Der Kapitän ging mit gutem Beispiel voran und sorgte für die Entscheidung. Bei dem 3:1 der Löwen gegen Viktoria Köln sorgte Jesper Verlaat mit seinem ersten Saisontor für den Endstand und wurde vom kicker in die “Elf des Tages” berufen.
Jesper Verlaat in kicker “Elf des Tages”
Für seine Leistung gegen die Elf vom Höhenberg erhielt der Niederländer, der kürzlich seinen Vertrag beim TSV 1860 verlängert hatte, die Note 2,0. Auch sein Landsmann Joël Zwarts, Torschütze zum 1:0, wurde mit der Note 2,0 bedacht, musste jedoch anderen Drittliga-Kickern den Vortritt lassen
Mit dem 3:1-Heimsieg vom Samstag konnten die Löwen das Polster auf die Abstiegsränge wieder etwas vergrößern und blicken nun entsprechend zuversichtlich auf die restlichen Saisonspiele. Wir präsentieren Euch in unserer Video- und Fotogalerie die schönsten Impressionen von der Partie des TSV 1860 gegen Viktoria Köln, de nicht nur wegen des verspäteten Anpfiffs, sondern vor allem auch wegen der fantastischen Choreo in Erinnerung bleiben wird.
Video von der Choreographie
Nachfolgend ein Video von der überragenden Choreo beim Einlauf der Mannschaften ins ausverkaufte Grünwalder Stadion. Gruß geht raus an Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys! Noch mehr Bewegtbilder rund um die Löwen findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Fotogalerie zu TSV 1860 München – Viktoria Köln
Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen
Die Technik streikte im Grünwalder Stadion, schlussendlich konnte allerdings doch angepfiffen werden – und die Löwen freuten sich am Samstag über drei Punkte im Abstiegskampf in der 3.Liga. Bei den anderen Mannschaften des TSV 1860 gab es durchmischte Resultate, außerdem äußerte sich Klaus Ruhdorfer erneut in der Süddeutschen Zeitung. Abschließend gibt es zum Start in eine neue Woche einen Blick auf den Auf- und Abstiegskampf in der 3.Liga.
Giesinger Gedanken nach dem Heimsieg gegen Köln
“Richtig wichtig” seien die drei Punkte gegen Viktoria Köln gewesen resümierte Michael Glück nach der Partie. Damit dürfte er nicht unrecht haben, schließlich sammelte der TSV 1860 München dringend benötigte Zähler im Abstiegskampf der 3.Liga. Christian hingegen fiel es schwer, aufgrund der zahlreichen Eindrücke am Samstag das eine Resümee zu ziehen – und so finden sich in seinen Giesinger Gedanken zahlreiche Fragen rund um den Heimspieltag sowie den TSV 1860 München im Generellen.
TSV 1860 II unterliegt Deisenhofen
Nach dem Debakel gegen den Tabellenletzten aus Kirchheim wollte die U21 des TSV 1860 gegen den FC Deisenhofen eine Reaktion zeigen. Das gelang der Mannschaft von Trainer Frank Schmöller am Freitag allerdings nicht. Die Gäste konnten mit einem 3:1-Sieg die Punkte aus Gilching entführen. Bis auf Julius Schmid war übrigens kein Spieler der Profimannschaft als Unterstützung mit an Bord.
Dritte und Vierte verlieren ebenfalls
Parallel zu den Profis war die vierte Mannschaft der Löwen gegen den SV Untermenzing II gefordert. Wie in Gilching behielt auch an der Sportanlage St.-Martin-Str. der Gast die Oberhand. 3:4 hieß es nach 90 Minuten.
Deutlich mehr Zuschauer verfolgten dann später das Duell der Dritten gegen den TSV Solln, da die Partie der Profis mittlerweile zu Ende war. Doch die Unterstützung half hier ebenfalls nicht, um einen Auswärtssieg zu vermeiden. 3:2 hieß es am Ende aus Sollner Sicht.
Frauen mit drei Kantersiegen
Wenn es schon bei den Männern nicht wie gewünscht läuft, müssen es eben die Frauen regeln – und wie! Sowohl Erste und Zweite als auch die U17 schenkten ihren Gegnern dabei kräftig ein. In drei Spielen schossen die Löwinnen in Summe sagenhafte 34 Tore und bessern damit – neben den Profis – die weiß-blaue Bilanz deutlich auf.
