im ersten Spiel nach der Winterpause geht es in Giesing also schon um Big Points im Abstiegskampf.

VfB Lübeck

Der Aufsteiger aus dem Norden ging mit Lukas Pfeiffer, dem die nötige Lizenz für die dritte Liga fehlte in die Saison. Lübeck startete gut in die Saison und konnte einen Auswärtssieg an der Grünwalder Straße feiern. Allerdings ließen die Ergebnise im Saisonverlauf nach und nach sechs Sieglosen Spielen trennte man sich kur vor der Winterpause von Pfeiffer, für den (intermisitisch?) Bstian Reinhardt auf den Chef-Posten nachrückte und im letzten Spiel vor der WInterpause noch einen Sieg gegen Sandhausen einfahren konnte. Lübeck steht erwartbar im Abstiegskampf, man wird sehen, welche Impulse ein neuer Trainer bringen kann.

Hallescher FC

Mit 18 Punkten ist der HFC zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Da man sich in Sachsen-Anhalt schon vor der Saison auf Abstiegskampf einstellte, ist Sreto Ristic noch im Amt. Die Hallenser konnten bisher nie über einen längeren Zeitraum erfolgreich spielen, schafften es aber zwischendurch immer wieder Siege einzufahren. Halle wartet seit drei Spielen auf einen Sieg und wird sicherlich bis Saisonende in den unteren Tabellenregionen zu finden sein.

SV Waldhof Mannheim

Mit ihren glücklichen Sieg über 1860 schaffte es der Waldhof gerade noch über dem Strich zu überwintern. Der Waldhof gehört neben den Löwen sicher zu den Negativüberraschungen der laufenden Saison. Der Kader zeigt aber gerade im Sturm doch gewisse Lücken und so ist nach der abhandenen gekommen Heimstärke der letzten Saison aktuell nicht mehr als Abstiegskampf drin. Immer hat die Elf des umstrittenen Trainers Rüdiger Rehm diesen zuletzt angenommen und mit dem altebakannten Kampftugenden “Kratzen, Beißen, Spucken” zwei Siege einfahren können. Es bleibt abzuwarten, ob der Waldhof sich mit diesen Leistungen stabilsieren kann und durch mögliche Neuzugänge in der Offensive gar in höhere Tabellenregionen aufmachen kann.

Das untere Mittelfeld

Arminia Bielefeld

Nach dem Abstieg aus der zweiten Liga mussten die Arminen ein Team quasi von Null an aufbauen. Das Team von Mitch Kniat bisher eine Saison mit schwankenden Leistungen und kann nicht immer die durchaus hohen Erwartungen des Bielefelder Anhangs erfüllen. Insgesamt spielt das neu zusammengestellte Team noch zu inkonstant, wenn die Arminia das abstellen kann, sollte es in der Tabelle weiter nach oben gehen und die Arminia sollte mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Preußen Münster

Der Aufsteiger aus Westfalen hat eine respektable Hinrunde gelegt. Sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz dürften in Münster am oberen Ende der Erwartungen an das Team von Sascha Hildmann sein. Dass die Preußen schwer zu besiegen sind, beweisen die sieben Unentschieden die sie erkämpfen konnten. Es bleibt abzuwarten, ob der SCP auch die Rückrunde auf diesem Level spielen kann.

Viktoria Köln

Zwei durchaus unterschiedliche Hinrundenteile liegen hinter Viktoria Köln. Die Höhenberger starteten stark in die Saison und rangierten teilweise im Vorderfeld der Tabelle. Nach dem glücklichen Sieg gegen unsere Löwen wurde das Team in der engen Tabelle jedoch nach unten durchgereicht und fiel bis auf Platz 14 ab. Vor der Winterpause konnte sich die Viktoria aber wieder fangen und mit fünf Punkten aus drei Spielen, den Abwärtstrend stoppen. Wenn die Viktoria nicht in eine längere Krise gerät, sollte ein Mittelfeldplatz erreichbar sein.

Erzgebirge Aue

Das Team von Pavel Dotchev spielte lange oben mit. Zu Gute kam den Mannen aus dem Erzgebirge, dass sie das ein oder andere enge Spiel mit späten Toren für sich entscheiden konnten. Man hatte den Eindruck, dass Aue vor Allem wegen seiner großen Effektivität in der Schlussphase so weit oben stand und die Tabellensituation das wahre Leistungsniveau etwas zu positiv darstellte. Und tatsächlich brachen die Auer auf der Zielgerade der Hinrunde etwas ein und bestritten die letzten vier Spiele sieglos. Damit rutschten sie in der Tabelle auf Platz 11 ab. Das sollte auch in etwa ein realistisches Abbild ihrer Leistungsstärke sein.

Borussia Dortmund II

Die kleinen Borussen stehen im gesicherten Mittelfeld, was nach der Zittersaison 22/23 am Borsigplatz sicherlich mit Wohlwollen aufgenommen wird. Mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen kam der BVB II etwas schwer in die Saison, seitdem kassierten die Dotmunder aber nur noch drei Niederlagen und agieren auf einem gefestigten Leistungsniveau. Wenn der BVB so weiter macht, muss er sich diese Saison keine SOrgen vor dem Abstieg machen.

Damit haben wir die Hinrundenbilanz der Drittligisten der unteren Tabellenhälfte gezogen. Morgen lest Ihr unsere Einschätzung über die obere Tabellenhälfte. Teilt Ihr unsere Einschätzungen zur Hinrundenbilanz der Teams uas der unteren Tabellenhälfte? Können die Löwen am Ende vier Teams hinter sich lassen?

