Start Blog Seite 1035

„Der“ Derbysieg wird Erwachsen – die Stätte des Triumphes bald ein halbes Jahrhundert. Sollen die Löwen dahin zurück?

2

(heute statt “Sechzig um Sieben”)

Der 27.11.1999 hat sich bei vielen Löwenfans unauslöschlich ins Gedächtnis eingebrannt: Es läuft die 85. Minute, die Löwen greifen an, Martin Max legt den Ball auf Thomas Riedl ab, dieser schießt aus rund 25 Metern auf´s Tor von Oliver Kahn und der Ball schlägt unhaltbar halbhoch rechts ein. In den folgenden Minuten passiert nichts mehr und beim Schlusspfiff brechen alle Dämme – die Löwenspieler und ihre Fans feiern, als wären sie eben Weltmeister geworden. Mindestens. Etwas mehr als 22 Jahre waren seit dem letzten Derbysieg der Löwen gegen die Bayern vergangen – viele Jahre davon trennten Bayern und Sechzig zwei Ligen. Viele Fans die in der Nordkurve feierten waren beim letzten Sieg noch nicht einmal geboren oder zu klein um sich zu erinnern – oder es war eine halbe Ewigkeit her. So wie dieser Tag aus der heutigen Perspektive…

Es sollte der Auftakt zur erfolgreichsten Saison von 1967 bis zum heutigen Tage sein – am Ende wurden die Löwen vierter in der 1. Bundesliga und scheiterten in der Qualifikation zur Champions-League denkbar knapp an Leeds United.

Pikant-Bemerkenswert: Obwohl der TSV 1860 seine beste Saison seit mehr als dreißig Jahren spielte und trotz eines natürlich ausverkauften Derbys hatten die Löwen am Saisonende einen Zuschauerschnitt von gerade einmal etwas mehr als 32 000 – bei den meisten Spielen war die große, flache Schüssel nicht einmal zur Hälfte gefüllt und verströmte eine dementsprechende Atmosphäre.

Bayern und Löwen sind sich selten einig – was das Olympiastadion angeht, so herrschte hier eine zuvor kaum gekannte Einigkeit: Zu groß, zu flach, die meisten Plätze zu weit vom Spielfeld entfernt, nicht vollständig überdacht (und wegen dem Urheberrechtsschutz der bis 2080 gilt auch quasi nicht umbaubar), ein Zeltdach unter dem sich im Winter kalte Wirbel bilden wie sonst nur in der Antarktis – Bayern und Löwen wollten nur noch raus und bauten gemeinsam die Arena. Der Rest ist bekannt.

Inzwischen sind die Anforderungen an Fußballstadien enorm gestiegen: War das Olympiastadion Austragungsort zahlreicher Europacup-, EM- und WM-Spiele, so fordert heute selbst die zweite Liga eine komplette Überdachung des Stadions, dieser ist im Olympiastadion bis 2080 ebenso unmöglich wie ein Stadion-in-Stadion-System wie es in Leipzig mit dem Zentralstadion (in welchem die Löwen 1992 beim VfB Leipzig antraten) und der Red-Bull-Arena (2014 & 2016 waren die Löwen hier bei RB Leipzig zu Gast) verwirklicht wurde. Was bleibt? Zum einen natürlich die Gewissheit, dass der TSV 1860 hier nie wieder dauerhaft einziehen wird, weil dieses Stadion für Spitzenfußball gänzlich ungeeignet und mit den heutigen Regularien auch gar nicht mehr zulässig ist. Zum Glück.

Es bleibt aber auch für viele die Erinnerung an den WM-Titel 1974, das EM-Finale 1988, Champions-League-Finale, den Zuschauerrekord aufgestellt durch den TSV 1860 gegen Augsburg, das CL-Quali-Spiel gegen Leeds United (mit 56 000 Zuschauern nicht ausverkauft) und viele weitere Spiele.  Für mich ist das Olympiastadion vor allem der Ort des Triumphes vom 27.11.1999 – an diesen Tag erinnere ich mich gerne.

Kleiner Wermutstropfen: Da das Stadion ja leider doch sehr außerhalb liegt, verteilte sich das feierwütige Löwenvolk auf die ganze Stadt. Wir feierten übrigens an diesem Abend in der Stadionwirtschaft im Sechzgerstadion, in der hunderte Löwenfans nach dem Spiel für einen Rekordumsatz sorgten. Im Sechzgerstadion – wo auch sonst. Damals – heute – immer.

