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Deichmann im Interview: “Gegner mit enormen Stärken in der Offensive!”

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Yannick Deichmann TSV 1860

Yannick Deichmann wechselte vor der Saison als einer der drei externen Neuzugänge zum TSV 1860. Seitdem ist der Ex-Lübecker aus der Stammelf kaum mehr wegzudenken. Ob rechts hinten oder im Mittelfeld – der 27-Jährige weiß zu überzeugen, auch wenn er noch immer auf sein erstes Saisontor warten muss. Im Interview mit liga3-online aüßert sich Deichmann über den kommenden Gegner Waldhof Mannheim und den weiteren Saisonverlauf.

Yannick Deichmann im Interview

Mit den Leistungen und Ergebnissen der letzten Wochen zeigte sich Deichmann im Interview sehr zufrieden, betonte aber auch, dass die Konzentration stets der nächsten Partie gelte. Bezüglich des Gegners vom kommenden Wochenende, Waldhof Mannheim, kommt der gebürtige Hamburger zu folgenden Schluss:

“Wir treffen auf einen Gegner mit enormen Stärken in der Offensive. Der SV Waldhof hat zahlreiche erfahrene Spieler in den eigenen Reihen, die mit solchen Situationen umzugehen wissen. Aber darauf stellen wir uns ein und werden unsere Lösungen dagegen finden.”

Deichmann hofft zwar natürlich auf eine Fortsetzung der Siegesserie in Mannheim, weist jedoch auch darauf hin, dass der Aufstiegszug selbst im Falle einer Niederlage noch nicht final abgefahren sei.

Auch der Pokal wird ernstgenommen

Neben den Ergebnissen in der Liga lässt der 27-Jährige jedoch auch den Toto-Pokal nicht außer Acht.

“Wir haben in dieser Saison gezeigt, wie geil es ist, in einem Pokalwettbewerb vertreten zu sein. Diese Chance wollen wir unbedingt erneut nutzen und uns wieder für die erste Runde des DFB-Pokals zu qualifizieren. Wir wollen den Pokal gewinnen.”

Am 26.03. steigt beim TSV Aubstadt das Halbfinale des bayerischen Pokalwettbewerbs. Im Finale käme es zu einem Duell mit den Würzburger Kickers oder dem FV Illertissen.

“Besonderes Gefühl, in einem vollen Stadion zu spielen”

Angesichts seiner bisherigen Stationen HSV, FC St. Pauli und VfB Lübeck kann man bei Yannick Deichmann bei der Jobauswahl eine gewisse Affinität zu Traditionsvereinen durchaus unterstellen.

“Es ist immer ein besonderes Gefühl, in einem vollen Stadion zu spielen. Leider hatten wir in dieser Saison aufgrund der Situation mit Corona nicht so häufig die Gelegenheit, vor vollem Haus aufzutreten. Ich erinnere mich aber gerne an das Pokalspiel vor 15.000 Zuschauern zurück. Das sind die Spiele, für die man gerne Fußballer geworden ist. Damit dich so viele Fans antreiben, lohnt es sich auch mal den Arsch aufzureißen.”

Weiter so, mit den Fans im Rücken ist bei den Löwen noch viel möglich!

Heute vor 32 Jahren: SV Türk Gücü München – TSV 1860 0:2

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Nochmal Erinnerung an Türk Gücü

Erst gestern erinnerten wir an dieser Stelle an ein Spiel unserer Löwen gegen das “alte” Türk Gücü in der legendären Bayernliga- und Wiederaufstiegssaison 1990/91 auf Giesings Höhen. Das setzen wir heute fort.

Löwen zu Gast auf Giesings Höhen

Am Sonntag, den 18. März 1990 – also noch ein Jahr früher – betrat die Mannschaft des TSV 1860 als Gast des SV Türk Gücü um 15.00 Uhr das Sechzgerstadion. Trainer war seit knapp einem Monat Karsten Wettberg. Gleichwohl der lang ersehnte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga nun schon acht Spielzeiten auf sich hatte warten lassen, war man in die Saison nicht mit dem unbedingten Aufstiegsziel gestartet. Zu stark schätzte man die Konkurrenz aus Schweinfurt – u.a. mit dem späteren Bayernliga-Torschützenkönig Bernhard Winkler – ein. Die Schnüdel lagen zu diesem Zeitpunkt auch noch scheinbar uneinholbar weit weg an der Tabellenspitze.

Peuker erzielt das 0:1

Im Hin- und Heimspiel gegen Türk Gücü waren die Löwen Anfang September 1989 vor 10.000 Zuschauern über ein 0:0 nicht hinaus gekommen – diesmal klappte es besser: Das 0:1 erzielte nach einer guten halben Stunde ein gewisser Frank Peuker. Dabei handelt es sich um jenen Löwen, den so viele Fans persönlich kennen und schätzen. Weil er zum einen ein absolut sympathischer Kerl ist und weil man ihn seit Jahrzehnten regelmäßig in der Löwenkurve treffen kann. Ein ehemaliger Aktiver der gleichzeitig ein großer Fan ist! Der Autor dieser Zeilen begegnete ihm zuletzt erst vor knapp einer Woche – bei der Heimpremiere der 1860-Bundesliga-Boxer.

