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Sechzig um Sieben: 1860 gegen Dynamo Dresden im Free TV

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Sechzig um Sieben, heute mit den Themen 1860 gegen Dynamo Dresden im Free TV und weiteren News über die Löwen.

1860 gegen Dynamo Dresden im Free TV

Wer kein Ticket für die bevorstehende Partie des TSV 1860 gegen Dynamo Dresden ergattern konnte oder schlichtweg verhindert ist, der kann neben dem altbewährten sechzger.de-Liveticker das Spiel auch im Free TV verfolgen. Neben Bezahlsender Magenta Sport zeigen diesmal auch der MDR und der BR das Aufeinandertreffen. Zuletzt waren die Löwen am 2.Spieltag beim Auswärtsspiel in Duisburg live im Fernsehen zu sehen. Davor wurde das Auftaktspiel gegen Waldhof Mannheim ebenfalls kostenfrei für alle übertragen.

Die TAKTIKTAFELANALYSE zur Auswärtspleite gegen Ulm

“Ich möchte allerdings noch den Wunsch wiederholen, dass die Spieler, die keine Lust haben in jedem Spiel hundertprozentigen Einsatz, Laufbereitschaft und Kampfeswillen an den Tag zu legen, sich doch im Winter freiwillig einen neuen Verein suchen sollen. 120.000 € Durchschnittsgehalt seid ihr nur wert, wenn ihr euch den Arsch aufreißt und euch bedingungslos für das Wappen auf der Brust einsetzt. Mir tun diejenigen Spieler leid, die diese Eigenschaften zeigen und unter den lauffaulen Abkassierern leiden müssen.”

So lautet das bittere Fazit von Bernd Winninger in der TAKTIKTAFEL-Analyse zur Auswärtspleite in Ulm. Schaut rein und lest die gesamte taktische Beleuchtung der Partie.

1860 gegen Dresden – die Wunschaufstellungen der Redaktion

Alle vier sind sich hinsichtlich einer Sache einig: Sowohl Marko, als auch Bernd, Thomas und Stefan wollen Fabian Greilinger zurück in der Startelf sehen. Während die anderen mit Joel Zwarts eine einsame Spitze favorisieren, will TAKTIKTAFEL-Bernd die Löwen offensiver ausrichten und stellt dem Niederländer Fynn Lakenmacher zur Seite. Alle Wunschaufstellungen für die Partie 1860 gegen Dresden findet ihr hier.

TSV 1860 U19 mit Benefizspiel für Unwetteropfer

Hagel und Sturm beschädigten am 26. August innerhalb weniger Minuten rund 2.600 Gebäude im Landkreis Bad Tölz / Wolfratshausen. Zugunsten der Unwetteropfer wird die U19 des TSV 1860 am 10.10. ein Benefizspiel beim FC Kochelsee Schlehdorf absolvieren. Anpfiff ist um 18:30 Uhr, wer sich direkt ein Ticket für die Partie besorgen und damit etwas Gutes tun möchte, kann das per E-Mail an Benefizspiel@FCKSchlehdorf.de oder per WhatsApp an 0151-11509239 tun.

Der Löwenfahrplan für’s Wochenende

Die Teams des TSV 1860 sind auch am Wochenende wieder rege im Einsatz.

Während die Damen jeweils auswärts (Röhrmoos/Perlach) ranmüssen, haben beispielsweise die 3. und 4. Mannschaft sowie die U21 Heimspiele.

Alle Partien im Überblick:

Freitag, 06.10.

19.00 Uhr: 1. FC Heidenheim – U19 -:-

Samstag, 07.10.

09.00 Uhr: U9 – TSV Poing U10 -:-
10.00 Uhr: SV-DJK Kolbermoor U13 – U11 -:-
11.00 Uhr: U13 – SpVgg Unterhaching -:-
14.00 Uhr: Profis – Dynamo Dresden -:-
14.00 Uhr: U21 – SV Erlbach -:-
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – TSV Großhadern II -:-
15.30 Uhr: U15 – SpVgg Greuther Fürth -:-
17.30 Uhr: 3. Mannschaft – TSV Großhadern -:-

Sonntag, 08.10.

09.15 Uhr: U10 – SV Waldperlach U11 -:-
10.00 Uhr: FC Augsburg – U9 -:-
11.00 Uhr: U17 – FSV Mainz 05 -:-
12.00 Uhr: U13 – SSV Ulm 1846 -:- (in Schwabmünchen)
12.30 Uhr: SG Röhrmoos/Schwabhausen – Löwinnen I -:-
13.00 Uhr: TSV 1880 Wasserburg U13 – U11 -:-
14.00 Uhr: U16 – 1. FC Nürnberg -:-
14.30 Uhr: SpVgg Unterhaching – U14 -:-
15.30 Uhr: FC Perlach 1925 – Löwinnen II -:-
16.30 Uhr: U12 – TSV 1860 Rosenheim U13 -:-

TSV 1860 – Dynamo Dresden: Welche Löwen sollen spielen?

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Wappen TSV 1860 auf Uhlsport-Trikot Aufstellung Wunschaufstellung Löwen Wunschaufstellungen fc sv
Der Löwe auf einem Trikot des TSV 1860 München

Nach einer blamablen Leistung unterlagen die Löwen am Dienstag beim SSV Ulm 1846 mit 0:1. Entsprechend sind auch die vier befragten sechzger.de Redakteure bereit, der Mannschaft des TSV 1860 gegen Tabellenführer Dynamo Dresden ein neues Gesicht zu verleihen. Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung wird Niklas Lang von Bernd, Stefan, Marko und Thomas nicht berücksichtigt und auch Marlon Frey muss bei allen vier Redakteuren zunächst auf der Bank Platz nehmen. Aber welche Löwen lassen sie denn nun von Beginn an spielen?

