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Giesinger Gedanken: Hilfe, die Sicherung ist geflogen

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TSV 1860 München Arminia Bielefeld Blick auf die Westkurve

Vor zwei Wochen konnte man beim TSV 1860 München noch von einem Wackelkontakt ausgehen, das Heimspiel gegen Ingolstadt ließ auf mehr hoffen. Doch nach den Auftritten in Dresden und gegen Bielefeld muss man resultieren: die Sicherung ist geflogen, der freie Fall in Liga 4 droht – und niemand weiß so recht, was man dagegen tun könnte.

Ratlose Laien stehen vor dem Sicherungskasten

Man kennt das von zuhause. Wenn eine Lampe einen Wackelkontakt hat, ist das zum einen zwar nervig, zum anderen aber durchaus selbst behebbar. Mit ein paar Handgriffen kann der Zustand verbessert werden und die Lampe dauerhaft zum Glühen gebracht werden. Wenn aber eine Sicherung fliegt, steht man ziemlich ratlos vor dem Sicherungskasten. Welche Räume betrifft es? Warum ist das nun passiert und kann ich die Sicherung einfach wieder reindrücken? Man steht als ratloser Laie davor und hat nicht so recht eine Ahnung, es benötigt im besten Falle einen Elektrikmeister.

Ganz ähnlich ist die Situation mittlerweile beim TSV 1860 München. Vor zwei Wochen nutzte Kollege Thomas Spiesl den Hit “Wackelkontakt” von Oimara als Aufänger für die Giesinger Gedanken nach dem Ingolstadt-Heimspiel. Während der Hit weiter auf dem Vormarsch ist (derzeit Platz 1 in den Charts), kann man an der Grünwalder Straße von solchen Platzierungen nur träumen. Die Löwen taumeln in Richtung Abstiegszone. Nach dem desolaten Spiel in Dresden folgte ein zu Beginn engagierter Auftritt gegen Bielefeld, der besonders nach dem ersten Treffer vieles vermissen ließ und in einer weiteren, hohen Niederlage resultierte. In elf Duellen hat sich das Team nun drei Gegentreffer oder mehr eingefangen. Wahnsinn!

Willkommen bei der Schießbude der Liga

Wer hat noch nicht, wer will nochmal? So ungefähr lautet das Motto, wenn der Gegner mal einen Treffer erzielt hat. Die Mannschaft fällt oft auseinander und ergibt sich ihrem Schicksal. 49 – in Worten neunundvierzig – Mal mussten Marco Hiller oder Rene Vollath bereits hinter sich ins Netz greifen – Negativrekord in Liga 3. Die Tordifferenz, bei Punktgleichheit entscheidend, könnte den Löwen noch um die Ohren fliegen. -14 beträgt sie derzeit, nur Hannover II und Unterhaching sind in dieser Hinsicht noch schlechter unterwegs. Das Punktepolster als Sicherung ist ohnehin aufgebraucht. Egal, wie die Partie Osnabrück- Mannheim am heutigen Nachmittag ausgeht – der TSV 1860 München wird in allen drei möglichen Szenarien noch einen Platz einbüßen und steht dann vor dem Duell mit Hannover II am kommenden Samstag unmittelbar vor der gefährdeten Zone. Abstiegskampf pur im Eilenriedestadion.

Man hat auch nicht den Eindruck die Verantwortlichen, der Trainer oder die Spieler wüssten, an welchen Stellschrauben man drehen könnte, um die Löwen zu dringend benötigten Punkten zu führen. Mit hängenden Köpfen standen Guttau, Wolfram & Co. da nach dem Abpfiff gegen die Arminia. Eben ein bisschen wie Laien vor einem Sicherungskasten – die Frage ist nur, wer jetzt der Elektrikmeister für den TSV 1860 München sein kann.

Verschiedene Reaktionen in der derzeigten Lage

Wie steht man nun als Fan zu dem Ganzen? Am Freitag konnte man eigentlich alles erleben. Es gab klare Worte gegenüber der Mannschaft, aber auch Aufmunterung vom inneren Bereich der Westkurve (also den Blöcken G und H). Der Rest des Stadions war zu dem Zeitpunkt bereits größtenteils verwaist. Nach dem zweiten und insbesondere dritten Gegentreffer klafften riesige, sichtbare Lücken in der Stehhalle. Die Zeiten, als die Zuschauer noch gesamten 90 Minuten im Stadion bleiben, sind vorbei. Enttäuscht, traurig, wütend kann man sein – oder es ist einem irgendwie egal, weil man sich nicht Woche für Woche runterziehen lassen möchte von seinen Löwen. So traurig es klingt, aber eine gewisse Distanz ist bei mir durchaus spürbar. Nennen wir es Selbstschutz.

Derzeit vergleichen viele die Situation mit der Saison 2016/17 – das ist nicht von der Hand zu weisen. Ein Kader, der auf dem Papier gut genug dafür ist, oben mitzuspielen, hängt im Abstiegskampf fest und kann die Erwartungen so gar nicht erfüllen. Es scheint keine Mannschaftseinheit zu geben, es fehlt: ein Leader. Man hatte gehofft, dass Jesper Verlaat eben dieser Anführer sein könnte. Der Kapitän ist seit zwei Partien wieder dabei – und der TSV 1860 hat acht Gegentreffer dabei kassiert. So sieht wohl ein Comeback zum Vergessen aus.

Holt den Sieg in Hannover – egal wie!

Einen Unterschied gibt es dann aber doch zu 16/17 wie ein Löwenfan neben mir im Stadion nach der Niederlage gegen Bielefeld richtig sagte. Auch wenn man eine gewisse Distanz zu dem Geschehen aufgebaut haben mag – so ganz egal ist es einem dann doch nicht, was da momentan mit Münchens großer Liebe passiert. Man kann also nur hoffen, dass die Mannschaft von Patrick Glöckner am kommenden Samstag irgendwie drei Punkte in Hannover holen kann. Oder um beim Eingangsthema zu bleiben: drückt die Sicherung wieder rein, auch wenn ihr nicht wisst, ob es geht! Wir Fans sind natürlich wieder dabei und unterstützen unser Team im Gästeblock, denn es hilft ja alles nichts.

Auf gehts Löwen, kämpfen und siegen!

Faktencheck der jüngsten Äußerungen von Hasan Ismaik (Teil 2)

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TSV 1860 Hasan Ismaik
Bild: Anne Wild

Im Faktencheck Teil 1 konntet Ihr heute Vormittag unsere Analyse der jüngsten Aussagen von Hasan Ismaik lesen. Nun geht es weiter mit Teil 2 – und auch der widerlegt viele Thesen des Jordaniers.

Faktencheck der Ismaik Aussagen Teil 2

Dieses Procedere ist einfach nur abschreckend. Und zur Demokratie gehört auch, dass 1860 auf kritische Fragen reagiert. Ich glaube, unser Meisterspieler Alfred Heiß wartet bis heute auf eine Antwort des Präsidiums und Verwaltungsrats. Das ist bezeichnend und inakzeptabel.

Faktencheck: Im Zeichen der Chancengleichheit (und um die Mitgliederversammlung nicht unnötig in die Länge zu ziehen, siehe oben) erhielten alle Personen, die einen Wortbeitrag beisteuern wollten, die Gelegenheit, sich innerhalb einer für alle Redner*innen gleich langen Zeit zu äußern. Manche Redner ignorierten jedoch die vorgegebene Redezeit auch nach mehrfachen Erinnerungen. Ob Fredi Heiß zwischenzeitlich nicht doch eine Antwort erhalten ist, ist zudem nicht bekannt.

