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Hasan Ismaik Interview in der AZ, Teil II: Rundumschlag fortgesetzt

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Hasan Ismaik, Kreditgeber des TSV 1860 München, hat erneut der Abendzeitung ein ausführliches Interview gegeben. Gestern haben wir bereits über den ersten Teil berichtet.

Interview: Ismaik mit Rundumschlag gegen den e.V.

Heute folgte der zweite Teil, in voller Länge in der Abendzeitung zu lesen. Hier nur in Auszügen:

Ismaik über:

…die Frage, warum er sich noch nicht mit Robert Reisinger getroffen hat:

“Als ich in München war, war Reisinger mit seinem Sohn in Südafrika”

…welchen Ausweg es aus dem Konflikt mit dem Präsidium gibt:

Eine wirkliche Antwort konnten wir in seiner “Antwort” nicht erkennen. Bitte selber in der Abendzeitung nachlesen.

…ob ihm statt Reisinger ein anderer Ansprechpartner lieber wäre:

Wenn es eine Antwort gibt, dann die dass sich Reisinger mit Ismaiks Vertretern in München unterhalten soll.

…zur Turnhalle:

“Sie müsse einen Nutzen für 1860 haben und dürfe nicht das Denkmal eines einzelnen sein”

(Anmerkung der Redaktion: Der Bau der Turnhalle ist im Erbpachtvertrag den die HAM übernommen hat zwingend vorgesehen)

Eine Turnhalle für den TSV 1860 – das ist der aktuelle Stand

…über Anthony Power und die Feststellung der AZ, dass Ismaiks Ruf durch Powers wirken beeinträchtigt werden würde:

Anthony will, dass 1860 wieder erfolgreich wird, und selbst die oberflächlichste Betrachtung der Leistung des Unternehmens seit meiner Übernahme zeigt, dass Anthonys Zeit als Geschäftsführer die erfolgreichste Amtszeit war. Ich möchte Ihre Leser herausfordern, eine andere Person zu finden, die versucht hat, mehr für 1860 zu tun, ohne dabei ihre eigenen persönlichen Ziele zu verfolgen.

Den Rest des Interviews bitte in der Abendzeitung nachlesen.

Kommentar von Stefan Kranzberg: Hasan Ismaik & der TSV 1860

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Grundsatzurteil - Hannover Kind
Choreographie der Münchner Löwen - 50+1 unverhandelbar! Quelle: muenchnerloewen.de

Gestern Abend veröffentlichte die AZ ein Interview, in dem sich Hasan Ismaik, Mehrheitsgesellschafter der TSV 1860 München GmbH & Co. KGaA, (mal wieder) negativ über den e.V. und dessen Verantwortliche äußerte. Ich kann mich ehrlich gesagt bis jetzt nicht final entscheiden, ob ich aufgrund der Absurdität seiner Aussagen lachen oder weinen möchte. Demnächst soll sogar ein zweiter Teil des Interviews folgen – es ist mit dem Schlimmsten zu rechnen! Ein Kommentar von Stefan Kranzberg.

Kommentar von Stefan Kranzberg

Seit 2011 ist Hasan Ismaik nun bereits beim TSV 1860 involviert und noch immer ist nicht so ganz klar, welches Ziel der Geschäftsmann mit seinem Invest verfolgt. Für die angekündigte “Augenhöhe mit Barcelona” nahm er bewusst den Umweg über die Regionalliga Bayern in Kauf und fühlte sich danach vermutlich nicht zum ersten Mal schlecht beraten. Bereits bei seinem Einstieg bei den Löwen wäre es wohl besser gewesen, wenn da jemand gewesen wäre, der ihm die 50+1-Regel erklärt. Auch in der Saison 2016/17 wäre es durchaus hilfreich gewesen, ihm, der vom Fußball und dessen Dynamik innerhalb einer Mannschaft ganz offensichtlich keinerlei Ahnung hat, jemanden zur Seite zu stellen, der sich damit auskennt. Gelbe Seiten statt geballter Power.

So wuchs der Schuldenstand der KGaA auf ein Rekordhoch, den Doppelabstieg gab es gratis dazu. Und das alles nur, weil Ismaik dachte (oder zugeflüstert bekam), dass 50+1 in der Regionalliga nicht mehr gelte und er dann schalten und walten könne, wie er möchte. Aber so läuft das hier halt nicht – und das ist gut so.

Hasan Ismaik und der TSV 1860

Nachdem sich Ismaik über längere Zeit medial zurückgehalten hatte, startete er vor einigen Monaten eine neue Offensive. Mal wurde der Geschäftsführer Sport abgewatscht, mal die von den Mitgliedern des TSV 1860 gewählte Vereinsführung. Dass dabei argumentativ eher Dünnbrettbohrerei betrieben wurde, verwundert nicht. Man kann sich ja vorstellen, woher es kommt, und für Bücherattrappen statt tatsächlicher Wälzer muss ja keine Substanz vorhanden sein, um sie zu halten.

Und wieder stellt sich die Frage: Was bezweckt der Mehrheitsgesellschafter? Möchte er die Kündigung des Kooperationsvertrages provozieren, weil er weiß, dass der Verein im Falle eines angedachten Verkaufs seiner Anteile ein Vorkaufsrecht besitzt?

