Im Hinblick auf die bevorstehende Wahl des neuen Verwaltungsrats im TSV München von 1860 e.V. auf der Mitgliederversammlung am 16. Juni im Zenith) haben wir alle 24 Kandidierenden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Um den wahlberechtigten Mitgliedern (und natürlich auch allen anderen interessierten Löwenfans) die Positionen der zur Wahl stendenen Personen vorzustellen. Erfreulicherweise sind 20 Fragebögen ausgefüllt zurück gesendet worden.
Wir veröffentlichen diese unkommentiert in alphabetischer Reihenfolge. Hier kommt der Fragebogen von Sebastian Seeböck.

Ich bewerbe mich als Verwaltungsrat, weil…

Seeböck: Ich habe die Überzeugung, dass in den Gremien des eingetragenen Vereins Personen agieren sollten, die den Verein, dessen Struktur und seine Abteilungen sehr gut kennen. Es braucht eben diese Verbundenheit mit den Aktiven und den Abteilungsleitungen – das halte ich für unerlässlich. Ich bringe  diese Voraussetzungen zweifelsfrei mit und bin auch weiterhin bereit – zusammen mit den anderen Ehrenamtlern und dem Vereinsmanagement um Viola und Julian – den von uns beschrittenen Weg der kontinuierlichen Weiterentwicklung im Breiten- und Leistungssport des Vereins weiterzugehen. Der gesamte Klub hat zudem in den letzten Jahren eine emotionale Gesundung hingelegt, die so mancher nicht für möglich gehalten hätte. Sechzig ist wieder emotional greifbar und blüht kulturell auf. Ich habe mir das Ziel gesetzt, weiterhin mitzuhelfen, diese Entwicklungen nachhaltig zu festigen.

Welche Dinge hat der Verwaltungsrat in den letzten drei Jahren gut gemacht?

Seeböck: Der Verwaltungsrat führt gemäß Satzung Aufsicht und überwacht insbesondere das Präsidium in seiner Tätigkeit. Hierzu gehört auch die Identifikation möglicher Pflichtverletzungen und daraus ggf. erwachsenden Risiken für den Verein. Wir sind dieser Pflicht nachgekommen – nüchtern, faktenbasiert und konsequent. Das ist uns – obwohl es menschlich für uns alle stellenweise sehr schwer war – gut gelungen.
Ebenso sehe ich die absolute Vertraulichkeit des Verwaltungsrats im Bezug auf die Öffentlichkeit  als elementar wichtig an. Auch hier denke ich, dass wir es sehr gut hinbekommen haben.

Welche Dinge hätte der Verwaltungsrat besser machen können?

Seeböck: Vor dem Hintergrund, dass die menschlichen Bindungen in den Gremien des Vereins sehr stark waren und noch immer sind, fällt es mir nicht gerade leicht es so zu formulieren, aber: Mit etwas Abstand würde ich heute sagen, dass wir in einer Krisensituation recht lange auf interne Gespräche und die daraus folgende Einsicht gesetzt haben. Heute würde ich es noch straffer handhaben – zum Wohle des Vereins.

Mit welchen Aktivitäten/Projekten haben Sie sich in der Vergangenheit beim TSV 1860 München e.V. bereits eingebracht?

Seeböck: Seit August 2017 bin ich Mitglied im Verwaltungsrat des Vereins und dort derzeit stellvertretender Vorsitzender. Zudem bin ich vom Verein seit Februar 2019 in den Aufsichtsrat der Profifußballgesellschaft (KGaA) entsandt und vertrete dort gemeinsam mit Thomas Probst und Karl-Christian Bay die Interessen des Vereins.
Vor meiner Tätigkeit in Verein & KGaA war ich Gründungsmitglied und zweiter Vorstand des Unternehmer für Sechzig e.V., welcher sich zur Aufgabe gemacht hat, den Verein und seine Abteilungen zu fördern.

Der Profifußball ist das Aushängeschild von 1860 und traditionell das meistdiskutierte Thema in der Öffentlichkeit. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen für die KGaA in der nahen Zukunft?