Ex-Spieler, Fan und Fußballreisender: Frank Peuker

Beim Showdown an Schweinfurt gescheitert

Den berühmten Deckel auf die Partie machte kurz vor dem Abpfiff Horst Schmidbauer mit dem 2:0. Da der TSV 1860 im Frühling 1990 von Sieg zu Sieg eilte und die Schweinfurter ein wenig schwächelten, kam es dann am 11. Mai auf Giesings Höhen zum absoluten Showdown, dem “Endspiel” um die Bayernliga-Meisterschaft und Qualifikation zur Aufstiegsrunde. Das 3:3 wurde auch schon bei uns als “beeindruckendstes und dramatischstes” Spiel der Löwengeschichte bezeichnet. Bezeichnend, dass die Löwen durch dieses Resultat den Mainfranken den Vortritt lassen mussten. Schweinfurt stieg in die 2. Bundesliga auf. 1860 dann ein Jahr später.

Die Aufstellung des TSV 1860

Karsten Wettberg schickte heute vor 32 Jahren folgende Mannschaft auf das Feld im Sechzgerstadion:

Dekeyser – Hainer, Miller, Maurer, Meisl – Beckenbauer, Störzenhofecker, Windsperger, Schmidbauer, Breu (75. Heigenhauser), Peuker (82. R. Müller-Gesser)

Tore:
0:1 Peuker (35.), 0:2 Schmidbauer (86.)

Niki Lang auf Abruf für U20 Nationalmannschaft berufen

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Niklas Lang (TSV 1860)
Niklas Lang, Verteidiger des TSV 1860 München

Da sage noch einer, das NLZ des TSV 1860 würde keine Talente mehr hervorbringen… Nachdem heute Julian Weigl und Florian Neuhaus wieder in den Kader des A-Teams berufen wurden und sich Leandro Morgalla in der U18 Nationalmannschaft etabliert hat, darf sich nun auch Niki Lang Hoffnungen machen, demnächst mit dem Bundesadler auf der Brust aufzulaufen. U20-Nationaltrainer Christian Wörns nominierte den Löwenprofi auf Abruf für die Länderspiele gegen Italien und England.

Niki Lang auf Abruf bei U20 Nationalmannschaft

Die U20 trifft zunächst am 24. März (ab 17 Uhr) in Ascoli Piceno auf Gastgeber Italien, danach am 29. März (ab 20.30 Uhr) in Colchester auf die Auswahl Englands. Christian Wörns, Trainer der U20, hat hierfür auch Niklas Lang ins Blickfeld der Nationalmannschaft gerückt. Der ehemalige Coach der U19 und U21 des TSV 1860 berief den Löwen auf Blickfeld.

Sollte Lang tatsächlich noch nachnominiert werden, droht ein Verteidigerengpass für das Pokalspiel des TSV 1860 beim TSV Aubstadt. Youngster Leandro Morgalla weilt zeitglich bei der U18 Nationalmannschaft und fällt somit ebenfalls aus.

Auch Nathan Wicht wird international unterwegs sein; der Mittelfeldspieler trifft mit der Schweizer U18 auf Polen und Italien.

Köllner lobt Mannheim: “Wäre mit einem Punkt zufrieden”

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Die Löwen treten am Sonntag beim Tabellennachbarn Waldhof Mannheim an (14 Uhr im sechzger.de-Liveticker). Das dritte Spiel gegen ein Team aus der Spitzengruppe der Liga im Jahr 2022. Nach dem 2:2 gegen Eintracht Braunschweig (damals Tabellendritter) am 6. Februar und dem 2:1-Sieg über den Magdeburger-Verfolger Kaiserslautern am 1. März geht es nun erstmals in der Fremde gegen eines der absoluten Top-Teams. In der LÖWENRUNDE am Freitag Mittag verriet Michael Köllner, dass er sehr viel Respekt vor dem Team von Patrick Glöckner hat.

Das ist sicherlich eine der stärksten Mannschaften der Liga. … Man sieht, dass die Aufgabe für uns nochmal schwerer geworden ist, weil die mit Dominik Kother, Justin Butler und Pascal Sohm im Winter nochmal ernst gemacht haben. Die haben sich auf drei Positionen brutal verstärkt und daran kann man dann die Ambitionen erkennen. Am Ende wissen wir, dass die Aufgabe im Hinrundenspiel zu Hause schwer war. Die konnten wir nicht lösen. Jetzt sehe ich Mannheim mit drei Spielern verstärkt, bei uns fällt Stefan Lex mit der fünften Gelben aus. Eigentlich ist das Match von vornherein klar. Mannheim ist klarer Favorit und wir haben die Möglichkeit, dort vielleicht zu überraschen und von dem her wäre ich mit einem Punkt in Mannheim sehr zufrieden.

 

Auf die Nachfrage von sechzger.de, ob es sich bei den Waldhöfern vielleicht sogar um den bislang schwierigsten Gegner, das “dickste Brett” in diesem Kalenderjahr handle, meinte der Löwendompteur:

Ob das jetzt das dickste Brett ist, weiß ich nicht. … Die Spiele wirken manchmal im Nachhinein schwerer, manchmal im Vorfeld. Fakt ist: Vor Kaiserslautern war es kein einfaches Spiel,  Braunschweig zu Hause war kein einfaches Spiel. Wir haben Braunschweig am Ende nicht davonziehen lassen, auch wenn wir die Möglichkeit hatten, zu siegen. Wir haben Kaiserslautern, die mit einer Mega-Serie angereist sind, besiegt und ihre Serie beendet. Und jetzt geht es darum, dass wir gegen eine fußballerisch absolute Top-Mannschaft bestehen. Die Qualität ist außergewöhnlich in der Liga – von den Einzelspielern. Am Ende ist es aber ein Mannschaftsspiel und wir wissen auch, was wir können. Es ist eine der größten Herausforderungen in der Saison.

