Start Blog Seite 1018

TAKTIKTAFEL, die Analyse: FC Bayern II – TSV 1860 München

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL – Nachbetrachtung des Auswärtsspiels dahoam gegen die zweite Mannschaft des Nachbarn aus der Seitenstraße.

Der mehr als überfällige Sieg gegen die rote Millionentruppe war absolut verdient, aber auch aufgrund einiger Nachlässigkeiten der Löwen in der zweiten Halbzeit ein wenig glücklich.

Taktische Ausrichtung

Die Heimmannschaft wurde in der Startaufstellung durch drei Profis der ersten Mannschaft (Richards, Dantas, Zirkzee) unterstützt. Sie begann – je nachdem, ob mit oder gegen den Ball gespielt wurde – wie erwartet im 5-3-2 respektive 3-5-2. Unsere Löwen liefen wie immer im flexiblen 4-1-4-1 auf. Salger ersetzte den gelbgesperrten Dennis Erdmann in der Abwehrkette und Tallig übernahm zu Beginn des Spiels erneut die Rolle des Box-to-Box-Mittelfeldspielers, die normalerweise Dennis Dressel inne hat. Dieser nahm, wie auch Daniel Wein, zu Beginn des Spiels auf der Bank Platz.

Grob kann man das Spiel in drei Phasen unterteilen. Die Anfangsphase bis zur Roten Karte, die Phase bis zur Auswechslung von Belkahia in der 74. Minute und eine Schlussphase, in der die Gastgeber trotz Unterzahl überlegen schienen. Ein besonderes Augenmerk werde ich heute auf defensive Zweikämpfe legen.

Die Anfangsphase

Von der ersten Minute an waren die Löwen das spielbestimmende Team und legten ein irres Tempo vor, das die gegnerische Mannschaft wohl sehr überraschte. Über zwanzig Ballkontakte hatten die Löwen pro Minute Ballbesitz. Das bedeutet im Schnitt alle drei Sekunden ein Pass der Sechzger. Die Roten waren in dieser Phase nicht konsequent genug im Pressing und zudem im Mittelfeld wegen des hohen Spieltempos der Löwen oft viel zu weit weg vom Mann. Das ist stark dem System 5-3-2 geschuldet, bei dem gegen den Ball nur drei Mittelfeldspieler aufgeboten werden. Bei hohem Spieltempo können so nicht alle Räume gedeckt werden. Es entstehen bei einem 5-3-2, wenn nicht gepresst wird, zwangsläufig entweder in der Breite oder in der Tiefe Räume im Mittelfeld für den Gegner. Diese wurden vom TSV 1860 München grandios ausgenutzt. Bei acht ausgespielten Angriffen kamen die Löwen in dieser Phase zu fünf Abschlüssen, drei davon gingen aufs Tor.

Die Harlachinger hingegen konnten in der knappen halben Stunde dieser Phase nur vier ihrer Angriffe ausspielen. Sie brachten aber außer einem Kopfball (Kern) nach einem Freistoß (Stiller) von der rechten Seite, den Marco Hiller grandios hielt, keinen einzigen Schuss aufs Tor der Löwen zustande. Der einzige Schuss der Roten aus dem Spiel heraus ging nicht aufs Tor. Auch kann der Nachbar nur einen Ballkontakt aus dem Spiel heraus im Strafraum der Löwen in dieser Phase des Spiels vorweisen. Dieser Ballkontakt in der 25. Minute von Zirkzee beendete dessen Auftritt im Sechzgerstadion an diesem Tag mit der Roten Karte. Nichtsdestotrotz und auch wenn es beim Zusehen vielleicht anders erschien, hatte der Gegner während dieser Phase mehr Ballbesitz (56.5%), und gewann 90% seiner Defensivzweikämpfe. Das sieht – wenn man nur auf diese Zahlen schaut – eher schlecht für unsere Löwen aus. Bei genauerem Betrachten wird aber klar: wer bei 44 Vorwärtspässen 21 Rückpässe und 75 Querpässe spielt, darf gerne mehr Ballbesitz haben. Auch eine defensive Zweikampfquote von 90% sieht nicht mehr ganz so gut aus, wenn man merkt, daß der Gegner überhaupt nur zehn defensive Zweikämpfe in dieser Phase geführt hat. Die Löwen führten während dieser Phase 27 Defensivduelle und gingen 13 Mal als Sieger daraus hervor. 12 dieser 27 Duelle fanden in der gegnerischen Hälfte statt.

