Start Blog Seite 682

Derby-Mentalität: Netzfundstück über Raphael Holzhauser

7

Mit dem Anheuern von Raphael Holzhauser an der Grünwalder Straße verbinden viele Löwenfans große Hoffnung. Der in Wiener Neustadt geborene Mittelfeldmann ist nicht nur der mit Abstand wertvollste Spieler im Kader beim TSV 1860 und kann durch fußballerische Qualität glänzen, die in der 3. Liga nicht alltäglich ist. Er bringt darüber hinaus auch jede Menge internationale (Erstliga-)Erfahrung mit nach Giesing. Und er hat etwas, was dem Team von Michael Köllner – spätestens seit dem Abschied von Spielern wie Sascha Mölders oder Dennis Erdmann – fehlt: Die Mentalität, auch mal die Pfade der – nennen wir es – übertriebenen edlen Fairness zu verlassen. Wenn es nötig erscheint. Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich – als Sympatisant des österreichischen Rekordmeisters Rapid Wien – an Duelle in der österreichischen Hauptstadt zwischen besagtem SK Rapid und der Austria, in denen Holzhauser engagiert zu Werke ging und den Gegenspielern (und auch den Fans) in grün-weiß selbtsbewusst entgegentrat. Ohne klein beizugeben. In besagten Partien gefiel mir das naturgemäß nicht so gut – half es doch den Violetten und schadete dem Team, dem ich die Daumen drückte. Aber nun freue ich mich, den 29jährigen Neu-Löwen auf diese Art und Weise auch im Trikot meines Lieblingsvereins so “in Action” zu sehen.

Holzhauser cool im Wiener Derby

Ein Netzfunstück, das wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen, zeigt ein wenig auf, dass Raphael Holzhauser kein schüchterner Angsthase ist. Es handelt sich um eine Szene aus dem 332. Wiener Derby vom 6. August 2017 im Hexenkessel Hanappi-Stadion. In der 3. Minute der Nachspielzeit gibt es beim Stand von 2:2 – Holzhauser hat erst wenige Minuten zuvor mit dem 2:2 per Elfmeter die 2:0-Führung der Gastgeber egalisieren können – Eckball für die Austria. Vor der Fankurve von Rapid. Unser Neu-Löwe lässt sich viel Zeit auf dem Weg zu Eckball und weder von den aufgebrachten Anhängern des Block West, noch von Ex-Löwe und Rapid-Legende Steffen Hofmann aus dem Konzept bringen. Absolut cool bleibt er – trotz der hitzigen Atmosphäre. Ist das die Mentalität, die Michael Köllners Team im anstehenden Aufstiegskampf benötigt? Überzeugt Euch selbst:

Weitere Derbyerfahrung

Dass uns Raphael Holzhauser hier in München seine Derby-Erfahrung (neben den Wiener Derbys war er auch an Stadtduellen in Zürich zwischen den Grashoppers und dem FCZ beteiligt) nicht auch in einem Ligaspiel gegen den Rivalen aus der Seitenstraße unter Beweis stellen kann, kann man angesichts solch emotionaler Szene durchaus bedauern.

 

Eine Woche Trainingslager mit dem TSV 1860 München in Belek

5
1860 Belek Trainingslager

Auftakt in eine Woche (mit dem) TSV 1860 München

Wie schon letztes Jahr stand der Plan im Raum, nach Belek ins Trainingslager des TSV 1860 München zu fliegen. In der Reisegruppe gab es 1-2 Änderungen gegenüber dem Vorjahr, jedoch blieb der Großteil der Teilnehmer gleich.

Nachdem bekannt wurde, dass die Mannschaft in ein Hotel ging, welches für den normalen Fan nicht erschwinglich ist, einigte man sich auf das daneben liegende Hotel. Abgesprochen war, dass man sich anmeldet und man dann problemlos zum Training der Mannschaft gehen könne – dachte man zumindest. Aber nun zum Anfang…

Kontrollwahn des Hotels verärgert Löwenfans

Der Abflug erfolgte Dienstag Mittag und verlief relativ reibungslos. Auch nach der Landung funktionierte der Transfer vom Flughafen sehr gut und das gebuchte Hotel wusste zu überzeugen.

