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Stadiongipfel zwischen 1860 und der Stadt: 2023 geht es weiter

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Ein finales Ergebnis gab es beim Stadiongipfel zwischen dem TSV 1860 und der Stadt München nicht – das hatte allerdings auch vermutlich niemand erwartet. Dennoch spricht man von einer “guten Atmosphäre” und hat bereits den nächsten Termin vereinbart.

Stadt München und TSV 1860 einigen sich auf weiteren Stadiongipfel 2023

Neubau (vermutlich am Olympiagelände), Grünwalder Stadion oder doch das Olympiastadion – diese drei Optionen stehen grundsätzlich zur Debatte bei der Diskussion um eine langfristige Heimat für die Löwen. Gestern trafen sich dafür die Stadt München (OB Reiter und Sportbürgermeisterin Dietl) und der TSV 1860 München (vertreten durch Reisinger, Pfeifer und Stimoniaris) zu einem lange ersehnten Stadiongipfel im Rathaus. Doch eine Lösung der Problematik ist noch lange nicht in Sicht, nicht einmal eine favorisierte Option der drei Möglichkeiten drang bisher nach außen.

Dennoch scheinen alle Teilnehmer mit dem Ergebnis des Treffens vorerst zufrieden zu sein und haben sich auf eine nächste Gesprächsrunde im neuen Jahr geeinigt. Ursprünglich wollte der Stadtrat eine finale Entscheidung zum Grünwalder Stadion im ersten Quartal 2023 treffen. Das dürfte nun jedoch mehr als schwierig werden, zumal die Entscheidung des TSV 1860 eben jene vom Stadtrat direkt beeinflussen wird. Ohne ein langfristiges Bekenntnis der Löwen dürfte die aktuelle Planung der Stadt ad acta gelegt werden.

Klar ist: es bleibt weiterhin spannend und der Dezember dürfte ausgiebig für weitere Diskussionen unter den Löwenfans genutzt werden. Ein Sprichtwort sagt: Neues Jahr, neues Glück. Vielleicht gilt das auch für den nächsten Stadiongipfel zwischen der Stadt und dem TSV 1860 München.

Das Statement der Stadt München im Wortlaut

Robert Reisinger, Präsident des TSV München von 1860 e.V., Saki Stimoniaris, Aufsichtsratsvorsitzender der TSV München von 1860 GmbH & Co. KG auf Aktien sowie Marc-Nicolai Pfeifer, kaufmännischer Geschäftsführer der TSV München von 1860 GmbH & Co. KG auf Aktien waren heute zu Gesprächen mit Oberbürgermeister Dieter Reiter und Sportbürgermeisterin Verena Dietl im Rathaus.

Das Treffen fand in guter Atmosphäre statt. Im Rahmen des konstruktiven Austauschs wurde vereinbart, sich zu weiteren Gesprächen Anfang 2023 zu treffen. Sobald konkrete Ergebnisse vorliegen, werden diese der Öffentlichkeit vorgestellt.

Jesper Verlaat in “Elf der bisherigen Saison” gewählt

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Jesper Verlaat TSV 1860

Vier Löwen standen zur Wahl, einer hats geschafft. Verteidiger Jesper Verlaat wurde von den Lesern des Drittliga-Portals liga3-online in die “Elf der bisherigen Saison” gewählt.

Jesper Verlaat in “Elf der bisherigen Saison” gewählt

Analog zur aktuellen Tabellensituation in der 3. Liga wird die Auswahl von Spielern aus dem Saarland dominiert. Sowohl Primus SV Elversberg als auch der Tabellenzweite 1. FC Saarbrücken sind mit jeweils vier Akteuren vertreten.

Vom TSV 1860 hat es lediglich Jesper Verlaat in die Top-Elf geschafft. Leo Morgalla und Fynn Lakenmacher sitzen auf der imaginären Ersatzbank. Mit Richard Neudecker wurde zudem ein Ex-Löwe in die erste Elf gewählt.

Die Leser-Auswahl im Überblick

Batz (Saarbrücken) – Bastians (Essen), Verlaat (1860), Uaferro (Saarbrücken), Fellhauer (Elversberg) – Jacobsen (Elversberg), Simakala (Osnabrück), Rochelt (Elversberg), Neudecker (Saarbrücken) – Schnellbacher (Elversberg), Jacob (Saarbrücken)

Bank:
Kristof (Elversberg), Morgalla (1860), Neubauer (Elversberg), Götze (Essen), Stoppelkamp (Duisburg), Feil (Elversberg), Prtajin (Wehen Wiesbaden), Vermeij (Freiburg II), Lakenmacher (1860)

Trainer:
Steffen (Elversberg)

Co-Trainer:
Stamm (Freiburg II)

Bild: OR Pressedient

1860 im Olympiastadion? Zahlen, Tatsachen und eine Meinung

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1860 im Olympiastadion? Dies wird von einigen Personen im Löwenumfeld gebetsmühlenartig gefordert. Doch verspricht das Olympiastadion die viel propagierte, erfolgreiche Zukunft?

Zahlen, Tatsachen und eine Meinung.

Zahlen

Bratwurst: abhängig vom Caterer und vom persönlichen Geschmack; sollte insgesamt jedoch nicht Priorität Nr. 1 sein

Fassungsvermögen: 69.000 Zuschauer (57.450 Sitzplätze, 11.700 Stehplätze, 100 Rollstuhlplätze)

Davon überdacht: 43.000 Plätze

Somit wären für die 2. Liga zugelassen: 43.000 Plätze (27.000 nicht überdachte Plätze dürfen nicht verkauft werden)

VIP-Fläche Catering: 1.610 m² unterteilt in sechs einzelne Räume.

