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sechzger.de wünscht frohe Weihnachten!

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Tsv 1860 Frohe Weihnachten

Nachdem die Szene dem Christkind bereits am Mittwoch in Mannheim ihren Wunschzettel präsentiert hat, sind wir nun an der Reihe und wünschen Euch und natürlich auch allen anderen Löwinnen und Löwen frohe Weihnachten!

sechzger.de wünscht frohe Weihnachten!

Es war sicherlich kein leichtes Jahr für den TSV 1860 und auch als Fan gab es schon unbeschwertere und fröhlichere Zeiten. Dennoch gilt natürlich auch weiterhin “einmal Löwe, immer Löwe”. Huift ja nix!

Lasst es Euch heute gut gehen, genießt den Tag im Kreise Eurer Liebsten und man sieht sich im Januar wieder in der Heimat der Löwen, dem Grünwalder Stadion.

Giesinger Gedanken zum Weihnachstfest: Mein Wunschzettel

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Giesinger Wunschzettel in Mannheim

Hinter den Löwenfans liegt ein Jahr zum Vergessen mit dem TSV 1860 München. Aber was soll man auch von einem Jahr erwarten, das mit einer Niederlage gegen Waldhof beginnt und mit einer ebensolchen endet. Damit aber nicht mehr gar so viel Mist dazwischen passiert, habe ich einen Wunschzettel für 2024.

Das Jahr gerät sofort auf die schiefe Bahn

Es kommt einem vor, als wäre es ewig her. Aber vor einem Jahr war Michael Köllner noch Löwentrainer und der Löwenkosmos diskutierte, ob der Aufstieg noch zu schaffen sei oder nicht. Köllner hielt das nur mit der Verpflichtung von Raphael Holzhauser für möglich und beschrieb ihn derart positiv, dass man dachte, er könne nicht nur den Aufstieg im Alleingang bewerkstelligen, sondern auch zu Fuß über Wasser gehen und selbiges in Wein verwandeln. Vier Monate später war klar, dass man Holzhauser lediglich für einen Doppelbeinschub in seinem ersten Spiel (die erste Niederlage bei Waldhof) und den Konsum von Schnaps in der Kabine in Erinnerung behalten wird. Da war Michael Köllner selbst schon weiß-blaue Geschichte, denn nach einer Heimniederlage gegen Dynamo Dresden wurde er gefeuert. Es bleibt die Erinnerung an zwei tolle Jahre mit Köllner und zwei weniger tolle, in denen der Coach zusehends die Bodenhaftung verlor. Den Start in die Aufholjagd hatte man sich in Giesing anders vorgestellt.

Entwürdigende Trainersuche

Was folgte war aber keinesfalls Besserung. Ganz im Gegenteil. Günther Gorenzel übernahm das Team und legte eine Serie von vier sieglosen Spielen hin. Das 2:2 in Oldenburg, bei dem die Löwen zwei Gegentore in der Nachspielzeit kassierten war wohl der endgültige Kipppunkt in der letzten Saison. Danach ging nix mehr. Nach Gorenzel übernahm der bis dato weitestgehend unbekannte Maurizio Jacobacci. Vorangegangen war eine für Löwenfans entwürdigende Trainersuche mit öffentlich kursierender Kandidatenliste, genauso öffentlicher Einmischung aus Abu Dhabi und massiver Beschuss von Günther Gorenzel durch die HAM-Seite. Ich habe Gorenzel immer für sein dickes Fell bewundert, aber das war selbst ihm zu viel und er suchte das Weite. Was da für eine Lücke entstanden (und bis heute nicht geschlossen) ist, wurde erst im Verlauf der Zeit klar. Rückblickend muss ich sagen, dass Günther Gorenzel als Geschäftsführer Sport unter den gegebenen Voraussetzungen an der Grünwalder Straße richtig gute Arbeit geleistet hat. Gorenzels Abgang ist sicherlich der schmerzvollste.

HAM verhindert Horst Heldt

In der Restsaison 22/23 trat immer mehr zu Tage, dass Michael Köllner der Kitt war, der das toxische Konstrukt namens 1860 zusammenhielt. Auf ihn und den anfänglichen sportlichen Erfolg konnten sich irgendwie Alle einigen. Als Köllner Geschichte war, brachen die Konflikte zwischen den Gesellschaftern brachial hervor. Gefühlt wurde um jedes Thema gestritten. Für Außenstehende ließ sich der Eindruck nicht vermeiden, dass beide Seiten oft nur um des Streitens willens stritten. Größer Streitpunkt von zahllosen Streitpunkten ist bis heute die Nachfolge von Günther Gorenzel. Präsident Reisinger hätte gerne Horst Heldt verpflichtet. Ein Mann mit Kaliber, der eigentlich 1-2 Ligen höher arbeitet. Da HAM Heldts Einstellung formal nicht verhindern konnte, zogen sie die Geldkarte. In einem Gespräch mit dem Che Guevara von Karlsfeld mit den zwei Dienstwagen wurde Heldt eröffnet, dass man im Falle seiner Anstellung kein Geld mehr bereit stellen würde. Wenig überraschend zog Heldt sich zurück und als Löwenfan blieb einem nichts anders übrig als sich furchtbar zu schämen für das ganze Prozedere.

Einmaliges Konstrukt im deutschen Profifußball: die Transferkommission

Sportlich hatte die ausklingende Saison 22/23 keine Höhepunkte mehr parat. Man fragte sich allerdings, welches System Neu-Trainer Jacobacci da spielen lassen wollte. Viele wurden aus den Aufstellungen des Trainers nicht wirklich schlau. Er selbst verwies immer darauf, dass er Zeit brauche, um die Mannschaft neu aufzubauen. Daher erfolgte in der Sommerpause ein ziemlicher Schnitt im Kader. Außerdem verließ Leandro Morgalla für über 2 Mio. € 1860 in Richtung Dosenclub aus Salzburg. Wegen der vakanten sportlichen Leitung entscheid sich die KGaA für zu einem im deutschen Profifußball einmaligen Experiment. Man ging ohne sportlichen Leiter in die Transferphase und setzte stattdessen ein vermeintliches Expertengremium ein. NLZ-Leiter Manfred Paula wurde immer als Mitglied genannt, bestritt aber selbst, Teil des Gremiums gewesen zu sein. Sehr nebulös Alles, auch weil sich bis heute Gerüchte halten, dass es externe Unterstützung für das Gremium gegeben haben soll.

Die Offensive: Von Anfang an Problem unter Jacobacci

Dass die Transferkommission eher suboptimale Ergebnisse vorweisen kann, lässt sich heute problemlos an der Tabelle ablesen. Sehr ärgerlich ist, dass die schönen Millionen aus dem Morgalla-Transfer zu einem großen Teil für Spieler ausgegeben wurden, die 1860 offensichtlich nicht weiter bringen. Warum man da nicht auf junge eigene Spieler gesetzt hat, wird Geheimnis der Transferkommission bleiben. Bereits in der Vorbereitung gegen unterklassige Gegner zeigte sich, dass die Löwen Probleme mit dem Toreschießen haben. Selbst gegen unterklassige Gegner wie den TSV Wasserburg wollte 1860 kein Treffer gelingen, lediglich ein Treffer gegen höherklassige Testspielgegner (Gladbach) stand zu Buche. Da half auch aller “Fokus, Fokus, Fokus” nichts.

