Start Blog Seite 689

Volleyball: TSV Haching München morgen in Friedrichshafen

0
Vfb Friedrichshafen Tsv Haching München Vorbericht

Für die Volleyball-Bundesligisten TSV Haching München und VfB Friedrichshafen ist die stade Zeit bereits wieder vorbei, denn am kommenden Dienstag, 27. Dezember, gastieren die Hachinger Löwen bei den Häflern am Bodensee.

Nur kurze Verschnaufpause

Mit lediglich zwei trainingsfreien Tagen konnte die Mannschaft des TSV Haching München in diesem Jahr in die Weihnachtspause gehen, denn bereits am 2. Weihnachtsfeiertag schickt Trainer Bogdan Tanase seine Mannen wieder in die Trainingshalle, um sich auf das Spiel am Bodensee vorzubereiten.

Wappen TSV Haching München (TSV 1860 e.V. & TSV Unterhaching)
Wappen des TSV Haching München (Volleyball)

Leider hat es der Spielplan in der Volleyballbundesliga in dieser Saison nicht gerade gut mit den Löwen gemeint, spielen sie doch in der Weihnachtsund Silvesterwoche gleich drei Mal (27.12. in Friedrichshafen, 30.12. zu Hause in der Bayernwerk Sportarena gegen Düren und am 03.01. gegen die WWK Volleys aus Herrsching). Nachdem die Mannschaft aus Friedrichshafen vor Weihnachten eindrucksvoll in eigener Halle die BR Volleys aus Berlin in einem Fünfsatzkrimi schlagen und ihnen somit die erste Niederlage in der laufenden Saison zufügen konnte, verlor die Mannschaft sehr überraschend mit einem klaren 3:0 im Pokal gegen Düren und scheidet somit im Halbfinale des DVV-Pokals aus.

TSV Haching München in Friedrichshafen

Für den Hachinger Trainer Bogdan Tanase ist diese Achterbahnfahrt der Mannschaft vom Bodensee dennoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

“Wir treffen auf eine der stärksten Mannschaften in Deutschland. Wir wollen dieses Spiel nutzen, unsere taktischen und technischen Spielzüge zu festigen. Wir gehen ohne Druck in dieses Spiel, wollen es genießen und schönen Volleyball spielen. Vielleicht schaffen wir es auch, den aktuell Tabellenzweiten etwas zu ärgern und ein nachweihnachtliches Geschenk aus Baden-Württemberg nach Bayern mitzunehmen”.

Tanase kann aktuell auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, alle Mann sind gesund und fit wieder in Unterhaching angekommen. Kapitän Philipp Schumann erwartet in Friedrichshafen einen heißen Fight:

“Wenn wir an unsere Leistung aus dem Spiel gegen Giesen anknüpfen können, dann ist vielleicht eine kleine Überraschung möglich.”

Letztes Spiel vor dem Umzug in die neue Halle

Für Friedrichshafen wird das Spiel gegen Unterhaching aber auch ein Abschiedsspiel sein – ist es doch das letzte Spiel in der Messehalle, bevor die Mannschaft endlich – nach vielen Monaten Verzögerung – in ihre neue Spielstätte, in den Hangar R am Bodensee Airport, umziehen kann. Teammanager Matthias Liebhardt erklärt:

“Wir waren zwar sehr erfolgreich in der Messehalle, haben lediglich gegen
Jastrzebski Wegiel dort verloren, aber jetzt freuen wir uns auf den Umzug in den Hangar, wo wir ab Januar dann dauerhaft zu Hause sind.”

sechzger.de berichtet per Liveticker vom Bodensee! Spielbeginn in der Messehalle in Friedrichshafen ist um 20 Uhr. 

Heimspiel am 30.12.

Für den TSV Haching München geht es vor dem Jahreswechsel noch einmal in die heimische Spielstätte, wenn am Freitag, 30.12.2022 um 17:30 Uhr, die swd powervolleys aus Düren zu Gast sind. Tickets für dieses Spiel gibt es HIER online zu erwerben.

Text: Nadine Cerny / sechzger.de
Foto: Edmund Zuber

Jahresrückblick 2022: Der TSV 1860 im Juli – September

0
Dynamo Dresden TSV 1860 20220723 (85)

Nach einigen Tagen Weihnachtspause geht es weiter mit dem Jahresrückblick 2022 rund um den TSV 1860 München. In den Monaten Juli bis September dreht es sich vor allem um den Auftakt in die Saison 2022/23, das DFB-Pokal Spiel gegen Dortmund und die Wiederwahl vom Präsidium. Im September stürmt ein Aufsteiger an die Tabellenspitze.

