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Oliver Mueller: “Ich brenne für die Aufgabe”

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Mueller: "Ich brenne für die Aufgabe"
Finanz-Geschäftsführer Oliver Mueller bei seiner Vorstellungsrunde

Durchaus turbulent ging es phasenweise bei der Presserunde zur Vorstellung des neuen kaufmännischen Geschäftsführers Oliver Mueller im Presseraum an der Grünwalder Straße 114 zu. Der e.V.-Präsident, Robert Reisinger, erteilte den Fragen eines bekannten Bloggers eine deutliche Absage, auch Pressesprecher Rainer Kmeth wies diesen noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass seine Fragen an den Präsidenten nicht beantwortet werden. Einen ruhigen und gelassenen Eindruck hinterließ Mueller bei seinem ersten Auftritt in Giesing. “Ich brenne für die Aufgabe”, erklärte der Badener und ging sehr sachlich auf die Fragen der zahlreich erschienen Pressevertreter ein.

Reisinger: “Wollen frühzeitig die Weichen stellen”

Eingangs der Presserunde erklärte Reisinger die Gründe für die sofortige Bestellung von Mueller zum kaufmännischen Geschäftsführer. “Der Verein hat sich entschlossen, den auslaufenden Vertrag von Marc-Nicolai Pfeifer vorzeitig zu beenden. Ab sofort ist Oliver Mueller durch 50+1 zum Geschäftsführer bestellt, er ist zuständig für Finanzen, Sponsoring und Marketing und bringt vielfältige Erfahrung aus der Sportbranche mit”. Reisinger zeigte sich überzeugt, die richtige Personalie für die Aufgaben gefunden zu haben: “Wir wollen Abläufe optimiert wissen. Geschäftsführer heißt für mich die Geschäfte zu führen und nur bei riskanten Maßnahmen die Zustimmung der Gesellschafter einzuholen”.

Reisinger: 2. Bundesliga ist das Ziel

Die Vereinsseite wünsche sich frühzeitig die Kennzahlen aus dem wirtschaftlichen Bereich zu erhalten. “Wir wünschen uns eine gute Kooperation und Kommunikation”, sagte Reisinger weiter. Es gehe darum, Talente an den Verein zu binden, Sponsoren zu finden und einen geeigneten Spielort sicherzustellen. “Die Rückkehr in die 2. Bundesliga ist unser kurz- bis mittelfristiges Ziel”, erklärte der e.V.-Präsident. Zur HAM-Seite ergänzte Reisinger: “Die Familie Ismaik ist ein großer Teil des Vereins. Wir versuchen ein so gut wie möglich abgestimmtes Handeln. Bis zum letzten Sommer wurden alle personellen Entscheidungen eng miteinander abgestimmt”. Nun habe man 50+1 gezogen und sich von Pfeifer getrennt, “um frühzeitig die Weichen für die kommende Saison zu stellen”.

Mueller: “Habe mich intensiv eingearbeitet”

Die erste Kontaktaufnahme zwischen Mueller, der vorher unter anderem für die Kölner Haie tätig war, und dem e.V. gab es im November letzten Jahres. “Danach haben wir uns ausgetauscht und ich habe mich intensiv eingearbeitet”, berichtete Mueller, der weiter betonte: “Ich stehe für Aufnehmen, Analysieren, Annehmen und Lösen”. Das Ziel seien zum Einen der sportliche und der finanzielle Erfolg, aber auch die Marke 1860 und das Image des Kult-Vereins zu pflegen. “Wirtschaftliche Vernunft”, sei ihm sehr wichtig, erklärte der neue Geschäftsführer. Mueller hat auch bereits den Aufsichtsrat kontaktiert, mit dem Wunsch sich auszutauschen. Aufgrund der Kürze der Zeit sei dies aber bislang noch nicht möglich gewesen. Im Umgang mit Konfliktsituationen sei er erprobt, sagte Mueller über sich selbst.

Mueller hat Affinität zum SC Freiburg

Über seine bisherigen Arbeitsplätze sagte Mueller, es sei sehr wertvoll, die Club-Arbeit aus vielen Perspektiven kennengelernt zu haben. “Ich weiß wie Athleten ticken”, erklärte der neue Geschäftsführer, der wie berichtet seit Freitag im Amt ist. Zudem kenne er das Fußball-Business und die finanzielle Seite. “Ich bin Badener und habe daher eine Affinität zum SC Freiburg. Diesen begleite ich seit der Oberliga, im Schwarzwald gibt es nichts anderes”, sagte Müller auf Nachfrage von sechzger.de, für wen sein Fußballherz vor dem ersten Kontakt zu den Löwen geschlagen habe. “Ich werde keine Spielsysteme für die Mannschaft entwickeln, aber es hilft wenn man Sportler lesen kann. Die Mechanismen und Prozesse sind über die Sportarten hinweg ähnlich”, sagte Mueller weiter.

Geschäftsführer will sich aus Vereinspolitik heraushalten

“Ich tue gut daran, mich aus vereinspolitischen Aktivitäten herauszuhalten. Ich habe eine Gesellschaft zu führen und werden mich aus Gesellschafter-Streitigkeiten raushalten”, sagte Mueller im Hinblick auf die Konflikte zwischen e.V. und HAM Ltd. Zu seinen Aufgaben gehöre es “Sponsoren zuzuhören und Vertrauen zu schaffen”. Mueller war schon mehrmals im Grünwalder Stadion zu Gast, zuletzt beim Heimspiel der Sechzger gegen Sandhausen. Aber auch Jahre zuvor habe er dort schon Spiele verfolgt, erklärte der Finanz-Chef der KGaA. “Ich kennen die Rahmenbedingungen und werde mir erstmal ein Bild machen”, erklärte Müller zur Stadionfrage und zum Thema Fans. Mit den Anhängern wolle er schnell in den Dialog gehen und “mit Anstand diskutieren”.

