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sechzger.de Talk, Folge 6 vor Waldhof Mannheim – TSV 1860 München

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sechzger.de Talk Podcast TSV 1860 München

Am 34.Spieltag der 3. Liga spielt der TSV 1860 München morgen beim SV Waldhof Mannheim. Schon heute Mittag könnt Ihr in die neueste Folge des sechzger.de Talks reinhören.

Das sind unsere Themen:

1:1-Unentschieden gegen Viktoria Köln

Nach vier Siegen in Folge teilte Sechzig gegen die Viktoria aus Köln die Punkte. Doch die Konkurrenz um den Aufstieg tat es unserer Mannschaft gleich, sodass weiterhin alles möglich ist im Kampf um Liga 2.
Sebastian, Bernd und Christian blicken in ihrem Gespräch nochmal abschließend auf die Partie am Dienstag zurück.

Die Erwartungshaltung bei den Löwen

Nach dem Unentschieden wurde eins mal wieder besonders deutlich: In der Welt vieler Löwenfans gibt es nur Hopp oder Top. Ein Remis gleicht für manche einem Weltuntergang. Sind diese extremen emotionalen Ausschläge bei den Löwenfans eher Fluch oder Segen? Oder sind es vielleicht vor allem die Sozialen Medien, die diese Ausschläge – quasi wie ein Vergrößerungsglas – in den Mittelpunkt der Wahrnehmung rücken, während die Mehrheit der Fans die Lage eigentlich viel entspannter sieht und bewertet? Auch darüber sprechen die drei Diskutanten durchaus kontrovers.

Waldhof Mannheim – TSV 1860 München

Abschließend geht es natürlich um die morgige Partie im Carl-Benz-Stadion. Wird der TSV 1860 München gegen Waldhof Mannheim die Serie fortsetzen und ungeschlagen bleiben? Trainer Michael Köllner rechnet ja mit motivierten Mannheimern, die nach der Klatsche gegen Saarbrücken auf Wiedergutmachung aus sind. Und was erwarten unsere Redakteure vom Kick in der Kurpfalz?

Abonniert uns und verpasst keine Folge des sechzger.de Talks!

Mittlerweile gibt es unseren Talk nicht nur auf Youtube, sondern auch als Podcast. Um keine Folge unseres Talks zu verpassen, könnt Ihr uns selbstverständlich auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren.

Natürlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und natürlich über Eure Verbesserungsvorschläge.

TAKTIKTAFEL: SV Waldhof Mannheim – TSV 1860 München (34.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München beim SV Waldhof Mannheim.

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München beim SV Waldhof Mannheim. Patrick Glöckner hat für seine Waldhöfer eine ganze Reihe an Systemen im Köcher und möchte meist offensives Kombinationsspiel mit seiner Mannschaft zeigen. Schaut man sich die verschiedenen Systeme, die der SVW seit dem 5:0 für die Löwen im Hinspiel auf den Platz gebracht hat, auf den Seiten der Fußballdatenbanken an, fällt auf, dass sowohl mit Viererkette als auch mit Dreier- respektive Fünferkette gegen den Ball höchst unterschiedliche Erfolge erzielt werden konnten. Grundsätzlich versuchen die Mannheimer, bei variabler Systematik, meist im 4-2-3-1 aber auch im 4-4-2 oder im 3-5-2 immer einen technisch guten Kombinationsfußball auf den Rasen zu bringen.

Ein großes Problem, mit dem der Waldhof momentan zu kämpfen hat ist übrigens ein nicht gerade kleines Lazarett. Schwer wiegen hier die Ausfälle der beiden nominellen Außenverteidiger Marcel Hofrath (#31) und Marcel Gottschling (#24). Außerdem sind Max Christiansen (#13) und Arianit Ferati (#10) verletzt, die als wichtige Stützen im Mittelfeld gelten. Zudem sind mit Dirling, Roczen und Ünlücifci drei weitere Spieler von Waldhof Mannheim gegen den TSV 1860 München nicht einsatzfähig.

Kommen wir aber erst einmal zu den statistischen Fakten.

Die statistischen Werte des SV Waldhof Mannheim

  • Ballbesitz 54%
  • Passgenauigkeit 82%
  • Gewonnene Defensivduelle 60,7%
  • Flankengenauigkeit 28,4%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9,86

Bei eigenem Ballbesitz wird die Viererkette entweder dynamisch, indem sich ein defensiver Mittelfeldspieler fallen lässt und beide Außenverteidiger hochschieben oder über einen Außenverteidiger gependelt zur Dreierkette. Beim Spiel mit Dreier- bzw. Fünferkette ist das vom System immer so. Wie weit die Außen im Spiel nach vorne hochschieben, hängt dann von der taktischen Ausrichtung ab. Deshalb tun sich manche Sportjournalisten auch mit der Unterscheidung dieser Varianten sehr schwer. Hochschiebende Außenverteidiger oder abkippende Mittelfeldaußen? In einigen taktischen Schemata der Presse ist beispielsweise für den SV Waldhof ein 3-4-3 eingepflegt, in anderen ein – auf dem Papier – noch abenteuerlicher anmutendes 3-1-4-2. Derartige Verschiebungen finden immer nur bei eigenem Ballbesitz statt. Es gibt kein System, in dem mit nur drei Mann auf der letzten Linie gegen den Ball gearbeitet wird.

Defensiv wird fast jedes System mit Dreierkette durch abkippende Mitelfeldaußen zu einer Fünferkette verschoben. In seltenen Fällen, wenn der Trainer auf ein Team mit großem taktischen Verständnis zurückgreifen kann, kommt es vor, dass situativ asymmetrisch aus dem Mittelfeld zur Viererkette verschoben wird. Die Verschiebung findet dann sowohl in der Vertikalen (Dreierkette bewegt sich nach links oder rechts) als auch in der horizontalen Linie (ein Mittelfeldaußen kippt ab) statt.

In den von mir beobachteten Spielen der Mannschaft aus der Quadratestadt wurde die Dreierkette, wenn sie gespielt wurde, gegen den Ball immer über doppelt abkippende Außen zu einer Fünferkette.

Taktische Variabilität

Welches System wir am Samstag von den Kurpfälzern erwarten müssen, lässt sich aufgrund der Variabilität, die Patrick Glöckner offensichtlich bei der Wahl seines Systems an den Tag legt, schwer vorhersagen. Darum muss ich mir die Frage stellen: Was würde ich an Glöckners Stelle gegen den TSV 1860 München systematisch bei Waldhof Mannheim auf den Platz stellen und was wäre meine taktische Ausrichtung?

Nun gibt es in der 3. Liga kaum eine Mannschaft, die in der gegnerischen Spielfeldhälfte ähnlich variabel spielt wie der TSV 1860 München. Was macht man da als Trainer? Spontan könnte man sagen, dass die Variante 4-2-3-1 wohl am sichersten wäre wegen der Kompaktheit. Einerseits das beliebteste System der Liga, andererseits aber auch etwas, was die Löwen schon öfter als einmal deutlich zerlegt haben.

Es bleiben für mich, wenn wir das 4-2-3-1 verwerfen, zwei Möglichkeiten. Es geht hier um eine Mannschaft, die mit nur sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge um jeden Punkt fighten muss. Nur so stellt man sicher, dass man die Klasse hält. Es bleibt gegen den Ball also entweder das 4-4-2 (flach) tief gestaffelt, oder ein noch defensiveres 5-4-1. Beide Systeme können auf Konterfußball auslegt werden. Bei eigenem Ballbesitz im Umschaltspiel würde dann auf 4-2-2-2 im Falle des 4-4-2 oder 3-4-1-2  verschoben werden, wenn das 5-4-1 zugrunde liegt.