Ois Guade zum 62. Geburtstag, Obststandl-Didi Schweiger!

0

Er gilt als Münchner Original, hat sogar im TV Karriere gemacht und ist durch und durch Löwe: der Obststandl-Didi! Heute feiert Dieter Schweiger, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, seinen 62. Geburtstag. sechzger.de gratuliert recht herzlich und freut sich schon darauf, ihn bald wieder im Grünwalder Stadion zu treffen.

Bis dahin bleibt nichts anderes, als seinen berühmten Stand an der Universität aufzusuchen, sich mit Obst aller Art einzudecken und über die Löwen und das Leben zu sinnieren. Selbst Hasan Ismaik besuchte den Obststandl-Didi bei einem seiner raren Besuche in München, um sich mit vitaminhaltiger Nervennahrung zu versorgen. Und das mag was heißen…

Ois Guade, Didi, und bleib, wias’d bist!

TAKTIKTAFEL: Nachbetrachtung SC Verl – TSV 1860 München

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL-Nachbetrachtung des Spiels SC Verl gegen den TSV 1860 München. Am Dienstag trafen zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften aufeinander: Verl kam wie erwartet mit einer 4-3-3 Grundformation, die defensiv zu einem 4-1-4-1 verschoben wurde, an. Die Löwen spielten zum ersten Mal in der Saison ein 4-2-3-1 und setzten dieses System, das nicht so stark ballbesitzorientiert ist wie das gewohnte 4-1-4-1, sehr gut um.

In einem erfrischenden, für mich guten, aber nicht hochklassigen Spiel trennten sich die Kontrahenten leistungsgerecht mit einem 1:1-Unentschieden.

Die taktische Variante 4-2-3-1 bei den Löwen hat mir wegen der großen Variabilität im Aufbau aus der Defensive heraus gut gefallen. Die Doppelsechs mit Erdmann als tiefer Sechser und Wein als die Offensive unterstützender, zurückgezogener Spielmacher hat mir ausgesprochen gut gefallen. Letzterer genoss einige Freiheiten nach vorne, war aber gegen den Ball immer zur Stelle, wenn er benötigt wurde.
Auch Djayo, der hinter Mölders die Aufgabe im offensiven Mittelfeld übernahm, wirkte im Spiel der Löwen sehr gut für einen unerfahrenen jungen Spieler, der wohlgemerkt seine erste Profisaison spielt. Er bewegte sich horizontal über die gesamte Breite des Feldes, vernachlässigte dabei auch seine Defensivaufgaben nicht. Einige Male konnte er lange Bälle aus der eigenen Hälfte gut festmachen und Angriffe, die dann von Lex, Dressel oder Mölders weitergeführt wurden, unterstützen. Leider agierte er etwas ungestüm und kassierte schnell eine Gelbe Karte, was in der Folge zu seiner Auswechslung während der Halbzeitpause geführt haben dürfte.

Es gab bei den Löwen eine gute Mischung aus hohem Anlaufen – wodurch die Gastgeber bisweilen zu Fehlern gezwungen wurden – und den Gegner kommen lassen, was den Löwen bei Ballgewinn Räume einbrachte. So entwickelte sich ein Spiel, in dem die Ostwestfalen zwar größtenteils den Verlauf bestimmten, die mit offenem Visier spielenden Löwen jedoch ebenfalls zu vielen Positionsangriffen kamen und auch gefährliche Konter setzen konnten. Obwohl der SC Verl die größeren Spielanteile hatte, gab es für kein Team wirklich entscheidende, langanhaltende Vorteile in den neunzig Minuten. Das ist vielleicht nicht für jedermann offensichtlich, aber dennoch eine klare Sache. Beide Mannschaften machten in der Offensive vieles gut. Jedoch hatten beide Teams unterschiedliche Ansätze, die gegnerische Offensive zu stören. Diese nehmen immer einen interessanten Einfluss auf das Spielgeschehen und natürlich auf den Ballbesitz.

