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Mögliche Trainer für den TSV 1860: Uwe Neuhaus sagt ab

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Günther Gorenzel in der Löwenrunde vom 13.08.2021
Günther Gorenzel in der Löwenrunde vom 13.08.2021

Der TSV 1860 München sucht nach wie vor einen Trainer. Auch die Diskussionen um die Zukunft von Günther Gorenzel an der Grünwalder Straße wollen nicht verstummen. Gestern sagte mit Uwe Neuhaus offenbar der nächste Trainerkandidat 1860 ab.

Uwe Neuhaus sagt 1860 ab

Wie die AZ berichtet hat mittlerweile auch der dritte Kandidaten bei den Löwen abgesagt. Uwe Neuhaus war wohl auch auf der Liste von Gorenzel. Nachdem sich der Auswahlprozess bei 1860 aber wie Kaugummi in die Länge zieht, hat Neuhaus wohl auch die Lust verloren. Er sagte Sechzig gestern aus “privaten Gründen” ab. Damit kassierte der TSV 1860 bereits die dritte Absage. Vorher hatten Friedhelm Funkel und Thorsten Fink dem sportlichen Geschäftsführer der Löwen bereits abgesagt. Welche Rolle bei den Motiven für die Absagen die wenig schmeichelhaften Posts von Anthony Power auf Instagram dabei spielen ist unklar. Dennoch ist davon auszugehen, dass diese nicht gerade förderlich wirken bei der Suche nach einem Nachfolger für Michael Köllner.

Die tz berichtet, dass Günther Gorenzel eine Liste von zwölf Trainern erstellt hat, die morgen Abend in der Aufsichtsratssitzung der KGaA besprochen werden soll. Folgende Kandidaten befinden sich noch auf der Liste.

Gorenzels Liste

  • Marco Antwerpen, der den FCK in die Relegation führte, bevor er geschasst wurde und von Dirk Schuster ersetzt wurde, der dann den Aufstieg in der Relegation unter Dach und Fach brachte.
  • Manuel Baum, ehemaliger Löwentorwart in der Jugend, hat ohne großen Erfolg bereits in Augsburg und auf Schalke in der Bundesliga trainiert, sucht seit 2020 einen Job.
  • Achim Beierlorzer, war zwei Saisons erfolgreich in der zweiten Liga bei Jahn Regensburg, danach zwei kurze Engagements in der Bundesliga (Mainz und Köln) sowie Interimtrainer bei RB Leipzig. Auf Jobsuche seit 2021.
  • Jens Härtel, mit Rostock und Magdeburg in die zweite Liga aufgestiegen, im November 2022 in Rostock freigestellt.
  • Marco Kurz, 2006-09 bei Sechzig schon Ama- und Cheftrainer, danach diverse Stationen in Deutschland sowie Australien, seit über drei Jahren auf Jobsuche.
  • Torsten Fröhling, ebenso wie kurz schon Ama- und Cheftrainer in Giesing (2013-15), danach in Wehen und Schalke II engagiert, vor knapp einem Jahr dort freigestellt.
  • Mirko Slomka, vier Stationen in der Bundes- bzw. zweiten Liga, zuletzt im November 2019 von Hannover 96 entlassen, seitdem vereinslos.
  • Jos Luhukay, diverse Stationen in den zwei höchsten Ligen Deutschlands, sowie England und Holland, wo er zuletzt im vergangenen Mai bei VV Venlo den Dienst quittieren musste.
  • Roberto Pätzold, Österreicher, der lange im NLZ der Ingolstädter tätig war und dort zum Cheftrainer befördert wurde, allerdings bereits nach neun Spielen gefeuert wurde. Zu Saisonbeginn begann er bei Admira Wacker, wurde dort aber schon im November entlassen.
  • Manfred Schmid, ebenfalls Österreicher, unter Peter Stöger Co-Trainer in Köln und Dortmund, als Cheftrainer bei Austria Wien nach 61 Spielen vor der Winterpause entlassen.
  • Torsten Frings, ehemaliger Roter.
  • Jan Zimmermann, mittlerweile bei BVB II.

Durchwachsene Kandidatenliste

So einen wirklichen Lieblingskandidaten haben wir nicht auf dieser Liste. Es fällt auf, dass ein Großteil der Kandidaten bereits lange Zeit nach einem Job sucht. Sind sie deswegen bereit beim Gehalt Abstriche zu machen, um auf dem Sitz von 1860 wieder auf das Trainerkarussell aufspringen zu können? Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass die Gesellschafter die Entscheidungswege der KGaA entsprechend vereinfachen und beschleunigen. Somit könnte 1860 schneller einen Nachfolger präsentieren und sich als etwas attraktiverer Arbeitgeber darstellen.

Sechzig um Sieben: Die Liste der Trainer-Kandidaten ist lang

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Sechzig um Sieben mit den News rund um den TSV 1860 München zum Start in den Tag Löwen

Günther Gorenzel ist weiterhin in mehreren Funktionen an der Grünwalder Straße tätig. Eine seiner Hauptaufgaben dürfte aktuell aber sein, aus der langen Liste an Kandidaten einen möglichen Trainer für den TSV 1860 München zu finden. Auch in der morgigen Aufsichtsratssitzung soll diese Personalie eine Rolle spielen – ebenso wie Gorenzel selbst. Außerdem ist eine neue Folge des sechzger.de Talks online, bei der 50+1 gibt es Aussichten auf eine deutliche Verbesserung der Rechtssicherheit und die News von der Konkurrenz gibt es zum Start in den Mittwoch obendrein.

sechzger.de Talk Folge 93 vor dem Heimspiel gegen Verl

Nach der bitteren Auswärtsniederlage in Meppen und vor dem kommenden Heimspiel gegen den SC Verl spricht Jan mit Flo und Bernd in der 93.Ausgabe über die beiden Spiele des TSV 1860 München. Natürlich kommen auch die Gerüchte um Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel nicht zu kurz. Allerdings sind sich die drei in dieser Hinsicht einig, dass eine Entlassung der falsche Schritt wäre.

Apropos Einigkeit: diese herrscht im sechzger.de Talk relativ oft, sodass nicht immer eine Diskussion entstehen kann. In den Kommentaren zu Folge 93 haben sich nun auch Leser gemeldet, die Interesse an einer Teilnahme im Talk haben. Dafür sind wir selbstverständlich offen und freuen uns über eure Nachricht, um alles weitere besprechen zu können!

50+1: Regelung für Werksvereine erarbeitet

Einen entscheidenden Schritt könnte die 50+1 Regel in Richtung Rechtssicherheit machen. Die Werksvereine haben gemeinsam mit der DFL Lösungsansätze erarbeitet, die vom Bundeskartellamt angefordert wurden. Diese sind nun bei den Regelhütern eingereicht worden und werden momentan überprüft. Die DFL hofft auf eine Einigung im ersten Quartal des Jahres. Allerdings wurde vergessen, mehrere Beisitzer des Prozesses vorab über diesen Schritt zu informieren. Darunter zählen unter anderem der TSV 1860 München e.V. und die Investorenseite um Hasan Ismaik.

Viele Trainer-Kandidaten in der Auswahl – noch keine Entscheidung

Weiterhin findet sich Günther Gorenzel in einer Doppelrolle als Geschäftsführer und Interimstrainer an der Grünwalder Straße wieder. Zeitgleich soll er möglichst noch einen Nachfolger aus einer langen Liste an Trainer-Kandidaten aussuchen, der für die Löwen künftig an der Seitenlinie stehen könnte. Dabei wird morgen in der Aufsichtsratssitzung nicht nur über einen neuen Coach für den TSV 1860 gesprochen, sondern auch bezüglich der Personalie Günther Gorenzel fleißig diskutiert. Eine Entscheidung ist noch nicht absehbar, die Tendenz geht Medienberichten zufolge eher in Richtung einer Trennung. Donnerstag abend oder Freitag werden die Löwenfans in dieser Hinsicht sicherlich mehr erfahren. Ob dann aber schon ein neuer Trainer aus der Auswahl an Kandidaten präsentiert werden kann, ist nicht klar.

