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Heute vor 31 Jahren: TSV 1860 – SV Türk Gücü München 2:0

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Wo geht die Reise hin?

Über wohl keinen Verein der 3. Liga wird derzeit so intensiv diskutiert, wie über Türkgücü München. Wie geht es mit dem Projekt aus der Heinrich-Wielandt-Straße weiter, nachdem Ende Januar der Weg zum Insolvenzgericht unvermeidbar geworden war?

Türk Gücü 1991 – ein ganz normaler Bayernligist

Passend dazu erinnern wir uns heute an ein Spiel des TSV 1860 gegen den damaligen Bayernliga-Konkurrenten SV Türk Gücü München. Damals ein ganz normaler Verein in der Amateur-Oberliga im Freistaat – mit einer durchaus nennenswerten, begeisterungsfähigen Anhängerschar, die sich aus Münchnern mit türkischen Wurzeln zusammensetzte.

Hoffnungsträger Karsten Wettberg

Die Löwen befanden sich vor 31 Jahren in ihrer neunten Bayernligasaison am Stück, allerdings weckte damlas der seit gut einem Jahr an der Seitenlinie sprichwörtlich herumspringende Karsten Wettberg Hoffnung auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga im nahenden Sommer. Über ein Jahr war 1860 zu diesem Zeitpunkt bereits ungeschlagen.

Entspannter Sonntagnachmittag

Zum Spiel gegen Türk Gücü pilgerten an diesem Sonntagnachmittag 11.000 Zuschauer auf Giesings Höhen. Und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Der Tabellenführer bot gegen die abstiegsbedrohten Gäste eine souveräne Vorstellung und fuhr einen nie gefährdeten 2:0-Sieg ein. Bernhard Schmid hatte schon in der ersten Halbzeit mit seinen zwei Treffern die Weichen auf (damals noch) zwei Punkte für Sechzig gestellt. Alles in allem ein recht entspannter Sonntagnachmittag. Aufregender wurde es auf Giesings Höhen erst wieder elf Tage später, als am Gründonnerstag der Verfolger SpVgg Weiden im Schneegestöber vor 25.000 begeisterten Fans mit 2:0 besiegt wurde. Doppeltorschütze an diesem Abend war Horst Schmidbauer.

Türk Gücü bleibt drin, Sechzig steigt auf

Am Ende der Saison setze sich 1860 in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gegen Hessen Kassel, den 1. FC Pforzheim und Borussia Neunkirchen durch und kehrte nach neun langen Jahren zurück in den Profifußball. Der SV Türk Gücü hielt 1991 die Bayernliga und musste sich erst ein Jahr später – nach vier Jahren in der höchsten Amateurklasse – in Richtung Landesliga Süd verabschieden.

Comeback 2020

Das hier in Erinnerung gerufene Spiel zwischen den Löwen und der “türkischen Kraft” war das letzte zwischen Vereinen unter diesem Namen bis zum vorrübergehenden Comeback von Türkgücü in der Drittklassigkeit am 28. November 2020.

Die Aufstellung des TSV 1860

Karsten Wettberg schickte heute vor 31 Jahren folgende Mannschaft auf das Feld im Sechzgerstadion:

Berg – Hainer, Miller, Maurer, Hinterberger – Zeiler (65. Wolke), Störzenhofecker, Windsperger, Kneißl – Schmid (65. Rudel), Schmidbauer

Tore:
1:0 B. Schmid (14.), 2:0 B. Schmid (38.)

Löwen-Gegner: Bleiben Schnatterer und Glöckner dem Waldhof erhalten?

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Mannschaftsbus Waldhof Mannheim
Der Mannschaftsbus des SV Waldhof Mannheim am Grünwalder Stadion

Mit Kapitän Marcel Seegert und Stürmer Dominik Martinovic hat der nächste Löwen-Gegner bereits verlängert. Zahlreiche weitere Verträge aus jedoch laufen zum 30. Juni 2022 aus. So ist beispielsweise die Zukunft von Trainer Patrick Glöckner und Routinier Marc Schnatterer beim Waldhof noch offen.

3. Liga als Durchgangsliga

Sport-Geschäftsführer Tim Schork äußerte sich kürzlich gegenüber Magenta wie folgt zur Personalplanung.