Zudem sei erwähnt, dass sich der Meisterlöwe in seinem Redebeitrag neben der Stadiondiskussion in erster Linie mit rhetorischen Fragen an den Verwaltungsrat bzw. den Präsidenten gewandt hatte und dabei in erster Linie KGaA-spezifische Themen anriss, die bei der Geschäftsführung passender platziert gewesen wären. Darüber hinaus verwischte Heiß die Grenzen zwischen Verein und KGaA, als er fragte (Zitat aus dem Protokoll der MV): “Wie sehen Sie die Zukunft für die Abteilung Fußball bei 1860? Ohne einen Investor und können Sie den ca. 22.000 Mitgliedern der Fußballabteilung, können Sie den Anforderungen und dem Willen dessen, was die wollen, entsprechen?” Die Beantwortung der zweiten Frage ist schlichtweg unmöglich, das doch recht deutliche Wahlergebnis auf der selben MV deutet jedoch darauf hin, dass das Handeln des Präsidiums und Verwaltungsrats dem Wunsch der Mehrheit der Wähler entsprach bzw. entspricht.

Präsident eine “Marionette” des VR?

Der amtierende Präsident Robert Reisinger streitet ab, dass er eine “Marionette” des Verwaltungsrats sei. Der Präsident hat bei 1860 München wenig bis gar keine Entscheidungsgewalt, muss sich meist mit dem Verwaltungsrat abstimmen. Wenn er dies nicht macht , wird er ausgetauscht. Reisinger wollte wieder antreten, das hat er mir gegenüber versichert. Der Verwaltungsrat hat ihm jetzt das Vertrauen entzogen. Dementsprechend wird Reisinger nun Opfer seiner eigenen Politik.

Faktencheck: Das Präsidium führt die Geschäfte des Vereins (Ziffer 11.3.2 der Vereinssatzung). Der Verwaltungsrat ist das Kontroll- und Aufsichtsorgan des Präsidiums. Zudem berät der das Präsidium satzungsgemäß. Hierfür wird er von den Mitgliedern im Rahmen einer offenen Kandidaturmöglichkeit gewählt.

Die Sachverhalte, in denen das Präsidium die vorherige Zustimmung des Verwaltungsrats einzuholen hat, sind in der Vereinssatzung klar in der Ziffer 11.3.5 und 11.3.6 definiert. Bei den meisten Punkten muss zudem auch die Mitgliederversammlung mit einer ¾-Mehrheit zustimmen.

Die Aussage Ismaiks, das Präsidium habe “wenig bis gar keine Entscheidungsgewalt”, ist somit unzutreffend. Dies konnte man auch in der Causa Hiltmair gut erkennen, in der das Präsidium als Exekutivorgan des e.V. tätig wurde und teilweise im Clinch mit dem Verwaltungsrat lag. Ein Vorgang, der deutlich aufzeigt, dass das Präsidium genau keine Marionette des VR ist.

Unpassender Vergleich mit der Bundestagswahl

Wer noch immer glaubt, dass sich 1860 München auf dem richtigen Weg befindet, verschließt die Augen vor der Realität. Das geht bei der andauernden Erfolglosigkeit los und hört beim Umgang miteinander auf. Ich erinnere an die Fälle Marc Pfeifer oder Hans Sitzberger – und an die destruktive und wenig durchdachte Personalentscheidung Oliver Mueller.

Ich bin ein Verfechter von offenen Wahlen – nach dem Vorbild der Bundestagswahlen in Deutschland. Jede Partei schickt seinen Spitzenkandidaten ins Rennen. Bei 1860 wird EIN Kandidat vom Verwaltungsrat vorgeschlagen, der nichts anderes leben muss, als die lähmende Einbahnstraßen-Politik dieses Gremiums fortzusetzen. Es sollte jede/jeder zur Präsidentenwahl zugelassen werden – vorausgesetzt gewisse Kriterien werden erfüllt. Robert Reisinger hat vor einigen Jahren einmal gesagt, dass er in Aussicht stellt, dass mehrere Kandidaten zugelassen werden sollten. Natürlich ist nichts auf den Weg gebracht worden, wie so vieles andere auch.”

Faktencheck: Obwohl sich Ismaik immer damit brüstet, die deutsche Demokratie zu schätzen, kennt er offenbar das deutsche Wahlrecht nicht. Denn bei den Bundestagswahlen können die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger den “Spitzenkandidaten” der Parteien bekanntermaßen überhaupt nicht direkt wählen. Die Zweitstimme kommt der Partei zugute, die Erststimme den antretenden Kandidat*innen für den Bundestag im jeweiligen Wahlkreis.

Delegiertensystem wurde bei 1860 abgeschafft

Ein analoges System zur Erststimme bei Bundestagswahlen gab es beim TSV München von 1860 e.V. durchaus eine zeitlang: als noch das Delegiertensystem vorherrschte, entsandten die Mitglieder mit der Wahl eines Delegierten aus ihrer Region (= Wahlkreis) inen Vertreter in die Delegiertenversammlung. Die Delegierten wählten das Präsidium. Damals konnte das Präsidium somit nicht von den Mitgliedern selbst gewählt werden, es erfolgte eine Wahl in Stellvertretung durch die Delegierten. Nahm ein Delegierter an einer Versammlung nicht teil, verfielen sämtliche Stimmen aus seiner Region und die Mitglieder wurden nicht gehört.

Zurück zum aktuellen Wahlsystem beim TSV München von 1860 e.V.: derzeit ist es so, dass mit dem Verwaltungsrat eine Art “Parlament” gewählt wird. Jedes stimmberechtigte und volljährige Mitglied kann hierfür kandidieren und gewählt werden. Dieses “Parlament” wählt Personen für das Präsidentenamt. Hierfür ist innerhalb des “Parlaments” eine 2/3-Mehrheit notwendig. Die ausgewählten Kandidat*innen können dann noch von den Mitgliedern bestätigt oder abgelehnt werden.

Der Wunsch, dass der Verwaltungsrat mehrere Kandidat*innen für das Präsidentenamt vorschlägt, ist legitim, jedoch bei Präsident Robert Reisinger falsch platziert. Präsidium und Verwaltungsrat müssen sich an die Vorgaben der Satzung halten. Jedes Mitglied ist berechtigt, einen Antrag auf entsprechende, rechtmäßig formulierte Satzungsänderung auszuarbeiten, form- und fristgerecht einzubringen und eine Mehrheit von Befürwortern zu organisieren, um die nötige ¾-Mehrheit für Satzungsänderungen zu erreichen. Dieses Mehrheitsquorum orientiert sich übrigens an § 33 Abs. 1 S. 1 BGB, der ebendiese ¾-Mehrheit grundsätzlich vorschreibt. Es ist Hasan Ismaik (und jedem anderen Mitglied, das mit dem Wahlprozedere des Präsidiums nicht einverstanden ist), einen entsprechenden Antrag auf der nächsten MV zu stellen. Gelebte Demokratie also!

Die Konstante seit 2011 heißt Hasan Ismaik

Seit knapp 14 Jahren investiere ich Zeit, Geld und Energie in 1860 München, weil ich an das gewaltige Potenzial dieses Klubs glaube. Leider sehe ich immer wieder, dass wichtige Entscheidungen nicht im Sinne der Zukunftsfähigkeit des Klubs getroffen werden. Es fehlt an einer klaren, professionellen Strategie, die den TSV dorthin bringt, wo er hingehört: in die Bundesliga. Aber wenn ich das anspreche, kommt immer wieder der Reflex: 1860 ist nicht nur Fußball.