 

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Immerhin bleiben Giovanni Jemmas Motivationsversuche als eine der wenigen Erheiterungen des Löwenjahres 2023 in Erinnerung.

Nachdem Jacobacci Fynn Lakenmacher öffentlich als ungenügenden Stürmer abkanzelte, suchten die Löwen verzweifelt nach einem Knipser. Letztendlich wurde Joel Zwarts verpflichtet, der nicht schlecht begann, aber bis heute nicht vollends überzeugen konnte und seit Oktober an einer mysteriösen Verletzung leidet. Wie schwer sich die Löwen  mit dem Toreschießen tun, konnte man in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause eindrucksvoll beobachten. In Bielefeld und Mannheim ließ Sechzig reihenweise beste Chancen aus und verlor zwei Spiele, die man mit etwas mehr Effektivität vor dem Tor nie hätte verlieren müssen.

In prekärer sportlicher Lage in die Winterpause

Sportlicher Erfolg oder sehenswerter Fußball wollten sich unter Jacobacci also nicht einstellen. Anstatt seine eigenen Entscheidungen zu hinterfragen, reagierte Jacobacci auf Niederlagen zunehmend dünnhätiger und wurde nach der 3:0 Niederlage bei Dortmund II freigestellt. Besonders ärgerlich war das Ausscheiden im Toto-Pokal in Pipinsried, bei dem Jacobacci eine B-Elf auflaufen ließ und somit die Qualifikation für den DFB-Pokal leichtfertig verspielte. Wahrscheinlich hätte man bereits dort die Reißleine ziehen müssen. Summa summarum steht die Mannschaft aktuell zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz und macht einen stark verunsicherten Eindruck. Die aktuelle Situation hat Potential für eine anhaltende Negativspirale, an deren Ende sogar der Abstieg aus Liga drei stehen könnte.

Sportliche Leitung dringend benötigt

Die ganze Löwenfamilie hat wohl unisono einen Sportlichen Leiter auf dem Wunschzettel, der unmittelbar mit der Arbeit beginnt. Für den Trainingsstart am 02.01. ist ein geeigneter Trainer zu verpflichten, eventuell kann auf dem Transfermarkt nochmal nachegelegt werden (Geld ist angeblich vorhanden). Aber nach den negativen Erfahrungen mit der Transferkommission und der Einmischung der Gesellschafter, muss jetzt unbedingt eine Person her, die alleine verantwortlich ist und ohne ewige Freigabeprozesse schnell agieren kann.

HAM stellt sich zum Schaden von 1860 wieder quer

Am Freitag hätte diese Personalie im Beirat der KGaA nach fast sechs Monaten endlich entschieden werden können. Aber die Vertreter der HAM fehlten unentschuldigt bzw. wegen “Unwohlsein”. Unverblümter kann man den Menschen, denen etwas an 1860 gelegen ist, nicht den ausgestreckten Mittelfinger mitten ins Gesicht halten. Damit wird mal wieder unwiderlegbar klar, dass es HAM nur daum geht, 1860 zu schaden. Oder wie ist dieses Verhalten sonst erklärbar? Sehr bemerkenswert ist auch die mediale Begleitung des Chaos bei 1860, das angeblich durch Präsident Resiniger verursacht wurde. T-online, ein Medium, das etwa zwei Artikel pro Woche über 1860 veröffentlicht, war sich nicht zu schade, seinen Seitenstraßen-Reporter über “eskalierenden Trainerzoff” bei Sechzig berichten zu lassen. Bis heute wartet man auf eine Silbe zum wahren Verursacher des Chaos. Nämlich der HAM-Seite, die die wichtige Sitzung einfach platzen ließ und damit für das Chaos verantwortlich ist. Selbiges gilt für den kicker und Georg Holzner. Es drängt sich die Frage auf, ob es diesen Medien um eine Kampagne gegen Reisinger oder sachliche Berichterstattung über 1860 geht.

Mein Wunschzettel für 1860

In meinen letzten Giesinger Gedanken hatte ich noch gefragt, welchen Brandherd rund um 1860 man als ersten löschen muss. Nach den Ereignissen von Freitag kann ich unserem Leser Siggi nur zustimmen. Ich erlaube mir hier, seinen Kommentar kurz zu zitieren: “Das ist für mich sonnenklar. HAM muss weg.” Ehrlichgesagt, hatte ich mir diesen Gedankengang verboten, weil ich nur machbare Lösungen miteinbeziehen wollte. Aber der Freitag hat bewiesen, dass es “sonnenklar” ist, dass wir mit HAM auf keinen grünen Zweig mehr kommen werden. Wer sich in sportlich prekärer Lage einer Nachfolgelösung für einen sportlichen Leiter (auf welcher Hierachieebene auch immer) entzieht, dem geht es nicht um 1860 sondern um eigene Vorteile. Welche auch immer das sein mögen. Und er nimmt dafür sogar den sportlichen Super-GAU in Kauf. Daher steht auf meinem Wunschzettel für 1860 nur eine Sache: HAM muss weg.

Alles andere sind nachgelagerte Probleme.

Ich wünsche Euch trotz des ganzen Hick-Hacks bei Sechzig ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!

Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Christian Jung

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Wie jedes Jahr präsentieren wir Euch auch heuer wieder die Bilanzen der Mitglieder der sechzger.de-Redaktion zum zurückliegenden Kalenderjahr. Ganz individuell und manchmal durchaus subjektiv und persönlich. Den Anfang macht Christian Jung mit seinem Rückblick auf das Jahr 2023.

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

Auch heuer wieder: Gar nicht so einfach. Diesmal allerdings nicht etwa, weil sich so viele Highlights aufdrängen würden. Nein, leider überwogen in 2023 ja zumeist die Enttäuschungen. Ich entscheide mich aber für den 3:2-Sieg in Saarbrücken am 11. November. Ein ganz starker Auswärtssupport mit einer schönen Choreo von „Münchens Jugend“. Auf dem Feld phänomenale erste zwanzig Minuten, eine 2:0-Führung, … Und obwohl die Gastgeber nach dem Ausgleich selbst drauf und dran waren, die Partie für sich zu entscheiden, bescherte uns Niklas Lang sieben Minuten vor Schluss den Dreier. Das ist der Stoff aus dem Auswärtsträume sind! Dass der Siegtreffer bis heute das letzte Löwentor in einem Pflichtspiel darstellt, ist dann wieder der Kategorie Anti-Highlights zu zuordnen.

Gegen Mannheim fast wie gegen Neunkirchen

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das erste Heimspiel der laufenden Saison gegen Waldhof Mannheim. Wir kehrten mit ein paar Leuten nach sechs Jahren in Block L auf der Stehhalle in die Westkurve zurück und es regnete in Strömen. Also wollte Petrus uns mal ganz deutlich vor Augen führen, dass die Zeiten des Stadionkomforts mit einem Dach über dem Kopf der Vergangenheit angehören. Das fühlte sich ein bisschen an, wie z.B. 1991 beim Aufstieg gegen Neunkirchen. Um mal ganz oben ins Regal zu greifen. Immerhin konnten die Löwen auch diesmal gewinnen.

