Der Wintereinbruch hielt weite Teile Bayerns fest umklammert und so mussten fast alle Begegnungen des TSV 1860 witterungsbedingt ausfallen. Eine Verlegung hätte man den Profis im Nachhinein auch gewünscht, stattdessen setzte es in Dortmund eine schmerzhafte 0:3-Abreibung. Besser erging es den Löwen in der Halle: Die Gäste von der Bergstraße reisten trotz Schnee an und wurden vom TSV 1860 Futsal mit einer deutlichen Niederlage wieder auf den Heimweg geschickt.
Trotz Schnee drei Punkte für TSV 1860 Futsal
Nicht gerade die kürzeste Anreise hatte die AFG Bergstraße aus Bensheim. Trotz des heftigen Wintereinbruchs nahmen die Hessen den Weg nach München auf sich, kassierten dort jedoch eine 3:9-Packung. Für den TSV 1860 trafen Robert Juric (3), Teeo Pejazic (2), Lukas Milicevic, Andrej Vidak, Marcel Jukic und Marco Jukic.
In der Tabelle liegen die Löwen nach acht Spieltagen nur einen Punkt hinter Tabellenführer Beton Boys München.
Wie im Vorjahr entschied die U9 des TSV 1860 das Hallenmasters in Poing für sich und gewannen das international besetzte Turnier vor Rapid und dem FC Augsburg.
0:3, eine beschämende 2. Halbzeit und der Absturz auf Platz 15 der Tabelle – der (beschwerliche) Ausflug ins Stadion Rote Erde war mal so richtig für die Katz. Wir präsentieren Euch einige Impressionen von der Niederlage des TSV 1860 bei Borussia Dortmund II.
Fotogalerie zu Borussia Dortmund II gegen TSV 1860
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Dass es mit dem TSV 1860 München nicht immer leicht ist, wissen wir alle bestens. Ich habe allerdings seit Wochen eine Krise ungeahnten Ausmaßes mit unserem Lieblingsverein, dass ich freiwillig die Flucht vor 1860 angetreten habe. Ich hatte die Möglichkeit ein Projekt meiner Firma in Colorado zu betreuen und dafür die Spiele gegen Unterhaching und Dortmund II sausen zu lassen. Früher wäre das nicht mal im Ansatz denkbar gewesen, aktuell habe ich mich recht schnell entschieden, das zu machen und freiwillig auf zwei Löwenspiele zu verzichten. Die Chance mal von 1860 und seinen aktuell ziemlich schlechten Vibes wegzukommen, war zu verlockend.
American Football als Ersatzprogramm
Nachdem Ihr Euch gegen Haching Eure Allerwertesten abgefroren habt, war ich einen Tag später dran. Aus dem Rocky Mountains fuhr ich nach Denver ins Mile High Stadion, um mir das NFL-Spiel Denver Broncos gegen Cleveland Browns bei Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt anzusehen. Ich schicke es voraus: Ich habe von American Football wenig bis keine Ahnung, aber ich wollte immer schon mal ein NFL-Spiel im Stadion sehen. Das “Empower Field at Mile High” wie es offiziell heißt fasst 76.000 Zuschauer. Aber bereits in der S-Bahn werde ich von einem Fan darauf hingewiesen, dass “Empower Field just advertising” ist. “We all say Mile High Stadium!” Der nette Broncos Fan besorgt beim imposanten “Tailgating”, das ist diese Party die auf dem Parkplatz vor dem Stadion stattfindet, mehrere kostenlose Biere für uns beide, bevor wir das durchaus imposante Stadion betreten. Am Eingang treffen wir erstmals auf Fans der Cleveland Broncos, bei den möglicherweise ein Verwandter eines Ex-Löwen spielt…
Handelt es sich bei diesem Spieler um einen Verwandten unseres ehemaligen Stürmers?