Klar, nächstes Jahr sind Wahlen auf der Mitgliederversammlung des Vereins, Ismaik möchte “seine” Seite in Position bringen und die Gegenseite ins Abseits stellen. Aber ganz ehrlich: Für wie blöd hält der die Leute? Das mag in einer aus zwei Buchstaben und zwei Ziffern bestehenden Blase funktionieren, aber darüber hinaus wird immer mehr Menschen klar, dass es Ismaik eindeutig an Seriosität und Interesse am TSV 1860 mangelt. Ein erfolgreicher Geschäftsmann, der ausschließlich über Social Media kommuniziert und auch nur über Statthalter kontaktiert werden möchte? Ein Mehrheitsgesellschafter, der sich lieber von ausgesuchtem Publikum bauchpinseln lässt, statt mit dem Mitgesellschafter ein Konzept zu erarbeiten, wie man die Löwen stärker und erfolgreicher machen könnte? Klingt unglaublich, aber genau das ist die Vorgehensweise von Hasan Ismaik.

Natürlich haben wir auch versucht, Robert Reisinger eine Antwort auf die Frage nach Hasan Ismaiks Motivation zu entlocken. Verständlicherweise hält sich der Präsident des TSV 1860 diesbezüglich bedeckt:

“Die offensichtlichen Widersprüche in Hasan Ismaiks Interviewaussagen aufzudecken und zu analysieren, kann Aufgabe kritischer Presse sein. Bitte habt Verständnis, dass wir als Vereinsvertreter einzelne Passagen nicht öffentlich kommentieren. Wir setzen weiter auf den internen Dialog mit unserem Mitgesellschafter.”

Wann kommt endlich die Auflösung?

Es war vor gar nicht langer Zeit, da…wurden Anthony Power und Ex-Trainer Michael Köllner für die Zusammenstellung des Kaders über den grünen Klee gelobt. Ganz klar, dass diese beiden für die Erfolge zu Saisonbeginn verantwortlich waren. Und jetzt? Natürlich ist es die Schuld des e.V., dass wieder einmal eine Saison in den Sand gesetzt wurde und diese unsäglichen Geschäftsführer erst… Es ist also wie immer: Alle anderen sind schuld, er selber sei nicht das Problem, so Ismaik.

Solange Ismaik seine Anteile nicht verkauft, bleibt mir eine Hoffnung:

Irgendwann muss das doch mal aufgelöst werden, dass es sich bei der Figur Hasan Ismaik um ein Langzeit-Projekt von Hape Kerkeling handelt…

Titelbild: muenchnerloewen.de

sechzger.de Talk Folge 107 vor TSV 1860 München – Waldhof Mannheim

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sechzger.de Talk Folge 107 Essen auswärts und vor TSV 1860 München - SV Waldhof Mannheim

Nach dem Unentschieden gegen Rot-Weiss Essen und vor dem letzten Heimspiel der Saison 2022/23 gegen den SV Waldhof Mannheim empfängt Moderator Jan in sechzger.de Talk Folge 107 nach zwei Wochen Urlaubspause drei Gäste. Neben den Redakteuren Bernd und Thomas ist das Löwenfan Michael aus Bamberg. Zwei von ihnen waren im Stadion an der Hafenstraße vor Ort und können daher hautnah vom Spiel berichten.

Vorstellung Gast: Michael aus Bamberg

Ein Fußballfan durch und durch – so kann man Michael aus Bamberg, Gast in Folge 107 des sechzger.de Talks, wohl am besten beschreiben. Dem TSV 1860 München ist er treu verbunden und war am Sonntag in Essen anzutreffen. Aber auch andere Spiele oder Vereine verfolgt er interessiert. Einen kleinen Abriss darüber gibt es als Einleitung im Podcast zu hören, bevor sich die Teilnehmer dem Geschehen in Essen widmen.

Das Remis gegen Rot-Weiss Essen

Deichmann und Greilinger konnten die Partie für die Löwen am Sonntag in Essen drehen, doch kurz vor Schluss fiel dann doch der Ausgleich für die Gastgeber. Während Jan und Bernd das Geschehen vor dem Fernseher verfolgten, waren Thomas und wie angesprochen Michael live im Stadion dabei. Entsprechend können sie ihre Eindrücke aus Essen schildern, unter anderem auch die Situation, als mehrere Fans den Block im Verlauf der ersten Halbzeit verließen. Darüber hinaus nutzten beide die Gelegenheit und waren bei weiteren Spielen am Wochenende zu Gast.

Letztes Heimspiel gegen Waldhof Mannheim

Am Freitagabend (18:60 Uhr, sechzger.de Liveticker) empfangen die Löwen dann den SV Waldhof Mannheim unter Flutlicht zum letzten Heimspiel in der Saison 2022/23. Die Barackler haben sich nach zwei vermeidbaren Niederlagen mittlerweile aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet und liegen mit 57 Punkten auf Rang 7. Für beide Mannschaften geht es also nur noch darum, die Spielzeit vernünftig ausklingen zu lassen. Dass Jacobacci dabei jedes Spiel gewinnen will, bewies er in den letzten Wochen bereits des Öfteren. Spannend dürfte zu beobachten sein, ob junge Spieler wie Wicht oder Cocic sich erneut für die nächste Spielzeit beweisen dürfen.

