Herzlich willkommen zum Liveticker TSV 1860 – FSV Zwickau bei sechzger.de!
Am 22.Spieltag der 3.Liga reist der FSV Zwickau nach München-Giesing und will erneut drei Punkte aus München entführen. Die Löwen hingegen können bereits mit einem Unentschieden den 1.Platz einnehmen. Natürlich wird die Mannschaft aber alles geben, um auch heute drei Punkte zu erzielen. Anpfiff ist heute um 14:00 Uhr. Wir begrüßen euch zu unserem Liveticker TSV 1860 – Zwickau.
Mittlerweile sieben Spiele ungeschlagen, 17 Punkte aus diesen Partien mitgenommen. In Giesing könnte es wahrlich schlechter laufen. Zuletzt wurde der Ausfall von Kapitän Mölders bravourös gelöst und ein Auswärtssieg eingefahren. In der Fremde läuft es einfach für den TSV 1860 München. Platz 1 in der Auswärtstabelle stellt dies eindrucksvoll unter Beweis. Heute allerdings sollen Punkte für die Heimbilanz eingefahren werden – wenn auch ohne anwesende Löwenfans. Es wäre das achte Heimspiel in Folge mit einem Punkterfolg.
Im Liveticker von sechzger.de werdet ihr bei der Partie TSV 1860 München – FSV Zwickau mit allen wichtigen Informationen, Bildern aus Giesing und dem Sechzgerstadion sowie allen Spielereignissen versorgt.
Wo ist das Spiel TSV 1860 München – FSV Zwickau zu sehen/hören?
Eine Übertragung im Free TV erfolgt nicht, das Spiel wird lediglich live bei Magenta Sport übertragen. Außerdem könnt ihr das Spiel im Löwen-Radio des TSV 1860 live verfolgen.
Der Vorbericht zur Partie der Löwen gegen die Schwäne
Die seltsame Heim- & Auswärtsbilanz in Corona-Zeiten
Schönen guten Morgen! Heute steht in Giesing die Partie TSV 1860 München – FSV Zwickau an. In normalen Zeiten sind das Fest- und Feiertage, an welchen schon Stunden vor dem Anpfiff das ganze Viertel Kopf steht und die erwartungsfrohen Fans die Kneipen und Plätze rund um den Fußballtempel bevölkern. Hier ist der TSV 1860 einfach zu Hause! Entsprechend ist auch die sportliche Heimbilanz gegenüber der Ausbeute in der Fremde üblicherweise eindeutig – positiv. Der zwölfte Mann wirkt speziell bei Sechzig.
Dies funktioniert leider nicht in Zeiten einer Pandemie. Das Viertel ist verwaist, das Stadion immer leer und kein Funke da, der von den Rängen auf den Rasen überspringt, oder umgekehrt. Daran liegt es wohl, dass der TSV 1860 in dieser Saison zwar schon sechs von zehn Auswärtsspielen gewinnen konnte, zu Hause aber erst vier von elf. Seit dem Sieg in Magdeburg am Mittwoch Abend sind wir in der Auswärtstabelle der 3. Liga Tabellenführer, die Heimbilanz ist hingegen noch optimierbar.
Bisherige Spiele gegen den heutigen Gast
Auch beim Ausflug nach Zwickau am vergangenen Tag der deutschen Einheit konnte das Team von Michael Köllner vor immerhin 3.600 zugelassenen Zuschauern einen Dreier einsacken. In Westsachsen waren sogar einige Löwenfans quasi inkognito im Stadion und freuten sich (allerdings eher still und heimlich) über die Treffer von Sascha Mölders direkt nach dem Anpfiff und Dennis Dressel nach einer guten Stunde, die den 2:1-Sieg sicherstellten.
Wie schon gegen den Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt vor vier Tagen, sind die zurückliegenden Duelle TSV 1860 München – FSV Zwickau ganz schnell gezählt: Erst seit unserem Aufstieg in die 3. Liga im Sommer 2018 steht dieses Aufeinandertreffen auf dem Spielplan. Die Löwen konnten dabei dreimal die Oberhand behalten. Neben dem oben beschriebenen Auswärtssieg zu Beginn der laufenden Saison wurden beide bisherigen Duelle in Giesing – am 1. Dezember 2018 (2:0) und am 31. Juli 2019 (3:0) – siegreich gestaltet. Am Rande des Duells im Sommer 2019 kam es zur Posse rund um die Zaunfahne der Zwickauer Ultra-Gruppe RED KAOS. Die Staatsanwaltschaft München blamierte sich, die Münchner Löwen solidarisierten sich. Hier kann die Geschichte nochmal nachgelesen werden.