Welche Löwen sollen spielen?

Marko Weiß

Marko geht davon aus, dass Morris Schröter nicht rechtzeitig fit sein wird und gibt Albion Vrenezi noch einmal eine Chance auf dem rechten Flügel. Rechts hinten darf sich Kilian Ludewig versuchen und auch Fabian Greilinger kehrt in die Startelf zurück.

Die Wunschaufstellung von Marko Weiß

Stefan Kranzberg

Auch Stefan bleib dem 4-2-3-1 treu, nimmt jedoch andere personelle Änderungen vor. Auf der rechten Defensivposition soll Kaan Kurt verteidigen, links hinten Fabian Greilinger. Zudem käme Michael Glück neben Jesper Verlaat in der Innenverteidigung zu seinem Startelfdebüt. Morris Schröter soll gegen seinen Ex-Verein über rechts für Druck sorgen.

Die Wunschaufstellung von Stefan Kranzberg

Thomas Enn

Ähnlich würde es auch Thomas Enn angehen, jedoch mit Kilian Ludewig rechts hinten und dem etablierten Leroy Kwadwo im Abwehrzentrum. Auf dem rechten Flügel setzt auch er auf Rückkehrer Morris Schröter, der vor seiner Verletzung in Halle überzeugt hatte.

Die Wunschaufstellung von Thomas Enn

Bernd Winninger

Unsere Taktiktafel Bernd weicht vom Spielsystem der drei Redaktionskollegen ab und verordnet den Löwen diesmal ein 4-4-2 mit Raute. Dafür opfert er im defensiven Mittelfeld Tim Rieder, um mit Fynn Lakenmacher einen zweiten Stürmer bringen zu können, der Joël Zwarts im Sturm unterstützen soll.

Die Wunschaufstellung von Bernd Winninger

Eure Meinung ist gefragt

Wie sieht Denn Eure Wunschelf des TSV 1860 für das Spiel gegen Dynamo Dresden aus? Wer verteidigt rechts hinten? Welches Spielsystem würdet Ihr wählen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 III & IV gegen Großhadern

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TSV 1860 Wochenende profis u21 u19 u17 futsal nlz löwen dritte vierte löwinnen

Am vergangenen Wochenende konnte sowohl die 3. als auch die 4. Mannschaft der Löwen ihre Auswärtsspiele gewinnen. Nun gilt es nachzulegen! Sowohl der TSV 1860 III als auch die Vierte empfangen am Samstag den TSV Großhadern auf dem Sechser-Platz an der St.-Martin-Straße.

TSV 1860 III & IV gegen TSV Großhadern

Während die Dritte zuletzt zu einem 1:0-Erfolg beim TSV Solln kam, setzte der TSV 1860 IV seine Erfolgsserie mit einem 7:1 beim SV Untermenzing II fort und führt die Tabelle der Kreisklasse an. Mit 11 Zählern liegt der TSV Großhadern II aktuell sieben Punkte hinter der Vierten, die ihrer vermeintlichen Favoritenrolle natürlich gerecht werden möchte.

Auch die Dritte weist derzeit sieben Punkte Vorsprung auf den Konkurrenten aus Großhadern auf und hat theoretisch die Möglichkeit, am Wochenende die Tabellenführung in der Kreisliga zu übernehmen.

Das Spiel des TSV 1860 IV wird am Samstag um 15 Uhr angepfiffen, die Partie der Dritten folgt anschließend um 17.30 Uhr.

Die Spiele im Überblick

Dienstag, 03.10.

09.30 Uhr: U13 – FC Bayern München 2:5
10.30 Uhr: FC Deisenhofen U17 – U16 2:2
10.30 Uhr: U14 – Hannover 96 1:1 (in Gilching)
11.00 Uhr: FC Bayern München – U15 2:1
12.00 Uhr: U17 – FC Augsburg 2:2
14.00 Uhr: TSV Rain – U21 1:3
16.00 Uhr: U9 – TSV 1860 Rosenheim U10 9:4
19.00 Uhr: SSV Ulm 1846 – Profis 1:0

Zudem nahm die U11 ab 13.30 Uhr an einem Turnier in Wertingen teil.

Mittwoch, 04.10.

20.00 Uhr: Senioren C – FC Bayern München 0:2

Freitag, 06.10.

19.00 Uhr: 1. FC Heidenheim – U19 -:-

Samstag, 07.10.

09.00 Uhr: U9 – TSV Poing U10 -:-
10.00 Uhr: SV-DJK Kolbermoor U13 – U11 -:-
11.00 Uhr: U13 – SpVgg Unterhaching -:-
14.00 Uhr: Profis – Dynamo Dresden -:-
14.00 Uhr: U21 – SV Erlbach -:-
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – TSV Großhadern II -:-
15.30 Uhr: U15 – SpVgg Greuther Fürth -:-
17.30 Uhr: 3. Mannschaft – TSV Großhadern -:-

Sonntag, 08.10.