Der sechzger.de Talk 107 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Vorschau auf die Saison 23/24 – der Blick in die Regionalligen

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Steigerwaldstadion Erfurt Beim Spiel Gegen Den TSV 1860 München September 1991
Steigerwaldstadion Erfurt Beim Spiel Gegen Den TSV 1860 München September 1991

Die Regionalliga besteht bekanntermaßen aus fünf Staffeln, aus denen sich insgesamt vier Mannschaften für die 3. Liga qualifizieren. Die Meister der Regionalliga West und Südwest steigen direkt auf, während die beiden übrigen Aufstiegsplätze auf die Regionalligen Nord, Nordost und Bayern verteilt werden. Ein Meister aus Nord, Nordost und Bayern steigt nach einem jährlich rotierenden System direkt auf, während die beiden übrigen Meister in Aufstiegs-Playoffs (Hin- und Rückspiel) den vierten Startplatz für die 3. Liga ausspielen.

Vorschau auf die Saison 23/24 – der aktuelle Stand in den Regionalligen

Die Relegationsspiele

in der aktuellen Saison spielen die Meister der Regionalliga Bayern und der Regionalliga Nordost um den heiß ersehnten Aufstiegsplatz. Während in Bayern die SpVgg Unterhaching bereits als Meister feststeht, ist das Rennen im Nordosten der Republik noch offen. Hier hat Energie Cottbus (66 Punkte) zwar aktuell die Nase vorne, kann rechnerisch aber noch durch Rot-Weiß Erfurt (62 Punkte) eingeholt werden. Zwei Spiele werden noch gespielt.

Dies wäre natürlich eine wahnsinnige Leistung der Thüringer, die in der Saison 2017/18 erst aus der 3. Liga aufgrund Insolvenz abgestiegen sind und bis in die Oberliga abgestürzt waren. Erst zur aktuellen Saison konnte man wieder in der Regionalliga antreten, nachdem die Mannschaft 2021/22 souverän Meister der Oberliga Nordost geworden ist.

Die SpVgg Unterhaching hingegen konnte den Meistertitel bereits am 35. Spieltag fix machen, nachdem die Kickers aus Würzburg bei den “Amateuren” aus der Seitenstraße patzten. Die Vorstädter gewannen ihre Partie bei der DJK Vilzing und krönten sich selbst somit.

Die Relegationsspiele finden am Donnerstag, den 01.06. sowie Montag, den 05.06. statt. Der Vertreter der Regionalliga Nordost hat im Hinspiel das Heimrecht, Unterhaching im Rückspiel.

Wie und ob es für den ehemaligen Bundesligaclub tatsächlich weitergeht, steht aber noch in den Sternen.

Wie geht es weiter mit der SpVgg?

Trainer Sandro Wagner hatte bereits vorzeitig seinen Abschied angekündigt. Auch, weil trotz des Gewinns der Meisterschaft die Verantwortlichen um Präsident Manfred Schwabl derzeit noch die Frage umtreibt, ob es überhaupt möglich ist, in der Saison 2023/24 in der dritten Liga zu spielen. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten die Würzburger Kickers möglicherweise doch noch die Chance auf den Drittliga-Aufstieg erhalten. Oder zumindest auf die beiden Relegationsspiele.

Präsident Schwabl hat eine Lizenz beantragt und vom DFB auch erhalten, allerdings nur unter Auflagen. Auflagen erhalten haben auch viele andere Mannschaften, die den finanziell schwierigen Regionalliga-Bereich hinter sich lassen möchten und den Aufstieg in die ebenfalls finanziell anspruchsvolle 3. Liga anstreben. Die genauen Details der Auflagen wurden von den Verantwortlichen der Hachinger bisher noch nicht kommuniziert.

Es besteht kein Zweifel daran, dass der Aufstieg in die 3. Liga für Haching ein gewisses Risiko darstellt. Allerdings soll es kein Himmelfahrtskommando werden, wie es zuvor für viele andere Vereine der Fall war. Präsident Schwabl hat mehrfach betont, dass er die Zukunft der SpVgg nicht aufs Spiel setzen möchte, indem er beispielsweise das kostenintensive Nachwuchsleistungszentrum aufgibt, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können.

Die finanziellen Probleme der aktuellen Saison sollen nur “kurzfristige Engpässe” gewesen sein. Haching war mehrfach mit den Gehaltszahlungen im Rückstand. Präsident Schwabl sagt, es sei kein substanzielles Problem. Wir werden sehen…

Der Meister der Regionalliga Nord

Im Meisterschaftsrennen der Regionalliga Nord hat der VfB Lübeck am letzten Spieltag eine Schlappe hinnehmen müssen. Die Hansestädter verloren die Partie gegen den letztjährigen Drittliga Teilnehmer TSV Havelse und rangieren zwei Spieltage vor Schluß 4 Punkte hinter der Zweitvertretung des HSV. Da die Rauten aber nicht die Lizenz für die 3. Liga beantragt haben, steht der VfB Lübeck (70 Punkte) dennoch bereits als Aufsteiger fest, da er uneinholbar  vor den weiteren Teams der RL NO liegt.

Somit steht bereits fest, dass den Löwen auch in der nächsten Saison auch nach dem (voraussichtlichen) Abstieg des SV Meppen und des VfB Oldenburg zumindest eine weite Auswärtsfahrt blüht.