Ein Blick in den VIP-Bereich des Olympiastadions (© Henning Schlottmann, User:H-stt published under Wikimedia Commons License)

Anreise Öffentlich:

U-Bahn: U3. (+ ca. 10 Minuten Fußweg)

Straßenbahn: 20. (+ ca. 10 Minuten Fußweg)

Bus: 144, 164, 180, 59.

Anreise PKW: Parkmöglichkeiten auf der „Parkharfe“ hinter dem Stadion (verkleinert, da neue SAP-Eishockey/Basketball Arena im Bau und danach im Betrieb)

Quelle: Olympiastadion München – Wikipedia

 

Zuschauerzahlen des TSV 1860 im Olympiastadion seit 1995:

Saison   Wettbewerb                       Zuschauerschnitt Prozentuale Auslastung

03/04     Bundesliga                          28.203                   40,87%

02/03     Bundesliga                          26.547                   38,47%

01/02     Bundesliga                          26.424                   38,26%

00/01     Bundesliga                          27.982                   40,55%

99/00     Bundesliga                          32.671                   47,35%

98/99     Bundesliga                          32.476                   47,07%

97/98     Bundesliga                          33.624                   48,73%

96/97     Bundesliga                          38.794                   56,22%

95/96     Bundesliga                          35.512                   51,47%

In diesen 9 Jahren Bundesliga war im Olympiastadion bei Spielen des TSV 1860 im Schnitt mehr als die Hälfte der Plätze unbesetzt, teilweise sogar unweit von 2/3 Leerstand (Quelle: transfermarkt.de).

Tatsachen

Geplanter Umbau / Sanierungsmaßnahmen: Das Olympiastadion muss dringend saniert werden, da das Zeltdach droht, einzustürzen. (Quelle: tz: Olympiastadion München: Zeltdach droht der Einsturz)

Im Oktober 2023 soll die Sanierung beginnen und bis Mai 2026 dauern. Wie bei großen Bauvorhaben zu erwarten, dürfte sich eine Fertigstellung womöglich bis in den Frühsommer 2026 verzögern, teilweise wird sogar mit einer Schließung bis 2027 gerechnet (Quelle: merkur). Somit wäre ein Fußball-Betrieb frühestens ab der Saison 2026/2027, eher 2027/2028 möglich, bis zu diesem Zeitpunkt ist das Olympiastadion für keinen Münchner Fußallverein ein zur Verfügung stehender Spielort. (Anmerkung der Redaktion: die Olympiapark GmbH hat gegenüber sechzger.de mittlerweile eine Fertigstellung im Frühjahr 2027 angegeben)

Keine zweitligataugliche Sanierung

Zudem wird das Stadion im Zuge der Sanierung weder zweit- noch erstligatauglich hergerichtet, dies ist nicht die Intention der Arbeiten, denn diese beinhalten „im Wesentlichen bestandserhaltende Maßnahmen bei Betriebstechnik und Brandschutz. Zudem sind umfassende Schönheitsreparaturen, Qualitätsverbesserungen sowie bedarfsweise eine Instandsetzung auf Neubauniveau bei den Veranstaltungsflächen sowie geringfügige Reparaturen bei allen anderen Flächen in Absprache mit dem Denkmalschutz geplant.“

Es werden ca. 130 Millionen Euro für die reine Instandhaltung und kleinere Reparaturen veranschlagt (Quelle: merkur).

Meinung

Ein Spielbetrieb des TSV 1860 im Olympiastadion – welcher ohnehin wohl erst ab der Saison 2027/2028 möglich wäre (eine Zweit- bzw. Erstligatauglichkeit ist hierbei noch gar nicht berücksichtigt) – würde die Löwen zurück in die überwunden geglaubten Zeiten des Größenwahns zurückwerfen. Eine wirtschaftliche Verbesserung ließe sich kaum, und falls doch nur marginal und auf Kosten des sportlichen Erfolgs feststellen.

1. Kapazität

Zur Erinnerung: der TSV 1860 verbrachte bereits – bezogen auf die letzten 30 Jahre – einige Zeit in großen Stadien. Zum einen im angesprochenen Olympiastadion (1994-2005) sowie in der Allianz Arena (2005-2017). Neben wenigen Highlights mit vielen Zuschauern (Lokalderbys in der 1. Bundesliga, ein Champions League-Qualifikationsspiel, Pokalkracher oder Relegationsspiele in der 2. Bundesliga) gab es vor allem eines: eine ganze Menge grauer, trister Spieltage mit teilweise nicht einmal 5-stelligen Zuschauerzahlen und Friedhofstimmung im viel zu großen, weiten Rund.

Wie bereits unter „Zahlen“ dargestellt konnten die Löwen das Olympiastadion nur in zwei Saisons in der Zeit zwischen 1995 und 2004 mit mehr als 50% im Schnitt füllen. In der Allianz Arena war die Überdimensionierung der Spielstätte noch deutlicher in Zahlen herauszulesen: nimmt man die ersten 3 Saisons nach Fertigstellung des Fröttmaninger Schmiergeldtempels mit vielen „Arena-Touristen“ und Auswärtsfans-Überfällen (man erinnere sich an Dresden 2005!) nicht mit in die Bilanz (auch hier jeweils nur gut 50% Auslastung im Schnitt), konnte der TSV 1860 die Arena im Schnitt in der zweiten Liga nur etwa zu 1/3 füllen (Quelle: transfermarkt.de).

Rein objektiv betrachtet kommt man nicht umher, festzustellen: sowohl das Olympiastadion als auch die Allianz Arena sind für den Regelspielbetrieb des TSV 1860 München viel zu groß.

