Wie oft wurde im Löwenkosmos schon die Mär erzählt, das Sechzgerstadion sei für die Löwen ein Draufzahlgeschäft. Geschäftsführer Günther Gorenzel klärte heute im Rahmen der Löwenrunde auf: Ab 3.000 Zuschauer ist das Grünwalder Stadion kostenneutral.
Grünwalder Stadion ab 3.000 Zuschauer kostenneutral
Selbstverständlich wirkt sich die Pandemie nachteilig auf die wirtschaftliche Situation der Löwen aus. So sei beispielsweise das Hygienekonzept recht aufwendig und kostspielig. Gorenzel wörtlich:
“Ich kenn die Zahlen sehr genau, weil diese Zahlen ja dann widerspiegeln, was in meinen Bereich (den Sportbereich, Anm. der Redaktion) weitergereicht wird. (…) Wir brauchen plusminus 3.000 Zuschauer, dass wir kostenneutal aus dem Stadion rausgehen.”
Dennoch würde man aufgrund der Auflagen nachwievor defizitär arbeiten und sei froh um die Gesellschafterstruktur, die für den Ausgleich sorge, so Gorenzel.
Hoffen auf politisches Entgegenkommen
Man hoffe jedoch auf ein politisches Entgegenkommen, dass die Inzidenzwerte nicht mehr das einzige Kriterium für die Zuschauerzulassung sein werden. Beim Blick auf die steigenden Werte natürlich sehr wünschenswert! Zudem ist Gorenzel der Meinung, dass Geimpfte zusätzlich zum zugelassenen Kontingent ins Stadion lassen solle. Eine 2G-Regelung wie beim 1. FC Köln sei jedoch kein Thema bei den Löwen.
Defizitäre Ära in der Arena
Ergänzend zur Einleitung sei nochmal an die Jahre in der Allianz Arena erinnert. Dort wuchs der Schuldenberg der KGaA über die Jahre auf einen zweistelligen Millionenbetrag.
Morgen um 14 Uhr ist es soweit: 1860 empfängt auf Giesings Höhen den Drittligisten Türkgücü München aus Neuperlach. Es dürfen 4.158 Zuschauer*innen den (hoffentlich) Löwensieg direkt vor Ort verfolgen. Folgende Voraussetzungen sind auch morgen wieder an den Einlass ins Stadion geknüpft:
Die Tickets müssen personalisiert (Name, Vorname, Geburtsdatum, Telefonnummer oder E-Mail) und ausgedruckt (DIN A 4-Format) mitgebracht werden;
Jede Person muss ihren Lichtbildausweis mitbringen;
Jede Person muss über einen 3G-Nachweis verfügen, das bedeutet:
Vollständig geimpft sein (14 Tage nach Zweitimpfung bzw. Bei Johnson&Johnson nach der Einmalinjektion) oder
nachweislich genesen sein oder
negativ getestet (maximal 24h vor Spielende, PCR oder Antigen-Schnelltest).
Es herrscht FFP2-Maskenpflicht im Stadion. Erst am Platz darf die Maske abgenommen werden;
Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten;
Stehplätze sowie Alkoholausschank im Stadion sind verboten;
Sichtlich alkoholisierten Personen wird der Zutritt zum Stadion verwehrt.
Hier findet ihr die “Covid-Stewards”
Die Zuschauer*innen für das Heimspiel gegen Türkgücü müssen am Samstag einen 3G-Nachweis erbringen. Dieser findet nicht am Einlass zum Stadion, sondern in dessen Nähe an vielen verschiedenen Standorten bei sogenannten “Covid-Stewards”, statt. Diese händigen den Fans mit 3G-Nachweis ein entsprechendes Einlassbändchen aus.
Wir haben für euch eine Übersichtskarte (ohne Gewähr) erstellt, wo die Stewards wahrscheinlich zu finden sind (blaue Punkte):
Bitte vergesst euren 3G-Nachweis, die FFP-2 Maske, das Ticket ausgedruckt im DIN A 4-Format sowie den Lichtbildausweis nicht!