Die Bilanz TSV 1860 München – FSV Zwickau
Das Zwickauer Fußballteam wartet derzeit noch auf den allerersten Treffer bei Sechzig München und wenn es nach uns und Marco Hiller geht, darf das auch so bleiben! Die bisher einzige Niederlage gegen den FSV ereilte den TSV im Rahmen der Niederlagenserie im Frühjahr 2019, die uns beinahe den Klassenerhalt in der Premierensaison in der 3. Liga gekostet hätte. 5:2 für die Schwäne hieß es damals an einem nasskalten Maitag vor 7.700 Zuschauern. Das bislang einzige Unentschieden zwischen beiden Teams ging vor ziemlich genau einem Jahr, am 2. Februar über die Bühne, als die Gastgeber zweimal hintereinander exakt acht Minuten nach der Löwenführung den Spielstand wieder ausgleichen konnten. Die aus den fünf Duellen resultierende Torbilanz von 11:8 Treffern passt zu den phänomenalen 42 Treffern, die das Team von Michael Köllner in dieser Saison bereits erzielt hat – ein 0:0 ist heute Nachmittag also eher nicht zu erwarten.
Der Saisonverlauf des FSV Zwickau
Wobei die Westsachsen mit einem ermauerten Punkt in Giesing heute Nachmittag wahrscheinlich sogar zufrieden wären. Der bisherige Saisonverlauf des FSV ist mit der Vokabel schwierig sehr gut umschrieben. Die Schwäne sind derzeit Spitzenreiter. Allerdings nur, was die Anzahl an Spielabsagen anbelangt. Während die Löwen (wie sonst nur noch Kaiserslautern) alle Partien wie geplant absolvieren durften, blicken unsere heutigen Gäste bereits auf eine Liste von sechs Absagen zurück: Los ging‘s am 7. Spieltag, als der Gast Türk Gücü wegen dreier positiver Coronafälle nicht in Westsachsen antreten konnte.
Tour de Corona
Nur eine Woche später war es dann der SC Verl, der den FSV aus demselben Grund nicht begrüßen durfte. Und als genau diese Partie des 8. Spieltags einen Monat später nachgeholt werden sollte, waren es dann wiederum die Zwickauer, die ihre Anreise nach Paderborn wegen der Information über vier positive Covid-Tests in der eigenen Mannschaft abbrechen mussten. Sowohl das folgende Zwickauer Gastspiel bei den kleinen Roten sieben Tage später, das übrigens bis heute noch nicht nachgeholt ist, als auch ihr Heimspiel gegen Ingolstadt fielen der Quarantäne zum Opfer. Wer hat mitgezählt? Richtig, das waren erst fünf Absagen. Denn als ob Corona nicht schon nervig genug wäre, fiel dann auch noch das Auswärtsspiel der Schwäne beim 1. FC Saarbrücken am 16. Januar der Unbespielbarkeit des Platzes im Ludwigspark zum Opfer.
Wenn die Schwäne zwischendrin mal spielen dürfen (immerhin blicken sie – wie Uerdingen und Bayern II – trotz allem auf bereits 19 absolvierte Partien zurück), dann sieht das zuletzt gar nicht so schlecht aus: Die jüngsten beiden Partien (in der Münchner Vorstadt und gegen Duisburg) wurden gewonnen, im Januar stehen bisher einer Niederlage und einem Unentschieden drei Siege gegenüber. Exakt so viele Erfolge, wie in den fast drei Monaten zwischen Mitte Oktober und dem Jahresende eingefahren werden konnten.
Schon wieder ein Wackelkandidat auf der Trainerbank des Gegners?
Dass der sympathische Joe Enochs, der seit Sommer 2018 den FSV Zwickau trainiert und aus den dortigen begrenzten Möglichkeiten wahrlich Beeindruckendes herausholt, zuletzt als Kandidat für die nächste Trainerentlassung der 3. Liga gehandelt wurde, ist einigermaßen irritierend. Wäre der Jahresauftakt gegen Lübeck nicht siegreich gestaltet worden, so pfiffen es die Spatzen in Zwickau von den Bäumen, wäre der Amerikaner seinen Job wohl los gewesen. Nicht wirklich nachvollziehbar, für Enochs sind seltsame Entscheidungen von Vereinsfunktionären ihn betreffend aber keine ganz neue Erfahrung: Im Oktober 2017 wurde er beim VfL Osnabrück nach einem 5:0-Sieg im Landespokal in Göttingen geschasst. Einige Tage zuvor hatten die Lilaweißen das Derby in Münster mit 1:4 verloren.
