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Sechzig um sieben: Pfeifer zu RWE?

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Sechzig um Sieben: Regionalliga-Match in Vilzing

Nach seiner vorzeitigen Freistellung beim TSV 1860 München sieht es so aus, als ob Marc-Nicolai Pfeifer zu RWE weiterzieht. Pfeifer soll spätestens zu Beginn der neuen Saison bei den Essenern mit der Arbeit beginnen.

WAZ: Pfeifer zu RWE?

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, dass der ehemalige kaufmännische Geschäftsführer der KGaA nach Essen weiterzieht. Pfeifer soll bei RWE den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Marcus Uhlig beerben. Sein Arbeitsbeginn soll “spätestens” am 01.07.2024 sein.

Der Auswärtssieg in Verl in der TAKTIKTAFEL-Analyse

Bernd Winninger sah einen “Arbeitssieg” des TSV 1860. Verl hatte natürlich mehr Ballbesitz, konnte daraus aber weniger Gefahr kreieren als die Gäste aus Giesing. Bernd zeigt nachvollziehbar auf, warum die Verler trotz deutlich mehr Torschüssen letztendlich doch kaum Gefahr für das Tor von Marco Hiller erzeugen konnten. Trumpf für den ersten Auswärtssieg unter Argirios Giannikis war ein Mal mehr die geschlossene Mannschaftsleistung der Löwen.

Die Löwenergebnisse vom Wochenende

Nicht nur die Profis konnten das Wochenende siegreich gestalten. Auch die Löwinnen waren auf ganzer Linie erfolgreich. Alle drei Frauenteams von der Grünwalder Straße konnte ihre Spiele am Wochenende siegreich absolvieren. Eine empflindliche Niederlage musste die U16 gegen den Nachbarn von der Säbener Straße einstecken. Alle Ergebnisse der Fußballmannschaften des TSV 1860 München findet Ihr hier.

Sechzger.de Talk 146 geht heute online

Zwei außergewöhnliche Dinge kennzeichnen den sechzger.de Talk 146: Zum Einen wird das achte (!) ungeschlagene Spiel der Löwen in Folge diskutiert, zum Anderen ist erst zum dritten Mal in 146 Folgen eine Frau im sechzger.de Talk zu Gast. Nadine Voigt von der Südwestpresse aus Ulm gesellte sich zu Jan, Bernd und Flo. Nadine ist bei der Südwestpresse stellvertretende Leiterin der Sportredaktion und betreibt den Podcast “Spatzenfunk”, der sich mit dem SSV Ulm, unserem kommenden Gegner, beschäftigt. Sie gibt interesante Einblicke in die doch ziemlich überraschende Saison der Ulmer. Der Talk wird gegen Mittag online gehen. Ihr könnt ihn wie immer auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen anschauen oder anhören, zum Beispiel:

An dieser Stelle noch ein Aufruf an unsere weibliche Leserschaft: Wenn Ihr mal Lust habt, am sechzger.de Talk teilzunehmen, meldet Euch bei uns. Wir würden uns über mehr weibliche Perspektiven sehr freuen!

News aus der dritten Liga

Götze mit blutender Wunde in Dresden “beleidigt, bespuckt und beworfen”

Mal wieder unrühmliche Nachrichten vom Anhang von Dynamo Dresden: Felix Götze musste nach einem Zusammenprall bei einem Kopfballduell in der Schlussphase des Spiels Dresden-RWE mit einer blutenden Wunde am Kopf auf einer Trage abtransportiert werden. Die Sanitäter mussten Götze an der Dresdner Heimkurve vorbei transportieren und ihn mit Schirmen vor Wurfgeschossen schützen, was wohl nicht komplett gelang. Fernsehbilder belegen Götzes Aussagen, wobei wir nicht verschweigen wollen, dass Dresdner Fans auch fair aufmunternd klatschten. Dynamo Dresden verurteilte das unsportliche Verhalten seiner Fans und entschuldigte sich bei Götze.

Bitter für zwei Spiele gesperrt

Nach seiner roten Karte beim Auswärtsspiel in Münster wurde Joshua Bitter für zwei Spiele gesperrt. Er ist Bitters zweite rote Karte innerhalb von vier Wochen. Damit muss Boris Schommers die Abwehr des MSV Duisburg im Abstiegskampf erneut umbauen.

Wieder Ärger um den Saarbrücker Rasen

Der frisch verlegte neue Rasen im Ludwigspark sorgte bei seiner Premiere für Ärger. Schiedrichter Braun pfiff erst mit achtminütiger Verspätung an, weil die Plazwarte bereits erste Schäden nach dem Aufwärmen am Geläuf ausbessern sollten. Offenbar war sogar eine Absage im Bereich des Möglichen. Während des Spiels mussten Spieler beider Mannschaften fortlaufend ausgerissene Rasenstücke wieder einsetzen. Am Ende konnte man froh sein, dass sich kein Akteur verletzt hat.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Dienstag!

Wird Marc-Nicolai Pfeifer Vorstandsvorsitzender bei RW Essen?