Juli: Auftakt-Sieg in Dresden & Reisinger bleibt Präsident

Im Trainingslager in Windischgarsten gibt es zwei Mal ein 1:1-Unentschieden gegen die SV Ried und den Linzer ASK. Für die erste Testspielniederlage sorgt Bundesligist Borussia Mönchengladbach (0:6), abschließend gewinnt Newcastle United das umstrittene Testspiel gegen die Löwen mit 3:0.
Der Start in die Saison 2022/23 ist dann furios und tor-, vor allem aber erfolgreich. 4:3 siegt der TSV 1860 gegen Dynamo Dresden. Das Spiel wird im Free-TV ausgestrahlt und ist tolle Werbung für die 3.Liga. Zwar überzeugt Marcel Bär nach seiner Einwechslung mit zwei Treffern, er muss aber auch verletzt ausgewechselt werden. Die Diagnose Mittelfußbruch setzt ihn lange Zeit außer Gefecht. Der Juli ist auch der Monat der Pokalspiele. In Runde 1 des bayerischen Toto-Pokals gelingt ein 7:0-Sieg gegen den SV Rödelmaier. Borussia Dortmund ist im DFB-Pokal hingegen eine Nummer zu groß und gewinnt mit 3:0 in Giesing.

Robert Reisinger wird mit seinen Kollegen Hans Sitzberger und Heinz Schmidt Anfang des Monats mit einer überwältigenden Mehrheit erneut gewählt. Nur etwa 300 Mitglieder finden sich zur Mitgliederversammlung ein. Deutlich mehr Löwenfans zieht es zum Fanfest an der Grünwalder Straße. Außerdem bleibt Stefan Lex Kapitän bei den Löwen. Im Mannschaftsrat befinden sich zudem Marco Hiller, Tim Rieder, Semi Belkahia, Marcel Bär, Quirin Moll und Phillipp Steinhart.

Für die Saison 2021/22 kassiert der TSV 1860 knapp eine halbe Millionen Euro aus dem Nachwuchsfördertopf – Spitzenwert der 3.Liga.

August: Skenderovic in der Nachspielzeit

Ungeschlagen bleibt der TSV 1860 München im August. Daheim gewinnen die Löwen gegen Oldenburg mit 1:0 sowie gegen den SV Meppen mit 4:0 und übernehmen damit die Tabellenführung. Es folgt ein knapper, glücklicher Auswärtssieg in Paderborn gegen Verl. Skenderovic erlöst die mitgereisten Löwenfans in der Nachspielzeit.
Gegen die TuS Feuchtwangen ziehen die Löwen in das Achtelfinale des Toto-Pokals ein (0:8). Es folgt ein 3:1 im Grünwalder Stadion gegen den Halleschen FC, womit der 3.Liga-Startrekord der Offenbacher Kickers eingestellt wird. In Köln sieht es dann lange nach der ersten Saisonniederlage aus, doch Verlaat kann in der Schlussphase noch einen Punkt für die Löwen sichern.

Anfang des Monats findet die Mitgliederversammlung der ARGE statt. Nach der Auszählung ist klar: der Verein löst sich nach über 40 Jahren auf. Die BayWa übernimmt die Namensrechte am Nachwuchsleistungszentrum der Löwen. Einem offenen Brief der Geschäftsleitung Anfang des Monats folgt der Eklat mit abgenommenen Fan-Utensilien beim Heimspiel gegen den SV Meppen. Offizieller Grund: ein Kommunikationsfehler.

BayWa Junglöwen Wandbild Am Trainingsgelände TSV 1860 München

September: Elversberg enttrohnt die Löwen

Gegen Duisburg geht es zurück auf die Siegerstraße. In Halbzeit eins spielt der TSV 1860 die Gäste an die Wand und führt schon zur Halbzeit mit 4:0. Den zweiten Durchgang lassen die Löwen ruhiger angehen und kassieren darüber hinaus einen Gegentreffer. Auch die Hürde Türkgücü im Toto-Pokal wird erfolgreich gemeistert. 3:1 gewinnt der TSV 1860 im Sechzgerstadion und zieht in das Viertelfinale ein. Dann aber kommt es zur ersten Saisonniederlage. Der stark aufspielende Aufsteiger aus Elversberg überrascht auch die Mannschaft von Michael Köllner und siegt mit 4:1. Damit übernehmen die Saarländer wieder die Tabellenführung, die sie bereits am ersten Spieltag inne hatten.

Gegen Aue wiederum gelingt dank drei Treffern von Lakenmacher ein Heimsieg. Die Länderspielpause nutzen die Löwen für zwei Testspiele gegen die WSG Tirol und den SV Münsing-Ammerland, bevor das Aus im Toto-Pokal in Illertissen folgt.

Beim offiziellen Wiesn-Besuch vereinbaren OB Dieter Reiter und die Verantwortlichen ein weiteres Treffen, um über die Stadionsituation zu diskutieren.

Die weiteren Zusammenfassungen:

Jan Schrader: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860 München

14
Jan Schrader Sechzger.de Innenraum SpVgg Bayreuth TSV 1860 München

Aufregend und zum Teil turbulent – ich denke so kann man mein 2022 mit dem TSV 1860 München am ehesten beschreiben. Die Entwicklung des Projekts sechzger.de, dessen Teil ich seit Ende 2020 bin, spielt dabei eine zentrale Rolle. Mein Fansein hat sich deutlich verändert, mit teils schwierigen Veränderungen, aber auch grandiosen Momenten, von denen ich nicht zu träumen gewagt hätte. Ein Auf und Ab also, wie man es mit den Löwen nun einmal gewohnt ist.

Jan Schrader: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860

Was war dein Highlight des Jahres 2022 rund um den TSV 1860 München?

