Start Blog Seite 606

TSV 1860 sagt Unwahrheit über Dauerkartenpreise

82
Tsv 1860 Dauerkarte

Der TSV 1860 München hat auf seiner Website in Verbindung mit der neuesten Dauerkartenpreis-Erhöhung wahrheitswidrig behauptet, im Jahr 2022 seien die Dauerkartenpreise erstmalig seit der Rückkehr ins Grünwalder Stadion erhöht worden.

Trotz MVV Wegfall: über 60% Erhöhung für den Stehplatz

Ein Vollzahler-Ticket für einen Stehplatz wird beim TSV 1860 München in der kommenden Saison 285 Euro kosten. Das ist eine Preissteigerung von 20 Euro, so weit, so gut. In Verbindung des MVV-Wegfalls, dessen Ersparnis der TSV 1860 einbehält und nicht an seine ach so treuen Fans weitergibt, ergibt sich für einen in Zone M wohnenden Münchner daher folgende Preisgestaltung:

2022/2023 2023/2024
Ticketpreis Vollzahler Westkurve: 265 Euro 285 Euro
Anreise öffentlich aus Zone M Inkludiert 140,60 Euro*
GESAMT 265 Euro 425,60 Euro

* Hin- und Rückreise mit Einzelfahrkarte des MVV innerhalb der Zone M

Das bedeutet also eine faktische Preissteigerung von 60,6%.

TSV 1860 sagt in Pressemitteilung die Unwahrheit

Die Pressemitteilung zu den neuen Dauerkartenpreisen des TSV 1860 entspricht nicht der Wahrheit. Zitat:

“Im letzten Jahr wurden die Dauerkartenpreise erstmalig seit Rückkehr ins Grünwalder Stadion erhöht.”

Das entspricht nachweislich nicht der Wahrheit. Bereits in der Saison 2018/2019 wurde das Stehplatzticket um 23 Euro teurer.

Die Entwicklung der Dauerkartenpreise für einen Stehplatz (Vollzahler) der vergangenen Jahre:

Saison

 

2017/2018

Preis in EUR

 

199 inklusive MVV

2018/2019 222 inklusive MVV
2019/2020 245 inklusive MVV
2020/2021 245 inklusive MVV
2021/2022 245 inklusive MVV
2022/2023 265 inklusive MVV
2023/2024 285 exklusive MVV

(inkl. Anreisekosten öffentlich sogar 425,60)

Hierbei ist noch unberücksichtigt, dass zwischenzeitlich die Ermäßigung für Mitglieder wegfiel und ebenfalls für einen Großteil der Fans eine faktische Preissteigerung bedeutete.

Recherchen aus unseren eigenen Dauerkartenbestellungen haben gezeigt: Bereits für die Saison 2018/2019 und die darauf folgende Saison 2019/2020 gab es Preiserhöhungen – jeweils um ca. 20 Euro. Hat die KGaA ihre eigenen Zahlen nicht im Blick oder war es gar ein Versehen? Eine klarstellende Pressemitteilung wäre daher in jedem Fall angebracht.

Interview-Aussagen von Marc-Nicolai Pfeifer sind sehr kritisch zu sehen

Darüberhinaus sprach der KGaA-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer in seinem gestrigen Interview sogar davon, dass die Preiserhöhungen unterhalb von 6-7% liegen sollen. “Zum Zeitpunkt, als wir die Preiserhöhung festgelegt haben, lag die Inflation bei sechs, sieben Prozent. Und wir haben gesagt, dass wir da drunter liegen wollen.” Das mag vielleicht in der Summe stimmen.

In der Stehhalle jedoch muss der Löwenfan jedoch 15% Preiserhöhung (von 500 auf 575 Euro) schultern. Ebenso stimmt Pfeifers Ankündigung, dass die Tickets für Kinder preislich unverändert bleiben, nicht. “Unsere Kinder, die Löwen von morgen, werden wir komplett außen vor lassen”, erklärte Pfeifer in der SZ. Allerdings spricht die heute veröffentlichte Preisliste für die Stehhalle da eine andere Sprache. Denn der kleine Löwe im Alter zwischen 6 und 14 Jahren muss 30 Euro mehr berappen, der Preis steigt von 250 auf 280 Euro. Man fragt sich deshalb schon, wieso einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe der Preise solche – nennen wir es – alternativen Fakten – von höchster Stelle kund getan werden.

Saison 2023/24: TSV 1860 erhöht Preis für Dauerkarte

4
Tsv 1860 Dauerkarte

Wie Finanzgeschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer bereits im Interview mit der SZ ankündigte, erhöht der TSV 1860 zur neuen Saison die Preise für die Dauerkarte. Besonders Dauerkarteninhaber in der Stehhalle müssen tiefer in die Tasche greifen. Die Nutzung des MVV an Spieltagen ist zudem nicht mehr inbegriffen.

TSV 1860 erhöht Preis für Dauerkarte

In seiner Pressemitteilung appelliert der TSV 1860 an die Treue und Loyalität seiner Anhänger. Angesichts der derzeitigen Querelen, der sportlichen Misere, der Preiserhöhung der gleichzeitig erfolgenden Minderleistung ein mutiger Ansatz.

