Start Blog Seite 628

TSV 1860 – die besten Fans der Welt. Wo sind sie denn alle?

12
TSV 1860 Ticketbörse
TSV 1860 München, Ticketbörse

TSV 1860 – Die besten Fans der Welt. Wo sind sie denn alle?

Wenn der TSV 1860 München morgen gegen den SC Verl antritt, dann ist es gut möglich dass das Sechzgerstadion nicht ausverkauft ist. Aktuell gibt es noch einige Sitzplätze in der Ticketbörse, dazu ausreichend Plätze in der Ostkurve. Die aktuelle Kapazität des Stadions: 15 000.

Unsere Erfahrungen mit der Ticketbörse des TSV 1860 München

Wo sind sie denn alle, die besten Fans der Welt?

Natürlich gibt es attraktivere Gegner als den SC Verl.

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – SC Verl

Natürlich haben die sportlichen „Leistungen“ der letzten Wochen nicht gerade „Lust auf mehr“ gemacht. Sicherlich hat zudem die Außendarstellung in den letzten Wochen den einen oder anderen verschreckt. Wir denken hier z.B. an die nicht gerade professionell wirkenden Instagram-Postings von Anthony Power.

Der TSV 1860. Mal wieder zum schämen

Der Weg nach oben: Wenige Punkte entfernt

Auf der anderen Seite ist der Relegationsplatz zu den Aufstiegsspielen gerade einmal fünf Punkte entfernt. Der Tabellenzweite hat gestern Punkte gelassen. Es sind noch 16 Spieltage und somit 48 Punkte zu vergeben. Wären die Löwenfans nicht gerade in dieser Situation gefragt? Ist ein Spiel am Sonntag Nachmittag wirklich so unattraktiv, dass es nicht einmal im freien Verkauf ausverkauft wird? Die Mitgliederbeschränkung wurde ja vor einigen Tagen bereits aufgehoben. Tickets gibt es trotzdem noch, auf der Stehhalle sogar zusammenhängende in den oberen Reihen durch die Ticketbörse.

In den unteren Reihen ohnehin mehr als genug.

Volles Haus nur wenn es gut läuft oder bei großen Namen?

Die Frage muss erlaubt sein: Kommen die Löwenfans tatsächlich nur noch, wenn es sportlich gut läuft oder große Namen kommen? Oder gar wenn beides auf einmal der Fall ist?

Das morgige Spiel zeigt wieder einmal deutlich, dass die verantwortlichen in Thema Stadionplanung eine schwierige Aufgabe zu lösen haben. Was viele beim fulminanten Saisonauftakt nicht bedachten: Bergauf geht es meist langsam, bergab dafür sehr schnell.

Mehr Löwenfans in der zweiten Liga?

Wie viele Zuschauer würden denn kommen, wenn man eine Liga weiter oben im Mittelfeld spielen würde? Ziehen Paderborn, Heidenheim, Kiel und Sandhausen mehr als der SC Verl? Würden gegen Hannover, St. Pauli und Düsseldorf am morgigen Tag mehr als 20 000 kommen, wenn es eine Liga höher wäre und der Löwe auf Platz 12 steht?

All das sollten die Verantwortlichen des TSV 1860, aber auch die Fans die einen Stadionneubau auf der grünen Wiese fordern sich gut überlegen. Vermeintlich zu klein war ein ausgebautes Sechzgerstadion in dieser Saison nur an ganz wenigen Spieltagen. Draußen in Freiham wäre es derzeit deutlich zu groß.

Das sollten die Experimente Olympiastadion und Fröttmaning eigentlich gelehrt haben.

Der Tabellenzweite der 1. Liga empfängt am Sonntag übrigens den FC Schalke. Vor 22 000 Zuschauern.

Bundesliga-Skandal: Tabellenführer Union Berlin in zu kleinem Stadion

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – SC Verl

0
Winningers Wirtshaus Weisheiten TSV 1860 SC Verl

Bernd Winninger ist ein Mann klarer Worte – das kann man auch seiner aktuellen TAKTIKTAFEL entnehmen. In seinen Wirtshaus Weisheiten vor der Partie des TSV 1860 gegen den SC Verl erklärt er einerseits, was er von den Löwen erwartet, andererseits aber auch, was das Team von Günther Gorenzel vom morgigen Gegner zu erwarten hat.

Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – SC Verl

“Kämpfen, beißen, kratzen, Gras fressen” – unter diesem Motto fasst Bernd Winninger zusammen, was er am Sonntag (sechzger.de Liveticker) im Grünwalder Stadion von den Löwen sehen möchte.