Klaus Ruhdorfer muss zurückrudern
Mit seinen Aussagen in der Süddeutschen Zeitung sorgte Klaus Ruhdorfer, ehemals Mitglied im Team Profifußball und mittlerweile Teil des Bündnis Zukunft, für viele Diskussionen unter den Löwenfans. Mittlerweile ist klar: er bekam auch Post von Anwalt Nicolai Walch mit der Aufforderung seine Äußerungen öffentlich zu widerrufen. Dies tat der Kandidat für den Verwaltungsrat nun in einem weiteren Artikel der SZ.
News aus der 3.Liga
Der 32.Spieltag: Auf- und Abstiegskampf
Sechs Spieltage vor Schluss bahnen sich allmählich die ersten Entscheidungen an. Tabellenführer Regensburg konnte im Spitzenspiel gegen Preußen Münster einen Auswärtssieg einfahren. Das gelang auch dem SSV Ulm am 32.Spieltag in Halle – das Debüt von Stefan Reisinger misslang somit. Dicke Luft herrscht dagegen in Dresden: Dynamo verlor zuhause gegen den 1.FC Saarbrücken mit 1:3.
Am anderen Ende der Tabelle fuhren die Löwen bekanntlich drei wichtige Punkte ein. Bielefeld kassierte dagegen am Freitagabend einen ganz späten und entsprechend bitteren Ausgleich in Ingolstadt. Unterhaching kam gegen Waldhof Mannheim in der zweiten Halbzeit komplett unter die Räder und verlor mit 1:6. Die vier Teams unter dem Strich – Halle, Lübeck, Duisburg und Freiburg II – dürften sich langsam auf einen Abstieg in die Regionalliga einstellen. Bis auf die Lübecker (0:0 gegen Verl) kassierten die potentiellen Absteiger allesamt Niederlagen. Für Duisburg war dies noch einmal besonders schlimm, da sie im Derby gegen Essen unterlagen.
Der TSV 1860 belegt weiterhin Platz 14 und hat nun ein neun Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze.
Wackelt der Trainerstuhl von Markus Anfang?
Eigentlich wurde Markus Anfang bei Dynamo Dresden bereits eine Job-Garantie ausgesprochen. Man werde mit ihm auch in der nächsten Spielzeit als Trainer an den Start gehen hieß es unlängst von den Verantwortlichen. Doch angesichts der nächsten Niederlage gegen Saarbrücken kippt die Stimmung allmählich. Anfang selber betont die Verantwortung für die Misere zu übernehmen und ist sich bewusst, dass damit auch sein Stuhl wackeln dürfte. Doch wie sehen es die Verantwortlichen? Es dürfte spannend werden in Dresden – vor allem, wenn man das klare Ziel Aufstieg verpassen sollte.
Saarbrücken erhält grünes Licht für weitere Heimspiele
Nach zahlreichen Problemen mit dem Rasen im Ludwigsparkstadion, die zur Verlegung von mehreren Partien führte, bangte der 1.FC Saarbrücken um die restliche Austragung der Heimspiele in der laufenden Saison. Es drohte eine Verlegung in ein anderes Stadion, um die Austragung nicht noch einmal zu gefährden. Mittlerweile hat der DFB allerdings nach einer Platzbegehung signalisiert, dass der FCS die vier restlichen Heimspiele wie geplant im Ludwigsparkstadion durchführen darf.
Die drei Frauenmannschaften des TSV 1860 ließen es am Sonntag ordentlich krachen. Satte 34 Tore schenkten die Löwinnen ihren Gegnerinnen ein und fuhren damit drei Kantersiege ein.
Löwinnen erzielen in drei Spielen 34 Tore
Die Löwinnen I halten sich in der Kreisklasse weiterhin schadlos und siegten beim FC Stern III vor 100 Zuschauern mit 7:0. Die Tore für 1860 erzielten Katharina Geßner (2./81.), Kira Winter (42./53.), Sofia Endrizzi (44.), Julia Lehmann (76.) und Leonie Lauth (84.). Mit zehn Siegen aus zehn Spielen sind die Löwinnen unangefochten auf Platz 1 der Tabelle.
