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Sechzig um Sieben: Niederlage gegen Lübeck in der Analyse

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Guten Morgen! Bevor wir unseren Blick auf die nächste Aufgabe der Löwen in Sandhausen richten, schauen wir nochmal kurz zurück auf das 1:2 vom Dienstag. Bernd Winninger betrachtet die Niederlage gegen den VfB Lübeck in seiner Analyse genau und stellt fest: “Verdient verloren, weil nach der Führung die Mannschaft in Muster der vergangenen Saison zurückfiel und gegen aufopfernd verteidigende Lübecker den Faden zwar wieder fand, aber nicht mehr an die Leistung anknüpfen konnte.”

Niederlage gegen Lübeck in der Analyse

Aber natürlich war nicht alles schlecht: Einsatzwille und Kampfgeist haben gestimmt, was auch von den Zuschauern im Grünwalder Stadion honoriert wurde. Überhaupt war das Ambiente am Dienstag wieder prächtig, wie man auch der Video- und Fotogalerie entnehmen kann.

Womöglich war die Niederlage auch der notwendige Schuss vor den Bug, um sich wieder dessen bewusst zu werden, dass die 3. Liga alles andere als ein Spaziergang ist. Thomas Enn hat sich dazu auch seine Giesinger Gedanken gemacht.

Neues aus der 3. Liga

Die Ergebnisse des 3. Spieltags

TSV 1860 – VfB Lübeck 1:2
SSV Ulm 1846 – Arminia Bielefeld 1:0
Preußen Münster – FC Ingolstadt 04 3:1
Hallescher FC – MSV Duisburg 1:1
Dynamo Dresden – Waldhof Mannheim 2:1
Jahn Regensburg – Borussia Dortmund II 0:0
SC Freiburg II – SpVgg Unterhaching 0:0
Viktoria Köln – Rot-Weiss Essen 0:0
Erzgebirge Aue – SV Sandhausen 2:1
1. FC Saarbrücken – SC Verl 4:3

TSV 1860 – VfB Lübeck (1:2), die Taktiktafel-Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel-Analyse des Spiels TSV 1860 München – VfB Lübeck. Nach zwei Auftaktsiegen hagelte es nun die erste Saisonniederlage. Die war unnötig wie ein Kropf, aber am Ende durchaus verdient.

TSV 1860 – VFB Lübeck hieß das Duell am Dienstagabend bei tropischen Temperaturen im ausverkauften Sechzgerstadion. Die Löwen kamen personell mit derselben Elf wie gegen Duisburg aufs Feld, systematisch setzte Maurizio Jacobacci allerdings auf das aus der Zeit unter Köllner gut bekannte 4-1-4-1. Durch die in diesem System immer nötigen Verschiebungen entstand durch den abkippenden Achter – in diesem Fall Manfred Starke – gegen den Ball ein 4-2-3-1 und bei eigenem Ballbesitz im letzten Drittel des Gegners ein asymmetrisches 4-3-3.

Die Presssinglinie der Löwen war hoch angesetzt und der Gegner wurde mit drei Spielern angelaufen. Die Defensivlinie war auf relativ hohem Niveau gesetzt – allerdings nicht hoch genug, um das Mittelfeld so eng zu machen, dass Lübeck keine Anspielstationen hätte finden können. Es öffneten sich immer wieder Räume, die der VfB dann auch bespielte.

Lübeck wählte zunächst einen sehr defensiven Ansatz im 4-2-3-1 mit Pressinglinie auf mittlerem bis tiefem Niveau und moderat tiefer Defensivlinie. Lübeck verschob nach vorne aus dem 4-2-3-1 über den hinter der Spitze als Schattenstürmer eingesetzten Gözüsirin auf ein 4-4-2 mit hängender Spitze. Gegen den Ball entstand bei Lübeck ein 4-5-1 mit flachem Ansatz im Mittelfeld, sobald die Sechzger sich aus dem Pressing befreien konnten.

