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Schweinsteiger zu 1860. Bedenken berechtigt?

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TSV 1860 Westkurve Choreographie Tickets

Die Legitimation einer kritischen Haltung zur Personalie Tobias Schweinsteiger und eine differenzierte Betrachtung der “roten Vergangenheit” verschiedener Akteure fordert Christian Jung. Ein Kommentar

Schon richtig: Im Fußballbusiness ist es nicht erst seit gestern so, dass Spieler, Trainer oder Funktionäre zwischen Vereinen, die sich durch eine starke Rivalität auszeichnen, hin- und herwechseln. Auch in München zwischen rot und blau ist und war das stets so. Die Liste an Namen, die schon für die beiden großen Münchner Klubs aktiv waren, scheint unendlich lang zu sein. Auch Vereinslegenden des TSV 1860 waren mitunter an der Säbener Straße unter Vertrag.

Wäre das aktuell heiß diskutierte Engagement von Tobias Schweinsteiger an der Seitenlinie beim TSV 1860 also ein ganz normaler, schon vielfach erlebter Vorgang, der die von einigen Fans geäußerten Bedenken gegen die Personalie völlig absurd erscheinen lassen?

Ich finde: Nein! Vorneweg: Ich halte den Bruder des Weltmeisters Basti, der drüben in der Säbener Straße Kultstaus genießt, für einen durchaus sympathischen Zeitgenossen und für einen fähigen Trainer, der in Osnabrück in der ersten Jahreshälfte 2023 bewiesen hat, was er zu leisten im Stande ist. Und dennoch habe ich – wie viele Löwenfans – bei einer möglichen Verpflichtung von Tobi Schweinsteiger ein ungutes Gefühl. Und ich kann das auch begründen: Der Mittelfeldspieler war zu seiner aktiven Zeit stets weit mehr, als ein „normaler“ Fußballer im roten Trikot, denn er hat sich sehr deutlich und regelmäßig als Fan seines FCB positioniert. Die SZ bezeichnete ihn am Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 2015 in einem Artikel als “spielenden Anhänger”. Eigentlich ein absolut positiver Aspekt in einer Zeit, in der vielen Fußballer nicht zu Unrecht Legionärsgebaren und fehlende Identifikation mit dem einen einzigen Herzensverein vorgeworfen wird.

Der Fall ist hier also speziell und durchaus heikel. Hier geht es um die – zumindest auf der Fanebene – immer noch sehr große Rivalität zwischen dem TSV 1860 und den Roten: Die Bilder vom jubelnden, die eigene Anhängerschar anpeitschenden Schweinsteiger nach einem siegreichen Amateur-Derby auf dem Zaun vor der Westkurve sind inzwischen sehr präsent. Auch das euphorische Instagram-Posting nach dem Abstieg des TSV 1860 aus der 2. Bundesliga in der Relegation 2017 gegen Jahn Regensburg, garniert mit der Anmerkung „München ist halt rot“, das bereits durch das Web geistert, spricht eine deutliche Sprache, wie Schweinsteiger tickt.

Derlei Aktivitäten sind von den nun mancherorts aufgeführten Akteuren, die vor ihrer Zeit bei 1860 schon mal für die Roten aktiv waren – und das sind wirklich viele! – nicht zu finden. Der Fall Schweinsteiger verdient es also, genauer beleuchtet und hinterfragt zu werden. Tobi Schweinsteiger war anerkanntermaßen stets mehr, als ein normaler Spieler bei den Roten. Kann er dennoch Trainer bei den Löwen werden? Eine spannende Frage.

Leider ist es – wie (fast) immer im streitsüchtigen Löwenumfeld – anscheinend unmöglich, die Dinge sachlich und differenziert zu betrachten. Anstatt jeweils verbal übereinander herzufallen, wäre es doch sinnvoll, die kritischen Fragen näher zu beleuchten: Passt Tobi Schweinsteiger wirklich zu 1860? Tut er sich selbst einen Gefallen, sich in die Höhle der Löwen zu bewegen? Was passiert, wenn er sportlich nicht so viel bewirken kann, wie man ihm auf der Seite der Befürworter zutraut? Sind seine Tage an der Grünwalder Straße dann womöglich noch schneller gezählt, als bei einem „neutralen“ Kandidaten? Woran niemand – weder er, noch die 1860-Fangemeinde – ein Interesse haben kann…
Und andererseits: Ist er vielleicht wirklich der perfekte Kandidat, ein Kenner der 3. Liga, der bei 1860 Großes bewirken und seine Einlassungen der Vergangenheit als echter Roter schnell vergessen lassen kann?

Diese Fragen sind zu klären. Möglichst sachlich und unaufgeregt.
Kommen die Verantwortlichen (und nur die haben das zu entscheiden) zum Ergebnis, dass Schweinsteiger der perfekte Kandidat als Löwendompteur ist, dann hat er eine echte Chance verdient – auch von den Kritikern. Aber im Vorgriff auf diese Entscheidung haben auch die Bedenkenträger ein Recht, sich dazu zu äußern und ihre Zweifel vorzubringen.

TSV 1860 will digitale Kommunikation mit Mitgliedern

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1860 verwaltungsrat

Der TSV München von 1860 e.V. hat seine Mitglieder aufgerufen, im Sinne der digitalen Kommunikation dem Verein die aktuellen E-Mail Adressen mitzuteilen.