Richtig interessant wurde es jedoch am Mittwoch. Alle Löwen, die zu der Vormittagseinheit spazieren wollten, schauten erstmal nicht schlecht, als keiner da war, um das Tor aufzusperren. Nächste Ansage: Anmeldung beim Hotel 150 Meter weiter und dann durfte man endlich auf den Trainingsplatz.

Heiß diskutiert wurden die üblichen Themen wie Stadion, Trainer oder warum wir eigentlich so blöd sind. Alles wie immer also…

Personalausweis musste abgegeben werden

Nach überragendem Mittagessen und einer kleinen Erkundungsrunde der Anlage wurde der Weg zum Nachmittagstraining angetreten. Zwar war es kein Problem, mit Getränken jeglicher Art die Anlage zu betreten, jedoch musste man nun einem türkischen Beamten seinen Personalausweis aushändigen. Dieses Prozedere wiederholte sich von nun an bei jeder Trainingseinheit und wir ließen es widerwillig über uns ergehen. Besonders ärgerlich war dabei, dass die gesammelten Ausweise dann für alle sichtbar auf einem Tisch lagen und sich jeder einfach hätte bedienen können.

Der Grund für die Maßnahme? Man hatte befürchtet, jemand könne sich ins Hotel schleichen… Da sich alle Löwen während des Trainings vorbildlich verhielten und auch ihren Müll wieder mitnahmen, war dies eine Begründung, die kaum einer verstehen konnte – zumal das eigene Hotel ja auch genau daneben lag.

Fannachmittag des TSV 1860 München

Die Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag Vormittag fanden leider ohne meine Anwesenheit statt, da ich mich mit drei Freunden auf die Nachbarinsel Zypern begab. Auch da gab es einiges zu erleben, aber hier geht es ja um die Löwen.

Den Erzählungen der anderen nach, verliefen die Trainings aber wie gewohnt und die Spieler scherzten, hatten Spaß und gaben Vollgas auf dem Platz. Nach der Nachmittagseinheit am Freitag, zu dem meine Wenigkeit nun auch endlich wieder im Lande war, gab es eine kleine Zusammenkunft zwischen Spielern und Fans. Man traf sich auf der Tribüne und die Löwen stellten für alle ca. 70 Fans 60 Dosen-Bier zur Verfügung. Während einige Spieler offen mit den Fans plauderten (besonders hervorzuheben: Lex, Hiller, Deichmann, Greilinger, Verlaat und ein / zwei andere), so hatte man bei anderen das Gefühl, dass sie extrem kurz angebunden waren und den Nachmittag als reine Pflichtveranstaltung erachteten.

Ein besonderes Lob gebührt hier Michael Köllner, der sehr lange und intensiv mit den Fans redete. Am Ende legten wir ihm noch ein Angebot vor, welches er im Falle eines Aufstiegs einlösen könne. Sein Lachen zeigte, dass er nicht abgeneigt war. Michi, wenn wir aufsteigen, mach ma des!

Unterschiedliche Behandlung von Fans

Nachdem am Donnerstag schon Hotelmanager Ibrahim für die nicht auf Zypern gereisten Fans einen Bus organisierte, wurde dies am Samstag zum Spiel FC Schalke 04 – FC Zürich wiederholt. Security? Fehlanzeige. Eintritt? Nö. Als wir uns mit Schalkern unterhielten, schauten sie uns mit verdutzten Augen an, als es hieß, wir müssen unsere Personalausweise und so weiter abgeben.

Nachdem wir uns zurück ins Hotel begeben hatten, kam im Laufe des Abends vom Fanbeauftragten Felix Hiller die Bitte, sich über einen Doodle-Link für das Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zu registrieren. Für uns junge Löwenfans war das  kein Problem, aber einige ältere Mitgereiste waren mit diesem Prozedere ein wenig überfordert.

Testspiele gegen Kaiserslautern und Arad

Am nächsten Morgen kam es dann jedoch ganz anders. Zuerst musste man für das Kaiserslautern-Spiel im Stadion seinen Personalausweis wieder abgeben – nicht jedoch am Eingang, sondern 200 Meter weiter am Hotel. War es bei den Übungseinheiten noch kein Problem, Bier mitzubringen, herrschte nun plötzlich Alkoholverbot. Warum? Wieder keine Antwort an uns Fans.

