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Löwenrunde: Mit mutiger Offensive gegen Elversberg

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Löwenrunde: Mit mutiger Offensive gegen Elversberg
Jacobacci Löwenrunde

Am Dienstagabend um 18:60 Uhr empfängt der TSV 1860 München die SV Elversberg auf Giesings Höhen und möchte mit mutiger Offensive ins Spiel gehen, wie Maurizio Jacobacci in der Löwenrunde verkündete. Gegen den Tabellenführer haben die Löwen nichts zu verlieren und entsprechend wollen die Hausherren vor (hoffentlich) ausverkauftem Haus auch auftreten.

Mutige Offensive gegen den Tabellenführer

Bei der Löwenrunde vor dem Heimspiel am Dienstagabend erklärte Trainer Maurizio Jacobacci: “Elversberg agiert ziemlich hoch und versucht schnell ins Gegen-Pressing zu kommen. Sie haben ein großes Potenzial in der Offensive. Wir werden versuchen mutig und zielstrebig nach vorne zu spielen, wenn wir den Ball haben, um Elversberg keine Chance zu geben, sein Gegen-Pressing aufzuziehen”.

Noch 300 Tickets an der Abendkasse erhältlich

Noch ist das Heimspiel der Löwen übrigens nicht ausverkauft. Etwa 300 Karten werden noch an der Abendkasse am Stadion erhältlich sein. Personell hält sich der Löwen-Dompteur noch bedeckt. Ob Yannick Deichmann, der in Duisburg angeschlagen vom Feld musste, wieder dabei ist, steht noch in den Sternen. “Wir werden das Training am Nachmittag abwarten, er möchte es versuchen”, sagte Jacobacci.

Trainer wird mit Belkahia sprechen

Mit Semi Belkahia wird der Löwen-Trainer nach dem Abschlusstraining noch separat sprechen. Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte er nach dessen Patzern gegen die Zebras: “Das kann passieren, wir müssen den Jungen jetzt unterstützen. Er hat sicher kein optimales Spiel gemacht, aber wir müssen ihn mit seine guten Aktionen stärken.”. Ob Belkahia von Beginn an dabei sein wird, entscheidet sich erst kurzfristig. Auch Jesper Verlaat ist in der Defensive nach abgesessener Sperre wieder eine Option.

Trainer schöpft Zuversicht aus Duisburg-Spiel

Auch wenn es nur zu einem Punkt reichte, stimmt das Auftreten seiner Mannschaft in Duisburg den Italiener optimistisch: “Wie wir aufgetreten sind, war sehr gut. Wir hatten gute Momente und mit etwas Glück hätten wir das Spiel gewonnen. Wir haben natürlich auch Fehler gemacht, hatten aber kurz vor dem Schlusspfiff noch die große Chance auf das 3:2. Das Auftreten war von der Körpersprache her sehr gut. Jetzt wäre es wichtig, einen Sieg einzufahren, auch wenn wir natürlich wissen, welcher Gegner am Dienstag auf uns zukommt”.

Der Funke soll aufs Publikum überspringen

“Wir haben in Duisburg zwei Tore erzielt und wollen auch gegen Elversberg wieder als Einheit auftreten. Das Stadion wird gegen Elversberg wahrscheinlich wieder voll werden und ich hoffe, dass der Funke überspringt. Wir müssen eine Einheit mit den Fans bilden. Es ist wichtig für die Mannschaft, dass sie auch in schweren Momenten unterstützt wird”, sagte Jacobacci weiter.

Wörl erntet ein Extra-Lob

Besonderes Lob hatte der Löwen-Dompteur für Youngster Marius Wörl parat, der in Duisburg überzeugt hatte. “Sein Wesen und seine Charakterzüge, auch im Training, sind der Grund, warum ich ihn aufgestellt habe. Entscheidend ist die Qualität, nicht das Alter, und was ein Spieler der Mannschaft geben kann. Ich bin sehr erfreut, dass er seine Leistung abgerufen hat”, erklärte Jacobacci.

“Der erste Sieg ist immer der Schwierigste”

Der TSV-Coach wünscht sich für sein zweites Heimspiel den ersten Sieg in seiner Amtszeit. “Der erste Sieg ist immer der Schwierigste. Es macht Spaß, bei 1860 zu arbeiten, es ist ein Kult-Club, auch wenn die Erwartungshaltung natürlich groß ist”, zog Jacobacci nach zwei Spielen ein kleines Fazit nach seinen ersten beiden Spielen bei den Löwen.

“Es fehlt ein Charakterspieler”

Allerdings bemängelte der Italiener, dass ihm ein Charakterspieler fehle. “Ein Charakter-Typ fehlt ein wenig. Das Team ist willig und setzt gut um, was ich ihnen mitgebe. Aber ein Charakter-Typ würde der Mannschaft gut tun. Im Teamsport muss man das eigene Ego zu Gusten der Mannschaft zurückstellen”, sagte Jacobacci und erklärte, dass auch er gewisse Aufgaben eines solchen Führungsspielers als Coach übernehmen könne und werde.

Elversberg in der Defensive beschäftigen

Über den Gegner hat sich der Löwen-Coach natürlich bereits bestens informiert. Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte Jacobacci: “Wir haben uns natürlich Gedanken gemacht. Es wird ein schweres aber sicher interessantes Spiel. Wir müssen defensiv solide und sehr kompakt agieren. Aber auch die offensiven Phasen sind für uns sehr wichtig”, sagte Jacobacci.

Zwei “Laufmaschinen” bei Elversberg auf der Sechs

Besonders die schnellen Seitenwechsel über mehrere Stationen gilt es bei den offensivstarken Gästen zu unterbinden. “Sie haben mit Jacobsen und Dürholtz zwei Laufmaschinen. Sie bauen das Spiel im Mittelfeld auf. Auch die Außenverteidiger bringen sich im Spielaufbau ein. Wir müssen ihnen in der Defensive Aufgaben geben und sie dort binden, denn Elversberg hat in der Offensive enormes Potenzial”, sagte Jacobacci weiter. Es sei eine sehr konzentrierte Leistung über die komplette Spielzeit nötig, um die Elversberger Führungsspieler aus der Partie zu nehmen.

Mit Optimismus in die Partie gehen.

