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Stephan Tempel: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860 München

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Stephan Tempel
Stephan Tempel

Stephan Tempel: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860 München

Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu, Zeit für den unvermeidlichen Jahresrückblick. Auch wenn ich seit einigen Wochen nicht mehr im Impressum dieser Seite stehe und mein Engagement massiv zurückschrauben musste, möchte ich jedoch mein persönliches Fazit rund um die Löwen ziehen.

Was war dein Highlight des Jahres 2022 rund um den TSV 1860 München?

Hier gab es aus meiner Sicht tatsächlich mehrere. Aus reiner Fan-Sicht sicherlich das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund, weil es von der ganzen Atmosphäre rund um diesen Tag, der sensationellen Choreo und der Stimmung für mich DAS Highlight war.

Ebenfalls eine tolle Atmosphäre war am Fanfest / der Saisoneröffnung. Schönes Wetter, ein Verein in Aufbruchstimmung, mein Bruder, meine Frau und ich am Stand von unserem Tattoostudio. Den ganzen Tag kleine (und große) Löwen mit Kinderschminken und Co. glücklich gemacht, endlich mal Zeit gehabt mit unzähligen Bekannten ausführlich zu ratschen. Auch dieser – eigentlich unspektakuläre Tag – ist mir sehr schön in Erinnerung geblieben. Es herrschte irgendwie eine unglaubliche Aufbruchstimmung…

Fanfest – Der TSV 1860 lebt – aus Sicht eines Sponsors

…und natürlich, dass es mit sechzger.de dank vieler fleißigen, engagierten Leute weiter geht.

Welches Spiel ist Dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Vom Dortmund-Spiel einmal abgesehen, tatsächlich die Niederlage in Elversberg in dieser Saison. Merkwürdiges Auftreten der Löwen, merkwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen. Für mich auch irgendwie der Bruch in dieser Saison, den ich mir nicht wirklich erklären kann. Leider bleiben negative Sachen ja oftmals besser hängen als positive.

Was hat Dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Leider viele Sachen. Angefangen natürlich bei der Ausladung von sechzger.de aus der Löwenrunde bis hin zu den vielen, vielen Streitereien „untereinander“.

Ich hab ja dieses Jahr schon einmal geschrieben dass es Zeit ist abzurüsten, aber das sehen die betroffenen Parteien/Personen leider anders.

TSV 1860 München – Fans : Zeit zum Abrüsten

Außerdem wird bei Sechzig halt aus allem eine Staatsaffäre gemacht. Flugzeug-Botschaft, Schwenkfahne, betrunkene die sich daneben benehmen, Trainingslager-Kosten… über alles diskutieren sich die Leute bei uns die Finger wund.

Was ja schon schlimm genug wäre, aber noch schlimmer ist die „Diskussionskultur“ in den diversen Blogs und sozialen Medien. Übelstes gegenseitiges beschimpfen und beleidigen und das alles von Fans vom gleichen Verein, von unserem geliebten TSV 1860 München.

Das macht mich unfassbar traurig.

Nicht zu vergessen natürlich die Posse ums Sechzgerstadion bzw. den Ausbau. Das wird vermutlich nicht ausgebaut werden und einen Neubau wird´s auch nicht geben. Das ist inzwischen meine feste Überzeugung, darum bin ich aus den Diskussionen dazu auch ausgestiegen.

Seit bald 30 Jahren streite ich persönlich um den richtigen Spielort für die Löwen. Dreißig Jahre. Aber eigentlich geht das Drama ja schon viel länger… Das ist so unfassbar…

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2023 ändern?

Wer ein Datum benötigt um einen Vorsatz zu fassen, der hat ohnehin schon verloren. Ändern sollte sich beim TSV 1860 das, was ich im Punkt davor bemängelt habe. Das wird aber nicht passieren. Leider.

Zum Schluss Deine Prognose für den Mai 2023: Wo landen die Löwen in der dritten Liga?

Schwierig. In den Vorbereitungsspielen nach der WM- bzw. Weihnachtspause sah das überwiegend gut aus. Das sah es zu Saisonbeginn aber auch schon mal. Ich hoffe natürlich das Beste, also auf einen Aufstiegsplatz. Aber mir fehlt ehrlich gesagt der Glaube.