“Es ist üblich, dass in der 3. Liga viele Verträge auslaufen, da es eine Durchgangsliga ist. Grundsätzlich wollen wir unsere Jungs halten. Mit den Spielern, deren Verträge auslaufen, sind wir in Gesprächen. Wir analysieren und schauen ganz genau hin, wer bis zum Ende der Saison alles geben wird. Dann werden wir die Gespräche intensivieren.”

Nichtsdestotrotz dürften die Personalien Glöckner und Schnatterer beim Waldhof einen besonderen Stellenwert haben.

Bleiben Schnatterer und Glöckner beim Waldhof?

Bei Angreifer Marc Schnatterer, der im Hinspiel für den Waldhof gegen 1860 traf, hat der Spieler wohl das letzte Wort. Der 36-Jährige möchte zunächst “in seinen Körper hineinhören”, ob er den Anforderungen des Profifußballs weiterhin gewachsen sei.

Ob Waldhof Mannheim zusammen mit Trainer Patrick Glöckner in die kommende Saison starten werde, lässt Schork zum jetzigen Zeitpunkt offen.

“Entscheidend ist, dass wir inhaltlich immer wieder daran arbeiten, weiterzukommen und dass wir die Delle, die wir momentan haben, ausmerzen und wieder in die Erfolgsspur kommen. Dann wird sich alles von alleine regeln.”

Glöckner selber zeigt sich ob der Vertragssituation noch gelassen und gehe davon aus, dass man sich “zu gegebener Zeit” zusammensetze und schaue, “ob es für beide Seiten passt oder ob es nicht mehr passt”.

Es gibt Wichtigeres als Fußball – Gedanken nach dem Spiel in Berlin

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Viktoria Berlin TSV 1860 München Hauptbahnhof Krieg Ukraine Wichtigeres als Fußball

Auch einige Tage nach dem Spiel unserer Löwen bei Viktoria Berlin beschäftigen mich weniger die gewonnenen drei Punkte, die beiden Treffer durch Tallig und Bär oder der Anblick der ca. 2.000 mitgereisten Löwenfans. Was sich bei mir eingebrannt hat, sind die Eindrücke vom Berliner Hauptbahnhof. Es gibt Wichtigeres als Fußball…

Aufruf der Hauptstadtlöwen

Ja, auch ich habe den Aufruf der Hauptstadtlöwen bei der Hinfahrt nach Berlin gelesen, bitte nicht am Hbf auszusteigen, da dort „zwei Welten“ aufeinanderprallen. Auf der einen Seite die Flüchtlinge aus der Ukraine und auf der anderen Seite singende und fahnenschwenkende Löwenfans.  Ein Aufruf, der für mich absolut nachvollziehbar war, den ich aber aufgrund des Laufweges meines Zuges (kein Halt am Südkreuz oder in Gesundbrunnen) nicht beherzigen konnte.

Kurz vor dem Aussteigen also noch schnell den Schal unter die Jacke, um in ziviler Kleidung in der Menschenmenge unterzutauchen. Die Löwenfans, die ebenfalls über den Berliner Hauptbahnhof mussten, verhielten sich größtenteils ebenfalls äußerst unauffällig. Was ich dann zu sehen bekam, ließ mir zeitweise die Stimme versagen und die Tränen in die Augen schießen. Direkt nach der ersten Rolltreppe vom Untergeschoss kommend, stand man zwischen unzähligen – durch gelbe Westen gekennzeichnete – freiwilligen Helfern und eben den vielen geflüchteten Menschen aus der Ukraine.

Kein Kinderlachen, viel Stille

Zwischen den handgemalten kyrillischen Hinweisen standen und saßen da Frauen, junge Mütter, vereinzelte Senioren und viele, viele Kinder im Vorschulalter. Trotz der großen Menschenmasse war es verhältnismäßig still. Es fehlte das Lachen der Kinder, das Umherlaufen, das Schreien. Stattdessen blickte ich nur in apathische, müde und traurige Kindergesichter. Zwar versuchten die freiwilligen Helfer in zwei zu Kinderbereichen umgestalteten Wartehäuschen für etwas Ablenkung zu sorgen; aufgrund der Umstände aber ein fast aussichtsloses Unterfangen.