Da auch die Gäste mit der gleichen Bilanz (zwei Punkte aus den letzten drei Spielen) wie die Löwen ins Spiel gehen, stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass die Löwen vielleicht am Dienstagabend ihre Negativ-Serie beenden und sich für die 1:4-Hinspielniederlage revanchieren können. Optimismus ist trotz der tristen sportlichen Situation nun gefragt: Bei der Mannschaft genauso wie bei den Fans!

Sechzig am Wochenende: Dritte und Vierte mit Testspielsiegen

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1860 Vierte Herakles Dritte III IV Aufstieg
Die Vierte des TSV 1860 feierte gegen den Herakles SV München ihren zweiten Saisonsieg

Während die Profis sich in Duisburg mit einem Remis zufrieden geben mussten, feierte die U15 am Wochenende an der Wedau einen großen Triumph und wurde Deutscher Meister im Futsal. Grund zur Freude gab es auch für die Dritte und die Vierte des TSV 1860, die klare Testspielsiege einfuhren.

TSV 1860: Dritte und Vierte mit Testspielsiegen

Zweistellig machte es die 3. Mannschaft der Löwen gegen den TSV Sauerlach. Beim 10:1 (8:0) netzte Peter Lettenbauer fünfmal ein. Die weiteren Treffer erzielten Julian Schleich (2), Kenyan Price (2) und Bastian Korbmacher, für die Gäste traf Ex-Löwe Manuel Mughetto zum Ehrentreffer.

Auch die Vierte feierte einen deutlichen Testspielsieg: Nach zwischenzeitlichem Rückstand bezwang der TSV 1860 IV den SV Rauenzell mit 6:1. Alexander Petö (2), Henrik Ahrend (2), Niklas Anselment und Georgios Filentas machten das halbe Dutzend voll.

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 08.03.

17.30 Uhr: SV Planegg-Krailling – U15 2:3

Samstag, 11.03.

10.45 Uhr: TSV 1909 Gersthofen U13 – U12 0:1
13.00 Uhr: 1. FC Saarbrücken – U17 1:0
13.00 Uhr: U19 – SC Freiburg 1:1
13.00 Uhr: Vierte – SV Rauenzell 6:1
14.00 Uhr: U21 – FC Memmingen 3:0
14.00 Uhr: MSV Duisburg – Profis 2:2
15.30 Uhr: U13 – SpVgg Greuther Fürth 3:1
15.30 Uhr: Dritte – TSV Sauerlach 10:1
18.00 Uhr: SG SpVgg Jettenbach/TSV Gars – Löwinnen I 3:7

Sonntag, 12.03.

11.00 Uhr: U11 – Wacker Burghausen U12 -:-
12.45 Uhr: SpVgg Bayreuth U17 – U16 2:2
13.00 Uhr: U12 – FV Ravensburg U13 6:4
14.30 Uhr: U9 – SB Chiemgau Traunstein 18:1
15.00 Uhr: Post-SV München – Löwinnen II 3:0
15.00 Uhr: Futsal – ASC Neuenheim 6:1
16.00 Uhr: U14 – FC Ingolstadt 04 5:1

TSV 1860 Futsal ASC Neuenheim (1)
Die Futsaler des TSV 1860 fuhren in der Regionalliga einen Heimsieg ein

MSV Duisburg – TSV 1860 München (2:2): die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels MSV Duisburg – TSV 1860 München (2:2). Es scheiden sich die Geister in den Kommentarspalten der sozialen Medien. Gewonnener Punkt oder verlorene zwei Punkte? Es herrscht Uneinigkeit im Meinungsbild über das Spiel.

MSV Duisburg – TSV 1860, Zebras gegen Löwen, in der Natur “a gmahde Wiesn”, in der Wedau ein Fehlerfestival. So war das erste Empfinden nach dem Spiel. Mit einem Tag Abstand und aufgrund der größeren Anzahl an produzierten Fehlern – meiner Meinung nach – am Ende ein Punktgewinn für den TSV 1860 München.

Die Duisburger starteten wie erwartet mit der flachen Raute im 4-3-1-2. Dem stellten Jacobaccis Sechzger ein 4-2-3-1 entgegen. Marius Wörl durfte sich in der Rolle des Box-to-Box Spielers beweisen und bedankte sich mit einer Topleistung.
Beide Mannschaften wählten die Pressinglinien zunächst hoch, mit dem Unterschied, dass die Löwen versuchten beim Pressing Passwege zuzustellen und die Zebras auf direkte Balleroberung aus waren.

Während die Sechzger zeitweise auch die Defensivlinie sehr weit nach vorne schoben, hatten die von Thorsten Ziegner trainierten Duisburger einen etwas konservativeren Ansatz mit der Abwehrkette gewählt. Duisburg formierte sich hier am Beginn der Partie meist auf mittlerer Linie. Die Gastgeber hatten zu Beginn der Partie mit dem Plan der Löwen sichtlich Probleme, fingen sich aber schnell und fanden Lösungen, um die anfänglichen Probleme mit dem Giesinger Forechecking von Minute zu Minute besser in den Griff zu bekommen. So erlangte der MSV nach etwa einer Viertelstunde bis zur Halbzeitpause deutliche Oberhand im Spiel.

Im zweiten Durchgang gab es ein ähnliches Bild, nur konnten die Duisburger die Fehler der Löwen nun in Tore ummünzen. Beim einzigen von einem Sechzger erzielten Treffer (0:1, 61.Minute) ist nicht ein Duisburger Fehler sondern das tolle Zusammenspiel der Löwen ausschlaggebend.

Beide Teams legen im Offensivspiel das Hauptaugenmerk auf die Flügel die von beiden Teams offensiv wie defensiv gut bespielt wurden.

Vor der ausführlichen Analyse gibt es an dieser Stelle wie immer die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Die wichtigsten statistischen Werte des Spiels

  • Ballbesitz TSV 1860 51% – MSV Duisburg 49%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 80% – MSV Duisburg 81%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 61% – MSV Duisburg 61%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 15/5 – MSV Duisburg 15/5
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 14,05 – MSV Duisburg 6,14

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Der Ballbesitz über die gesamte Spielzeit ist zwischen beiden Teams fast ausgeglichen. Beide Teams hatten Druckphasen, in denen der Gegner schwer den Fuß auf den Boden zu bekommen schien. Die Darstellung der Ballbesitzverteilung auf unserer Statistikseite sieht aus wie der Graph einer Funktion 4.Grades mit Maxima und Minima für beide Teams bei den Werten 55% und 45% auf der y-Achse.