Der Meister der Regionalliga West

In der Regionalliga West steht seit dem letzten Spieltag auch ein alter Bekannter wieder als Meister fest. Die (Sau-) Preußen aus Münster sicherten sich den Titel Meister der Regionalliga West bereits Ende April, am 31. Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf II. Drei Jahre nach dem selbsternannten “Betriebsunfall” kehren die Münsterländer nun in den Profifußball zurück. Die Begeisterung dürfte sich bei den Löwenfans darüber allerdings eher in Grenzen halten, nach den Vorkommnissen rund um den ersten Gastauftritt der Löwen im Preußenstadion. Rund um das Stadion wurden ganz normale Fans, Familien und Kinder überfallen und ihrer Schals beraubt.

Sportlich und finanziell ist bei den Münsteranern jedoch Demut angesagt – der Etat soll sich im unteren Bereich der 3. Liga befinden. Der langwierige Stadionumbau, der voraussichtlich bis 2027 andauern wird, ermöglicht allerdings langfristig die Teilnahme an der 3. Liga und lässt sogar ein wenig von der 2. Liga träumen. Der Aufstieg kann im Münsterland also in vollen Zügen genossen werden. Dennoch scheint es unwahrscheinlich, dass man bei Preußen die Bodenhaftung verliert.

Wer macht das Rennen in der Regionalliga Südwest?

Auch hier ist das Rennen noch offen – wenn auch mit großen Vorteilen zu gunsten der Schwaben aus Ulm. Der SSV 1846 Ulm Fußball – so der ganze Name – liegt zwei Spielrunden vor Schluß 4 Punkte vor Konkurrent TSV Steinbach Haiger. Der heutige Verein SSV Ulm 1846 entstand im Jahr 1970 durch die Fusion der beiden Vereine TSG Ulm 1846 und 1. SSV Ulm 1928. Die Fußballabteilung des SSV Ulm 1846 war bis zur Abspaltung 2009 Teil dieses Vereins.

Nachdem Steinbach am Samstag bereits vorgelegt und seine Partie gegen den FC Astoria Walldorf mit 2:0 gewann, zog der SSV Ulm am Sonntag nach und gewann seinerseits zu Hause gegen die U23 des VfB Stuttgart mit 3:2.

Die Spatzen, die in der Saison 1999/2000 sogar in der 1. Bundesliga spielten, wenn auch nur eine Saison, wurden 2000/2001 mit dem direkten Abstieg aus der 2. Bundesliga in die Verbandsliga Württemberg durchgereicht. Eine Lizenz für die Regionalliga wurde dem Verein verweigert. Aufgrund der Insolvenz des Vereins stand die erste Mannschaft gemäß den Verbandsstatuten als automatischer Absteiger aus der Oberliga fest. Daher trat nur die zweite Mannschaft des Vereins, die fortan als die neue erste Mannschaft fungierte, in der Saison 2001/2002 in der Verbandsliga Württemberg an. In den Folgejahren pendelte man zwischen Oberliga und Regionalliga, ohne jedoch wieder an Profifußballluft heranschnuppern zu können. Es folgten noch weitere Insolvenzen.

In der Saison 15/16 stieg Ulm zuletzt aus der Oberliga in die Regionalliga Südwest auf und arbeitete sich graduell weiter nach vorne. In der Saison 20/21 noch Viertplatzierter, scheiterte der Verein letzte Saison nur knapp und wurde zweiter hinter der SV Elversberg.

 

Dies war unsere Vorschau auf die Saison 23/24 – zumindest was den Regionalliga-Teil angeht. Der Ausblick auf die (potentiellen) Absteiger aus der 2. Bundesliga folgt im Laufe der Woche.

Sechzig um sieben: Girth zu 1860?

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Sechzig um Sieben mit den News rund um den TSV 1860 München zum Start in den Tag Löwen

Nachdem feststehenen Abgang von Marcel Bär sucht Günther Gorenzel nach einem neuen Mittelstürmer. Gerüchteweise soll nun Benjamin Girth in den Fokus des TSV 1860 München gelangt sein.

Girth neuer Mittelstürmer bei 1860?

Der gebürtige Magdeburger wird wohl seinen Vertrag beim MSV Duisburg nicht verlängern. RevierSport mutmaßt nun, dass der 31-Jährige das Interesse des TSV 1860 geweckt hat. Für Girth spricht sicherlich die gute Bilanz von 36 Toren in 91 Spielen in der dritten Liga. Nachteilig ist sicherlich, dass er relativ verletzungsanfällig ist und daher erst 17 Spiele in der laufenden Saison absolvieren konnte.

Rückschau auf das 2:2 in Essen

Ein weiteres Mal fingen sich die Löwen in letzter Sekunde einen Gegentreffer ein und verteilten damit ein Muttertagsgeschenk an die Gastgeber. Bernd Winninger analysierte für Euch das Spiel wie immer in der TAKTIKTAFEL und sieht trotz des ärgerlichen Finales einige Lichtblicke. Dazu gehören die couragierten Auftritte von Cocic und Greilinger sowie die erneut beherzte Leistung von Yannick Deichmann, der es sogar in die kicker “Elf des Tages” schaffte. Die besten Impressionen vom Nachmittag an der Hafenstraße haben wir natürlich auch wieder für Euch zusamengestellt.

Löwenergebnisse vom Wochenende

Das Highlight aus Löwensicht lieferte an diesem Wochenende sicherlich die U11. Diese fegte die Nachbarn von der Säbener Straße mit 6:1 vom Platz! Bemerkenswert ist sicherlich auch das 14:0 der Dritten den FC Anadolu. Erfeulich ist sicherlich auch, dass die U17 und die U19 in der Sonderspielrunde des DFB punkten konnten. Auch beide Teams der Löwinnen konnten gewinnen. Aller Ergebnisse findet Ihr hier.