Ständig präsent ist mir auch immer noch das alte ukrainische Ehepaar – beide ca. um die 70 bis 80 Jahre alt – die ebenfalls mit völlig leerem Blick auf ihren wenigen Habseligkeiten saßen, die sie auf ihrer Flucht retten konnten. Auf einmal war der Krieg in der Ukraine für mich nicht mehr “nur” ein Fernsehereignis, sondern hautnah erlebte, traurige und brutale Realität. Diesen Menschen am Berliner Hauptbahnhof wurde eben ihre angestammte Heimat unter dem Arsch weggerissen, ihr Leben von einem Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt, Angehörige mussten zurückgelassen werden usw.

#stopwar - die Anzeigetafel in Berlin
#stopwar – die Anzeigetafel in Berlin

Schlechtes Gewissen?

Das alles, weil die russische Regierung um Putin und Lawrow sowjetische Großmachtträume aus der Schublade holt, das Rad der Zeit zurückdrehen will und dabei buchstäblich über Leichen geht.

Und ich? Ich fahre zu einem Fußballspiel mehrere hundert Kilometer durch die Republik. Dabei beschlich mich schon ein schlechtes Gewissen. Andererseits war mir auch klar, dass ein Verzicht auf die Reise zu diesem Spiel die Kriegstreiber im Kreml vermutlich wenig beeindruckt hätte.

Wo beginnt richtig oder falsch?

Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark habe ich mich mit den anderen Löwenfans natürlich euphorisch über die beiden Treffer gefreut und das eben Erlebte völlig ausgeblendet. Wo beginnt hier der moralische Kompass, wo beginnt richtig oder falsch?  Ich habe keine Antwort.

Nach dem Spiel ging es dann wieder – diesmal in den ukrainischen Landesfarben angestrahlten – Berliner Hauptbahnhof, um den Nachtzug Richtung Süden zu erreichen. Im Zug dann sogar eine ukrainische Durchsage und viele ukrainische Mütter mit ihren völlig übermüdeten kleinen Kindern, die z.B. nach Leipzig, Nürnberg und München unterwegs waren.

Es gibt Wichtigeres als Fußball…

Besonders in Erinnerung ist mir die junge Mutter geblieben, die ihre kleine Tochter mit einer Engelsgeduld mitten in der Nacht mehrfach durch den gut besetzten Zug zur Toilette brachte, obwohl sie selbst vor Müdigkeit kaum noch aus den Augen sehen konnte.

Diese Auswärtsfahrt hat mich mit vielen emotionalen Eindrücken zurückgelassen, die ich immer noch nicht vollständig verarbeitet habe. Das einzige Fazit, dessen ich mir sicher bin: Es gibt Wichtigeres als Fußball…

Sechzig um sieben: Marco Hiller bleibt

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Wir befinden uns in der entscheidenden Phase der aktuellen Saison, aber das Management des TSV 1860 München steckt offenbar schon mitten in den Planungen für die kommende Spielzeit. Die ersten Veränderungen im Kader wurden gestern kommuniziert: Marco Hiller bleibt, dafür wird Stephan Salger Giesing nach Saisonende verlassen.

Marco Hiller bleibt

Seit Monaten war bekannt, dass Marco Hiller gerne seinen Vertrag bei den Löwen verlängern würde und die Löwen hatten auch signalisiert, dass sie mit dem Eigengewächs weiterarbeiten wollen. Gestern nun wurde Vollzug gemeldet: Per Pressemitteilung gaben die Löwen die Verlängerung bekannt. Über die Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Marco hat sich zu einer absoluten Integrationsfigur im Verein entwickelt und ist nun Gesicht einer Kampagne gegen Rassismus. Weiter so, Marco!

Stephan Salger geht

Nach 2 Jahren in Giesing wird Stephan Salger die Löwen verlassen und sich der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln anschließen. Der erfahrene Vertediger kam aus Bielefeld und war insbesondere vergangene Saison eine nicht wegzudenkende Stütze in der Abwehr. Diese Saison ist er nach Meinung vieler nicht ganz so konstant. Trotzdem wird der Abgang der Führungsspielers schmerzen. Vielleicht verabschiedet sich Salger ja wie in Bielefeld mit einem Aufstieg. sechzger.de hätte nichts dagegen!

