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Ultimatum für Michael Köllner? Stellungnahme des TSV 1860

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Die Geschäftsführung des TSV 1860 München hat mit einer Stellungnahme auf die aktuellen Geschehnisse und die Berichterstattung rund um die Personalie von Trainer Michael Köllner reagiert. Darin enthalten ist ein Ultimatum für das kommende Spiel gegen den FSV Zwickau.

Ultimatum an Köllner: “Gegen den FSV Zwickau an der Seitenlinie”

Kurz nach der 1:3-Niederlage bei Waldhof Mannheim hatte sich Hasan Ismaik mit mehreren Vertretern des TSV 1860 München getroffen. Unter anderem waren die beiden Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und Günther Gorenzel zugegen, einen Vertreter des e.V. als weiteren Gesellschafter vermisste man jedoch in der Runde. Kurz danach veröffentlichte Ismaik auf Facebook eine Stellungnahme, in der er erklärte, dass Trainer Michael Köllner vorerst nicht zur Diskussion stehe. Er warnte vor “Kurzschlussreaktionen” und versprach, dass “beide Gesellschafter […] Tag und Nacht zum Wohle von 1860” arbeiten.

Durch die Anwesenheit mehrerer offizieller Vertreter des TSV 1860 München entstand so der Eindruck einer offiziellen Mitteilung der Löwen. Infolgedessen entwickelte sich die Berichterstattung seit gestern entsprechend, einige Löwenfans kritisierten das Vorgehen zudem. Sie sahen die Geschäftsführung in der Pflicht, entsprechende Entscheidungen zu treffen und nicht anderen zu überlassen. Tatsächlich müssten eine Entlassung von Köllner die Geschäftsführer in die Wege leiten. Mit einer Stellungnahme hat die Geschäftsführung des TSV 1860 München dies auch noch einmal klar gestellt.

Eine ausgiebige, kritische und selbstkritische Analyse der Geschäftsführung ergab, dass Michael Köllner auch am kommenden Samstag gegen den FSV Zwickau an der Seitenlinie stehen wird.

So wird eingangs betont, dass “alleine die Geschäftsführung des TSV 1860 München, insbesondere die fachliche Einschätzung des Geschäftsführers Sport” verantwortlich ist für die Gestaltung des Kaders sowie der Besetzung des Trainerpostens und weiteren Funktionen rund um die erste Mannschaft. Die Formulierung könnte nicht nur auf die aktuelle Situation abzielen, sondern auch auf die zahlreichen Transfers während der Sommerpause. Im weiteren Verlauf wird ein Ultimatum in Richtung Michael Köllner gerichtet. So habe eine Analyse ergeben, dass der Trainer auch gegen den FSV Zwickau im Amt bleibt. Nur Zwickau wird genannt – ein klares Indiz, dass nach dem Spiel gegen die abstiegsbedrohten Sachsen die Situation neu bewertet wird. Alles andere als drei Punkte könnten bereits das Ende für Michal Köllner beim TSV 1860 München bedeuten.

Vorbereitung: Testspiele der U21 des TSV 1860 terminiert

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U21 tsv 1860

Während die Profis bereits wieder in den Punktspielbetrieb eingestiegen sind, startet die U21 des TSV 1860 nun erst in die Vorbereitung auf die weitere Saison und hat einige Testspiele vereinbart.

Testspiele der U21 des TSV 1860 terminiert

Noch ist nicht klar, mit welchem Kader Trainer Frank Schmöller in die Restsaison starten wird. Kapitän Marco Mannhardt (hier im Interview mit sechzger.de) hat die Löwen in Richtung FV Illertissen verlassen. Auch Topscorer Kevin Goden liebäugelt mit dem Abschied. Ein Wechsel zum Berliner AK hat sich zwar zerschlagen, seine Berateragentur berichtet jedoch vom Interesse mehrerer Drittligisten.

Folgende Testspiele wurden für die U21 des TSV 1860 vereinbart, wobei die Heimspiele auf dem Kunstrasen an der Grünwalder Straße 114 stattfinden werden.

  • Samstag, 28.01., 13.15 Uhr: U21 – TSV Rain/Lech
  • Samstag, 04.02., 13.00 Uhr: U21 – SSV Eggenfelden
    Das Spiel könnte abhängig vom Trainingsplan der Profis auch etwas später beginnen.
  • Samstag, 11.02., 13.00 Uhr: U21 – VfB Forstinning
  • Samstag, 18.02., 15.00 Uhr: U21 – TuS Holzkirchen
  • Samstag, 25.02., 13.00 Uhr: FC Ismaning – U21
    Sportpark Günfleckstraße 1, Kunstrasen

Der Auftakt zur Rückrunde erfolgt dann am Freitag, den 03.03.2023 um 19.30 Uhr beim VfB Hallbergmoos.

Mannhardt im Interview: FV Illertissen als nächster Schritt zum Profi

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Mannhardt Marco U21 TSV 1860 uefa regions' cup

Drei Drittliga-Spiele absolvierte Marco Mannhardt für die Profis des TSV 1860, ehe er vor der Saison von Trainer Michael Köllner in die U21 versetzt wurde. Im Interview berichtet Mannhardt, wie er mit dieser Enttäuschung umging und warum er vor wenigen Wochen zu Regionalligist FV Illertissen wechselte.

Ex-Löwe Marco Mannhardt im Interview

Sechzger.de: Servus Marco! Zunächst mal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview nimmst und herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die Regionalliga. Wie kam es denn zu dem Wechsel?

Mannhardt: Vielen Dank. Als Fußballer möchte ich immer höchstmöglich spielen und mich mit den Besten messen. Der FV Illertissen suchte nach einem Mittelfeldspieler und ich entsprach dem gesuchten Profil. Dann ging alles sehr schnell.

Sechzger.de: Was erwartest Du Dir denn von Deiner Zeit in Illertissen? Aktuell steckt der FV ja noch mitten im Abstiegskampf…

Mannhardt: Ich erhoffe mir natürlich eine spannende und erfolgreiche Zeit beim FV Illertissen. Ich möchte mich sportlich weiterentwickeln unter Coach Holger Bachthaler. Er ist auch einer der Gründe, warum ich zum FVI gewechselt bin. Nach den Gesprächen mit ihm war mir klar, dass ich beim FVI meinen nächsten Schritt machen kann.