Im Positionsspiel würde ich die Variante mit der flachen Raute (4-1-2-1-2) aus dem 4-4-2 heraus wählen. Für das sehr defensive 5-4-1 würde ich im Positionsspiel auf ein 3-2-3-2 setzen und die Mannschaft anweisen, bis vor das letzte Drittel auf Flügelspiel zu setzen. Die hinterlaufenden Außenverteidiger sollte man dabei stark einbinden. Das zieht das Spiel in die Breite und schafft so mehr Räume im Zentrum

Welche dieser Varianten wäre nun die erfolgsversprechendere?

Dass das 4-4-2 (flach) mit zwei Sechsern gegen den TSV 1860 München funktionieren kann, haben wir diese Saison schon gesehen.

Obwohl die Mannheimer oft ein sehr aggressives Pressing spielen, fällt auf, dass Balleroberungen hauptsächlich im Mittelfeld oder im letzten Drittel erfolgen. Die vielen Aktionen gegen den Ball vorne laufen also des Öfteren ins Leere. Die niedrige PPDA zeigt leider nicht an, wie erfolgreich die ihr zugrundeliegenden Aktionen sind.

Diese Fakten als Grundlage für die “Systemorakelei” kennend würde ich mich abschließend wahrscheinlich für das 4-4-2 (flach) mit zwei defensiven Mittelfeldspielern und hängender Spitze entscheiden.

Stärken und Schwächen des 4-4-2

Die Stärken

Mit den doppelt besetzten Flügeln kann man großen Druck über die Außenpositionen erzeugen. Kurze Laufwege im Umschaltspiel helfen der Mannschaft im 4-4-2 kraftsparend zu spielen. Das kann am Ende einer Partie der entscheidende Faktor für Sieg oder Niederlage sein. Die kompakte Formation gegen den Ball kann Mannschaften, die kreativ limitiert sind, vor Probleme beim Eindringen in die Box stellen. Durch die Ausgewogenheit in allen Mannschaftsteilen kann man gegen manche andere Systeme mit geringen Verschiebungen für Überzahl sorgen. Mittelfeldpressing wird stark begünstigt.

Die Schwächen

Wenn die Stürmer vom Gegner gut isoliert werden, ist es für die Offensive schwer eine Bindung zwischen Mittelfeldzentrum und Stürmern herzustellen. Daher geschieht der Aufbau häufig über die Außenpositionen. Im Spiel gegen Mannschaften, die ein System mit nur einer Sturmspitze spielen, kann die Ausgewogenheit in beide Richtungen auch eine Schwäche darstellen. Nämlich dann, wenn die Stürmer gegen den Ball nicht mit nach hinten arbeiten und bei Ballbesitz beide Stürmer gleich in vorderster Front anzutreffen sind.

Schlüsselspieler

Der Torwart

Timo Königsmann (#1) hat seit achtzehn Spielen den Platz im Tor vom vorherigen Stammkeeper Behrens übernommen und macht seine Sache im Großen und Ganzen sehr gut. Zu den Top Torhütern der Liga gehört er allerdings nicht.

Der Kapitän

Marcel Seegert (#5) ist Innenverteidiger, Abwehrchef und Kapitän der Waldhöfer in einem. Er ist sehr zweikampf- sowie kopfballstark und hat obendrein ein gutes Stellungsspiel. Auch sein Kollege in der Innenverteidigung Jesper Verlaat (#4) ist definitiv ein Schlüsselspieler. Statistisch hat er noch bessere Werte in den für diese Position wichtigen Kategorien.

Die Mittelfeldspieler

Marco Schuster (#6) ist der Mittelfeldstratege auf der Sechserposition. Er ist kopfballstark, defensiv zweikampfstark, hat eine wahnsinnig gute Übersicht und das wahrscheinlich genaueste Passspiel aller Drittligaspieler auf dieser Position. Dass er für das Spiel gegen den TSV 1860 München gelbgesperrt fehlt, wird Patrick Glöckner mittlere bis große Kopfschmerzen bereiten. Aktuell ist er außerdem offensichtlich beim SC Paderborn im Gespräch. Gerrit Gohlke (#27), eigentlich Innenverteidiger scheint mir am ehesten geeignet ihn zu vertreten, aber auch Benedict dos Santos (#21) wäre eine mögliche Option.

Marcel Costly (#17) auf der rechten Außenbahn gehört zu den schnellsten Mittelfeldaußen der Liga. Obendrein ist er stark in eins gegen eins Situationen und steht auch in Situationen gegen den Ball durchaus seinen Mann. Sechs Vorlagen und vier Tore hat er auf dem Konto.

Der Torjäger

Mittelstürmer Dominik Martinovic (#11), Topscorer beim SV Waldhof, hat 11 Tore und 7 Vorlagen auf dem Kerbholz. Schafft man es ihn kalt zu stellen, ist für die Defensive viel gewonnen. Seine Schussgenauigkeit ist sehr gut. Die für einen Stürmer wahnsinnig hohe Passgenauigkeit mit über 70% im Durchschnitt lässt einen auch aufhorchen. Im Dribbling ist er stärker als bei offensiven Laufduellen. Der junge Stürmer ist sich nicht zu schade hinten mitzuhelfen und nötigenfalls auch in der eigenen Spielfeldhälfte gegen den Ball zu arbeiten.

Wie muss der TSV 1860 München an das Spiel herangehen, damit man Waldhof Mannheim besiegen kann?

Nun darf man nicht davon ausgehen, dass es wieder ein Schützenfest wie im Hinspiel und bei der jüngsten Partie der Mannheimer gegen den 1.FC Saarbrücken werden wird.

Die Tugenden aus den letzten Spielen, die beim Spiel gegen den Ball aus sauberer Pressingarbeit über Angriffssteuerung und direktem Pressing zu vielen Balleroberungen außerhalb der eigenen Gefahrenzone führte, müssen auf jeden Fall weiter gezeigt werden.

Auch weitere Aspekte des Spiels gegen Köln waren positiv und sollten beibehalten werden. Am Dienstag gelang es die langen Bälle der Viktoria aus Köln in die sogenannte Pressingfalle zu zwingen. Außerdem wägte man die direkten Attacken auf den ballführenden Spieler im Aufbauspiel des Gegners ab. Das richtige Rezept fürs Pressing zu finden ist der Schlüssel.

Rückschlüsse von der Partie Saarbrücken – Mannheim

Bedenkt man Passgenauigkeit und Spieltempo der Waldhöfer sollte das Rezept, das gegen Köln funktioniert hat, auch gegen Mannheim ein adäquates Mittel sein. Ob das auch wie gegen die Viktoria auf der vordersten Linie stattfinden muss oder ob man das so anlegt wie Saarbrücken am Mittwoch gegen die Mannheimer, ist eine weitere Frage, die man sich stellen muss.

Saarbücken hat dem SVW viel Raum in der eigenen Hälfte gelassen und erst kurz vor der Mittellinie begonnen, die Passwege zu behindern. Der Raum für Mannheims Positionsspiel wurde somit in der Saarbrücker Spielfeldhälfte sehr eng gemacht, um dann bei Ballgewinn überfallartig die Schwächen in der Rückwärtsbewegung des SV Waldhof auszunutzen.