Bevor wir nun zur genauen Analyse kommen gibt es an dieser Stelle wie immer die statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte TSV 1860 – VfB Lübeck

  • Ballbesitz TSV 1860 64% – VFB Lübeck 36%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 82% – VFB Lübeck 69%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 67% – VFB Lübeck 65%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 12/3 – VFB Lübeck 9/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 5,51 – VfB Lübeck 11,89

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Die Zahlen hier sind keine Überraschung. Lübeck war auf gegnerischem Platz auf defensiven, destruktiven Konterfußball mit schnellem sowie vertikalem Spiel in Spitze eingestellt. Die Sechzger wollten hingegen dominanten Ballbesitzfußball spielen, der den Gegner in seiner Spielfeldhälfte beschäftigt.

So weit, so gut. Das hat für beide Mannschaften auch so hingehauen. Problematisch ist allerdings in dem Fall für die Sechzger gewesen, dass sie nach der eigenen Führung nicht mit dem plötzlich höheren und somit aggressiveren Pressing der Lübecker zurechtkamen.

Plötzlich fehlten den Sechzgern die Ideen, um selbst wieder ins Spiel zu kommen. Der Beweis dafür: wie immer Rück- und Querpässe im Aufbau. Man bleibt in Ballbesitz, denn es sind Sicherheitspässe, erreicht aber damit weder Raumgewinn noch Tempo auf dem Spielfeld. Rückpässe innerhalb der eigenen Defensivabteilung können wir allerdings diesmal vernachlässigen, denn in Abhängigkeit vom Ballbesitz war hier die Anzahl durchaus im Rahmen.

Womit wir allerdings nicht zufrieden sein können ist bei den gespielten Querpässen zu Beginn der Spielzüge im Positionsspiel.

Die Zahlen hier sind in meinen Augen schockierend. Die Defensivabteilung der Sechzger inklusive defensives Mittelfeld spielte 154 solche Pässe. Pro Ballbesitzphase waren das also rund 2,5 Querpässe. Die durchschnittliche Passanzahl pro Ballbesitzphase lag bei knapp 4,4. 56% der Pässe pro Ballbesitzphase waren also rein statistisch gesehen Querpässe innerhalb der eigenen Defensivabteilung unabhängig davon wo auf dem Spielfeld die Pässe stattfanden. Circa ein Drittel dieser Querpässe hatten Tarnat entweder als Ausgangspunkt oder Passempfänger.

Passgenauigkeit

Aus den im letzten Abschnitt beschriebenen Passverhalten leitet sich natürlich auch die hohe Passgenauigkeit ab. Nichtsdestotrotz war auch bei den Vorwärtspässen die Passgenauigkeit gut. Übersteigt allerdings die Zahl der Querpässe die der Vorwärtspässe so deutlich wie in diesem Spiel kann die Passgenauigkeit gut sein, wie sie will. Im Endeffekt wirkt das Spiel ideenlos und der Gegner kann sich jederzeit darauf einstellen was kommt. Überraschungsmomente schafft man so nicht.

Defensive Zweikampfquote

Hier kann man der Mannschaft des TSV 1860 München am gestrigen Abend gegen den VfB Lübeck keinerlei Vorwürfe machen. Jeder hat gegen den Ball alles rein geworfen, was er hatte. Sowohl Anzahl als auch Quote der defensiven Zweikämpfe waren auf einem guten Niveau. Das spiegelt sich ja auch in der Ballbesitzquote wider.

Schüsse/aufs Tor

Wenn in einem Spiel, in dem man in Abhängigkeit vom Ballbesitz des Gegners 56% länger den Ball hat als der Gegner, aber nur auf 33% mehr Torschüsse in Abhängigkeit der Torschüsse des Gegners kommt (Verhältnis 12:9) ist das definitiv ein Zeichen von fehlender Kreativität der Mannschaft an diesem Abend.

Der nächste zu kritisierende Punkt ist die Schussgenauigkeit. Lediglich drei, also 25% der Schüsse von Sechzig, gingen auf den Kasten der Lübecker. Das ist ein in dem Fall unterirdischer Wert, denn Lübeck schaffte es nur einmal einen Schuss der Löwen zu blocken. Hinzu kommt, dass die Mehrzahl der abgefeuerten und nicht geblockten Schüsse auch aus guter Position, also zentral oder halbzentral in der Box vor dem Kasten des Gegners erfolgten.