Fokus liegt komplett auf dem Fußball

Sechzger.de: Da Illertissen ja nun nicht gerade in unmittelbarer Nähe zu München liegt, ziehst Du nach Schwaben, oder? Wirst Du zukünftig nebenher studieren oder arbeiten oder wie kann man sich das vorstellen?

Mannhardt: Ich werde mir dort natürlich eine kleine Wohnung nehmen. Grundsätzlich liegt mein Fokus komplett auf dem Fußball, alles weitere wird man sehen.

Sechzger.de: Dass der FV Illertissen guten Fußball spielen kann, haben die Profis des TSV 1860 im Toto-Pokal ja leidvoll erfahren müssen. Kennst Du bereits einige Spieler, die Dir die Integration erleichtern können?

Mannhardt: Bis jetzt noch nicht. Aber das geht im Fußball so schnell. Ich freue mich schon, die Jungs kennenzulernen.

“Natürlich war ich enttäuscht über die Entscheidung”

Sechzger.de: Bei den Löwen warst Du aufgrund der Medienlandschaft in München selbst in der U21 ständig im Schaufenster. In Illertissen hingegen ist alles ein wenig kleiner und überschaubarer. Siehst Du den FV dennoch als geeignetes Sprungbrett, um von dort aus nochmal in den Profibereich durchzustarten.

Mannhardt: Daran würde ich mich erinnern, wenn ich im Schaufenster aufgrund der Münchner Medienlandschaft stand. Außerdem sehe ich keinen Zusammenhang von Medienpräsenz, Standort und Karriereweg. Im vergangenen Sommer haben es auch zwei Spieler aus dem „kleinen” Illertissen in den Profibereich geschafft. Bei 1860 II leider keiner. Der FVI spielt Regionalliga, 1860 II in der Bayernliga. Je höherklassig ich mich als Spieler betätige und behaupte, umso näher bin ich wieder an den Profiligen dran. Und letztlich entscheide ich zu einem sehr großen Anteil mit meiner Leistung, wohin der Weg führen kann. Im Fußball gehört dann sicherlich noch ein wenig Glück dazu und auch den Support des Trainers brauchst Du als Spieler.

Sechzger.de: Apropos Profibereich: Du hattest beim TSV 1860 ja bereits einen Profivertrag unterschrieben und warst zu einigen Einsätzen in der 3. Liga gekommen. Vor der laufenden Saison wurdest Du dann in den Kader der U21 degradiert. Wie hat Michael Köllner das Dir gegenüber begründet? Und wie sehr hat es Dich getroffen, nicht mehr zum Profikader zu gehören?

Mannhardt: Natürlich war ich enttäuscht über die Entscheidung. Über genaue Details will ich nicht sprechen. Ich hatte es zu akzeptieren. Ich habe aber immer zuerst die Schuld bei mir selbst gesucht. Mein Ausfall durch den Mittelfußbruch ab Frühjahr 2022 kam erschwerend dazu und brachte mich erst recht aus dem Rennen. So ist das nun mal im Fußball. Also war mir ab Sommer klar, ich muss noch mehr an mir arbeiten.

Mannhardt Marco
Marco Mannhardt bei einem seiner drei Drittliga-Einsätze für en TSV 1860

Chance auf Comeback bei den Profis “ging gen Null”

Sechzger.de: Bei der U21 bist Du dann durch starke Leistungen aufgefallen und hast die Mannschaft als Kapitän aufs Feld geführt. War der Schritt zurück für Dich also im Endeffekt doch der richtige Weg? Wie hat es Trainer Frank Schmöller geschafft, Dich zum Führungsspieler auszubilden?

Mannhardt: Als junger Spieler ist Spielpraxis und -rhythmus enorm wichtig. Dafür ist eine U21/U23 hervorragend. Würde 1860 II in der Regionalliga spielen, wäre es noch besser. Aber das ist ja regulatorisch nicht möglich momentan, weil die 1. Mannschaft noch in der 3. Liga spielt. Ich hätte gerne noch mehr Spiele für die U21 gemacht. Leider war uns jungen Spielern das durch die Pandemie ab April 2020 bis Juli 2021 verbaut. Es gab nun mal keine Spiele in der U21. So saß ich dann zwar oft auf der Bank bei den Partien der 1. Mannschaft und machte meine Erfahrungen, aber zum Spielen kam ich ja selten. Das war sicherlich nicht zum Vorteil. Trainer Schmöller musste mich im Sommer daher nicht motivieren. Mein eigener Antrieb war groß genug.

Sechzger.de: Trotz der tollen Leistungen war es bei Dir – ähnlich wie bei Kevin Goden – aber nie ein Thema, dass Du zu den Profis zurückkehrst, oder?

Mannhardt: Im Fußball sollte man nie etwas ausschließen. Aber die Wahrscheinlichkeit, aus der Bayernliga mit 1860 II, oben wieder eine Chance zu bekommen, ging gegen Null. Da war ich Realist genug.

Vermutlich keine Teilnahme an UEFA Europameisterschaft der Amateure

Sechzger.de: Während der Vorrunde hast Du an der UEFA Europameisterschaft der Amateure teilgenommen. Schildere doch bitte mal Deine Eindrücke aus Italien.

Mannhardt: Es war eine ganz besondere Erfahrung. Spiele auf internationaler Ebene kann man nicht mit normalem Liga-Alltag vergleichen. Es treffen komplett unterschiedliche Spielstile und Mentalitäten aufeinander. Das Trainerteam sowie der komplette Staff vom BFV hat einen unglaublichen Job gemacht und uns Spieler super auf die Spiele vorbereitet. Auch die Mannschaft war einzigartig. In wenigen Tagen ist ein Zusammenhalt entstanden, den ich so vorher noch nie erlebt hatte. Das war sicherlich auch neben der sportlichen Qualität der entscheidende Faktor, warum wir uns für die Endrunde im kommenden Sommer qualifiziert haben.

Sechzger.de: Im Sommer steht nun die Endrunde der Europameisterschaft an. Wurde mit dem FV Illertissen bei Vertragsunterzeichnung bereits vereinbart, dass Du da abgestellt wirst? Oder spielst Du nun zu hochklassig, um da teilnehmen zu dürfen?

Mannhardt: Meines Wissens nach ist es mir nun nicht mehr erlaubt, an der Endrunde teilzunehmen, da der FV Illertissen zu hochklassig spielt.