Noch deutlicher machten es die Löwinnen II beim 16:0 beim TSV Egmating. Vor 70 Zuschauern trugen sich Saadet Tobul (4), Manuela Paßreiter (4), Cheyenne Krieger (3), Maren Hamm (2), Laura Kreuzer, Nadja Juhrte und Gloria Houndoh in die Torschützenliste ein. Mit 34 Punkten aus 12 Spielen und einem Torverhältnis von 86:4 führen die Löwinnen das Klassement in der A-Klasse an.
Auch die U17 der Löwinnen (siehe Titelbild) machte es am Sonntag zweistellig und setzte sich beim ESV Freimann mit 11:0 durch. Lily Brown Winter erzielte fünf Treffer, die weiteren Tore gingen auf die Konten von Amina Burkic, Cristina Draga, Merem Gezgin und Franca Mandica. Zudem trafen die Gastgeberinnen vor 50 Zuschauern zwei Mal ins eigene Netz. In der Tabelle der Bezirksliga liegen die Löwinnen in ihrer Premierensaison mit 16 Punkten aus sechs Spielen auf Platz 1.
Die vereinspolitische Situation beim TSV 1860 München bleibt weiter angespannt. Nun hat die Süddeutsche Zeitung einen weiteren Artikel zu der Thematik veröffentlicht. Neben dem Vertrag von Geschäftsführer Oliver Mueller und einem Antrag auf der Mitgliederversammlung kommt Klaus Ruhdorfer vom Bündnis Zukunft 1860 zu Wort. Er korrigiert seine Aussagen gegenüber dem Wahlausschuss – und hat mittlerweile zudem eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung abgegeben.
Wirbel um Aussagen zum Wahlausschuss von Klaus Ruhdorfer
Das Interview mit Prof. Klaus Lutz, Alexander Möst und Klaus Ruhdorfer vom Bündnis Zukunft 1860 in der Süddeutschen Zeitung ist mittlerweile 10 Tage alt. Noch immer steht es allerdings im Fokus der Berichterstattung. Zum einen seien dabei exemplarisch die Aussagen von Prof. Klaus Lutz genannt, vor allem aber polarisierte Klaus Ruhdorfer mit seiner Kritik am Wahlausschuss des TSV 1860 München e.V.
Bereits kurz nach Veröffentlichung des Artikels in der SZ zeigte sechzger.de anhand des Protokolls der Mitgliederversammlung 2018 auf, dass Ruhdorfer die Unwahrheit gesagt hatte. Auch die Löwen selber blieben nicht untätig. Das ehemalige Mitglied vom “Team Profifußball” bekam Post von Nicolai Walch, Anwalt und Verwaltungsratsmitglied. Neben dem Widerruf seiner Aussage in der Öffentlichkeit sollte Ruhdorfer eine Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschreiben. Teil 1 erledigte der Kandidat für den Verwaltungsrat im Juni bei der Mitgliederversammlung mittlerweile – erneut in der Süddeutschen Zeitung. Ob allerdings eine gewisse Einsicht herrscht, darf aufgrund der gewählten Formulierung sicherlich bezweifelt werden.
Mit Freude darf ich das anwaltliche Schreiben von Herrn Walch so verstehen, dass seine Feststellung ‘Es wurden sämtliche Fragen zugelassen’ die grundsätzliche Fairness, wie zum Beispiel bei kritischen Fragen oder Redezeit, auch für die kommende Mitgliederversammlung im Juni sicherstellt. Unabhängig davon widerrufe ich hiermit gerne meine genannten Aussagen, insbesondere, wonach Fragen nicht zugelassen worden seien und ein einseitiges Kreuzverhör gegen die Herausforderer stattgefunden habe. Tatsächlich habe ich mich sogar beim damaligen Leiter des Wahlausschusses, Evert Koenes, schriftlich für seinen sehr guten Job bedankt. Und nun schauen wir in die Zukunft, auf eine friedliche und demokratische Wahlveranstaltung im Juni 2024.