Faktencheck: “1860 ist nicht nur Fußball” ist eine unwiderlegbare Tatsache und kein “Reflex”. Zweifelsohne ist der Profifußball das Aushängeschild des Clubs, was auch niemand bestreitet. Dass es in nunmehr 14 Jahren seit Hasan Ismaiks Einstieg keine “klare, professionelle Strategie” gegeben haben soll, schreibt Ismaik offensitlich während dieser Zeit im Amt befindlichen sechs Präsidenten des e.V. zu. Ismaik ist seit 2011 die einzige Konstante innerhalb der Gesellschafter des Profifußballs. Wie wir alle wissen, ist der Profifußball in die KGaA ausgegliedert, in der Hasan Ismaik über HAM Ltd. Mehrheitsgesellschafter ist. In der KGaA hat Ismaik als Mehrheitsgesellschafter auch unter 50+1 diverse Gestaltungsmöglichkeiten, um die Chancen auf sportlichen Erfolg zu erhöhen. Warum er sich immer an seinem Minderheitsgesellschafter reibt, anstatt die KGaA konstruktiv weiterzuentwicklen, bleibt sein Geheimnis. Aktuelles Beispiel ist der seit September vakante Posten des Finanzgeschäftsführers. Durch den neuen Darlehensvertrag hat Ismaik ein Vorschlagsrecht für diesen Posten, das er bisher offenbar nicht ausgeübt hat. Es ist also Hasan Ismaik selbst, der durch Entscheidungen wie diese die positive Entwicklung des Profifußballs bei 1860 untergräbt.

Änderung der Präsidentenwahl

Meine Kritik richtet sich nicht gegen das Prinzip der Demokratie, sondern gegen Strukturen, die verhindern, dass 1860 sein volles Potenzial entfaltet. Dazu zählt, dass ein Präsident aus verschiedenen Kandidaten ausgewählt werden sollte und nicht vom Verwaltungsrat vorgegeben wird.

Faktencheck: Diese Meinung darf Ismaik haben. Eine Änderung des Wahlsystems ist möglich (siehe oben) – es bedarf eines entsprechenden Antrags, dem eine Mehrheit von mindestens 75% der abstimmenden Mitglieder folgt. Dies ist ihm sicherlich bekannt, da er ja eigenen Aussagen nach mit der Vereinssatzung vertraut ist.

Spaltung innerhalb der Fanlandschaft wird vorangetrieben

Ich fordere keine Alleinherrschaft, sondern eine sachliche und zukunftsorientierte Zusammenarbeit ohne persönliche Befindlichkeiten und Blockaden. Wir müssen uns fragen: Wollen wir uns weiterhin in internen Streitigkeiten verlieren, oder wollen wir endlich gemeinsam eine professionelle und ambitionierte Zukunft gestalten?

Faktencheck: Die Aussage, keine Alleinherrschaft zu wollen und persönliche Befindlichkeiten und Blockaden abzulehnen, steht Ismaik zu, ist jedoch in Anbetracht seines vergangenen und insbesondere gegenwärtigen Tuns wenig glaubwürdig. Als jüngstes Beispiel sei herausgestellt, dass Ismaik Präsident Reisingers Bericht vom persönlichen Treffen im Januar und dessen Inhalten postwendend über ein Zeitungsinterview öffentlichkeitswirksam widersprach. Die vorliegende Pressemitteilung selbst ist wohl Beispiel genug, dass Ismaik gar nicht daran interessiert ist, “gemeinsam eine professionelle und ambitionierte Zukunft gestalten”. Stattdessen befeuert er mit seinen Aussagen die “internen Streitigkeiten”.

Ismaik blockiert Stadionpläne

Ich bin bereit, mich konstruktiv einzubringen, wenn auch die andere Seite dazu bereit ist. Die Fans verdienen einen Verein, der nicht in Grabenkämpfen versinkt, sondern mit einer klaren Vision nach vorne geht. Und diese Vision kann nicht sein, sein gemietetes Museum Grünwalder Stadion bis zur Erschöpfung zu verteidigen und damit die Zukunft außen vorzulassen.

Faktencheck: Mit seinen Vergleichen zur DDR, Putin und Assad ist es Ismaik höchstselbst, der mit geschmacklosen Pseudovergleichen polarisiert und die Spaltung innerhalb der Fanlandschaft vorantreibt. Ismaiks vorliegende Botschaft ist genau nicht “konstruktives Einbringen” in die gemeinsame Profifußball-Gesellschaft. Stattdessen trägt sie dazu bei, die Grabenkämpfe und Spaltung innerhalbs des Muttervereins zu vertiefen. Auch die kategorische Ablehnung der Sacharbeit und Lösungsvorschläge des e.V. zur Spielstätte der Profimannschaft, z.B. durch große öffentliche Ankündigungen, die jegliche Substanz vermissen und den TSV 1860 bei Partnern in zweifelhaftem Licht erscheinen lassen, torpediert die Bemühungen des e.V. Fortschritte bei der Sanierung des Sechzgerstadions zu erreichen. Ebenso sind Ismaiks Aussagen zum Stadion als Absage an die von OB Reiter vorgeschlagene Lösungsfindung im laufenden Kalenderjahr zu verstehen. Schade, dass Ismaik die Anfrage des e.V. zu diesen Plänen wieder auf offener Bühne zerstört, anstatt in den zuständigen Gremien sachlich an einer Lösung zu arbeiten. Genau so verhindert Ismaik den von ihm so vehement geforderten sportlichen Erfolg und die mögliche Rückkehr in die höhere Ligen.

Ex-Löwe Erhard Hofeditz erliegt Krebsleiden mit 71 Jahren

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Trauer Tod Kerze Scheller lorant

Der TSV 1860 München trauert um seinen ehemaligen Spieler Erhard Hofeditz. Der 71-Jährige, der zwischen 1977 und 1980 im Trikot der Löwen auflief, erlag am Donnerstag einem Krebsleiden.

Erhard Hofeditz erliegt Krebsleiden – über 80 Einsätze für den TSV 1860

Kurz nach dem schwachen Auftritt gegen Arminia Bielefeld gibt es beim TSV 1860 München eine traurige Nachricht. Wie der Printausgabe der HNA Kassel zu entnehmen ist, verstarb Ex-Löwe Erhard Hofeditz am Donnerstag in Immenhausen an einem Krebsleiden. Er wurde nur 71 Jahre alt. Seine erste Profistation führte Hofeditz zur KSV Baunatal, wo er in der 2.Bundesliga Süd mit zahlreichen Treffern (17 Tore in 38 Spielen) auf sich aufmerksam machen konnte. Es folgte der Wechsel zu den Löwen nach München, wo der Stürmer ab 1977 in weiß und blau auflief. Neun Treffer von Hofeditz reichten nicht, der TSV 1860 München stieg 1978 ab. Nur ein Jahr später gelang jedoch der direkte Wiederaufstieg.

Insgesamt absolvierte der gebürtige Wolfhagener 87 Spiele für die Löwen und erzielte dabei 22 Treffer. Unvergessen bleibt eine Aktion aus dem Derby mit den Roten am 12.November 1977. Hofeditz warf Karl-Heinz Rummenigge “Du rote Bayernsau” entgegen, was in einer Watsche des Bayern-Spielers mündete. Rummenigge sah rot – und der TSV 1860 gewann am Ende mit 3:1.

Weitere Stationen von Erhard Hofeditz waren der Karlsruher SC, der 1.FC Kaiserslautern und Kickers Offenbach. Seine Karriere beendete er schlussendlich beim KSV Baunatal im Jahr 1993. Insgesamt absolvierte der Stürmer 163 Spiele in der 1.Bundesliga (41 Tore) sowie 92 Partien in der Zweitklassigkeit (32 Treffer).

Die Redaktion von sechzger.de drückt allen Angehörigen und Freunden ihr Mitgefühl aus und wünscht in diesen schweren Zeiten viel Kraft.

Machs gut, Erhard! Einmal Löwe – immer Löwe.