Klare Absage an den Blogger

Just aus vorgenannten Gründen erteilten, wie bereits vorab berichtet, erst Reisinger und dann Kmeth Rückfragen des Bloggers an den e.V.-Vorsitzenden eine klare Absage und entzogen ihm das Wort. “Wir wollten die KGaA handlungsfähig halten. Wir sprechen Probleme intern an, das ist kein Konfrontationskurs”, erklärte Reisinger im Hinblick auf die HAM Ltd. Man wolle, dass die KGaA bereit sei für die nächste Saison. “Wir wollten eine Basis schaffen für sauberes Arbeiten”, sagte Reisinger weiter.

Reisinger: Wir brauchen neue Impulse

Robert Reisinger erklärte auf Frage von sechzger.de, dass man bereits im November oder Dezember entschieden habe, den Vertrag von Pfeifer nicht über diese Saison hinaus zu verlängern. “Es macht Sinn im Ausblick auf die nächste Saison, gleich einen neuen Geschäftsführer zu installieren. Wir brauchen neue Impulse”, sagte Reisinger. Mueller habe sich beim e.V. vorgestellt, man habe Gespräche geführt und “schnell gemerkt, dass Konsens herrscht” (Reisinger). Im Anschluss wurde durch die Gremien entschieden, Mueller zu verpflichten. Muellers Familie bleibt erst einmal in Bergisch-Gladbach. “Das regelt die Familien-Managerin, also meine Frau. Ich gehe mit meiner ganzen Kraft und meinem ganzen Elan an die Aufgabe heran”, sagte Mueller. “Oliver Mueller gibt es nur mit Vollgas”, so der neue Geschäftsführer.

Drei Gründe für die Unterschrift bei den Löwen

Aus drei Gründen habe er sich für die Löwen entschieden, sagte Mueller: “Ich frage mich immer, was für einen Beitrag kann ich leisten. Ich bin seit 27 Jahren im Sport-Marketing und habe eine gewisse Resilienz geschaffen”, erklärte Mueller. Zum Zweiten wolle er die positive Entwicklung der KGaA beeinflussen, aber “es wird keine One-Man-Show”. Der dritte Punkt sei seine Familie und “Da gab es schnell einen grünen Haken, also packen wir es an!”, zeigte sich Mueller hemdsärmlig. Mit Sportdirektor Dr. Werner sei er vor seinem Engagement in München nicht bekannt gewesen, erklärte der Badener, man werde aber umgehend in intensiven Austausch treten.

“Nicht der erste Präsident der angegriffen wurde”

Abschließend ging es noch einmal um die schwelenden Konflikte zwischen dem Verein und der HAM. “Ich bin nicht der erste Präsident, der von der HAM angegriffen wird. Denken wir an Dieter Schneider oder Gerhard Mayrhofer. Das kommt mir vor wie ein Ritual. Das ist Teil einer bewussten Kampagne. Das Präsidium Schmidt/Sitzberger/Reisinger hat immer gesagt, wir stehen für einen partnerschaftlichen Dialog. Das war in den letzten sechs bis sieben Monaten aber nicht mehr der Fall. Wir haben nur das Wohl der KGaA im Auge”, erklärte der Präsident des TSV München von 1860 abschließend. So endete eine intensive erste Presserunde für Oliver Mueller, der einen abgeklärten, ruhigen und “sym-bad-ischen” ersten Eindruck hinterließ.

 

 

Giannikis: “Unsere Elemente ins Spiel bringen”

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Giannikis: Unsere Elemente ins Spiel bringen
Löwenrunde vor dem Nachholspiel gegen Rot-Weiß Essen mit Argirios Giannikis und Rainer Kmeth

Am Dienstag um 18:60 Uhr empfängt der TSV 1860 München Rot-Weiß Essen im Grünwalder Stadion, also nur drei Tage nach dem 0:0 beim Auswärtsspiel in Aue. Bei der Löwenrunden sprach TSV-Coach Argirios Gianniki über die personelle Lage und erklärte: “Essen hat einen anderen fußballerischen Ansatz, als Sandhausen oder Aue. Wir wollen unsere Elemente ins Spiel bringen und unsere Stärken nach vorne suchen.”. Pressesprecher Rainer Kmeth verwies darauf, dass noch wenige Restkarten auf der Stehhalle zum Verkauf stehen, das Spiel aber mit ziemlicher Sicherheit ausverkauft sein werde.

Löwen fast komplett gegen Essen

Personell sieht es gut aus bei den Münchnern. Bis auf den langzeitverletzten Zwarts, den verletzten Bangerter und den gesperrten Steinhart können die Sechzger im Duell der Altmeister aus dem Vollen schöpfen. “Stand gestern ist Reinthaler gesund”, erklärte Giannikis. Auf Nachfrage von sechzger.de, ob denn Kapitän Verlaat in der Startelf gesetzt sei, erklärte der TSV-Trainer, er wolle das Abschlusstraining abwarten. Zudem sei es denkbar, dass Neuzugang Muteba in den Kader rückt. Mit dem ersten Einsatz seiner Neuzugänge war Giannikis weitgehend zufrieden. Auch Schröter steht zur Verfügung, von Ouro-Tagba, der in Aue erstmals in der Startelf stand, dürfe man nicht gleich “zu viel erwarten” (Giannikis).

