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SV Waldhof -TSV 1860: die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel SV Waldhof Mannheim – TSV 1860 München. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften gab es eine Lehrstunde für unsere Löwen. Die Kurpfälzer siegten mit 3:1 an der Grünwalder Straße in Giesing. Was gilt es zu beachten, dass sich das nicht wiederholt?

Patrick Glöckner, Trainer des SV Waldhof, lässt seine Mannschaft immer mit einer Viererkette in der Abwehr agieren. In den letzten acht Spielen dominiert bei Mannheim – nicht zuletzt wegen Winterneuzugang Pascal Sohm – das 4-4-2 mit Doppelsechs. Auf die gesamte Saison hin gesehen ist das ligaweit beliebteste System 4-2-3-1 bisher das, was am häufigsten zum Einsatz kam. Welche Systematik wird der Waldhof-Trainer gegen den TSV 1860 am Sonntag wählen?

Die Systemfrage SV Waldhof – TSV 1860

Gegen die spielstarken Braunschweiger wurde im 4-4-2 mit Doppelsechs klar und verdient mit 0:3 zuhause verloren. Auch die anderen Spiele, in denen Glöckner das 4-4-2 verwendete, hatten knappe Ergebnisse. Gewonnen wurde in diesem System nur gegen Vereine aus der unteren Tabellenhälfte. Diese Siege waren jedoch eher knapp als deutlich.

Das 4-4-2 ist aber grundsätzlich nicht unwahrscheinlich. Pascal Sohm wurde ja im Winter nicht aus Dresden geholt, um die Bank warmzuhalten. Dass Martinovic nicht von Anfang an spielt, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Es sind beide Varianten für die Startformation denkbar. Hinsichtlich der Pleite gegen Braunschweig und der Tatsache, dass es im 4-2-3-1 mit der Punktausbeute im Schnitt besser lief, favorisiere ich zwar eher dieses System zu Beginn als das 4-4-2 Doppelsechs. Zur Sicherheit behandle ich heute aber beide Systeme.

Gegen den SC Verl saß Sohm zu Beginn der Partie auf der Bank. Nach seiner Einwechslung konnte der Waldhof – dann im 4-4-2 spielend – die Partie drehen und gewinnen.

Bevor wir uns anschauen, wie Mannheim sein Spiel anlegt, zunächst der übliche Blick auf die wichtigsten statistischen Werte der Quadratestädter.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: 51%
  • Passgenauigkeit: 78,4%
  • Defensive Zweikampfquote: 65,3% (Ligabestwert)
  • Flankengenauigkeit: 29,7% (Platz 19)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 7,6 (Platz 3)

Wie spielt der SV Waldhof?

4-2-3-1

Bei Ballbesitz verschiebt sich das 4-2-3-1 zunächst auf ein 3-5-2, das im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor so offensiv werden kann, dass bis zu fünf Offensivspieler leicht vertikal versetzt auf einer breiten Linie vor dem gegnerischen Strafraum auftauchen.

Aber der Reihe nach: Im Positionsspiel hat der SV Waldhof in den letzten Spielen zwei Varianten beim Aufbau gezeigt. Eine davon ist die sogenannte dynamische Dreierkette.

Dynamische Dreierkette

Bei dieser kippt der tiefe Sechser zwischen die beiden Innenverteidiger ab, während die beiden Außenverteidiger ins Mittelfeld vorschieben. Der offensivere der beiden Sechser übernimmt dann die zentrale Position im Mittelfeld, die Mittelfeldaußenspieler rücken auf die offensiven Halbpositionen und der zentrale offensive Mittelfeldspieler (im 4-2-3-1) rückt als hängende Spitze bzw. Schattenstürmer auf die Position zurück zwischen Mittelfeld und Sturm. Im weiteren Verlauf eines Positionsangriffs versuchen die Mannheimer dann meist ein 3-4-3 herzustellen. Dabei wird im Flügelspiel die Außenbahn im Sturm durch den Mittelfeldaußenspieler auf der ballnahen Seite besetzt. Der offensive Mittelfeldspieler geht in der Zentrale auf die ballferne Seite.

Erfolgt der Angriff im Positionsspiel durchs Zentrum, ergibt sich mit den vorschiebenden Außenverteidigern eine enge Raute im Mittelfeld. Beide Mittelfeldaußen rücken auf die Halbpositionen in der vordersten Linie auf.

Gependelter Außenverteidiger

Die zweite und weitaus häufiger auf den Platz gebrachte Variante war allerdings die, dass nur einer der beiden Außenverteidiger ins Mittelfeld aufrückt. Dabei gibt es weit weniger vertikale bzw. diagonale Verschiebungen in den vorderen Mannschaftsteilen. Der tiefe Sechser hält seine Position vor der Abwehrkette und fungiert als zentraler Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Angriff. Sein Nebenmann geht als Box to Box Spieler zentral weit mit nach vorn. Der Mittelfeldaußenspieler auf der gependelten Seite rückt auf die Halbposition in der Offensive und der zentrale Offensivspieler im Mittelfeldspieler schiebt sich, wie in der anderen Variante auch, auf die Position hinter der Spitze. Auch dabei entsteht in letzter Konsequenz ein 3-4-3 mit Raute. Dieses ist durch die kürzeren Laufwege bei den Verschiebungen jedoch weitaus ökonomischer angelegt.

Gegen den Ball

Gegen den Ball stehen die Mannheimer sowohl im Raum, als auch im Spiel Mann gegen Mann äußerst sicher. In keiner defensiv relevanten Statistik ist Mannheim schlechter als Platz fünf im Vergleich mit den anderen Teams. Der Waldhof lässt die wenigsten gegnerischen Schüsse zu. Mannheim gewinnt die meisten direkten Zweikämpfe. Sie haben von den Topteams die meisten abgefangenen Pässe. Obendrein gewinnen die Kurpfälzer im Vergleich mit der direkten Konkurrenz – hinter Osnabrück – die meisten Kopfballduelle der Mannschaften im vorderen Drittel. Sie agieren überall auf dem Platz sehr aggressiv gegen den Ball. Wer sich im Aufbau zu viel Zeit lässt, ist die Kugel gegen den Waldhof schneller wieder los als es ihm lieb sein kann.