 

 

Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Bernd Winninger

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Auch Bernd Winninger lässt unsere Leser an seinem subjektiven Rückblick auf das zu Ende gehende Kalenderjahr 2023 teihaben. Ausnahmsweise ganz ohne die für seine Rubrik TAKTIKTAFEL typischen Begrifflichkeiten.

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

Das ist dieses Jahr gar nicht so leicht zu beantworten. Die Busfahrt im „Old School”-Bus nach Wiesbaden war – trotz der 0:2 Niederlage dort – ein absolutes Highlight. Auch die Gründungsveranstaltung der Penzberger Löwen während der Sommerpause war ein sehr schönes Erlebnis.

Billige Ausreden in Erinnerung

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Im Normalfall bleiben ja Siege eher in Erinnerung als Niederlagen, aber leider ist dieses Jahr alles anders. Und das, was uns in Ulm geboten wurde und die Ausreden danach – Wind, Pyro und was weiß ich nicht noch alles – was schuld an der Niederlage gewesen sein soll, verschwindet nicht so schnell aus meinem Gedächtnis. Das wäre in meinen Augen der Zeitpunkt gewesen, wo man sagen hätte sollen “Ciao Maurizio, die Zeit mit Dir ist vorüber”.

Schuld an der Niederlage? Pyroshow in Ulm.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Fabian Greilinger. Er ist der Spieler, der sich immer zu 100% den Hintern aufreißt.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Starkes Treffer, der ja eigentlich ein Eigentor des Waldhof Keepers Bartels war, im Auftaktspiel gegen Mannheim ist da schon besonders in Erinnerung geblieben.

Endlose Suche nach neuem Sportchef

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Da gibt es so viel, dass eine Aufzählung dessen den Rahmen hier sprengen würde. Zusammenfassend kann man aber sagen, dass die Vorgänge im Sommer bezüglich der Ablehnung von Horst Heldt und die daraus entstandenen Probleme und weiteren Verzwickungen bezüglich allem was die Personalie Sport-Geschäftsführer und sein Tätigkeitsfeld betrifft, mich zur Weißglut gebracht haben. Mit Horst Heldt im Amt des Geschäftsführers Sport wäre viel von dem, was wir ertragen mussten, vermutlich nicht passiert und unumgängliche Entscheidungen die das Sportliche betreffen, wären zu einem früheren Zeitpunkt getroffen worden.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

In erster Linie die Chancenverwertung der Mannschaft auf dem Platz. Alles andere was sich ändern müsste, wird sich nicht ändern.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Wenn der Knoten beim Toreschießen irgendwann platzt ist viel möglich. Sollte die Torflaute über einen längeren Zeitraum weiterhin anhalten, schwant mir Übles.

Die bisherigen Rückblicke der Redaktion auf das Jahr 2023:

Christian Jung
Thomas Spiesl
Thomas Enn

Das Löwenjahr 2023: Rückblick von Thomas Enn

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Wie jedes Jahr präsentieren wir Euch auch heuer wieder die Bilanzen der Mitglieder der sechzger.de-Redaktion auf das zurückliegende Kalenderjahr mit dem TSV 1860 München. Ganz individuell und manchmal durchaus subjektiv und persönlich. Heute ist Thomas Enn mit seinem Rückblick auf das Löwenjahr 2023 dran.

Mehr Lowlights als Highlights im Löwenjahr 2023

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

 Also Lowlights könnte ich jetzt wie am Schnürchen aufzählen. Highlights gab es tatsächlich wenige. Für mich fanden diese Abseits des Platzes statt. Ich fand Giovanni Jemma ein schön abstruses Highlight im Löwenjahr 2023. Außerdem hatten wir eine sehr launige Fanclub-Feier mit zwei Spielern. Wir konnten die beiden sehr gut Kennenlernen und bei de zeigten sich als sehr reflektierte Menschen. Diese Oberflächlichkeit, die dem Profifußball heutzutage inne wohnt, war bei beiden gar nicht zu spüren.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das 2:2 in Oldenburg. Ich habe noch nie eine so resignierte Löwenmannschaft gesehen. Das war der Zeitpunkt, an dem die Saison 22/23 nicht mehr zu retten war und in dessen Folge die Gesellschafterstreitigkeiten wieder voll zu Tage traten.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Auch schwer zu sagen… So richtig aufgedrängt hat sich leider keiner. Vielleicht wäre es Marius Wörl geworden, wenn er noch bei uns spielen würde.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Auch hier schaue ich nach Oldenburg zurück. Erik Tallig zirkelte nach schönem Dribbling in der 58. Minute den Ball genau ins Kreuzeck. Schönes Tor und es gab einem 32 Minuten Hoffnung, dass nach der Entlassung von Michael Köllner vielleicht doch noch was in Richtung Aufstieg gehen könnte.

 

 

Viele Enttäuschungen auf und neben dem PLatz im Löwenjahr 2023

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Eigentlich Alles seit der Entlassung von Köllner. Diese Streitigkeiten, die da zu Tage treten, ermünden einfach nur alle Löwenfans. In dieser Konstellation wird das Konstrukt 1860 nicht weiter kommen. Diese jüngsten Blockaden der HAM zur Ernennung eines Sportdirektors setzten dem ganzen dann mal wieder die Krone auf. Dagegen ist für mich der ganze sportliche Stillstand nur eine Randnotiz.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Die Gesellschafterstruktur MUSS sich ändern. Der 22.12.2023 hat mal wieder eindeutig bewiesen, dass HAM nichts an 1860 liegt und sie jedwede Entwicklung des TSV 1860 München einfach nur blockieren.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Hoffentlich auf Platz 16 oder höher. Aber das könnte eng werden.