“Wir möchten mit euch per E-Mail kommunizieren”

Der TSV München von 1860 e.V. hat die Mitglieder im Vereinsheft “Sechzger 04/23” aufgerufen, dem Verein ihre E-Mail-Adressen mitzuteilen.

Auf Nachfrage von sechzger.de bestätigte Vereinsmanagerin Viola Oberländer, dass von den ca. 26.000 Mitgliedern über 3.000 noch keine E-Mail-Adresse beim Verein hinterlegt haben und somit digital kein Kontakt aufgenommen werden kann.

Der Aufruf gilt allen Mitgliedern, die entweder noch keine E-Mail-Adresse mitgeteilt haben oder die ursprünglich mitgeteilte E-Mail-Adresse nicht mehr nutzen.

Als Grund für den E-Mail-Vorstoß nennen die Löwen erweiterte Möglichkeiten der Kommunikation. Der TSV München von 1860 e.V. möchte digitaler werden – und dazu gehört die Möglichkeit, mit den Mitgliedern elektronisch in Kontakt zu treten. So könnte der Verein beispielsweise die laut Vereinssatzung mögliche Einladung zur Mitgliederversammlung zusätzlich zu den bekannten Veröffentlichungskanälen auch per E-Mail an die Mitglieder schicken, um möglichst viele zu erreichen.

Jedoch auch den vereinseigenen Newsletter erhalten die Mitglieder nur per E-Mail. Der Verein verschickt ihn über das Tool “LMS”.

Der Aufruf des TSV 1860 im Wortlaut

Der TSV München von 1860 e.V. ruft alle Mitglieder, die dem Verein noch keine E-Mail-Adresse mitgeteilt haben, auf, sich der digitalen Kommunikation anzuschließen.

Newsletter wird nur per E-Mail versandt

Der Newsletter des Vereins, der alle aktuellen Themen rund um die Löwen beinhaltet, wird ausschließlich per E-Mail verschickt. Wer keinen Newsletter erhält, hat dem Verein entweder keine E-Mail-Adresse mitgeteilt oder nutzt das ursprünglich angegebene E-Mail-Postfach nicht mehr.

Datenschutzkonforme Behandlung

Alle Mitglieder, die dem Verein noch keine E-Mail-Adresse mitgeteilt habe oder ihre E-Mail-Adresse aktualisieren wollen, können dies wie folgt tun:

  • Schreibt eine E-Mail an “mitgliederpost@tsv1860.org”
  • Nennt euren Namen, eure Anschrift, euer Geburtsdatum und eure Mitgliedsnummer

Die von euch angegebenen Daten werden nur in Konformität mit der Datenschutzerklärung für Zwecke des Vereins – Mitgliederdatenbank – verwendet.

Helft uns, unsere Mitglieder-Datenbank aktuell zu halten!

Vielen Dank

Jochen Seitz bringt sich in Stellung

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Grünwalder Stadion Tsv 1860 Stehhalle Tickets 18.105 Plätze

Wer soll es denn nun werden an der Grünwalder Straße?  Nach der Entlassung von Maurizio Jacobacci am Anfang der Woche werden bei den Löwen ja so einige Namen gehandelt. Neben Tobias Schweinsteiger, Dirk Schuster, Marco Antwerpen, Rainer Maurer oder Michael Schiele taucht jetzt auch der Namen Jochen Seitz auf. Der ehemalige Spieler der SpVgg Unterhaching würde sich die Aufgabe beim TSV 1860 durchaus zutrauen. Jochen Seitz bringt sich in Stellung und gibt sich selbstbewusst.

Seitz bestritt 87 Spiele für Haching. Zudem war der 47-Jährige auf für den HSV, VfB Stuttgart, Schalke 04, 1. FC Kaiserslautern und die TSG Hoffenheim aktiv. Seit 2011 arbeitet Seitz als Trainer. Stationen waren bislang Bayern Alzenau und Viktoria Aschaffenburg. Die Viktoria führte Seitz 2018 in die Regionalliga Bayern. Im Sommer dieses Jahres war in Aschaffenburg Schluss. Seitz will jetzt den nächsten Schritt machen und am liebsten in der Dritten Liga arbeiten.

Seitz bringt sich in Stellung und traut sich Job zu

“Ich traue mir das auf jeden Fall zu”, meinte der Trainer laut eines Berichts auf fupa.net.

“Die 3. Liga wäre der nächste Schritt für mich. Ich freue mich, dass ich offenbar bei 1860 im Gespräch bin – das wäre natürlich eine große Geschichte und ich bin mir sicher, dass man bei den Löwen etwas entwickeln könnte.”

Hört sich zumindest motiviert und ambitioniert an. Die Lizenz als Trainer in der Dritten Liga zu arbeiten, hat Jochen Seitz auf jeden Fall. Es bleibt bei der Trainersuche also weiter spannend.

1860-Präsident Reisinger spricht sich gegen Schweinsteiger aus

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Symbolbild Weihnachten TSV 1860 München Christbaumkugel Schnee

Die Diskussionen um die Nachfolge von Maurizio Jacobacci sind im vollen Gange. Nur wenige Tage nach der Entlassung des Italo-Schweizers werden bereits diverse Namen mit dem TSV 1860 München in Verbindung gebracht. Einer davon ist Tobias Schweinsteiger – doch diese Vorstellung gefällt nicht jedem bei den Löwen.

Tobias Schweinsteiger: Rot oder blau?

