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Sechzig um sieben: Kwadwo in der “Elf des Tages”

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Sechzig um Sieben: Becketts

Guten Morgen, liebe Löwinnen und Löwen. Nach der ereignisreichen letzten (englischen) Woche geht es diese Woche um unseren TSV 1860 München etwas ruhiger zu. Wir blicken nochmal auf das 0:0 gegen Dynamo Dresden zurück, bei dem die Leistung von Leroy Kwadwo mit einer Nominierung in die “Elf des Tages” gewürdigt wurde.

Kwadwo in “Elf des Tages”

Die Löwen standen gegen den Tabellenführer hinten sehr sicher und wankten bis spät in die Nachspielzeit nicht. Das brachte Innenverteidiger Leroy Kwadwo folgerichtig eine Nominierung für die kicker “Elf des Tages” ein. Das Sportmagazin sah den Innenverteiger als besten einer kompakten und weitestgehend fehlerfrei agierenden Löwenabwehr ein.

Das 0:0 in der TAKTIKTAFEL-Analyse

Das torlose unentschieden gegen Dynamo Dresden war wieder ein Gusto-Stückerl für die Winningers dieser Welt. Beide Teams waren vornehmlich auf Sicherheit bedacht, so dass Chancen im Sechzgerstadion Mangelware waren. Nach einer Woche mit sehr schwankenden Leistungen der Löwen war Bernd in der TAKTIKTAFEL-Analyse mit der leistungesgerechten Punkteteilung zufrieden.

Zweiter Sieg der U17

Durch einen 2:0 Sieg gegen Mainz 05 verließ die U17 die ABstiegsränge der Junioren-Bundesliga. Zeitgleich zu den Profis siegte auch die U21 gegen den SV Erlbach und feierte damit den vierten Sieg in Folge. Auch die Mannschaften den e.V. konnten das Wochenende erfogreich bestreiten. Im Doppler gegen den TSV Großhadern konnten die dritte und vierte Mannschaft ungefährdete Siege feiern. Auch die drei Frauenmannschaften des TSV 1860 konnten allesamt Siege einfahren. Die B-Juniorinnen siegten in Ergolding, die zweite Frauenmannschaft gewann beim FC Perlach mit 13:1 und die erste Frauenmannschaft kehrte Siegreich von der SG Röhrmoos/Schwabhausen heim. Alle Ergebnisse der Löwenmannschaften findet Ihr hier.

Heute Abend: Benefizspiel der U19

Die U19 des TSV 1860 München tritt heute Abend um 18:30h beim FC Kochelsee-Schlehdorf zum Benefizspiel an. Die Einnahmen des Spiel gehen zu 100% an die Opfer der schweren Unwetter von Ende August in der Region. Also: Gutes Tun und die Zukunft der Löwen sehen!

Saisonabschluss der Golf-Löwen

Die Golf-Saison 2023 neigt sich dem Ende entgegen. Zum Saisonabschluss maß sich die Golfabteilung des TSV 1860 mit den Gstgebern des Golfclubs Valley. Die Hausherren siegten, aber die 1860-Golfer haben nächstes Jahr beim Rück-Match die Chance auf Revanche.

News aus der dritten Liga

Schommers neuer Trainer beim MSV Duisburg

Boris Schommers ist neuer Trainer des MSV Duisburg. Der Tabellenletzte möchte mit dem neuen Trainer, der von Kevin Godens FC Düren an die Wedau stößt, den Abstiegskampf erfolgreich gestalten. Das erste Spiel mit den Zebras hat Schommers bereits am Mittwoch im Landespokal beim KFC Uerdingen.

Preußen Münster: Choreo-Verbot

Die Fans des nächsten Löwen-Gegners müssen zwei Pyroshows gegen Rot-Weiss Essen und den Verein östlich der Grünwalder Straße bitter bezahlen. Bis Weihnachten werden den Preußen-Fans Choreos und Blockfahnen verboten. Hintergrund sind zu erwartenden Strafen in Hähe von 50.000 € oder mehr. Außerdem möchte der Ckub den Zuschauern ein “sicheres Stadionerlebnis” ermöglichen.

RWE: Drei Spiele Sperre für Rother

Björn Rother wird für sein rustikales Foul gegen Verls Maximilian Wolfram für drei Spiele gesperrt. Nach zwei Niederlagen mit insgesamt 0:9 Toren also weitere schelchte Nachrichten für die Essener.

Damit seid Ihr wieder bestens informaiert, was rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga passiert. Sechzger.de wünscht Euch einen schönen Tag.

Golflöwen des TSV 1860 mit Saisonabschlussturnier

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Die Golflöwen des TSV München von 1860 e.V. haben gestern ihr Saisonabschlussturnier beim Golfclub Valley südlich von München abgehalten.

Golfabteilung bei 1860 blüht auf

Seit Juni leiten Walter Lechner, Christian Seibert und Markus Kellner gemeinsam die Geschicke der Golfabteilung des TSV München von 1860 e.V. Unter der neuen Leitung konnten bereits neben einem steten Mitgliederzuwachs vergünstigte Spielrechte, Trainingsstunden sowie regelmäßige Turniere und der zweiwöchige jour fixe für die Mitglieder ermöglicht werden.