PPDA

Die PPDA-Werte spiegeln in diesem Spiel das Pressingverhalten beider Teams wunderbar wieder, hier sind keine weiteren Erläuterungen nötig. Als Zusatzinformation für neue Leser möchte ich jedoch anfügen, dass bei diesem Parameter der Wert immer indirekt proportional zu sehen ist. Also je niedriger der Wert, desto härter wurde gepresst.

Die Tore

Um diese Rubrik der Taktiktafel würde ich mich heute wirklich gerne drücken, aber natürlich werde ich wie immer das entscheidende Tor – in dem Fall das 1:2 für den Gegner – unter die Lupe nehmen.

Hier könnt ihr Euch die Tore und weitere Highlights der Partie noch einmal ansehen.

Schauen wir auf das 2:1 des VfB Lübeck gegen den TSV 1860. Taffertshofer spielt von der Mittelkreisbegrenzung auf etwa 11 Uhr den Ball nach links zu Reddemann. Nach dem langen Ball nach vorn kann dieser wiederum unbedrängt nach vorne ins Zentrum vor die Box den langen Ball auf Schneider spielen. Der lässt die Kugel abtropfen, sodass Gözüsirin ihn mit dem ersten Kontakt links flach aus etwas 18m in die Maschen jagen kann.

Kein Löwenspieler zeigt in dieser Situation auch nur die geringste Gegenwehr. Die komplette rechte Abwehrseite und das defensive Mittelfeld befinden sich im Tiefschlaf. So kommt es einem zumindest vor. Da werden Erinnerungen an Spiele unter Michael Köllner wach, wo man auch oft früh in Führung ging und dann selbstverliebt gegen aufopferungsvoll kämpfende Underdogs die Punkte dennoch liegen ließ. Die Erfahrungen der vergangenen Saison sollten der Mannschaft doch eigentlich eine Lehre gewesen sein, dass ein Tor (manchmal auch zwei) in dieser Liga meist nicht reicht, um Zählbares einzufahren.

Trotz der Temperaturen, die vorherrschen würde bis Samstag der Ball beim Training nur wenig eingesetzt werden. Denn die Niederlage gegen den VfB Lübeck hatte tatsächlich nichts mit schlechtem Spiel des TSV 1860 bis dahin zu tun, sondern mit der Hochnäsigkeit, die diese Mannschaft offensichtlich immer noch nach Führungen gegen Underdogs an den Tag legt. Schämt Euch. Bevor man in so einem Spiel nicht mindestens drei Tore selbst geschossen hat, muss der Gegner in jeder Ballbesitzphase spüren, dass es nicht erwünscht ist, dass er den Ball hat. Schafft man es nicht diese drei Tore zu erzielen, muss man kämpfen bis zum Schluss – und nicht nach einer Viertelstunde aufhören, um dann gegen einen tiefstehenden Gegner die offensichtlich immer noch fehlende Brechstange zu suchen.

Das fiel auf

Wie gerade schon beschrieben war auffällig, dass sich die Mannschaft nach der Führung gegen einen vermeintlich schwachen Gegner in Sicherheit wog und deshalb das Spiel aus der Hand gab.

Das Eigentor von Greilinger ist hier allerdings nicht gemeint. Das kann jedem passieren und war sicherlich unglücklich, aber es ist kein Grund auf den sonst immer gut und konzentriert spielenden sowie einsatzfreudigen Kämpfer einzudreschen.

Das kollektive Versagen vor dem zweiten Treffer der Gäste ist allerdings nicht schönzureden. Dieses Tor darf so nicht fallen. Schneider und Gözüsirin haben beide zu viel Platz – und das im Zentrum vor der Box! Dort, wo bisher für die Gegner der Löwen kein Land zu sehen war, ausgerechnet dort entsteht das Tor. Unbegreiflich.

Einzelkritik an Spielern spare ich mir heute.

Lobend muss man allerdings Marco Hiller erwähnen ohne dessen Paraden in der 19. und 68. das Spiel noch um ein oder zwei Tore höher für Lübeck hätte ausgehen können.

Fazit

Das wird heute kurz. Verdient verloren, weil nach der Führung die Mannschaft in Muster der vergangenen Saison zurückfiel und gegen aufopfernd verteidigende Lübecker den Faden zwar wieder fand, aber nicht mehr an die Leistung anknüpfen konnte.