Bei den Löwen fiel auf, dass die Passquote gegen Verl im Vergleich zum Saisondurchschnitt um über zehn Prozent fiel. Damit sanken logischerweise die Spielanteile. Das lag jedoch nicht etwa an schlechten Pässen der Sechzger, wie man vermuten könnte, sondern an der gut gestaffelten Raumaufteilung im Mittelfeld gegen den Ball beim Sport Club Verl. Diese gute Staffelung machte es einfacher für die Spieler des SC, störend in die Passwege einzulaufen. Ähnlich dem, was man auch von unseren Löwen in den meisten Spielen bisher gesehen hat, verteidigten die Verler sehr aktiv gegen den Ball und konnten oft in die Passlinien einlaufen und Bälle abfangen.

Zur kurzen Erinnerung: ein abgefangener Ball ist kein Fehlpass. Das Ergebnis ist nichtsdestotrotz das gleiche – Ballverlust.

Trotz der schlechteren Passquote hatten die Löwen sogar einen Ballkontakt mehr in der gegnerischen Box als die optisch überlegenen Verler. Zieht man bei beiden Teams die Ecken ab, hat Verl aus dem Spiel heraus genau gleich oft den Strafraum des Gegners erreicht wie die Löwen.
Bei Verl wiederum muss man den Grund für die Schwäche beim Spiel im letzten Drittel an gänzlich anderer Stelle suchen.

Es gelang Sechzig oft, Verl auf den Flügeln zu halten und Vorstöße ins Strafraumzentrum zu unterbinden. Die Verdichtung, um die Räume für die Verler Spieler eng zu machen, wurde sehr gut ausgeführt. Indem Erdmann oder Wein ihren Außenverteidigern halfen, die quirligen Außenstürmer Rabihic und Yildirim zu stellen oder vom Ball zu trennen, war das Ergebnis dieser Flankenläufe oft „nur“ ein Eckball für den Sport Club. Wenn einer der beiden Verler Dribbelkünstler ins Eins gegen Eins ging, konnte der Verteidiger möglicherweise zunächst vernascht werden, meistens war dann aber das folgende Laufduell nicht mehr von Erfolg gekrönt und die Passwege durch die Hilfe aus dem defensiven Mittelfeld zugestellt.

Wenn ein Ball der Verler es dann doch in die Box schaffte, gelang es ihnen für ihre Verhältnisse selten, im Strafraum der Löwen zwingend zu werden. Das Eindringen in die Box konnten die Sechzger zwar nicht bei jedem Angriff verhindern, jedoch stand die Abwehr des TSV im Strafraum so sattelfest gegen die Angriffe der Ostwestfalen, dass Verl aus dem Spiel heraus über die neunzig Minuten kaum zu Chancen kam.

Das schaffte der SCV allerdings mit den Standards, die er sich erarbeitete. Ganze zehn Ecken und zusätzlich drei Freistöße in aussichtsreichen Positionen konnte sich Verl erarbeiten. Kurioserweise fielen auch beide Tore im Spiel nach einer Ecke der Verler.

Bis auf einen Schuss wurden alle Versuche der Verler, die aufs Tor der Sechzger gingen, Beute des Löwenkeepers. In der 25. Minute rettete Marco Hiller die Führung gleich doppelt, als er nach einer Ecke von der linken Verler Angriffsseite erst gegen Stöckner und dann gegen Kurt den Ausgleich mit zwei Glanzparaden verhinderte. Ein weiterer Schuss, bei dem Hiller rettend eingreifen konnte, kam in der 87. Minute von Sander, der auf halbrechter Position im Strafraum aus etwa dreizehn Metern aufs kurze Eck abzog.
Sechs weitere Schüsse der Verler verfehlten das Ziel oder wurden geblockt.

Das Tor des TSV 1860

Nach einer Ecke des SCV eroberten die Löwen in Person von Djayo nahe der eigenen Grundlinie auf der linken Abwehrseite den Ball. Djayo gab die Kugel sofort an Dressel weiter, der zu einem 30 Meter-Lauf ansetzte. Nach einem hohen weiten Pass auf Mölders, der diesen zentral etwa zwanzig Meter vor dem Strafraum der Verler allerdings verpasste, kam Wein auf der halbrechten Seite in Ballbesitz. Wein schlug das Leder aus dem Halbfeld in die Box, wo Mölders mittlerweile schon wartete. Dieser verarbeitete den Ball und zog im Strafraum noch ein paar Schritte nach rechts. Anschließend spielte er zurück auf Wein, der immer noch völlig frei mit einer strammen Flanke Lex am Elferpunkt bediente. Von Lex’ Kopf flog der Ball unhaltbar ins vom Schützen aus gesehen linke Eck des Tores.

