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Heute vor 55 Jahren: TSV 1860 München gewinnt bei Hannover 96

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Auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft ließ sich der TSV 1860 München auch von Hannover 96 nicht aufhalten und gewann im Niedersachsenstadion mit 1:0.

Die Löwen in der Mini-Krise

Schon Mitte der 60er Jahre galten drei Spiele ohne Sieg als Krise. Nach den zwei enttäuschenden 1:1-Unentschieden in Mönchengladbach (29.12.1965) und zuhause gegen den 1. FC Nürnberg (15.01.1966) sowie der krachenden Derby-Pleite gegen die Roten (0:3 am 08.01.1966) musste in Hannover dringend ein Erfolgserlebnis her. Zwar führten die Löwen noch immer die Bundesliga-Tabelle an, der FC Bayern und Borussia Dortmund lagen jedoch nur einen Punkt dahinter.

Schlechte Platzverhältnisse

“Wer hier ein Tor schießt, gewinnt auch”, prophezeite 96-Trainer Kronsbein bereits vor der Partie und sollte Recht behalten. Der Platz im Niedersachsenstadion war extrem schwer und erst kurz vor dem Anpfiff durch Mitarbeiter der Stadt Hannover halbwegs spielbar gemacht worden. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für ein attraktives Fußballspiel und gerade die technisch versierten Spieler der Löwen litten sehr darunter.

96 dominant

Bernd Winninger und seine TAKTIKTAFEL hätten ihre helle Freude an diesem Spiel gehabt. Hannover dominierte die Partie, wenn man der Statistik Glauben schenken darf: 16:4 Ecken und 24 Torschüsse, davon sechs Hochkaräter! Als Sieger aber gingen die Löwen vom Platz…

Perusic überragt

Auch wenn er nicht als Torschütze in Erscheinung trat, so war Zeljko “Peru” Perusic doch der auffälligste Spieler auf Seiten der Giesinger. Dem kleinen Außenläufer kam das schwere Geläuf natürlich besonders zugute und so zeigte er eine überragende Leistung, gewann fast alle Zweikämpfe und leitete etlich Angriffe der Löwen ein.

Brunnenmeier erlöst 1860

Für das goldene Tor sorgte schließlich (einmal mehr) Rudi Brunnenmeier. Obwohl er bei seinem Gegenspieler Bodo Fuchs größtenteils abgemeldet war, war der Nationalspieler in der 70. Minute zur Stelle. Ecke Patzke, Verlängerung Konietzka und Brunnenmeier per Kopf zum 0:1. Am Saisonende standen beim ihm 15 Tore zu Buche; erfolgreichster Löwe in der Meistersaison war Konietzka mit stolzen 26 (!) Buden!

Glück im Unglück

Eben dieser Timo Konietzka machte sich nach dem Spiel zusammen mit Otto Luttrop auf den Weg in den heimatlichen Westen der Republik. Unterwegs wurden die beiden in einen Autounfall verwickelt. Glücklicherweise kamen beide Spieler glimpflich davon und erlitten lediglich leichte Verletzungen.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Max Merkel schenkte im Niedersachsenstadion folgender Mannschaft sein Vertrauen:

Radenkovic – Wagner, Patzke – Luttrop, Reich, Perusic, Heiß, Küppers – Brunnenmeier, Konietzka, Grosser

Tor:
0:1 Brunnenmeier (70.)

Die LÖWENRUNDE vor dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau

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Michael Köllner hatte in der Zoom-Pressekonferenz des TSV 1860 am frühen Freitag Nachmittag vor dem am Sonntag anstehenden Spiel seiner Mannschaft gegen den FSV Zwickau viel Lob zu verteilen.

…für Morris Schröter

Der jüngste Aufschwung der Zwickauer ist “sicherlich eng mit dem Namen Schröter verbunden. Keine Frage”. Der aktuelle Topscorer der Schwäne (sechs Tore, drei Vorlagen) profitiere von der Umstellung beim FSV auf ein 4-4-2-System. Der Löwendompteur erinnerte auch an sein erstes Spiel mit 1860 in Zwickau vor einem Jahr (2:2), als Phillipp Steinhart “gewaltig mit Schröter zu kämpfen hatte. Im zweiten Spiel haben wir das dann deutlich besser gemacht.”

…für Joe Enochs

Den Trainer des nächsten Gegners schätzt Michael Köllner bekanntermaßen. Das betonte er auch in der LÖWENRUNDE noch einmal. Die oben angesprochene Systemumstellung sei wohl auch eine Reaktion auf eine gewisse Müdigkeit im Kader gewesen. Darauf habe der US-Amerikaner gekonnt reagiert. Und dies unterstreiche die hohe Qualität des Kollegen.

…für Keanu Staude

Gleichwohl die Neuverpflichtung der Löwen erst während der freitaglichen Trainingseinheit bekannt gegeben wurde, konnte Köllner in der Spieltagspressekonferenz direkt anschaulich machen, wie er die Rolle des 24jährigen in seiner Mannschaft sieht. “Ein Spieler mit diesem technischen Vermögen tut uns sehr gut.” Für den Löwentrainer ist Staude ein Spielertyp, der “wilde und spektakuläre Dinge” machen könne, wie man sie im aktuellen Kader nicht habe. Er zog einen Vergleich zu Ex-Löwen wie Timo Gebhart, Benjamin Kindsvater und Nico Karger. Keine ganz schlechten Referenzen!

…für Marco Hiller

Nachdem die SpVgg Unterhaching am Donnerstag den Wechsel von Torwart Nico Mantl für zwei Millionen Euro zu Red Bull Salzburg bekannt gegeben hat, wurde Köllner gefragt, wie wertvoll Marco Hiller eigentlich sei. “Marco ist der wichtigste Spieler bei mir. Er ist unbezahlbar. Ein Riesentorwart. Wir wollen irgendwann zusammen in die 2. Liga. Am besten mit Sechzig.”