Für diejenigen mit der längeren Anreise sei unsere TAKTIKTAFEL vom Experten Bernd Winninger ans Herz gelegt. Wer lediglich eine kurze U-Bahnfahrt hat, kann sich auch die komprimierten “WWW-Winningers-Wirtshaus-Weisheiten” zu Gemüte führen.
Wenn der TSV 1860 München morgen auf Türkgücü trifft, fällt Merveille Biankadi und Stefan Lex eine Schlüsselrolle zu. Dieses Fazit zum morgigen Duell der beiden verbliebenen Münchner Drittligisten zog Trainer Michael Köllner in der LÖWENRUNDE.
Schlüsselrolle für Biankadi und Lex
Angesprochen auf die noch ausbaufähige Frustrationstoleranz der beiden Flügelspieler Stefan Lex und Merveille Biankadi, stimmte Köllner dem Magenta-Journalisten zu. Gleichzeitig setzte er jedoch zu einem Loblied für beide Spieler an und attestierte ihnen eine herausragende Leistung gegen Darmstadt 98.
“In diesem Bereich besteht sicher noch Optimierungsbedarf, aber da bin ich schon dran mit Biankadi und Lex, damit wir das hinbekommen. (…) Entscheidend ist aber, dass man überhaupt reinkommt in so eine Situation und da hat sich gerade Biankadi gesteigert im Vergleich zur letzten Saison. Er ist wesentlich öfter in torgefährlichen Räumen, da muss man nur an das Spiel in Nürnberg denken, wo er mehr oder weniger eine One-Man-Show hinlegt, um dem Staude den Ball hinzulegen.”
Leistungsschub bei Biankadi
Als Grund für den Leistungsschub bei Biankadi führte Köllner an, dass es dem Spieler extrem zugute gekommen sei, endlich mal die Vorbereitung bei dem Verein absolviert zu haben, bei dem er dann auch zum Einsatz kommt.
“Jetzt muss es Schritt für Schritt gehen. Man darf jetzt nicht erwarten, dass es von 0 auf 100 geht und Du legst sechs Tore auf und schießt fünf Tore im Spiel selber und Deine Körpersprache ist top. Alles ist perfekt und bundesligareif. Nein, es geht step by step und wir haben durch ihn eine höhere Spielqualität.”
Hoffnung auf Stefan Lex
Neben Biankadi bekam auch Stefan Lex verbale Streicheleinheiten. Auch er sei einer der Spieler, die dazu beitragen können, “die Ziele zu erreichen”. Weiter sagte Köllner über unsere Nummer 7:
“Er hat sein super Spiel gemacht gegen Darmstadt. Er hat die Darmstädter Mannschaft durch seine tiefen Läufe sehr, sehr oft vor Probleme gestellt. Das wird auch morgen ein wichtiges Thema werden. Ich glaube auch, dass seine Abschlussstärke, die er früher ja schon bewiesen hat, dann auch wieder kommt.”
Platzt der Knoten eventuell schon im Duell mit Türkgücü?
Denkbar knapp scheiterte der FC Schweinfurt 05 in der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga. Zweimal 0:1 hieß am Ende gegen den TSV Havelse, die Schnüdel müssen also mindestens eine weitere Saison in der Regionalliga Bayern absolvieren. Mit dabei: Kristian Böhnlein, ehemaliger Spieler des TSV 1860, der für uns das Match gegen Türkgücü tippt.
Kristian Böhnlein setzt auf 1860
Das Schöne an Kristian Böhnlein ist ja, dass er nicht nur ungemein sympathisch und Ex-Löwe ist, sondern auch Fan des TSV 1860. Als solcher besuchte er am Mittwoch das Pokalspiel von Münchens großer Liebe beim SV Birkenfeld und freute sich über das Weiterkommen der Löwen. Auch für Samstag ist er optimistisch:
“Tippe auf einen 2:0-Sieg für unsere Löwen!”
Da würde sich wohl keiner beschweren, oder?