Saisonabschlussturnier bei Golf Valley

Die Tage werden kürzer und der Herbst hat begonnen, das bedeutet für die Golfsaison: Endspurt, auch wenn es das sommerliche Wetter mit den Sportlern noch sehr gut meint. Zum Anlass des Saisonabschlusses fand am gestrigen Sonntag ein Turnier beim Golfclub “Valley” südlich von München statt. Im “Scramble-Modus” konnten sich die Teams der Löwen mit denen der Hausherren messen. Am Ende stand ein Sieg für den GC Valley und eine gesellige Runde mit guten Gesprächen, gesponsert durch die Bayerische, zu Buche.

Die Meldung des TSV 1860 im Wortlaut

Am heutigen Sonntag, den 08. Oktober spielten die Golflöwen ein großes Turnier gegen den Valley Lions Club auf deren Platz in Valley. Beide Teams stellten jeweils 18 Spieler/innen, die im Scramble-Modus gegeneinander antraten. Am Ende siegten die Hausherren verdient, jedoch standen von vornherein Spaß und Austausch im Vordergrund. Im Anschluss wurde bei Pizza und Drinks noch angeregt über den Tag diskutiert. Die Bayerische hatte das Turnier u.a. mit VIP-Karten für Löwen-Heimspiele als Hauptgewinne sowie Schals und anderen Geschenken für die Spieler/innen gesponsert – herzlichen Dank dafür.
Für das neue Jahr wurde bereits ein Rück-Match vereinbart, um die neu gewonnenen Freundschaften auszubauen. Präsident Robert Reisinger dankte während der Siegerehrung allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Hausherren vom Golfclub Valley für die hervorragende Organisation sowie der Bayerischen als Sponsor.

Golfinteressiert? Hier geht’s zu den Golflöwen!

Titelbild: (c) TSV München von 1860 e.V.

 

Löwen-Verteidiger Leroy Kwadwo in kicker “Elf des Tages”

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Tsv 1860 leroy Kwadwo 1

Die Null stand gegen den Tabellenführer – und das nicht zuletzt wegen der bärenstarken Leistung von Leroy Kwadwo, die ihm im kicker eine Nominierung für die “Elf des Tages” einbrachte.

Leroy Kwadwo in kicker “Elf des Tages”

Mit der Note 1,5 ragte Leroy Kwadwo aus einer defensiv ohnehin kompakt und stark agierenden Löwen-Elf heraus. Auch Kaan Kurt (2,0) und Jesper Verlaat wurden als “gut” eingestuft, fanden im Gegensatz zu Kwadwo jedoch keine Berücksichtigung in der Spieltagself des Sportmagazins. Offensiv wurde Morris Schröter seitens der Löwen mit der besten Note (2,5) bedacht.

Die Spieltagself im Überblick

Bartels (Mannheim) – Rösch (Ulm), Knoll (Duisburg), Kwadwo (1860), Faber (Regensburg) – Jander (Duisburg), Mrowca (Münster), Elongo-Yombo (BVB II) – Batista Meier (Verl), Batmaz (Münster), Huth (Regensburg)

Titelbild: Oliver Rabuser

TSV 1860 – Dynamo Dresden (0:0), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 München – SG Dynamo Dresden. Am Ende steht ein gerechtes 0:0 Unentschieden auf der altehrwürdigen Blechanzeigetafel hinter der Westkurve.

TSV 1860 – Dynamo Dresden: Ein Duell, das auf dem Platz ebenso leidenschaftlich geführt wurde wie auf den Rängen, endet mit 0:0. Tore hätten in dem von beiden Mannschaften hauptsächlich auf Sicherheit bedachten Spiel sicherlich gut getan, aber dafür muss man – und das gilt auch für beide Teams – in der Box besser performen.

Systeme

Die Dresdener, in der 4-3-2-1 Variante des 4-3-3 agierend, konnten die massive, strukturstarke Defensive der Sechzger kaum zwingend durchdringen.

Die Sechzger im 4-2-3-1 waren in der Vorwärtsbewegung oft nicht mutig genug, um in die der Tiefe nötige Überzahl und Präsenz in der Box zu schaffen.

Der TSV 1860 München zeigte gegen Dynamo Dresden eine der besten Defensivleistungen der bisherigen Saison, der Sturm war nur ein laues Lüftchen.

Taktisches

Mit ein Grund dafür, dass es den Löwen nur sehr selten gelang, zwingend im letzten Drittel zu agieren, war, dass sowohl Rieder als auch Tarnat sehr selten als Unterstützung aus der Tiefe für den laufenden Angriff aufrückten. Die Rolle des Box to Box Spielers war also quasi nicht vergeben worden. Und als zurückgezogener Spielmacher, so wie ein Manfred Starke das könnte, der ja leider am Samstag ein letztes Mal wegen seiner Rotsperre pausieren musste, taugt offensichtlich kein anderer der zentral agierenden Mittelfeldspieler des TSV 1860.

Dresdens Offensive war insgesamt bei ihren eigenen Spielzügen im Mittelfeld numerisch besser besetzt als andersherum die Offensive der Löwen gegen Dynamos Hintermannschaft. Dresden konnte aber im Verhältnis zum eigenen Ballbesitz etwas seltener ins gegnerische letzte Drittel eindringen als die Löwen, was allerdings in reellen Zahlen durch die Ballbesitzverteilung logischerweise wieder konträr aussieht.

Dass die Sechzger der Dresdener Offensive mit guter Raumaufteilung das Leben schwerer machten als man vor dem Spiel gedacht hätte, ist sehr positiv zu sehen.