Noch so eine pomadige Leistung nach einer knappen Führung will keiner sehen. Das war zwischen dem Führungstreffer bis zum zweiten Gegentor dem Wappen auf der Brust nicht würdig.

Datenquelle: Wyscout

Bundesliga in Giesing: TSV 1860 U19 empfängt den Club

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TSV 1860 U19 Mannschaft Saison

Am Wochenende feierte die U19 des TSV 1860 einen Heimsieg gegen Heidenheim, heute Abend soll gegen den Club aus Nürnberg der nächste Dreier folgen. Anpfiff auf dem Trainingsgelände (Platz 5) ist um 18.30 Uhr.

TSV 1860 U19 empfängt den Club

Die vergangene Spielzeit der Süd-Südwest-Staffel schlossen die A-Junioren aus der Frankenmetropole auf Rang 3 ab. In die neue Saison sind die Clubberer etwas holprig gestartet: Dem 2:2 in Mainz folgte eine 4:5-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt, obwohl man zehn Minuten vor Schluss noch mit 4:3 in Führung gegangen war.

Dennoch gibt es für die U19 des TSV 1860 keinen Grund, den 1. FC Nürnberg zu unterschätzen, wie auch Trainer Jonas Schittenhelm klarstellt:

“Nürnberg hat trotzdem eine spielstarke Mannschaft mit sehr guten Flügeln. (…) Das wird eine enge Kiste. Nürnberg ist eine Mannschaft, die Qualität hat. Da sind wir gefordert! (…) Aber wir sind gut drauf, werden es mit Vollgas angehen.”

Junglöwen müssen auf Quintett verzichten

Die Junglöwen waren mit einem 0:2 beim Karlsruher SC in die Saison gestartet, hatten am Wochenende jedoch den 1.FC Heidenheim in Giesing mit 2:0 besiegt.

Mit Evarist Samey, Max Jägerbauer, Erion Avdija, Luan Klose und Marc Zimmermann muss Schittenhelm verletzungsbedingt auf ein Quintett verzichten, das erst Anfang September wieder in den Kader zurückkehren wird.

Titelbild: Sampics (Stefan Matzke)

Video- & Fotogalerie zur Partie TSV 1860 gegen VfB Lübeck

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TSV 1860 München VfB Lübeck Grünwalder Stadion 20230822 Fotogalerie Titelbild

Trotz engagierter Leistung kassierten die Löwen gestern mit dem 1:2 ihre erste Saisonniederlage – und das völlig zurecht. Nichtsdestotrotz präsentieren wir Euch in unserer Video- und Fotogalerie die schönsten Impressionen vom Match des TSV 1860 München gegen Aufsteiger VfB Lübeck.

Mannschaftsaufstellung und Torjubel

Vor dem Spiel präsentierte Stadionsprecher Sebastian Schäch die Mannschaftsaufstellung der Löwen.

In der 11. Minute traf Julian Guttau zur 1:0-Führung für die Löwen. Da war die Welt noch in Ordnung…

Mehr Videos rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal!

Fotogalerie zur Partie TSV 1860 gegen VfB Lübeck

Traumwetter, ein ausverkauftes Grünwalder Stadion und ein Auftakt nach Maß – eigentlich hat alles gepasst. Am Ende aber entführten die Gäste drei Punkte aus Giesing. In unserer Fotogalerie zeigen wir Euch einige Highlights von der Partie TSV 1860 gegen VfB Lübeck. Vielen Dank an Oliver Rabuser für die Aufnahmen aus dem Innenraum.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage gegen Lübeck: Zurück auf dem Teppich

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Die Bäume wuchsen schon wieder in den Himmel in Giesing in den letzten Tagen. Nach den zwei Auftaktsiegen des TSV 1860 München war die Euphorie schon wieder in ungeahnte Höhen geschnellt. Nach der gestrigen Heimniederlage gegen Aufsteiger Lübeck sind die Löwen hoffentlich zurück auf dem Teppich.

Druckvolle Anfangsphase

Während der ersten Viertelstunde war nicht abzusehen, dass 1860 an diesen Abend eine Niederlage würde zu beklagen haben. Die Löwen begannen äußerst druckvoll und setzten die Gäste aus dem Norden von Beginn an unter Druck. Bereits in der zweiten Minute traf Zwarts den Pfosten. Guttau stellte dann in der 11. Minute auf 1:0 für die Löwen. Damit krönte er die bislang beste Viertelstunde der laufenden Saison. Leider ging es nicht so weiter.

