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1860 verabschiedet acht Spieler – Deichmann wechselt auch

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1860 verabschiedet acht Spieler - Deichmann geht wohl auch
1860 verabschiedet acht Spieler - Deichmann geht wohl auch

Der Rahmen für die Verabschiedung von acht Spielern war beim letzten Heimspiel des TSV 1860 München gegen Waldhof Mannheim sicher der richtige, den Zeitpunkt hätten die Löwen-Verantwortlichen wohl etwas besser wählen können, denn eine Stunde vor dem Spiel war die Tribüne im schönsten Stadion der Welt noch weitgehend leer. Dennoch überreichten die Verantwortlichen acht Spielern aus dem aktuellen Kader ihre Abschiedsgeschenke. Zur Liste der Abgänge wird sich nun auch noch Yannick Deichmann gesellen, der sich dem FC Ingolstadt anschließt.

Lex und Willsch beenden die Karriere

Wenig überraschend war der Abschied von Kapitän Stefan Lex, der sich bekanntlich sogar noch einmal in die Torschützenliste eintragen konnte. Lex wird seine Schuhe an den Nagel hängen und fortan in der Geschäftsstelle der Löwen tätig sein. Besonders emotional war der Abschied nach zehn Jahren bei den Löwen für Marius Willsch. Seine kleine Tochter rief ihn eigenhändig zu seiner Einwechslung in der Schlussphase.

Holzhauser zurück nach Belgien

Wenig überraschend kommt auch der Abgang von Raphael Holzhauser, der zurück nach Belgien geht. Zudem gehören auch Semi Belkahia, Joseph Boyamba, Quirin Moll, Daniel Wein und Marcel Bär nicht mehr zum Kader des TSV 1860 für die Drittliga-Saison 2023/24.
Alle Spieler bekamen eine Foto-Kollage überreicht und durften anschließend noch einmal die Atmosphäre im Grünwalder Stadion genießen.

Baldige Entscheidung bei Wörl – Deichmann geht

Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter dem Verbleib von Marius Wörl, dem wohl auch andere Angebote vorliegen. Die Kaderplanung soll in den nächsten Wochen mit Hochdruck vorangetrieben werden. Nicht mehr planen kann der TSV 1860 mit Yannick Deichmann – er hat für drei Jahre beim FC Ingolstadt 04 unterschrieben. Wie Coach Maurizio Jacobacci nach dem letzten Heimspiel sagte, sie es ihm wichtig, dass mögliche Neuzugänge auch unbedingt zu den Löwen wechseln wollen.

Nur die besten Wünsche für die Abgänge

Wir wünschen allen scheidenden Löwen auf jeden Fall alles Gute für die private und berufliche Zukunft und bedanken uns für den Einsatz im Trikot der Löwen!

Marc-Nicolai Pfeifer im Austausch mit DFL-Aufsichtsratchef Watzke

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Günther Gorenzel Marc Nicolai Pfeifer Geschäftsführer

Als Geschäftsführer der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA hat Marc-Nicolai Pfeifer bekanntlich alle Hände voll zu tun. Eine ganz große Stärke des Schwaben ist sicher das Networking. So traf sich Pfeifer kürzlich mit Hans-Joachim Watzke, dem Geschäftsführer des BVB, Vizepräsident des DFB, Aufsichtsratsboss der DFL und Abgesandten des DFB bei der UEFA zum Austausch.

Marc-Nicolai Pfeifer trifft Hans-Joachim Watzke

Das Treffen mit Hans-Joachim Watzke beschreibt Pfeifer auf LinkedIn wie folgt:

Letzte Woche hatte ich im Rahmen unseres Auswärtsspiels bei Rot-Weiss Essen e.V. die Gelegenheit, mich mit Hans Joachim “Aki” Watzke, dem Geschäftsführer von Borussia Dortmund und einer der einflussreichsten Persönlichkeiten im Fußball zu einem Gespräch zu treffen. Eine spannende Begegnung!

Durch die Spieler wie Lars Bender, Julian Weigl, Marius Wolf, die bei beiden Clubs unter Vertrag standen, gibt es ohnehin eine gute Verbindung.