Intelligentes Aufrücken und Abkippen aus der und in die Viererkette hinein, teilweise gute Aktionen der Innenverteidiger im nach vorne Verteidigen und gleichzeitiges nach hinten in die Kette Abkippen des jeweiligen Sechsers und somit gute Präsenz in jeder Zone vor dem eigenen Tor, machte Dresden die Penetration der Box der Sechzger sehr schwer.

Bevor wir nun in die detaillierte Analyse gehen, wie immer die Statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte des Spiels TSV 1860 – Dynamo Dresden

  • Ballbesitz: TSV 1860 44% – SGD 56%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 80% – SGD 85%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 65% – SGD 62%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 8/2 – SGD 9/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 9,35 – SGD 6,43

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (44%:56%)

Als eines der besten Teams in puncto Ballbesitz waren die Dynamos nach München gereist. So dürfte es keinen verwundern, dass Dresden in dieser Statistik quasi fast den eigenen Saisonschnitt bisher erreicht hat.

Da der TSV 1860 München es gar nicht darauf anlegte, früh selbst in Ballbesitz zu kommen, sondern Dresden klar in die Rolle der aktiveren Mannschaft drängte, braucht einen die Ballbesitzverteilung nicht wundern. Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist, wer mehr mit dem eigenen Ballbesitz anfangen konnte.

Glauben wir der Anzeigetafel: keiner. Dröseln wir das Ganze statistisch auf, hat der TSV 1860 in Abhängigkeit vom eigenen Ballbesitz zwar einen leichten Vorteil, der ist allerdings so minimal, dass er statistisch nicht ins Gewicht fällt. Die zweite Stelle hinterm Komma ist vernachlässigbar. Ob da nun 0,54 für Dresden oder 0,57 für die Löwen steht, bringt in der Hochrechnung keinen relevanten Unterschied.

Dresden ging allerdings nach Ballverlusten im letzten Drittel des TSV 1860 München viel energischer gegen das Aufbauspiel der Löwen vor und eroberte deshalb dort deutlich mehr Bälle als die Sechzger im letzten Drittel der Dresdener. 12:7 ist das Verhältnis eroberter Bälle im letzten Drittel des Gegners zugunsten der Gäste.

Das ist ein Unterschied, der dann die last third posessions deutlich auf eine Seite für die Dresdener kippen lässt. Nichtsdestotrotz konnten die Sachsen über die 96 Minuten Spielzeit nicht mehr Torgefahr entwickeln als der TSV 1860 München. Dazu weiter unten mehr.

Zum Ballbesitz kann man zusammenfassend sagen, dass es aufgrund der taktischen Ausrichtung beider Mannschaften – einerseits in erster Linie kompakt und tief zu stehen beim TSV 1860 und andererseits hoch zu pressen und überall auf dem Geläuf zu versuchen in Ballbesitz zu kommen bei Dresden – hier keine große Überraschung gab.

Passgenauigkeit (80%:85%)

Dresden hatte deutlich mehr vorbereitende Pässe im Verlauf eines Angriffs als der TSV 1860 München in der eigenen Defensive. Die Löwen hielten sich mit solchen Spielereien nicht auf und versuchten nach Ballgewinnen gegen die fast permanent hoch anlaufenden Gäste meist so schnell wie möglich das Leder aus dem eigenen letzten Drittel heraus zu befördern.

Warum die Quote so gut ist

Dass man trotz vieler langer Schläge und einer hohen Quote an progressiven Pässen eine Passgenauigkeit von 80% hinbrachte, liegt nicht an zu viel innerhalb der eigenen Defensivabteilung gespielter Pässe, sondern daran, dass tatsächlich viele der langen Schläge auch beim eigenen Mann ankamen. Problematisch hier jedoch, dass die Kugel vom Adressaten der langen Bälle selten so verarbeitet werden konnte, dass etwas Produktiveres als eine kurzzeitige Entlastung herausgekommen wäre. Die Spieler der Löwen rückten zu selten schnell genug nach, um vorne für den Zielspieler unterstützend einzugreifen. Bei solch großen Lücken im Zentrum offensiv muss einer der beiden Sechser schon in dem Moment der Balleroberung durch die Kollegen auf dem Weg mit nach vorne sein, damit ein möglicher zweiter Ball dort erobert werden kann. Solche Situationen gab es zu selten.

Warum es dennoch für manche schlecht wirkte

Die Abstände zwischen Angriffslinie und den nachrückenden Mittelfeldakteuren waren zu groß. Speziell im linken Halbraum im offensiven Mittelfeld hinter dem Stürmer klaffte oft ein Loch, das ein aufrückender Sechser hätte stopfen müssen, um a) den Raum für den Kampf um den zweiten Ball nach langen Schlägen nach vorn nach vorne besser zu besetzen, und b) mehr Druck auf die Dresdener Defensivlinie zu entwickeln.

Also kam es trotz relativ genauer Pässe nach vorne wegen fehlender Unterstützung für die Adressaten nicht sehr häufig zu Angriffen, aus denen Torgefahr hätte entstehen können.

Dass die Löwen eine Genauigkeit von 78% bei progressiven Pässen, also den Zuspielen, die für großen Raumgewinn stehen, haben, ist hier ein klarer Indikator dafür, dass die Genauigkeit eindeutig gut genug war, nur der Adressat dann eben von einer Überzahl gegnerischer Spieler auf die ein oder andere Weise wieder vom Ball befreit wurde.