Sechzger. de Talk 107

Gegen Mittag wird Folge 107 des Sechzger.de Talks online gehen. Moderator Jan begrüßt Bernd und Thomas sowie Löwenfan Michael aus Bamberg, der sich für die Teilnahme gemeldet hatte. Die vier diskutieren das Spiel in Essen ausführlich. Außerdem erzählen Michael und Thomas von ihren Groundhopping-Erlebnissen an diesem Pott-Wochenende. Zum Abschluss schildern sie den Grad ihrer Vorfreude auf das letzte Heimspiel gegen Waldhof am kommenden Freitag. SChaut’s EUch nacher an auf unserem youtube-Kanal.

News aus der dritten Liga

Montagsspiel Aue – Dortmund II 3:3 (1:1)

Das vorletzte Montagsspiel der dritten Liga bot den Zuschauern beste Unterhaltung. Die Gastgeber gingen durch Besong in der 29. Minute in Führung. Die kleinen Borussen glichen vor der Pause durch Eberwein aus (39. Minute). Kurz nach der Halbzeit gingen die Gäste durch ein Eigentor von Schreck in Führung (47. Minute), Tashchy konnte aber für Schachter in der 62. Minute zum 2:2 ausgleichen. In der 74. Minute legte der BVB II erneut vor, diesmal traf Njinmah zum 3:2. Aber Aue konnte nochmals zurückschlagen, Besong besorgte in der 84. Minute den erneuten Ausgleich zum 3:3.

Ezekwem von Verl zu Oberhausen

Cottrell Ezekwem, der einst für die e.V.-Mannschaften des TSV 1860 München die Stiefel schnürte, wechselt vom SC Verl zu Rot-Weiss Oberhausen. Ezekwem erhofft sich bei RWO mehr Spielpraxis.

SV Waldhof: Neidhart bleibt im Amt

Nach dem Heimniederlage der Waldhöfer gegen den VfB Oldenburg mehrten sich die Gerüchte, dass die Tage von Christian Neidhart als Trainer am Neckar gezählt seien. Eine angeblich angesetzte Krisensitzung entpuppte sich als Ente. Somit wird Neidhart am Freitag Abend in Giesing an der Seitenlinie sitzen und sein Team coachen.

Damit seid Ihr wieder bestens informiert über den TSV 1860 München und die dritte Liga. Sechzger.de wünscht Euch einen schönen Tag.

Interview: Ismaik mit Rundumschlag gegen den e.V.

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Der Abendzeitung gelang, was sechzger.de trotz Anregung bisher versagt blieb. Ein Interview mit Hasan Ismaik. Der 60%-Gesellschafter nutzt das Interview für einen Rundumschlag gegen das Präsidium des TSV 1860 München e.V.

Hasan Ismaik will sich bei 1860 nicht mehr persönlich einmischen

Ismaik überrascht gleich bei der ersten Frage mit einer widersprüchlichen Antwort. Zwar habe er vor langer Zeit beschlossen, sich bei 1860 “nicht mehr persönlich einzumischen”. Er sei aber für “jedes Treffen zu haben, das für die Zukunft unseres großartigen Vereins produktiv ist.” Heißt das also im Klartext, dass der Hauptgesellschafter einer Veranstaltung im Kino am Sendlinger Tor mehr Gewicht im Bezug auf die Zukunft bei Sechzig einräumt als einem Gespräch mit den Vertretern des e.V.? Diese repräsentieren immerhin 40% der Kapitalanteile und sogar die Mehrheit der Stimmanteile wegen der 50+1 Regel. Ebenso sollten Entscheidungen in den Gremiensitzungen der KGaA getroffen werden. Offenbar möchte der Hauptgesellschafter diese Möglichkeit aber nicht nutzen.

Weitere Aussagen von Ismaik bei seinem Rundumschlag

  • Zur sportlichen Situation: “Ich verstehe immer noch nicht, was mit den Leistungen der Mannschaft während der Saison passiert ist, nachdem wir so gut gestartet sind.” Mit dieser Farge steht Ismaik sicher nicht alleine da.
  • Zur Verantwortung für die sportliche Misere: Hier schiebt Ismaik den schwarzen Peter der Vereinsführung zu. Warum die Mannschaft “trotz eines Budgets, das den Aufstieg so gut wie garantieren sollte, die Erwartungen nicht erfüllt hat”, müsse man das Präsidium fragen. Es spiele die aktive Rolle bei der Führung des Vereins. Hier unterschlägt Ismaik, dass nicht der Verein am Profifußballgeschäft teilnimmt, sondern die KGaA, an der er 60% hält. Er sieht im Verfehlen der sportlichen Ziele einen “Ausdruck der Inkompetenz des e.V. in seiner Kontroll- und Weisungsfunktion”.
  • Über seine Vertreter in München: “Sie machen einen fantastischen Job”.
  • Über das Grünwalder Stadion: Es “würde als ein Museum der Erinnerung erhalten bleiben.” Er geht davon aus, dass mit dem Budget für die Ertüchtigung “ein schönes, außergewöhnliches und nachhaltiges Stadion von Grund auf neu gebaut werden” könnte. Wo das passieren könnte bleibt Ismaik allerdings schuldig.