Duell gegen die alte Liebe

Im Duell mit seinem Ex-Verein will Giannikis mit seinem Team den zweiten Heim-Dreier des Jahres eintüten. “Es ist ein wichtiges Spiel für beide Vereine. Ich hatte in Essen eine schöne und intensive Zeit. Das Spiel wollen wir gewinnen”, sagte Giannikis.

Zufrieden mit der Zwischenbilanz

“Ich musste schnell vermitteln, was auf dem Platz nötig ist. Wir werden Möglichkeiten finden um siegfähig zu sein”, erklärte Giannikis weiter und verwies auf eine ordentliche Bilanz aus den ersten vier Spielen: “Wir haben drei Gegentore in vier Spielen kassiert, sechs Tore geschossen, sechs Punkte geholt und sind noch ungeschlagen”.
Der Mannschaft sei das wachsende Selbstvertrauen auf dem Platz anzumerken. “Vor der Winterpause hat die Mannschaft sechs von sieben Spielen verloren. Jetzt sind wir jedes Mal sehr nahe am Sieg. Es fehlt nicht viel. Und diese Kleinigkeiten müssen wir uns hart erarbeiten. Wir hatten auch Chancen gegen die starken Teams und sind auf einem guten Weg.”, erläuterte der Löwen-Dompteur.

Großer Kader bietet viele Möglichkeiten

Auf die Frage von sechzger.de ob die Kraftreserven in einer englischen Woche letztlich aufgrund der sehr laufintensiven Spielweise von Essen für die Löwen sprächen, sagte Giannikis weiter: “Der große Kader bietet uns viele Möglichkeiten, es wird sicher ein enges und intensives Spiel.”.

 

Löwinnen am Sonntag mit erstem Testspiel der Wintervorbereitung

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Tsv 1860 Frauen Löwinnen I

Am kommenden Sonntag starten die Löwinnen mit dem ersten Testspiel in die Vorbereitungsreihe zur Rückrunde. Gegner ist der TSV Gilching/Argelsried.

Löwinnen bestreiten erstes Testspiel

Folgende Freundschaftsspiele wurden vereinbart, ehe es am 24.03. gegen den SV DJK Taufkirchen wieder um Punkte geht.

🗓️ Sonntag, 11.02.2024, 🕐 13:00 Uhr
TSV Gilching/Argelsried : 🦁 Löwinnen 1️⃣
📍Sportanlage Gilching, Talhofstr. 13, 82205 Gilching

🗓️ Samstag, 24.02.2024, 🕔 17:00 Uhr
FC Puchheim : 🦁 Löwinnen 1️⃣
📍Sportzentrum Puchheim, Bürgermeister-Ertl-Str. 1, 82178 Puchheim

🗓️ Mittwoch, 06.03.2024, 🕣 19:30 Uhr
SV 1880 München I : 🦁 Löwinnen 1️⃣
📍Sportanlage Tübinger Str., Tübinger Str. 10, 80686 München

🗓️ Samstag, 09.03.2024, 🕐 13:00 Uhr
SV Neufraunhofen : 🦁 Löwinnen 1️⃣
📍Sportplatz St. Wolfgang, Hernberger Str. 2, 84427 St. Wolfgang

🗓️ Samstag, 16.03.2024, 🕠 17:30 Uhr
🦁 Löwinnen 1️⃣ : (SG) TSV 66 Polling/FC Mühldorf
📍“Sechser“, St.-Martin-Str. 35, 81541 München

Trainer Mariano Frate und sein Team freuen sich auf zahlreichen Besuch!

Titelbild: TSV München von 1860 e.V.

Erzgebirge Aue – TSV 1860 München (0:0), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Auswärtsspiels unseres TSV 1860 München beim FC Erzgebirge Aue. Am Ende steht ein etwas glückliches, aber doch verdientes 0:0 Unentschieden für die Sechzger.

Erzgebirge Aue – TSV 1860 München, eine Partie, die am Ende mit der Punkteteilung ein gerechtes Ergebnis vorweist, war eine für den Zuschauer möglicherweise etwas zähe Partie, da sich sehr viel im Mittelfeld bzw. hoch in den jeweiligen letzten Dritteln der Kontrahenten abspielte. Zwei Drittel der Ballverluste beider Teams ereigneten sich in den angesprochenen Zonen. So gab es am Ende lediglich 25 Ballkontakte insgesamt in den beiden Strafräumen, mit einem vernachlässigbaren leichten Vorteil für Aue in diesem Punkt.

Die Löwen spielten zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an mit zwei Sturmspitzen in einem 4-4-2 System. Aue setzte wie vermutet auf ein 4-2-3-1, das allerdings, wie erwartet, sehr variabel bei den offensiven Verschiebungen im letzten Drittel des Gegners breit aufgestellt mit bis zu vier Mann auf der vordersten Linie in den Momenten, in denen es die Auer schafften die Box der Löwen zu penetrieren, half, sehr gefährliche Situationen zu generieren.

Die Sechzger verschoben über den Box to Box Spieler und die beiden Mittelfeldaußen ebenfalls auf ein System mit vier Spielern in der vordersten Reihe. Leichte Ungenauigkeiten im gegnerischen letzten Drittel sorgten jedoch dafür, dass in der gegnerischen Box für die Sechzger wenig Produktives heraussprang.