Dresden und die Querpässe

Dresden fiel relativ häufig oft durch lange Ballstafetten in der eigenen Defensive auf. Über die Hälfte aller Querpässe der Dresdener wurden in deren Defensivabteilung gespielt. Die meisten Rückpässe die Dresden spielte waren allerdings zur Neuordnung einer Angriffssituation gedacht und gingen aus dem letzten Drittel vor dem Löwentor auf Spieler, die sich im Mittelfeld befanden.

Auch das ist leicht spieltaktisch zu erklären. Wenn man gegen ein Team, welches sich hinten gut stellt spielt, und vorne mit maximal zwei, meistens allerdings nur mit einem Spieler anläuft, ist es schwer, den richtigen Moment für die Spieleröffnung ins Mittelfeld zu finden, da die Räume und Passwege meist gut zugestellt sind.

Man kann diesem Spiel nicht absprechen, dass sich bei beiden Teams viel aus taktischen Gründen gegenseitig neutralisiert hat.

Die Kompaktheit der Löwen war Gift für Dresdens gutes Kombinationsspiel, gleichzeitig allerdings auch für die eigene Offensive, da deshalb insgesamt zu wenig Unterstützung aus der Tiefe kam.

Defensive Zweikampfquote (65%:62%)

Beide Mannschaften haben hier keine Gefangenen gemacht, wie man so schön sagt. Sowohl die Löwen als auch die Dynamos hatten keine Angst vor gesunder Härte und körperlich präsentem Spiel gegen den Ball.

In Puncto Zweikampfführung und genereller Arbeit gegen den Ball kann man keiner der beiden Mannschaften mangelnden Einsatz oder zu lasches Vorgehen vorwerfen. Insgesamt ist Sechzig den Dresdenern in nahezu allen statistischen Kategorien gegen den Ball überlegen gewesen. Lediglich bei den Grätschen sieht Dresdens Quote besser aus. Die Grätschversuche der Löwen endeten zu oft mit einem Freistoß für den Gegner. Aber auch solche Situationen können wichtig sein. Wenn so etwas das Tempo aus dem Spiel nimmt und dadurch der Spielfluss des Gegners unterbrochen wird, habe ich kein Problem damit, wenn der Gegner, anstatt auf dem Flügel durchzustarten, unsanft von den Beinen geholt wird.

Dass Sechzig bei 18 Fouls mit lediglich drei gelben Karten davon kam ist eine durchaus glückliche Geschichte finde ich. Da gab es einige Situationen, in denen der Schiri für Dresden gelb zog und Sechzig für ähnliche vergehen nicht belangt wurde. Am Ende kommt Dresden bei lediglich elf Fouls auf vier gelbe Karten. Die leichte Schieflage stört mich hier überhaupt nicht. Ein Dresden Fan beurteilt das vermutlich konträr.

Schüsse/Aufs Tor (8/2:9/2)

Zwarts Kopfball in der 54. Minute war auf beiden Seiten die größte Chance im Spiel. dass er den nicht versenkt hat ist so dermaßen schade, dass ich das nicht in Worte fassen kann. Warum er hier einen Aufsetzer versucht, weiß er wahrscheinlich nicht einmal selbst. Ein Horst Hrubesch Gedächtnis Torpedo wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen.

Die größte Chance auf der Gegenseite hatte Lewald kurz davor, als er den Ball aus zentraler Position in der Box knapp links vom Elferpunkt über den Kasten setzte.

Insgesamt liegt der xG Wert beider Teams sehr dicht zusammen. Dresden kam auch lediglich einmal häufiger in der Löwenbox zum Schuss als die Sechzger in der der Dresdener.

Die taktische Ausrichtung der Sechzger, nämlich dass hinten die Null stehen muss, war im Prinzip ausschlaggebend dafür, dass beide Teams nie wirkliche offensive Durchschlagskraft zeigen konnten.

Die Diskrepanz 0,13 Punkten zugunsten des TSV 1860 im Spiel gegen Dynamo Dresden bei den xG Werten, die beide unter eins liegen ist ein Spiegelbild dessen, wie sehr sich die Mannschaften neutralisierten.

PPDA (9,35:6,43)

Auch hier sehen wir die logische Konsequenz aus den taktischen Marschrouten. Sechzigs Pressinglinie – auf mittlerem Niveau bis tief stehend – und Dresdens konsequentes, allerdings in einigen Phasen vor und nach dem Pausentee auch nicht auf vorderster Linie durchgeführtes Pressing, und die damit einhergehenden Zonen, in denen die Zweikämpfe um den Ball und andere gegen den Ball gerichtete Aktionen stattfanden, spiegeln sich direkt im Verhältnis der beiden Werte wieder.

Nach einem 0:0 mit wenigen Torgelegenheiten auf beiden Seiten braucht man hier auch nicht weiter nachdenken, ob das jeweilige Konzept aufgegangen ist. Denn bei null Gegentoren beantwortet sich diese Frage von selbst.

Vielleicht sind am Ende aber die Dresdener etwas unglücklicher darüber, dass der Plan defensiv einerseits zwar aufging, aber andererseits offensiv nicht fruchtete. Der Aufwand für das zu Null war für Dynamo Dresden gegen den Ball mit dem hohen Anlaufen deutlich größer als für den abwartend spielenden TSV 1860 München, bei dem sich abermals hauptsächlich Joël Zwarts bei den Anlaufaufgaben verausgabte.