09.15 Uhr: U10 – SV Waldperlach U11 -:-
10.00 Uhr: FC Augsburg – U9 -:-
11.00 Uhr: U17 – FSV Mainz 05 -:-
12.00 Uhr: U13 – SSV Ulm 1846 -:- (in Schwabmünchen)
12.30 Uhr: SG Röhrmoos/Schwabhausen – Löwinnen I -:-
13.00 Uhr: TSV 1880 Wasserburg U13 – U11 -:-
14.00 Uhr: U16 – 1. FC Nürnberg -:-
14.30 Uhr: SpVgg Unterhaching – U14 -:-
15.30 Uhr: FC Perlach 1925 – Löwinnen II -:-
16.30 Uhr: U12 – TSV 1860 Rosenheim U13 -:-

SSV Ulm – TSV 1860 München (1:0) die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse der Partie SSV Ulm – TSV 1860 München. Am Ende gingen die Ulmer hochverdient als Sieger vom Platz. Das 1:0 Endergebnis war eher schmeichelhaft für die desolat harmlosen Sechzger.

Das Duell zwischen dem SSV Ulm und dem TSV 1860 München war eine mit Spannung und nach dem Spiel am Samstag gegen Verl, in dem die Sechzger eine gute Defensivleistung und in einigen Momenten auch in der Offensive einen soliden Auftritt zeigten, ebenfalls mit viel Optimismus erwartete Partie.

Der SSV Ulm spielte im 3-4-2-1, einer in der Spitze engeren Variante des 3-4-3. Die Sechzger wurden von Maurizio Jacobacci im 4-2-3-1 aufs Feld geschickt.

Wie erwartet waren sowohl die Pressinglinie als auch die Defensivlinie der Ulmer variabel geplant und man justierte den Druck gegen den Ball von Seite der Spatzen nach Bedarf – mal stärker, mal schwächer.

Bei den Sechzgern ließ vor allem in der ersten Halbzeit nach kurzem aggressiven Beginn im Pressing der Druck gegen das Aufbauspiel der Ulmer schnell nach. Die Defensivlinie war eher tief bis mittig gewählt, was Ulm viel Platz im Mittelfeld ließ.

Alles in allem war das Spiel des TSV 1860 München ein Spiel, das man lieber schnell wieder vergessen möchte. Ulm deckte bei den Löwen eklatante Schwächen in der Vorbereitung zur Penetration der Box gnadenlos auf. Eine lustlosere Leistung der offensiven Ideengeber hat man selten gesehen.

Ganz im Gegensatz dazu agierte Ulm am Dienstagabend variantenreich, spritzig, lauffreudig und voller Energie sowie gegen den Ball immer mit vollem Einsatz.

Zunächst wie immer die statistischen Werte der Partie SSV Ulm – TSV 1860 München.

Statistische Werte

  • Ballbesitz: SSV Ulm 43% – TSV 1860 57%
  • Passgenauigkeit: SSV Ulm 74% – TSV 1860 77%
  • Defensive Zweikampfquote: SSV Ulm 54% – TSV 1860 60%
  • Schüsse/aufs Tor: SSV Ulm 12/3 – TSV 1860 7/1
  • PPDA (zugelassene Pässe Pro Defensivaktion): SSV Ulm 8,79 – TSV 1860 8,55

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (43%:57%)

1.Halbzeit

Die Ballbesitzverteilung war in der ersten Halbzeit nahezu ausgeglichen. Mit 49:51 Prozent gibt diese auf den ersten Blick den Spielverlauf dieser Spielhälfte nicht wieder. Allerdings müssen wir hier drei Phasen sehen.

In jeder einzelnen dieser Phasen durften die Sechzger immer nur das tun, was Ulm zuließ. Zu Beginn nicht ganz so energisch auf den gegnerischen Ballbesitz pressend fing Ulm etwa ab der fünften Minute an richtig Druck gegen den Aufbau der Löwen auszuüben. Dieser Druck wurde dann auch nach dem Führungstreffer noch ein wenig aufrecht erhalten und führte im mittleren Teil der ersten Halbzeit zu großen Ballbesitzvorteilen der Ulmer. Als Ulm den Griff wieder lockerte und den Löwen erlaubte mitzuspielen, kamen die Sechzger zwar einige Male bis ins letzte Drittel des SSV, aber alles in allem war das von den Löwen zu harmlos.

Zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit hatte Ulm nicht unbedingt vor etwas an der Herangehensweise zu ändern. Im Gegenteil: die Spatzen überließen dem TSV 1860 München nur zu gerne den Ball, verteidigten kompakt und setzten immer wieder Nadelstiche im Umschalt- oder Konterspiel. So konnte der TSV 1860 München mit 22% mehr Ballbesitz im zweiten Durchgang bei drei Ballkontakten in der Box des Gegners über die gesamte zweite Spielhälfte hinweg lediglich zweimal zum Schussversuch ansetzen. Zu den Schüssen und deren Effektivität kommen wir aber später.

Warum war der Ballbesitz des TSV 1860 München im Spiel gegen den SSV Ulm am Ende ineffektiv? Der aufmerksame Leser dieser Rubrik wird es schon ahnen. Die Zahlen bei den Quer- und Rückpässen, welche die Spieler der Löwen in der eigenen Defensive spielten, belegen diese Ahnung. Und es ist nicht schön, was da zu sehen ist.

Allein die Pässe, die Sechzigs Defensive in den eigenen Reihen spielte, waren in Summe 36% aller gespielten Pässe des TSV 1860 München am Dienstagabend. Es ist logisch, dass es im Aufbau nicht immer schnell gehen kann und man manchmal, wenn von hinten heraus aufgebaut wird, bis die eigenen Mittelfeldspieler freie Räume besetzen können, in der Defensive längere Ballstafetten spielen muss. Aber mit über einem Drittel Sicherheitspässe holt man – vor allem in einem Spiel, in dem man hinten liegt – die Kuh sicherlich nicht vom Eis.