Die bisherigen Rückblicke der Redaktion auf das Jahr 2023:

Christian Jung
Thomas Spiesl

Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Thomas Spiesl

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Negativ-Serie beendet: Löwen punkten in Halle
Negativ-Serie beendet: Löwen punkten in Halle

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch bei uns: Zeit für einen Rückblick. Bei sechzger.de machen das traditionell die Redaktionsmitglieder – mit ihren ganz individuellen Einschätzungen. Heute könnt Ihr lesen, was Thomas Spiesl zum demnächst zu Ende gehenden Jahr anzumerken hat.

Überraschend starker Start in die Saison 23/24

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

Leider waren die Höhepunkte in 2023 rat gesät. Ich würde jetzt mal sagen der überraschend gute Start mit zwei Siegen, der uns jetzt auch über dem Strich hält.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Bei mir war es unsere „ostalgische Reise“ mit den Fettbeidln nach Halle… Mit Zwickau vs Chemie Leipzig als Vorprogramm und den Dynamo Hools genau vor uns und anschliessend einem lustigen Abend in Zwickau. Gefolgt von einem Auswärtssieg in Halle und einer lustigen Heimreise im Bus der Kreativen für Sechzig (Grüsse an Biermo!)  Der Osten ist einfach immer eine Reise wert!.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Morris Schröter, der beste Neuzugang der Saison, sorgt fast immer für Torgefahr und rackert bis zum Umfallen.

Tsv 1860 morris Schröter
Thomas’ Spieler des Jahres: Morris Schröter

Ein Eigentor als Tor des Jahres

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Lustigerweise ist da bei mir das Eigentor von Verl in Giesing im Kopf, weil es ein Tor des Willens war, davon wünsche ich mir nach dem Winter mehr…

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Das ganze Gezeter rund um den Verein und die KGaA. Irgendwann hat man einfach die Schnauze gestrichen voll davon…

Ganz oben auf dem Wunschzettel: Ein Stürmer!

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Da wünsche ich mir einen echten Stürmer a la Sascha Mölders und dass sich die Mannschaft mit Kampf und Willen aus der Pechsträhne kämpft.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: Wo landen die Löwen in der 3. Liga?

Wie schon vor der Saison erwartet irgendwo im Nirgendwo zwischen Platz 8 und 12.


Die bisherigen Rückblicke der Redaktion auf das Jahr 2023:

Christian Jung

Trares sagt dem TSV 1860 offenbar ab

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Trainingsgelände TSV 1860 München Grünwalder Straße Winter

Bernhard Trares war einer der heißen Kandidaten auf die Nachfolge von Maurizio Jacobacci beim TSV 1860 München. Nun soll der ehemalige Löwenspieler offenbar abgesagt haben.

Trares sagt 1860 offenbar ab

Sport1 will an Heiligabend erfahren haben, dass Bernhard Trares kein Interesse mehr am Trainerjob beim TSV 1860 München mehr hat. Dies zumindest berichtet liga3-online.de. Trares der von 1991 bis 1997 Spieler an der Grünwalder Straße und war Teil des legendären Durchmarschteams, das anno 1994 den Bundesliga-Aufstieg in Meppen realisieren konnte. Als Trainer konnte Trares den SV Waldhof Mannheim zurück in die dritte Liga führen. Außerdem traininerte er die Würzburger Kickers in der dritten Liga. Als Assistent von Bruno Labbadia sammelte Trares auch Erfahrung in der Bundesliga beim Hamburger SV und dem VfB Stuttgart. Seit der Trennung des Trainerteams von Labbadia beim VfB im April 2023 ist Trares vereinslos.

Trares von Marc-Nicolai Pfeifer vorgeschlagen

Bernhard Trares wäre auf Grund seiner Vita ein sehr gut vermittelbarer Kandidat gewesen. Neben seiner Vergangenheit als Spieler in Giesing war er unter Walter SChachner und Rainer Maurer von 2004 bis 2006 auch schon als Co-Trainer beim TSV 1860 tätig. Über die Gründe für Trares’ Absage ist nichts bekannt. Es wäre nicht überraschend, wenn sich das Chaos bei 1860, das durch die von HAM platzen gelassenen Beirats-Sitzung vom 22.12. entstanden ist, negativ auf die Attraktivität von 1860 als Arbeitgeber auswirkt. Ebenso könnten die durchgestochenen Mails im Vorfeld der Sitzung bei möglichen Trainerkandidaten Alarmglocken schrillen lassen.

Antwerpen soll als Kandidat verbleiben

Auch die Perspektive, ohne sportlichen Leiter bei 1860 einzusteigen, könnte so manchen Trainer abschrecken. Was ist, wenn der sportliche Leiter kommt und ein vollkomen anderes sportliches Konzept verfolgt. Viele Fragezeichen als bei den Löwen, die am Freitag laut DFB-Fprderung eigentlich einen neuen Trainer hätten präsentieren müssen. Marco Antwerpen soll sich weiter im Rennen befinden, obwohl Präsident Robert Reisinger bei sechzger.de dementierte, mit ihm oder seinen Beratern in Kontakt zu stehen. Möglich ist natürlich auch, dass Antwerpen mit Pfeifer oder anderen Vertretern der KGaA in Kontakt steht und er demnächst den Gremien vorgeschlagen wird. Für die verunsicherte Mannschaft wäre es eminent wichtig mit einem Trainer die Vorbereitung am 02.01.2024 starten zu können.

sechzger.de wünscht frohe Weihnachten!

