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Heute vor 88 Jahren: Der TSV 1860 gewinnt bei Lazio Rom mit 1:0!

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1860 Lazio 1932

Im Sommer 1996 trafen der TSV 1860 München und Lazio im Nürnberger Frankenstadion in einem Testspiel aufeinander, das die Italiener mit 1:0 für sich entschieden. Der ein oder andere mag sich daran erinnern. Doch das war keineswegs das erste Aufeinandertreffen der beiden Clubs. Denn heute vor 88 Jahren (!) begegneten sich die Laziali und die Löwen schon einmal. 1860 war damals als Teilnehmer zu einem Weihnachtsturnier nach Rom eingeladen worden und “Le Aquile” (Die Adler) waren unser Halbfinalgegner.

Großer Respekt vor dem TSV 1860

Wie sehr man die Mannschaft des TSV 1860 damals in der Ewigen Stadt schätzte, lässt sich anhand einiger italienischer Zeitungsartikel erkennen, die im Nachrichtenblatt unseres Vereins (Ausgabe 2/1933) in deutscher Übersetzung abgedruckt waren. Dort heißt es beispielsweise:

Gazetta del Popolo:
“Pledl, Wendl, Stiglbauer und Torwart Ertl sind die interessantesten Spieler dieser Münchner, die jederzeit in unserer Nationalmannschaft figurieren würden.”

Il Littorale:
“Mit den in diesen zwei Tagen in Rom ausgetragenen Spielen von 1860 München hat der der deutsche Fußball seine Zentrumsstellung bravurös an die Tagesordnung gesetzt.”

Mezzogiorno Sportivo:
“Eine schöne prachtvolle Mannschaft sind diese Münchner, die das römische Publikum, das für solche Sachen einen hervorragenden Gaumen besitzt, bei einer passenden Gelegenheit recht bald und gerne wiedersehen möchte. (…) Man beneidet die 1860er um ihr intelligentes Spiel, das die Arbeit eines hervorragenden Lehrers verrät. Bravo München.”

Halbfinalsieg über Lazio

Im Semifinale des Weihnachtsturniers traf der TSV 1860 also auf Lazio Rom, beeindruckte Publikum und Gegner und ging am Ende durch ein spätes Tor von Kronzucker (81. Minute) als Sieger vom Platz. Am Ende des Artikel findet Ihr auch ein paar Impressionen vom Spiel, die uns das großartige Lazio-Wiki zur Verfügung gestellt hat. Die rund 5.000 Zuschauer im Stadio dei Cipressi waren äußerst angetan vom Auftreten der deutschen Gäste und mussten den verdienten Sieg der Löwen anerkennen. Besonders Alois Pledl sorgte für Begeisterungsstürme bei den Tifosi, was umso bemerkenswerter war, als der Löwen-Spieler bereits im Alter von 12 Jahren bei einem Unfall seinen linken Unterarm verloren hatte.

Die Aufstellung des TSV 1860

Trainer Max Breunig schickte damals folgende Elf im klassischen 2-3-5-System aufs Feld:

Ertl – Neumayr, Wendl – Nerz, Pledl, Eiberle – Kronzucker, Lachner, Stiglbauer, Oeldenberger, Schäfer

Finalniederlage gegen die Roma

Bereits am Folgetag stand das Endspiel des Turniers auf dem Programm. Gegner diesmal war die Roma, hierzulande bekannt als AS Rom. Diesmal musste man auf die verletzten Kronzucker und Lachner verzichten; Auswechslungen gabs damals ja bekanntermaßen noch nicht. Da man nur mit einem kleinen Kader angereist waren, waren etliche Spieler mit den Kräften am Ende. Vor 10.000 Zuschauern unterlag der TSV 1860 am 26.12.1932 der Roma mit 1:3.

Ein besonderer Dank gilt Thorsten Ruinys, ohne dessen tatkräftige Unterstützung dieser Artikel in der Form nicht hätte erscheinen können. Danke für die Öffnung Deines Archivs, Thorsten!