Das Spiel war nicht berauschend, aber auch keine volle Katastrophe, wie von manch anderem behauptet. Nach der Partie musste man die Ausweise wieder abholen, da man sonst angeblich später nicht wieder reingelassen würde. Das zweite Spiel gegen UTA Arad wurde auf den Trainingsplatz gelegt, welcher aber denselben Eingang wie das Stadion hatte. Nach zwei schnellen Hellen wollte man wieder den Weg zurück antreten und wurde überraschenderweise abgewiesen.

Eine kleine Odyssee zum Löwenspiel

Rund 20 Minuten vor dem Anpfiff kamen wir am Platz an. Ein Security eröffnete uns jedoch, er würde uns erst ab 17 Uhr reinlassen. Nach einer gefühlten Ewigkeit, da der werte Herr natürlich auch kaum Englisch konnte, durften wir nach erneutem Weg zum Hotel, um die Ausweise, welche diesmal gemischt mit denen anderer Fans offen rumlagen, wieder ins Stadion.

Nach dem Spiel verlief alles reibungslos und wir freuten uns auf das abschließende Training und einen nette Verabschiedung aus Belek. Kurzfristig wurde die letzte Trainingseinheit am Montag jedoch abgesagt und die Mannschaft bekam einen freien Tag. Für die Fans in gewisser Weise ein Schlag ins Gesicht, da man sich so auch einen Tag Urlaub und Geld hätte sparen können.

Den freien Tag nutzte jeder anders in der Türkei. Ich persönlich verbrachte ihn mit sehr starken Kopfschmerzen und dem Drang, meinem Ich vom Vorabend eine reinzuhauen dafür, dass er kein Ende kennt.

Am Dienstag ging es dann im selben Flieger wie unser geliebter TSV 1860 München gen Heimat.

Fazit zum Trainingslager des TSV 1860

Das Hotel und alles drumherum war super, jedoch waren die Auflagen für die Trainingseinheiten und Spiele ein Witz. Bei anderen Vereinen ging es schließlich auch einfacher. Ein etwas älterer Löwe sagte zu mir “I fahr jetza seit zwanzg Joahr ins Trainingsloger und des hier woa die greste Frechheit vo olle, do host ja in Corona no mehr mit da Mannschaft z dua ghobt.”

So schlimm würde ich selbst es jetzt nicht bezeichnen, aber man merkte einigen die Enttäuschung und den Frust sehr an. Viele private Geschichten aus dem Trainingslager bleiben zum Schutze Dritter oder meiner Wenigkeit unter einem Deckmantel des Schweigens, aber man kann so viel sagen: Giasing Asozial, Giasing International!

Sechzig um sieben: Holzhauser bei 1860 eingetroffen

1
Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Es hat doch noch geklappt! Der Transfer von Raphael Holzhauser ist endlich über die Bühne und der Heilsbringer für das Mittelfeld ist bei 1860 eingetroffen.

Holzhauser bei 1860 eingetroffen

Wahrscheinlich ist die Unterschrift auf dem Aussetzungsvertrag zwischen Raphael Holzhauser und OH Leuven vorgestern Abend irgendwann aus Thailand eingetrudelt. Denn gestern Morgen erschien der von Michael Köllner mit ultimativer Vehemenz geforderte Achter leibhaftig an der Grünwalder Straße. Nachdem Holzhauser am Traininigsgelände des TSV 1860 eingetroffen war, wurde er kurz der Presse vorgestellt und danach nahm er direkt am Training teil. Ob er beim Restrundenauftakt in Mannheim am Samstag im Aufgebot oder gar in der Startaufstellung stehen wird, ist noch nicht absehbar.

Quartett fehlt beim Training

Beim Training fehlten übrigens Kapitän Stefan Lex, Erik Tallig, Milos Cocic und Quirin Moll. Über Verletzungen der vier ist nichts bekannt. Bei Quirin Moll ist wahrscheinlich, dass er sich bei einem potentiellen neuen Arbeitgeber vorstellte. Außerdem musste Leandro Morgalla die Trainingseinheit auch noch abbrechen. Von Außen sah es nach Kniebeschwerden aus. Auch hier gibt es von offizieller Seite keine Information über eine mögliche Verletzung.