Die statistischen Zahlen der Anfangsphase

  • Ballbesitz: 56,5% :  43,5% zugunsten der Gastgeber
  • Passquote: TSV 1860 86%, Gegner 86%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 48%, Gegner 90%
  • Schüsse 5:2 (davon aufs Tor 3:1) aus Sicht der Löwen
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 10,9  –  Gegner 15,4

25. – 74. Minute

Nach dem Platzverweis für Zirkzee gelang es den Löwen, das Spiel nun komplett unter Kontrolle zu bringen. Grandiose Spielzüge, mehr Ballbesitz, permanenter Druck auf die Box des Gegners und ein schönes Eigentor der Roten nach einem Freistoß von Neudecker waren die Folge dieser Spielkontrolle. 1860 konnte seine numerische Überlegenheit wunderbar ausnutzen. Leider entsprangen der Überzahl auf dem Feld in dieser Phase nicht mehr zählbare Erfolge. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf den roten Strafraum zu. Beide Mannschaften änderten nichts an ihrer Spielweise. Beim TSV ist dieses Verhalten selbsterklärend, aber warum es die Mannschaft von Holger Seitz auch nach dem Platzverweis nicht schaffte, die defensiven Zweikämpfe anzunehmen und zu führen, was ja Voraussetzung für ein erfolgreiches Spiel wäre, verstehe ich nicht wirklich.

Hier muss man sich wieder die genauen Zahlen vor Augen halten: Der Nachbar ging in dieser Phase insgesamt 38 defensive Duelle ein und gewann davon 21. 32 dieser defensiven Zweikämpfe fanden in der eigenen Spielfeldhälfte statt. Wiederum 14 von diesen 32 gewannen die Spieler der Sechzger. Die defensive Zweikampfbilanz der Löwen sieht auf den ersten Blick schlechter aus. Nur die Hälfte aller defensiven Zweikämpfe konnte der TSV 1860 zwischen der 25. und 75. Minute für sich entscheiden. 52 defensive Zweikämpfe wurden geführt, 26 (also 50%) wurden gewonnen. In der eigenen Hälfte jedoch verloren die Sechzger nur acht mal einen defensiven Zweikampf während in dieser Phase dort 14 gewonnene Defensivduelle zu Buche stehen.

In der Spielfeldhälfte der Roten wurden von den Löwen im Zuge des Pressings, das Michael Köllner spielen lässt, 30 defensive Zweikämpfe von den Löwen geführt. Davon gewann man zwar nur 12, aber schon allein die Tatsache, dass man dadurch den Gegner in seiner Spielfeldhälfte so dermaßen unter Druck setzen kann, dass Fehler die Folge sind, die Sechzig dann wieder in Ballbesitz bringen, rechtfertigt auch jeden verlorenen Zweikampf. Daran sieht man wieder, dass eine Statistik ohne Kontext wenig wert ist! Die PPDA von 7,2 beim TSV und 54,2 bei der Zweitvertretung aus der Säbener Straße spricht hier Bände. Mit der Hereinnahme von Scott und Dajaku auf Seiten der Harlachinger in der 69. Minute bekam der Gegner dann etwas mehr Schwung, der sich aber erst in der nächsten Phase wirklich entfalten konnte.

Die Zahlen in der Zeit von Minute 25 bis 74

  • Ballbesitz 54% : 46% zugunsten des TSV 1860
  • Passquote: TSV 1860 80%, Gegner 79%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 50%, Gegner 55%
  • Schüsse 6:4 (davon aufs Tor: 2:1) aus Sicht der Löwen
  • PPDA TSV 1860 7,2  –  Gegner 54,2

Die Schlussphase

Nach der Auswechslung von Belkahia, der für Wein auf Seiten der Löwen den Platz verließ, gab Sechzig das Heft des Handelns aus der Hand. Beide Teams schienen wie ausgewechselt. Möglicherweise hat das hohe Tempo, das die Löwen zuvor an den Tag gelegt hatten, auch seinen Tribut gefordert. Die Roten machten nun auf und Sechzig verteidigte den knappen Tore Vorsprung mit Müh und Not. Die totale Dominanz, die der Gegner jetzt aufbaute, ließ wahrscheinlich nicht nur mich in dieser Phase stark am Sieg zweifeln. Ballbesitz und Ballkontrolle waren für den TSV in dieser Phase quasi nicht mehr vorhanden. Ganze zwei Angriffe konnten die Löwen bis zum Spielende noch bis ins letzte Drittel bringen. Mehr ließ der Gegner, der jetzt nach dem Motto “Angriff ist die beste Verteidigung” spielte, nicht zu.

Bis zum alle erlösenden 2:0 durch Biankadi musste man Angst haben, dieses Spiel möglicherweise doch nicht zu gewinnen. Nicht zuletzt durch den Einsatz von Marco Hiller, der den Sieg während der Schlussviertelstunde mit zwei Reflexparaden gegen Kern und Feldhahn, sowie einem gewonnenen Luftduell mit Feldhahn im Strafraum festhielt, dürfen wir diesen Sieg feiern. Dass Biankadi dann noch auf 2:0 stellte, war natürlich hochverdient, denn es hätten für die Löwen schon viel früher weitere Tore fallen müssen.