Lübeck dreht das Spiel

Aus mir unerfindlichen Gründen gab das Tor der Löwen dem VfB Lübeck Auftrieb. Die Gäste übernahmen nun die Spielkontrolle, gewannen deutlich mehr Zweikämpfe und konnten die Partie noch vor der Pause drehen. Nicht ganz unschuldig an der Wende im Spiel war Fabian Greilinger, der mit einem Blackout das 1:1 für Lübeck per Eigentor beisteuerte (25. Minute). Nur sechs Minuten später ging der VfB durch einen sehenswerten Treffer 2:1 in Führung. Gözüsirin ließ Hiller mit einem Volley keine Chance. Vorausgegangen war ein Angriff, bei dem 1860 nicht gerade mit aggressiver Abwehrarbeit glänzte. Etwas unverständlich fand ich die folgende Auswechslung von Guttau, der eigentlich bis dahin ein gutes Spiel gezeigt hatte und trotzdem nach 35 Minuten für Frey das Feld verlassen musste. Jacobacci zog Starke weiter nach vorne, Vrenezi ging komplett auf den Flügel und Frey sollte von hinten antreiben.

Uninspirierte Löwen kommen dem Ausgleich nicht nahe

Allerdings fruchteten die Auswechslungen nicht wirklich. Starke schien mir hinter den Spitzen seiner Stärke aus der Tiefe des Raumes zu kommen beraubt und das Offensivspiel stockte merklich. Sechzigs Offensivbemühungen waren gestern einfach zu harmlos, um Lübeck vor ernsthafte Probleme zu stellen. Lediglich ein Heber von Vrenezi und ein Schuss von Lakenmacher sorgten für ein wenig Gefahr. So verlor 1860 verdient gegen den VfB Lübeck und kehrt aus luftigen Höhen auf den Boden der Realität zurück.

1860 zurück auf dem Teppich

Ich hoffe, dass dieser Dämpfer zur rechten Zeit kommt. Irgendwie ging mir die Euphorie rund um den gelungenen Saisonauftakt mit zwei unerwarteten Siegen schon wieder zu weit. Trainer Jacobacci wünschte sich schon, “dass die Saison vorbei wäre.” Nach gerade mal zwei Spieltagen etwas gar früh. Sechzig spielte sicher nicht schlecht, aber vor der Pause war das Defensivverhalten zu nachlässig und Lübeck nutzte das clever aus. Danach verteidigten die Norddeutschen klug und Sechzig fehlten die Mittel gegen die zweikampfstarken und laufstarken Lübecker. Damit sollten alle im Löwenkosmos wieder zurück auf dem Teppich sein. Mit sechs Punkten aus drei Spielen hat 1860 immer noch einen guten Start hingelegt. Das gestrige Spiel beweist, dass man am Boden bleiben muss und jedes Spiel in dieser engen dritten Liga nur durch harte Arbeit und ohne Nachlässigkeiten gewonnen werden kann. Also: nicht entmutigen lassen, Löwen!

 

Gerücht: Stürmer Giannis Loukinas beim TSV 1860 im Gespräch?

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Ist die Einkaufstour der Löwen trotz der Verpflichtung von Joël Zwarts doch noch nicht beendet? Laut des griechischen Portals SDNA zeigt der TSV 1860 Interesse an Stürmer Giannis Loukinas vom Zweitligisten Athens Kallithea FC.

TSV 1860 mit Interesse an Stürmer Giannis Loukinas?

Wie das Portal am gestrigen Dienstag mitteilte, habe der TSV 1860 eine offizielle Offerte abgegeben, das Angebot sei jedoch abgelehnt worden. In der vergangenen Saison (2022-23) erzielte Giannis Loukinas 19 Tore in 24 Ligaspielen für Athens Kallithea FC und war zudem in den beiden letzten Spielzeiten der beste Torschütze in den Super-2-Gruppen, an denen seine Mannschaften teilnahmen.