Für alte Hasen im Pressegeschäft mag das jetzt vielleicht etwas lustig klingen, aber jede bestätigte Akkreditierung, die in meinem E-Mail Postfach landet, ist immer wieder etwas ganz Besonderes. Gegen Karlsruhe im DFB-Pokal als einer der ganz wenigen vor Ort im Stadion dabei zu sein, war schon etwas Besonderes. Getoppt wurde das dann aber doch noch, als ich Ende des Jahres bei den Auswärtsspielen in Bayreuth und Freiburg im Innenraum Fotos machen durfte – ein wirklich löwenstarkes Erlebnis. Den Spielbericht aus Bayreuth habe ich dann auf der Tartanbahn erstellt – trotz Niederlage werde ich das Spiel wohl erstmal nicht mehr vergessen.

SpVgg Bayreuth TSV 1860 20221029 (65)

Abgesehen davon freue ich mich enorm über die immer mehr werdenden Rückmeldungen in persönlicher Form. Leute, die uns einfach kurz Danke für unser Engagement sagen. Im Zug nach Osnabrück wurde mir sogar ein Bier ausgegeben, das schmeckte dann gleich doppelt gut! Positive Rückmeldung ist einfach unglaublich wichtig, motiviert und zeigt auf, wofür wir das hier alles eigentlich machen. Also ein Danke auch an dieser Stelle zurück an unsere Leser!

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Tatsächlich ist mir hier zu allererst ein negatives Beispiel eingefallen – das Spiel gegen Türkgücü im Olympiastadion. Es war mein erstes Fußballspiel in diesem Stadion und so schlimm, wie es dann letztendlich war, hätte ich es mir wirklich nicht vorgestellt. Das war zum einen natürlich die schwache Leistung unserer Löwen auf dem Platz, hinzu kam dann noch das nicht gerade förderliche Wetter mit eisigem Wind. Aber auch ganz davon abgesehen habe ich dabei gemerkt, dass in einem Oly ein Fußballspiel, wie ich es gerne sehen möchte, nicht möglich ist. Mir gefallen eher enge Stadien, bei denen die Zuschauer nah am Spielgeschehen sind. Das ist am Oberwiesenfeld bekanntlich überhaupt nicht gegeben, ganz im Gegenteil. Unfassbar weit weg ist der Grund, warum man eigentlich das Ticket bezahlt hat. Für mich steht (spätestens) seitdem fest, dass das Olympiastadion nie im Leben eine brauchbare, langfristige Alternative für den TSV 1860 München sein kann.

Um aber in diesem Punkt mit etwas Positivem abzuschließen, verweise ich gerne auf den Jahresrückblick von Thomas Enn. Auch mir hat die erste Hälfte gegen die Zebras aus Duisburg wahnsinnig imponiert. Toller Fußball im Grünwalder Stadion mit einer hohen, verdienten Führung bereits zur Halbzeitpause.

Eindeutige Entscheidung beim Spieler des Jahres

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Da entscheide ich mich für Junglöwe Leandro Morgalla. Unfassbar, was er für eine rasante Entwicklung hingelegt hat und schon jetzt nicht mehr aus der Startaufstellung wegzudenken ist. Wie reif, wie abgezockt, wie ruhig er auf dem Spielfeld agiert, imponiert mir wirklich. Leider ist damit aber auch klar, dass wir Leandro nicht mehr allzu lange im weiß-blauen Dress erleben dürften. Wenn seine Entwicklung so weitergeht, werden weitere Vereine ihre Fühler nach Morgalla ausstrecken. Umso schöner, dass er mit seiner langfristigen Vertragsverlängerung dafür gesorgt hat, dass in diesem Fall eine Ablösesumme fällig wird.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Dieser Punkt ist mir fast am schwersten gefallen, dieses eine Tor ist mir zumindest nicht direkt auf Anhieb eingefallen. Beim Überfliegen der Ergebnisse bin ich dann aber erneut beim Duisburg-Spiel hängengeblieben und habe mich an die Bude von Albion Vrenezi erinnert. Die war schon echt top und steht sinnbildlich für den famosen Auftritt im ersten Durchgang [im Video ab 2:17].

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Ich verstehe bis heute nicht, wie sechzger.de zu einem solchen Politikum werden konnte. Bevor uns mitgeteilt wurde, dass wir nach der Sommerpause kein Teil der Löwenrunde mehr sind, haben wir uns eigentlich nie etwas zu Schulden kommen lassen. Dass hinter den Kulissen über uns diskutiert wird, haben wir natürlich mitbekommen – dennoch hat uns die eingangs erwähnte Entscheidung aus allen Wolken fallen lassen. Ja, mittlerweile hat sich unsere Berichterstattung möglicherweise geändert. Wir alle arbeiten für dieses Projekt vollkommen ehrenamtlich und stecken jeden Tag, jede Woche Stunde um Stunde in diese Seite. Dann ist es einfach nicht schön, wenn man so behandelt wird – zumal die Rückmeldungen unserer Leser wie ganz am Anfang erwähnt fast nur positiv sind. Die Gründe dafür kann sich jeder selber denken – und das ist eigentlich das Schlimmste daran: der Einfluss von gewissen Personen, die eigentlich gar keinen solchen Stellenwert haben dürften.