Seeböck: Ich denke, die Profifußballgesellschaft muss es zeitnah schaffen, finanziell weitgehend auf eigenen Beinen zu stehen. Für mich bedeutet dies, dass das Tagesgeschäft nach Möglichkeit ausschließlich aus selbst erwirtschafteten Mitteln bestritten werden sollte.
Die Vertreter von HAM im Aufsichtsrat teilen diese Sichtweise im Übrigen ausdrücklich.
Ich begrüße daher die Neuausrichtung der Gesellschaft, die derzeit von den beiden Geschäftsführern umgesetzt wird. Sie setzen künftig schwerpunktmäßig auf unsere eigenen Talente aus dem BayWa-Nachwuchsleistungszentrum und ergänzen das Team stellenweise mit externen erfahrenen Kräften.
Obwohl diese Vorgehensweise eigentlich auf der Hand liegt, kann man durchaus von einer Zeitenwende in der Profifußballgesellschaft sprechen.
Im Bezug auf den Verwaltungsrat möchte ich aber klarstellen, dass dieses Gremium keinerlei Zuständigkeit im operativen Geschäft der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat

Hasan Ismaik ist mit seiner Firma HAM zu 60% an der KGaA beteiligt. Die Kommunikation und Zusammenarbeit mit ihm gestaltet sich seit seinem Einstieg schwierig. Was ist Ihr Konzept für eine verbesserte Kommunikation/Zusammenarbeit mit Ismaik bzw. HAM?

Seeböck: Der Verwaltungsrat ist hier grundsätzlich der falsche Ansprechpartner, da er qua Satzung andere Aufgaben hat.
Durch die Erfahrungen aus meiner Tätigkeit im Aufsichtsrat der Profifußballgesellschaft kann ich aber sagen, dass die Vertreter des Vereins stets gesprächs- und kompromissbereit sind. Herr Ismaik selbst wünscht – Stand heute – keinen direkten Kontakt und hat seine Vertreter hier vor Ort. Diese sind unsere Ansprechpartner und wir stehen mit ihnen im stetigen Kontakt.

Die KGaA ist nach wie vor bilanziell überschuldet. Mit welchen Maßnahmen würden Sie die Entschuldung unter Einhaltung der Regularien von DFB/DFL vorantreiben?

Seeböck: Ich denke, der Weg, den das Präsidum seit 2017 geht, ist alternativlos. Für mich war und ist wichtig, dass potentielle neue Mittel von außen niemals mit Bedingungen verbunden sein dürfen und der Gesellschaft nicht schaden.
Eine Entschuldung der Gesellschaft wäre ein großer Vorteil für die Zukunft. Taugliche Maßnahmen hierfür liegen aber nicht in unserer Macht, wenngleich die Vereinsvertreter in der KGaA auch hier jederzeit für Beratungen zur Verfügung stehen.
Der Verwaltungsrat hat aber auch mit diesen Themen keine operativen Berührungspunkte.

Die Situation um einen Ausbau des Grünwalder Stadions bzw. einen Neubau stockt seit einiger Zeit. Welche Stadionlösung schwebt Ihnen vor?

Seeböck: Giesing ist unsere Heimat. Sechzig ist hier an jeder Ecke spürbar. Viele von uns kennen und schätzen das Spieltagserlebnis.
Ein Stadion im gewachsenen urbanen Umfeld ist ein großer Mehrwert für den gesamten Klub. Es liegt am Management diese Standortvorteile ideal für den Klub zu nutzen.
Meine persönliche Einschätzung ist: Schnellstmöglich im Bestand erweitern und technisch aufwerten. Es gibt hier sehr viel Potential, welches mit überschaubarem Aufwand aktiviert werden kann.
Der Verwaltungsrat kann aber auch hier operativ keinen Einfluss nehmen.

Welche Abteilungen liegen Ihnen außer dem Fußball noch besonders am Herzen und warum?