Analyse von Babak Rafati: Elfmeter für den TSV 1860 und gelb-rot für Meppen

Was zahlreiche Löwenfans anhand der TV-Bilder bereits so gewertet hatten, sieht nun auch der ehemalige Unparteiische Babak Rafati so. Zum einen hätte es in der Anfangsphase des Spiels gegen den SV Meppen einen Elfmeter für die Löwen geben müssen, als Bär von seinem Gegenspieler Dombrowka klar gehalten wurde. Zum anderen hätte der Torschütze zum 1:0, Marek Janssen, nach einem Foul an Tim Rieder die gelb-rote Karte erhalten müssen. Beide Entscheidungen des Schiedsrichters ordnet Babak Rafati bei liga3-online als Fehlentscheidung ein.

News aus der 3.Liga

Zwickau in den nächsten Wochen ohne Ziegele

Der FSV Zwickau muss im Abstiegskampf in den nächsten Wochen auf Innenverteidiger Robin Ziegele verzichten. Er zog sich im Duell mit dem MSV Duisburg einen Muskelfaserriss zu.

VfB Oldenburg: Richter fällt mit zwei Verletzungen vorerst aus

Gleich doppelt erwischt hat es Patrick Richter, der gegen den TSV 1860 München quasi mit dem Schlusspfiff noch den Ausgleich für den VfB Oldenburg erzielen konnte. Der 26-Jährige verletzte sich im Duell mit Tabellenführer Elversberg sowohl an der Schulter als auch am Knie und muss daher vorerst zuschauen. Der Verein vermutet, dass Richter erst wieder im Saisonfinale zu Einsätzen kommen kann.

Verl besiegt Schalke 04

Der kommende Gegner des TSV 1860 München hat sich mit einem erfreulichen Testspiel-Ergebnis auf die Aufgabe im Grünwalder Stadion vorbereitet. Gegen den Bundesligisten Schalke 04, der mit einer B-Elf antrat, konnten sich die Verler nach 90 Minuten mit 2:1 durchsetzen.

 

Möglicher Durchbruch bei der 50+1 Regel: Rechtssicherheit naht

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Grundsatzurteil - Hannover Kind
Choreographie der Münchner Löwen - 50+1 unverhandelbar! Quelle: muenchnerloewen.de

Nach langem Hin und Her gibt es neue Entwicklungen bei der 50+1 Regel. So könnte bald Rechtssicherheit hergestellt werden, nachdem die Ausnahmeregelungen für Werksvereine vom Bundeskartellamt kritisiert wurden.

Rechtssicherheit für 50+1? DFL mit Lösungsvorschlag für Werksvereine

Eines der umstrittensten Themen im deutschen Fußball ist die 50+1 Regel. Während zahlreiche Fans darauf hoffen, dass die Regelung langfristig bestehen bleibt, hoffen andere Anhänger auf einen Fall von 50+1. So könnten externe Investoren deutlich einfacher in deutsche Fußballvereine investieren und auch die Kontrolle übernehmen. Bislang schützt die Regel aber vor allem letzteres, da der Verein stets mindestens einen Stimmenanteil mehr besitzen muss und so im Falle eines Gleichstands die Entscheidung treffen kann. So wurde beispielsweise beim TSV 1860 München Geschäftsführer Markus Fauser gegen den Willen von Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik installiert.

Die aktive Fanszene der Löwen hat sich bereits mehrfach für die Erhaltung von 50+1 stark gemacht. Grundsätzlich urteilte das Bundeskartellamt bereits im Mai 2021, dass die Regel “kartellrechtlich unbedenklich” sei. Doch die Ausnahmeregelungen für Werksvereine wie den VfL Wolfsburg oder Bayer Leverkusen waren dem Amt ein Dorn im Auge. Die Stellungnahme beinhaltete eine Aufforderung, mögliche Lösungen gemeinsam zu erarbeiten.

DFL informiert den TSV 1860 München nicht

Dieser ist die DFL in Zusammenarbeit mit den betroffenen Vereinen nun ganz offensichtlich nachgekommen und hat dem Bundeskartellamt die erarbeiteten Vorschläge unterbreitet wie die sportschau berichtet. So sollen Vertreter des Muttervereins bei den Werksclubs fest in den verschiedenen Gremien installiert werden, sodass der Einflussbereich des Vereins deutlich anwächst. Momentan sei es noch möglich, dass dieser nahezu auf null sinken könne. Außerdem sollen weitere Ausnahmen – neben Leverkusen, Hoffenheim und Wolfsburg – zukünftig nicht mehr genehmigt werden. Martin Kind hatte beispielsweise bei Hannover 96 damit argumentiert, den Fuball in der niedersächsischen Landeshauptstadt 20 Jahre in Folge finanziell gefördert zu haben. Auch Red Bull hätte nach aktuellem Stand 2029 die Möglichkeit, RB als Eigentümer zu übernehmen.

Mehrere Vereine hatten sich zu dem Prozess beiladen lassen. Darunter zählten neben dem 1.FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund auch der TSV 1860 München. HAM International Ltd. zählte als einziger Investor ebenfalls zu diesem Kreise. Wie die sportschau berichtet, wurde diese jedoch nicht über die neusten Entwicklungen vorab informiert. Das Präsidium der Löwen hat daher eine Anfrage bei der DFL eingereicht.

Der Interims-Geschäftsführer der DFL, Oliver Leki, hofft auf eine Einigung im ersten Quartal 2023. Sollte das Bundeskartellamt die Vorschläge akzeptieren, wäre ein weiterer großer Schritt zum Erhalt von 50+1 getan.

sechzger.de Talk Folge 93 vor TSV 1860 München – SC Verl

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sechzger.de Talk Folge 93 nach der Niederlage gegen den SV Meppen und vor TSV 1860 München - SC Verl

In Folge Nummer 93 empfängt Jan seine Gäste Flo sowie Bernd und spricht mit ihnen über die Niederlage des TSV 1860 München beim SV Meppen, das mögliche Aus von Günther Gorenzel und das kommende Heimspiel gegen den SC Verl im Grünwalder Stadion.

Das 1:2 gegen den SV Meppen

Als “bodenlos” nahmen viele Fans vor allem die Leistung des TSV 1860 München in der zweiten Hälfte am Samstag war. Am Ende stand gegen den bis dato Tabellenletzten SV Meppen eine 1:2-Niederlage, der die Löwen mit einer Umstellung auf eine Dreierkette durchaus überrascht hatte. Zwei Pfostentreffer, ein möglicher Elfmeter, ein nicht gegebenes Tor von Verlaat oder eine mögliche gelb-rote Karte für den Torschützen zum 1:0 – vieles lief am Samstag gegen die Löwen. Aber schlussendlich war die Niederlage für den TSV 1860 verdient, weil das Team viel zu wenig zeigte und vor allem den Kampf vermissen ließ. Ganz anders die Spieler des SVM, die sich nach 17 Spielen wieder über drei Punkte freuen durften. Jan bespricht mit Flo, der live vor Ort war, und einem sichtlich angefressenen Bernd die Niederlage vom Wochenende.