Nach der Entlassung von Maurizio Jacobacci befindet sich der TSV 1860 München auf der Suche nach einem Nachfolger. Als möglicher Trainer wird bereits über viele verschiedene Namen spekuliert. Taktikfuchs Bernd Winninger hat mögliche Kandidaten bereits analysiert. Ein Name, der in seiner Liste ebenfalls auftaucht und für viele Diskussionen sorgt, ist Tobias Schweinsteiger. Der 41-Jährige stand zuletzt beim VfL Osnabrück an der Seitenlinie und gilt derzeit als ein Topfavorit auf die Nachfolge von Jacobacci an der Grünwalder Straße.

Dabei scheiden sich an dem ehemaligen Spieler eines anderen Münchner Vereins die Geister. Nicht jeder würde Schweinsteiger gerne als Trainer des TSV 1860 München sehen. Dabei wird unter anderem seine aktive Zeit im roten Trikot genannt. Es existieren aber auch Posts in den Sozialen Medien, die einigen Löwenfans ein Dorn im Auge sind. So gratulierte er dem SSV Jahn Regensburg nach der gewonnenen Relegation gegen den TSV 1860 mit den Worten “München ist halt rot” zum Aufstieg. Siege gegen die zweite Mannschaft der Löwen waren für den gebürtigen Rosenheimer etwas ganz Besonderes.

Mitgliedschaft bei den Wendelstein Löwen

Gegenüber der NOZ hat sich mittlerweile Robert Reisinger zu der Personalie geäußert. Auch er hält Schweinsteiger nicht als geeigneten Kandidaten für das Traineramt bei den Löwen. Er habe den falschen Stallgeruch so der Präsident. Auch die Mitgliedschaft in einem Löwen-Fanclub mache das nicht wieder wett. Tatsächlich ist Schweinsteiger seit deutlich über zwei Jahrzehnten Mitglied bei den Wendelstein Löwen. Gegenüber dem Podcast Brückengeflüster gab der 41-Jährige zu, die Mitgliedschaft jahrelang schlicht und ergreifend vergessen zu haben. Eingetreten sei er zu einer Zeit, als er alle bayerischen Vereine unterstützt habe.

Es gibt aber auch viele Stimmen unter den Löwenfans, denen die rote Vergangenheit von Tobias Schweinsteiger schlichtweg egal ist. Entscheidend seien seine Kompetenzen als Trainer – mit dem VfL Osnabrück schaffte er unter anderem den Aufstieg in die 2.Bundesliga. Der Kandidat selber scheint der neuen Aufgaben derweil nicht abneigend gegenüber zu stehen. Eine Auszeit brauche er nicht und sei dementsprechend bereit für ein neues Kapitel. Bleibt Schweinsteiger also ein Kandidat beim TSV 1860 München oder wird doch ein anderer Trainer bei den Löwen?

Heute vor 32 Jahren: 1860 – Erfurt im Schnee

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Wie sich die Bilder gleichen… Schnee in München, damals wie heute. Am 8. Dezember vor 32 Jahren wurde allerdings auf Giesings Höhen gespielt. Zur Wahrheit gehört aber, dass die Menge der weißen Pracht, die damals vor der Partie in der Landeshauptstadt nieder ging, etwas geringer ausgefallen war, als am vergangenen Wochenende. Der Gegner von damals trägt – wie der für das morgige Spiel eigentlich vorgesehene – seine rotweißen Vereinfarben im Namen.

1860 in der Zweiten Liga Süd

Wir schreiben den Dezember 1991. Die Löwen sind erst im vergangenen Sommer unter großem Jubel und ihrem kleinen Trainer Karsten Wettberg nach neun tristen Jahren in der Bayernliga in den bezahlten Fußball zurückgekehrt. Kurz vor Weihnachten stehen sie allerdings schon Mitten im Abstiegskampf. Die Konkurrenten in diesem Überlebensfight sind viele ehemalige Erstligisten, genauer gesagt: DDR-Oberligisten. Die deutsche Wiedervereinigung hatte zu Saisonbeginn 1991/92 eine Integration von nicht weniger als sechs Vereinen aus den neuen Bundesländern in die 2. Bundesliga nötig gemacht. Fünf von ihnen landeten – wie natürlich der TSV 1860 – in der Süd-Gruppe der Zweitklassigkeit, einer im Norden. Das Leistungsvermögen dieser neuen Teams war extrem unterschiedlich. Während Carl-Zeiss Jena und der Chemnitzer FC an der Tabellenspitze mitmischten, krebsten der VfB Leipzig und Rot-Weiß Erfurt am anderen Ende des Classements herum.

Angeschnittene Freikarte: Keinen Eintritt mussten gegen Erfurt Kinder und Jugendliche entrichten

Kellerduell auf Giesings Höhen

Besonders prekär war die Lage bei den Thüringern, die am Sonntagnachmittag, zwei Tage nach Nikolaus, an die Grünwalder Straße reisten. Aus bis dahin gespielten 20 Partien hatte das “RWE des Ostens” erst sechs Punkte geholt. Ein Sieg (ausgerechnet über den TSV 1860 in einem echten Skandalspiel im Erfurter Steigerwaldstadion Ende September) und vier Unentschieden standen zu Buche. Aber auch die Löwen hatten in der Saison noch nicht wirklich oft geglänzt. Sechs Niederlagen und elf Unentschieden standen bis dahin nur drei Siege gegenüber. Aufstiegscoach Karsten Wettberg stand auf der Abschussliste einiger Funktionäre im Verein. Nach dem 1:1 gegen den Halleschen FC zwei Wochen zuvor hatte erstmals der Name Werner Lorant als möglicher Nachfolger des “Königs von Giesing” die Runde gemacht. Eine Woche später hatte dann ein wacker erkämpftes 0:0 beim Aufstiegsaspiranten FC Homburg den Kopf des Coaches gerettet.