Auch die aktive Fanszene des TSV 1860 wünscht ein frohes Fest – via Weiß-Blauer Blog

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(Bild von “Weiß-Blauer Blog” – mehr Fotos dort)

Letztes Jahr gab es noch beim letzten Spiel des TSV 1860 vor der Winterpause (bei Preußen Münster, 1:0 Auswärtssieg) Weihnachtswünsche via Fahne in einem Fußballstadion – wegen Corona geht das dieses Jahr natürlich nicht, also kommen die Weihnachtswünsche der aktiven 1860-Fans diesmal via Fahne und “Weiß-Blauer Blog”. Denen schließen wir uns natürlich an – Frohe Weihnachten allen Löwenfans – mehr Bilder findet ihr dort:

Weiß-Blauer Blog

TSV 1860 – Stadionsprecher Stefan Schneider mit Weihnachtsgrüßen

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Auch Stefan Schneider, der beliebte Stadionsprecher vom TSV 1860 München war beim letzten 1860-Heimspiel vor der Winterpause am Mikrofon. Er war gerne bereit, ein paar Weihnachtsgrüße an die Löwen-Fans in die Kamera zu sprechen.  Auch hier wieder der Hinweis:

Das ist kein offizielles Weihnachtsvideo vom TSV 1860 München, sondern Stefan Schneider ist gerne unserer Bitte nach ein paar Worten an die Löwen-Fans nachgekommen:

TSV 1860 München Präsident Robert Reisinger mit Weihnachtsbotschaft im Weihnachtsvideo

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TSV 1860 Präsident Robert Reisinger ist schon seit sehr vielen Jahren eingefleischter TSV 1860 – Fan und Lebensmitglied – aus diesem Grund hat er auch ein besonders großes Herz für die Löwen-Fans: Freitag Abend, nach dem Spiel des TSV 1860 gegen den SV Wehen Wiesbaden, Saukalt war´s – und dann kommt da noch jemand spontan mit der Frage nach einer Weihnachtsbotschaft für die 1860-Fans: Für Robert Reisinger Ehrensache, hier ein paar Worte an die Löwen-Fans zu richten – es handelt sich nicht um eine “offizielle” Videobotschaft des TSV 1860 München, sondern um eine Momentaufnahme nach dem Spiel – das Weihnachtsvideo:

Wer das Spiel gegen Wehen Wiesbaden noch einmal nachlesen möchte, kann dies in unserer ausführlichen Analyse in der TAKTIKTAFEL oder aber kürzer, knackiger & witziger in unserem Live-Ticker.

SuS: sechzger.de wünscht allen Fans des TSV 1860 Frohe Weihnachten!

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Frohe Weihnachten 2020 wünscht die Redaktion von sechzger.de

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2020 liegt nun bald hinter uns, der Heilige Abend vor uns. Für einen Jahresrückblick ist es an dieser Stelle noch zu früh – dieser folgt natürlich noch. Eigentlich wollten wir euch an dieser Stelle schon die Videobotschaften die wir beim Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden aufgenommen haben vorstellen, haben das allerdings noch einmal kurzfristig umgestellt:

Merveille Biankadi hat unseren ursprünglichen Weihnachtsplan kräftig durcheinander gewirbelt – aber wir sind da nicht böse drüber. Hier noch einmal alle Fakten zu ihm:

Merveille Biankadi jetzt beim TSV 1860

Dadurch ist unser Interview mit Ivonne Mölders leider etwas untergegangen – wer es gestern verpasst hat:

Ivonne Mölders Interview

Die Weihnachtsvideos folgen deshalb im Laufe des Tages – die gesamte Redaktion von sechzger.de wünscht euch Frohe Weihnachten und geruhsame Stunden im Kreise eurer Liebsten.

 

Hasan Kivran soll zum Jahresende bei Türkgücü München aufhören

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Türkgücü Kivran
Hasan Kivran - Präsident von Türkgücü München

Ja is denn heut schon Weihnachten?

Nein, noch nicht ganz, sondern erst in gut zwei Stunden. Die Meldung kommt allerdings trotzdem – zumindest zu diesem Zeitpunkt – überraschend: Nach einem Bericht von Sport1 plant Hasan Kivran seinen Abschied von Türkgücü München zum Jahresende:

Hasan Kivran bei Türkgücü vor Ausstieg

Dies wäre nach dem angekündigten Rückzug von Ponomarev beim KFC Uerdingen bereits der zweite Ausstieg in dieser Saison von einem Investor in der dritten Liga.

Der Zeitpunkt kommt überraschend: Türkgücü München gewann am gestrigen Abend beim SV Meppen mit 4:1, ist bei noch einem ausstehenden Nachholspiel quasi auf Tuchfühlung zu den Aufstiegs- und Relegationsplätzen.