Die SZ hält in ihrem Artikel allerdings auch fest, dass “oppositionsfreundliche Wortbeiträge” zum Teil “ausgebuht und niedergebrüllt” wurden. Zudem bekam der amtierende Verwaltungsrat durch den fälligen Bericht der Arbeit des Gremiums mehr Redezeit als die Gegenkandidaten. Dennoch: Ruhdorfer scheint sich bewusst zu sein, dass seine Aussagen die Realtität nicht widerspiegeln. Anders jedenfalls ist es nicht zu erklären, dass er mittlerweile den zweiten Teil des Schreibens – die strafbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung – unterschrieben hat. Sie stellt sicher, dass er zukünftig seine Äußerungen nicht wiederholen darf, ohne dass ihm dafür eine empfindliche Strafe droht.
Kandidatur von Stimoniaris zugelassen – doch es könnte ein kurzes Vergnügen werden
Neben der Richtigstellung von Klaus Ruhdorfer behandelt der Artikel in der SZ auch die Veröffentlichung der Vertragsdetails von Geschäftsführer Oliver Mueller sowie die von Ismaik gestellte Anfrage beim DFB, ob die Einstellung rechtmäßig verlaufen sei. Es ist ein weiteres (trauriges) Kapitel in der Konfrontation zwischen den beiden Gesellschaftern, die im aktuellen Fall auf dem Rücken von Oliver Mueller ausgetragen wird. Ein Detail der Geschichte mutet kurios an – und lässt die Zeitung die Formulierung “lustigerweise” benutzen. Ismaik gab als Begründung an mit der Anfrage 50+1 schützen zu wollen. Bekannterweise sorgte der Jordanier unlängst mit einem Befangenheitsantrag dafür, dass die Entscheidung zur Stärkung der Regelung im deutschen Profifußball vertagt werden musste.
Im Fokus steht darüber hinaus ein ganz besonderer Kandidat für den kommenden Juni. Als eines von 24 Mitgliedern hat sich Saki Stimoniaris selbst als Verwaltungsrat vorgeschlagen. Informationen der SZ zufolge dachte der Wahlausschuss des TSV 1860 München e.V. über eine Ablehnung des Kandidaten nach. Ursache dafür wäre ein möglicher Interessenskonflikt gewesen, schließlich ist Stimoniaris auch Mitglied im Aufsichtsrat der KGaA. Der ehemalige MAN-Betriebsratsvorsitzende wird im Juni wählbar sein – doch ein Antrag könnte dafür sorgen, dass der 52-Jährige nach einer Wahl in den Verwaltungsrat möglicherweise nur wenige Wochen im Amt ist. Sollte eine drei-Viertel-Mehrheit für die Satzungsänderungen stimmen, müsste Stimoniaris von seinem Posten als Verwaltungsrat zurücktreten, sobald die Satzungsänderung im Vereinsregister hinterlegt ist.
Da sitze ich nun und frage mich: Wo fängt man am Sonntagmorgen nach so einem ereignisreichen Tag wie gestern an, wenn man für einen Redaktionskollegen und Freund als Ersatzmann die Giesinger Gedanken verfassen darf?
Und wo hört man dann wieder auf mit der Schwärmerei?
Beim traumhaften, warmen Frühlingswetter, das uns Petrus gestern bescherte?
Bei der – für mich persönlich erstmals nach fast 30 Jahren – wieder aus Sendling erfolgten schnellen und unkomplizierten Anfahrt nach Giesing?
Beim rekordverdächtig schnellen Ausverkauf des grün-goldenen “Stadion-Clique”-T-Shirts am FDS-Stand am Grünspitz?
Wichtig ist, den Humor nicht zu verlieren…
Bei der in der vergangenen Woche (aber leider wahrscheinlich nur vorübergehend) eingetretenen Ruhe rund um das seltsame, weil so undurchsichtig agierende „Zukunfts-Bündnis“ im Löwen-Umfeld?
Die Westkurve mit einer Botschaft in Richtung “Bündnis Zukunft 1860” – Foto: Anne Wild
(Bei der Tatsache, dass es mir auch hier gelungen ist, den – für mich – so furchtbar klingenden Begriff vom „Löwen-Kosmos“ zu vermeiden?)