Erinnerungen an ein Traumtor gegen Uerdingen
Beim TSV 1860 stand Böhnlein in der 3. Liga insgesamt 12 mal auf dem Platz und erzielte einen Treffer. Unvergessen sein Traumtor beim 3:1-Auswärtssieg der Löwen beim KFC Uerdingen. Zudem netzte er bei 15 Einsätzen sechsmal für die U21 ein – stolze Bilanz für einen Mittelfeldspieler.
Mit dem FC Schweinfurt 05 startete Böhnlein ordentlich in die neue Saison. Nach sechs Spieltagen rangieren die Schnüdel mit 11 Punkten auf Platz 5, haben aber bereits fünf Punkte Rückstand auf den FC Bayern II.
Auch Kasim Rabihic optimistisch
Mit Kasim Rabihic tippt heute auch auf liga3-online ein Ex-Löwe den 3. Spieltag. Der jetzige Spieler des SC Verl traut dem TSV 1860 einen 2:1-Sieg gegen Türkgücü zu. Der gebürtige Münchner war in der Saison 2014/15 für die Amateure der Löwen am Ball und erzielte fünf Tore in 32 Ligaspielen. Über die Stationen Rot-Weiss Essen, FC Pipinsried und Türkgücü(!) landete der Offensivspieler bei den Westfalen und überzeugte in der Vorsaison mit 21 Scorerpunkten. Auch in dieser Saison leistete er beim 1:0-Sieg der Verler gegen die Würzburger Kickers bereits einen Assist.
Unsere Nummer 17 wird den Löwen weiterhin fehlen. Nachdem die Probleme mit der Achillessehne weitestgehend abgeklungen waren, hat sich Daniel Wein nun eine neue Verletzung zugezogen. Der Defensiv-Allrounder hat sich laut Michael Köllner eine Zehe angebrochen und muss weiter pausieren. Für das Match morgen gegen Türkgücü war Wein jedoch ohnehin noch nicht vorgesehen.
Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel unseres TSV 1860 München gegen den SV Türkgücü München.
Die Perlacher sind mit zwei Unentschieden und einer mehr als verdienten Niederlage im DFB-Pokal gegen den 1. FC Union Berlin in die aktuelle Saison gestartet. Was können wir von Türkgücü, dem Gegner des TSV 1860 München am Wochenende erwarten?
Der neue Trainer Petr Ruman ist der fünfte Übungsleiter innerhalb der letzten zwölf Monate bei der Mannschaft von der Heinrich-Wieland-Straße, wenn man Interimscoach und Co-Trainer Pummer, der den Verein mittlerweile auch verlassen hat (oder musste?), mitzählt. Ruman schickte seine Elf in allen drei bisherigen Spielen mit unterschiedlichen Systemen auf das Geläuf. Welches System er sich gegen unsere Sechzger ausdenkt, kann man daher – wie auch beim Pokalspiel gegen Darmstadt – nur spekulieren. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Marco Kehl-Gomez, der in der Sommerpause aus Essen an die Heinrich-Wieland-Straße wechselte, im Spiel gegen die Eisernen aus Berlin, ist ein zusätzlicher Faktor. Kehl-Gomez hat sich das Wadenbeinköpfchen gebrochen und fehlt somit gegen die Löwen.
Die Taktik von Türkgücü: ein weiteres Ratespiel
Womit müssen wir bei den Nachbarn aus Neuperlach also systematisch rechnen? Als unwahrscheinlich sehe ich die Variante an, die Türkgücü im Spiel gegen Union gezeigt hat. Die Dreier- respektive Fünferkette, wenn es gegen den Ball geht, könnte gegen den TSV 1860 München mit pro Seite nur einem echten Flügelspieler nicht die vernünftigste Wahl sein. In der 3.Liga bot Ruman im Spiel gegen Verl ein 4-2-3-1 auf und ließ gegen Halle im 4-3-3 offensiv spielen. In keinem dieser beiden Spiele war der kommende Gast die überlegene Mannschaft. Ob der neue Trainer einem dieser beiden Systeme vertrauen wird oder ob er etwas gänzlich anderes auf den Platz bringen wird, ist also die Frage.