Dass das traditionell unruhige und erwartungsvolle Umfeld bei 1860 mit dem von Köllner erstmal anvisierten Punkt in der Kurpfalz sicher nicht zufrieden sein dürfte, kommentierte der Coach souverän und lächelnd:

Ich bin zum Glück nicht der Trainer des Umfelds, sondern bin der Trainer meiner Mannschaft. Und wenn ich manchmal lese, was so manche kommentieren mit ‘wir trainern zu wenig’, ‘ich bin ein Freizeittrainer’ und und und, dann erheitert das oft meinen Tag, keine Frage. Aber ich bin jetzt nicht dazu da, dass ich sieben Spieltage vor Schluss – das wär dann nach dem Mannheim-Spiel – irgendwelche Stimmungsparameter oder -barometer beeinflusse oder die kommentiere.

Beschlussvorlage zur Ertüchtigung Grünwalder Stadion verschickt

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Verena Dietl (SPD)
Verena Dietl, 3. Bürgermeisterin der Stadt München

1860 und die Stadiondiskussion – eine Never-Ending-Story… Heute wurde dazu ein neues Kapitel geschrieben, denn die Beschlussvorlage zum Thema „Ertüchtigung des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße” für den Sportausschuss am 30. März wurde an die Stadtratsmitglieder verschickt.

Beschlussvorlage zur Ertüchtigung Grünwalder Stadion

Bürgermeisterin Verena Dietl verschickte in diesem Zuge eine Pressenachricht, die wir Euch ungekürzt präsentieren.

“Unser Ziel ist es, das ehrwürdige Stadion in Giesing zu einem modernen und zeitgemäßen Spielort zu ertüchtigen, der für unsere Vereine nicht nur Basis für fußballerischen Erfolg, sondern auch sportliche Heimat ist. In der Beschlussvorlage wird konkret dargestellt, welche Varianten der Stadionsanierung ausgearbeitet wurden und mit welchen Kosten diese verbunden sind. Besonderes Augenmerk haben wir auf den Schutz der Anwohner*innen gelegt.

Erste Baumaßnahmen sind nach Sanierung des Olympiastadions, das als Ausweichspielstätte vorgesehen ist, 2026 geplant. Überlegungen hinsichtlich weiterer Alternativspielorte werden angestellt, um das Projekt ggf. zu beschleunigen. Nach etwa 2,5 Jahren Bauzeit kann der Fußball dann zurück nach Giesing kehren.

“Längerfristiges Bekenntnis zum Grünwalder Stadion”

Die Zeit bis dahin wird intensiv genutzt werden. Zunächst wird in einem fortgesetzten Dialog den Vereinen das vom städtischen Bewertungsamt entwickelte, durchaus komplexe Verfahren für die Bestimmung der Stadionmiete für die Spielzeiten nach der Sanierung vorgestellt. Die Vereine sollen somit die Vorteile eines sanierten Stadions sowie die entsprechend auf sie zukommenden Kosten gut bewerten können. Als Sportbürgermeisterin ist es mir wichtig, dass unsere Münchner Teams sportlich erfolgreich sein können. Dementsprechend werde ich mich dafür einsetzen, dass an dieser Stelle eine gute Lösung gefunden wird.

Ich hoffe, dass diese Anstrengungen im Laufe der kommenden Monate dazu führen, dass die Vereine ein längerfristiges Bekenntnis zum Grünwalder Stadion als Heimspielort abgeben. Denn eine solche Zusage ist letztlich die Voraussetzung dafür, dass Mittel für die Stadionsanierung bereitgestellt werden können.

Planungsarbeiten ab 1. Quartal 2023

Der Stadtratsbeschluss über die Bereitstellung dieser Mittel, der zugleich auch der Kick-off für die detaillierten Planungsarbeiten ist, in die insbesondere die Vereine, die Fans, die Anwohner*innen, Sicherheitsbehörden sowie die Bezirksausschüsse einbezogen werden, ist für das erste Quartal 2023 vorgesehen. Für diesen Beschluss soll zudem noch eine weitere Idee vertieft werden – die Übergabe des Stadions im Zuge eines Erbpachtvertrages. Ich halte es für sehr zweckmäßig, diesen interessanten Gedanken noch weiter zu verfolgen, und gemeinsam mit den Vereinen auszuloten, unter welchen Voraussetzungen ein solches Konzept umsetzbar wäre.

“Gute Stadionlösung für alle Beteiligten”

Der Sportausschuss wird sich zudem auch mit den Spielzeiten bis 2026 befassen. Dabei wird es im Kern darum gehen, wie bestimmte, im Stadion existierende Unzulänglichkeiten berücksichtigt und optimiert werden können.

Es freut mich, dass das Projekt Stadionsanierung ein gutes Stück vorankommt. Ich werde auch weiterhin große Anstrengungen unternehmen und in Gesprächen und Abstimmungsrunden meinen Beitrag dafür leisten, eine gute Stadionlösung für alle Beteiligten zu erreichen. Mein herzlicher Dank gilt allen Kolleg*innen der Stadtverwaltung für die herausfordernde Arbeit an diesem Projekt sowie den Nutzervereinen des Stadions. Gemeinsam ist es uns gelungen, den Stadträt*innen ein umfangreiches und durchdachtes Papier zur Vorbereitung des Sportausschusses zur Verfügung zu stellen.”

SV Waldhof -TSV 1860: die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel SV Waldhof Mannheim – TSV 1860 München. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften gab es eine Lehrstunde für unsere Löwen. Die Kurpfälzer siegten mit 3:1 an der Grünwalder Straße in Giesing. Was gilt es zu beachten, dass sich das nicht wiederholt?