Der “König von Giesing” am Spielfeldrand. Schon heute drohte Wettbergs Demission
Kurz vor dem Einlaufen. Ein schneebedecktes Spielfeld auf Giesings Höhen

Frühes Tor durch Host Schmidbauer

Der Schnee hatte in den Tagen vor der Partie die Landeshauptstadt in ein Wintermärchen verwandelt. Knapp 7.000 Zuschauer kämpften sich durch das winterliche München nach Giesing, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren genossen an diesem Tag freien Eintritt im Sechzgerstadion. Und diejenigen, die gekommen waren, sollten es nicht bereuen: Schon sechs Minuten nach dem Anpfiff beendete Horst Schmidbauer eine lange Leidenszeit ohne eigenen Treffer mit einem Abstauber, nachdem Erfurts Keeper, der ungarische Nationaltorhüter Peter Disztl (mit langer Mähne und Nikolaus-Bart) den Ball nach einer Ziemer-Ecke nicht festhalten konnte. Die Löwen wollten es heute wissen und blieben am Drücker, erzielten allerdings im ersten Abschnitt kein weiteres Tor.

Weitere Stürmer-Tore im Abschnitt zwei

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie zusehends, der schwer zu bespielende, weiter mit Schnee bedeckte Boden machte es den Aktiven nicht leicht, das flotte und muntere Tempo der ersten 45 Minuten Aufrecht zu erhalten. Eine Viertelstunde vor dem Ende erlöste dann aber der erst im September gekommene Stürmerstar Frank Pingel das Publikum: Eine Freistoßflanke von Thomas Motzke verwertete der Däne per Kopf ins lange Eck. Auch er hatte zuvor lange Zeit nicht getroffen. Den Schlusspunkt setzte dann vier Minuten vor Schluss ein weiterer Stürmer: Aufstigsheld Albert Gröber. Er war nach einer Stunde für Schmidbauer in die Partie gekommen und machte nach einer Pingel-Flanke – ebenfalls per Kopf – alles klar.

Am Saisonende zurück in der Bayernliga

Dass der Münchner Boulevard am nächsten Morgen ausführlich darüber berichtete, dass Trainer Wettberg im Falle eines Misserfolgs gegen Rot-Weiß Erfurt noch am Sonntag entlassen worden wäre, schmälerte die Erleichterung über den Sprung auf Tabellenplatz acht ein wenig. Am Saisonende stand – nach einem eigentlich sehr erfolgreichen und verheißungsvollen Frühling – der Gang in eine Relegationsrunde mit dem TSV Havelse und Fortuna Köln auf dem Programm, die 1860 nicht erfolgreich gestalten konnte. Im Sommer 1992 war man wieder Bayernligist.

Die Westkurve – auch damals stets gut gefüllt – peitschte die Löwen nach vorn

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Karsten Wettberg schickte am 8. Dezember 1991 folgende Löwenelf in den Schnee:

Berg – Hainer, Miller, Maurer, Hinterberger – Ziemer, Motzke, Störzenhofecker – Pingel, Koutsoliakos (78. Heisig) Schmidbauer (60. Gröber)

Tore:
1:0 Schmidbauer (6.)
2:0 Pingel (76.)
3:0 Gröber (86.)

Spielte die albanische Legende Qemal Vogli für den TSV 1860?

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Vor einigen Tagen erreichte uns die verzweifelte Mail eines albanischen Journalisten, der an einem Artikel arbeitet, in dem er über Fußballer berichtet, die der albanischen Diktatur entkommen waren. Eine Spur führt dabei nach Giesing, denn der legendäre Torwart Qemal Vogli soll im Jahr 1956 für den TSV 1860 am Ball gewesen sein. Leider konnte der Journalist dies bislang nicht verifizieren und ist auf der Suche nach Hinweisen und Beweisen. Könnt Ihr helfen?

Spielte Qemal Vogli für den TSV 1860?

Nach Angaben des Journalisten sei Qemal Vogli (auch Kemali Vogli) während der kommunistischen Ära (im September 1956) von Ost-Berlin nach West-Berlin übergelaufen. Dies habe er bei der Durchsicht von Akten bei der Staatssicherheit (Sigurimi i Shtetit; also quasi die albanische Version der Stasi) des im Jahr 2004 verstorbenen Vogli herausgefunden.

Zwar gibt es in Albanien einige Berichte darüber (z.B. HIER), dass der elfmalige Nationalspieler, der als einer der besten Torhüter Albaniens aller Zeiten gilt, nach seiner Flucht in Berlin direkt nach München gekommen und dort im Jahr 1956 für die Löwen aufgelaufen sei, bewiesen ist dies bislang jedoch nicht zweifelsfrei.

War der Albaner für die Löwen am Ball?

In einem der Artikel heißt es übersetzt:

“In jenen Augusttagen 1956, als Vogli allein am Stadtrand von Berlin wartete, hielt ein schwarzer Mercedes vor ihm. Ein gut aussehender, gut gekleideter Mann stieg aus dem (…) Auto aus. Er war Präsident des westdeutschen Fußballvereins München 1860, der damals zu den besten Mannschaften des Landes gehörte. “Herr Vogli, wollen sie für unsere Mannschaft spielen?”, wandte er sich ohne zu zögern an den Albaner.”