Bei den vielen konstruktiven und angenehmen Gesprächen über ernste und lustige Themen mit netten Menschen beim Bier vor dem Spiel?
Gute Gespräche am schattingen Grünspitz
Beim Ausfall der Sound-Anlage im Sechzger-Stadion, der letztlich – aufgrund des großartig entspannten und besonnenen Verhaltens der Stadionbesucher – zu einem weiteren dicken Ausrufezeichen hinter den vielen Argumenten für den 1860-Spielort Giesing wurde?
Bei den Bildern vor dem um (natürlich!) 60 Minuten verspäteten Anpfiff rund um’s Stadion, die schwer an den 27. Mai 2018 und die damalige Aufstiegsfeier erinnerten?
Löwenfans warten auf den Einlass ins Stadion……geduldig und diszipliniert.
Beim Schulterschluss zwischen Mannschaft und Westkurve vor dem Spiel, als man sich gemeinsam auf diese wichtige Partie auf dem Weg zum Klassenerhalt einschwor?
Bei einer wunderschönen Choreo der aktiven Szene, deren Elemente (liebevoll gestaltete weiße und blaue Fahnen) vielfach die ganzen 90 Minuten lang von den Fans eingesetzt wurden?
Bei meinen beiden hervorragend vorbereiteten Platznachbarinnen in der Westkurve, die an das Mitführen von Sonnencreme gedacht hatten und somit halfen, einen Sonnenbrand zu vermeiden?
Bei 90 Minuten tollem Support auf den Rängen, sowohl in West- & Ostkurve als auch auf der Stehhalle?
Bei der – wegen der kaputten Soundanlage – nicht vorhandenen lauten Dauerbeschallung, der man normalerweise ausgesetzt ist? Vielleicht wäre die Erfahrung von gestern mal ein Ansatz, das zukünftig ein wenig besser zu dosieren?
Bei einem sportlicher Gegner aus Köln, der mit gewaltigen Abwehrfehlern unbedingt auch zum Gelingen des Nachmittags beitragen wollte?
Bei der heiß ersehnten Rückkehr des verdienten Spielglücks für die Löwen nach etwas schwierigen Wochen mit vier Niederlagen in Serie?
Beim Startelfdebüt für Winterneuzugang Eliot Muteba?
Bei den starken Leistungen der Offensivkräfte Joel Zwarts, Julian Guttau und Moris Schröter (mit seiner Spielweise einer meiner Lieblingsspieler im aktuellen Team)?
Beim Kopfballtor durch Kapitän Verlaat im exakt richtigen Zeitpunkt, als die Kölner plötzlich Anstalten machten, dem wunderbaren Tag eine neue – aus Löwensicht falsche – Richtung verpassen zu wollen?
Bei der „geschlossenen Mannschafts- und Arbeitsleistung”, wie Coach Giannikis das Spiel zusammenfasste?
Beim riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der 3. Liga, der – nicht zuletzt aufgrund der Samstagabend-Partie in Mannheim gegen Haching – aber auch dringend nötig war?
Beim großen Amusement darüber, dass bei einem kommerzieller Blog, der auch über 1860 berichtet, selbst nach so einem schönen Tag, wie gestern hauptsächlich gejammert und gemosert wird?
Beim inhaltlich wieder großartigen Liveticker, den das Tickerteam der sechzger.de-Redaktion mal wieder auf die Beine gestellt hat? Danke Kollegen!
Bei der Realisierung, wieviele Menschen diesen Ticker allwöchentlich verfolgen und offensichtlich Freude daran haben?
Bei der Vorfreude auf die zwei im April nun anstehenden ganz nahen Auswärtsspiele in Regensburg und in der Vorstadt?
Bei der Erkenntnis, dass für das Spiel am nächsten Sonntag nun doch offensichtlich fast alle Löwen-Fans (zumindest aus meinem persönlichen Umfeld), die in die Hauptstadt der Oberpfalz reisen wollen, ein Ticket ergattern konnten?
Bei der frohen Kunde aus Heidenheim, die einen nicht lange nach dem – ja deutlich verspäteten – Verlassen des Stadions erreichte?
Bei der daraus wiederum wohl resultierenden (Vor-) Entscheidung in der Meister-Frage in der 1. Bundesliga?