Das Tor für Verl

Nach einer von Yildirim herausgeholten Ecke von rechts (aus Verler Sicht) köpfte Salger den Ball knapp hinter das linke (aus Löwensicht) Strafraumeck, wo Lannert in Ballbesitz kam. Willsch, der nicht schnell genug reagieren konnte, musste ihn ziehen lassen und auch der schon mit der gelben Karte belastete Djayo hätte ihn nur noch mit einem Foul bremsen können. Aus etwa siebzehn Metern von Lannert scharf geschossen schlug das Spielgerät unhaltbar für Hiller im linken unteren Bereich circa einen Meter neben dem Pfosten ein.

Die Statistiken zum Spiel

  • Ballbesitz: 40%:60% zugunsten des SCV
  • Schüsse: 16:11 aus Löwensicht
  • Passquote: TSV 1860 70%, SC Verl 76%
  • Positionsangriffe gab es 25 für den TSV und 32 für die Verler
  • Konter: 2:0 für die Löwen
  • Eckenverhältnis: 4:10 (Vorteil SCV)
  • Freistöße in aussichtsreicher Position: 3:2 (Vorteil TSV)
  • Zweikämpfe defensiv: TSV 65% (mäßiger Wert), SCV 53% (schlechter Wert)

Das Fazit

Eines der spielstärksten Teams der dritten Liga wurde vom TSV 1860 gut in Schach gehalten. Beide Teams hatten die gleiche Anzahl an hochkarätigen Chancen. Somit ist das Ergebnis gerecht.

Es fällt übrigens positiv auf, dass der TSV während der neunzig Minuten keine längeren, unkonzentrierten Phasen mehr hat. Zu Beginn der Saison sah das etwas anders aus. Wenn etwas schief geht, liegt es mittlerweile an individuellen Fehlern, vor denen keine Mannschaft gefeit ist. Kollektive Totalausfälle der Konzentration, die zu Beginn der Saison gerne nach der Halbzeitpause auftraten, scheinen nun der Vergangenheit anzugehören.

Zwei Dinge sind noch anzumerken:

  1. In einer Situation hat der Linienrichter bei einem offensichtlich regelkonformen Treffer für Verl zu Unrecht und auch sehr spät auf Abseits entschieden.
  2. Allein auf dem Weg zum Tor befindlich wurde Lex von Stöckner, der für diese Aktion gelb sah, zu Fall gebracht. Das Foul alleine wäre schon gelbwürdig gewesen. Die Tatsache, dass Lex danach keinen Gegenspieler außer dem Torhüter mehr vor sich hatte und das 2:0 hätte erzielen können, ist ein klarer Indikator, dass es hier meiner Meinung nach die Rote Karte für den Verler Kapitän hätte geben müssen.

Aber wer macht denn keine Fehler? Weder der SC Verl noch der TSV 1860 wird den Grund für die Punkteteilung beim Schiri suchen.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem Spiel gegen Verl

2

Und schon wieder so ein Spiel wie gegen Uerdingen. Es fällt einem wieder sehr schwer zu sagen, ob der Punkt ein Erfolg oder eher ein Misserfolg ist.

Positiv ist sicher zu vermerken, dass der SC Verl eine sehr spielstarke Mannschaft ist, die aktuell noch dazu gut in Form ist. Vergessen wir nicht, dass Verl zwei Spiele weniger auf dem Konto hat und nur zwei Punkte hinter uns in der Tabelle liegt. Bei gleicher Anzahl von Spielen stünden sie wahrscheinlich vor uns. Gegen eine solche Mannschaft auswärts einen Punkt zu holen, ist sicher aller Ehren wert. Wenn Verl die Saison auf diesem Level weiterspielen kann, werden dort sicher noch einige Teams Punkte liegen lassen. Wir haben immerhin einen Zähler mitgenommen. Den Stimmen, die den SC Verl aufgrund seines vielleicht nicht ganz so wohlklingenden Namens für Fallobst der dritten Liga halten, ist hoffentlich klar geworden, dass das eine gewachsene Mannschaft ist, die für die 3. Liga einen sehr fein strukturierten Fußball spielt. Im Gegensatz zu manch anderem Team mit großem Namen, man schaue nur in den Tabellenkeller.