Präsident des TSV 1860 war damals kein geringerer als der legendäre Adalbert Wetzel, unter dem die Löwen die größten Erfolge ihrer Geschichte feierten. Weiter heißt es in dem Bericht:

“In West-Berlin angekommen, blieb Qemal nicht eine Minute dort, sondern fuhr nach München, wo ihn ein unbekanntes und attraktives Leben erwartete. Der Anfang war nicht schlecht. Er wurde in einem luxuriösen Zimmer untergebracht und begann sofort mit dem Training bei 1860 München. Der Vereinspräsident selbst, der ihn verleitet hatte, brachte ihn in seinem Auto vom Stadion zum Hotel und umgekehrt. Drei Monate lang würde Vogli im Paradies leben. Aber in seiner Vorstellung hatte das Paradies einen anderen Namen: Italien.”

Eure Hilfe wird benötigt!

Hat jemand von Euch schonmal von dem Spieler Qemal Vogli im Zusammenhang mit dem TSV 1860 gehört/gelesen und kann weiterhelfen?

Gerne leiten wir Eure Hinweise umgehend an den albanischen Journalisten weiter!

Sechzig um Sieben: Wer wird neuer Trainer bei 1860?

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Nach der Fristellung von Maurizio Jacobacci ist der TSV 1860 auf der Suche nach einem neuen Trainer. Nicht nur die Medien, sondern auch die Fans bringen immer mehr Ideen vor, wer die Löwen wieder auf den richtigen Kurs bringen könnte.

Wer wird neuer Trainer bei 1860?

Tobias Schweinsteiger, Dirk Schuster, Marco Antwerpen und einige andere mehr hat Bernd Winninger genauer unter die Lupe genommen und seine Einschätzung abgegeben, ob das etwas werden könnte. Oder wird es doch ein ganz anderer? Bernhard Trares zum Beispiel? Oder Miroslav Klose? Marco Kurz oder gar Manuel Baum?

Zwarts weiterhin verletzt

Die Verletzung von Joël Zwarts dauert weiter an, nun befindet sich der Stürmer laut dem TSV 1860 außerhalb Münchens in Behandlung. Das heizt die langsam brodelnde Gerüchteküche weiter an. Läuft der Angreifer überhaupt noch einmal für die Löwen auf?

Weihnachtsmarkt der Fanszene des TSV 1860 fällt aus

Kein Spiel und auch kein Weihnachtsmarkt: Die Fanszene des TSV 1860 München hat die nächste Absage bekannt gegeben. Das Wetter sowie die abgesagte Partie der Löwen gegen Rot-Weiss Essen wurden als Gründe angegeben.

Kreative für Sechzig beim Wintertreiben am Grünspitz

Seit dem 30. November 2023 veranstaltet der Green City e.V. gemeinsam mit dem „Kiosk am Grünspitz“ und dem Stadtteilverein „Wir in Giesing“ das „Giesinger Wintertreiben am Grünspitz“. Immer von Donnerstag bis Sonntag gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik, verschiedenen Foodtrucks, Glühwein und Punsch, Feuertonnen, Kinderprogramm, handgemachten Produkten aus Giesing sowie einem Ausstellungseck für Künstler*innen. Sonntags ist außerdem Familienzeit – mit Leihspielzeug für Kinder, Stockbrotgrillen und unterschiedlichsten künstlerischen Darbietungen. Am 16. Dezember 2023 wird es zudem einen Flohmarkt geben. Dort wird auch der Verein Kreative für Sechzig vertreten sein – nicht entgehen lassen!

Futsal am Samstag

Auch wenn die Partie der Profis gegen RWE abgesagt wurde, so kann man am Samstag dennoch eine Mannschaft des TSV 1860 anfeuern. Die Futsaler empfangen um 18 Uhr Futsal Allgäu aus Kaufbeuren im Sportpark Freiham in der Hans-Dietrich-Genscher-Straße 11 und würden sich über zahlreichen Besuch sehr freuen.

Neues aus der 3. Liga

Nationalspieler für den SV Sandhausen

Der litauische Nationalspieler Edvinas Girdvainis wechselt zum neuen Jahr von FK Kauno Zalgiris an den Hardtwald. Der 32-jährige Verteidiger hatte bereits beim KFC Uerdingen Drittliga-Luft geschnuppert und in 32 Partien ein Tor erzielt.

Preußen Münster bis Jahresende ohne Jano ter Horst

Letzte Woche hatte Youngster Jano ter Horst seinen Vertrag bei Preußen Münster verlängert, nun fällt der 21-Jährige aufgrund eines Faserrisses für die letzten drei Partien des Jahres aus.

Auch Weihnachtsmarkt der Fanszene des TSV 1860 fällt aus

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Münchens Jugend TSV 1860 München Fanszene Graffiti

Kein Spiel und auch kein Weihnachtsmarkt: die Fanszene des TSV 1860 München hat die nächste Absage bekannt gegeben. Das Wetter sowie die abgesagte Partie in der 3.Liga sind die Gründe.

Kein Weihnachtsmarkt der Fanszene des TSV 1860

Am Mittwoch gaben die Löwen bekannt, dass das Duell mit Rot-Weiss Essen nicht wie geplant stattfinden kann. Schnee im Stadion sowie auf den Anfahrtswegen verhindern eine Austragung im Jahresendspurt. Vor allem für die 1500 Gästefans ist dies ärgerlich. Zumindest kam die Absage einige Tage vor dem eigentlich geplanten Anpfiff. Die Züge oder Busse beim RWE dürften aber schon längst gebucht sein. Die Neuansetzung wird derweil erst 2024 möglich sein.