Die Nationalhymne wird “überbellt”
Sehr bemerkenswert an den Browns-Fans ist, dass sie sich, sobald sich gegenseitig erspähen, mit imitiertem Hundegebell begrüßen. Da tatsächlich auch einige Browns-Fans anwesend sind, wird mein Weg in den fünften Rang des Stadion von kontinuierlichem menschlichen Hundegebell begleitet. Das hab ich auch noch nicht erlebt. Später erfahre ich, dass es daran liegt, dass die Browns einen Hund als Maskottchen haben und das deswegen so zelebriert wird. Durch den Defekt einer Rolltreppe zu meinem Billigplatz verpasse ich die Nationalhymne, die von Hundegebell von Browns-Fans auf der Rolltreppe fast übertönt wird. Kurz nach dem Kick-Off bin ich dann aber auf meinem Platz und der Anblick des Stadions ist prächtig (siehe Titelbild).
Weniger “amerikanische Atmosphäre” als erwartet
Die zahlreichen Spielunterbrechungen fallen gar nicht so auf, weil es im Stadion einen Moderator gibt, der jede Spielszene in den Pausen erklärt und so verstehe sogar ich einigermaßen, was auf dem Spielfeld passiert. Das Ganze ist von ziemlich rockiger Musik untermalt und die Denver Broncos punkten bei mir für die Ewigkeit, als auch mein Black-Sabbath-All-Time Favorite “Children of the Grave” im Hintergrund läuft. Leider wird “Rock’n’Roll” von Motörhead nicht gespielt, was wegen der Textzeile “I got rock ‘n’ roll to save me from the cold” durchaus berechtigt gewesen wäre.
Klares 29:12 für Denver
Ich bin wie gesagt kein großer Football-Kenner, aber die Broncos sind aus meiner Sicht ziemlich überlegen und gewinnen das Spiel problemlos 29:12. Ehrlichgesagt hatte ich sogar ziemliche Langweile erwartet bei einem Spiel mit 48 Minuten Netto-Spielzeit, das brutto 3 – 3,5 Stunden dauert. Aber es ist ziemlich unterhaltsam und die Atmosphäre überrascht mich positiv. Hinter mir sitzen Fans aus Cleveland, die jede gute Aktion ihrer Mannschaft mit lautem Gebell bejubeln. Beim Touchdown ihrer Mannschaft wähnte man sich im Tierheim, so laut bellten die vereinzelten Browns-Fans in meiner Umgebung.
Mit lauten Gebell bejubelten die Cleveland-Fans den Touchdown ihres Teams
“IN-COM-PLETE”
Natürlich gibt es keinen Support, so wie wir das kennen. Aber die Broncos-Fans gehen gut mit und benötigen dazu gar nicht diese Ami-mäßigen Aufforderungen (die es natürlich trotzdem gibt). Die Touchdwons der Broncos werden tatsächlich ähnlich bejubelt wie Tore bei uns.
Touchdown samt Jubel für die Broncos
Allerdings wird der Touchdowner (oder wie auch man den nennt, der das Ei in der Endzone fängt) nicht groß bejubelt. Bemerkenswert ist auch, dass es im Stadion (abgesehen von eigenen Punkten) am lautesten ist, wenn man den Gegner ärgern kann. Beim dritten und vierten Down des Gegners wird laut gebuht und mit den Füßen getrampelt. Anfeuerung bei eigenen Ofrfensivaktionen gibt es dagegen nicht. Am Besten finde ich aber, dass bei jedem Fehlpass der Gegner der Stadionsprecher die Spielszene mit den Worten “Pass by number XY was” erklärt und dann das ganze Stadion brüllt “IN-COM-PLETE”. Das macht mir Spaß und ich beteilige mich rege.