Stadionbesuchsregeln bis Anfang April

Nachdem ja am 20.03. die gesetzliche Grundlage der aktuellen Corona-Regeln wegfällt, gilt in Bayern nun bis Anfang April Folgendes:

  • keine Kapazitätsbeschränkung mehr: also bis zu 15.000 Zuschauer gegen Saarbrücken erlaubt
  • Alkoholausschank erlaubt: also “auf die Löwen” auch wieder im Stadion
  • 2G-Regelung gilt weiter: also weiter masked Singers
  • Weitere Details (z.B. ob die Plastik-Jahreskarten wieder gelten) wird der Verein rechzeitig bekant geben

Ein Ausblick auf’s Wochenende

Es ist zwar erst Donnerstag, aber wir blicken schon mal auf’s kommende Wochenende. Die Aufstiegsrunde der U19 von Trainer Jonas Schittenhelm beginnt. Die Junglöwen kämpfen am Sonntag um 13:00h bei Schweinfurt 05 um die ersten Punkte für die Juniorenbundesliga. Die Futsaller bestreiten am Samstag um 18:60h das Rückspiel um die bayerische Meisterschaft gegen Ingolstadt. Die Buam freuen sich auf zahlreichen Support in der Sporthalle des Gymnasiums München Nord, Knorrstr. 173. Der Eintritt beträgt 2 Euro, es gilt die 2G-Regel. Den Überlick über alle Spiele findet Ihr hier.

News aus der dritten Liga

Nacholspiel Viktoria Berlin – FSV Zwickau 0:0

Zwei Teams, die nicht gerade in Topform sind, standen sich gestern Abend in Berlin gegenüber. Die dieses Jahr noch sieglose Berliner Viktoria und der FSV Zwickau, der die letzten vier Spiele in Folge verloren hatte. Wenig überraschend sahen die Zuschauer fußballerische Magerkost und Abstiegskampf in Reinkultur. Göbel scheiterte für die Schwäne zwei Mal Mal am Pfosten. In der Nachspielzeit überwand der Berliner Küc Brinkies im Zwickauer Tor, aber Butzen konnte noch auf der Linie klären. Das 0:0 hat für die Löwen keine Auswirkungen in der Tabelle.

Szenarien zur Insolvenz von Türkgücü

Die Spekulationen um die (Nicht-)Saisonfortführung von Türkgücü schießen ins Kraut. Zuletzt wurde sogar kolportiert, dass Saarbrückens Präsident Ossmann mit 500.000 Euro bei den Neuperlachern einsteigen könnte, um den Spielbetrieb zu sichern und so einen 6-Punkte-Abzug für den FCS zu verhindern. Da fehlen einem die Worte… Etwas sachlicher stellt Euch unser Gast-Autor Kassenwart die möglichen Szenarien rund um die Insolvenz der Neuperlacher vor. Wer fundiert mitdiskutieren will, sollte das aufmerksam lesen!

Elf Drittligisten beantragen Lizenz für die zweite Liga

Wie liga3-online.de berichtet, haben elf Drittlisigisten die Lizenz für die 2. Bundeliga beantragt. Welche Verein die Lizenz beantragt haben, ist aktuell nicht bekannt. Mitte April werden die beantragenden Vereine darüber informiert, ob sie die Kriterien für die zweite Liga erfüllen.

Damit wisst Ihr wieder, was an der Grünwalder Straße und in der dritten Liga abgeht. Alles Wichtige erfahrt Ihr natürlich kurzfristig bei sechzger.de.

 

 

 

Stephan Salger verlässt den TSV 1860 zum Saisonende

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Stephan Salger 1860
Stephan Salger bei den Löwen (Bild: OR-Pressedienst)

Während wir uns noch über die Vertragsverlängerung mit Marco Hiller freuen, wird Verteidiger Stephan Salger den TSV 1860 zum Saisonende verlassen. Der Routinier wechselt zum 1. FC Köln II, wo einst seine Karriere begann.

Stephan Salger verlässt den TSV 1860

Mit zwölf Jahren wechselte Stephan Salger im Jahr 2002 von seinem Stammverein GFC Düren zu den Geißböcken. Zwanzig Jahre später verlässt Salger zum Saisonende den TSV 1860, um sich wieder dem 1. FC Köln anzuschließen.

“Ich habe mich hier in München sehr wohlgefühlt, aber aus privaten Gründen möchte ich wieder zurück in meine Heimat. Ich hoffe, die Fans können diesen Schritt nachvollziehen.”