2. Sportlicher Erfolg

Vielen Löwenfans, die einen Umzug in das Olympiastadion ablehnen, wird gerne „kein Interesse am sportlichen Erfolg“ vorgeworfen. Diese oftmals schon reflexartig ausgebellte und stets unbelegte Behauptung wird gerne ohne Beibringung von Argumenten verwendet. Einige der Befürworter des Olympiastadions machen es sich damit unglaublich einfach und versuchen, berechtigte Kritikpunkte hinsichtlich des Stadions am Oberwiesenfeld im Keim zu ersticken – Populismus in seiner reinsten Form.

„Kein Interesse am sportlichen Erfolg“ – macht man sich nun einmal tatsächlich die Mühe, diese Behauptung entgegenzunehmen sowie zu untersuchen und unterstellt, diese sei wahr, kommt man unter Anwendung der Umkehrschluss-Methode zu folgendem Ergebnis: Ein Umzug ins Olympiastadion würde garantierten, größeren sportlichen Erfolg bringen als ein Verbleib im Grünwalder Stadion. Doch ist das so?

Wie lässt sich sportlicher Erfolg überhaupt definieren? Im Profifußball dürfte dies wohl in erster Linie die Zugehörigkeit zur höchstmöglichen Spielklasse und innerhalb dieser die bestmöglichen Ergebnisse, gemessen an Punkten, darstellen.

Eignet sich das Olympiastadion für eine höhere Spielklasse aufgrund der formalen Anforderungen?

Das Olympiastadion ist für keine höhere Spielklasse als das Grünwalder Stadion zugelassen. Das höchste der Gefühle ist dort derzeit – wie in Giesing – die Dritte Liga. Im Gegensatz zum Grünwalder Stadion existieren derzeit keine konkret verfolgten Pläne zur Ertüchtigung des Olympiastadions für den Zweitliga-Betrieb, diese wurden „nie ernsthaft geprüft“. Sportlicher Erfolg im Sinne der höchsten Spielklasse kann durch formale Anforderungen im Olympiastadion also derzeit (bis 2027) nicht erreicht werden.

Wird das Olympiastadion aufgrund der höheren Kapazität sportlichen Erfolg bringen?

Es kann nicht geleugnet werden, dass der Profifußball – und mittelbar damit der sportliche Erfolg – in der heutigen Zeit von seinen Einnahmen lebt. Die höhere Kapazität des Olympiastadions kann sich somit maßgeblich durch 3 Faktoren für die Steigerung sportlichen Erfolgs auswirken:

a) Höhere Einnahmen durch höhere Anzahl verkaufter Eintrittskarten

Eine wichtige Säule ist hierbei der Verkauf von Eintrittskarten. Im Grünwalder Stadion kann derzeit bei jedem Spieltag mit einem Verkauf von 15.000 Eintrittskarten kalkuliert werden. Hierbei sind ca. 11.000 Dauerkarten zu berücksichtigen, die der KGaA frühzeitig in der Saison finanziellen Handlungsspielraum bringen.

Nimmt man die Zahlen der Zuschauer des TSV 1860 in der 1. und 2. Bundesliga zwischen 1995 und 2017 (Olympiastadion & Allianz Arena) zusammen (mit Ausnahme der Saison 2004/2005, in denen die meisten Spiele im Grünwalder Stadion ausgetragen wurden), besuchten im Schnitt gut 28.600 Zuschauer ein Löwenspiel. Hierbei gilt zu berücksichtigen, dass davon 7 Jahre auf die 1. Bundesliga, also einen attraktiveren Wettbewerb, fielen. Da diese in weiter Ferne ist und eine Ertüchtigung des Grünwalder Stadions für diese Spielklasse derzeit nicht im Raum steht, konzentrieren wir uns auf Liga 2: hier hatte der TSV 1860 einen Zuschauerschnitt von 26.584 zwischen 2005/2006 und 2016/2017. Ohne den Arena-Hype in den ersten drei Saisons nach deren Eröffnung wäre es sogar nur ein Schnitt von 22.898 Besuchern pro Löwenspiel gewesen.

Das Olympiastadion ist kein neues Stadion, das einen bundesweiten Besucher-Hype auslösen würde. Auch die Nostalgiker dürften sich in Grenzen halten und spätestens nach 2 Jahren auch nicht mehr aufkreuzen (zum medial groß angekündigten „Legendenderby“ kamen ca. 25.000 Zuschauer, davon mehr als die Hälfte von der Seitenstraße)

Preisstruktur wäre nicht haltbar, Nachfrage nach Dauerkarten würde sinken

Zwischenfazit: der TSV 1860 München würde – zieht man den zur Verfügung stehenden Zweitligaschnitt für eine Prognose heran – keine 8000 Tickets pro Spieltag mehr als im Grünwalder Stadion verkaufen und in einem nicht einmal zu 1/3 gefüllten Olympiastadion spielen. Klar ist hierbei auch, dass die derzeitigen Ticketpreise – deren enorme Höhe lediglich aufgrund der Exklusivität des Grünwalder Stadions nachvollziehbar sind und daher bezahlt werden – sich im Olympiastadion nicht verlangen ließen. Auch ist zu erwarten, dass durch Wegfall der Exklusivität und durch das Überangebot an Tickets für jeden einzelnen Spieltag viele Dauerkartenbesitzer eine Neubestellung der Dauerkarten nicht mehr in Betracht ziehen würden.

b) Höhere Einnahmen durch größere Sponsoring- bzw. Vermarktungsflächen

Die Höhe von Sponsoring- bzw. Vermarktungseinnahmen misst sich an vielen Kriterien. Nicht abschließend sind dies Attraktivität des Wettbewerbs, Angebot von Sponsoring-Möglichkeiten, Identifikationspotential mit einer großen Zielgruppe und: Exklusivität.