Sechzger.de: Nochmal kurz zurück zu den Löwen: Welchem Deiner Mitspieler aus der U21 traust Du denn den Sprung in den Profikader zu und warum?

Mannhardt: Die Prognose, was ich jemanden zutraue und ob es dann am Ende auch so kommt, lasse ich besser. Im Fußball ist man von so vielen Faktoren abhängig. Ich drücke allen Jungs die Daumen und hoffe, dass es noch der ein oder andere in den Profibereich schafft!

Sechzger.de: Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die Zukunft. Und wer weiß: Vielleicht sieht man sich ja eines Tages in Giesing wieder…

Mannhardt: Sag niemals nie…

Titelbild: Sampics (Stefan Matzke)

TSV 1860: Heimspiele gegen Zwickau und Dresden ausverkauft

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Löwen Fans im Grünwalder Stadion TSV 1860 Heimspiele
Löwen Fans im Grünwalder Stadion

Der sportlichen Misere zum Trotz sind die beiden Heimspiele des TSV 1860 gegen den FSV Zwickau und Dynamo Dresden restlos ausverkauft.

Heimspiele gegen Zwickau und Dresden ausverkauft

Nachdem die Löwen vor einigen Tagen bereits vermeldet hatten, dass sämtliche 15.000 Tickets für das Match gegen Dynamo Dresden vergriffen seien, ist nun auch das Heimspiel gegen den FSV Zwickau ausverkauft.

Leidensfähige Löwenfans haben aber nachwievor die Möglichkeit, sich über die Löwen-Ticketbörse mit einer Karte für die Vergleiche mit den sächsischen Mannschaften auszustatten.

Zweiter Saisonsieg: TSV Haching München besiegt VCO Berlin

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TSV Haching München VCO Berlin

Am Sonntag konnten die Volleyball-Löwen weitere drei Punkte sammeln und das in weniger als 90 Minuten Spielzeit. Der TSV Haching München gewann gegen den VC Olympia Berlin mit 3:0 (25:20; 25:23; 25:22) in der heimischen Bayernwerk Sportarena.

Umkämpfter erster Satz

Im ersten Satz starteten Eric Paduretu, Mark Gumenjuk, Quentin Zeller, Philipp Schumann, Sebastian Rösler und Jere Heiskanen. Haching ging in der Favoritenrolle direkt in Führung, setzte sich mit 5:2 gegen die Nachwuchstalente aus Berlin ab. Im weiteren Verlauf wurde es etwas holprig, der TSV machte viele eigene Fehler und lebte durch die Aufschlagfehler der Gäste.

Nach einigem Hin und Her konnte Quentin Zeller die Löwen-Volleyballer wieder den Ausgleich zum 15:15 bringen. Zwei gelbe Karten (jeweils eine bei beiden Mannschaften), die der erste Schiedsrichter nach zwei seiner Entscheidungen vergab, brachten zusätzlich etwas Unruhe in diesen Satz. Letztendlich konnte sich der TSV aber doch durchsetzen und holte sich Satz eins.

Starkes Comeback der Volleyball-Löwen

Satz zwei nun sollte noch etwas holpriger werden, den jungen Löwen fehlte es definitiv an Konstanz. Vielleicht machte ihnen auch doch das Mentale etwas zu schaffen: Durch die ungewohnte Favoritenrolle nahmen sie den Sieg vielleicht als etwas zu selbstverständlich und einfach. Die Gäste lagen von Anfang in Führung, gingen mit 8:6 in die erste technische Auszeit und konnten sich mit 11:7 sogar noch etwas deutlicher absetzen.

Schlechte erste Bälle machten es für Zuspieler Eric Paduretu schwierig, den Angreifern passende Pässe zuzuspielen. Drei Spielerwechsel (Marcell Mikulass-Koch für Eric Paduretu, Patrick Rupprecht für Jere Heiskanen und Daniel Günther für Mark Gumenjuk) sollten das Blatt wieder wenden. Doch danach sah es bei einem Rückstand von 9:16 aus Hachinger Sicht nun erstmal so gar nicht aus, die Zuschauerinnen und Zuschauer sahen den Satz schon verloren. Aber nicht so sie Mannschaft von Bogdan Tanase: In einer grandiosen Aufholjagd kämpfte sie sich wieder heran. Schließlich war der Ausgleich zum 22:22 und durch einen Block von Günther und Koch auch die Führung mit Punkt 23 wieder da – auch dank der konstant sicheren Aufschlagserie des eingewechselten Florian Krenkel. Mit dem Jubel der Fans im Rücken ging es dann noch leichter und Philipp Schumann verwandelte den Satzball zum Satzgewinn.

TSV Haching München besiegt VCO Berlin

Trainer Bogdan Tanase beließ es bei dieser energiegeladenen Aufstellung, tauschte nur Florian Krenkel wieder durch Sebastian Rösler aus, der dann nicht nur Punkt sechs schnell über die Mitte machte. Vorerst gaben die Local Heroes die erkämpfte Führung wieder auf und ließen den VCO zum 10:10 ausgleichen. Doch Daniel Günther brachte den TSV mit einem schönen Aufschlag wieder nach vorne – 14:13. Wieder ging es hin und her, Ruhe wollte keine ins Spiel der Hachinger kommen. Letztendlich konnten sich die jungen Löwen aber doch auch in Satz drei durchsetzen und holten sich die drei Punkte, sieben sind es nun insgesamt.

Spannend wird es nun, denn am 28.01.2023 sind die Netzhoppers zu Gast, die mit neun Punkten auf dem Tabellenplatz vor uns sind. Der Gewinn dieses Spiels wird also entscheiden, wer auf den siebten Platz kommt.