Gegen den Ball setzten beide Teams auf eine Zweimannpressinglinie, die bei Pässen auf die jeweiligen Außenspieler durch einen Mittelfeldflügelspieler asymmetrisch verstärkt wurde. Da es allerdings wenige Situationen auf beiden Seiten gab, die Positionsspiel beinhalteten, und darum viel über Umschaltmomente nach Ballverlusten und daraus resultierenden Gegenpressingaktionen passierte, hat das Pressing auf das Positionsspiel diesmal in der abschließenden Analyse kein großes Gewicht.

Kommen wir aber zunächst zu den statistischen Werten der beiden Teams.

Statistische Werte FC Erzgebirge Aue – TSV 1860 München

  • Ballbesitz: Aue 58% – 1860 42%
  • Passgenauigkeit: Aue 81% – 1860 76%
  • Defensive Zweikampfquote: Aue 64% – 1860 56%
  • Schüsse/aufs Tor: Aue 12/3 – 1860 8/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): Aue 7,64 – 1860 8,64

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (58%:42%)

Es ist hier, wie generell in dieser Analyse, zwingend wichtig, das Spiel in Phasen einzuteilen. Blicken wir also auf den Ballbesitz in diesen Phasen.

Phase 1

Phase eins ist die komplette erste Halbzeit. Hier sehen wir einen nahezu ausgeglichenen Ballbesitz für beide Mannschaften mit leichten Vorteilen in der mittleren Viertelstunde dieser Halbzeit für Aue. Das Spiel wogte in der ersten Halbzeit hin und her, beide Teams konnten sich auch in einigen Situationen ins letzte Drittel des Gegners hineinspielen. Dort wurde aber das Spiel dann auf beiden Seiten häufig ungenau. Es gab wie – oben schon gesagt – Ballverluste in der vorderen Zone des letzten Drittels und im Mittelfeld, was zu wenig Positionsspiel und Umschaltmomenten mit Gegenpressingsituationen führte. Dadurch wirke die Partie sehr zerfahren. Ungenauigkeiten im Passspiel nach vorne prägten diese Halbzeit auf beiden Seiten dazu weiter unten mehr.

Phase 2

Die zweite Phase war dann die Viertelstunde nach der Halbzeitpause, als sich Aue einen deutlichen Vorteil beim Ballbesitz erarbeitete, allerdings mit dem Übergewicht an Ballbesitz keinerlei Aktionen zu Stande brachte, die für echte Gefahr hätten sorgen können. 66% Ballbesitz der Auer führte in dieser Phase zu null Schüssen der Schachter.

Die Sechzger hingegen konnten trotz der Feldunterlegenheit zu diesem Zeitpunkt einige Angriffe lancieren, die auch wirklich tief im letzten Drittel der Auer endeten. Leider fehlte es in diesen Momenten entweder an der richtigen Idee oder an der Präzision beim Abschluss.

Phase 3

Die letzte halbe Stunde, Phase drei, war dann wieder etwas ausgeglichener was den Ballbesitz betraf, allerdings weiterhin mit leichten Vorteilen für Aue und daraus resultierend drei hochkarätigen Möglichkeiten für Aue durch Seitz und insgesamt acht Schüsse. Seitz allerdings hatte an diesem Tag offensichtlich zum Frühstück das Zielwasser nicht auf dem Menüplan stehen.

In dieser Phase waren die Löwen durch den Einsatz der Hausherren und auch wegen der Umstellung, die in der Defensivreihe aufgrund Steinharts roter Karte getätigt werden musste, stark unter Druck und spielten darum nach vorne extrem hastig und viel zu ungenau, um längere Ballbesitzphasen zu kreieren.

Passgenauigkeit (81%:76%)

Viel zur Passgenauigkeit steht schon im Abschnitt zum Ballbesitz zu lesen, auch die Phasen, um die es geht, sind die gleichen. Generell muss man sagen, dass über die gesamte Spieldauer die Passgenauigkeit beider Teams was das Spiel nach vorne betrifft, auf nahezu gleichem Niveau liegen. Die Passgenauigkeit hat allerdings, wie immer, auch diesmal einen hohen Einfluss auf den Ballbesitz an sich. Mit einem deutlichen Unterschied: Im Normalfall sehen wir bei Mannschaften mit erheblich mehr Ballbesitz Probleme im Positionsspielaufbau. Am Samstage war das Spie jedoch hauptsächlich von Umschaltspiel und Gegenpressing geprägt. Darum waren die Rückpässe, die immer einen der wichtigsten Gründe für die Passgenauigkeit in einer Partie darstellen, diesmal nicht in der Defensivabteilung zu finden, sondern es waren häufig Pässe aus der gegnerischen Hälfte zurück auf die Restverteidigung, die dann für einen kontrollierten Aufbau sorgen sollte.

Ich gehe in dieser Rubrik nicht einzeln auf die Phasen ein, denn die Muster sind die gleichen wie immer, nur eben im Fall des Spiels vom Samstag in anderen Zonen, als man es in dieser Rubrik gewohnt ist.

Defensive Zweikampfquote (64%:56%)

Auf den ersten Blick sieht die defensive Zweikampfquote übel aus, wenn man es mit unseren Löwen hält. Die Abwehrarbeit besteht allerdings, wie wir alle wissen, nicht nur aus defensiven Zweikämpfen. Abgefangene Pässe, Kopfballduelle und einige andere Faktoren müssen hier ebenfalls berücksichtigt werden. Sieht man sich die gesamt Bilanz der Balleroberungen auf beiden Seiten an, liegt Aue mit zwei Balleroberungen insgesamt mehr knapp vorne.