Natürlich wird es das Team aus Ostwestfalen dem TSV 1860 nicht gerade einfach machen, die Punkte in Giesing zu behalten. Der SC Verl verfügt über ein spielstarkes Team, das nach der Winterpause erst eine Niederlage kassierte – ein Last Minute-2:3 gegen Dynamo Dresden. Davor gab es u.a. einen Sieg gegen Saarbrücken und Punktgewinne gegen Mannheim und Freiburg II. Vorsicht ist also geboten…

Ehre für die Löwen: TSV 1860 U17 spielt bei AS Monaco

1
AS Monaco TSV 1860 U17 Unternehmer Für Sechzig Uf60

Wenn man eine Verbindung zwischen dem TSV 1860 und der AS Monaco sucht, landet man fast zwangsläufig bei Kevin Volland. Tatsächlich hat der ehemalige Nationalspieler jedoch nichts damit zu tun, dass die U17 der Löwen heute Nachmittag (15 Uhr) ein Testspiel im Fürstentum absolvieren wird.

TSV 1860 U17 spielt bei AS Monaco

Ein absolutes Highlight vor dem Kampf um den Klassenerhalt darf die U17 des TSV 1860 derzeit erleben. Seit gestern befinden sich die B-Junioren in Monaco im Kurztrainingslager. Neben einer Stadtbesichtigung in Nizza stand auch die Erkundung der Jugendakademie der Monegassen auf dem Programm.

Wie aber kam es zu dieser ungewöhnlichen Reise? Ganz einfach: Trainer Felix Hirschnagl stellte den Kontakt her und organisierte das Trainingslager für seine Jungs. Für die Finanzierung des Trips zeichneten einmal mehr die Unternehmer für Sechzig verantwortlich. Weltklasse Aktion!

Fun Fact am Rande: Da Felix Hirschnagl während der Woche in Frankfurt auf dem DFB Stützpunkt eingespannt war, musste er seiner Mannschaft nachreisen. Aufgrund diverser Streiks gar kein leichtes Unterfangen…

“Mega Gefühl, da sein zu dürfen”

Die Spieler der U17 zeigen sich auf jeden Fall sehr dankbar für diese wohl einmalige Gelegenheit, wie sie sechzger.de mitteilten.

“Das ist ein mega Gefühl, da sein zu dürfen und vor allem gegen diesen Verein auch zu spielen. Wir sind dem Trainer sehr dankbar, dass er das organisiert hat. Ein großer Dank auch an den Sponsor Unternehmer für 60!”

Mal schauen, wie sich die Junglöwen gegen das Team aus der renommierten Akademie der AS Monaco schlagen, der u.a. auch Kylian Mbappé entstammt.

SZ: Beierlorzer darf kommen – wenn Gorenzel entlassen wird

84
Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Seit der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag wird beim TSV 1860 München Achim Beierlorzer als Trainer gehandelt. Doch als Bedingung für die Einstellung des 55-Jährigen soll die Investorenseite um Hasan Ismaik die Entlassung von Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel fordern. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Grundsätzliche Einigung auf Beierlorzer – Gorenzel als Dorn im Auge

Zum dritten Mal in Folge empfing Günther Gorenzel in der Rolle des Interimstrainers die Medienvertreter zur Löwenrunde an der Grünwalder Straße 114. Das lag nicht etwa daran, dass der Österreicher Gefallen an seiner neuen, zusätzlichen Rolle gefunden hat. Vielmehr konnten sich die Verteter des TSV 1860 e.V. – namentlich Karl-Christian Bay, Präsident Robert Reisinger sowie Sebastian Seeböck – und die Investorenseite (Saki Stimoniaris, Yahya Ismaik und Andrew Livingston) zwar laut Medienberichten auf Achim Beierlorzer als Nachfolger von Michael Köllner einigen. Doch um die benötigten Mittel für die Verpflichtung des ehemaligen Bundesliga-Trainers freizugeben, forderten die HAM-Vertreter eine zeitnahe Entlassung von Günther Gorenzel als Bedingung. Zu einem Beschluss kam es in der Folge nicht.

Dieser Beschluss wäre für die Einstellung eines neuen Übungsleiters allerdings zwingend notwendig gewesen, auch wenn die sportliche Entscheidungsgewalt in dieser Hinsicht eigentlich beim Sport-Geschäftsführer liegt. In der Löwenrunde sprach Gorenzel noch davon, dass zwei Verhandlungspartner bei der Trainerfrage involviert seien.