Exodus nach dem 3. Viertel
Ich weiß nicht, ob es an der Kälte liegt oder ob es beim Football generell so abläuft. Bei beruhigender Führung der Broncos verlassen die Fans nach dem 3. Viertel in Scharen das Stadion. Mein Nebenmann erklärt das damit, dass nach dem 3. Viertel kein Bier mehr verkauft werden darf. Ich harre trotz zunehmend unangemehmer Kälte bis zum Schluss aus, denn ich möchte sehen, was nach dem Ende passiert. Das hätte ich mir auch sparen können, es passiert nämlich nichts… Da das Spiel schon entschieden war, hat sich das letzte Viertel für mich ziemlich in die Länge gezogen. Dennoch war ich positiv überrascht, wie gut die Atmosphäre im Stadion war und dass es wesentlich weniger “amerikanisch” zugegangen ist, als ich es erwartet/befürchtet hatte.
Löwe oder Drache?
Im Stadion traf ich übrigens keinen der 2,5 Millionen Löwenfans, die ja aktuell kolportiert werden. Und das obwohl ich mich ähnlich wie Herr Gräfer in Anfield durch meine Löwenmütze durchaus zu erkennen gab. Ganz im Gegenteil: in der S-Bahn werde ich von einem Broncos-Fan angesprochen, was das denn für eine Mütze sei. Ich erkläre es ihm. Den Löwen im Wappen lässt er allerdings nicht gelten. “C’mon, man! That’s not a lion! That’s a fucking dragon or sumpin'”, bekomme ich zu hören…
Flucht vor 1860 erfolglos
Allerdings ist mit dieser Episode auch meine Flucht vor 1860 zur Erfolglosigkeit verurteilt. Da sind sie wieder die Erinnerungen an den zerstrittensten Verein der Welt, der über Markenrechte am Löwen (oder Drachen?) streitet, der einen Geschäftsführer Sport im vierten Anlauf verpflichtet und so weiter und so fort.. Ich hatte so gehofft, von dem ganzen Schmarrn mal den Kopf frei zu bekommen. Experiment gescheitert. Gegen Essen bin ich wieder am Start. Und ich freu mich sogar drauf. Zum Glück musste ich das keinem Broncos-Fan erklären…
Trotz widriger Verhältnisse und lahmgelegten Schienenverkehr schafften es dennoch knapp 900 (!) Auswärtsfans der Löwen nach Dortmund ins Stadion Rote Erde. Bei Schneegestöber sahen sie eine ordentliche erste Hälfte des TSV, der aber einige Großchancen der Hausherren zuließ.
1. Halbzeit: Feldüberlegenheit Sechzig, aber Dortmund gefährlicher
Im ersten Durchgang waren die Löwen optisch die spielbestimmende Mannschaft, ohne sich jedoch klare Torchancen herauszuspielen. Die beste Möglichkeit für die Gäste hatte Guttau, der nach ca. 15 Minuten völlig freistehend dem Gästekeeper in die Arme köpfte. Ansonsten wurden alle Abchlüsse der Löwen abgeblockt.
Anders die Hausherren: der BVB hatte mindestens drei große Chancen, bei zwei Versuchen scheiterten sie jedoch im “eins gegen eins” an David Richter, der auch beim dritten Versuch von Pohlmann dessen Distanzschuss über die Latte lenkte.
Arbeitsverweigerung im zweiten Durchgang
Von der Feldüberlegenheit der Löwen war im zweiten Durchgang nichts mehr zu sehen. So war es nicht verwunderlich, dass der BVB immer stärker wurde. In der 62. Minute schließlich kam es, wie es kommen musste: Pohlmann machte es diesmal besser als in Durchgang eins, ließ die Abwehrspieler die Schneeflocken bewundern und traf hart und platziert ins linke untere Eck.
Ab diesem Zeitpunkt versuchten die Dortmunder, durch Konter und schnelle Umschaltsituationen auf das 2:0 zu stellen, während Jacobaccis Elf nichts mehr einfiel und sie sich auch nicht wirklich gegen die drohende Niederlage zu wehren schien. Und so kam es erneut, wie es kommen musste: nach einem erschreckenden Ballverlust im Spielaufbau von Verlaat sah ein Löwe schlechter aus als der andere, Dortmund konnte 4 Löwen zu zweit ausspielen. 2:0.