Die weiteren Jahresrückblicke

Impressionen vom letzten Training 2022

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Letzter Aufgalopp im Jahr 2022. Heute Vormittag um 10 Uhr bat Löwentrainer Michael Köllner seine Schützlinge nochmal zu einem finalen Training auf den Einser-Platz an der Grünwalder Straße 114. Bei weiterhin angenehmen Temperaturen um die 8 Grad und strahlendem Sonnenschein hatten sich heute zwar deutlich weniger Besucher, als in den letzten Tagen, aber dennoch rund 40 Fans eingefunden, um Stefan Lex & Co. zu beobachten.

Gast beim Training: Merv Biankadi

Beobachten konnten sie dabei auch den Besuch eines alten Bekannten in Giesing: Merv Biankadi, aktuell nach wie vor beim Zweitligisten Heidenheim unter Vertrag und dort auch im Kader, allerdings mangels Einsatzzeiten sicher nicht besonders glücklich, beobachtete das Training von der Seitenlinie aus. Löwendompteur Michael Köllner begrüßte seinen ehemaligen Stürmer (1.1.21 – 30.6.22 an 1860 verliehen) sehr herzlich. Ob das Auftauchen des gebürtigen Münchners an der Grünwalder Straße etwas hinsichtlich eines womöglich neuerlichen Leihgeschäfts zwischen dem FCH und dem TSV 1860 zu bedeuten hat, ist nicht bekannt.

Gute Einheit zum Abschluss eines guten Jahres

Trainer Michael Köllner erwähnte in seinen Ansprachen an die Mannschaft im letzten Training des Jahres, dass man das “gute Jahr 2022” mit einer “guten Einheit” abschließen wolle. Zwischenzeitlich wurder er auch mal richtig laut und sparte nicht mit deutlicher Kritik an seinen Akteuren.

Zwei Tage frei – dann in die Türkei

Nun haben die Spieler des TSV 1860 über Silvester und Neujahr frei. Das nächste Training an der Grünwalder Straße findet am Montag statt: Vormittags bittet Michael Köllner seine Schützlinge in den Kraftraum, um gegebenenfalls am Silvesterbuffet erworbene Pfunde direkt wieder loszuwerden, nachmittags findet eine öffentliche Einheit statt. Am Dienstag, den 3. Januar fliegen die Löwen dann ins Trainingslager ins türkische Belek, wo sie sich eine Woche lang auf die noch anstehenden 21 Drittligaspiele vorbereiten. Am Sonntag (8.1.) kommt es dort zu zwei Testspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern und gegen UTA Arad aus Rumänien.

FloBu: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860

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FloBu: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860

Was war dein Highlight des Jahres 2022 rund um den TSV 1860 München?

Das ist tatsächlich gar nicht so einfach zu deklarieren. Es gab 2022 viele schöne Erlebnisse und Spiele mit dem TSV 1860. Endlich wieder ein regelmäßig ausverkauftes GWS mit Stimmung nach den Corona-Jahren. Oder ein Pokalspiel gegen die großen Dortmunder, ausverkauft bei Flutlicht.
Doch final würde ich sagen, es war das Trainingslager zu Jahresbeginn in Belek. Da waren wir einfach ein saucooler Löwenhaufen, der sich durch verschiedenste Altersklassen gezogen hat und einfach eine geile Woche hatte. Sei es, wo mal alle in Bademantel zum Training erschienen oder als ein kleiner Junge Tim Linsbichler mit Erling Haaland verwechselte.
Auch wenn die Vorfreude auf das kommende Trainingslager eher mau ist, wird es bestimmt wieder überragend.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Hier könnte man den 6:0-Auswärtssieg in Duisburg hervorheben, oder als man mit der zweiten Garde in Köln die Viktoria besiegte, in einem spannenden 1:0. Wo eigentlich noch gar keine Löwenfans offiziell zugelassen waren und am Ende dann doch knapp 100 Gästefans in einem Block standen und den Sieg bejubelten. Aber das Spiel, was am meisten in Erinnerung blieb, war der Saisonauftakt in Dresden. Es passte einfach alles. Nach der Sommerpause hatten alle Bock und unsere Löwen gewannen auch noch souverän 4:3 in einem Spiel, in dem echt alles möglich war. Natürlich war die Pyro auch überragend und einfach die Stimmung. Es war so gefühlt dieses erste Spiel, wo wieder alles beim Alten war.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Ich glaube alles andere als Leandro Morgalla wäre ein Überraschung. In Köln debütiert und danach zum Stammspieler geworden. Mit 17 bzw. mittlerweile 18 so einen kühlen Kopf zu haben. Respekt!

