Die Saison 2020/21 ist vorbei. Während diverse Drittligisten sich erst über den Landespokal für den DFB-Pokal qualifizieren konnten, gelang dies den Löwen mit Platz 4 in der 3.Liga. Doch wer von den Spielern hat mit wievielen Einsatzminuten zu der tollen Saison beigetragen? Wer sind die Dauerbrenner beim TSV 1860 München? Gab es einen Spieler, der alle Spiele über die volle Distanz absolviert hat?

Diese Spieler verpassten in der Saison 2020/21 in der 3.Liga keine einzige Minute

Da die 3.Liga aus 20 Mannschaften besteht, resultieren daraus folglich 38 Spiele mit je 90 Minuten. Multipliziert man diese beiden Zahlen, kommt man auf einen Wert von 3.420 Minuten. Ein Spieler konnte also exakt 57 Stunden für seinen Verein auf dem Platz stehen. Bevor wir die Dauerbrenner beim TSV 1860 München ermitteln, werfen wir einen Blick auf die Konkurrenz.

Insgesamt sieben Akteuren gelang dieses Kunststück und alle haben etwas gemeinsam: sie stehen im Tor. Während bei Feldspielern eine Sperre aufgrund einer roten, gelb-roten oder vor allem fünf gelben Karten relativ wahrscheinlich ist, kommt dies beim Mann im Kasten eher selten vor. Kevin Broll (Dynamo Dresden), Daniel Batz (1.FC Saarbrücken), René Vollath (Türkgücü), Fabijan Buntic (FC Ingolstadt), Morten Behrens (1.FC Magdeburg), Markus Kolke (Hansa Rostock) und Leo Weinkauf (MSV Duisburg) waren über die gesamten 3.420 Minuten im Einsatz.

Die Einsatzminuten der Löwen

Wir kommen nun zurück zu Sechzig München und beginnen mit den Spielern, die am wenigsten auf dem Platz standen. Für unsere Statistik berücksichtigen wir lediglich die Einsätze in der 3.Liga, nicht aber im DFB- oder Toto-Pokal. In Klammern stehen jeweils die Einsatzminuten.

György Székely, Milos Cocic (der jüngste Spieler im Kader), Ahanna Agbowo und Tim Linsbichler standen nicht nur keine einzige Minute auf dem Platz, sondern auch nie im Kader. Bei Linsbichler lag das vorrangig an einer langwierigen Verletzung. Kurz vor Saisonende stand der 21-Jährige immerhin gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz.

Die nächste Unterteilung setzen wir bei Spielern, die nicht ganz 90 Minuten auf dem Platz standen. Das gilt für Maxim Gresler (zwei Einwechslungen in der 90.Minute), Matthew Durrans (8), Marco Mannhardt (13), Lorenz Knöferl (44) und Tom Kretzschmar (79). Kretzschmar wurde bei der Niederlage in Ingolstadt aufgrund der roten Karte gegen Marco Hiller eingewechselt und zeigte, dass die Löwen im Tor super besetzt sind.

Ergänzungsspieler bei Sechzig München

Fünf weitere Spieler liegen bei ihren Einsatzzeiten über den 90 Minuten, unterscheiden sich aber von dem Rest deutlich. Sie können als Ergänzungsspieler gewertet werden. Das trifft auf Johann Ngounou Djayo (109), Leon Klassen (148), Niklas Lang (214) und Keanu Staude (345) zu. Ebenfalls in dieser Gruppe anzusiedeln ist Martin Pusic (277), der seinen Vertrag beim TSV 1860 Anfang Dezember allerdings auflöste.

Drei der vier Spieler, die vom TSV 1860 München beim letzten Saisonheimspiel verabschiedet wurden, zählen also nicht gerade als Dauerbrenner. Namentlich sind dies Durrans, Klassen und Agbowo. Lediglich Dennis Erdmann sticht hier heraus.

Die Dauerbrenner beim TSV 1860 München

Insgesamt 15 Spieler standen mindestens 1.000 Spielminuten in der vergangenen Saison für die Löwen auf dem Platz. Bevor wir zu den Top 3 und somit den Dauerbrenner-Kandidaten beim TSV 1860 München kommen, listen wir die weiteren Spieler mit ihren Einsatzminuten der Reihe nach auf.

Fabian Greilinger (1.156), Dennis Erdmann (1.341), Quirin Moll (1.651), Semi Belkahia (1.658), Merveille Biankadi (1.782), Daniel Wein (1.994), Stefan Lex (2.450), Erik Tallig (2.604), Dennis Dressel (2.827), Richard Neudecker (2.902), Marius Willsch (2.933) und Stephan Salger (3.024).

Quirin Moll stand bis zu seiner Verletzung im Hinspiel gegen den FC Ingolstadt durchgehend auf dem Platz und hätte vielleicht ein Dauerbrenner beim TSV 1860 München werden können. Immerhin konnte der 30-Jährige bereits in das Mannschaftstraining einsteigen und stand am letzten Spieltag gegen Ingolstadt im Kader.

Die Top 3 beim TSV 1860 nach Spielzeit

Platz 3 im Ranking der Einsatzminuten sichert sich Phillipp Steinhart mit 3.226 Minuten in 36 Spielen. Zwei Mal musste der 28-Jährige in der vergangenen Spielzeit gesperrt zusehen (gelb-rot gegen Hansa Rostock sowie fünfte Gelbe gegen den SC Verl).
Ein Platz davor liegt der Spieler der Saison und Torschützenkönig Sascha Mölders mit 3.311 Minuten Einsatzzeit. Lediglich am 21.Spieltag beim Auswärtssieg in Magdeburg musste Mölders aufgrund einer Gelbsperre aussetzen.
Platz 1 und damit den Titel “Dauerbrenner der Saison” beim TSV 1860 München sichert sich Marco Hiller mit 3.339 Minuten aus 38 absolvierten Spielen. Im fehlen lediglich die 81 Minuten vom letzten Spieltag in Ingolstadt, als er nach neun Minuten vom Platz gestellt wurde.

So aber sind seine oben genannten Torwart-Kollegen die Einzigen in der abgelaufenen Saison ohne verpasste Minute, kein Spieler des TSV 1860 München stand über die gesamten 3.420 Minuten auf dem Platz. Marco Hiller wird dieses Kunststück auch in der neuen Spielzeit nicht schaffen. Er wurde mittlerweile zu zwei Spielen Sperre verurteilt.

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