Insgesamt erweckt das Interview den Eindruck, dass Ismaik bewusst Öl ins Feuer gießen will und alle Hoffnung auf eine sachorientierte Kommunikation mit den e.V. im Keim ersticken will. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ismaik und den e.V.-Vertretern erscheint nach diesem Rundumschlag von Ismaik fraglicher denn je.

Montagsspiel: FC Erzgebirge Aue gegen BVB II

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Blick über das Spielfeld auf die Heimkurve des Erzgebirgsstadions in Aue beim Spiel gegen 1860 München
Blick über das Spielfeld auf die Heimkurve des Erzgebirgsstadions in Aue beim Spiel gegen 1860 München.

FC Erzgebirge Aue gegen BVB II – so lautete die Partie des Montagabends zum Abschluß des 36. Spieltags. Die Zweitvertretung der Borussen benötigte mindestens einen Punkt, um den Klassenerhalt auch rechnerisch zu sichern. Die Schachter waren nach einer wahnsinnigen Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte bereits vorzeitig gerettet, nachdem sie lange Tabellenletzter waren. Trotz des fehlenden Trainers Pavel Dotchev auf der Bank starteten die Erzgebirgler mutig.

FC Erzgebirge Aue gegen BVB II

Rosenlöcher, der zurück in die Startelf rückte, sorgte mit Stefaniak für viele Offensivaktionen über den linken Flügel. Auch die Dortmunder starteten engagiert in das Spiel. Nach einer Ecke versuchte es Tom Alexander Rothe (25.) aus der Strafraumgrenze, aber der Ball verfehlte knapp das Tor. Es war die erste große Chance für die technisch versierten Gäste. Doch auch Aue glänzte zeitweise mit ihrem Spiel.

In der 30. Minute dann konnte sich Stefaniak über die linke Seite frei in den Strafraum spielen und auf Besong zurücklegen – dieser vollendete in die rechte Ecke. Die Gäste fanden jedoch noch vor der Pause die Antwort! Eberwein glich nach einer sehenswerten Kombination per Schuss ins rechte Eck aus. Mit dem ersten Angriff nach Wiederanpfiff übernahmen die Dortmunder die Führung. Aue blieb jedoch weiter mutig und Tashchy fand nach einer Ecke von Stefaniak in der 61. Minute die Antwort und glich zum 2:2 aus.

Daraufhin erhöhten die Sachsen weiter den Druck, wollten die Führung erneut übernehmen. Brutal effiziente Dortmunder kamen jedoch zuvor, Njimah lupfte nach einem gescheiterten Klärungsversuch der Auer Defensive die Kugel über Männel, 3:2 für die Gäste (69.). In der 77. Minute gab Jonjic, der unter der Woche seinen Wechsel bekannt gab, sein Comeback nach einer längeren Verletzungspause. Nach einer starken Einzelaktion gegen Rothe an der Grundlinie konnte er in der 84. Minute Besong im Zentrum bedienen, der damit den 3:3 Ausgleich markierte.

In den Schlussminuten erhöhte Aue den Druck, während Dortmund auf Konter setzte. In der 90. Minute vergab Nijnmah eine gute Gelegenheit zum Siegtreffer. Auf der anderen Seite hatte Maxi Thiel mit einem direkten Freistoß eine große Chance, die Marcel Lotka im Tor von Dortmund vereitelte (90.+3). Der Dortmunder Torhüter hielt kurz darauf auch gegen Antonio Jonjic. Am Ende gelang es Dortmund, den entscheidenden Punkt zum Klassenerhalt über die Zeit zu retten.

RevierSport: TSV 1860 mit Interesse an Benjamin Girth (Duisburg)

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MSV Duisburg TSV 1860

Nachdem zuletzt Stürmer Shkelqim Demhasaj von den Grasshoppers mit dem TSV 1860 in Verbindung gebracht wurde, haben die Löwen nun laut RevierSport Interesse an Benjamin Girth vom MSV Duisburg bekundet.

TSV 1860 mit Interesse an Benjamin Girth?

Die Meidericher haben dem Stürmer bislang noch kein Angebot zur Verlängerung seines Vertrages unterbreitet. Ein Grund dafür dürfte die Verletzungsanfälligkeit des 31-Jährigen sein.

Benjamin Girth hat bislang 91 Drittligaspiele absolviert, in denen er 36 Tore erzielte. Auch in der 2. Bundesliga war der Stürmer bereits am Ball und erzielte dort vier Treffer in 41 Begegnungen. In der Vergangenheit ging der gebürtige Magdeburger u.a. für Holstein Kiel, den VfL Osnabrück, den SV Meppen und Eintracht Braunschweig auf Torejagd.

In der laufenden Spielzeit kommt Girth für den MSV Duisburg in 17 Einsätzen auf fünf Treffer und vier Vorlagen. Wird Benjamin Girth der Nachfolger von Marcel Bär beim TSV 1860?

Rot-Weiss Essen – TSV 1860 München (2:2) die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels Rot-Weiss Essen – TSV 1860 München (2:2). Im Traditionsduell teilten sich die Kontrahenten – am Ende glücklich für die Hausherren – die Punkte.

Rot-Weiss Essen – TSV 1860 München, Tradition pur an der Hafenstraße in der Ruhrmetropole. Am Ende ein Spiel, das für die Hausherren glücklich 2:2 unentschieden endete.