Seeböck: Mir liegen alle Abteilungen sehr am Herzen – weil sie alle die Basis des Vereins sind. Was wäre dieser Verein ohne seine Abteilungen und Aktiven?
Wenn ich exemplarisch Einzelne herausheben soll, würde ich in diesem Interview ad-hoc zwei sehr konträre Abteilungen wählen: Bergsport & Vereinsgeschichte.
Bergsport als sehr traditionelle Abteilung auf dem Weg in die Zukunft:
Abteilungsleiter Willy Rieber ist ein echtes Urgestein im Verein. Seine Abteilung ist ein fester Bestandteil des aktiven Vereinslebens. Was mich an dieser Abteilung fasziniert, ist der Wandel in den letzten 7 Jahren.
Willy hat es geschafft, neben dem traditionellen Bergsport mit vielen langjährigen Mitgliedern auch die Sparte Bouldern aufzubauen. Hier ist die Mitgliederstruktur sehr viel jünger. Die Abteilung hat nicht zuletzt hierdurch den Turnaround beim Durchschnittsalter geschafft und wird wieder jünger. Die Zukunft scheint gesichert.
Vereinsgeschichte als tragende moralische Säule des Vereins:
Eine Abteilung ohne aktiven Sport – dafür aber mit unglaublich wichtiger Mission. Ich halte es für essentiell, dass wir uns aktiv an unsere Geschichte erinnern und diese aufarbeiten. Dieser Verein braucht eine aufrichtige Erinnerungskultur. Hier hat die Abteilung Vereinsgeschichte eine bislang schmerzhafte Lücke im Verein geschlossen und leistet wertvolle Arbeit. Ich bin der Abteilungsleitung um Verena Spierer sehr dankbar für diesen außerordentlich wichtigen Beitrag zu unserem Vereinsleben.

Was wollen Sie unseren Lesern noch mitteilen?

Seeböck: Niemand ist größer als der Verein.

 

Bisher veröffentlichte Fragebögen der Verwaltungsrats-Kandidaten:

Thomas Baudisch
Robert von Bennigsen
Christian Dierl
Markus Drees
Robert Forster
Maximilian Glogger
Martin Gräfer
Thomas Hirschberger
Alexander Hofmann
Sascha Königsberg
Klaus Lutz
Gernot Mang
Gerhard Mayer
Martin Obermüller
Dieter Remmlinger
Klaus Ruhdorfer

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Strahlenkatharakt

Als Sebastian Seeböck 2015 zum ersten Mal kandidierte, habe ich Ihn nicht gewählt. Retrospektiv war das ein Fehler.
Nun könnte ich jetzt auch dreifach eingesprungene Schachtelsätze zur Begründung anführen, warum dem so ist. Aber wahrscheinlich verstehe ich die in meiner Naivität am Ende selber nicht mehr. Daher sag ich einfach mal: Herr Seeböck steht trotz massiver, unehrlicher und vor allem despektierlicher Anfeindungen für den TSV 1860 München e.V.. Sebastian spielt weder den Lordprotector der HAM noch Fußballmanager. Er macht einfach nur das, wofür er gewählt wurde. Und das ist gut so.

Eurasburger1860

Für mich ist Sebastian zusammen mit Nikolai einer der Eckpfeiler im jetzigen Verwaltungsrat. Die konsequente Vertretung der Interessen des Vereins, vor allem auch in den Gremien der KGaA, auch bei massiven Gegenwind sind ihm nicht hoch genug anzurechnen.
Er war Teil des Teams aus VR&Präsidium, die mitgeholfen haben die Katastrophe, die Ismaik zusammen mit Cassalette angerichtet hat.

Meine Unterstützung, meine Stimme für Sebastian!!

Lisa

Seeböcks Antworten jeweils in nur 4 Stichpunkten vorab.

Zur Stimmung im gesamten Löwenkonzern: … “Der gesamte Klub hat zudem in den letzten Jahren eine emotionale Gesundung hingelegt, die so mancher nicht für möglich gehalten hätte. Sechzig ist wieder emotional greifbar und blüht kulturell auf. Ich habe mir das Ziel gesetzt, weiterhin mitzuhelfen, diese Entwicklungen nachhaltig zu festigen.”