Keine Ausreden mehr für Köllner

Nachdem Holzhauser nun endlich bei 1860 eingetroffen ist, steigt der Druck auf Michael Köllner. Der Coach hatte zuletzt den Eindruck erweckt, dass seine Mannschaft ohne den Hoffnungsträger aus Österreich nicht konkurrenzfähig wäre und das Mittelfeld der Löwen vollkommen unzulänglich besetzt wäre. Nun gibt es keine Ausreden mehr für Michael Köllner und er muss sich jetzt an den Ergebnissen messen lassen. Auffällig ist, wie der Trainer seinen Optimismus und das Vertrauen in seine Spieler verloren hat. Diese haben nota bene mit fünf Siegen in Folge vor nicht Mal vier Monaten den besten Saisonstart in der Geschichte der dritten Liga hingelegt.

News aus der dritten Liga

Schweigeminute für Pele am kommenden Wochenende

Der kürzlich verstorbene Rekord-Weltmeister wird am kommenden Spieltag der dritten Liga mit einer Schweigeminute geehrt.

Batista-Meier zum SC Verl

Nachdem Oliver Batista-Meier in Dresden bisher nicht zum gekommen ist, wird er von Dynamo nach Verl verliehen. Bis zum Ende der kommenden Saison hat das Talent, das seine Jugend in der Seitenstraße verbracht hat, nun Zeit, sich in Ostwestfalen für höhere Aufgaben zu beweisen.

Michael Schultz wohl zu Viktoria Köln

Die Höhenberger rüsten weiter auf. Nach der Rückkehr von Mike Wunderlich sieht es so aus, als ob Michael Schultz ebenfalls zur Viktoria zurückkehren wird. Der Innenverteidiger wurde auch von Waldhof umworben, offenbar klappt es aber nun mit einem Wechsel nach Köln für den 29-Jährigen, wo er breits in der Rückrunde 20/21 im Einsatz war.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Löwentag! Mit der Ankunft von Raphael Holzhauser sollte nun unser aller Leben fundamental besser sein! Oder hat da etwa jemand übertrieben?

3. Liga: Am Wochenende Schweigeminute nach dem Tod von Pelé

5
Pele

Während der TSV 1860 kürzlich den Tod von Meisterlöwe Hans Rebele betrauern musste, verlor die Fußballwelt Ende Dezember 2022 einen seiner größten Spieler. Zu Ehren von Pelé wird es am Wochenende auch in Liga 3 eine Schweigeminute geben.

Schweigeminute in Gedenken an Pelé

Drei Mal wurde der Brasilianer Weltmeister und prägte den Sport zu seiner Zeit wie kein Zweiter. Dem möchte man seitens des DFB Tribut zollen, wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf zu Protokoll gibt:

“Die Nachricht vom Tod Pelés erfüllt den Deutschen Fußball-Bund mit tiefer Trauer. Der Fußball hat einen seiner Größten verloren. Die Bedeutung Pelés reichte weit über das Spielfeld hinaus. Er war eine Ikone für Generationen. Er bewegte und faszinierte Menschen auf der ganzen Welt, selbst die, die sich nicht für Fußball interessierten. Pelé hat den Fußball mit seiner Eleganz, Raffinesse, Schnelligkeit und Technik bewundernswert leicht aussehen lassen”

Der TSV 1860 wird seinem verstorbenen Meisterlöwen Hans Rebele sehr wahrscheinlich beim nächsten Heimspiel gegen den FSV Zwickau mit einer Schweigeminute gedenken. Auch an Shendrit Ameti (4. Mannschaft des TSV 1860), der kurz nach Weihnachten bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, wird dann erinnert.

Titelbild: Unsplash / Ferran Feixas

Raphael Holzhauser – das erste Training beim TSV 1860

12
Training TSV 1860 Raphael Holzhauser

Morgens angereist, vormittags unterschrieben, mittags trainiert – Raphael Holzhauser stand pünktlich um 11 Uhr zum Training der Löwen an der Grünwalder Straße auf dem Platz.

Raphael Holzhauser – das erste Training beim TSV 1860

Neben dem Kennenlernen der neuen Kollegen heißt es für den Neuzugang nun, das Spielsystem von Trainer Michael Köllner zu verinnerlichen und sich mit den Laufwegen vertraut zu machen.

An der Fitness dürfte es dem Österreicher nicht mangeln, stand er doch am Wochenende noch für seinen Ex-Verein OH Leuven in der 1. Liga Belgiens auf dem Feld.

Jetzt ist es fix: Raphael Holzhauser wird ein Löwe!