Passgenauigkeit (74%:77%)

Damit wären wir auch schon bei der Passgenauigkeit angelangt. Wie hätte diese wohl ausgesehen, hätten die Sechzger nicht über 36% Sicherheitspässe gespielt? Die Passgenauigkeit für produktive Pässe der Sechzger liegt bei unbrauchbaren 60%. Darin inkludiert sind Vorwärtspässe aller Akteure, Querpässe der Spieler die nicht zur Defensive zählen und kurze Rückpässe zwischen zwei Spielern im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor.

Dass der SSV Ulm 32 Querpässe innerhalb der kompletten Mannschaft weniger gespielt hat als der TSV 1860 allein in der Defensivabteilung und die Gastgeber trotzdem eine Passgenauigkeit aufweisen, die lediglich um drei Prozent unter der der Löwen liegt, ist ebenfalls höchst aufschlussreich.

Wenn im Mittelfeld zu wenig Bewegung ist, findet man keine Anspielstationen für die Entwicklung eines Angriffs. Statisches Traben, das es dem Gegner leicht macht Räume und Spieler zuzustellen ist wenig hilfreich für den Aufbau. Die Frage ist nun: können oder wollen die Spieler nicht laufen? Antworten darauf habe ich keine.

Ich habe allerdings eine Forderung: Wer keine Lust hat, sich für den TSV 1860 München bis zum Letzten zu verausgaben, soll sich doch bitte um eine Vertragsauflösung bemühen. Wer im Schnitt pro Jahr 120.000 € einstreicht, der darf für diese – meiner Meinung nach – durchaus gute Entlohnung auch gerne etwas Einsatz zeigen.

Defensive Zweikampfquote (54%:60%)

Wenigstens gegen den Ball hat’s mehr oder weniger gestimmt. Hier muss ich heute keine bzw. kaum Kritik üben. Sowohl von der Anzahl der Zweikämpfe gegen den Ball als auch von deren Erfolgsquote sind die Sechzger in einem guten Bereich. Lediglich bei den Kopfballduellen haben wir einen schlechten Wert stehen. Allerdings nicht dort, wo es unmittelbare Gefahr für das eigene Tor bedeuten würde, wenn der Gegner ein Kopfballduell für sich entscheidet. In der eigenen Spielfeldhälfte verloren die Sechzger insgesamt nur sechs solcher Duelle, im eigenen letzten Drittel lediglich eins.

Schüsse/aufs Tor (12/3:7/1)

Sieben Schüsse in 99 Minuten Spielzeit. Davon war lediglich einer dergestalt, dass der gegnerische Torhüter eingreifen musste und insgesamt zwei davon konnten nicht von Ulmer Spielern geblockt werden. So kann man keinen frühen Rückstand umbiegen.

Wie will man das auch bewerkstelligen, wenn insgesamt lediglich elf Ballberührungen in der gegnerischen Box herausgespielt werden können?

Ulm schloss zwölf mal ab. Drei der Schüsse der Ulmer wurden geblockt. Von den Schüssen, die nicht geblockt wurde, gingen drei auf den Kasten: einer hinein und zwei konnte Hiller halten.

Positiv hervorzuheben ist hier einerseits, dass auch Ulm es lediglich zweimal fertigbrachte in der Box so zum Abschluss zu kommen, dass der Ball nicht geblockt werden konnte. Andererseits hatten die Ulmer einige knappe Gelegenheiten, bei denen ein aus dem Hintergrund in die kleine Box einlaufender Spieler das dorthin gepasste Spielgerät knapp verfehlte. Wenn diese Spielzüge etwas genauer durchgeführt werden, geht man schon nach der ersten Halbzeit mit drei Gegentreffern in die Kabine.

Eine deutliche Überlegenheit hatten die Ulmer auch bei den offensiven Standardsituationen zu verzeichnen. Mit fünf Eckballen und sechs Freistößen hatten die Ulmer neun Standards in Tornähe. Von diesen konnten vier mit einem Schuss beendet werden.

Trotz statistischer Überlegenheit beim Ballbesitz schaffte es Sechzig nicht, ähnlich viele Standards dort zu kreieren. Man hatte mit sechs Ecken und einem Freistoß in Tornähe sowohl weniger dieser Situationen kreiert, als auch, mit nur drei Abschlüssen in der Folge auf diese Standards, weniger häufig dadurch Gefahr erzeugen können.

Schade, aber gerade dann, wenn man keinen Hebel findet spielerisch etwas zu bewegen, müssten diese Gelegenheiten besser genutzt werden.

PPDA (8,79:8,55)

Zum Pressing und dessen Intensität habe ich weiter oben ja schon etwas geschrieben. Alles in allem waren die Aktionen gegen das Aufbauspiel der Ulmer zwar vorhanden, aber deren Durchführung war dermaßen ineffektiv, dass man klar sagen muss: Hier lügen die Zahlen.

Wenn ich Aktionen gegen das Aufbauspiel des Gegners setze, diese aber nicht die gewünschte Wirkung bringen, muss man am Anlaufverhalten etwas umstellen.

Entweder man zieht sich weiter zurück und macht das Mittelfeld eng, um dort dann über Umschaltaktionen in die Tiefe zu arbeiten, oder ich erhöhe den Pressingdruck durch mehr Personal und forciere dadurch die Passfrequenz beim Gegner was dann zu Ungenauigkeiten und möglichen Ballverlusten im Aufbau führen kann.