Nichtsdestotrotz hoffen die Löwen auf reißenden Absatz der Dauerkarten für das Grünwalder Stadion. Der Vorverkauf startet am 31.05. im Ticketing des TSV 1860.

Die neue Dauerkarte 2023/24 kann aufgrund der insgesamt gestiegenen Kostenstruktur leider zu den offerierten Konditionen kein Ticket für den MVV enthalten. Eine kostenpflichtige optionale Zubuchung des MVV-Tickets auf die Dauerkarte wurde geprüft und ist leider ebenso wenig möglich.

Der Wegfall des Kombi-Tickets gibt den Löwen immerhin die Chance, die Steigerung der Stadionkosten, trotz der Erhöhungen der Ticketpreise, teilweise zu kompensieren. Wenn man alles zusammenrechnet, geht nach der Preiserhöhung also alles plus minus null auf.

Allerdings trifft das halt nur auf die KGaA zu und nicht auf den Fan…

Der Stadionbeuch wird teurer

Auf der Homepage des TSV 1860 heißt es:

Der Dauerkartenverkauf beginnt am 31. Mai 2023 exklusiv für alle Dauerkarten-Inhaber der Saison 2022/2023, die damit ein Vorkaufsrecht erworben haben. Jeder Dauerkarten-Inhaber der Saison 2022/23 mit korrekt hinterlegter E-Mail-Adresse erhält am 31. Mai die Reservierungsbestätigung per E-Mail. Alle anderen Dauerkarten-Inhaber erhalten die Reservierungsbestätigung per Post. Die erste Verkaufsphase endet am 14. Juni 2023.

Der Versand der Dauerkarten wird rechtzeitig vor dem ersten Heimspiel erfolgen. Natürlich erhalten Dauerkartenkäufer auch weiterhin ein Vorkaufsrecht für die nächste Dauerkarte 2024/25.

Das sind die neuen Preise

 

Aktion: Mitgliedschaft beim TSV 1860 zum Vatertag

3
T-Shirt Wir sind der Verein TSV München von 1860 e.V. sieben jahre stillstand stadt verein menschen
Shirt des TSV 1860 e.V.: Wir sind der Verein

Bekanntermaßen ist am morgigen Donnerstag Vatertag – und der TSV 1860 München e.V. hat zu diesem Anlass ein besonderes Angebot parat!

Mitgliedschaft bei 1860 zum Vatertag

Wieso nicht zum Vatertag die Mitgliedschaft beim TSV 1860 verschenken? Der e.V. erlässt dafür sogar die Aufnahmegebühr.

Mit einer Mitgliedschaft in einer der Abteilungen des TSV 1860 München schenkst Du Deinen Eltern die Möglichkeit, eine völlig neue Sportart auszuprobieren, bei der Sechzger-Blaskapelle zu musizieren, bei der Abteilung Vereinsgeschichte die Historie des TSV kennenzulernen oder erhöhst die Chancen auf eine Dauerkarte fürs Grünwalder Stadion. Und ganz nebenbei schenkst Du ihnen auch eine große Portion Spaß, Unterhaltung und Zusammenhalt.  

Für ALLE, die bis zum 18.05. eine Mitgliedschaft abschließen oder verschenken, entfällt die Aufnahmegebühr!

Sportangebot bei den Löwen

Auf der Homepage des Hauptvereins findet Ihr unter den Reitern “Verein” und “Sportangebot”, welche Aktivitäten Eure Eltern im Löwenrudel entdecken können oder welche Aktivitäten Ihr gemeinsam als Familie unternehmen könnt.

Vatertag für Löwenfans

Auch dieses Jahr hält der Vatertag einige vielversprechende Aktionen für (männliche) Löwenfans bereit. Das Löwenstüberl belohnt generationsübergreifende Treue in Löwenfamilien und wer es etwas handfester mag, kann sich einen schönen Tag im Bierzelt mit den Boxern des TSV 1860 München machen.

Wer sich die erfolgreiche Riege der Boxlöwen mal wieder live anschauen will, sollte sich am Vatertag nach Trudering aufmachen. Dort findet ab 10:30h das traditionelle Vatertagsboxen statt. Die Löwen empfangen eine Berliner Auswahl und auf beiden Seiten wird es olympische Boxer zu bewundern geben.

Titelbild: TSV 1860 München e.V.

Pfeifer im Interview: Nur 500.000 Euro Minus trotz Corona

68
Günther Gorenzel Marc Nicolai Pfeifer Geschäftsführer

In einem Interview mit der SZ nimmt Finanzgeschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer Stellung zu diversen Themen rund um den TSV 1860. So verrät er, dass in der Saison 2021/22 trotz Corona lediglich ein Defizit von 500.000 Euro zu beklagen war. Zudem bestätigte er, dass die Dauerkarten-Preise zur neuen Saison vor allem in der Stehhalle erhöht werden.