Der Wettbewerb – die 2. Bundesliga – bliebe im Grünwalder Stadion wie im Olympiastadion identisch. Insofern böte das Olympiastadion keine größeren Anreize für ein Sponsoring / Vermarktung.

Im Hinblick auf das Angebot von Sponsoring-Möglichkeiten bietet das Olympiastadion im Gegensatz zum Grünwalder Stadion allein aufgrund seiner Größe und des VIP-Angebots deutlich größere Möglichkeiten. Durch die reine Möglichkeit, eine größere Masse an Sponsoren im Stadion präsentieren zu können, wäre das Olympiastadion also eine Verbesserung.

Identifikationspotential

Betrachtet man den Punkt Identifikationspotential, muss klar gesagt werden: 1860 in Giesing ist eine Marke. Gerade in Zeiten, in denen Weltmeisterschaften nach Katar und Asiatische Winterspiele nach Saudi-Arabien (kein Witz!) vergeben werden, in denen im großen Stil Sportwashing betrieben wird und Menschenrechte in Austragungsländern oder beim Großsponsoren höchstens zweitrangig behandelt oder durch hübsche Plakate pro forma angesprochen werden, ist ein Fußball-Original wie der TSV 1860, der seine Wurzeln und Spielstätte in Giesing hat und für Bodenständigkeit, Verrücktheit und unbrechbare Treue steht, eine echte Alternative für Sponsoren gleich welcher Größe, die ihren Kunden die Identifizierung mit dem Echten, dem Bodenständigen, dem „Sauberen“ nahebringen wollen, von unschätzbarem Wert.

Welche Message könnte ein Sponsor in einem zu 1/3 optisch gefüllten Olympiastadion vermitteln? Größenwahn? Platz für alle? #greenpeace im Bezug auf die vielen sichtbaren grünen Sitze? Spaß beiseite, insbesondere eine Fernsehübertragung mit Blick auf die gänzlich leere (weil von der Zweitligalizenz nicht umfasste) Gegengerade des Olympiastadions würde insbesondere Folgendes vermitteln: Leere, Tristesse, fehlende Identifikation. Kein Sponsor profitiert davon, sich in einem leeren Stadion zu präsentieren und mit leeren Sitzplätzen identifiziert sich – Klaustrophoben ausgenommen – wohl kaum einer.

Exklusivität

Dies führt direkt zum nächsten Punkt: Exklusivität. Was bei den Fans zieht und diese bei den Ticketpreisen auch gerne tiefer in die Tasche greifen lässt, lässt sich auch auf Sponsoren und Werbepartner transferieren: Exklusivität ist sexy! Sponsor in einem kleinen, immer ausverkauften Hexenkessel mitten in der Stadt zu sein, ist von nicht unterschätzbarer Attraktivität. Schiebt man die die mediale Präsenz durch die Nähe des Spielfelds zu den Tribünen einmal beiseite, kommt ein weiterer, für Sponsoren wichtiger Punkt zutage, welcher nun in einer Frage formuliert wird, deren Beantwortung jedem einzelnen Leser selbst überlassen bleibt: würden Sie einen Kunden Ihres Unternehmens gerne in ein ausverkauftes, echtes Fußballstadion mit greifbarer Stimmung mitten in der Stadt einladen, bei welchem es nicht selbstverständlich ist, an jedem Spieltag und in jedem Bereich Karten zu bekommen? Oder zögen Sie den Kundenbesuch im zu 1/3 gefüllten Stadion mit nackter, komplett unbesetzten Gegengerade (siehe Titelbild des Artikels) vor?

Fanartikel & Catering

Weitere Einnahmemöglichkeiten sind in einem Stadion der Verkauf von Fanartikeln sowie das kulinarische Angebot. Das Grünwalder Stadion hält zumindest einen Container mit einer Auswahl an Fanartikeln bereit. Im Olympiastadion ließe sich dies mit Sicherheit noch größer und prominenter umsetzen, jedoch sollte inzwischen der Letzte verstanden haben, dass der TSV 1860 nur zu einem Bruchteil vom Fanshop-Geschäft profitiert. Das Catering ist im Olympiastadion mit ArenaOne ebenfalls bereits outgesourced und wäre somit für die Löwen nicht eigenständig umsetzbar.

c) Mehr Kapazität, mehr Fans, bessere Stimmung

Mit einer höheren Kapazität kann man theoretisch auch eine höhere Anzahl an Zuschauern ins Stadion lassen. Es besteht sicherlich Einigkeit, dass eine sehr hohe Zahl an Zuschauern grundsätzlich dafür sorgen kann, dass die Akteure auf dem Spielfeld von der Atmosphäre mitgezogen werden und die paar Prozent mehr aus sich herausholen. Einfache Psychologie. Dennoch ist die Rechnung „Mehr Kapazität = mehr Stimmung = größerer sportlicher Erfolg“ zu kurz gegriffen. Denn die höhere Kapazität muss sich im konkreten Falle an der faktischen Gesamtkapazität des Bauwerks und den baulichen Eigenschaften orientieren.

Über 1/3 des Stadions ist immer leer

Wie bereits beschrieben, wäre das Olympiastadion für ca. 43.000 Besucher zugelassen, faktisch vor Ort sind jedoch 69.000 Plätze, da diese nicht einfach beseitigt werden können. Somit blieben selbst bei ausverkauftem Haus 26.000 Plätze leer, nur knapp 2/3 des Stadions könnten voll ausgelastet werden. Dass eine solche Auslastung für die Spiele des TSV 1860 im Olympiastadion nicht mehr als reines Wunschdenken ist, haben die bereits präsentierten Zahlen zur Genüge belegt.