Wann genau die Löwen das Angebot für den griechischen Angreifer abgegeben haben sollen, ist dem Artikel leider nicht zu entnehmen. Wir gehen davon aus, dass Maurizio Jacobacci mit dem Transfer von Joël Zwarts seinen finalen Kader zusammengestellt hat.

Jacobacci: “Haben das Zepter aus der Hand gegeben”

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Jacobacci: "Haben das Zepter aus der Hand gegeben"
Jacobacci: "Haben das Zepter aus der Hand gegeben"

Nach der 1:2-Niederlage gegen den VfB Lübeck standen die beiden Trainer Maurizio Jacobacci und Lukas Pfeiffer wie gewohnt den Pressevertretern Rede und Antwort.
“Ich verstehe nicht warum wir das Zepter nach 15 Minuten aus der Hand gegeben haben”, sagte der Löwen-Coach über die Schwächephase seines Teams.

Pfeiffer: “Die Atmosphäre war richtig gut”

“Der Sieg fühlt sich gut an, vor allem da uns kurzfristig zwei Innenverteidiger ausgefallen sind. Das hat man am Anfang in der Kette auch gemerkt und wir haben uns das Gegentor gefangen. Die Atmosphäre hier war richtig gut, es hat Spaß gemacht. Ich bin stolz auf die Jungs und darauf was sie geleistet haben. Wir haben jetzt eine gute Rückfahrt vor uns”, sagte Pfeiffer.

Jacobacci: “Haben das Zepter aus der Hand gegeben”

“Es ist eine bittere Niederlage. Den ersten guten Schuss lenkt der Torwart noch an den Pfosten, dann machen wir das 1:0. Wir wollten die ersten zehn bis 20 Minuten richtig Vollgas geben. Bis zum Tor ist uns das auch gelungen. Dann haben wir das Zepter für 15 Minute aus der Hand gegeben. Hiller hat einmal hervorragend gehalten, dann kriegen wir das 1:1. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, das passiert, schade”, sagte Jacobacci zum merkwürdigen Eigentor von Greilinger, der das Leder nach einer Ecke relativ unbedrängt ins eigene Tor köpfte.

Spielerische Mittel sollen Wende bringen

Nach der Pause habe sein Team versucht, das Spiel mit spielerischen Mitteln zu drehen. “Wir wollten dominant sein”, sagte der Schweizer. “Wir haben es nicht verstanden, über die Seiten zu kommen. Lübeck ist gut gestanden und hat auf unsere Fehler gewartet. Am Ende mussten wir wegen 15 passiven Minuten die erste Niederlage einstecken. Wir müssen jetzt die Lehren aus dem Spiel ziehen und versuchen, am Samstag in Sandhausen eine Reaktion zu zeigen”, forderte der Löwen-Coach.

Jacobacci begründet seinen frühen Wechsel

Guttau sei nicht verletzt gewesen, als er ihn ausgewechselt habe. “Er hat ein schönes Tor gemacht, aber er hat mir defensiv nicht gefallen. Ich wollte mit Frey neuen Schwung ins Spiel bringen”, erklärte Jacobacci. Er habe sich zwischen Guttau und Vrenezi entscheiden müssen und aufgrund von dessen Geschwindigkeit entschieden, Vrenezi auf dem Feld zu lassen.

Nach vorne zu unpräzise

In den letzten 15 Minute habe sein Team nach vorne zu unpräzise agiert und die Bälle nicht an den Mann gebracht. “Bonga hat über rechts einen gewissen Speed, der er aber nicht immer umgesetzt hat. Er ist bei uns ein Seitenspieler und wir hatten vorne drin Lakenmacher und Zwarts”, erklärte Jacobacci auf Nachfrage von sechzger.de, ob Bonga nicht eher im Zentrum für Gefahr hätte sorgen können. Der in der 70. Minute gekommene Neuzugang blockierte aber vielmehr den rechten Flügel, statt für frischen Schwung zu sorgen. Seine beste Aktion war der Kurzpass auf Lakenmacher zur einzigen nennenswerten Chance der Schlussphase.