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Pfeifer 1860

Am 2. Februar wurde Marc-Nicolai Pfeifer als Geschäftsführer Finanzen beim TSV 1860 freigestellt, nun könnte der Schwabe eine neue berufliche Herausforderung gefunden haben. Laut WAZ soll Pfeifer Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiss Essen werden.

Wird Pfeifer Vorstandsvorsitzender bei RW Essen?

Wie die WAZ berichtet, hat der bisherige Vorstandsvorsitzende der Rot-Weissen, Marcus Uhlig, seinen Abschied für spätestens zum Saisonende angekündigt. Uhlig arbeitet seit November 2017 bei Rot-Weiss Essen arbeitet und hat den Posten des Vorstandsvorsitzenden ein halbes Jahr nach seinem Einstieg übernommen. In dieser Funktion erlebte er im Sommer 2022 den Aufstieg in die 3. Liga mit.

Sein Nachfolger in Essen soll nun Marc-Nicolai Pfeifer, ehemaliger Geschäftsführer der Löwen, werden. Dort war er vor allem durch seine Akivitäten im Bereich Sponsorenakquise omnipräsent. Vor seiner Zeit in Giesing war der Schwabe bei Hummel Sport (2011-2016) als Marketingleiter sowie bei den Stuttgarter Kickers (2017-2020) als Geschäftsführer tätig. Sein Amtsantritt bei Rot-Weiss Essen ist laut WAZ spätestens für den 1. Juli vorgesehen.

SC Verl – TSV 1860 München (0:1) die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des 0:1 Auswärtssiegs unseres TSV 1860 München beim SC Verl. Mit viel Kampf und etwas Glück holten sich die Sechzger den vierten Sieg in Folge. Die Serie hält.

SC Verl – TSV 1860 München, ein Spiel, in dem die Gastgeber über weite Strecken den Ton angaben, endet mit einem 1:0 Auswärtssieg für die Mannschaft mit der mittlerweile besten Defensive der Liga. Es war ein Arbeitssieg in einem Spiel, bei dem Verl mehr oder weniger Einbahnstraßenfußball spielte, aber – und auch das ist wichtig – die Abwehr der Löwen nur ein Mal so durchdringen konnte, dass die Chance, ein Tor zu erzielen, wirklich hoch war. Dazu weiter unten mehr.

Verl spielte wie gewohnt technisch hochwertigen Fußball mit aggressivem Pressing gegen das Positionsspiel und extrem gutem Gegenpressing nach Ballverlusten. Die Löwen nahmen das Spiel des SC Verl an und versuchten, in den richtigen Momenten offensiv mit vertikalem Spiel dagegenzuhalten. Die Taktik, solide Defensive in den Vordergrund zu stellen und offensive Nadelstiche in Form von Umschaltmomenten und Kontern zu setzen, ging am Ende für die Mannschaft des TSV 1860 München im Spiel gegen den SC Verl auf.

Systeme

Systematisch kamen die Hausherren wie erwartet im 4-3-1-2 (flache Raute) auf den Platz. Mit hoch angelegter Pressing- und Defensivlinie machten sie es den Löwen schwer, selbst stabil in die Offensive zu kommen. Bei eigenem Ballbesitz verschob Verl meist über beide Außenverteidiger nach vorne und stellte so im Aufbau zunächst eine sogenannte WM-Formation her. Dieses in den 20er Jahren des letzten Jahrhundert entwickelte Spielsystem verschob sich nach Eindringen ins gegnerische letzte Drittel bei Verl dort noch offensiver entweder zu einer 2-5 oder 3-4 Formation in den vordersten beiden Reihen. Dieses Überladen der Offensive seitens des SC Verl sorgte für viel Betrieb im letzten Drittel der Löwen, die sich über weite Strecken gegen fleißige Verler nur schwer befreien konnten.

Argirios Giannikis schickte die Sechzger im 4-4-2 aufs Feld. Dieses System wurde wieder sehr flexibel interpretiert, sodass die gegen das Positionsspiel der Verler meist extrem tief stehenden Löwen durch den gegen den Ball ins Mittelfeld abkippenden, offensiv als hängende Spitze agierenden Guttau wirkten, als würden sie eher in einer 4-2-3-1 Systematik auf dem Platz stehen. Mit der wieder linkskreiselnden Offensivabteilung, die wir nun schon öfter gesehen haben, konnten die Sechzger Verl nicht annähernd so gut aus dem Konzept bringen wie die Gegner zuvor. Trotzdem reichte ein nahezu perfekter Spielzug in der 71. Minute über die linke Seite aus, um das Endergebnis zu fixieren.

Linien

Die Verler agierten also gegen den Ball mit beiden Linien hoch, die Sechzger mit beiden Linien eher tief. So kam es dann logischerweise dazu, dass Verl ein deutliches Übergewicht beim Ballbesitz und auch in den meisten anderen statistischen Werten erarbeiten konnte. Sehen wir uns diese vor der genaueren Analyse zunächst einmal an.