Marc-Nicolai Pfeifer im Interview

Nicht zuletzt aufgrund struktureller Verbesserungen habe sich der TSV 1860 in den letzten Jahren finanziell weiterentwickeln können, so Pfeifer. Der Geschäftsführer verrät:

“Wir haben in den vergangenen drei Jahren zwei Millionen Euro mehr Substanz geschaffen. Im Jahresabschluss 2021/22, den wir in Kürze veröffentlichen werden, sieht man: Das Ergebnis ist nur leicht negativ. (…) Knapp 500 000 Euro Minus – und das, obwohl diese Phase immer noch stark von der Corona-Pandemie geprägt war und wir stärker in den Kader investiert haben.”

Dieses Defizit wurde nach Angaben Pfeifers durch Hasan Ismaiks Finanzierungszusage ausgeglichen.

“Wir konnten den Fehlbetrag aus einer Finanzierungszusage der HAM aus der Saison 2020/2021 darstellen. Unabhängig davon haben wir in jener Saison 12,4 Millionen Euro Umsatz generiert und davon Ticketerlöse auf dem Niveau wie kein anderer Drittligist! Ein Grund dafür war natürlich die gute Performance im Sport mit den drei DFB[1]Pokal-Runden bis zum Achtelfinale.”

Wenn man bedenkt, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Fanartikel des TSV 1860 zu weiten Teilen an Hasan Ismaik fließen, kommt man zu dem Schluss, dass der Mehrheitsgesellschafter trotz Corona vermutlich kein eigenes Geld in die KGaA stecken musste, um den Spielbetrieb zu unterstützen.

Pfeifer über Gorenzel, das Budget und die zwei Lager

Darüber hinaus äußerte sich Marc-Nicolai Pfeifer im Interview u.a. zu folgenden Themen:

Investoren- bzw. Vereinsnähe:
“Wenn ich gleichzeitig mit Anthony Power im Fitnessstudio bin, bin ich investorennah. Wenn ich mit Robert Reisinger golfen gehe, bin ich e.V.-lastig. Ich versuche, meine menschlichen Werte zu leben, egal wer mir begegnet. Das ist in der repräsentativen Aufgabe eines Geschäftsführers auch die gebotene Normalität.”

Budget für die kommende Saison:
“Im Mai waren unsere Budgets immer zwischen 3,8 und 4,8 Millionen Euro. Letztes Jahr sind wir dann letztlich auch noch auf rund sechs Millionen hoch.”

Die Kritik Hasan Ismaiks an Geschäftsführer Günther Gorenzel:
“Ich bewundere, wie professionell Günther mit der Situation umgeht, dass er sich auf die Sachebene besinnt und strukturiert weiterarbeitet. Wir müssen im kaufmännischen und sportlichen Bereich fleißig arbeiten, mit guten Ergebnissen und Vorschlägen dann die Gremienmitglieder damit begeistern.”

Preiserhöhung vor allem in der Stehhalle

Im weiteren Verlauf des Gesprächs bestätigte Pfeifer, dass die Löwenfans zur neuen Saison mit einer weiteren Preiserhöhung bei den Dauerkarten rechnen müssen. Nicht betroffen seien jedoch Kinder und auch Stehplatzbereich im Grünwalder Stadion käme glimpflich davon. Insbesondere in der Stehhalle müsse man jedoch zukünftig noch tiefer in die Tasche greifen.

Die Preiserhöhung werde “unter der Inflationsrate” liegen, so Pfeifer. Wie viel teurer werden die Tickets denn nun?

“Zum Zeitpunkt, als wir die Preiserhöhung festgelegt haben, lag die Inflation bei sechs, sieben Prozent. Und wir haben gesagt, dass wir da drunter liegen wollen.”

Gerade für Fans, die mit dem MVV anreisen, dessen Leistungen zukünftig nicht mehr von der Dauerkarte abgedeckt werden, eine schwierige Situation.

“Wir haben darüber nachgedacht, so ein Kombiticket optional zubuch[1]bar anzubieten, aber das ging in den Gesprächen mit dem Verkehrsverbund nicht weiter. Da sind wir zu keinem guten Ergebnis gekommen.”

Man darf gespannt sein, wie viele Fans des TSV 1860 unter diesen Umständen zukünftig auf den Erwerb eines Saisonabos verzichten werden…

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 U17 bei Stuttgarter Kickers

1
TSV 1860 Wochenende profis u21 u19 u17 futsal nlz löwen dritte vierte löwinnen

Nachdem die U17 des TSV 1860 in der Sonderspielrunde zuletzt einen Heimsieg gegen den SV Darmstadt 98 feiern konnte, will sie nun am Sonntag bei den Stuttgarter Kickers nachlegen.

TSV 1860 U17 bei Stuttgarter Kickers

Ein Sieg, eine Niederlage – mit einer ausgeglichenen Bilanz reist die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl am Sonntag nach Stuttgart-Degerloch. Zu unterschätzen sind die Stuttgarter Kickers jedoch keinesfalls. Der Nachwuchs des Regionalliga-Aufsteigers hat in seinem ersten Match Hertha BSC besiegt. Gegen die Hauptstädter hatten die Junglöwen zum Auftakt der Sonderspielrunde mit 2:3 das Nachsehen.

Die U19 ist bereits am Samstag Vormittag beim FC St. Pauli im Einsatz.

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 17.05.

19.00 Uhr: FC Perlach 1925 – Senioren B -:-
20.00 Uhr: Kirchhheimer SC – Senioren A -:-

Donnerstag, 18.05.