4-2-3-1: gute Wahl? Ja und nein
Die Möglichkeiten für Türkgücü sind hier sicherlich mannigfaltig, denn mit der Qualität und Masse, die auf allen Positionen da ist, können unsere Nachbarn aus dem Vollen schöpfen. Gegen die spielstarken Verler war das 4-2-3-1 zumindest dem Ergebnis nach offensichtlich die richtige Wahl. Schaut man aber genauer hin, sieht man, dass der SC Verl sechs ungeblockte Schüsse im Sechzehner aus teils sehr guter Schussposition abfeuern konnte, was diese Theorie ein wenig widerlegt.
Auch gegen Halle sieht das defensive Ergebnis bei Türkgücü nicht wirklich gut aus. Einzig die Pressingintensität war ein ganzes Stück besser als gegen die spielstarken Verler. Jedoch immer noch nicht in einem Bereich angesiedelt, der sich als gut oder zumindest befriedigend ansehen ließe. Die höhere Pressingintensität ist in dem Fall allerdings auch dem System geschuldet. Im 4-3-3 hat man nach Ballverlust im letzten Drittel grundsätzlich mehr Spieler, die ins Forechecking gehen können als in defensiver ausgelegten Systemen. Vom Spiel gegen Union brauchen wir überhaupt nicht sprechen. Der SV Türkgücü München kann froh sein, dass die Berliner sie nicht regelrecht abgeschossen haben. Mit einem anderen Mann als Vollath zwischen den Pfosten gibt es da fünf Stück von den Eisernen und keiner dürfte sich beschweren.
Der Angriff von Türkgücü: viel Arbeit für den TSV 1860?
Was kann man offensiv erwarten? Dass die Perlacher eine zumindest von der individuellen Klasse her starke Mannschaft haben ist unbestritten, die Abläufe sind bisher allerdings noch etwas unstrukturiert gewesen. Vor allem gegen Verl und Union war das sehr auffällig. Und auch gegen Halle profitierte man beim 1:0 von einem schweren Abspielfehler der Hallenser Defensive. Im eigenen Aufbau klappt das Spiel nach vorne vor allem dann gut, wenn die Mannschaft von der Heinrich-Wieland-Straße Platz hat. Gibt man den Akteuren keine Räume, fehlen noch die Ideen und die für die Spieler klar definierten Laufwege, um hohen Druck auf den Gegner aufzubauen.
Das, kombiniert mit einer gewissen Ungenauigkeit bei den Abschlüssen bisher, zeigt uns, dass es noch einer gewissen Eingewöhnungsphase bzw. Einspielphase für die insgesamt sechzehn Neuzugänge unter den Feldspielern bedarf. Nicht verschweigen sollte man allerdings den Pfosten und den Lattentreffer von Sliskovic gegen Verl, die in dem Fall eines Treffers den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt hätten. Dass Sliskovic jedoch ein Spieler ist, der immer gefährlich ist, wenn er vor dem Kasten an den Ball kommt, wissen wir ja.
Im Spiel gegen Union war die Offensive im letzten Drittel übrigens kaum vorhanden. Lediglich fünf Ballkontakte, einer davon nach einer Ecke, konnten sich die Türken gegen die Köpenicker im gegnerischen Strafraum erspielen.
Nichtsdestotrotz darf man Türkgücü auf keinen Fall unterschätzen. Dafür hat diese Mannschaft zu viele Spieler mit hoher individueller Klasse und höherklassiger Erfahrung im Kader. Bis Samstag hatte das Team auch wieder fünf Tage Zeit, um sich im Training in der Defensive besser abzustimmen und die Effektivität bei den offensiven Laufwege zu optimieren.
So könnte der Gegner der Löwen spielen
Somit steht aber immer noch die bisher nicht geklärte Frage nach dem System im Raum, welches auf uns zukommen könnte. Gehen wir mal grundsätzlich davon aus, dass Ruman auf eine Viererkette baut. Zudem gehe ich gehe davon aus, dass sowohl Sliskovic als auch Sararer gegen den TSV zum Zug kommen werden.