17
Tsv 1860 Raphael Holzhauser Günther Gorenzel

Letzte Woche hatte die BILD den Österreicher erstmals als möglichen Neuzugang des TSV 1860 ins Spiel gebracht, jetzt ist es fix: Raphael Holzhauser wird ein Löwe! Der 29-jährige Mittelfeldspieler wechselt auf Leihbasis vom belgischen Erstligisten Oud-Heverlee Leuven an die Grünwalder Straße.

Raphael Holzhauser wird ein Löwe

Mit einem Marktwert von 1,4 Mio. Euro ist Raphael Holzhauser nunmehr der wertvollste Kicker im Kader des TSV 1860 und löst in dieser Wertung Leo Morgalla ab. Bis zum Saisonende wird der zweifache österreichische Nationalspieler nun von Erstligisten Oud-Heverlee Leuven an die Löwen ausgeliehen. Im Falle eines Aufstiegs könnte Holzhauser womöglich per Kaufoption länger an der Grünwalder Straße bleiben. Dem Vernehmen nach mussten die von Hauptsponsor zusätzlich zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel nicht abgerufen werden. Berichten zufolge soll Geschäftsführer Günther Gorenzel in den Verhandlungen mit dem abgebenden Verein bewirkt haben, dass OH Leuven weiterhin einen Teil des Spielergehaltes übernimmt.

Nach einigem Hin und Her wird der Mittelfeldspieler, der die Rückennummer 26 erhält, in Kürze ins Training des TSV 1860 einsteigen. Bereits am Wochenende hätte er bei den Testspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern und UTA Arad erstmals zum Einsatz kommen sollen, musste stattdessen jedoch trotz offizieller Gastspielerlaubnis für die Löwen überraschend für den OH Leuven in der belgischen Liga ran. Was wir von Raphael Holzhauser erwarten dürfen, hat Bernd Winninger in einem Artikel zusammengefasst: KLICK HIER!

Freude bei Gorenzel und Holzhauser

Der von Trainer Michael Köllner zuletzt kritisierte Geschäftsführer Günther Gorenzel zeigt sich begeistert, dass der Transfer eingetütet werden konnte.

“Wir haben einen Spieler mit viel Erfahrung gesucht, der unser Team ab dem ersten Moment verstärken kann und auf Grund der Gesamtkonstellation auch unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Vernunft und Verantwortung zum TSV 1860 passt. Mit Rapha haben wir genau diesen Spieler gefunden und wir sind froh, dass wir die nicht nur aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um einen internationalen Transfer handelt, sehr umfangreichen und komplexen Verhandlungen mit den Verantwortlichen von Oud-Heverlee Leuven erfolgreich gestalten konnten. Zusammen mit der Mannschaft, welche wir im Sommer mit Überzeugung zusammengestellt haben und die unser vollstes Vertrauen genießt, wollen wir in dieser Saison noch viel erreichen. Mit dem Signal der Leihe von Raphael Holzhauser untermauern wir nochmals unsere Ansprüche in der laufenden Spielzeit für unsere Fans, Sponsoren, die gesamte Löwenfamilie und auch unser gesamtes Team.”

Auch Raphael Holzhauser ist zufrieden, dass er nun endlich an der Grünwalder Straße gelandet ist.

“Als ich vom Interesse von 1860 München erfahren habe, war mir sofort klar, dass für einen Wechsel nur die Löwen in Frage kommen. Mein Ziel ist es, hier gemeinsam mit meinen neuen Teamkollegen den Traum des gesamten Vereins zu verwirklichen und mit meiner Leistung einen Teil dazu beizutragen. Ich freue mich künftig mit dem Löwen auf der Brust aufzulaufen.”

Bild: TSV 1860 München KGaA

Raphael Holzhauser an der Grünwalder Straße eingetroffen

5
TSV 1860 München Trainingsgelände Ismaik
Das Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße

Bereits heute Morgen erhielt sechzger.de per WhatsApp die Nachricht, man habe Raphael Holzhauser am Dienstag im Flugzeug nach München gesichtet. Nun folgte die Bestätigung: Der Österreicher ist inzwischen an der Grünwalder Straße angekommen und wird vermutlich in Kürze seinen Vertrag beim TSV 1860 unterschreiben.

Holzhauser an der Grünwalder Straße eingetroffen

Bereits um 11 Uhr könnte der Mittelfeldspieler mit seinen neuen Kollegen trainieren. Die Einheit ist öffentlich, ein erster Blick auf den potenziellen Neuzugang wäre also möglich.