Was mich abgesehen davon auch noch immer beschäftigt, sind die Meldungen, bei denen wir unseren Quellen im Nachhinein lieber nicht vertraut hätten beziehungsweise uns besser hätten informieren müssen. Bei der Masse an Artikeln ist es ein verschwindend geringer Prozentsatz, der davon betroffen ist. Aber er bleibt beim Leser und eben auch bei mir sehr präsent und ist nicht förderlich für unsere Außendarstellung. Ich hoffe, dass wir 2023 auch in dieser Qualität noch einmal zulegen können und so etwas nicht mehr vorkommt.

Platz 2 oder 4 denkbar – je nach Start ins Jahr 2023

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2023 ändern?

Da muss ich mich – auch aufgrund der Meldungen in letzter Zeit – vollumfänglich Thomas Enn anschließen. Ich sehe den finanziellen Aspekt weiter als das zentrale Thema. Nun liest man, dass schon wieder drei Millionen Euro benötigt werden. Sechzig ist wohl wirklich ein Fass ohne Boden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das langfristig gut geht. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren.

Ansonsten muss man hier natürlich auch die Stadiondiskussion erwähnen. Ich hoffe 2023 wird eine langfristige Lösung präsentiert, mit der die meisten Löwenfans leben können. Aber daran glauben tue ich erst, wenn es soweit ist.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2023: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Die Mannschaft hat – auch ohne potentielle Winterneuzugänge – mit Sicherheit das Kaliber, um einen Aufstiegsplatz in der 3.Liga zu erzielen. Das steht für mich außer Frage. Sie muss es halt schaffen, dass Ruder rumzureißen wie man so schön sagt. Ich glaube fast, dass man direkt nach der Winterpause beobachten kann, ob dies klappt. Die Spiele gegen Mannheim und Dresden werden zeigen, wohin die Reise gehen kann. Wenn man dort punktet, kann ich mir einen zweiten Platz hinter Elversberg vorstellen. Die sind einfach so weit weg und so konstant, dass ich ihnen mittlerweile den Durchmarsch zutraue. Wenn aber der Start verkorkst wird, reicht es nur für den ungeliebten vierten Platz.

Die weiteren Jahresrückblicke

Thomas Enn: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860 München

0
TSV 1860 FC Memmingen U19 Aufstieg
Die Freude war groß, als der Aufstieg eingetütet war

Ich blicke auf ein durchwachsenes Jahr 2022 mit dem TSV 1860 München zurück. So wirklich überzeugen konnte mich die Profi-Mannschaft nur zu Beginn der aktuellen Saison. Mehr Freude machten mir andere andere Sportler aus unserem Verein.

Was war dein Highlight des Jahres 2022 rund um den TSV 1860 München?

Irgendwie gab es für mich nicht DAS Highlight des Jahres. Die Rückrunde 21/22 verlief viel zu holprig. Nur Dank der Pleite von Türkgücü kamen wir jeden zweiten Spieltag irgendwie in Schlagdistanz der Aufstiegsplätze und waren am nächsten Spieltag wieder weg. Am Ende ist es ja mit Platz 4 und der Qualifikation für den DFB-Pokal gerade nochmal so gut gegangen. Insofern war unsere Feier nach dem 6:3 gegen Dortmund im Schinkenpeter vielleicht mein Highlight, weil es einfach schön war in exqusiter Runde auf die Löwen und das erreichte Minimalziel anstoßen zu können. Die Hinrunde 21/22 fing toll an, aber ab Oktober ist uns ja bekanntlich auch die Luft ausgegangen…

Abseits der Profis hat mich im Jahr 2022 beim TSV 1860 der Aufstieg der U19 sehr gefreut und der Besuch beim Bundesliga-Boxen hat auch einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Ich würde mich sehr freuen, wenn es eine Möglichkeit gäbe, bald wieder eine Bundesliga-Riege mit dem Löwen auf der Brust ins Rennen zu schicken.

Außerdem hat mich sehr gefreut, dass meine Schulfreundin Sarah mit ihrem Sohn zu einem Spiel mitgekommen ist. Der (nicht mehr ganz so) Kleine war von Beginn an mit vollem Herzblut bei der Sache und wird hoffentlich auch in Zukunft mal wieder ins Stadion kommen. Es ist immer schön, Fannachwuchs hinzukommen zu sehen. Das finde ich eigentlich noch schöner als zum Beispiel das 4:1 gegen Duisburg.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Die erste Hälfte beim 4:1 gegen Duisburg war spielerisch aus meiner Sicht die beste Leistung seit langem und bleibt in diesem Kalenderjahr unerreicht. Wahnsinn, wie wir die hergespielt haben! Und Wahnsinn, wie das verloren gegangen ist…

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Da tue ich mir schwer. So richtig konstant mit Top-Leistungen sehe ich eigentlich nur Marco Hiller und mit Abstrichen Yannick Deichmann. Marcel Bär hatte eine tolle Rückrunde und wurde Torschützenkönig. In der Hinrunde der aktuellen Saison hat sich aus meiner Sicht niemand aufgedrängt. Auch nicht Verlaat, der aus meiner Sicht noch ziemlich an seinem Stellungsspiel arbeiten muss. Sehr positiv fand ich Fynn Lakenmacher und Meris Skenderovic, die den Ausfall von Bär lange wesentlich besser als gedacht kompensiert haben.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Das Tor von Fynn Lakenmacher zum 2:0 gegen Meppen von seiner Schönheit her. Sensationell, wie er da den Ball annimmt, sich um den Gegner dreht und ihn dann brachial in die Maschen drischt.