Faktencheck der jüngsten Äußerungen von Hasan Ismaik

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TSV 1860 Hasan Ismaik
Bild: Anne Wild

Vorweggeschickt: Es ist bedauerlich, dass ausschließlich Blogs wie sechzger.de und das Löwenmagazin Versuche unternehmen, Hasan Ismaiks wirre Aussagen und unappetitliche Äußerungen gerade zu rücken und zu widerlegen. Es ist sehr verwunderlich, dass die Münchner Presselandschaft die absurden und teilweise haltlosen Aussagen des Jordaniers unkommentiert stehen lässt. Im Sinne der Fake-News-Bekämpfung wäre es dringend angeraten, einen Faktencheck durchzuführen und die Aussagen von Ismaik entsprechend zu kommentieren, anstatt sie kommentarlos abzudrucken.

Um eins vorweg klarzustellen: Die ewigen und wiederkehrenden Falschbehauptungen Ismaiks ermüden uns gewaltig und wir würden gerne über erfreulichere Themen berichten. Aber Vergleiche der Satzung und des Wahlsystems mit Assad-Regime sowie ähnliche Unverschämtheiten und Boshaftigkeiten wollen und können wir so nicht stehen lassen.

Aussagen von Hasan Ismaik im Faktencheck

“Liebe Löwen,

in den vergangenen Tagen wurde meine Kritik an der aktuellen Struktur des TSV 1860 München e.V. kontrovers diskutiert. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um meine Aussagen klarzustellen und meine tiefe Verbundenheit zu Sechzig und seinen Anhängern zu bekräftigen.

Zunächst: Ich respektiere demokratische Prinzipien und bin mir bewusst, dass sie eine zentrale Rolle in der Führung eines Vereins spielen.”

Faktencheck: Ismaiks Aussagen lassen den Respekt vor demokratischen Strukturen im Allgemeinen, und denen des TSV München von 1860 e.V. im Besonderen, vermissen. Mit populistischen Aussagen wie der Präsident sei eine “Marionette” des Verwaltungsrats, die Mitgliederversammlung und Wahlen würden manipuliert oder dem Vergleich mit dem Assad-Regime verbreitet er gezielt Falschinformationen, welche geeignet sind, das Vertrauen in die demokratischen Vereinsstrukturen zu erschüttern.

“Deswegen weise ich entschieden den Vorwurf des Präsidiums um Robert Reisinger in einer Stellungnahme zurück, dass ich mit dem Mitglieder-basierten Vereinswesen und insbesondere mit der Satzung des TSV 1860 nicht vertraut wäre. Das ist falsch! Meine Meinung lasse ich mir vor keinem verbieten.”

Faktencheck: Mit etwas “vertraut” sein und eine “Meinung zu etwas haben” sind zwei Paar Schuhe. Auch wenn man keine Ahnung von der Vereinssatzung und den demokratischen Strukturen des TSV 1860 München e.V. hat, kann man eine Meinung dazu haben. Somit schließen sich die Aussage des Präsidiums und die Tatsache, dass Ismaik eine “Meinung” zur Vereinssatzung habe, nicht aus.

Gespräche über erfolgreiche Zukunft?

“Der e.V. wäre gut beraten, auch andere Meinungen zu akzeptieren. Doch stattdessen erinnert mich dieses Verhalten an die aktuelle politische Lage in Deutschland. Und glauben Sie mir, ich bin ein sehr weltoffener Mensch. Bis heute wurde nicht ein Gespräch mit mir gesucht, wie wir ehrlich und vor allem erfolgsbasiert zusammen arbeiten können.”

Faktencheck: Der e.V. akzeptiert sehr wohl andere Meinungen. Jedes Mitglied kann während der Mitgliederversammlung seine Meinung durch Ausübung seines Wahlrechts und/oder einen Redebeitrag kundtun. Auch in den sozialen Medien werden anderslautende Meinungen, soweit sie nicht die Rechte Dritter verletzen, akzeptiert. Hier zeigt sich erneut ein wesentlicher Denkfehler Ismaiks: “andere Meinungen akzeptieren” ist nicht gleichgestellt mit “andere Meinungen gutheißen”.

Hinsichtlich der Anspielung an “die aktuelle politische Lage Deutschlands” hat Ismaik zwar objektiv Recht, auch wenn er mutmaßlich etwas anderes ausdrücken will: Das unreflektierte und unbelegte öffentliche Äußern von Unwahrheiten, welche – oft genug wiederholt – irgendwann zu einer faktischen Wahrheit werden sollen, erleben wir tatsächlich nicht nur in der derzeitigen politischen Lage in Deutschland, sondern innerhalb der Demokratien dieser Welt ganz besonders auch in den USA. Leider zeichnet sich ab, dass diese Strategie bei circa einem Fünftel der Wählerinnen und Wähler hierzulande aufzugehen scheint.

Dass bis heute kein Gespräch mit Ismaik gesucht worden sei, um ehrlich und vor allem erfolgsbasiert zusammenzuarbeiten, ist belegbar falsch. Mehrfach wurde Ismaik vom amtierenden Präsidium zu Gesprächen eingeladen (zuletzt im Februar 2024: “Während Mitglieder und Medien häufig die Frage stellen “Warum spricht der Präsident nicht mit Hasan Ismaik?”, ist es tatsächlich so, dass vom Verein zahlreiche Einladungen sowohl schriftlich wie mündlich (über seine Vertreter) ausgesprochen wurden. Der Verein war und ist dialogbereit.”).

Auch mit vorherigen Präsidien bzw. Aufsichtsräten wurden derartige Treffen arrangiert, wie Otto Steiner gegenüber sechzger.de verriet: Damals, als die Kommunikation des Investors noch nicht ausschließlich über Social Media erfolgte, reisten Vereinsvertreter aus München noch persönlich nach Abu Dhabi. Die Treffen dort verliefen jedoch auch unbefriedigend, teilweise ließ Ismaik seine Gäste stundenlang warten. Steiner habe zwar jahrelang des Bemühen seitens des Vereins wahrgenommen und wolle diesem deswegen keine Vorwürfe machen, doch scheinbar sei eine direkte Kommunikation seitens Ismaiks nicht erwünscht.

Wie bekommt man alle Mitglieder ins Boot?

“Wahre Demokratie bedeutet nicht nur Abstimmungen und Mehrheitsentscheidungen – sie bedeutet auch Verantwortungsbewusstsein, Kritikfähigkeit, Transparenz und den Willen, gemeinsam das Beste für den Verein zu erreichen und auch ALLE Mitglieder mit ins Boot zu nehmen.”

Faktencheck: Hiergegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Inwieweit der Appell, “ALLE Mitglieder mit ins Boot zu nehmen” mit Aussagen wie “Pro1860 und Ultras müssen zerstört werden” oder die DDR-Vergleiche der Fanszene bis hin zu Putin- und Assad-Vergleichen vereinbar ist, sollte Ismaik selbst beantworten. Für den objektiven Betrachter zeichnet sich jedoch ein Bild ab, dass für Ismaik Prozesse nur so lange demokratisch sind, solange die von ihm präferierte Mehrheit erreicht wird. Dies konnte man bereits kurz nach den Verwaltungsratswahlen im vergangenen Jahr erkennen, als Ismaik versuchte, das Wahlergebnis mit Verschwörungstheorien über die Lenkung des Wahlergebnisses “in eine bestimmte Richtung”, begründet durch die lange Dauer der Mitgliederversammlung, zu beschmutzen.

Neutrales Kontrollorgan bei Wahlen bereits im Einsatz

Ich wünsche mir bei zukünftigen Mitgliederversammlungen vor allem eines: Ein externes und neutrales Kontrollorgan, meinetwegen vom DFB/BFV oder dem Kreisverwaltungsreferat München, das die Mitgliederversammlung überwacht. Warum ich das thematisiere: Ich finde, man sollte nicht gleichzeitig Spieler und Schiedsrichter sein.”