Die 2%-Punkte, die der TSV hier vorn liegt, ergeben sich aus der druckvollen Schlussphase der Sechzger, die leider nicht mehr mit dem Siegtreffer belohnt wurde.

Passgenauigkeit

Die Löwen kratzen hier an den erstrebenswerten 80%. Der Wert ist gerundet und liegt nur 0,16% unter dieser wichtigen Grenze. Das ist vernachlässigbar und gleichzeitig ist das ein deutlicher Fortschritt. Denn das in vielen der letzten Spiele nervtötende “Hintenrumgeschiebe” gehört anscheinend nun der Vergangenheit an. Das war natürlich vornehmlich ein Verdienst der Mittelfeldspieler, die sich wieder mehr bewegten, freie Räume suchten und dort auch angespielt werden konnten.

Alle Passstatistiken, die für die Offensive ausschlaggebend sind, haben sich gegenüber dem, was in den Spielen vor der Verpflichtung des neuen Übungsleiters geboten wurde weiter verbessert. Weiter verbessert deshalb, weil ja schon gegen Köln hier eine leichte Steigerung zu verzeichnen war. Maurizio Jacobaccis Credo, dass es nur über das Kollektiv gehen kann und, dass jeder seinen läuferischen Beitrag leisten muss, um in die Erfolgsspur zu kommen, ist offensichtlich in den Köpfen der Spieler angekommen. Wenn das weiter gefestigt und verbessert werden kann, sehen wir einem erfolgreichen Frühjahr entgegen.

Vor allem die Steigerung der Passgenauigkeit bei Vorwärtspässen ist deutlich. Ja, es sind erst zwei Spiele, die unter dem neuen Coach absolviert wurden. Aber die Passgenauigkeit bei Vorwärtspässen hat sich in diesen Spielen im Schnitt um satte 9% verbessert gegenüber dem, was uns von der Mannschaft seit Ende der Winterpause geboten wurde.

Im Vergleich zum spielerischen Tiefpunkt gegen Verl, als die Löwen gerade einmal 51 Vorwärtspässe zum Mitspieler brachten, hat man am Samstag mehr Vorwärtspässe erfolgreich zum Mitspieler gebracht als gegen Verl überhaupt gespielt wurden. Deutlicher kann man die Progression nicht aufzeigen, welche die Mannschaft in dieser Kategorie gemacht hat.

Defensive Zweikampfquote

Dieser Wert ist immer ein zweischneidiges Schwert, denn eine gute Quote bedeutet nicht immer auch eine gute Defensivleistung. Diese Zahl muss man immer in Abhängigkeit vom gegnerischen Ballbesitz sehen.

Musste ich hier vergangene Woche noch harsche Kritik üben, ist bei der sogenannten Challenge Intensity ebenfalls ein großer Schritt nach vorne gelungen. Vergangene Woche führten die Sechzger einen defensiven Zweikampf pro Minute gegnerischen Ballbesitzes, was verrechnet mit der Quote ein Ballgewinn alle zwei Minuten bedeutete. Für gestern verzeichnen wir eine Steigerung von fast 100%. Im Kollektiv gesehen ist das sehr stark. Individuelle Fehler im Spiel, die dann für Tore entscheidend sind, mögen den ein oder anderen verleiten das anders zu sehen. Fakt ist, dass die Mannschaft als Ganzes auch hier besser und vor allem engagierter arbeitete als zuvor.

Den vom ehemaligen Coach noch aufs Abstellgleis verbannten Quirin Moll gebührt hier ein Sonderlob. Sein maximaler Einsatz mit durchschlagendem Erfolg im Spiel gegen den Ball sollten dem gebürtigen Dachauer weiter Auftrieb und Vertrauen in sein Können geben.

Schüsse/aufs Tor

Fünfzehn Schüsse, davon fünf so, dass sie den gegnerischen Torwart zu Aktionen zwangen. Das ergibt eine Schussgenauigkeit von 33,3%. Auch hier ist eine Steigerung zu erkennen. Allerdings mit einem großen Fragezeichen. Wer schießt denn eigentlich und wer nicht? Die Stürmer schießen offensichtlich nicht. Über die 90+4 Minuten verzeichnen wir von drei eingesetzten Stürmern neun Ballkontakte in der gegnerischen Box. Dem steht nur ein einziger Schuss gegenüber, der allerdings von Duisburg geblockt wurde.

Selbst hatten die Löwen nur einen der beiden Treffer erzielt. Für das zwischenzeitliche 2:0 musste ein Eigentor der Gastgeber sorgen.

Grundsätzlich ist die Schussbilanz also durchaus in Ordnung. Es gibt allerdings noch einiges Luft nach oben. Einerseits in Puncto dessen, wie oft man schießt und andererseits natürlich dabei Chancen für Stürmer zu kreieren. Aber eins nach dem anderen: sind wir mal zufrieden mit den bisher von Maurizio Jacobacci und der Mannschaft erreichten Verbesserungen.

PPDA

Unterschiedlicher kann das Pressingverhalten zweier Teams kaum sein. Beide Mannschaften hatten mit ihrer Herangehensweise allerdings ähnlichen Erfolg. Dass die Pressingintensität nie wirklich etwas über die Qualität desselben aussagt hatten wir ja schon öfter.

Nicht bei jedem Positionsangriff der Duisburger standen die Sechzger so hoch dagegen wie in den Anfangsminuten. Es gab Situationen, in denen sich die bei den Sechzgern fürs Pressing eingeteilten Spieler fast bis auf Höhe des Mittelkreises zurückfallen ließen und gleichzeitig die Defensivlinie derart hochschoben, dass für Duisburg kein Raum zum Spielen oder um auch nur irgendetwas mit dem Ball nach vorne anstellen zu können blieb.

Thorsten Ziegner ließ seine Zebras fast über die komplette Spielzeit aggressiv hoch anlaufen. Mitte der zweiten Halbzeit – also in der Phase, als die Tore für den TSV 1860 fielen – vernachlässigten die Meidericher dann das Pressing ein wenig und verhalfen dem TSV so zu einer dauerhaften Druckphase, die erst beendet werden konnte als der Duisburger Trainer nach dem Zwei-Tore-Rückstand drei neue Offensivspieler brachte und das System auf 4-3-3 änderte. Danach presste der MSV Duisburg noch aggressiver als in Halbzeit eins und unser TSV 1860 München kam abermals stark unter Druck.

Die Tore

Hier sind die Treffer und andere Highlights der Partie zu finden.