Das fiel auf

Gegen den Ball waren die Sechzger ein absolutes Bollwerk. Das ist das Positivste, was man aus diesem Spiel mitnehmen kann.

Offensiv sind bei dieser Spielweise die Abstände zwischen den einzelnen Spielern zu groß, als dass man zweite Bälle nach dem langen Schlag behaupten könnte. Fehlende Unterstützung aus der Tiefe beklage ich allerdings heute nicht zum ersten Mal. Hoffen wir, dass man gegen Münster, wenn Starke wieder eine Option ist, etwas mutiger aufstellt und mit einem echten Box to Box Spieler oder zurückgezogenem Spielmacher agiert, falls es systematisch beim 4-2-3-1 bleiben sollte.

Vrenezi verlor keinen offensiven Zweikampf, weder ein Dribbling noch ein Laufduell – das ist sehr erfreulich. Noch erfreulicher ist, dass er so etwas auch gar nicht versuchte. Obendrein spielte er nur einen einzigen Fehlpass. Negativ ist allerdings, dass bis auf einen Kurzpass in der Box und der Flanke, die nicht ankam, kein Pass von ihm einen offensiven Mehrwert brachte. Aber das war ein Schritt in die richtige Richtung für den Offensivspieler. Bei den Pässen muss er, wenn er den Spielstil beibehält, etwas mutiger agieren, dann ist die 10 auf dem Rücken vielleicht doch angebracht. Wir werden sehen.

Fynn Lakenmacher konnte noch weniger als Joël Zwarts gegen Dresdens Überzahl in der Defensive ausrichten. Er braucht noch bessere Unterstützung aus der Tiefe als der Niederländer, um bei dieser Spielweise effektiv zu sein.

Fazit

Keine Tore, einen Punkt. Das unterschreibe ich so. Ich hatte vor dem Spiel auf einen Punkt gehofft, den hat die Mannschaft des TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden eingefahren. Am Ende durch die leider vergebene Chance von Joël Zwarts und den nicht gegebenen, aber durchaus möglichen Elfmeter der Dresden hätte zugesprochen werden können, ein Spiel, das auch 1:1 enden kann, aber aufgrund dessen, was beiden Mannschaften zu leisten fähig oder auch nicht zu leisten fähig waren, am Ende das richtige Endergebnis einer umkämpften Partie mit vielen Fouls, die aber nie wirklich dreckig wurde.

Kommende Woche gegen Münster hoffe ich auf eine ähnlich gute Defensivleistung. Mit etwas schnellerer Besetzung der Zentrale in den Halbräumen hinter der Spitze könnte man dann auch offensiv mehr zu Wege bringen.

Datenquelle: Wyscout

Morgen Abend: Benefizspiel der U19 in Kochel

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Heute Abend: Benefizspiel der U19 in Kochel
Heute Abend: Benefizspiel der U19 in Kochel

Vor einigen Monaten hatte ein schweres Unwetter in der Region Kochel und Benediktbeuern für Millionenschäden gesorgt. Der TSV 1860 München will die Opfer unterstützen, daher findet am Dienstag, 10. Oktober, um 18:30 Uhr ein Benefizspiel der Löwen-U19 gegen den FC Kochelsee-Schlehdorf statt. Für das leibliche Wohl ist dabei natürlich gesorgt.

Tickets sind im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich. Erwachsene zahlen im Vorverkauf 5 Euro und an der Abendkasse 6 Euro. VIP-Karten sind für 60 Euro zu haben.

Der Erlös geht zu 100 Prozent an die Unwettergeschädigten in der Region. Vorbestellungen sind unter benefizspiel@fckschlehdorf.de oder per Whatsapp unter 0151-11509239 möglich.

Heute Abend: Benefizspiel der U19 in Kochel
Heute Abend: Benefizspiel der U19 in Kochel

Drei Siege: Erfolgreiches Wochenende für die Löwinnen

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SG Röhrmoos Löwinnen TSV 1860

Drei Spiele, drei Siege – die Löwinnen des TSV 1860 blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Während die die 1. und die 2. Mannschaft im Punktspielbetrieb jeweils drei Punkte einfuhren, setzte sich die U17 in einem Freundschaftsspiel durch.

Erfolgreiches Wochenende für die Löwinnen

Den Auftakt machten am Samstag die B-Juniorinnen, die sich trotz 1:2-Pausenrückstandes noch mit 3:2 gegen den FC Ergolding durchsetzen konnten.

Tags darauf reisten die Löwinnen I zur SG Röhrmoos/Schwabhausen und behielten ihre weiße Weste in der Kreisklasse. Julia Lehmann erzielte in der 37. Minute das Tor des Tages und bescherte dem TSV 1860 einen 1:0-Auswärtssieg. Die Tabelle führen die Löwinnen mit 15 Punkten aus 5 Partien an, es folgen die SG Sentilo-Blumenau/Pullach (9 Pkt., 3 Spiele) und der FC Stern III (7 Pkt., 4 Spiele).

Deutlich einseitiger gestalteten die Löwinnen II ihren Auftritt beim FC Perlach 1925. Bereits zur Pause führten sie mit 5:0, am Ende stand ein deutlicher 13:1-Auswärtssieg für 1860 zu Buche. Corinna Zellner gelang dabei ein Hattrick innerhalb von acht Minuten (9./15./17.), die weiteren Treffer erzielten Verena Modlinger (3), Manuela Paßreiter (2), Laura Schmidt Bäse, Michelle Raabe, Melanie Schleifer, Saadet Tombul und eine Perlacherin per Eigentor.