Die nicht vorhandene Gegenwehr der Löwen drehte sich nochmal demonstrativ weg, als die Dortmunder einen weiteren Konter fuhren und durch Azhil in der 81. Minute zum 3:0 trafen.
So endete die Partie ohne großes Aufbäumen der Gäste mit 0:3 für die Dortmunder – und die Löwen bleiben weiterhin das einzige Team in Liga Drei, das nach einem Rückstand noch nie punkten konnte.
Spätestens nach dem 2:0 machten sich die mitgereisten und erneut bitter enttäuschten Löwenfans mit “Trainer raus”, “Wir ham die Schnauze voll”, “Jacobacci raus” und weiteren Sprechchören lautstark bemerkbar.
Herzlich willkommen zum Liveticker am 17.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen Borussia Dortmund II und dem TSV 1860 München!
Ohne Punkte blieben die Löwen gegen Unterhaching und schieden zuvor gegen Pipinsried blamabal aus dem Toto-Pokal aus. Der Schwung aus Saarbrücken ist definitiv verflogen. Heute zählt es wieder auswärts im Stadion Rote Erde. Gibt es für den TSV 1860 etwas zu feiern oder holt die zweite Mannschaft des BVB drei Punkte?
Es fehlen: Michael Glück (Gelb-Rot Sperre), Joel Zwarts (Adduktoren), Daniel Winkler (Kreuzbandriss)
Ausfälle bei Borussia Dortmund II: Blank (Gelb-Rot-Sperre), Michel (Gelbsperre), Lotka (Rotsperre), Aning, Besong, Butler, Irorere, Lütke-Frie, Otuali, Pudel (alle verletzt)
Diesen Löwen droht eine Sperre
Leroy Kwadwo und Jesper Verlaat haben bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müssen sie also ein Spiel aussetzen. Tim Rieder und Julian Guttau stehen aktuell bei drei gelben Karten.
Wo könnt ihr das Spiel Borussia Dortmund II – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?
750 Löwenfans machen sich auf den Weg nach Dortmund und werden sich im Gästeblock einfinden. Kurzentschlossene können sich vor Ort an der Tageskasse noch mit einem Ticket versorgen und ebenfalls live dabei sein.
Für alle, die die Reise nicht antreten können, gibt es dieses Mal keine gute Nachrichten. Die Partie wird nicht im Free-TV übertragen. Allerdings ist natürlich wie gewohnt MagentaSport vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.
Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.
Die Spieler der Mannschaften SC Verl und Dynamo Dresden stehen am Mittelkreis wärhend der Schweigeminute für den Spieler Agi Diawusie des Jahn Regensburg, welcher Anfang der Woche unerwartet verstarb.
Zum heutigen Topspiel am 17. Spieltag traf der Verfolger des Tabellenführers Jahn Regensburg, der Dynamo aus Dresden, auf den SC Verl, die vor dem Spiel mit zwei Punkten Rückstand auf den SSV Ulm auf Platz 4 lagen. Der 17. Spieltag war gleichzeitig wieder einer der undankbarsten Terminierungen für Löwenfans, die um 19:30 Uhr erst in der Roten Erde in Dortmund spielten.
Die Ausgangslage vor der Partie
Trotz der Niederlage letzte Woche gegen den Jahn Regensburg vertraute Dynamo Trainer Markus Anfang derselben Startelf, während Sportclub Trainer Alexander Ende trotz des 2:1 Sieges auf Benger und Lokotsch statt Wolfram und Kammerbauer, welche auf der Bank platznehmen mussten, setzte. Während die Dresdener die letzten Spieltage etwas schwächelten, zeigte die Tendenz für den Sportclub klar nach oben. Die Punkte der letzten vier Partien des SCV gingen allesamt nach Ostwestfalen.