Mit Chato und Irving (Neuzugang von Heart of Midlothian) sind zwei starke Spieler für die Mittelfeldzentrale im Kader, die sowohl defensiv als auch offensiv Impulse setzen können. Der von Duisburg in die Satellitenstadt am Hachinger Bach gewechselte Karweina, Türpitz der aus Rostock kam und Vrenezi (letztes Jahr noch in Regensburg aktiv), sind alle gute Ergänzungen zu Sliskovic in der Sturmzentrale.
Trotz des Mangels an echten Mittelfeldaußenspielern im Kader der Perlacher – diese Positionen müssten durch Außenverteidiger oder Außenstürmer besetzt werden – hat Ruman dort ebenfalls gute Alternativen.
Ich tippe deshalb darauf, dass der Coach seine Truppe defensiv ein 4-2-3-1 und im letzten Drittel 4-4-1-1 spielen lässt. In der Offensive lässt er je nach Situation auf 4-1-3-2 oder 4-2-2-2 verschieben. Dabei rückt bei beiden Verschiebungen entweder der offensive zentrale Mittelfeldspieler oder der ballferne Mittelfeldaußen zu Sliskovic in den Sturm mit vor.
Das 4-2-3-1 war letztes Jahr das beliebteste System in der dritten Liga. Ich gehe davon aus, dass das auch dieses Jahr wieder der Fall sein wird.
Stärken und Schwächen des 4-2-3-1
Die Stärken
Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert. Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.
Die Schwächen
Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren, da die Wege um einen Spieler zu doppeln relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft.
Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorn ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich dadurch für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken, zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.
Schlüsselspieler
Im Tor
René Vollath (#1) ist die klare Nummer eins des SV aus München-Perlach. Seine Qualitäten hat er, wie weiter oben schon erwähnt, erst am Sonntag gegen den 1.FC Union Berlin unter Beweis gestellt. Er hat keine nennenswerten Schwächen aufzuweisen und ist mit 31 Jahren ein erfahrener Keeper, der seiner Defensive Stabilität und Sicherheit vermittelt.
Abwehr
Mergim Mavraj (#5): Mit der Erfahrung von 158 Bundesligaspielen und 140 Zweitligapartien ist der 35-jährige albanische Nationalspieler (50 Einsätze) wohl der Königstransfer in der Liga. Seine Karriere-Statistikzahlen im defensiven Bereich werfen schon ein wenig die Frage auf, warum ein Spieler, der bei einem Aufsteiger in die erste Liga in der Hinrunde noch zum Stammpersonal gezählt hat und in der Rückrunde nur wegen diverser Verletzungen seltener zum Einsatz kam, ausgerechnet in die dritte Liga wechselt. Erfahrung gepaart mit exzellenten Zweikampfwerten und sehr fair in der Defensive agierend, ist er der Spieler, der einerseits die Abwehr der Perlacher dirigiert und andererseits auch mit guter Technik aufwartend das Spiel klug eröffnen kann. Mavraj, der auch Mannschaftskapitän ist, wird – sollte er fit bleiben – bei den Perlachern sicherlich eine mehr als tragende Rolle spielen.
Mittelfeld
Der defensive Mittelfeldspieler Paterson Chato (#15), 24-jähriger Neuzugang aus Wiesbaden, ist ein zweikampfstarker, schneller, passsicherer und auch technisch nicht zu unterschätzender defensiver Mittelfeldspieler mit starkem Drang nach vorn. Im Verbund mit Andy Irving (#6) wird er den Löwen das Spiel durchs Zentrum der Perlacher vor der Box im Positionsspiel sicherlich schwer machen.
Sercan Sararer (#10) ist der technisch brilliante Schattenstürmer auf der Zehner-Position. Wenn er die Kugel hat und Raum bekommt wird es immer gefährlich. Er kann sowohl selbst den Abschluss suchen, als auch punktgenau für seine Mannschaftskameraden auflegen. Er war der einzige Spieler mit dem Union Berlin am Sonntag leichte Probleme hatte.