12.00 Uhr: U9 – TSV Betzingen U10 -:-
13.00 Uhr: FC Augsburg – U13 -:-
13.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U15 -:-
14.00 Uhr: U16 – FC Schweinfurt 05 U17 -:-

Zudem nimmt die U12 an einem Landesvergleich in Ingolstadt mit den Schanzern und der SpVgg Greuther Fürth teil.

Freitag, 19.05.

19.00 Uhr: Profis – SV Waldhof Mannheim -:-
20.00 Uhr: Senioren C – TSV München-Ost -:-

Die U10 ist von Freitag bis Sonntag bei einem Turnier in Budapest im Einsatz.

Samstag, 20.05.

11.00 Uhr: FC St. Pauli – U19 -:-
11.30 Uhr: U12 – SpVgg Unterhaching -:-
14.00 Uhr: FC Deisenhofen – U21 -:-
17.00 Uhr: Löwinnen I – TSV Hohenbrunn-Riemerling -:-

Darüber hinaus bestreitet die U13 ein Turnier in Freiham mit dem SB Chiemgau Traunstein, FT Freiham, dem 1. FC Passau, Wacker Burghausen und der SpVgg Unterhaching.

Die U11 ist am Samstag und Sonntag bei einem Turnier in Vaihingen in Einsatz, die U9 in Untertürkheim.

In einem Turnier der Ehrenliga treffen die Senioren des TSV 1860 auf den FC Fürstenfeldbruck, die SG Croatia/Dinamo München, den TSV Alling und den FC Bayern.

Auch die Senioren B sind im Einsatz und treffen im Rahmen eines Turniers auf den FC Türk Sport Garching und den FC Fürstenfeldbruck.

Sonntag, 21.05.

11.00 Uhr: TSV Großhadern II – Vierte -:-
13.00 Uhr: FC Augsburg – U14 -:-
14.00 Uhr: Stuttgarter Kickers – U17 -:-
14.45 Uhr: FC Bosna i Hercegovina – Dritte -:-
15.30 Uhr: SpVgg Unterhaching – U16 -:-

Sechzig um Sieben: Interview Teil II mit Hasan Ismaik online

0
Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Hasan Ismaik bestimmt weiterhin die Schlagzeilen rund um den TSV 1860 München. Gestern wurde der zweite Teil des Interviews mit der Abendzeitung veröffentlicht. Auch dort finden sich wieder äußerst fragwürdige Aussagen, die den ein oder anderen Löwenfan mit dem Kopf schütteln lassen. Außerdem ist eine neue Folge des sechzger.de Talks online und sechzger.de hat einen Blick auf den Zwischenstand in den Regionalligen geworfen.

sechzger.de Talk Folge 107 online

Nach dem Remis bei Rot-Weiss Essen kehrt Jan in die Rolle des Moderators zurück und empfängt in Folge 107 drei Gäste. Das sind zum einen die beiden Redakteure Thomas und Bernd, zum anderen als Gast Michael aus Bamberg. Zu Beginn stellt er sich vor und berichtet dabei ein wenig aus seiner Fankarriere. Im Anschluss wird der Punkt in Essen ausführlich besprochen. Sowohl das Geschehen auf dem Rasen als auch auf den Rängen kommt dabei zur Sprache. Abschließend blicken die vier noch auf das letzte Heimspiel gegen Mannheim voraus.

Zwischenstand in den Regionalligen

Wer wird die 3.Liga in der nächsten Saison als Aufsteiger bereichern? Diese Frage ist in manchen Regionalligen bereits beantwortet. Zwei Viertligisten müssen allerdings in Relegationsspielen noch einen weiteren Teilnehmer ermitteln. Den aktuellen Stand gibt es hier in der Übersicht.

Interview von Hasan Ismaik, zweiter Teil

Gestern abend erschien der zweite Teil des Interviews mit Hasan Ismaik in der Abendzeitung. Der begonnene Rundumschlag in Richtung e.V. wurde dabei weiter fortgesetzt. Eine vernünftige Zusammenarbeit scheint zwischen den beiden Gesellschaftern nicht möglich zu sein, erst recht nicht nach den Aussagen von Ismaik in den letzten beiden Tagen. Zudem wird das Thema Turnhalle beleuchtet und Ismaik äußert, dass sein Statthalter Anthony Power seit seiner Übernahme der erfolgreichste Geschäftsführer des TSV 1860 München war.

Kommentar zu den Aussagen von Hasan Ismaik

Bereits zuvor äußerte sich Stefan Kranzberg in einem Kommentar zum ersten Teil des Interviews und kritisierte Hasan Ismaik stark. Die zentrale Frage ist dabei, was der Kreditgeber mit seinen Aussagen erreichen will. Eine Antwort darauf findet der Autor allerdings nicht. Hier geht es zum Kommentar, der bereits fleißig im Kommentarbereich diskutiert wird.

News aus der 3.Liga

Berlinski mit Nasenbeinbruch

Die Diagnose hat sich bestätigt. Ron Berlinski, Stürmer von Rot-Weiss Essen, hat sich im Duell mit dem TSV 1860 München einen Nasenbeinbruch zugezogen. Er wurde bereits am Montag operiert und könnte im nächsten Spiel gegen den Halleschen FC wieder zum Einsatz kommen.