Die Stimmung ist heute wohl noch weit schlechter als nach dem Zwangsabstieg. Denn Erfolge bleiben fast gänzlich aus: Der erfreuliche Mitgliederzuwachs ergibt sich wesentlich aus der unschönen Dauerkartenproblematik (Ersterwerb nur mit Mitgliedschaft möglich – fast 27.000 Mitgliedern stehen etwa 10.500 Dauerkarten im viel zu kleinen Sechzger gegenüber). Keine Turnhalle in Sicht. Kein Aufstieg und Umbau des Sechzger bis heute wie angekündigt. Keine Verbesserung zur immer tiefer werdenden Fanspaltung. Heftiger Dauerzwist mit Ismaik. Eine Boxabteilung in Not. Eine Golfabteilung mit unter 50 Mitgliedern nach 5 Jahren. Ein Trainingsgelände, das nicht annähernd den 17 Abteilungen gerecht wird. Kein Vergleich zum Vorbild SV Neuperlach München.

Zum Verwaltungsrat: … “Auch hier denke ich, dass wir es sehr gut hinbekommen haben.”

Das denke ich nicht. Denn Aufgabe des Verwaltungsrat ist nicht nur das Controlling zum Präsidium. Sondern ebenso es mit der Erfordernis umfangreicher Genehmigungen zu derem Handeln zu steuern. Allein(!) in 2024 hat das Präsidium (teilweise mit dem dazu federführenden Verwaltungsrat) jedoch in diesem Handeln viel Kopfschütteln und Unverständnis hervorgerufen u.a. mit:
Der Abbestellung des Geschäftsführers Marc Pfeifer, mit unwürdigen Aktionen gegen den Vize und Sponsor Hans Sitzberger, der entnervt zurücktrat und mit fortgesetzten Attacken gegen den Vertreter des Hauptsponsors Martin Gräfer – alle 3 einte die Forderung nach Gesprächen mit Ismaik. 
Den vom Präsidium ausgewählten und eingestellten neuen Geschäftsführern: Der Geschäftsführer Sport war als Sportpädagoge Gymnasiallehrer und Scout in Mannheim. Der Geschäftsführer Finanzen kommt aus dem Marketing. Beide waren noch nicht in einer leitenden Funktion in einer der Bundesligen des DFB tätig. Sie wollen allerdings 60 bis in 5 Jahren zu Bayerns Nr. 2 machen. Und das Sechzger soll in Abstimmung mit der Stadt tauglich für die Bundesliga gemacht werden. Obwohl das seit mindestens 5 Jahren bekannt weder wirtschaftlich noch baurechtlich noch wie von der DFL gefordert möglich ist.
Der in seinem Wirken und seiner Außendarstellung sehr umstrittene Präsident kann jedoch in gleichem Stil weiteragieren. Und bekämpft ständig öffentlich den Hauptgesellschafter der KGaA und umgekehrt.

Zur KGaA: … “Im Bezug auf den Verwaltungsrat möchte ich aber klarstellen, dass dieses Gremium keinerlei Zuständigkeit im operativen Geschäft der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat”

Dass diese Feststellung besonders in der Praxis nicht zutreffen ist, ist hinreichend bekannt. Bestimmt doch der Verein als Allein-Gesellschafter von deren Geschäftsführungs GmbH wesentlich den Fortgang des Profi-Unternehmens (der Präsident und ein Mitglied des Verwaltungsrats sitzen aktuell in deren Beirat.) Und steuert doch der Verwaltungsrat das zuständige Präsidium wie oben beschrieben. 

Zum Sechzger: … “Meine persönliche Einschätzung ist: Schnellstmöglich im Bestand erweitern und technisch aufwerten. Es gibt hier sehr viel Potential, welches mit überschaubarem Aufwand aktiviert werden kann.” 