Kampf um Platz 7

MVP der Partie gegen den VCO Berlin wurde Sebastian Rösler. Er äußerte sich zufrieden mit der gestrigen Leistung:

„Es war das erwartete mental nicht ganz einfache Spiel, das wir im Endeffekt aber 3:0 gewonnen und somit unser Ziel, die drei Punkte, erfüllt haben. Die Favoritenrolle und auch das Schiedsgericht gestern haben es uns nicht einfach gemacht, befreit aufzuspielen, doch ich bin froh, dass wir am Ende vor allem als Team gezeigt haben, dass wir auch in dieser Situation bestehen können. In dem Fall möchte ich ein Lob an Marcell, Flo, Daniel und Patrick aussprechen, die eingewechselt und sofort alles top gemeistert haben. Einen großen Dank auch nochmal an die Fans für die tolle Unterstützung gestern. Ich denke, jeder von uns kann etwas aus diesem Spiel mitnehmen, an dem er arbeiten kann und an dem wir zusammen arbeiten können. Denn wir wollen jetzt zwei Wochen hart und gut trainieren und dann gegen KW um den siebten Platz fighten!“

 

Text: Alexandra Straub / sechzger.de
Foto: Edmund Zuber

3.Liga am Montag: Erzgebirge Aue siegt gegen den FC Ingolstadt

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FC Ingolstadt 04 Erzgebirge Aue Blick Aus Dem Heimblock Dresden

Der FC Erzgebirge Aue hat am Montagabend beim FC Ingolstadt einen wichtigen Auswärtssieg im Abstiegskampf der 3.Liga eingefahren. Nach frühem Rückstand drehten die Gäste das Spiel im zweiten Durchgang per Elfmeter.

Nazarov schießt Erzgebirge Aue gegen Ingolstadt zum Sieg

Einen fußballerischen Leckerbissen bekamen die etwa 4.200 Zuschauer am Montagabend im Sportpark Ingolstadt nicht gerade geboten. Das dürfte den Gästen nach den absolvierten 90 Minuten allerdings auch herzlich egal sein. Zunächst sorgte aber ein Missverständnis von Ex-Löwe Burger und Gäste-Keeper Männel für die frühe Führung des FCI. Butler war zur Stelle, klaute sich den Ball und traf zum 1:0 (9.). In der Folge verflachte die Partie zusehends, Offensivszenen waren bis kurz vor der Halbzeit Mangelware.

Dann aber wurde es noch einmal hektisch. Zunächst konnte Jonjic etwas überraschend für die Gäste ausgleichen (45.+1). Wenig später war sein Mannschaftskollege Sijaric frei durch und wurde von Brackelmann mit einem Schubser zu Fall gebracht. Die Pfeife von Schiedsrichter Hartmann blieb allerdings stumm. So gingen Ingolstadt und Aue mit einem 1:1 in die Kabinen.

FC Ingolstadt 04 Erzgebirge Aue 3.Liga 18.Spieltag Zuschauer Flüchten Vor Schneeregen
Bewegung auf den Rängen: Schneeregen und Wind ließen die Zuschauer in die oberen Bereiche flüchten

In Durchgang zwei durften dann die Veilchen, die in der Winterpause überraschend wieder Pavel Dotchev an der Seitenlinie präsentierten, erneut jubeln. Der eingewechselte Besong wurde von Sarpei im Strafraum klar gefoult – der Ingolstädter war bereits gelb verwarnt und hatte Glück, nicht vom Platz verwiesen zu werden. Nazarov ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte sicher (67.). Inklusive fünfminütiger Nachspielzeit konnte Ingolstadt den Rückstand gegen Aue nicht mehr egalisieren. Damit feiern die Gäste weitere drei Punkte und überholen in der Tabelle Zwickau und Bayreuth. Ingolstadt hingegen verpasst den Sprung auf Platz drei.

FC Ingolstadt 04 Erzgebirge Aue Spieler Der Gäste Feiern Auswärtssieg Mit Fans

Sechzig um sieben: Diskussionen um Michael Köllner bei 1860

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Nach dem vollkommen verpatzten Restrundenauftakt des TSV 1860 München in Mannheim steht besonders Michael Köllner in der Kritik. Der am Sonntag in München weilende Hasan Ismaik sprach ihm jedoch das Vertrauen aus und wollte damit die Diskussionen um Köllners Zukunft bei 1860 beenden.

Ismaik beendet Diskussionen um Zukunft von Köllner bei 1860

Der Auftritt der Löwen beim SV Waldhof ließ wirklich von vorne bis hinten zu wünschen übrig. Fakten und Daten dazu hat Bernd Winninger wie immer für Euch in der TAKTIKTAFEL analysiert (Danke Bernd, dass Du dir das Spiel nochmal angetan hast!). Besonders das nicht vorhandene Aufbäumen und eine von Außen nicht erkennbare taktische Marschroute werden von vielen Löwenfans kritisiert. Und da wir bei 1860 sind, nahmen die Diskussionen um die weitere Eignung von Köllner als Trainer des TSV 1860 direkt Fahrt auf. Hasan Ismaik höchstpersönlich spannte einen Schutzschirm über den Trainer, preschte mit einem Statement nach vorne und verkündete, dass es “keine Kurzschlussreaktion” geben werde. Dennoch wertete Ismaik den Auftritt der Mannschaft als “große Enttäuschung”. Der Begriff “Kurzschlussreaktion” lässt ja durchaus Spielraum für spätere Entscheidungskorrekturen. Wir gehen daher davon aus, dass Köllner die nächsten beiden Spiele gewinnen muss, um die Diskussionen über einen Rauswurf bei 1860 verstummen zu lassen.

Ismaik hält Hof

Wie Kai aus der Kiste tauchte Hasan Ismaik am Sonntag in München auf. Standesgemäß quartierte er sich im Mandarin Oriental ein und empfing Teile des Aufsichtsrats der KGaA, die Geschäftsführung der KGaA und Trainer Köllner zum “Krisengipfel”. Darüber hinaus ließ Ismaik die Medienvertreter wissen, dass es sein “großer Wunsch ist, dass wir unseren Fans, Mitgliedern und Freunden eine neue Heimat bieten können”. Von teilnehmenden Vertretern des e.V. bei Ismaiks Blitzbesuch ist nichts bekannt. So kamen dann auch die Statements zum Verbleib von Köllner als persönliche Mitteilungen von Hasan Ismaik rüber, die nicht mal den Anschein einer gemeinsamen Kommunikation der Gesellschafter der KGaA erwecken wollten, wie das Löwenmagazin treffend kommentiert.

Ein trainingsfreier Montag nach dieser Leistung?

Christian Jung war in Mannheim und ist der Meinung, dass es im Spiel und Fitnesszustand des Löwen so manche Baustelle gibt. Daher hält er den gestigen trainingsfreien Montag für ein falsches Signal. Kann man so sehen – muss man nicht. Das zeigen auch Diskussionen unter dem Artikel. Diskutiert gerne mit!