Gorenzel gegen den SC Verl auf der Bank

Nach Ansicht der SZ trifft das allerdings nicht ganz die Wahrheit. Einmal mehr sorgt Uneinigkeit zwischen den beiden Gesellschaftern für einen Stillstand bei einer wichtigen Entscheidung. In diesem Fall ist das die Personalie Achim Beierlorzer. Die Szenerie erinnert Autor Markus Schäflein an den Schwarzen Freitag im Jahr 2017. Damals musste der TSV 1860 München den Gang in die Regionalliga antreten.

Gorenzel – und eben nicht Beierlorzer – wird daher am Sonntag gegen den SC Verl (13 Uhr, sechzger.de Liveticker) erneut auf der Trainerbank Platz nehmen und versuchen, im dritten Anlauf den ersten Sieg mit den Löwen einzufahren. Außerhalb des Spieltages aber sitzt der 51-Jährige unfreiwillig zwischen den Stühlen. Er muss um seine Zukunft an der Grünwalder Straße bangen. Über die Weiterbeschäftigung des Interimstrainers und Sport-Geschäftsführers entscheidet der Beirat, in dem der e.V. mit 50+1 das letzte Wort hat. Nach momentanem Stand hängt von dieser Entscheidung aber auch ab, ob Achim Beierlorzer in den restlichen Spielen als Trainer beim TSV 1860 München arbeiten darf.

3.Liga am Freitag: Erzgebirge Aue siegt auch in Wiesbaden

0
Erzgebirge Aue Gästeblock In Wiesbaden 23.Spieltag 3.Liga

Zum Auftakt des 23.Spieltags empfing Wehen Wiesbaden den FC Erzgebirge Aue in der heimischen Brita-Arena. Die Sachsen konnten sich nach langer Überzahl durchsetzen und gewannen drei weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Erzgebirge Aue schlägt Wehen Wiesbaden

3.751 Zuschauer kamen am Freitagabend in die Brita-Arena in Wiesbaden, um das Heimspiel des SV Wehen gegen den FC Erzgebirge Aue zu verfolgen. Mit Blick auf die Tabelle waren die Gastgeber als Tabellenzweiter natürlich Favorit, doch der FCE zeigte sich seit der Winterpause deutlich besser in Form und verlor bislang nur eine Partie. Darüber hinaus konnten mit dem FC Ingolstadt und zuletzt Waldhof Mannheim Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel geschlagen werden – und am heutigen Abend sollte auch Wiesbaden keine Punkte erzielen können.

Die Partie begann denkbar ungünstig für den ersten Verfolger von Tabellenführer Elversberg. Gürleyen brachte Sijaric auf dem Weg zum Tor zu Fall. Die Notbremse ahndete Schiedsrichter Haslberger mit der roten Karte (13.). Fortan musste Wehen Wiesbaden gegen Erzgebirge Aue also in Unterzahl agieren. Die erste gute Gelegenheit hatten dennoch die Gastgeber. Prtajin schloss nach Vorlage von Goppel auf, zielte allerdings etwas zu mittig auf das Tor der Gäste (19.). Diese wiederum gingen nach 33 Minuten durch ein Traumtor von Schikora mit 0:1 in Führung. Der 28-Jährige traf den Ball perfekt und versenkte ihn im Kreuzeck.

Auch im zweiten Durchgang hatte der SVWW eine gute Gelegenheit, das Tor jedoch machten erneut die Gäste. Nach einer Stafette über Stefaniak und Nazarov erreichte der Ball Jonjic, der zum 0:2 traf (65.). Es war bereits der vierte Treffer für den Auer Stürmer im Jahr 2023, während er an den ersten 17 Spieltagen noch ohne Torerfolg geblieben war. Wiesbaden gab sich allerdings nicht auf und blieb in der Offensive aktiv. Das wurde mit dem 1:2 durch Carstens nach 74 Minuten auch belohnt. In der Schlussphase warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne. Dadurch ergaben sich gute Kontergelegenheiten, doch die Gäste verpassten es die Partie endgültig zu entscheiden. Da aber Wiesbaden den Ausgleich nicht mehr erzielen konnte, kann Erzgebirge Aue drei Punkte mit in die Heimat nehmen.

Wiesbaden bleibt Zweiter, kann aber morgen vom SC Freiburg II überholt werden. Aue überholt in der Tabelle Rot-Weiss Essen und ist nun auf Platz 13.

Warum war Anthony Power Gast der Aufsichtsratssitzung?

27
1860 Köllner Power

Bekanntermaßen tagte am Donnerstag der Aufsichtsrat des TSV 1860 und diskutierte u.a. über die Trainerfrage. Medienberichten zufolge konnte man sich am Ende auf einen Kandidaten einigen: Achim Beierlorzer. Bleibt die Frage, wieso Anthony Power als Gast an der Aufsichtsratssitzung teilnehmen durfte.