Und dazu hat die Vereinsführung 2 unerfahrene Geschäftsführer eingestellt?! Die welche Expertise für einen komplizierten Stadionumbau mitbringen?

Für Sebastian Seeböck gilt das Gleiche wie für Sascha Königsberg. Auch er zeigt m.E. in seinen Ausführungen, dass er mit den an ihn gestellten Aufgaben deutlich überfordert ist. Er will oder kann nicht erkennen, dass das Wirken des Verwaltungsrats zum Präsidium besonders i.Z. mit der KGaA hätte zu einem deutlich anderen, weit besseren Ergebnis führen müssen. So würde sich an der umseitigen Erfolglosigkeit nichts ändern. Und unserer Profifußball weiter eher dem Amateurbereich entgegensteuern, als ihm Aufstiegskampf dabei zu sein.

Folglich ist er nicht sinnvoll wählbar 

AckermeisterTSV

Viele Worte nichts dahinter, wie immer beim Lischen.

“Sondern ebenso es mit der Erfordernis umfangreicher Genehmigungen zu derem Handeln zu steuern.”

Ist auch eine altbewährte Taktik einen Satz so zu verschachteln, dass du ihn selbst nicht mehr verstehst?

Dass z.B. Schalke, Hertha, HSV, Frankfurt usw. mehr als 100.000 Mitglieder haben und alle kein Stadion mit mehr als 100.000 Plätzen haben ist auch wirklich ein Skandal! Da sollten mal Köpfe rollen!

So viel auch zum “schlafenden Riesen 60” …. 27.000 Mitglieder -> über 100.000 Mitglieder bei wirklichen Riesen. Und ja, wir waren auch mal in der Bundesliga aber auch da hatten wir weitaus weniger, sogar weniger als heute und andere bereits über 50.000 zu damaligen Zeiten.

Das ist auch das Hirngespenst was Leute wie dich antreibt, immer schön in die eigene Tasche lügen und die Realitäten verdrängen.

Warum musste denn ein Pfeifer gehen? Bestimmt weil er so gut gearbeitet hat.
Warum musste denn Sitzberger gehen? Bestimmt weil er so gut gearbeitet hat.

Alles bereits zig tausendfach widerlegt, aber um dein Schmarrn hier zu verbreiten reichts halt.

Genauso die Kritik an Herrn Dr. Werner und Herrn Mueller, einfach zum brüllen! Nach 4 Monaten … und vorallem nachdem sie bisher eine super Arbeit leisten … Aber das ist nur ein weiterer Beweis für deine substanzlosen und populistischen Worte.

Folglich verfolgt Lisa ganz klar eine nicht sinnvolle Agenda gegen den TSV 1860 München und möchte ihm aktiv schaden.

@sechzger.de Team wie lange schaut ihr noch zu? 😉 😉 😉

AckermeisterTSV

1 😉 2 😉 3 😉

Alles gut, ich passe mich meinem Gegenüber nur an! 🙂

Benjisson

Wolltest du nicht Scheinargumente schreiben? Bei Lisa ist nichts mit Sachargumente.

Dennis M.

Hertha BSC zählt bei Weitem keine 100.000 Mitglieder. Sind round about 54.000.

AckermeisterTSV

Hast recht, mein Fehler! Dafür habe ich aber andere nicht genannt 😉

Dennis M.

Stimmt :).

Eurasburger1860

Der Besuch von Hasan bei Euch daheim hat nochmal neu Kräfte freigesetzt, oder?
Der Schmarrn den Du von Dir gibst wird dadurch zwar nicht besser, verdeutlicht aber jedem eindrücklich, wie verschoben die Realität im Ismaik Lager gesehen wird und wie bereitwillig man sich wiederbereit ist sich selbst und den Verein zu verkaufen.