Ich bin begeistert, auf welchem hohem Detailgrad Aki über den TSV 1860 München und unsere aktuellen Herausforderungen in der 3. Liga informiert war.

Ein wichtiger Aspekt, den wir auch diskutierten, waren die Bedürfnisse der 3. Liga und der Grundlagenvertrag zwischen der DFL Deutsche Fußball Liga und dem DFB. Aki zeigte großes Verständnis für die Herausforderungen und die Bedeutung einer fairen Verteilung der finanziellen Ressourcen.

Dieses Treffen mit Aki Watzke war eine inspirierende und lehrreiche Erfahrung. Seine Expertise im Fußball sind beeindruckend und zeigen, warum er eine so herausragende Rolle bei Borussia Dortmund und in der DFL einnimmt. Es war sehr inspirierend mit ihm über zu sprechen und von seinem Fachwissen zu profitieren.

Leider vergaß Pfeifer im letzten Satz zu erwähnen, über was er sich mit Watzke unterhielt, aber es hatte vermutlich etwas mit Fußball zu tun. 🙂

Um Ulm kommen wir wohl nicht herum

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SSV Ulm 1846 Donaustadion (2)

Es war am 1. Juni 1986. Ich war damals elf Jahre und es war eines meine ersten Auswärtsspiele, die ich bewusst mit 1860 erlebt habe. Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga, Ulmer Donaustadion, der Gegner: SSV Ulm 1846. Es war übrigens der Anfang vom Ende in einer desaströsen Aufstiegsrunde. Insgesamt holten die Löwen einen Punkt, und zwar zum Auftakt beim 0:0 gegen Offenbach. Das 1:3 im darauffolgenden Spiel in Ulm eröffnete eine Niederlagenserie und am Ende den Verbleib in der Bayernliga. Schönere Erinnerungen an Ulm gab es in der Aufstiegsrunde 1992/93. Damals gab es einen tollen 2:0-Sieg in Ulm und ein 1:1, das der endgültige Aufstieg war. Während der Bundesliga-Saison kreuzten sich in der Saison 1999/00 noch einmal die Wege, dann versank der SSV in den baden-württembergischen Niederungen. In der kommenden Saison gibt es ein Wiedersehen, denn Ulm schaffte den Aufstieg in die 3. Liga.

In Ulm und um Ulm herum

Reiner Leitl schoss damals am 1. Juni übrigens das einzige Tor für Sechzig. Ich erinnere mich vor allem an den gut gefüllten Auswärtsblock und die Stimmung. Diese war auch beim Aufstieg 1993 groß. Denkwürdig in negativer Hinsicht war das Bundesligaspiel an einem Dienstagabend im Februar 2000 als wir sang- und klanglos mit 0:3 untergingen. Ulm stieg anschließend ab und ich hätte ehrlich gesagt nichts dagegen gehabt, wenn das mein letzter Besuch im Donaustadion ist. Aber nun ist der SSV Ulm 1846 zurück und in Ulm und um Ulm herum ist die Euphorie groß.

Heimat Donaustadion

In der Regionalliga Südwest setzte sich das Team des ehemaligen Frauen-Trainers des FCB, Thomas Wörle, am Ende vor dem TSV Steinbach Haiger und der TSG Hoffenheim II durch. Wörle spielte übrigens von 2003 bis 2005 für die zweite Mannschaft des TSV 1860 und erzielte in 65 Spielen vier Tore für die Löwen. Stützen der Mannschaft sind Torhüter Christian Ortag, Verteidiger Thomas Geyer, Mittelfeldspieler Andreas Ludwig und Stürmer Lucas Röser. Heimat der Spatzen bleibt in der 3. Liga das Donaustadion. Hier muss aber in Sachen Beleuchtung, Brandschutz und Fluchtwege einiges modernisiert werden. Die Tartanbahn bleibt allerdings.

Das Ulmer Donaustadion wird nächste Saison sicherlich fest in Löwenhand sein.