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Tsv 1860 Frohe Weihnachten

Nachdem die Szene dem Christkind bereits am Mittwoch in Mannheim ihren Wunschzettel präsentiert hat, sind wir nun an der Reihe und wünschen Euch und natürlich auch allen anderen Löwinnen und Löwen frohe Weihnachten!

sechzger.de wünscht frohe Weihnachten!

Es war sicherlich kein leichtes Jahr für den TSV 1860 und auch als Fan gab es schon unbeschwertere und fröhlichere Zeiten. Dennoch gilt natürlich auch weiterhin “einmal Löwe, immer Löwe”. Huift ja nix!

Lasst es Euch heute gut gehen, genießt den Tag im Kreise Eurer Liebsten und man sieht sich im Januar wieder in der Heimat der Löwen, dem Grünwalder Stadion.

Giesinger Gedanken zum Weihnachstfest: Mein Wunschzettel

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Giesinger Wunschzettel in Mannheim

Hinter den Löwenfans liegt ein Jahr zum Vergessen mit dem TSV 1860 München. Aber was soll man auch von einem Jahr erwarten, das mit einer Niederlage gegen Waldhof beginnt und mit einer ebensolchen endet. Damit aber nicht mehr gar so viel Mist dazwischen passiert, habe ich einen Wunschzettel für 2024.

Das Jahr gerät sofort auf die schiefe Bahn

Es kommt einem vor, als wäre es ewig her. Aber vor einem Jahr war Michael Köllner noch Löwentrainer und der Löwenkosmos diskutierte, ob der Aufstieg noch zu schaffen sei oder nicht. Köllner hielt das nur mit der Verpflichtung von Raphael Holzhauser für möglich und beschrieb ihn derart positiv, dass man dachte, er könne nicht nur den Aufstieg im Alleingang bewerkstelligen, sondern auch zu Fuß über Wasser gehen und selbiges in Wein verwandeln. Vier Monate später war klar, dass man Holzhauser lediglich für einen Doppelbeinschub in seinem ersten Spiel (die erste Niederlage bei Waldhof) und den Konsum von Schnaps in der Kabine in Erinnerung behalten wird. Da war Michael Köllner selbst schon weiß-blaue Geschichte, denn nach einer Heimniederlage gegen Dynamo Dresden wurde er gefeuert. Es bleibt die Erinnerung an zwei tolle Jahre mit Köllner und zwei weniger tolle, in denen der Coach zusehends die Bodenhaftung verlor. Den Start in die Aufholjagd hatte man sich in Giesing anders vorgestellt.

Entwürdigende Trainersuche

Was folgte war aber keinesfalls Besserung. Ganz im Gegenteil. Günther Gorenzel übernahm das Team und legte eine Serie von vier sieglosen Spielen hin. Das 2:2 in Oldenburg, bei dem die Löwen zwei Gegentore in der Nachspielzeit kassierten war wohl der endgültige Kipppunkt in der letzten Saison. Danach ging nix mehr. Nach Gorenzel übernahm der bis dato weitestgehend unbekannte Maurizio Jacobacci. Vorangegangen war eine für Löwenfans entwürdigende Trainersuche mit öffentlich kursierender Kandidatenliste, genauso öffentlicher Einmischung aus Abu Dhabi und massiver Beschuss von Günther Gorenzel durch die HAM-Seite. Ich habe Gorenzel immer für sein dickes Fell bewundert, aber das war selbst ihm zu viel und er suchte das Weite. Was da für eine Lücke entstanden (und bis heute nicht geschlossen) ist, wurde erst im Verlauf der Zeit klar. Rückblickend muss ich sagen, dass Günther Gorenzel als Geschäftsführer Sport unter den gegebenen Voraussetzungen an der Grünwalder Straße richtig gute Arbeit geleistet hat. Gorenzels Abgang ist sicherlich der schmerzvollste.

HAM verhindert Horst Heldt

In der Restsaison 22/23 trat immer mehr zu Tage, dass Michael Köllner der Kitt war, der das toxische Konstrukt namens 1860 zusammenhielt. Auf ihn und den anfänglichen sportlichen Erfolg konnten sich irgendwie Alle einigen. Als Köllner Geschichte war, brachen die Konflikte zwischen den Gesellschaftern brachial hervor. Gefühlt wurde um jedes Thema gestritten. Für Außenstehende ließ sich der Eindruck nicht vermeiden, dass beide Seiten oft nur um des Streitens willens stritten. Größer Streitpunkt von zahllosen Streitpunkten ist bis heute die Nachfolge von Günther Gorenzel. Präsident Reisinger hätte gerne Horst Heldt verpflichtet. Ein Mann mit Kaliber, der eigentlich 1-2 Ligen höher arbeitet. Da HAM Heldts Einstellung formal nicht verhindern konnte, zogen sie die Geldkarte. In einem Gespräch mit dem Che Guevara von Karlsfeld mit den zwei Dienstwagen wurde Heldt eröffnet, dass man im Falle seiner Anstellung kein Geld mehr bereit stellen würde. Wenig überraschend zog Heldt sich zurück und als Löwenfan blieb einem nichts anders übrig als sich furchtbar zu schämen für das ganze Prozedere.