Sport-Geschäftsführer Gorenzel vor dem Aus

Schon kurz nach Abpfiff kursierte das nächste, möglicherweise folgenschwere Gerücht in den Medien. Interimstrainer und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel soll an der Grünwalder Straße vor dem Aus stehen. Sein Vertrag hatte sich Ende letzten Jahres erst automatisch verlängert, nun könnte es zu einem vorzeitigen Ende kommen. So richtig Verständnis haben alle drei Teilnehmer in Folge 93 des sechzger.de Talks dafür nicht. Dass aber möglichst zeitnah ein neuer Trainer präsentiert werden muss, ist auch ihnen bewusst.

Vorschau auf das Heimspiel des TSV 1860 gegen den SC Verl

Ob dieser neue Trainer für den TSV 1860 München allerdings schon am Sonntag gegen den SC Verl auf der Bank sitzen wird, darf stark bezweifelt werden. Noch immer sind sich die Verantwortlichen über die Finanzierung des neuen Übungsleiters uneinig. Die für Donnerstag geplante Aufsichtsratssitzung könnte da schon mehr Licht ins Dunkel bringen. Eine leichte Aufgabe erwartet die Löwen auf jeden Fall nicht. Nach der Winterpause hat der Sportclub erst ein Spiel verloren, konnte unter anderem den 1.FC Saarbrücken besiegen. Für Bernd ist das Ergebnis allerdings ohnehin sekundär: er will endlich wieder kämpfende Löwen auf dem Platz sehen. Ob er und die Löwenfans diesen Wunsch erfüllt bekommen, zeigt sich am Sonntag ab 13:00 Uhr im Grünwalder Stadion.

Der sechzger.de Talk 93 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um sieben: Querelen überall

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Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe
Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe

Seit der Entlassung von Michael Köllner hat sich beim TSV 1860 München nichts zum Besseren gewandelt. Ganz im Gegenteil. Es scheint, als ob Köllner wie ein Bremsklotz auf alle möglichen Konflikte bei 1860 gewirkt hat. Seit seinem Abgang herrschen an der Grünwalder Straße überall Querelen.

Power befeuert Querelen

Anthony Powers uneträgliche virtuelle Schüsse auf Günter Gorenzel werden immer mehr wahrgenommen und thematisiert. Als Außenstehender fragt man sich schon, wie Günter Gorenzel das Alles noch aushält. Offenbar soll für den Sportgeschäftsführer spätestens im Sommer Schluss ein. Allerdings kann einem der Österreicher durchaus leid tun. Er sitzt bei 1860 zwischen allen Stühlen und kann es niemandem Recht machen. Durch die Entlassung von Köllner brachte er wohl die Ismaik-Seite gegen sich auf, die nun durch die unsäglichen Instagram-Botschaften gegen ihn stichelt und wahrscheinlich als Retourkutsche die Bestellung eines neuen Trainers verweigert.

Gorenzel als Bauernopfer?

Die Budgetfreigabe für den neuen Trainer wird scheinbar von der Ismaik-Seite an eine Kündigung Gorenzels geknüpft. Außer wirrer, schwer nachvollziehbarer Vorwürfe in den sozialen Medien kommt aber öffentlich keine nachvollziehbare Kritik am Sportgeschäftsführer. Auf der anderen Seite scheint der e.V. nicht breit zu sein, über die Personalie Gorenzel  und mögliche Nachfolger diskutieren zu wollen. Mit der Folge, dass wohl bis auf Weiteres kein neuer Trainer verpflichtet werden kann und die Querelen, die überall im Umfeld von 1860 immer sichtbarer werden, eher schlimmer werden dürften. Die Frage ist, wie lange sich Gorenzel das noch antut, bevor er freiweillig das Handtuch schmeisst. Was ehrlich gesagt, wenig verwunderlich wäre. Wo dann ein Profitrainer hergezaubert werden soll, ist unklar. Aber vielleicht täte der Mannschaft ein wenig Freestyle mal gut, denn wesentlich schlechter kann es auf dem grünen Rasen ja auch nicht werden. Wobei: immer, wenn man das bei 1860 geäußert hat, war man kurz drauf überrascht, um wie viel schlimmer es dann wirklich gekommen ist. In sofern sind wir sehr auf die Aufsichtsratssitzung am Donnerstag Abend gespannt.

Niederlage in Meppen in der TAKTIKTAFEL-Analyse

Bernd Winninger musste mal wieder in den sauren Apfel beißen und sich das Spiel SV Meppen – 1860 München ein zweites Mal anschauen. Herausgekommen ist wie immer eine messerscharfe Analyse, warum Sechzig das Feld als Verlierer verließ. Bernd zeigt auf, welche Fehler einzelne Spieler gemacht haben und warum das Kollektiv aktuell nicht funktioniert.

Sechzger.de Talk 93

Jan bespricht mit Bernd und Flo natürlich auch die überall zu Tage tretenden Querelen bei 1860. Ansonsten gibt es wie gewohnt die Rückschau auf das Spiel Meppen und eine Vorschau auf das nächste Heimspiel gegen den SC Verl.

Den Talk findet Ihr ab heute Mittag auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen:

News aus der dritten Liga

Viktoria Köln – Rot-Weiß Essen 1:0

Viktoria Köln konnte die Negativserie ohne Sieg im aktuellen Kalenderjahr beenden. Im Sportpark Höhenberg besiegte die Viktoria die Gäste aus Essen mit 1:0. Den entschiedenden Treffer markierte Rückkehrer Wunderlich in der 50. Minute. Essen verlor Young in der 68. Minute mit gelb-roter Karte und konnte in Unterzahl keine Torgefahr mehr entwickeln.

Dresden muss auf Will verzichten

Paul Will zog sich am Samstag eine Sprunggelenksverletzung zu und wird einige Spiele pausieren müssen.

BVB II vagabundiert weiter durch NRW

Das Stadion Rote Erde steht den jungen Borussen bis mindestens 15.04. nicht zur Verfügung. Zwar sind mittlerweile die alten Kohleschächte unter dem Spielfeld mit Beton verfüllt, aber die Rasenheizung konnte bisher nicht eingebaut werden. Der Kick gegen den SV Waldhof soll im Stadion Niederrhein von Rot-Weiß Oberhausen ausgetragen werden. Der Auftritt von Dynamo Dresden wird im Westfalenstadion stattfinden. Ein Spielort für die Spiele gegen Zwickau und Halle muss noch gefunden werden.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Tag, hoffentlich mit weniger Querelen als bei 1860. Die neuesten Nachrichten aus dem Querelenstadl erfahrt Ihr natürlich bei sechzger.de.

3.Liga am Montag: Wunderlich schießt Köln gegen Essen zum Sieg

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Viktoria Köln Spvgg Bayreuth Oldschdod
Ex-Löwe Markus Ziereis traf für die Oldschdod beim Viktoria Köln

Mike Wunderlich hat Viktoria Köln im Heimspiel gegen Rot Weiss Essen drei Punkte gesichert. Der Rückkehrer erzielte nach 50 Minuten das einzige Tor des Tages.

FC Viktoria Köln – Rot-Weiss Essen 1:0 (0:0)

Zum Abschluss des 22.Spieltags standen sich im Sportpark Höhenberg am gestrigen Montagabend Viktoria Köln und Rot-Weiss Essen gegenüber. Beide Mannschaften warteten seit der Winterpause noch auf den ersten Sieg. Im ersten Durchgang taten allerdings beide nicht sonderlich viel dafür – gute Chancen waren Mangelware und somit ging es auch mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Kurz nach Wiederanpfiff sorgte eine Einzelaktion von Meißner auf Seiten der Kölner für den einzigen Treffer des Tages. Er setzte sich gut durch, sein Abschluss wurde allerdings vom Torwart der Gäste pariert. Mike Wunderlich hatte im Anschluss allerdings keine Mühe das leere Tor zu treffen und erzielte das 1:0 (50.). Es war das erste Tor seit seiner Rückkehr aus Kaiserslautern.