Gehen wir ein wenig mehr in Detail und sehen uns die defensiven Zweikämpfe dort an, wo es tatsächlich wichtig ist, nämlich im eigenen letzten Drittel bzw. in den letzten zwanzig Metern vor der Torauslinie, haben wir in diesen Zonen jeweils eine Quote von 66% und keinen einzigen verlorenen Defensivzweikampf in der eigenen Box. Kopfballduelle gewannen die Sechzger deutlich mehr als die Gastgeber. Hier finden wir ein relatives Gefälle von knapp unter 20 Prozent und reelles Gefälle von einem Drittel zwischen dem FC Erzgebirge und dem TSV 1860. Ebenso können die Löwen in der Kategorie abgefangene Pässe ein deutliches Plus für sich verbuchen.

Wirklich in den Keller ging die Quote der defensiven Zweikämpfe beim TSV 1860 im Spiel gegen Erzgebirge Aue erst, nachdem wegen der Verletzung von Reinthaler eine horizontale Verschiebung innerhalb der Kette notwendig wurde. In der letzten Viertelstunde plus Nachspielzeit haben wir da leider nicht sehr gut ausgesehen.

Der Wert sieht in Summe aller Faktoren, die ausschlaggebend sind, also schlechter aus als er zu sein scheint. Wenn wir die letzte Viertelstunde aus der Rechnung nehmen, haben wir hier – alle Faktoren berücksichtigend – sogar besser performt als der Gegner.

Schüsse/aufs Tor (12/3:8/2)

Hier hat Aue die Nase vorne. Da muss man allerdings die Perspektive ein wenig anpassen. Aue schaffte es häufiger, Schüsse, die eigentlich auf den Kasten gegangen wären, zu blocken als die Spieler des TSV 1860 auf der anderen Seite. Somit haben wir drei Schüsse auf Seiten der Löwen, die Männel in Bedrängnis gebracht hätten, zusätzlich zu den beiden Schüssen, die er halten musste.

Des Weiteren schlossen sie Sechzger lediglich dreimal außerhalb der gegnerischen Box ab. Bei den Schachtern stehen mit sechs Schüssen von außerhalb doppelt so viele Schüsse, die grundsätzlich eher leichte Beute für Torhüter sind, zu Buche.

Am Ende haben beide Teams eine Schussgenauigkeit von 25% und lediglich eine Diskrepanz von 0,08 Punkten beim xG Wert. Runden wir hier bei der ersten Stelle nach dem Komma, finden beide Mannschaften hier die Zahl eins in ihrer Statistik.

PPDA (7,64:8,64)

Da das Spiel sehr vom Umschaltspiel und wenig von echtem Positionsspiel geprägt war, haben beide Mannschaften im Vergleich zum Saisonschnitt deutlich weniger Positionsangriffe zustande gebracht. Insgesamt sahen wir am Samstag um 43% weniger Positionsangriffe als in den anderen Spielen bisher im Schnitt. Daher ist der Wert beider Mannschaften diesmal klar ein Indikator für gut funktionierendes Gegenpressing und Mittelfeldpressing bei Umschaltangriffen.

Weder der TSV 1860 noch die Gastgeber ließen hier viel Raum oder Zeit, um nach Ballgewinnen ins Umschaltspiel zu gehen. Dadurch war, wie schon eingangs beschrieben, das Spiel sicherlich nicht das, was man eine spielerische Augenweide nennen kann.

Defensivtaktisch allerdings war das eine Topleistung. Dass beide Mannschaften zu Chancen kamen, ist der Natur des Spiels Fußball geschuldet. Fußball ist und bleibt ein Fehlerspiel und wer diese besser ausnutzt, hat am Ende meist die Nase vorn. Im Fall von Erzgebirge Aue – TSV 1860 am Samstag konnte niemand diese Fehler des anderen nutzen.

Das fiel auf

Reinthaler

Reinthaler fügte sich, bis auf ein paar kleinere Abstimmungsfehler, die nicht ins Gewicht fielen, sofort perfekt ins Mannschaftsgefüge ein. Er verlor kein Defensivduell, blieb bei allen Kopfballduellen siegreich. Von insgesamt 48 Aktionen im Spiel war er bei 37 erfolgreich.

Die anderen Neuzugänge

Sowohl Güler als auch Nankishi ließen aufblitzen, was man von ihnen erwarten kann, wenn sie früher oder später komplett den Anschluss ans Team gefunden haben werden. Güler spielte lediglich einen einzigen Fehlpass während er auf dem Feld war, Nankishi gar keinen. Nankishi gelang zudem zweimal eine Balleroberung und er holte sich bei einer Defensivaktion den gelben Karton ab. Das zeigt, dass er sich nicht zu schade ist, auch nach hinten seine Arbeit mannschaftsdienlich zu erledigen.

Das Spiel

Für den Fußballästheten war das vermutlich ein Spiel, wie man es sich wohl eher nicht wünscht. Sehr viel Ballbesitz beider Mannschaften zwischen den Strafräumen, kaum Szenen in der Box und kein Tor. Das ist nichts, wo man als jemand, der Fußballkunst sehen will, in Jubelarien verfallen wird. Mir hingegen hat vor allem die Defensivleistung bis zum Knackpunkt Auswechslung Reinthaler exzellent gefallen. Wenn sich zu diesen Aktionen und dem guten Stellungsspiel noch etwas mehr Präzision und Konzentration im Angriffsspiel gesellt, werden wir uns bald auch über mehr Ästhetik im Spiel freuen können.