Patrick Glöckner, Trainer des SV Waldhof, lässt seine Mannschaft immer mit einer Viererkette in der Abwehr agieren. In den letzten acht Spielen dominiert bei Mannheim – nicht zuletzt wegen Winterneuzugang Pascal Sohm – das 4-4-2 mit Doppelsechs. Auf die gesamte Saison hin gesehen ist das ligaweit beliebteste System 4-2-3-1 bisher das, was am häufigsten zum Einsatz kam. Welche Systematik wird der Waldhof-Trainer gegen den TSV 1860 am Sonntag wählen?

Die Systemfrage SV Waldhof – TSV 1860

Gegen die spielstarken Braunschweiger wurde im 4-4-2 mit Doppelsechs klar und verdient mit 0:3 zuhause verloren. Auch die anderen Spiele, in denen Glöckner das 4-4-2 verwendete, hatten knappe Ergebnisse. Gewonnen wurde in diesem System nur gegen Vereine aus der unteren Tabellenhälfte. Diese Siege waren jedoch eher knapp als deutlich.

Das 4-4-2 ist aber grundsätzlich nicht unwahrscheinlich. Pascal Sohm wurde ja im Winter nicht aus Dresden geholt, um die Bank warmzuhalten. Dass Martinovic nicht von Anfang an spielt, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Es sind beide Varianten für die Startformation denkbar. Hinsichtlich der Pleite gegen Braunschweig und der Tatsache, dass es im 4-2-3-1 mit der Punktausbeute im Schnitt besser lief, favorisiere ich zwar eher dieses System zu Beginn als das 4-4-2 Doppelsechs. Zur Sicherheit behandle ich heute aber beide Systeme.

Gegen den SC Verl saß Sohm zu Beginn der Partie auf der Bank. Nach seiner Einwechslung konnte der Waldhof – dann im 4-4-2 spielend – die Partie drehen und gewinnen.

Bevor wir uns anschauen, wie Mannheim sein Spiel anlegt, zunächst der übliche Blick auf die wichtigsten statistischen Werte der Quadratestädter.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: 51%
  • Passgenauigkeit: 78,4%
  • Defensive Zweikampfquote: 65,3% (Ligabestwert)
  • Flankengenauigkeit: 29,7% (Platz 19)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 7,6 (Platz 3)

Wie spielt der SV Waldhof?

4-2-3-1

Bei Ballbesitz verschiebt sich das 4-2-3-1 zunächst auf ein 3-5-2, das im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor so offensiv werden kann, dass bis zu fünf Offensivspieler leicht vertikal versetzt auf einer breiten Linie vor dem gegnerischen Strafraum auftauchen.

Aber der Reihe nach: Im Positionsspiel hat der SV Waldhof in den letzten Spielen zwei Varianten beim Aufbau gezeigt. Eine davon ist die sogenannte dynamische Dreierkette.

Dynamische Dreierkette

Bei dieser kippt der tiefe Sechser zwischen die beiden Innenverteidiger ab, während die beiden Außenverteidiger ins Mittelfeld vorschieben. Der offensivere der beiden Sechser übernimmt dann die zentrale Position im Mittelfeld, die Mittelfeldaußenspieler rücken auf die offensiven Halbpositionen und der zentrale offensive Mittelfeldspieler (im 4-2-3-1) rückt als hängende Spitze bzw. Schattenstürmer auf die Position zurück zwischen Mittelfeld und Sturm. Im weiteren Verlauf eines Positionsangriffs versuchen die Mannheimer dann meist ein 3-4-3 herzustellen. Dabei wird im Flügelspiel die Außenbahn im Sturm durch den Mittelfeldaußenspieler auf der ballnahen Seite besetzt. Der offensive Mittelfeldspieler geht in der Zentrale auf die ballferne Seite.

Erfolgt der Angriff im Positionsspiel durchs Zentrum, ergibt sich mit den vorschiebenden Außenverteidigern eine enge Raute im Mittelfeld. Beide Mittelfeldaußen rücken auf die Halbpositionen in der vordersten Linie auf.

Gependelter Außenverteidiger

Die zweite und weitaus häufiger auf den Platz gebrachte Variante war allerdings die, dass nur einer der beiden Außenverteidiger ins Mittelfeld aufrückt. Dabei gibt es weit weniger vertikale bzw. diagonale Verschiebungen in den vorderen Mannschaftsteilen. Der tiefe Sechser hält seine Position vor der Abwehrkette und fungiert als zentraler Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Angriff. Sein Nebenmann geht als Box to Box Spieler zentral weit mit nach vorn. Der Mittelfeldaußenspieler auf der gependelten Seite rückt auf die Halbposition in der Offensive und der zentrale Offensivspieler im Mittelfeldspieler schiebt sich, wie in der anderen Variante auch, auf die Position hinter der Spitze. Auch dabei entsteht in letzter Konsequenz ein 3-4-3 mit Raute. Dieses ist durch die kürzeren Laufwege bei den Verschiebungen jedoch weitaus ökonomischer angelegt.

Gegen den Ball

Gegen den Ball stehen die Mannheimer sowohl im Raum, als auch im Spiel Mann gegen Mann äußerst sicher. In keiner defensiv relevanten Statistik ist Mannheim schlechter als Platz fünf im Vergleich mit den anderen Teams. Der Waldhof lässt die wenigsten gegnerischen Schüsse zu. Mannheim gewinnt die meisten direkten Zweikämpfe. Sie haben von den Topteams die meisten abgefangenen Pässe. Obendrein gewinnen die Kurpfälzer im Vergleich mit der direkten Konkurrenz – hinter Osnabrück – die meisten Kopfballduelle der Mannschaften im vorderen Drittel. Sie agieren überall auf dem Platz sehr aggressiv gegen den Ball. Wer sich im Aufbau zu viel Zeit lässt, ist die Kugel gegen den Waldhof schneller wieder los als es ihm lieb sein kann.