Nass – und im Gästeblock auch ein wenig neblig – war’s am 5. August beim ersten Heimspiel der neuen Saison

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Ich nenne mal die beiden Sommer-Neuzugänge Morris Schröter und Manni Starke. Das hat natürlich damit zu tun, dass ich die Gelegenheit hatte, beide im Rahmen einer Fanclub-Weihnachtsfeier persönlich kennen zu lernen. Starke hat eine überaus interessante Biographie und ist ein total reflektierter Typ. Schröter ist ebenfalls sehr sympathisch und gerade heraus – und er hat meinen jüngsten Sohn und mich z.B. beim Heimspiel gegen Aue echt verzaubert, als er da auf der rechten Außenbahn direkt vor Block J der Westkurve diverse Gegenspieler vernaschte.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Mein Tor des Jahres hat Albion Vrenezi im Heimspiel gegen Dresden Ende Januar erzielt. Kurz hinter der Mittellinie kam er an den Ball, spurtete mit dem Leder am Fuß in Richtung Gästetor und schoss die Kugel von der Strafraumgrenze aus ganz knapp neben den linken Pfosten des Dynamo-Kastens. Sowas dürfte er ruhig öfter zeigen.

Ermüdende Streitereien

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Diese Antwort dürfte bei vielen Löwenfans ähnlich ausfallen: Der ewige – inzwischen wieder öffentlich ausgetragene – Streit zwischen den beiden Gesellschaftern der KGaA. Selbst wenn man sich einer der beiden Seiten zuordnet, ermüdet und nervt dieser Konflikt als Ganzes einfach nur noch.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Wir bzw. die Protagonisten auf dem Rasen sollten schleunigst und zwar direkt am 20. Januar gegen Duisburg beginnen, das Tor wieder zu treffen.
Den alljährlich hier vorgetragenen Wunsch nach respektvolle(re)m Umgang aller Löwen untereinander, egal welchem vereinspolitischen Lager man sich zuordnet, wiederhole ich hier auch gerne wie ein Mantra…

Abstiegskampf bis zum Schluss?

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Ich bin leider aktuell sehr skeptisch, was dieses Thema angeht. Ich fürchte, dass wir bis zum Saisonende im Abstiegskampf stecken werden und hoffe einfach, dass wir nach dem Abpfiff des letzten Spiels gegen Bielefeld am 18. Mai mindestens Platz 16 erreicht haben. Mehr ist heuer einfach nicht drin.

Groundhopping Frankreich: Zu Gast bei Red Star

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Nachdem uns in der Vergangenheit meist unser Leser Stefan von seinen Fußballreisen in mehr oder weniger Destinationen berichtet hatte, bekamen wir kürzlich Post von Holger, der ebenfalls unterwegs war und einiges zu erzählen hat. Viel Spaß mit Groundhopping Frankreich bei Red Star.

Groundhopping Frankreich

Vereinsmotto „Notre coeur – notre force“ = „Unser Herz – unsere Stärke“ – Ein in so einigen Aspekten ähnlich wie unser TSV tickender, sehr emotionaler Verein!

Auf sechzger.de wurde ja schon mal darauf hingewiesen, dass es in Paris mehr gibt als das schnöselige PSG und wir dort sogar schon mal ein Turnier gewonnen haben!

Was den Besuch und Support von Red Star aber wirklich lohnenswert macht, ist sein Stadion (mit Umgebung) und seine sehr geile Ultra-Kultur. Das erste Mal dort war ich vor fünf Jahren. Damals mitgenommen von einem Freund und angezogen von einem alten, heruntergekommenen Stadion mitten im alles andere als schicken Arbeiterviertel St. Ouen – knapp außerhalb der offiziellen Stadtgrenze.

Gefühlt 100% Migrationshintergrund

Zum Stadion läuft man durch ein Viertel mit gefühlt 100% Migrationshintergrund, dazu überall kleine Geschäfte und Stände mit vermutlich jeder Menge gefälschter Markenprodukte, und alle paar Meter strecken mir Hände Zigaretten, Handys, Parfüm oder geröstete Erdnüsse zum Kauf entgegen.

Im Stadion kann man Bier oder belegtes Baguette kaufen, dann geht es auf die alte, rostige Tribüne direkt am Spielfeld. Nix mit VIP-Logen o.ä.; rechts grenzt direkt ein Wohnblock ans Stadion, gegenüber auf einem kleinen Eck der größtenteils gesperrten Steintribüne die Gästefans.

Red Star, wie man vielleicht aufgrund des Namens erahnen kann, hat traditionell eher links eingestellte Fans und da an diesem Tag Red Star Grenoble zu Gast ist – quasi ein Bruderverein – stehen sich Heim- und Gästefans friedlich gegenüber und es wird ein sehr stimmungsvoller Nachmittag mit tollem Support. Ich schwor mir, wiederzukommen!

Ein ungeliebter Investor bei Red Star

Dann war ein paar Jahre Corona oder es klappte terminlich nicht. Inzwischen hatte die allseits unbeliebte Heuschrecke 777Partners (Ihr kennt sie als „Investor“ u.a. bei der Hertha) Red Star gekauft – selbstverständlich gegen den massiven aber letztlich erfolglosen Protest der Ultras. Meinem Freund und mir schwante Übles.

Nun hatte ich das Glück, ihn am ersten Dezember-Wochenende zu besuchen, denn genau an diesem Samstag würde das letzte Spiel vor der schönen alten rostigen Tribüne stattfinden. Wie befürchtet war 777Partners auf dem Weg, Red Star zu einem “profitablen Investment” zu machen. Das Stadion würde nach und nach komplett neu gebaut werden.

Gelungener Umbau des Stadions?

Dazu ein kleiner Exkurs: Wie beschrieben, ist gewiss der große Teil der Anhänger überaus kritisch gegenüber 777Partners eingestellt. Sie befürchten, dass der Club seine (kommerzkritische) Seele verliert und in einem schicken Stadion zum Abklatsch von PSG wird (auch hier hat der Löwen-Fan sein Déjà-vu!). Nach dem, was ich bisher sehe, bin ich nicht ganz so pessimistisch, wobei ich natürlich nur einen sehr oberflächlichen Einblick von außen habe. Doch jedenfalls das Stadion scheint nach dem Um-/Neubau ein immer noch sehr cooler Ground zu werden – zumindest nach allem, was jetzt schon und auf den Projektionen zu sehen ist.

Drei steile Tribünen rechteckig und sehr nahe am Spielfeld, ohne Zäune, und nur auf der rechten Seite ist ein kleiner VIP-Bereich angebaut, der jedoch weiter von dem Wohnblock überragt wird. Für meinen Eindruck scheint 777Partners durchaus sensibel mit der Kultur des Stadions mitten im Stadtteil umzugehen. Ich bin gespannt auf die Atmosphäre nach der Fertigstellung. Vielleicht wird es ja mal ein positives Beispiel dafür, wie ein Investor ein Stadion profitabel umbauen kann, ohne dass dieses seine Seele verliert. Letztlich etwas, was wir uns ja auch alle irgendwann für unser geliebtes 60er-Stadion wünschen…

Schwierige Kartensituation

Zurück zum Spiel: Das nur behutsam verstärkte Team liegt dank eines bisher sehr erfolgreichen Trainers (den Olympique Lyon erfolglos versuchte abzuwerben) souverän an der Tabellenspitze der Ligue 3. Aufgrund des Umbaus und des letzten Spiels auf der legendären Tribüne war es extrem schwer an Karten zu kommen, deshalb mischten wir uns bereits 1,5 h vor Spielbeginn unter die Fans rund ums Stadion, wo mit jeder Menge Bier angestoßen wurde und uns trotz Polizeipräsenz hier und da verdächtig würzige Duftwölckchen in die Nase stiegen.