Anthony Power als Gast der Aufsichtsratssitzung

Ist es nicht ein wenig seltsam, dass an einer derart wichtigen Veranstaltung eine Person teilnehmen durfte, die beim TSV 1860 keinerlei Amt innehat? Klar, man könnte argumentieren, dass er Ismaiks Statthalter in München ist, aber wofür hat die HAM denn dann ihre Vertreter in den Aufsichtsrat entsandt?

Teilnehmer der gestrigen virtuellen Sitzung waren also Saki Stimoniaris, Karl-Christian Bay, Yahya Ismaik, Andrew Livingston, Robert Reisinger und Sebastian Seeböck. Dazu gesellten sich die beiden Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und Günther Gorenzel, sowie die beiden Rechtsbeistände der Gesellschafter, Frank Koch (HAM) und Guido Kambli (e.V.). Und eben Anthony Power

Warum die Einladung?

Warum die Extrawurst für Power, der auch nicht unbedingt dafür bekannt ist, sich verbal zurückzuhalten? Erst letzte Woche hatte der Chef der Merchandising GmbH wieder auf sich aufmerksam gemacht, indem er Günther Gorenzel öffentlich attackierte. Da Gorenzels Position als Geschäftsführer zuletzt ebenfalls zu wackeln drohte, erscheint die Einladung an dessen größten Gegner als deutlicher Affront gegen den ebenfalls anwesenden Österreicher.

Wieso bietet man Antony Power (auf dem Titelbild neben Ex-Trainer Michael Köllner) bei so einer existenziellen Veranstaltung so eine Bühne? Wäre es seitens des Vereins nicht sinnvoller gewesen, einen Provokateur wie Power als Gast abzulehnen? Oder hat man des lieben Frieden willens (einmal mehr) den Schwanz eingezogen? Für sachdienliche Hinweise sind wir sehr dankbar…

Trainerfrage beim TSV 1860 noch nicht final geklärt

0
Löwenrunde 1860 Verl Gorenzel Kmeth Trainerfrage

Die Trainerfrage bei den Löwen ist noch nicht final geklärt. Achim Beierlorzer wird in zahlreichen Medien bereits als neuer Trainer des TSV 1860 München gehandelt. Doch eine Einigung wollte der Sportliche Leiter der Löwen, Günther Gorenzel, bei der Löwenrunde vor dem Heimspiel gegen den SC Verl noch nicht verkünden. “Wir haben uns besprochen, dann blieben ein bis zwei Kandidaten übrig. Jetzt geht es darum, beidseitig die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen”, erklärte Gorenzel.

Trainerfrage noch nicht final geklärt

Allerdings habe man sich in der Besprechung am Donnerstag auf eine Möglichkeit geeinigt. “Es gibt eine Tendenz und einen Wunsch der Geschäftsführung”, bestätigte Gorenzel, ohne jedoch einen Namen in den Mund zu nehmen. “Gerüchte in den Medien erschweren für uns natürlich die Verhandlungen”, fügte der Österreicher an, der zudem bestätigte, dass er am Sonntag beim Spiel gegen den SC Verl noch einmal selbst als Interims-Trainer auf der Bank sitzen werde.

Rückendeckung für Robert Reisinger

Gorenzel wollte sich der Kritik an Präsident Robert Reisinger zu den ad acta gelegten Aufstiegshoffnungen nicht anschließen. “Die Aussage deckt sich zu hundert Prozent mit meinen. Wir müssen jetzt einfach von Spiel zu Spiel schauen.” Merkwürdige Posts von Anthony Power auf Instagram habe er nicht gesehen oder verfolgt. “Ich lese aktuell nichts, keine Zeitung und auch kein Instagram oder Facebook. Aber natürlich trägt das nicht gerade dazu bei, dass das Team befreit aufspielt.”

Tendenz zu Beierlorzer verdichtet sich

Dennoch deutet vieles darauf hin, dass Achim Beierlorzer bald die Nachfolge des vor über zwei Wochen entlassenen Michael Köllner antreten wird. Bevor die Entscheidung aber endgültig ist, steht noch das schwere Heimspiel gegen Verl bevor. Nun ist es an der Mannschaft, dem möglichen neuen Coach, wer dies dann auch immer sein wird, das Amt mit einer ordentlichen Leistung und drei Punkten schmackhaft zu machen.