Futsaler verlieren in Offenbach

Auch die Futsaler des TSV 1860 kehrten mit einer Niederlage heim. Sie verloren 3:6 bei OFC/Pars. Immerhin konnten die U11, die U12 und die U13 ihre Hallenturniere siegreich gestalten. Alle Ergebnisse findet Ihr hier.

News aus der dritten Liga

Ingolstadt – Aue 1:2

Immerhin aus Ingolstadt kommt gute Kunde für 1860. Der Fusionsverein von der Donau musste sich Erzgebirge Aue mit 1:2 geschlagen geben. Butler hatte die Ingolstädter in Führung gebracht. Noch vor der Pause gleich Jonjic für Aue aus. Der Siegtreffer gelang Nazarov vom Elfmeterpunkt (67. Minute). Damit lässt Ingolstadt die Chance aus, sich auf Platz 3 vorzuarbeiten.

Personeller Umbruch in der Führungetage beim Halleschen FC

Nachdem Sportdiektor Ralf Minge bei den Hallensern zum 31. März gekündigt hat, gab nun auch Präsident Jens Rauschenbach bekannt, dass er sein Amt am Ende der Saison zur Verfügung stellt. Damit droht Halle in eh schon sportlich prekärer Lage ein Machtvakuum in den nächsten Monaten und für die Planung der neuen Saison.

Dynamo Dresden: Akoto und Weihrauch dürfen gehen

Nachdem schon bekannt war, dass Dresden sich von Jan Shcherbakovski trennen will, sickert nun durch, dass auch Michael Akoto und Patrick Weihrauch den verlassen dürfen. Dynamo spekuliert darauf für die beiden noch eine Ablöse kassieren zu können, denn im Sommer sind die beiden ablösefrei.

Damit geht Ihr wieder bestens informiert in den Löwentag. Alles wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga erfahrt Ihr natürlich bei sechzger.de.

Kommentar: Trainingsfrei? Das falsche Signal!

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Belastungssteuerung und Arbeitnehmerrechte vs. Straftraining

Vorneweg: Ich gehöre defintiv nicht zu den Menschen, die nach jedem weniger erfolgreich gestalteten Spiel unserer Löwen nach einem Straftraining brüllen und sehen wollen, wie die Herren Fußballprofis mit eigentlich völlig sinnlosen Laufeinheiten unter dem Überbegriff Straftraining für schwache Leistungen abgewatscht werden. Dies passt nicht zum wichtigen Thema Belastungssteuerung und auch nicht zu fortschrittlicher Trainingslehre. So erfolgreich ein Werner Lorant als Trainer beim TSV 1860 agiert hat, so aus der Zeit gefallen wirken seine mitunter befremdlichen Methoden von damals heute. Auch wenn der eine oder andere Fan immer wieder mal nach ihm, dem “Werner Beinhart” rufen mag.
Darüber hinaus sind Profifußballer auch Arbeitnehmer, die – rein arbeitsrechtlich – natürlich Anspruch auf Freizeit haben, wie jeder andere Angestellte auch. Dieses Recht gilt grundsätzlich unabhängig von der gezeigten Leistung. Klar, muss der Handwerker durchaus mal ran und Überstunden leisten, wenn z.B. ein schwerer Fehler gemacht wurde. Klar muss der ITler mal Extraschichten einlegen, wenn das System zusammengebrochen ist. Oft natürlich auch ganz unabhängig von der eigenen Performance. Aber grundsätzlich hat jeder Mensch ein Bedürfnis und auch das Recht, in fest vereinbarten und planbar zugesicherten freien Zeiten von den Pflichten der Lohnarbeit zu regenerieren. Auch Jesper Verlaat & Co.! Trotz des Desasters vom Samstag Nachmittag.

Auch ein Signal: Köllners exklusive Sicht auf das Spiel in Mannheim

Die Löwenprofis und ihr Trainerteam hatten am heutigen Montag trainingsfrei. Das war gewiss lang vor dem Jahresauftakt beim SV Waldhof vereinbart und geplant.
Heute irritiert mich das – trotz meiner eingangs dargestellten grundsätzlichen Haltung zu Straftraining und Freizeit im Profifußballbusiness. Warum? – Michael Köllner gehört ganz offensichtlich zu den ganz wenigen Personen im großen Löwenumfeld, die – trotz der angebrachten Unzufriedenheit mit seiner Mannschaft – dem Auftritt des TSV 1860 am Samstag Nachmittag auch positives abgewinnen konnten, wie er in der Pressekonferenz und vor’m MAGENTA-Mikro nach der Partie berichtete. Unter den weiß-blauen Fans im Carl-Benz-Stadion und an den TV-Geräten daheim herrschte hingegen eine Mischung aus Fassungslosigkeit, Resignation und Wut. Auch bei mir. Und angesichts der Darbietungen unserer “Helden” in Mannheim hätte ich mir für den heutigen Tag ein Signal erwartet. Nicht nur am gestrigen Sonntag hätte ich mir unsere Profis auf das Geläuf an der Grünwalder Straße 114 gewünscht, sondern auch heute. Um sich akitv mit dem peinlichen Auftritt beim SV Waldhof zu beschäftigen, um Fans und Medien zu zeigen: Wir haben verstanden! Sowas darf und wird nicht mehr vorkommen. Ein klares Signal wäre das gewesen.

Aufstieg schon akut in Gefahr?

Vielleicht auch ein Signal an Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik, der ja über das – ernüchternde – Wochenende in München weilte. Der Jordanier wäre sicher nicht selbst am Einserplatz erschienen, aber auch ihm hätte man mit aktiver Arbeit am heutigen Montag gezeigt: In den noch vor uns liegenden Drittligaspielen wollen wir alles anders und vieles besser machen. Um den bereits entstandenen Rückstand von vier Punkten auf die Aufstiegsränge nicht in den nächsten Wochen noch größer werden zu lassen und damit den im Sommer 2022 vollmundig versprochenen Aufstieg (Michael Köllner: “Im Mai gibt es was zu feiern!”) nicht schon frühzeitig abschreiben zu müssen bzw. im Frühling wieder einmal – wie in den letzten Jahren so oft – der Musik hinterherrennen zu müssen.