Sturm
Mit Mittelstürmer PetarSliskovic (#25) schließen wir die Rubrik Schlüsselspieler ab. Bei seiner Quote von 0,55 Scorerpunkten pro Spiel in der vergangenen Saison ist eines sicher: Dieser Mann ist Torgefahr pur. Wenn er und Sararer es wieder schaffen, so zu harmonieren wie zu Beginn der letzten Saison, wird es schwer gegen die Perlacher kein Gegentor zu kassieren. Technisch sehr gut, schnell, mit dem richtigen Riecher für Torgelegenheiten ausgestattet und einer gehörigen Portion Zielwasser im Tank hat Sliskovic sicher die Chance, einer der besten Torjäger diese Saison zu werden. Letztes Jahr scheiterte seine Mission diesbezüglich einerseits am Verletzungspech und andererseits an der etwas hohen Fluktuation auf dem Trainerstuhl, die vor allem wegen der Verpflichtung von Serdar Dayat dem Verein nicht gut getan hat. Hoffen wir mal, dass er diese Saison nicht ausgerechnet gegen den TSV 1860 München mit dem Toreschießen anfängt.
Fazit: Kann 1860 Türkgücü schlagen?
Wenn die Defensive der Löwen kompakt steht, die in manchen Momenten gefährlichen Attacken des SV Türkgücü gut verteidigt, dann geht da was. Die Abwehr der Gäste im kommenden Heimspiel steht noch nicht in dem Maße sattelfest, dass man sagen könnte es gäbe keine Lücken. Abgesehen davon denke ich, dass auch wenn man im letzten Spiel klar den Unterschied zwischen uns und den Satellitenstädtern vom Hachinger Bach dargestellt hat, ist der ein oder andere Löwe nach wie vor besonders motiviert gegen den Verein von der Bezirkssportanlage Perlach-Nord ein über die Maßen gutes Spiel abzuliefern.
Ich halte Punkte in diesem Spiel daher für klar möglich.
Die Löwen müssen voll konzentriert in das Spiel gehen. Eine verpennte erste Halbzeit wie gegen Wiesbaden sollte tunlichst vermieden werden. Um das also zu verhindern wird Michel Köllner den Sechzgern die richtige Marschroute mitgeben. Wir werden eine topmotivierte, eingeschworene Löwenelf sehen. Sie wird dem Gegner alles abverlangen und im Normalfall ohne Punkte zurück nach Perlach schicken.
Sollte es eine Punkteteilung werden kann man gegen einen Gegner mit dieser individuellen Qualität auch zufrieden sein. Mit der Zielsetzung Aufstieg, die wir ja alle haben, hätte ich bei einer Heimniederlage allerdings schon gewisse Bauchschmerzen. Die Stärke dieser Schmerzen hinge natürlich von der Art und Weise ab, wie diese zustande käme.
Daran wollen wir aber gar nicht denken. Ich glaube fest daran, dass die drei Punkte in Giesing bleiben.
Besucht man die Startseite des kicker, dominiert erstmal die Farbe Rot. Das liegt zum Einen natürlich an der Corporate Identity des Sportmagazins. Zum Anderen ist der Verein aus der Seitenstraße dort omnipräsent. Nun aber bekommt Sascha Mölders seine eigene Kolumne im kicker. Man darf gespannt sein, zu welchen Themen sich der Kapitän der Löwen äußern wird.
Sascha Mölders im kicker
In der Vorsaison wurde Sascha Mölders Torschützenkönig und erhielt dafür eine Torjägerkanone vom kicker. Nun wird dem 36-Jährigen eine besondere Ehre zuteil. Er darf sich im Nürnberger Sportmagazin regelmäßig zu aktuellen Themen im Fußballbereich äußern. Im Fokus soll dabei die Bundesliga stehen. Klingt erstmal reichlich unsexy, aber Mölders weiß, wovon er schreibt, schließlich war er ja selber in der Bel Étage des deutschen Fußballs aktiv.