Statistische Werte der Partie SC Verl – TSV 1860 München

  • Ballbesitz: TSV 1860 34% – SC Verl 66%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 71% – SC Verl 85%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 73% – SC Verl 72%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 5/1 – SC Verl 13/5
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 22,53 – SC Verl 5,62

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (34%:66%)

Oft muss ich von unproduktivem Ballbesitz und Hintenrumgespiele schreiben, wenn der Ballbesitz auf Seite des Gegners derart hoch war. Wer das Spiel gesehen hat, weiß, dass das diesmal nicht der Fall war. Verl spielte immer zielstrebig nach vorne und gestaltete die Angriffe meist aus Umschaltsituationen heraus sehr direkt und schnörkellos. Die gut organisierte Defensive der Löwen hatte zwar Schwierigkeiten, das Eindringen Verls ins letzte Drittel zu verhindern, allerdings konnte Verl andersherum dort mit der Kugel wenig anfangen. Von 43 (!) bis ins letzte Drittel der Löwen durchgebrachten Angriffen schlossen die Verler lediglich zehn mit einem oder mehreren Schüssen ab. Die Sechzger konnten sich mit 24 bis ins letzte Drittel durchgebrachten eigenen Angriffen zwar wehren, aber nie wirklich selbst das Heft in die Hand nehmen.

Sechzig reagierte mehr als es agierte. Mit dem konsequenten Gegenpressing der Gastgeber kamen die Löwen nur schlecht zurecht. Hastig und ungenau waren oft die Befreiungsversuche und so kamen die Verler vor allem in der ersten Spielhälfte, in welcher der Ballbesitz für den TSV sogar unter 30% lag, immer wieder sehr zügig an die Kugel.

Die zweite Hälfte war etwas ausgeglichener, die Löwen steigerten die eigene Ballbesitzquote auf 40 Prozent. Auch die Ballverluste durch das Gegenpressing der Verler waren in Hälfte zwei nicht mehr so häufig, sondern pendelten sich auf einem normalen Niveau ein. Der TSV 1860 München gestaltete die zweite Hälfte der Partie also deutlich besser als die erste.

Trotzdem hatte Verl immer den Fuß auf dem Gas und ließ auch in der zweiten Hälfte nie locker. Dennoch hatten die Sechzger das bessere Ende in dieser Partie für sich. Dreckige Siege sind am Ende einer Saison oft das Zünglein an der Waage. Dieses Spiel endete mit einem solchen für die Löwen.

Passgenauigkeit (71%:85%)

Vor allem die Ungenauigkeit bei Vorwärtspässen trübt hier die Quote bei den Löwen. Im Vergleich der beiden Mannschaften hat der SC Verl gegenüber dem TSV 1860 München hier die Nase um satte 17 Prozent vorn. Rück- und Querpässe sind bei beiden Teams auf gutem Niveau.

Wichtig zu sagen ist, dass es tatsächlich weniger an ungenau gespielten Pässen der Löwen lag, wenn deren Pässe nach vorn nicht ankamen, als an gutem Stellungsspiel bzw. gut in den Passweg einlaufenden Spielern des SC Verl, dass die Sechzger spielerisch nach vorn in der ersten Hälfte kaum ein Bein auf den Boden bekamen.

Die Sechzger konnten ihrerseits ebenfalls vom eigenen guten Stellungsspiel profitieren. Allerdings ein wenig anders als man im ersten Moment denken möchte, wenn man diesen Satz liest . Es geht hier nicht um Ballgewinne, sondern um das Zustellen der von Verl gern genutzten Angriffszonen in den zentralen Bereichen. Verl versucht im Normalfall, kurz nach Überqueren der Mittellinie das eigene Spiel bereits ins Zentum zu steuern. Die Sechzger haben es bei 77% der Verler Angriffe geschafft, Pässe dorthin zu unterbinden, sodass die Gastgeber ihr Heil auf den Flügeln suchen mussten.

Defensive Zweikampfquote (73%:72%)

Hier haben wir bei beiden Teams eine Bombenquote. Viel braucht man da nicht erläutern. Dadurch, dass Verl im Anlaufverhalten und auch im Gegenpressing viel aggressiver eingestellt war, war die Anzahl der Aktionen gegen den Ball der Verler trotz deutlich höherem eigenen Ballbesitzes höher als die der Sechzger. Was defensive Zweikämpfe pro Minute gegnerischem Ballbesitz betrifft, ist Verl also mehr als deutlich vorne. Allerdings haben die Sechzger im eigenen letzten Drittel lediglich sechs Defensivzweikämpfe verloren – das ist in dieser Zone einer der besten Werte überhaupt in dieser Saison.

Schüsse aufs Tor (5/1:13/5)

Wenig Ballbesitz, wenig Schüsse – viel Ballbesitz, viele Schüsse: So könnte man das Ganze hier zusammenfassen. Wichtig ist aber nicht nur die Anzahl und die Genauigkeit, sondern auch immer die Chancenqualität der einzelnen Schüsse. Sehen wir uns diese einmal genauer an.

Wie ich schon öfter angemerkt habe, sind die Torchancen die gerne als 100%ige bezeichnet werden, nie wirklich solche im rechnerischen Sinn. Großchancen, wenn der Ball nicht auf der Torlinie liegt, haben einen xG Wert von 0,20-0,25 und darüber.