Im kommenden Jahr will man in Ulm in jedem Fall weitere positive Schlagzeilen schreiben. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga und den Absturz bis hinunter in die Verbandsliga folgten Insolvenzen, Besuche der Steuerfahndung und angebliche Spielmanipulation durch drei Akteure. Nun will man sich in der Donaustadt wieder im Profifußball etablieren – auch wenn ich persönlich nicht mehr gedacht hätte, dass es jemals wieder gegen die Spatzen geht.

TSV 1860 am Wochenende: Vierte siegt bei TSV Großhadern II

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TSV Großhadern II TSV 1860 IV Vierte

Die Vierte des TSV 1860 surfte am Sonntag Vormittag auch gegen den TSV Großhadern II auf der Erfolgswelle. Obwohl der Stammkeeper kurzfristig ausfiel setzte sich die Mannschaft von Christian Ranhart auf der BSA Hedernder Feld mit 3:1 durch.

Vierte des TSV 1860 gewinnt in Großhadern

Über weite Strecken plätscherte die Partie auf dem Kunstrasen an der Ludwig-Hunger-Straße so vor sich hin, ein 0:0 schien durchaus im Bereich des Möglichen. Dann ging es aber Schlag auf Schlag: Alexander Petö sorgte in der 56. Minute für die Führung der Löwen, nur zwei Minuten später glichen die Gastgeber durch ein Eigentor von Moritz Wieland aus. Die Vierte des TSV 1860 war nun jedoch spielbestimmend, Großhadern blieb aber über Konter gefährlich. Ersan Zeybek traf in der 67. Minute zum 1:2 und Marc Fenchel machte zehn Minuten vor Schluss den Deckel drauf.

Am letzten Spieltag empfängt der TSV 1860 IV am kommenden Samstag (11 Uhr) den FC Anadolu Bayern. Um 17 Uhr kann die Dritte mit einem Sieg gegen den SC München den Aufstieg klarmachen.

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 17.05.

19.00 Uhr: FC Perlach 1925 – Senioren B 1:7
20.00 Uhr: Kirchhheimer SC – Senioren A 2:3

Donnerstag, 18.05.

12.00 Uhr: U9 – TSV Betzingen U10 19:1
13.00 Uhr: FC Augsburg – U13 3:1
13.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U15 3:1
14.00 Uhr: U16 – FC Schweinfurt 05 U17 2:1

Zudem nahm die U12 an einem Leistungsvergleich in Ingolstadt teil. Dabei trafen die Junglöwen jeweils zweimal auf die Schanzer (2:0 und 2:0) sowie auf die SpVgg Greuther Fürth (0:1 und 2:0).

Freitag, 19.05.

19.00 Uhr: Profis – SV Waldhof Mannheim 3:1
20.00 Uhr: Senioren C – TSV München-Ost 2:0

Die U10 war von Freitag bis Sonntag bei einem Turnier in Budapest im Einsatz.

Samstag, 20.05.

11.00 Uhr: FC St. Pauli – U19 4:1
11.30 Uhr: U12 – SpVgg Unterhaching 4:0
12.15 Uhr: TSV Milbertshofen – U15 3:1
14.00 Uhr: FC Deisenhofen – U21 1:1
17.00 Uhr: Löwinnen I – TSV Hohenbrunn-Riemerling 3:0

Darüber hinaus bestritt die U13 ein Turnier in Freiham mit dem SB Chiemgau Traunstein (2:0), FT Freiham (4:0), dem 1. FC Passau (5:0), Wacker Burghausen (3:2) und der SpVgg Unterhaching (0:3).

Die U11 war am Samstag und Sonntag bei einem Turnier in Vaihingen in Einsatz, die U9 in Untertürkheim.

In einem Turnier der Ehrenliga trafen die Senioren des TSV 1860 auf den FC Fürstenfeldbruck (0:5), die SG Croatia/Dinamo München (2:0), den TSV Alling (2:3) und den FC Bayern (0:3).

Auch die Senioren B waren im Einsatz und trafn im Rahmen eines Turniers auf den FC Türk Sport Garching (1:0) und den FC Fürstenfeldbruck (3:3).

Sonntag, 21.05.