Die erste Halbzeit
Vor Anpfiff wurde mit einer berührenden Schweigeminute für den erst kürzlich verstorbenen Agyemang Diawusie des SSV Jahn Regensburg, genannt Agi, gedacht. Der Spieler, der auch unter anderem 38 Spiele für Dynamo machte und mit dem Club in die zweite Liga aufgestiegen war, war Anfang der Woche überraschend im Alter von 25 Jahren verstorben. Ruhe in Frieden, Agi! 🕯️
Die Spieler der Mannschaften SC Verl und Dynamo Dresden stehen am Mittelkreis wärhend der Schweigeminute für den Spieler Agi Diawusie des Jahn Regensburg, welcher Anfang der Woche unerwartet verstarb.
Bei kühlen 2° C, aber Sonne und blauem Himmel starteten beide Mannschaften flott in die Partie, wobei Dynamo die erste gute Gelegenheit bereits in der 3. Minute verzeichnen konnte. Im Anschluß ging es erst einmal weiter munter hin und her – der Sportclub erarbeitete sich aber ein leichtes Chancenplus in der Anfangsviertelstunde. Die beste Chance der Anfangsphase hatte Sessa, der den Freißstoß von Kraulich in der 6. Minute nach kurzer Annahme aber nicht verwerten konnte. Direkt im Anschluß hatte auch Dresden die erste Großchance in der 7. Minute, als Kraulich die Hereingabe verpasste, Kutschke’s Schuss aber noch abgeblockt werden konnte.
Im nächsten Drittel der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften mehr oder wenigert im Mittelfeld, so dass es erst in der 30. Minute eine erneute Großchance von Kutsche gab, welcher den Kasten aber knapp verpasste – der Ball zischte knapp am rechten Pfosten vorbei. Beim anschließenden Gegenstoß des Sportclub gab es mit Gelb für Zimmerschied nach Foul an Ochojski die erste Karte der Partie. Der Freistoß nahe der rechten Eckfahne brachte aber auch nichts zählbares ein.
Die Partie flacht nach schwungvollem Beginn ab
Im weiteren Verlauf der Partie flachte diese deutlich ab und wurde gleichzeitig etwas ruppiger. So gab es viele Unterbrechungen nach kleinen Fouls im Niemandsland, die aber ebenfalls nichts erwähnenswertes einbrachten.
So gingen beide Teams nach einer Minute Nachspielzeit mit einem 0:0 in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit
Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit gehören diesmal Dynamo, die sich in der Hälfte des SCV festsetzen konnten. Ein Freißstoß in der 51. Minute im linken Halbfeld brachte dann wieder eine gute Chance für die Dresdener ein, welche Torwart Luca Unbehagen mit einem Nachschuss zu einer Glanzparade zwangen. Vor dem Freistoß kam es zu einer kleinen Unterbrechung, als der Vorsänger der Ultras Dynamo mittels einer Trillerpfeife den Block versuchte zu motivieren, welches auf Bitten des Schiedsrichtergespanns zu einer Durchsage mit Bitte um Unterlassung führte, welche durch “Halt Dein Maul” Gesänge des Dresdener Anhangs aus der Südtribüne quittiert wurde.
Auch danach erarbeitete sich Dynamo weitere guten Chancen, wie z.B. in der 53. Minute, als Gruber Lemmer in der Box mit einer mutigen, aber fairen Grätsche noch rechtzeitig vom Ball trennte. In der 54. Minute kam Dresden bereits zur nächsten guten Chance durch Hauptmann. Torge Paetow warf sich aber mutig in den Ball, so dass weiterhin beim Unentschieden blieb. Erst in der 58. Minute konnte der Sportclub auch zur ersten Ecke kommen, welche aber geklärt wurde. Im Anschluss blieb Kapitän Corboz nach einem Kopfballduell liegen und musste behandelt werden, konnte die Partie aber fortsetzen.