Ebenfalls betroffen von der Mitteilung sind die Löwenfans. Die Fanszene des TSV 1860 hat heute bekannt gegeben, dass der geplante Weihnachtsmarkt auch entfällt. Zum einen sei daran die Absage bei den Profis Schuld, zum anderen ist auch am Candidplatz die Lage mit Schnee und Eis noch zu angespannt. Eigentlich waren diverse Stände sowie weitere Aktionen geplant. Angemeldet hatten sich neben dem TSV 1860 e.V. auch Echte Münchner, Sechzig im Sechzger oder die Blaue Hilfe. Als Alternative bietet sich das Adventssingen im Grünwalder Stadion am 15.Dezember an.

Das Heimspiel gegen Unterhaching bleibt somit das letzte Duell im Grünwalder Stadion mit Beteiligung des TSV 1860 München im Jahr 2023. Erster Gegner nach der Winterpause ist am 20.Januar der MSV Duisburg. Anstoß gegen die Zebras ist um 16:30 Uhr.

 

Trainer für den TSV 1860: Wer sind mögliche Kandidaten?

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U23-Regal 1860 Ersatzbank Spieltagskader

Die Akte Jacobacci bei 1860 ist geschlossen. Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer muss sich nun auf die Suche nach einem neuen Übungsleiter machen. Bis zur Winterpause übernimmt erstmal U21-Coach Frank Schmöller, doch welcher Trainer folgt beim TSV 1860 München danach?

Wer könnte Trainer beim TSV 1860 München werden?

Wer folgt auf Jacobacci als Trainer beim TSV 1860 München? Die Zeit drängt nicht wirklich, denn die Vorbereitung wird erst am 04.01.2024 starten. Bis dahin sollte die Personalie allerdings unter Dach und Fach sein. Wer käme in Frage, wäre bezahlbar und den Anforderungen, die ein Verein wie der TSV 1860 München an einen Trainer hat, gewachsen?

Es kursieren bereits etliche Namen Tobias Schweinsteiger, ehemals Kapitän der Amateure des Vereins aus der Säbener Straße, aber Mitglied eines Löwen-Fanclubs z.B. wird in der Presse und bei Fans hoch gehandelt. Andere Namen, die kursieren, sind Dirk Schuster, Marco Antwerpen sowie Reiner Maurer und Friedhelm Funkel, die dieses Amt schon inne hatten. Ich möchte mit Michael Schiele und Enrico Maaßen noch zwei weitere Namen in den Ring werfen. Wer kann was und bei wem macht es Sinn, darüber nachzudenken?

Tobias Schweinsteiger

Tobias Schweinsteiger hat mit Osnabrück in seiner ersten Station als Cheftrainer bewiesen, dass er in der dritten Liga erfolgreich sein kann. Der Punkteschnitt in seiner ersten Saison als Coach, nachdem er den zur Arminia nach Bielefeld gewechselten Daniel Scherning spät im August vergangenen Jahres beerbte, lag bei 1,97 Punkte pro Spiel. Fachlich und vom Motivationsfaktor wäre Schweinsteiger sicher ein guter Kandidat. Bei seinen bisherigen Startaufstellungen bevorzugte er das 4-3-3.

Allerdings habe ich Zweifel, ob Schweinsteiger zum momentanen Zeitpunkt der Richtige wäre. Ich persönlich vertrete die Meinung, dass es zu Beginn eines Engagements bei einem Verein wie dem TSV 1860 München eher hinderlich für einen Trainer ist, wenn er emotional zu stark an den Verein gebunden ist. Vor allem, wenn es sich um einen eher jungen Trainer handelt. Hätte Schweinsteiger als Cheftrainer mehr Erfahrung, wäre ich da nicht so skeptisch. Da Schweinsteiger, der fachlich als guter Kandidat nicht von der Hand zu weisen ist, von sich selbst nicht nur sagt, er sei Fan des TSV 1860 München, sondern auch Mitglied in einem Sechzger Fan Club ist, wird er womöglich durch die emotionale Bindung in manchen seiner Entscheidungen beeinflusst werden. Daher sehe ich diese Möglichkeit nicht als die absolute Toplösung in einer Situation an, in der man alles, was man tut, mit absolut kühlem Kopf und Bedacht machen muss.

Dirk Schuster

Dirk Schuster wurde erst vor wenigen Tagen beim 1. FC Kaiserslautern entlassen. Auch bei ihm bin ich mir nicht sicher, ob er nicht erst einmal ein wenig Abstand zum Fußball genießen sollte. Seitdem er fast vier Jahre lang von Dezember 2012 bis Juni 2016 den SV Darmstadt 98 sehr erfolgreich trainierte und dort mit einem Punkteschnitt pro Spiel von 1,6 aufwarten konnte, hat er bei seinen folgenden Arbeitgebern eher mäßige Leistungen zu Buche stehen. Über einen Punkteschnitt von 1,38, der mit seinem letzten Verein erzielt wurde, kam er nicht mehr hinaus. Allerdings geht die Tendenz nach oben. Von 1,06 mit dem FCA arbeitete er sich bei einem weiteren Engagement in Darmstadt, bei Aue und eben Kaiserslautern von Station zu Station im Punkteschnitt nach oben.