PG4

Dr. Werner war als Sportdirektor bei Austria Lustenau tätig. Man mag den österreichischen Fußball belächeln, aber mit prekären Arbeitsbedingungen und geringem Budget kennt er sich danach wohl aus. Die Spielerakquise bei kleineren Vereinen, wie auch zB Freiberg, funktioniert auch hauptsächlich über Konzept und Emotionen, als durch finanzielle Mittel. Trotz dem wir kein kleiner Verein sind klingt das doch verdächtig nach der vorherrschenden Situation in Giesing.
Herr Mueller ist ein Manager mit vielfältiger Erfahrung im Profisport/Sportbusiness. Da es ja vor allem auch um eine Erhöhung der finanziellen Mittel durch Nutzung der emotionalen Kraft und Reichweite der MARKE 60 München gehen soll scheint mir die Besetzung der GF Position mit einem Marketingexperten durchaus sinnvoll.
Einen erfolgreichen, gestandenen GF/SD aus den Ligen 1 und 2 einzustellen ist aktuell in Liga 3 halt nicht drin.
Abgesehen davon sind diese Personalien nicht Zuständigkeit des VR. Es ist die Aufgabe des Präsidiums Nachfolger zu bestimmen, welche geeignet scheinen. Dies wurde erledigt und damit gibt es keine Verfehlung des VR hinsichtlich seiner Aufsichtsfunktion.
Stadionexperten gibt es in Deutschland sicher wenige, mit dem Marketingchef aus Linz wurde aber wenigstens jemand verpflichtet der bei einem Verein in wichtiger Position angestellt war, bei welchem in den letzten Jahren ein komplett neues Stadion gebaut wurde. Gewisse Einblicke wird es sicher gegeben haben.

Zu den meisten anderen Punkten gibt es ja eh nichts mehr zu sagen. Manche drehen sich halt die Dinge so hin wie sie es sehen wollen. Bei den Mitgliederzahlen zu Stadion Themen kann ich dem Ackermeister nur zustimmen.

Irgendwie musste ich hier mal was loswerden, nachdem ich bei der Lektüre der Kommentarspalte in den letzten Tagen und Wochen zeitweise fast wahnsinnig geworden bin.

Lisa

Warum musste Werner im Zeitraum von mehreren Monaten 3-mal beim Verwaltungsrat antreten und sein Konzept vorstellen? Bis man sich endlich entschloss, ihn einzustellen. Wenn doch der Verwaltungsrat dafür gar nicht zuständig sein soll.

Und zu Marketing-Experten Muellers beruflicher Vita (zu seiner Ausbildung sollte man ihn befragen):

SportBrandits (Sport-Marketing), Köln
Executive Director, 02/2023 bis 01/2024

COLOGNE OPEN (Tennis-Turnier – 1 Woche)
CEO, 01/2019 bis 12/2022

Kölner Haie (Eishockey)
Geschäftsführer, 03/2017 bis 07/2018

msc sports (Sport-Marketing), Karlsruhe
(1997 von Oliver Mueller gegründet)
Executive Chairman, 04/1997 bis 02/2017

Real Mallorca (Fußball)
Direktor Marketing & Verkäufe, 07/2015 – 02/2016

Ehrmann AG (Milchverarbeitung), Oberschönegg
Sponsoring Consultant, 08/2010 bis 06/2015

(alle Angaben aus LinkedIn)

Warum wurde Mueller mit dieser Vita als Geschäftsführer Finanzen (und Manager zum Umbau des Sechzger) bei unserer Profifußball-KGaA eingestellt?

Last edited 1 Monat zuvor by Lisa
AckermeisterTSV

Ist er also 3 mal beim VR angetanzt? Bist du dir da sicher? Falls ja, wäre schön wenn du uns an deinen Quellen teilhaben lässt. Und hat der VR ihn dann durchgewunken? Oder hat der VR die 50+1 Regel gezogen? Kennst du die Satzung des TSV? Fragen über Fragen.

Aber ich bin ja nicht so, hier nochmal alles zum Nachlesen:
sechzger.de/wird-dr-werner-geschaeftsfuehrer-beirat-tagt-am-freitag/

Kraiburger

Warum musste Werner im Zeitraum von mehreren Monaten 3-mal beim Verwaltungsrat antreten und sein Konzept vorstellen? Bis man sich endlich entschloss, ihn einzustellen. Wenn doch der Verwaltungsrat dafür gar nicht zuständig sein soll.