Nachdem es in den letzten Analysen immer um Gegentreffer ging, werde ich heute den 1:0 Führungstreffer genauer unter die Lupe nehmen.

Nach einem gefährlichen Angriff des MSV brachte Hiller den Ball schnell wieder ins Spiel und passte auf den linken Flügel zum durchstartenden Steinhart, der nach wenigen Metern mit dem Ball am Fuß ein gutes Auge für den von einem Duisburger Defensivspieler begleiteten Lakenmacher beweist. Der junge Stürmer legt mit nur einem Kontakt zum in der Mitte mit hoher Geschwindigkeit durchstartenden Vrenezi weiter, der die Kugel zehn Meter vor der Strafraumgrenze steil zum mitgelaufenen Boyamba durchsteckt. Senger, der zwar mit Boyamba mitläuft aber nicht eingreifen kann, hebt das Abseits auf, ist jedoch vom Torschützen eine Nuance zu weit entfernt, um seinen Schuss verhindern zu können.

Die Entscheidung Boyambas aufs lange Eck zu schießen war obendrein sehr weise. Denn selbst wenn Torhüter Müller diesen Schuss hätte abwehren können wäre das Tor vermutlich trotzdem gefallen, weil Vrenezi weiter mitläuft und somit wahrscheinlich dann hätte abstauben können. Ähnliches gilt übrigens für den Schuss von Lex in der 79.Minute, als sich der Kapitän allerdings leider fürs kurze Eck entschied und Müller zur Ecke klären konnte. Hier wäre Bär für den Abstauber bereit gestanden hätte Müller den Ball zur Mitte hin abwehren müssen.

Ein Sonderlob gebührt hier Fynn Lakenmacher, der Steinharts klugen und öffnenden Pass direkt und mustergültig zu Vrenezi weiterleitet und somit das Tempo in diesem Spielzug hochhält.

Das fiel auf

Die Mannschaftsdienlichkeit kehrt zurück. Laufbereitschft ist wieder vorhanden. Die Mannschaft bekommt Schritt für Schritt das Selbstvertrauen zurück und wollte auch nach dem Ausgleichstreffer der Hausherren die Partie nicht abhaken, sondern fightete bis zur letzten Szene.

Ausgerechnet in dieser letzten Szene wäre der Siegtreffer noch möglich gewesen. Unglücklicherweise entschied sich hier der eingewechselte Bär für einen Pass zum Mitspieler anstatt, dass er einfach mal abgezogen hätte. Hätte hätte Fahradkette…

Individuelle Fehler mehrerer Akteure und ein rabenschwarzer Tag von Belkahia bringen Duisburg insgesamt zu viele Chancen für die von den Zebras eigentlich gezeigte Leistung. Schwamm drüber. Auch das wird sich bessern.

Betrachtet man Belkahias gesamte Performance – und das fällt mit den Wyscout Zahlen im Rücken natürlich leichter, als wenn man sich an ein Spiel erinnert, in dem hauptsächlich negative Eindrücke herausstachen – hatte Belkahia die drittmeisten Aktionen aller Spieler des TSV 1860 im Spiel gegen den MSV Duisburg. Dabei erzielte er die höchste Erfolgsquote aller Akteure der Sechzger. 79% gelungene Aktionen stehen bei 61 Aktionen insgesamt für ihn zu Buche.

Maurizio Jacobacci sagte vor dem Spiel er ließe Bär auf der Bank, um ihn zu schützen. Nach der Halbzeitpause hätte er aus genau diesem Grund Belkahia in der Kabine lassen können. Dass der Spieler trotz grundsätzlich guter Leistung einige Aussetzer hatte und momentan nicht über die nötige Sicherheit verfügt, um in brenzligen Situationen richtige Entscheidungen zu treffen, ist leider nicht wegzudiskutieren. Ein möglicher Grund Belkahia auf dem Platz zu lassen ist seine Kopfballstärke, mit der er in einigen Standardsituationen für defensive Klarheit gesorgt hat. Ein einziges verlorenes Kopfballduell im Spiel ist durchaus ein Statement.

Fazit zum Spiel MSV Duisburg – TSV 1860

Ein Spiel auf dem man aufbauen kann. Sukzessive wird die Performance der Mannschaft besser, weil die Spieler wieder anfangen eine Mannschaft zu sein. Damit hat Maurizio Jacobacci klare Pluspunkte gesammelt.

Vor dem Spiel habe ich gesagt: “Das Ergebnis ist Nebensache” und das ist es meiner Meinung nach in unserer Situation auch weiterhin.

Wichtig ist:
a) dass man allen Akteuren anmerkt, dass sie dabei sind wieder ein Team zu werden
b) dass dieses Team auch wieder den Kampf annimmt und
c) Erfolgserlebnisse für jeden einzelnen. Seien es Tore; gelungene Offensivaktionen, die nicht im Anschluss zum Ballverlust führen oder Glanzparaden wie Hillers Großtat nach Flecksteins Kopfball in der 22. Minute.

Der TSV 1860 München kann nach dem Spiel gegen den MSV Duisburg mit Fug und Recht behaupten, dass er wieder auf dem Weg in die richtige Spur ist. Jetzt geht es darum das Positive zu konservieren und an den noch vorhandenen Baustellen weiter ähnlich erfolgreich zu arbeiten wie an den bis jetzt schon behobenen Problemen. Klappt das, stehen wir – wie weiter oben schon gesagt – vor einem erfolgreichen Frühjahr. Der Weg geht in die richtige Richtung.

Und um die Frage nach dem gewonnenen oder verlorenen Punkt vom Anfang zu beantworten: Für mich, aufgrund der klareren Chancen der Gastgeber, definitiv ein Punktgewinn für den TSV 1860. Wenn Duisburg zur Halbzeit mit zwei Toren geführt hätte, wäre das sicherlich nicht unverdient gewesen.

Datenquelle: Wyscout

Sechzig um Sieben: TSV 1860 München U15 ist Deutscher Meister

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Sechzig um Sieben: Becketts

Während es die Profis immerhin zu einem Unentschieden in Duisburg brachten, gibt es von den zahlreichen anderen Teams des TSV 1860 München deutlich bessere Nachrichten. Unter anderem wurde die U15 Deutscher Meister im Futsal. Außerdem zeigen die Löwenfans auch in Aue, dass auswärts auf sie Verlass ist. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch ein Update von der Konkurrenz aus der 3.Liga. Unter anderem konnte Oldenburg einen neuen Trainer vorstellen.