4-4-2 Doppelsechs

Im 4-4-2 mit Doppelsechs ändert sich bei den Mannheimern gegen den Ball im Prinzip nichts. Bei eigenem Ballbesitz sieht das allerdings etwas anders aus. Auch hier ist sowohl die dynamische Dreierkette, als auch das Spiel mit nur einem gependelten Außenverteidiger möglich und wurde auch beides schon so praktiziert. Wie beim 4-2-3-1 verschiebt sich Mannheim auch hier in letzter Konsequenz zu einem 3-4-3.

Gependelter Außenverteidiger

Da ja von Haus aus schon zwei Stürmer auf dem Platz stehen, sind die Wege zur Herstellung der Mittelfeldraute kürzer. Damit kann Mannheim bei eigenem Ballbesitz, wenn der Gegner gegen den Ball nicht schnell genug reagiert, um die Räume zu besetzen, noch schneller agieren als im 4-2-3-1. In diesem System verschieben bei gependeltem Außenverteidiger nur drei Spieler ihre Position in der Formation. Ein Außenverteidiger rückt ins Mittelfeld auf, der Box to Box Spieler schiebt ins offensive Mittelfeld vor und einer der Mittelfeldaußenspieler besetzt entweder den Flügel oder die Halbposition im Sturm.

Dynamische Dreierkette

Wird die dynamische Dreierkette gespielt, schieben die Außenverteidiger ins Mittelfeld vor, während der tiefe Sechser in die Kette abkippt. Der zweite Sechser bleibt zentral vor der Abwehrkette. Es rückt einer der Mittelfeldaußenspieler auf die zentrale Position hinter den Spitzen, während der andere den Flügel oder die Halbposition im Sturm besetzt.

Im Gegensatz zum 4-4-2 mit gependeltem Außenverteidiger ist diese Variante vor allem bei den Verschiebungen zurück gegen den Ball fehleranfällig.

Stärken und Schwächen der Systeme

Die Stärken des 4-2-3-1

Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert.

Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel, als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen des 4-2-3-1

Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren, da die Wege um einen Spieler zu doppeln relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft.

Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorn ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich durch dessen Fehlen für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken, zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Die Stärken des 4-4-2 Doppelsechs

Es wird zunächst eine starke, doppelte Abwehrkette aufgebaut. Dadurch wird es möglich, den Gegner auf den Flügeln zu doppeln und trotzdem im Zentrum kompakt zu stehen. So zwingt man den Gegner oft Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Passwege können aufgrund der guten Staffelung in Tiefe und Breite leicht zugestellt werden.

In der Offensive liegen die Stärken klar auf den Außenpositionen. Sowohl die Außenverteidiger, als auch die Mittelfeldaußenspieler können für großen Druck auf den Flügeln sorgen.

Von den beiden defensiven Mittelfeldspielern im Zentrum, übernimmt einer den offensiven Part (Box to Box Spieler) und der andere bleibt auf seiner absichernden Position. So kann man die Lücke im Zentrum zu den Stürmern schließen.

Wenn das Zusammenspiel der Mannschaftsteile gegen den Ball so funktioniert, wie es in diesem System gewollt ist, zwingt man den Gegner oft auf die Flügel, sodass dieser mit Flankenläufen und hohen Bällen agieren muss, um den Ball ins Zentrum vors Tor zu bringen.

Die Schwächen des 4-4-2 Doppelsechs

Die große Schwäche in diesem System ist normalerweise die Lücke zwischen Mittelfeld und Sturm. Sowohl bei eigenem Ballbesitz – aber auch nach einem Ballverlust – ist es wichtig, diesen Raum schnell zu schließen.

Es fehlt ein Kreativspieler im Zentrum; deshalb ist das zentrale offensive Mittelfeld ein Schwachpunkt. Offensive Kreativität entwickelt sich im 4-4-2 mit Doppelsechs vornehmlich auf den Außenpositionen.

Durch das fehlen des “Zehners” wird dem Box to Box Spieler eine hohe Laufleistung abverlangt, damit sowohl offensiv als auch defensiv die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen schnell geschlossen werden.

Die Schlüsselspieler

Defensive

Keeper Timo Königsmann (#1) hat letztes Jahr den Platz im Tor vom vorherigen Stammtorwart Behrens übernommen und macht seine Sache ganz okay. Sechsmal konnte er bisher die Null halten. Seine Schwächen fallen dank der Topdefensive kaum auf.

Marcel Seegert (#5), Innenverteidiger, Abwehrchef und Kapitän der Waldhöfer. Zweikampfstark, kopfballstark und mit ein gutem Stellungsspiel, dominiert er in der Defensive. Auch sein Kollege in der Innenverteidigung, Jesper Verlaat (#4), ist definitiv ein Schlüsselspieler. Statistisch hat er ähnlich gute Werte in den für diese Position wichtigen Kategorien.

Mittelfeld

Auf der rechten Seite offensiv spielt der robuste und technisch starke Joseph Boyamba (#9). Zusammen mit dem offensiven Rechtsverteidiger Marcel Costly (#17) wirbelt er die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander. Wenn Boyamba nach innen zieht und Costly ihn hinterläuft, muss normalerweise einer der gegnerischen Verteidiger seine Position verlassen. Klappen dann die defensiven Verschiebungen beim Gegner nicht, öffnen sich auf der rechten Offensivseite für Mannheim Räume, die die Barackler zu nutzen wissen.