VfB Lübeck geht mit Pfeiffer in die 3.Liga

Lukas Pfeiffer, Trainer beim Aufsteiger VfB Lübeck aus der Regionalliga Nord, hat keine UEFA-Pro-Lizenz vorzuweisen. Diese wäre für die 3.Liga allerdings zwingend notwendig. Dennoch wollen die Lübecker mit ihrem Aufstiegscoach das Abenteuer 3.Liga angehen, da man im Sportvorstand “von den Qualitäten absolut überzeugt” sei. So könnte eine Geldstrafe für den VfB drohen, die der Verein allerdings in Kauf nehmen möchte.

Vierter Offizieller beschlossen

Die 3.Liga bekommt ab der nächsten Saison einen vierten Offiziellen an der Seitenlinie. Was in den ersten beiden Profiligen bereits seit Jahren gang und gäbe ist, wird nun für die Drittklassigkeit nachgeholt. Auf die Vereine kommen dabei Kosten in Höhe von 10.000€ hinzu. Bereits im Januar wurde über die Einführung eines vierten Offiziellen diskutiert.

 

Hasan Ismaik Interview in der AZ, Teil II: Rundumschlag fortgesetzt

78
Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Hasan Ismaik, Kreditgeber des TSV 1860 München, hat erneut der Abendzeitung ein ausführliches Interview gegeben. Gestern haben wir bereits über den ersten Teil berichtet.

Interview: Ismaik mit Rundumschlag gegen den e.V.

Heute folgte der zweite Teil, in voller Länge in der Abendzeitung zu lesen. Hier nur in Auszügen:

Ismaik über:

…die Frage, warum er sich noch nicht mit Robert Reisinger getroffen hat:

“Als ich in München war, war Reisinger mit seinem Sohn in Südafrika”

…welchen Ausweg es aus dem Konflikt mit dem Präsidium gibt:

Eine wirkliche Antwort konnten wir in seiner “Antwort” nicht erkennen. Bitte selber in der Abendzeitung nachlesen.

…ob ihm statt Reisinger ein anderer Ansprechpartner lieber wäre:

Wenn es eine Antwort gibt, dann die dass sich Reisinger mit Ismaiks Vertretern in München unterhalten soll.

…zur Turnhalle:

“Sie müsse einen Nutzen für 1860 haben und dürfe nicht das Denkmal eines einzelnen sein”

(Anmerkung der Redaktion: Der Bau der Turnhalle ist im Erbpachtvertrag den die HAM übernommen hat zwingend vorgesehen)

Eine Turnhalle für den TSV 1860 – das ist der aktuelle Stand

…über Anthony Power und die Feststellung der AZ, dass Ismaiks Ruf durch Powers wirken beeinträchtigt werden würde:

Anthony will, dass 1860 wieder erfolgreich wird, und selbst die oberflächlichste Betrachtung der Leistung des Unternehmens seit meiner Übernahme zeigt, dass Anthonys Zeit als Geschäftsführer die erfolgreichste Amtszeit war. Ich möchte Ihre Leser herausfordern, eine andere Person zu finden, die versucht hat, mehr für 1860 zu tun, ohne dabei ihre eigenen persönlichen Ziele zu verfolgen.

Den Rest des Interviews bitte in der Abendzeitung nachlesen.

Kommentar von Stefan Kranzberg: Hasan Ismaik & der TSV 1860

85
Grundsatzurteil - Hannover Kind
Choreographie der Münchner Löwen - 50+1 unverhandelbar! Quelle: muenchnerloewen.de

Gestern Abend veröffentlichte die AZ ein Interview, in dem sich Hasan Ismaik, Mehrheitsgesellschafter der TSV 1860 München GmbH & Co. KGaA, (mal wieder) negativ über den e.V. und dessen Verantwortliche äußerte. Ich kann mich ehrlich gesagt bis jetzt nicht final entscheiden, ob ich aufgrund der Absurdität seiner Aussagen lachen oder weinen möchte. Demnächst soll sogar ein zweiter Teil des Interviews folgen – es ist mit dem Schlimmsten zu rechnen! Ein Kommentar von Stefan Kranzberg.

Kommentar von Stefan Kranzberg

Seit 2011 ist Hasan Ismaik nun bereits beim TSV 1860 involviert und noch immer ist nicht so ganz klar, welches Ziel der Geschäftsmann mit seinem Invest verfolgt. Für die angekündigte “Augenhöhe mit Barcelona” nahm er bewusst den Umweg über die Regionalliga Bayern in Kauf und fühlte sich danach vermutlich nicht zum ersten Mal schlecht beraten. Bereits bei seinem Einstieg bei den Löwen wäre es wohl besser gewesen, wenn da jemand gewesen wäre, der ihm die 50+1-Regel erklärt. Auch in der Saison 2016/17 wäre es durchaus hilfreich gewesen, ihm, der vom Fußball und dessen Dynamik innerhalb einer Mannschaft ganz offensichtlich keinerlei Ahnung hat, jemanden zur Seite zu stellen, der sich damit auskennt. Gelbe Seiten statt geballter Power.