“Das darf uns nicht passieren”

“Wir waren 15 Minuten lang zu passiv, das darf uns nicht passieren. Da hat Lübeck das Spiel gedreht. In der Phase hat uns ein Mann wie Frey gefehlt”, resümierte Jacobacci. “Es hat leider 15 Minuten und bis zum 1:2 gedauert, bis wir wieder geordneten Fußball gespielt haben. Die Niederlage ist schade, aber wenn wir das Spiel gut analysieren, kann die Mannschaft bis Samstag daraus seine Lehren ziehen”, resümierte der Löwen-Coach.

15 Minuten sind nicht genug: Löwen verlieren 1:2

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15 Minuten sind nicht genug: Löwen verlieren 1:2
15 Minuten sind nicht genug: Löwen verlieren 1:2

15 starke Minuten zu Beginn des Heimspiels des TSV 1860 München gegen den VfB Lübeck waren nicht genug, um am Ende Punkte einzufahren. Die Löwen legten gegen den Aufsteiger los wie die Feuerwehr. Trainer Maurizio Jacobacci hatte die gleiche Startelf wie am letzten Spieltag aufs Feld geschickt und der Plan schien aufzugehen.

Löwen überrennen Lübeck bis zum 1:0

Von der ersten Minute an rannten die Hausherren an und wollten mit aller Macht das 1:0 erzwingen. Lübecks Keeper rettete mit den Fingerspitzen noch gegen Zwarts, als er das Leder gegen den Pfosten lenkte. Dann war er aber geschlagen. Zwarts legte ab, Guttau schoss ein und die Löwen führten. Das Grünwalder Stadion, das natürlich ausverkauft war, stand Kopf.

Löwen verlieren den Zugriff

Dann folgte ein merkwürdiger Einbruch. “Wir wollten in den ersten 10 bis 20 Minuten richtig Gas geben”, erklärte Jacobacci nach dem Spiel. Doch dies sollte dann erst einmal nicht mehr gelingen. Lübeck kam immer besser ins Spiel und kam durch ein Eigentor zum Ausgleich. Nach einer Ecke köpfte Greilinger den Ball unhaltbar ins kurze Kreuzeck. Wenig später folgte das 1:2. Ein hoher Ball wurde mit der Brust abgelegt und per Flachschuss von der Strafraumgrenze verwandelt – das Spiel war auf den Kopf gestellt.

Löwen wechseln früh

Nach 35 Minuten kam Frey für Guttau ins Spiel. “Er war nicht angeschlagen. Ich hatte die Wahl ob ich Vrenezi oder Guttau runternehme, da ich Frey ins Spiel bringen wollte. Wegen dem Speed habe ich mich entschieden, Vrenezi im Spiel zu lassen”, erklärte Jacobacci anschließend.

Löwen laufen an

Nach dem Seitenwechsel wollten die Löwen noch einmal Druck aufbauen, was anfangs auch gelang. Lübeck stand tief und konnte größere Chancen erst einmal verhindern. 20 Minuten vor Ende brachte Jacobacci dann alle verbleibenden Offensivkräfte. Lakenmacher rückte zu Zwarts ins Zentrum, Bonga auf rechts. Doch die Angriffsbemühungen scheiterten meist schon in der Entstehung. Die beste Chance war ein 16-Meter-Schuss von Lakenmacher, der knapp über die Querlatte strich. So blieb es letztlich beim 1:2 für den wackeren Aufsteiger, der sich seinen ersten Saisonsieg hart erkämpfte. Die Löwen konnten nicht an die Leistung der letzten beiden Spiele anknüpfen. Dazu fehlte wohl auch das nötige Quäntchen Glück.
Das gesamte Spiel zum Nachlesen gibt es hier im Live-Ticker.

Löwen zurück auf dem Boden der Tatsache

Die Niederlage ist sicherlich kein Drama und die Anfangsphase war verheißungsvoll. Schade, dass es nicht gelang, den Schwung der guten Anfangs-Viertelstunde mit in den Rest der Partie zu nehmen. Die Stimmung in der Kurve und der Stehhalle war ordentlich und es ist schließlich auch nichts verloren. Trotz der Niederlage spielten die Löwen zumindest streckenweise mehr Fußball, als in der gesamten letzten Rückrunde und das gibt doch Anlass zur Hoffnung auf die nächsten Partien.