Der Abwehrspieler hatte sich kürzlich in seiner Heimatstadt Düren ein Haus gekauft.

Bisher 61 Drittliga-Partien für die Löwen

Geschäftsführer Günther Gorenzel ist voll des Lobes für Stephan Salger:

“Wir sind uns sicher, dass Stephan als Führungsspieler und mit seinem Charakter in den verbleibenden Spielen alles geben wird, um diese erfolgreich zu gestalten, und wünschen ihm für seine Zukunft privat und beruflich nur das Beste.”

Für den TSV 1860 absolvierte Stephan Salger bislang 61 Drittliga-Partien, erzielte zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Dazu kommen vier Spiele im DFB-Pokal und drei im Toto-Pokal (1 Tor).

Bild: OR-Pressedienst

Final-Rückspiel: Futsal Löwen noch mit allen Chancen

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TSV 1860 Futsal Löwen

Trotz einer 3:5-Niederlage im Hinspiel gegen die Ingolstadt Panthers haben die Futsal Löwen des TSV 1860 München im Final-Rückspiel am Samstag noch alle Chancen auf die Bayernliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga.

Final-Rückspiel: Futsal Löwen noch mit allen Chancen

Trainer Franjo Ereiz gibt sich durchaus zuversichtlich:

“Die Chance ist da. Unsere Mannschaft brauchst Du nicht motivieren. Sie wird alles geben. Und dann schauen wir mal.”

Die alles entscheidende Begegnung findet am Samstag, 19.03.2022 um 19:00 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums München Nord, Knorrstr. 173, statt. Der Eintritt beträgt 2 Euro. Für alle Besucher gilt die 2G-Regel (vollständig geimpft oder genesen). Die Futsaler des TSV 1860 hoffen auf die Unterstützung zahlreicher Fans.

Marco Hiller verlängert Vertrag beim TSV 1860 München

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Marco Hiller TSV 1860 Vertrag

Jawoll, was für eine geile Nachricht! Marco Hiller verlängert seinen Vertrag beim TSV 1860 und bleibt den Löwen somit weiterhin erhalten.

Hiller verlängert Vertrag beim TSV 1860

In der Pressemitteilung zur Vertragsverlängerung von Marco Hiller weist der TSV 1860 u.a. darauf hin, dass Verein und Torhüter den erfolgreichen Weg der letzten Jahre auch in Zukunft weitergehen wollen. Über die Vertragsinhalte (z.B. die Laufzeit) wurde Stillschweigen vereinbart.

Marco Hiller hatte ja bereits vor Monaten verlauten lassen, dass er seinen Vertrag gerne verlängern würde – nun ist es also soweit. Hoffentlich ist dies der Auftakt für weitere Verlängerungen. Unter anderem laufen ja auch die Kontrakte von Richard Neudecker und Dennis Dressel aus, ebenso endet das Leihgeschäft von Merveille Biankadi.

Verlängerung trotz attraktiver Offerten

Marco Hiller blickt mit viel Freude in die Zukunft:

“Ich spiele nun seit 14 Jahren bei Sechzig, der Verein ist nicht nur meine sportliche Heimat, sondern für mich was ganz Besonderes. Daher bin ich auch total überzeugt und sehr glücklich damit, meinen Vertrag trotz sehr attraktiver Offerten auch gerade in dieser Phase der Saison zu verlängern. (…) Ich denke, wir alle haben noch einiges vor in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren. Hierauf freue ich mich unglaublich und werde alles tun, gemeinsam mit dem Verein und den Fans erfolgreich zu sein.”

Idealerweise werden am Sonntag direkt mal drei Punkte in Mannheim eingefahren, um dem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Foto: TSV 1860

TSV 1860 am Wochenende: U19 der Löwen startet in die Aufstiegsrunde

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TSV 1860: Die Löwen am Wochenende

Während die Profimannschaft von Michael Köllner am Sonntag ihre Aufholjagd fortsetzen will, startet die U19 der Löwen in Schweinfurt in die Aufstiegsrunde. Die U21 möchte in der Bayernliga Süd zuhause gegen den TSV 1865 Dachau drei Punkte einfahren.