Nach 68 Minuten wurde die ohnehin schon schwere Aufgabe für Essen noch schwieriger, da Young nach einem Duell mit Sontheimer in Köln vorzeitig mit gelb-rot unter die Dusche musste. Den Gastgebern boten sich in der Schlussphase immer wieder Konterchancen, die allerdings nicht mehr zu einem weiteren Treffer führten. Dennoch reichte es für Köln gegen Rot-Weiss Essen zum ersten Sieg im Jahr 2023.

Der TSV 1860 München liegt nach der Niederlage in Meppen aktuell auf Rang 8. Die Viktoria bleibt Zehnter, Essen liegt in der Tabelle auf Platz 13.

Die 3.000 mitgereisten Gäste zeigten im Sportpark Höhenberg außerdem erneut eine große Pyroshow.

SV Meppen – TSV 1860 München (2:1) die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels SV Meppen – TSV 1860 München. Die verdiente Niederlage der Sechzger kam unter anderem durch einen taktischen Kniff der Emsländer zustande, auf den sich die Löwen nur schwer einstellen konnten.

SV Meppen – TSV 1860 lautete die Begegnung für die Löwen am 22.Spieltag. Die Gastgeber waren auf dem Papier mit vier Verteidigern auf dem Feld. Dombrowka war vom Meppener Trainer Stefan Krämer allerdings dazu auserkoren im Mittelfeld zu spielen. So war es kein 4-2-3-1, wie man im ersten Moment hätte denken können, sondern ein 3-5-2, das auch bei Eindringen der Sechzger ins letzte Drittel nicht auf Fünferkette verschoben wurde. Vielmehr kippten verschiedene Mittelfeldspieler der Meppener situationsbedingt, wenn Not am Mann war, in die letzte Reihe ab, um die Dreierkette dort zu verstärken, wo sich Lücken ergaben.

Der TSV 1860 München hingegen kam im 4-2-3-1 aufs Feld. Der gelbgesperrte Steinhart wurde durch Greilinger ersetzt. Moll wurde, wie auch schon vergangene Woche in Oldenburg, in der Rolle des Box-to-Box Spielers eingesetzt. Bei eigenem Ballbesitz verschob sich die
Abwehrkette des TSV 1860 München asymmetrisch, um im Mittelfeld Überzahl zu erzeugen.

Bevor wir zur Analyse kommen, wie immer ein Blick auf die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Die wichtigsten statistischen Werte des Spiels

  • Ballbesitz: TSV 1860 SV 55% – Meppen 45%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 74% – SV Meppen 71%
  • defensive Zweikampfquote: TSV 1860 63% – SV Meppen 51 %
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 14/4 – SV Meppen 16/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 5,14 – SV Meppen 5,83

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Ballbesitzvorteile für den TSV 1860 von zehn Prozent gegenüber den Gastgebern vom SV Meppen konnten aufgrund dessen, dass die Meppener durch gutes Stellungsspiel viele Räume zustellten, nie so ausgenutzt werden wie man sich das vorstellt. So musste oft quer oder zurückgespielt werden, wenn der Ball eigentlich um Tempo zu erzeugen nach vorne gespielt hätte werden sollen, da entweder die Passwege zugestellt waren oder sich einzelne Spieler in Soloaktionen verzettelten, aus denen es nach vorne keine Lösung mehr gab und der Weg zurück angetreten werden musste.

Die Meppener überbrückten das Mittelfeld im Allgemeinen bei eigenem Ballbesitz recht schnell über progressive Pässe und konnten so mit drei offensiv agierenden Mittelfeldspielern plus Box-to-Box Spieler und zwei Stürmern im Zentrum oft Druck auf den Strafraum der Löwen aufbauen.

Die Ballbesitzverteilung ist hinsichtlich der Qualität des Spiels der ein oder anderen Mannschaft als Maßgabe für besseres Spiel also wie so oft kein Indikator, der alleine für sich genommen aufzeigen würde, wer das Heft in der Hand hatte.

Passgenauigkeit

Die Passgenauigkeit bei den Bällen nach vorne bei den Sechzgern hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche zwar leicht verbessert. Sie ist aber noch deutlich unter dem Niveau, das man von einer Mannschaft erwarten muss, die im Ligavergleich mit vielen guten Offensivspielern bestückt ist.

Es wurde abhängig von der Ballbesitzverteilung weniger oft nach vorne gepasst, sondern mehr mit dem Ball am Fuß nach vorne gelaufen und dann quer- oder zurückgelegt. So adäquate Raumgewinne zu erzielen, bei denen man dann über das Tempo Überzahl schaffen kann, ist allerdings schwer. Vergangene Woche spielte man bei 38 Prozent Ballbesitz insgesamt 141 Pässe nach vorn. Am Samstag waren es bei 17 Prozent mehr Ballbesitz 147 Pässe in diese Richtung.

Querpässe hingegen stiegen um 50 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Damit wird erkenntlich, dass das Spieltempo der Löwen im Vergleich zu letzter Woche deutlich erlahmte.

Wenn im letzten Drittel des Gegners oder knapp davor immer wieder Quer- und Rückpässe gespielt werden müssen, ist das ein deutliches Anzeichen für falsche Laufwege oder falsche Positionierung zwischen den Ketten des Gegners.

Die zwar mit positiver Bilanz vorgetragenen Offensivduelle (Läufe und/Dribblings) brachten aufgrund der mannorientierten Verteidigung – und der somit nicht vorhandenen Anspielstationen des SV Meppen im eigenen letzten Drittel – kaum klare Chancen für den TSV 1860 München.

Um eine mannorientierte Verteidigung richtig zu bespielen, muss besser kombiniert werden. Einzelaktionen über lange Strecken bringen keinen produktiven Raumgewinn, wenn ich damit keinen Mitspieler freispielen kann.

Es wäre also für den TSV 1860 München im Spiel gegen den SV Meppen wichtig gewesen, in der horizontalen Ebene im Mittelfeld viel zu verschieben und mit offensiven Positionswechseln durch Kreuzbewegungen zu arbeiten, um sich freie Räume zu erspielen und Verteidiger aus der Position zu ziehen. Das geschah, wie man sehen konnte, kaum.

Defensive Zweikampfquote

Die defensive Zweikampfquote befindet sich alles in allem auf einem guten Weg. Die entscheidenden Zweikämpfe wurden allerdings nicht geführt. Bei beiden Treffern der Meppener führte der Gegenspieler des Torschützen den entscheidenden Zweikampf nicht.

Wir müssen hier festhalten, dass die Mannschaft über den gesamten Platz hinweg grundsätzlich guten Einsatz gegen den Ball zeigt und auch eine gute Bilanz bei den geführten Zweikämpfen auf dem Boden hat. Je weiter der Gegner jedoch in die Hälfte der Löwen eindrang, desto weniger gut liefen diese Aktionen für die Sechzger.

Im eigenen letzten Drittel wurden nur 45 Prozent der Defensivduelle auf dem Boden gewonnen und lediglich ein Drittel in der Luft. Das ist in diesem Bereich des Spielfelds deutlich zu wenig. Im eigenen Strafraum wurden gar nur – Luft- und Bodenduelle zusammengezählt – fünf von vierzehn Zweikämpfen gewonnen.

Schüsse/aufs Tor

16 Mal schossen die Spieler des TSV 1860 München im Spiel gegen den SV Meppen. In einigen Situationen, auch beim eigenen Treffer, mehrmals in der selben Spielsituation. Von den 14 Schüssen der Löwen konnte Meppen vier blocken. Dass bei zehn Schüssen, die ohne Gegenwehr der Meppener Feldspieler blieben, nur einer hinein ging, ist bei zwei Pfostentreffern im Spiel und fünf gehaltenen Schüssen vom glänzend aufgelegten Torhüter Domaschke durchaus als unglücklich zu bewerten.