Das 2:2 gegen den MSV Duisburg

Trotz Führung musste der TSV 1860 den Heimweg mit nur einem Punkt antreten, da den Zebras in der Schlussphase noch der Ausgleich gelang. Trainer Maurizio Jacobacci ordnete das Resultat auf der Pressekonferenz als gerecht ein und war sich sicher, dass die Zuschauer im Wedaustadion einiges geboten bekommen hatten in den 90 Minuten.

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden gegen die Zebras

Der Italiener wirkte zu Beginn der Veranstaltung etwas ratlos – einen Umstand, den man auch Thomas Enn einen Tag später in seinen Giesinger Gedanken anmerkte. “Keine Ahnung, was ich euch sagen soll” titelte er entsprechend und wusste nicht so recht, was er mit dem Unentschieden nun anfangen sollte. Außerdem ging er auf die Kritik des Gästeblocks ein, der die Mannschaft nach Schlusspfiff auspfiff.

U15 ist Deutscher Meister im Futsal

Deutlich erfreulichere Nachrichten gibt es von den C-Junioren der Löwen. Nach dem Gewinn der Bayerischen und Süddeutschen Meisterschaft kann sichdie U15 des TSV 1860 München seit gestern auch Deutscher Meister im Futsal nennen. Im Finale wurde Radolfzell klar mit 3:0 besiegt.

U17 feiert Klassenerhalt

Aus eigener Kraft hat es die B-Jugend zwar verpasst, den Klassenerhalt klar zu machen, aber auf die Konkurrenz war Verlass. Trotz Niederlage beim 1.FC Saarbrücken (einziger Saisonsieg der Saarländer) bleibt auch die U17 nächstes Jahr in der Bundesliga vertreten. Der Jubel beim Team war entsprechend groß.

Im letzten Saisonspiel trennte sich die bereits gerettete U19 Unentschieden vom SC Freiburg.

U21 schlägt Memmingen klar

Auch beim Team von Frank Schmöller gab es Grund zur Freude. Gegen den FC Memmingen feierte die zweite Mannschaft des TSV 1860 München einen ungefährdeten Heimsieg. Jeremie Zehetbauer war als Doppeltorschütze der Matchwinner.

Gästeblock bei Erzgebirge Aue bereits ausverkauft

Unabhängig der Ergebnisse folgen den Löwen auch am kommenden Wochenende wieder zahlreiche Fans in die Fremde. Das nächste Spiel führt den TSV 1860 zum FC Erzgebirge Aue. Bereits eine Woche vorher konnten die Löwen vermelden, dass der Gästeblock restlos ausverkauft ist.

Löwenfans für sechzger.de Talk gesucht

Erfreulicherweise sind bereits die ersten Rückmeldungen eingetroffen. Die Redaktion von sechzger.de sucht interessierte Löwenfans, die an einer Folge des sechzger.de Talks teilnehmen wollen. Ziel ist die Vielfalt im Podcast an vertretenen Meinungen etwas zu erhöhen.

News aus der 3.Liga

Der 26.Spieltag

Der Auftiegskampf in der 3.Liga bleibt spannend, da Wiesbaden verlor – die vier Teams dahinter allerdings jeweils dreifach punkten. Der nächste Löwengegner Elversberg zeigt eine kleine Schwächephase und konnte zum dritten Mal in Folge nicht gewinnen. Aue und Essen haben einen kleinen Puffer auf die abstiegsbedrohten Teams, die am Wochenende allesamt nicht mit einem Sieg glänzen konnten. Die Löwen liegen momentan auf Rang 8. Aufgrund der Englischen Woche findet heute abend am 26.Spieltag kein Spiel mehr statt.

Oldenburg mit neuem Trainer

Der Tabellenletzte VfB Oldenburg hat einen neuen Trainer vorgestellt. Fuat Kilic folgt auf den zuvor entlassenen Dario Fossi. Der 49-Jährige war zuletzt bei Alemannia Aachen angestellt, wurde dort allerdings im Oktober entlassen. Mit den direkten Duellen gegen Dortmund II und Bayreuth stehen gleich zwei wichtige Spiele für den neuen Mann an der Seitenlinie auf dem Programm.

Verl beschenkt Edel-Fan

Es war ein Bild, dass durch die sozialen Medien verbreitet wurde und viral ging. Beim Auswärtsspiel des SC Verl in Zwickau stand ein einziger, treuer Fan im Gästeblock. Auch bei der Live-Übertragung von MagentaSport wurde der Anhänger in Großaufnahme gezeigt. Die Verler hatten angekündigt, sich bei ihrem Edel-Fan entsprechend bedanken zu wollen und haben dies im Rahmen vom Heimspiel gegen Halle nun auch direkt gemacht. Unter anderem gab es eine Dauerkarte für die nächste Spielzeit.

3.Liga am Sonntag: Wichtige Punkte für Saarbrücken und Dresden

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Dynamo Dresden Auswärts Bei Borussia Dortmund II Im Signal Iduna Park 26 Spieltag 2022 23

Aufgrund der kommenden Englischen Woche fanden am heutigen Sonntag gleich drei Partien statt. Dabei konnten sowohl der 1.FC Saarbrücken als auch Dynamo Dresden jeweils drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf der 3.Liga feiern. Bemerkenswert außerdem: in jedem Stadion gewann die Auswärtsmannschaft.

FC Ingolstadt – SC Freiburg II 0:1 (0:0)

Nicht nur die Löwen sind mittlerweile ganz klar im Mittelfeld der 3.Liga angekommen, sondern auch der FC Ingolstadt. Die Bilanz im Jahr 2023 ist gelinde gesagt eine Katastrophe. In acht Spielen gab es lediglich einen Sieg sowie ein Unentschieden. Die sechs restlichen Partien gingen alle verloren. Daran änderte auch der Trainerwechsel zu Guerino Capretti Anfang Februar nichts. Heute gab es gegen die Zweitvertretung des SC Freiburg eine weitere Niederlage. Kurz vor Schluss sorgte Wagner per Kopfball für den sechsten Sieg in Folge. Der SCF II ist damit der SV Elversberg dicht auf den Fersen, Ingolstadt hingegen fällt auf Rang 11 zurück.