An den defensiven Zweikämpfen sieht man erneut sehr gut, was nun die Änderung ins Spiel brachte. Nur noch vier Defensivduelle führten die Sechzger in der gegnerischen Hälfte. Ohne Druck auf die Spieleröffnung einer spielstarken Mannschaft kann man also auch in Überzahl ganz schlecht aussehen. Der Gegner musste seinerseits auch kaum mehr versuchen, den Ball am Mann zu erobern. Denn die Passquote bei Vorwärtspässen der Löwen sank auf unter 50%. Nur noch Quer- und Rückpässe wurden präzise an den Mann gebracht.

Das zweite Tor

Nach einem Einwurf von der rechten Seite versucht erst Neudecker den Ball per Kopf in Richtung rechtes Strafraumeck über die Abwehrkette zu befördern, der Ball kommt jedoch zu Richards, der seinerseits per Kopf klärt. Diesen Kopfball schlägt der Eigentorschütze aus Halbzeit eins (Kern) unmotiviert und unkontrolliert auf die linke Spielfeldseite, wo Steinhart and den Ball kommt, der sofort versucht, nach vorn in die Spitze zu spielen. Wieder kommt Richards dem in die Quere. Er kann den Ball aber auch nur unkontrolliert wegschlagen. So gelangt das Leder schließlich zu Moll, der Biankadi überlegt und präzise anspielt. Biankadi ist genau im richtigen Moment in der Schnittstelle der hoch verteidigenden Abwehrkette der Gastgeber gestartet, bekommt den Ball und geht mit Gegenspieler Stanisic im Schlepptau diagonal in den Strafraum. Der Verteidiger kann nicht entscheidend stören und so versenkt der Neuzugang in weiß-blau das Spielgerät mit dem linken Fuß ins lange Eck.

Die Zahlen der Schlussphase

  • Ballbesitz 22% : 78% zugunsten der Gastgeber
  • Passquote: TSV 1860 62%, Gegner 77%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 54%, Gegner 65%
  • Schüsse 2:5 (davon aufs Tor 1:2) aus Sicht der Löwen
  • PPDA: TSV 1860 9  –  Gegner 5,1

Fazit

Hochverdient, aber angesichts der starken Schlussphase des Gegners dann doch ein bisschen glücklich hat der TSV 1860 München das sogenannte Derby gegen die Zweitvertretung von der Säbener Straße gewonnen. Der Einstand von Neuzugang Merveille Biankadi ist geglückt. Ebenso der Auftakt nach der kurzen Winterpause. Der erste Sieg gegen Rot II in Liga 3 ist perfekt. Die Kaderbreite ist kein Problem, sie war auch nie wirklich eines. Dieses Märchen wurde nur in die Welt gesetzt, um Unruhe zu säen. Wer einen Wein und einen Dressel zu Spielbeginn auf der Bank lassen kann und Lex und Erdmann verletzungs- bzw. sperrenbedingt nicht im Kader hat und trotzdem den in der Anfangsformation mit drei Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkten Vorjahresmeister 2:0 schlägt, ist auch in der Spitze breit genug aufgestellt. Das neue Jahr hat gut angefangen. Bitte im Heimspiel gegen Ingolstadt genauso weitermachen!

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Drei Spieler des TSV 1860 in der “Kicker Elf des Tages” – Marco Hiller Spieler des Tages

0
Rudelbildung bei FC Bayern II - TSV 1860 München nach dem Foul an Marco Hiller

Nach dem Sieg des TSV 1860 beim Auswärtsspiel beim FC Bayern II hat das Magazin “kicker” gleich drei Löwen-Spieler in die Elf des Tages befördert.

Konkret handelt es sich um Marco Hiller, Quirin Moll und Merveille Biankadi.

Marco Hiller wurde darüber hinaus auch “Spieler des Tages”.

Um 12.00 Uhr folgt bei sechzger.de die Aufbereitung des kleinen Derbys mit der Taktiktafel von Bernd Winninger.

NLZ: Maxim Gresler feiert Drittliga-Debüt für den TSV 1860

0
Maxim Gresler
Jubel nach dem 2:0 gegen den FC Bayern II

Kaum hatte Merveille Biankadi bei seinem Debüt für den TSV 1860 zum 2:0 gegen den FC Bayern II eingenetzt, wurde er ausgewechselt und durch Maxim Gresler ersetzt. Für viele wohl nur eine Randnotiz, für den 17-Jährigen aus dem NLZ jedoch etwas Besonderes. Mit seiner Einwechslung durfte er erstmals Drittligaluft schnuppern. Im Derby. Mit einem Sieg. Gehts besser?

Von der JFG zum TSV

Geboren wurde Gresler im Juni 2003 in Berlin, mit dem Fußballspielen begann er jedoch in Oberbayern. Sein erster Verein war die JFG Wolfratshausen Oberland, von der er 2016 nach Giesing wechselte und seitdem diverse Mannschaften des Nachwuchsleistungszentrums durchlief.