Doch mit etwas Glück (und einer Stunde Leute belabern, bis uns Nicolas kurz vor Spielbeginn eine zweite Karte abtreten konnte) kamen wir beide rein. Schaut euch die Fotos und hört euch den Support auf den Filmchen an – ich denke da kann ich mir jegliche Beschreibung mit Worten sparen.

Souveräner Heimsieg bei super Stimmung

Es war ein total geiles Erlebnis: Großartige Pyro, durchgehend lauter Support, perfekter Blick nahe am Spielfeld, ein gutes Spiel, drei Tore (Red Star gewann souverän 3:0), ein ausgiebiges Feiern von Spielern und Fans nach Spielende… Ich habe jede Minute genossen – trotz Saukälte. Einzig die Gästefans taten mir ein wenig leid – die waren in einer Art Käfig zwischen Baustelle und Spielfeldecke mit sicherlich ganz schlechter Sicht eingesperrt. Na ja, wird vermutlich besser, wenns mal fertig ist.

Mit Nicolas hatten wir uns mittlerweile bei ein paar Bier angefreundet. Er nahm uns mit in eine Fankneipe neben dem Stadion, wo wir mit den netten Fans bis spätnachts noch ordentlich becherten.

Wann immer es mich wieder nach Paris verschlagen sollte – als eines der ersten Dinge werde ich vorab den Spielplan von Red Star checken! Groundhopping in Frankreich sollte dieses Highlight nicht aussparen.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau

Straßer 9. in Madonna

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Heute Abend stand der letzte Weltcup-Slalom des Jahres an. Linus Straßer und Konsorten maßen sich in Madonna di Campiglio, wo Straßer letzte Saison auf’s Stockerl fahren konnte.

Straßer ausbaufähig im ersten Durchgang von Madonna

Der Skilöwe ging mit Startnummer 7 ins Rennen und legte eine etwas zu harte Fahrt in den sehr eisigen norditalienischen Schnee. Als Straßer die Zielline überquerte, leuchtete leider auch die 7 auf. Am Ende des ersten Durchgangs lag Straßer auf dem 14. Rang mit 97 Hundertstel Rückstand auf den Halbzeitführenden Clement Noel aus Frankreich. Auf einen erneuten Stockerlplatz fehlten Linus lediglich 0,6 Sekunden. Sehr erfreulich aus deutscher Sicht waren Platz 17 (+1,18 Sekunden) für Anton Tremmel und Platz 18 für Sebastian Holzmann (+1,36 Sekunden). Damit lagen drei deutsche Fahrer in Lauerstellung für den zweiten Durchgang.

Holzmann und Tremmel fallen zurück

Der zweite Durchgang war etwas drehender gesetzt als der erste und versprach auf Grund der engen Abstände nach dem ersten Lauf große Spannung. Wegen der absinkenden Temperaturen war die Piste noch eisiger als im ersten Durchgang. Holzmann ging als erster der deutschen Fahrer auf die Piste und zeigt eine etwas zu vorsichtige Fahrt und rutschte im Schlussklassement auf Rang 27 ab. Etwas besser machte Tremmel trotz eines Fehlers im unterem Teil. Am Ende langte es für Platz 21 für Mann aus Rottach-Egern.

Straßer holt im unteren Teil auf

Linus Straßer ging als zweiter Fahrer nach der Pistenpräparierung auf die Strecke. Der Skilöwe konnte diesen Vorteil nicht wirklich nutzen. Im oberen Teil agierte er zu unruhig und ließ wertvolle Hunderstel liegen. Im unteren Teil drückte er dann auf’s Gas und konnte einige Hundertstel wieder gut machen. Durch die Aufholjagd konnte Straßer in Madonna die Campiglio noch fünf Plätze gut machen und belegte am Ende den 9. Platz mit 0,64 Sekunden Rückstand.

Schwarz gewinnt

Den Klassiker von Madonna konnte der Österreicher Marco Schwarz für sich entscheiden und damit 100 ganz wichtige Punkte im Kampf um den Gesamt-Weltcup einstrich. Das Stockerl komplettierten Clement Noel (Frankreich) und Altmeister Dave Ryding (Großbritannien).

Die Klassiker stehen im Januar auf dem Programm

Damit ist das Slalomjahr 2023 beendet. Nach Weihnachten beginnt der antrengende “Klassiker-Monat” Januar für die Slalom-Fahrer. Es stehen unter Anderem die Klassiker in Wengen (14.01.), Kitzbühel (21.01.) und Schladming (24.01.) an.

 

Trainer- & Sportchefsuche: Robert Reisinger nimmt Stellung

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TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
TSV 1860 München e.V. MitgliederEhrungen Copyright by : sampics Photographie Bierbaumstrasse 6 81243 München TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de Bankverbindung : Hypovereinsbank München Konto : 1640175229 , BLZ 70020270 IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de

Die für heute Nachmittag angesetzte Beiratssitzung der TSV 1860 KGaA haben die Vertreter des Gesellschafters HAM Ltd. durch ihr Nichterscheinen in der Online-Konferenz platzen lassen, wie sechzger.de am frühen Nachmittag berichtete. Ein Vertreter entschuldigte sich wenige Minuten vor Beginn der Sitzung per Email wegen Unwohlsein, der andere blieb der Veranstaltung gleich ganz ohne Entschuldigung fern. So war das Gremium nicht beschlussfähig und konnte die drängende Frage, wer zukünftig als Sportchef die Geschicke des in der 3. Liga ins Straucheln gerateten Teams lenken und leiten soll, nicht klären.

Widerspricht sich Reisinger in der Kausa Werner?

Bereits am Vormittag hatten wir im Hinblick auf die zu diesem Zeitpunkt noch fest geplante und von vielen Löwenfans sicher hoffnungsvoll erwartete Beiratssitzung über das “Hauen und Stechen hinter den Kulissen” berichtet. Von – wieder einmal – geleakten Emails rund um die Besetzung der vakanten Schlüsselposition des sportlich Verantwortlichen hatten zuvor das Portal von t-online sowie der kicker berichtet. Dort wurde unter anderem aus einer Email von 1860-Präsident Robert Reisinger vom 24. September zitiert, in der er dem Kandidaten für die Position des Sportchefs Dr. Christian Werner die Eignung für die Aufgabe absprach. Nachdem Dr. Werner – nach Vorstellung der e.V.-Vertreter im Beirat – heute zum Sportgeschäftsführer bestellt werden sollte, wirft der kicker-Autor Georg Holzer in seinem Artikel Reisinger vor, sich selbst zu widersprechen. Auf Nachfrage von sechzger.de hat der Oberlöwe heute Nachmittag nun Stellung zu genau diesem Vorwurf bezogen:

Die Ansicht im Präsidium über die fachliche Eignung von Dr. Christian Werner als neuer Geschäftsführer Sport hat sich verändert. Nach persönlichen Gesprächen und einer beeindruckend intensiven und detaillierten Analyse der sportlichen Situation durch den Kandidaten sind wir zur Auffassung gelangt, dass die Qualifikation gegeben ist. Eine einmal getroffene Annahme zu revidieren, weil neue Erkenntnisse zur Beurteilung herangezogen wurden, ist kein Zeichen von Schwäche.