…für Stephan Salger

Sechzger.de konfrontierte den Löwentrainer mit der Aussage, dass Stephan Salger der beste Verteidiger der 3. Liga sei. Köllner erwiderte, dass mit der Verpflichtung des morgigen Geburtstagskindes genau das aufgegangen sei, was man sich bei den Verantwortlichen vor der Saison mit Salgers Verpflichtung vorgestellt habe. “Der Spieler ist mit beiden Beinen auf dem Boden, ein absolut angenehmer Zeitgenosse. Mit dem unterhätst du dich gerne, der ist reflektiert, der ist intelligent.” Besonderes Lob hatte der Coach für das Tor zum 3:0 in Magdeburg, als Salger den Ball absolut uneigennützig weiterspielte, anstatt selbst seinen zweiten Treffer zu markieren.

…für Ronny König

Der Methusalem des FSV Zwickau (Jahrgang 1983!) prägt aus Köllners Sicht den westsächsischen Verein und er freut sich, dass es solche Typen im Fußball gibt. “Er wird auch am Sonntag wieder eine Herausforderung für meine Abwehr.”

…für Sascha Mölders

Auf die Frage, ob Sascha Mölders, der Methusalem auf Löwenseite am Sonntag vielleicht zunächst auf der Bank Platz nehmen müsse, nachdem das Spiel in Magdeburg ohne ihn so erfolgreich gestaltet werden konnte, hatte Köllner eine klare Antwort parat: “Da lassen wir nichts offen. Sascha ist unser Kapitän, unser Torjäger und ein Führungsspieler. Wir freuen uns, wenn er – weil er ausgeruht ist – den Rasen zum Glühen bringt!”

Auch die heutige LÖWENRUNDE kann natürlich in voller Länge unter Löwen-TV direkt abgerufen werden.

PK aktuell: Staudes Sprachnachricht interessiert Köllner nicht +++ Mölders zurück in der Startelf

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Kurz nach der Bekanntgabe des Wechsels von Keanu Staude zum TSV 1860 machte im Netz ein Youtube-Video die Runde, das eine Sprachnachricht des Neu-Löwen enthält, in dem er aus dem Training bei Arminia Bielefeld plaudert und sich auch kritisch über mehrere Mitspieler äußert. Das Video wurde vor zwei Jahren hochgeladen. Michael Köllner hob in der LÖWENRUNDE – auf den Neuzugang angesprochen – hervor, dass für ihn derlei Geschichten aus der Vergangenheit keine Rolle spielen. Er begegnet seinem neuen Schützling, der morgen erstmals am Mannschaftstraining teilnehmen wird, völlig unvoreingenommen.

Sascha Mölders wird am Sonntag, wie Köllner des Weiteren verriet, nach seiner Gelbsperre wieder in die Startelf zurückkehren und diese als Kapitän auf den Rasen des Sechzgerstadions führen.

Neuzugang: Keanu Staude unterschreibt beim TSV 1860 München

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Der TSV 1860 präsentierte am Freitag seinen zweiten Neuzugang im Winter. Keanu Staude unterschreibt bei 1860 und ist ab sofort spielberechtigt!

Ausgebildet bei Arminia Bielefeld

Der 24-Jährige Offensivspieler wurde bei Arminia Bielefeld ausgebildet und durchlief etliche Nachwuchsmannschaften in seiner Geburtsstadt. Insgesamt absolvierte er 83 Ligaspiele für die Arminia, ehe er zur Saison 2020/21 zu den Würzburger Kickers wechselte. Dort absolvierte Staude jedoch nur drei Partien in der 2. Bundesliga und löste seinen Vertrag zum Jahresbeginn auf.

Neustart in Giesing

Nun also 3. Liga beim TSV 1860. Keanu Staude, dem aufgrund eines Vorfalls vor einigen Jahren nicht der beste Ruf vorauseilt, wird sich strecken müssen, um in die funktionierende Löwen-Elf vorzustoßen. Allerdings ist auch klar: Keanu Staude unterschreibt bei 1860 nicht, wenn Michael Köllner und Günther Gorenzel nicht komplett von ihm überzeugt sind. Deshalb gehen wir davon aus, dass Staude schon bald eine tragende Rolle bei Sechzig spielen kann und wünschen unserem Neuzugang nur das Beste!

Der Auswärtssieg des TSV 1860 in Magdeburg: die TAKTIKTAFEL-Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen bei der TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels 1. FC Magdeburg gegen den TSV 1860 München.

Thomas Hoßmang ließ den 1.FC Magdeburg tatsächlich im 3-4-3 in die Partie starten, beim TSV 1860 war es in der taktischen Aufstellung diesmal theoretisch ein 4-4-2. Bei genauerer Betrachtung war dies aber vielleicht doch eher ein 4-1-5-0 (vgl. Spanien EM 2012) ohne echten Stürmer, dafür mit einer grandiosen taktischen Finesse für die Offensive, um das Fehlen von Torjäger Sascha Mölders zu kaschieren. Aber der Reihe nach.

Schauen wir zunächst einmal die Statistik zum Spiel an.

Die statistischen Zahlen

  • Ballbesitz 61%:39% zugunsten des 1.FCM
  • Schüsse 10:12 (davon aufs Tor 4:4), ebenfalls zugunsten der Hausherren
  • Passgenauigkeit TSV 1860 75%; 1.FCM 87%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 67%; 1.FCM 74%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 19; 1.FCM 5,92

Diese Zahlen sehen ohne Kontext aus, als wäre der 1. FCM absolut dominant gewesen und die Sechzger hätten durch drei Zufallstreffer das Spiel gewonnen.

Wieso hatte Magdeburg im Vergleich mit dem TSV 1860 mehr Ballbesitz?