Tabellenführung winkt
Zurück in die Gegenwart: Unsere Löwen versuchen heute – anders als vor einer Woche gegen Meppen – beim zweiten Anstoßtermin an diesem Tag um 14 Uhr zum ersten Mal in dieser Saison eine Sonntagspartie zu gewinnen. Nach einer Niederlage (in Dresden) und besagter Punkteteilung mit den Emsländern, wäre heute genau der richtige Zeitpunkt dafür. Der sechzger.de-Liveticker informiert Euch wie immer, wie es bei TSV 1860 München – FSV Zwickau steht. Nachdem Dynamo Dresden am Freitag Abend gegen die Bayernbubis wegen Unbespielbarkeit des Platzes nicht antreten durfte, winkt uns heute sogar die Tabellenführung. Diesen Angriff auf die Tabellenspitze starten wir nach dem gestrigen Ingolstädter 1:0 in Unterhaching von Platz 3 aus.
Nach der heutigen 0:1 Niederlage gegen den SV Wehen auf dem heimischen Betzenberg zog die sportliche Führung des 1. FC Kaiserslautern die Notbremse: Nach dem Spiel wurde Trainer Jeff Saibene in Kaiserslautern entlassen. Der 52- jährige Luxemburger war erst am 2. Spieltag dieser Saison zu den roten Teufeln gestoßen und betreute die Mannschaft nur 20 Spiele.
Durchwachsene Bilanz
In diesen 20 Spielen konnte Jeff Saibenes Mannschaft nur 18 Punkte holen (3 Siege, 12 Unentschieden, 5 Niederlagen). Beim Auftritt unserer Löwen am 15. Dezember sahen wir in unserem Liveticker einen sehr schwachen Auftritt der Lauterer. Zitat aus dem Speilfazit:
“Um den FCK muss man sich wirklich Sorgen machen… Schuldenfrei in die Regionalliga???”
Saibene scheint die Situation nicht in den Griff bekommen zu haben. Aus den sechs Spielen nach unserem Auftritt am Betze sprang für die Lauterer lediglich ein Sieg in Uerdingen (bzw. Düsseldorf) heraus. Zwei Unentschieden und drei Niederlagen komplettieren die Bilanz.
Nachfolger noch unklar
Wer Jeff Saibene in Kaiserslautern beerben wird, ist aktuell noch unklar. Klar ist hingegen, dass derjenige keine leichte Aufgabe übernehmen wird. Zum Einen sind zahlreiche Neuzugänge aus dem aktuellen Transferfenster in die Mannschaft zu integrieren. Zum Anderen stehen die Lauterer in der Tabelle gerade mal wegen der um ein Tor besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsplatz.
Das Transferkarussel in der 3.Liga dreht sich weiter und unsere Vorberichterstattung hat heute Zuwachs bekommen. Achja, Fußball wurde natürlich auch noch gespielt.
Geburtstagskind
Wir konnten das Rätsel aus Sechzig um Sieben auflösen und gratulieren auch an dieser Stelle noch einmal: Alles Gute, Stephan Salger. Ausführliche Wünsche gab es heute kurz danach von uns natürlich auch.
TAKTIKTAFEL
Weiter ging es im Takt und unsere TAKTIKTAFEL zum kommenden Gegner FSV Zwickau ging online. Dieses Mal gab es auch gleich ein paar Bilder dazu, damit ihr die wichtigsten Spieler des Gegners schon einmal gesehen habt.
Expertentipps
Drei Stunden darauf folgte unsere nächste Spieltagsrubrik. Die Antwort auf das zweite Rätsel aus SuS wurde damit ebenfalls erbracht. Tim Rieder hat dieses Mal für die Partie gegen die Sachsen seinen Tipp abgegeben.
Samstagspartien des 22.Spieltags
Die Ergebnisse der Samstagsspiele aus der 3.Liga haben wir euch hier zusammengefasst. Die Konkurrenz im oberen Tabellendrittel war dabei im Einsatz und auch ein Tabellennachbar war gefordert. Besonders spannend war für Fans des TSV 1860 die Partie mit Türkgücü-Beteiligung. Neben dem Blick auf die aktuelle Tabelle ist auch der Zustand des Rasens ein spannendes Thema.