Wer erzählt denn den Unfug, er hätte dreimal beim Verwaltungsrat antreten müssen? Das stimmt doch überhaupt nicht! Wie du richtig schreibst, ist der Verwaltungsrat hierfür überhaupt nicht zuständig!

Lisa

Mir wurde glaubhaft versichert, dass es stimmt. Wie sonst auch hätte Werner die Vereinsführung doch noch überzeugen können?

Und zum insgesamt denkwürdigen Prozess zur Einstellung von Werner über rund 6 Monate (als hätte Reisinger ihn auch gerade zum trotz gegen Isamik als Geschäftsführer engagiert):

https://www.kicker.de/wieder-chaos-tage-bei-1860-reisinger-widerspricht-sich-986352/artikel

Besonders die hier genannte Reisinger-Email hatte es in sich.

Benjisson

Dir kann man jeden Schmarrn erzählen du glaubst alles wenn es von der von dir “richtigen” Seite kommt.

Die E-Mail hat es in sich? Vielleicht war die Email zu einem Zeitpunkt richtig aber man hat seine Meinung dazu geändert. Kommt vor…..ist menschlich und ist doch schön wenn man Reisinger überzeugen kann. Ich dachte immer er ist so stur und unbelehrbar (also das sagt Ihr da drüben immer so schön)

AckermeisterTSV

“Mir wurde glaubhaft versichert, dass es stimmt.”
Kein Wunder, dass du nur verwirrte Sachen von dir gibst, wenn du alles glaubst, was andere dir erzählen. q.e.d.

“Wie sonst auch hätte Werner die Vereinsführung doch noch überzeugen können?”
Vielleicht durch ein neues, besseres Konzept, als das was bisher vorgelegt worden ist? Oder warum sollte der VR die einzige Möglichkeit sein die Vereinsführung doch noch zu überzeugen? Der VR darf nichts entscheiden. Nochmal der Hinweis auf die Satzung des TSV München von 1860. Aber ja, da müsstest du dich selbst mit deinem eigenen Hirn damit beschäftigen und es dir nicht von deinen dubiosen Spezln einflüstern, bzw “glaubhaft versichern” lassen.

Und zum Rest: Endlich hast du einen Nachweis gebracht warum Sitzberger nicht mehr tragbar war. Chapeau!

Benjisson

Nicht jede Person wird nach einem Gespräch eingestellt. Vor allem ist ja bekannt das man einen Vorstand gesucht hat und aber Werner erzählt hat das er ein Sportdirektor sein soll. Vielleicht hat sich hierbei auch sein Konzept geändert. Ich finde das positiv das man sich hier Zeit gelassen hat.

Mueller wurde eingestellt weil der andere versagt hat. Die Vita sagt nichts aus um abschließend über die Arbeit in Zukunft aus. Müller hat mit dem Konzept überzeugt und muss sich an seiner Arbeit messen lassen.

PG4

Wahrscheinlich da es in seiner Vita gewisse Berührungspunkte mit den Aufgaben in der KGaA gibt und besonders, da er im persönlichen Gespräch mit seinem Konzept überzeugt haben muss. Nachdem man mit Pfeiffer, der von einem (kleineren) Traditionsklub kam (und übrigens auch in keiner Bundesliga tätig war), mit einer naheliegenden Lösung gescheitert ist, hat man vielleicht eine andere Perspektive gesucht. Pfeiffer kam übrigens auch vom Marketing in den Fußball (siehe LinkedIn). Wie Benjison schon geschrieben hat kommt es aber vor allem auf die jetzige Arbeit an und die scheint bisher zu passen.

Mein Verständnis für dein/euer absichtliches Verkennen von gut nachvollziehbaren Zusammenhängen in vielen Thematiken hält sich im übrigen stark in Grenzen.