Ginge man jedoch dennoch von einer „ausverkauften Hütte“ aus, wäre der gesamte Bereich, der nicht überdacht ist- also optisch fast das halbe Stadion – komplett leer, da sich die 43.000 Zuschauer nicht gleichmäßig auf die faktisch vorhandenen Plätze verteilen dürften. Die nicht überdachten Blöcke müssten aufgrund der Lizenzvorgaben komplett leer bleiben. Für die Stimmung im Stadion ein Fiasko: nicht nur die Spieler, nicht einmal die Fans selbst könnten die Stimmung im Stadion greifen bzw. eine solche erzeugen, da der Schall aus dem geöffneten Stadion ohne „Gegenwehr“ verschwinden würde.

Schall- und somit stimmungstechnisch suboptimal

Dies liegt eben auch an den baulichen Eigenarten des Olympiastadions: dieses ist kein reines Fußballstadion, das Spielfeld ist weit, teilweise sehr weit von den Tribünen entfernt.  Entsprechend weit hat es der Schall und umso mehr Möglichkeiten bieten sich ihm, in sämtliche Richtungen zu verschwinden und nicht im Stadion „gefangen“ zu werden.

Kurzum: Auch ohne eine schallwissenschaftliche Untersuchung – das sollte das vorstehend Ausgeführte auch nicht sein – ist naheliegend und durch die Vergangenheit mehrfach belegt, dass das Olympiastadion, insbesondere durch lediglich maximal 2/3 (wahrscheinlich eher 1/3) Auslastung keine stimmungsvolle Atmosphäre gewährleisten kann. Während die Stimmung im Grünwalder Stadion oftmals das Zünglein an der Waage für sportlichen Erfolg in einzelnen Spielen war und ist, ist zu befürchten, dass ein Umzug ins Olympiastadion womöglich sogar das Gegenteil bewirken würde.

Gesamtfazit

Das Olympiastadion ist weder für die 2. Bundesliga zugelassen, noch vor 2028 (voraussichtlich) bespielbar. Es bietet keine Garantie für sportlichen (oder den dafür mittelbar notwendigen wirtschaftlichen) Erfolg. Ein Umzug würde den TSV 1860 in die Zeiten des Größenwahns zurückversetzen und den sportlichen Erfolg gar gefährden.

Niemand ist mit der geplanten Erweiterung des Grünwalder Stadions überglücklich. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Aufstockung auf gut 18000 Plätze nur ein Bruchteil der geplanten Maßnahmen ist: die Löwen bekämen ein modernes, vollüberdachtes Stadion mit den notwendigen Bereichen für Hospitality und modernes Übertragungsequipment.

Womöglich käme ein eigenes Gutachten, vom TSV 1860 München in Auftrag gegeben, sogar zu attraktiveren Prognosen für einen Umbau oder gar eine erstligataugliche Sanierung.

Das Grünwalder Stadion ist die Realität, der Standort Giesing das Herz des Vereins. Das Olympiastadion ist aus unserer Sicht alles andere als eine ernstzunehmende Alternative. Somit kann die Zukunft nur in Giesing oder in einem Neubau liegen – wer diesen jedoch bezahlen soll und ob bzw. wann ein solcher jemals sehen könnte, steht in den Sternen.

3. Liga: Spieltage 22 bis 29 für den TSV 1860 genau terminiert

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Grünwalder Stadion gegen Waldhof Mannheim TSV 1860

Auch wenn der heutige Tag im Zeichen des Stadiongipfels steht, so gibt es doch auch Neuigkeiten aus dem sportlichen Bereich. Der DFB hat die Spieltage 22 bis 29 genau terminiert, auf den TSV 1860 warten u.a. zwei Flutlichtspiele.

Spieltage 22 bis 29 für den TSV 1860 genau terminiert

Hier die genauen Ansetzungen:

Samstag, 11. Februar 2023, 14 Uhr: SV Meppen – TSV 1860 München

Sonntag, 19. Februar 2023, 13 Uhr: TSV 1860 München – SC Verl

Freitag, 24. Februar 2023, 19 Uhr: Hallescher FC – TSV 1860 München

Samstag, 4. März 2023, 14 Uhr: TSV 1860 München – Viktoria Köln

Samstag, 11. März 2023, 14 Uhr: MSV Duisburg – TSV 1860 München

Dienstag, 14. März 2023, 19 Uhr: TSV 1860 München – SV Elversberg

Samstag, 18. März 2023, 14 Uhr: Erzgebirge Aue – TSV 1860 München

Sonntag, 26. März 2023, 13 Uhr: TSV 1860 München – Borussia Dortmund II

Die weiteren Termine der Saison 2022/23 werden voraussichtlich Anfang März festgesetzt.

Stadiondiskussion: Ist ein Neubau die Lösung für den TSV 1860?

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TSV 1860 München Trainingsgelände Ismaik
Das Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße

Heute findet der langerwartete Stadiongipfel zwischen der Stadt München und dem TSV 1860 statt. Während die Stadt von Oberbürgermeister Dieter Reiter und der dritten Bürgermeisterin Verena Dietl vertreten wird, besteht die Delegation des TSV 1860 aus Präsident Robert Reisinger, Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und Saki Stimoniaris, Vorsitzender des Aufsichtsrates und gleichzeitig Vertreter des Mehrheitsgesellschafters Hasan Ismaik. Findet man eine gemeinsame Lösung für das Grünwalder Stadion? Und falls nicht: Wie soll es dann für die Löwen weitergehen? Kann ein Neubau das Problem des TSV 1860 lösen und wo wäre ein geeigneter Standort? Und wichtig: Wie könnte so ein Projekt finanziert werden?