Vom Jubel her das 1:0 von Skenderovic in Verl/Paderborn. Infernalischer Torjubel über einen Siegtreffer in der Nachspielzeit. Besser geht’s nicht!

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Das andauernde Gepoker von Michael Köllner, die Konfiszierung der Ismaik-kritischen Utensilien am Eingang beim Spiel gegen Meppen samt der ganz schwachen fadenscheinigen Ausrede im Nachgang und das Rumgeeiere aller Beteiligten beim Thema Stadion. In absteigender Reihenfolge.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2023 ändern?

Man sollte endlich mal anfangen, nur Geld auszugeben, was man auch in der Kasse hat. Mit allen Konsequenzen. Sonst wird man nie auf einen grünen Zweig kommen und auf alle Zeit ein finanzielles Fass ohne Boden bleiben. Außerdem wäre es sehr wünschenswert, endlich beim Thema Stadion weiterzukommen.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2023: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Ich glaube, es geht aufwärts und Elversberg wird noch einbrechen. Trotzdem wird es für die Löwen am Ende nur für Rang 5 langen. Ich glaube, Michael Köllners Mannschaft wird am Ende wieder die Puste ausgehen. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen! Passiert selten genug beim TSV 1860 München.

Die weiteren Jahresrückblicke

sechzger.de schaltet auf Weihnachtsbetrieb um

1
Symbolbild Weihnachten TSV 1860 München Christbaumkugel Schnee Trainingsgelände

Heute ist Heiligabend und in den nächsten Tagen werden die meisten Löwenfans einfach die Ruhe unterm Christbaum mit ihren Liebsten genießen wollen. So auch die sechzger.de Redakteure, deswegen schalten wir bis 02.01.2023 auf Weihnachtsbetrieb um.

Stade Zeit auch bei sechzger.de

Wir werden in den nächsten Tagen auch etwas kürzer treten, um möglichst viel Zeit mit unseren Familien verbringen zu können. Oder in den Skiurlaub zu fahren. Da wir nicht davon ausgehen, dass es zwischen den Jahren dramatische Neuigkeiten beim TSV 1860 München geben wird, werden wir die Berichterstattung etwas einschränken.

Sechzig um sieben fällt ein paar Tage aus

Die “Tageszusammenfassung” der Meldungen rund um die Löwen, den e.V. und die dritte Liga wird bis zum 02.01.2023 pausieren. Am nächsten Tag brechen die Löwen ins Trainingslager nach Belek auf und wir gehen davon aus, dass es nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern auch nachrichtentechnisch wieder zur Sache gehen wird. Und ab da sind wir natürlich für Euch wieder voll am Ball.

Sechzger.de Weihnachtsbetrieb wird trotzdem alle wichtigen News melden

Bis dahin checken wir natürlich alle Nachrichten rund um unseren Verein und werden Euch alles Wichtige als Einzelmeldung verkünden. Das heißt, Ihr verpasst bei uns keinen Transfer, kein Transfergerücht und auch sonst nichts. Außerdem bringen wir für Euch die persönlichen Jahresrückblicke der sechzger.de Redakteure und vielleicht den ein oder anderen Bericht vom Groundhopping in fernen Ländern.

Frohes Fest und guten Rutsch

Damit wünschen wir Euch ein frohes Fest und einen guten Rutsch. Wir sind sehr gespannt, wie es 2023 bei unserem geliebten TSV 1860 weiter gehen wird. Natrlich freuen wir uns schon drauf, Euch wieder Alles zu berichten. Wir hoffen, dass Ihr uns auch im neuen Jahr gewogen bleibt und sich eine arme Sau unter unseren Redakteuren an einem Montag im Mai schwer verkatert ein Sechzig um sieben mit Inhalten der Aufstiegsfeier aus Giesing aus den Fingern saugen muss.

Giesinger Gedanken: Frohe Weihnachten, liebe Löwen!

6
Pyro der 1860-Fans in Münster

Heute ist Heiligabend und ich möchte allen Löwen frohe Weihnachten wünschen. Ich bin weder besonders religiös noch ein besonders ausgeprägter Familienmensch, aber Heiligabend ist trotzdem etwas Besonderes. Ein Abend, den man mit seinen Liebsten und den wichtigsten Menschen in seinem Leben verbringen will.

Der Wichtigste fehlt an Heiligabend

Mir ist leider dieses Jahr nicht vergönnt, Heiligabend mit dem wichtigsten Menschen in meinem Leben zu verbringen: meinem Sohn. Er ist dieses Jahr bei seiner Mutter und wird hoffentlich einen schönen Abend haben. Ich werde zu meinen Eltern gehen und versuchen Ihnen einen schönen Abend mit ihrem Sohn zu bieten. Ich weiß schließlich, wie es sich anfühlt, Weihnachten ohne seinen Sohn verbringen. Ich hoffe, dass sie sich darüber freuen und es einigermaßen lustig wird. Ich freue mich aber schon wahnsinnig auf morgen Abend, denn da ist er bei mir. Und er wird dank eines 1860-Allesfahrers ein unglaublich geiles Weihnachtsgeschenk bekommen. Diese wunderbare Geste macht mich so wahnsinnig glücklich und spiegelt geradezu kitschig den Zusammenhalt in der Löwenfamilie und den Geist von Weihnachten wider. 1860 Dank an dieser Stelle!