Ob Holzhauser am Samstag bereits bereits im Kader der Löwen stehen wird, entscheidet natürlich Michael Köllner. Eine gewisse Eingewöhnungszeit, um die Spielweise der Kollegen kennenzulernen, sollte man dem Österreicher durchaus zugestehen.

Kommentar: Wo ist der Optimismus von Michael Köllner?

6
Michael Köllner TSV 1860

“Wir werden nächstes Jahr im Mai wieder hier stehen und etwas ganz Großes feiern.” Noch im Juli sprühte Löwen-Trainer Michael Köllner auf dem Fanfest an der Grünwalder Straße vor Optimismus. Und jetzt? Zuletzt forderte der Übungsleiter vehement einen Neuzugang und kritisierte mehr oder weniger deutlich Geschäftsführer Günther Gorenzel? Bleibt die Frage: Warum?

Aufbruchstimmung in der Sommerpause

Werfen wir einen Blick zurück: Im Juli konstatierte Köllner dem Präsidium und dem Investor, man habe “super gearbeitet” und eine starke Mannschaft zusammengestellt. Im Vergleich zum Vorjahr sei 1860 jünger und habe mehr Tempo. Warum soll das nun nicht mehr der Fall sein?

Das Wichtigste sei, “dass wir alle zusammenhalten. Wir brauchen ein großes und gemeinsames Sechzig München, dann können wir es schaffen”, so Köllner. Wie passt das denn nun zu Köllners Verbalattacken in der Löwenrunde vor der Partie gegen Rot-Weiss Essen oder seinen Auslassungen über Gorenzel am Ende des Trainingslagers? Ist es wirklich leistungsfördernd, dem zur Verfügung stehenden Kader die Qualität zum Aufstieg abzusprechen?

Michael Köllner verzichtet auf zehnten Neuzugang

Neun Neuzugänge präsentierte der TSV 1860 in der Sommerpause, einige davon durchaus namhaft und etabliert. Verlaat, Boyamba, Rieder, Vrenezi, Kobylanski, Lannert – sie alle hatten bereits bewiesen, dass sie in der 3. Liga eine besondere Rolle spielen können.

Dennoch wurde auf einen zehnten Neuzugang spekuliert, ehe Köllner dem einen Riegel vorschob und seinen Meinungswechsel im Merkur wie folgt erklärte:

“Ich glaube, das wäre der Gruppe gegenüber unfair. Ich habe nicht das Gefühl, dass die halbe Mannschaft schlecht ist.”

Der Saisonstart gab dem Trainer Recht. Noch nie zuvor war eine Profimannschaft des TSV 1860 besser in eine Spielzeit gestartet. Nun also soll das Team, das zu Saisonbeginn so begeisterte, plötzlich nicht mehr gut genug sein, um den Traum vom Aufstieg zu realisieren?

Knackpunkt 8er-Position

Keine Frage: Raphael Holzhauser wäre ein Top-Transfer, der die Mannschaft nochmal pushen könnte. Aber wie kommt das bei den Spielern an, die nun öffentlich als nicht gut genug dargestellt werden? Legt sich Köllner da für den Fall des ausbleibenden Erfolges nicht ein Alibi zurecht und schiebt den schwarzen Peter weiter?

Marius Wörl hat sich zum U19-Nationalspieler gemausert und ist neben Leo Morgalla sicher DAS Top-Talent der Löwen. Erik Tallig durfte/musste in dieser Saison des Öfteren auf der Außenposition ran und konnte nach toller Vorbereitung gar nicht beweisen, dass er in der Zentrale Impulse setzen kann. Yannick Deichmann wurde von Köllner als Alternative auf der 8 erst gar nicht erwähnt, obwohl auch er dort bereits starke Leistungen gezeigt hatte.

Bleibt die Personalie Kobylanski… Ihm wirft Michael Köllner vor, noch immer nicht ganz fit zu sein. Ist es nicht Aufgabe des Trainers, das zu ändern? Hatte man dazu nicht ein halbes Jahr Zeit?