Leider gibt es auch einige Dinge, die auf der Negativseite eingetragen werden müssen. Am augenscheinlichsten war die Phase nach dem Treffer der Löwen. War das Spiel vorher ausgeglichen und Chancen eher Mangelware, sorgte das Tor der Löwen für einen Leistungsschub beim Gegner. Verl wirkte wie aus einem Schlaf erweckt, übernahm die Spielkontrolle und baute bis zur Halbzeit permanenten Druck auf das Tor von Marco Hiller auf. Die Löwen konnten sich glücklich schätzen, dass den Westfalen vor der Pause „nur“ der Ausgleich gelang. Schade, dass das Führungstor den Löwen nicht mehr Sicherheit im Spiel verlieh. Ich denke, darüber wird sich auch Michael Köllner den Kopf zerbrechen.

Schade war auch, dass Sechzig der Lucky Punch in der Schlussphase nicht gelingen wollte. Die zwei einzigen nennenswerten Offensivaktionen in der zweiten Hälfte hätten beinahe zu Toren geführt. Brüseke und die Latte retteten den Verlern den Punkt. Ein Sieg wäre sicher sehr glücklich gewesen, aber wir hätten die zwei Punkte mehr schon gerne mitgenommen. Am Ende fragt niemand mehr und ein bisserl Glück würde der jungen Mannschaft sicher auch guttun und für weiteres Selbstvertrauen sorgen. Mit etwas mehr Killerinstinkt hätte schon ein Sieg rausspringen können…

So bleibt ein Unentschieden bei einem starken Gegner, aber die Pessimisten können anführen, dass seit der Gala gegen Halle jetzt schon drei Mal in Folge nicht gewonnen wurde. Der Boulevard und andere Elemente könnten eine Ergebniskrise herbeischreiben. So weit wollen wir nicht gehen, aber vom vom Trainer selbst ausgegebenen Ziel, in der englischen Woche neun Punkte holen zu wollen, sind wir doch ein Stück weit entfernt. Durch die Ergebnisse am gestrigen Abend liegen wir nach wie vor auf dem hervorragenden vierten Rang. Die etwas „schiefe“ Tabelle hat aber aktuell nicht die allerletzte Aussagekraft.

Nach dem guten Start in die Saison und den sehr ansehnlichen spielerischen Darbietungen der Löwen ist die Erwartungshaltung im Umfeld der Grünwalder Straße naturgemäß wieder in luftige Höhen geschnellt. Ich möchte festhalten, dass wir nach wie vor in einer sehr guten Ausgangsposition stehen. Wahrscheinlich etwas besser, als wir das alle vor Saisonbeginn erwartet hätten. Es wäre schade, wenn wir jetzt etwas den Anschluss nach oben verlieren, nur zu gern würden wir bis zum Ende der Saison im Kampf um den Aufstieg mitmischen. Andererseits war es nie das ausgegebene Ziel, diese Saison schon den Aufstieg anzupeilen. Das Spiel gegen Türkgücü am Samstag wird Aufschluss darüber geben, ob wir weiter ganz oben dranbleiben. Ich denke, Türkgücü sollte uns aufgrund seiner offensiv ausgelegten Spielweise wieder liegen und ein Sieg ist durchaus möglich. Dann sind wir wieder oben dran, von Krise sollte dann keine Rede mehr sein und die Erwartungshaltung erklimmt sicher noch luftigere Höhen. Und wenn wir verlieren, werden einige das Abstiegsgespenst herbeizitieren. Der übliche Giesinger Wahnsinn also!

Wegen Corona: Geisterspiele wie erwartet bis 20. Dezember

1
Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

Die Spatzen hatten es ja bereits von den Dächern gepfiffen, gestern Abend kam nun die erwartete Bestätigung: Bund und Länder verständigten sich darauf, den für November beschlossenen Shutdown bis zum 20. Dezember zu verlängern. Somit werden (mindestens) bis dahin auch keine Zuschauer in den Stadien zugelassen.