In der 62. Minute gab es nach einer erneuten Ecke für Dresden ein Handspiel von Benger im Strafraum, welches aber durch das Gespann nicht geahndet wurde, obwohl Linienrichter Potemkin freies Blickfeld auf die Situation hatte. Proteste der Dresdener folgten hier unserer Meinung nach zurecht, aber ohne VAR kein Review.
Verl geht überraschend in Führung
In der 67. Minute dann etwas überraschend das Tor für Verl nach einem weiten Einwurf von Paetow durch Benger. Dieser knallte die Kugel per Kopf an die Latte, versenkte den Nachschuss aber wuchtig im Netz. Dies hatte sich im Verlauf der zweiten Halbzeit bisher nicht abgezeichnet, Dresden hatte ein deutliches Chancenplus. Der sich allerdings davor schon anbahnende Doppelwechsel kam dann vor dem Wiederanstoß, Zimmerscheid (22) und Bünning (23) gingen raus, neu kamen Meißner (21) und Oehmichen (25). Auch bei Verl wurde gewechselt, Lokotsch (13) ging raus, für ihn kam Wolfram (7). In der 75. ein erneuter Wechsel beim Sportclub, Sessa (30) verließ den Rasen für Otto (28).
Der SCV überließ Dynamo dann weitestgehend das Heft des Handelns und bettelte schon annähernd um den Ausgleich, konnte aber von Glück reden, dass die Dresdener nicht wirklich mit Glück gesegnet waren. In der 80. der nächste Doppelwechsel der Mannschaft aus Sachsen, Ex-Löwe Schäffler (9) und Cueto (11) kamen für Herrmann (19) Lemmer (10). Es scheinte, als wollte Coach Anfang hier nochmal Impulse für den Ausgleich setzen. Und auch der Sportclub reagierte auf das Spielgeschehen, in der 84. kam Mehlem (8) für den Torschützen Benger (23). Seit gut 10 Minuten spielte nur noch Dynamo.
In der 89. Minute erneut ein Freistoß für Dynamo aus aussichtsreicher Position, ca. 20m vom Tor aus dem linken Halbfeld. Der Freistoß ging aber ohne weitere Berührung am rechten Pfosten vorbei. Torwart Unbehagen blieb allerdings nach einem Zusammenprall mit Kutschke liegen und musste kurz behandelt werden.
Es ging auch weiter immer nur noch auf ein Tor, 5 Minuten wurden nachgespielt. Auch hier ging es nur weiter in eine Richtung, aber es fehlte weiterhin die Präzision und das nötige Quentchen Glück, so dass der SC Verl etwas glücklich die drei Punkte behielt.
Fazit
4.217 Zuschauer sahen die Partie live im Stadion. Zu Beginn der Partie bewiesen beide Teams, dass sie zurecht dort stehen, wo sie in der Tabelle aktuell stehen, hielten das hohe Tempo der Anfangsviertelstunde nicht.
Nach Wiederanpfiff übernahm Dresden das Heft des Handelns, musste sich aber nach dem etwas glücklichen Treffer durch Benger trotz eines Sturmlaufs in den letzten 20 Minuten, geschlagen geben. Man kann hier durchaus von einer Ergebniskrise sprechen, die letzten drei Partien gingen jeweils 0:1 aus Sicht der Dresdner verloren. Der Sportclub ist jedoch seit 10 Partien ungeschlagen.
Als nächstes geht es für den SC Verl zum SC Preußen Münster. Kurz vor der Winterpause in 14 Tagen erwartet der Sportclub den SSV Ulm zum nächsten Topspiel in der heimischen Sportclub Arena. Der Aufsteiger aus Baden-Württemberg wird hier sicher auch versuchen, Punkte mitzunehmen.