Zwei Debüts in einer Saison

Nachdem er Ende 2020 bereits fünfmal ohne Einsatz auf der Bank der Profis gesessen war, war es am Samstag endlich so weit. Unsere Nummer 32 durfte erstmals in der 3. Liga ran und ist nun sicher heiß auf mehr. Ganz nebenbei ein weiterer Nachweis für die starke Nachwuchsarbeit beim TSV 1860. Kurios: Es war bereits das zweite Debüt Greslers in der laufenden Saison, denn auch in der Bayernliga Süd gab er am 31.10.2020 beim 3:3 in Pullach seinen Einstand für die U23.

Sechzig um Sieben: Guten Morgen, ihr Derbysieger!

0
Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Servus Löwenfans, guten Morgen Gewinner des Derby!

Ja, ich weiß – für manche von euch gibt es nur das eine wahre Derby. Profis gegen Profis. Dennoch fühlt sich so ein Sieg über die (kleinen) Roten in jedem Fall noch einmal besser an, als “normale” drei Punkte.

Giesinger Gedanken: Die Lage nach dem Derby

Was ist in diesen Zeiten schon normal? Das dachte sich auch Thomas Enn, nachdem er das Glück hatte und am Samstag für sechzger.de im Sechzgerstadion sein durfte. Hin- und hergerissen in seinem Inneren kann er sich nicht so recht entscheiden, ob er nun glücklich oder traurig sein soll. Eins zumindest kann man sagen: sportlich läuft´s!

Sportlicher Rückblick

Für diejenigen unter euch, die am Montagmorgen das Geschehen auf dem Platz noch einmal Revue passieren lassen wollen, haben wir für euch den Spielbericht verfasst. Wer es ganz ausführlich und einer gewissen Portion Humor nicht abgeneigt ist, dem empfehlen wir unseren Liveticker zum Derby gegen Bayern II.

Taktischer Rückblick

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, doch wie sieht das Ganze taktisch aus? War der Sieg auch nach Zahlen verdient? Kann man zufrieden sein mit der Leistung des TSV 1860 München? Gegen Mittag klärt euch Bernd Winninger auf.

Vor über 50 Jaaahreeeeen…

am 10. Januar. Wir punkteten in Reutlingen, 4000 warn dabei. Heiß und Fallisch trafen, doch das war nicht genug. Zwei Tore für die Schwaben, es gab nur einen Punkt…

Linus Straßer erneut auf dem Podium

Nach seinem Sieg in Zagreb scheint die Form beim Skilöwen Linus Straßer zu stimmen. Mit Platz 2 in Adelboden bestätigte er am gestrigen Sonntag seine Leistung. Stark!

Ois Guade, Erik Tallig!

Der Mittelfeldspieler der Löwen wurde gestern 21 Jahre alt. sechzger.de gratulierte.

Löwe des Spiels

Unser Hauptsponsor die Bayerische sucht wie gewohnt den Löwen des Spiels. Die Wahl dürfte den meisten von euch vermutlich leicht fallen. 🙂 Zu gewinnen gibt es dieses Mal das aktuelle Heimtrikot inklusive Wunsch-Flock.

Das ist los in der 3.Liga

Kivran´s Rückzug vom Rückzug

Rolle rückwärts bei Türkgücü München. Investor und Präsident Hasan Kivran hat nach seinem überraschend angekündigten Rückzug seinen noch überraschenderen Rückzug vom Rückzug verkündet. Der kicker mutmaßt bereits über ein geplantes Manöver.

Die restlichen Ergebnisse des 18.Spieltags

Unsere Löwen waren siegreich – doch was macht die Konkurrenz? Bereits am Freitag trennten sich Mannheim und Verl unentschieden. Am gestrigen Sonntag spielte unter anderem unser nächster Gegner, der FC Ingolstadt.
Die Ergebnisse in der Übersicht:

Mannheim – Verl 2:2
Wiesbaden – Halle 1:1
Meppen – Saarbrücken 1:0
Magdeburg – Uerdingen 1:1
Rostock – Haching 1:0
Kaiserslautern – Viktoria Köln 0:0
Ingolstadt – Duisburg 2:1
Zwickau – Lübeck 2:1

Heute abend steht dann noch die Partie Türkgücü München gegen Tabellenführer Dresden auf dem Programm, Anpfiff ist um 18:60 Uhr.

 

3. Liga: Die Spiele vom Sonntag im Überblick – Ingolstadt schlägt Duisburg

0
FSV Zwickau

Während wir Löwen immer noch den gestrigen Sieg im Stadtduell mit dem FC Bayern II genießen, rollte am heutigen Sonntag in zwei Stadien der 3. Liga der Ball. Unser nächster Gegner FC Ingolstadt 04 empfing dabei den MSV Duisburg und der VfB Lübeck gastierte beim FSV Zwickau.