Auch die Zonen in oder vor der Box des SV Meppen, aus denen der Großteil der Schussversuche des TSV 1860 erfolgte, waren durchaus so gewählt, dass mehr als ein Treffer hätte erzielt werden können.

Am Willen der Spieler des TSV, den Ball ins Tor zu bringen, lag es sicherlich nicht, dass der Ball nicht hinein ging. Vielmehr war es die glanzvolle Torhüterleistung und die gute Manndeckung der Gastgeber im eigenen letzten Drittel, die es den Löwen, die zu wenig kombinierten, erschwerte, sich zwingendere Gelegenheiten herauszuspielen.

PPDA

Der Pressingindex PPDA ist für beide Teams auf einem sehr hohen Wert. Meppen überraschte durch teilweise aggressives Anlaufen auf mittlerer bis hoher Linie. Das hat vermutlich kaum einer so erwartet. Das oft zögerliche Agieren der Spieler des TSV 1860 München im eigenen Aufbau brachte Meppen immer wieder Umschaltmomente, die entweder aus den eigenen Pressingfallen im Mittelfeld heraus gestartet werden konnten, aber auch in einem großen Ausmaß durch Ballgewinne in der direkten Pressingsituation entstanden.

Acht Mal verloren die Sechzger den Ball gegen das direkte Pressing im eigenen letzten Drittel. Insgesamt konnte der Gastgeber 21 Mal in direkten Duellen in den sogenannten pressingrelevanten Zonen den Ball behaupten und 20 Pässe der Sechzger dort abfangen, um die Situation umzudrehen und selbst offensiv zu agieren.

Das Pressing der Sechzger war ähnlich angelegt, allerdings weniger aggressiv mit deutlichem Fokus auf Gewinn von Bällen in Pressingfallen im Mittelfeld. Das wurde allerdings zu selten durch Einlaufen in Passwege realisiert, sondern musste zu oft in direkten Duellen entschieden werden.

Meppen war in der pressingrelevanten Zone beim Aufbau deutlich erfolgreicher gegen Pressingaktionen der Löwen. Zwar konnten die Sechzger dort zwei Drittel der geführten Defensivduelle gewinnen, es stehen aber lediglich zehn abgefangene Pässe dort auf der Habenseite zu Buche.

Erfolgloses Umschaltspiel

Erfolgreiche Umschaltaktionen entstehen mit höherer Wahrscheinlichkeit nach dem erfolgreichen Einlaufen in einen Passweg und nicht durch in tiefen Bereichen der pressingrelevanten Zone gewonnene Defensivzweikämpfe. Das rührt daher, dass nach einem gewonnenen Defensivzweikampf der Spieler, der den Ball verloren hat, oft gleich selbst wieder eine Aktion gegen den Ball ausführen kann. So hat man nach Ballgewinn als Umschaltspieler weniger schnell die Chance, Tempo aufzunehmen. Gelingt die Umschaltaktion trotzdem, ist es dann in vielen Fällen so, dass kein Defensivspieler verschieben muss, weil der Gegenspieler des Umschaltspielers ja “an ihm dran” ist und für die Fortsetzung des Umschaltangriffs die möglichen Anspielstationen weiterhin zugestellt sind. Die Folge: Einzelaktionen ohne Mehrwert.

Gewinnt man hingegen den Ball durch Einlaufen in einen Passweg, muss der angespielte Spieler des Gegners der Situation und seinem Gegenspieler hinterherlaufen. Das zieht entweder einen Defensivspieler aus seiner Position, um den Umschaltspieler zu attackieren, der dann Raum nach vorne für sein Passspiel finden könnte, oder es gibt dem Umschaltspieler Raum für eine Einzelaktion mit höherer Erfolgsaussicht, falls aus der Verteidigung kein Spieler im Raum verschiebt, und alle weiterhin ihre Deckungsaufgaben erfüllen.

Damit die Einzelaktion dann erfolgreich wird, ist wieder Tempo und rasches Erkennen der räumlichen Situation nötig. Die Abgeklärtheit, souverän mit dem Ball am Fuß den Raum zu finden, wo die Aktion effektiv werden kann, fehlt den Offensivspielern des TSV 1860 München in den meisten Fällen.

Es folgt das Woche für Woche gleiche Bild einer Mannschaft, die sich um den Sechzehner des Gegner herum die Bälle zuspielt und keinen Weg findet, im Strafraum Mannschaftskameraden so frei zu spielen, dass sie präzise abschließen und den Ball im Gehäuse unterbringen, ohne dem Keeper eine Chance zu lassen, ihn zu halten.

Die Tore beim Spiel SV Meppen – TSV 1860 München

Die Tore und weitere Highlights sind hier zu sehen.

Unter die Lupe nehmen wir diesmal das 1:0 durch Janssen in der 19. Minute. Ein Freistoß der Meppener aus dem rechten Mittelfeld noch in der eigenen Hälfte auf die halblinke Position vor der Box der Löwen, wird zunächst durch den TSV 1860 München geklärt. Meppen behauptet sich jedoch im Kampf um den zweiten Ball und das Zuspiel von Mazagg kann Janssen, dessen Gegenspieler Belkahia sich in dieser Situation aus unerfindlichen Gründen von ihm weg orientiert am chancenlosen Hiller vorbei einnetzen.

Warum konnte die Situation entstehen?

Der verlorene zweite Ball ist kein Grund, dieses Tor zu fangen. Belkahia allein die Schuld zuzuschieben, wäre allerdings auch zu einfach. Die Abwehr stand generell nicht so, wie es nötig gewesen wäre. Dröseln wir das nun Spieler für Spieler auf und sehen uns an, wo der initiale Stellungsfehler war, der die Fehlerkette einleitet. Jesper Verlaat orientiert sich beim Freistoß der Meppener zu weit vorne, als er versucht, den Ball per Kopf zu klären und verpasst dabei auch noch die Kugel, sodass sich das Spiel auf den linken Flügel der Meppener verlagert.

Für diesen Kopfball oder eine andere Abwehraktion, erfolgreich oder nicht, ist fürs Stellungsspiel nicht relevant, wäre eigentlich Quirin Moll verantwortlich und auch gut positioniert gewesen. Aber Verlaat verlässt seine taktische Position und bringt damit den entscheidenden Fehler in die defensive Aktion

Wenn Verlaat übernimmt, muss er den Ball sicher haben, sonst fehlt ein Spieler in der Kette. Nur weil Verlaat hier aus der Kette ausbricht, muss Belkahia Janssen überhaupt erst übernehmen. Wenn er übernimmt, muss er allerdings theoretisch für den Rest des Spielzuges auch bei ihm bleiben. Nur für den Fall, dass Verlaat seine Position in der Kette wieder einnimmt, hätte Belkahia sich zur Absicherung der kleinen Box in Richtung Strafraumzentrum bewegen dürfen.

Der Fehler

Der initiale Fehler liegt also nicht beim Innenverteidiger Belkahia, sondern im Stellungsspiel von Verlaat. Mit seiner misslungenen Aktion hat Verlaat gleich zwei Mitspieler und sich selbst in die Bredouille gebracht. Einerseits Moll, der gleich komplett aus der Situation genommen wird, dann Belkahia, der nicht sicher sein kann, ob Rieder oder Moll für Verlaat in die Kette abkippen und als drittes sich selbst, weil er zunächst den Ball verpasst und dann, anstatt wieder in die Kette abzukippen, weiter davor, wo er in dieser Situation nichts zu suchen hat, herumgeistert.