Olympiastadion keine geeignete Alternative

Hat der TSV 1860 eine Zukunft im Grünwalder Stadion? Viele Fans wünschen sich, dass die Löwen auch weiterhin in Giesing spielen. Bei allem wirtschaftlichen Denken darf man nicht vergessen, dass Münchens große Liebe fest in seinem Traditionsstandort verankert ist und der Kult, der sich um Sechzig rankt, nicht zuletzt darauf basiert. Klar ist aber auch, dass dies rentabel sein muss – und angesichts der durch die Stadt festgelegte Maximalkapazität von 18.000 erscheint dies fraglich.

Klar dürfte indes sein, dass das Olympiastadion keine geeignete Alternative darstellt, auch wenn diese von manch einem vehement gefordert wird. Ohne fußballerische Exklusivnutzung des weitläufigen Stadions auf dem Oberwiesenfeld dürfte es spannend werden, wenn Musikgrößen wie Metallica, Ed Sheeran etc. in München Station machen wollen und das Oly durch die Löwen blockiert wäre. Dass die Stadt München beziehungsweise die Olympiapark GmbH als Betreiber dann lieber ein volles Stadion hätte als ein spärlich gefülltes, liegt auf der Hand. Und der DFB wird seine Terminplanung sicher nicht mit den Konzertveranstaltern abstimmen…

Neubau durch den TSV 1860?

Lasst uns mal ein wenig spekulieren: Kein Sechzgerstadion, kein Oly – was bleibt? Ein Neubau? Und wenn ja, wo? Was hat die Stadt München zu bieten?

1. Der vor Jahren ins Spiel gebrachte Standort in Riem ist nicht mehr verfügbar, da die Messe den Grund selber für einen Neubau nutzt.

2. Auch ein Gelände in Freiham war zwischenzeitlich im Gespräch, steht nun aber nicht mehr zur Verfügung. Der Grund: An der Stelle wurde ein Schulzentrum errichtet.

3. Die Gemeinde Poing zeigte sich offen für einen möglichen Stadionneubau auf ihrem Gebiet, aber ganz ehrlich: Trotz Autobahnanbindung ist das schon arg weit draußen und dürfte für den TSV 1860 keine ernsthafte Option darstellen.

Bisher also nur Nieten…

Olympiapark als Lösung für die Löwen?

Bereits im Jahr 2015 schlug Christian Waggershauser, langjähriger Verwaltungsrat des TSV 1860 München, während der Mitgliederversammlung in der Stadiondiskussion das Gelände der alten Eishalle im Olympiapark als Standort für einen innerstädtischen Neubau vor. Und siehe da: Dieses Areal stünde noch immer zur Verfügung.

Was erstmal wie ein Abtörner klingt, könnte jedoch tatsächlich eine passable Lösung für die Löwen darstellen. Nicht nur, dass man dort rein platztechnisch ein Stadion mit ca. 25.000 Plätzen errichten könnte, auch die notwendige Infrastruktur (u.a. ÖPNV und Parkharfe) wäre bereits vorhanden. Und dies ist kein unwichtiger Faktor, denn die Kosten für die Verkehrsanbindung eines neues Geländes würde die Stadt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht übernehmen.

Wer zahlts?

Gut, nehmen wir mal an, die Stadt und die Löwen würden sich bezüglich des Areals der alten Eishalle im Olympiapark einig. Bleibt die Frage: Wer zahlts? Die TSV 1860 München GmbH & Co KGaA ist finanziell bekanntlich alles andere als auf Rosen gebettet. Das heißt im Umkehrschluss konkret, dass man auf externe Mittel angewiesen wäre, um das Projekt zu realisieren. Gerüchten zufolge gibt bzw. gab es bereits einen Investor, der Interesse daran bekundet hatte, sich in München bzw. beim TSV 1860 zu engagieren. Aber da hätten die Löwen sicher auch ein offenes Ohr für weitere Angebote…

Aufgrund der räumlichen Nähe sollte man seitens des TSV 1860 auch den Kontakt zu BMW suchen. Auch wenn sich der Konzern im Bereich Fußball bislang zurückhält, so könnte man sich ein Namenssponsoring doch bestens vorstellen, oder? Besucher von außerhalb könnten vormittags die BMW Welt besuchen und nachmittags ins BMW Stadion nebenan gehen.

Euer Feedback ist gefragt

Was haltet Ihr von dieser Vorstellung? Gibt es Sechzig München tatsächlich nur in Giesing? Oder könntet Ihr Euch mit einem anderen Standort anfreunden, wenn die Löwen dann ein eigenes Stadion hätten?

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 II gegen Ingolstadt im Einsatz

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Wochenendvorschau TSV 1860 Löwen Wochenende Löwinnen NLZ U19 U17 U21 Dritte Vierte Futsal

Noch einmal sind im Jahr 2022 zahlreiche Mannschaften der Löwen im Einsatz. Die Dritte und Vierte wollen dabei ebenso punkten wie der TSV 1860 II, der am Trainingsgelände die Zweitvertretung des FC Ingolstadt empfängt.

Bayernliga Süd: TSV 1860 München II – FC Ingolstadt II

Noch einmal kommen die Löwen mit Trainer Frank Schmöller in diesem Jahr zum Einsatz. Am morgigen Samstag ab 16 Uhr empfängt der TSV 1860 II den FC Ingolstadt II, der in der Tabelle momentan auf dem 3.Rang liegt und vier Punkte mehr auf dem Konto vorzuweisen hat. Es dürfte also keine leichte Aufgabe werden, die zumindest aber ausnahmsweise im gewohnten Umfeld angegangen werden kann. Durch die Pause bei der U19, da Spieler für die Nationalmannschaften abberufen wurden (unter anderem feierten Wörl und Sür ihr Debüt), kann der TSV 1860 II sein letztes Heimspiel 2022 am Trainingsgelände durchführen.