Schanzer drehen die Partie

Das Spiel begann denkbar schlecht für den FC Ingolstadt 04, denn bereits in der 4. Minute gingen die Zebras in Führung. Eine Aneinanderkettung von Fehlern bei den Schanzern nutze Engin zum frühen 0:1 für den MSV Duisburg. Nach einer Viertelstunde dann der Ausgleich: Stendera schickte Eckert Ayensa und dieser vollstreckte zum verdienten 1:1. Von den Gästen kam in der Folge wenig und folgerichtig nahm der FCI das Heft in der Hand. In Minute 28 flanke Stendera auf den langen Pfosten, wo Verteidiger Keller mutterseelenalleine zum 2:1 einnicken konnte.

Nach der Pause spielten quasi nur noch die Schanzer und waren dem dritten Treffer jederzeit näher als Duisburg dem Ausgleich. Am Ende blieb es jedoch beim knappen 2:1-Erfolg der Oberbayern. Ingolstadt überholt somit den TSV 1860 und ist nun Tabellenzweiter, während die Zebras Tabellenletzter bleiben.

Kellerduell in Zwickau

Schon vor dem Spiel stand FSV-Trainer Joe Enochs angesichts der Tabellensituation das Wasser bis zum Hals. 45 Minuten später hatte sich die Situation weiter verschärft, denn der VfB Lübeck führte nicht unverdient durch einen Deichmann-Treffer (35.) mit 0:1. Nach dem Seitenwechsel machten die Sachsen mehr Druck, Chancen blieben aber Mangelware. Dies änderte sich in der 64. Minute und prompt netzte Routinier Ronny König mit seinem 50. Drittligatreffer zum 1:1 ein. Anschließend wogte es hin und her mit leichten Vorteilen für die Hausherren, wobei Lübeck bei Kontern gefährlich blieb.

Den Lucky Punch setzte aber Zwickau in Person des eingewechselten Manfred Starke. Dieser zog in der 84. Minute mit links aus 20 Metern ab und erlöste nicht nur seinen Trainer. Die finanziell gebeutelten Sachsen kletterten auf Rang 16, Lübeck rutschte auf Platz 18 ab.

Linus Straßer Zweiter beim Weltcup-Slalom in Adelboden

0
Tsv 1860 Ski

Linus Straßer wird Zweiter beim Weltcup-Slalom in Adelboden. Am Chuenisbärgli (hochdeutsch: Kuhbergerl) startete der Skilöwe wie schon bei seinem Sieg in Zagreb letzte Woche eine Aufholjagd im zweiten Durchgang.

Nach dem ersten Durchgang lag er mit 1,09 Sekunden Rückstand auf den Franzosen Clement Noel noch auf Rang 12. Durch eine furiose Fahrt im zweiten Lauf konnte er sich dann auf Platz zwei nach vorne kämpfen. Er musste sich am Ende nur dem Österreicher Marco Schwarz geschlagen geben, der seinen ersten Weltcupsieg im Slalom feiern konnte. Ein leichter Fehler von Straßer im untersten Teil verhinderte eine Wiederholung des Erfolges von Zagreb.

In der Slalom Weltcup-Weetung liegt er nun auf Rang 2 mit nur den 13 Punkten Rückstand auf den heutigen Sieger.

Linus Straßer bestätigte mit dem zweiten Platz beim Weltcup-Slalom in Adelboden seine starke Form. Da ist sicher auch was drin bei den anstehenden Klassikern in Wengen, Kitzbühel, Schladming und der WM in Cortina im Februar. Sechzger.de wird Euch über die weiteren Ergebnisse unseres Skilöwen informieren.

TSV 1860: Alles Gute zum 21. Geburtstag, Erik Tallig!

0

Gestern zeigte Erik Tallig beim 2:0-Sieg über den FC Bayern II eine starke Leistung im Mittelfeld des TSV 1860. Heute feiert er seinen 21. Geburtstag. sechzger.de gratuliert dem Neuzugang aus Chemnitz, der sich bestens bei den Löwen eingefunden hat, zu seinem Ehrentag.

Torschütze in Giesing

Dass Tallig weiß, wo das Tor im Sechzgerstadion steht, hat er bereits vor seinem Wechsel nach Giesing bewiesen. Beim legendären 4:3 gegen den Chemnitzer FC im Februar 2020 traf er noch für den Chemnitzer FC – und das vor 15.000 Zuschauern!

Neue Rolle bei den Löwen

Während Tallig zu Beginn bei den Löwen noch eher über die Flügel kam, hat Trainer Michael Köllner zuletzt eher in die Zentrale beordert. Gestern agierte der gebürtige Sachse als Box-to-Box-Midfielder und machte seine Sache einmal mehr sehr ordentlich. Für 1860 erzielte Tallig bislang in 17 Ligaspielen zwei Tore: jeweils zuhause gegen Magdeburg und Halle.

Nutzung des Fotos mit Genehmigung der TSV 1860 München KGaA.