Chance auf ein klares Signal verpasst

Das – aus meiner ganz individuellen Sicht – diesmal angebrachte Signal ist also ausgeblieben. Schade! Die Löwenprofis erscheinen am morgigen Dienstag um 11 Uhr zur nächsten (öffentlichen) Trainingseinheit auf dem Platz, wie die offizielle Website des TSV 1860 verrät. Besucher der Veranstaltung dürfen dann gespannt sein, wieviel noch von der so guten Stimmung aus dem luxuriösen Trainingslager in der Türkei (“dem Geist von Belek”) übrig geblieben ist. Oder ob und inwiefern der Löwendompteur nun andere Töne anschlägt. Die Frage, ob Köllner sein Team überhaupt noch erreicht, ist nach dem Samstag Nachmittag gezeigten auch eine berechtigte.

Nach Zwickau: Köllner-Abschied oder Wende?

Sollte es am Samstag im Spiel gegen Kellerkind FSV Zwickau (14.00 Uhr im sechzger.de-Liveticker) zum sechsten (!) Mal in Folge nicht mit einem Löwensieg klappen (der letzte Dreier datiert tatsächlich – die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht – vom 22. Oktober), dürften – trotz aller Treueschwüre dieses Sonntags – die Tage von Michael Köllner als Löwentrainer gezählt sein. Unter den gewünschten Nachfolgern, die unter den Anhängern bereits heiß diskutiert werden, ist auch der eine oder andere “harte Hund” was die Trainingsarbeit und die Ansprache anbelangt. Trainerkandidaten, die nach einer ähnlich indiskutablen Gesamtleistung, wie am Samstag in der Kurpfalz die Profis heute sicher auch  auf den Platz gebeten hätten. Mal sehen, ob 1860 so etwas in Zukunft vielleicht häufiger erleben wird.

SV Waldhof – TSV 1860 (3:1) in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels unseres TSV 1860 beim SV Waldhof Mannheim. Die verdiente Niederlage der Löwen zeigte all das, was man vor der Winterpause schon kritisieren musste, wieder auf und bestätigt den Trend, der sich vor der Pause schon abgezeichnet hatte. Das Niveau beim TSV 1860 sinkt. Woran das genau liegt, kann man nur vermuten. Fakt ist, um den Worten aus den Giesinger Gedanken meines Kollegen Thomas Enn Nachdruck zu verleihen, dass diese Vorstellung nicht akzeptabel war.

SV Waldhof – TSV 1860, Endergebnis 3:1 – und das war noch gnädig von den Mannheimern, die aufgrund ihrer Chancen gut und gerne auch sechs Tore hätten schießen können. Bei eigenem Ballbesitz spielte Mannheim ein klares 4-4-2 mit Doppelsechs, gegen den Ball verschob sich das – je näher die Löwen dem Mannheimer Strafraum kamen – zunächst auf ein 4-2-3-1 und im eigenen letzten Drittel zu einem 4-4-1-1 mit zwei tiefen Viererketten. Die Sechzger begannen im 4-2-3-1 mit Neuzugang Holzhauser als zurückgezogenem Spielmacher neben Rieder im defensiven Mittelfeld. Das System verschob sich offensiv theoretisch zu einem asymmetrischen 4-3-3 mit einem Außenstürmer auf der ballnahen Seite und zwei Stürmern im Zentrum. Das konnte man allerdings nur in der Anfangsphase der Partie erahnen.

Als erstes nun (wie immer) die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: TSV 1860 38% – SV Waldhof 62%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 72% – SV Waldhof 83%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 60% – SV Waldhof 61%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 6/1 – SV Waldhof 12/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 11,5 – SV Waldhof 4,55

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Dass der Ballbesitz gegen Mannheim nicht über 50 Prozent liegen würde, konnte man schon vor der Partie vermuten. Der Plan in Mannheim kann nur so aussehen, dass man versucht, aus einer stabilen Defensive heraus Kontersituationen und Umschaltmomente konsequent und präzise auszunutzen und ansonsten dem Gastgeber das Feld zu überlassen. Aber hier haben wir schon eine schon die erste Diskrepanz zum Plan. Die Defensive war alles andere als stabil und das schon von Beginn an.

Bereits in der 4. Minute hätte Sohm den Führungstreffer für den Waldhof erzielen müssen, jedoch setzte der Stürmer das Leder links neben den Kasten. Besser wurde das Defensivverhalten während der gesamten Partie nicht mehr. Immer wieder musste Neuzugang Holzhauser in der Viererkette aushelfen, um Löcher zu stopfen. Weniger Ballbesitz als die Gastgeber wäre also kein Thema gewesen, wenn die anderen Parameter gestimmt hätten. Die Gründe für den sehr niedrigen eigenen Ballbesitz und den sehr hohen der Mannheimer finden wir in den nun folgenden Kategorien.

Widmen wir uns als erstes nun der Passgenauigkeit.

Passgenauigkeit

Wie auch schon im Herbst in manchen Spielen zu sehen, war die Passgenauigkeit auf einem niedrigen Niveau. Um höheren Ballbesitz zu generieren, müssen bei vertikalem Spiel die Duelle um den zweiten Ball vorne gewonnen werden. Das ist nicht passiert. Manche der Pässe nach vorn waren allerdings so katastrophal ungenau, dass es gar kein Duell um den zweiten Ball geben konnte, der Adressat also keine Chance hatte, überhaupt an den Ball zu kommen. Die Passgenauigkeit war für mich der alles entscheidende Faktor. Bei Vorwärtspässen finden wir nur sechs Feldspieler aus der Startformation, deren Passgenauigkeit über 50% lag. Vier dieser sechs Spieler waren Defensivspieler. Von den Spielern mit offensiver Ausrichtung waren nur Neuzugang Holzhauser und Kobylanski über dieser Marke, wobei der im Sommer mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Kobylanski diese Hürde nur sehr knapp übersprang.

Mit welcher Vokabel soll man das beschreiben? Für mich wäre “katastrophal” der Terminus, der hier passt.

Kam doch einmal ein Pass beim Mitspieler an, war meist ein Mannheimer sofort zu Stelle, um zu stören.

Womit wir zur nächsten Kategorie, der defensiven Zweikampfquote, kommen.

Defensive Zweikampfquote

60% gewonnene Zweikämpfe gegen den Ball klingt zunächst einmal nicht schlecht, da sind wir uns vermutlich einig. Schauen wir uns aber an, wo auf dem Spielfeld der Großteil der defensiven Zweikämpfe des TSV 1860 München im Spiel gegen den SV Waldhof Mannheim stattfand, muss man hier doch klar sagen: 60% sind zu wenig.