11.00 Uhr: TSV Großhadern II – Vierte 1:3
13.00 Uhr: FC Augsburg – U14 2:2
14.00 Uhr: Stuttgarter Kickers – U17 1:4
14.45 Uhr: FC Bosna i Hercegovina – Dritte 2:3
15.30 Uhr: SpVgg Unterhaching – U16 2:1

Keine Chance ließ die U12 des TSV 1860 den Gästen aus Unterhaching, auch wenn dieser Strafstoß an der Latte endete

kicker: Yannick Deichmann folgt Köllner zum FC Ingolstadt 04

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Yannick Deichmann TSV 1860

Das Gerücht kursierte ja schon länger an der Grünwalder Straße, nun scheint es konkret zu werden. Wie der kicker berichtet, wird Yannick Deichmann den TSV 1860 verlassen und Ex-Trainer Michael Köllner zum FC Ingolstadt 04 folgen.

Folgt Deichmann Ex-Trainer Köllner nach Ingolstadt?

Yannick Deichmann spielt Sommer 2021 für Münchens große Liebe und absolvierte seitdem 68 Drittligaspiele für den TSV 1860. Dabei gelangen dem variabel einsetzbaren Spieler sieben Tore, zudem leistete er fünf Assists.

Sein Einsatzwille, Kampfgeist und die Beständigkeit haben den Norddeutschen in Giesing zum Publikumsliebling werden lassen. Der Wechsel zum Ligakonkurrenten würde da so gar nicht dazu passen…

Der kicker berichtet:

Yannick Deichmann hat den 1860-Bossen mitgeteilt, dass er das lukrative Angebot des Ligarivalen FC Ingolstadt annehmen wird. Der 28-jährige Mittelfeldspieler, der in der laufenden Saison 33 Drittligaspiele für 1860 absolvierte, wird also dem Ruf von Ex-Löwen-Coach Michael Köllner folgen.

TSV 1860 – SV Waldhof Mannheim (3:1), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim. Mit 3:1 gewannen unsere Sechzger und sorgten für ein versöhnliches Ergebnis im letzten Spiel 22/23 vor heimischem Publikum.

TSV 1860 – SV Waldhof war und ist, auch wenn es mit Blick auf die Liga um nichts mehr geht, immer ein Duell, in dem es auch um Prestige geht. Maurizio Jacobacci schickte die Löwen im 4-4-2 gegen die von Christian Neidhart im gleichen System aufgestellten Mannheimer auf den Platz.

Beide Mannschaften schoben zu Beginn der Partie die Pressinglinie relativ weit nach vorne. Das Anlaufverhalten war allerdings deutlich unterschiedlich. Während Mannheim zwei Spieler abstellte, die auf den direkten Ballgewinn fokussiert waren, agierten die Sechzger mit nur einem Störer in vorderster Linie. Dieser eine störende Spieler sollte auch eher dafür sorgen, das Spiel der Mannheimer auf einen Flügel zu steuern. Drei Spieler in zweiter Linie stellten die Anspielstationen auf den kurzen zentralen Wegen zu, sodass der Waldhof zum Spiel über die Flügel gezwungen wurde.

Auch die Defensivlinien waren unterschiedlich angelegt. Mannheim stand hier mittel bis hoch, während die Löwen einen defensiveren Ansatz wählten und auf mittlerer Linie oder tief die Angriffe der Kurpfälzer erwarteten.

Vor der genauen Analyse wie immer die statistischen Zahlen zum letzten Heimspiel der Saison.

Die wichtigsten statistischen Werte des Spiels

  • Ballbesitz: TSV 1860 43% – SV Waldhof 57%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 82% – SV Waldhof 85%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 53% – SV Waldhof 63%
  • Schüsse / aufs Tor: TSV 1860 11/5 – SV Waldhof 10/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 10,2 – SV Waldhof 7,09

Analyse der statistischen Werte

Abgesehen von der Schussstatistik sieht es wieder einmal so aus, als wäre der Gast die bessere Mannschaft gewesen. Alle Werte bis auf diesen sind auf den ersten Blick beim Waldhof besser. Allerdings trügt der Schein wieder einmal, denn wegen des defensiveren Ansatzes beim TSV 1860 verzerrt sich das bei den Zahlen ein wenig.