Es ist zwar noch ein bisschen hin, die Nachricht dürfte aber trotzdem viele von euch erfreuen. Die Partie TSV 1860 München – Hansa Rostock wird live im BR und NDR übertragen. Natürlich gibt es zu dieser Partie trotzdem den sechzger.de Liveticker. 🙂
Manchmal ein undankbarer Job, aber immer mittendrin statt nur dabei: der Schiedsrichter
Der 22. Spieltag der dritten Liga stach vor allem durch einige Spielabsagen heraus. So fielen die Spiele Dynamo Dresden – FC Bayern II und Viktoria Köln – 1. FC Magdeburg dem schlechten Wetter zum Opfer und wurden kurzfristig abgesagt. Das Spiel KFC Uerdingen gegen Hansa Rostock wurde hingegen Corona-bedingt abgesagt, was dem KFC vermutlich ganz recht gekommen sein dürfte. Die Düsseldorfer Arena stand ja als Spielstätte nach den ausstehenden Mietzahlungen der Krefelder ohnehin nicht (mehr) zur Verfügung. Hier ein Blick auf die Samstagsspiele der dritten Liga:
SC Verl – SV Meppen 3:1
Gespielt wurde allerdings auch noch und 1860-Verfolger SC Verl setzte sich erwartungsgemäß mit 3:1 gegen den SV Meppen durch. Die Verler bleiben damit 3 Punkte hinter den Löwen, haben aber die gleiche Spielanzahl wie der TSV 1860 absolviert.
1. FC Kaiserslautern – Wehen Wiesbaden 0:1
Die roten Teufel bleiben im Tabellenkeller. Daheim verlor man knapp mit 1:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden. Ex-Löwe Tim Rieder wurde zur Halbzeit eingewechselt. Bemerkenswert noch, dass die Lauterer in der 71. Minute das erste Mal auf das Tor der Gäste schossen.
SpVgg Unterhaching – FC Ingolstadt 0:1
Einen Platz hinter den roten Teufeln und somit auf einem Abstiegsplatz bleibt die Spielvereinigung aus Unterhaching. Daheim verlor man mit 0:1 gegen den FC Ingolstadt. Den Löwen freut es nicht – Ingolstadt schiebt sich damit wieder einen Punkt vor den TSV 1860 und steht (vorübergehend) auf Platz zwei.
Bemerkenswert ist die rote Karte für Schwabl. Nicht etwa für den spielenden Kapitän, sondern für den Präsidenten Manni Schwabl. Er musste wegen Reklamierens auf die Tribüne.
SV Türkgücü München – SV Waldhof Mannheim 0:2
Viele Löwen-Fans schauten mit großen Augen in die Heimat des TSV 1860, das Sechzgerstadion. Dies aus mehreren Gründen: Zum einen spielten mit Türkgücü München und Waldhof Mannheim zwei Verfolger der Löwen, zum anderen wegen dem Zustand des Rasens im Grünwalder Stadion.
Der SV Türkgücü München verlor überraschend sein Heimspiel gegen Waldhof Mannheim mit 0:2. Damit haben beide Vereine heute noch ein Spiel mehr als die Löwen (22), aber vier Punkte weniger. Die Löwen könnten diesen Vorsprung morgen auf 7 Punkte ausbauen. Einen Erfolg gegen Zwickau vorausgesetzt. Die TAKTIKTAFEL zu diesem Spiel ist bereits online. Aber Vormittag halten wir Euch im Liveticker wie gewohnt über alles zum Spiel auf dem Laufenden.
Bemerkenswert: Laut Sport1 wird Türkgücü unter anderem Ex-1860-Spieler Noel Niemann ausleihen (Artikel hier).
Dresden führt nach den Samstaggspielen der dritten Liga also weiter die Tabelle an, die Löwen können aber morgen mit einem Sieg vorbei ziehen und sich an die Spitze setzen.
Noel Niemann spielt bis Saisonende 2020/21 für Türkgücü München
Das berichtet zumindest Sport1 via Twitter. Niemann war erst nach der Saison 2019/20 vom TSV 1860 München zu Arminia Bielefeld nach Vertragsablauf gewechselt.
Sechzger.de berichtete von diesem Wechsel seinerzeit als erstes Medium. Nun ist es Sport1 bzw. Reporter Rainhard Franke, der via Twitter von dem Leihgeschäft berichtet. Dies widerspräche jedoch einer Meldung der Abendzeitung vom 18. November 2020, die eine Leihe von Niemann wegen einer Schulterverletzung ausschloss.
Update: inzwischen haben beide Clubs die Leihe bestätigt
Noel Niemann
Noel Niemann war bisher bei Armina Bielefeld lediglich zu einem kurzen Einsatz beim blamablen Pokal-Aus gegen Viertligist Rot-Weiß Essen zum Zug gekommen. Anschließend spielte er nicht mehr und dann kam noch die Schulterverletzung hinzu. Sein Vertrag bei Arminia Bielefeld läuft noch bis 2024.