Überraschend kommt das aufgrund der weiterhin hohen Inzidenzwerte nicht, wie liga3-online berichtet: “In der 3. Liga liegen 16 der 18 Standorte in einem Risikogebiet (Inzidenz-Wert über 50), 13 Standorte weisen gar einen Wert von über 100 auf – trauriger Spitzenreiter ist Zwickau mit 266. Nur in Rostock (35,9) und Lübeck (49,4) liegen die Zahlen mit Stand von Mittwoch unter dem Schwellenwert von 50. Insgesamt sind die Infektionszahlen bundesweit zuletzt zwar etwas zurückgegangen, von einer Entspannung der Lage kann aber noch keine Rede sein.”

Das Warten geht also weiter…

Sechzig um Sieben: Neues am 26.11.2020

0
Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Der gestrige (Fußball-) Tag wurde überschattet vom Tod Diego Maradonas. Möge er in Frieden ruhen! Dennoch wollen wir versuchen, den Fokus wieder auf unsere Löwen zu lenken. Schließlich steht am Samstag bereits das nächste Spiel auf dem Plan. Das erwartet euch heute bei sechzger.de:

Giesinger Gedanken

Thomas Enn hat nach dem zweiten Unentschieden in Folge seine Gedanken zu Papier (in diesem Falle wohl aber eher auf den Bildschirm) gebracht und ordnet das Ergebnis emotional ein.

TAKTIKTAFEL

Gegen Mittag erklärt euch Bernd Winninger, wie er das Spiel wahrgenommen hat und ob das 1:1 aus seiner taktischen Sicht ein akzeptables Ergebnis ist.

Fotogalerie

Vor Ort in Verl bzw. Paderborn haben wir wieder unsere Kamera mitgeführt. Im Laufe des Tages präsentieren wir euch unsere gesammelten Schnappschüsse.

Löwe des Spiels

Erneut sucht unser Hauptsponsor die Bayerische den Spieler des Spiels. Bis 15:00 Uhr habt ihr noch Zeit, eure Wahl zu treffen.

Sondertrikot

Ab heute gibt es das weiße Sondertrikot zu kaufen, in dem die Löwen am Samstag gegen Türkgücü auflaufen werden. Aber wird es in dieser Saison noch ein fünftes Trikotdesign geben?

Training

Nachdem die Spieler gestern frei hatten, geht es heute gegen Mittag wieder auf das grüne Geläuf. Zuvor gibt es noch eine kurze Videoanalyse.

Ergebnisse der Mittwochspartien

Gestern wurde der 12.Spieltag mit fünf Partien komplettiert, die Ergebnisse lauten wie folgt:

Bayern II – Ingolstadt 1:3

Kaiserslautern – Lübeck 1:0

Dresden – Haching 2:0

Köln – Zwickau 1:1

Magdeburg – Rostock 1:1

An der Tabelle ändert das nichts, Sechzig verbleibt auf Rang 4.

Spielen die Löwen diese Saison noch in einem weiteren Sondertrikot?

1

Gestern wurde bekannt, dass der TSV 1860 am Samstag gegen Türkgücü München einmalig im weißen Weihnachtstrikot auflaufen wird, das ab heute auch käuflich im Fan- und Onlineshop zu erwerben ist.

Doch damit nicht genug:
Wie das Löwen-Radio bei Facebook in den Kommentaren zum Post über das aktuelle Sondertrikot andeutete, ist es den Vereinen möglich, pro Saison bis zu fünf verschiedene Trikotdesigns zu verwenden. Wörtlich heißt es dort, es seien 3 reguläre, 1 Sondertrikot plus ein weiteres an den letzten beiden Spieltagen” erlaubt.

In der Folge spekuliert das Löwen-Radio, dass beim TSV 1860 also durchaus das Herz-Trikot, das exklusiv für die Käufer der Dauerkarten-Variante “Herz” erhältlich ist, zum Einsatz kommen könnte.Die meisten Teams präsentieren an den letzten Spieltagen ja schon das Trikot der neuen Saison. Bei uns könnte das dann aber auch z.B. das Herztrikot sein.

Man darf gespannt sein, inwiefern die Löwen dies umsetzen werden oder ob an den letzten beiden Spieltagen evtl. doch schon das Trikot-Design 2021/22 präsentiert wird.