Ballbesitz / Passgenauigkeit

Wie so oft waren es vor allem Querpässe der Defensivabteilung des SV Waldhof, die beim Gegner der Löwen beide statistischen Werte nach oben treiben. Schauen wir auf die Passquoten in den verschiedenen Kategorien, die für offensive Aktionen zu Rate gezogen werden können – Vorwärtspässe, progressive Pässe, lange Pässe und Pässe ins letzte Drittel – sind die Löwen in fast allen Bereichen dieser statistischen Werte besser als die Mannheimer.

Speziell die Statistiken der Pässe, die für direkte Gefahr für den Kasten des Gegners sorgen können, sind beim TSV 1860 München gegenüber dem, was der SV Waldhof hier anbot, deutlich besser.

Bereinigen wir die Statistiken bei beiden Teams und ziehen lediglich die Passgenauigkeit der Mannschaftsteile, die für die Offensive zuständig sind zu Rate, haben die Löwen die Nase vorn. Eine weitere Erläuterung dieser Werte ist, denke ich, nicht vonnöten.

Defensive Zweikampfquote

Es sieht aus, als wäre der SV Waldhof Mannheim zumindest gegen den Ball besser gewesen als der TSV 1860 München. Allerdings ist es ja doch so, dass Zweikämpfe nur ein Teil des defensiven Auftrags einer Mannschaft sind. Vergessen wird meist das Stellungsspiel, das oft trotz verlorener Zweikämpfe in der direkt folgenden Aktion durch Ablaufen des Balles oder Einlaufen in einen Passweg für Ballbesitzwechsel sorgt. Das ist auch hier der Fall. Die im Nachgang eines Zweikampfes eroberten Bälle geben den Ausschlag.

Solche Aktionen, bei denen ein Spieler den Ball abfängt ohne sich mit einem Gegenspieler auseinandersetzen zu müssen, sorgen oft für mehr Dynamik und begünstigen Umschaltspiel deutlich besser, als wenn man die Kugel im direkten Duell gewinnt, sich aber sofort selbst wieder mit dem eben bekämpften Gegenspieler in einem fortgesetzten Duell mit anderen Vorzeichen befindet.

Schüsse / aufs Tor

Diese Statistik zeigt nun am ehesten, wie es am Freitag Abend wirklich gewesen ist. Trotz weniger Ballbesitz feuerten die Löwen nicht nur insgesamt mehr Schüsse als der Gegner ab, nein, die Schüsse waren auch noch deutlich präziser. Wenn man dann noch den Elfmeter, den Mannheim zugesprochen bekam, aus der Rechnung herausnimmt, bekam Kretzschmar nicht wirklich viel Arbeit an diesem Tag.

Man muss allerdings auch klar sagen, dass ein Kopfball von Seegert in der Frühphase der Partie an der Latte des Kastens landete und der Keeper hier vollkommen auf dem falschen Fuß erwischt worden wäre. Geht dieser Versuch des Mannheimers in den Kasten, sehen wir vermutlich ein komplett anderes Spiel.

Die Sechzger auf der anderen Seite agierten eiskalt und höchst konsequent vor des Gegners Kasten und Mannheim hätte sich am Ende auch über drei weitere Gegentreffer nicht beschweren dürfen, wenn man sich die Qualität der Chancen des TSV 1860 ansieht.

PPDA

Hier zeigen die Zahlen, die ja bekanntlich indirekt proportional zu sehen sind, das, was man aufgrund des Matchplans für die Arbeit gegen den Ball erwarten durfte. Hier sind also keine erklärenden Worte nötig.

Die Tore

Hier könnt Ihr euch die Treffer noch einmal andehen.

Besonderes Augenmerk legen wir wieder einmal auf den entscheidenden Treffer: Fynn Lakenmachers Tor zum zwischenzeitlichen 2:0.