Gehen wir zunächst einmal auf den Ballbesitz ein. Dazu brauchen wir den Blick auf die Passwege bzw. die Art der gespielten Pässe und die Anzahl der Ballbesitzphasen. Für die Löwen gab es 106 Ballbesitzphasen. 103 davon endeten mit einem Ballverlust oder einer Spielunterbrechung. Drei mit einem Tor. Der Gastgeber hingegen hatte 94 Ballbesitzphasen, die alle entweder mit Ballverlust oder Spielunterbrechung endeten. Das für diese Rubrik entscheidende Puzzleteil sind die Rück- und Querpässe außerhalb des letzten Drittels.

Magdeburg wurde durch das Stellungsspiel des TSV 1860 zu 161 Querpässen und 69 Rückpässen außerhalb des letzten Drittels gezwungen. Das bedeutet mit rund 58% aller Pässe außerhalb des letzten Drittels konnte Magdeburg keinen Raumgewinn erzielen. Wer viel hintenrum spielt oder wem die Ideen fehlen, hat logischerweise viel Ballbesitz, aber nicht zwingend mehr vom Spiel.

Das etwas andere Pressing

Dadurch erklärt sich auch die im Vergleich zu sonst hohe PPDA bei den Löwen, die ja eigentlich mit ein Indikator für Pressingintensität ist. Defensivaktionen gegen den Ball setzt man beim Pressen in der Regel gegen den ballführenden Mann oder gegen den gespielten Vorwärtspass. Im Fall des gestrigen Spiels sah das Pressing aber komplett anders als sonst aus. Die Spieler von Michael Köllner stellten dem 1. FCM die Passwege ins Zentrum zu und versuchten das Spiel der Hausherren so auf die Flügel zu zwingen. Durch Druck auf den ballführenden Spieler wollte man dort Fehlpässe erzwingen oder mit direkten Aktionen gegen den Ball das Leder erobern. Deshalb konnten sich die Magdeburger in der eigenen Hälfte relativ ungestört den Ball zuschieben. Sie fanden aber aufgrund des hervorragenden Stellungsspiels der Löwen keine Anspielstationen, um das Spielgerät so nach vorne zu bringen, dass dauerhaft die für ein erfolgreiches 3-4-3 erforderliche Dynamik entstehen kann.

Sechzig spielte gegen den Ball ein wenig anders als wir es vom Zusehen gewohnt sind und wohl auch anders als Magdeburg das erwartet hatte. Gegen das in der Offensive auf schnelles und direktes Passspiel ausgerichtete 3-4-3 System der Magdeburger war diese Art des Gegenpressings eine sehr effektive Waffe. Es verhindert nämlich schnelles Passpiel.
Natürlich konnten die Löwen nicht jeden Angriffsversuch der Festungsstädter so unterbinden, aber in Summe war die Effektivität dieser Herangehensweise ein gutes Mittel, um Magdeburg unter Kontrolle zu halten.

Wie lief das Spiel?

Von Beginn an und das ganze Spiel hindurch hatten die Magdeburger aus oben beschriebenen Gründen mehr Ballbesitz. Die entscheidenden Aktionen aber setzte der TSV 1860 München. Wirklich gefährlich kam der FCM in der ersten halben Stunde nicht vor das Tor der in türkis spielenden Löwen. Das einzig erwähnenswerte auf Magdeburger Seite war ein Schuss von Jakubiak in der 3. Minute, den Hiller aber problemlos abfing.

Bei den Löwen spielten Stefan Lex, Richy Neudecker, Merveille Biankadi und Erik Tallig mehr oder weniger aus einem 4-1-5-0 (defensiv 4-2-3-1) heraus als abwechselnde Spitzen in vorderster Front. Das System wechselte dadurch in der Offensive zwischen 4-1-4-1, 4-1-2-3 oder 4-1-3-2 (HS). Von Michael Köllner wieder sehr flexibel angelegt, schob sich mal dieser, mal jener Spieler in die Sturmspitze und die anderen vier wechselten dahinter munter die Positionen durch. So tauchte Biankadi mal links als Vorbereiter auf, mal halbrechts im Fünfer als Vollstrecker. Ebenso waren Tallig, Lex und Neudecker mal hier und mal da zu finden. Dahinter spielte ein sehr offensiv ausgerichteter Daniel Wein in der Rolle des zurückgezogenen Spielmachers mit vielen Freiheiten. Bei dessen Ausflügen über die Mittellinie sicherte Box-to-Box Spieler Dennis Dressel für ihn nach hinten im Falle eines Ballverlusts ab.

Nicht nur die Offensive sticht heraus

Es ist eine Augenweide die Löwen so flexibel nach vorn und doch stabil und mit genauem Plan in der Rückwärtsbewegung zu sehen. Ein wiedereinmal überragender Marco Hiller rundete die gute Mannschaftsleistung mit seinem 7. Spiel ohne Gegentor ab. Das bedeutet: In einem Drittel der bisher absolvierten Spiele haben Hiller und seine Abwehrleute ein “clean Sheet” zu Buche stehen. Das als Information aber nur am Rande.

Diese Herangehensweise, die Michael Köllner für dieses Spiel in der Offensive wählte, ist nicht wirklich neu. In früheren Zeiten hätte man bei diesen geplanten Positionswechseln von einem Schalker Kreisel gesprochen. Heutzutage hat das in ganz anderen Sphären des Profifußballs den Namen “Tiki Taka” bekommen. Diese Spielsysteme beruhen auf einer Rotation der Spieler in der Sturmspitze bei gleichzeitigem Ballbesitzspiel. Das mit dem Ballbesitzspiel hat Sechzig im Spiel gegen Magdeburg nicht gezeigt. Für einen Drittligisten hat aber der Plan mit Rotation im Sturm mit erstaunlicher Effektivität funktioniert. Wenn man die Schusschancen und nicht die daraus entstandenen Tore als Maßstab nimmt, ist das unter dem Strich eine gute Ausbeute. Sieben verschiedene Schützen bei zehn Versuchen.