Sechzig@18:60 – Viel zu erzählen am Tag nach dem Verl-Spiel

0

Heute am späten Nachmittag erreichte die Welt die traurige Nachricht, dass Diego Armando Maradona im Alter von nur 60 Jahren verstorben ist. Für eine ganze Generation von Fußballfans war und ist der Argentinier der beste Fußballer, den es jemals gab. Auch die  Redaktion von sechzger.de verneigt sich vor diesem außergewöhnlichen Sportler. In den nächsten Tagen werden sicher zahlreiche Nachrufe auf Maradonna zu lesen und zu sehen sein, weshalb wir uns am heutigen Abend – getreu dem Motto: Das Leben geht weiter –  nun dennoch dem Alltag zuwenden, der die eine oder andere interessante Meldung für Euch bereithält:

+++

Einen sehr lesenswerten Artikel über die jüngste Abteilung in unserem TSV München von 1860 e.V. konntet Ihr heute Vormittag bei sechzger.de vorfinden: Gerne legen wir Euch den Beitrag von Stefan Kranzberg über die Abteilung Vereinsgeschichte nochmal ans Herz. Hier findet Ihr ihn.

+++

Neben der herzerwärmenden Geschichte der Erlebnisse von Löwenfan Christian, den meisten besser bekannt unter dem Spitznamen Prinz Eisenherz, der unseren Löwen auch gestern nach Paderborn folgte, ohne eine realistische Chance auf Zutritt zur Benteler-Arena zu haben, möchten wir an dieser Stelle noch eine weitere Randgeschichte des Löwenausflugs nach Ostwestfalen zum Besten geben: Nachdem Bernd Winninger beim Gegnerstudium in der Vorbereitung auf die TAKTIKTAFEL aufgefallen war, dass der Verler Kapitän Julian Stöckner in den bisherigen Drittligaspielen des Aufsteigers bei der Platzwahl dem Gegner stets einen Wimpel überreicht hatte, wies der Vertreter von sechzger.de in der LÖWENRUNDE am Montag Sportdirektor Günter Gorenzel darauf hin, dass es doch nett wäre, wenn Sascha Mölders diese Geste erwidern könnte. “Daran soll es nicht scheitern,” versprach Gorenzel. Ein Mann – ein Wort: Wer gestern Abend gegen halb acht genau hingeschaut hat, wurde Zeuge, dass erstmalig in dieser Saison Wimpel getauscht wurden. Den ersten Verdacht, dass das Flugzeug der Löwen eigentlich gar kein technisches Problem hatte, sondern dass kurz vor dem Start aufgefallen war, dass man den Wimpel nun doch vergessen hatte und also jemandem aus dem Löwentross nochmal eiligst in die Grünwalder Straße zurück musste, um das Gastgeschenk zu holen, können wir an dieser Stelle aber sicher ins Reich der Phantasie verweisen. 🙂

+++

In der Regel eher weniger im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht der Fanbeauftragte des TSV 1860, Sebastian Weber. Er leistet im Hintergrund wertvolle Arbeit, die den vielen Fans und Fanclubs der Löwen zu Gute kommt. Für ein absolut unterstützenswertes Projekt ist Basti nun aber doch mal prominent in der Öffentlichkeit wahrzunehmen: Für das bundesweite Netzwerk Schule ohne Rassismus steht er schon seit 2019 als Pate zur Verfügung und zwar konkret für die Mittelschule Erdweg im Landkreis Dachau. Auf der Website der Initiative reiht er sich damit in eine lange Liste namhafter Pat*innen ein. Ob Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ex-Nationalspieler und -trainerin Steffi Jones – sie sind Paten für verschiedene Schulen im Lande. “Weggeschaut wird viel zu oft, überhört wird viel zu gern. Hier aktiv ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Inklusion zu setzen ist nicht nur die Pflicht und Aufgabe eines jeden Einzelnen, sondern vor allem im Rahmen der schulischen Bildung unbedingt vermittelbar,” lautet Bastis Statement, das seit dieser Woche auf der Seite des Netzwerks zu finden ist. Wir finden: Lobenswert, dass sich unser Verein in Person des Fanbeauftragten an dieser Initiative beteiligt!