Marco Höger (#37) zieht die Fäden im defensiven Mittelfeld. Über den ehemaligen Bundesligaprofi, der vom 1. FC Köln in die Quadratestadt wechselte, muss man nicht viele Worte verlieren. 159 Bundesliga- und 69 Zweitligaeinsätze hat er auf dem Kerbholz. Zusammen mit dem defensiv noch etwas stärkeren Hamza Saghiri (#35) hält er den Laden vor der Viererkette dicht. Im Aufbauspiel ist Höger der Mittelfeldspieler, der die häufigsten Ballkontakte hat.

Marc Schnatterer (#13), Sommerneuzugang vom Zweitligisten Heidenheim, sorgt auf der linken Seite für noch mehr Gefahr als Boyamba auf der rechten. Er bringt reichlich Erfahrung aus 224 Spielen in der zweiten Liga mit. 48 Tore und 65 Vorlagen kann der “Oldie” im linken Mittelfeld in Liga 2 aufweisen. Mit 14 Scorerpunkten ist er auch diese Saison auf einem guten Weg.

Sturm

Dominik Martinovic (#11) hat bereits 17 Scorerpunkte in dieser Saison. Er ist ein kompletter Stürmer, der auch ein Auge für den Nebenmann hat. Elf Tore und sechs Vorlagen hat der gefährliche Stürmer bis jetzt auf der Habenseite. Aber auch Pascal Sohm (#10) hat seit seinem Wechsel aus Dresden mit fünf Treffern in zehn Spielen eine gute Quote vorzuweisen.

Fazit

Egal ob Waldhof Mannheim gegen den TSV 1860 im 4-4-2 oder im 4-2-3-1 spielt, eine Prognose für dieses Spiel abzugeben, ist sehr schwer. Mannheim hat eine gut gewachsene Mannschaft, die Jahr für Jahr punktuell verstärkt wurde. In der Hinrunde gab es eine hochverdiente, derbe Klatsche für die Löwen. In einem der schlechtesten Saisonspiele verlor der TSV 1860 gegen den SV Waldhof bei widrigen Wetterverhältnissen mit 1:3.

Es gilt diese Scharte auszuwetzen. Wenn die Mannschaft des TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim eine ähnlich gute Leistung wie in den letzten Spielen zeigt, ist das durchaus im Bereich des Möglichen. Wie schon des Öfteren angemerkt, kann in dieser Liga jeder jeden an einem guten Tag besiegen.

Obwohl die Mannheimer Defensive die wenigsten Torschüsse der Liga zulässt, ist es für die Löwen zunächst wichtig, das Augenmerk darauf zu legen, gegen den Ball sicher zu stehen. Konzentration und Aggressivität gegen den Ball ist das A und O. Wenn dann bei eigenem Ballbesitz genau und schnell gespielt wird und die Mannschaft von Michel Köllner offensiv so kreativ werden kann, wie sie es in den letzten Spielen gezeigt hat, ist für den TSV 1860 im Carl-Benz-Stadion zu Mannheim alles drin.

Ich bin vorsichtig optimistisch: Ein Punkt sollte auf jeden Fall machbar sein. Ein Sieg wäre zwar keine Sensation, aber dennoch darf man in einem Auswärtsspiel gegen einen punktgleichen Tabellennachbarn nicht automatisch von einem Dreier ausgehen.

Es ist für mich im Vorfeld die bisher spannendste Partie der Rückrunde. Natürlich hoffe ich – wie alle anderen Fans des TSV 1860 – gegen Mannheim auf einen Sieg. Die Mannschaft wird mit Sicherheit alles dafür geben, diesen auch einzufahren.

Entscheidend ist, dass Einstellung, Kampfeswille, Laufbereitschaft und Konzentration stimmen. Dann kann ich mit jedem Ergebnis leben. Ein Spiel ähnlich dem in der Hinrunde werden wir bestimmt nicht mehr zu sehen bekommen.

So könnte der SV Waldhof gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout

TSV 1860 München wieder im TV zu sehen

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sechzger.de berichtet über die Free-TV Spiele (Fernsehen und Online-Stream) des TSV 1860 München.

In den nächsten Wochen werden drei Spiele des TSV 1860 München wieder live im TV zu sehen sein.

Wie schon neun Mal im Laufe der Saison werden die Löwen wieder im Bayerischen Rundfunk übertragen.
Beginnen wird die blaue Serie am Samstag, den 26. März mit dem Toto Pokal Halbfinale gegen den TSV Aubstadt. Die Partie wird in der NGN Arena im Norden Unterfrankens ausgetragen. Anpfiff hier ist um 14.03 Uhr. Mit einem Sieg können die Löwen wie schon 2020 in das Finale des Totopokal einziehen. Damals gewann der TSV 1860 München im Elfmeterschießen gegen die Würzburger Kickers.

Heimspiele gegen Saarbrücken und Osnabrück.

Am 2. April gastieren die Gäste aus dem Saarland in Giesing und auch dieses Spiel wird übertragen. Auch hier ist wieder Anpfiff um 14.03 Uhr. Gute Erinnerungen an Saarbrücken werden sowieso noch einige Löwen haben, stieg man doch 2018 in der Relegation gegen die Saarbrücker in die 3.Liga auf.
In der Hinrunde spielte man im Oktober im neuen Ludwigsparkstadion 1:1. Die Löwen gingen durch Merv Biankadi in Führung, ehe die Saarbrücker spät durch einen Elfmeter den Ausgleich per Strafstoß erzielten. Aktuell belegen die Schwarz-Blauen den dritten Tabellenplatz und sind somit knapp vor den Löwen. Der Vorsprung beträgt jedoch nur 3 Punkte und die Löwen könnten durch einen Sieg gegen den Waldhof und den FCS an ihnen vorbeiziehen.