Obwohl Verlaat hier die Hauptschuld am Gegentreffer hat, wäre vermutlich nichts passiert, wenn Belkahia bei Janssen geblieben wäre. Denn er hätte aufgrund des spitzen Winkels sowohl Schuss als auch Passweg zugestellt.

Das fiel auf

Taktische Disziplin ist offensichtlich für einige Feldspieler des TSV 1860 München ein Fremdwort. Wie man als Spieler, sowohl offensiv als auch defensiv, klar offensichtliche taktische Vorgaben auf den Müll werfen kann und aus Gründen, die ich nicht finden kann, die eigene Position möglichst mannschaftsundienlich interpretiert, müssten die einzelnen Spieler einmal selbst erklären müssen.

Verlaat

Verlaat spielt dermaßen oft vor der Kette, dass das nichts mehr mit freier Interpretation der taktischen Vorgaben zu hat, sondern mit Missachtung derselben. Und seine individuellen Werte sind für die positionsbezogenen Kategorien durch die Bank ungenügend. Vielleicht sollte man Verlaat in Zukunft als Stürmer aufstellen. Dann wäre es vielleicht zu verstehen, dass er nur fünf von siebzehn Kopfballduellen gewinnt und eine Ballgewinn- und -verlustquote von 2/3 wäre dann auch eher erklärbar.

Vrenezi

Vrenezi verzettelt sich immer wieder in Einzelaktionen und ist nicht fähig, seine Laufduelle so erfolgreich zu gestalten, dass am Ende dadurch Raum für Mitspieler geschaffen wird. Sein Gegenspieler gewinnt den Ball entweder direkt oder – falls Vrenezi sich durchsetzt – muss der Ball quer oder zurückgespielt werden. Sechzehn Pässe spielte Vrenezi bis zu seiner Auswechslung, lediglich drei davon nach vorne. Seine Auswechslung war absolut nachzuvollziehen. Er ist weiterhin zu eigensinnig bei seinen Aktionen und nicht mannschaftsdienlich. Welchen Zweck er mit seiner Spielweise verfolgt, kann ich nicht erkennen.

Rieder

Tim Rieder als tiefer Sechser kann oder will seine Aufgaben auch weiterhin offensichtlich nicht so erfüllen, wie man es von ihm vor der Saison erwartet hat. Kein gewonnenes Kopfballduell, lediglich zwei geführte Defensivzweikämpfe am Boden, sieben von zehn Laufduellen verloren und eine Passgenauigkeit von nur 56 Prozent entspricht bei keiner dieser Kategorien dem Anforderungsprofil eines defensiven Mittelfeldspielers. Lediglich vier seiner fünfzehn Vorwärtspässe kamen beim Mitspieler an. Diese Interpretation der Position im defensiven Mittelfeld ist unterirdisch, Herr Rieder.

Holzhauser

Raphael Holzhauser offensiv und individuell wieder mit Werten, von denen andere Spieler in der Liga nur träumen dürfen. Eine Passquote von 93%, nur zwei seiner Vorwärtspässe kamen nicht an. Drei Schussvorlagen, alle Flanken erfolgreich an den Mann gebracht. Im Spiel gegen den Ball wurde er auf der vorderen Pressinglinie allerdings oft allein gelassen und hatte so wenig Chancen, dort erfolgreich zu agieren. Wenn das Anlaufen der Löwen auf der Pressinglinie mit deutlicherer Konsequenz durchgeführt worden wäre und andere Spieler ähnlichen Einsatz wie Holzhauser gezeigt hätten, müssten wir möglicherweise weniger Kritik üben.

Die Art, wie Lakenmacher eingesetzt wurde, gefiel mir ganz und gar nicht. Ein solch robuster Spieler mit dieser Größe muss mehr im Angriffszentrum zum Zuge kommen. Wenn Lakenmacher sich hauptsächlich über die Außen- oder Halbposition in Spiel einbringen muss, ist seine Wucht verschenkt. Da kann allerdings der Spieler selbst wenig dafür. Ich kann einem Fisch zwar befehlen, auf einen Baum zu klettern, bringen wird mir und dem Fisch das allerdings wenig. Allerhöchstens wird der Fisch demotiviert, weil er die ihm gestellte Aufgabe nicht lösen kann. Das führt dann dazu, dass der Spieler seltener angespielt wird und dann quasi der komplette Flügel auf dieser Seite aus dem Spiel genommen wird.

So macht man sich selbst dort schwächer als es sein müsste, vor allem unter der Prämisse, dass man, wenn man weiter mit Außenstürmern bzw. Mittelfeldaußenspielern agieren möchte, bessere Alternativen für diese Position auf der Bank gehabt hätte. Kritik an Lakenmacher ist somit in dem Fall obsolet. Erst in der Partie und nach der Umstellung auf eine Raute im Mittelfeld, rückte Lakenmacher ins Zentrum neben Bär, wurde aber dort nie produktiv angespielt.

Fazit

Status Quo

Das Alibi “Trainer” ist weg. Ich habe vor zwei Wochen geschrieben, nach den Spielen gegen Oldenburg und Meppen wird sich der Charakter der Mannschaft gezeigt haben. Und auch darüber, ob der Trainer das Problem war oder andere Faktoren für den Leistungsabfall seit dem Totopokalspiel gegen Illertissen verantwortlich sind, wird offenbar werden.

Offensichtlich ist es um den Charakter der Mannschaft als Kollektiv nicht gut bestellt, und die Probleme in der Mannschaft liegen tiefer als angenommen. Das kann natürlich auch mit dem Verhalten des Trainers in den Wochen oder Monaten vor seiner Beurlaubung zu tun gehabt haben, alleine ursächlich war es aber mit der Erkenntnis nach diesen Spielen wohl nicht.

Die Mannschaft hat offenbar ein tief liegendes, internes Problem. Es gibt Spieler, die ihre Position gegen den Ball nicht mit der nötigen taktischen Disziplin halten. Es gibt Spieler, die offenbar unbedingt beweisen wollen, dass sie dribbeln können wie Weltstars, aber gleichzeitig nicht die nötige Spielübersicht haben, dass sie bereits im Vorfeld der Einzelaktion erkennen könnten, dass ein gewonnenes Dribbling oder Laufduell die räumliche Situation im Spiel nicht positiv verändern wird, weil der Gegner gegen den Mann verteidigt. Und es gibt Spieler, die, bevor sie tatsächlich den einfacher anspielbaren Mitspieler anspielen, den riskanteren Pass suchen, der in einem Zweikampf des Adressaten mit einem Gegenspieler endet und in vielen Fällen deshalb nach der Ballannahme zu einem Ballverlust im Zweikampf führt, für den der angespielte Mitspieler weniger Verantwortung trägt als der Spieler, der den riskanten Pass gespielt hatte.

Hörts auf, Euch auf Kosten Eurer Mitspieler und somit der Mannschaft und des Vereins profilieren zu wollen. Das steigert weder Euren Marktwert, noch die Akzeptanz bei den Fans und schon gar nicht die Erfolgsaussichten auf dem Platz. Ich war schon lange nicht mehr so sauer auf Spieler in unserer Mannschaft wie in den letzten Wochen.

Wie gehts weiter?

Rieder, Vrenezi und Verlaat hätten aufgrund der Leistung vom Samstag in der kommenden Woche bei mir einen Platz auf der Tribüne sicher.

Die Saisonziele wurden nun neu definiert. Jetzt heißt die Prämisse nicht mehr Aufstieg sondern Klassenerhalt sichern und wenn die dafür nötigen Punkte gesammelt sind, die Möglichkeiten neu zu bewerten.