Das Tor

Hier könnt ihr es euch noch einmal ansehen und auch weitere Highlights des Spiels genießen.

Ich denke, eine Beschreibung dessen, was zum Treffer führt, kann ich mir heute sparen. Die Bilder sprechen für sich. Glück, Wind aber vor allem fehlende Aggressivität beim Verteidigen des Passes zu Allgeier und seines sicher so nicht gewollten Schusses waren eine toxische Kombination für den TSV 1860 und den bei diesem Sonntagsschuss nicht unbedingt heroisch wirkenden Hiller.

Das fiel auf

Viel zu wenig Bewegung bei den Offensivspielern. Diese Kritik gibt es nicht zum ersten Mal zu lesen. Ich verstehe nicht, warum Basics in einer Laufsportart wie Fußball sie nunmal ist nicht funktionieren. Freilaufen, anbieten und immer in Bewegung bleiben sind selbst wenn man vielleicht gerade nicht am jeweiligen Spielzug teilnimmt vor allem für Offensivspieler unabdingbare Grundvoraussetzungen.

Joël Zwarts hängt in der Luft. Die Attitüde seiner für die Vorbereitung zuständigen Mitspieler verstehe ich nicht. Durch die oben schon beschriebene Lauffaulheit ergeben sich oft große Abstände zwischen dem Solostürmer und den dahinter agierenden Mittelfeldakteuren. Wenn ein Stürmer über 99 Minuten lediglich acht Mal so angespielt wird, dass er den Ball auch verarbeiten kann, ist das zu wenig von den Herren dahinter. Seine anderen acht Ballkontakte hat er sich selbst erarbeiten müssen und danach selten Hilfe aus dem Rückraum erhalten, um den Angriff weiterzuführen. So kann kein Stürmer der Welt von der Kreisklasse bis zur Bundesliga abliefern.

Ich könnte mich jetzt hier über fast alle Spieler, die gestern auf dem Platz standen, auslassen und ihnen die unterirdischen statistischen Einzelwerte um die Ohren hauen. Das lass ich aber bleiben, sonst wirds zu lang.

Fazit zur Niederlage des TSV 1860 beim SSV Ulm

Quo vadis TSV? Das Spiel des TSV 1860 München beim SSV Ulm ist keines, das man auf Dauer im Gedächtnis behalten möchte. Aber leider brennen sich solch desolate Leistungen immer länger im Gehirn ein als einem lieb ist.

Ich denke, dass der Tenor, der in den Kommentarbereichen der Foren-Seiten und Sozialen Medien zum Thema vorherrscht, den Nagel relativ gut auf den Kopf trifft.

Mehr Fazit gibt es heute nicht. Ich möchte allerdings noch den Wunsch wiederholen, dass die Spieler, die keine Lust haben in jedem Spiel hundertprozentigen Einsatz, Laufbereitschaft und Kampfeswillen an den Tag zu legen, sich doch im Winter freiwillig einen neuen Verein suchen sollen. 120.000 € Durchschnittsgehalt seid ihr nur wert, wenn ihr euch den Arsch aufreißt und euch bedingungslos für das Wappen auf der Brust einsetzt. Mir tun diejenigen Spieler leid, die diese Eigenschaften zeigen und unter den lauffaulen Abkassierern leiden müssen.

Bayernliga Süd: TSV 1860 U21 empfängt SV Erlbach

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TSV 1860 U21 Mannschaft Saison 2023 24 (4)

Ein Massenandrang ist am Samstag in der Kies-Arena nicht zu erwarten, denn parallel zum Spiel der U21 des TSV 1860 gegen den SV Erlbach empfangen die Profis ein paar Kilometer weiter Dynamo Dresden. Dennoch sind die Amateure jederzeit einen Besuch wert – und nach den drei Siegen zuletzt umso mehr!

TSV 1860 U21 empfängt SV Erlbach

Mit dem Dreier beim TSV Rain konnte die Elf von Trainer Frank Schmöller endlich auch auswärts den Bock umstoßen und den ersten Auswärtssieg feiern. Zuvor konnten zuhause der TSV Kottern und Schwaben Augsburg in die Schranken gewiesen werden und genau hier möchte die U21 des TSV 1860 gegen den SV Erlbach anknüpfen.

Derzeit liegt das Team aus dem Landkreis Altötting in der Tabelle zwei Zähler vor den Löwen, die folglich mit einem Sieg am Gegner vorbeiziehen könnte. Zuletzt setzte es zwar eine 0:3-Heimpleite gegen den FC Deisenhofen, die letzten beiden Auswärtsauftritte konnte der SV Erlbach jedoch siegreich bestreiten.

Treffsicheres Sturm-Trio

Ein besonderes Augenmerk müssen die Löwen auf den Angriff der Erlbacher legen. 15 der bisher 19 Treffer des SVE erzielte dessen Sturm-Trio bestehend aus Thomas Breu (5 Tore), Leonhard Thiel (6) und Sebastian Hager (4).

Verstecken muss sich die U21 des TSV 1860 vor dem SV Erlbach jedoch sicher nicht. Die sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugenden Auftritte der letzten Wochen haben durchaus angedeutet, zu welchen Leistungen die Schmöller-Truppe fähig ist.

Anpfiff in der Kies-Arena in Gilching ist am Samstag (07.10.) um 14 Uhr.