So wuchs der Schuldenstand der KGaA auf ein Rekordhoch, den Doppelabstieg gab es gratis dazu. Und das alles nur, weil Ismaik dachte (oder zugeflüstert bekam), dass 50+1 in der Regionalliga nicht mehr gelte und er dann schalten und walten könne, wie er möchte. Aber so läuft das hier halt nicht – und das ist gut so.

Hasan Ismaik und der TSV 1860

Nachdem sich Ismaik über längere Zeit medial zurückgehalten hatte, startete er vor einigen Monaten eine neue Offensive. Mal wurde der Geschäftsführer Sport abgewatscht, mal die von den Mitgliedern des TSV 1860 gewählte Vereinsführung. Dass dabei argumentativ eher Dünnbrettbohrerei betrieben wurde, verwundert nicht. Man kann sich ja vorstellen, woher es kommt, und für Bücherattrappen statt tatsächlicher Wälzer muss ja keine Substanz vorhanden sein, um sie zu halten.

Und wieder stellt sich die Frage: Was bezweckt der Mehrheitsgesellschafter? Möchte er die Kündigung des Kooperationsvertrages provozieren, weil er weiß, dass der Verein im Falle eines angedachten Verkaufs seiner Anteile ein Vorkaufsrecht besitzt?

Klar, nächstes Jahr sind Wahlen auf der Mitgliederversammlung des Vereins, Ismaik möchte “seine” Seite in Position bringen und die Gegenseite ins Abseits stellen. Aber ganz ehrlich: Für wie blöd hält der die Leute? Das mag in einer aus zwei Buchstaben und zwei Ziffern bestehenden Blase funktionieren, aber darüber hinaus wird immer mehr Menschen klar, dass es Ismaik eindeutig an Seriosität und Interesse am TSV 1860 mangelt. Ein erfolgreicher Geschäftsmann, der ausschließlich über Social Media kommuniziert und auch nur über Statthalter kontaktiert werden möchte? Ein Mehrheitsgesellschafter, der sich lieber von ausgesuchtem Publikum bauchpinseln lässt, statt mit dem Mitgesellschafter ein Konzept zu erarbeiten, wie man die Löwen stärker und erfolgreicher machen könnte? Klingt unglaublich, aber genau das ist die Vorgehensweise von Hasan Ismaik.

Natürlich haben wir auch versucht, Robert Reisinger eine Antwort auf die Frage nach Hasan Ismaiks Motivation zu entlocken. Verständlicherweise hält sich der Präsident des TSV 1860 diesbezüglich bedeckt:

“Die offensichtlichen Widersprüche in Hasan Ismaiks Interviewaussagen aufzudecken und zu analysieren, kann Aufgabe kritischer Presse sein. Bitte habt Verständnis, dass wir als Vereinsvertreter einzelne Passagen nicht öffentlich kommentieren. Wir setzen weiter auf den internen Dialog mit unserem Mitgesellschafter.”

Wann kommt endlich die Auflösung?

Es war vor gar nicht langer Zeit, da…wurden Anthony Power und Ex-Trainer Michael Köllner für die Zusammenstellung des Kaders über den grünen Klee gelobt. Ganz klar, dass diese beiden für die Erfolge zu Saisonbeginn verantwortlich waren. Und jetzt? Natürlich ist es die Schuld des e.V., dass wieder einmal eine Saison in den Sand gesetzt wurde und diese unsäglichen Geschäftsführer erst… Es ist also wie immer: Alle anderen sind schuld, er selber sei nicht das Problem, so Ismaik.

Solange Ismaik seine Anteile nicht verkauft, bleibt mir eine Hoffnung:

Irgendwann muss das doch mal aufgelöst werden, dass es sich bei der Figur Hasan Ismaik um ein Langzeit-Projekt von Hape Kerkeling handelt…

Titelbild: muenchnerloewen.de

sechzger.de Talk Folge 107 vor TSV 1860 München – Waldhof Mannheim

1
sechzger.de Talk Folge 107 Essen auswärts und vor TSV 1860 München - SV Waldhof Mannheim

Nach dem Unentschieden gegen Rot-Weiss Essen und vor dem letzten Heimspiel der Saison 2022/23 gegen den SV Waldhof Mannheim empfängt Moderator Jan in sechzger.de Talk Folge 107 nach zwei Wochen Urlaubspause drei Gäste. Neben den Redakteuren Bernd und Thomas ist das Löwenfan Michael aus Bamberg. Zwei von ihnen waren im Stadion an der Hafenstraße vor Ort und können daher hautnah vom Spiel berichten.

Vorstellung Gast: Michael aus Bamberg

Ein Fußballfan durch und durch – so kann man Michael aus Bamberg, Gast in Folge 107 des sechzger.de Talks, wohl am besten beschreiben. Dem TSV 1860 München ist er treu verbunden und war am Sonntag in Essen anzutreffen. Aber auch andere Spiele oder Vereine verfolgt er interessiert. Einen kleinen Abriss darüber gibt es als Einleitung im Podcast zu hören, bevor sich die Teilnehmer dem Geschehen in Essen widmen.