Die durchschnittliche Chancenqualität von Verl lag am Samstag bei 0,05 pro Chance im Schnitt mit einem Maximum von 0,14 bei Lokotsch’ Versuch in der 85. Minute.

Die Sechzger hatten eine durchschnittliche Chancenqualität von 0,2 mit einem Maximum von 0,26 und lediglich einem Schuss mit einer Qualität von unter 0,15.

Hochgerechnet auf die Anzahl der Schüsse sieht man, dass die Löwen zwar weniger schossen, die Gefahr bis auf einen Schuss durch Frey (53.) für Verl jedoch stets größer war als bei den Schüssen der Verler aufs Löwentor.

Allerdings müssen wir auch festhalten, dass die Sechzger im ersten Durchgang keinen einzigen Schuss aufs Verler Tor abgeben konnten.

PPDA (22,35:5,62)

Auch hier zeigen die Zahlen das, was man auf dem Platz sah. Giftige, aggressive Verler und abwartende, tief stehende Löwen – mehr braucht man hier nicht sagen. Verl machte im Pressing das, was sie immer tun. Die Sechzger haben ihre niedrigste Pressingintensität in dieser Saison zu Buche stehen. Kurze Erinnerung: Der PPDA Wert ist immer indirekt proportional zu lesen. Je niedriger die Zahl, desto höher die Intensität.

Das Tor

Hier könnt ihr Euch das Tor und weitere Highlights noch einmal ansehen.

Bei einem Angriff über die linke Seite führt Leroy Kwadwo die Kugel in der gegnerischen Hälfte auf dem Flügel im Mittelfeld, spielt den etwas tiefer stehenden Lakenmacher an, der sofort wieder in den Rückraum zu Frey passt. Frey mit nur einem Kontakt leitet sofort weiter nach innen zu Guttau und startet Richtung Sechzehner. Guttau lässt wieder zu Frey  abtropfen, der jetzt tiefer steht. Auf der halbrechten Seite dringt nun Glück aus der Tiefe in den komplett freien Raum auf dieser Seite ein und bekommt den Ball von Frey.

Mit dem ersten Kontakt stoppt Glück das Leder etwa drei Meter vor dem Stafraum der Verler kurz ab und legt das Spielgerät dann steil auf den in der Box auf die halbrechte Seite startenden Schröter. Die Nummer 17 der Löwen braucht ebenfalls nur einen Kontakt, um das Leder zentral in den Rücken der Innenverteidigung zu Frey zu spielen. Frey trifft den Ball nicht richtig und so kommt Guttau etwas weiter rechts in Ballbesitz. Er düpiert bei der Ballannahme seinen Gegenspieler Baack, geht ein paar Schritte mit dem Ball am Fuß Richtung kleine Box und versenkt ihn, bevor der herangrätschende Benger eingreifen kann, von der vorderen Fünfmeterraumbegrenzung im Kasten der Hausherren.

Ein toller Angriff über fast die gesamte Breite des Platzes, bei dem die Sechzger die Verdichtung der Verler auf dem linken Angriffsflügel ausgenutzt haben, um einen Spieler (Glück) frei aus der Tiefe über wenige Stationen so in Szene zu setzen, dass Verl ab dem Moment, in dem der Österreicher in Ballbesitz kommt, nur noch reagieren konnte, aber bei jeder Aktion zu spät kam. Diese kurze Fehlerkette der Verler läutete deren Niederlage ein.

Das fiel auf

Defensivleistung

Die höchste defensive Zweikampfquote und klare Überlegenheit in der Luft im eigenen letzten Drittel legt den Grundstock für den Sieg der Löwen in Verl.

Chancenqualität

Qualität geht vor Quantität. Es bringt nichts, wenn man viel schießt und keiner der Schüsse eine hohe Chance hat, im Kasten zu landen. Weiter oben habe ich diese Diskrepanz zwischen den Schüssen der Verler und denen der Löwen erläutert.

Das Team

Weiterhin gilt: Der Star ist die Mannschaft. Natürlich spielt sich der ein oder andere durch Torerfolge für viele mehr in den Vordergrund als Spieler, die eher unauffällig bleiben. Aber man muss ganz klar sagen: So wie die Löwen jetzt als Verbund funktionieren und weiterhin jeder für jeden läuft, kämpft, ackert und hilft, wo er kann, ist das Kollektiv der Elf auf dem Platz der größte Trumpf des TSV 1860. Die Spieler werden im Spiel für Einzelaktionen, sei es offensiv oder defensiv, natürlich beklatscht und gefeiert, aber am Ende gewinnt das beste Team. Und im Jahr 2024 ist das in Liga 3 der TSV 1860 München.

Ich denke, alle Fans sind zurecht wieder stolz auf diese tolle Truppe.

Fazit

Dreckige Siege sind die schönsten Siege und man feiert sie härter als Kantersiege, in denen man den Gegner quasi überrollt.