Gorenzel fordert: “Müssen raus aus dem Schneckenhaus”

1
Günther Gorenzel fordert gegen Verl "müssen raus aus dem Schneckenhaus"
Günther Gorenzel fordert gegen Verl "müssen raus aus dem Schneckenhaus"

Am Sonntag empfangen die Löwen um 13:00 Uhr den SC Verl im Grünwalder Stadion und eines ist bereits klar: Erneut wird Interims-Trainer Günther Gorenzel an der Seitenlinie stehen. Dies bestätigte der Sportchef des TSV 1860 bei der Löwenrunde vor dem nächsten Heimspiel und stellte fest, dass man “raus aus dem Schneckenhaus” kommen müsse.

Mit Spiel in Meppen nicht zufrieden

Mit dem Auftreten seiner Mannschaft beim 1:2 in Meppen war Gorenzel “nicht zufrieden”, er fordert gegen Verl eine Steigerung. “Wir müssen physisch und psychisch mehr in die Waagschale werfen. Ich erwarte eine höhere Intensität, wir müssen zu hundert Prozent präsent sein”, sagte der Österreicher bei der Pressekonferenz. “Am Anfang der Saison haben die Spieler frei von der Leber weg gespielt, jetzt sind die Spieler zu viel mit sich selbst beschäftigt”, fügte Gorenzel an.

Morgalla und Tallig mit Fragezeichen

Quirin Moll fehlt nach seiner fünften Gelben Karte und ist ohnehin krank. Leandro Morgalla schränkt aktuell eine Muskelverletzung ein, Erik Tallig hat Probleme am Fuß. Beide konnten zuletzt nicht voll trainieren. Auf Rückfrage von sechzger.de erklärte Gorenzel, dass Daniel Wein oder Marius Wörl möglicherweise wieder im Aufgebot stehen könnten. “Wir werden das Training am Samstag abwarten und dann entscheiden. Aber wir haben eine hohe Kaderdichte und es ist jede Woche eine schwere Entscheidung, wer es in die Mannschaft oder den Kader schafft”, sagte Gorenzel.

Gorenzel: “Wir müssen raus aus dem Schneckenhaus”

Die Löwen wollen gegen Verl “die Basics auf den Platz bringen, zuerst Fußball arbeiten. Wir müssen herauskommen aus dem Schneckenhaus. Die Lockerheit entsteht im Moment des Erfolgs”, erklärte Gorenzel. Er habe bereits unter der Woche versucht, die Spieler aus der Verunsicherung zu holen. Er habe die Trainingsintensität erhöht, da es aktuell viele offene Baustellen gäbe und man dafür mehr Einheiten brauche, sagte der Sportchef. Auf Rückfrage von sechzger.de ergänzte er, dass man “den Spaß über Trainingsinhalte” in die Einheiten eingebaut habe.

Vertrauen in die eigenen Stärken

Mit Blick auf den Gegner sagte Gorenzel: “Verl ist ein mannschaftlich geschlossenes Kollektiv, ein kompaktes Team”. Mit höherer Intensität und mehr Vertrauen wolle man gegen Verl zum Erfolg kommen. “Wir müssen uns wieder mehr zutrauen”, fordert der Interims-Coach und fügte an: “Wir schauen auf uns selbst. Aber Verl ist eine spielerische Mannschaft, die lässt natürlich auch Räume zu”. Auf die taktische Ausrichtung oder personelle Fragen in der Startelf wollte Gorenzel zwei Tage vor dem Spiel aber noch nicht näher eingehen.

TSV 1860 – SC Verl, die Taktiktafel vor dem Spiel

9
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein Herzliches Grüßgott zur Taktiktafel vor dem Heimspiel unseres TSV 1860 München gegen den SC Verl.

Mit drei externen Neuzugängen und einem Spieler, der aus der U19 hochgezogen wurde, verstärkte bzw. ergänzte Verl ein schlagkräftiges Drittligateam während des Transferfensters auf vier Positionen, um keine Zweifel am Klassenerhalt in der Rückrunde aufkommen zu lassen. Was erwartet den TSV 1860 München am Sonntag ab 13 Uhr gegen den SC Verl?

Michél Kniat, der seit der vergangenen Rückrunde die sportlichen Geschicke des SC Verl leitet, setzt wie sein Vorgänger Capretti auf die offensiv ausgerichtete 4-3-3 Formation. Durch den jährlichen Aderlass an technisch hochbegabten Spielern muss sich Verl aber immer wieder dem Problem stellen die Spielphilosophie dem Spielermaterial geringfügig anzupassen.