Heute vor 61 Jahren: TSV 1860 holt beim SSV Reutlingen ein Remis

0
Created with GIMP

In der Oberliga Süd trennten sich am 10.01.1960, also heute vor 61 Jahren, der SSV Reutlingen 05 und der TSV 1860 im Stadion an der Kreuzeiche mit 2:2. Zu wenig, um am Saisonende in den Kampf um die Meisterschaft einzugreifen.

Die Nummer 1 der Stadt

Nach 30 Spieltagen landeten die Löwen “nur” auf dem 4. Platz und mussten dem Karlsruher SC, Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt den Vortritt lassen. Für die “Stadtmeisterschaft” langte es dennoch, denn der FC Bayern erreichte lediglich Rang 5. Dies hing jedoch auch damit zusammen, dass dem Lokalrivalen wegen Verstößen gegen das Vertragsspielerstatut vier Punkte abgezogen wurden.

Wilde Spiele gegen den FC Bayern

Bei den beiden Spielen gegen die Roten im Grünwalder Stadion ging es hoch her. Am 6. Spieltag unterlagen die gastgebenden Löwen vor 32.000 Zuschauern dem Rivalen aus der Seitenstraße mit 4:6 (!). Das Rückspiel entschied der TSV 1860 als Gast dann jedoch mit 3:1 für sich und versetzte den blauen Teil der 28.000 Fans in Verzückung.

Unentschieden an der Kreuzeiche

Dazwischen gastierte Sechzig unter anderem beim SSV Reutlingen 05, wo 4.000 Zuschauer ins Stadion an der Kreuzeiche gekommen waren, um den Favoriten aus München straucheln zu sehen. Und tatsächlich taten sich die Löwen schwer und konnten trotz zweimaliger Führung nicht beide Punkte (die 3-Punkte-Regel gab es ja noch nicht) aus Baden-Württemberg entführen.

Aufstellung der Löwen

Trainer Hans Hipp schickte folgende Elf auf den Platz:

Berchtold – Köbler, Wagner – Zausinger, Stemmer, Simon – Heiß, Fallisch, Lihl, Kölbl, Auernhammer

Tore:
0:1 Heiß (14.), 1:1 Dulz (19.), 1:2 Fallisch (63.), 2:2 Dulz (85.)

Quelle:
Thorsten Ruinys – Löwen Kompendium

 

 

 

Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem Derby

6

Ich bin innerlich zerrissen. Ich hatte das unfassbare Glück, dass die sechzger.de Redaktion ausgerechnet mich als Berichterstatter vor Ort für das gestrige Derby Bayern II gegen TSV 1860 ausgewählt hat und die Bayern uns eine Akkreditierung zuteilwerden ließen. Es war auf der einen Seite tatsächlich unfassbar geil, bei diesem Spiel im Stadion gewesen zu sein. Auf der anderen Seite ist es tatsächlich auch unfassbar traurig, einem solchen Sieg in einem menschenleeren Stadion beizuwohnen. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht entscheiden, welches Gefühl überwiegt.

Derbyfieber?

Es ist ja aktuell keine einfache Zeit. Und so war ich im Verlauf der Woche eigentlich kaum im Derbyfieber, auch wenn es “nur” Bayern II gegen TSV 1860 ist. Eigentlich wäre ich im Skiurlaub gewesen. Uneigentlich war ich dann zu Hause, habe wegen der anstehenden Schulschließungen ein wenig vorgearbeitet und seit Freitag Nachmittag stand ich mit der Lehrerin meines Sohnes in Dauerkontakt, weil ich im September mal geäußert habe, dass unsere Firma vielleicht ein paar aktuell nicht benötigte Laptops verleihen könnte. Die Dame sucht händeringend Computer für die Schüler in der Notbetreuung, die ja dem online Unterricht auch folgen sollen (wenn er denn stattfindet…). Naja, sorry für den Exkurs, aber unter diesen Umständen tritt ein Derby für einen Mann mittleren Alters dann schon mal in den Hintergrund. Sogar bei mir.

Die nullte Halbzeit

Gestern Morgen dann habe ich mich schon auf das Spiel gefreut und natürlich umso mehr über die Möglichkeit, im Stadion dabei sein zu können. Aber anstatt wie normal irgendwann im Laufe des Vormittags auf ein Bierchen vor dem Spiel Richtung Giesing zu fahren, war ich erst nochmal mit dem Sohn beim Schlittenfahren und habe mich dann zum Stadion aufgemacht.

Die Anreise war schon komisch. Kurz vor 13 Uhr fuhr ich mit dem X30 den Giesinger Berg hinauf und eine Stunde vor Anpfiff eines Derbys waren einfach nur ein paar unbedarfte Passanten auf der Straße unterwegs. Dann konnte man von der Bushaltestelle vollkommen ungehindert an der Ostkurve vorbei zur Kasse an der Haupttribüne und sich dort seine Akkreditierung abholen. Das ist zwar Alles in Allem sehr angenehm, aber mit Derby hat das gar nix zu tun.