Maxime Awoudja
Zudem soll Maxime Awoudja vom VfB Stuttgart noch Türkgücü verstärken – ebenfalls auf Leihbasis.
Der SV Türkgücü München ist somit nach den Rückzugsplänen kurz vor Weihnachten bzw. dem Rückzug vom Rückzug kurz danach einmal mehr in den Schlagzeilen.
Aktuell verstärkt sich der Klub, wohl um im Rennen um die Aufstiegsränge zur 2. Fußball-Bundesliga noch einmal ein gewaltiges Wörtchen mitzureden. Am heutigen Spieltag scheinen die Ziele von Türkgücü München jedoch zumindest einen kleinen Rückschlag erhalten zu haben. Der SV Waldhof Mannheim gewann im Sechzgerstadion gegen Türkgücü mit 2:0.
Ex-Löwe Aaron Berzel baute in diesem Spiel hingegen seine Spitzenposition bei den Gelben Karten weiter aus. Mit dem elften gelbem Karton ist er in der dritten Liga Spitzenreiter. Der Verteidiger war beim TSV 1860 einer der Publikumslieblinge. Auch bei sechzger.de in der Redaktion – nicht zuletzt, weil Aaron Berzel der erste Löwenspieler war, der sechzger.de für ein ausführliches, persönliches Interview zur Verfügung stand.
Dafür noch einmal ein herzliches “Vergelt´s Gott Aaron” – wir drücken Dir die Daumen, so lange Du mit Türkgücü nicht vor dem TSV 1860 landest oder gegen ihn spielst.
Mit Tim Rieder und Julius Reinhardt geben heute zwei Profis ihre Expertentipps ab, die die 3. Liga aus eigener Erfahrung bestens kennen. Unter der Woche hatten Roland Hefter (Musiker & Politiker) und Patrick Hasenhüttl (SpVgg Unterhaching) den Auswärtssieg der Löwen prophezeit. Liegen unsere Experten auch diesmal richtig?
Vom Giesinger auf den Betzenberg
In der vergangenen Saison schnürte Tim Rieder noch für den TSV 1860 die Stiefel, nun kickt der 27-Jährige beim 1. FC Kaiserslautern und hatte sich mit seinem neuen Team sicherlich auch etwas mehr sportlichen Erfolg erhofft. Aktuell rangieren die Pfälzer auf Platz 16 und sind lediglich durch die bessere Tordifferenz von den Abstiegsrängen getrennt.
Bei den Löwen hatte der gebürtige Dachauer Rieder in der Vorsaison größtenteils überzeugt. Bei seinen 25 Einsätzen wusste er nicht nur defensiv zu gefallen, sondern setzte auch entscheidende Impulse im Aufbauspiel und steuerte drei Tore bei. Nach dem Ende seiner Leihe vom FC Augsburg kam es aus diversen Gründen jedoch nicht zu einer festen Verpflichtung Rieders, der stattdessen zu den Roten Teufeln auf den Betzenberg wechselte. Den Löwen wünscht er am Sonntag dennoch viel Glück und hofft auf einen 2:0-Sieg des TSV 1860 über den FSV Zwickau.
Zwickauer Auswärtssieg?
Etwas anders sieht das naturgemäß der zweite Prominente, der heute seinen Tipp abgibt. Julius Reinhardt läuft seit 2019 für den FSV Zwickau auf und hat insgesamt bereits 231 Drittligaspiele auf dem Buckel. Vor seinem Wechsel zu den Westsachsen war der 32-Jährige im Erwachsenenbereich bereits bei folgenden Vereinen im Einsatz: Chemnitzer FC, Eintracht Braunschweig, Kickers Offenbach, 1. FC Heidenheim und dann erneut bei den Himmelblauen in seiner Geburtsstadt Chemnitz. Auf liga3-online sagt er folgendes Ergebnis für Sonntag voraus: TSV 1860 München – FSV Zwickau 1:2
Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel TSV 1860 München gegen den FSV Zwickau.
Trainer Joe Enochs vom FSV setzte in dieser Saison bis zum 12. Spieltag auf ein 3-5-2. Seit dem 12. Spieltag ist jedoch, mit Ausnahme des Spiels gegen Ingolstadt, in der Grundaufstellung aus der Dreierkette eine Viererkette geworden. 4-4-2 oder 4-2-3-1 ist seither die Maxime bei den Schwänen. Die Umstellung hat sich gelohnt: seitdem setzte es nur noch zwei Niederlagen für die Westsachsen. Vom 20. auf den 11. Rang und damit neun Tabellenplätze kletterte der FSV mit der neuen taktischen Marschrichtung nach oben. Daher wird das Spiel für den TSV 1860 gegen den FSV Zwickau bestimmt kein Selbstläufer.