Auch das Heimspiel zwei Wochen später gegen den VfL Osnabrück wird live im Free-TV ausgestrahlt. Erneut wird um 14:03 Uhr angestoßen. Unterlag man im Hinspiel noch mit 3:1 an der Bremer Brücke, hoffen die Löwen nun auf einen Heimsieg. Das letzte Heimspiel gegen die Gäste aus Niedersachsen ging im Februar 2019 mit 1:2 verloren. Nachdem die Osnabrücker früh in Führung gingen, erzielte Sascha Mölders damals in Unterzahl den Ausgleich, nachdem Aaron Berzel vom Platz flog. Den Siegtreffer für den VfL erzielte der heutige Braunschweiger Benjamin Girth.
Die Osnabrücker sind aktuell einen Punkt hinter den Löwen, aber haben noch ein Spiel in der Hinterhand.

 

Happy Birthday, Marius Willsch! Sechzger.de gratuliert!

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Marius Willsch wird heute 31 Jahre jung!

Aus Niederbayern in die Hauptstadt

Unser heutiges Geburtstagskind sammelte seine ersten fußballerischen Erfahrungen in den Jugendmannschaften des SV Neukirchen/Inn, des SV Pocking und bei Wacker Burghausen. Mit 16 Jahren wechselte der gebürtige Passauer in das NLZ des TSV 1860 München. Am 8. August 2010 debütierte er für die Löwen-Amateure in der Regionalliga Süd gegen die Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt. Nach zwei Spielzeiten mit insgesamt 50 Pflichtspieleinsätzen wechselte er im Sommer 2012 zur SpVgg Unterhaching in die 3. Liga.

Über Saarbrücken und Schweinfurt zurück zu den Löwen

Zur Spielzeit 2014/15 verließ Marius erstmals die bayerische Heimat und schloss sich dem 1. FC Saarbrücken in der Regionalliga Südwest an. Nach dem 2015 dramatisch verpassten Aufstieg mit den Saarländern in die 3. Liga und einer weiteren Saison beim FCS zog es ihn dann nach Schweinfurt. Mit den “Schnüdeln” gewann Willsch zweimal den bayerischen Totopokal. Nach dem Aufstieg des TSV 1860 unter Daniel Bierofka in die 3. Liga kehrte er zurück zu den Löwen.

Dramatische Leidensgeschichte seit Mai 2021

Nachdem Marius in 19/20 und 20/21 mit jeweils deutlich über 30 Ligaeinsätzen zu den absoluten Dauerbrennern im Team von Michael Köllner gehörte, setzte ihn eine hartnäckige Schambeinentzündung aus dem Saisonfinale im Frühsommer 2021 zu Beginn dieser Saison zunächst außer Gefecht. Pünktlich zum Highlight-Spiel gegen seinen zweiten Lieblingsverein, den Schalke 04 im DFB-Pokal kehrte er am 26. Oktober 2021 für acht Minuten auf den Rasen des Sechzgerstadions zurück. Acht Einsätze in der Liga schlossen sich an – dann war der Unglücksrabe wieder verletzt: Eine Reizung der Patellasehne setze ihn außer Gefecht! Ausgerechnet vor der nächsten Pokalrunde gegen den KSC. Seitdem warten die Löwenfans sehnsüchtig auf ein Comeback des heutigen Geburtstagskindes. Auch wir hoffen inständig, Marius schon bald wieder im Stadion bejubeln zu dürfen!

Ois Guade und gute Besserung, Marius!

Sechzig um Sieben: Es gibt Wichtigeres als Fußball

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Es gibt Wichtigeres als Fußball

Ein berührender Beitrag von Mane Forster schildert die zwei Welten, die sich gerade in Europa abspielen und vergangenes Wochenende in Berlin aufeinandertrafen: dort, wo Geflüchtete stranden, die ihr Hab und Gut, möglicherweise sogar Angehörige verloren haben und vor einer völlig ungewissen Zukunft stehen, kommt der Fußballfan aus München am Bahnhof an und beschäftigt sich mit angesichts der sich bietenden Situation mit belanglos erscheinenden Fragen wie Spielergebnissen und Tabellenständen. Hier lest ihr den Beitrag.

Geldstrafe für Türkgücü?

Als wären die gestiegenen Strom- und Heizkosten nicht schon genug, jetzt soll Türkgücü auch noch eine Geldstrafe zu bekommen. Immerhin: dann gehen die Lichter womöglich noch früher aus und man spart sich die Heizung. Der DFB hat eine Entscheidung für heute angekündigt. Der Verein hatte nach der Entlassung von Peter Hyballa zu viel Zeit verstreichen lassen, um mit Andreas Heraf einen neuen Trainer zu präsentieren. Laut Statuten des DFB hätte Türkgücü maximal 15 Tage ohne einen Trainer mit entsprechender Lizenz trainieren dürfen, sonst drohen Sanktionen wie beispielsweise eine Geldstrafe.

Bleiben Glöckner und Schnatterer bei Mannheim?

Beim kommenden Löwen Gegner, Waldhof Mannheim (Sonntag 14 Uhr, sechzger.de-Liveticker) laufen Ende der Saison zahlreiche Verträge aus. Zwei Personalien stehen besonders im Vordergrund: Routinier Schnatterer (36) möchte erst in seinen Körper hineinhören, ob eine Verlängerung in Frage kommt. Auch Glöckner wirkt entspannt: er gehe davon aus, dass sich beide Seiten demnächst zusammensetzen und man sehen werde, wohin die Reise geht.

Vor 31 Jahren: Löwen besiegen Türkgücü

Gestern vor genau 31 Jahre gewann die Löwenauswahl um Trainer Karsten Wettberg 2:0 gegen SV Türk Gücü München mit 2:0. Beide Tore für die Löwen erzielte Bernhard Schmid. Hier könnt ihr alles zum Spiel nachlesen.