Lakenmacher

Mich regen nach wie vor die Kommentatoren in den sozialen Medien auf, die Fehler sehen, wo es keine gibt, und einfach aus Gewohnheit auf einen Spieler eindreschen. Für Euch gibt jetzt erstmal ein paar Binsenweisheiten und dann Zahlen. Im Angriff zu spielen und dort gut auszusehen, ist nicht leicht. Wer Stürmer spielt, bekommt dauernd auf die Socken. Bälle festzumachen, die nicht 100%ig präzise dahin kommen, wo man sie gerne hätte, wird, je länger diese Bälle unterwegs sind, immer schwerer sein, als diese Bälle gegen den Spieler, der sie festmachen muss, zu verteidigen.

Lakenmacher hat am Samstag eine Passquote von 75% aufs Feld gebracht – das ist für einen Stürmer außerordentlich gut. Er hat in den 66 Minuten Spielzeit lediglich ein einziges Kopfballduell verloren und gab zwei Schussvorlagen.

Ich möchte die Kritiker dieses jungen Spielers, dem vielleicht hin und wieder noch etwas die Schlitzohrigkeit fehlt, um sich in knappen Situationen gegen seinen Gegner als Zielspieler durchzusetzen, gerne fragen: Was reitet Euch, so auf einen Spieler einzudreschen, der eindeutig sein Bestes gibt? Hat Euch der Junge etwas getan? Glaubt Ihr, er macht das absichtlich, wenn ihm mal ein Fehler unterläuft? Der Bub ist bei manchen so dermaßen unter dem Mikroskop und wird, sofern er sich auch nur einen Fehler erlaubt, sofort in den Kommentarbereichen in der Luft zerrissen, dass ich mich manchmal fremdschäme für diese Personen.

Lakenmacher hatte die beste Chance der Löwen mit dem mannschaftsübergreifend höchsten xG Wert im Spiel und wenn Männel da nicht wie ein Handballkeeper hext, gewinnen die Sechzger das Spiel 1:0. Hört bitte auf, wenn Ihr Euch schon nicht wirklich mit dem Sport auskennt, auf die Ffalschen einzudreschen.

Fazit

Ein glücklicher, aber absolut verdienter Punkt in einem zerfahrenen Spiel. Gegen Essen zuhause mit mehr Präzision nach vorne genauso weitermachen, dann holen wir endlich wieder einen Dreier.

Ein Punkt noch in eigener Sache, weil danach gefragt wurde: Die Analyse des Sandhausen-Spiels musste leider ausfallen. Krankheitsbedingt war ich nicht in der Lage, mich darum zu kümmern. Sorry, falls es mehr Leute vermisst haben sollten. Ich gebe immer mein Bestes, um zu jedem Spiel alles Nötige zu liefern, aber leider hat mir ein Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht, was das Spiel letzte Woche betrifft.

Datenquelle: Wyscout

sechzger.de Talk 143: Punkt in Aue, vor Essen & Ingolstadt

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sechzger.de Talk Folge 143 Neuzugänge, nach Erzgebirge Aue - TSV 1860 München und vor den Duellen mit Rot-Weiss Essen und FC Ingolstadt

Diverse Neuzugänge und drei Spiele bespricht Jan im sechzger.de Talk Folge 143 mit seinen beiden Gästen Bernd und Thomas. Sowohl das Remis gegen Erzgebirge Aue als auch die Duelle mit Rot-Weiss Essen und dem FC Ingolstadt werden thematisiert. Außerdem – und wie sollte es auch anders sein – spielt die Vereinspolitik in der aktuellen Ausgabe ebenfalls eine Rolle.

Vier Neuzugänge beim TSV 1860 München

Spät, aber dafür mit gleich mehreren Meldungen innerhalb von kurzer Zeit agierte der TSV 1860 München in der mittlerweile zurückliegenden Transferperiode im Winter. Mit Abdenego Nankishi, Max Reinthaler, Eliot Muteba und Serhat-Semih Güler stellten die Löwen insgesamt vier neue Spieler vor. Christian Werner war also alles andere als untätig. Auffällig auch: kein einziges Medium hatte die Neuen vorzeitig auf dem Zettel, Gerüchte gab es nahezu gar nicht. Dass das bei weitem kein Normalzustand beim TSV 1860 ist, stellte der ein oder andere Löwenfan durchaus bereits fest.

TSV 1860 weiter ungeschlagen nach Remis in Aue

Mit drei Neuzugängen im Einsatz reichte es für die Mannschaft von Argirios Giannikis bei Erzgebirge Aue zu einem weiteren Punkt. Chancen gab es auf beiden Seiten durchaus, Tore fielen zwischen den beiden Kontrahenten jedoch nicht. Jan diskutiert die Auswärtspartie, die von 1600 Löwenfans live im Stadion verfolgt wurde, mit Bernd und Thomas ausführlich. Dabei geht es unter anderem für den Platzverweis von Phillipp Steinhart kurz vor Schluss.