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Auch wenn es jetzt nicht das schönste Tor war, aber definitiv ein wichtiges: Das 1:0 in Paderborn gegen den SC Verl in der 90. Minute durch Meris Skenderovic. Flanke Lannert, Berzel steht falsch, Kopfball, Tor. Vierter Sieg im vierten Spiel und der ganze Block hatte Bock – bei ca. 50 Grad im Schatten. Der Torschütze ein Spieler, dem man nicht viel zugetraut hatte, als er kam und der einfach abliefert. Wäre ohne Morgalla eventuell auch mein Löwe des Jahres geworden.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Man könnte hier jetzt sagen: Der verpasste Aufstieg im Sommer oder jeweils das Totopokal-Aus (in Aubstadt und in Illertissen), aber für mich war die größte Enttäuschung, die Mannschaft nicht im Achtelfinale gegen den KSC unterstützen zu können. Wir haben uns im Pokal super gegen Schalke durchgesetzt, um dann vor leeren Rängen knapp gegen den KSC zu scheitern. War sehr schade! Die 4:0-Niederlage in Magdeburg war aber auch ziemlich uncool.

Bitteres Aus vor leeren Rängen: Pokal gegen den KSC

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2023 ändern?

Man sollte endlich mal aufhören, nach einem kurzen Tief alles und jeden entlassen zu wollen auf Fanseite und den ganzen Leuten Zielscheiben aufzumalen…
Wir sind alle Löwen und machen – denk ich – die beste Arbeit im Verein seit Jahren. Genauso wie das GWS fest zu den Löwen gehört. Und wer ernsthaft ins Olympiastadion zurück will, war definitiv nicht gegen Türkgücü bei der Trauerveranstaltung dabei oder hat vorher zu viel am Kleber geschnüffelt.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2023: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

 

 

Aufstieg, weil „huift ja nix“

Die weiteren Jahresrückblicke

Sechzig all over the world: CA Huracan – CA Atalanta (Argentinien)

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Auf der Durchreise Richtung Feuerland, um das Schiff für meinen Antarktis-Trip zu besteigen, hatte ich anno 2012 einen Tag Aufenthalt in Buenos Aires. Es war Januar, also Hochsommer auf der Südhalbkugel und die argentiniischen Ligen kamen gerade aus der Weihnachts-/Sommerpause. An diesem Wochenende ging sich terminlich für mich nur ein Spiel aus: CA Huracan – CA Atalanta.

Hindernisse vor dem Start

Mein allererster Tag in Südamerika hatte nur einen Programmpunkt: Das Spiel CA Huracan – CA Atalanta. Es gab diverse Subprogrammpunkte, wie ein argentinisches Steak essen, ein Bier vor dem Spiel trinken und überhaupt erstmal zum Stadion kommen. Denn Buenos Aires ist eine Stadt mit etwa 12 Mio. Einwohnern im Einzugsbereich und einem geradezu winzigen U-Bahnnetz für diese Größe. Diverse Groudhopper-Foren empfehlen deshalb einen mehrere hundert Seiten dicken “Bus-Atlas”. In der Theorie im winterlichen Europa eine super Idee, in der Praxis im höllisch heißen südamerikanischen Sommer nicht umsetzbar. Es ging schon damit los, dass mir die Besitzerin meiner Frühstückspension verbieten will, ein Fußballspiel in Argentinien zu besuchen. Es sei einfach zu gefährlich als Europäer ein Spiel in Argentinien zu besuchen. Ihr fußballverrückter Mann wirkte auf sie ein und am Ende “kriege ich die Erlaubnis” doch fahren zu dürfen, wenn ich möglichst wenig als Ausländer auffalle. Zum Anderen ist der Bus-Atlas, den ich für viel Geld vorab bei ebay ersteigert habe, über zwei Jahre alt und nach Meinung meiner Gastgeber vollkommen unbrauchbar. Er wird von den Gastgebern an der Rezeption kurzerhand mit Karacho in den Müll geschmissen, ohne dass ich ihn auch nur eine Sekunde benutzt hätte…