Trares oder Antwerpen als Trainerkandidaten?

Auch in der drängenden Frage, wer – nachdem Frank Schmöller sein Interimsengagement bei den Löwenprofis gestern wieder beendet hat – die Nachfolge des Anfang Dezember geschassten Maurizio Jacobacci antreten und die Mannschaft schnellstens von den bedrohlich nahe gekommenen Abstiegsplätzen entfernen soll, beschäftigt im Löwenumfeld Fans – und natürlich Medien. So hatte zum Beispiel die Abendzeitung berichtet, Robert Reisinger habe sich mit dem – als Feuerwehrmann berühmt berüchtigten – Ex-Kaiserslautern-Trainer Marco Antwerpen getroffen. Auf die AZ-Kritik an so einem Treffen “die Löwen wären nicht die Löwen, würde nicht ein anderer Funktionär ein anderes und vor allem ganz eigenes Süppchen kochen” (nachdem Finanzgeschäftsführer Marc Nicolai Pfeifer aktuell wohl den Ex-Löwen und 94er-Aufstiegsheld Bernhard Trares für die vakante Position präferiert), reagiert Robert Reisinger gegenüber unserem Portal ebenfalls eindeutig:

Die im Artikel der Abendzeitung erhobene Behauptung, ich hätte mich mit Marco Antwerpen (oder seinem Management) getroffen, ist von den Autoren frei erfunden. Vorschläge für einen geeigneten Trainer der Profimannschaft obliegen der Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Wir bewerten als Vereinsvertreter Vorschläge grundsätzlich unabhängig davon, wer sie gemacht hat.

Weihnachtsfrieden in Sicht?

Bleibt die Frage, wer ein Interesse – und vor allem welches – hat, den noch mindestens bis zur Mitgliederversammlung im Sommer 2025 amtierenden Präsidenten des TSV 1860 e.V. in ein bestimmtes Licht zu rücken. Immerhin: Übermorgen ist Heiligabend. Die besinnliche und ruhige Weihnachtszeit beginnt. Mal sehen, ob diese – zumindest für ein paar Tage – auch beim TSV 1860 Einzug hält.

1860 weiter ohne Sportchef – HAM lässt Beiratssitzung platzen

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Trainingsgelände TSV 1860 München Stein Winter 2

Die Vertreter der HAM Ltd haben heute eine wichtige Beiratssitzung platzen lassen, in welcher es um die Entscheidung über die Bestellung von Dr. Christian Werner zum neuen Sportchef des TSV 1860 hätte gehen sollen.

Richtungsweisende Beiratssitzung beim TSV 1860

Die heutige Beiratssitzung wäre richtungsweisend gewesen: Die Vertreter des TSV München von 1860 e.V. und der HAM Ltd. hätten heute zusammenkommen sollen, um über die Bestellung von Dr. Christian Werner zum Geschäftsführer Sport abzustimmen.

HAM lässt Sitzung platzen – 1860 weiter ohne Sportchef

Doch kurz vor der Beiratssitzung soll sich nach sechzger.de-Informationen ein Beiratsmitglied der HAM-Seite per E-Mail abgemeldet haben. Als Grund, nicht bei der Onlinesitzung teilnehmen zu können, soll er Unwohlsein genannt haben. Sechzger.de wünscht gute Besserung!

Der zweite HAM-Vertreter habe gleich komplett unentschuldigt gefehlt. Auch hier wünscht sechzger.de Besserung!

Damit waren nur die e.V.-Vertreter vor Ort, sodass das Gremium nicht beschlussfähig war und keine Entscheidung zum neuen Sportchef treffen konnte.

Muss nun die Gesellschafterversammlung entscheiden?

Es droht also das Szenario, dass der TSV 1860 ohne Sportchef ins neue Jahr geht. Einen Trumpf hat der e.V. jedoch noch im Ärmel: als Alleingesellschafter könnte er den Beirat in dieser Entscheidung entmachten und durch die Gesellschafterversammlung den neuen Geschäftsführer Sport bestellen. Hierfür wäre eine Mehrheitsentscheidung des Präsidiums notwendig.

Sportlich handlungsunfähig ins neue Jahr?

Wird der TSV 1860 handlungsunfähig ins neue Jahr schlittern? Die Zeichen verdichten sich, dass die Installation eines kompetenten Leiters im sportlichen Bereich vor der Jahreswende schwierig werden dürfte. Gerade in Zeiten, in denen ein Cheftrainer benötigt wird und ggf. auf dem Wintertransfermarkt durch Leihgeschäfte die fragile, abstiegsbedrohte Mannschaft des TSV 1860 verstärkt werden müsste, ist ein solches Vakuum nicht hinnehmbar. Lassen die Gesellschafter das Schiff sehenden Auges sinken oder zieht der e.V. mit 50+1 die Notbremse?

 

3. Liga im neuen Jahr: DFB terminiert Spieltage 22 bis 30

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Terminierungen des TSV 1860 München für die Saison 2023-24 Symbolbild DFB terminiert Spieltage

Wann es für die Löwen im neuen Jahr weitergehen wird, steht ja bereits seit einigen Wochen fest. Der TSV 1860 empfängt am 20.01. um 16.30 Uhr den MSV Duisburg im Grünwalder Stadion. Nun hat der DFB auch die Spieltage 22 bis 30 terminiert.

DFB terminiert Spieltage 22 bis 30

Die Partien des TSV 1860 im Überblick:

22. Spieltag – Dienstag, 23.01., 18.60 Uhr: VfB Lübeck – TSV 1860
23. Spieltag – Sonntag, 28.01., 16.30 Uhr: TSV 1860 – SV Sandhausen

24. Spieltag – Samstag, 03.02., 14.00 Uhr: Erzgebirge Aue – TSV 1860
25. Spieltag – Sonntag, 11.02., 16.30 Uhr: TSV 1860 – FC Ingolstadt 04
26. Spieltag – Sonntag, 18.02., 19.30 Uhr: TSV 1860 – Hallescher FC
27. Spieltag – Samstag, 24.02., 16.30 Uhr: SC Verl – TSV 1860

28. Spieltag – Samstag, 02.03., 14.00 Uhr: TSV 1860 – SSV Ulm 1846
29. Spieltag – Freitag 08.03., 18.60 Uhr: Dynamo Dresden – TSV 1860
30. Spieltag – Samstag, 16.03., 14.00 Uhr: TSV 1860 – Preußen Münster

Zu den regulären Partien der 3. Liga gesellt außerdem natürlich noch die Nachholpartie gegen Rot-Weiss Essen, die ebenfalls terminiert wurde:

18. Spieltag – Dienstag, 06.02., 18.60 Uhr: TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

Seid Ihr dabei?