Ich möchte das Fazit zur Partie SV Verl – TSV 1860 München heute sehr kurz halten. Mit diesem tollen Mannschaftsgeist und dieser Einstellung stehen uns als Fans des TSV 1860 noch weitere schöne Momente in dieser Saison ins Haus. Natürlich wird man nicht immer gewinnen, aber darum geht es gar nicht. Wie diese Spieler jetzt gemeinsam alles für den Erfolg der Mannschaft tun und wie es Spaß macht, ihnen dabei zuzusehen, ist etwas, das mich wirklich sehr erfreut.

Also gibt es heute nur die Parole: Weitermachen, Herrschaften!

Datenquelle: Wyscout

Sechzig am Wochenende: Drei Siege für Löwinnen

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Tsv 1860 Frauen Löwinnen U17

Während die Profis sich über einen Auswärtssieg in Verl freuen durften, erkämpften sich die U19 und die U17 in der Bundesliga jeweils drei Punkte. Auch die Löwinnen fuhren am Wochenende drei Siege ein.

Drei Siege für Löwinnen

Bereits am Samstag trafen sowohl die Löwinnen I als auch die U17 (siehe Titelbild) auf den FC Puchheim. Während sich die Juniorinnen mit 1:0 durchsetzten, gewann die Erste mit 5:3. Am Sonntag krönten die Löwinnen II mit einem 3:2-Auswärtssieg bei der SG Bichl/Penzberg das perfekte Wochenende.

Die Partien im Überblick

Montag, 19.02.

19.30 Uhr: FC Olympia Moosach – Senioren B 4:4

Donnerstag, 22.02.

20.00 Uhr: Dritte – FC Deisenhofen III 5:2

Samstag, 24.02.

10.30 Uhr: RB Salzburg – U10 -:-
11.00 Uhr: U17 – 1. FC Kaiserslautern 3:1
12.30 Uhr: ASV Dachau U12 – U11 2:8
13.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U19 1:2
14.00 Uhr: SG Puchheim/Gröbenzell – Löwinnen U17 0:1
14.00 Uhr: TSG Hoffenheim – U12 4:1
14.00 Uhr: FC Pipinsried – U21 abgesagt
15.00 Uhr: Vierte – 1. FC 1919 Viechtach 1:3
15.30 Uhr: TSG Hoffenheim – U13 11:0
16.30 Uhr: SC Verl – Profis 0:1
17.00 Uhr: FC Puchheim – Löwinnen I 3:5
17.00 Uhr: U15 – DFI Bad Aibling U16 3:1
17.30 Uhr: Dritte – SV Günding 4:1
18.00 Uhr: Futsal – TSV Neuried 4:7

Die U9 gewann das U10-Turnier beim TSV Neuried.

Sonntag, 25.02.

11.00 Uhr: U16 – FC Bayern München 0:7
13.30 Uhr: U14 – SV Sandhausen 0:3
15.00 Uhr: SG Bichl/Penzberg – Löwinnen II 2:3

Bild: TSV 1860 München e.V.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 mit viertem Sieg in Folge

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Sieg Nummer vier in Folge: der TSV 1860 München schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Gegen den SC Verl reichte ein Treffer von Julian Guttau, auch weil die Gastgeber zahlreiche Möglichkeiten ausließen. Durch ein weiteres Spiel zu null haben die Löwen nun – trotz Platz 12 – eine Bestmarke in der Liga inne. Außerdem gibt es zum Start in eine neue Woche einen Blick auf die Konkurrenz und ihre Leistungen am 27.Spieltag.

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg in Verl

Vierter Sieg in Folge, seit acht Spielen ungeschlagen: es läuft einfach bei den Löwen unter Argirios Giannikis. Da darf man ruhig einmal für ein paar Stunden die Nebengeräusche beim TSV 1860 Nebengeräusche sein lassen und sich über die gute, sportliche Leistung freuen. Am besten geht das in diesem Fall mit der Verknüpfung eines Songs. Die Giesinger Gedanken nach dem Sieg in Verl gibt es dieses Mal mit Wolfgang Petry-Bezug.

Fotogalerie nach dem Sieg des TSV 1860 beim SC Verl

Neben dem Spielbericht oder einem Artikel zur Pressekonferenz nach dem Spiel gab es gestern auch bereits die besten Eindrücke aus der Sportclub Arena. In der Video- und Fotogalerie zur Partie gibt es Aufnahmen vom Geschen auf dem Platz, der Theke oder dem leeren Stadion weit vor Anpfiff.

TSV 1860 mit bester Defensive der 3.Liga

Erfreulich war in Verl auch, dass die Löwen gegen einen offensivstarken Gegner ohne Gegentreffer blieben. Da Unterhaching und Dresden jeweils Gegentreffer kassierten, sind die Löwen nun die Mannschaft mit der besten Defensive der 3.Liga. Lediglich 27 Tore hat der TSV 1860 in ebenso vielen absolvierten Spielen kassiert.

Erfolgreiches Wochenende für U17 und U19

Grund zum Jubeln gab es nicht nur für die Profis, sondern auch im Jugendbereich. Sowohl die U17 (gegen den 1.FC Kaiserslautern) als auch die U19 (zu Gast in Ingolstadt) konnten ihre Spiele in den Bundesligen gewinnen und sammelten damit wichtige Punkte. Die A-Jugend erzielte den entscheidenden Treffer erst kurz vor Schluss.