Bei der berechtigte Hoffnung darauf, dass Thomas Tuchel seine überhebliche Söldnertruppe auch vor dem Spiel bei Arsenal London am Dienstag einfach nicht mehr erreicht, aber dennoch weiter wurschteln darf?
Bei der Möglichkeit, dass die Roten heuer nach so vielen Jahren tatsächlich ohne Titel bleiben?
Bei der Tatsache, dass man gestern die Seitenstraßler gar nicht gebraucht hätte, um als Löwenfan glücklich und zufrieden zu sein?
Ein Werbeplaklat mit dem Torwart aus der Seitenstraße. Von Löwenfans verschönert
Beim ziemlich spannenden, allerdings leider nicht erfolgreichen Spiel der dritten Löwen-Mannschaft am Sechserplatz gegen einen für mich und meinen Sohn ganz besonderen Gegner?
Strafraumszene bei 1860 III gegen Solln (2:3)
Bei der große Freude darüber, ein Löwenfan zu sein, die einem Tage, wie gestern nachhaltig vermitteln?
Ich glaube, mir ist das zu viel Stoff für einen einzigen Artikel der Rubrik Giesinger Gedanken.
Ich suche jetzt gar nicht erst nach dem richtigen Anfang (und Ende) für diesen Beitrag, bitte um Nachsicht von der geneigten Leserschaft und genieße den Sonntag – und empfehle natürlich allen Leserinnen und Lesern dies ebenfalls zu tun!
Während die Profis durch das 3:1 gegen Viktoria Köln einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht haben, gab es für die Dritte und Vierte des TSV 1860 am Samstag zwei bittere Niederlagen.
Niederlagen für Dritte und Vierte des TSV 1860
Zunächst musste sich die 4. Mannschaft der Löwen dem SV Untermenzing II auf dem Sechser-Platz mit 3:4 geschlagen geben, obwohl sie durch Manuel Mughetto zweimal in Führung gegangen war (13./18.,Elfmeter). Marino Zivkovic (14.) und Luis Kramolowsky (21.) glichen vor 30 Zuschauern jedoch jeweils schnell wieder für die Gäste aus. Nach dem Seitenwechsel traf Marino Zivkovic noch zweimal für die Gäste (47./65.), nach dem Anschlusstor durch Ersen Zeybek (77.) wollte der Ausgleich leider nicht mehr gelingen.
Anschließend musste die Dritte gegen den TSV Solln ran und lag zur Pause durch Treffer von Tobias Steger (12.) und Samuel Schewe (26.) mit 0:2 zurück. Ein Doppelpack von Peter Lettenbauer (47./60.) brachte die Löwen vor 250 Zuschauern zurück ins Spiel, der Lucky Punch gelang jedoch den Gästen. Alexander Hassinger sorgte in der 68. Minute für den 3:2-Auswärtssieg des TSV Solln.
Während sich die Vierte noch Hoffnung auf den Relegationsplatz 2 machen darf, ist der Zug in Richtung Aufstieg für die Dritte wohl endgültig abgefahren.
Nach zuvor vier Niederlagen am Stück gelang den Löwen mit dem 3:1 gegen Viktoria Köln endlich der heißersehnte Dreier. Ein sichtlich erleichterter Michael Glück bewertete den Heimsieg als “richtig wichtig”, der “unfassbar gut” tue.
Janßen: “Gebrauchter Tag” für Viktoria Köln
Während Gästetrainer Olaf Janßen auf der Pressekonferenz nicht zuletzt aufgrund der für sein Team äußerst ärgerlichen Gegentreffer von einem “gebrauchten Tag” sprach, wies Löwencoach Argirios Giannikis darauf hin, dass es wegen der starken Fluktuation in der Startelf auch für seine Mannschaft “kein einfaches Spiel” gewesen sei. Die “mannschaftliche Geschlossenheit” sei zunächst im Vordergrund gestanden, was auch gut geklappt habe.
Auch Giannikis sprach bei den ersten beiden Toren von Geschenken des Gegners und zeigte sich unzufrieden, dass sich sein Team in der Folge zu passiv verhalten habe. Nach dem Gegentreffer habe man sich aber wieder seiner Stärken besonnen und Chancen herausgearbeitet, so der Trainer des TSV 1860.