Einfach mal einen Abend nicht streiten

Leider sind solche Gesten so unglaublich selten geworden und ich frage mich stattdessen, warum es eigentlich nicht möglich ist, dass man auch als getrennte Familie wenigstens den Weihnachtsabend gemeinsam verbringen kann. Und all die Konflikte einfach mal für ein paar Stunden ruhen lassen kann. Seit nun fast drei Jahren befinden wir uns durch die Pandemie und einen vom Zaun gebrochenen Krieg in einem ständigen Ausnahmezustand, der mich – und Euch wahrscheinlich auch – wahnsinnig viel Energie gekostet hat und immer noch kostet. Da muss die ganze Streiterei mit Menschen, die man eigentlich mag und mit denen man auf einer Seite steht, nicht auch noch sein.

An der Löwenfamilie scheitert sogar der heilige Geist

Das gilt sowohl für meine gescheiterte Familie als auch für die Löwenfamilie. Die befindet sich ja fast seit Christi Geburt im Streit mit sich selbst. Ich weiß, es gibt viel, was uns trennt innerhalb der Löwenfamilie. Wir streiten uns über die Rolle, die “Investoren” in Vereinen inne haben sollten, über 50+1, über Sinn und Unsinn eines Konsolidierungskurses, über das richtige Stadion für 1860, über potentielle Neuzugänge und manchmal darüber, ob Lex besser geschossen oder abgespielt hätte. Letztes Beispiel: die Besucherzahl des Adventssingens im Sechzgerstadion. Wie man sich da so leidenschaftlich über die Zahl der Anwesenden streiten kann, hat mich wirklich traurig gemacht.

Am Ende wollen wir alle das Beste für den TSV 1860 München. Trotzdem wird es wahrscheinlich nicht mal der Heilige Geist schaffen, alle Löwen gemeinsam an einem Seil in eine Richtung ziehen zu lassen. Und der hat immerhin die unbefleckte Empfängnis zu Stande bekommen…

Frohe Weihnachten mit den Ramones

Aber wisst Ihr was? Heute Abend habe ich einfach keinen Bock zu streiten! Um es mit den Göttern des Punkrock und dem unbestritten besten Weihnachtslied aller Zeiten zu sagen: Merry Christmas, I don’t want to fight tonight.

Ich hoffe, dass bei Euren Bescherungen heute Abend keine roten Schals verschenkt werden. Und wenn doch: bitte so reagieren wie im Video!

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, liebe Löwen!

 

Noch einmal knapp 10.000 Euro Strafe wegen Pyrotechnik für 1860

34
SC Freiburg II TSV 1860 München 16 Spieltag 2022 23 (7)

Der DFB hat die dritte Geldstrafe in einer Woche für den TSV 1860 München wegen dem Einsatz von Pyrotechnik verhängt. Dieses Mal wird das Auswärtsspiel beim SC Freiburg II sanktioniert.

Rund 10.000€: TSV 1860 muss für Pyrotechnik zahlen

6.300€ wurden am Mittwoch fällig, ganze 28.400€ waren es gestern für die Spiele in Elversberg und zuhause gegen Essen. Heute kamen wie bereits angekündigt weitere 9.800€ Strafe für den TSV 1860 München hinzu, Hintergrund ist der Einsatz von Pyrotechnik beim Auswärtsspiel im Dreisamstadion gegen den SC Freiburg II. Immerhin etwa 3.000€ können für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen eingesetzt werden, was bis Ende April nachgewiesen werden muss. Insgesamt belaufen sich die Strafen in der Saison 2022/23 nun auf bereits 47.300€, acht Vorfälle wurden dabei berücksichtigt.

Die Gastgeber wiederum erhielten für ihr Intro vor Anpfiff eine Geldstrafe in Höhe von 8.400€.

Ticketbörse beim TSV 1860 ab Januar

3

Karten für die Spiele von Münchens großer Liebe sind seit Langem Mangelware. Das weiß jeder. Um nun ungenutzte Jahreskarten einfach weitergeben zu können, wird pünktlich zum Rückrundenstart eine Ticketbörse für die Fans des TSV 1860 München eingerichtet.

Zweitmarkt-Plattform für Jahreskartenbesitzer

Die Geschäftsführung der KGaA möchte mehr Löwenfans den Stadionbesuch ermöglichen. Dazu wird, wie 1860 auf seiner Website bekannt gab, vor dem Start der Rückrunde ein “Offizieller Ticket-Zweitmarkt” eingerichtet. Auf dieser Plattform sollen Jahreskartenbesitzer, die aus verschiedenen Gründen mal ein Spiel von Sechzig nicht im Grünwalder Stadion anschauen können, ihre Jahreskarte zum Weiterverkauf anbieten können.