News aus der 3.Liga

Der 27.Spieltag

Die ersten drei Teams haben am Wochenende allesamt Punkte liegen gelassen. Regensburg (0:0 gegen Aue), Ulm (ebenfalls torlos gegen Ingolstadt) sowie Dresden (2:2 gegen Essen) punkteten am 27.Spieltag jeweils nur einfach. Ärgste Verfolger des Spitzentrios sind die nicht aufstiegsberechtigte Zweitvertretung von Borussia Dortmund, Preußen Münster sowie Rot-Weiss Essen. Im Tabellenkeller musste Waldhof Mannheim gestern eine ganz bittere Niederlage gegen den SC Freiburg II hinnehmen. Halle hingegen jubelte über wichtige Punkte beim Heimsieg gegen den VfB Lübeck.

Die Löwen belegen nach dem Sieg in Verl Rang 12 und haben nun bereits 14 Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

Video- & Fotogalerie zu SC Verl – TSV 1860 München

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Sc Verl Tsv 1860 Fotogalerie Titelbild

Er hat es schon wieder getan: Wie schon im Grünwalder Stadion gegen Halle sorgte Julian Guttau auch in Ostwestfalen für das goldene Tor und bescherte den Löwen drei Punkte. Wir präsentieren Euch in unserer Video- und Fotogalerie die schönsten Impressionen des Auswärtssieges des TSV 1860 beim SC Verl. Was für eine rundum gelungene Auswärtsfahrt!

Videos aus der Sportclub Arena

Nachfolgend zwei Videos vom 1:0-Erfolg der Giannikis-Elf beim SC Verl. Noch mehr Bewegtbilder rund um die Löwen findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu SC Verl – TSV 1860 München

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Nach Sieg in Verl: TSV 1860 mit bester Defensive der 3.Liga

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SC Verl TSV 1860 München 20240224 (145)

Beim Auswärtssieg gegen den SC Verl am gestrigen Samstag blieb der TSV 1860 München zum zehnten Mal ohne Gegentreffer. Die Folge: mittlerweile stellen die Löwen die beste Defensive der 3.Liga.

Defensive des TSV 1860 als Prunkstück und Punktegarant

Acht Spiele, 18 Punkte und 13:4 Tore – so liest sich die sensationelle Bilanz seit dem Einstieg von Argirios Giannikis an der Grünwalder Straße. Die Löwen sind unter dem neuen Trainer weiterhin ungeschlagen und gewannen die letzten vier Spiele allesamt. Das Abstiegsgespenst wurde damit aus Giesing vorerst erfolgreich vertrieben, die Konkurrenten in der bedrohten Zone deutlich distanziert. Manch einer träumt dank dem aktuellen Lauf sogar schon von neuen Zielen und erhofft sich insgeheim noch eine Chance auf Platz 4, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigen würde. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die nächsten Aufgaben nicht unbedingt leichter werden dürften. Mit Ulm (3.), Dresden (2.) und Münster (5.) warten gleich drei Top-Teams in Folge auf den TSV 1860 München. Die Partien dürften zeigen, auf was sich die Löwenfans in dieser Saison noch freuen dürfen – oder eben auch nicht.

Ein schöner Zwischenstand bezogen auf die Löwen offenbart sich bei einem genauen Studium der aktuellen Tabelle der 3.Liga. 27 Treffer kassierte die Defensive um Marco Hiller, Jesper Verlaat und Co. in bisher ebenso viel absolvierten Spielen. Damit stellt der TSV 1860 München zurzeit die beste Abwehr der Liga. Unter Giannikis blieb das Team bereits vier Mal ohne Gegentreffer, zuletzt gestern in Verl. Die guten Leistungen in der Defensive sind mit ein Grund, wieso es derzeit beim TSV 1860 so gut läuft. Mit Max Reinthaler konnte die Viererkette noch einmal verstärkt werden, der ehemalige Wiesbadener ist aus der ersten Elf kaum noch wegzudenken. Aber auch Kapitän Jesper Verlaat, mit dem die Verantwortlichen unbedingt verlängern wollen, zeigt konstant gute Leistungen. Die gute Arbeit der Viererkette ist mit ein Grund dafür, dass Marco Hiller gestern zum bereits achten Mal im 17.Einsatz die weiße Weste behielt.

Bereits unter Maurizio Jacobacci kassierte der TSV 1860 vergleichsweise wenig Gegentore. Da unter Giannikis die Offensive deutlich an Schwung zugelegt hat und sich das Ganze auch in Treffern widerspiegelt, machen die Löwen in der 3.Liga weiter Boden gut und kletterten durch den Sieg in Verl auf Rang 12.

Berater des “Bündnis Zukunft 1860” beleidigt sechzger.de-Redakteur

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Bündnis Zukunft 1860 Logo Symbolbild

Ein Berater des “Bündnis Zukunft 1860”, Joachim Seufert, hat sechzger.de-Redakteur Thomas Meiler auf Facebook wüst beleidigt. Thomas Meiler geht im Folgenden darauf ein.