Faktencheck: Bei den vergangenen zwei Mitgliederversammlungen zählten ehrenamtliche Mitglieder des Vereins die Stimmen aus. Sämtliche Mitglieder, die sich als Wahlhelfer*innen gemeldet hatten, wurden in das Team aufgenommen. Eine etwaige Sortierung der Wahlhelfer*innen nach vereinspolitischer Gesinnung fand nicht statt.

Niemand aus dem Kreis der Wahlhelfer*innen hatte eine Funktion im Verein inne, ausgenommen der Funktionäre, denen die Satzung genau diese Aufgaben zuschreibt (namentlich der Wahlausschuss des Vereins). Die metaphorische Anspielung von “Spieler und gleichzeitig Schiedsrichter” geht also ins Leere und ist unzutreffend. Sollte es Ismaik widerstreben, dass ein gewähltes Vereinsorgan wie der Wahlausschuss die Wahlen leitet und durchführt, müsste er einen entsprechenden, satzungsändernden Antrag stellen. Dies ist ihm sicherlich bekannt, da er eigenen Aussagen nach mit der Vereinssatzung vertraut ist.

Dass es kein externes, neutrales Kontrollorgan für die Wahlen bei der Mitgliederversammlung gäbe, ist nachweislich einfach falsch. Vergangenes Jahr waren externe Wahlbeobachter*innen unter der Leitung eines Notars anwesend und beaufsichtigten Wahlen und Abstimmungen. Der Notar bescheinigte dem Wahlausschuss vor der Verkündung sämtlicher Wahlergebnisse deren Korrektheit.

Hasan Ismaik war selbst nebst Übersetzer bei der Mitgliederversammlung zugegen. Da die Anwesenheit der Wahlbeobachter*innen und des Notars mehrfach durch die Wahlleitung mitgeteilt worden war (nachzulesen im Protokoll der Mitgliederversammlung 2024), hätte er also von der Anwesenheit eines externen und neutralen “Kontrollorgans” wissen müssen. Konkludent etwas anderes zu behaupten, ist nichts Anderes als eine Äußerung unwahrer Tatsachen.

Außerdem erscheint es vollkomen willkürlich einen Vertreter des DFB oder BFV hinzuziehen. Wieso sollte ein Fußballverband einen “Kontrolleur” zu einem Turn- und Sportverein schicken, dessen Mitglieder in 23 Abteilung Sportarten von Präzisionssport bis Inklusionssport betreiben?

MV “künstlich in die Länge gezogen”?

Außerdem sollte eine angemessene und akzeptable Dauer der Veranstaltung forciert werden. Damit wirklich alle Mitglieder, egal welchen Alters und mit welchem Anfahrtsweg, daran teilnehmen können. Eine Mitgliederversammlung, die künstlich mehr als 13 Stunden in die Länge gezogen wird, hat nichts mit den Werten einer Demokratie zu tun, sondern dient einzig und allein dem Machterhalt.

Faktencheck: Die Mitgliederversammlung ist das höchste, beschließende Organ des Vereins. Deren Ablauf ist in der Vereinssatzung klar geregelt:

Die (ordentliche beziehungsweise außerordentliche) Mitgliederversammlung ist zuständig für:

a. die Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung gemäß Ziffer 10.10;

b. die Wahl der Präsidiumsmitglieder gemäß Ziffern 11.2 und 15.5;

c. die Wahl des Verwaltungsrats gemäß Ziffern 13.1, 13.2, 15.5 und 15.6.3;

d. die Wahl des Ehrenrats gemäß Ziffern 14.1 und 15.5;

e. die Wahl der Wahlausschuss-Mitglieder gemäß Ziffern 15.1 und 15.2;

f. die Wahl der Kassenprüfer gemäß Ziffern 17.1 und 15.5;

g. die Wahl des Vertreters der Senioren und seines Stellvertreters gemäß Ziffern i. und 15.5;

h. Satzungsänderungen;

i. die Genehmigung von Ordnungen gemäß Ziffer 22.2;

j. die Entgegennahme der Berichte des Präsidiums, der Abteilungsleiter, des Verwaltungsrats (insbesondere gemäß den Bestimmungen der Ziffer 13.7.2) und der Kassenprüfer (gemäß den Bestimmungen der Ziffer 17.2);

k. die Entlastung des Präsidiums sowie des Verwaltungsrats unter   Berücksichtigung der Ziffer 15.4;

l. die Abberufung des Präsidiums beziehungsweise einzelner Mitglieder des Präsidiums sowie die Abberufung des Verwaltungsrates beziehungsweise einzelner Verwaltungsräte auf Antrag des Verwaltungsrates oder auf Antrag von 2,5 % der stimmberechtigten Mitglieder; die Abberufung kann nur aus wichtigem Grund und nur, wenn der Abberufungsantrag bei der Einberufung ordnungsgemäß auf der Tagesordnung bekanntgegeben war, erfolgen;

m. die Ernennung der gemäß Ehrenordnung vorgeschlagenen Ehrenmitglieder und den Beschluss über etwaige Befreiung der Ehrenmitglieder von der Beitragspflicht gemäß Ziffer 7.4;

n. die Ernennung der gemäß Ziffer 11.5 vorgeschlagenen Ehrenpräsidenten;

o. die Beschlussfassung über die Vergütung von Organmitgliedern und Amtsträgern gemäß Ziffer 3.1;

p. die Zustimmung zum Haushaltsplan, zu Überschreitungen des Haushaltsplans und zu Vorgängen gemäß Ziffer 11.3.6, sofern die Voraussetzungen der Ziffern 11.3.3, 11.3.5 beziehungsweise 11.3.6 gegeben sind;

q. die Beschlussfassung zur Auflösung des Vereins gemäß Ziffer 20.

Lang – aber nicht künstlich in die Länge gezogen

Die Mitgliederversammlung 2024 war zweifelsohne sehr lang. Jedoch wurde sie nicht “künstlich in die Länge gezogen”. Es wurden die satzungsgemäß notwendigen Berichte gehört, sämtliche zugelassenen Anträge von Mitgliedern zur Abstimmung gestellt, Entlastungen vorgenommen. Außerdem wurden schlussendlich die Neuwahlen von allen Vereinsorganen mit Ausnahme des Präsidenten durchgeführt.

Hier beißt sich Ismaiks eigene Argumentation den Schwanz. Würde man die genannten Punkte nicht auf einer MV besprechen und mittels Wortbeiträgen diskutieren, hätte man ein undemokratisches Verfahren.

Die Nichtdurchführung der oben genannten Punkte, wenn sie turnusmäßig oder regelmäßig Bestandteil der Mitgliederversammlungen sind, hätte folglich einen Verstoß gegen die Vereinssatzung bedeutet. Mitglieder hätten reihenweise Verstöße im Rahmen der vereinsinneren Gerichtsbarkeit und letztlich vor den ordentlichen Gerichten angreifen können und im schlimmsten Falle (abgesehen von hohen Verfahrenskosten für den Verein) wären Beschlüsse ungültig und Mitgliederversammlungen vollständig zu wiederholen gewesen.

Zudem erfolgte eine Verkürzung der Mitgliederversammlung, indem auf die Fragerunde zu den Verwaltungsratskandidat*innen verzichtet wurde. Dies geschah jedoch nicht durch einzelnen Willkürbeschluss, sondern durch ein Mehrheitsvotum der anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder.

Jemand, der vorschlägt, aus mutmaßlicher Bequemlichkeit satzungsnotwendige Bestandteile der Mitgliederversammlungen kurzum zu streichen, hat keinerlei Verständnis für demokratische Vereinsstrukturen. Demokratie ist nicht bequem, sondern harte Arbeit und kann bisweilen auch lange dauern. Gerade die gewissenhafte und ordnungsgemäße Durchführung der Mitgliederversammlung ohne willkürliche Verkürzung zeugt von einer transparenten und demokratisch einwandfreien Wahrnehmung und Berücksichtigung der Mitgliederrechte.