Wie der Mannschaft neues Leben eingehaucht werden kann, ist die große Frage, die sich wohl alle Fans des TSV 1860 München nach dieser Niederlage beim SV Meppen stellen. Hat die Mannschaft den/die Führungsspieler, der sich den Hut aufsetzt und unter der Woche für ein reinigendes Gewitter sorgen kann, bei dem sich die Spieler tatsächlich miteinander auseinandersetzen um die Probleme zu ergründen, oder ist die Mannschaft verbrannt und sind die Risse im Team nicht mehr zu kitten? Wenn es nicht geschafft wird, aus dieser Truppe wieder ein Team zu formen, bei dem jeder für den anderen einsteht und kämpft, und wenn nicht jeder seine persönlichen Animositäten aufs Abstellgleis stellt, geht der TSV 1860 München schweren, unruhigen Zeiten entgegen.

Anfeindungen gegen den Interimstrainer und andere Verantwortliche für den sportlichen Bereich sind hier meiner Meinung nach ebenso nicht zielführend. Wenn das Team die Vorgaben als Mannschaft nicht umsetzt und Teile der Mannschaft andere Spieler immer wieder in die Bredouille bringen, eigene taktische oder technische Fehler, oder auch Fehler in der Antizipation sich entwickelnder Spielsituationen, ausbügeln zu müssen, wird das noch eine lange schwere Saison für unsere Sechzger.

Das Maß ist voll. Entweder die einzelnen Spieler beweisen in jeder Minute jedes noch zu absolvierenden Spiels, dass sie für den TSV 1860 München bereit sind, Gras zu fressen und für den Erfolg ihre Egos hinten anzustellen, oder sie gehen zum Geschäftsführer und lösen ihren Vertrag auf, weil die Bürde des Löwen auf der Brust nicht zu ihrem schwachen Charakter passt.

Datenquelle: Wyscout

Muss Gorenzel gehen? Wer wird neuer Geschäftsführer bei 1860?

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Günther Gorenzel TSV 1860 Geschäftsführer

Trainer Michael Köllner wurde nach dem 1:2 gegen Dynamo Dresden entlassen, doch auch mit Interimscoach Günther Gorenzel konnte die Wende zum Bessern nicht eingeleitet werden. Dem unglücklichen 2:2 in Oldenburg folgte das in jeder Hinsicht blamable 1:2 beim SV Meppen. Nun steht auch die Position von Gorenzel als Geschäftsführer Sport beim TSV 1860 zur Diskussion. Wer aber könnte im Fall der Fälle auf den Österreicher folgen?

Möchte die HAM Gorenzel loswerden?

Dass die Seite des Mehrheitsgesellschafters Gorenzel lieber heute als morgen von all seinen Aufgaben entbinden würde, ist kein großes Geheimnis. Zu eindeutig sind die Äußerungen des Ismaik-Statthalters Anthony Power und auch ein investorennaher Blog befeuert die Personalie Gorenzel seit Monaten.

Für Donnerstag ist beim TSV 1860 eine Aufsichtsratsitzung anberaumt, die Position des Geschäftsführers dürfte eins der Hauptthemen sein. Die Frage ist: Wie steht der Verein zu Gorenzel?

Wer könnte Geschäftsführer bei 1860 werden?

Aufgrund des Saisonverlaufs ist nicht auszuschließen, dass sich der Daumen für Gorenzel senken wird. Mit diesem Kader ist es schon arg verwunderlich, dass man nun bereits seit Monaten der Form hinterherläuft und die Aufstiegsränge immer mehr aus den Augen verliert. Kann man Gorenzel dafür verantwortlich machen, der die Spielerwünsche des Ex-Trainers erfüllt hat?

Wie dem auch sei: Sollte Gorenzel gehen müssen, muss Ersatz her. Wer aber könnte als Geschäftsführer Sport beim TSV 1860 auf den Österreicher folgen? Benjamin Lauth wurde seitens der BILD bereits in Spiel gebracht, auch die Ex-Löwen Jochen Kientz, Horst Heldt und Matthias Imhof wurden genannt. Könnte einer von ihnen das Problem lösen?

Interne oder externe Lösung?

Wäre es wirklich sinnvoll, jemanden zu installieren, der bereits Erfahrungen mit dem TSV 1860 gemacht hat? Besteht da nicht die Gefahr, dass alte Verbindungen sofort wieder das Lagerdenken bestärken? Wäre es insofern nicht sinnvoller, eine externe Lösung zu wählen, also jemanden, der unbedarft an die Sache rangeht?

Thomas Hitzlsperger war beispielsweise bereits im März 2022 gerüchteweise bereits, ein Amt beim TSV 1860 zu übernehmen? Obwohl er als Aktiver unter anderem beim FC Bayern aktiv war, entstammt er einer tiefblauen Familie und hat das Geschehen an der Grünwalder Straße gut im Blick. Ist das noch zu nah dran?

Mögliche Kandidaten für die Löwen

Der gebürtige Memminger Michael Mutzel hat bei der TSG Hoffenheim, der SpVgg Greuther Fürth und beim HSV bereits ordentlich Erfahrung gesammelt und könnte die Aufgabe bei den Löwen unvoreingenommen angehen.

Oder wie wäre es mit Werner Grabherr? Der 37-Jährige war bis Oktober 2022 sportlicher Leiter beim österreichischen Erstligisten SCR Altach, zog sich nach dem katastrophalen Fehlstart der Vorarlberger jedoch freiwillig zurück.

Habt Ihr einen Favoriten?

Bild: OR Pressedienst

Sechzig am Wochenende: Vierte gedenkt Shendrit Ameti

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Tsv 1860 IV Vierte Shendrit Ameti

Der Stachel der Niederlage der Profis in Meppen sitzt noch immer tief. Es gibt allerdings auch Nachrichten aus dem Löwen-Kosmos, die das Herz mit Wärme erfüllen. Am Rande des Testspiels gegen die SpVgg Haidhausen II gedachte die Vierte des TSV 1860 ihres im Dezember verstorbenen Mitspielers Shendrit Ameti.

Vierte gedenkt Shendrit Ameti

Die Familie Ameti war bei der Partie auf dem 6er-Platz an der St.-Martin-Straße zugegen, als die Vierte des TSV 1860 die SpVgg Haidhausen mit 13:1 deklassierte. Mit einer Spielunterbrechung und minutenlangem Applaus erwiesen Zuschauer und Spieler den trauernden Angehörigen Respekt. Die Löwen traten in Sondertrikots an, die an Shendrit Ameti erinnerten. Auf den extra angefertigten Shirts konnte man Für immer einer von uns! und Einmal Löwe, immer Löwe lesen. Eine schöne Geste der Vierten, die auch die Angehörigen Ametis berührte.

Auf dem Kunstrasen dominierten die Löwen ihren klassengleichen Gegner und spielten sich in einen regelrechten Torrausch. Moritz Wieland (14. Min.), Ersan Zeybek (26., 56. und 60. Min.), Patrick Wassermann (30. Min.), Leonhard Schnepper (53. Min.), Alexander Petö (63. und 82. Min.), Henrik Ahrend (65., 79. und 83. Min.), Kadir Zeybek (70. Min.) und Marios Filentas (72. Min.) trafen beim 13:1-Sieg des TSV 1860 IV.

Zuvor hatte bereits die Dritte gegen den A-Klassisten SV Brückmühl II mit 4:1 (1:1) gewonnen. Nachdem die Gäste früh in Führung gegangen waren, drehten Julian Schleich (45. und 80. Min.) sowie Malvin Begaj (60. Min.) und Seyhan Celik (73. Min.) die Partie zugunsten des TSV 1860 München III.

Die Spiele im Überblick

Montag, 06.02.

19.45 Uhr: SG Hertha/Sendling – Senioren B 0:5

Dienstag, 07.02.

18.00 Uhr: U15 – FC Orlando U16 0:4

Samstag, 11.02.