Titelbild: Sampics (Stefan Matzke)

TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden live im Free-TV

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Titelbild Tsv 1860 Live Im Free Tv 1200x628 Löwen MagentaSport BR SWR
sechzger.de berichtet über die Free-TV Spiele (Fernsehen und Online-Stream) des TSV 1860 München.

Gute Nachrichten für die Löwenfans: das nächste Spiel des TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden wird live im Free-TV übertragen. BR und MDR zeigen die Partie, die am Samstag um 14:00 Uhr angepfiffen wird.

TSV 1860 im Free-TV: Tabellenführer Dynamo Dresden zu Gast

Die Niederlage in Ulm wollen die Löwen möglichst schnell abhaken. Da passt es ganz gut, dass das nächste Spiel nur wenige Tage entfernt ist. Doch es geht ausgerechnet gegen den Tabellenführer Dynamo Dresden, der an den ersten neun Spieltagen sieben Siege einfahren konnte. Am gestrigen Mittwoch drehten die Sachsen gegen den Halleschen FC die Partie und gewannen vor eigenem Publikum mit 2:1. Dynamo kommt also mit Rückenwind nach Giesing gereist und will möglichst auch aus dem Grünwalder Stadion drei Punkte entführen.

TSV 1860 München und die SG Dynamo Dresden – zwei klanghafte Namen im Fußball und so verwundert es nicht, dass das Duell der beiden Traditionsvereine live im Free-TV übertragen wird. Sowohl der BR als auch der MDR übertragen live. Anstoß ist um 14:00 Uhr, die Sendungen beginnen kurz davor. Zusätzlich ist die Partie wie gewohnt bei MagentaSport zu sehen.

Zuletzt waren die Löwen am 2.Spieltag beim Auswärtsspiel in Duisburg live im Fernsehen zu sehen. Davor wurde das Auftaktspiel gegen Waldhof Mannheim ebenfalls kostenfrei für alle übertragen.

TSV 1860 U19 absolviert Benefizspiel für Unwetteropfer

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TSV 1860 U19 Mannschaft Saison 2023 24 (1)

Ein heftiges Unwetter mit tennisballgroßen Hagelkörnern fegte Ende August über den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Besonders betroffen waren die Ortschaften Benediktbeuren und Kochel. Zugunsten der Unwetteropfer wird die U19 des TSV 1860 am 10.10. ein Benefizspiel beim FC Kochelsee Schlehdorf absolvieren.

TSV 1860 U19 mit Benefizspiel für Unwetteropfer

Hagel und Sturm beschädigten am 26. August innerhalb weniger Minuten rund 2.600 Gebäude. Angesichts der Ausmaße der Schäden hat sich der TSV 1860 bereit erklärt, die Unwetteropfer in Form eines Benefizspiels zu unterstützen.

Die U19 von Trainer Jonas Schittenhelm wird also am 10. Oktober um 18.30 Uhr auf dem Sportplatz Kochel gegen den FC Kochelsee Schlehdorf antreten. Tickets für diese Partie sind im Vorverkauf für 5 Euro sowie an der Abendkasse für 6 Euro erhältlich. Für 60 Euro sind zudem VIP-Tickets verfügbar.

Wer sich direkt ein Ticket für die Partie besorgen und damit etwas Gutes tun möchte, kann das per E-Mail an Benefizspiel@FCKSchlehdorf.de oder per WhatsApp an 0151-11509239 tun.

Titelbild: Sampics (Stefan Matzke)

Sechzig um Sieben: Dresden weiter auf 1, Ulm springt auf Platz 2

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Die Niederlage in Ulm beschäftigt die Löwenfans weiterhin. Die Berichterstattung zu der Partie vom Dienstagabend wird heute bei sechzger.de mit der Taktiktafel-Analyse abgeschlossen. Denn schon bald ist der Tabellenführer in Giesing zu Gast. Derweil droht Niklas Lang verletzt auszufallen.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Ulm

Den Wind hatte Maurizio Jacobacci als eine der Ursachen für die Niederlage des TSV 1860 in Ulm genannt. Das nahm Thomas Enn zum Anlass für seine Giesinger Gedanken nach der Partie am Dienstag. Auch weitere Aussagen des 60-jährigen Trainers kamen bei Thomas – und auch weiteren Löwenfans – nicht gut an. So solle die Mannschaft nach dem Gegentreffer “sehr gut agiert” haben – eine Meinung, die nicht jeder teilte. Während Jesper Verlaat einen ähnlichen Eindruck von der Leistung der Gastgeber hatte, äußerte sich Niklas Lang deutlich selbstkritischer.

Fällt Lang mit Knieverletzung aus?

Eben jener Lang musste das Spielfeld in Ulm verletzungsbedingt nach 25 Minuten verlassen, für ihn kam Kilian Ludewig in die Partie. Niklas Lang hatte sich bei einer Grätsche am Knie verletzt und verließ den Rasen mit einer dicken Bandage. Nach Abpfiff sprach er von einem Stechen im Knie – der 21-Jährige könnte den Löwen länger fehlen. Eine Diagnose steht bislang allerdings noch aus.

Pressekonferenz nach SSV Ulm – TSV 1860

Den bereits erwähnten Wind machte Maurizio Jacobacci in der Pressekonferenz nach der Partie in Ulm zum Thema. Auch sonst verwunderte er mit der ein oder anderen Aussage, wie man auch seinem Gegenüber Thomas Wörle unschwer anmerken konnte. Sichtlich ungläubig nahm dieser die Einordnung der Ulmer Leistung von Jacobacci zur Kenntnis. Kritik gab es auch an den Fans in der Kurve wegen dem Einsatz von Pyrotechnik sowie den eigenen Spielern.