Angesichts der drohenden Rechtsfolgen für den Verein kann jemand, der kurzerhand die pauschale Verkürzung von demokratischen Prozessen fordert, im Sinne der Demokratie nichts Gutes im Schilde führen.

Den Faktencheck Teil II zu den weiteren Aussagen von Hasan Ismaik könnt Ihr im Laufe des Tages bei uns lesen.

0:3 gegen Bielefeld: Nächstes Debakel für 1860

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1860 Debakel Pyro Bielefeld

Nach dem 2:5 in Dresden schlitterte der TSV 1860 am Freitagabend gegen Arminia Bielefeld ins nächste Debakel. Das Bemühen war zwar phasenweise deutlich zu erkennen, hochkarätige Torchancen konnten sich die Löwen jedoch über 90 Minuten hinweg nicht erarbeiten.

Grodowski schockt die Löwen

Bei den Löwen durften diesmal Maier, Lucoqui, Reich und Reinthaler anstelle von Kloss, Kwadwo, Danhof und Dulic von Beginn an ran. Bereits nach wenigen Sekunden kam Abiama zum Abschluss, scheiterte jedoch an Kersken. Danach neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, es entwickelte sich eine muntere Partie, allerdings ohne große Höhepunkte vor den Toren.

Umso überraschender dann die Führung der Gäste, nachdem Uldrikis den Ball auf Grodowski verlängerte und der die Kugel über Hiller hinweg zum 0:1 in die Maschen lupfte (36.). Eine direkte Reaktion der Löwen erfolgte nicht, stattdessen musste Hiller gegen Hagmann eingreifen und den zweiten Treffer verhindern.

Nächstes Debakel für 1860

Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwen engagiert aus der Kabine, Guttau hatte bereits nach wenigen Sekunden die Chance zum Ausgleich. Das Bemühen war der Glöckner-Elf durchaus anzumerken, die letzte Konsequenz fehlte jedoch über die gesamte Spielzeit hinweg. Zwar kam der TSV 1860 einige Male vor des Gegners Tor, so wirklich zwingend war dies jedoch selten und so kamen die Löwen eigentlich zu keiner einzigen hochkarätigen Torchance.

Arminia Bielefeld hingegen reichte eine durchschnittliche Leistung, um die Führung zu verwalten. Patrick Glöckner ging bei seinen Wechseln nicht voll ins Risiko, das zweite Gegentor fiel jedoch trotzdem. Wieder einmal stellten sich die Löwen in der Defensive zu naiv an und Uldrikis vollstreckte zum 0:2 (83.). Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit erzielte Julian Kania noch den dritten Treffer und bescherte dem TSV 1860 das nächste Debakel.

Statistik

Aufstellung:
Hiller – Reich (61. Danhof), Reinthaler, Verlaat (C), Lucoqui (90. Bähr) – Maier, Jacobsen (46. Frey) – Abiama (82. Ott), Guttau, Wolfram – Hobsch (46. Kozuki)

Bank:
Vollath (TW), Philipp, Kloss, Dulic

Tore:
0:1 Grodowski (36.), 0:2 Uldrikis (83.), 0:3 Kania (90.+3)

Liveticker: TSV 1860 München – Arminia Bielefeld (25.Spieltag)

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sechzger.de Liveticker TSV 1860 München - Arminia Bielefeld 25-Spieltag 2024-25

Herzlich willkommen zum Liveticker am 25.Spieltag der Saison 2024/25 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Arminia Bielefeld!

Der nächste Anlauf für einen Heimsieg startet am heutigen Freitagabend in Giesing. Gegner des TSV 1860 München ist Arminia Bielefeld. Die Gäste belegen derzeit Platz 6 in der 3.Liga und gewannen am vergangenen Wochenende ihr Heimspiel gegen Aue. Bei den Löwen würde sich vermutlich niemand beschweren, wenn das Ergebnis aus dem Hinspiel wiederholt werden könnte. Beim 1:0 im September 2024 entführte der TSV 1860 alle drei Punkte von der Bielefelder Alm. Thore Jacobsen erzielte damals den einzigen Treffer des Tages. Wird es heute erneut klappen mit einem weiß-blauen Sieg? Ab 18:60 Uhr wird sich zeigen, ob Heimsieg Nummer drei möglich ist.

Aufstellung:
Hiller – Reich (61. Danhof), Reinthaler, Verlaat (C), Lucoqui (90. Bähr) – Maier, Jacobsen (46. Frey) – Abiama (82. Ott), Guttau, Wolfram – Hobsch (46. Kozuki)

Bank:
Vollath (TW), Philipp, Kloss, Dulic

Tore:
0:1 Grodowski (36.), 0:2 Uldrikis (83.), 0:3 Kania (90.+3)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Schifferl, Bangerter (verletzt) Schröter (Aufbautraining), Kwadwo (krank)

Ausfälle bei Arminia Bielefeld:
Lukas, Young (verletzt bzw. krank)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Florian Bähr, Max Reinthaler und Patrick Hobsch hat bereits vier Gelbe Karten gesehen und muss bei der nächsten Verwarnung aussetzen. Raphael Schifferl, Philipp Maier, Leroy Kwadwo, David Philipp und Morris Schröter stehen aktuell bei drei Gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Arminia Bielefeld außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist ausverkauft, Tageskassen öffnen daher nicht. Über den offiziellen Zweitmarkt sind allerdings bis kurz vor Anpfiff noch Karten verfügbar.

Die heutige Partie wird nicht im Free-TV übertragen. Dafür ist MagentaSport natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Nachruf zum 23. Todestag von Guido Erhard

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Guido Erhard TSV 1860

Die Zeit heilt nicht alle Wunden. Sie lehrt uns nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben. Heute vor 23 Jahren nahm sich Guido Erhard das Leben und hinterließ eine Lücke, die unmöglich zu schließen ist. Wir erinnern an den Publikumsliebling der Löwen, den wir als heiteren, lebenslustigen Menschen kennengelernt haben. Dass es in ihm ganz anders aussah, wurde vielen erst später schmerzhaft vor Augen geführt.

Guido Erhard Löwenbomber
Guido Erhard mit dem Löwenbomber im Frankenstadion nach dem Spiel gegen den TSV Vestenbergsgreuth

Todesnachricht aus dem Videotext

Den 23.02.2002 werde ich nie vergessen. An diesem Samstag spielten die Löwen beim VfL Wolfsburg, ich selber hatte mich nicht auf den Weg nach Niedersachsen gemacht, sondern stattdessen meinen Vater besucht. So saß ich also vormittags dort auf der Couch, zappte mich durch den Videotext und blieb an einer Nachricht hängen, die mir sofort Tränen in die Augen trieb.

Ich konnte kaum glauben, was da stand. Guido Erhard, ehemaliger Stürmer des TSV 1860, des VfL Wolfsburg und des FSV Mainz 05, soll zwei Tage zuvor am Offenbacher Hauptbahnhof Selbstmord begangen haben. Unfassbar! Erste Reaktion: Eine SMS an seinen guten Freund aus Münchner Tagen, den Löwenbomber.

Dass der ehemalige Profi seit längerer Zeit unter Depressionen gelitten hatte, war bekannt. Bei den letzten Kontakten hatte er jedoch einen gefestigten Eindruck hinterlassen und wir wähnten ihn auf einem guten Weg. Ein Trugschluss.

Guido Erhard bei den Löwen
Guido Erhard bei den Löwen

Löwe durch und durch – als Spieler und Fan

Guido Erhard war manisch depressiv, schwankte zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Viele betroffene Personen lassen sich im Alltag nichts anmerken. Zu Hause jedoch, in der Einsamkeit, sieht es anders aus. Dort gewinnt die Niedergeschlagenheit oft Überhand und zwingt die Betroffenen in die Knie.