4-4-2 Doppelsechs

Im 4-4-2 mit Doppelsechs ändert sich bei den Mannheimern gegen den Ball im Prinzip nichts. Bei eigenem Ballbesitz sieht das allerdings etwas anders aus. Auch hier ist sowohl die dynamische Dreierkette, als auch das Spiel mit nur einem gependelten Außenverteidiger möglich und wurde auch beides schon so praktiziert. Wie beim 4-2-3-1 verschiebt sich Mannheim auch hier in letzter Konsequenz zu einem 3-4-3.

Gependelter Außenverteidiger

Da ja von Haus aus schon zwei Stürmer auf dem Platz stehen, sind die Wege zur Herstellung der Mittelfeldraute kürzer. Damit kann Mannheim bei eigenem Ballbesitz, wenn der Gegner gegen den Ball nicht schnell genug reagiert, um die Räume zu besetzen, noch schneller agieren als im 4-2-3-1. In diesem System verschieben bei gependeltem Außenverteidiger nur drei Spieler ihre Position in der Formation. Ein Außenverteidiger rückt ins Mittelfeld auf, der Box to Box Spieler schiebt ins offensive Mittelfeld vor und einer der Mittelfeldaußenspieler besetzt entweder den Flügel oder die Halbposition im Sturm.

Dynamische Dreierkette

Wird die dynamische Dreierkette gespielt, schieben die Außenverteidiger ins Mittelfeld vor, während der tiefe Sechser in die Kette abkippt. Der zweite Sechser bleibt zentral vor der Abwehrkette. Es rückt einer der Mittelfeldaußenspieler auf die zentrale Position hinter den Spitzen, während der andere den Flügel oder die Halbposition im Sturm besetzt.

Im Gegensatz zum 4-4-2 mit gependeltem Außenverteidiger ist diese Variante vor allem bei den Verschiebungen zurück gegen den Ball fehleranfällig.

Stärken und Schwächen der Systeme

Die Stärken des 4-2-3-1

Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert.

Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel, als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen des 4-2-3-1

Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren, da die Wege um einen Spieler zu doppeln relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft.

Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorn ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich durch dessen Fehlen für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken, zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Die Stärken des 4-4-2 Doppelsechs

Es wird zunächst eine starke, doppelte Abwehrkette aufgebaut. Dadurch wird es möglich, den Gegner auf den Flügeln zu doppeln und trotzdem im Zentrum kompakt zu stehen. So zwingt man den Gegner oft Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Passwege können aufgrund der guten Staffelung in Tiefe und Breite leicht zugestellt werden.

In der Offensive liegen die Stärken klar auf den Außenpositionen. Sowohl die Außenverteidiger, als auch die Mittelfeldaußenspieler können für großen Druck auf den Flügeln sorgen.

Von den beiden defensiven Mittelfeldspielern im Zentrum, übernimmt einer den offensiven Part (Box to Box Spieler) und der andere bleibt auf seiner absichernden Position. So kann man die Lücke im Zentrum zu den Stürmern schließen.

Wenn das Zusammenspiel der Mannschaftsteile gegen den Ball so funktioniert, wie es in diesem System gewollt ist, zwingt man den Gegner oft auf die Flügel, sodass dieser mit Flankenläufen und hohen Bällen agieren muss, um den Ball ins Zentrum vors Tor zu bringen.

Die Schwächen des 4-4-2 Doppelsechs

Die große Schwäche in diesem System ist normalerweise die Lücke zwischen Mittelfeld und Sturm. Sowohl bei eigenem Ballbesitz – aber auch nach einem Ballverlust – ist es wichtig, diesen Raum schnell zu schließen.

Es fehlt ein Kreativspieler im Zentrum; deshalb ist das zentrale offensive Mittelfeld ein Schwachpunkt. Offensive Kreativität entwickelt sich im 4-4-2 mit Doppelsechs vornehmlich auf den Außenpositionen.

Durch das fehlen des “Zehners” wird dem Box to Box Spieler eine hohe Laufleistung abverlangt, damit sowohl offensiv als auch defensiv die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen schnell geschlossen werden.

Die Schlüsselspieler

Defensive

Keeper Timo Königsmann (#1) hat letztes Jahr den Platz im Tor vom vorherigen Stammtorwart Behrens übernommen und macht seine Sache ganz okay. Sechsmal konnte er bisher die Null halten. Seine Schwächen fallen dank der Topdefensive kaum auf.

Marcel Seegert (#5), Innenverteidiger, Abwehrchef und Kapitän der Waldhöfer. Zweikampfstark, kopfballstark und mit ein gutem Stellungsspiel, dominiert er in der Defensive. Auch sein Kollege in der Innenverteidigung, Jesper Verlaat (#4), ist definitiv ein Schlüsselspieler. Statistisch hat er ähnlich gute Werte in den für diese Position wichtigen Kategorien.

Mittelfeld

Auf der rechten Seite offensiv spielt der robuste und technisch starke Joseph Boyamba (#9). Zusammen mit dem offensiven Rechtsverteidiger Marcel Costly (#17) wirbelt er die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander. Wenn Boyamba nach innen zieht und Costly ihn hinterläuft, muss normalerweise einer der gegnerischen Verteidiger seine Position verlassen. Klappen dann die defensiven Verschiebungen beim Gegner nicht, öffnen sich auf der rechten Offensivseite für Mannheim Räume, die die Barackler zu nutzen wissen.