Christoph Dabrowski, Trainer der Essener, schickte wie erwartet sein Tam im 4-2-3-1 auf den Platz. Bei eigenem Ballbesitz verschob sich das im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor auf ein 4-3-3, gegen den Ball im eigenen letzten Drittel auf 4-5-1.

Gegen den Ball setzten die Essener die Pressinglinie zunächst in der Mitte des Spielfelds, etwa ab Höhe des Mittelkreises oder knapp davor und die Defensivlinie ebenfalls tief. Bis zum eigenen Rückstand wurde das auch nicht verändert. Erst nach der Führung des TSV 1860 München ging Rot-Weiss Essen dazu über, die Löwen auch mal hoch anzulaufen und die eigene Defensivlinie auch weiter nach vorne zu schieben.

Die Löwen wurden von Maurizio Jacobacci im 3-5-2 (3-4-1-2) aufs Feld geschickt. Lex und Steinhart waren als Schienenspieler auf den Flügeln eingeplant. Startelfdebütant Cocic bekam die Rolle als Spielgestalter hinter den Spitzen.

Die Sechzger legten das System gegen den Ball ein klein wenig asymmetrisch an. Situationsbedingt verschob sich das System also in der Rückwärtsbewegung nicht immer zur flachen Fünferkette, sondern so, dass Lex auf der rechten Seite leicht versetzt vor Lang, der ebenfalls situationsabhängig den Flügel hielt, verteidigte. So war also die rechte Defensivseite, über die die Mehrzahl der Angriffe der Hausherren lanciert wurde, auf der Außenbahn oft doppelt besetzt.

Die Pressinglinie agierte bei den Löwen zu Beginn der Partie sehr hoch. Nach dem Gegentreffer ging es bis zur Halbzeitpause nicht ganz so aggressiv weiter und man gestattete Essen zu Gunsten der eigenen Kompaktheit mehr Raum im Spielaufbau. Die Defensivlinie legten die Löwen zunächst auf mittlerem Niveau.

Vor der genaueren Analyse wie immer die statistischen Werte der Kontrahenten.

Wichtige statistische Werte im Spiel Rot-Weiss Essen – TSV 1860

  • Ballbesitz: TSV 1860 43% – RWE 57%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 76% – RWE 81%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 62% – RWE 68%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 8/4 – RWE 11/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 8,95 – RWE 9,75

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz/Passgenauigkeit

Ballbesitz und Passgenauigkeit hängen wie so oft zusammen, von daher handeln wir beide Werte heute gemeinsam ab. Die Ursache der Ballbesitzvorteile von Rot-Weiss Essen gegenüber dem TSV 1860 München liegt vor allem in der Essener Ideenlosigkeit und dem Spielverlauf während der zweiten Spielhälfte. Wie meistens sind es die Querpässe in der eigenen Defensivabteilung während des behäbigen Spielaufbaus der Hausherren, die sowohl Passgenauigkeit als auch Ballbesitz bei Rot-Weiss Essen bevorteilen.

Sobald die Sechzger in Ballbesitz waren, wurde bis auf wenige Ausnahmen meist zügig der Weg in die gegnerische Spielfeldhälfte gesucht.

Wer schnell und direkt von hinten heraus spielt und nicht 100 (!) Querpässe in der eigenen Defensivabteilung fabriziert, hat logischerweise eine schlechtere Passgenauigkeit und eine schlechtere Ballbesitzquote zu verzeichnen.

Vergleicht man die Passperformance der Spieler, die für die Offensive zuständig sind, haben der TSV 1860 München und Rot-Weiss Essen insgesamt quasi eine ausgeglichene Bilanz.

Defensive Zweikampfquote

Obwohl die Löwen insgesamt eine deutlich schlechtere Quote bei den Zweikämpfen gegen den Ball haben, liegen sie bei der absoluten Zahl an gewonnen Defensivzweikämpfen nur um zwei verlorene Zweikämpfe schlechter als die Gastgeber.

Entscheidend dafür, dass trotz niedrigerer Zweikampfquote und weniger geführten Zweikämpfen die Löwen gegen den Ball den Essenern trotzdem Paroli bieten konnten, war das deutlich bessere Stellungsspiel der Löwen. Mit rund 55% mehr abgefangenen Pässen hatte der TSV 1860 gegenüber Rot-Weiss Essen die klar bessere Raumaufteilung in der Defensive.

In der eigenen Box verloren die Sechzger zudem keinen einzigen Zweikampf am Boden und nur einen einzigen in der Luft. Trotzdem gab es zwei vermeidbare Gegentore.

Schüsse/aufs Tor

Die Löwen schossen acht mal, davon gingen die Hälfte, nämlich vier Schüsse so aufs Tor, dass der Essener Torhüter Golz Arbeit bekam. Zwei der Schussversuche waren drin. Erfreulich dabei ist, dass alle Schüsse des TSV 1860, auch die beiden von außerhalb der gegnerischen Box, nicht geblockt werden konnten.

Ein weiterer erfreulicher Fakt ist, dass alle Schüsse der Sechzger aus zentraler oder halbzentraler Position abgefeuert wurden. Mit etwas mehr Genauigkeit von Deichmann und Greilinger in Minute 37′ und 70′ führt der TSV vor der Schlussphase mit drei Toren gegen Essen und fährt dort einen verdienten Sieg ein. Leider kam es anders.