Der Reihe nach: Insgesamt mussten die Sechzger 91 Duelle gegen den Ball führen. 68 dieser Zweikämpfe fanden in der eigenen Spielfeldhälfte statt, 51 gar im letzten Drittel. Gewonnen wurden 44 von 68, verloren hat man 24 (21 im letzten Drittel). Positiv hervorzuheben ist, dass keiner dieser Zweikämpfe im eigenen Strafraum verloren wurde. Negativ an dieser Tatsache ist allerdings, dass man in den entscheidenden Situationen (und nicht nur dann) dort zu weit vom Gegner weg war, um überhaupt eingreifen zu können, also gar kein Zweikampf geführt wurde. Mannheim hatte 27 Ballkontakte in der Box der Löwen. Das sind generell zu viele Ballkontakte dort für die Kurpfälzer gewesen. Bei der Anzahl der dort insgesamt geführten Zweikämpfe am Boden und in der Luft (neun) sogar viel zu viele Ballkontakte für den Gegner im Strafraum.

Es kam in der Box der Löwen insgesamt zu fünf Duellen am Boden und vier in der Luft. Zwei davon im Strafraumzentrum, der Rest auf den Halbpositionen oder außen im Strafraum.

Insgesamt 58% verlorene Kopfballduelle in der eigenen Spielfeldhälfte, die statistisch nicht zu den verlorenen Zweikämpfen defensiver Natur gerechnet werden, sind ebenfalls zu viele verlorene dieser Duelle.

Im gesamten Spiel verlor der TSV 1860 36 Duelle gegen den Ball am Boden und 24 in der Luft. Daraus ergibt sich eine Gesamtbilanz von nur 54% gewonnener Boden- und Luftzweikämpfe in Addition. Das ist zu wenig. Die Situationen, in denen unsere Spieler gar nicht erst in einen Zweikampf um den Ball hineinkamen, weil Mannheim entweder in der Folge zu schnell weitergespielt hatte oder Pässe so weit vom eigenen Mann weg gespielt wurden, dass kein Zweikampf um den Ball möglich war, sind hier logischerweise ebenfalls nicht berücksichtigt.

Schüsse und Schussgenauigkeit

Der Plan war, Kontersituationen und Umschaltmomente auszunutzen. Dass dabei nicht unbedingt viele Schüsse herauskommen würden, war aufgrund dessen, was Mannheim bisher gezeigt hatte, von vorn herein klar. Dass aber dann nur ein Schuss der Löwen überhaupt so auf Tor geht, dass der Torhüter Arbeit bekam, ist unterirdisch.

Zwei der Schüsse wurden geblockt. Beide Male war Seegert der Spieler, der seinen Fuß noch zwischen Ball und Kasten bekam, um einen Einschlag zu verhindern. Seegerts Seite in der Box zu meiden und den Ball dorthin zu bringen, wo sein Counterpart Riedel verteidigt, um dort Chancen zu kreieren, gelang den Löwen nicht.

Dass genau das aber der Plan für das Anspiel auf die Spitzen in die Box hätte sein sollen, hätte man wissen müssen, wenn man sich mit dem Gegner vor dem Spiel eingehend beschäftigt hat. Ich hatte das in der Taktiktafel vor dem Spiel geschrieben und ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas eklatant Auffallendes den Videoanalysten im Trainerstab durch die Lappen geht.

PPDA

Die PPDA war, was wohl der Plan des TSV 1860 gegen den SV Waldhof gewesen war, absolut im Rahmen dessen, was man erwarten durfte. Hier möchte ich wieder daran erinnern, dass die PPDA nur Aktionen an sich berücksichtigt, nicht jedoch deren Erfolg oder Misserfolg.

Die Tore

Herauspicken möchte ich diesmal den ersten Gegentreffer durch Sohm in der 28. Minute.

Hiller spielt einen Fehlpass zu Lebeau auf die rechte Seite der Waldhöfer. Steinhart, der weiter außen steht, läuft hinterher, könnte sicherlich ein taktisches Foul begehen, entscheidet sich aber – wohl weil Lebeau ins Zentrum zieht und auf zwei Innenverteidiger zuläuft – gegen das Risiko, eine Gelbe zu kassieren. In der Folge tunnelt Lebeau Verlaat vor der Box. So kommt der Ball zu Sohm, der halbrechts in den Strafraum einläuft. Sohm tunnelt bei dieser Gelegenheit mit seinem Schuss aufs Tor noch Morgalla, der versucht, rettend einzugreifen. Links im Kasten schlägt der Ball dann zum Ausgleichstreffer für den SVW ein.

Beim Schuss war Hiller chancenlos. Sein unglücklicher Pass leitete den Umschaltmoment für Mannheim zwar ein, allerdings war er sicher nicht der Schuldige am Gegentreffer. Fouls ziehen zwar gewisse Konsequenzen nach sich, möglicherweise eine gelbe Karte und einen Freistoß, aber manchmal muss man das in Kauf nehmen, wenn einem Mitspieler zuvor ein vermeidbarer Fehler passiert, um gefährliche Situationen zu verhindern.

Dass Verlaat den Tunnel kassiert ist Pech, dass Morgalla nicht mehr ausbügeln kann für mich kein Thema. Martinovic, Morgallas Gegenspieler in dieser Situation, wäre für Lebeau ähnlich gut anzuspielen gewesen wie Sohm, deshalb konnte Morgalla sich nicht früher entscheiden, Verlaat zu Hilfe zu kommen.

Kurz vor dem entscheidenden Pass ist Steinhart nahe genug dran, um Lebeau zu foulen, damit der Angriff gestoppt wird. Er ließ ihn aber ohne großartig zu stören den Pass spielen.

Die anderen Treffer und weitere Highlights könnt ihr euch hier noch einmal ansehen.

Fazit zum Spiel SV Waldhof – TSV 1860

19 von 32 in die Box des TSV 1860 gespielte Bälle führten nicht zu einem Ballkontakt des SV Waldhof. Dass Mannheim trotzdem 27 Ballkontakte dort hatte, ist erschreckend. Das heißt im Umkehrschluss: 13 dieser in die Box gebrachen Bälle führten zu einem oder gar mehreren Ballkontakten der Mannheimer. Bei 16 von 27 Ballkontakten kamen die Sechzger also nicht in einen Zweikampf hinein.

Wenn der Gegner im Strafraum so schalten und walten darf, braucht man sich nicht wundern, dass es eine Niederlage setzt.