Mit dem Verlust einiger wichtiger Spieler wurde das Spiel des SC Verl seit Sommer etwas zentrumslastiger als noch in den Saisons zuvor. Die Addition von Batista-Meier und Meijer im Winter könnte das über die Zeit ändern. Sobald beide Spieler die nötige Bindung ans Team finden, wird sich auch im Spielplan der Verler etwas ändern. Für das Spiel TSV 1860 – SC Verl am Sonntag können wir davon ausgehen, dass die Gäste technisch guten, kontrollierten Offensivfußball mit Schwerpunkt auf Ballbesitz und das Spiel in der Halbzentralen zeigen wollen.

Bevor wir näher darauf eingehen, gibt es hier zunächst die statistischen Werte der Verler.

Die wichtigsten statistische Werte des SC Verl

  • Ballbesitz 55% (zweitbester Wert der Liga)
  • Passgenauigkeit 80%
  • Defensive Zweikampfquote 63%
  • Flankengenauigkeit 34%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 6,78 (bester Wert der Liga)

Wie spielt der SC Verl?

Bei Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz spielt Verl wie gesagt nicht mehr so auf die Flügel fixiert wie noch in den vergangenen Spielzeiten. Verls Angriffe laufen im Positionsspiel aus dem 4-3-3 meist wie folgt ab: die Ostwestfalen halten den Ball gerne lang in den eigenen Reihen, um in dem Moment, wo sich die offensiven Spieler auf den Halbpositionen im Mittelfeld durch gegenseitiges Verschieben in der Horizontalen Freiräume geschaffen haben, zuzubeißen wie eine Kobra auf der Jagd.

In dem Moment, in dem Verl die Gelegenheit bekommt den freien Mann im Mittelfeld anzuspielen, setzt sich die Offensivmaschine des SC in Gang. Jeder Spieler, der seine Zuständigkeit nicht hauptsächlich in der Arbeit gegen den Ball hat, marschiert nach vorn und/oder verschiebt mit einem Mitspieler horizontal oder kreuzend. Diese Bewegungen von innen nach außen und umgekehrt sorgen für Platz im Zentrum, weil auch bei Raumverteidigung der jeweilige Gegenspieler seinen Kontrahenten nicht frei ziehen lassen kann.

“Findet” der Ball dann den Spieler im freien Raum – je nach Zone ist das der Box-to-Box Spieler oder der tiefe Sechser – erspielt Verl sich mit seinen Überfällen ins gegnerische letzte Drittel überdurchschnittlich viele Torchancen. Die überdurchschnittlich hohe Quote an Fehlschüssen bisher (drittschlechteste Chancenverwertung) sollten die Neuzugänge Meijer und Bastista Meier mit der Zeit beheben.

Verl durchbricht also kurz gesagt mit Hilfe permanenter Positionswechsel in der Halbzentrale und auf den Außenpositionen an den Schnittstellen auf den Halbpositionen die gegnerische Abwehrformation und sorgt für brenzlige Situationen im gegnerischen Sechzehner.

Gegen den Ball

In der Defensive sind die Verler keine Kinder von Traurigkeit. Verl führt die zweitmeisten Zweikämpfe gegen den Ball und ist zusätzlich eine der Mannschaften, die über gutes Stellungsspiel überdurchschnittlich viele Bälle des Gegners abfängt.

Das Pressing des SC Verl ist dual ausgelegt und gleichzeitig auf direkten Ballgewinn sowie die Ausnutzung tiefer Pressingfallen ausgerichtet. Auf mittlerer bis hoher Linie ist es gut dazu geeignet um einen Gegner bereits tief in der eigenen Hälfte unter Druck zu setzen.

Die Spieler des SC Verl sind in Abhängigkeit vom gegnerischen Ballbesitz übrigens die Mannschaft, die am häufigsten Foul spielt und die meisten Zweikämpfe führt. Man darf sich also generell auf eine etwas härtete Gangart einstellen.

Stärken und Schwächen des 4-3-3 offensiv

Stärken

Die Verteilung der Spieler über das komplette Spielfeld sowie die doppelte Besetzung der beiden Flügel und somit leichte Durchführbarkeit von Seitenwechseln sind große Vorteile, die einem dieses System offensiv bietet. In der Variante, die Verl auf den Platz bringt – mit einem defensiven und zwei halbzentralen Mittelfeldspielern davor sowie situativ offensiv agierenden Flügelverteigern – entfesselt dieses System geballte Angriffskraft.

Schwächen

Die Spielweise ist für den Gegner meist leicht auszurechnen. Bei Ballverlust kommt es überdies schnell zu einer Unterzahl im Mittelfeld, die passsichere Mannschaften dann ausnutzen können. Bei Positionsangriffen fehlen bei einem 4-3-3 aufgrund der sehr offensiven Ausrichtung oft Anspielstationen im Mittelfeld. Verl versucht dieses Manko mit offensiv aufrückenden Flügelverteidigern zu kompensieren.