U19 der Löwen startet in die Aufstiegsrunde

Im Ligabetrieb beherrschten die A-Junioren des TSV 1860 ihre Gegner fast nach Belieben und bestritten sämtliche Partien verlustpunktfrei. In der Aufstiegsrunde duelliert sich die U19 der Löwen nun mit drei weiteren Süd-Teams und den vier Vertretern aus der Bayernliga Nord um den Aufstieg in die Bundesliga. Zum Auftakt muss Sechzig am Sonntag um 13.00 Uhr beim FC Schweinfurt 05 antreten. Ob Lorenz Knöferl und Leandro Morgalla, die am vergangenen Wochenende für die U19 im Einsatz waren, wieder zum Zug kommen werden, wird sich Lauf der Woche herausstellen.

Bereits am Samstag Abend werden die Futsal Löwen versuchen, den Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen und doch noch die Bayernliga-Meisterschaft zu erringen. Um zahlreiche Unterstützung wird gebeten!

Die Spiele im Überblick

Samstag, 19.03.

09.30 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U13 -:-
11.00 Uhr: FT Gern U10 – U9 -:-
12.00 Uhr: DFI Bad Aibling U17 – U16 -:-
12.00 Uhr: U11 – SpVgg Greuther Fürth -:-
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – SC München II -:-
17.00 Uhr: 3. Mannschaft – SC München -:-
19.00 Uhr: Futsal – Futsal Panthers Ingolstadt -:-

Sonntag, 20.03.

09.30 Uhr: FC Deisenhofen U11 – U10 -:-
11.30 Uhr: U12 – FC Bayern München -:-
13.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U14 -:-
14.00 Uhr: U21 – TSV 1865 Dachau -:-
14.00 Uhr: Waldhof Mannheim – Profis -:-

Montag, 21.03.

17.30 Uhr: TSV Milbertshofen U15 – U14 -:-

TSV 1860 unterstützt Aktion “Bewegt gegen Rassismus – Haltung zeigen”

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Marco Hiller verlässt
Marco Hiller verlässt

Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Schon bitter, dass man auch im Jahr 2022 noch immer darauf hinweisen muss, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Neben dem TSV 1860 München unterstützen auch der EHC Red Bull München, der FC Bayern München (Basketball, Frauenfußball, Männerfußball) sowie Türkgücü München gemeinsam mit Oberbürgermeister Dieter Reiter die Aktion “Bewegt gegen Rassismus – Haltung zeigen”.

TSV 1860 unterstützt Aktion gegen Rassismus

In seiner Pressemitteilung stellt der TSV 1860 die unterstützenswerte Aktion gegen Rassismus vor.

In München beteiligen sich in diesem Jahr über 100 Organisationen, Vereine und Behörden mit insgesamt 130 Veranstaltungen an dem Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus in München, das von der Fachstelle für Demokratie koordiniert wird.

Der gemeinsame Videoclip sowie das Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus in München mit den 130 Veranstaltungen findet sich hier:

www.muenchen.de/gegen-rassismus

“Schulter an Schulter im Kampf gegen Rassismus”

Marc-Nicolai Pfeifer, Kaufmännischer Geschäftsführer des TSV 1860 München, erklärt:

“Für uns alle sind Fußball und Sechzig ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Sie stehen auch für Gemeinschaft. Darüber hinaus stehen wir Löwen für Werte wie Respekt, Integration, Offenheit und Zusammenhalt. Folglich haben Rassismus und jede Art von Beleidigungen bei uns keinen Platz. Wir wollen bewegt gegen Rassismus Haltung zeigen und uns auch im Alltag dafür stark machen!”

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigt klare Kante gegen Rassismus:

“Ich freue mich, dass sich Münchner Profivereine zusammengeschlossen haben, um Haltung gegen Rassismus zu zeigen. Auch im Sport sind rassistische Diskriminierungen, Beleidigungen und Ausgrenzungen Realität. Daher ist es notwendig, dass die Vereine hier ein Zeichen setzen. In den jeweiligen Vereinsfarben getrennt, aber vereint und Schulter an Schulter im Kampf gegen Rassismus!”

Foto: TSV 1860

Gastbeitrag: Richter trifft auf Schiedsrichter: Dr Liebig und der Fussball

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Türkgücü Banner im Olympiastadion München

Der Kassenwart lässt Euch regelmäßig teilhaben an seinen Gedanken zur Lage bei den Löwen und in der 3. Liga. Diesmal geht es um das Thema, das – neben der sportlichen Situation auf der Zielgerade der Saison – wohl die ganze Liga beschäftigt: Wie geht es nun eigentlich konkret weiter bei Türkgücü?