Die statistischen Werte des FSV Zwickau
Ballbesitz 42%
Passgenauigkeit 76%
Gewonnene Defensivzweikämpfe 62% (viertbester Wert der Liga)
Flankengenauigkeit 37,7% (zweitbester Wert der Liga)
PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 12,1
Das taktische System von unseren Gästen
Das 4-4-2 lässt Joe Enochs gegen den Ball immer mit Doppelsechs spielen. Bei eigenem Ballbesitz verschiebt die Mannschaft so gut es geht zuerst in die Flache vier und dann auf 4-1-3-2 im Mittelfeld.
Beim 4-2-3-1 ist im Fünfermittelfeld die Doppelsechs ebenso präsent. Allerdings müssen bekanntermaßen ein oder zwei Spieler aus dem Mittelfeld bei Angriffen der Zwickauer in den Sturm aufrücken, sodass es bei Ballbesitz spätestens im letzten Drittel zur Verschiebung in ein 4-4-2 oder ein 4-3-3 kommt.
Man könnte nun argumentieren, dass die jüngsten Erfolge des FSV damit zusammenhängen, dass die Gegner, gegen die seither gewonnen wurde, hauptsächlich in der gleichen Tabellenregion angesiedelt sind wie Zwickau. Gegen Mannschaften aus der oberen Hälfte konnte man seit dem Systemwechsel auch nur einmal Unentschieden spielen. Dieser Ansatz wäre aber falsch. Sechs Spiele hat der FSV seit der Niederlage gegen Magdeburg (13.Spieltag) in diesen beiden Systemen absolviert. Im Duell mit Ingolstadt versuchte Enochs noch einmal das 3-5-2. Das ging aber mächtig in die Hose.
Die Statistiken der verschiedenen Formationen
Wenn man sich nun die Spiele mit Viererkette ansieht, merkt man eine völlig neue Kompaktheit in der Hintermannschaft des FSV. Speziell in Spielen, die im 4-4-2 absolviert werden, kann der FSV ein Abwehrbollwerk vor dem eigenen Sechzehner errichten. Bei insgesamt deutlich weniger Ballbesitz schaffen es die Zwickauer mehr Schüsse als ihre Gegner aufzuweisen. Zwickau hatte in diesen Spielen durchschnittlich 36% Ballbesitz, dabei ein Schussverhältnis von 43:37 und ein Torverhältnis von 7:3.
Im 4-2-3-1 steigt der Ballbesitz zwar merklich auf 48%, aber das Torverhältnis ist mit 3:4 sogar negativ. Das Schussverhältnis liegt bei 36:25.
Die 4-4-2 Doppelsechs-Variante mit vorwärts pendelnden Flügeln im Mittelfeld, die offensiv auf 4-3-3 oder 4-4-2 Raute verschiebt, ist mit der Spielweise von Zwickau eine übermäßig effiziente Waffe.
Mit den schnellen Mittelfeldaußen, die nun nicht mehr den ganzen Flügel beackern müssen und deshalb auch über die gesamten 90 Minuten Gefahr ausstrahlen, der zweitbesten Flankengenauigkeit in der Liga und ihren alten mit allen Wassern gewaschenen Haudegen wie König im Sturmzentrum und dem schnellen Schröter auf dem rechten Flügel, darf man die Sachsen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Auch sollte man den FSV Zwickau nicht mit der Mannschaft vergleichen, die noch in der Hinrunde mit 1:2 denkbar knapp und auch ein wenig unglücklich in der heimischen GGZ Arena gegen den TSV 1860 München verlor.
Die Stärken und Schwächen des 4-4-2
Die Stärken
Mit den doppelt besetzten Flügeln kann man großen Druck über die Außenpositionen erzeugen. Kurze Laufwege im Umschaltspiel helfen der Mannschaft im 4-4-2 kraftsparend zu spielen. Das kann am Ende einer Partie der Faktor sein, der über Sieg oder Niederlage entscheidet. Die kompakte Formation gegen den Ball kann gegnerische Mannschaften, welche kreativ limitiert sind, vor Probleme beim Eindringen in die Box stellen. Durch die Ausgewogenheit in allen Mannschaftsteilen kann man gegen manche andere Systeme mit geringen Verschiebungen für Überzahl sorgen. Mittelfeldpressing wird stark begünstigt.