Dresden empfängt als nächstes zu Hause die SpVgg Unterhaching, bevor es auswärts nach Duisburg geht.
Nur noch Platz 14 in der Tabelle, Unruhe im Umfeld und generell eine schwierige Zeit – es läuft nicht so wirklich rund bei den Löwen. Dass es allerdings noch schlechter laufen kann, hat man in der Saison 2016/17 gesehen, die der TSV 1860 nicht nur mit einem Rekord-Minus abgeschlossen hat, sondern auch sportlich abstürzte. Einer der sportlichen Lichtblicke damals: Abdoulaye Ba!
Abdoulaye Ba tippt auf Sieg der Löwen
Auch wenn der 32-Jährige die Löwen nach dem Doppelabstieg (wie so viele andere auch) verließ, hat er seinen Ex-Klub nicht komplett aus den Augen verloren und hofft auf einen Auswärtssieg in Dortmund.
“2:1 pour TSV 1860. Il faut qu’on gagne!”
Auf gut Deutsch heißt das:
“2:1 für die Löwen. Ein Sieg muss her!”
Zahlreiche Karrierestationen in ganz Europa
ASC Linguère, FC Porto, SC Covilhã, Académica de Coimbra, Vitória Guimarães, Rayo Vallecano, Fenerbahçe Istanbul, Alanyaspor, TSV 1860 München, Deportivo La Coruña, Dinamo Bukarest, Moreirense SC, FC Arouca, Sabah FK, CS Tondela – was klingt wie das ambitionierte Programm eines Groundhoppers, sind in Wahrheit die Karrierestationen des Abdoulaye Ba.
Der Senegalese ist also gut rumgekommen in seiner bisherigen sportlichen Laufbahn und kickt derzeit in der 2. Liga Portugals. Die Löwen verfolgt aber weiterhin, was man unter anderem daran erkennt, dass er sechzger.de auf Instagram folgt und regelmäßig Likes hinterlässt. Merci!
Zu ungewohnter Zeit gastieren die Löwen am Sonntag um 19.30 Uhr im Stadion Rote Erde in Dortmund (sechzger.de berichtet live). Wir präsentieren Euch die Faninformationen vor der Partie des TSV 1860 beim BVB II.
Faninformationen vor BVB II – TSV 1860
Mindestens 750 Fans werden die Löwen am Sonntag nach Dortmund begleiten. Nachdem die Partie in der Vorsaison im Westfalenstadion ausgetragen wurde, treffen Borussia Dortmund II und der TSV 1860 diesmal wieder im Stadion Rote Erde aufeinander.
Die Stadiontore werden um 18 Uhr geöffnet, der Anstoß erfolgt um 19.30 Uhr. Es wird eine Tageskasse geben, im Stadion selber kann nur mit Bargeld gezahlt werden.
In der Roten Erde sind kleine Regenschirme (Knirpse) zugelassen, Stockregenschirme hingegen sind nicht erlaubt.
Im Stadion sind Taschen- und Rucksäcke bis max. DinA4 erlaubt. Für größere Taschen besteht keine Aufbewahrungsmöglichkeit.
Anreise
Für Gästefans ist die Parkfläche C2 am Westfalenstadion vorgesehen. Die Parkgebühr für Busse beträgt 30 €, für Bullis ab 2,8 Tonnen 20 € und für PKW 8 €.
Mit der U-Bahn (U45) erreicht Ihr das Stadion Rote Erde an der Haltestation Westfalenhalle, per Regionalbahn ist die Haltestation Signal-Iduna-Park Euer Ziel.
Am Sonntag zum 19:30 Uhr ist der TSV 1860 München bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund zu Gast. Es ist der viertletzte Spiel des Jahres und die Löwen wollen, unterstützt von 750 Zuschauer, unbedingt drei Punkte in die Landeshauptstadt mitnehmen um die 0:1-Niederlage gegen Unterhaching vergessen zu machen. In der wohl kürzesten Löwenrunde seit Jahren, die Presserunde dauerte gerade einmal neun Minuten, erklärte Trainer Maurizio Jacobacci, dass Richter auch in Dortmund im Tor stehen wird.