Und seien wir doch mal ehrlich: Sechs Punkte aus den ersten drei Spielen hätten wir vor der ersten Begegnung dieser Spielzeit doch mit Handkuss genommen…

Liveticker: TSV 1860 München – VfB Lübeck (3.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 3.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem VfB Lübeck!

In der ersten Englischen Woche der neuen Spielzeit empfängt der TSV 1860 München ausgerechnet den VfB Lübeck. Die Gästefans müssen an einem Dienstag eine Anreise von 850 Kilometern auf sich nehmen, um live im Grünwalder Stadion dabei sein zu können. Ungeachtet dessen wollen die Löwen möglichst die nächsten drei Punkte einfahren.

Aufstellung:
Hiller – Kurt, Verlaat (C), Kwadwo, Greilinger  – Tarnat (70. Bonga), Starke (70. Lakenmacher) – Schröter (70. Zejnullahu), Vrenezi, Guttau (35. Frey) – Zwarts

Bank:
Richter (TW), Lang, Zejnullahu, Bonga, Lakenmacher, Sulejmani, Ludewig, Cocic, Frey

Tore:
1:0 (11.) Guttau, 1:1 (25.) Eigentor Greilinger, 1:2 (31.) Gözüsirin

Die Personalsituation

Es fehlen: Daniel Winkler (Kreuzbandriss), Michael Glück (OP an der Hand), Phillipp Steinhart (Bänderverletzung), Tim Rieder (Aufbautraining), Devin Sür (Rot bei U21)

Ausfälle beim VfB Lübeck: Behrens (Trainingsrückstand), Daube (Außenbandanriss im Sprunggelenk), Drinkuth (Meniskusriss), Hauptmann (Muskelfaserriss), Kastenhofer (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), R. Kölle (Meniskusschaden)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Fehlanzeige.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – VfB Lübeck außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist wie fast schon gewohnt mit 15.000 Zuschauern ausverkauft. Aus Lübeck werden knapp 500 Gäste erwartet. Daher ist Block P hinter dem Tor für die Löwenfans verfügbar. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder bis kurz vor Anpfiff noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das zweite Heimspiel des TSV 1860 wird heute nicht im Free-TV übertragen. Allerdings  ist natürlich wie gewohnt MagentaSport vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Auslosung Toto-Pokal: TSV 1860 muss zur DJK Hain

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DJK Hain Toto-Pokal

Keine große Überraschung bei der Auslosung des Toto-Pokals: Die DJK Hain hat als letzter verbliebener Kreispokalsieger den TSV 1860 als nächsten Gegner gewählt. Damit steht den Löwen und ihren Fans eine weite Reise ins Spessart bevor.

TSV 1860 muss zur DJK Hain

Hain im Spessart ist ein Ortsteil der Gemeinde Laufach im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und hat rund 1200 Einwohner. Die DJK ist derzeit in der Bezirksliga Unterfranken West aktiv und belegt dort nach vier Spieltagen (3 Siege, 1 Remis) den 3. Tabellenplatz.

Im Toto-Pokal konnten sich die Hainer als Kreispokalsieger ihren Gegner in den ersten beiden Runden auswählen. Zunächst besiegten die DJK als Siebtligist den Sechstligisten ASV Rimpar mit 2:1. In der 2. Runde zog Sechtsligist TSV Karlburg im Elfmeterschießen den Kürzeren.

Die Löwen erwartet also nicht nur ein kampfstarker Gegner, sondern auch eine kräftezehrende Busfahrt. Für eine Fahrtstrecke von über 350 Kilometern ist eine Fahrtzeit jenseits der vier Stunden einzuplanen. Der TSV 1860 hatte sich mit Siegen beim 1. FC Stockheim und beim TSV Aindling fürs Achtelfinale des Toto-Pokals qualifiziert.

Die DJK Hain will die Löwen auf dem Sportgelände Seebachtal empfangen

Die Begegnungen des Achtelfinals

DJK Hain – TSV 1860 München

SC Großschwarzenlohe – SpVgg Ansbach

FC Ingolstadt – SSV Jahn Regensburg

DJK Vilzing – TSV Aubstadt

Würzburger Kickers – SpVgg Bayreuth

FC Pipinsried – Wacker Burghausen

FV Illertissen – SpVgg Unterhaching

Türkgücü München – TSV Buchbach