Ein weiterer Nachteil: Seit dem Aufstieg mit Darmstadt aus der dritten Liga hatte er in dieser Spielklasse kein Engagement mehr. Er lässt seine Teams bevorzugt im 4-2-3-1 auflaufen. Terrence Boyd sagte unlängst nach der Demission Schusters beim 1.FCK, man hätte als Spieler ein schlechtes Gewissen, wenn so etwas passiert. Er scheint also zumindest bei Spielern gut anzukommen. Einen Versuch wäre es wert, sofern er bezahlbar ist und sowohl Lust auf den TSV 1860 hat als auch darauf so kurzfristig bei einem anderen Verein anzufangen.

Marco Antwerpen

Zuletzt bis zum 36. Spieltag der Saison 21/22 in Pfalz beschäftigt, wo er auf Platz 3 liegend von Kaiserslautern gefeuert und durch den oben genannten Dirk Schuster ersetzt wurde. Antwerpen hat in der 3. Liga in insgesamt fünf Saisons mit Münster, Braunschweig und Kaiserslautern einen Punkteschnitt von 1,59 Punkten pro Spiel vorzuweisen. Dadurch, dass er seit Mai 2022 kein Engagement mehr hatte, besitzt er sicherlich genug Motivation, um einen harten Job wie den beim TSV 1860 anzupacken.

Antwerpen ist eher als harter Hund bekannt, zumindest gibt er sich nach außen so. Das scheint aber eher den Umgang mit offiziellen und Presse zu betreffen und weniger mit seiner Mannschaft. Sein bevorzugtes System ist das 3-5-2 (oft in der gegen den Ball asymmetrischen Variante, bei der dann nur der ballnahe Außenspieler in die Abwehrreihe abkippt).

Reiner Maurer

Reiner Maurer ist ein alter Bekannter an der Grünwalder Straße. Als Spieler in der Abwehr der Durchmarschmannschaft von Werner Lorant war der 1989 aus Basel zu den Löwen gewechselte gebürtige Mindelheimer in der Verteidigung das ruhige souverän spielende Gegenstück zu Terrier und Fußballgott Thomas Miller. Im Jahr 2001 begann er, nachdem er zuvor Garmisch und Mindelheim betreute, seine Trainerlaufbahn bei den Löwen zunächst als Co-Trainer, wurde dann Chefcoach bei der zweiten Mannschaft. In der Saison 04/05, die er wiederum als Co-Trainer begann, beförderte man ihn schließlich zum Cheftrainer. Nach Stationen bei Kreta, Kavala und Rhodos (alle Griechenland) wurde er im Jahr 2010 erneut bei den Löwen angestellt. Mit einem Punkteschnitt von 1,83 ist er, die 73 Tage dauernde Amtszeit von Markus von Ahlen ausgenommen, der erfolgreichste Löwencoach seit Willi Bierofka. Sein bevorzugtes System ist das 4-4-2 mit Doppelsechs.

Bei ihm stellt sich allerdings die Frage ob er sich das Irrenhaus TSV 1860 tatsächlich ein weiteres Mal antun würde. Ich sage: warum nicht? Er hat die Erfahrung, Querelen von der Mannschaft weg zu moderieren, er kennt den Verein wie keinen anderen und weiß genau, womit er es zu tun bekommt. Ein Vertrag bis Saisonende und möglicher Option auf Verlängerung wäre für mich eine gute Lösung.

Friedhelm Funkel

Kaum war die Meldung von Maurizio Jacobaccis Entlassung erschienen, erschien auch die Meldung, Funkel hat nochmal Lust. Allerdings ist Funkel wohl keine Option, denn er sucht ein Engagement nahe seiner Heimat. Es kommt also außerhalb Nordrhein-Westfalens kein Verein in Betracht. Thema erledigt.

Michael Schiele

Der 45-jährige war zuletzt bis Juni diesen Jahres bei Eintracht Braunschweig, wo er ligaübergreifend (2. und 3. Liga) einen Punkteschnitt von 1,43 einfahren konnte, unter Vertrag. Nicht nur Braunschweig sondern auch Würzburg führte der gebürtige Heidenheimer schon aus der dritten in die zweite Liga. Sein bevorzugtes System ist wie bei Maurer das 4-4-2 mit Doppelsechs.

Schiele hat bei seinen Engagements bisher bewiesen, dass er das kann, wonach es den Löwenfans am meisten dürstet, nämlich in die 2. Liga aufzusteigen. Aber das ist Zukunftsmusik. Momentan geht es darum, einen Coach zu finden, der ein Team aus dem Sturm in ruhiges Fahrwasser führen kann. Als Schiele Würzburg übernahm, lagen die Kickers in Liga drei auf Platz 16. Am Ende der Saison, nach drei weiteren Niederlagen zu Beginn seiner Amtszeit, lag Würzburg auf Platz fünf. Diese Platzierung zu wiederholen gelang in der Folgesaison. Ein Jahr später stiegen die Kickers in Liga zwei auf.

Schiele kann also sowohl den Feuerwehrmann geben, als auch eine Mannschaft nach oben führen. Ich denke, dieser Trainer wäre eine gute Option, sofern er bezahlbar ist und Bock auf den TSV 1860 hat.