Marcel Bär, der als hängende Spitze im 4-4-2 agierte, erobert in zentraler Position einen Ball, der als Querpass der Mannheimer nicht mit genug Übersicht gespielt worden war, und leitet diesen nach Verarbeitung des Spielgeräts zu seinem Kapitän Stefan Lex weiter. Dieser verarbeitet den Ball und schickt den durchstartenden Lakenmacher mit einem Pass hinter die Abwehrkette auf die Reise Richtung Kasten der Mannheimer. Lakenmacher dringt verfolgt von einem Gegenspieler in den Strafraum ein, spielt diesen mit einer einfachen Bewegung aus und versenkt die Kugel eiskalt im langen Eck des Mannheimer Kastens.

Die Mannheimer versuchten danach wieder einmal, den Linienrichter davon zu überzeugen, dass er eine fehlerhafte Entscheidung getroffen hätte. Das ist ein Verhalten des SV Waldhof, das sich mittlerweile über viele Saisons hinweg durchzieht und mir wirklich gegen den Strich geht. Erinnern wir uns an die Debütsaison, als der Waldhof es schaffte, sich aus einer Elfmeterentscheidung gegen den Verein im Sechzgerstadion herauszuquatschen. Diesmal blieben die Offiziellen Gott sei Dank standhaft.

Das fiel auf

Boyamba, Lannert, Deichmann und Lakenmacher hatten bei den Pässen ins letzte Drittel der Mannheimer eine Passgenauigkeit von 100% und Kapitän Stefan Lex spielte in dieser Kategorie ebenfalls nur einen einzigen Fehlpass. Respekt!

Fynn Lakenmacher trifft endlich wieder einmal und tankt damit hoffentlich Selbstvertrauen.

Generell muss man die Leistung des jungen Stürmers wirklich loben. Er spielte bei 30 Ballkontakten lediglich einen Fehlpass im Spiel und schoss das entscheidende Tor. Das war eine Topleistung und zeigt hinsichtlich dessen, was er, wenn er weiter reift, für die Löwen leisten könnte, eine gute Perspektive auf.

Nach Lakenmacher, der in diesem Spiel für mich seine beste Saisonleistung zeigte, war wieder einmal Deichmann der Spieler, den es herauszuheben gilt. Topwerte in beide Richtungen, ein Schuss an den Pfosten, eine Schussvorlage, lediglich sechs Fehlpässe im gesamten Spiel. Hut ab. Hier meine Bitte, sofort den Vertrag dieses Spielers zu verlängern an Hr. Pfeifer und Hr. Gorenzel. Spieler wie Deichmann wachsen nicht auf den Bäumen. Da muss man auch finanziell mal an oder über die Schmerzgrenze gehen. Kohle sollte ja nach der saftigen Preiserhöhung genug vorhanden sein…

Dass die Mannheimer in Halbzeit zwei kaum mehr was für die Löwen zuließen, lag vor allem daran, dass Sechzig nicht mehr mit letzter Konsequenz spielte. Selbst war Mannheim aber auf einen berechtigten, aber nichtsdestotrotz glücklichen Elfmeter, für dessen Entstehung auch der Verursacher Deichmann, der die Hand sicherlich unbeabsichtigt an den Ball bringt, nicht wirklich etwas kann, angewiesen.

Fazit

Das Spiel TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim war ein alles in allem versöhnlicher Abschluss zuhause gegen eine Mannheimer Mannschaft, die, auch wenn es nur um die goldene Ananas ging, selbige ebenfalls erobern wollte.

Es liegt nur noch ein Spiel vor uns. Am Samstag in Westsachsen bei den bereits abgestiegenen Zwickauer Schwänen können die Sechzger noch einmal drei Punkte in einem weiteren Spiel um die oben erwähnte Südfrucht einheimsen und je nachdem, wie die anderen Spiele ausgehen, ihre Tabellenposition und somit die Vergütung durch die Liga anhand des Tabellenplatzes noch einmal verbessern.

Datenquelle: Wyscout

Kreative für Sechzig – Ausstellung “An einem Tag im Mai”

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Kreative Für Sechzig Ausstellung

“Wir wollen im Mai was Großes feiern.” Diese Aussage von Ex-Trainer Michael Köllner ist inzwischen bei den Löwen ein geflügeltes Wort, das sich nahtlos bei “we go to the top” und der “Augenhöhe mit Barcelona” einreiht. Was sportlich nicht geklappt hat, wurde am Samstag in der Ambar zelebriert: Der Verein “Kreative für Sechzig” präsentierte seine Ausstellung “An einem Tag im Mai” und sorgte für einen wunderbaren Abend in entspannter Atmosphäre.