Die Rotation in der Offensive

Wie sah dieses Durchtauschen nun genau aus? Biankadi vorn, Lex links, Tallig rechts. Tallig in der Spitze, Lex rechts und Biankadi links. Lex vorne, Dressel rechts, Biankadi links, Tallig Box-to-Box. Auch Richy Neudecker versuchte sich an Vorstößen ins Sturmzentrum, kam allerdings in diesen Situationen nur einmal zum Torabschluss. Bei einem Vorstoß ins Zentrum von Neudecker war übrigens keine seitliche Verschiebung aus der Grundaufstellung heraus für die Spieler dahinter notwendig. Lex rückte in dem Fall als hängende Spitze hinter Neudecker. Neudecker selbst war, wenn er nicht ganz vorn war, immer als hängende Spitze oder vielleicht eher Schattenstürmer auf der Lauer leicht versetzt hinter der jeweiligen Spitze.

Bei der hohen Flexibilität, die diese taktische Spielweise im Spiel nach vorn bringt, ist es zwingend notwendig, dass jeder Spieler seine Aufgaben akribisch löst und sich keine Konzentrationsfehler einschleichen. Das hat in den meisten Situationen gut geklappt. Mir ist tatsächlich nur eine Situation in Erinnerung, wo sich zwei offensive Sechzger im gleichen Bereich im Strafraum im Weg stehen. Das waren Tallig und Biankadi nach einer Flanke von der rechten Seite. Wenn ich die gestellten Aufgaben beim Zusehen richtig verstanden habe, ist in dieser Situation Tallig derjenige gewesen, der ein wenig zu weit aus der ihm angedachten Rolle herausgeschlüpft war.

Das 0:1

Relativ schnell fiel gegen den 1.FC Magdeburg nach einem grandiosen Spielzug, den Stefan Salger einleitete, das 1:0 für den TSV 1860 München.

Nach einer Ecke für den 1.FCM, die einen Abstoß für die Sechzger zur Folge hatte, spielte Hiller zu Salger. Dieser sieht den in den freien Raum vor der Mittellinie einlaufenden Dressel und spielt ihn über etwa 30 Meter genial an, sodass Dennis Dressel mit nur einem Kontakt die Kugel weiter zu Lex spielen kann. Lex bekommt den Ball in halbrechter Position 40 Meter vor dem Tor und kann, weil die Abwehr sich nach dem vergeigten Eckball der Magdeburger noch nicht richtig sortiert hatte, allein auf den aus seinem Tor herausstürzenden Behrens zulaufen. Lex spielt das Leder links am Torhüter vorbei, umkurvt ihn selbst auf der rechten Seite und schiebt dann den Ball ins leere Tor, bevor ein Abwehrspieler eingreifen kann.

Von 3-4-3 auf 4-4-2

Thomas Hoßmang brauchte etwa eine halbe Stunde bis er merkte, dass mit der von ihm angedachten Spielweise gegen das System vom TSV 1860 wenig auszurichten war. In der Folge stellte er gegen den Ball auf 4-4-2 um.

Mit dieser Umstellung kam Magdeburg in der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs etwas besser ins Spiel. Eine Anspielstation mehr in der hintersten Linie kann beim Spielaufbau einen gewaltigen Unterschied machen. So gelang es Magdeburg in dieser Phase etwas mehr Druck als zuvor auf den TSV 1860 auszuüben, konnte aber bis auf eine Situation nie wirklich gefährlich werden. Marco Hiller rettete in der 37. Minute gegen Steininger, der von Sané schön in der Schnittstelle der Viererkette der Sechzger angespielt wurde und nur noch das Tor und Hiller vor sich hatte. Ohne Hillers Glanztat, der mutig seinen Körper in den Schuss warf, hätte die Nummer 13 des 1. FCM für das 1:1 gesorgt. Dass die Magdeburger vor der Pause ein wenig aufdrehten, kam den Löwen auch zugute. Biankadi und Tallig hätten durchaus für Vorentscheidungen sorgen können. Tallig scheiterte nach einer Ecke per Kopf nur am Aluminium.

Die zweite Hälfte

In der zweiten Halbzeit bot sich am Anfang ein Bild, dass mich stark an den Beginn der Hinrunde erinnerte. Sechzig kam in den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff nicht wirklich ins Spiel. Magdeburg hingegen kam, was die eigene Offensive anbelangt, hellwach aus der Kabine. Vier Schüsse feuerten Sané und Granatkowski innerhalb von 180 Sekunden zwischen Minute 52 und 55 auf den Kasten der Löwen.

In diese Drangphase der Magdeburger hinein kam dann ein herrlicher Freistoßdoppelpack, bei dem sich die Hintermannschaft der Gastgeber innerhalb von fünf Minuten zweimal vom selben Spielzug übertölpeln ließ. “Fool me once shame on thee, fool me twice shame on me.” sagen die Engländer in solchen Fällen.

Der einzige tatsächlich gefährliche Angriff der restlichen zweiten Halbzeit der Gastgeber fand zwischen den beiden Freistoßtoren in Minute 60 statt. Ernst schloss, nach Zuspiel von Obermair, halbrechts im Strafraum etwa sieben Meter vor dem Tor ab, aber scheiterte am herausstürzenden Hiller.

Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte spielte unser TSV 1860 München die Partie souverän zu Ende und ließ keinen gefährlichen Schuss der weiterhin mit mehr Ballbesitz agierenden Hausherren mehr zu. Die Löwen selbst kamen weitere drei Mal zum Abschluss, jedoch ohne jegliche Torgefahr bei diesen Abschlüssen.

Mit der Harmlosigkeit, die Magdeburg an den Tag legte, wird auch weiterhin für die Festungsstädter nicht viel in dieser Liga zu holen sein. Ein derart unmotiviertes Herangehen an den Abstiegskampf ist indiskutabel. Ich würde für den Rest der Rückrunde gerne einen stärkeren 1.FC Magdeburg sehen. Die Punkte gegen uns haben sie abgegeben, ab jetzt dürfen sie gerne wieder mehr reißen.