Auf welches Heimspiel freut Ihr Euch besonders? Welcher Ausfärtsfahrt fiebert Ihr besonders entgegen? Wir sind gespannt auf Eure Kommentare!

sechzger.de Talk Folge 137 nach Waldhof Mannheim – TSV 1860

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sechzger.de Talk Folge 137 Bitterer Jahresabschluss des TSV 1860 München gegen Waldhof Mannheim

Der Rückrundenauftakt gegen Waldhof Mannheim verlief für den TSV 1860 München alles andere als gewünscht. Mit 0:1 unterlagen die Löwen in der Quadratestadt und befinden sich mittlerweile im Abstiegskampf der 3.Liga. Darüber spricht Jan im sechzger.de Talk Folge 137 mit seinen Gästen Christian, Thomas und Bernd. Außerdem gibt es einen kleinen Ausblick auf die personellen Themen, die es in der Winterpause zu klären gilt.

Das Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim

An der Leistung scheiterte es grundsätzlich nicht, dennoch unterlag der TSV 1860 München im letzten Spiel des Jahres 2023 knapp gegen Waldhof Mannheim. Ein Elfmeter sorgte für den einzigen Treffer des Tages. Zuvor allerdings gab es auf der anderen Seite ebenfalls eine knifflige Entscheidung, die zugunsten der Gastgeber gewertet wurde. Das führt zu einigen Kontroversen im sechzger.de Talk 137. Vor allem Bernd ist seine Wut auf den Unparteiischen durchaus anzumerken. Es wird aber nicht nur über das Geschehen auf dem Platz, sondern auch um alles rund um den Support der Löwenfans gesprochen. Christian war live im Auswärtsblock dabei und berichtet daher aus erster Hand. Abschließend darf natürlich eine Bewertung der Stadionwurst nicht fehlen. Fans der Kulinarik kommen hier auf ihre Kosten.

Personalpolitik in der Winterpause

Ein neuer Geschäftsführer und ein neuer Trainer, womöglich darüber hinaus auch noch ein neuer Co-Trainer. Beim TSV 1860 München gilt es in der Winterpause einige, wichtige Personalentscheidungen zu treffen. Auch mögliche Verstärkungen werden besprochen. Diese sind vor allem in der Offensive dringend nötig. 18 Tore aus mittlerweile 20 absolvierten Partien sprechen eine deutliche Sprache.

Vorschau auf den Start im Jahr 2024

Abschließend gibt es einen kurzen Ausblick auf die ersten Spiele, die im neuen Jahr 2024 auf dem Programm stehen. Dazu zählen mit den Duellen gegen Duisburg sowie Lübeck direkt zwei Kracher im Abstiegskampf der 3.Liga. Dort könnte sich zeigen, wohin die Reise der Löwen in den verbliebenen Partien der Rückrunde hingehen wird. Christian zumindest schwant Böses bei dem Blick auf das Programm und die Tabelle…

Der sechzger.de Talk 137 als Video und Podcast

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Waldhof Mannheim – TSV 1860 München (1:0) die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur letzten Taktiktafelanalyse des Jahres 2023. Leider verlor unser TSV 1860 äußerst unverdient 1:0 bei Waldhof Mannheim. In erster Linie konnte aufgrund einer haarsträubenden Chancenverwertung nichts Zählbares geholt werden. Diese Niederlage jedoch fußt auch auf einer – in mindestens zwei Szenen – ebenso haarsträubenden Schiedsrichterleistung.

Waldhof Mannheim – TSV 1860, ein Match, bei dem Tradition gepaart mit Rivalität zumindest im Vorfeld der Partie immer für Spannung sorgt. Tatsächlich war dieses Spiel bis zum Schluss zwar kein hochklassiges Aufeinandertreffen, aber die Spannung blieb bis zum Schlusspfiff erhalten.

Gegen das Positionsspiel der Löwen stand Mannheim höher als in den Spielen zuletzt. Allerdings muss man sagen, dass vor allem in der ersten Halbzeit die Angriffsaktionen der Sechzger hauptsächlich Umschaltmomenten entsprangen, da das Gegenpressing des Waldhof ab etwa der 20. Minute bis zum Ende der ersten Halbzeit nicht mehr funktionierte. Schnell kamen die Sechzger in ihren Aktionen nach Ballgewinn ins gegnerische letzte Drittel und auch häufig in die Box. Dort waren die Abschlüsse insgesamt präziser als zuletzt in Bielefeld, aber das Tor treffen konnten die Sechzger dennoch nicht.

Wo wir gerade bei ungefährlich sind: Das war der Waldhof abgesehen von einer Aktion in der 8. Minute und einer weiteren etwa eine Viertelstunde später sowie vom unberechtigten Elfmeter über die komplette restliche Spielzeit was die Schüsse anbelangt.

Sechzig zog sich gegen das Positionsspiel des Waldhof meist weit zurück und verließ sich, um Ballgewinne im Positionsspiel zu erzielen, auf die Verteidigung und das defensive Mittelfeld, wo die Mannheimer häufig – aufgrund fehlender Räume im Mittelfeld oder aufgrund fehlender Ideen – mit langen Bällen ihr Glück versuchten. So war für den Waldhof meistens nach dem langen Ball der jeweilige Angriff auch schon wieder zu Ende.

Sechzig druckvoll im Gegenpressing

Verloren die Spieler des TSV 1860 den Ball im letzten Drittel des SV Waldhof, war allerdings nicht der Rückzug, sondern konsequentes druckvolles Gegenpressing angesagt, das in vielen Momenten vom Erfolg gekrönt war.

Was bei Sechzig im Gegensatz zum Waldhof hervorragend funktionierte, waren also Ballgewinne vor dem eigenen letzten Drittel. Das Verhältnis der Balleroberungen vor dem eigenen letzten Drittel sieht den TSV 1860 hier mit 62% mehr Ballgewinnen gegenüber dem SV Waldhof vorne.

Beide Teams waren im 4-2-3-1 auf dem Platz. Beide setzten – wie erwähnt – im Positionsspiel gegen den Ball auf tiefe Positionierung. Sechzig lief mit einem Spieler an und ließ den zweiten Spieler der Pressinglinie den Passweg auf den Flügel bzw. die Mittelfeldhalbposition zustellen. Die Waldhöfer liefen wie in den Spielen zuvor mit zwei Spielern an und versuchten mit einer 2-3 Staffelung lange Bälle zu provozieren, was einerseits gegen die Positionsangriffe funktionierte, andererseits wegen aufopferungsvoller Arbeit im Kampf um zweite Bälle seitens der Giesinger nicht so fruchtete wie es eigentlich sollte. So entwickelten die Löwen starke Dominanz, die leider nicht vom Torerfolg gekrönt werden konnte.

Bevor wir nun zur genaueren Analyse kommen, wie immer die statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte SV Waldhof – TSV 1860

  • Ballbesitz: SVW 56% – TSV 1860 44%
  • Passgenauigkeit: SVW 78% – TSV 1860 75%
  • Defensive Zweikampfquote: SVW 73% – TSV 1860 63%
  • Schüsse/aufs Tor: SVW 8/3 – TSV 1860 15/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): SVW 8,04 – TSV 1860 10,03

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz 56%:44%

Hier haben wir wieder, wie so oft, einen Vorteil im Ballbesitz für die gastgebende Mannschaft, der aufgrund unproduktiver Spielweise durch ideenloses Ballgeschiebe in der Defensive stark verzerrt daherkommt. 22% aller Pässe und 77% aller Querpässe im Mannheimer Spiel waren Querpässe der Defensivspieler inklusive Torhüter. Rechnen wir hier noch die Rückpässe in der Defensivabteilung und von dort auf den Torhüter mit ein, waren 31% aller Mannheimer Pässe solche, die keinerlei Progression aus der eigenen Defensive brachten.