Marc-Nicolai Pfeifer muss vorzeitig gehen – Oliver Mueller übernimmt

Bevor es um die nächsten sportlichen Aufgaben geht, spielt die Vereinspolitik auch im Talk Nummer 143 eine Rolle. Seit der letzten Ausgabe ist viel passiert, was in der aktuellen Folge noch einmal aufgezählt wird. So deutet weiterhin alles auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung hin und Vize-Präsident Heinz Schmidt legt voraussichtlich im Sommer ebenfalls sein Amt nieder. Der Name Georg Hochedlinger beschäftigt die Löwenfans, vor allem aber die Freistellung von Marc-Nicolai Pfeifer. Sein Nachfolger ist mit Oliver Mueller bereits bekannt. Es ist also wieder einmal viel passiert.

Vorschau auf die Heimspiele gegen Essen und Ingolstadt

Abschließend rückt der Sport wieder in den Mittelpunkt. Kein Wunder, denn mit den Spielen gegen Essen am Dienstag sowie Ingolstadt am Sonntag stehen gleich zwei Duelle kurz nacheinander im weiß-blauen Terminkalender. Leicht werden die Aufgaben dabei nicht, es reisen der momentane Tabellen-5. sowie die auf Rang 4 liegenden Ingolstädter nach Giesing. Im Talk 143 gibt es von Bernd und Thomas jeweils eine Einschätzung, ob der TSV 1860 München in den Partien punkten kann. Spannend dürfte auch zu beobachten sein, wie sich die Neuzugänge bei den nächsten Aufgaben schlagen werden.

Der sechzger.de Talk 143 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 punktet auch bei Erzgebirge Aue

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Argirios Giannikis bleibt mit dem TSV 1860 München weiter ungeschlagen, in Aue reichte es zu einem torlosen Remis. Neben der Berichterstattung zu dieser Partie gab es am Wochenende natürlich auch weitere Artikel, die in der heutigen Übersicht einen Platz finden. Zu guter Letzt gibt es zum Start in eine neue Woche einen Blick auf die Konkurrenz aus der 3.Liga.

Giesinger Gedanken nach dem Remis des TSV 1860 in Aue

Einmal mehr verknüpft Thomas Enn in seinen Giesinger Gedanken die Erlebnisse seiner Woche mit dem TSV 1860 München. Herausgekommen ist dieses Mal ein Text, der sich mit der Plattentektonik bei den Löwen beschäftigt. Auch wenn die vereinspolitische Situation für den ein oder anderen aktuell schwierig zu ertragen ist – dieser Text ist ein Muss für jeden Anhänger des TSV 1860 München!

Fotogalerie & PK zur Partie Erzgebirge Aue – TSV 1860

Viel Zeit bis zum nächsten Spiel bleibt gar nicht, schließlich geht es am Dienstag schon weiter. Dann ist Rot-Weiß Essen zum Nachholspiel in Giesing zu Gast. Zuvor gibt es an dieser Stelle allerdings noch einen Blick zurück. Sowohl die Fotogalerie als auch der Bericht zur Pressekonferenz mit Argirios Giannikis ging am gestrigen Sonntag online.

Weitere Herrenteams im Einsatz – U19 mit drei Punkten

Langsam aber sicher nehmen auch andere Teams den Betrieb auf dem Rasen wieder auf. So absolvierte die zweite Mannschaft mit Frank Schmöller ein erfolgreiches Testspiel gegen eine schwedische Mannschaft. Nicht so gut lief es dagegen für den TSV 1860 III und IV. Beide verloren ihre Testspiele. Bis zum Saisonstart ist allerdings noch genug Zeit, um sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

Straßer mit durchwachsenem Ergebnis in Frankreich

Nicht zufrieden dürfte Skilöwe Linus Straßer mit seinem Abschneiden in Chamonix sein. Durch einen Fahrfehler im ersten Durchgang hatte der Sieger von Kitzbühel und Schladming keine Chancen auf einen weiteren Erfolg. Nach Platz 17 im ersten Durchgang konnte er sich zumindest noch leicht verbessern und fuhr am Ende auf Rang 14. Nächste Woche steht ein Slalom in Bulgarien auf dem Programm.

TSV 1860 e.V. gibt Fristen für Mitgliederversammlung bekannt

Bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung sind noch ein paar Monate zu absolvieren. Schon jetzt wurden einige Fristen bekannt gegeben, die die neu zu wählenden Gremien betreffen. Dabei geht es unter anderem um den Wahlausschuss und den Verwaltungsrat. Bis März haben mögliche Bewerber Zeit ihre Unterlagen fristgerecht einzureichen und somit von den Mitgliedern gewählt werden zu können.

Saison 2024/25: bleibt Jesper Verlaat ein Löwe?

Christian Werner hat einiges zu tun. Viele Verträge laufen im Sommer aus, es gilt für die Saison 2024/25 ein passendes Team zu formen. Mit den Neuzugängen ist das zum Teil schon passiert wenn man einen Blick auf die Vertragslaufzeiten wirft. Eine spannende Personalie, dessen Vertrag ausläuft, ist Kapitän Jesper Verlaat. Die Löwen befinden sich aktuell wohl in Gesprächen und hoffen, dass sie schon bald eine Verlängerung verkünden können.

HAM mit Pressemitteilung am Sonntagabend

Am gestrigen Sonntagabend verschickte die HAM Ltd. eine Pressemitteilung an die Medien. Es ist eine Reaktion auf die Freistellung von Marc-Nicolai Pfeifer, von der der Mitgesellschafter erst nach der Maßnahme in Kenntnis gesetzt wurde. Klare Kritik wird daher am e.V. geäußert, der in den Augen der HAM einige Versäumnisse zu verantworten hat.