Fazit

Ein verdienter Sieg, der mit der Souveränität einer Spitzenmannschaft herausgespielt wurde. Dem Gegner wurden deutlich die Grenzen aufgezeigt. Mit dem Blick auf Sonntag gerichtet, darf man sich aber keineswegs auf den Lorbeeren ausruhen. Der FSV Zwickau kommt nach Giesing und wird ein ganz anderes Kaliber sein als der 1. FCM. Dazu aber mehr in der Taktiktafel vor dem Spiel am Sonntag.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Sechzig um sieben: Weitere Verstärkungen für die Löwen? +++ Transfers der dritten Liga +++

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Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe
Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe

Guten Morgen, liebe Löwen! Heute bei Sechzig um sieben die täglichen News mit möglichen Verstärkungen für 1860, dem Überblick über das Transferkarussel der dritten Liga und dem Ausblick auf den Löwentag. Wir bitten die verspätete Veröffentlichung zu entschuldigen, aber auch bei sechzger.de geht es manchmal drunter und drüber…

Weitere Verstärkungen für 1860?

Seit Günther Gorenzels Interview und im magenta-Interview vor dem Spiel in Magdeburg wird heftig spekuliert, ob sich die Löwen noch über Neuzugänge für die Rückrunde freuen können. Besonders befeuert werden die Spekulation durch Gorenzels breites Grinsen bei der Frage nach weiteren Verstärkungen. Keanu Staude wird seit einigen Tagen immer wieder als mögliche Verstärkung genannt. Wir bei sechzger.de sind da nicht so sicher, da er eigentlich auf der Position von Biankadi zu Hause ist. Vielleicht wird es ja doch ein ganz anderer. Den Namen Benjamin Girth hört man auch immer wieder in der Gerüchteküche. Der 28-Jährige Mittelstürmer kommt aktuell bei Holstein Kiel nicht zum Zug. Möglicherweise hat die sportliche Leitung ja auch einen Joker in der Hinterhand und überrascht uns mit einem ganz anderen Namen. Oder es kommt niemand mehr, macht auch nix. Der Kader ist jetzt schon sehr gut besetzt.

Transfers der dritten Liga

Der SV Meppen holt seinen ehemaligen Spieler Mike-Steven Bähre vom FC Barnsley zurück. In der Rückrunde 17/18 stand der 25-Jährige bereits im Kader der Meppener. Der Offensivspieler brachte es bisher auf 22 Einsätze in Liga drei.

Einen Zu- und zwei Abgänge hat der FCK zu verzeichnen. Anas Ouahiom kommt zunächst auf Leihbasis aus Sandhausen in die Pfalz. Der 23-Jährige Offensivspieler kam zuletzt bei den Sandhäusern nicht mehr zum Zuge und erhofft sich mehr Einsatzzeit bei den roten Teufeln. Diese wird es nicht mehr für Janik Bachmann geben, der Kaiserslautern in umgekehrter Richtung nach Sandhausen verlassen wird. Mit Mohamed Morabet verlässt ein weiterer Spieler den Betzenberg. Der 22-jährige Mittelfeldspieler versucht sich nun eine Liga tiefer beim VfR Aalen durchzusetzen.

Der Löwentag

Am Sonntag steht das dritte Spiel der englischen Woche für die Mannschaft auf dem Programm. Am Sonntag kommt der FSV nach Giesing, wir berichten wieder live von Giesings Höhen. Zur Vorbereitung trainieren die Löwen am frühen Nachmittag. Aber nicht nur für die Mannschaft bedeutet die englische Woche hohe Belastung. Unser Taktikexperte Bernd Winninger anaylsiert aktuell 24/7 und wird Euch heute gegen Mittag nochmal aufzeigen, wie abgezockt die Löwen den Auswärtssieg in Magdeburg erspielen konnten.

Sechzig@18:60 – Giesinger Hochgefühle + Aktuelle News: 3. Liga & e.V.

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Magdeburg 1860 Ergebnis

Der gestrige Auswärtssieg der Löwen beim 1. FC Magdeburg sorgte für Giesinger Hochgefühle; zudem informieren wir Euch über News aus der 3. Liga und dem TSV 1860 München e.V.! Zugegebenermaßen sind wir heute ganz schön früh dran, aber es gibt auch Einiges zu berichten. Los gehts!

Giesinger Gedanken

Unser Thomas Enn kam heute Morgen aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Entsprechend euphorisch fielen auch seine Giesinger Gedanken aus, wobei er auch ein Loblied auf die “heimlichen Helden” des sportlichen Aufschwungs sang. Und wo wir gerade schon beim Singen sind, möchten wir Euch einmal mehr die inoffizielle Hymne der Rückrunde ans Herz legen.

Ausblick auf die kommenden Tage

Bevor wir uns der kommenden Partie gegen den FSV Zwickau widmen werden, dürft Ihr Euch bereits auf die Nachanalyse des Sieges in Magdeburg freuen. War das auch statistisch eine so deutliche Angelegenheit, wie es das Ergebnis vermuten lässt? Bernd Winninger wird es Euch morgen in seiner TAKTIKTAFEL verraten!

Drei Löwen in der kicker-Elf des Tages

Gleich drei Löwen schafften es beim kicker-Sportmagazin in die Elf des Tages der 21. Spielrunde. Etwas überraschend nicht dabei: Marco Hiller, der auch gestern wieder eine überragende Leistung zeigte. Die weiß-blauen Farben werden stattdessen durch die Torschützen Stefan Lex und Stephan Salger, sowie durch Daniel Wein vertreten.

Neues vom MSV Duisburg

Dass Gino Lettieri beim MSV Duisburg entlassen wurde, haben wir Euch gestern bereits während des Live-Tickers aus Magdeburg verraten. Etwas überraschend wurde seitens der Zebras heute verlündet, dass Sportdirektor Ivica Grlic (vorerst) im Amt bleibt. Die Fans des MSV sind not amused und kündigten bereits ein weiteres Hupkonzert an.