Wehen Wiesbaden – 1.FC Saarbrücken 0:2 (0:0)

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge war das Team von Rüdiger Ziehl ordentlich unter Zugzwang. Das sah man der Elf aus dem Saarland, die von rund 2.000 Anhänger aus dem Gästeblock unterstützt wurden, allerdings am heutigen Sonntag auch an. In der ersten Halbzeit erspielten sie sich zahlreiche Gelegenheiten, konnten allerdings nicht in Führung gehen. Aber auch Wiesbaden war in der Offensive aktiv und zeigte sich immer wieder vor dem Tor von Daniel Batz. Glück hatte Saarbrücken, dass ein Foul von Gaus an Hollberbach kurz vor der Pause nicht mit einem Elfmeterpfiff geahndet wurde (43.).
Im zweiten Durchgang wechselte Ziehl dann in Person von Ex-Löwe Adriano Grimaldi den Auswärtssieg ein. Zunächst traf der 31-Jährige nach einer schönen Kombination mit Neudecker selber (81.), ehe er wenig später das 0:2 durch Rahibic auflegte (86.). Saarbrücken rückt dadurch näher an die Aufstiegsplätze heran. Wiesbaden hingegen spürt den Atem der Teams hinter ihnen langsam im Nacken.

Borussia Dortmund II – Dynamo Dresden 1:3 (0:3)

Borussia Dortmund Gegen SG Dynamo Dresden Heimfans BVB Amateure Westfalenstadion
Auch der Heimanhang war zahlreich vertreten – wenn auch nicht so sehr wie die Auswärtsfans

Vor einer beeindruckenden Kulisse von etwa 8.000 Dynamofans trat Dresden zum Auswärtsspiel im Westfalenstadion gegen die abstiegsbedrohte Zweitvertretung von Borussia Dortmund an. Gleich zu Beginn musste die Partie wegen starkem Rauch kurzzeitig unterbrochen werden. Dann aber ging es los – und wie! Dynamo Dresden ließ den Gastgebern vor allem in der Anfangsviertelstunde nicht den Hauch einer Chance und überrannte den BVB. Zunächt traf Kutschke nach einer Freistoßvorlage von Liga-Topscorer Arslan (6.), ehe Lemmer wenig später ebenfalls der Kopf direkt nachlegte (8.). Davon aber nicht genug: abseits des Balles wurde Kutschke im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß verwandelte der Gefoulte selbst zum 0:3 nach 17 Minuten in die Maschen.

Erst danach kam der BVB etwas besser in die Partie, konnte den Anschlusstreffer aber nicht mehr im ersten Durchgang erzielen. Nach dem Seitenwechsel war es dann aber soweit. Nach einem Solo traf Njinmah zum 1:3 aus Sicht der Dortmunder (53.). Die Gastgeber blieben dran und beschäftigten die Dynamo-Defensive. Ein weiteres Tor jedoch sollte auf beiden Seiten nicht mehr fallen.

TSV 1860 im Mittelfeld gefangen

Nach dem 26.Spieltag und dem Unentschieden in Duisburg sind die Löwen weiterhin im Mittelfeld der 3.Liga zu finden. Die vier Teams, die vor dem TSV 1860 München platziert sind, konnten ihre Spiele an diesem Wochenende allesamt gewinnen. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt 12 Punkte.

U15 des TSV 1860 München ist Deutscher Meister im Futsal

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Tsv 1860 U15 Futsal Süddeutscher Meister

Überragende Leistung der C-Junioren der Löwen: Die U15 des TSV 1860 München ist Deutscher Meister im Futsal! Das Team von Trainer Christian Stegmair setzte sich im Finale gegen den FC 03 Radolfzell durch.

Guter Turnierstart in Duisburg

Bereits am Samstag legten die Junglöwen in der Sportschule Wedau in Duisburg den Grundstock zum Finaleinzug. Beim 2:2 (Tore: Arda Efe & Valentin Bannert) gegen Fortuna Köln zeigte die U15 zwar eine tolle Leistung, scheiterte jedoch wiederholt am starken Keeper der Domstädter. Im zweiten Spiel deklassierte der TSV 1860 den Nachwuchs von Hertha BSC mit 6:1 (Tore: 2 x Paul Sturm, Valentin Bannert, Arda Efe, Efe Karakoc, Edon Krasniqi).

Als Tabellenführer starteten die Löwen in den Sonntag und hatten es selber in der Hand, ins Finale einzuziehen. Nachdem sich Hertha BSC und Fortuna Köln 1:1 getrennt hatten, war klar, dass den Junglöwen bereits ein Remis reichen würde.

Zunächst sah es jedoch düster aus für den TSV, denn im letzten Vorrundenspiel lag 1860 gegen die JFG Saarschleife mit 0:2 zurück. Dann aber drehte Sechzig auf und glich durch zwei Tore von Paul Sturm zum 2:2 aus. Als dieser dann gar seinen Hattrick komplettierte, kannte der Jubel keine Grenzen. Das Finale war erreicht!

TSV 1860 U15 ist Deutscher Meister im Futsal

Dort trafen die Junglöwen auf den FC 03 Radolfzell, den sie bereits im Endspiel der Süddeutschen Meisterschaft am vergangenen Wochenende mit 4:0 besiegt hatten. Auch diesmal hatte die U15 des TSV 1860 München das bessere Ende für sich und krönte sich zum Deutschen Meister im Futsal.

Bannert scheiterte in der 6. Minute noch am Pfosten, zwei Minuten später wurde ihm ein Tor aberkannt. Das entmutigte die Junglöwen jedoch nicht, die allerdings stets auf die gefährlichen Konter der Jungs vom Bodensee achten mussten. In der 10. Minute tauchte Paul Sturm frei vor dem Tor auf, doch der Keeper der Radolfzeller parierte prächtig. In der 14. Minute machte er es dann besser und traf zum 1:0. Nur rund 30 Sekunden später schepperte es erneut und wieder war es Paul Sturm, der zum 2:0 einnetzte.

Als Radolfzell aufmachen musste, konnte endlich auch mal Sechzig kontern, doch Bannert traf zwei Minuten vor dem Ende nur den Pfosten. Nur wenige Sekunden später dann Glück für den TSV, als auch der Gegner am Aluminium scheiterte. Sieben Sekunden vor dem Ende machte Efe Karakoc mit dem 3:0 dann endgültig den Deckel drauf. Herzlichen Glückwunsch, Jungs!

Tsv 1860 U15 Futsal Deutscher Meister
Der Deutsche Meister im Futsal 2023!