Marco Höger (#37) zieht die Fäden im defensiven Mittelfeld. Über den ehemaligen Bundesligaprofi, der vom 1. FC Köln in die Quadratestadt wechselte, muss man nicht viele Worte verlieren. 159 Bundesliga- und 69 Zweitligaeinsätze hat er auf dem Kerbholz. Zusammen mit dem defensiv noch etwas stärkeren Hamza Saghiri (#35) hält er den Laden vor der Viererkette dicht. Im Aufbauspiel ist Höger der Mittelfeldspieler, der die häufigsten Ballkontakte hat.

Marc Schnatterer (#13), Sommerneuzugang vom Zweitligisten Heidenheim, sorgt auf der linken Seite für noch mehr Gefahr als Boyamba auf der rechten. Er bringt reichlich Erfahrung aus 224 Spielen in der zweiten Liga mit. 48 Tore und 65 Vorlagen kann der “Oldie” im linken Mittelfeld in Liga 2 aufweisen. Mit 14 Scorerpunkten ist er auch diese Saison auf einem guten Weg.

Sturm

Dominik Martinovic (#11) hat bereits 17 Scorerpunkte in dieser Saison. Er ist ein kompletter Stürmer, der auch ein Auge für den Nebenmann hat. Elf Tore und sechs Vorlagen hat der gefährliche Stürmer bis jetzt auf der Habenseite. Aber auch Pascal Sohm (#10) hat seit seinem Wechsel aus Dresden mit fünf Treffern in zehn Spielen eine gute Quote vorzuweisen.

Fazit

Egal ob Waldhof Mannheim gegen den TSV 1860 im 4-4-2 oder im 4-2-3-1 spielt, eine Prognose für dieses Spiel abzugeben, ist sehr schwer. Mannheim hat eine gut gewachsene Mannschaft, die Jahr für Jahr punktuell verstärkt wurde. In der Hinrunde gab es eine hochverdiente, derbe Klatsche für die Löwen. In einem der schlechtesten Saisonspiele verlor der TSV 1860 gegen den SV Waldhof bei widrigen Wetterverhältnissen mit 1:3.

Es gilt diese Scharte auszuwetzen. Wenn die Mannschaft des TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim eine ähnlich gute Leistung wie in den letzten Spielen zeigt, ist das durchaus im Bereich des Möglichen. Wie schon des Öfteren angemerkt, kann in dieser Liga jeder jeden an einem guten Tag besiegen.

Obwohl die Mannheimer Defensive die wenigsten Torschüsse der Liga zulässt, ist es für die Löwen zunächst wichtig, das Augenmerk darauf zu legen, gegen den Ball sicher zu stehen. Konzentration und Aggressivität gegen den Ball ist das A und O. Wenn dann bei eigenem Ballbesitz genau und schnell gespielt wird und die Mannschaft von Michel Köllner offensiv so kreativ werden kann, wie sie es in den letzten Spielen gezeigt hat, ist für den TSV 1860 im Carl-Benz-Stadion zu Mannheim alles drin.

Ich bin vorsichtig optimistisch: Ein Punkt sollte auf jeden Fall machbar sein. Ein Sieg wäre zwar keine Sensation, aber dennoch darf man in einem Auswärtsspiel gegen einen punktgleichen Tabellennachbarn nicht automatisch von einem Dreier ausgehen.

Es ist für mich im Vorfeld die bisher spannendste Partie der Rückrunde. Natürlich hoffe ich – wie alle anderen Fans des TSV 1860 – gegen Mannheim auf einen Sieg. Die Mannschaft wird mit Sicherheit alles dafür geben, diesen auch einzufahren.

Entscheidend ist, dass Einstellung, Kampfeswille, Laufbereitschaft und Konzentration stimmen. Dann kann ich mit jedem Ergebnis leben. Ein Spiel ähnlich dem in der Hinrunde werden wir bestimmt nicht mehr zu sehen bekommen.

So könnte der SV Waldhof gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout

TSV 1860 München wieder im TV zu sehen

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Titelbild Tsv 1860 Live Im Free Tv 1200x628 Löwen MagentaSport BR SWR
sechzger.de berichtet über die Free-TV Spiele (Fernsehen und Online-Stream) des TSV 1860 München.

In den nächsten Wochen werden drei Spiele des TSV 1860 München wieder live im TV zu sehen sein.

Wie schon neun Mal im Laufe der Saison werden die Löwen wieder im Bayerischen Rundfunk übertragen.
Beginnen wird die blaue Serie am Samstag, den 26. März mit dem Toto Pokal Halbfinale gegen den TSV Aubstadt. Die Partie wird in der NGN Arena im Norden Unterfrankens ausgetragen. Anpfiff hier ist um 14.03 Uhr. Mit einem Sieg können die Löwen wie schon 2020 in das Finale des Totopokal einziehen. Damals gewann der TSV 1860 München im Elfmeterschießen gegen die Würzburger Kickers.

Heimspiele gegen Saarbrücken und Osnabrück.

Am 2. April gastieren die Gäste aus dem Saarland in Giesing und auch dieses Spiel wird übertragen. Auch hier ist wieder Anpfiff um 14.03 Uhr. Gute Erinnerungen an Saarbrücken werden sowieso noch einige Löwen haben, stieg man doch 2018 in der Relegation gegen die Saarbrücker in die 3.Liga auf.
In der Hinrunde spielte man im Oktober im neuen Ludwigsparkstadion 1:1. Die Löwen gingen durch Merv Biankadi in Führung, ehe die Saarbrücker spät durch einen Elfmeter den Ausgleich per Strafstoß erzielten. Aktuell belegen die Schwarz-Blauen den dritten Tabellenplatz und sind somit knapp vor den Löwen. Der Vorsprung beträgt jedoch nur 3 Punkte und die Löwen könnten durch einen Sieg gegen den Waldhof und den FCS an ihnen vorbeiziehen.