Transfers in der 3. Liga

Das Transferkarussell in der 3. Liga dreht sich unterdessen munter weiter:

Torhüter Nico Mantl wechselt von der SpVgg Unterhaching zu RB Salzburg. Den herben sportlichen Verlust lassen sich die Vorstädter durch über 2 Mio. Euro Ablöse versüßen. Als Ersatz wurde bereits gestern Jo Coppens von Lillestrøm SK verpflichtet.

Auch der nächste Löwen-Gegner FSV Zwickau wurde nochmal aktiv: Die Schwäne verpflichteten Stürmer Lars Lokotsch, der zuletzt beim FC Livingston und den Raith Rovers in Schottland aktiv war.

Waldhof Mannheim hat Dennis Jastrzembski an Land gezogen; der Offensivspieler wird bis Saisonende von Hertha BSC ausgeliehen. Ebenfalls per Leihgeschäft wechselt Kevin Lankford vom FC St. Pauli zum SV Wehen Wiesbaden.

Und die Löwen?

Beim TSV 1860 hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man sich demnächst mit Keanu Staude einigen könnte. Neben dem Ex-Würzburger werden noch einige andere Namen gehandelt, an etwaigen Spekulationen wollen wir uns jedoch nicht beteiligen.

Neuigkeiten aus dem e.V.

Unsere eSportler sind heute Abend um 20.00 Uhr wieder im Einsatz. Nach dem Sieg gegen Schalke 04 am Dienstag gehts für Penta 1860 in der Prime League heute gegen Einfach E-Sports. Das League of Legends-Match kann live bei Twitch gestreamt werden.

Ein Verein, eine Familie! Alle Mannschaften leiden unter der aktuellen Situation, dennoch fällt das Training nicht aus! Der Verein beherbergt inzwischen 49 verschiedene Sportarten und möchte natürlich die Interaktion unter den Löwinnen und Löwen fördern. Im gestrigen Zoomtraining durften die Fußball-Jungs aus dem NLZ beispielsweise mit den Boxern/-innen trainieren. Alfonso Fusco leitete das Training, während die Verantwortlichen der Junglöwen ihre Jungs gut im Blick hatten.

Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem Auswärtssieg in Magdeburg

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Guten Morgen, liebe Löwen! Ihr habt nicht geträumt gestern. Es ist wahr! Unsere Löwen haben gestern in Magdeburg eine super abgezockte Leistung hingelegt und einen blitzsauberen 3:0-Auswärtssieg eingefahren. Und was soll man sagen? Die Lage der Löwen ist natürlich hervorragend. Immer dieses Auf und Ab… Letzten Montag himmelhochjauchzend, am Sonntag leichter Katzenjammer und jetzt wieder Wolke 7… So ist das halt bei den Löwen…

Sorgenfalten vor dem Spiel

Wahrscheinlich hatten die meisten von uns gewisse Sorgenfalten auf der Stirn, weil unser Leader Sascha Mölders wegen der 5. gelben Karte gesperrt war. Ich habe auch mehr als ein Mal drüber nachgedacht, wie Michi Köllner diesen Ausfall wohl kompensieren wird. Umstellung auf 4-4-2 oder beim bewährten 4-1-4-1 bleiben? Aber wen dann als Zielspieler vorne rein stellen? Biankadi? Lex? Gar den Teenager Knöferl? Ehrlich gesagt konnte ich über das Fernsehen gar nicht recht erkennen, wie genau Köllner das angebliche Dilemma gelöst hat. Das wird euch Bernd Winninger wieder in der TAKTIKTAFEL Analyse aufzeigen. Für mich sah es so aus, als ob Lex und Biankadi auf den Flügeln agierten und Neudecker als eine Art „falsche 9“ dahinter. Mit guter Unterstützung von Tallig und Dressel, die situativ aufrückten und dann sehr variabel zu fünft um den Magdeburger Strafraum agierten und einige Chance kreierten.

Mannschaftliche Geschlossenheit

Und wie ich bereits in den letzten Giesinger Gedanken prophezeit habe, machte der Ausfall unsere Löwen tatsächlich wesentlich schwerer ausrechenbar als mit Mölders. Das soll natürlich kein Dauerzustand sein, aber es zeigt einfach, dass diese Mannschaft so viel mehr als „nur“ Sascha Mölders ist. Die Fokussierung auf Alpha-Tier Mölders und einige andere Protagonisten in der Öffentlichkeit scheint mir vollkommen am Wesen dieser MANNSCHAFT vorbei zu gehen.

14 verschiedene Spieler haben diese Saison bereits getroffen. Das wird gerne vergessen, weil sich alle auf die sensationellen 13 Tore von Sascha konzentrieren. Aber gestern hat man gesehen, er kann auch mal ein Spiel ausfallen und sich eine ermüdende Auswärtsfahrt sparen. Die Welt geht nicht unter! Und er wird mit aufgeladenen Batterien zurückkommen und gegen Zwickau wieder voranschreiten beim Versuch, die nächsten drei Punkte einzufahren.

Die “heimlichen” Helden

Ich bin tief beeindruckt von einigen Spielern, die sich aktuell als unglaubliche Teamplayer zeigen. Zum Beispiel Dennis Dressel. Der Junge ist seit 2007 bei den Löwen, ist ein vorbildliches Eigengewächs unseres NLZ. Er spielte einige bärenstarke Partien im Herbst, schoss entscheidende Tore und findet sich aktuell trotz guter Form nicht immer in der Startelf wieder. Dann nimmt er auf der Bank Platz, murrt nicht, wartet auf seine Chance und bringt nach Einwechslungen seine gewohnt guten Leistungen. Das muss man mit 22 Jahren auch erstmal bringen.