Geschäftsführung hofft, dass weniger Plätze leer bleiben

Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer hofft, dass durch die Einführung der Ticketbörse weniger Plätze im Stadion leer bleiben und mehr Personen in den Genuss von 1860-Spielen im Grünwalder Stadion kommen. Offenbar soll der Service kostenpflichtig sein, denn Pfeifer jubiliert, “dass hierbei noch zusätzliche Ertragsquellen erschlossen werden, ist genial.“ Hoffen wir dass die Bearbeitungsgebühr oder was auch immer erhoben wird, im Rahmen bleibt und die Weitergabe von Tickets nicht an zu hohen Abgaben scheitert. Denn ungenutzte Plätze im Sechzgerstadion sind tatsächlich sehr ärgerlich. Daher hoffen wir, dass die Ticketbörse ein erfolgreiches Instrument für verhinderte Jahreskartenbesitzer wird.

Start der Ticketbörse des TSV 1860 am 10. Januar

Die Ticketbörse wurde gemeinsam mit LMS Sport entwickelt, die auch den bekannten und nicht bei allen Fans beliebten Ticketshop bereitstellen. Die Ticketbörse wird unter der Internetadresse des Ticketshops erreichbar sein. Die Tauschplattform wird am 10. Januar 2023 freigeschaltet. Wie genau sie funktionieren wird, ist noch nicht bekannt. Hierzu wird die KGaA im Vorfeld des Starts noch genauere Informationen veröffentlichen und einen FAQ-Katalog bereit stellen. Lassen wir uns überrachen und hoffen, dass das Angebot gut angenommen wird. So verfallen weniger Tickets und gleichzeitig können mehr Löwenfans die Heimspiele des TSV 1860 im Grünwalder Stadion besuchen. Das Spiel gegen Zwickau wird wohl das erste sein, für das Löwenfans die Tauschbörse nutzen können.

Thomas Spiesl: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860

0

Das letzte Jahr war ein großes Auf und Ab für unsere Löwen. Auf Höhepunkte folgten Tiefpunkte, aber eines ist gewiss: Langweilig wird es mit dem TSV 1860 nie und das ist auch gut so. Wer jede Woche einen Sieg sehen will und diesen auch erwartet oder ansonsten nur rummeckert und sich nur beschwert, der soll sich bitte ins Schlauchboot am Müllberg verabschieden. Denn nur echte Fußballliebhaber sind in Giesing daheim und dort gehört neben dem Jubeln auch das Leiden dazu…
Mein Rückblick aufs Jahr 2022 mit dem TSV 1860:

Thomas Spiesl: Mein Jahr 2022 mit dem TSV 1860

Was war dein Highlight des Jahres 2022 rund um den TSV 1860 München?

Mein Highlight 2022 war das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund, da kann ich mich dem Jahresrückblick von Stefan Kranzberg nur anschließen. Schon Stunden vor dem Spiel konnte man in ganz Giesing diese besondere Stimmung förmlich spüren. Alle waren richtig erwartungsfroh und optimistisch, voller Vorfreude eben. Dass die T-Shirts am Hans-Mielich-Platz schon Stunden vor dem Fanmarsch ausverkauft und alle umliegenden Läden frühzeitig trockengelegt waren, damit kann ich leben. Beeindruckt hat mich eine alte Frau, die am Hans-Mielich-Platz aus dem Fenster ihrer Wohnung heraus mit den Fans gefeiert hat und sogar noch Bier verteilt hat. Besser kann man “Einmal Löwe – immer Löwe” für mich nicht in Bilder fassen. Der Fanmarsch: Ein Traum vom ersten bis zum letzten Meter. Das Spiel selbst war dann bekanntlich weniger erfolgreich, aber es war ein ganz besonderer Tag beim TSV 1860 und in ganz Giesing.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Mein Spiel des Jahres war das letzte Heimspiel der letzten Saison gegen Borussia Dortmund II am 14. Mai 2022. Das 6:3 zum Abschluss war nochmal ein echtes Spektakel auf Giesings Höhen, durch das wir uns zumindest den vierten Platz und damit die Pokalteilnahme sichern konnten. Mein Spiel des Jahres war die Partie aber weniger aus sportlichen Gründen, sondern weil ich am Tag zuvor meinen 40. Geburtstag gefeiert habe und zur Nachfeier am Tag darauf zwanzig Spezln nach Giesing eingeladen habe. Inklusive Schweinsbratenessen im Giesinger und natürlich dem Spiel im Grünwalder. Es war einfach ein rundum gelungener Tag, der auch sportlich erfolgreich war. Mit den Löwen ins neue Jahrzehnt quasi…

Mein Spieler des Jahres ist Fynn Lakenmacher

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Sechs Tore und drei Vorlagen in 17 Spielen sind zwar keine herausragende Bilanz, für mich ist Fynn Lakenmacher trotzdem mein Spieler des Jahres. Ja, das gebe ich offen und ehrlich zu, ich war und bin ein echter Sascha-Mölder-Fan. Und auf dessen Spuren wandelt Lakenmacher für mich. Er ist ein körperbetonter Stürmer, der sich auch für die Drecksarbeit nicht zu schade ist und der sich immer voll reinhaut. Gerne mehr davon in der Rückrunde!