Auch das Heimspiel zwei Wochen später gegen den VfL Osnabrück wird live im Free-TV ausgestrahlt. Erneut wird um 14:03 Uhr angestoßen. Unterlag man im Hinspiel noch mit 3:1 an der Bremer Brücke, hoffen die Löwen nun auf einen Heimsieg. Das letzte Heimspiel gegen die Gäste aus Niedersachsen ging im Februar 2019 mit 1:2 verloren. Nachdem die Osnabrücker früh in Führung gingen, erzielte Sascha Mölders damals in Unterzahl den Ausgleich, nachdem Aaron Berzel vom Platz flog. Den Siegtreffer für den VfL erzielte der heutige Braunschweiger Benjamin Girth.
Die Osnabrücker sind aktuell einen Punkt hinter den Löwen, aber haben noch ein Spiel in der Hinterhand.

 

Happy Birthday, Marius Willsch! Sechzger.de gratuliert!

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Marius Willsch wird heute 31 Jahre jung!

Aus Niederbayern in die Hauptstadt

Unser heutiges Geburtstagskind sammelte seine ersten fußballerischen Erfahrungen in den Jugendmannschaften des SV Neukirchen/Inn, des SV Pocking und bei Wacker Burghausen. Mit 16 Jahren wechselte der gebürtige Passauer in das NLZ des TSV 1860 München. Am 8. August 2010 debütierte er für die Löwen-Amateure in der Regionalliga Süd gegen die Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt. Nach zwei Spielzeiten mit insgesamt 50 Pflichtspieleinsätzen wechselte er im Sommer 2012 zur SpVgg Unterhaching in die 3. Liga.

Über Saarbrücken und Schweinfurt zurück zu den Löwen

Zur Spielzeit 2014/15 verließ Marius erstmals die bayerische Heimat und schloss sich dem 1. FC Saarbrücken in der Regionalliga Südwest an. Nach dem 2015 dramatisch verpassten Aufstieg mit den Saarländern in die 3. Liga und einer weiteren Saison beim FCS zog es ihn dann nach Schweinfurt. Mit den “Schnüdeln” gewann Willsch zweimal den bayerischen Totopokal. Nach dem Aufstieg des TSV 1860 unter Daniel Bierofka in die 3. Liga kehrte er zurück zu den Löwen.

Dramatische Leidensgeschichte seit Mai 2021

Nachdem Marius in 19/20 und 20/21 mit jeweils deutlich über 30 Ligaeinsätzen zu den absoluten Dauerbrennern im Team von Michael Köllner gehörte, setzte ihn eine hartnäckige Schambeinentzündung aus dem Saisonfinale im Frühsommer 2021 zu Beginn dieser Saison zunächst außer Gefecht. Pünktlich zum Highlight-Spiel gegen seinen zweiten Lieblingsverein, den Schalke 04 im DFB-Pokal kehrte er am 26. Oktober 2021 für acht Minuten auf den Rasen des Sechzgerstadions zurück. Acht Einsätze in der Liga schlossen sich an – dann war der Unglücksrabe wieder verletzt: Eine Reizung der Patellasehne setze ihn außer Gefecht! Ausgerechnet vor der nächsten Pokalrunde gegen den KSC. Seitdem warten die Löwenfans sehnsüchtig auf ein Comeback des heutigen Geburtstagskindes. Auch wir hoffen inständig, Marius schon bald wieder im Stadion bejubeln zu dürfen!

Ois Guade und gute Besserung, Marius!

Sechzig um Sieben: Es gibt Wichtigeres als Fußball

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Es gibt Wichtigeres als Fußball

Ein berührender Beitrag von Mane Forster schildert die zwei Welten, die sich gerade in Europa abspielen und vergangenes Wochenende in Berlin aufeinandertrafen: dort, wo Geflüchtete stranden, die ihr Hab und Gut, möglicherweise sogar Angehörige verloren haben und vor einer völlig ungewissen Zukunft stehen, kommt der Fußballfan aus München am Bahnhof an und beschäftigt sich mit angesichts der sich bietenden Situation mit belanglos erscheinenden Fragen wie Spielergebnissen und Tabellenständen. Hier lest ihr den Beitrag.

Geldstrafe für Türkgücü?

Als wären die gestiegenen Strom- und Heizkosten nicht schon genug, jetzt soll Türkgücü auch noch eine Geldstrafe zu bekommen. Immerhin: dann gehen die Lichter womöglich noch früher aus und man spart sich die Heizung. Der DFB hat eine Entscheidung für heute angekündigt. Der Verein hatte nach der Entlassung von Peter Hyballa zu viel Zeit verstreichen lassen, um mit Andreas Heraf einen neuen Trainer zu präsentieren. Laut Statuten des DFB hätte Türkgücü maximal 15 Tage ohne einen Trainer mit entsprechender Lizenz trainieren dürfen, sonst drohen Sanktionen wie beispielsweise eine Geldstrafe.

Bleiben Glöckner und Schnatterer bei Mannheim?

Beim kommenden Löwen Gegner, Waldhof Mannheim (Sonntag 14 Uhr, sechzger.de-Liveticker) laufen Ende der Saison zahlreiche Verträge aus. Zwei Personalien stehen besonders im Vordergrund: Routinier Schnatterer (36) möchte erst in seinen Körper hineinhören, ob eine Verlängerung in Frage kommt. Auch Glöckner wirkt entspannt: er gehe davon aus, dass sich beide Seiten demnächst zusammensetzen und man sehen werde, wohin die Reise geht.

Vor 31 Jahren: Löwen besiegen Türkgücü

Gestern vor genau 31 Jahre gewann die Löwenauswahl um Trainer Karsten Wettberg 2:0 gegen SV Türk Gücü München mit 2:0. Beide Tore für die Löwen erzielte Bernhard Schmid. Hier könnt ihr alles zum Spiel nachlesen.