Meine Tendenz für unser Spiel am Samstag geht zu einer etwas tieferen Pressinglinie als noch gegen Köln mit allerdings relativ hoher Defensivlinie, um dem Gegner möglichst wenig Raum anzubieten und das eigene Stellungsspiel gegen den Ball, das gegen Mannheim sehr entscheidend zum Erfolg sein wird, zu begünstigen.

Wie man offensiv gegen den Waldhof vorgeht, ist wie bei jedem anderen Gegner auch natürlich eine Frage dessen, was man angeboten bekommt. Die variable taktische Herangehensweise, die Trainer Michael Köllner in der Offensive beim TSV 1860 München etabliert hat, braucht dazu auch keinen starren Plan. Die Offensive ist mit einem großen Arsenal an Möglichkeiten ausgestattet, um dem Gegner Schwierigkeiten zu bereiten. Die Spieler der Sechzger sind zudem intelligent genug, um innerhalb der vorgegebenen Marschroute selbst kreativ in den ihnen zugewiesenen Räumen in der Offensive so zu agieren, dass man das mögliche Maximum an Chancen herausspielen kann. Aufgrund dessen, was ich in den letzten Spielen der Mannheimer beobachtet habe, wird es an Momenten nicht mangeln die geeignet sind, um dieses Auswärtsspiel erfolgreich zu gestalten.

Fazit

Ob der Waldhof so spielen wird, wie ich es tun würde oder ob Patrick Glöckner lieber doch bei der von Mannheim im Normalfall gezeigten offensiven Ausrichtung bleibt, werden wir am Samstag ab 14:00 Uhr in Erfahrung bringen können.

Löwentrainer Michael Köllner wird wie immer die richtige Marschroute ausgeben und die Mannschaft des TSV 1860 München wird alles dafür tun, um für sich und uns drei Punkte aus der kurpfälzischen Quadratestadt mitzubringen.

Dass ein Sieg unserer Mannschaft immer im Bereich des Möglichen liegt, wissen wir. Hoffen wir darauf, dass der Matchplan des Trainers aufgeht und das Team die Chancen, die sich mit Sicherheit ergeben werden, konsequent nutzen wird.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was uns beim Waldhof erwartet. Den letzten Auftritt dort, noch unter der Ägide von Daniel Bierofka, habe ich nicht in guter Erinnerung. Hoffen wir, dass unsere Mannschaft dieses Erlebnis verblassen lässt.

Diese Startaufstellung von Waldhof Mannheim ist gegen den TSV 1860 München denkbar

 

Datenquelle: wyscout

Sechzig um Sieben: Am Tag vor dem Duell mit Mannheim in der 3.Liga

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Guten Morgen, liebe Löwen! Zum Start in den Freitag liefern wir euch einen Überblick über den heutigen Tag. Wir starten mit Volldampf in die Berichterstattung rund um das Duell von Sechzig mit dem SV Waldhof Mannheim. Außerdem gibt es die News aus der 3.Liga für euch. Unter anderem darf ein Konkurrent im Aufstiegskampf wieder trainieren.

Spiel vor 110 Jahren

In wenigen Stunden geht ein absolutes Schmankerl online. Es geht um ein ganz besonderes Spiel, das heute vor genau 110 Jahren stattfand. Ihr dürft gespannt sein…

TAKTIKTAFEL

Englische Wochen bedeuten für unseren Taktikfuchs absoluten Dauerstress. Innerhalb einer Woche erscheinen sechs TAKTIKTAFELN auf sechzger.de. Dabei beobachtet Bernd Winninger nicht nur die Löwen live im Einsatz, sondern schaut die gesamten 90 Minuten für die Analyse erneut. Hinzu kommen jeweils mehrere Spiele der kommenden Kontrahenten, sodass er auf gefühlt 1860 Minuten Fußball in dieser Woche zurückblicken kann. Chapeau für solch´einen Einsatz. Heute im Fokus ist natürlich der SV Waldhof Mannheim.

Expertentipp zu Mannheim – Sechzig München

Für den Expertentipp zum Mannheim-Spiel hat sich mal wieder ein Ex-Spieler von Sechzig bereit erklärt und seinen Tipp abgegeben. Er war Teil eines ganz besonderen Spiels in der Geschichte des TSV 1860. Ihr werdet dazu ein Bild in unserem Artikel entdecken. 🙂

sechzger.de Talk Folge 6

Weiter geht´s im Takt: bereits die 6.Folge des sechzger.de Talks geht heute an den Start. Dieses Mal geht es unter anderem um das 1:1 gegen Köln und das morgige Spiel in Mannheim.

Videos für Lustfinger

Heute endet die Frist für die Einsendung von Videos an Lustfinger. Die Band möchte auf dem neuen Album auch einen Löwenhit unterbringen und hofft dafür auf die Unterstützung der Löwenfans.

News aus der 3.Liga

Dresden nimmt Training wieder auf

Ab heute darf Dynamo Dresden das Mannschaftstraining wieder aufnehmen. Das zuständige Gesundheitsamt erteilte hierfür am gestrigen Donnerstag die Genehmigung. Somit findet auch das Heimspiel gegen den Halleschen FC am Samstag wie geplant statt. Die betroffenen Spieler Yeboah-Königsdörffer und Sohm verbleiben allerdings weiterhin in Quarantäne.

Zudem wurden die beiden ausgefallenen Partien vom DFB terminiert. Am kommenden Mittwoch (28.April) trifft Dresden ebenfalls daheim auf den MSV Duisburg. Das freie Wochenende ist für Dynamo Geschichte, denn das Auswärtsspiel gegen Uerdingen wurde für den Samstag, 1.Mai angesetzt.

Startschuss für den 34.Spieltag

Kaum ist der 33.Spieltag beendet, geht es auch schon weiter in der 3.Liga. Heute Abend stehen sich Viktoria Köln und der SC Verl im Sportpark Höhenberg gegenüber. Die direkten Tabellennachbarn (Plätze 8 und 7) liegen 11 bzw. 9 Punkten hinter dem TSV 1860 München und können im Saisonendspurt wohl eher nicht mehr in den Kampf um Rang 4 einsteigen. Anpfiff zwischen den beiden Kontrahenten ist um 18:60 Uhr.

Sechzig @18:60: Spendenaufruf eines Löwen für Hinterbliebene

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TSV 1860 München am Abend

Guten Abend, liebe Löwenfans! Manchmal rückt auch bei uns der Fußball in den Hintergrund… Wir geben euch zwar zunächst einen Überblick von den Meldungen des heutigen Tages, nutzen aber gleichzeitig auch die Gelegenheit und teilen sehr gerne den Spendenaufruf eines Löwen-Fans, der seine Schwester letzte Woche verloren hat. Zwei Kinder stehen nun ohne Eltern da und benötigen unsere Unterstützung!