Einmaliges Konstrukt im deutschen Profifußball: die Transferkommission

Sportlich hatte die ausklingende Saison 22/23 keine Höhepunkte mehr parat. Man fragte sich allerdings, welches System Neu-Trainer Jacobacci da spielen lassen wollte. Viele wurden aus den Aufstellungen des Trainers nicht wirklich schlau. Er selbst verwies immer darauf, dass er Zeit brauche, um die Mannschaft neu aufzubauen. Daher erfolgte in der Sommerpause ein ziemlicher Schnitt im Kader. Außerdem verließ Leandro Morgalla für über 2 Mio. € 1860 in Richtung Dosenclub aus Salzburg. Wegen der vakanten sportlichen Leitung entscheid sich die KGaA für zu einem im deutschen Profifußball einmaligen Experiment. Man ging ohne sportlichen Leiter in die Transferphase und setzte stattdessen ein vermeintliches Expertengremium ein. NLZ-Leiter Manfred Paula wurde immer als Mitglied genannt, bestritt aber selbst, Teil des Gremiums gewesen zu sein. Sehr nebulös Alles, auch weil sich bis heute Gerüchte halten, dass es externe Unterstützung für das Gremium gegeben haben soll.

Die Offensive: Von Anfang an Problem unter Jacobacci

Dass die Transferkommission eher suboptimale Ergebnisse vorweisen kann, lässt sich heute problemlos an der Tabelle ablesen. Sehr ärgerlich ist, dass die schönen Millionen aus dem Morgalla-Transfer zu einem großen Teil für Spieler ausgegeben wurden, die 1860 offensichtlich nicht weiter bringen. Warum man da nicht auf junge eigene Spieler gesetzt hat, wird Geheimnis der Transferkommission bleiben. Bereits in der Vorbereitung gegen unterklassige Gegner zeigte sich, dass die Löwen Probleme mit dem Toreschießen haben. Selbst gegen unterklassige Gegner wie den TSV Wasserburg wollte 1860 kein Treffer gelingen, lediglich ein Treffer gegen höherklassige Testspielgegner (Gladbach) stand zu Buche. Da half auch aller “Fokus, Fokus, Fokus” nichts.

 

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Immerhin bleiben Giovanni Jemmas Motivationsversuche als eine der wenigen Erheiterungen des Löwenjahres 2023 in Erinnerung.

Nachdem Jacobacci Fynn Lakenmacher öffentlich als ungenügenden Stürmer abkanzelte, suchten die Löwen verzweifelt nach einem Knipser. Letztendlich wurde Joel Zwarts verpflichtet, der nicht schlecht begann, aber bis heute nicht vollends überzeugen konnte und seit Oktober an einer mysteriösen Verletzung leidet. Wie schwer sich die Löwen  mit dem Toreschießen tun, konnte man in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause eindrucksvoll beobachten. In Bielefeld und Mannheim ließ Sechzig reihenweise beste Chancen aus und verlor zwei Spiele, die man mit etwas mehr Effektivität vor dem Tor nie hätte verlieren müssen.

In prekärer sportlicher Lage in die Winterpause

Sportlicher Erfolg oder sehenswerter Fußball wollten sich unter Jacobacci also nicht einstellen. Anstatt seine eigenen Entscheidungen zu hinterfragen, reagierte Jacobacci auf Niederlagen zunehmend dünnhätiger und wurde nach der 3:0 Niederlage bei Dortmund II freigestellt. Besonders ärgerlich war das Ausscheiden im Toto-Pokal in Pipinsried, bei dem Jacobacci eine B-Elf auflaufen ließ und somit die Qualifikation für den DFB-Pokal leichtfertig verspielte. Wahrscheinlich hätte man bereits dort die Reißleine ziehen müssen. Summa summarum steht die Mannschaft aktuell zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz und macht einen stark verunsicherten Eindruck. Die aktuelle Situation hat Potential für eine anhaltende Negativspirale, an deren Ende sogar der Abstieg aus Liga drei stehen könnte.

Sportliche Leitung dringend benötigt

Die ganze Löwenfamilie hat wohl unisono einen Sportlichen Leiter auf dem Wunschzettel, der unmittelbar mit der Arbeit beginnt. Für den Trainingsstart am 02.01. ist ein geeigneter Trainer zu verpflichten, eventuell kann auf dem Transfermarkt nochmal nachegelegt werden (Geld ist angeblich vorhanden). Aber nach den negativen Erfahrungen mit der Transferkommission und der Einmischung der Gesellschafter, muss jetzt unbedingt eine Person her, die alleine verantwortlich ist und ohne ewige Freigabeprozesse schnell agieren kann.