Wie kann der TSV 1860 den SC Verl knacken?

Wie kann der TSV 1860 München den SC Verl knacken? Planvolles Überspielen der Pressinglinien gelingt den Gegnern des SC Verl meist nur über klugen Kombinationsfußball, der viel Laufarbeit auf den Außenpositionen und im Zentrum des Mittelfelds verlangt. Wer das nicht auf den Platz bringen kann, wird sein Heil im langen Holz suchen und an den Pressingfallen des SC Verl scheitern.

Der Kampf um den zweiten Ball nach langem Zuspiel ist nur überaus selten ein vom Gegner des SC Verl gewonnener.

Daraus folgt: wer bei Ballbesitz der eigenen Mannschaft gegen Verl ohne Ball nicht permanent läuft und freie Räume sucht, um angespielt zu werden, wird gegen Verl keinen Erfolg haben.

Gelingt es den Ball bis ins letzte Drittel der Verler zu behaupten, ist das Eindringen in die Box des SC Verl im Normalfall weniger das Problem, als sich dort gegen kompakt stehende Verler eine gute Schussposition zu erarbeiten.

Die hohe Anzahl an geblockten Schüssen bei gleichzeitig nur durchschnittlicher Anzahl an zugelassenen gegnerischen Schüssen sind ein Indikator dafür, wie konzentriert und akribisch die Verteidigung des SC Verl arbeitet.

Wenn die kommenden Gäste der Löwen den Ball haben, darf man den einschläfernden Stil der Verler beim Aufbau im Positionsspiel nicht unterschätzen. Wie weiter oben beschrieben timen die Verler genau den Moment der aus dem Spiel hintenherum plötzlich erfolgenden Attacken. In diesen Momenten muss man als Verteidiger hellwach sein, um dann den Gegenspieler nicht zu verlieren und Lücken reißen zu lassen.

Schlüsselspieler

Abwehr

Torhüter Niklas Thiede (#1) ist sehr stark bei der Strafraumbeherrschung und auch in Puncto Reflexe hat er kaum Schwächen. Thiede hält auch sogenannte Unhaltbare. Er ist meiner Meinung nach momentan einer der Top Torhüter der Liga.

Daniel Mikic (#4) ist der Anker der Verler Abwehrkette. Mikic ist ein knochenharter Innenverteidiger, der kaum einen Zweikampf gegen den Ball verliert und obendrein noch den Turbo im Gepäck hat. Laufduelle gegen ihn gewinnen nur die schnellsten Stürmer in der 3.Liga. Auch in der Spieleröffnung ist er ein wichtiger Teil der Verler. Fast jeder Positionsangriff wird zunächst über ihn eingeleitet. Sein Manko ist eine deutliche Unterlegenheit bei Luftduellen.

Mittelfeld

Der defensive Mittelfeldspieler Tom Baack (#5) ist offensiv wie defensiv ein wichtiger Baustein beim SC Verl. Seine statistischen Werte sind in den positionsrelevanten Kategorien, abgesehen von den gewonnenen Kopfballduellen, alle überdurchschnittlich. Defensive Zweikampfstärke gepaart mit hoher Passgenauigkeit und einer für diese Position eigentlich ungewöhnlich hohen Dribbelstärke machen Baack offensiv wie defensiv zu einer tragenden Figur.

Kapitän Maël Corboz (#27) ist der Mittelpunkt im Verler Angriffsspiel. Sein genaues Passspiel, die schnelle Auffassungsgabe für sich entwickelnde Spielsituationen, sein Tempo und seine technischen Fertigkeiten bei der Verarbeitung des Spielgräts sind im Spiel nach vorn Gold wert. Bei Dribblingversuchen kann er sich allerdings kaum durchsetzen.

Im Spiel gegen den Ball arbeitet er als vorbildlicher Kapitän fleißig nach hinten mit.

Sturm

Im Sturm hat sich bei Verl im Verlauf der Saison kein Spieler bisher als tatsächlicher Schlüsselspieler entpuppt. Ob dieses Vakuum nun einer der Neuzugänge Oliver Batista-Meier (#17) oder Stijn Mejer (#14) füllen kann, wird die Zeit zeigen. Mit dem aus Zwolle in den Niederlanden zum SC Verl verliehenen Meijer könnte das Puzzleteil zur erfolgreicheren Chancenverwertung gefunden worden sein. Mit erst zwei Spielen, die er beide nicht über die volle Distanz bestritt, ist es jedoch genau wie bei Batista-Meier (vier Spiele) noch zu früh, um hier abschließend eine Bewertung zu fällen.