Guido Erhard war ein Löwe – als Spieler und als Fan. Von seiner Zeit in Giesing sollte Erhard sein ganzes kurzes Leben lang noch schwärmen. Wenn er nicht selber auf dem Platz stand, war er mit den Fans unterwegs. Kaum ein anderer Bundesliga-Spieler hatte so viele Freunde und Bekannte unter den Zuschauern wie Erhard. So verwundert es auch nicht, dass er während seiner zahlreichen Verletzungspausen ununterbrochen Besuch von Fans im Krankenhaus bekam.

Guido Erhard
Mit dem TSV 1860 stieg Erhard von der Bayern- in die Bundesliga auf

Wechsel nach Wolfsburg und Mainz

Als es sportlich für ihn beim TSV 1860 nach 16 Bundesligaspielen (vier Tore) keine Perspektive mehr gab, wechselte Guido Erhard zum VfL Wolfsburg. Dort kam er weder sportlich noch menschlich zurecht und verfiel erstmals in Depressionen. Er zog die Notbremse, kündigte seinen Vertrag und heuerte nach sechs Monaten Arbeitslosigkeit beim FSV Mainz 05 an.

In einem seiner letzten Interviews erinnerte sich Erhard in der Süddeutschen Zeitung:

“Meine Freundin hat sich von mir getrennt, es hat Paff gemacht, und nichts hat mehr gestimmt. 1997 war das. Acht Wochen habe ich mich noch im Alltag gehalten, nicht im Fühlen und Denken, aber ich konnte den Alltag irgendwie aufrechterhalten.”

Kurze Zeit später fing der Stürmer im Mannschaftsbus auf der Fahrt zu einem Auswärtsspiel plötzlich an, sämtliche Selbstmordmöglichkeiten aufzuzählen. Wenig später offenbarte er erstmals Suizid-Gedanken und ließ sich ins Zentralinstitut für seelische Gesundheit nach Mannheim einweisen.

Guido Erhard
Von den Löwen wechselte Erhard zum VfL Wolfsburg

“Hoch suizidal” und auf dem Weg zur Besserung

Sieben Monate später wurde Guido Erhard wieder entlassen – “hoch suizidal” wie er es selber einschätzte. Die Manie setzte sich durch, Kritik wurde jedoch umgehend in Aggressivität gegen sich selbst umgewandelt. Im Oktober 2000 unternahm Erhard in seiner Geburtsstadt Hanau einen Selbstmordversuch, den er wie durch ein Wunder überlebte, und danach froh verkündete:

“Ich hatte riesige Angst vor dem Tod. Ich will leben. Wenn ich wirklich gewollt hätte, hätte ich mich schon umgebracht.”

Danach ging es bergauf: Erhard verliebte sich neu, trieb wieder Sport, spielte sogar wieder Fußball beim VfR Kesselstadt. Auch auf der Homepage vom Löwenbomber Axel Dubelowski schrieb er wieder regelmäßig eine Kolumne (siehe Screenshots unten; zum Vergrößern bitte klicken). Die Dämonen schienen vertrieben.

Guido Erhard (06.10.1969 – 21.02.2002)

Dann aber warfen ihn private und gesundheitliche Probleme wieder aus der Bahn, der geplante Umzug nach München geriet ins Stocken. Erhard überwand eine manische Phase, rutschte dann jedoch in eine tiefe Depression und offenbarte Verfolgungswahn und Angstzustände.

Inzwischen hatte sich Guido Erhard freiwillig in Behandlung in die Offenbacher Psychiatrie einweisen lassen, die er jedoch jederzeit auf eigenen Wunsch verlassen konnte. Am 21.02.2002 führte ihn sein Spaziergang zum Hauptbahnhof. Er kehrte nicht mehr zurück.

Guido, Du wirst immer fehlen.

Guido Erhard
Die letzte Profistation von Guido Erhard: der FSV Mainz 05
Guido Erhard
Guido Erhard als Zuschauer beim Spiel der Löwen-Amateure in Offenbach
Guido Erhard Grab Nürnberg
Die letzte Ruhestätte von Guido Erhard in Nürnberg

Holt Euch Hilfe, wenn Ihr Depressionen oder suizidale Gedanken habt! Zum Beispiel, ganz unkompliziert, bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 – oder bei anderen Beratungsstellen.

Gegnervorstellung Teil 2: Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld e.V.

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Arminia Bielefeld im Auswärtsblock des GWS

Lang hat die neue Aufbruchsstimmung nicht gehalten bei den Löwen. Der dritte Top-Gegner in Serie war dann doch zu viel. Dass wir oben wenig zu melden haben, zeigte uns Dresden eindrucksvoll. Da die anderen Teams im Tabellenkeller aber punkteten, wird es für den TSV immer düsterer. Hoffentlich kann Patrick Glöckner die Mannschaft richtig packen, denn mit Bielefeld kommt ein Gegner, der ebenfalls in höheren Gefilden mitmischt. Vielleicht kann man die Leistung aus dem Ingolstadt-Spiel wieder heraus kitzeln, ansonsten birgt der Deutsche Sportclub Arminia Bielfeld e.V. ebenso Desasterpotential wie die SGD!

Aktuelles – die Ausgangssituation

Vier Teams aus den aktuellen Top 6 hat der TSV 1860 hinter sich, doch Nummer fünf folgt auf dem Fuße. Aktuell rangiert die Arminia auf Tabellenplatz 6, nur vier Punkte hinter dem Relegationsplatz. Ein direkter Aufstiegsrang ist mit acht Zählern Differenz schon um einiges weiter entfernt. Die Ostwestfalen stehen momentan bei einer Bilanz von 10-7-7, was besonders der starken Defensive zu verdanken ist. Mit nur 26 Gegentoren ist man hier im Spitzenfeld angesiedelt und auf einem Level mit Dresden oder Saarbrücken. Offensiv hat man sogar weniger Tore erzielt als die Löwen; dass das nichts heißen muss, haben wir leider in Saarbrücken schmerzlich erfahren.

Formstark ist die Arminia aktuell jedoch nicht. Zwar konnte am vergangenen Spieltag gegen Aue gewonnen werde, insgesamt holte man aus den letzten fünf Spielen aber nur sechs Punkte bei drei Niederlagen. Darunter auch Verluste gegen Essen und Sandhausen; dass das nichts heißen muss, haben wir gegen Dresden vorgeführt bekommen. Aufgrund von zu vielen gelben Karten wird Cheftrainer Mitch Kniet das Spiel heute von der Tribüne aus verfolgen. Vertreten wird er von Ko-Trainer Daniel Jara. Der 35-jährige Spanier verfügt über die UEFA-B-Lizenz und war schon in Verl und bei Paderborn II unter Kniat tätig.

Wintertransfers

In Ostwestfalen wurde im Winter besonders im Sturm nachgebessert. Von Athens Kallithea aus dem griechischen Oberhaus kam der lettische Stürmer Roberts Uldrikis (26), der auch schon 55 Länderspiele bestritten hat. Weiters stürmt Münsters letztjähriger Aufstiegsheld Joel Grodowski (27) nun auf der Alm, nachdem er bei den Preußen aufs Abstellgleis gerutscht war. Torerfolge konnten beide bis jetzt noch nicht erzielen.