Daniel Wein ist auch so ein Fall. Er liefert seit 2017 extrem konstante Leistungen. Hat sich nie in den Vordergrund gedrängt und hatte zu akzeptieren, dass Quirin Moll sich mit starken Leistungen seinen Platz im defensiven Mittelfeld von ihm zurückerkämpft hat. Hat man ein böses Wort von Vino gehört? Nein! Und nun, wo Quirin Moll nach wirklich starken Leistungen langfristig ausfällt, ist Daniel Wein wieder da und ersetzt Moll perfekt. Die Zuverlässigkeit in Person!

Der nächste ist für mich Dennis Erdmann, auch er zeigt in den letzten Wochen die stärksten Leistungen, seitdem er für die Löwen spielt. Er hat seine teilweise übertriebene Aggressivität in den Griff bekommen, ohne an Giftigkeit zu verlieren. Das macht ihn viel wertvoller für die Mannschaft. Und dann kommt plötzlich Semi Belkahia aus dem Nichts und steht in der Startelf. Für Erdmann bleibt auch nur die Bank, obwohl er bewiesen hat, dass er Innenverteidiger und den Part vor der Viererkette gut spielen kann. Auch hier kein böses Wort, stattdessen Leistung bei jeder Gelegenheit in der Startelf und nach Einwechslungen.

Die gute Lage der Löwen in der Liga hat sich für mich nicht zuletzt durch diese Spieler und ihr teamorientiertes Verhalten stark verbessert.

Der Glücksfall

Das sind aus meiner Sicht viel zu wenig beachtete Fortschritte, die unsere Mannschaft unter dem größten Glücksfall der jüngeren Geschichte (oder aller Zeiten?) für den TSV 1860 München gemacht hat: Michael Köllner.

Köllner hat beim TSV innerhalb kurzer Zeit ein Umfeld geschaffen, das sich in und um den ganzen Verein positiv auswirkt. Man merkt, dass die Spieler sich durch den internen Konkurrenzkampf verbessern. Aber dieser Konkurrenzkampf scheint sehr fair stattzufinden und bringt das Team als Ganzes weiter, aber auch jeden einzelnen Spieler. Köllner „zaubert“ Spieler wie Knöferl oder Belkahia aus dem Hut, die entscheidenden Anteil an den Erfolgen und der guten Lage der Löwen der letzten Wochen haben. Ich bin mir sicher, dass er hinter den Kulissen Talente wie Gresler, Lang, Mannhardt und andere weiterentwickelt und diese zu gegebener Zeit bringen wird. Und sie werden überzeugen, da bin ich mir sicher.

Weiter auf Wolke 7?

Naja, zurück zum Hier und Jetzt. Jetzt also wieder Wolke 7, die Lage der Löwen ist super. Falls wir am Sonntag nicht gegen Zwickau gewinnen, sind wir wahrscheinlich wieder gefühlt kurz vorm Abstieg… Diese emotionale Berg- und Talfahrt ist einfach ein Bestandteil unserer Löwen-DNA. Wir sind heißblütige Fans, wir wünschen uns so sehr, dass die Mannschaft Erfolg hat und uns schmerzt es brutal, wenn sie ihn nicht hat. Da müssen wir an uns arbeiten und etwas relaxter werden. Aber dann wären wir wahrscheinlich nicht mehr 1860. Es geht nicht einfach immer steil nach oben. Es gibt immer wieder kleine Rückschläge, wie beim Bitcoin oder der Tesla-Aktie. Aber unsere Tendenz geht ganz klar nach oben. Und ich glaube, sie könnte am Ende reichen, um eine Liga weiter nach oben zu kommen.Wir werden sicher bis zum Ende oben mitmischen.

Auf jeden Fall fehlt mir so sehr, im Stadion zu stehen und diese Mannschaft anzufeuern und ihr etwas zurückzugeben, für diese tollen Leistungen, mit denen sie uns so glücklich macht. Während einer Ehrenrunde durch unser Stadion würde ich ihr gerne ein „Löwen, wir sind stolz auf Euch“ entgegenschmettern und dann nachher aus den Stadionlautsprechern unsere inoffizielle Rückrundenhymne vernehmen!

 

Auswärtssieg in Magdeburg: TSV 1860 München gewinnt mit 3:0

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Magdeburg TSV 1860 0:3

Am 21.Spieltag traf der TSV 1860 München auf den 1.FC Magdeburg.

Der TSV 1860 München trat gegen Magdeburg zum zweiten Mal in dieser Saison in den türkisfarbenen Trikots an. Lex rutschte für den gelbgesperrten Mölders in die Startelf und übernahm auch die Kapitänsbinde. Außerdem begann Erdmann statt Belkahia und Dressel für Greilinger.

Munterer Beginn – frühes Tor

Die Löwen begannen munter und attackierten den Gastgeber bereits früh in deren Hälfte. Waren die ersten Aktionen noch von Hektik und Ungenauigkeit geprägt, brachte der erste sauber gespielte Angriff die frühe Führung für den TSV 1860. Hiller spielte einen flaschen Abstoß kurz auf Salger. Dieser bekam ganz viel Zeit beim Abspiel und brachte den Ball dann zu Dressel. Dieser verlängerte den Ball sofort mit der linken Fußspitze in die Spitze. Lex zündete den Turbo, legte den Ball am Keeper vorbei und konnte die Kugel im leeren Tor unterbringen (9.Minute).

Magdeburg TSV 1860 0:3
Die Löwen bejubeln das 0:1

In der Folge versuchte der Gastgeber mit Ballbesitz etwas Kontrolle in sein Spiel zu bringen. Das gelang auch besser als zu Beginn, torgefährlich wurde es allerdings nicht. Lediglich ein Abschluss (30.Minute) ist hier zu nennen, Marco Hiller musste allerdings nicht eingreifen.

Die Gastgeber mit der ersten Chance

Die erste Großchance für Magdeburg gab es dann in der 36.Minute. Steininger prüfte den Löwen-Keeper, aber Hiller kam schnell aus seinem Kasten und hielt den Ball stark mit der rechten Schulter. Direkt im Anschluss zog Sané gegen Hiller nicht zurück und erinnerte damit etwas an den Kollegen Zirkzee. Dieses Mal wurde Hiller zwar nicht getroffen, eine Standpauke von Erdmann durfte sich der Magdeburger Stürmer allerdings trotzdem anhören. Etwas zu wild für Schiedsrichter Aarnink – gelb für Sané und Erdmann war die Folge.