Mit seiner Art sollte die Wampe von Giesing zudem für reichlich Unterhaltung sorgen…
Premiere im Herrenbereich feierte Deichmann wieder in seiner Geburtsstadt – in der zweiten Mannschaft vom Millerntor in der Regionalliga Nord. Nach zwei Spielzeiten bei St. Paulis Nachwuchs debütierte er drei Tage nach seinem 21. Geburtstag in der 2. Bundesliga bei einem 3:2 der braun-weißen Profis gegen die SpVgg Greuther Fürth. Zur Saison 2016/17 wechselte Yannick zum VfR Aalen in die 3. Liga, wo er ein Jahr verweilte. Eine Saison später ging es zurück gen Norden und eine weitere Liga tiefer zum VfB Lübeck, wo er von Beginn an zum Stammpersonal von Trainer Martin Landerl gehörte. In der dritten Spielzeit in der Regionalliga Nord mit Deichmann gelang den Lübeckern der ersehnte Aufstieg in die 3. Liga. Tragisch, dass der in der Folgesaison mit acht Treffern erfolgreichste Torschütze Yannick Deichmann den sofortigen Wiederabstieg der Hansestädter nicht verhindern konnte. Nach einer Drittligasaison ohne Fans in den Stadien.
Im Sommer zu den Löwen
Zu unserem Glück schloss sich das Nordlicht vor dieser Saison nun dem TSV 1860 an. Aus dem innersten Kreis des TSV 1860 wird glaubhaft berichtet, dass Deichmann in dem – nicht zuletzt aufgrund des Cheftrainiers – durchaus bajuwarisch dominierten Kader sehr gut ankommt. Beleg dafür ist sein “Zimmerduell” mit Stefan Lex, das über unseren Beitrag hier auch bei Youtube angesehen werden kann. Klare Klickempfehlung! Den – heuer endlich wieder zugelassenen – Fans wusste der Neuling im Löwentrikot in den ersten drei Saisonspielen auch schon zu gefallen. Mit viel Laufeinsatz bearbeitet er aktuell die rechte Außenbahn und verrichtet vor allem wichtige Defensivarbeit. Wir wünschen auf diesem Weg eine verletzungsfreie Saison und morgen gegen Türkgücü vielleicht schon das erste Saisontor für den TSV 1860.
Türkgücü hat am gestrigen Donnerstag die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den TSV 1860 München am 3.Spieltag der 3.Liga durchgeführt.
Trainer Ruman bedauert Verletzung von Kehl-Gomez
Zur Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Löwen war bei Türkgücü neben Abwehrspieler Mavraj auch Trainer Ruman auf dem Podium. Dieser bedauerte zu Beginn die Verletzung von Mittelfeldspieler Marco Kehl-Gomez. Der 29-Jährige wird mehrere Wochen fehlen, das Lazarett umfasst nun bereits fünf Spieler.
Mit Blick auf die Löwen hob Ruman vor allem hervor, dass die Mannschaft eingespielt sei. Dies sei ein Grund dafür, dass es “definitiv keine leichte Aufgabe” für Türkgücü am morgigen Samstag wird. Der 44-Jährige freut sich bereits auf die Stimmung im ausverkauften Grünwalder Stadion. “Es wird auch von der Atmosphäre ein Fußballspiel wie es sich gehört“, so Ruman.
Mavraj auf Pressekonferenz von Türkgücü: “Highlightspiel”
Auch Abwehrspieler Mergim Mavraj, der seit der aktuellen Saison für Türkgücü aufläuft, verspürt bereits eine gewisse Vorfreude auf die Partie. Solche Spiele seien “Highlightspiele”, auf die man sich besonders vorbereitet, aber auch entsprechend freut.
Wie auch die Löwen war Türkgücü am Mittwoch im Toto-Pokal gefordert. Dabei setzte man sich souverän gegen den Bezirksligisten FSV Pfaffenhofen durch. Anders als Michael Köllner brachte sein Pendant auf Seiten von Türkgücü allerdings nicht nur die zweite Garde auf den Platz. Trotz allem versuchte Ruman mit Auswechslungen die Intensität so zu steuern, dass die Mannschaft am morgigen Samstag wieder 100% geben kann.