Türkgücü spielt in dieser Saison einen starken Fußball, den wir in unserer Taktiktafel schon ausführlich beleuchtet haben:

Taktik Türkgücü München

Hasan Kivran stieg am 01. Januar 2016 bei Türkgücü München ein und investierte seit dem hohe Summen. Ein Ausstieg nach exakt fünf Jahren wäre ungewöhnlich und äußerst überraschend.

Update 28.12.2020, 14:20 Uhr: Türkgücü München hat inzwischen den Ausstieg von Hasan Kivran bestätigt:

Türkgücü bestätigt Ausstieg von Investor Hasan Kivran

Merveille Biankadi jetzt beim TSV 1860 München- alles über den Neuzugang

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3. Liga 19/20, 21. Spieltag, TSV 1860 Muenchen vs. Eintracht Braunschweig Merveille Biankadi Eintracht Braunschweig versucht sich gegen Efkan Bekiroglu TSV 1860 Muenchen durchzusetzen. Im Hintergrund Marius Willsch TSV 1860 Muenchen 3. Liga 19/20, 21. Spieltag, TSV 1860 Muenchen vs. Eintracht Braunschweig3. Liga 19/20, 21. Spieltag, TSV 1860 Muenchen vs. Eintracht Braunschweig *** 3 Liga 19 20, 21 Matchday, TSV 1860 Muenchen vs Eintracht Braunschweig Merveille Biankadi Eintracht Braunschweig tries to win against Efkan Bekiroglu TSV 1860 Muenchen In the background Marius Willsch TSV 1860 Muenchen 3 Liga 19 20, 21 Matchday, TSV 1860 Muenchen vs Eintracht Braunschweig3 Liga 19 20, 21 Matchday, TSV 1860 Muenchen vs Eintracht Braunschweig Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/VolkerxMartinx

(Bild: Merveille Biankadi vs Efkan Bekiroglu &. Marius Willsch vom TSV 1860. Bildcopyright: Imago Images – MIS)

Da ist also der ersehnte Neuzugang beim TSV 1860 München: Merveille Biankadi, aktuell beim FC Heidenheim unter Vertrag, wird vorerst bis für 1,5 Jahre – bis zum Saisonende 2021/22 – ausgeliehen. “Merveille” bedeutet soviel wie “Wunder” bzw. “wunderbar” – der Name passt unserer Meinung nach hervorragend zu dieser Nachricht. Da wir ausreichend Zeit hatten diesen Artikel vorzubereiten, haben wir uns den Mann schon gestern Nachmittag näher angesehen:

Er wurde am 09. Mai 1995 geboren – und zwar im schönen München, wo es ihn jetzt wieder hinzieht. Somit ist er aktuell 25 Jahre alt. Er spielt als linker Flügelspieler mit Nebenposition in der gesamten Offensive. Der beidfüßige Spieler dürfte wunderbar in das Konzept von Michael Köllner passen.

Seine bisherigen Stationen

Das erste Mal bei einem Fußballverein auf dem Rasen stand Biankadi beim FC Phönix München. Von dort ging es zu einem Lokalrivalen der Sechzger ein paar hundert Meter vom Löwen-Trainingsgelände entfernt (2010-12), im Anschluss zog es ihn weiter zum FC Augsburg (2012-15). Über die Stationen Elversberg (2015-17), Erfurt (2017-18) und Rostock (2018-19) landete er schließlich beim FC Heidenheim, der ihn vor eineinhalb Jahren vom FC Hansa für eine kolportierte Ablösesumme von 750.000 € verpflichtete.

Witziger Funfact: Bevor ihn Heidenheim im Januar diesen Jahres dann verlieh, fuhr er mit dem Verein noch ins Trainingslager. Beim dortigen Spiel des FCH gegen Lugano nahmen ihn einige Löwen-Fans schon einmal etwas genauer in Augenschein – dabei wollten sie doch eigentlich nur Vitus Eicher besuchen (Bericht hier). Dass Merveille Biankadi ein knappes Jahr später ein Löwe sein würde, konnte damals noch niemand ahnen. Dass es erst über “andere Löwen” gehen sollte erst recht nicht:

Kurz nach dem Trainingslager verlieh Heidenheim den schnellen, ballsicheren Spieler zu den Löwen nach Braunschweig, wo er im ersten Einsatz für die Gelb-Blauen am 26.01.2020 gleich einen 4:1 Triumph seines neuesten Arbeitgebers, dem TSV 1860 München, miterleben durfte. Er spielte in 17 von 18 möglichen Spielen, zumeist von Anfang an und den Großteil der Spielzeit – rund 1300 Einsatzminuten unterstreichen dies. In diesen schoss er für die Eintracht drei Tore und gab fünf Torvorlagen – am Ende der Saison stieg er mit den Löwen aus Braunschweig auf. Ein gutes Zeichen?