Die Schwächen
Wenn die Stürmer vom Gegner gut isoliert werden, ist es für die Offensive schwer, Bindung zwischen Mittelfeldzentrum und Stürmern herzustellen. Dann muss der Aufbau über die Außenpositionen stattfinden. Im Spiel gegen Mannschaften, die ein System mit nur einer Sturmspitze spielen, kann die Ausgewogenheit in beide Richtungen auch eine Schwäche darstellen. Nämlich dann, wenn die Stürmer gegen den Ball nicht mit nach hinten arbeiten und bei Ballbesitz beide Stürmer gleich in vorderster Front anzutreffen sind.
Die Schlüsselspieler
Der Torwart des FSV Zwickau
Torwart und Kapitän Johannes Brinkies (#1): Der 27 Jährige ist das Nonplusultra der dritten Liga, was Strafraumbeherrschung angeht. Noch keinen Luftzweikampf mit einem gegnerischen Spieler hat er diese Saison verloren. Auf der Linie hat er leichte Defizite.
Die Zweikampfmaschine der Schwäne Steffen Nkansah (#25) in der Innenverteidigung ist seit der Systemumstellung gesetzt. Das sagt alles. Mit ihm kam die Stabilität in die Abwehr.
Morris Schröter vom FSV Zwickau
Mittelfeldaußenspieler Morris Schröter (#17) ist der torgefährlichste Zwickauer Spieler. Bereits sechs Treffer hat er zu Buche stehen. Dazu kommen drei Vorlagen. Zuletzt konnte er gegen Duisburg zweimal einnetzen. Das kurze Eck hatte er dabei zweimal zum Ziel auserkoren und konnte Torwart Weinkauf dadurch überraschen.
Ronny König (#15)
Der Stürmer der Sachsen
Der Mittelstürmer ist ein ständiger Unruheherd, und geht auch “dahin wo’s wehtut”. Bisher hat er zwar nur fünf Treffer auf dem Konto; dadurch dass er Räume für seine Mitspieler schafft, indem er einen Innenverteidiger bindet, ist König auch mit mäßigem Torerfolg der wahrscheinlich wichtigste Offensivspieler bei Zwickau.
Auf Felix Drinkuth (#7), der nach mehrwöchiger Corona-Quarantäne Trainingsrückstand hat, muss der FSV wohl verzichten.
Fazit
Es wird vermutlich ein zähes Spiel im Sechzgerstadion werden. Die Spiele gegen Meppen, Duisburg oder Uerdingen könnten als Schablone für das herhalten, was uns am Sonntag gegen den FSV Zwickau erwartet. Der TSV 1860 München war jeweils deutlich überlegen, verließ aber nie als Sieger den Platz. Ich hoffe natürlich, dass Joe Enochs, der ja für Fußball spielen statt mauern zu lassen bekannt ist, seiner Philosophie diesbezüglich treu bleibt. Ich rechne aber nicht damit. Wer gegen “schwache” Mannschaften in den unteren Regionen auf defensiven Konterfußball setzt, wird vermutlich gegen den Tabellenzweiten nicht zum Sturmlauf neigen.
Der TSV 1860 kann nach der Gelbsperre wieder auf Sascha Mölders zurückgreifen. Damit wird der TSV systematisch wohl wieder zum 4-1-4-1 zurückkehren. Aber mit den Erkenntnissen aus dem Auswärtsspiel in Magdeburg sehen wir vielleicht eine variablere Auslegung des Ganzen. Das könnte gegen die vermutliche Mauertaktik, die ich von Zwickau erwarte, ein funktionierender Hebel sein. Lassen wir uns überraschen mit welcher taktischen Marschroute die Löwen das angehen werden und hoffen wir, dass die Mannschaft den von Trainer Michael Köllner ausgegebenen Matchplan auch genauso umsetzt, wie der Coach sich das vorstellt.
Ein Sieg sollte absolut möglich sein. Wenn es nur zu einem Punkt reicht oder gar die Gäste gewinnen sollten, möchte ich schon im Vorfeld darum bitten die Contenance zu bewahren und nicht wieder in den sozialen Medien oder Kommentarbereichen der verschiedenen Berichterstatter über unseren geliebten Verein den Weltuntergang auszurufen. Mit Zwickau kommt kein Fallobst nach Giesing, das man einfach so im Vorbeigehen weghaut.
Datenquelle: http://www.wyscout.com/
So tritt der FSV Zwickau voraussichtlich in Giesing an
Diese Aufstellung erwarte ich von unseren Gästen am Sonntag
Der gebürtige Dürener gehört als drittältester Akteur zu den Routiniers im Löwenkader und stand in bisher 19 der 21 Drittligapartien in der Startelf. Nur im Jahresfinale 2020 musste er wegen Problemen an der Wade beim Gastspiel auf dem Betze und in der Partie gegen Wiesbaden aussetzen. Am Mittwoch Abend bereitete Salger sich und den Löwenfans mit einer Vorlage und seinem ersten eigenen Treffer im Trikot der Sechzger bereits ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk. Das kicker Sportmagazin belohnte seine starke Leistung mit der Note 2 und der Berufung in die Elf des Tages.