Wie verändert sich die Tabelle der 3. Liga?

Womöglich erfahren wir es noch diese Woche: Kann und darf Türkgücü den Spielbetrieb in der 3. Liga weiter aufrecht erhalten oder nicht? In letzterem Fall kommt ja die ohne Türkgücü-Tabelle zur Anwendung, d.h. sämtliche Spielergebnisse der Perlacher werden als Freundschaftsspiel angesehen und finden keine Anwendung in der Tabelle der 3. Liga. Das Tabellenbild verschiebt sich dann entsprechend. Kein anderes Thema vereint seit dem Insolvenzantrag Ende Januar solch mediale Aufmerksamkeit auf sich wie die Frage, welches der letzte Spieltag von TG sein wird.

Rettet Saarbrücken-Präsident Ostermann Türkgücü vor dem aus?

Gestern Abend wurde in den Medien kolportiert, dass man in Saarbrücken über ein Sponsoring in Höhe von 500.000 Euro nachdenkt, um Türkgücü den Spielbetrieb bis zum 34. Spieltag zu ermöglichen. Dieser Zeitpunkt wäre ausreichend, damit der FCS keine Punkte aus den zwei siegreichen Spielen (3:1 und 5:1) gegen Türkgücü verliert – was dies für den Rest der Saison und die anderen 18 Clubs der 3. Liga bedeuten würde, interessiert den Millionär nicht.

Der Insolvenz-Verwalter als Schlüsselfigur

Und obwohl alles eine sportlich signifikante Auswirkung hat, gibt die Antwort auf die derzeit brennendste Frage der 3. Liga ein Jurist: Der Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig von der Kanzlei Jaffe. Auch wenn es sich die halbe Liga und der DFB anders wünschen würden –  dieser Mann muss sich ausschließlich nach der Insolvenzordnung richten und kann auf die Spielordnung der Liga nur sehr marginal Rücksicht nehmen.

Als interessierter Laie habe ich mich etwas in die Rechtslage eingelesen und gebe hier einmal meine Erkenntnisse wieder.

Die erste spannende Antwort gibt der Insolvenzverwalter die nächsten Tage auf die Frage, ob die überschuldete und illiquide Türkgücü Fussball KGaA über genug „Masse“ für das Insolvenzverfahren verfügt. Was bedeutet dies?

Die Insolvenzmasse

Die Insolvenzmasse ergibt sich aus sämtlichen Vermögensgegenständen des Schuldners, die ihm zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags gehören und die er während des Verfahrens noch erwirbt. Sprich alles, was einen Wert hat: Bankguthaben, Geldforderungen gegen den DFB („Fernsehgelder“), Wert von Spielerrechten usw. Gerade die Spielerrechte tendieren womöglich eher gegen Null, allein schon wegen des Sonderkündigungsrechts der Spieler bei einer Insolvenz.

Auch eine Insolvenz kostet Geld

Im Falle der Insolvenz fallen für die Abwicklung des Verfahrens viele Kosten an: Wesentlich sind die Gerichtskosten sowie die Kosten des vorläufigen und des endgültigen Insolvenzverwalters. Da Türkgücü Ende Januar nicht nur das Geld zur Bezahlung von z.B. Gehältern ausging (man also nicht solvent war) sondern nach der letzten öffentlich zugänglichen Bilanz (zum geplanten Börsengang) auch überschuldet war, könnte durchaus der sehr seltene Sonderfall „Ablehnung Insolvenz mangels Masse“ eintreten.

Keine Masse – Ende des Spiel- und Geschäftsbetriebs

Die Abweisung eines Eröffnungsantrags mangels Masse muss unverzüglich öffentlich bekannt gemacht werden (§ 26 Abs. 1 S. 3 InsO). Der Beschluss hat sowohl für den Schuldner als auch für die Gläubiger weitreichende Konsequenzen. Es führt zur Auflösung der KGaA  (§ 262 Abs. 1 Nr. 4 AktG). Dann könnte rechtlich wohl auch kein Spielbetrieb mehr betrieben werden – auch wenn die Spieler auf Gehalt verzichten wollten. Auch versicherungstechnisch (Berufsgenossenschaft) wäre das eine echte eine Herausforderung. Die Gesellschaft stellt daher sofort komplett den Geschäftsbetrieb ein. Das war es dann mit TG. Die Tabelle der 3. Liga wird bereinigt.