Titelbild: TSV 1860 München e.V.
Foto: Screenshot Youtube

Fünferpack Endrizzi: Löwinnen gewinnen in Jettenbach

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SG Aschheim Kirchheim TSV 1860 Frauen Löwinnen

In Vorbereitung auf die Rückrunde gastierten die Löwinnen am Samstag in Jettenbach. Stürmerin Sofia Endrizzi erwischte dabei einen Sahnetag und schenkte den Gastgeberinnen gleich fünf Tore ein.

Löwinnen besiegen SG SpVgg Jettenbach/TSV Gars

Den ersten Treffer durfte jedoch die Heimmannschaft bejubeln. Theresa Perzlmaier brachte die SG SpVgg Jettenbach/TSV Gars in der 8. Minute in Führung. Dann aber geriet der Löwinnenexpress ins Rollen und Sofia Endrizzi glich in der 17. Minute aus. Stefanie Stepberger sorgte in der 22. Minute für die erstmalige Führung des TSV 1860.

Endrizzi traf in der 33. Minute zum 1:3 und direkt nach der Pause gar zum 1:4 für die Löwinnen. Das wollten die Gastgeberinnen jedoch nicht auf sich sitzen lassen und kamen durch einen Doppelpack von Nina Lorenz (60./69.) auf 3:4 heran. Dann war aber wieder Sechzig an der Reihe: Durch einen Elfmeter von Lena Gruber stand es in der 81. Minute 3:5 und zum Schluss schnürte Sofia Endrizzi nochmal einen Doppelpack (86./87.) zum 3:7-Endstand.

Bild: Löwenmagazin

Für Interessierte: Einladung zum sechzger.de Talk

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sechzger.de Talk Podcast TSV 1860 München

Schon knapp 100 Ausgaben sind beim sechzger.de Talk mittlerweile online zu finden. sechzger.de sucht nun Löwenfans, die sich mit Redaktionsmitgliedern zu aktuellen Themen rund um den TSV 1860 München austauschen wollen.

Mehr Diskussionen erwünscht: Einladung zum sechzger.de Talk

Vor ziemlich genau zwei Jahren beschritt die Redaktion von sechzger.de neue Wege und führte einen Podcast rund um den TSV 1860 München ein. Es war natürlich nicht das erste Format dieser Art, doch inhaltlich vermutlich einzigartig. Fans, die jede Woche im Grünwalder Stadion oder in den Auswärtskurven der Republik zu finden sind, sprechen über die Spiele der Löwen sowie aktuelle Themen beim TSV 1860 München. Hinzu kommt mit Bernd ein Taktik-Fachmann, der im Löwenkosmos seinesgleichen sucht. Ursprünglich sollte gemeinsam mit den Lesern ein passender Name gefunden werden, doch im Nachhinein blieb die erste Idee einfach bestehen. Der sechzger.de Talk war geboren.

Das Interesse an dem Podcast nahm immer mehr zu und mittlerweile lauschen jede Woche regelmäßig weit über tausend Fans den Worten von Jan, Christian und Co. Das Feedback ist größtenteils positiv, was für die Motivation natürlich durchaus förderlich ist. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, ist dies eigentlich immer wieder ein Punkt. Die Zuhörer wünschen sich mehr Diskussionen und verschiedene Meinungen, die im sechzger.de Talk vertreten sein sollen. Die Redaktion, bestehend aus etwa 15 Mitgliedern, ist sich natürlich nicht immer unbedingt einig – größtenteils allerdings schon. Daher folgt an dieser Stelle eine offizielle Einladung an Löwenfans, die Interesse an einer Teilnahme haben.

In letzter Zeit läuft es beim TSV 1860 München bekanntlich nicht so, wie sich das viele Löwenfans vorstellen. Zum Beispiel unter dem Artikel zum Besuch von Robert Reisinger im “blauen Sessel” bei der AZ entwickelte sich daher eine lebhafte und vor allem konstruktive Diskussion. Dabei waren auch viele Meinungen vertreten, die so in den Artikeln sicherlich nicht oft zu finden sind. Genau diese Löwenfans würden sicherlich eine Bereicherung für den sechzger.de Talk darstellen. Die Aufnahmen finden meistens Montagabends statt. Da der Talk auch auf Youtube veröffentlicht wird, wäre eine Teilnahme mit Kamera wünschenswert. Dies ist allerdings kein Muss.

Bei Interesse meldet euch gerne per E-Mail, Facebook oder Instagram!

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Die Arbeit der Redaktion besteht natürlich nicht nur aus dem Podcast-Format. Viele tausend Artikel sind bereits online. Gestern wurde neben dem Spiel der Profis in Duisburg auch von der U17, U19 oder der zweiten Mannschaft berichtet. All dies findet ehrenamtlich statt. Dennoch entstehen beispielsweise für die Betreuung der Website oder die Daten für die Taktiktafel Kosten. Mit einer Mitgliedschaft in Verein hinter sechzger.de wird ein wichtiger, finanzieller Beitrag geleistet. Herzlichen Dank im Voraus!

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden in Duisburg: Keine Ahnung, was ich Euch sagen soll

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Es gibt so Spiele, die sich im Saisonverlauf erst später einordnen lassen. Das gestrige 2:2 des TSV 1860 München beim MSV Duisburg dürfte dazugehören. War das nun ein Schritt nach vorne, gar einer nach hinten oder tritt man auf der Stelle? Keine Ahnung, ich bin überfordert, dieses Spiel einzuordnen.

Unanalysierbares Spiel

Am Ende war es wohl eine gerechte Punkteteilung in einem Kick, der lange Zeit ein klassisches 0:0 Spiel war. Eigentlich hätte der MSV Duisburg durchaus in Führung liegen können (oder müssen), wenn man die weiß-blaue Brille mal abnimmt. Hettwer hätte zwei Aussetzer in der Löwenabwehr zur Führung verwerten können. Aus heiterem Himmel führte 1860 auf einmal 2:0. Zunächst hatte Boyamba nach einem schönen Konter die Führung für die Löwen erzielt (61. Minute), ehe Fleckenstein in Folge eines Blackouts per Eigentor auf 2:0 für 1860 stellte (72. Minute). Kurz drauf stellte Belkahia auf 1:1 bei den Blackouts und ermöglichte Hettwer so sein verdientes Tor zum 1:2 (77. Minute). Schließlich glich Bakir zum 2:2 aus (80. Minute), obwohl sich doppelt so viele verteidigende Löwen wie angreifende Zebras im Strafraum von 1860 befanden. Da beide Defensivreihen noch ein um’s andere Mal wackelten, hätte der Siegtreffer auf beiden Seiten noch fallen können. Er fiel aber nicht.