Erfahrung in Liga 1, 2 und 3
Salger wechselte am 1. September letzten Jahres nach vorherigen Stationen beim 1. FC Köln und beim VfL Osnabrück von Arminia Bielefeld zum TSV 1860. Beim DSC war er acht Spielzeiten lang in der 2. und 3. Liga aktiv. Zum sensationellen Bundesligaaufstieg der Ostwestfalen trug er mit 17 (Kurz-)Einsätzen bei. Als “Mr. Zuverlässig” stand Salger an allen 34 Spieltagen im Kader des DSC.
Mit der Erfahrung aus fünf Bundesliga-, 122 Zweitliga-, 124 Drittliga- und 18 DFB-Pokaleinsätzen gehört die Nummer 6 im Konzept des Löwencoaches zu den Spielern, die “Köllners Rasselbande” mit anführen. Diesem Anspruch wird der sympathische Westfale bislang voll gerecht.
Köllners Forderung
Wir wünschen ihm zum heutigen Ehrentag alles Gute und vor allem Gesundheit. Des Weiteren wären ein Sieg am morgigen Nachmittag und eine erneut starke Leistung gegen den FSV Zwickau wünschenswert. Ob der Jubilar heute – wie gestern in der LÖWENRUNDE von seinem Trainer gefordert – ein Essen ausgeben wird (dann wohl in der Kabine, nachdem Restaurants ja geschlossen sind), ist uns leider nicht bekannt. 🙂
Unsere Löwen spielen erst am morgigen Sonntag. Die Samstagsspiele des 22.Spieltags stehen an und somit ruht der Ball heute nicht – ebenso wie unsere Vorberichterstattung zum Spiel gegen den FSV Zwickau. In Sechzig um Sieben jetzt alles kurz und knapp für die Löwenfans zusammengefasst!
Geburtstagskind
Zunächst einmal gibt es heute wieder einen Ehrentag im Kreise der Löwen zu feiern. Ein kleiner Tipp: Dieser Spieler hat in dieser Saison bereits das gegnerische Tor getroffen. Zugegeben, das war jetzt ein wirklich kleiner Tipp, denn mittlerweile gibt es sage und schreibe 14 verschiedene Torschützen! sechzger.de predigt es schon lange – es gibt keine Probleme mit der Anzahl an Spielern. Das sehen nun langsam auch andere Medien so. Zurück zum eigentlichen Anlass: in Kürze erfahrt ihr, wer heute gefeiert werden darf.
TAKTIKTAFEL
Kaum war die Analyse des Spiels gegen Magdeburg abgeschlossen, begann auch schon das Studium des nächsten Gegners. Diese Englischen Wochen lassen unseren Bernd Winninger kaum zur Ruhe kommen. Aber keine Sorge, er hat es natürlich wieder rechtzeitig geschafft. Somit kommt heute am späten Vormittag der taktische Blick auf den FSV Zwickau.
Expertentipps
Für diese Rubrik haben wir dieses Mal einen Ex-Löwen befragen dürfen. Er scheint dem TSV 1860 auch nach wie vor nicht abgeneigt zu sein, denn der Tipp dürfte den meisten (oder allen?) von euch gefallen…
Samstagsspiele des 22.Spieltags
Wie bereits in der Einleitung angekündigt, stehen heute fünf Partien auf dem Programm. Das gestrige Spiel zwischen Tabellenführer Dresden und Bayern II wurde wegen starken Schneefall abgesagt (Spielabsage Nr. 26 in Liga 3). Damit winkt uns morgen bereits bei einem Unentschieden aufgrund des besten Torverhältnis´ der Liga (+22) die Tabellenführung. Der KFC Uerdingen befindet sich noch in Quarantäne, sodass das für heute angesetzte Heimspiel gegen Hansa Rostock verlegt wurde. Ohnehin hätten die Krefelder sich anderes Stadion suchen müssen.
Spannend wird aus Löwensicht vor allem das Spiel von Türkgücü. Das (mehr oder weniger) grüne Geläuf im Sechzgerstadion ist ohnehin in einem bemitleidenswerten Zustand. Da wird es spannend sein, ob zwei Partien an aufeinanderfolgenden Tagen mit der Wettervorhersage (Regen) die Situation deutlich verschlechtern…