“Drei Punkte sind eminent wichtig für uns”
“Ich erwarte, dass die Mannschaft mit Herz auf den Platz geht und alles dafür tut, die drei Punkte nach Hause zu bringen. Das ist eminent wichtig für uns”, sagte Jacobacci nach einer Beileidsbekundung nach Regensburg. “Es ist aktuell wenig erfreulich, weil die Ergebnisse nicht stimmen. Die Mannschaft hat keine schlechten Spiele geliefert. Sie hätte mehr Punkte verdient, für das, was sie auf den Platz gebracht hat”, wiederholte sich der Schweizer.
Richter fängt auch in Dortmund
Angesprochen auf den Torhüter-Wechsel, gegen Haching stand nicht wie angekündigt Hiller, sondern Richter zwischen den Pfosten, erklärte Jacobacci: “Wir haben das Thema intern geregelt. Es ist nachvollziehbar, dass Marco enttäuscht ist, wer wäre das an seiner Stelle nicht”, sagte der TSV-Coach. Man habe zwei sehr gute Torhüter im Kader. “Ich hoffe, dass Marco sich professionell verhält und das glaube ich auch, da ihm Sechzig München am Herzen liegt”, erklärte Jacobacci und fügte an: “Im Tor steht am Sonntag Richter, ich werde nicht jede Woche switchen”.
Ausfalldauer von Zwarts weiter unbekannt
Wann Zwarts wieder auflaufen kann, ist weiterhin unklar. Näher wollte der Löwen-Dompteur auf das Thema auch nicht eingehen. Zudem wird in Dortmund der gesperrte Glück in der Defensive fehlen. Jacobacci hofft auf einen ähnlichen Auftritt wie beim 3:2-Sieg in Saarbrücken: “Dort haben wir vieles richtig gemacht. Die Mannschaft hat sich toll reingehauen. Jetzt sind wir fast in der gleichen Situation. Ich hoffe, dass wir das Spiel am Sonntag angehen, wie das in Saarbrücken”.
Kein Wort über den Gegner
Nach nicht einmal neun Minuten war die Fragerunde zu Ende, Fragen zum Gegner gab es dabei keine.
Auch dank der Tore von Markus Ziereis kehrte der TSV 1860 in den Profibereich zurück
Es war vor gar nicht langer Zeit, da spielten die Löwen in der Regionalliga Bayern, taten sich zu Beginn recht schwer (man erinnere sich an das 0:1 beim TSV Buchbach), kamen dann aber ordentlich ins Rollen und waren auch heute vor sechs Jahren – trotz einer zwischenzeitlichen Durststrecke (Niederlage in Burghausen, Remis in Rosenheim) – nicht zu stoppen.
Heute vor sechs Jahren
Der SV Schalding-Heining gastierte auf Giesings Höhen und wollte natürlich was Zählbares mit nach Niederbayern nehmen. Doch da hatten die Passauer die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der TSV 1860 präsentierte sich von Anfang an hochkonzentriert und ging bereits in der 6. Minute durch Markus Ziereis in Führung, der überragend von Helmbrecht in Szene gesetzt worden war.
Auch bei Treffer Nummer 2 in der 28. Minute hatte Nicolas Helmbrecht seine Füße im Spiel: Seine Ecke von der rechten Seite segelte genau auf den Kopf von Christian Köppel, der per Aufsetzer zum 2:0 einnickte.
Noch vor der Pause stellten die Löwen den späteren Endstand her, als Kindsvater vom linken Flügel nach innen zog, einen Doppelpass mit Sascha Mölders spielte und dann ins lange Eck schlenzte (40. Minute).