Groeber

Lustig, dass du den GF wegen ihrer Erfahrung die Tauglichkeit absprichst. Woher kam Pfeifer gleich nochmal zu Sechzig?

Aber ab Montag bist du hier eh verschwunden. Genau wie das Bündnis Hasan

Benjisson

Ich frage nochmal…..Soll ich deine Aussagen faktisch widerlegen? Kapierst du es dann? Wobei…..ich bezweifele das vorab.

Siggi

Zwei Fragen an die Redaktion:
1) Ist es möglich, meine Antworten in der “Aktuellen Umfrage” zu revidieren? (Ich frage, weil ich schon sehr früh meine Favoriten angekreuzt hatte und jetzt vielleicht doch einen oder zwei andere wählen werde. Wahrscheinlich macht es das aber eh nicht fett 🙂
2) Ist Euch schon aufgefallen, dass seit Beginn der Umfrage die prozentualen Stimmanteile für Gräfer auf eine seltsam kontinuierliche Weise klammheimlich zunehmen? Ich kann mir gut vorstellen, dass sein Name am Ende der Woche wie von Zauberhand geführt ganz oben stehen wird.

Thomas Enn

Und wichtig ist es am Sonntag im Zenith und nicht hier auf der Website!

AckermeisterTSV

Das leidige Thema mit der IP Adresse … für den durchschnittlichen Internet User eine klare Angelegenheit, aber es soll auch Leute geben die sich anonym im Internet bewegen. Wer sich bisschen mit Tor-Browser, VPNs und Co auskennt, umschifft das System problemlos.

MaxlWastl

Vor allem das nicht greifbare, die “soften” Faktoren wie did Rückkehr in die oft diffus definierte “Heimat” greift Seeböck hier gut auf.

60ge ist halt nicht nur Fußball und ein eventueller Sieg oder die Ligazugehörigkeit. 60ge ist das Gefühl von der Silberhorn an den Kneipen und dem übervollen McDonalds vorbei. 60ge ist der Biergeruch im Grünspitz. 60ge ist der erste Blick auf das Spielfeld durch die Lücke zwischen Block P und Stehhalle. 60ge sind Freunde in der Menge am Candidplatz erspähen. 60ge sind schräge Kreaturen in der Kurwe wo zwischen Mitleid, Belustigung und ehrliche Bewunderung für deren Leidenschaft zusammenkommen. 60ge ist Chaos, herrliches, lebendiges Chaos.

Und das gibt’s halt nur in Giesing.

Die “emotionale Gesundung” ist auch ein Verdienst von Seeböck. Ich hoffe das dieser nach seiner Wiederwahl 60ge weiter gesunden lassen kann.

Siggi

Wenn man sich Seeböcks Antworten so durchliest, wird immer klarer, dass die Kandidaten des BZ1860 nur ein einziges Ziel haben: Aushebelung von 50+1. Alles andere interessiert die nur wenig oder manche gar überhaupt nicht.

AckermeisterTSV

So stellt man sich ein ordentliches “Interview” vor. Sehr guter Kandidat! Wenn man das mal mit dem ein oder anderen BZ Kandidat vergleicht ………………………

Der gesamte Klub hat zudem in den letzten Jahren eine emotionale Gesundung hingelegt, die so mancher nicht für möglich gehalten hätte. Sechzig ist wieder emotional greifbar und blüht kulturell auf.

Wunderschön formuliert.

Drittligist

Respekt, Sebastian Seeböck, für klare Anworten, die vor allem auch die Verantwortlichkeiten des VR nochmal für alle erklären. Jeder BZ-Kandidat sollte sich einmal diesen Fragebogen durchlesen und dann überlegen, ob er wirklich verstanden hat, was seine Aufgaben wären und er vor allem unter diesen Umständen nicht besser noch vor Sonntag zurückziehen sollte!

AckermeisterTSV

Die wissen das schon ganz genau aber das interessiert die halt nicht. Das einzige was die interessiert ist den nächsten Präsidentschaftskandidaten vorzuschlagen. Sie sind zwar einiges, aber blöd sind sie nicht 😉