Das Remis gegen Rot-Weiss Essen

Deichmann und Greilinger konnten die Partie für die Löwen am Sonntag in Essen drehen, doch kurz vor Schluss fiel dann doch der Ausgleich für die Gastgeber. Während Jan und Bernd das Geschehen vor dem Fernseher verfolgten, waren Thomas und wie angesprochen Michael live im Stadion dabei. Entsprechend können sie ihre Eindrücke aus Essen schildern, unter anderem auch die Situation, als mehrere Fans den Block im Verlauf der ersten Halbzeit verließen. Darüber hinaus nutzten beide die Gelegenheit und waren bei weiteren Spielen am Wochenende zu Gast.

Letztes Heimspiel gegen Waldhof Mannheim

Am Freitagabend (18:60 Uhr, sechzger.de Liveticker) empfangen die Löwen dann den SV Waldhof Mannheim unter Flutlicht zum letzten Heimspiel in der Saison 2022/23. Die Barackler haben sich nach zwei vermeidbaren Niederlagen mittlerweile aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet und liegen mit 57 Punkten auf Rang 7. Für beide Mannschaften geht es also nur noch darum, die Spielzeit vernünftig ausklingen zu lassen. Dass Jacobacci dabei jedes Spiel gewinnen will, bewies er in den letzten Wochen bereits des Öfteren. Spannend dürfte zu beobachten sein, ob junge Spieler wie Wicht oder Cocic sich erneut für die nächste Spielzeit beweisen dürfen.

Der sechzger.de Talk 107 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Vorschau auf die Saison 23/24 – der Blick in die Regionalligen

1
Steigerwaldstadion Erfurt Beim Spiel Gegen Den TSV 1860 München September 1991
Steigerwaldstadion Erfurt Beim Spiel Gegen Den TSV 1860 München September 1991

Die Regionalliga besteht bekanntermaßen aus fünf Staffeln, aus denen sich insgesamt vier Mannschaften für die 3. Liga qualifizieren. Die Meister der Regionalliga West und Südwest steigen direkt auf, während die beiden übrigen Aufstiegsplätze auf die Regionalligen Nord, Nordost und Bayern verteilt werden. Ein Meister aus Nord, Nordost und Bayern steigt nach einem jährlich rotierenden System direkt auf, während die beiden übrigen Meister in Aufstiegs-Playoffs (Hin- und Rückspiel) den vierten Startplatz für die 3. Liga ausspielen.

Vorschau auf die Saison 23/24 – der aktuelle Stand in den Regionalligen

Die Relegationsspiele

in der aktuellen Saison spielen die Meister der Regionalliga Bayern und der Regionalliga Nordost um den heiß ersehnten Aufstiegsplatz. Während in Bayern die SpVgg Unterhaching bereits als Meister feststeht, ist das Rennen im Nordosten der Republik noch offen. Hier hat Energie Cottbus (66 Punkte) zwar aktuell die Nase vorne, kann rechnerisch aber noch durch Rot-Weiß Erfurt (62 Punkte) eingeholt werden. Zwei Spiele werden noch gespielt.

Dies wäre natürlich eine wahnsinnige Leistung der Thüringer, die in der Saison 2017/18 erst aus der 3. Liga aufgrund Insolvenz abgestiegen sind und bis in die Oberliga abgestürzt waren. Erst zur aktuellen Saison konnte man wieder in der Regionalliga antreten, nachdem die Mannschaft 2021/22 souverän Meister der Oberliga Nordost geworden ist.

Die SpVgg Unterhaching hingegen konnte den Meistertitel bereits am 35. Spieltag fix machen, nachdem die Kickers aus Würzburg bei den “Amateuren” aus der Seitenstraße patzten. Die Vorstädter gewannen ihre Partie bei der DJK Vilzing und krönten sich selbst somit.

Die Relegationsspiele finden am Donnerstag, den 01.06. sowie Montag, den 05.06. statt. Der Vertreter der Regionalliga Nordost hat im Hinspiel das Heimrecht, Unterhaching im Rückspiel.

Wie und ob es für den ehemaligen Bundesligaclub tatsächlich weitergeht, steht aber noch in den Sternen.

Wie geht es weiter mit der SpVgg?

Trainer Sandro Wagner hatte bereits vorzeitig seinen Abschied angekündigt. Auch, weil trotz des Gewinns der Meisterschaft die Verantwortlichen um Präsident Manfred Schwabl derzeit noch die Frage umtreibt, ob es überhaupt möglich ist, in der Saison 2023/24 in der dritten Liga zu spielen. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten die Würzburger Kickers möglicherweise doch noch die Chance auf den Drittliga-Aufstieg erhalten. Oder zumindest auf die beiden Relegationsspiele.

Präsident Schwabl hat eine Lizenz beantragt und vom DFB auch erhalten, allerdings nur unter Auflagen. Auflagen erhalten haben auch viele andere Mannschaften, die den finanziell schwierigen Regionalliga-Bereich hinter sich lassen möchten und den Aufstieg in die ebenfalls finanziell anspruchsvolle 3. Liga anstreben. Die genauen Details der Auflagen wurden von den Verantwortlichen der Hachinger bisher noch nicht kommuniziert.