Bei der Eintracht stellte er sich im Übrigen mit folgendem Video vor (eingebettet vom Youtube-Kanal von Eintracht Braunschweig):

Der Neuzugang aus taktischer Sicht

Der Offensivallrounder, dessen wichtigste statistische Werte absolut solide sind, wird meiner Meinung nach gut ins Konzept von Köllner passen. Da er aufgrund seiner Beidfüßigkeit nicht auf eine einzige Position festgelegt ist und im gesamten Offensivbereich eingesetzt werden kann, wird er das flexible System des Löwencoaches sicherlich bereichern.

Gegen den TSV 1860 München hat Biankadi schon dreimal gespielt – und in den Spielen, die er für Hansa Rostock gegen den TSV absolviert hatte war er alles andere als angenehm für die Löwenabwehr. Neun Mal wurde Biankadi in diesen Spielen von seinen Gegenspielern regelwidrig vom Ball getrennt, weil sich die Abwehr der Sechzger nicht anders gegen den technisch begabten Deutschkongolesen zu helfen wusste.

Im Spiel TSV 1860 München gegen Eintracht Braunschweig war er bei den Gästen, die in diesem Aufeinandertreffen mit 4:1 den Kürzeren zogen, einer der besseren Spieler. Er war im Aufstiegskader des BTSV unumstrittener Stammspieler. Hoffen wir auf ähnlich erfolgreiche Zeiten beim TSV 1860 München.

Seine wichtigsten statistischen Werte in der Dritten Liga folgen hier: zur Bewertungshilfe habe ich die Durchschnittswerte eines beliebten Stammspielers von 1860 mit ähnlichem Anforderungsprofil in Klammern gesetzt:

  • Erfolgreiche Aktionen 54,2% (40,3%)
  • Passgenauigkeit 75% (62,3%)
  • Passgenauigkeit ins letzte Drittel 65,8% (49,2%)
  • Erfolgreiche Dribblings 49,6% (48,9%)
  • Gewonnene Offensivduelle 43,8% (43,6%)
  • Spiele pro Tor 5 (4)

Herzlich willkommen zurück in der Münchner Heimat!

Anmerkung: In einer früheren Version war nur “bis zum Saisonende” angegeben – das wurde auf “Saisonende 2021/22” korrigiert. 

Frohes Fest: Ivonne Mölders im sechzger.de-Weihnachtsinterview

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Ivonne Mölders im Interview – ihr Mann Fußballprofi Sascha Mölders erlebt derzeit seinen x-ten fußballerischen Frühling im Löwen-Trikot und mischt im Kampf um die Torjäger-Kanone der 3. Liga munter mit. sechzger.de widmete ihm gestern folgenden Artikel:

Sascha Mölders – so wertvoll wie noch nie für den TSV 1860 München

Einen großen Anteil am sportlichen Höhenflug des Routniers hat sicher auch seine Ehefrau Ivonne, die dem Stürmer den Rücken gekonnt freihält. Kurz vor Weihnachten gewährt sie uns (und Euch) exklusive Einblicke in die Feiertagsplanungen im Hause Mölders. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen – und der Familie Mölders ein paar erholsame und schöne Tage.

sechzger.de: In der Pandemie gelten für Fußballprofis ja extra strenge Regeln. Wie war das letzte halbe Jahr für euch als Familie?

Ivonne Mölders: Spannend. Einkaufen und nach Hause. Kinder gehen in die Schule und nach Hause. Die Kinder haben seit einem halben Jahr keinen Freund außerhalb der Schule mehr gesehen. Ich treffe mich nur mit zwei Familien, die genauso in den Testungen stecken. Und ich muss sagen: Alle paar Tage, wenn das Testergebnis kommt, bin ich nervös. Anderseits sehe ich, dass, obwohl wir Schulkinder haben, bei Sascha noch nichts angekommen ist.

sechzger.de: Ihr seid auch bekannt dafür, den Urlaub auf diversen Kreuzfahrtschiffen zu verbringen. Das fiel und fällt ja dieses Jahr weg; durch was habt ihr die Urlaube ersetzt?