Fazit

In der momentanen Verfassung der Mannschaft und nach der Korrektur der Saisonziele ist weniger das Ergebnis des Spiels TSV 1860 – SC Verl, als viel mehr das Auftreten der Mannschaft wichtig. Wobei meiner Meinung nach das Resultat sicherlich nicht negativ sein wird, wenn die Mannschaft sich zusammenrauft und endlich das Gesicht zeigt, das sie aufgrund der fußballerischen Qualität zeigen können müsste.

Eine Frage wird sein, ob die Spieler, die bisher einen leistungsunabhängigen Freibrief hatten, nun vor dem Spiel die Quittung für ihr mannschaftsschädliches Verhalten auf dem Platz bekommen oder ob es noch ein Spiel Bewährung für die Leistungs- und Mannschaftsdienlichkeitsverweigerer geben wird.

Die diversen unter der Woche von verschiedenen Seiten kolportierten Forderungen seitens der Mannschaft und Aussagen, die angeblich aus dem Mannschaftskreis stammen sollen, stimmen mich persönlich allerdings sehr pessimistisch, was das Spiel am Sonntag angeht.

Was für einen Charakter habe ich bitte als Spieler, wenn ich gegenüber Pressevertretern in der momentanen Situation, die an sich schon Motivation genug sein sollte, einen Motivator als Trainer fordere?

Was für eine Meinung habe ich von meinen Mitspielern, wenn ich die Aussage, dass die Saisonziele nach unten korrigiert werden, bereits vor dem Spiel als Alibi für meine Mitspieler bezeichne?

Wenn das stimmt, was da an Informationen umher geistert, frage ich mich schon: “Warum Bist Du, der so etwas sagt, Fußballprofi und nicht Beamter?” (Stichwort Dienst nach Vorschrift) Als Fußballprofi einen Trainer/Motivator zu fordern, damit er mich motiviert meinen Beruf vernünftig zu betreiben, halte ich für eine Bodenlosigkeit sondergleichen. Lieber Profi, Du hast einen Traumberuf! Wozu willst Du denn noch motiviert werden?

Reißts Eich zsamm und kämpfts um jeden Meter. Mehr gibt es nicht zu sagen.

So könnte der SC Verl gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout

Zweites Pub-Quiz des TSV 1860 im Riff Raff

3

Am gestrigen Donnerstagabend rauchten sicher nicht nur die Köpfe der 1860-Aufsichtsräte bei ihrer digitalen Sitzung auf der Suche nach einer Lösung in der Trainerfrage für die Löwenprofis, sondern auch die der im Riff Raff anwesenden Löwenfans. Genau vier Wochen nach der sehr erfolgreichen Premierenveranstaltung stand das 2. Pub-Quiz des TSV 1860 auf dem Programm.

Rund 40 Teilnehmer beim Pub-Quiz

Aufgrund des durchaus attraktiven Alternativangebots (u.a. fand in Bene’s Kuchl der “Weiberfasching der Löwinnen” statt) fanden sich weniger Ratewütige ein, als am 16. Januar. Die Veranstalter der Abteilung Vereinsgeschichte waren aber mit den knapp 40 Besuchern sehr zufrieden. Erneut führte Bernd Oswald durch den unterhaltsamen Abend. Er verriet gegenüber sechzger.de, dass man aufgrund des sehr kurzen Abstandes zwischen der Premiere und der gestrigen 2. Runde schon befürchtet hatte, dass weniger Teilnehmer im Riff Raff erscheinen würden. Bis zum nächsten Pub-Quiz-Abend wird nun etwas mehr Zeit vergehen. Im April könnte es wieder soweit sein – wir informieren natürlich darüber, sobald der Termin feststeht.

Erneuter Triumph für die Blue Vikings

Die meisten Gäste gestern Abend waren “Wiederholungstäter” und erfreuten sich erneut an interessanten Fragen, die speziell gestern auch den einen oder anderen Schmunzler hervorriefen – passend zum Fasching quasi. Der Titelverteidiger vom Januar, die Blue Vikings 1860 traten gestern Abend mit insgesamt acht Personen an – und triumphierten erneut. Allerdings mit zwei Punkten weniger, als beim letzten Mal, als sie tatsächlich 17 von 18 Fragen völlig richtig beantwortet hatten. “Die Fragen waren diesmal aber auch ein bisschen schwerer,” gab Moderator Bernd Oswald zu.