News aus der Dritten Liga

Dressel und Neudecker auf Platz 18 der wertvollsten Spieler

Dennis Dressel und Richard Neudecker sind nach den Spielerwerte-Updates von Liga-3-online auf dem geteilten 18. Rang der Dritten Liga gelandet. Die beiden kommen je auf einen Marktwert von 400.000 Euro. Alleiniger Spitzenreiter ist Baris Atik vom 1. FC Magdeburg, der auf 650.000 Euro kommt.

Yannick Deichmann über die aktuelle Situation der Löwen

In einem Interview mit Liga-3-online hat Yannick Deichmann über die aktuelle Phase der Löwen geplaudert. Angesprochen auf die Siegesserie von 4 Siegen aus 4 Spielen sagte er: Eine Siegesserie kommt nie zu einem falschen Zeitpunkt (lacht). Aber im Ernst: Wir freuen uns, dass wir unsere derzeit guten Leistungen in Punkte ummünzen können. Jeder einzelne Sieg gibt uns noch mehr Selbstvertrauen für den Schlussspurt. Das könnte am Ende ein entscheidender Faktor sein. Wichtig sei Deichmann am Ende der Saison ein Platz mit direkter DFB-Pokal-Qualifikation, sprich mindestens Platz 4 oder der Gewinn des Toto-Pokals: Wir haben in dieser Saison gezeigt, wie geil es ist, in einem Pokalwettbewerb vertreten zu sein. Diese Chance wollen wir unbedingt erneut nutzen und uns wieder für die erste Runde des DFB-Pokals zu qualifizieren. Wir wollen den Pokal gewinnen.

Freitagsspiel: Duell zwischen Würzburg und Köln

Während die Würzburger Kickers dringend Punkte im Abstiegskampf brauchen, schwebt die Viktoria aus Köln mit Rang 12 im Niemandsland der Dritten Liga (10 Punkte auf einen Abstiegs-, 15 Punkte auf Relegationsplatz 3). Die Unterfranken könnten mit einem Sieg zwischenzeitlich die Abstiegsplätze verlassen und sich vor Viktoria Berlin schieben.

 

Nach Punktabzug: morgen auch Geldstrafe für Türkgücü?

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Türkgücü München TSV 1860 Olympiastadion 20220216 (57)

Nach dem Punkteabzug für Türkgücü droht dem Verein nun auch noch eine Geldstrafe. Der DFB hat eine Entscheidung voraussichtlich für den morgigen Freitag angekündigt.

Einspruchsfrist abgelaufen

Eine große Überraschung konnten die Neuperlacher am vergangenen Wochenende durch den Heimsieg gegen Ligaprimus Magdeburg im Olympiastadion feiern. 2:1 hieß es nach Ablauf der 90 Minuten am 30.Spieltag, wodurch die Mannschaft und der Verein wohlmöglich noch einmal neue Hoffnung schöpfen könnte. Drei Punkte hat Türkgücü nun Vorsprung auf Viktoria Berlin, die nach der Niederlage gegen den TSV 1860 München den ersten Platz in der Abstiegszone belegen. Doch es dürften schon bald acht Punkte Rückstand auf den Hauptstadtclub sein. Insgesamt elf Punkte beträgt die Strafe gegen Türkgücü, die sich aus einem Verstoß gegen Auflagen sowie dem gestellten Insolvenzantrag zusammensetzen.

Zuletzt wies der DFB einen Einspruch ab, sodass die erteilte Strafe bestehen blieb. Eine Woche blieb allerdings noch Zeit für eine erneute Revision, sodass der Punktabzug in den offiziellen Tabellen noch nicht berücksichtigt ist. Doch mit dem gestrigen Mittwoch lief die Einspruchsfrist ab und Berichte zu einer möglichen Revision gab es bislang nicht. Daher ist davon auszugehen, dass der DFB das Urteil zeitnah für rechtskräftig erklärt.

Türkgücü droht Geldstrafe

Mögliche Szenarien für eine finanzielle Rettung und infolgedessen einer Fortsetzung des Spielbetriebs gibt es durchaus. Der Rückstand von acht Punkten wäre sportlich eine Mammutaufgabe, aber nach den letzten Ergebnissen erscheint dies nicht mehr im Bereich des Unmöglichen. Finanziell stellt sich das Ganze allerdings deutlich anders dar. In einem Gastbeitrag erklärte der User Kassenwart, wieso er von einer vorzeitigen Einstellung des Spielbetriebs ausgeht. Alle bislang absolvierten Partien würden annuliert werden.

Zu den elf Punkten Abzug könnte am morgigen Freitag zudem noch eine Geldstrafe für Türkgücü hinzukommen. Der Verein hatte nach der Entlassung von Peter Hyballa zu viel Zeit verstreichen lassen, um mit Andreas Heraf einen neuen Trainer zu präsentieren. Laut Statuten des DFB hätte Türkgücü maximal 15 Tage ohne einen Trainer mit entsprechender Lizenz trainieren dürfen, sonst drohen Sanktionen wie beispielsweise eine Geldstrafe. Über einen Monat zog sich die Suche hin. Eine Entscheidung in diesem Verfahren könnte es am morgigen Freitag geben. Das teilte der Verband auf Anfrage von sechzger.de mit.

Mögliche Auswirkungen auf das laufende Insolvenzverfahren können nicht ausgeschlossen werden. Möglicherweise war der Sieg am letzten Samstag gegen den Tabellenführer schon bald keine sportliche Relevanz mehr haben. Übermorgen spielt Türkgücü auswärts bei Wehen Wiesbaden. Es könnte das vorerst letzte Spiel in der 3.Liga für die Neuperlacher sein.

Heute vor 31 Jahren: TSV 1860 – SV Türk Gücü München 2:0

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Wo geht die Reise hin?

Über wohl keinen Verein der 3. Liga wird derzeit so intensiv diskutiert, wie über Türkgücü München. Wie geht es mit dem Projekt aus der Heinrich-Wielandt-Straße weiter, nachdem Ende Januar der Weg zum Insolvenzgericht unvermeidbar geworden war?