Oder doch ein Regel-Insolvenzverfahren?

Wir sollten jedoch nicht von Insolvenz mangels Masse sondern von einem Regel-Insolvenzverfahren ausgehen. Im Wesentlichen stellt sich dann die Frage, ob das Ziel, entweder die Liquidation, also die ordnungsgemäße Abwicklung und Beendigung der Fußball KGaA oder ein Insolvenzplanverfahren mit dem Ziel der Sanierung und Weiterführung der Fußball-Firma wird. In beiden Fällen könnte TG tatsächlich die Saison beenden. Könnte…

Die Liquidation dauert bei Firmen schon mal zwischen zwei und zehn Jahren. Bei der Liquidation bräuchte es jedoch Sponsoren, wie z.B. den oben genannten Herrn Ostermann aus dem Saarland, welche sämtliche Kosten des Spielbetriebs bis Saisonende vollständig trügen. Hier könnte auch ein möglicher, bereits diskutierter Gehaltsverzicht der Spieler helfen, den Umfang des notwendigen Sponsorings zu verringern. Allerdings kann besagter Herr Ostermann jetzt nicht einfach beim Insolvenzverwalter anfragen „…wieviel braucht es denn bis zum 34. Spieltag?”. Denn Dr. Liebig ist ausschließlich den Schuldnern verpfichtet und nicht dem DFB oder einem Dritten. Und selbst wenn dieses Sponsoring kommt, wäre es vertragsrechtlich sicherlich anspruchsvoll, dass dies im Falle einer Liquidation dann doch nicht für die Schuldner herangezogen wird. Dieser Sponsoringvertrag müsste mit sehr heißer Nadel gestrickt werden – Fehleranfälligkeit inklusive.

Im Insolvenzplanverfahren ist es einfacher. Als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung von Spielbetrieb und KGaA reicht eine positive Fortbestandsprognose, also eine belastbare Annahme, dass TG die nächsten zwei Jahre sehr wahrscheinlich jederzeit fähig ist, seine Rechnungen zu begleichen. Auch dazu bedürfte es – selbst in der Regionalliga Bayern – eines potenten Sponsors. Hier sprechen wir dann womöglich von einem Sponsoring von rund zwei Millionen Euro. Das Insolvenzplanverfahren ist also eher unwahrscheinlich.

Entscheidung steht unmittelbar bevor

Nach Lage der frei zugänglichen Informationen wird daher der Insolvenzverwalter in Kürze wahrscheinlich eine Insolvenz mit Ziel der Liquidation der KGaA bekannt geben. Ob man dabei das sportliche Ziel erreicht, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, bleibt offen. Da eine Trennung von Spielbetrieb und Liquidation nicht wirklich durchführbar ist, wäre es sogar trotz Sponsor denkbar, dass zwischenzeitlich durch unerwartete Kosten dennoch die Lichter bei TG ausgehen. Das wäre natürlich der absolute worst-case. Ob man in der Heinrich-Wielandt-Straße jedoch überhaupt schon einen Sponsorvertrag für die Restsaison unter Dach und Fach hat, ist offen.

Gehaltsverzicht nicht ohne Tücken

Noch ein Hinweis zum Gehaltsverzicht durch die Aktiven: Das mit dem Gehaltsverzicht ist ein zweischneidiges Schwert für die Spieler. Denn wenn sie anschließend arbeitslos sind, reduziert dies auch ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld – unter Umständen erheblich. Ein Verzicht wird daher, wenn überhaupt, sicherlich nur ein Teilverzicht und maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze des Arbeitslosengeldes. Und das notwendige Sponsoring ist entsprechend hoch. Der vom Spieler Sorge angedachte (teilweise) Gehaltsverzicht ist dann wohl auch eher ein Tropfen auf einem heißen Stein in der Causa Türkgücü.

Die wahrscheinlichste Variante sehe ich daher in einer Insolvenz mit Liquidation – ohne Sponsor und damit in der Einstellung des Spielbetriebs.

So oder so: Es bleiben spannende Tage in Liga 3…