Es bleibt spannend an der Grünwalder Straße…

Bild: OR Pressedienst

Sechzig um Sieben: Köllner mit deutlicher Kritik wegen Holzhauser

0
Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Noch drei Tage, dann wollen die Löwen in Mannheim die Aufholjagd starten und die Mission Aufstieg in die 2.Bundesliga angehen. Doch der Haussegen an der Grünwalder Straße hängt gewaltig schief. Michael Köllner hat zum Abschluss des Trainingslagers in der Türkei deutliche Kritik wegen dem bisher nicht erfolgten Transfer von Raphael Holzhauser geäußert. Diese und weitere Nachrichten gibt es nun zum Start in den heutigen Mittwoch.

sechzger.de Talk Folge 88 vor dem Auswärtsspiel in Mannheim

Zurück aus der Winterpause geht die neue Folge des sechzger.de Talks wieder im gewohnten Stil auf das kommende Spiel des TSV 1860 München ein. Das ist bekanntlich das Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim. Dennoch ist etwas ein bisschen anders als sonst, schließlich sind zwei Gäste vom Podvast “2 für 3” zu Gast und stellen ihr Format in der Sendung vor.

Köllner kritisiert Gorenzel wegen Holzhauser-Deal

Weiterhin heißt es Warten auf Raphael Holzhauser – und das erzürnt Michael Köllner offensichtlich ungemein. Als Abschluss des Trainingslagers hat der Trainer in einer Presserunde seinem Ärger Luft gemacht und Günther Gorenzel deutlich kritisiert. Die Kritik haben mittlerweile zahlreiche Medien aufgenommen. Köllner erhofft sich vom möglichen Neuzugang Holzhauser einiges. Schließlich schätzt er die Aufstiegschancen ohne den 29-Jährigen als “deutlich geringer” ein.

Uli Kellner von merkur/tz hat sich in einem lesenswerten Kommentar zu der Thematik geäußert.

Ticketverkauf für Oldenburg – TSV 1860 läuft

Anfang Februar spielen die Löwen auswärts gegen den VfB Oldenburg. Nach aktuellem Stand findet die Partie im Marschweg-Stadion statt. Je nach Wetterlage kann sich dies allerdings auch noch ändern. Mit dem Ticketverkauf haben die Gastgeber dennoch schon einmal begonnen.

Die Position des Rechtsverteidigers: Deichmann statt Lannert?

Christopher Lannert kam in der Sommerpause für die Rechtsverteidiger-Position. Zuvor hatte diese lange Zeit Marius Willsch bekleidet, ehe er verletzungsbedingt aussetzen musste. Der 31-Jährige spielt in den Planungen von Köllner keine Rolle mehr und kann sich einen neuen Verein suchen. Mittlerweile hat sich der Trainer offenbar dazu entschieden, Yannick Deichmann wieder hinten rechts einzusetzen. Er war zuletzt ins Mittelfeld vorgerückt. Christopher Lannert dürfte damit auf der Bank Platz nehmen.

Mlapa und Ittihad gehen getrennte Wege

2019 wechselte der mittlerweile 31-jährige Peniel Mlapa nach Saudi-Arabien zum Al-Ittihad Kalba SC. Venlo kassierte für den Angreifer 2,5 Millionen Euro Ablöse. Nun hat der Verein bekannt gegeben, dass der Vertrag mit Mlapa aufgelöst wurde. 86 Mal kam er für Al-Ittihad zum Einsatz und erzielte dabei 42 Tore.

Rupp zu Basaksehir?

Neben Holzhauser hätte auch Lukas Rupp der Wunschtransfer von Michael Köllner werden können. Doch die Gehaltsvorstellungen des 32-Jährigen, der zuletzt in der Premier League unter Vertrag stand, passten nicht mit den Vorgaben beim TSV 1860 München zusammen. Mittlerweile hat Basaksehir seine Fühler nach dem ehemaligen Bundesliga-Profi ausgestreckt. Bei dem Verein steht auch Mesut Özil unter Vertrag.

News aus der 3.Liga

Aue siegt gegen Cottbus

Ergebirge Aue ist bereit für den Re-Start nach der Winterpause. Die Sachsen konnten ihr letztes Vorbereitungsspiel gegen den Tabellenführer der Regionalliga Nordost erfolgreich bestreiten. Gegen Energie Cottbus gab es einen 3:1-Erfolg. Für die Veilchen waren Stefaniak, Huth und Jonjic.