Auf der Abgangsseite wurden zum einen einige Ergänzungsspieler abgegeben. Stürmer Jeredy Hintermann (26) wurde zu Cambuur Leuwarden in die zweite niederländische Liga verliehen, nachdem Verletzungen seine Entwicklung in Bielefeld gehindert hatten. Mittelstürmer Andre Becker (28) ging ebenfalls auf Leihbasis nach Mannheim, um beim Waldhof mehr Spielzeit zu bekommen. Der Alm permanent den Rücken gekehrt hat hingegen Kaito Mizuta (24). Der Offensivspieler wechselte zum Ligakonkurrenten aus Essen. Zum anderen gab es einen Krachertransfer. Sturm Graz holte das 17-jährige Offensivtalent Daniel Sumbu für mindestens eine Million Euro in die Steiermark. Dort wird der Angolaner erstmal in der Zweitvertretung der Schwarzen in Liga 2 Spielpraxis sammeln.Pyro auf der Alm

Das Hinspiel

Gefühlt schreibe ich seit Beginn der Rückrunde jedes Mal, dass das Hinspiel sicher allen Löwenfans noch in Erinnerung geblieben ist. Das muss bzw. in diesem Fall darf ich auch heute wieder tun. Die Hinrundenpartie entschieden unsere Löwen auf der Bielefelder Alm mit 1:0 für sich. Die gelang durch Thore Jacobsens Wahnsinns-Weitschuss ins Glück, und das aus über 60 Metern. Nicht umsonst wurde der Treffer als “Tor des Monats” ausgezeichnet. Neben dem schönen Wetter blieb auch noch die Choreografie inklusive Pyroshow von “Münchens Jugend” positiv in Erinnerung. Hoffentlich können wir heute unter Flutlicht die schönen Momente aus der Sonne auf andere Art und Weise wiederholen.

Der 25. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr TSV 1860 München – DSC Arminia Bielefeld
Samstag 14:00 Uhr FC Hansa Rostock – SG Dynamo Dresden
14:00 Uhr FC Erzgebirge Aue – SpVgg Unterhaching
14:00 Uhr Aachener TSV Alemannia – BV Borussia Dortmund II
14:00 Uhr Rot-Weiss Essen – FC Ingolstadt 04
14:00 Uhr SC Verl 1924 – FC Viktoria Köln 1904
16:30 Uhr 1. FC Saarbrücken – Hannover 96 II
Sonntag 13:30 Uhr VfB Stuttgart II – FC Energie Cottbus 
16:30 Uhr VfL 1899 Osnabrück – SV Waldhof Mannheim
19:30 Uhr SV Sandhausen 1916 – SV Wehen Wiesbaden

 

TSV 1860 – Arminia Bielefeld: Ergebnistipp Ronny Ernst

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Ronny Ernst Tsv 1860

Von 1996 bis 1998 stand Ronny Ernst an der Grünwalder Straße unter Vertrag und absolvierte in dieser Zeit acht Bundesligaspiele für die Löwen. Heute tippt der ehemalige Junioren-Nationalspieler die Partie des TSV 1860 gegen Arminia Bielefeld.

Ronny Ernst tippt auf Unentschieden

Können die Löwen ihre katastrophale Heimbilanz gegen die Arminen aufhübschen? Ronny Ernst ist sich dessen nicht sicher, traut der Elf von Patrick Glöckner aber immerhin einen Punkt zu.

“Ich tippe auf ein 1:1.
Torschütze: Patrick Hobsch”

Mit dessen Vater Bernd kickte Ernst in der Spielzeit 1997/98 ein halbes Jahr zusammen beim TSV 1860.

Sternstunde gegen LKS Lodz

Der gebürtige Dresdner wechselte im Sommer 1996 nach einigen Stationen in der Heimat von Dynamo an die Grünwalder Straße. Knapp 500.000 Mark ließen sich die Löwen den vielversprechenden Rechtsverteidiger kosten und bereits in einem seiner ersten Spiele deutete Ronny Ernst sein Potential an. Im UI Cup-Spiel gegen LKS Lodz bereitete er nach seiner Einwechslung gleich mehrere Treffer vor, konnte jedoch leider im Anschluss nicht mehr an diese Sternstunde anknüpfen. Nach nur acht Bundesligaspielen und elf Einsätzen für die Amateure trennten sich die Wege wieder.

Neben dem TSV 1860 war Ronny Ernst auch für die SpVgg Greuther Fürth, Waldhof Mannheim, den Dresdner SC, Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen und den SV Straelen am Ball.

Heute lebt der mittlerweile 48-Jährige mit seiner Familie im beschaulichen Städtchen Straelen am Niederrhein und ist dort beruflich in der Pflanzenvermarktung tätig. Nebenbei ist er als Trainer bei der Fußballschule Grenzland angestellt.

Sechzig um Sieben: Voller Fokus auf Bielefeld

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Am heutigen Freitagabend um 18:60 Uhr empfängt der TSV 1860 München Arminia Bielefeld im Grünwalder Stadion. Der Fokus lag also in den vergangenen beiden Tagen voll auf dem nächsten Heimspiel der Sechzger. In den Pressekonferenzen beider Clubs gaben die Trainer einen Ausblick auf das Spiel. Alle weiteren Infos zur heutigen Begegung findet ihr ebenfalls auf unserer Webseite oder hier in Kurzfassung in Sechzig um Sieben!

Löwenrunde: Kwadwo fällt aus – Maier fängt an

In der Löwenrunde gab 1860-Coach Patrick Glöckner einige Infos an die Journalisten, wie seine Aufstellung gegen Bielefeld aussehen wird. Maximal fünf Umstellungen in der Startelf kündigte er an. Der wieder genesene Maier ist gesetzt, dafür fällt Kwadwo krankheitsbedingt aus. “Das Team muss das Vertrauen [der Fans] spüren”, erklärte Patrick Glöckner. Und der Löwen-Dompteur freute sich bereits auf die Stimmung in Münchens schönstem Stadion beim heutigen Flutlicht-Duell.

Arminia reist per Zug und Flug

Auch Mitch Kniat gab in einem Interview auf dem vereinseigenen YouTube-Kanal einen Einblick in die Personalplanungen seines Clubs. “Wir müssen eigene Lösungen finden”, sagte Kniat vor dem Spiel. Noah Sarenren Bazee war zuletzt muskulär angeschlagen, Ex-Löwe Christopher Lannert hatte Probleme mit dem Zwerchfell, zudem klagen Justin Lukas, Isaiah Young und Mael Corboz über Beschwerden. “Ich hoffe, dass alle dabei sind, aber es kann auch sein dass einer oder zwei ausfallen”, sagte Kniat. Anreisen werden die Arminen per ICE, auf dem Rückweg nimmt man das Flugzeug.

Faninfos und Wunschaufstellungen

Alle Infos rund um die Partie in Giesing findet ihr wie immer in unseren Faninformationen. Natürlich folgen am morgigen Spieltag noch weitere Vorberichte, wie beispielsweise die legendäre Gegnervorstellung von Peter. Hier geht es schon einmal zu den Wunschaufstellungen der sechzger.de-Redaktion. Im Einsatz sind am Wochenende auch viele weitere Löwenteams. Alle Termine haben wir für Euch in Sechzig am Wochenende zusammengefasst.

Tickets für die nächsten Heimspiele

Am gestrigen Donnerstag gingen zudem die vier nächsten Heimspiele der Löwen (nach dem Bielefeld-Match) in die Ticket-Vorverkaufs-Phase. Alle Infos wie ihr an die begehrten Eintrittskarten kommt, findet ihr hier.

Zwei historische Spiele mit Sieg und Niederlage

Zudem haben wir für Euch in den letzten Tagen über zwei historische Spiele berichtet. 1956 kamen die Löwen in Karlsruhe gehörig unter die Räder. Ein Torspektakel gab es auch 1965 beim Heimspiel des TSV 1860 gegen Hertha BSC. Lest gerne mal rein.

Heimspiel bei uns im Live-Ticker

Damit geht ihr bestens informiert in den letzten Arbeitstag dieser Woche. Fiebern wir gemeinsam dem nächsten Heimspiel in Giesing entgegen. Allen die das Spiel nicht live im Grünwalder Stadion verfolgen können, bieten wir natürlich schon den ganzen Tag über unsere Berichterstattung im Live-Ticker an, bei dem ihr auch keine Sekunde der Partie verpasst. Auf den nächsten Heimdreier – hoffentlich…