Den nächsten Aufreger lieferte eine Ecke der Löwen von rechts. Tallig köpfte den Ball mustergültig in Richtung langes Eck und die Spieler des TSV 1860 hatten den Jubelschrei schon auf den Lippen. Der Pfosten verhinderte allerdings den zweiten Treffer (43.Minute). Kurz danach wurde die 1.Halbzeit abgepfiffen.

Nach Wiederanpfiff: etwas mehr Platz für Magdeburg

Magdeburg bekam vom TSV 1860 zu Beginn der 2.Halbzeit etwas mehr Platz, die Löwen attackierten nicht mehr ganz so früh und aggressiv wie zu Spielbeginn. Daraus entstand jedoch nach wie vor nichts Zwingendes. Die Heimmannschaft näherte sich dem Tor zwar allmählich an, aber richtig gefährlich wurde es nicht.

Wenn es der Gegner nicht von alleine schafft, dann hilft man ihm eben… Nach einem kurz gespielten, flachen Abstoß verlor Salger im eigenen Sechzehner den Ball, der im Anschluss gerade noch zur Ecke geklärt werden konnte.

Hinten pfui, vorne hui! Nach Freistoß von Wein traf Erdmann völlig freistehend den Ball nicht richtig. Innenverteidiger-Kollege Salger machte es besser und markierte das wichtige 0:2 (56.Minute). Torschütze Nummer 14 für die Löwen in dieser Saison!

In der 60. Minute konnte Magdeburg in Person von Ernst fast den Anschlusstreffer markieren, doch Hiller rettete wieder einmal großartig und verhinderte einen Gegentreffer. Im Gegenzug gab es Freistoß nach Foul an Neudecker, den erneut Wein wunderbar in den Sechzehner brachte. Dieses Mal war Salger der Adressat und konnte aufgrund fehlender Deckung den Ball in aller Seelenruhe quer auf Steinhart legen. Dieser musste nur noch einschieben (61.Minute).

Damit war das Spiel entschieden. Dem Ende entgegen plätscherte die Partie dennoch nicht, die Gastgeber gaben sich nicht vollkommen auf. Die Löwen machten das hinten allerdings routiniert und konnten einen Gegentreffer verhindern. Pünktlich pfiff Schiedsrichter Aarnink die Partie ab.

Auswärtssieg!

Es geht doch! Auch ohne den gelbgesperrten Sascha Mölders gewinnt der TSV 1860 München beim 1.FC Magdeburg mit 0:3 (0:1). Ein abgezockter und starker Auftritt unserer Mannschaft in der Fremde. Vor allem die ständige, lautstarke und positive Kommunikation im Team fällt bei diesen Geisterspielen absolut positiv auf. Die Chemie scheint zu stimmen!

Was macht die Konkurrenz?

Ingolstadt und Halle trennten sich 1:1. Hansa Rostock hingegen konnte sein Heimspiel mit 4:2 gegen Saarbrücken gewinnen. Das bedeutet Platz 2 für den TSV 1860 München nach der Partie gegen Magdeburg. Rostock und Ingolstadt liegen punktgleich mit zwei Zählern Abstand auf den Rängen drei und vier. Die beiden Mannschaften haben allerdings ein Spiel weniger absolviert.

Zudem verlor Unterhaching in Lübeck mit 0:1 und steht damit auf einem Abstiegsplatz.

Weiter geht es am Sonntag, 31.01.2021, mit einem Heimspiel gegen den FSV Zwickau. Dann wieder auf Giesings Höhen – und mit Sascha Mölders.

Liveticker Magdeburg – TSV 1860: sechzger.de tickert aus dem Stadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zum Liveticker 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München auf sechzger.de!

Spielstand Magdeburg TSV 1860

Am 21.Spieltag in der Saison 2020/21 kommt es zum Duell 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München, sechzger.de ist mit dem Liveticker natürlich wieder vor Ort. Nach zuletzt vier Spielen im Sechzgerstadion müssen die Löwen also mal wieder auswärts ran. Anpfiff ist um 18:60 Uhr im Heinz-Krügel-Stadion. Wir begrüßen euch zu unserem Liveticker Magdeburg – TSV 1860.

Sechs Spiele in Folge ungeschlagen und dabei 14 Punkte erzielt. Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den SV Meppen 1912 gab es zwar gefühlt einen kleinen Dämpfer, dennoch stimmt die Form bei den Löwen. Gestern patzte die direkte Konkurrenz im Aufstiegskampf und konnte keine Siege einfahren. Eine gute Chance für die Löwen, Boden auf den Tabellenführer Dresden gut zu machen und Türkgücü zu distanzieren.

Im Liveticker von sechzger.de werdet ihr bei der Partie 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München mit allen wichtigen Informationen, Bildern aus Magdeburg und dem Stadion sowie allen Spielereignissen versorgt.

Die Aufstellung der Löwen: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 13 Erdmann, 25 Willsch –  17 Wein – 8 Tallig (89. 18 Knöferl), 14 Dressel, 31 Neudecker (81. 27 Belkahia), 7 Lex (76. 11 Greilinger)  – 19 Biankadi (89. 33 Klassen)

Bank: 40 Kretzschmar, 3 Lang, 21 Djayo

Tore: 0:1 Lex (9.), 0:2 Salger (56.), 0:3 Steinhart (61.)

Wo ist das Spiel 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München zu sehen?

Eine Übertragung im Free TV erfolgt nicht, das Spiel wird lediglich live bei Magenta Sport übertragen. Auch auf Youtube gibt es dieses Mal keinen Livestream von 1.FC Magdeburg – TSV 1860. Allerdings überträgt das Löwen-Radio des TSV 1860 das Spiel live.