Dann rein ins Stadion. Es hat alles geklappt. Ich bin erleichtert und freue mich, dass ich zum ersten Mal seit dem 29.02.2020 ein Stadion von Innen sehen darf. Die Stadionwirtschaft ist der VIP-Raum und die Presse darf sich dort kurz aufwärmen und die Gastgeber reichen kostenlos Kaffee und Wurstsemmeln. Eine blaue Delegation mit Hans Sitzberger und Marc-Nicolai Pfeifer betritt den Raum, trinkt einen Kaffee und geht wieder auf die Haupttribüne.

Dort habe ich mich bereits zwischen zwei befreundeten Journalisten eingerichtet. Der Laptop ist aufgeklappt und eingesteckt, ebenso 2 Handys. Sonst sitze ich immer auf der Gegengerade und trage einen Schal…

Die erste Halbzeit

Das Spiel Bayern II gegen TSV 1860 beginnt und ohne Fans und das ganze Brimborium außen rum wird auf einmal angestoßen. Fast wie bei einem Jugendspiel. Aber jetzt ist Derby für mich! Die Löwen legen auch gleich gut los und ich bin heiß. Darf es aber nicht so zeigen. Schließlich sind wir auf der Pressetribüne und nicht als Fans im Stadion. Zum Glück sitzt Hans Sitzberger kurz vor mir, der offenbar ähnlich gestrickt ist wie ich und fast immer das auf’s Spielfeld ruft, was ich mir gerade noch verkneifen kann. Als Hiller ins Gesicht getreten wird, muss ich mich schon ganz schön zusammenreißen. Beim Tor hält es mich dann aber nicht mehr auf dem Sitz und ich erlaube mir zu jubeln. Scheint auch nicht groß zu stören.

Die zweite Halbzeit

Nach Einnahme eines weiteren Kaffees in der warmen Stadionwirtschaft und einem ersten Kontakt mit dem sehr sympathischen Marc-Nicolai Pfeifer, geht es in die zweite Hälfte. Willsch und Mölders lassen das 2:0 liegen und langsam beginnen die üblichen Derbygedankenspiele im Kopf. Ihr kennt sie alle…

Die Mannschaft befeuert diese Gedankengänge durch eine doch ziemlich behäbige Spielweise in den letzten 15 Minuten. Dann der entscheidende Konter. Moll passt hervorragend getimt in den Lauf von Biankadi, der sein gutes Debüt mit dem entscheidenden Treffer zum 2:0 krönt. Ein Tor gegen Bayern in der Nachspielzeit! Davon habe ich lange geträumt!

Die genaue Analyse der 90 Minuten vom Experten Bernd Winninger findet Ihr in der Taktiktafel bei uns am Montag. Aber für 3 Mio. Marktwert gegen deren 24 haben wir uns nicht schlecht geschlagen, finde ich.

Danach für mich der absolute Höhepunkt des Tages. Man sieht, wie sich die Mannschaft auf ein Mal Richtung Westkurve bewegt und dort Aufstellung nimmt. Dann fangen Sie an, von Sascha Mölders angeleitet eine Humba zu zelebrieren. Das war so geil!!! Wir standen mit offenen Mündern auf der Haupttribüne und konnten es kaum fassen. Also ich nehme an, dass die anderen ihre Münder ebenfalls weit aufgerissen hatten. Das kann man ja wegen der Masken nicht sehen. Meiner war mindestens so weit geöffnet wie der von Sascha Mölders nach dem 3:2 Siegtreffer in Haching letzte Saison. Da stand ich zwei Meter über ihm und konnte in den Schlund eines Walhais blicken!

Das Fazit

Es war wirklich wunderschön, mal wieder im Stadion gewesen zu sein. Auch wenn es als Berichterstatter doch komplett anders zugeht als als Fan. Besonders geil war natürlich, dabei noch einen Derbysieg erleben zu dürfen. Auf der anderen Seite hat so ein leeres, totenstilles Stadion zu einem solchen Anlass auch etwas unglaublich Deprimierendes. Wie gesagt, ich bin hin und her gerissen.

Und die Lage der Löwen?

Kommt dieses Mal zugegebener Maßen etwas zu kurz, aber meine persönlichen Eindrücke mussten einfach raus. Die Erkenntnis des Nachmittags: Wir haben den absolut geilsten, tapfersten und löwenstärksten Torwart der Welt! Marco, dass Du nach diesem bösen Tritt überhaupt weitergespielt hast, ist schon imposant genug. Dass Du dann aber noch einige Weltklasseparaden gezeigt hast und alle Flanken sicher entschärft hast, ist einfach nur Wahnsinn! Von dieser Leistung werden noch Generationen von Löwen schwärmen!