News aus der Dritten Liga

Dressel und Neudecker auf Platz 18 der wertvollsten Spieler

Dennis Dressel und Richard Neudecker sind nach den Spielerwerte-Updates von Liga-3-online auf dem geteilten 18. Rang der Dritten Liga gelandet. Die beiden kommen je auf einen Marktwert von 400.000 Euro. Alleiniger Spitzenreiter ist Baris Atik vom 1. FC Magdeburg, der auf 650.000 Euro kommt.

Yannick Deichmann über die aktuelle Situation der Löwen

In einem Interview mit Liga-3-online hat Yannick Deichmann über die aktuelle Phase der Löwen geplaudert. Angesprochen auf die Siegesserie von 4 Siegen aus 4 Spielen sagte er: Eine Siegesserie kommt nie zu einem falschen Zeitpunkt (lacht). Aber im Ernst: Wir freuen uns, dass wir unsere derzeit guten Leistungen in Punkte ummünzen können. Jeder einzelne Sieg gibt uns noch mehr Selbstvertrauen für den Schlussspurt. Das könnte am Ende ein entscheidender Faktor sein. Wichtig sei Deichmann am Ende der Saison ein Platz mit direkter DFB-Pokal-Qualifikation, sprich mindestens Platz 4 oder der Gewinn des Toto-Pokals: Wir haben in dieser Saison gezeigt, wie geil es ist, in einem Pokalwettbewerb vertreten zu sein. Diese Chance wollen wir unbedingt erneut nutzen und uns wieder für die erste Runde des DFB-Pokals zu qualifizieren. Wir wollen den Pokal gewinnen.

Freitagsspiel: Duell zwischen Würzburg und Köln

Während die Würzburger Kickers dringend Punkte im Abstiegskampf brauchen, schwebt die Viktoria aus Köln mit Rang 12 im Niemandsland der Dritten Liga (10 Punkte auf einen Abstiegs-, 15 Punkte auf Relegationsplatz 3). Die Unterfranken könnten mit einem Sieg zwischenzeitlich die Abstiegsplätze verlassen und sich vor Viktoria Berlin schieben.

 

Nach Punktabzug: morgen auch Geldstrafe für Türkgücü?

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Türkgücü München TSV 1860 Olympiastadion 20220216 (57)

Nach dem Punkteabzug für Türkgücü droht dem Verein nun auch noch eine Geldstrafe. Der DFB hat eine Entscheidung voraussichtlich für den morgigen Freitag angekündigt.

Einspruchsfrist abgelaufen

Eine große Überraschung konnten die Neuperlacher am vergangenen Wochenende durch den Heimsieg gegen Ligaprimus Magdeburg im Olympiastadion feiern. 2:1 hieß es nach Ablauf der 90 Minuten am 30.Spieltag, wodurch die Mannschaft und der Verein wohlmöglich noch einmal neue Hoffnung schöpfen könnte. Drei Punkte hat Türkgücü nun Vorsprung auf Viktoria Berlin, die nach der Niederlage gegen den TSV 1860 München den ersten Platz in der Abstiegszone belegen. Doch es dürften schon bald acht Punkte Rückstand auf den Hauptstadtclub sein. Insgesamt elf Punkte beträgt die Strafe gegen Türkgücü, die sich aus einem Verstoß gegen Auflagen sowie dem gestellten Insolvenzantrag zusammensetzen.

Zuletzt wies der DFB einen Einspruch ab, sodass die erteilte Strafe bestehen blieb. Eine Woche blieb allerdings noch Zeit für eine erneute Revision, sodass der Punktabzug in den offiziellen Tabellen noch nicht berücksichtigt ist. Doch mit dem gestrigen Mittwoch lief die Einspruchsfrist ab und Berichte zu einer möglichen Revision gab es bislang nicht. Daher ist davon auszugehen, dass der DFB das Urteil zeitnah für rechtskräftig erklärt.

Türkgücü droht Geldstrafe

Mögliche Szenarien für eine finanzielle Rettung und infolgedessen einer Fortsetzung des Spielbetriebs gibt es durchaus. Der Rückstand von acht Punkten wäre sportlich eine Mammutaufgabe, aber nach den letzten Ergebnissen erscheint dies nicht mehr im Bereich des Unmöglichen. Finanziell stellt sich das Ganze allerdings deutlich anders dar. In einem Gastbeitrag erklärte der User Kassenwart, wieso er von einer vorzeitigen Einstellung des Spielbetriebs ausgeht. Alle bislang absolvierten Partien würden annuliert werden.

Zu den elf Punkten Abzug könnte am morgigen Freitag zudem noch eine Geldstrafe für Türkgücü hinzukommen. Der Verein hatte nach der Entlassung von Peter Hyballa zu viel Zeit verstreichen lassen, um mit Andreas Heraf einen neuen Trainer zu präsentieren. Laut Statuten des DFB hätte Türkgücü maximal 15 Tage ohne einen Trainer mit entsprechender Lizenz trainieren dürfen, sonst drohen Sanktionen wie beispielsweise eine Geldstrafe. Über einen Monat zog sich die Suche hin. Eine Entscheidung in diesem Verfahren könnte es am morgigen Freitag geben. Das teilte der Verband auf Anfrage von sechzger.de mit.

Mögliche Auswirkungen auf das laufende Insolvenzverfahren können nicht ausgeschlossen werden. Möglicherweise war der Sieg am letzten Samstag gegen den Tabellenführer schon bald keine sportliche Relevanz mehr haben. Übermorgen spielt Türkgücü auswärts bei Wehen Wiesbaden. Es könnte das vorerst letzte Spiel in der 3.Liga für die Neuperlacher sein.