Türk Gücü 1991 – ein ganz normaler Bayernligist

Passend dazu erinnern wir uns heute an ein Spiel des TSV 1860 gegen den damaligen Bayernliga-Konkurrenten SV Türk Gücü München. Damals ein ganz normaler Verein in der Amateur-Oberliga im Freistaat – mit einer durchaus nennenswerten, begeisterungsfähigen Anhängerschar, die sich aus Münchnern mit türkischen Wurzeln zusammensetzte.

Hoffnungsträger Karsten Wettberg

Die Löwen befanden sich vor 31 Jahren in ihrer neunten Bayernligasaison am Stück, allerdings weckte damlas der seit gut einem Jahr an der Seitenlinie sprichwörtlich herumspringende Karsten Wettberg Hoffnung auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga im nahenden Sommer. Über ein Jahr war 1860 zu diesem Zeitpunkt bereits ungeschlagen.

Entspannter Sonntagnachmittag

Zum Spiel gegen Türk Gücü pilgerten an diesem Sonntagnachmittag 11.000 Zuschauer auf Giesings Höhen. Und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Der Tabellenführer bot gegen die abstiegsbedrohten Gäste eine souveräne Vorstellung und fuhr einen nie gefährdeten 2:0-Sieg ein. Bernhard Schmid hatte schon in der ersten Halbzeit mit seinen zwei Treffern die Weichen auf (damals noch) zwei Punkte für Sechzig gestellt. Alles in allem ein recht entspannter Sonntagnachmittag. Aufregender wurde es auf Giesings Höhen erst wieder elf Tage später, als am Gründonnerstag der Verfolger SpVgg Weiden im Schneegestöber vor 25.000 begeisterten Fans mit 2:0 besiegt wurde. Doppeltorschütze an diesem Abend war Horst Schmidbauer.

Türk Gücü bleibt drin, Sechzig steigt auf

Am Ende der Saison setze sich 1860 in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gegen Hessen Kassel, den 1. FC Pforzheim und Borussia Neunkirchen durch und kehrte nach neun langen Jahren zurück in den Profifußball. Der SV Türk Gücü hielt 1991 die Bayernliga und musste sich erst ein Jahr später – nach vier Jahren in der höchsten Amateurklasse – in Richtung Landesliga Süd verabschieden.

Comeback 2020

Das hier in Erinnerung gerufene Spiel zwischen den Löwen und der “türkischen Kraft” war das letzte zwischen Vereinen unter diesem Namen bis zum vorrübergehenden Comeback von Türkgücü in der Drittklassigkeit am 28. November 2020.

Die Aufstellung des TSV 1860

Karsten Wettberg schickte heute vor 31 Jahren folgende Mannschaft auf das Feld im Sechzgerstadion:

Berg – Hainer, Miller, Maurer, Hinterberger – Zeiler (65. Wolke), Störzenhofecker, Windsperger, Kneißl – Schmid (65. Rudel), Schmidbauer

Tore:
1:0 B. Schmid (14.), 2:0 B. Schmid (38.)

Löwen-Gegner: Bleiben Schnatterer und Glöckner dem Waldhof erhalten?

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Mannschaftsbus Waldhof Mannheim
Der Mannschaftsbus des SV Waldhof Mannheim am Grünwalder Stadion

Mit Kapitän Marcel Seegert und Stürmer Dominik Martinovic hat der nächste Löwen-Gegner bereits verlängert. Zahlreiche weitere Verträge aus jedoch laufen zum 30. Juni 2022 aus. So ist beispielsweise die Zukunft von Trainer Patrick Glöckner und Routinier Marc Schnatterer beim Waldhof noch offen.

3. Liga als Durchgangsliga

Sport-Geschäftsführer Tim Schork äußerte sich kürzlich gegenüber Magenta wie folgt zur Personalplanung.

“Es ist üblich, dass in der 3. Liga viele Verträge auslaufen, da es eine Durchgangsliga ist. Grundsätzlich wollen wir unsere Jungs halten. Mit den Spielern, deren Verträge auslaufen, sind wir in Gesprächen. Wir analysieren und schauen ganz genau hin, wer bis zum Ende der Saison alles geben wird. Dann werden wir die Gespräche intensivieren.”

Nichtsdestotrotz dürften die Personalien Glöckner und Schnatterer beim Waldhof einen besonderen Stellenwert haben.

Bleiben Schnatterer und Glöckner beim Waldhof?

Bei Angreifer Marc Schnatterer, der im Hinspiel für den Waldhof gegen 1860 traf, hat der Spieler wohl das letzte Wort. Der 36-Jährige möchte zunächst “in seinen Körper hineinhören”, ob er den Anforderungen des Profifußballs weiterhin gewachsen sei.

Ob Waldhof Mannheim zusammen mit Trainer Patrick Glöckner in die kommende Saison starten werde, lässt Schork zum jetzigen Zeitpunkt offen.

“Entscheidend ist, dass wir inhaltlich immer wieder daran arbeiten, weiterzukommen und dass wir die Delle, die wir momentan haben, ausmerzen und wieder in die Erfolgsspur kommen. Dann wird sich alles von alleine regeln.”

Glöckner selber zeigt sich ob der Vertragssituation noch gelassen und gehe davon aus, dass man sich “zu gegebener Zeit” zusammensetze und schaue, “ob es für beide Seiten passt oder ob es nicht mehr passt”.