Der zweite Löwe, der mir unglaublichen Respekt abverlangt hat am gestrigen Tage, ist Michael Köllner. Nach dem Schicksalsschlag, den er durch den Tod seines Vaters erlitten hat, eine Mannschaft zum Derbysieg zu führen, ist einmalig. Michi, unser herzlichstes Beileid in dieser schweren Zeit. Dir und Deiner Familie alles Gute. Die Löwen fühlen mit Dir. Glück und Leid liegen oft so nah beinander.

Noch kurz zum Sportlichen: Biankadi hat sich gut in die Mannschaft eingeführt, da ist sicher noch etwas Luft nach oben. Aber für ein erstes Spiel eine mehr als ordentliche Leistung. Wein und Dressel auf der Bank? Das deutet eher auf ein Luxusproblem als einen zu wenig breiten Kader hin. Tallig sehr bissig in einer etwas defensiveren Rolle als zuletzt. Das sind meine Erkenntnisse. Außerdem 4 der letzten 5 Spiele gewonnen.

So kann es gegen Ingolstadt weitergehen!

 

TSV 1860 München gewinnt erstmalig gegen Bayern II

1
TSV 1860 München im Duell mit Bayern II in der 3.Liga 2020/21

Am 18.Spieltag der 3.Liga gastierte der TSV 1860 München im heimischen Sechzgerstadion und traf auf den FC Bayern II.

Der TSV 1860 dominierte von Anfang an das Geschehen auf dem Platz. Bayern II stand defensiv gut mit der Fünferkette und ließ wenig zu. So waren Torraumszenen eher Mangelware und die Mannschaften bekämpften sich im Mittelfeld. Den ersten und zeitgleich größten Aufreger der Partie gab es in der 25. Spielminute.

Marco Hiller!

Hiller TSV 1860 Zirkzee
Hiller kurz nach dem groben Einsteigen von Zirkzee blutend am Boden

Zirkzee zog im Strafraum durch und traf Marco Hiller mit der Sohle voll im Gesicht. Dieser blutete sofort stark aus zwei Cuts an der Nase. Während der Löwe weitermachen konnte – und wollte, wie er lautstark äußerte – war für den Bayern-Stürmer Zirkzee die Partie vorbei. Schiedsrichter Martin Petersen schickte ihn mit der roten Karte vorzeitig zum Duschen.

Mölders vergibt, der Gegner macht´s besser

Die erste Großchance für den TSV 1860 München gab es dann in der 32.Minute: Greilinger brachte den Ball von rechts in die Mitte, wo er allerdings an Freund und Feind vorbeiging. Steinhart´s Versuch von links konnte Lawrence auf der Linie klären. Kurz vor der Pause zeigte Bayern II dann, wie man es macht. Einen Freistoß von Neudecker aus dem linken Halbfeld beförderte Timo Kern per Fluggrätsche mustergültig ins eigene Tor (44.Minute).

Bis zur Pause passierte dann nicht mehr viel, auch wenn aufgrund der Verletzungspause von Marco Hiller fünf Minuten nachgespielt wurden.

Nach der Pause unverändert

Dressel kam für Greilinger, der kurz vor der Pause seine fünfte Gelbe Karte kassierte und somit im Spiel gegen Ingolstadt fehlen wird. Das Bild auf dem grünen Geläuf hingegen änderte sich nicht. Der TSV 1860 war spielbestimmend, Bayern II stand hinten solide und machte nach vorne wenig.

Erneut Mölders ohne Glück

In der 61.Minute setzte sich Sascha Mölders gut durch und kam aus wenigen Metern zum Abschluss. Erneut war es Lawrence, der rechtzeitig klären konnte. In der Folge merkte man von der Überzahl der Löwen nur noch wenig. Der TSV 1860 München machte es spannend und hielt Bayern II im Spiel. Während die Konter vorne stümperhaft vergeben wurden, hielt Marco Hiller mit Blut im Gesicht seinen Kasten sauber. Eine sensationelle Leistung und Moral, die der Keeper hier zeigte.

Biankadi macht den Deckel drauf

Bis in die Nachspielzeit mussten die Löwenfans auf das ersehnte zweite Tor warten. Neuzugang Merveille Biankadi fasste sich schließlich ein Herz, setzte sich toll durch und traf in der 92.Minute zur endgültigen Entscheidung.

TSV 1860 Spielstand 2:0
Der Spielstand nach 90 Minuten im Sechzgerstadion

Das war zeitgleich auch seine letzte Aktion, der 17-Jährige Maxim Gresler kam zu seinem Profidebüt.

Der TSV 1860 München kann erstmalig gegen die Zweitvertretung des FC Bayern in der 3.Liga gewinnen und steht vorerst auf Platz 2 der Tabelle. Weiter geht es am Montag, den 18.01.2021 gegen den FC Ingolstadt. Dieses Mal nicht nur als gefühltes, sondern auch auf dem Papier als Heimspiel im Sechzgerstadion.

Abschließend noch ein Video, das kurz nach Abpfiff entstand: