Bei den Löwinnen, e.V.-Mannschaften, Senioren und bei der einen oder anderen U-Mannschaft ist die Saison – im Gegensatz zu den Profis und der U21 – noch nicht zu Ende. Dennoch absolvierte die U16 des TSV 1860 am Samstag wegen des parallel stattfindenden DFB-Länderpokals – lediglich ein Testspiel gegen die U17 von Türkgücü und setzte sich dabei in einer torreichen Partie knapp durch.
TSV 1860 U16 besiegt Türkgücü U17
Auch wenn den Junglöwen mit Torwart Dennis Duru sowie Manuel Curic, Maximilian Riedelsberger und David Matijevic gleich vier große Talente fehlten, die bei der BFV-Auswahl weilten, gewann die Elf von Trainer Peter Ulbricht ihr Testspiel gegen den ein Jahr älteren Konkurrenten aus Perlach. Nach einer 4:2-Pausenführung wurde es zwar nochmal eng, die Löwen konnten den knappen 5:4-Vorsprung jedoch über die Zeit retten. In der Bayernliga bekommt es die U16 des TSV 1860 am Samstag um 13 Uhr mit der U17 des FC Schweinfurt 05 zu tun.
Die Spiele im Überblick
Freitag, 16.05.
18.00 Uhr: U19 – 1. FC Heidenheim 1:0 (in Affing)
20.00 Uhr: Senioren C – FC Bayern München 0:3
20.30 Uhr: SpVgg Höhenkirchen – Senioren A 2:7
Gleichwohl am Ende eine schmerzliche 0:2-Niederlage stand, erinnert sich die Löwenfamilie in diesen Tagen gerne (und häufig) an das Europapokalfinale von 1965 zurück. Am letzten Mittwoch Abend veranstaltete der e.V. unter der Schirmherrschaft des 1860-Präsidiums einen stimmungsvollen Erinnerungsabend unter dem Motto “Das größte Spiel – 60 Jahre Wembley-Finale”, über die wir hier berichteten. Eine Woche später gibt es nun ein weiteres Erinnerungsevent, diesmal ausgerichtet von der Abteilung Vereinsgeschichte. Und mit einem ganz speziellen Ansatz. Ort der Handlung ist das Bamboleo.
“Die Abteilung zeigt das Spiel in voller Länge (…) mit original englischen Kommentar. Ob als eingefleischter Fan oder einfach nostalgiebegeistert – dieser Abend bringt die Emotionen des größten Fußballspiels in der Geschichte des TSV 1860 München zurück. Untermalt wird die Veranstaltung mit spannenden Fakten und Geschichten von Claus Melchior der Abteilung Vereinsgeschichte. Zudem gibt es für alle Anwesenden eine kleine Überraschung!”
Außerdem gibt es noch einen wichtigen Hinweis: “Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt. Wer sich das Spiel also gerne im Sitzen anschauen will, sollte lieber etwas früher da sein Aber keine Sorge! Auch im Stehen könnt ihr das Spiel in voller Länge mitverfolgen und die besondere Atmosphäre genießen.”
Meldet euch bitte gerne vorher per Mail beim Bamboleo unter bamboleo@tsv1860.org an.
Mit dieser Veranstaltung ist das nostalgische Erinnern an das Europacupfinale von 1965 dann ersteinmal abgeschlossen. In einem Jahr erinnert die Löwenfamilie dann sicher mit ähnlichem Engagement und Entusiasmus an den größten Erfolg in der Geschichte des TSV 1860. Die Deutsche Meisterschaft 1966.
Es hieß Abschied nehmen am vergangenen Samstag – von der Saison, von einigen Spielern, vor allem aber auch von Marco Hiller. In den 90 Minuten mussten die Löwen einen frühen Rückstand wegstecken und verpassten es am Ende, doch noch einen Sieg einzufahren. In unserer Video- und Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Heimspiel des TSV 1860 München gegen den FC Erzgebirge Aue.
Verabschiedung von Marco Hiller
Vor dem Spiel wurde Marco Hiller nach 17 Jahren beim TSV 1860 verabschiedet, nach der Partie sagte er auf dem Zaun “Servus”. Machs gut, Marco! Noch mehr Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Fotogalerie zu TSV 1860 – Erzgebirge Aue
Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.
Kein Happy End gab es bei der U21 des TSV 1860 am Wochenende, der FC Memmingen sicherte sich die Meisterschaft in der Bayernliga Süd. Die Profis waren gegen Erzgebirge Aue im Einsatz, auch die Dritte und Vierte absolvierten Duelle gegen ihre Gegner. Die Löwinnen sind weiter auf Kurs und könnten bald den nächsten Aufstieg feiern. Alle News rund um den TSV 1860 München gibt es nun zum Start in eine neue Woche auf einen Blick.
Unentschieden zum Saisonabschluss
Am Samstag fand im Grünwalder Stadion der letzte Einsatz in der Saison 2024/25 für den TSV 1860 München statt. Zu Gast in Giesing war Erzgebirge Aue, die beiden Kontrahenten trennten sich schiedlich-friedlich mit einem 1:1-Unentschieden. Die Löwen beenden die Spielzeit damit auf Rang 11. Trainer Patrick Glöckner war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht vollends zufrieden, konnte der Partie in der Pressekonferenz nach Abpfiff aber dennoch einige positive Aspekte abgewinnen.
Zahlreiche Spieler verlassen den TSV 1860
Traditionell werden im Rahmen des letzten Heimspiels einer Saison auch diejenigen Spieler verabschiedet, die nach der Sommerpause nicht mehr das Trikot der Löwen tragen werden. Vor dem Duell gegen Aue wurden also gleich mehrere Akteure verabschiedet und sich bei ihnen für ihre Leistungen beim TSV 1860 München bedankt. Im Vordergrund stand dabei natürlich Marco Hiller, der in den letzten 17 Jahren an der Grünwalder Straße als Spieler aktiv war.
U21 verpasst Meisterschaft in der Bayernliga knapp
Zwar konnte die U21 im Gegensatz zu den Profis am Wochenende einen Sieg feiern, zur Meisterschaft in der Bayernliga Süd reichte es allerdings dennoch nicht ganz. Gegen den Tabellenletzten und Absteiger TSV Rain/Lech fuhr die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl einen ungefährdeten Sieg ein. Memmingen gewann allerdings parallel in Augsburg und sicherte sich sowohl den Titel als auch den Aufstieg in die Regionalliga Bayern.
Dritte holt wichtige Punkte in der Kreisliga
Jubeln durfte auch die Dritte – und das war mit einem Blick auf die Tabelle in der Kreisliga auch durchaus wichtig. Drei Punkte gab es am frühen Samstagabend im Duell mit der DJK Pasing. Die Zuschauer am Sechser-Platz sahen dabei einen wahren Krimi – mit dem besseren Ende für die Löwen. Bereits am Freitag schnupperte die Vierte an einer Überraschung und fuhr schlussendlich einen Punkt gegen den Tabellenführer ein.
Frauen marschieren weiter Richtung Aufstieg
Deutlich wurde es bei den Löwinnen, die weiter den Aufstieg fest vor Augen haben. Gegen den SV Dornach ließen sie keine Zweifel aufkommen und fuhren auswärts einen Kantersieg ein. Zwei Spieltage vor Schluss liegen die Frauen des TSV 1860 weiter an der Tabellenspitze und haben alles in der eigenen Hand.
News aus der 3.Liga
Der 38.Spieltag
Nun sind alle Entscheidungen in der 3.Liga gefallen. Als Aufsteiger standen Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden bereits vor dem 38.Spieltag fest, in die Relegation hat es der 1.FC Saarbrücken geschafft. Der FCS schlug Dortmund II vor eigenem Publikum und sorgte damit zugleich für den Abstieg der Borussen. Cottbus hingegen unterlag zuhause gegen Ingolstadt mit 1:4. Waldhof Mannheim verlor zwar gegen Bielefeld, die sich damit die Meisterschaft sicherten, bleibt dank der Schützenhilfe aus dem Saarland weiterhin drittklassig.
Relegation zwischen Lok Leipzig und dem TSV Havelse
Hoffenheim II, der MSV Duisburg und der 1.FC Schweinfurt standen bereits als Aufsteiger in die 3.Liga fest. Nun ist auch klar, wer den vierten Platz in der Relegation ausspielen wird. Lok Leipzig sicherte sich die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und trifft auf den TSV Havelse aus der Nord-Staffel.
Saarbrücken – Braunschweig in der Relegation
Ebenfalls steht seit gestern fest, dass der 1.FC Saarbrücken gegen Eintracht Braunschweig um einen möglichen Platz in der 2.Bundesliga kämpft. Die Niedersachsen verloren am Sonntag gegen den 1.FC Nürnberg und müssen daher in der Relegation gegen den Abstieg in die 3.Liga kämpfen.
Die U21 des TSV 1860 München hat am letzten Spieltag einer tollen Saison gegen den TSV Rain/Lech einen weiteren Sieg eingefahren. Da allerdings parallel der FC Memmingen ebenfalls drei Punkte bejubeln konnte, verpasste die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl knapp die Meisterschaft in der Bayernliga Süd.
TSV 1860 U21 wird Zweiter in der Bayernliga Süd nach Sieg gegen Rain/Lech
Am letzten Spieltag ging es in der Bayernliga Süd im Fernduell zwischen den Löwen und dem FC Memmingen um die Meisterschaft. Die U21 des TSV 1860 hatte am vergangenen Spieltag durch ein Unentschieden gegen den SV Kirchanschöring die Tabellenführung verloren. Während die Memminger bei Türkspor Augsburg gastierte, war der TSV 1860 II beim TSV Rain/Lech gefordert. Die Gastgeber standen bereits vor Anpfiff als Absteiger in die Landesliga fest. Kurz nach dem Anpfiff konnte die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl auch bereits in Führung gehen. Fabio Wagner traf zum 1:0 aus Löwensicht nach vier gespielten Minuten. Xaver Kiefersauer erhöhte die Fürhung noch im ersten Durchgang (20.), Marc Sodji konnte jedoch für den TSV Rain/Lech verkürzen (28.).
Nach dem Seitenwechsel schlug dann einmal mehr die Stunde von Top-Torschütze Cristian Leone (Titelbild). Nach 53 Minuten traf er zum 3:1 aus Sicht des TSV 1860 München II, in der 80.Minute erzielte er per Elfmeter seinen zweiten Treffer. Marc Sodji hatte ebenfalls mit seinem zweiten Treffer zwischenzeitlich den Anschluss herstellen können (71.). Den Schlusspunkt setzte Damjan Dordan mit dem 5:2 in der 85.Minute. Die Löwen hatten ihre Hausaufgaben also gemacht – doch der FC Memmingen ließ sich die Meisterschaft in der Bayernliga Süd nicht mehr nehmen. Mit 3:0 setzten sie sich bei Türkspor Augsburg durch und feierten den Titel sowie den Aufstieg in die Regionalliga Bayern.
Der TSV 1860 München II beendet die Saison nach dem Auswärtssieg beim TSV Rain/Lech auf Rang 2. Da die Löwen nicht aufstiegsberechtigt sind, darf sich der SV Erlbach über die Teilnahme an der Relegation zur Regionalliga freuen. Dort treffen sie auf die SpVgg Hankofen-Hailing.
Lok Leipzig hat’s geschafft! Am letzten Spieltag der Regionalliga Nordost sicherten sich die Sachsen den Meistertitel in der Regionalliga Nordost gegenüber dem Halleschen FC, Drittligaabsteiger in der Vorsaison. Für Halle hat es also – anders als in Duisburg – nicht geklappt mit dem sofortigen Wiederaufstieg. Bevor in Leipzig aber die erstmalige Qualifikation für die 3. Liga gefeiert werden darf, stehen noch zwei Relegationsspiele gegen den Meister der Regionalliga Nord, den TSV Havelse auf dem Programm.
Lok macht es nochmal spannend
Gewiss ist die Erleichterung in der Messestadt groß. In den letzten Wochen hatte man den Mitte April bereits auf zehn Punkte angewachsenen Vorsprung gegenüber dem HFC leichtfertig verspielt und musste nun in der letzten Runde nochmal liefern. Und das gelang. Während Konkurrent Halle beim sechstplatzierten Greifwalder FC antreten musste und zur Pause schon mit 0:2 zurücklag, gingen die Leipziger beim Dritten, Rot-Weiß Erfurt schnell in Führung, was in der Tabelle also sechs Punkte Vorsprung bedeutete. Am Ende kamen die Hallenser in Greifswald gar mit 0:4 unter die Räder, während Lok sich in einem munteren Spiel mit 4:2 im Steigerwaldstadion durchsetzte.
Bange Erinnerung an 2020 und schlechte Bilanz
Bei aller Freude über den nun also möglichen Aufstieg dürfte in Leipzig allerdings auch ein wenig Angst vor dem Fluch der Vergangenheit herrschen. Die “Lokisten” haben schlechte Erinnerungen an die Relegation. Im Sommer 2020 scheiterten sie nach zwei Unentschieden nur aufgrund der damals noch gültigen Auswärtstorregel am Westmeister SC Verl, der seitdem fester Bestandteil der 3. Liga ist.
Und auch die generelle Bilanz der Nordostvertreter in den Ausscheidungsspielen macht nicht unbedingt Hoffnung. Seit der Reform der Relegation zur 3. Liga im Jahr 2019 hat es kein Verein aus der RL Nordost geschafft, sich in den beiden Spielen durchzusetzen. Ob – wie oben geschildert – Lok Leipzig 2020, Dynamo Berlin 2022 oder Energie Cottbus 2023 – alle scheiterten! Die diesjährigen Relegationsspiele werden am Mittwoch, den 28. Mai (in Leipzig) und Sonntag, den 1. Juni (in Havelse) ausgetragen und live von MAGENTA übertragen. Im Erfolgsfall wäre Lok Leipzig der 71. Verein, der sich seit ihrer Einführung im Jahr 2008 für die 3. Liga qualifizieren konnte.
Zurück in die 1990er im “wilden Osten”
Bevor wir an dieser Stelle über die durchaus vorhandene – und aus der Fanperspektive nicht uninteressante – Geschichte der Duelle unserer Löwen aus den frühen 1990er-Jahren mit Lok bzw. dem damals unter dem Namen VfB Leipzig antretenden Verein berichten, soll aber erstmal geklärt werden, ob die Sachsen sich gegen Havelse durchsetzen. Aber auch mit dem möglichen Aufsteiger aus dem Norden gibt es von berichtenswerten Begegnungen aus der Vergangenheit zu erzählen. Ebenfalls aus den frühen 90ern – und natürlich aus der Drittligasaison 2021/22.
Eine Viertelstunde lang konnte der SV Dornach seinen Kasten gegen die Löwinnen I sauber halten, dann aber setzten sich die Frauen des TSV 1860 doch noch deutlich durch und behaupteten die Tabellenführung.
Löwinnen siegen deutlich beim SV Dornach
Als klare Favoritinnen gingen die Löwinnen beim SV Dornach in die Partie und wollten drei weitere Punkte einfahren, um dem Traum vom Aufstieg ein weiteres Stück näher zu kommen. Bis zum ersten Treffer musste der TSV 1860 jedoch 15 Minuten warten, dann aber erlöste Kira Winter die Elf von Trainer Mariano Frate mit dem 0:1. Bis zur Pause erhöhten Lisa Städtler (25.) und erneut Kira Winter (45.) auf 0:3 und brachten Sechzig eindeutig auf die Siegerstraße.
Nach dem Seitenwechsel war die Gegenwehr des SV Dornach gebrochen und die Löwinnen legten noch ein halbes Dutzend Tore nach. Carla Ritz (55.), Katharina Geßner (64.), Kira Winter (76.), Stefanie Stepberger (81.) und ein Doppelpack von Lisa Städtler (88./90.) sorgten für einen deutlichen 9:0-Auswärtssieg des TSV 1860.
In der Tabelle liegen die Löwinnen zwei Spieltage vor Schluss noch immer auf Platz 1 und könnten mit zwei weiteren Siegen den Aufstieg aus eigener Kraft bewerkstelligen.
Löwinnen II heute bei SG München-Ost/MSV Bajuwaren
Die 2. Mannschaft der Löwinnen tritt heute um 16.30 Uhr bei der SG München-Ost/MSV Bajuwaren an. Die U17 setzte sich mit 2:1 bei der SG Dachauer Land durch und die U15 siegte auswärts beim SV 1925 Bad Tölz mit 3:0.
Spannend gings her auf dem Sechser-Platz am Samstagnachmittag und rund 100 Zuschauer wurden Zeuge, wie der TSV 1860 III in Unterzahl eine knappe Führung gegen die DJK Pasing ins Ziel rettete.
TSV 1860 III besiegt DJK Pasing
Einen wahren Traumstart erwischte die Löwen, denn bereits nach drei Minuten netzte Jannis Schloßer für Sechzig zum 1:0 ein. Die frühe Führung gegen den favorisierten Tabellendritten sorgte jedoch nicht für die notwendige Ruhe, stattdessen drängte die DJK auf die im Aufstiegskampf notwendigen Punkte. In der 22. Minute glichen die Gäste durch Franz Köhler aus. Kurz vor der Pause erhielt Pasing eine Zeitstrafe, die Dritte konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen.
Nach dem Seitenwechsel schlug die Elf von Daniele Reisinger wieder zu – just als die Gäste wieder komplett waren. Jeffrey Ebert verwandelte einen Elfmeter zum 2:1 (53.) und als Mauro Geismann nur sechs Minuten später den dritten Treffer folgen ließ, schienen die drei Punkte plötzlich sehr nahe. Die DJK Pasing gab sich jedoch nicht geschlagen, Timo Ludwig verkürzte (74.) und plötzlich waren die Gäste gar in Überzahl, als Löwen-Keeper Timo Schober mit Rot vom Platz musste (81.). Es entwickelte sich ein wahrer Krimi, Pasing drückte, doch der TSV 1860 III rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich den überraschenden 3:2-Heimsieg.
Die Löwen bleiben somit auf Platz 7, Pasing verpasste die Chance, sich auf Relegationsrang 2 zu verbessern.
Vierte mit Unentschieden
Bereits zuvor hatte der TSV 1860 IV den FC Teutonia München auf dem Sechser-Platz empfangen. Dabei schnupperten die Löwen an einer großen Überraschung, denn Linus Appel hatte die Vierte mit zwei Treffern (10./61.) mit 2:0 gegen den Tabellenführer in Führung gebracht. Dann aber wachten die Gäste auf und entführten durch Tore von Dominik Bloch (65.) und Amart Lovic (83.) immerhin noch einen Punkt aus Giesing.
Die letzte Pressekonferenz der Saison nach dem 1:1 des TSV 1860 München gegen Erzgebirge Aue wartete mit einer Besonderheit auf. Sie wurde nur von Patrick Glöckner bestritten, Aue-Trainer Jens Härtel befand sich schon auf dem Heimweg. Glöckner sah eine insgesamt “durchwachsene” Leistung der Löwen.
PK startet verspätet wegen Hiller-Verabschiedung
Wegen der emotionalen Verabschiedung von Marco Hiller stand Löwen-Trainer Patrick Glöckner viel später als üblich zur Pressekonferenz zur Verfügung. Da sich die Auer zu diesem Zeitpunkt schon im Bus zurück ins Erzgebirge befanden, saß nur Glöckner auf dem Podium. Härtel war zuvor von den Journalisten bereits in der Mixed Zone befragt worden.
Löwenfans haben “überragende Stimmung bereitet”
Glöckner begann sein Statement zum Spiel mit einem großen Dank an die Löwenfans. Er wollte sich für den “gesamten Support” und die “überragende Stimmung” bedanken, die die Löwenfans ihm und seiner Mannschaft in der ganzen Saison bereitet haben. Nach dem Spiel war Glöckner erstmals in der Westkurve und zeigte sich tief beeindruckt, was die Fans “da aufziehen und wie sie es zelebrieren ist schon einzigartig”.
Glöckner: “Durchwachsene Leistung”
Zu seinem Platz unter dem Dach der Haupttribüne gab der Löwentrainer zu Protokoll, dass es sich “anders anfühlt da oben zu sitzen”. Man sehe gewisse Dinge, die man gerne ändern möchte, aber nicht eingreifen kann, beschrien der Coach seine Eindrücke während des Spiels. Als “durchwachsen” bewertete Glöckner die Leistung seiner Mannschaft. „Wir waren zwar balldominant, hatten in der zweiten Halbzeit auch mehr Chancen, konnten aber nach dem 1:1 nicht mehr nachlegen.“ Die Löwen konnten sich dem Ausgleich durch Jacobsens Elfmeter nur noch Halbchancen “erarbeiten”. Am Ende müsse 1860 sich mit der Punkteteilung einfach zufrieden geben. Glöckner beendete seine Analyse mit einem Dank an die anwesenden Journalisten, die immer fair über ihn und sein Team berichtet hätten. Auch bei Pressesprecher Rainer Kmeth bedankte er sich mit den Worten “das hast Du klasse gemacht!”
Glöckners Fazit seit Amtsübernahme: “Durchwachsen gestartet und rasant in die Spur gekommen”
Die Verabschiedung von Marco Hiller auf dem Zaun vor der Westkurve habe Glöckner “unwahrscheinlich gefreut”. Den Support der Fans habe sich der scheidende Löwenkeeper “über die Jahre verdient”. Angesprochen auf ein Fazit seiner ersten Monate in Giesing antwortete Glöckner “sehr positiv”. Man habe einen durchwachsenen Start gehabt, sei dann “rasant in die Spur gekommen” und habe “richtig, richtig guten Fußball zelebriert” und dadurch die nötigen Punkte zum Klassenerhalt eingefahren. Nach dem Sieg gegen Aachen habe er gemerkt, wie die Last von seiner Mannschaft abgefallen sei und in der Folge einfach 2-3% Leistungsvermögen gefehlt habe. Daraus wollte er aber keinen Vorwurf an seine Mannschaft richten, denn es sei “menschlich”, dass das passiere. Er freue sich über das was er gemeinsam mit der Mannschaft erreicht habe.
Vorfreude auf die neue Saison
Die Messlatte für die kommende Saison seien aber ganz klar die guten Phasen, in denen Punkte eingefahren wurden. Im Hinblick auf die kommende Saison führte der Löwen-Coach aus, dass er sich auf die neuen Spieler freue und sie vorrangig erstmal gut in die Mannschaft integriert werden müssten. Dann sei es seine Aufgabe, ein neues Spielsystem zu entwickeln, dass auf die beiden neuen Stürmer “abgestellt” sein müsse.
Über 7000 Zuschauer strömten heute vor 18 Jahren ins Grünwalder Stadion. Anlass war jedoch keineswegs ein Match der damals noch zweitklassigen Profis, sondern die Aktion X-Tausend der U23 des TSV 1860 München. Ein legendärer Tag, der durch einen wichtigen Punkt gegen den SV Wehen gekrönt wurde.
Aktion X-Tausend bei der U23 des TSV 1860
Doch wie kam es zu dieser hohen Zuschauerzahl? Warum wollten plötzlich so viele Leute zu den Amateuren, wo doch sonst nur einige hundert Leute ins Sechzgerstadion kamen, um das Team von Klaus Koschlick in der Regionalliga Süd (damals 3. Liga) zu unterstützen?
Ganz einfach: Im Internet hatte Jean-Marie Leone, Löwenfan und SPD-Stadtrat in Puchheim, dazu aufgerufen, die Heimpartie der 2. Mannschaft gegen den SV Wehen am Freitagabend dazu zu nutzen, gegen den drohenden Abriss des alten Grünwalder Stadions zu demonstrieren. Dieser war quasi beschlossene Sache; bis 2010 sollte das Stadion durch einen Bürokomplex, ein Einkaufszentrum und Wohnungen ersetzt werden. Aber nicht mit uns…
Alle Wege führen nach Giesing
Unterstützung durch das Präsidium
So wurde aus einer spontanen Idee eine ausgereifte Aktion, die am Ende sogar vom TSV 1860 und dessen Präsidium unterstützt wurde. Obwohl sich Geschäftsführer Stefan Ziffzer eher ablehnend äußerte, machten sich Präsident Albrecht von Linde und seine Vizes Karsten Wettberg und Otto Steiner für die Aktion stark.
Das ursprünglich angegebene Ziel von 3000 Zuschauern musste schon bald nach oben korrigiert werden. Man wollte ein Zeichen für den Erhalt der Löwenheimat setzen – und das gelang eindrucksvoll.
Alle Wege führen nach Giesing
Die Plakatierung im Grünwalder Stadion sprach Bände:
“Heimat ist, wo das Herz weh tut”
“Liebe Leben Leidenschaft”
“1860 Stehhalle – seit 1925”
“Alle Wege führen nach Giesing”
Tradition wurde an diesem Abend groß geschrieben und an die alten Werte des Fußballs erinnert. Werte, die gerade in der Fanszene des TSV 1860 nicht nur leere Worthülsen sind. In eine ähnliche Kerbe schlug auch Stefan Schneider, der bei der Aktion X-Tausend ausnahmsweise als Stadionsprecher der U23 des TSV 1860 fungierte.
“Wir werden uns an diesen 18. Mai später erinnern, als den Tag, an dem wir das Grünwalder Stadion gerettet haben.”
Er sollte Recht behalten.
Drei Plakate. Drei klare Aussagen.
Schmitt und Holebas sorgen für den Punktgewinn
Doch nicht nur das Drumherum war heute vor 15 Jahren beeindruckend, sondern auch der Kampfgeist der Löwen auf dem Platz. Eine Niederlage gegen den Tabellenführer und haushohen Favoriten SV Wehen war im Kampf gegen den Abstieg quasi verboten. Dennoch sah es lange gar nicht gut aus für die Amateure. Cenci und Glibo hatten die Gäste nach einer guten Stunde mit 0:2 in Führung gebracht.
Spätestens jetzt aber stach die Trumpfkarte der Löwen, der unerschütterliche Anhang und der Glaube, das Ding noch drehen zu können. Routinier Ralf Schmitt verkürzte per Elfmeter zum 1:2 und als Jose Holebas in der 72. Minute gar zum Ausgleich traf, explodierte der Giesinger Berg. Am Ende blieb es beim 2:2 und der Traum vom Klassenerhalt lebte. 7004 Zuschauer gingen hochzufrieden und stolz nach Hause.
Klassenerhalt mit Kantersieg
Nur eine Woche später kamen zum Duell mit dem FC Bayern II erneut über 6600 Zuschauer ins Sechzgerstadion und sahen ein 1:1. Die Abstiegsfrage musste also am letzten Spieltag beantwortet werden. Die U23 der Löwen trat bei Hessen Kassel an und sicherte sich dort mit einem nahezu unglaublichen 3:8-Auswärtssieg den Klassenerhalt.
Die Aufstellung der Löwen
Trainer Klaus Koschlick setzte bei der Aktion X-Tausend auf folgende Elf der U23 des TSV 1860.