+++

Wer heute Abend noch nichts vorhat, sich trotz Magenta-Konto nicht mit den anstehenden Drittligapartien beschäftigen will, aber vielleicht – an einem traurigen Tag für die Fußballwelt – Interesse an einer ein wenig aufheiternden Lektüre hat, dem legen wir an dieser Stelle unseren gestrigen Ticker aus Paderborn ans Herz. Über die Startseite sind ja alle Infos zur jüngsten Partie der Löwen komfortabel aufrufbar. Unser Tickerteam hat das gestrige Spiel und die halbstündige Verzögerung mit der nötigen Portion Humor begleitet und wir finden, dass sich die Nachlese – obwohl die Löwen nicht gewinnen konnten – durchaus lohnt.

+++

Abschließend noch eine gute Nachricht, denn solche kann man an so einem Abend auch gut brauchen: Wie es aussieht, wird der heute zu Ende gehende 12. Spieltag in der 3. Liga der erste nach fünf Wochen sein, an dem wieder alle Partien stattfinden konnten – ohne eine coronabedingte Absage. Die letzte komplett absolvierte Runde war übrigens ebenfalls eine Englische Woche: Spieltag nummer sechs am 20./21. Oktober.

Diego Armando Maradona ist gestorben.

2

Diego Maradona ist gestorben – die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich heute wie ein Lauffeuer. Offensichtlich erlag der 60jährige der erst kürzlich operiert worden war einem Herzinfarkt.

Maradona – der Weltmeister von 1986, der bei dieser WM in Mexico nicht nur durch “die Hand Gottes” berühmt wurde, war auch mehrmals in München zu Gast: Unter anderem 2010, als er mit der argentinischen Nationalmannschaft beim TSV 1860 trainierte:

https://www.abendzeitung-muenchen.de/sport/tsv1860/diego-qualmt-an-der-gruenwalder-art-113872

Mir blieb er vor allem durch seinen Auftritt 1989 im Olympiastadion in München in Erinnerung: Der SSC Neapel war zu Gast beim FC Bayern – eine schöne Gelegenheit, Europa-Cup-Atmosphäre zu schnuppern.

Wie Maradona sich damals aufwärmte, verzauberte damals das ganze Stadion – und ist bis heute legendär. Das Video davon habe ich hier eingestellt.

Ruhe in Frieden, Diego Maradona. Du bist einer der Größten!

TSV 1860: Weißes Sondertrikot zur Weihnachtszeit / Weihnachtstrikot

1

Der TSV 1860 München wird dieses Jahr anstelle des obligatorischen Wiesn-Trikot ein Sondertrikot zur Weihnachtszeit veröffentlichen. Die ersten Previews des Weihnachtstrikots sehen äußerst vielversprechend aus. Am Samstag gegen Türkgücü wird man einmalig in den weißen Jerseys auflaufen.

Das ist neben dem Herz-Trikot für die Käufer einer Herz-Dauerkarte bereits das zweite Sondertrikot in der Saison 2020/21 – dies ist in der 3. Liga unter der Schirmherrschaft des DFB möglich. In der 1. und 2. Bundesliga im Zuständigkeitsbereich der DFL ist aktuell jedoch nur ein Sondertrikot pro Spielzeit zugelassen. Trikotsammler des TSV 1860 wird dies jedoch freuen.

Zur Motivation der Löwen, eine besondere Edition des Trikots zu präsentieren, heißt es u.a bei Instagram:

“Danke an all diejenigen, die in den letzten Monaten für die Gesundheit in unserer Gesellschaft eingestanden sind. Unser Kampagne ist eine Hommage an die Ärzte, das Pflegepersonal und all jene, die sich selbst in den letzten Monaten zurückgenommen haben, um für uns da zu sein. Unser Weihnachtstrikot ist, wie ein gemeinsames Projekt mit der Stiftung Chirurgie, Teil von verschiedenen Aktionen, die wir in der Weihnachtszeit durchführen möchten.”

 

Insgesamt hat der TSV 1860 München mit den Trikots in der Saison 2020/21 ein gutes Händchen bewiesen. Das Auswärtstrikot ist bei den Löwen-Fans äußerst begeht. Wir haben es ja bereits schon ausführlich vorgestellt. Aber aus das Heimtrikot der Löwen oder das Ausweichtrikot in mint sind bei den Löwen-Fans hoch im Kurs.