Auch die Dritte und Vierte der Löwen ist noch ein letztes Mal vor der Winterpause gefordert. Zunächst trifft der TSV 1860 IV auf Dinamo München, danach steigt das Duell der Dritten gegen den TSV München-Ost. Zuletzt lief es bei beiden Mannschaften bestens. Der Jahresabschluss soll nun möglichst mit drei weiteren Punkten veredelt werden. Vorab ist sogar ein weiteres Spiel an der Sportanlage St Martin Str. möglich. Die zweite Mannschaft der Löwinnen spielt bereits um 13:00 Uhr.

Die Spiele im Überblick

Samstag, 26.11.2022

11:00 Uhr: FC Augsburg – U14 -:-
11:30 Uhr: U15 – SSV Jahn Regensburg -:-
13:00 Uhr: Löwinnen II – SV Untermenzing II -:-
13:15 Uhr: U14 – SSV Ulm -:-
13:30 Uhr: U13 – TSV Gau-Odernheim -:-
15:00 Uhr: Vierte – NK Dinamo München -:-
16:00 Uhr: Sechzig Amateure – FC Ingolstadt II -:-
17:00 Uhr: Dritte – TSV München-Ost -:-
20:00 Uhr: Futsal – TSV Neuried -:-

Sonntag, 27.11.2022

11:00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – U16 -:-
12:00 Uhr: U17 – SpVgg Greuther Fürth -:-
12:30 Uhr: DJK Pasing U14 – U13 -:-
14:00 Uhr: U9 – SB Chiemgau Traunstein U11 -:-
15:30 Uhr: U19 – SV Oberweikertshofen Herren -:-

Zudem findet am 26. & 27.11.2022 in Wertingen bei Augsburg die hochklassige UR-Bau Schwaben Indoor Trophy (Jahrgang 2013 und jünger) statt. Daran nehmen neben neben der U10 des TSV 1860 München u.a. auch Juventus Turin, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, die TSG 1899 Hoffenheim, RB Salzburg, der 1. FC Union Berlin, der FSV Mainz 05, der FC Augsburg, der FC St. Pauli, der Linzer ASK, der Karlsruher SC, der SV Darmstadt 98 und der 1. FC Heidenheim teil.

Sechzig um Sieben: Marius Wörl gibt Debüt in Nationalmannschaft

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Sechzig um Sieben: Spielbetriebs-GmbH macht Nägel mit Köpfen

Marius Wörl gibt Debüt im Dress der Nationalmannschaft, “Freunde des Sechzgerstadions” veröffentlichen den Termin für die Jahreshauptversammlung und “Sechzig im Sechzger” gibt Statement ab – gestern war wieder einiges los rund um den TSV 1860 München.

Marius Wörl mit Debüt im Trikot der Nationalmannschaft

Ein besonderer Tag dürfte der vergangene Dienstag für 1860-Talent Marius Wörl gewesen sein. Der Junglöwe wurde beim 3:0-Sieg gegen Polen eingewechselt und gab somit bei der U19-Nationalmannschaft sein Debüt. Auch Lenadro Morgalla durfte mit seiner Einwechslung zur Halbzeit zum ersten Mal in dieser Altersgruppe das Trikot der Deutschen Nationalmannschaft überstreifen. Man sieht: die Arbeit des Nachwuchsleistungszentrums trägt Früchte.

Und da aller guten Dinge drei sind, kam auch Devin Sür erstmals international zum Einsatz. Er debütierte beim 0:1 gegen die U20 des Irak in der U19-Nationalmannschaft der Türkei.

“Sechzig im Sechzger” gibt Erklärung zu Stadiongipfel ab

Am gestrigen Donnerstag – einen Tag vor dem heutigen, sogenannten Stadiongipfel bei Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, der bereits beim Wiesnbesuch der Löwen vereinbart wurde – meldet sich die Initiative “Sechzig im Sechzger” mit einem deutlichen Hinweis an die beteiligten Protagonisten, die morgen im Rathaus zusammenkommen, um die Stadionzukunft des TSV 1860 zu diskutieren: “Stadt und Verein – steht für das Versprechen ein,” war auf einem Spruchband, das am Außenzaun des Sechzgerstadions jüngst aufgehängt worden war, zu lesen. Hier geht’s zum Artikel.

“Freunde des Sechzgerstadions” geben Termin für Jahreshauptversammlung bekannt

Am 9.12. findet ab 18 Uhr die Jahreshauptversammlung der “Freunde des Sechzgerstadions” statt, gefolgt von der Wiehnachtsfeier. Für das leibliche Wohl sorgt dieses Jahr Bene Lankes: der Wirt des Löwenstüberls und “Benes Kuchl” wartet mit Schweinebraten bzw. Rahmschwammerl mit Breznknödel auf. Am 17.12. folgt dann nach langer Corona-Pause wieder das Giesinger Adventssingen.

Gestern vor 65 Jahren: 1860 besiegt Offenbach

Am 15. Spieltag der Oberliga Süd im Jahr 1957 konnten die Löwen einen 1:0-Sieg gegen die Offenbacher Kickers feiern. Vor 25.000 Zuschauern empfing der TSV 1860 die Hessen in Giesing und tat sich jedoch wie erwartet schwer. Die Gäste, die am Saisonende sogar vor den Löwen auf Platz 5 landen sollten, leisteten bei bedecktem Himmel über 90 Minuten heftige Gegenwehr. Am Ende siegten jedoch die Giesinger, Helmut Albert erzielte das goldene Tor des Tages.

Devin Sür debütiert in der U19 der Türkei

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Devin Sür TSV 1860 München gegen Karlsruher SC U19

Nachdem bereits gestern Marius Wörl und Leandro Morgalla zu ihrem ersten Einsatz in der deutschen U19-Nationalmannschaft kamen, feierte heute Devin Sür sein Debüt in der U19 der Türkei.