Enrico Maaßen

Der zuletzt im Sommer bei Augsburg entlassene 39-jährige Maaßen hat sich mit der Bundesliga in der Phase seiner Karriere wohl etwas zu viel zugetraut. Aber in den unteren Klassen, unter anderem mit Rödinghausen (RL West) und Dortmund II, von wo er nach dem Aufstieg in die 3. Liga und dem Klassenerhalt nach Erfüllung seines Vertrages nach Augsburg wechselte, hat er durchaus bewiesen, dass er kein schlechter Coach ist. Auch mit Augsburg musste er sich gegen den Abstieg wehren, von daher weiß er um den Druck in einer solchen Situation.

Auch Maaßen stellt seine Mannschaften bisher am liebsten im 4-4-2 mit der Doppelsechs aufs Feld. Das junge Alter Maaßens sehe ich in diesem Fall nicht als hinderlich, da er im Gegensatz zu Schweinsteiger keine emotionale Bindung an den Verein hat. Außerdem wäre, denke ich, ein junger Trainer eine erfreuliche Abwechslung nach dem Prediger Köllner und dem zuletzt immer schlechter gelaunten und – zumindest am Spielfeldrand – cholerisch wirkenden Maurizio Jacobacci.

Sein Punkteschnitt von 1,36 in der dritten Liga mit Dortmund ist für einen Aufsteiger nicht schlecht.

Trainer aus dem Ausland?

Abgesehen von Andi Heraf, der die Dritte Liga durch sein Engagement bei Türkgücü München kennt, aber momentan bei Schwarz-Weiß Bregenz unter Vertrag steht, würde ich das Experiment Trainer aus dem Ausland erst einmal auf Eis legen. Die letzten Versuche gingen mit Ricardo Moniz, Vitor Pereira und jüngst Maurizio Jacobacci ziemlich in die Hose.

Wer wirds am Ende?

Wer am Ende der Trainerfindungsperiode dann das Amt des Übungsleiter beim TSV 1860 München bekleidet und sich Trainer der Löwen nennen darf werden wir sehen. Es ist nun eine der spannendsten Phasen der letzten Jahre was diese Position betrifft. Ich bin gespannt, wen uns Marc-Nicolai Pfeifer nach der Findungsphase präsentieren wird.

Außer den oben genannten Möglichkeiten hatte ich noch über andere Namen nachgedacht, habe diese dann aber aufgrund unterschiedlicher Kriterien verwerfen müssen. Das hatte entweder damit zu tun, dass ich sie nicht für kompatibel mit dem TSV 1860 halte, oder damit, dass sie bisher nur mit fertigen Teams Erfolge feierten oder im Abstiegskampf Probleme hatten und diese am Ende nicht bewältigen konnten.

Fällt Euch, liebe Leserinnen und Leser noch ein anderer Kandidat als Trainer für den TSV 1860 ein, den ich möglicherweise vergessen habe und der fähig wäre, sowohl Abstiegskampf zu überstehen als auch Aufstiegspotential besitzt?

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Zwarts weiter verletzt – spielt der Stürmer noch einmal für 1860?

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Tsv 1860 Joel Zwarts jan regensburg neuzugang

Die Verletzung von Joël Zwarts dauert weiter an, nun befindet sich der Stürmer laut dem TSV 1860 außerhalb Münchens in Behandlung. Das heizt die langsam brodelnde Gerüchteküche weiter an. Läuft der Angreifer überhaupt noch einmal für die Löwen auf?

Zwarts laut TSV 1860 außerhalb Münchens in Behandlung

Seit dem Auswärtsspiel bei Viktoria Köln muss der TSV 1860 München auf Joël Zwarts verzichten. Der 24-Jährige lief zuvor in elf Ligaspielen für die Löwen auf und erzielte dabei vier Treffer. Die letzten fünf Partien in der 3.Liga verpasste er allerdings. Zunächst war von einer Bauchmuskelzerrung die Rede. Vermutet wurde teilweise, dass mit einer kurzzeitigen Verletzung eine Auflaufprämie umgangen werden sollte. Diese wäre bei einem Einsatz gegen seinen ehemaligen Verein Jahn Regensburg fällig geworden. Zwarts verfolgte die Niederlage gegen den aktuellen Tabellenführer auf der Tribüne.

Gestern gab der TSV 1860 nun ein Update zum Stürmer – und es klingt nicht gerade so, als würde Joël Zwarts 2023 noch einmal in weiß und blau auflaufen.

Joël Zwarts, der in den vergangenen Tagen nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte, hat sich in Absprache mit dem TSV 1860 München für eine Behandlung außerhalb Münchens entschieden. Die Löwen freuen sich darauf, ihre Nummer 9 bald wieder auf dem Platz sehen zu können. Gute Besserung, Joël.

Nach der Absage gegen Rot-Weiss Essen stehen noch zwei Auswärtsspiele im Terminkalender der Löwen. Sie gastieren in Bielefeld und wenig später zum Jahresabschluss in Mannheim. Ob Zwarts dabei im Kader stehen wird? Nach dem aktuellen Statement erscheint dies unwahrscheinlich. Viel mehr diskutieren die Löwenfans bereits, ob der Niederländer überhaupt noch einmal für den TSV 1860 auflaufen wird. Die Kommentare, die an keinen weiteren Auftritt von Zwarts im Löwen-Trikot glauben, häufen sich. Möglich machen könnte dies ein Wechsel in der Winterpause zu einem anderen Verein. Auch diese Theorie ist bereits in den Kommentarbereichen zu finden. Zieht Joël Zwarts nach nur knapp einem halben Jahr schon wieder weiter und verlässt die Löwen?

Bild: cr-fotos.de