Trotzdem muss man anerkennen, dass eine Schussgenauigkeit von 50% ein starkes Statement ist.

PPDA

Warum die Werte des Index für die Pressingintensität sind wie sie sind, könnt Ihr bereits der Einleitung entnehmen; ich werde mich da nicht wiederholen.

Auffällig war, dass die Hausherren bis zum eigenen Rückstand wenig Forechecking spielten und so dem TSV 1860 bis fast zur Mittelline Raum ließen, das Positionsspiel voranzubringen und hinter der vordersten Linie trotzdem genug Räume für lauffreudige Löwen zu finden waren. So musste der TSV 1860 nicht selbst behäbig mit Ballgeschiebe in der eigenen Defensivreihe agieren.

Mit präzisen Angriffen konnten die Sechzger trotz weniger Ballbesitz im Spiel öfter in den gegnerischen Strafraum eindringen und insgesamt übrigens doppelt so viele Ballkontakte dort verzeichnen als Essen in der Box der Löwen.

Die Tore

Hier könnt ihr die Tore und die Highlights der Partie noch einmal ansehen.

Das erste Gegentor nach einer eigenen Ecke durch einen Konter zu fangen, ist wieder einmal absolut unnötig gewesen.

Nach dem Befreiungsschlag in die Mitte des Spielfelds rücken die Essener schneller auf als es die Hintermannschaft der Löwen schafft, sich in die langsame Restverteidigung bestehend aus Steinhart und Moll wieder einzugliedern. Steinhart verpasst beim Rausrücken den Kopfball gegen Young. Es laufen nun drei Essener gegen den einsamen Moll auf Kretzschmar zu. Youngs gewonnenes Kopfballduell bringt die Kugel zu Berlinski, der sofort wieder steil auf den durchstartenden Young spielt. Dieser läuft allein auf den Torhüter zu. Den ersten Schuss verhindert der Ersatzkeeper der Löwen bravourös im Eins gegen Eins gegen den an diesem Nachmittag in mehreren Situationen glücklosen Young. Beim darauffolgenden Schuss von Harenbrock war er dann jedoch chancenlos.

Noch ein Wort zum Ausgleichstreffer. Vermutlich hätte Kretzschmar den Ball abgefangen, wenn Verlaat seinen Fuß nicht hinhält. So fälscht der Verteidiger das Spielgerät unglücklich zu Engelmann ab, der per Kopf einnetzt.

Die Aktion von Verlaat sehen in den sozialen Medien viele Beobachter wieder als Fehler an. Aber seht euch die Entstehung des Treffers mal genau an. Das Problem ist nicht die Aktion von Verlaat, auch wenn das am Ende die Vorlage für Engelmann ist. Das Problem war, dass Steinhart, der eigentlich in einer guten Position vor Engelmann steht, diesen seinem Mitspieler Greilinger überlässt. Dieser kam allerdings an dem im Vergleich zu ihm hünenhaften Essener nicht vorbei, um den Ball selbst per Kopf zu klären.

Das fiel auf

Ein mutiger Milos Cocic zeigt einen beherzten Auftritt, bei dem ihm nicht alles gelingt, von dem er aber doch viel Positives aus der Partie mitnehmen kann. Vor allem gegen den Ball mit nur einem verlorenen Defensivzweikampf war Cocic sehr präsent, und mit einer Quote von 66% angekommener Pässe ins letzte Drittel hatte Cocic bei vielen Angriffen der Sechzger entscheidend seine Füße im Spiel.

Yannick Deichmann ackert nach wie vor wie ein Besessener. 100% gewonnene Defensivzweikämpfe, ein Tor, eine Schussvorlage. Unbedingt halten, den Mann. Sofern er kein Angebot aus einer höheren Liga hat, muss Deichmann zu halten die oberste Priorität bei der Kaderzusammenstellung haben.

Späte Gegentore, die eine Party am Ende verhindern, sind das Kreuz, das der TSV 1860 München dieses Jahr mit sich herumschleppt. Von den insgesamt 49 Gegentreffern, die der TSV 1860 bis dato hinnehmen musste, fielen mit 16 fast 33% in der Schlussviertelstunde.

Fazit

Ein glücklicher Punkt für die Hausherren, die mit dem Last-Minute-Ausgleich wie im Hinspiel noch einmal den Kopf aus der Schlinge zogen.

Die jungen Spieler im Team des TSV 1860 drängen in die Stammelf: Cocic (19), Greilinger (22) und Lang (20). Wenn man es schafft, mit Wörl, der, ebenso wie Deichmann, zu den Schlüsselspielern bei den anstehenden Verlängerungen gehört, ein neues Arbeitspapier auszuhandeln, sehe ich optimistisch in die Zukunft.

Datenquelle: Wyscout

Video- & Fotogalerie zu Rot-Weiss Essen – TSV 1860 München

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Rot Weiss Essen RWE TSV 1860 Fotogalerie Titelbild

Im Gegensatz zum Hinspiel gab es heute aus beiden Fanblöcken keine Pyroshow zu sehen. Dennoch hatte der Besuch der Löwen an der Hafenstraße einiges zu bieten. Wir präsentieren Euch unsere Video- und Fotogalerie vom Spiel des TSV 1860 bei Rot-Weiss Essen.

Video von der Hafenstraße

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