Mit 12 Zählern und 38:1 Toren aus den ersten vier Saisonspielen führen die Löwinnen II die Tabelle der A-Klasse vor dem punktgleichen FC Dreistern Neutrudering an.

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 U17 besiegt FSV Mainz 05

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TSV 1860 U17 FSV Mainz 05 Bundesliga Erdogan

Ein durchaus erfolgreiches Löwen-Wochenende liegt hinter uns: Die Profis trotzten dem Tabellenführer ein Remis ab, die U21 siegte und auch die Dritte, die Vierte sowie die drei Frauen-Mannschaften blieben siegreich. Auch die U17 des TSV 1860 konnte in der Bundesliga gegen den FSV Mainz 05 drei Punkte einfahren.

TSV 1860 U17 besiegt FSV Mainz 05

Bereits zum dritten Mal in Folge blieb die Elf von Felix Hirschnagl ungeschlagen und ließ den Tabellenkeller somit vorerst hinter sich. Trotz Verletzungssorgen übernahm die U17 des TSV 1860 von Beginn an die Kontrolle und gab dem FSV Mainz 05 deutlich zu verstehen, dass man gewillt war, die drei Punkte in Giesing zu behalten. Emre Erdogan sorgte in der 25. Minute per Elfmeter für die Führung der Junglöwen, Noah Plöttner ließ in der 48. Minute den zweiten Treffer folgen.

In der Bundesliga-Tabelle verbesserte sich der TSV 1860 mit dem Heimsieg auf Platz 11, Tabellenführer ist der VfB Stuttgart.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 06.10.

19.00 Uhr: 1. FC Heidenheim – U19 1:2

Samstag, 07.10.

09.00 Uhr: U9 – TSV Poing U10 6:1
10.00 Uhr: SV-DJK Kolbermoor U13 – U11 1:3
11.00 Uhr: U13 – SpVgg Unterhaching 6:1
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – FC Ergolding 3:2
14.00 Uhr: Profis – Dynamo Dresden 0:0
14.00 Uhr: U21 – SV Erlbach 2:0
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – TSV Großhadern II 7:0
15.30 Uhr: U15 – SpVgg Greuther Fürth 0:3
17.30 Uhr: 3. Mannschaft – TSV Großhadern 4:2

Sonntag, 08.10.

09.15 Uhr: U10 – SV Waldperlach U11 8:1
10.00 Uhr: FC Augsburg – U9 -:-
11.00 Uhr: U17 – FSV Mainz 05 2:0
12.30 Uhr: SG Röhrmoos/Schwabhausen – Löwinnen I 0:1
13.00 Uhr: TSV 1880 Wasserburg U13 – U11 1:2
14.00 Uhr: U16 – 1. FC Nürnberg 2:2
14.30 Uhr: SpVgg Unterhaching – U14 3:1
15.30 Uhr: FC Perlach 1925 – Löwinnen II 1:13
16.30 Uhr: U12 – TSV 1860 Rosenheim U13 4:0

Sechzig um Sieben: Rang 13 nach dem Remis gegen Dresden

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Rang 13 lautet die aktuelle Realität an der Grünwalder Straße. Das 0:0 gegen den Tabellenführer aus Dresden machte zwar Mut, offenbarte aber auch Baustellen bei den Löwen. Siegreich waren dagegen zahlreiche andere Teams des TSV 1860 am Wochenende. In der 3.Liga erwartet den Präsidenten des SV Sandhausen hingegen aller Voraussicht nach ein Ermittlungsverfahren.

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden gegen Dynamo Dresden

Ratlos lässt Thomas die Englische Woche mit den Löwen zurück. Schwankende Leistungen, interessante Pressekonferenzen und vier Punkte – so könnte man die letzten drei Spiele des TSV 1860 München zusammenfassen. Wie gewohnt verarbeitet Thomas seine Überlegungen in den Giesinger Gedanken.

Pressekonferenz mit Markus Anfang und Maurizio Jacobacci

Ähnliche Einschätzungen vom Spiel hatten die beiden Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Vor allem aber bei der kniffligen Elfmetersituation in der Nachspielzeit gingen die Meinungen dann doch auseinander. Jacobacci freute sich vor allem über die sehr gute Leistung in der Defensive, sprach aber auch weiterhin von einem Prozess, in dem sich sein Team befinde.

U21 gewinnt auch gegen Erlbach

Weitere drei Punkte gingen auf das Konto der zweiten Mannschaft des TSV 1860. Gegen den SV Erlbach absolvierte die Elf von Frank Schmöller parallel zu den Profis eine gute Partie und siegte am Ende mit 2:0. Ein Wehrmutstropfen war sicherlich die gelb-rote Karte für Mansour Ouro-Tagba, die er sich nach seiner Einwechslung innerhalb von acht Minuten einfing. Kommenden Samstag sind die Sechzig Amateure dann in Kirschanschöring zu Gast.

TSV 1860 III & IV gegen Großhadern erfolgreich

Apropos Sechzig Amateure: die Dritte und Vierte sind weiterhin in der Spur. Beim Doppelspieltag gegen den TSV Großhadern an der Sportanlage St-Martin-Straße siegte der TSV 1860 IV zunächst klar, ehe die Dritte ebenfalls drei Punkte bejubeln durfte. Beide Mannschaften liegen in ihrer Liga damit auf einer tollen Platzierung.