Glück: “Richtig wichtig und tut unfassbar gut!”
Auch Startelf-Debütant Eliot Muteba und Michael Glück zeigten sich alles in allem zufrieden mit der Leistung der Löwen. Während der Neuzugang vom 1. FC Nürnberg zu Protokoll gab, man habe den Matchplan des Trainers gut umgesetzt, freute sich der Österreicher, dass man endlich auch mal wieder das “nötige Matchglück” gehabt habe.
In das selbe Horn blies auch Kapitän und Torschütze Jesper Verlaat, der “einfach nur froh” ist, dass die Löwen “nach dieser Niederlagenserie” unter diesen Voraussetzungen mit “warmem Wetter und späterem Anpfiff” die drei Punkte geholt wurden. Michael Glück fasst es treffend zusammen:
“Das war jetzt echt richtig wichtig und tut auch unfassbar gut!”
Das Spiel des TSV 1860 München gegen Viktoria Köln konnte erst mit einer Stunde Verspätung angepfiffen werden. Grund war ein Defekt an der Lautsprecheranlage, der nicht behoben werden konnte. Daher wurden einige Ordner mit Megafonen ausgestattet, um sicherheitsrelevante Durchsagen durchführen zu können. So bildeten sich vor den Einlässen am Sechzgerstadion lange Schlangen.
Lange Schlangen an den EInlässen vor dem Spiel 1860-Viktoria Köln
Muteba, Zwarts, Steinhart, Glück und Frey in der Startaufstellung
Argirios Giannikis stellte seine Elf teilweise notgedrungen fünf Mal um gegenüber dem Spiel beim SC Freiburg II. Für den gelb-gesperrten Rieder begann Marlon Frey auf der 6 neben Phillipp Steinhart, der Manni Starke ersetzte (der unter der Woche krankheitsbedingt fehlte). Außerdem begann Muteba auf links für Nankishi und Joel Zwarts stand erstmals seit seiner langwierigen Verletzung für Fynn Lakenmacher von Beginn an auf dem Feld. In der Innenverteidigung ersetzte Glück Greilinger, für den Kwadwo auf die linke Position der Viererkette rutschte.
1860 gelingt frühes Führungstor gegen Viktoria Köln
Das lange Warten auf den Anpfiff hatte sich dann relativ schnell gelohnt. Nach einem eher behäbigen Beginn mit leichten Vorteilen für die Gäste, gingen die Löwen früh in Führung. 1860 presste hoch und Zwarts konnte einen Querpass von Viktoria Köln in deren Strafraum abfangen. Das Geschenk ließ sich der Niederländer nicht entgehen, spielte den verbliebenen Verteidiger samt Kölner Goalie aus und brachte den Ball eiskalt zum 1:0 für die Löwen im Tor unter (16. Minute).
Eigentor zum 2:0
Bei heißen Temperaturen von über 25 Grad presste Sechzig weiter hoch und machte den Kölnern den Spielaufbau in den folgenden Minuten schwer. Der umformierte Defensivverbund der Löwen funktionierte gut und ließ die Kölner nicht zur Entfaltung kommen. Da auch Sechzig etwas die Struktur im Spielaufbau fehlte, verflachte die Partie etwas. In der 35. Minute ging 1860 dann aus heiterem Himmel mit 2:0 in Führung. Dieses Mal unter noch gütigerer Mithilfe der Gäste. Engelhardt schob den Ball bei einem Rückpass an seinem Keeper Voll vorbei ins lange Eck. Sechzig konnte sich wirklich bei den Kölnern für die Mitarbeit bei den beiden Treffern bedanken! Handle kam einer Unachtsamkeit von Kwadwo noch zu einer guten Fernschussmöglichkeit für Köln. Er schlenzte den Ball aber vom rechten Strafraumeck knapp am Tor vorbei. So ging 1860 mit einer beruhigenden 2:0-Führung nach zuletzt vier Niederlagen in Folge in die Kabine.