Video der Pressekonferenz von Türkgücü vor Duell mit dem TSV 1860 München
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen
Wieder einmal ist eine weitere Arbeitswoche fast vorüber. Mit Englischen Wochen vergeht die Zeit ohnehin schneller. Praktisch, dass mit dem Spiel von Sechzig beim BSV Saas Bayreuth bereits die nächste ihrer Art vor der Türe steht. Heute morgen sind nicht nur die Löwen in unserem Fokus, sondern wir werfen auch einen Blick auf die Konkurrenz. Schließlich startet der 3.Spieltag bereits heute abend.
Die nächste Englische Woche: Sechzig in Bayreuth
Kaum ist das Spiel in Birkenfeld vorüber, steht auch schon das nächste Spiel auf dem Programm. Gegner ist dieses Mal Türkgücü in der 3.Liga. Im Anschluss haben Michael Köllner und Co. erneut nur zwei Tage frei. Mittwoch geht es für Sechzig München dann schon weiter nach Bayreuth. Laut den Gastgebern ist mit Ticket-Informationen am heutigen Tage zu rechnen. Auch der genaue Spieltermin steht mittlerweile fest. Los geht es bereits um 17:45 Uhr, gespielt wird im Hans-Walter-Wild-Stadion.
Zusätzlich zu der Partie der Löwen duellieren sich weitere 30 Mannschaften um den Einzug in das Achtelfinale. Gestern abend gab es bei sechzger.de die Spiele in der Übersicht, u.a. sind zwei weitere Drittligisten beteiligt.
Der Freitag bei sechzger.de
Heute erwarten euch bei sechzger.de weitere Teile unserer Vorberichterstattung. Neben der berühmt berüchtigten TAKTIKTAFEL haben wir auch wieder einen Experten befragt, der seinen Tipp für das morgige Spiel abgegeben hat.
Daniel Baier zurück zum FCA
Ex-Löwe Daniel Baier hat nach seinem Karriereende 2020 einen neuen Job gefunden. Nachdem der 37-Jährige bereits mehrere Jahre in Augsburg unter Vertrag war, wird er ab September für den Verein im Scouting tätig sein. Nebenbei möchte er zudem seine Trainer-Ausbildung starten. Gleichzeitig hat der Bundesligist die Verpflichtung von Claus Schromm als neuen Cheftrainer im Nachwuchsbereich bekannt gegeben. Der 52-Jährige war bisher Sportlicher Leiter bei der SpVgg Unterhaching.
News aus der 3.Liga
Aufsteiger Havelse verstärkt sich mit Florian Riedel
Der TSV Havelse hat sich vor dem Heimspiel gegen Magdeburg, zu dem über 1.500 Auswärtsfans erwartet werden, mit dem Verteidiger Florian Riedel verstärkt. Der 31-Jährige bringt es auf bisher 42 Einsätze in der 3.Liga und war zuletzt beim VfB Lübeck unter Vertrag. Dort wurde er im Februar suspendiert. Zunächst wegen einem angeblich vereinsschädigendem Interview, später kamen noch Handgreiflichkeiten mit dem Trainer hinzu. Nun freut sich Riedel auf einen Neuanfang beim Aufsteiger. Er wird aller Voraussicht nach bereits am morgigen Samstag zum Einsatz kommen.
Profivertrag für Farouk
Auch bei den anderen Vereinen der 3.Liga steht die Nachwuchsarbeit im Fokus. So kann sich heute Amin Farouk über seinen ersten Profivertrag freuen. Der 18-Jährige spielt seit der U12 bei Wehen Wiesbaden und freut sich über die sich ihm bietende Chance.
Startschuss für den 3.Spieltag
In der Freitagabend-Partie stehen sich zwei Aufsteiger gegenüber. Ab 18:60 Uhr spielen die Zweitvertretungen aus Dortmund und Freiburg gegeneinander. Während der BVB mit einem Sieg zumindest über Nacht auf Platz 1 springen könnte, wollen die Breisgauer ihren ersten Sieg in der 3.Liga einfahren.