Kreative für Sechzig: “An einem Tag im Mai”

Freitag Fußball und am Samstag schon wieder zum Feiern nach Giesing – gibts was Schöneres? Das dachten sich auch die zahlreichen Besucher der Ausstellung “An einem Tag in Mai” in der Ambar und verwandelten die Tegernseer Landstraße in eine Partymeile. Selbst zufällig vorbeikommenden Passanten wurde ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Für das leibliche Wohl sorgte das Ambar-Team um Inhaber Gianluca, das gewohnt gastfreundlich die hungrigen und durstigen Löwinnen und Löwen versorgte. Neben Unterhaltungen über Sechzig wurde natürlich auch die Niederlage der Seitenstraßler wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Vizepräsident Hans Sitzberger als Gast

Die Ausstellung (wurde bis Mittwoch verlängert) präsentiert eine sehenswerte Auswahl bekannter wie unveröffentlichter Kunstwerke und reichte von Gemälden, Fotografien, Prints bis hin zu Holzschnittdrucken und Shirts. Einige Werke wurden in einer Tombola verlost, für die musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgten die Vorstadt Rockers.

Von offizieller Seite waren u.a. Vizepräsident Hans Sitzberger und Verwaltungsrat Nicolai Walch anwesend, die sich beim Verein “Kreative für Sechzig” für ihr Engagement zugunsten des TSV 1860 München e.V. bedankten.

Auch Vizepräsident Hans Sitzberger war am Samstag zu Gast in der Ambar

37. Spieltag: Deichmann und Lex in kicker “Elf des Tages”

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TSV 1860 Waldhof Mannheim Fotogalerie Titelbild Stefan Lex

Nach dem 3:1-Heimsieg gegen den SV Waldhof Mannheim berief der kicker mit Stefan Lex und Yannick Deichmann gleich zwei Löwen in die “Elf des Tages”.

Deichmann und Lex in kicker “Elf des Tages”

Beide Spieler des TSV 1860 erhielten vom Sportmagazin für ihre Leistung die Note 2,0 und beide wurden zum jeweils dritten Mal in die Spieltagself berufen. Knapp gescheitert sind diesmal Semi Belkahia, Jesper Verlaat und Fynn Lakenmacher, die jeweils mit der Note 2,5 bedacht wurden.

Die Spieltagself im Überblick

Braune (Duisburg) – Rothe (BVB II), Correia (Elversberg), Rosenfelder (Freiburg II), Costly (Ingolstadt) – Deichmann (1860), Rochelt (Elversberg), Tesche (Osnabrück), Lex (1860), Bech (Ingolstadt), Breunig (Freiburg II)

sechzger.de Talk 108: Mannheim, Zwickau, Dauerkarten 23/24

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Erneut am Sonntag Abend finden sich – zwei Tage nach dem letzten Heimspiel der Saison gegen Waldhof Mannheim – vier Löwenfans zum sechzger.de Talk 108 zusammen, um aktuelle Themen zu besprechen. Auf Bernd muss diesmal leider verzichtet werden. Er hat seine Stimme wohl am Freitag Abend auf Giesings Höhen zurückgelassen. Wir empfehlen kalte oder warme Halswickel und wünschen gute Besserung! Neben den Redaktionskollegen Jan und Flo begrüßt Moderator Christian Marco, einen sehr aktiven und gut informierten Löwenfan aus dem Raum Ingolstadt. Die technischen Probleme, die sich – im Nachhinein – beim Upload der Sendung ergeben haben, bitten wir zu entschuldigen. Schaut mal rein, wie gekonnt Jan das löst.

3:1 gegen Waldhof Mannheim – und einige Abschiede

Durchaus wehmütig konnte man am Freitag Abend im Sechzgerstadion werden. Nicht weniger als acht Abgänge von – teilweise – sehr verdienten Löwen waren zu begehen. Und natürlich formulieren auch unsere Talk-Teilnehmer ihre Gedanken und Emotionen dazu. Die Leistung des Teams von Maurizio Jacobacci auf dem Platz kann als durchaus ambitioniert bezeichnet werden. In einem Spiel, in dem es für beide beteiligten Teams wirklich um rein gar nichts mehr ging, zeigten die Löwen eine ansprechende Leistung. Anders als die Gäste.