Die Sechzger haben hier bei gleicher Berechnungsgrundlage mit lediglich 17% unproduktiver Rückpässe einen sehr guten Wert vorzuweisen. Dieser Wert zeigt auch gleich, dass das Spiel nach vorne bei Sechzig alles andere als behäbig war. Nein, es war schnell druckvoll, manchmal aufgrund der Länge der Pässe etwas unpräzise, aber das fiel alles in allem wegen guter Arbeit im Gegenpressing und beim Kampf um zweite Bälle kaum ins Gewicht.

Die Statistik lügt also hier wieder einmal gehörig, wenn man die Zahlen genauer betrachtet und weiß, wie man sie lesen muss.

Passgenauigkeit 78%:75%

Hier folgt aus der oberen Statistikanalyse gleich der nächste Hammer für die Gastgeber. Legen wir zugrunde, dass zusätzlich zur nicht vorhandenen Progression nach vorne jeder defensive Rückpass wieder einen Vorwärtspass zur Folge haben muss und diese auch relativ sicher ankommen, hat Mannheim bei den Pässen, die das Spiel nach vorne vorantreiben, eine Passgenauigkeit von nur noch 60% vorzuweisen. Ballgewinne im Kampf um den zweiten Ball finden wir bei den Mannheimern kaum.

Die Sechzger liegen hier besser im Rennen. Die 65%, die hier erzielt werden, sehen zwar auf den ersten Blick wieder deutlich schlechter aus als es noch für das Spiel gegen Bielefeld auf dem Papier steht, allerdings haben die Löwen durch die gute Arbeit beim Kampf um den zweiten Ball viele dieser zunächst vom Gegner eroberten Pässe postwendend zurückerobern können. Dadurch setzten sie sich speziell in der letzten halben Stunde der ersten aber auch am Ende der zweiten Halbzeit über weite Strecken derart in der gegnerischen Spielfeldhälfte fest, dass ich Personen, die das Spiel unserer Mannschaft am Mittwoch als Grottenkick bezeichnen, fragen muss, was die denn gesehen haben. Die Spielweise insgesamt mit dem fehlenden Torerfolg gleichzusetzen, ist nicht zielführend, wenn man ein Urteil über die Leistung der Mannschaft des TSV 1860 München am Mittwoch fällen will.

Natürlich geht es primär um den Torerfolg, aber nichts desto trotz ist das Ausbleiben von Toren in diesem Fall sicherlich nicht der Spielweise oder fehlenden Chancen anzulasten.

Defensive Zweikampfquote (73%:63%)

Die defensive Zweikampfquote seitens Waldhof Mannheim ist natürlich auf den ersten Blick aller Ehren wert, auf der anderen Seite war in den Druckphasen des TSV 1860 nahezu jeder gewonnene Zweikampf der Kurpfälzer der erste Schritt zum postwendenden Ballverlust. Die Löwen agierten derart aggressiv im Gegenpressing, dass, während eine Gegenpressingaktion seitens der Löwen gesetzt wurde, der ballerobernde Spieler die Kugel mit einer offensichtlichen Nervosität wieder loswerden wollte, sodass diese Pässe dank der guten Staffelung der Sechzger im Prinzip sofort wieder in deren Reihen angekommen war und es gar nicht zum direkten Zweikampf um die Kugel kam.

Hier ist die extrem hohe Quote bei gewonnenen Defensivzweikämpfen ganz klar den Zonen zuzurechnen, in denen Mannheim den Großteil dieser Duelle führen musste. Je weiter man in die eigenen Hälfte zurückgedrängt wird, desto leichter fällt die Balleroberung. Das ist eine Binsenweisheit und die Gründe dafür kennt auch jeder. Das Spielfeld hat nun mal seine Grenzen und je tiefer man in der gegnerischen Hälfte steht, desto weniger Raum findet man für Pässe auf den Mitspieler. Folglich kommt es vermehrt zu Zweikämpfen, die gegen den Ball leichter zu gewinnen sind als mit Ball.

Bei den Sechzgern finden wir hier in allen Zonen gute Werte diesbezüglich, die der Spielweise absolut entsprechen. In den Zonen, in denen es wirklich drauf ankommt, keine Defensivzweikämpfe zu verlieren, wurde ein Wert von 66% erzielt, im eigenen Strafraum gar nur ein Zweikampf gegen den Ball verloren. Vor allem, weil die Balleroberungen anderer Art, durch abgefangene Pässe beispielsweise, diesmal dominieren.

Schüsse/aufs Tor (8/3:15/7)

Insgesamt schloss der Gegner achtmal ab. Die einzige echte große Torchance dabei aus dem Spiel heraus war der Versuch von Jans in der 8. Minute, den Richter halten konnte. Der geschenkte Elfmeter macht in der xG Wertung der Mannheimer zusammen mit diesem Schuss zwei Drittel des Gesamtwertes aus. Die restlichen 33% verteilen sich auf sechs weitere Schüsse, von denen nur ein weiterer Richter zum Eingreifen zwang. Waldhof Mannheim fand in der Offensive im Spiel gegen den TSV 1860 im Prinzip nicht statt. Die einzigen anderen Situationen, in denen es gefährlich hätte werden können, waren Kontersituationen, die aber die Defensive der Löwen allesamt gut verteidigte.

Qualität der Chancen

Für die Löwen steht beim bei 15 abgegebenen Schüssen mit sieben Versuchen, die dem Keeper der Mannheimer Arbeit verschafften, eine Schussgenauigkeit von knapp unter 47% zu Buche. Das ist eine gute Quote. Spitzenteams in dieser Kategorie der Statistik erreichen hier ligenübergreifend nach oben im Schnitt einen Wert knapp unter diesem.

Nehmen wir nun den xG Wert der sieben aufs Tor gebrachten Schüsse des TSV, ergibt sich ein Wert, der die Hälfte des xG Wertes ergibt, mit einem Ausschlag nach oben bei Verlaats zweitem Kopfball während seiner Doppelchance, wo der gegnerische Keeper wahrscheinlich selbst nicht weiß, wie er den zweiten auch noch halten konnte.

Das Tor des Gegners ist momentan für unsere Löwen einfach wie vernagelt. Warum selbst Großchancen nicht verwertet werden können, weil irgendein Spieler des Gegners irgendwie noch regelkonform eines seiner Körperteile in den Weg bringt, oder manche vielversprechenden Chancen durch falsche Entscheidungen der Spieler, die den Ball haben und schießen müssten, aber stattdessen einen Pass spielen, vergeben werden, oder durch ebenso falsche Entscheidungen von Spielern, die abspielen müssten, jedoch weiterhin den Ball halten, gar nicht erst zustande kommen, daran muss gearbeitet werden. Mehr Mut beim Abschluss ist für die einen das Mittel zum Erfolg, mehr Zusammenspiel mit den Mitspielern für die anderen.