Nicht als Ausländer auffallen in Buenos Aires

Der Pensionsbesitzer (leider habe ich seinen Namen vergessen) erklärte mir erstmal, wie man in Argentinien ein Stadion besucht, ohne aufzufallen. Die Sache ist ganz einfach. Man soll nichts sagen, auf nichts antworten, nichts Wertvolles bei sich tagen und muss eine kurze Hose des argentinischen Nationalteams anhaben. Und zwar die schwarze, die hellblaue ist verpönt. Also schickt mich der Mann in eins dieser Souvenirgeschäfte, wo ich mir eine Argentinienhose kaufen soll. Ich fand die Idee nicht mal schlecht, weil Argentinien eigentlich immer meine Lieblingsnationalmannschaft war. Leider war meine Größe nicht vorrätig und ich beschloss auszubüchsen und mich in meiner normalen Hose – wohlwissend um die Gefahr – in Richtung Stadion aufzumachen. Immer im Kopf die Parole “bloß nicht als Ausländer auffallen”.

Mein erstes Argentinisches Steak

Auf dem Weg zur “Subte”, wie man in Buenos Aires die U-Bahn nennt, kehrte ich im erstbesten “Parilla” ein. So nennt man die Grillläden, die im Innenraum über einen Holzkohlegrill verfügen und Lonely Planet zur Folge für kleines Geld große Portionen anbieten. Der Lonely Planet lügt nicht. Ich bestelle die mittelgroße Variante und bekomme kurz drauf ein Baguette, das innen doppelt mit Steak belegt ist. Dazu ein großes kühles Bier, das extra in einem Bierkühler kredenzt wird. Ein Auftakt nach Maß!

Unterwegs zum Stadion

Ich nehme die Subte bis zur Station, die dem Stadion am nächsten liegt. Ohne Bus-Atlas bin ich dazu verdammt, zu Fuß zu gehen. Allerdings wurde mir eingebläut, niemanden nach dem Weg zu fragen und bloß keinen Stadtplan (den ich eh nicht habe) rauszuziehen. Google Maps gab es 2012 noch nicht in zufriedenstellender Form… Ich vertraue einfach auf mein Glück und dass von der U-Bahn schon erkennbare Fußballfans Richtung Stadion unterwegs sein werden. Pustekuchen! Dass heute ein Fußballspiel stattfinden soll, ist nicht zu erahnen. Menschenleer zeigt sich der Süden von Buenos Aires in der spätnachmittäglichen Hitze. Ich entdecke eine Art Getränkemarkt in einer Garage, kaufe ein Bier und wage es, nach dem Weg zu fragen. Freundlich wird mir geantwortet und entgegen der Ausführungen der Gastgeber werde ich nicht überfallen. Im Zickzack immer Richtung Westen durch den verwinkelten Stadtteil, bis ich zu einer Straße mit Huracan-Wappen bemalten Mauern komme und die dann bergab Richtung Stadion folgen.

Bemalte Wände mit Motiven der lokalen Fußballclubs sind in Buenos Aires an der Tagesordnung

Klingt einfach, ist es aber nicht. Ich finde einfach den Westen nicht. Denn die im Norden stehende Sonne verunmöglicht mir jede Form der Orientierung nach Himmelsrichtungen. Grauenhaft! Ich habe das Gefühl grob vor und zurück zu laufen, weil ich ein Mal bei der Suche nach Westen dran denke, dass die Sonne im Norden steht und ein Mal nicht. Das erste Mal in meinem Leben, erscheint es möglich, ein Stadion nicht zu finden.