Ivonne Mölders: Nicht “diverse”. Nur AIDA! 🙂
Wir waren den kompletten Sommer zuhause und haben uns an die Empfehlungen gehalten, nirgends hinzufahren. Leider waren wir da so ziemlich die Einzigen. Ich weiß nicht, ob ich mich dran gehalten hätte, wenn ich gewusst hätte, wie das Jahr noch weiter verläuft. Aktuell kann man mit AIDA sogar wieder bzw. noch die Kanaren-Reise machen. Aber ob ich das will mit Maske und Tischreservierungen?

sechzger.de: Wie sieht euer Plan für die fußballfreie Zeit aus? Vor allem natürlich an Weihnachten und Silvester?

Ivonne Mölders: Es ist nur eine Woche Pause. Das ist das kürzeste jemals, also vom 19. bis zum 27. Dezember. Da kann man keine Bäume ausreißen und wir bleiben auch jetzt alleine zuhause. Zum Glück haben wir eine eigene große Familie, sodass es nicht so schlimm ist, dass wir keine Verwandten besuchen oder keinen Besuch empfangen können. Wäre eh ein bisschen schwer, um 21 Uhr zurück zu sein, wenn man kurz nach Essen fährt… 🙂

sechzger.de: Was ist also anders als sonst?

Ivonne Mölders: Gar nichts. Weihnachten haben wir es eh lieber ruhig und gemütlich. Ich stehe gefühlt 24 Stunden in der Küche – also alles wie immer. 🙂
Aus dem “Ich feier ne wilde Silvesterparty”-Alter sind wir raus. Meine Großen hatten sich vorgenommen, mit den 10 Erlaubten ein wenig was zu machen – bis das dann doch wieder gekippt wurde. Also für mich als Mutter sogar schön, so hab ich Silvester mal alle zuhause.
Aber die AIDA geht uns schon ab. Vor genau einem Jahr waren wir das letzte Mal.

sechzger.de: Und natürlich die wichtigste Frage: Was kommt beim Top-Scorer der 3. Liga zu Weihnachten auf den Tisch? Und womit stoßt ihr aufs neue Jahr an?

Ivonne Mölders: Heiligabend sind wir von Kartoffelsalat und Würstchen weg zum Raclette gewechselt. Beides passt Sascha nicht, weil es ihm zu lang dauert und zu wenig ist. 🙂
An Weihnachten gibts ganz klassisch Sauerbraten; den mag er auch nicht so gerne, also bekommt er eine Gans. 🙂
Sascha ist eher so der Nudeln- & Pizza-Typ und steht nicht so auf deutsche Küche. Aber wenn nicht Weihnachten, wann dann? Wir anderen alle lieben Klöße (Knödel) und Blaukraut. Angestoßen wird bei uns nur mit Bier.

sechzger.de: Wir wünschen euch auf jeden Fall eine erholsame Zeit und dass ihr die Pause – trotz der unguten Bedingungen – bestens nutzen könnt. Frohe Weihnachten und schon jetzt ein gutes neues Jahr 2021!

Ivonne Mölders: Danke schön, ich wünsche auch allen Löwen-Fans eine besinnliche Weihnachtszeit im engsten Familienkreis. Ich würde mir wünschen, man könnte sagen: Rutscht gut ins neue Jahr und vergesst dieses Kack-2020, aber leider geht’s ja ab dem 1.1. erstmal genauso weiter. Trotzdem hoffe ich, dass wir uns alle bald wiedersehen im Stüberl, im Stadion oder auf den Sportplätzen.

Beitragsbild: Ivonne Mölders (privat)

Heute vor 75 Jahren: Das erste Pflichtspielderby nach Kriegsende

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Zerstörte Haupttribüne. Quelle: Stadtarchiv München, FS-WKII-STR-1131
Zerstörte Haupttribüne. Quelle: Stadtarchiv München, FS-WKII-STR-1131

Heute vor 75 Jahren fand das erste Pflichtspielderby nach Ende des zweiten Weltkriegs in der damals neugeschaffenen Oberliga Süd statt. Das Spiel endete mit einer 0:1 Niederlage gegen die Seitenstraßler.

Die Partie wurde im Grünwalder Stadion ausgetragen, in welchem sich je nach Quelle zwischen 13.000 und 15.000 Zuschauer im Grünwalder einfanden. Das Stadion war nach der Bombardierung im September und Oktober 1943 nur notdürftig wieder hergerichtet worden und trug erstmals den noch heute offiziellen Namen “Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße”.