Mehrere Spieler beim SV Meppen zurück im Training

Stefan Krämer kann vor dem Auftakt bei Dynamo Dresden etwas Luft holen. Gleich fünf Spieler kehrten nach verletzungsbedingten Pausen am gestrigen Dienstag auf den Trainingsplatz zurück. Mit einem abgespeckten Kader musste der SVM ein Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf absolvieren. Die Partie ging knapp mit 3:4 verloren, was Krämer ärgert. Er hofft, dass seine Mannschaft es im Ligabetrieb besser macht.

Aufstieg in Gefahr? Köllner geht beim TSV 1860 in die Offensive

31
Michael Köllner Trainer TSV 1860 München Beim SC Freiburg II 1

Zum Abschluss des Trainingslagers in Belek hat Michael Köllner in einer Presserunde noch einmal deutlich gemacht, wie sehr er den Transfer von Raphael Holzhauser erwarte. Ohne den “Qualitätsspieler” drohe der TSV 1860 München laut dem 53-Jährigen das Ziel der Saison 2022/23 zu verpassen: den Aufstieg in die 2.Bundesliga.

Köllner mit Kritik an Gorenzel – Holzhauser entscheidender Faktor für Aufstieg

Eine Woche lang verbrachten die Löwen in der Sonne, absolvierten zahlreiche Trainingseinheiten sowie zwei Testspiele gegen Kaiserslautern und den rumänischen Erstligisten UTA Arad. Das Hotel: noch einmal deutlich teurer als letztes Jahr, doch der Mannschaft sollte es an nichts mangeln. Die Vorbereitung auf die restlichen 21 Spiele sollte perfekt sein. Direkt zu Beginn wartet mit dem Auswärtsspiel in Mannheim ein nicht zu unterschätzender Gradmesser. Seit heute ist der TSV 1860 zurück in München. Zufrieden zeigte sich Michael Köllner mit der Zeit in der Türkei, doch der fehlende Neuzugang – namentlich Raphael Holzhauser – stößt dem Trainer sauer auf.

Wie sauer, das bemerkte man in der abschließenden Presserunde in Belek. Nach der PK vor dem Spiel gegen Rot-Weiß Essen, die bereits zu vielen Diskussionen geführt hat, legte Köllner noch einmal eine Schippe drauf. Der fehlende Achter ist für den Trainer eine Schlüsselposition, die er gerne schon zum Saisonstart adäquat besetzt hätte. Auch weiterhin ist die Verpflichtung noch nicht in trockenen Tüchern. Entgegen der Erwartungen konnte Holzhauser nicht Teile des Trainingslagers in der Türkei absolvieren. Grund genug für Köllner, um Kritik in Richtung Sport-Geschäftsführer Gorenzel zu schicken wie der merkur berichtet, wenngleich auch der 51-jährige Österreicher nicht namentlich erwähnt wurde.

Mir ist kein neuer Stand bekannt. Wir wollten im Sommer einen Achter verpflichten, haben das dann auf Winter geschoben. Jetzt haben wir Winter – und der Achter ist immer noch nicht da. Ich finde: Wenn du deine Kaderaufgaben nicht erfüllt hast, ist es weit hergeholt, uns als sicheren Aufsteiger einzustufen.

Doch damit nicht genug: ohne Holzhauser sieht Köllner seine Mannschaft offenbar nicht zwingend in der Lage, einen Platz unter den ersten Drei zu erreichen. Das Team, das im Sommer wie vom Trainer gefordert enorm verstärkt wurde, sei auf einer “entscheidenden Position dünn besetzt“. Weder Tallig noch Nachwuchstalent Wörl oder dem im Trainingslager stark aufspielenden Kobylanski traut der Oberpfälzer die Rolle als Achter offenbar zu. Mehr noch: dem Torschützen zum Last Minute-Treffer gegen Kaiserslautern attestierte Michael Köllner mangelnde Fitness, er sei “noch nicht zu 100 Prozent” durchtrainiert.

Auch wenn er die Mannschaft in der Presserunde zwischenzeitlich auch lobend erwähnte, ging diese positive Kritik schlussendlich unter. Köllner richtet sein Augenmerk momentan voll und ganz auf den fehlenden Transfer von Raphael Holzhauser. Ohne den 29-jährigen Österreicher sei die Mission Aufstieg in großer Gefahr. “Die Wahrscheinlichkeit, dass wir unter den ersten drei Teams dabei sind, ist deutlich geringer“.