HAM stellt sich zum Schaden von 1860 wieder quer

Am Freitag hätte diese Personalie im Beirat der KGaA nach fast sechs Monaten endlich entschieden werden können. Aber die Vertreter der HAM fehlten unentschuldigt bzw. wegen “Unwohlsein”. Unverblümter kann man den Menschen, denen etwas an 1860 gelegen ist, nicht den ausgestreckten Mittelfinger mitten ins Gesicht halten. Damit wird mal wieder unwiderlegbar klar, dass es HAM nur daum geht, 1860 zu schaden. Oder wie ist dieses Verhalten sonst erklärbar? Sehr bemerkenswert ist auch die mediale Begleitung des Chaos bei 1860, das angeblich durch Präsident Resiniger verursacht wurde. T-online, ein Medium, das etwa zwei Artikel pro Woche über 1860 veröffentlicht, war sich nicht zu schade, seinen Seitenstraßen-Reporter über “eskalierenden Trainerzoff” bei Sechzig berichten zu lassen. Bis heute wartet man auf eine Silbe zum wahren Verursacher des Chaos. Nämlich der HAM-Seite, die die wichtige Sitzung einfach platzen ließ und damit für das Chaos verantwortlich ist. Selbiges gilt für den kicker und Georg Holzner. Es drängt sich die Frage auf, ob es diesen Medien um eine Kampagne gegen Reisinger oder sachliche Berichterstattung über 1860 geht.

Mein Wunschzettel für 1860

In meinen letzten Giesinger Gedanken hatte ich noch gefragt, welchen Brandherd rund um 1860 man als ersten löschen muss. Nach den Ereignissen von Freitag kann ich unserem Leser Siggi nur zustimmen. Ich erlaube mir hier, seinen Kommentar kurz zu zitieren: “Das ist für mich sonnenklar. HAM muss weg.” Ehrlichgesagt, hatte ich mir diesen Gedankengang verboten, weil ich nur machbare Lösungen miteinbeziehen wollte. Aber der Freitag hat bewiesen, dass es “sonnenklar” ist, dass wir mit HAM auf keinen grünen Zweig mehr kommen werden. Wer sich in sportlich prekärer Lage einer Nachfolgelösung für einen sportlichen Leiter (auf welcher Hierachieebene auch immer) entzieht, dem geht es nicht um 1860 sondern um eigene Vorteile. Welche auch immer das sein mögen. Und er nimmt dafür sogar den sportlichen Super-GAU in Kauf. Daher steht auf meinem Wunschzettel für 1860 nur eine Sache: HAM muss weg.

Alles andere sind nachgelagerte Probleme.

Ich wünsche Euch trotz des ganzen Hick-Hacks bei Sechzig ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!

Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Christian Jung

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Wie jedes Jahr präsentieren wir Euch auch heuer wieder die Bilanzen der Mitglieder der sechzger.de-Redaktion zum zurückliegenden Kalenderjahr. Ganz individuell und manchmal durchaus subjektiv und persönlich. Den Anfang macht Christian Jung mit seinem Rückblick auf das Jahr 2023.

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

Auch heuer wieder: Gar nicht so einfach. Diesmal allerdings nicht etwa, weil sich so viele Highlights aufdrängen würden. Nein, leider überwogen in 2023 ja zumeist die Enttäuschungen. Ich entscheide mich aber für den 3:2-Sieg in Saarbrücken am 11. November. Ein ganz starker Auswärtssupport mit einer schönen Choreo von „Münchens Jugend“. Auf dem Feld phänomenale erste zwanzig Minuten, eine 2:0-Führung, … Und obwohl die Gastgeber nach dem Ausgleich selbst drauf und dran waren, die Partie für sich zu entscheiden, bescherte uns Niklas Lang sieben Minuten vor Schluss den Dreier. Das ist der Stoff aus dem Auswärtsträume sind! Dass der Siegtreffer bis heute das letzte Löwentor in einem Pflichtspiel darstellt, ist dann wieder der Kategorie Anti-Highlights zu zuordnen.

Gegen Mannheim fast wie gegen Neunkirchen

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das erste Heimspiel der laufenden Saison gegen Waldhof Mannheim. Wir kehrten mit ein paar Leuten nach sechs Jahren in Block L auf der Stehhalle in die Westkurve zurück und es regnete in Strömen. Also wollte Petrus uns mal ganz deutlich vor Augen führen, dass die Zeiten des Stadionkomforts mit einem Dach über dem Kopf der Vergangenheit angehören. Das fühlte sich ein bisschen an, wie z.B. 1991 beim Aufstieg gegen Neunkirchen. Um mal ganz oben ins Regal zu greifen. Immerhin konnten die Löwen auch diesmal gewinnen.

Nass – und im Gästeblock auch ein wenig neblig – war’s am 5. August beim ersten Heimspiel der neuen Saison

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Ich nenne mal die beiden Sommer-Neuzugänge Morris Schröter und Manni Starke. Das hat natürlich damit zu tun, dass ich die Gelegenheit hatte, beide im Rahmen einer Fanclub-Weihnachtsfeier persönlich kennen zu lernen. Starke hat eine überaus interessante Biographie und ist ein total reflektierter Typ. Schröter ist ebenfalls sehr sympathisch und gerade heraus – und er hat meinen jüngsten Sohn und mich z.B. beim Heimspiel gegen Aue echt verzaubert, als er da auf der rechten Außenbahn direkt vor Block J der Westkurve diverse Gegenspieler vernaschte.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Mein Tor des Jahres hat Albion Vrenezi im Heimspiel gegen Dresden Ende Januar erzielt. Kurz hinter der Mittellinie kam er an den Ball, spurtete mit dem Leder am Fuß in Richtung Gästetor und schoss die Kugel von der Strafraumgrenze aus ganz knapp neben den linken Pfosten des Dynamo-Kastens. Sowas dürfte er ruhig öfter zeigen.