Zerstörte Haupttribüne des Sechzger Stadions. Foto: tsv1860.de
Zerstörte Haupttribüne. Quelle: Stadtarchiv München, FS-WKII-STR-1131
Zerstörte Haupttribüne. Quelle: Stadtarchiv München, FS-WKII-STR-1131

Angeführt wurde die Mannschaft durch Otto Glas, welcher seit Ende der Saison 42/43 für die Löwen auflief. Bekannt ist, dass Otto Glas in den Endrundenspielen um die deutsche Fußballmeisterschaft im Mai 1943 gegen den VfB Stuttgart (3:0), Offenbacher Kickers (2:0) und First Vienna Wien (0:2), dem damaligen Wiener Spitzenclub, noch nicht zum Einsatz kam.

Glas stand dann erstmals am 20. Juni 1943 beim Endspiel um die Meisterschaft des Sportgaus München-Oberbayern, beim Derby gegen den FC Bayern, bei einem 2:0 Erfolg, in der Löwen-Elf. Glas erzielte in diesem Spiel beide Tore für die Löwen.

Otto Glas lief als “Linker Verbinder” auf, ein Halbstürmer, der z.B. im Spielsystem “Schottische Furche” zwischen Mittel- und Außenstürmern positioniert war. Am Nächsten kommt diesem die Position eines heutigen Zehners. Das Spielsystem der Löwen im Derby war das damals weit verbreitete “WM System“, ein 3-2-5 und somit eine Weiterentwicklung der Schottischen Furche.

Der Name kam daher, dass die Stürmer auf dem Feld wie ein “W”, die restliche Mannschaft aus Mittelfeld und Verteidigung wie ein “M” positioniert war, wie die Grafik zeigt:

3-2-5 WM-System. CC BY-SA 3.0

Die Mannschaftsaufstellung im Derby lautete wie folgt:

Richard Rösch – Karl Köhle, Franz Schmeiser – Karl Janda, Georg Bayerer, Franz Hammerl – Albert Janda, Franz Bachl, Otto Glas, Ludwig Janda, Alois Hornauer

Ludwig Janda sollte später der erste deutsche Italien-Legionär werden. Er wechselte 1949 für eine Ablösesumme von 50.000 Mark von den Löwen zum ACF Fiorentina nach Florenz.

 

Sechzig um sieben: Weihnachtspause +++ Spieltage 19-21 terminiert +++ Strasser in Madonna +++

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Löwen Sechzig um Sieben

Weihnachtliche Ruhe

Unsere Spieler befinden sich seit Samstag im wohlverdienten Weihnachtsurlaub und es gibt wenig Sportliches zu berichten in diesen Tagen. Wie unser Ex-Käpt’n Felix Weber feiert und ob er dazu in seine oberbayerische Heimat kommt, könnt Ihr in unserem Weihnachtsinterview nachlesen.

Weihnachtliche Ruhe strömt auch aus dem Büro von Günther Gorenzel. Es gab Zeiten, da wurden mögliche Neuzugänge für anstehende Transferphasen im Dutzend gehandelt. Aktuell hört man so gar nichts, wer denn als Nachfolger für Martin Pusic im Gespräch ist. Gorenzel verweist immer auf seine Shortlist, die er abarbeiten will. Professionelle Ruhe vor den Kulissen, dahinter tut sich sicher Einiges, was zu gegebener Zeit kommuniziert wird. Weiter so! Vielleicht legt uns der Weihnachtsmann ja noch einen neuen Stürmer unter den Weihnachtsbaum. Und wenn nicht kommt ein Kracher Stürmer zu Silvester. Lassen wir die flachen Fußballwitze…

Spieltage 19-21 terminiert

Wie gestern bereits berichtet, setzte der DFB die genaue Spieltermine für die Spieltage 19-21 an. Für diejenigen, die es gestern nicht mitbekommen haben, hier die Ansetzungen der Löwen:

19. Spieltag: Montag, 18. Januar 2021, 19 Uhr: TSV 1860 – FC Ingolstadt 04
20. Spieltag: Sonntag, 24. Januar 2021, 13 Uhr: TSV 1860 – SV Meppen
21. Spieltag: Mittwoch, 27. Januar 2021, 19 Uhr: 1. FC Magdeburg – TSV 1860

Linus Strasser in Madonna di Campiglio

Beim gestrigen Weltcup-Slalom in Italien belegte unser Skilöwe nach dem ersten Durchgang den aussichtsreichen 8. Platz. Im zweiten Durchgang konnte er sogar noch auf Platz 6 nach vorne fahren. Damit hat er die Qualifikation für die Ski-WM im Februar in Cortina d’Ampezzo sicher.