Schneller Anschlusstreffer für die Viktoria
Sowohl 1860 als auch Viktoria Köln gingen unverändert in die zweite Halbzeit. Bereits in der 49. Minute gelang der Viktoria ein Treffer auf der richtigen Seite. Nach einer Freistoßflanke brachte 1860 den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Zunächst konnte Hiller einen strammen Schuss von Becker noch an den Pfosten lenken, den Abpraller konnte Lorch dann aber zum 2:1-Anschlusstreffer über die Linie bugsieren. Danach machte Viktoria wesentlich mehr Druck, um den Ausgleich zu erzielen. Das eröffnete den Löwen Räume zum Kontern. In der 56. Minute ließ Schröter nach schönem öffnenden Pass von Frey das 3:1 liegen. Er tankte sich vom rechten Flügel in die Mitte, schloss den Angriff dann aber mit einem harmlosen Schuss direkt in die Tormitte ab. Im direkten Gegenzug vergaben die Kölner ihrerseits den Ausgleich, als 1860 einen Schuss in höchster Not blocken konnte.
Verlaat macht den Deckel drauf
Das Spiel hatte nun die Zurückhaltung der ersten Hälfte aufgegeben und wogte intensiv hin und her. In der 71. Minute sorgte Kapitän Verlaat dann nach einer Ecke per Kopf für das vorentscheidende 3:1. Er entwischte bei einer Schröter-Ecke seinem Gegenspieler und platzierte den Kopfball flach neben dem linken Pfosten, so dass Voll keine Abwehrchance hatte. Im Stadion hörte man 13.500 Felsblöcke von den Herzen der Löwenfans fallen. Sechs Minuten später setzte Guttau den Ball nach einem Konter denkbar knapp am langen Eck vorbei und verpasste somit die endgültige Entscheidung. Die Viktoria gab nicht auf, aber so wirkliche Chancen wollten ihr nicht mehr gelingen. Ausnahmen bildeten ein Gewühl im Strafraum und ein Fernschuss von Becker rund um die 80. Minute.
Luft im Abstiegskampf
Unter lautstarker Anfeuerung der Westkurve brachte Sechzig das 3:1 über die Zeit. Danach bejubelten Mannschaft und Fans den befreienden Sieg nach vier Niederlagen gemeinsam vor der Westkurve.
Kurve und Mannschaft feiern das wichtige 3:1 von 1860 gegen Viktoria Köln
Durch den etwas glücklichen Sieg verschaffen sich die Löwen etwas Luft im Abstiegskampf. Aktuell liegen sie neun Punkte vor dem Hallenschen FC, der allerdings morgen noch gegen Ulm nachziehen kann. Nächsten Sonntag geht es für die Löwen zum Auswärtsspiel nach Regensburg, wo der Tabellenführer wartet.
Herzlich willkommen zum Liveticker am 32.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Viktoria Köln!
Vier Niederlagen in Folge – das Abstiegsgespenst kehrt langsam nach Giesing zurück. Entsprechend gilt es heute für den TSV 1860 München gegen den FC Viktoria Köln möglichst einen Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen. Für die bestmögliche Unterstützung sorgen wie gewohnt die Löwenfans im Grünwalder Stadion – für alle anderen gibt es ab 14:00 Uhr die Partie im sechzger.de Liveticker!
Es fehlen:
Tim Rieder (Gelbsperre), Valmir Sulejmani, Max Reinthaler, Manfred Starke, Abdenego Nankishi, Devin Sür (alle verletzt), Daniel Winkler (Kreuzbandriss)
Ausfälle bei Viktoria Köln: Donny Bogicevic, Moritz Fritz, Christoph Greger, David Philipp (alle verletzt), Bryan Henning (Aufbautraining), Patrick Koronkiewicz (Gelbsperre)
Diesen Löwen droht eine Sperre
Fabian Greilinger hat bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müsste er also ein Spiel aussetzen. Fynn Lakenmacher, Julian Guttau, Marlon Frey, Kaan Kurt und Valmir Sulejmani stehen aktuell bei drei gelben Karten.
Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Viktoria Köln außer im Liveticker noch verfolgen?
Das Grünwalder Stadion ist wie gewohnt mit 15.000 Zuschauern ausverkauft. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder mit etwas Glück bis kurz vor Anpfiff jedoch noch Karten in den Heimblöcken kaufen.
Das Match wird nicht im Free-TV übertragen, MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.
Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.