Auch das Tor und eine Riesenchance in der ersten Viertelstunde konnten nicht vertünchen, dass das Niveau der Löwen bereits zu Beginn der Partie ziemlich schlecht war.

Warum steht ein Kobylanski, der nach wie vor wie ein Fremdkörper wirkt, nach der Halbzeit noch auf dem Platz? Warum foult man in einem Spiel, in dem man 24% weniger Ballbesitz hat, nur zweimal häufiger als der Gegner? Und vor allem: Warum spielt man die Bälle in die Box auf die Seite, wo der starke, fast unüberwindbare Seegert steht? Das alles würde ich gerne wissen. Antworten darauf werden vermutlich nicht kommen. Diese Fragen nach offensichtlichen Missständen zu stellen, traut sich in den Pressekonferenzen und Interviews nach dem Spiel offensichtlich niemand.

Lichtblick

Neuzugang Raphael Holzhauser hat mit seinen Aktionen gezeigt, dass der Transfer richtig war. Er wird über kurz oder lang die Chefrolle in der Mannschaft übernehmen. Ansätze dazu hat man schon gesehen. Wie er seine Mitspieler zunächst dirigiert hat, war schön zu beobachten. Dass das aber in der momentanen Situation irgendwann verpuffte, war abzusehen.

Einer für alle und alle für einen ist momentan offensichtlich leider nicht das Credo der Mannschaft.

Status Quo vor dem letzten Spiel der Hinrunde

18 Spiele sind nun absolviert und nur in zweien erreichte man eine Passgenauigkeit von 80% oder höher. 75%, also die Untergrenze dessen, was für eine in der 3. Liga als spielstark geltende Mannschaft als akzeptabel angesehen werden kann, in weiteren acht Partien. Damit sind wir in rund 46% der Spiele unterhalb dessen geblieben, was man von einem Aufstiegsaspiranten erwarten muss.

Das wäre tatsächlich kein großes Problem, würden wir Zweikämpfe um zweite Bälle führen und gewinnen. Die Mannheimer haben es mit ihrem aggressiven Pressing immer wieder geschafft, die Löwen in der Hintermannschaft so unter Druck zu setzen, dass bei den langen Bällen, welche die logische Folge dessen waren, in den meisten Fällen keine Genauigkeit zu Stande gebracht wurde. Im Gegenteil: Lediglich sieben so genannte deep completions bzw. deep completed crosses, wie die beiden Kategorien der langen Bälle auf unserem Datenportal genannt werden, kamen an.

Woran das nun alles liegt, dass es nicht läuft, darauf soll sich jeder seinen eigenen Reim machen. Ich werde hier nun nicht den Kopf des Trainers fordern, wie es viele in den sozialen Medien tun. Ich stelle aber fest, dass die Mannschaft in nur wenigen Spielen den Plan des Trainerstabs umsetzen konnte oder wollte. Warum sie nicht in der Lage oder willens war, das zu tun, obwohl sie es mit Sicherheit könnte, diese Frage muss man stellen dürfen. Stimmt die Psyche nicht? Gibt es interne Reibereien? Gibt es einen Störfaktor, der die Mannschaft verunsichert? Ist der Druck zu hoch? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es auch ganz etwas anderes. Mein Job ist es nicht, den Grund dafür herauszufiltern, sondern Euch Fakten zu Spielen darzulegen. Nun könnt ihr selbst entscheiden, wo der Hase im Pfeffer liegt. Schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

Datenquelle: Wyscout

Ismaik: Keine Kurzschlussreaktionen – Köllner bleibt Trainer

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Michael Köllner bleibt Trainer des TSV 1860 München und sitzt auch gegen den FSV Zwickau am kommenden Samstag auf der Bank. Das gab Hasan Ismaik auf Facebook bekannt, nachdem er sich mit den Verantwortlichen im Mandarin Hotel getroffen hatte.

Ismaik in München zu Besuch – Köllner bleibt Trainer bei den Löwen

Nach der 1:3-Niederlage in Mannheim entbrannte in den sozialen Medien und Blogs eine Diskussion, die in ihrer Intensität so nicht unbedingt zu erwarten war. Noch etwas war nicht wirklich so vorhersehbar: die Löwenfans waren sich dabei zum Großteil einig – ein Umstand, den es in der Fanlandschaft des TSV 1860 München nur äußerst selten zu beobachten gibt. Viele sehen Michael Köllner nicht mehr als den richtigen Trainer für die Löwen, empfanden das Spiel als Offenbarungseid. Nur in der ersten Viertelstunde konnten die Gäste im Carl-Benz-Stadion einigermaßen mithalten, gingen durch Steinhart sogar in Führung. Doch in der restlichen Spielzeit rollte der Waldhof-Express diverse Male auf das Tor von Marco Hiller zu, drei Tore resultieren aus den Angriffen. Auch Ismaik sprach danach von einer “großen Enttäuschung“.

Abends traf sich Hasan Ismaik, der für viele überraschend nach München gereist war, mit den sportlichen Verantwortlichen im Mandarin Hotel. Darunter waren Athanasios Stimoniaris als Aufsichsratsvorsitzender, Fanshop-Geschäftsführer und Ismaik-Vertrauer Anthony Power, Trainer Michael Köllner sowie die beiden Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und Günther Gorenzel. Nach einer gemeinsamen Gesprächsrunde einigte man sich darauf, dass Köllner im Amt bleiben dürfe. “Wir sind uns einig: wir halten zusammen” beschrieb Ismaik die Situation nach dem Treffen auf Facebook.

Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und nach jedem Rückschlag, alles in Frage stellen. Ein Blick in die 1860-Historie bestätigt, dass Kurzschlussreaktionen immer ein schlechter Ratgeber waren.

Michael Köllner wird also auch gegen den FSV Zwickau als Trainer an der Seitenlinie zu finden sein. Gegen die Sachsen ist ein Sieg in jeder Hinsicht Pflicht, die Schwäne liegen mit 16 Punkten auf Platz 17 und damit in der Abstiegszone. Ismaik wird dann wohl nicht mehr in München zugegen sein. Er kündigte allerdings bereits seinen nächsten Besuch an und wolle sich mit der “Vereinsspitze um Präsident Robert Reisinger” treffen. Thema Nummer 1: “eine neue Heimat” – also die Stadiondiskussion bei den Löwen.