Löwinnen gewinnen gegen Röhrmoos

Ungeschlagen sind die Löwinnen nach dem aktuellen Wochenende. Gegen die Spielgemeinschaft SpVgg Röhrmoos / TSV Schwabhausen reichte es zu einem knappen 0:1-Auswärtssieg. Das Tor des Tages erzielte Julia Lehmann.

News aus der 3.Liga

Der 10.Spieltag

Die Englische Woche ist vorüber und weiterhin führt Dynamo Dresden die Tabelle der 3.Liga an. Dahinter folgt Aufsteiger Ulm, der auch in Sandhausen mit 2:1 gewinnen konnte. Für ein dickes Ausrufezeichen sorgte der Sportclub Verl und gewann mit 5:0 in Essen. Regensburg entschied die Sonntagabendpartie in Ingolstadt für sich, der nächste Löwengegner Münster gewann klar in Halle. Der TSV 1860 fällt mit den Ergebnissen vom Wochenende auf Platz 13 zurück.

Präsident von Sandhausen soll Schiedsrichter attackiert haben

Wie bereits geschrieben verlor der SV Sandhausen am Freitagabend gegen Ulm. Im Nachgang der Partie soll der Präsident des SVS, Jürgen Machmeier, den Schiedsrichter Florian Exner sowie einen seiner Assistenten einem Bericht des DFB zufolge körperlich angegangen sein. Die Meldung verbreitete sich nach der Veröffentlichung wie ein Lauffeuer. Wie der Verband dagegen vorgehen wird, ist noch nicht bekannt – ebenso wenig wie eine mögliche Strafe für Machmeier.

Pressekonferenz nach dem Remis gegen Dynamo Dresden

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Endergebnis TSV 1860 München SG Dynamo Dresden 0 0 10 Spieltag 3 Liga 2023 24

Nach dem torlosen Unentschieden zwischen dem TSV 1860 München und der SG Dynamo Dresden äußerten sich die beiden Trainer Maurizio Jacobacci sowie Markus Anfang auf der Pressekonferenz zu der Partie im Grünwalder Stadion. 15.000 Zuschauer sahen ein 0:0 mit wenig Chancen auf beiden Seiten.

Pressekonferenz nach TSV 1860 – Dynamo Dresden 0:0 (0:0)

Während der Tabellenführer aus Dresden unter der Woche sein Heimspiel gegen Halle gewinenn konnte, verloren die Löwen bekanntlich in Ulm und wollten ihren Fans im Grünwalder Stadion eine bessere Leistung präsentieren. Das gelang vor allem in der Defensive, die Gäste kamen kaum zu Chancen. Allerdings entwickelte der TSV 1860 auf der Gegenseite ebenfalls wenig Durchschlagskraft, sodass die Partie fast schon folgerichtig torlos endete.

Auf der Pressekonferenz nach Abpfiff äußerte sich zunächst Markus Anfang, Trainer der SG Dynamo Dresden, zu den zuvor gesehenen 90 Minuten. Man habe seinem Team die Englische Woche mit wenig Regeneration angemerkt. Die nötige Frische habe gefehlt, um möglicherweise mit drei Punkten nach Dresden reisen zu können. Seine Mannschaft habe das Spiel größtenteils kontrolliert, insgesamt sah auch Anfang ein “sehr chancenarmes Spiel“. Etwas trauerte der 49-Jährige der strittigen Strafraumsituation in der Nachspielzeit nach, in der es aus seiner Sicht durchaus Elfmeter hätte geben können. Grundsätzlich nehme man das 0:0 gegen den TSV 1860 gerne mit – “ein toller Verein, der auch nicht in die 3.Liga gehört.

Schröter-Auswechslung vorab vereinbart

Sein Gegenüber Maurizio Jacobacci äußerte sich ähnlich und sprach von einem interessanten Spiel aus taktischer Sicht. Die Löwen hätten gerade im ersten Durchgang fantastisch verteidigt gegen eine eingespielte Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel hätte der TSV 1860 aus Sicht des Trainers bei der Kopfballchance durch Zwarts in Führung gehen müssen. Beim Elfmeter war der 60-Jährige froh, dass Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann nicht auf den Punkt zeigte – aus seiner Sicht eine korrekte Entscheidung des Unparteiischen. Grundsätzlich war Jacobacci mit dem Punkt und der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, die leidenschaftlich verteidigt habe.

Es ist ein gutes 0:0 gegen einen sehr guten Gegner.

Kurz äußerte er sich zu der Auswechslung von Morris Schröter in der 66.Minute. Sowohl mit dem Spieler als auch den Physios war vor Anpfiff vereinbart worden, dass der Mittelfeldspieler nach seiner Verletzung maximal 60 Minuten Spielzeit bekommen sollte. Es sollte keine neue Verletzung risikiert werden, damit Schröter in den kommenden Wochen für die Löwen auf dem Platz stehen kann. Ihm habe es “wahnsinnig wehgetan ihn rauszunehmen”, wichtiger sei aber gewesen nichts zu riskieren. Grundsätzlich betonte der Trainer des TSV 1860 noch einmal, dass man sich in einem Prozess befinde, das Defensivverhalten sich bereits weiterentwickelt habe und die Offensive noch verbessern müsse, um mehr Durchschlagskraft entfalten zu können.