Wichtige Botschaften in der Aufstellung

Neu-Coach Jacobacci kündigte in der Löwenrunde vor dem Spiel an, er wolle “Arbeiter und Kämpfer” in seinem Team haben. Außerdem wünschte sich der Italiener, “dass die Spieler begriffen haben, dass es nur miteinander geht.” Dieser Wunsch lässt im Mannschaftssport Fußball tief in die Seele der Mannschaft blicken. An der Aufstellung konnte man dann ablesen, wen der Coach nicht für geeignete Arbeiter und Kämpfer hält. Holzhauser und Bär mussten auf der Bank Platz nehmen. Dafür dürfen sich Lakenmacher, Boyamba, Moll und Wörl jetzt offiziell als “Arbeiter und Kämpfer” bezeichnen, da sie neu in der Startelf standen. Welchen Status Jesper Verlaat und Daniel Wein aktuell genießen, ist unklar, nachdem Verlaat seine Gelbsperre absitzen musste und Wein erkrankt fehlte. Dass Holzhauser nicht einmal eingewechselt wurde und sich die komplette Reservebank der Löwen zunächst ohne ihn warmlief, darf sehr wahrscheinlich als Wink mit dem Zaunpfahl in seine Richtung gewertet werden.

Keine Ahnung, wozu dieses Unentschieden gut ist

Der Punkt bringt Sechzig natürlich nicht weiter. Die Frage ist, ob er das Ende der Ergebniskrise von 1860 München einläutet. Spielerisch war die Leistung nach wie vor sehr dürftig. Hinten wackelte man einige Male bedenklich, nach vorne ging bis zum Konter, der das 0:1 bedeutete, eigentlich gar nix. Dass man dann 20 Minuten vor Schluss aus heiterem Himmel 2:0 führte und den Sieg nicht über die Zeit brachte, dürfte psychologisch sicher nicht sehr aufbauend wirken. Andererseits kann man auf der Positivseite durchaus vermerken, dass man überhaupt in Führung lag. Keine Ahnung, ob ohne den katastrophalen Fehler von Belkahia (der generell sehr verunsichert wirkte) und den folgenden Anschlusstreffer ein Sieg drin gewesen wäre. Ob das Unentschieden die Wende zum Besseren einläutet, werden wir in den nächsten Spielen sehen. Ich habe keine Ahnung, wie ich das Spiel aktuell einordnen soll.

Starke Kritik vom Auswärtsblock

Ich hoffe sehr, dass nun wenigstens der Negativtrend gestoppt ist. Andererseits war auch Duisburg nicht in Topform. Fakt ist: die Mannschaft wirkt nach wie vor sehr verunsichert. Außerdem gibt es in allen Mannschaftsteilen dringenden Verbesserungsbedarf. Die Abwehr agiert zu inkosequent (siehe 2:2), der Spielaufbau ist quasi nicht existent und von der geforderten Präsenz und Konsequenz im gegnerischen Strafraum war nichts zu erkennen. Dennoch gab es Phasen, in denen die Elf halbwegs stabil wirkte. Allerdings gegen einen MSV Duisburg, der ähnliche Probleme wie 1860 zu haben scheint. Es wird sich zeigen, was am Dienstag gegen Tabellenführer Elversberg und am nächsten Samstag bei den formstarken Auern zu holen ist, die vier ihrer letzten fünf Spiele gewannen. Schade fand ich, dass die Mannschaft nach Spielende in Duisburg vom Block stark kritisiert wurde. Sicher war jeder enttäuscht, dass das 2:0 nicht bis zum Schluss verteidigt werden konnte. Aber eine ganz so hilflose Leistung wie gegen Viktoria Köln habe ich nicht gesehen und aufbauender Applaus wäre vielleicht das bessere Signal gewesen, um die Mannschaft wieder zu motivieren, ihre Leistung zu bringen.

 

 

Jacobacci: “Haben es nicht verstanden, mehr Ruhe reinzubringen”

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Msv Duisburg Tsv 1860 Pressekonferenz Pk Maurizio Jacobacci mehr Ruhe

2:0 geführt, am Ende doch nur wieder 2:2 – es läuft noch immer alles andere als rund bei den Löwen. Nach dem Remis des TSV 1860 beim MSV Duisburg gab Trainer Maurizio Jacobacci auf der Pressekonferenz zu Protokoll, dass man es nach der Führung nicht verstanden habe, mehr Ruhe ins Spiel zu bringen.

Start nach Maß, dann mit Glück

Etwas ratlos wirkte Jacobacci zu Beginn seines Statements:

“Was sagen zu diesem Spiel heute? Sicher sehr spannend, sehr interessant heute für die Zuschauer. (…) Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, am Anfang gleich Druck erzeugt, gute Spielkombinationen über die Seiten gehabt, wie wir uns das auch erwartet haben gegen den MSV.”

Danach habe man etwas den Faden verloren und kam in Schwierigkeiten, da die Zebras das Zepter in die Hand genommen hätten, so der Löwen-Coach. Zudem habe man kurz vor der Pause Glück gehabt, nicht in Rückstand geraten zu sein.

“Haben es nicht verstanden, mehr Ruhe ins Spiel zu bringen”

Auch nach dem Seitenwechsel wäre ein Gegentreffer möglich gewesen, stattdessen gehe man 2:0 in Führung, so Jacobacci.

“Dann haben wir es nicht verstanden, mehr Ruhe ins Spiel zu bringen. Durch einen Eigenfehler im Aufbau bekommen wir das 1:2, was natürlich dem MSV in die Karten gespielt hat, was die Aufholjagd anbelangt. (…) Am Schluss bekommen wir das 2:2, hätten aber im Anschluss auch das 3:2 schießen können. (…) Ich glaube, dass das Unentschieden ein gerechtes Resultat ist.”

Dennoch zeigte sich der Trainer enttäuscht, dass man eine 2:0-Führung nicht über die Zeit bringen konnte. Dennoch könne er der Mannschaft, was den Einsatz betrifft, keinen Vorwurf machen, so der Italiener. Zudem habe er den Eindruck gehabt, dass man einen TSV 1860 gesehen hat, bei dem jeder für den anderen gekämpft habe.

Titelbild: Screenshot Youtube