Es gibt Wichtigeres als Fußball – Gedanken nach dem Spiel in Berlin

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Viktoria Berlin TSV 1860 München Hauptbahnhof Krieg Ukraine Wichtigeres als Fußball

Auch einige Tage nach dem Spiel unserer Löwen bei Viktoria Berlin beschäftigen mich weniger die gewonnenen drei Punkte, die beiden Treffer durch Tallig und Bär oder der Anblick der ca. 2.000 mitgereisten Löwenfans. Was sich bei mir eingebrannt hat, sind die Eindrücke vom Berliner Hauptbahnhof. Es gibt Wichtigeres als Fußball…

Aufruf der Hauptstadtlöwen

Ja, auch ich habe den Aufruf der Hauptstadtlöwen bei der Hinfahrt nach Berlin gelesen, bitte nicht am Hbf auszusteigen, da dort „zwei Welten“ aufeinanderprallen. Auf der einen Seite die Flüchtlinge aus der Ukraine und auf der anderen Seite singende und fahnenschwenkende Löwenfans.  Ein Aufruf, der für mich absolut nachvollziehbar war, den ich aber aufgrund des Laufweges meines Zuges (kein Halt am Südkreuz oder in Gesundbrunnen) nicht beherzigen konnte.

Kurz vor dem Aussteigen also noch schnell den Schal unter die Jacke, um in ziviler Kleidung in der Menschenmenge unterzutauchen. Die Löwenfans, die ebenfalls über den Berliner Hauptbahnhof mussten, verhielten sich größtenteils ebenfalls äußerst unauffällig. Was ich dann zu sehen bekam, ließ mir zeitweise die Stimme versagen und die Tränen in die Augen schießen. Direkt nach der ersten Rolltreppe vom Untergeschoss kommend, stand man zwischen unzähligen – durch gelbe Westen gekennzeichnete – freiwilligen Helfern und eben den vielen geflüchteten Menschen aus der Ukraine.

Kein Kinderlachen, viel Stille

Zwischen den handgemalten kyrillischen Hinweisen standen und saßen da Frauen, junge Mütter, vereinzelte Senioren und viele, viele Kinder im Vorschulalter. Trotz der großen Menschenmasse war es verhältnismäßig still. Es fehlte das Lachen der Kinder, das Umherlaufen, das Schreien. Stattdessen blickte ich nur in apathische, müde und traurige Kindergesichter. Zwar versuchten die freiwilligen Helfer in zwei zu Kinderbereichen umgestalteten Wartehäuschen für etwas Ablenkung zu sorgen; aufgrund der Umstände aber ein fast aussichtsloses Unterfangen.

Ständig präsent ist mir auch immer noch das alte ukrainische Ehepaar – beide ca. um die 70 bis 80 Jahre alt – die ebenfalls mit völlig leerem Blick auf ihren wenigen Habseligkeiten saßen, die sie auf ihrer Flucht retten konnten. Auf einmal war der Krieg in der Ukraine für mich nicht mehr “nur” ein Fernsehereignis, sondern hautnah erlebte, traurige und brutale Realität. Diesen Menschen am Berliner Hauptbahnhof wurde eben ihre angestammte Heimat unter dem Arsch weggerissen, ihr Leben von einem Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt, Angehörige mussten zurückgelassen werden usw.

#stopwar - die Anzeigetafel in Berlin
#stopwar – die Anzeigetafel in Berlin

Schlechtes Gewissen?

Das alles, weil die russische Regierung um Putin und Lawrow sowjetische Großmachtträume aus der Schublade holt, das Rad der Zeit zurückdrehen will und dabei buchstäblich über Leichen geht.

Und ich? Ich fahre zu einem Fußballspiel mehrere hundert Kilometer durch die Republik. Dabei beschlich mich schon ein schlechtes Gewissen. Andererseits war mir auch klar, dass ein Verzicht auf die Reise zu diesem Spiel die Kriegstreiber im Kreml vermutlich wenig beeindruckt hätte.

Wo beginnt richtig oder falsch?

Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark habe ich mich mit den anderen Löwenfans natürlich euphorisch über die beiden Treffer gefreut und das eben Erlebte völlig ausgeblendet. Wo beginnt hier der moralische Kompass, wo beginnt richtig oder falsch?  Ich habe keine Antwort.

Nach dem Spiel ging es dann wieder – diesmal in den ukrainischen Landesfarben angestrahlten – Berliner Hauptbahnhof, um den Nachtzug Richtung Süden zu erreichen. Im Zug dann sogar eine ukrainische Durchsage und viele ukrainische Mütter mit ihren völlig übermüdeten kleinen Kindern, die z.B. nach Leipzig, Nürnberg und München unterwegs waren.

Es gibt Wichtigeres als Fußball…

Besonders in Erinnerung ist mir die junge Mutter geblieben, die ihre kleine Tochter mit einer Engelsgeduld mitten in der Nacht mehrfach durch den gut besetzten Zug zur Toilette brachte, obwohl sie selbst vor Müdigkeit kaum noch aus den Augen sehen konnte.

Diese Auswärtsfahrt hat mich mit vielen emotionalen Eindrücken zurückgelassen, die ich immer noch nicht vollständig verarbeitet habe. Das einzige Fazit, dessen ich mir sicher bin: Es gibt Wichtigeres als Fußball…

Sechzig um sieben: Marco Hiller bleibt

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Wir befinden uns in der entscheidenden Phase der aktuellen Saison, aber das Management des TSV 1860 München steckt offenbar schon mitten in den Planungen für die kommende Spielzeit. Die ersten Veränderungen im Kader wurden gestern kommuniziert: Marco Hiller bleibt, dafür wird Stephan Salger Giesing nach Saisonende verlassen.

Marco Hiller bleibt

Seit Monaten war bekannt, dass Marco Hiller gerne seinen Vertrag bei den Löwen verlängern würde und die Löwen hatten auch signalisiert, dass sie mit dem Eigengewächs weiterarbeiten wollen. Gestern nun wurde Vollzug gemeldet: Per Pressemitteilung gaben die Löwen die Verlängerung bekannt. Über die Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Marco hat sich zu einer absoluten Integrationsfigur im Verein entwickelt und ist nun Gesicht einer Kampagne gegen Rassismus. Weiter so, Marco!