Sechzig aus der Ferne

Neben den Giesinger Gedanken gab es am gestrigen Mittwoch mit der Kategorie Sechzig aus der Ferne eine weitere Meinung eines sechzger.de-Redakteurs. Auch hier heißt der Autor Thomas – nur ist dieser in Schweden zuhause und verfolgt das Geschehen in Giesing noch einmal ganz anders als viele Löwenfans, die näher am Geschehen dran sind.

U21 gewinnt in Rain, U17 punktet erneut

Deutlich mehr zu holen gab es am Mittwoch für zwei weitere Teams des TSV 1860 München. Die U21 mit Trainer Frank Schmöller gewann ihr Auswärtsspiel beim TSV Rain/Lech. Unterstützt wurde das Team dabei von Mansour Ouro-Tagba, Tim Kloss und Devin Sür aus der ersten Mannschaft.
Einen Punkt gab es für die B-Jugend im Duell mit dem FC Augsburg – es hätten aber gut und gerne auch drei sein können. In der Nachspielzeit kassierte die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl noch den Ausgleich.

Ticketverkauf für das Heimspiel gegen den SC Freiburg II

Das Duell gegen Dynamo Dresden am Samstag ist bereits ausverkauft. Seit gestern läuft aber schon der nächste Vorverkauf. Gegner am Samstag, den 21.Oktober im Grünwalder Stadion ist dann der SC Freiburg II. Da nur wenige Gästefans erwartet werden, steht den Löwenfans zusätzlich der eigentliche Gästeblock zur Verfügung.

Löwenfans Vaterstetten spenden 1860 Euro

Eine schöne Summe haben die Löwenfans Vaterstetten beim Straßenfest in ihrer Gemeinde mit dem Verkauf von Cocktails und einer Torwand gesammelt. So konnten sie einen Scheck in Höhe von 1860 Euro an das Vaterstettener Frühstücksprojekt überreichen. Hierbei wird Kindern eine kostenlose Mahlzeit zur Verfügung gestellt, die aus verschiedenen Gründen ohne Speisen in die Schule kommen. Löwenstark!

News aus der 3.Liga

Der 9.Spieltag

Auch nach neun absolvierten Spieltagen liegt Dynamo Dresden weiterhin auf dem 1.Platz der 3.Liga. Am Mittwochabend siegten die Sachsen nach Rückstand gegen Halle und reisen daher mit breiter Brust nach Giesing. Neuer Tabellenzweiter ist der SSV Ulm nach dem Sieg gegen die Löwen. Unterhaching und Münster konnten deutliche Siege feiern, Verl schlug Bielefeld vor eigenem Publikum. Hier geht es zu allen Ergebnissen auf einen Blick.

VfB Lübeck wohl vorerst ohne Stammkeeper Klewin

Aufsteiger VfB Lübeck muss voraussichtlich vorerst ohne Stammtorwart Philipp Klewin planen. Der 30-Jährige stieß im Duell mit Saarbrücken mit einem Gegenspieler zusammen. Eine vermutete Diagnose lautet Jochbeinbruch, sodass die Lübecker wohl auf der Torhüter-Position übergangsweise anders planen müssen.

Sechzig aus der Ferne – Vom Winde verweht

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Sechzig aus der Ferne
Seitenansicht im Stadion IFK Munkfors

In unregelmäßig regelmäßigen Abständen mache ich mir Gedanken über Sechzig aus der Ferne. Lange habe ich mir diese Gedanken für mich alleine gemacht. Nach der mäßigen Vorbereitung bin ich ohne große Erwartungen in diese Saison gegangen. Von den Neuzugängen, die geholt wurden, war ich bis auf ein, zwei Ausnahmen kaum vom Hocker geflogen. Jetzt nach den ersten Spieltagen muss es aber einfach raus. Selbst hier in der schwedischen Pampa ist das alles schwer auszuhalten. Die Niederlage in Ulm ist der berühmte letzte Tropfen in die Regentonne gewesen. Das Fass ist voll oder besser gesagt: Sechzig ist nur vom Winde verweht.

Kein Plan und dann noch vom Winde verweht

Was ist nur mit diesem Verein passiert? Das habe ich mich in meinem über 40-jährigen Fan-Dasein sicherlich schon öfters gefragt. Ob dürre Bayernliga-Zeiten, Wildmoser-Kämpfe oder langweilige Arena-Tage mit abschließender “4” – es ist sicherlich viel passiert. Was sich eigentlich nie ändert, sind die Köpfe, die denken beziehungsweise wissen, was Sechzig eigentlich ist. Fangen wir mal beim Trainer an. Ein Jacobacci, der meiner Meinung nach einfach nur ein limitierter Trainer ist. Der die Schuld – kommt mir irgendwie bekannt vor – bei allen anderen sucht, nur nicht bei sich selbst? Was ist eigentlich sein Plan? Seine Ideen? Seine Visionen? Kann ja sein, dass ich da zu viel erwarte. Allerdings: Die bislang gezeigten Spiele unter dem Schweizer Übungsleiter haben mich nie überzeugt. Siege in dieser Saison gegen Duisburg (siegloser Tabellenletzter), Mannheim (mehr Glück als Verstand beim 2:0), Halle (ein Gegner mit mehr Durchschlagskraft hätte die Partie gedreht) und Verl (über 90 Minuten kein überzeugender Auftritt) waren alles andere als souverän. Zudem waren das eher – bis auf Mannheim – Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Gegen bessere Teams fehlt der Plan und vor allem das Können. Jetzt kommt Dresden – da bin ich ja mal gespannt. Aber vielleicht wird es wieder ein Spiel nach dem Motto “Vom Winde verweht”.