11.00 Uhr: Jahn Regensburg – U17 0:4
12.00 Uhr: U15 – VfB Stuttgart 2:4 (Blitzturnier)
13.00 Uhr: U21 – VfB Forstinning 1:0
13.15 Uhr: U15 – 1. FC Kaiserslautern 0:6 (Blitzturnier)
14.00 Uhr: SV Meppen – Profis 2:1
15.00 Uhr: Dritte – SV Bruckmühl II 4:1
15.30 Uhr: U14 – FC Gundelfingen U15 1:1
17.00 Uhr: SpVgg Haidhausen II – Vierte 1:13

Die U13 erreichte am Samstag bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft in Burghausen den 2. Platz. Nachdem man sich in der Gruppenphase als Gruppensieger gegen den FC Ingolstadt 04, die SG Quelle Fürth, die SpVgg Kaufbeuren und den FC Schweinfurt 05 durchgesetzt hatte, kam es im Halbfinale zum Duell mit der SpVgg Bayreuth. Dort setzten sich die Löwen im 9-Meter-Schießen durch und trafen im Finale auf den FC Augsburg. Gegen die Schwaben gab es leider nicht zu holen und so zog der TSV 1860 im Endspiel mit 0:2 den Kürzeren.

Sonntag, 12.02.

10.00 Uhr: U14 – Fußball-Talente Freiham U15 3:1
13.00 Uhr: U19 – 1. FC Heidenheim 1:2

Foto: Wochenanzeiger München

Sechzig um Sieben: 1860 ist nach Niederlage in Meppen Mittelmaß

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Durch die Niederlage gegen den SV Meppen rutscht der TSV 1860 München auf Platz 8 ab und findet sich daher im Mittelfeld der 3.Liga wieder. Der Aufstieg ist aktuell ganz weit entfernt, Präsident Reisinger spricht im merkur sogar davon die “Saisonziele schrittweise neu zu definieren“. Der Wochenstart bei den Löwen könnte also durchaus gemütlicher sein. Dennoch gibt es am Morgen natürlich die Übersicht der Ereignisse vom vergangenen Wochenende.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage gegen den SV Meppen

Bereits vor Schlusspfiff hatten fast alle Fans den Gästeblock verlassen. Die sich anbahnende Niederlage gegen den bis dato Tabellenletzten SV Meppen und insbesondere die Leistung der Mannschaft im zweiten Durchgang waren zu viel. Über 3.000 Kilometer legten die Löwenfans innerhalb von einer Woche für ihre Mannschaft zurück. Heraus sprang dabei nur ein Punkt gegen den VfB Oldenburg. Thomas analysiert in seinen Giesinger Gedanken das Spiel beim SVM und wirft zudem einen Blcik zurück auf die Löwenrunde vor dem Spiel.

Die Pressekonferenz aus Meppen nach dem Spiel

Stefan Krämer zeigte sich auf der Pressekonferenz nach der Partie natürlich glücklich, dass es für seine Mannschaft nach 17 sieglosen Spielen endlich wieder für drei Punkte gereicht hatte. Günther Gorenzel hingegen analysierte die Niederlage in Meppen und sah vor allem eine Schwäche bei den Duellen um die zweiten Bälle. Aber auch die Zweikampfhärte der Löwen war am Samstag im Emsland ein Manko.

Sorgen um Morgalla

Früh musste der Interimstrainer dabei reagieren, nachdem Leandro Morgalla unmittelbar nach dem Führungstreffer der Gastgeber angezeigt hatte, dass es für ihn nicht mehr weitergeht. Er wurde durch Christopher Lannert ersetzt. Morgalla droht nun auch für das kommende Heimspiel gegen den SC Verl auszufallen. Auf jeden Fall zuschauen muss Quirin Moll, der in Meppen seine fünfte gelbe Karte sah.

Gorenzel nach Niederlage in Meppen vor dem Aus – kommt Lauth?

Kurz nach Abpfiff kamen dann die nächsten Gerüchte auf, die auf eine weitere Entlassung beim TSV 1860 München hindeuten. Günther Gorenzel, der momentan nahezu den ganzen Tag an der Grünwalder Straße zu finden ist, soll vor dem Aus stehen. Präsident Robert Reisinger gab gegenüber dem merkur gestern zu Protokoll, dass man nicht in einen “hektischen Aktionismus” verfallen werde. Die nächste Aufsichtsratssitzung am Donnerstag sollte mehr Licht ins Dunkel bringen. Als Nachfolger wird Ex-Löwe Benny Lauth gehandelt.

Power mit Botschaften auf Instagram – der TSV 1860 zum Schämen

Zur Ruhe kommt der TSV 1860 München momentan nun wirklich nicht. Nach der Entlassung von Trainer Michael Köllner wackelt nun also auch Sport-Geschäftsführer und Interimstrainer Günther Gorenzel. Derweil hat sich Anthony Power wieder einmal über seinen Instagram-Profil zu Wort gemeldet. Dort greift er nach Meinung vieler Gorenzel direkt an – und legte am Sonntagabend sogar noch einmal nach. Professionell ist diese Vorgehensweise natürlich in keiner Weise. Schon länger steht Power in der Kritik. Viele Löwenfans wünschen sich, dass der Geschäftsführer der Merchandising GmbH aus seinem Amt entlassen wird.

U19 unterliegt Heidenheim

Leider gab es auch von der A-Jugend der Löwen am Wochenende keine guten Nachrichten. Gegen den 1.FC Heidenheim, einen weiteren direkten Konkurrenten im Kampf um den Abstieg, verlor das Team von Jonas Schittenhelm erneut. Mit 1:2 musste sich der TSV 1860 am Ende geschlagen geben, haderte aber auch mit zwei Schiedsrichter-Entscheidungen.

News aus der 3.Liga

Der 22.Spieltag

Die Löwen verlieren und die Konkurrenz zieht davon. So könnte man den 22.Spieltag vermutlich leider treffend beschreiben. Von den Mannschaften, die aktuell vor dem TSV 1860 liegen, hat nur Waldhof Mannheim am Freitag bei Erzgebirge Aue verloren. Die direkten Aufstiegsplätze rücken damit in weite Ferne. Am gestrigen Sonntag gewann Wiesbaden in Bayreuth, außerdem holte Osnabrück in Ingolstadt den siebten Sieg in Serie. Capretti verlor mit dem FCI hingegen auch sein zweites Spiel.

Heute abend stehen sich abschließend Viktoria Köln und Rot-Weiß Essen gegenüber. Anpfiff ist um18:60 Uhr im Sportpark Höhenberg.

Ristic wird Trainer in Halle

Der Hallesche FC hat einen neuen Mann an der Seitenlinie. Nach der Entlassung von Andre Meyer wurde Sreto Ristic beim HFC offiziell vorgestellt. Eine einfache Aufgabe steht dem 47-Jährigen nicht bevor. Durch die Niederlage am Wochenende gegen Freiburg ist Halle auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Ristic trainierte zuletzt die Offenbacher Kickers, wurde dort aber nach dem verpassten Aufstieg in die 3.Liga entlassen.

Trainersuche in Zwickau: Thielemann vor Einstellung

In Halle ist man gegenüber Zwickau schon einen Schritt weiter, doch in der kommenden Woche soll auch beim FSV ein neuer Trainer vorgestellt werden. Der Favorit auf den Posten ist nach Medienberichten Ronny Thielemann. Der 49-Jährige war lange Jahre Co-Trainer unter Jens Härtel bei Hansa Rostock. Gemeinsam führte das Trainergespann die Kogge in die 2.Bundesliga. Um in Zwickau unterschreiben zu können, müsste sein noch laufender Vertrag in Rostock allerdings zunächst aufgelöst werden. Dabei dürfte es sich aber nur noch um eine Formalie handeln.