Das Bündnis Zukunft 1860

Das Bündnis Zukunft 1860 gibt sich offen für alle Strömungen und Meinungen. Ziel soll sein, 1860 nach vorne zu bringen. Das Miteinander wird großgeschrieben – zumindest, wenn man sich in der Öffentlichkeit und auch in den sozialen Medien austauscht. Martin Gräfer kann das sehr gut. Er gibt gerne in eloquenten Worten den Stand der Dinge auf seinem Facebook-Profil wieder. Er versucht meist auf Posts oder Fragen zu antworten – auch wenn der Inhalt dann allzu oft in PR-Sprech untergeht. Ich habe auf den letzten Post auch ein Statement hinterlassen, das Gräfer in gewohnter Manier umgangen oder aus seiner Sicht beantwortet hat. Das kann und darf er. Aber was dann kam, ist ein besonderer PR-Coup des Bündnisses. Es war einmal die schöne heile Bündniswelt und ein “Oberarschloch”.

Schöne Grüße aus Lautern

Ich habe meine Zweifel daran geäußert, dass sich Herr Gräfer von den “anderen Blogs” – ich denke er meint sechzger.de und das Löwenmagazin – mit einer Kampagne gegen ihn und das Bündnis ausgesetzt fühlt. Er hat mir dann seine Sicht der Dinge mehr oder weniger näher gebracht und da ich keine weitere Diskussion wollte, habe ich mich höflich verabschiedet. So weit, so gut. Es schaltete sich dann der interne oder externe Experte des Bündnisses, Joachim Seufert, in die Diskussion ein. Genau der Seufert, der vor kurzem die Erfolgsformel für das zukünftige Sechzig vom Stapel gelassen hat: “Ohne den aktuellen VR – ohne die Ultras – und mit einem neuen Stadion“. Er meinte, ich solle Anfeindungen und Beleidigungen gegen das Bündnis unterlassen und hat mir Grüße aus Lautern zukommen lassen.

Seufert beleidigt sechzger.de-Redakteur

Meine Antwort darauf war eher salopp: “Joachim Seufert Ich habe keinerlei Anfeindungen oder gar Beleidigungen geschrieben. Grüße aus Schweden in die Pfalz (Scheiß FCK – persönliche Abneigung).” Eine Antwort auf den Post habe ich nicht bekommen. Dafür im Messenger: 

Screenshot Thomas Meiler

Ein schönes Miteinander im Rudel, oder? Herr Gräfer und Co. haben sich – zumindest öffentlich – von dem sogenannten Experten und seinen Aussagen distanziert. Allerdings mischt sich Seufert immer munter in die Diskussionen ein. Kurz nach seinem verbalen Meisterstück im Messenger blockierte er mich auf Facebook. Das ist mir eigentlich ziemlich egal. Interessant finde ich aber den Umgangston, den man kritischen Stimmen zukommen lässt. Darum bleibt meine starke Skepsis gegenüber dem Bündnis und seinen Zielen. Wird sich das Bündnis vom mutmaßlichen Straftäter Seufert noch deutlicher distanzieren?

Giesinger Gedanken: Verlieben und schon wieder nicht verloren

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Mannschaft des TSV 1860 München feiert mit den Fans nach Auswärtssieg beim SC Verl

Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n” singt Wolfgang Petry in einem seiner Lieder. Auswärtsspiele im Westen Deutschlands verbinde ich meist mit einem Besuch bei einem guten Freund. Fester Bestandteil der gemeinsamen Anreise sind Lieder von eben jenem Sänger. Ein Wort, das der Kultsänger in den Mund nimmt, kennen die Löwenfans quasi nicht mehr. Denn der TSV 1860 München bleibt auch gegen den SC Verl ungeschlagen und holt sogar die nächsten drei Punkte.

Verlieben: Siege mit den Löwen und die Theke

Nach Schlusspfiff konnten es viele kaum glauben, was sie da gerade gesehen hatten. Der TSV 1860 München blieb auch im achten Spiel unter Argirios Giannikis ungeschlagen und holte gegen den SC Verl einen glücklichen Auswärtssieg. Glauben konnten es vor allem auch nicht die Gastgeber, die trotz zahlreicher Chancen keinen Treffer erzielen konnten. Die Löwen ziehen damit vorbei und belegen nun Rang 12. Das alleine ist schon Grund genug zum Verlieben. Wie sagte es mein Kumpel nach dem Abpfiff so schön: “Man wird sich erst wieder so richtig bewusst, dass man zum Fußball fährt, um seine Mannschaft siegen zu sehen.” Die leidgeprüften Anhänger des TSV 1860 kommen wahrlich nicht immer in diesen Genuss. Doch aktuell gibt es hier keinen Grund sich zu beschweren. Vielmehr sollte man den Moment genießen.

Genossen haben meine Kollegen und ich auch den Nachmittag in Verl. Ich war akkreditiert und durfte das ein oder andere Foto für unser Projekt aufnehmen. Einige Kollegen hatten sich hingegen mit Karten an der Theke im Gästeblock eingedeckt und feierten den Auswärtssieg feucht-fröhlich. Zum Verlieben diese Idee des SC Verl mit der Theke!