Ablenkung in Norwegen

Valerenga Oslo
Choreo zum 110-jährigen Vereinsjubliäum der Fans von Valerenga

Ich gebe tief in meinem Inneren die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann die Leute, die 1860 nicht verstehen – und Ihr wisst, wen ich meine – nicht mehr da sind. In der Zwischenzeit leide ich innerlich weiter und suche Trost im hiesigen Fußball. Während die Löwen-Tristesse auf dem Platz und in der Tabelle langweilt, kämpft Vålerenga Oslo derzeit in der höchsten norwegischen Liga um den Klassenerhalt – mit Leidenschaft und der Unterstützung der treuen Fans. Da bekomme selbst ich eine Gänsehaut, das ein oder andere Mal. Am kommenden Sonntag um 19.15 Uhr steht das heiß erwartete Duell gegen Brann Bergen auf dem Programm. Beide Fanszenen sind sich nicht allzu grün. Das wird ein spannendes Spiel und kann übrigens kostenlos auf OneFootball angesehen werden.

Maurizio Jacobacci: “Feuerwerk war für Mannschaft nicht optimal”

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Ssv Ulm 1846 Tsv 1860 Pressekonferenz Pk Thomas Wörle Maurizio Jacobacci

In der Pressekonferenz nach der gestrigen Niederlage des TSV 1860 beim SSV Ulm 1846 überraschte Trainer Maurizio Jacobacci mit Aussagen zum Wind, der Leistung des Gegners und den Pyro-Aktionen des Löwenanhangs. Des Weiteren zweifelte er die Spielintelligenz seiner Ersatzspieler an.

Maurizio Jacobacci überrascht auf PK

Laut Jacobacci sei es maximal unglücklich gewesen, dass die Löwen in der ersten Hälfte gegen den Wind spielen mussten, der dann in der zweiten Hälfte nicht mehr pustete. Auch für das Gegentor machte er den Wind – vermutlich zurecht – verantwortlich. Deutlich überraschender dann jedoch seine Einschätzung der Leistung des Gegners SSV Ulm 1846:

“Die zweite Möglichkeit, die Ulm hat in dieser ersten Halbzeit, sonst haben sie eigentlich wenig bis gar nichts auf die Reihe gekriegt in der ersten Halbzeit. Wir hatten sehr viel Ballbesitz, haben gute Aktionen natürlich, haben 2-3 gute Aktionen, wo die Abschlüsse gut abgeblockt werden.”

Das ungläubige Lachen von Ulms Trainer Thomas Wörle mit Blick in die versammelte Presserunde sprach Bände…

Kein Rhythmus wegen Pyro?

Die zweite Spielhälfte analysierte Jacobacci weitestgehend nachvollziehbar, ließ es sich jedoch nicht nehmen, auch auf die Pyroshow der Löwenkurve einzugehen.

“Man muss auch sagen, dass die Feuerwerke natürlich nicht dazu beigetragen haben, einen gewissen Rhythmus ins Spiel zu bringen. Das hat eigentlich dem Spiel nicht gut getan, dieses Feuerwerk, das wir gesehen haben. Das sah sicher gut aus, aber ich glaube, für unsere Mannschaft sicher nicht optimal.”

In diesem Zusammenhang darf die Frage erlaubt sein, wieso die Löwen weder vor noch nach der Pyro-Aktion auch nur ansatzweise so etwas wie einen Rhythmus gefunden haben.

Kritik an Ersatzspielern

Während sich Spatzen-Coach Thomas Wörle im Großen und Ganzen dem sechzger.de-Spielbericht anschloss, haderte Jacobacci auch damit, dass sich die offensiven Mittelfeldspieler nicht haben durchsetzen können. Auf die Nachfrage von sechzger.de, warum er dann erst in der 87. Minute gewechselt habe, wurde der Trainer des TSV 1860 deutlich.

“Wenn ich Spieler gehabt hätte, die über die Seiten das besser machen können, dann hätte ich es wahrscheinlich gemacht. Ich hatte auf der Bank keine Flügelspieler. Wir haben den Greilinger gebracht, weil er eben über die Seite eventuell mit Flanken die Stürmer bedienen kann. Das war eigentlich das Ziel.”

Besonders die eingewechselten Spieler bekamen ihr Fett weg:

“Auch von Bonga hätte ich erwartet, dass er eher zentraler bleibt und nicht über die Seiten ausweicht. Das macht eigentlich keinen Sinn. Zum Beispiel: Wir haben Einwurf am Ende der Spielzeit mit Ludewig, der eigentlich einen ziemlich langen Einwurf hat, und wir spielen ihn kurz. Bonga ist dort in der Nähe und wir verlieren den Ball. Da braucht es ein wenig mehr Intelligenz. Spielintelligenz heißt, wir geben die Großen in die Box, wir machen einen langen Einwurf und es kann irgendetwas entstehen. Und wir wollen dieses Einwurf schnell ausführen… Das meine ich mit Spielintelligenz und da müssen wir zulegen.”

Nächste Chance, sich von einer besseren Seite zu zeigen: Samstag gegen Dynamo Dresden!