Devin Sür debütiert in der U19 der Türkei

Zum Abschluss eines Lehrgangs empfing die türkische U19 in Manavgat (Provinz Antalya) die U20 des Irak. Löwe Devin Sür kam dabei in der zweiten Halbzeit zum Einsatz und feierte somit sein internationales Debüt. Recht viel mehr Grund zur Freude gab es jedoch nicht, da sich die türkische Auswahl den Gästen mit 0:1 geschlagen geben musste.

Der gebürtige Gaggenauer Devin Sür wechselte im Sommer 2020 von Astoria Walldorf an die Grünwalder Straße und erhielt vor der laufenden Saison einen Profivertrag. In der 3. Liga kam er zwar bislang nicht zum Einsatz, glänzt aber in der U19-Bundesliga mit drei Toren und vier Vorlagen.

Bild: OR Pressedienst

Stadiongipfel beim OB: Erklärung von “Sechzig im Sechzger”

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SiS seit Frühjahr 2019 aktiv

Um die Fan-Initiative Sechzig im Sechzger, die sich im Frühjahr 2019 gegründet hat, um für einen “dauerhaften ligenunabhängigen Verbleib” der Profis des TSV 1860 München im Sechzgerstadion zu kämpfen, ist es – aufgrund der Corona-Pandemie – zuletzt etwas stiller geworden. Dies soll sich nun wieder ändern. In jenem Jahr bevor der Fußball plötzlich (fast) zum Stillstand kam und Geisterspiele – auch in Giesing – die Szenerie bestimmten, machte SiS immer wieder mit kreativen und intelligenten Aktionen auf das Anliegen der Löwenfans aufmerksam. Dazu gehörte auch der wichtige, aktive Dialog mit den Giesinger Anwohner*innen, für die Heimspiele der Löwen durchaus eine Belastung darstellen können – aber eben auch eine Bereicherung.

Stadiongipfel beim OB im Rathaus.

Am heutigen Donnerstag – einen Tag vor dem sogenannten Stadiongipfel bei Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, der bereits beim Wiesnbesuch der Löwen vereinbart wurde – meldet sich die Initiative mit einem deutlichen Hinweis an die beteiligten Protagonisten, die morgen im Rathaus zusammenkommen, um die Stadionzukunft des TSV 1860 zu diskutieren: “Stadt und Verein – steht für das Versprechen ein,” war auf einem Spruchband, das am Außenzaun des Sechzgerstadions aufgehängt worden war, zu lesen. Ein klarer Hinweis an 1860 e.V.-Präsident Robert Reisinger, KGaA-Geschäftsführer Marc Nicolai Pfeifer, HAM-Vertreter Saki Stimoniaris, OB Dieter Reiter und Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl, deren Teilnahme am Stadiongipfel bekannt ist.

Nachfolgend dokumentieren wir die Erklärung von Sechzig im Sechzger:

 

Website der Initiative einen Besuch Wert

Auf der Website von Sechzig im Sechzger sind die verschiedenen Aktivitäten der Initiative dokumentiert und können von Interessierten nachvollzogen werden. Auch ist es natürlich weiterhin möglich, sich dort (ohne dass dafür Kosten entstehen) als Unterstützer einzutragen. Als Einzelperson oder Gruppe (Fanclub etc.). Bis heute haben sich dort 6.257 Menschen entsprechend positioniert.

 

Jahreshauptversammlung der Freunde des Sechzger Stadions

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Jahreshauptversammlung und Weihnachtsfeier in einem – die Freunde des Sechzger Stadions (FdS) machen am 09.12. Nägel mit Köpfen.

Jahreshauptversammlung der Freunde des Sechzger Stadions

Die FdS beginnen am Freitag, den 09.12.22, ab 18 Uhr mit dem formalen Teil und leiten danach über in die Weihnachtsfeier. Stattfinden wird die Veranstaltung im Bootshaus der Wassersportabteilung des TSV 1860 e.V. in der Zentralländstraße 8 in München.

Das Catering liefert in diesem Jahr erstmals Bene Lankes, Wirt des Löwenstüberls und von Bene’s Kuchl. Zur Auswahl stehen der klassische Schweinsbraten mit Knödel und Krautsalat sowie als vegetarische Alternative Rahmschwammerl mit Breznknödel.

Adventssingen im Grünwalder Stadion

Nach zweijähriger Corona-Pause veranstalten die Freunde des Sechzger Stadions zusammen mit der Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. am Samstag, dem 17. Dezember 2022 (Einlass: 17:15 Uhr, Beginn: 18:00 Uhr) im Stadion an der Grünwalder Straße das 8. Giesinger Adventssingen. Der Eintritt zum Adventssingen ist wie immer kostenfrei, Nikolausmützen, Kerzen inkl. Windschutzbecher, Wunderkerzen und Liederbücher werden am Einlass ausgegeben.

Musikalische Unterstützung gibt es heuer erstmals durch die Sechzger-Musikanten der 2021 gegründeten Musik-Sparte der Löwen. Bereits zum zweiten Mal begleitet der Bud Spenzer Heart Chor die Veranstaltung. Natürlich sind traditionell auch wieder die Adventssingen-All-Stars um die musikbegeisterte Familie Schamel und die Punk-Band Rauschangriff mit dabei. Als Vertreter der Giesinger Pfarrgemeinden begleiten Hr. Pfarrer Rolf Wohlfahrt von der Giesinger Luthergemeinde sowie Pastoralreferent Hr. Gerhard Wastl vom katholischen Pfarrverband Obergiesing die Veranstaltung.