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden gegen Dresden: Ratlos

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Mit einem weitgehend ereignislosen Spiel zwischen dem TSV 1860 München und Dynamo Dresden geht die englische Woche zu Ende. Eine Woche, die einen in vielen Punkten rund um die Löwen mal wieder ratlos zurücklässt.

Andauernde Formschwankungen

Sechzig zeigte in den drei Spielen der vergangenen Woche drei verschiedene Gesichter. Diese andauernden Formschwankungen machen einen doch etwas ratlos. Gegen den SC Verl agierten die Löwen sehr bedacht, warteten auf ihre Chance, gingen glücklich in Führung und ließen gegen die gefährlichen Ostwestfalen dann keine Ausgleichschance mehr zu. Wie gefährlich Verl auswärts sein kann, zeigten sie beim 5:0-Auswärtssieg in Essen. Daher sah ich die Mannschaft gefestigt und dachte (oder hoffte?), dass man in Ulm beim starken Aufsteiger mit ähnlicher Taktik an den Start geht und auch dort etwas mitnehmen könnte. Pustekuchen, 1860 legte einen desaströsen Auftritt hin und konnte froh sein, in Ulm nur 1:0 verloren zu haben. Gestern – immerhin gegen den Tabellenführer aus Dresden – zeigten die Löwen eine disziplinierte Leistung in der Defensive nach dem Motto “Safety first”, obwohl der Mannschaft die Verunsicherung nach dem blamablen Spiel von Ulm anzusehen war. Erst in der Nachspielzeit konnte Dresden gefährlich vor das Tor von Marco Hiller vorstoßen. Allerdings hatte Sechzig in der Offensive selbst auch nicht viel anzubieten. Lediglich einen Kopfball von Zwarts nach Flanke von Zejnullahu konnte man als Chance für 1860 werten.

Ratlos, warum Zwarts im Sturmzentrum permanent auf sich alleine gestellt ist

Joel Zwarts und seine Rolle im Spiel des TSV 1860 sind für mich auch durchaus optimierbar. Zwarts rackert sich Spiel für Spiel vorne ab und zeigt aus meiner Sicht den nötigen Einsatz und gute Leistungen. Allerdings dürfte der Vollblutstümer selbst mit seiner Performance bei 1860 nicht gerade zufrieden sein. Lediglich drei Tore stehen für ihn bisher zu Buche, zwei davon aus dem Spiel in Duisburg. Was aus meiner Sicht weniger an ihm selbst liegt, sondern an der Unterstützung durch seine Mitspieler. Zwarts hängt vorne weitestgehend alleine in der Luft. Wenn er angespielt wird, hat er meist keinerlei Optionen den Ball an einen – womöglich gar besser postierten – Mitspieler weiterzugeben. Er ist ständig auf sich alleine gestellt und muss daher oft den Abschluss im Alleingang suchen. Oder den Ball lange festmachen und ewige Sekunden warten, bis seine Mannschaftskameraden nachrücken, was natürlich nicht immer gelingen kann. Gegen Dresden mag das OK sein. Gegen andere Gegner, gerade wenn man zurück liegt, stelle ich mir aber schon die Frage, warum nicht mal ein zweiter Mann für das Sturmzentrum eingewechselt wird und für mehr Optionen in der Offensive sorgt. Eine weitere Variante wäre, dass Guttau und Schröter von den Flügeln aktiver ins Zentrum einrücken und Zwarts im Zentrum besser unterstützen. Beim Tor gegen Verl hat man gut gesehen, dass Zwarts den Ball gut festmachen kann und dann nachrückende Spieler bedienen kann. Das müsste aus meiner Sicht wesentlich häufiger und schneller geschehen.

Jacobaccis Pressekonferenzen

Sehr ratlos machten die Löwenfans die letzten Pressekonferenzen von Maurizio Jacobacci.  Sie waren das Top-Thema auf dem Grünspitz vor dem Spiel. Nach dem Spiel in Ulm machte er den Wind als Hauptschuldigen für die Niederlage von 1860 aus, sprach einigen seiner Spieler die nötige Spielintelligenz ab und sah die Pyo-Einsätze der Löwenfans als Grund dafür an, dass seine Spieler keinen Spielrhythmus fanden. Das hätte aus meiner Sicht nicht sein müssen, denn einen erkennbaren Spielrhythmus legte Jacobaccis Team in 96 Minuten nicht auf den Ulmer Rasen. Kritik an den eigenen Spielern sollte man intern äußern und den Wind zum Sündebock zu machen, sorgte schon bei Jacobaccis Vorgänger für Kopfschütteln in der Anhängerschaft. Noch ratloser machten mich und andere Löwenfans aber die Pressekonferenz vor dem Dresden-Spiel. Da spricht Jacobacci über diverse “Fast-Chancen”, die 1860 gehabt hätte, wenn dieser oder jener Pass gekommen wäre und so weiter. Hier zitiere ich gerne Werner Lorant: “Hätte, wäre, wenn und aber – alles nur Gelaber.” Außerdem wechselte Jacobaccis Ton von weinerlich bis aggressiv. Alles sehr gewöhnungsbedürftig. Aber vielleicht gibt uns der Herrgott höchstpersönlich bald ein Zeichen, denn wie wir ja seit gestern wissen, ist er Fan von München Sechzig. Wobei ich auch hier ratlos bin, warum er uns dann immer auf so harte Proben stellt…