Es besteht kein Zweifel daran, dass der Aufstieg in die 3. Liga für Haching ein gewisses Risiko darstellt. Allerdings soll es kein Himmelfahrtskommando werden, wie es zuvor für viele andere Vereine der Fall war. Präsident Schwabl hat mehrfach betont, dass er die Zukunft der SpVgg nicht aufs Spiel setzen möchte, indem er beispielsweise das kostenintensive Nachwuchsleistungszentrum aufgibt, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können.

Die finanziellen Probleme der aktuellen Saison sollen nur “kurzfristige Engpässe” gewesen sein. Haching war mehrfach mit den Gehaltszahlungen im Rückstand. Präsident Schwabl sagt, es sei kein substanzielles Problem. Wir werden sehen…

Der Meister der Regionalliga Nord

Im Meisterschaftsrennen der Regionalliga Nord hat der VfB Lübeck am letzten Spieltag eine Schlappe hinnehmen müssen. Die Hansestädter verloren die Partie gegen den letztjährigen Drittliga Teilnehmer TSV Havelse und rangieren zwei Spieltage vor Schluß 4 Punkte hinter der Zweitvertretung des HSV. Da die Rauten aber nicht die Lizenz für die 3. Liga beantragt haben, steht der VfB Lübeck (70 Punkte) dennoch bereits als Aufsteiger fest, da er uneinholbar  vor den weiteren Teams der RL NO liegt.

Somit steht bereits fest, dass den Löwen auch in der nächsten Saison auch nach dem (voraussichtlichen) Abstieg des SV Meppen und des VfB Oldenburg zumindest eine weite Auswärtsfahrt blüht.

Der Meister der Regionalliga West

In der Regionalliga West steht seit dem letzten Spieltag auch ein alter Bekannter wieder als Meister fest. Die (Sau-) Preußen aus Münster sicherten sich den Titel Meister der Regionalliga West bereits Ende April, am 31. Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf II. Drei Jahre nach dem selbsternannten “Betriebsunfall” kehren die Münsterländer nun in den Profifußball zurück. Die Begeisterung dürfte sich bei den Löwenfans darüber allerdings eher in Grenzen halten, nach den Vorkommnissen rund um den ersten Gastauftritt der Löwen im Preußenstadion. Rund um das Stadion wurden ganz normale Fans, Familien und Kinder überfallen und ihrer Schals beraubt.

Sportlich und finanziell ist bei den Münsteranern jedoch Demut angesagt – der Etat soll sich im unteren Bereich der 3. Liga befinden. Der langwierige Stadionumbau, der voraussichtlich bis 2027 andauern wird, ermöglicht allerdings langfristig die Teilnahme an der 3. Liga und lässt sogar ein wenig von der 2. Liga träumen. Der Aufstieg kann im Münsterland also in vollen Zügen genossen werden. Dennoch scheint es unwahrscheinlich, dass man bei Preußen die Bodenhaftung verliert.

Wer macht das Rennen in der Regionalliga Südwest?

Auch hier ist das Rennen noch offen – wenn auch mit großen Vorteilen zu gunsten der Schwaben aus Ulm. Der SSV 1846 Ulm Fußball – so der ganze Name – liegt zwei Spielrunden vor Schluß 4 Punkte vor Konkurrent TSV Steinbach Haiger. Der heutige Verein SSV Ulm 1846 entstand im Jahr 1970 durch die Fusion der beiden Vereine TSG Ulm 1846 und 1. SSV Ulm 1928. Die Fußballabteilung des SSV Ulm 1846 war bis zur Abspaltung 2009 Teil dieses Vereins.

Nachdem Steinbach am Samstag bereits vorgelegt und seine Partie gegen den FC Astoria Walldorf mit 2:0 gewann, zog der SSV Ulm am Sonntag nach und gewann seinerseits zu Hause gegen die U23 des VfB Stuttgart mit 3:2.

Die Spatzen, die in der Saison 1999/2000 sogar in der 1. Bundesliga spielten, wenn auch nur eine Saison, wurden 2000/2001 mit dem direkten Abstieg aus der 2. Bundesliga in die Verbandsliga Württemberg durchgereicht. Eine Lizenz für die Regionalliga wurde dem Verein verweigert. Aufgrund der Insolvenz des Vereins stand die erste Mannschaft gemäß den Verbandsstatuten als automatischer Absteiger aus der Oberliga fest. Daher trat nur die zweite Mannschaft des Vereins, die fortan als die neue erste Mannschaft fungierte, in der Saison 2001/2002 in der Verbandsliga Württemberg an. In den Folgejahren pendelte man zwischen Oberliga und Regionalliga, ohne jedoch wieder an Profifußballluft heranschnuppern zu können. Es folgten noch weitere Insolvenzen.

In der Saison 15/16 stieg Ulm zuletzt aus der Oberliga in die Regionalliga Südwest auf und arbeitete sich graduell weiter nach vorne. In der Saison 20/21 noch Viertplatzierter, scheiterte der Verein letzte Saison nur knapp und wurde zweiter hinter der SV Elversberg.

 

Dies war unsere Vorschau auf die Saison 23/24 – zumindest was den Regionalliga-Teil angeht. Der Ausblick auf die (potentiellen) Absteiger aus der 2. Bundesliga folgt im Laufe der Woche.