Drei Auswärtsbusse weisen mir den Weg

Irgendwie gelange ich auf große Straße, die eine Hauptverkehrachse zu sein scheint. Sie geht sogar bergab, könnte Sie zum Stadion führen? In diesem Moment werde ich von lautem Gesang aus meinen Gedanken gerissen. Es handelt sich eindeutig um Fußballlieder. Aber wo kommen die her? Dann überholen mich drei zum Bersten gefüllte Busse, die vollkommen in blau und gelb geschmückt sind, aus denen die typischen argentinischen Arme quellen in der dieser einzigartigen argentinischen Supportbewegung. Wir haben sie alle bei der WM gesehen. Die Busse brausen an mir vorbei und der Gesang verstummt. Ich folge der großen Straße und entdecke dann endlich die Flutlichmasten des Stadions. Was für eine Anreise!

Spektakuläres Stadion

Das Tomas Adolfo Duco ist eines der einzigartigsten Stadien, das ich jemals gesehen habe. Die Sitzschalen sind aus Beton gegossen und unfassbar unbequem. Und die Gegentribüne wird von einer Rakete aus Beton überragt, deren Bedeutung mir leider niemand erklären konnte. Beide spielen damals in der zweiten Liga und das Stadion ist mäßig besucht. Dennoch machen beide Fankurven ziemlich gute Stimmung.

Die Fankurve von Huracan mit der typischen argentinischen “Beschmückung”
Die Auswärtskurve von CA Atalanta

 

Es ist unglaublich heiß und zur Abkühlung spritzt die Feuerwehr in der Halbzeit Wasser in die Fanblöcke, was dort mit großem Jubel aufgenommen wird.

Die Feuerwehr sorgt mit Schlauch für Abkühlung im Fanblock

CA Huracan – CA Atalanta 2:2

Das Spiel war wenig spektakulär. Die Spieler sind trotz zweiter Liga technisch alle extrem versiert, aber irgendwie spielen sie wenig effektiv. Immerhin fallen vier Tore, die es mir ermöglichen, vier Mal den tatsächlich frenetischen argentinischen Torjubel zu genießen.

Die Huracan-Fans bejubeln den 2:1-Führungstreffer

Huracan geht zwei Mal in Führung, Atalanta kann zwei Mal ausgleichen. Und so sind es am Ende die Auswärtsfans, die ihre Mannschaft, die damals tief im Abstiegskampf steckte, frenetisch bejubeln und die meterhohen Zäune in beeindruckender Art und Weise heraufklettern, um ihre Mannschaft zu feiern.

Beeindruckende Blockfahne für ein Auswärtsspiel nach dem 2:2-Ausgleich

Für den Rückweg nehme ich mir übrigens ein Taxi. Zu Hause angekommen falle ich Jetlag-bedingt sofort in tiefen zufriedenen Schlaf. Endlich ein Spiel in Argentinien gesehen!

 

 

Christian Jung: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860

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Das (nicht nur zeitlich) sehr intensive Engagement für sechzger.de und die Gründung eines Vereins als neue rechtliche Basis unseres Fanportals dominierte das Jahr 2022 jenseits des sportlichen Geschehens. Aber natürlich drehen sich die Antworten auf die Standardfragen zum Jahresende auch um das, was den TSV 1860 ausmacht: Das runde Leder. … Mein Rückblick auf das Jahr 2022

Christian Jung: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860

Was war dein Highlight des Jahres 2022 rund um den TSV 1860 München?

Meine zwei Highlights des Jahres rund um 1860, die ich hier nennen will, haben tatsächlich beide gar nichts mit dem Geschehen auf dem Rasen, aber irgendwie doch mit den Löwen und mit Giesing zu tun: Das eine Highlight war für mich die Gründung des Vereins Sportbezogenes Lebensgefühl e.V. als neue Basis für unser Projekt sechzger.de am 22. Oktober vor dem Spiel gegen Wiesbaden. Das andere Highlight ist ganz privater Natur und hat mit einer persönlichen (weiblichen) Bekanntschaft im Viertel zu tun, die ich im Herbst machen durfte. Mehr verrate ich an dieser Stelle aber nicht. 😉

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das finde ich dieses Jahr eine schwierige Frage. Ich würde gerne drei Spiele benennen:
1. Wie im Vorjahr ein Pokal-Highlight. Nämlich die Partie gegen die Profis aus Dortmund am 29. Juli. Der Fanmarsch vorher, das ganze Viertel in Aufruhr, die unfassbare Choreo, … – das war schon der Wahnsinn. Nur das Ergebnis hat – anders als 2021 gegen Schalke – nicht gepasst. Und dennoch wurde die Mannschaft nachher minutenlang begeistert gefeiert. (Das hier verlinkte Video bereitet mir noch heute Gänsehaut) Des is’ Sechzig!
2. Das 6:3 gegen die kleinen Dortmunder elf Wochen zuvor, als versöhnlicher Abschluss einer aufregenden Saison. Das Spiel selbst auch ein wilder Ritt mit vielen schönen Toren und toller Stimmung danach, weil wir uns direkt für den Cup qualifiziert hatten und so das hier zuerst genannte Spiel überhaupt erst möglich wurde.
3. Das 6:0 in Duisburg Ende April würde ich hier auch gern noch erwähnen. Relativ wenige Löwenfans an der Wedau erlebten ein denkwürdiges Auswärtsspiel mit einem definitiv nicht alltäglichen Ergebnis.

Jubel nach einem 6:0 an des Gegners Platz erlebt man nicht alle Tage

Deichmann der Spieler des Jahres

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Yannick Deichmann. Er bringt konstant gute Leistungen. Egal, wo er eingesetzt wird. Er ist ein feiner Kerl und passt – trotz seiner „exotischen“ Herkunft aus dem hohen Norden – einfach perfekt zum TSV 1860.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Es handelt sich um den Treffer zum 1:4 in Dresden. Warum? Keine zwanzig Sekunden vergingen zwischen dem Anstoß nach dem Anschlusstreffer der Hausherren, als sicher viele auf den Rängen und vor’m TV davon ausgingen, dass Dynamo nun nochmal richtig ins Spiel zurückkommen würde. Eiskalt schlugen die Löwen zurück, kombinierten schnell und Marcel Bär erzielte in den acht Minuten nach seiner Einwechslung einen Doppelpack. Tragisch, dass sich Cello eine Woche später gegen den BVB verletzte und dann lange ausfiel.
(Im Video ist die Enstehung des Tores ab 2:40 zu bestaunen)

sechzger.de fliegt aus der LÖWENRUNDE

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Hier kommt eine Antwort, die auch schon die Kollegen Stefan Kranzberg und Jan Schrader in ihren Rückblicken auf das Jahr 2022 mit 1860 gegeben haben: Unsere Aussperrung aus der Pressekonferenz mit einer reichlich seltsam anmutenden Begründung zum Ende der Saison 2021/22. Und ich bin im Nachhinein auch etwas wütend über mich selbst, dass ich diese Ausbootung zunächst einfach so widerspruchslos hingenommen habe, da ich zu jener Zeit mit komplett anderen Themen beschäftigt war.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2023 ändern?

Ich würde mir wünschen, dass unsere beiden Gesellschafter (also die HAM und der e.V.) wirklich auf Augenhöhe und kooperativ zum Wohle der KGaA zusammenarbeiten und dass es keine Machtspielchen gibt, die nur den gesteckten Zielen schaden. Und ein weiterer Wunsch betrifft das finanzielle Verhalten der Verantwortlichen: Es wäre schön, wenn 1860 es schafft, endlich mal nur so viel Geld auszugeben, wie auf der anderen Seite auch eingenommen wird.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2023: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Ich bin ja im Prinzip immer grundoptimistisch und prognostiziere an dieser Stelle schon lang immer wieder den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Heuer bin ich – nach den letzten gezeigten Leistungen – allerdings ein wenig pessimistisch, ob es wirklich mit dem erklärten Pflichtziel klappt. Aber ich sage mal: Für den DFB-Pokal qualifizieren wir uns heuer auf jeden Fall wieder.

Die weiteren Jahresrückblicke

Ruhe in Frieden, Shendrit Ameti!

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Shendrit Ameti Tsv 1860 Vierte

Der TSV 1860 München e.V. trauert um seinen Spieler Shendrit Ameti.

Ruhe in Frieden, Shendrit Ameti

Shendrit Ameti spielte seit 2019 für die 4. Mannschaft der Münchner Löwen. Er war ein lustiger und freundlicher junger Bursche. Ein Verkehrsunfall riss ihn viel zu früh mit 24 Jahren aus dem Leben. Wir wünschen seiner Familie, seinen Freunden und seinen Mannschaftskollegen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

TSV Haching München in Friedrichshafen chancenlos

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TSV Haching München VfB Friedrichshafen

Als krasser Außenseiter waren die Volleyball-Löwen an den Bodensee gereist, verkauften sich aber vor allem im 2. Satz teuer. Am Ende stand dennoch die erwartete 0:3-Niederlage des TSV Haching München beim VfB Friedrichshafen.

Rekordmeister dominiert Satz 1

Im ersten Abschnitt dominierte der Rekordmeister vom Bodensee das Geschehen nach Belieben. Haching fand überhaupt nicht ins Spiel und lange musste man sogar bangen, dass der TSV nicht mal zweistellig auf die Anzeigetafel kommen würde. Am Ende stand ein deutliches 25:13 zu Buche.

Ganz anders das Bild in Satz 2: Der TSV Haching München spielte munter mit, ging zwischenzeitlich gar in Führung, doch sobald Friedrichshafen ernst machte, konnten die Löwen nicht mehr mithalten. So zogen die Häfler dann Mitte des Satzes doch davon, während sich Haching damit trösten musste, iimmerhin die spektakulären Ballwechsel für sich zu entscheiden. Mit 25:20 ging auch der zweite Abschnitt an den VfB.

TSV Haching München in Friedrichshafen chancenlos

Im dritten Satz legten die Häfler los wie Feuerwehr und führten schnell 5:0. Damit war der Abschnitt und das Match quasi schon entschieden. Im letzten Match in der Messehalle B2 vor dem Umzug in die neue Spielstätte (Hangar R, Flughafen) machte der VfB Friedrichshafen in der Folge kurzen Prozess mit dem TSV Haching München und gewann auch Satz 3 souverän mit 25:17.

Bogdan Tanase (Trainer TSV Haching München) mit Stelian Moculescu
Auch in der Halle: Stelian Moculescu (links), Meistertrainer des VfB Friedrichshafen und des TSV 1860 München

Dynamo Dresden: Schäffler fällt aus

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Manuel Schäffler
Schäffler

Schlechte Nachrichten für Dynamo Desden! Stürmer Manuel Schäffler verletzte sich im Testspiel gegen Sampdoria Genua und fällt mehrere Wochen aus.

Schäffler zog sich Muskelfaserriss zu und fällt länger aus

Der Ex-Löwe, der vor der Saison vom 1. FC Nürnberg zu Dynamo Dresden wechselte, musste das viel beachtete 2:2 im Testspiel gegen Sampdoria Genua teuer bezahlen. Schäfflers muskuläre Probleme entpuppten sich als Muskelfaserriss. Schäffler wird deswegen einige Wochen ausfallen. Ob er beim Spiel an alter Wirkungsstätte am 30.01. dabei sein kann, ist unklar.

Liveticker: VfB Friedrichshafen – TSV Haching München (Volleyball)

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Liveticker VfB Friedrichshafen TSV Haching München

Herzlich willkommen zum Liveticker der Partie VfB Friedrichshafen gegen TSV Haching München in der Messehalle B2.

Haching München Außenseiter in Friedrichshafen

Machen wir uns nichts vor: Der TSV Haching München fährt als krasser Außenseiter nach Friedrichshafen und alles andere als eine 0:3-Niederlage beim Rekordmeister wäre ein riesige Überraschung. Trainer Bogdan Tanase fasst treffend zusammen:

“Wir treffen auf eine der stärksten Mannschaften in Deutschland. Wir wollen dieses Spiel nutzen, unsere taktischen und technischen Spielzüge zu festigen. Wir gehen ohne Druck in dieses Spiel, wollen es genießen und schönen Volleyball spielen. Vielleicht schaffen wir es auch, den aktuell Tabellenzweiten etwas zu ärgern und ein nachweihnachtliches Geschenk aus Baden-Württemberg nach Bayern mitzunehmen”.

Wir drücken die Daumen und berichten live vom Bodensee!

Bernd Winninger: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860 München

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FV Illertissen TSV 1860 Toto Pokal Fotogalerie (4)

Das Jahr 2022 hatte beim TSV 1860 München vieles zu bieten. Pleiten wie das Pokalaus im Achtelfinale ohne Fans gegen den KSC. Das wäre mit Zuschauern möglicherweise ganz anders ausgegangen. Den alljährlichen Fragebogen hab ich, wie meine Kollegen vor mir, auch wieder gerne ausgefüllt. Bei manchen Fragen dauert es dann auch ein Weilchen bis die Antwort so formuliert ist, dass sie unmissverständlich daherkommt.

Zunächst möchte ich aber allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen, in dem wir dann hoffentlich alle im Mai etwas zu Feiern haben. Nun viel Spaß beim Lesen meines Jahresrückblicks.

Bernd Winninger und sein 2022 mit dem TSV 1860 München

Was war dein Highlight des Jahres 2022 rund um den TSV 1860 München?

Das absolut allein herausstechende Highlight gab es für mich im Jahr 2022 nicht. Einzelne Spiele der Löwen, in denen sie gezeigt haben was sie können, wie die Kantersiege in der Rückrunde gegen Dortmund oder in der laufenden Saison gegen Duisburg sind am ehesten als Highlights hervorzuheben.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Obwohl ich nicht live im Stadion war, die Niederlage in Illertissen. Seither hat man, trotz einiger besserer Leistungen, noch nicht wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Wäre schön, wenn sich bis Ende der Saison da ein anderes Spiel festsetzt.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Es gibt immer mehrere Spieler und auch Gründe die man hier nennen möchte warum ein Akteur Spieler des Jahres sein könnte. Da wäre Semi Belkahia, der sich nach jeder Verletzung wieder in die Mannschaft kämpft. Man könnte auch Marco Hiller nennen, ohne dessen Leistung der TSV 1860 München wohl nicht so erfolgreich wäre. Oder aber Dauerläufer Yannick Deichmann, der in fast jedem Spiel nahezu überall auf dem Platz zu finden ist und Kilometer runterspult wie kein anderer. Für 2022 kann die Antwort trotz all dieser Leistungen nur lauten: Leandro Morgalla, der Shootingstar der Löwen. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten.

Aufstiegsplatz ist ein Muss

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Da gab es auch einige schöne: Kobylanskis Volleyschuss gegen Halle oder Vrenezis Tor nach Traumflanke Boyamba gegen Duisburg in der laufenden Saison. Das für mich schönste Tor fiel aber bereits im Februar 2022, also in der letzten Saison. Neudeckers Tor zum 1:0 für den TSV 1860 im Spiel gegen Meppen war in meinen Augen das Tor des Jahres.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Wütend macht mich beim TSV 1860 München nichts mehr. Geärgert hab ich mich vor allem ab dem Frühjahr über einiges. Zu nennen wären zunächst die Stichworte Doppelmoral und Sportswashing. Dann für mich der absolute Höhepunkt, das Verbot der freien Meinungsäußerung bei dem Spiel gegen Meppen im Stadion, durch wen auch immer das verfügt wurde. Da schieben sich ja die möglichen Verantwortlichen den schwarzen Peter gegenseitig zu. Zu guter Letzt und ebenso wichtig wie die nicht unmittelbar mit dem Sport zusammenhängenden Ärgernisse, hat mich natürlich die Offensivleistung der Mannschaft, speziell die schlechte Schussgenauigkeit, in den letzten Spielen vor der Winterpause geärgert.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2023 ändern?

Wenn ich jetzt schreibe was ich denke trete ich vielen Leuten auf die Füße, sowas braucht momentan keiner, darum lass ich das auch unbeantwortet.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2023: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Diese Mannschaft muss, nach den Ankündigungen vor der Saison und mit dem Kader, der dem Trainer zu Verfügung steht, die Saison auf einem direkten Aufstiegsplatz beenden.

Die weiteren Jahresrückblicke