TAKTIKTAFEL

Pünktlich zur Mittagszeit ging die Analyse von Bernd Winninger online. Darin wurde auch die Schätzfrage aus SuS von heute morgen beantwortet. Wer von euch hätte diese Anzahl erraten?
Damit schließen wir die Berichterstattung rund um das Spiel gegen Viktoria Köln auch fast ab. Letzte Chance nochmal die Sicht von Teilen der sechzger.de-Redaktion auf das Spiel vom Dienstag zu erfahren besteht morgen, wenn Folge 6 des sechzger.de-Talks online geht. Die Sendung wird heute Abend aufgezeichnet. Und da widmen sich die Protagonisten natürlich auch schon mal dem nächsten Gegner…

Pressekonferenz mit Michael Köllner

…und dieser heißt Waldhof Mannheim. Den Auftakt zur Vorberichterstattung bildete heute die LÖWENRUNDE, die einen Tag früher als gewöhnlich stattfand. Darin warnte Michael Köllner, den Gegner aufgrund der deftigen Abreibung am Mittwoch auf die leichte Schulter zu nehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Pressekonferenz war das Thema Regeneration. Gerade in der aktuell stattfindenden Englischen Woche ist dies ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Dessen ist sich der Trainer des TSV 1860 München durchaus bewusst. Vor allem steht Anfang Mai bereits das nächste Spiel unter der Woche an. Die Löwen spielen an einem Dienstag gegen die Roten Teufel aus Kaiserslautern. Immerhin ist das Wochenende davor spielfrei.

Erneut Löwen in der kicker Elf des Spieltags

Die guten Leistungen des TSV 1860 München bleiben auch dem kicker nicht verborgen. An diesem Spieltag wurden zwei Löwen in der Elf des Spieltags ausgezeichnet. Zuletzt standen nach dem Sieg gegen Türkgücü mit Hiller, Dressel und Neudecker gleich drei Spieler des TSV 1860 in besagter Elf.

News aus der 3.Liga

Hohe Schulden in Krefeld

Der KFC Uerdingen musste vor einiger Zeit Insolvenz anmelden, mittlerweile liegt der Insolvenzplan vor. 10 Millionen Euro Schulden hat der Insolvenzverwalter aufgelistet, die Mikhail Ponomarev dem Verein hinterlassen hat. Möglicherweise muss der ehemalige Investor des KFC für einen nicht unerheblichen Teil dieser Summe aufkommen.
Übrigens zählt auch der TSV 1860 München zu den Gläubigern. Ob die Löwen allerdings noch Geld aus Krefeld erhalten, dürfte mehr als fraglich sein.

Waldhof Mannheim mit toller Geste

Am Samstag geht es für die Löwen nach Mannheim, wo der Waldhof auf Wiedergutmachung aus ist. Im Rahmen des 3:2-Sieges gegen Lübeck am 32.Spieltag erfüllten die Mannheimer einem todkranken Fan einen letzten Wunsch. Er durfte noch einmal einem Spiel des SVW beiwohnen. Umso schöner, dass es dann sogar am Ende drei Punkte zu bejubeln gab.

Diese Aktion ruft jetzt allerdings den DFB auf den Plan, der den Verein um eine Stellungnahme gebeten hat. Konkret geht es um einen Verstoß gegen das aktuell geltende Hygienekonzept. Da treibt es einem die Zornesröte ins Gesicht.

Spendenaufruf eines Löwen-Fan

Bei der folgenden Geschichte weicht diese jedoch unmittelbar und schlägt in blankes Entsetzen um. Wir sind immernoch absolut fassungslos.

Ein Mann schlägt seine Frau nieder und rast anschließend frontal gegen einen Baum. Während der Täter am Unfallort stirbt, kämpft seine Lebensgefährtin eine Woche im Krankenhaus um ihr Leben. Leider verlor sie diesen Kampf am 13.April.

Diese Tat alleine ist schon schlimm genug, doch das Folgende macht uns sprachlos. Die beiden Verstorbenen hinterlassen Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren. Vincent und Lorenz haben keine Mama und keinen Papa mehr. Der Bruder der getöteten Frau hat sich nun in Facebook in einer Gruppe mit Fans des TSV 1860 München mit einem Spendenaufruf zu Wort gemeldet und bittet darin die Löwen um Unterstützung für die hinterbliebenen Söhne.

Der Spendenaufruf von Christian Fischer

Wir wollen Danke sagen für Eure Anteilnahme und Eure lieben Worte! Viele von Euch haben uns gefragt, wie sie helfen und unterstützen können.
Für Lorenz und Vinci habe ich ein Konto eingerichtet, auf das ihr spenden könnt. Auch in Zukunft, Geburtstage, Weihnachten oder wann immer Euch danach ist, könnt ihr auf dieses Konto spenden und Euren Beitrag leisten. Wir tun alles in unserer Macht stehende um dafür zu sorgen das die Beiden die Möglichkeit auf eine glückliche Zukunft bekommen.
Geld kann keine Kinderseelen heilen, aber vielleicht dazu beitragen, diese unsägliche Situation erträglicher zu machen und meinen beiden Neffen eine Hilfestellung zu geben.
Leitet die Aktion gerne an Eure Familien-, Freundes- und Arbeitskreisen weiter. Vielleicht möchte der ein oder andere sich gerne beteiligen.
Empfänger: Christian Fischer
Commerzbank
IBAN: DE26 7004 0048 0480 1619 00
Verwendungszweck: Lorenz und Vincent
Die evangelische Kirchengemeinde Oberhaching mit Frau Pfarrerin Irene Geiger-Schaller hat sich freundlicherweise bereit erklärt, für die Spendenaktion ein offizielles Spendenkonto der Kirche zur Verfügung zu stellen. Dadurch ist es möglich, bei Bedarf Spendenbescheinigungen für das Finanzamt auszustellen. Der Erlös wird dann ebenfalls an die Buben weitergeleitet. Bitte geben Sie unbedingt den untenstehenden Verwendungszweck bei der Überweisung an.
Spendenkonto
Empfänger: evangelische Kirchengemeinde Oberhaching
IBAN: DE18 7025 0150 0030 3716 86
BIC: BYLADEM1KMS Kreissparkasse Deisenhofen
Verwendungszweck: Unterstützung Lorenz und Vincent
(falls Spendenquittung gewünscht ab 100,- € Spendenbetrag bitte vollständigen Namen und Adresse in den 2.Verwendungszweck schreiben)
Löwenfans, lasst uns gemeinsam dieses unfassbare Schicksal ein wenig erträglicher machen. Auch die sechzger.de Redaktion wird sich beteiligen und in den kommenden Tagen den Jungs eine Spende zukommen lassen. Haltet durch und kämpft wie Löwen!!!

TSV 1860: Regeneration als Schlüssel zum Erfolg in der 3. Liga?

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Samstag, Dienstag, Samstag – die Löwen befinden sich mitten in einer englischen Woche und sind noch immer auf der Jagd auf die Aufstiegsplätze. Bekanntermaßen ist Trainer Michael Köllner kein großer Freund der Rotation. Deshalb fällt der Regeneration beim TSV 1860 eine besondere Rolle zu, wenn es darum geht, erfolgreich agieren zu wollen.

Köllner zu Scherzen aufgelegt

Auf die Frage eines Journalisten, worin das Geheimnis der Regeneration bei 1860 liege, weil durchaus auffalle, dass die Mannschaft stets topfit sei, obwohl man die Breite des Kaders nicht in vollem Umfang nutze, antwortete Köllner in der Löwenrunde scherzhaft:

“Wir haben jetzt entschieden, dass wir gegen Mannheim alle Jungen bringen. Das haben ja auch manche so gefordert. Wir lassen alle Alten daheim und entziehen das Vertrauen in ihre Leistung und spielen jetzt nur noch mit Jungen. Ich hab auch beim U17-Trainer nochmal angefragt, ob er noch zwei Spieler hat. Dann können wir in die Startelf nochmal zwei unbekannte Größen reinbringen.”

Geiler Typ! Danach wurde der Trainer jedoch wieder ernst, lobte seinen Kader, mahnte jedoch auch an, dass es jetzt nicht an der Zeit sei, komplett in den “Jugendwahn” zu verfallen. Es gehe nun aber auch darum zu erkennen, wer “mental dazu in der Lage” sei, im Aufstiegskampf seinen Mann zu stehen. Diese Aufgabe sehe er bei den “arrivierten Spielern” und wolle diese Verantwortung nicht den jungen Spielern aufs Auge drücken.

Professionelle Regeneration bei 1860

Anschließend wies Köllner darauf hin, dass es darauf ankäme, sich sowohl professionell zu regenerieren als auch vorzubereiten und dass er dies auch von seiner Mannschaft erwarte. Die Voraussetzungen dazu seien schon bald nach Köllners Amtsantritt an der Grünwalder Straße geschaffen worden. Regenerationskleidung, Ausradeln und kaltes Becken nach der Belastung – das Umfeld passt und das Team zieht ideal mit. Beim Thema “Ernährung” konnte sich der Coach mit einem Augenzwinkern einen Seitenhieb in Richtung seines Top-Stürmers jedoch nicht verkneifen.

“Die Spieler sind da wirklich akribisch damit, nach den Spielen (…) nicht gleich zu essen, keine Kohlehydrate zu sich zu nehmen. Lauter so Dinge, die im Profisport eigentlich normal sein müssten. Viel trinken und einfach auch eine sportgerechte Lebensweise an den Tag legen. Das bricht vielleicht einer in unserer Mannschaft und geht da vielleicht mal ein bisschen drüber und verändert diese Parameter in der Ernährung. Alle anderen halten sich aber konsequent dran. Solange er Tore schießt, darf er es aber auch gerne machen.”

Eigenverantwortung der Mannschaft

Zudem sei eine gewisse Individualisierung extrem wichtig, um auch auf die Bedürfnisse der einzelnen Spieler eingehen zu können. Dort sei man jedoch “noch nicht am Optimum” und könne sich weiter verbessern. Ein großes Lob sprach Köllner auch den Platzwarten auf dem Trainingsgelände (Michael Müller) und im Grünwalder Stadion (Günther König), die dafür sorgten, dass die Löwen stets gute Bedingungen vorfinden.

Als Schlüssel zum Erfolg stellte der Trainer jedoch heraus, was der Spieler in seiner Freizeit macht und appellierte an die Eigenverantwortung der Mannschaft.

“Entscheidend ist, was ein Spieler zuhause macht. Schläft er gut? Schläft er viel? Schaut er ned zu viel ins Handy rein? (…) Schaltet er nachts alle Geräte aus? (…) Was ernergetische Strahlung betrifft, haben wir vor der Saison (…) entschieden, dass wir regenerativ in der Erholungsfähigkeit einen Reiz setzen wollen.”

Das Zusammenspiel all dieser Faktoren führe letztendlich zu einer hohen Leistungsfähigkeit. Man sieht das Woche für Woche, wie ich finde. Die Jagdsaison geht weiter!

 

Waldhof Mannheim vs. TSV 1860 – LÖWENRUNDE aktuell – Köllner rechnet nicht mit konternden Mannheimern

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Schon zwei Tage vor dem nächsten Spiel der Löwen bei Waldhof Mannheim fand am heutigen Vormittag die nächste LÖWENRUNDE statt. Nachdem der kommende Gegner erst gestern Abend beim 1. FC Saarbrücken mit dem gleichen Ergebnis (0:5), wie im Hinspiel bei den Löwen unter die Räder geriet, könnte es durchaus passieren, dass sich die Mannheimer am Samstag Nachmittag gegen den favorisierten Gast zunächst defensiv orientieren und die Löwen kommen lassen. Um sie gegebenenfalls auszukontern. Michael Köllner rechnet damit aber nicht: “Sie werden sich sicher nicht hinstellen und Zement anrühren. Die werden ihrem Spielstil treu bleiben und zu Hause gewinnen wollen, angreifen und attackieren. Mit dem Frust eines 5:0 im Südwestderby,” warnte der Oberpfälzer auf Frage von sechzger.de in der Zoom-Konferenz vor der anstehenden Herausforderung.

Personell kann der Löwendompteur in Mannheim nach aktuellem Stand am Samstag Abend wieder aus dem Vollen schöpfen. Einziger Wackelkandidat – neben den bekannten Ausfällen Moll, Staude und Linsbichler – könnte Stefan Lex sein, der gegen Viktoria Köln nach einer Stunde das Feld verlassen hatte. Nicht zuletzt aufgrund seiner großen Laufbereitschaft sind muskuläre Probleme bei ihm leider weiterhin ein Thema, mit dem Köllner sehr sensibel umgeht. Damit ihm der erfahrene, im Saisonfinale besonders wichtige Lex nicht länger ausfällt.

TAKTIKTAFEL, die Analyse: TSV 1860 München – FC Viktoria Köln

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels TSV 1860 München gegen Viktoria Köln.

Der Grundtenor nach dem Spiel war, dass aufgrund der Serien von beiden Mannschaften vor dem Spiel und auch aufgrund des Spielverlaufs die Punkteteilung unter dem Strich gerecht gewesen wäre. Das ist auch meine Meinung. Allerdings war der TSV 1860 München gegen Viktoria Köln über die kompletten 90 Minuten gesehen das vielleicht nicht klar bessere, aber mit Sicherheit das aktivere Team.

Die Spielweisen der beiden Mannschaften

Wie erwartet kamen die Kölner im  4-2-3-1 auf den Platz und der TSV 1860 im flexiblen 4-1-4-1. Die Löwen hatten ihr Pressing diesmal auf vorderster Linie geplant. Die Defensive spielt folglich ebenfalls auf hoher Defensivlinie. Dieser Plan funktionierte, nach einer kurzen Findungsphase in den ersten paar Minuten des Spiels, bis zur Halbzeitpause auch vortrefflich.

Der TSV 1860 München schaffte es, Viktoria Köln in ihrer Spielfeldhälfte nahezu einzuschnüren. Nur durch lange Bälle, die oft unpräzise waren und so durch die glänzend aufgelegte Hintermannschaft der Löwen meist schnell erobert werden konnten, gelang es der Viktoria aus der Rheinmetropole, sich sporadisch Entlastung zu verschaffen.

Den Offensivdruck der Löwen federten die Kölner dennoch gut ab und gerieten keineswegs in große Stressphasen. Trotzdem gab es  Momente der Unachtsamkeit in der Kölner Defensive. Vor allem, als das Tor für den TSV 1860 München fiel.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drehte sich das Spiel. Die Löwen standen nicht mehr so gut im Raum und auch etwas tiefer als noch im ersten Spielabschnitt. So konnte sich die Mannschaft von Olaf Janßen nach Ballgewinn selbst besser ins Spiel bringen und ihrerseits teilweise die Jagd nach dem Spielgerät bereits vor der Box der Sechzger starten.

In der Folge führte der höhere Druck der Kölner dann auch zu einigen wenigen Fehlern beim TSV 1860 München. Einer dieser Fehler wurde leider bestraft. Schlussendlich trennte man sich, nachdem auf den Ausgleich folgend beide Mannschaften mit offenem Visier die Entscheidung suchten, leitungsgerecht unentschieden.

Die statistischen Zahlen zum Spiel

TSV 1860 Viktoria Köln
Ballbesitz 52% 48%
Passgenauigkeit 83% 87%
Defensive Zweikampfquote 68% 47%
Schüsse 19 8
davon aufs Tor 1 5
PPDA* 22,35 20,81
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Neunzehn Mal geschossen, aber nur ein einziger Schuss geht tatsächlich aufs Tor des Gegners. Puh. Da muss man erst einmal durchschnaufen. Das entspricht einer Schussgenauigkeit von rund 5,3%. Aber ist das die ganze Wahrheit? Nein, natürlich nicht. Denn von diesen achtzehn Schüssen, die nicht auf das Tor gingen, wurden acht von einem Gegenspieler geblockt. Geblockte Schüsse, die durchaus aufs und möglicherweise auch ins Tor gegangen wären, wenn der Gegenspieler da seinen Haxen oder Schädel nicht dazwischen gebracht hätte, zählen statistisch leider nicht als aufs Tor geschossen.

Fokus auf die PPDA-Werte

Die nächste statistische Zahl, die zur Verwunderung veranlasst, ist die PPDA. Sie ist ein Indikator für Pressingintensität und es gilt: je niedriger, desto besser. Und wer das Spiel gesehen hat, kann über das Pressing der Löwen doch nur Gutes sagen. Die Viktoria wurde von den Sechzgern so hart wie noch kaum ein anderes Team gepresst. Warum ist die PPDA trotzdem so hoch?

Nun, das liegt, ähnlich wie beim Spiel gegen Magdeburg, als die PPDA ebenfalls hoch war, an der Art des Pressings. Die Löwen stellten geschickt die Räume für den kontrollierten Spielaufbau zu. Sie pressten also hoch und gut im Raum, aber nicht gegen den Mann. Man überließ den Kölnern den Ball, verwickelte sie nicht in Zweikämpfe. Die Sechzger steuerten die Kölner Angriffsmomente so, dass der Mannschaft von Olaf Janßen in den meisten Situationen nichts anderes übrig blieb als es mit dem hohen Ball nach vorne zu versuchen. Die PPDA zeigt die Aktionen gegen den Ball aber nicht über das komplette Spielfeld, sondern eben nur in den für das Pressing wichtigen Zonen an. Aktive Aktionen gegen den Ball fanden aber in diesen Zonen kaum statt. Daher kommt der hohe Wert in dieser statistischen Kategorie.

Der ebenfalls hohe PPDA Wert bei der Viktoria entsteht absolut gegensätzlich dazu aus der Tatsache heraus, dass beim Gegner der Löwen generell nur sporadisch gepresst wurde. Das war ganz zu Beginn der ersten Halbzeit, zu Beginn der zweiten Spielhälfte sowie zum Ende der Partie, als beide Mannschaften mit offenem Visier noch die Entscheidung suchten, der Fall.

Man sieht hier wieder deutlich: Hohe Werte in der PPDA ohne den zugehörigen Kontext zu kennen, können stark in die Irre führen.

Weitere Erklärungen zu den Zahlen vom Spiel zwischen 1860 München und Viktoria Köln

Das Pressing der Löwen, mit dem sie die Angriffe der Kölner steuerten, war jedenfalls unfassbar gut. Sowohl die Raumaufteilung der Löwenspieler zueinander als auch das Timing, wann der dritte und vierte Spieler aus dem Mittelfeld nach vorn schiebt, um die Passwege auf den Flügel oder ins Zentrum zuzustellen, waren hochklassig. Das war bei der Steuerung der gegnerischen Angriffe klar die bisher beste Saisonleistung.

Die langen Bälle, zu denen die Kölner Defensive im Aufbau gezwungen wurde, führten im Gegensatz zu vielen anderen Spielen, die Köln in letzter Zeit absolviert hat, aber keineswegs zu ähnlich häufigem Gewinn des zweiten Balles, wie die Spieler der Viktoria es gewohnt sind. Sicherlich gab es auch die ein oder andere Situation, wo ein Spieler durchbrechen konnte. Die Frequenz war aber in einem deutlich überschaubaren Rahmen.

Die sehr hohe Passgenauigkeit in der Statistik der Kölner liegt an den vielen Quer- und Rückpässen vor dem eigenen Strafraum. 20% aller Pässe des Gastes fanden zwischen den Spielern der Viererkette plus Torhüter statt. Darin enthalten sind ganze fünf Vorwärtspässe. Die gleiche Statistik beim TSV 1860 München sieht zwar 30% aller gespielten Pässe in der eigenen Viererkette plus Torhüter, aber im Vergleich verzeichnen wir hier vierundzwanzig Vorwärtspässe, die meisten davon vom Zentrum auf einen der Flügel. Auch bei der Anzahl der Rückpässe liegt die Viktoria mit zwanzig mehr gespielten Rückpässen deutlich vorne.

Die Tore

Das 1:0

In der 38. Minute erobert Dennis Dressel den Ball gegen den Kölner Lorch in linker Position gerade noch in der Spielfeldhälfte der Kölner. Er spielt quasi während der Balleroberungsaktion schon nach außen zu Tallig. Tallig passt ein paar Meter nach vorne zu Biankadi, der drei Meter von der linken Seitenauslinie auf vorderer Höhe des Mittelkreises von drei Gegenspielern umgeben ist und umgehend quer ins Zentrum auf den völlig freien Neudecker ablegt. Richy Neudecker nimmt sofort Tempo auf und spielt einen Pass in die Schnittstelle auf die halblinke Seite des Strafraums zu Mölders. Dieser nimmt die Kugel an, macht noch zwei Schritte mit dem Ball und schließt dann an Mielitz vorbei aus elf Metern ins lange Eck ab.

Das völlig verdiente 1:0 der Löwen resultiert somit aus guter Pressingarbeit im Mittelfeld, einem Stellungsfehler von zwei Kölner Spielern, die bei der Verdichtung auf der eigenen rechten Seite das gesamte Zentrum offen lassen, sowie der guten Spielübersicht von Biankadi und Neudecker. Nicht vergessen wollen wir hierbei natürlich die eiskalte Verwertung durch Sascha Mölders.

Der Ausgleich zum 1:1-Endstand

Eine längere Ballbesitzphase der Kölner, die kein Spieler der Sechzger unterbrechen kann, endet in der 64. Minute damit, dass Wunderlich in halbrechter Position auf Höhe des Mittelkreises völlig frei in Ballbesitz kommt. Er schlägt einen langen Ball ins Zentrum vor die Box der Löwen auf Thiele. Der Stürmer kann den Ball per Kopf mehr oder weniger ungestört von den bei ihm befindlichen Sechzgern Willsch und Salger auf Klingenburg in den Strafraum weiterleiten. Der ungedeckte Klingenburg in halbrechter Position im Strafraum hat nur noch Hiller vor sich, zieht ab und trifft. Salger, der in den Schuss noch hineingrätschen will, kommt leider zu spät.

Wo genau lag der Fehler, dass sich Klingenburg so dermaßen frei im Strafraum der Sechzger bewegen kann? Mein erster Eindruck im Spiel sagt, dass Salger da hätte aufpassen müssen. Aber sowohl Belkahia etwas weiter vorn im Zentrum als auch Dressel waren in Klingenburgs Nähe und haben den Kölner diagonal in Position laufen lassen.

Abschließend kann ich hier nicht wirklich aufklären, wer nach Aufgabenverteilung zuständig gewesen wäre. Meine Vermutung diesbezüglich behalte ich für mich.

Fazit zum Unentschieden zwischen 1860 und Viktoria Köln

Summa summarum sieht die Statistik die Sechzger etwas besser als die der Viktoria. Diese mit Erfahrung (im Schnitt mit 27,6 Jahren die älteste Mannschaft der Liga) und Moral ausgestattete Truppe der Viktoria hat sich den Punkt in Giesing mit ihrer abgeklärten, ruhigen Spielweise in den eigenen Defensivreihen und dem Willen, vorne irgendwann zumindest einmal zuzuschlagen, redlich verdient. Wenn Köln es in Zukunft schafft, den Spielen noch mehr den eigenen Stempel aufzudrücken, muss man mit dieser Mannschaft irgendwann auf den vorderen Plätzen rechnen.

Ein tatsächlich gerechtes Unentschieden, das mich dennoch gestern Abend sehr geärgert hat. Im Nachhinein, mit einer Nacht drüber schlafen, sieht die Welt schon wieder besser aus. Die gestrigen Ergebnisse der Konkurrenz kennend, sogar sehr gut.

Wir haben ein spannendes und hochklassiges Drittligaspiel gesehen, bei dem die wenigen Fehler in der Defensive von beiden Mannschaften bestraft wurden.

Wenn die Löwen weiterhin ihrem erfrischenden Angriffsfußball treu bleiben, werden wir alle auch in den verbleibenden fünf Spielen viel Freude mit der Truppe haben. Wohin auch immer die Reise für den TSV 1860 München geht: Löwen, wir sind stolz auf Euch.

 

Datenquelle: wyscout

kicker: Richard Neudecker und Marius Willsch in “Elf des Tages”

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Bei Richy Neudecker läufts gerade richtig gut. Erst am vergangenen Wochenende war er nach seinem Tor gegen Türkgücü in der kicker “Elf des Tages” gelandet und nun, nach dem 1:1 gegen Viktoria Köln, wird ihm diese Ehre erneut zuteil. Auch Marius Willsch wurde vom Sportmagazin in die Spieltagself berufen.

Saarbrücker Dominanz

Dominiert wird die kicker “Elf des Tages” diesmal vom 1. FC Saarbrücken. Kein Wunder, schließlich schlugen die Saarländer den nächsten Löwen-Gegner Waldhof Mannheim gestern mit 5:0. “Mann des Tages” ist Stürmer Tom Golley, dazu gesellen sich mit Shipnoski, Müller und Ex-Löwe Perdedaj drei weitere FCS-Akteure.

kicker: Neudecker und Willsch nominiert

Der TSV 1860 wird diesmal durch Marius Willsch und Richard Neudecker vertreten. Unsere Nummer 31 zog im Mittelfeld gekonnt die Fäden und es gab kaum einen Angriff, der nicht über ihn lief. Willsch hingegen machte über rechts ordentlich Druck und war diesmal deutlich offensiver als sein Pendant auf links, Phillipp Steinhart.

Während Willsch zum zweiten Mal in die kicker “Elf des Tages” berufen wurde, war es für Neudecker sogar schon die vierte Nominierung. Spitzenreiter aus Sicht der Löwen ist (natürlich) Sascha Mölders, der bereits fünfmal vertreten war.

Bild: Anne Wild

Sechzig um Sieben: Der Aufstiegskampf in der 3.Liga bleibt spannend!

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Diese 3.Liga ist wirklich der Wahnsinn… Da leistet sich der TSV 1860 mal einen “Fehltritt” im Aufstiegskampf, doch die Konkurrenz kann davon nicht profitieren. Im Gegenteil – eigentlich ist alles beim Alten. Neben dieser Meldung blicken wir in Sechzig um Sieben auch auf den Tag bei sechzger.de voraus. Es geht schon wieder los mit der Vorberichterstattung für das nächste Spiel…

TAKTIKTAFEL

Bernd Winninger hat sich das Spiel noch einmal über die volle Distanz betrachtet und teilt am Vormittag seine Sichtweise mit uns. Bis es soweit ist, gibt es eine Schätzfrage. Wieviele Torschüsse hatte der TSV 1860 am Dienstag? In wenigen Stunden verrät es euch die TAKTIKTAFEL.

Löwe des Spiels

Unser Hauptsponsor sucht natürlich wieder den Löwe des Spiels. Neben einem Heimtrikot inklusive Wunschflock gibt es heute auch noch ein “Sechzig ist der geilste Club der Welt”-Package zu gewinnen. Teilnahmeschluss ist um 15:00 Uhr.

LÖWENRUNDE

Die Englische Woche bringt es so mit sich, dass wir nicht nur auf die vergangene Partie blicken. Die Vorberichterstattung für das Spiel gegen Waldhof Mannheim, die gestern böse unter die Räder kamen, startet bei sechzger.de mit der Pressekonferenz. Die brandheißen News gibt es für euch zum Mittagessen, im Laufe des Tages folgen voraussichtlich weitere Meldungen.

News aus der 3.Liga – Aufstiegskampf pur!

Die Mittwochspartien der 3.Liga

Unfassbar. Anders kann man das nicht in Worte fassen, was da gestern wieder stattfand. Ingolstadt kann zum vierten Mal in Folge nicht gewinnen und Rostock kassiert in der allerletzten Minute den Ausgleich. Die Löwen bleiben im Aufstiegskampf aber mal sowas von auf der Jagd! Hier gehts zur Zusammenfassung der Spiele von gestern abend.

Dynamo Dresden bald wieder im Einsatz?

Als Gewinner des Spieltags im Aufstiegskampf dürfte wohl eine Mannschaft gelten, die zum Zuschauen verdammt war. Für Dynamo Dresden wurde nach zwei Corona-Fällen in der Mannschaft eine Quarantäne angeordnet. Nach mittlerweile zwei Testreihen ohne weitere positive Ergebnisse wartet der aktuell Tabellendritte nun auf grünes Licht vom Gesundheitsamt. Geplant ist, dass Dresden das Spiel am Samstag gegen Halle bereits wieder regulär bestreiten kann. Spannend wird es allerdings zu beobachten, wie die Mannschaft die Belastung durch die Nachholspiele (Duisburg und Uerdingen) wegstecken wird.

Regionalliga Nord offiziell abgebrochen

Der Norddeutsche Fußball-Verband hat die Saison in der Regionalliga Nord wie erwartet abgebrochen. Unklar hingegen ist weiterhinm welcher Verein an der Relegation zur 3.Liga teilnehmen darf. Heißester Anwärter ist nach wie vor der TSV Havelse (nahe Hannover). Die Niedersachsen besitzen den besten Quotienten, der diese Frage womöglich entscheidet. Der Verband will sich in den kommenden Tagen endgültig festlegen.

3. Liga am Mittwoch: FC Hansa Rostock und FC Ingolstadt 04 im Einsatz

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FC Bayern II FC Hansa Rostock

Gestern Abend verpassten die Löwen beim 1:1 gegen Viktoria Köln die Chance, auf Platz 2 der Drittliga-Tabelle zu springen. Somit hatten Hansa Rostock und der FC Ingolstadt 04 heute die Möglichkeit, den Vorsprung auf den TSV 1860 wieder auszubauen.

FC Hansa Rostock – SV Wehen Wiesbaden 1:1 (0:0)

Beide Teams hatten die ihre vorangegangen Partien gewonnen (Hansa 1:0 bei Bayern II, die Hessen 1:0 gegen die SpVgg Unterhaching) und benötigten auch diesmal Punkte, um ihrem Saisonziel näherzukommen. Mit einem Sieg hätten die Hansestädter den derzeit viertplazierten TSV 1860 auf sechs Punkte distanzieren können. Der SVWW wiederum wäre mit einem Dreier bis auf vier Punkte an die Löwen herangerückt.

Erstaunlicherweise kontrollierten die Gäste zunächst das Geschehen und waren dem ersten Treffer in den ersten 20 Minuten deutlich näher. Mit dem torlosen Remis war der Tabellenführer zur Pause bestens bedient, denn die Hessen versteckten sich nicht und hatten Pech bei einem Pfostenschuss.

Nach der Pause dann aber das 1:0 für Hansa Rostock durch einen sehr, sehr, sehr, sehr, sehr fragwürdigen Handelfmeter von Bahn (51.). Ach, nennen wir es beim Namen: Lächerlich war er, zefix! Wo soll der Verteidiger denn hin mit seinem Arm?

Mit der Führung im Rücken nahm Hansa auch das Heft in die Hand und spielte nun mutiger nach vorne. Auf der Gegenseite hatten die Hessen per Tietz-Freistoß die beste Chance (84.), doch Kolke parierte im Torwart-Eck. In der sechsten Minute der Nachspielzeit war er dann aber chancenlos und Carstens glich in Unterzahl zum 1:1 aus, nachdem Tietz Rot gesehen hatte.

VfB Lübeck – FC Ingolstadt 04 1:1 (0:0)

Zuletzt lief es beim FC Ingolstadt 04 nicht so wirklich rund, beim Tabellenvorletzten sollte also unbedingt ein Sieg her, um Spitzenreiter Hansa Rostock auf den Fersen zu bleiben. Der VfB Lübeck wiederum braucht dringend Punkte, um dem Abstieg doch noch zu entkommen.

Wer da um den Aufstieg und wer gegen den Abstieg spielt, war nicht zu erkennen. Ganz ehrlich: Fad wars und Torchancen gab es in der ersten Halbzeit so gut wie gar nicht.

Auch nach der Pause enttäuschten die Schanzer zunächst. Der VfB spielte munter nach vorne. Spielerisch nicht zwingend überzeugend, aber mit Leidenschaft. In der 64. Minute fasste sich Ex-Löwe Sebastian Hertner ein Herz und nagelte die Kugel aus 20 Metern in den Winkel. Traumtor zum 1:0!

Lange währte die Freude jedoch nicht, denn nach einer Ecke stocherte Schröck den Ball zum 1:1 in die Maschen (73.). In der Nachspielzeit vergab Ingolstadt zwei riesige Chancen durch Paulsen und Kutschke und so blieb es beim Remis. Gut für die Löwen!

1. FC Saarbrücken – Waldhof Mannheim 5:0 (2:0)

Gleich fünf Spieler des Waldhof (u.a. Donkor, Martinovic und Seeger) wiesen vor der Partie in Saarbrücken vier gelbe Karten auf. Warum ich das erwähne? Die Mannheimer sind der nächste Gegner der Löwen und die ein oder andere Sperre käme unserem Team sicher entgegen.

Heute aber ging es erstmals ins Saarland und die verteilten zunächst keine Gastgeschenke. Ganz im Gegenteil: Jänicke setzte sich auf rechts durch, legte quer auf Golley und der schob zum 1:0 ein (14.). Da sah die Mannheimer Defensive alles andere als sattelfest aus und auch Michael Köllner dürfte das registriert haben. Auf der Gegenseite hatte Topscorer Martinovic (11 Tore, 8 Assists) in der 32. Minute die Riesenchance zum Ausgleich, setzte den Ball jedoch aus zehn Metern am verwaisten Tor vorbei. Das rächte sich und Shipnoski erhöhte mit seinem 13. Saisontor zum 2:0 (43.).

Nach der Pause wurde hässlich für den Waldhof. Mit seinem zweiten Treffer stellte Golley zunächst auf 3:0 (69.), zwei Minuten später servierte er für Deville, der das 4:0 markierte. Der Luxemburger Deville hatte gegen seinen Ex-Club noch nicht genug und legte in der 86. Minute noch das 5:0 nach.

Ach ja: Von den gefährdeten Mannheimern sah lediglich Marco Schuster die fünfte gelbe Karte und fehlt somit gegen 1860.

SV Meppen – 1. FC Magdeburg 1:2 (0:0)

Während sich der FCM unter Neu-Trainer Christian Titz aus dem Tabellenkeller auf Rang 14 nach oben gearbeitet hat, zeigte die Formkurve der Emsländer trotz des 0:0 in Ingolstadt zuletzt nach unten. Immerhin hat man nach der Entlassung von Torsten Frings inzwischen einen neuen Trainer gefunden: Rico Schmitt (ehemals CZ Jena) soll es richten und saß heute erstmals auf der Bank.

Der SVM legte los wie die Feuerwehr und hatte nach sieben Minuten Pech, als zunächst ein Abseitstor (zurecht) aberkannt wurde und dann Guder alleine vor dem Keeper scheiterte. Danach entwickelte sich ein rassiges Kampfspiel ohne große spielerische Glanzpunkte.

Mit der ersten Chance der zweiten Hälfte gingen dann jedoch die Gäste in Führung. Atik brachte den Ball zur Mitte und Bertram köpfte zum 0:1 ein (50.). In der 73. Minute schlugen die Emsländer in Person von Tankulic zurück und glichen zum 1:1 aus. Doch mitten in den Jubel der Meppener gab Atik den Spielverderber und brachte den FCM postwendend wieder mit 1:2 in Front. In der Nachspielzeit sah der Magdeburger Obermair noch Rot, doch Meppen konnte nicht mehr ausgleichen. Für den FCM dürfte der Klassenerhalt somit perfekt sein.

SpVgg Unterhaching – Türkgücü München 0:2 (0:1)

Türkgücü kommt derzeit einfach mal wieder nicht aus den Schlagzeilen. Nach den verbalen Retourkutschen von Sascha Mölders und Michael Köllner im Anschluss an den 2:0-Sieg der Löwen, fanden zuletzt Gerüchte um eine Verstrickung des Vereins in einen Menschenschmuggel von der Türkei nach Deutschland den Weg in die Medien. Türkgücü hat dies inzwischen vehement zurückgewiesen und prüft juristische Schritte. Sportlich sieht es weder bei den Perlachern noch bei den Vorstädten arg rosig aus, die SpVgg Unterhaching musste heute fast schon gewinnen, um sich eine Restchance auf den Klassenerhalt zu bewahren.

Den besseren Start erwischten die Gäste und bereits in der 2. Minute klingelte es im Hachinger Kasten. Gorzel tankte sich zur Torauslinie vor, legte zurück auf Barry und der versenkte die Kugel zum frühen 0:1. In der Folge blieb Türkgücü dran und die Hausherren konnten sich selten kontrolliert aus der eigenen Hälfte befreien. Entsprechend angefressen war auch Präsident Manfred Schwabl zur Pause:

“Das hat mit 3. Liga nix zu tun, das ist Breitensportabteilung. Da werden einige Spieler nächstes Jahr nimmer dabei sein. Da spui i liaba mit der A-Jugend.”

Recht viel besser wurde es auch nach dem Seitenwechsel nicht, die Gäste aus Perlach hatten über weite Strecken keine Probleme, die Führung aufrechtzuerhalten. In der 89. Minute legte Türkgücü sogar noch nach, indem Kircicek das 0:2 erzielte. Wars das für Haching?