Ermüdende Streitereien

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Diese Antwort dürfte bei vielen Löwenfans ähnlich ausfallen: Der ewige – inzwischen wieder öffentlich ausgetragene – Streit zwischen den beiden Gesellschaftern der KGaA. Selbst wenn man sich einer der beiden Seiten zuordnet, ermüdet und nervt dieser Konflikt als Ganzes einfach nur noch.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Wir bzw. die Protagonisten auf dem Rasen sollten schleunigst und zwar direkt am 20. Januar gegen Duisburg beginnen, das Tor wieder zu treffen.
Den alljährlich hier vorgetragenen Wunsch nach respektvolle(re)m Umgang aller Löwen untereinander, egal welchem vereinspolitischen Lager man sich zuordnet, wiederhole ich hier auch gerne wie ein Mantra…

Abstiegskampf bis zum Schluss?

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Ich bin leider aktuell sehr skeptisch, was dieses Thema angeht. Ich fürchte, dass wir bis zum Saisonende im Abstiegskampf stecken werden und hoffe einfach, dass wir nach dem Abpfiff des letzten Spiels gegen Bielefeld am 18. Mai mindestens Platz 16 erreicht haben. Mehr ist heuer einfach nicht drin.

Groundhopping Frankreich: Zu Gast bei Red Star

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Nachdem uns in der Vergangenheit meist unser Leser Stefan von seinen Fußballreisen in mehr oder weniger Destinationen berichtet hatte, bekamen wir kürzlich Post von Holger, der ebenfalls unterwegs war und einiges zu erzählen hat. Viel Spaß mit Groundhopping Frankreich bei Red Star.

Groundhopping Frankreich

Vereinsmotto „Notre coeur – notre force“ = „Unser Herz – unsere Stärke“ – Ein in so einigen Aspekten ähnlich wie unser TSV tickender, sehr emotionaler Verein!

Auf sechzger.de wurde ja schon mal darauf hingewiesen, dass es in Paris mehr gibt als das schnöselige PSG und wir dort sogar schon mal ein Turnier gewonnen haben!

Was den Besuch und Support von Red Star aber wirklich lohnenswert macht, ist sein Stadion (mit Umgebung) und seine sehr geile Ultra-Kultur. Das erste Mal dort war ich vor fünf Jahren. Damals mitgenommen von einem Freund und angezogen von einem alten, heruntergekommenen Stadion mitten im alles andere als schicken Arbeiterviertel St. Ouen – knapp außerhalb der offiziellen Stadtgrenze.

Gefühlt 100% Migrationshintergrund

Zum Stadion läuft man durch ein Viertel mit gefühlt 100% Migrationshintergrund, dazu überall kleine Geschäfte und Stände mit vermutlich jeder Menge gefälschter Markenprodukte, und alle paar Meter strecken mir Hände Zigaretten, Handys, Parfüm oder geröstete Erdnüsse zum Kauf entgegen.

Im Stadion kann man Bier oder belegtes Baguette kaufen, dann geht es auf die alte, rostige Tribüne direkt am Spielfeld. Nix mit VIP-Logen o.ä.; rechts grenzt direkt ein Wohnblock ans Stadion, gegenüber auf einem kleinen Eck der größtenteils gesperrten Steintribüne die Gästefans.

Red Star, wie man vielleicht aufgrund des Namens erahnen kann, hat traditionell eher links eingestellte Fans und da an diesem Tag Red Star Grenoble zu Gast ist – quasi ein Bruderverein – stehen sich Heim- und Gästefans friedlich gegenüber und es wird ein sehr stimmungsvoller Nachmittag mit tollem Support. Ich schwor mir, wiederzukommen!

Ein ungeliebter Investor bei Red Star

Dann war ein paar Jahre Corona oder es klappte terminlich nicht. Inzwischen hatte die allseits unbeliebte Heuschrecke 777Partners (Ihr kennt sie als „Investor“ u.a. bei der Hertha) Red Star gekauft – selbstverständlich gegen den massiven aber letztlich erfolglosen Protest der Ultras. Meinem Freund und mir schwante Übles.

Nun hatte ich das Glück, ihn am ersten Dezember-Wochenende zu besuchen, denn genau an diesem Samstag würde das letzte Spiel vor der schönen alten rostigen Tribüne stattfinden. Wie befürchtet war 777Partners auf dem Weg, Red Star zu einem “profitablen Investment” zu machen. Das Stadion würde nach und nach komplett neu gebaut werden.

Gelungener Umbau des Stadions?

Dazu ein kleiner Exkurs: Wie beschrieben, ist gewiss der große Teil der Anhänger überaus kritisch gegenüber 777Partners eingestellt. Sie befürchten, dass der Club seine (kommerzkritische) Seele verliert und in einem schicken Stadion zum Abklatsch von PSG wird (auch hier hat der Löwen-Fan sein Déjà-vu!). Nach dem, was ich bisher sehe, bin ich nicht ganz so pessimistisch, wobei ich natürlich nur einen sehr oberflächlichen Einblick von außen habe. Doch jedenfalls das Stadion scheint nach dem Um-/Neubau ein immer noch sehr cooler Ground zu werden – zumindest nach allem, was jetzt schon und auf den Projektionen zu sehen ist.