PPDA (8,04:10,03)

Der Wert sieht auf den ersten Blick so aus, als wäre Mannheim im Pressing effektiver gewesen. Das ist allerdings auch hier, wenn man nur diesen Wert isoliert betrachtet, falsch. Durch die aggressive Einstellung im Kampf um zweite Bälle haben die Sechzger, wie weiter oben beschrieben, die Mannheimer zu Fehlpässen aller Art gezwungen, schon bevor eine eigene Aktion gesetzt werden konnte. Erfolgt dann nach einem Befreiungsschlag die Balleroberung tief in der eigenen Hälfte, gilt die Zone nicht mehr als pressingrelevant, der Ort der Ballabgabe jedoch sehr wohl. Ich hoffe, man diesem Gedanken folgen.

In der Druckphase der Löwen in Halbzeit eins beispielsweise gab es eine längere Phase, in der es keine einzige Aktion gegen den Ball durch Mannheim in der pressingrelevanten Zone gab. Des Weiteren ist nicht jede Aktion gegen den Ball gleichzeitig erfolgreich. Insgesamt eroberten die Sechzger in diesen Zonen deutlich mehr Bälle als der Waldhof. Und zwar um 100% mehr im letzten Drittel des Gegners und um 41% mehr im Mittelfeld. Lediglich im eigenen letzten Drittel eroberte Mannheim häufiger den Ball als umgekehrt die Sechzger in ihrer eigenen Defensivzone. Dorthin fanden die Gastgeber in diesem Spiel aber auch nur selten kontrolliert.

Allein die Tatsache, dass die Sechzger um fast ein Drittel mehr durchgebrachte Positionsangriffe für sich auf der Habenseite verbuchen können, sagt viel aus. Wenn man dann noch bedenkt, mit welcher Häufigkeit der SV Waldhof Mannheim den langen Ball als Methode der Progression gegen die gute Staffelung des TSV 1860 München wählte und dann den 2. Ball nicht erobern konnte, wird auch klar, dass Ideenlosigkeit ein ständiger Begleiter der Mannheimer in dieser Partie war.

Das Tor

Hier ist es zu sehen. Über die Frechheit seitens des Schiedsrichters, diesen Elfer zu geben, will ich mich nicht auslassen, sonst bekomme ich am Ende noch eine Anzeige.

Das fiel auf

Phillipp Steinhart

Phillipp Steinhart auf der Sechserposition war zunächst eine Überraschung, aber zusammenfassend muss man sagen: Das kann man öfter machen. Top Leistung vom Steini. Er hatte gegen den Ball mit 22 eroberten Bällen die meisten Balleroberungen für die Sechzger im Spiel und auch bei seinen Aktionen im Spiel weiter vorne offensiv eine gute Note verdient.

Die Flügel

Beide Flügelspieler in der Offensive hatten sowohl bei ihren Entscheidungen, was sie tun sollten, als auch bei der Durchführung ihrer Aktionen leider nicht den besten Tag. Schad drum. Bei Schröter war es allerdings einer von erst wenigen Ausreißern nach unten. Bei Vrenezi sahen wir wieder genau das, was jede Woche an ihm kritisiert wird.

Fynn Lakenmacher

Lakenmacher war wieder fleißig aber glücklos und zeigte leider oft Probleme bei der Ballanahme am Boden, was zu vielen Ballverlusten bei der Verarbeitung führte. Er braucht offensichtlich das Anspiel in Brusthöhe, um die Kugel mithilfe seiner Bulligkeit gut abzuschirmen und dann zu verarbeiten. Er spielte lediglich einen Fehlpass, kam aber auch nur einmal zum Schuss und das außerhalb des Strafraums. Nur ein Ballkontakt im Strafraum ist ebenfalls zu wenig, da sind aber seine Mitspieler gefordert. Er kann sich das Leder nicht selbst zuspielen.

Manni Starke und Jesper Verlaat

Manfred Starke und Jesper Verlaat waren beide leider glücklos. Starke hatte bei Zuspielen ins letzte Drittel eine Passquote von 80%, was sensationell ist. Seinen Abschlüssen fehlte jedoch leider der Punch, um wirklich gefährlich zu werden. Verlaat hatte nach Steinhart mit 18 eroberten Bällen das zweitbeste Ergebnis diesbezüglich im Spiel. Die Momente, in denen er sich ins Offensivspiel einbrachte, waren gefährlich, aber leider nicht vom Torerfolg gekrönt. Seine Doppelchance muss rein, aber Fortuna schüttet ihr Füllhorn momentan nicht über den Spielern der Löwen aus.

Der Schiedsrichter

Konrad Oldhafer sollte man bitte in Zukunft als Schiedsrichter eines Löwenspiels ablehnen. Das ist nun die zweite Partie mit Löwenbeteiligung, in der er klare Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Löwen traf. In Rostock während der Saison 2020 versäumte Oldhafer bei klaren taktischen Fouls der Gastgeber den Gelben Karton zu zeigen, sodass ein Spiel, das Rostock, wäre dort regelgerecht gepfiffen worden, mit mindestens zwei Mann weniger beenden hätte müssen, am Ende zu elft beenden durfte. Auch das Spiel vergangenes Jahr in Aue, das ebenfalls Oldhafer leitete, hatte im Punkt Pfiffe gegen die Löwen einen etwas faden Beigeschmack.

Nun hatten wir diese beiden unterschiedlich bewerteten Handspielsituationen, die verkehrter nicht hätten ausgelegt werden können. Die schiere Menge an fehlerhaften Entscheidungen zerstören das Vertrauen in die Unparteiischen generell immer weiter. Wenn es so weiter geht, können wir in Zukunft auch ohne Schiri spielen, hat Frank Schmöller nach der Partie bei Magenta sinngemäß gesagt. Das sehe ich ähnlich.

Fazit

Nach dem Spiel Waldhof Mannheim gegen den TSV 1860 München gibt es, wie nach den meisten anderen Spielen diese Saison, vor allem eine Sache die sich schleunigst ändern muss: Tore müssen her. Chancen gab es ja genügend.

Ansonsten war es ein gutes Fußballspiel der Sechzger. Aber keine Tore zu erzielen, führt offenbar zu unkontrollierten Beschimpfungen der Mannschaft seitens des Internetmobs in den sozialen Medien und auf anderen Plattformen. Schämt Euch! Wenn Ihr von dem Sport, den Ihr angeblich liebt, so wenig Ahnung habt, dass nach dieser wirklich guten aber leider torlosen Leistung, das einzige was Euch einfällt, auf die Mannschaft einzudreschen ist, dann solltet Ihr euch überlegen, ob nicht ein Sport, in dem das Erzielen von Toren leichter ist als im Fußball, die bessere Wahl wäre. Es böten sich Handball, Basketball, Rugby, American Football, Eishockey oder sogar Feldhockey an, wo Ihr viele Tore bzw. Punkte feiern könnt und auch bei einer Niederlage, sei sie auch noch so ungerecht, immer etwas zu Jubeln habt.

Allen Lesern dieser Rubrik wünsche ich nun zum Abschluss des Jahres frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr.

Datenquelle: Wyscout