Saisonfinale in Zwickau

Zum bereits seit dem letzten Spieltag feststehenden Absteiger nach Zwickau führt der Spielplan den Löwentross am kommenden Pfingstwochenende dann zum letzten Auswärtsauftritt dieser Spielzeit. Wie viele Anhänger in weiß und blau sich auf den Weg nach Westsachsen machen werden, ist aktuell noch offen. In der Sendung wird aber eine erneut vierstellige Zahl an Reisewilligen in den Raum gestellt. Auch unsere vier Gäste werden mit hoher Wahrscheinlichkeit alle am Start sein. Einer von ihnen wird quasi in der Sendung final überzeugt…

“HASAN KOMMT – WIR AUCH”

Unter diesem Motto mobilisiert die aktive Fanszene alle Löwenfans, die nicht der Meinung sind, dass der handverlesene Leserkreis eines Blogs im Umfeld des TSV 1860 und ein paar verdiente Protagonisten aus der – teilweise wirklich sehr lang zurückliegenden – Glanzzeit unseres Vereins die Deutungshöheit darüber haben sollen, was das Beste für Münchens Große Liebe ist. Über den Wert des (möglichen) Besuchs von Hasan Ismaik für die sportliche Zukunft der Löwenprofis bei dieser Veranstaltung wurde in zurückliegenden Sendungen bereits gesprochen. An dieser Stelle rufen wir im sechzger.de Talk 108 dazu auf, sich dem Protest am Mittwoch Abend (24. Mai, 18:60 Uhr, Sendlinger Tor) anzuschließen.

Dauerkarten 2023/24

In der mit dem Talk ablaufenden Woche hat der TSV 1860 die Preise für die Saisonkarten der kommenden Drittliga-Spielzeit bekannt gegeben. Die erwartete und natürlich schon im letzten Jahr angekündigte erneut nötige Preiserhöhung hat – in Verbindung mit einem SZ-Interview mit Marc Nicolai Pfeiffer tags zuvor – für die eine oder andere Irritation gesorgt. Als sehr “ungünstig kommuniziert” bezeichnen auch die Teilnehmer an unserer Sendung das Ganze. Und dennoch ist Verständnis dafür vorhanden, dass – bei steigenden Kosten für die Stadionnutzung – auch die Löwenfans zur Kasse gebeten werden müssen. Hilft ja nix!

Der sechzger.de Talk 108 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Später Punktgewinn für TSV 1860 U21 beim FC Deisenhofen

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FC Deisenhofen TSV 1860 U21 Schmöller

Über 90 Minuten lang enttäuschte die U21 des TSV 1860 am Samstag beim FC Deisenhofen und nahm am Ende doch einen Punkt mit zurück nach Giesing. Mason Judge gelang in der sechsten Minute der Nachspielzeit der schmeichelhafte Ausgleich für die Löwen.

TSV 1860 U21 punktet glücklich in Deisenhofen

Zu keinem Zeitpunkt der Partie fand die Mannschaft von Frank Schmöller so wirklich in die Partie und konnte sich glücklich schätzen, nur einen Gegentreffer kassiert zu haben. Entsprechend angefressen äußerte sich der Trainer nach der Partie:

“Wir haben keinen Druck auf den Ball bekommen. Wenn Deisenhofen konsequent durchspielt, können sie zur Pause bereits 4:0 führen. (…) Heute war es ein total unverdienter Punktgewinn. (…) Das war eine Leistung, die nicht Sechzig-Like ist.”

Marco Finster brachte die Gastgeber in der 30. Minute in Führung, weitere Großchancen ließ der ohne den verletzten Nico Karger angetretene FC Deisenhofen reihenweise liegen. Und so kam es, wie es kommen musste: In der Nachspielzeit stand Mason Judge nach einer Standardsituation goldrichtig und drückte den Ball über die Linie.