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Mein Tor des Jahres war das 1:0 von Jesper Verlaat beim ersten Drittliga-Spiel der Hinrunde gegen Oldenburg am 6. August. Endlich wieder Fußball, endlich wieder Liga, endlich wieder Giesing, endlich wieder die Löwen und dann auch gleich ein Sieg und zwar einer der Moral. In diesem Spiel hat Verlaat gleich gezeigt, wie wertvoll er für unsere Sechzger ist und sein wird.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Die letzten Spiele der Vorrunde und noch vielmehr die teilweise nicht vorhandene Stimmung in den letzten Heimspielen. Ja es war Herbst oder Frühwinter, ja es waren auch unglückliche Ansetzungen am Montagabend dabei. Aber eines sollten die Fans immer: Voll hinter der Mannschaft stehen, egal ob es gerade läuft oder nicht und das darf man im Grünwalder Stadion auch erwarten. Da war in den letzten Wochen noch Luft nach oben… Auch wenn unsere Ansprüche in Sachen Stimmung natürlich höher sein mögen, als die der meisten Bundesligisten.

Geht da noch was in Sachen Aufstieg?

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2023 ändern?

Da bin ich ganz der Nostalgiker: Eigentlich gar nicht viel. Gerne ein paar mehr Siege und gerne etwas besseres Wetter bei den Heimspielen, ansonsten kann es gerne so weitergehen wie 2022. Wenn wir ehrlich sind, lieben wir alles doch genau so wie es jetzt ist (und hoffentlich auch bleibt)…

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2023: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Auf jeden Fall unter den Top drei. Für mich stand Trainer Michael Kölner nie ernsthaft in Frage und Verstärkungen sind gerne gesehen, aber keine Pflicht. Die Löwen packen das mit dem Aufstieg, gemeinsam mit einem guten Start ins Jahr 2023, möglichst vielen Punkten aus den ersten beiden Spielen (die ich aus dem Urlaub leider nur am Strand auf dem Laptop verfolgen kann) und dann gerne wieder mit einem Spektakel gegen Dresden, bei dem ich dann endlich auch selbst wieder live dabei sein werde. Und der Höhepunkt 2023 wird die Aufstiegsfeier im Mai – soviel steht für mich schon vorab fest.

Skilöwe Linus Straßer rast in Madonna di Campiglio aufs Podium

1
Linus Straßer bei WM-Slalom in Lauerstellung

Linus Straßer ist in Madonna di Campiglio beim Nachtslalom Dritter geworden. Es siegte der Schweizer Daniel Yule vor dem Norweger Henrik Kristoffersen.

Linus Straßer auf dem Podium in Madonna di Campiglio

Als frisch gebackener Papa ist Linus Straßer in Madonna di Campiglio auf die Strecke zurückgekehrt. Beflügelt durch die Geburt seines ersten Kindes konnte der Skilöwe einen starken dritten Platz einfahren. Wie Straßer sich dem BR gegenüber äußerte, war er nicht mit großer Erwartungshaltung ins Rennen gegangen: “Mir hat vor dem Rennen etwas der Speed gefehlt.”

Gute Ausgangslage nach dem ersten Durchgang

Bereits im ersten Durchgang lag der 30-Jährige auf dem 3. Rang. Mit einer halben Sekunde Rückstand auf den norwegischen Jungstar Lucas Braathen lag Straßer in einer guten Ausgangsposition. Wenn er den oberen Streckenteil etwas zügiger absolviert hätte, wäre ein geringerer Abstand auf Braathen durchaus möglich gewesen.

Starke Leistung im unteren Teil sichert Straßer Rang 3

Im zweiten Durchgang verlor er im oberen Streckenteil erneut Zeit auf den zu diesem Zeitpunkt führenden Yule. Im unteren Teil konnte er erneut aufholen und lag bei Zieldurchfahrt mit nur 18 Hundertsekunden Rückstand auf dem dritten Rang.

Oben standen nur noch Loic Meillard (Schweiz) und Brathen. Meillard schied aus und Brathen legte eine suboptimale Fahrt in den italienischen Schnee. Damit blieb Straßer auf Rang drei und stand bei der Siegerehrung in Madonna auf dem Stockerl. Daniel Yule siegte mit 0,08 Sekunden vor dem Norweger Kristoffersen.

Zwei weitere Deutsche in den Top 30

Für den deutschen Skiverband gab es weiteren Grund zum Jubeln. Zwei weitere deutsche Starteter konnten sich für den zweiten Lauf qualifizieren und diesen auch beenden. Am Ende wurde Sebastian Holzmann 20. (+ 1,95 Sekunden) und Anton Tremmel belegte Rang 23 (+ 2,23 Sekunden).

Straßer freut sich auf ruhige Tage

Der bekennende Löwenfan zeigte sich nach dem Rennen im Interview mit dem BR sehr zufrieden. Nach der Geburt seiner Tochter zu Beginn dieser Woche freute sich Straßer auf ein paar ruhige Tage mit seiner Frau und dem Baby. Sechzger.de gratuliert herzlich zum dritten Platz und wünscht ebenfalls ein paar ruhige Tage. Die Väter in der Redaktion drücken ganz besonders die Daumen, dass sich das Töchterlein an Papas Wunsch hält…

Weiter geht’s im Weltcup bereits am 28.12. mit der Abfahrt in Bormio. Am 04.01. steht für Linus dann das Heimrennen in Garmisch an.