Drei steile Tribünen rechteckig und sehr nahe am Spielfeld, ohne Zäune, und nur auf der rechten Seite ist ein kleiner VIP-Bereich angebaut, der jedoch weiter von dem Wohnblock überragt wird. Für meinen Eindruck scheint 777Partners durchaus sensibel mit der Kultur des Stadions mitten im Stadtteil umzugehen. Ich bin gespannt auf die Atmosphäre nach der Fertigstellung. Vielleicht wird es ja mal ein positives Beispiel dafür, wie ein Investor ein Stadion profitabel umbauen kann, ohne dass dieses seine Seele verliert. Letztlich etwas, was wir uns ja auch alle irgendwann für unser geliebtes 60er-Stadion wünschen…

Schwierige Kartensituation

Zurück zum Spiel: Das nur behutsam verstärkte Team liegt dank eines bisher sehr erfolgreichen Trainers (den Olympique Lyon erfolglos versuchte abzuwerben) souverän an der Tabellenspitze der Ligue 3. Aufgrund des Umbaus und des letzten Spiels auf der legendären Tribüne war es extrem schwer an Karten zu kommen, deshalb mischten wir uns bereits 1,5 h vor Spielbeginn unter die Fans rund ums Stadion, wo mit jeder Menge Bier angestoßen wurde und uns trotz Polizeipräsenz hier und da verdächtig würzige Duftwölckchen in die Nase stiegen.

Doch mit etwas Glück (und einer Stunde Leute belabern, bis uns Nicolas kurz vor Spielbeginn eine zweite Karte abtreten konnte) kamen wir beide rein. Schaut euch die Fotos und hört euch den Support auf den Filmchen an – ich denke da kann ich mir jegliche Beschreibung mit Worten sparen.

Souveräner Heimsieg bei super Stimmung

Es war ein total geiles Erlebnis: Großartige Pyro, durchgehend lauter Support, perfekter Blick nahe am Spielfeld, ein gutes Spiel, drei Tore (Red Star gewann souverän 3:0), ein ausgiebiges Feiern von Spielern und Fans nach Spielende… Ich habe jede Minute genossen – trotz Saukälte. Einzig die Gästefans taten mir ein wenig leid – die waren in einer Art Käfig zwischen Baustelle und Spielfeldecke mit sicherlich ganz schlechter Sicht eingesperrt. Na ja, wird vermutlich besser, wenns mal fertig ist.

Mit Nicolas hatten wir uns mittlerweile bei ein paar Bier angefreundet. Er nahm uns mit in eine Fankneipe neben dem Stadion, wo wir mit den netten Fans bis spätnachts noch ordentlich becherten.

Wann immer es mich wieder nach Paris verschlagen sollte – als eines der ersten Dinge werde ich vorab den Spielplan von Red Star checken! Groundhopping in Frankreich sollte dieses Highlight nicht aussparen.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau

Straßer 9. in Madonna

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Heute Abend stand der letzte Weltcup-Slalom des Jahres an. Linus Straßer und Konsorten maßen sich in Madonna di Campiglio, wo Straßer letzte Saison auf’s Stockerl fahren konnte.

Straßer ausbaufähig im ersten Durchgang von Madonna

Der Skilöwe ging mit Startnummer 7 ins Rennen und legte eine etwas zu harte Fahrt in den sehr eisigen norditalienischen Schnee. Als Straßer die Zielline überquerte, leuchtete leider auch die 7 auf. Am Ende des ersten Durchgangs lag Straßer auf dem 14. Rang mit 97 Hundertstel Rückstand auf den Halbzeitführenden Clement Noel aus Frankreich. Auf einen erneuten Stockerlplatz fehlten Linus lediglich 0,6 Sekunden. Sehr erfreulich aus deutscher Sicht waren Platz 17 (+1,18 Sekunden) für Anton Tremmel und Platz 18 für Sebastian Holzmann (+1,36 Sekunden). Damit lagen drei deutsche Fahrer in Lauerstellung für den zweiten Durchgang.

Holzmann und Tremmel fallen zurück

Der zweite Durchgang war etwas drehender gesetzt als der erste und versprach auf Grund der engen Abstände nach dem ersten Lauf große Spannung. Wegen der absinkenden Temperaturen war die Piste noch eisiger als im ersten Durchgang. Holzmann ging als erster der deutschen Fahrer auf die Piste und zeigt eine etwas zu vorsichtige Fahrt und rutschte im Schlussklassement auf Rang 27 ab. Etwas besser machte Tremmel trotz eines Fehlers im unterem Teil. Am Ende langte es für Platz 21 für Mann aus Rottach-Egern.

Straßer holt im unteren Teil auf

Linus Straßer ging als zweiter Fahrer nach der Pistenpräparierung auf die Strecke. Der Skilöwe konnte diesen Vorteil nicht wirklich nutzen. Im oberen Teil agierte er zu unruhig und ließ wertvolle Hunderstel liegen. Im unteren Teil drückte er dann auf’s Gas und konnte einige Hundertstel wieder gut machen. Durch die Aufholjagd konnte Straßer in Madonna die Campiglio noch fünf Plätze gut machen und belegte am Ende den 9. Platz mit 0,64 Sekunden Rückstand.

Schwarz gewinnt

Den Klassiker von Madonna konnte der Österreicher Marco Schwarz für sich entscheiden und damit 100 ganz wichtige Punkte im Kampf um den Gesamt-Weltcup einstrich. Das Stockerl komplettierten Clement Noel (Frankreich) und Altmeister Dave Ryding (Großbritannien).

Die Klassiker stehen im Januar auf dem Programm

Damit ist das Slalomjahr 2023 beendet. Nach Weihnachten beginnt der antrengende “Klassiker-Monat” Januar für die Slalom-Fahrer. Es stehen unter Anderem die Klassiker in Wengen (14.01.), Kitzbühel (21.01.) und Schladming (24.01.) an.