Stephan Salger geht

Nach 2 Jahren in Giesing wird Stephan Salger die Löwen verlassen und sich der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln anschließen. Der erfahrene Vertediger kam aus Bielefeld und war insbesondere vergangene Saison eine nicht wegzudenkende Stütze in der Abwehr. Diese Saison ist er nach Meinung vieler nicht ganz so konstant. Trotzdem wird der Abgang der Führungsspielers schmerzen. Vielleicht verabschiedet sich Salger ja wie in Bielefeld mit einem Aufstieg. sechzger.de hätte nichts dagegen!

Stadionbesuchsregeln bis Anfang April

Nachdem ja am 20.03. die gesetzliche Grundlage der aktuellen Corona-Regeln wegfällt, gilt in Bayern nun bis Anfang April Folgendes:

  • keine Kapazitätsbeschränkung mehr: also bis zu 15.000 Zuschauer gegen Saarbrücken erlaubt
  • Alkoholausschank erlaubt: also “auf die Löwen” auch wieder im Stadion
  • 2G-Regelung gilt weiter: also weiter masked Singers
  • Weitere Details (z.B. ob die Plastik-Jahreskarten wieder gelten) wird der Verein rechzeitig bekant geben

Ein Ausblick auf’s Wochenende

Es ist zwar erst Donnerstag, aber wir blicken schon mal auf’s kommende Wochenende. Die Aufstiegsrunde der U19 von Trainer Jonas Schittenhelm beginnt. Die Junglöwen kämpfen am Sonntag um 13:00h bei Schweinfurt 05 um die ersten Punkte für die Juniorenbundesliga. Die Futsaller bestreiten am Samstag um 18:60h das Rückspiel um die bayerische Meisterschaft gegen Ingolstadt. Die Buam freuen sich auf zahlreichen Support in der Sporthalle des Gymnasiums München Nord, Knorrstr. 173. Der Eintritt beträgt 2 Euro, es gilt die 2G-Regel. Den Überlick über alle Spiele findet Ihr hier.

News aus der dritten Liga

Nacholspiel Viktoria Berlin – FSV Zwickau 0:0

Zwei Teams, die nicht gerade in Topform sind, standen sich gestern Abend in Berlin gegenüber. Die dieses Jahr noch sieglose Berliner Viktoria und der FSV Zwickau, der die letzten vier Spiele in Folge verloren hatte. Wenig überraschend sahen die Zuschauer fußballerische Magerkost und Abstiegskampf in Reinkultur. Göbel scheiterte für die Schwäne zwei Mal Mal am Pfosten. In der Nachspielzeit überwand der Berliner Küc Brinkies im Zwickauer Tor, aber Butzen konnte noch auf der Linie klären. Das 0:0 hat für die Löwen keine Auswirkungen in der Tabelle.

Szenarien zur Insolvenz von Türkgücü

Die Spekulationen um die (Nicht-)Saisonfortführung von Türkgücü schießen ins Kraut. Zuletzt wurde sogar kolportiert, dass Saarbrückens Präsident Ossmann mit 500.000 Euro bei den Neuperlachern einsteigen könnte, um den Spielbetrieb zu sichern und so einen 6-Punkte-Abzug für den FCS zu verhindern. Da fehlen einem die Worte… Etwas sachlicher stellt Euch unser Gast-Autor Kassenwart die möglichen Szenarien rund um die Insolvenz der Neuperlacher vor. Wer fundiert mitdiskutieren will, sollte das aufmerksam lesen!

Elf Drittligisten beantragen Lizenz für die zweite Liga

Wie liga3-online.de berichtet, haben elf Drittlisigisten die Lizenz für die 2. Bundeliga beantragt. Welche Verein die Lizenz beantragt haben, ist aktuell nicht bekannt. Mitte April werden die beantragenden Vereine darüber informiert, ob sie die Kriterien für die zweite Liga erfüllen.

Damit wisst Ihr wieder, was an der Grünwalder Straße und in der dritten Liga abgeht. Alles Wichtige erfahrt Ihr natürlich kurzfristig bei sechzger.de.

 

 

 

Stephan Salger verlässt den TSV 1860 zum Saisonende

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Stephan Salger 1860
Stephan Salger bei den Löwen (Bild: OR-Pressedienst)

Während wir uns noch über die Vertragsverlängerung mit Marco Hiller freuen, wird Verteidiger Stephan Salger den TSV 1860 zum Saisonende verlassen. Der Routinier wechselt zum 1. FC Köln II, wo einst seine Karriere begann.

Stephan Salger verlässt den TSV 1860

Mit zwölf Jahren wechselte Stephan Salger im Jahr 2002 von seinem Stammverein GFC Düren zu den Geißböcken. Zwanzig Jahre später verlässt Salger zum Saisonende den TSV 1860, um sich wieder dem 1. FC Köln anzuschließen.

“Ich habe mich hier in München sehr wohlgefühlt, aber aus privaten Gründen möchte ich wieder zurück in meine Heimat. Ich hoffe, die Fans können diesen Schritt nachvollziehen.”

Der Abwehrspieler hatte sich kürzlich in seiner Heimatstadt Düren ein Haus gekauft.

Bisher 61 Drittliga-Partien für die Löwen

Geschäftsführer Günther Gorenzel ist voll des Lobes für Stephan Salger:

“Wir sind uns sicher, dass Stephan als Führungsspieler und mit seinem Charakter in den verbleibenden Spielen alles geben wird, um diese erfolgreich zu gestalten, und wünschen ihm für seine Zukunft privat und beruflich nur das Beste.”

Für den TSV 1860 absolvierte Stephan Salger bislang 61 Drittliga-Partien, erzielte zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Dazu kommen vier Spiele im DFB-Pokal und drei im Toto-Pokal (1 Tor).

Bild: OR-Pressedienst