Verloren: zum achten Mal in Folge nicht!

Duisburg, Lübeck, Sandhausen, Aue, Essen, Ingolstadt, Halle und nun Verl – die Mannschaft hat mit Trainer Argirios Giannikis noch kein einziges Spiel verloren. Gestern war nicht unbedingt alles Gold, was glänzt – die Laune des Deutsch-Griechen auf der Pressekonferenz ließ das andeuten – doch das ist mir persönlich gerade relativ egal. Sicher wird Giannikis die 90 Minuten ordentlich aufarbeiten und Verbesserungsmöglichkeiten ansprechen. Doch wer hätte gestern bitte nach der ersten Halbzeit gedacht, dass der TSV 1860 in Verl einen Auswärtssieg holt? Wer hätte gedacht, dass wir acht Spiele ohne Niederlage bleiben? Was ist das gerade für eine schöne Momentaufnahme nach den langen, anstrengenden und schwierigen Zeiten…

Vergessen: der Streit und all die Diskussionen

Für ein paar Stunden kann man da einfach glückselig abschalten. Vergessen sind die Diskussionen und der Streit zwischen den Löwenfans. Sei es um das Thema Sechzgerstadion, Hasan Ismaik oder ganz neu das Bündnis Zukunft. Eine Zeit lang kann man sich einfach mal freuen, dass die Löwen drei Punkte in der 3.Liga geholt haben. Der Sport überdeckt dann doch einmal kurz, was ansonsten abseits des Platzes alles los ist bei Sechzig München. Ich muss sagen, dass das wirklich auch gut tut – alle Löwenfans sind sich in einem Punkt einig. Das ist kaum zu glauben. Der Auswärtssieg tut einfach gut!

Verzeih’n: die Leistungen der Hinrunde

Bei solchen Auftritten aktuell mit Siegen und Unentschieden sowie vor allem keinen Niederlagen kann man dem Team die schwachen Leistungen aus der Hinrunde doch ein stückweit verzeih’n. Sicher ist auch die Frage “Was wäre wenn?” erlaubt, doch bringt sie leider keinen Mehrwert in der momentanen Situation. Es gilt den Abstieg zu verhindern und das gelang in den letzten Spielen mehr als ordentlich. Stattdessen träumt der ein oder andere Löwenfan schon von der möglichen DFB-Pokal Qualifikation.

Doch wie Wolfang Petry es so schön sagt: “Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n” – diese Emotionen liegen manchmal einfach sehr nah beieinander. Lasst uns also den Moment genießen, Löwen. Es kann jederzeit wieder anders laufen.

Bundesliga: TSV 1860 U19 & U17 holen jeweils drei Punkte

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Ott Raphael TSV 1860 U19 Giesing

Nicht nur für die Profis gab es in Verl Grund zum Jubeln, auch die A- und B-Junioren konnten in der Bundesliga Siege einfahren. Während sich die U19 überraschend in Ingolstadt durchsetzen konnte, holte die U17 zuhause gegen Kaiserslautern drei Punkte.

TSV 1860 U17 besiegt 1. FC Kaiserslautern

Am vergangenen Wochenende setzte es in Stuttgart noch eine 2:6-Klatsche, diesmal gab es jedoch einen Sieg für die Elf von Felix Hirschnagl. Nach torloser erster Hälfte brachte Efe Karakoc die Junglöwen in der 54. Minute in Führung, doch nur vier Zeigerumdrehungen später sorgte Marvin Yüsün für den Ausleich der Pfälzer.

Erneut war es Karakoc, der den TSV 1860 in der 71. Minute jubeln ließ, ehe Mustafa Tekin tief in der Nachspielzeit gegen mittlerweile dezimierte Gäste mit dem 3:1 den Deckel draufmachte.

Durch den Heimsieg zog die U17 der Löwen am 1. Kaiserslautern vorbei und rangiert nun auf Platz 11 der Bundesliga-Tabelle.

U19 holt drei Punkte in Ingolstadt

Einen etwas überraschenden Auswärtssieg feierte das Team von Jonas Schittenhelm bei den Schanzern. Gegen den bisherigen Tabellenzweiten aus Ingolstadt waren die Löwen als Außenseiter in die Partie gegangen und sahen sich zu Beginn auch guten Möglichkeiten der Gastgeber ausgesetzt. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite, als Ott seinen Sturmkollegen Christian Leone in Szene setzte und dieser zum 0:1 einnetzte (28.).

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel glich Baran Berk für die Jungschanzer aus, die drei Punkte nahm jedoch die U19 aus Giesing mit. Fuchs und Garza bedienten Raphael Ott (siehe Titelbild) und der setzte in der 89. Minute aus 14 Metern den Lucky Punch zum 2:1-Auswärtssieg der Löwen.

Mit diesem Auswärtsdreier zog Sechzig in der Tabelle übrigens am FC Bayern vorbei und belegt derzeit Rang 7.

Bild: Sampics (Stefan Matzke)