News aus der 3.Liga

Der 24.Spieltag

Jahn Regensburg baut seinen Vorsprung an der Tabellenspitze weiter aus. Durch die Niederlage von Dynamo Dresden am 24.Spieltag in Ingolstadt liegt der SSV nun bereits sechs Punkte vor den Sachsen. Bielefeld verlor zuhause gegen Viktoria Köln, während Unterhaching knapp gegen den SC Verl gewann. Der nächste Löwen-Gegner Essen drehte ein wahnsinniges Spiel in den Schlussminuten und gewann gegen den SC Freiburg II mit 4:3.

Weiterer Umbau vom Ludwigspark?

Eigentlich wurden die Arbeiten am Saarbrücker Ludwigspark gerade erst abgeschlossen. Doch komplett zufriedenstellend ist man im Saarland noch nicht. Der größte Punkt sind dabei die sogenannten “Kuhweiden”, die vom Gästeblock aus gut sichtbar sind. Diese sollen verschwinden und könnten für eine deutliche Kapazitätserhöhung sorgen. Durch die Wandlung von bisherigen Sitz- in Stehplätze sollen weitere 700 zusätzliche Plätze gewonnen werden. Zu guter Letzt steht auch das Dach in der Diskussion. Bei einem möglichen Aufstieg in die 2.Bundesliga wäre eine Komplettüberdachung notwendig. Alle drei Punkte haben aber auch etwas gemeinsam: es stellt sich die Frage nach der Finanzierung. Die Stadt Saarbrücken berät sich am kommenden Dienstag – will aber auch den Verein mit einbinden. Es dürfte also noch etwas dauern bis zu einer finalen Entscheidung.

Batista-Meier wechselt nach Zürich

Gerade erst hatte Dynamo Dresden die Leihe von Oliver Batista-Meier beim Ligakonkurrenten SC Verl vorzeitig beendet. Doch nicht etwa um den 22-Jährigen selber einzusetzen, sondern ihn verkaufen zu können. Das klappte schlussendlich auch halbwegs: Batista-Meier wechselt auf Leihbasis zu den Grasshoppers nach Zürich. Zudem haben sich die Schweizer eine Kaufoption gesichert.

HAM Ltd. mit Stellungnahme zum Pfeifer-Aus

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Trainingsgelände TSV 1860 München Gebäude Übersicht Geschäftsführer Ismaik

Die HAM Ltd. hat ein Statement zur Beurlaubung von Marc-Nicolai Pfeifer abgegeben. In dem mit zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehlern gespickten Pamphlet kritisiert der Mitgesellschafter den e.V. erneut scharf. Zudem hängt sich HAM Ltd. unter anderem an einer noch nicht vollzogenen Handelsregistereintragung auf.

Die Pressemeldung der HAM nach der Beurlaubung von Pfeifer im Wortlaut

Wie wir am Freitagnachmittag informiert wurden, hat das Präsidium des TSV von 1860 München e.V. („e.V.“) entschieden, den bisherige Geschäftsführer Finanzen, Herr Marc-Nicolai Pfeifer, mit Wirkung per sofort freizustellen. Die Gründe hierfür sind uns, dem Mehrheitsgesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, bisher nicht mitgeteilt worden.

Die Art und Weise, wie diese Entscheidung gegenüber Herrn Pfeifer kommuniziert wurde, entspricht nicht unserer Vorstellung eines angemessenen Umgangs mit Menschen. Es passt aber zu dem neuen Ton, der mittlerweile von einer radikalen Minderheit innerhalb von 1860 gepflegt wird: Fahndungsplakate missliebiger Menschen, Schmähaufkleber gegen die Polizei, öffentliche Misstrauensbekundungen gegenüber altgedienten Präsidiumsmitgliedern und nun die öffentlichkeitswirksame Entfernung von Herrn Pfeifer aus einem Amt, dass er seinerzeit auf Wunsch des e.V. angetreten ist. Dies sollte eine Warnung an alle sein, die nun auf Geheiß des e.V. für TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA tätig werden.

Wir möchten an dieser Stelle Herrn Pfeifer unserem Dank für seinen unermüdlichen Einsatz für 1860 aussprechen. Seine Erfolge bei der Gewinnung neuer Sponsoren waren herausragend. Seine Beliebtheit bei den Sponsoren, die sich sogar öffentlich hinter ihn gestellt hatten, als der e.V. ihn erstmals öffentlich angriff, sprechen für sich.

Der e.V. informierte uns ebenfalls, dass er Herrn Oliver Mueller als neuen Geschäftsführer Finanzen bestellt habe. Ob dies rechtswirksam geschehen ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen, da der e.V. bisher trotz Aufforderung hierzu keine Unterlagen vorlegen konnte. Gleiches gilt auch für die angebliche Bestellung von Herrn Dr. Werner als Geschäftsführer.

Im aktuellen Handelsregister der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH ist Herr Dr. Werner jedenfalls immer noch nicht eingetragen. Laut Handelsregister ist jetzt freigestellte Herr Pfeifer der alleinige vertretungsberechtigte Geschäftsführer.

HAM bekräftigt seinen Wunsch nach Einigkeit und Zusammenarbeit, der öffentlich und unter vier Augen gegenüber der e.V.-Führung geäußert wurde, in der Hoffnung, dass weiterer Schaden für den Club und die Profifußballmannschaft vermieden werden kann.

Vorbereitung auf Saison 2024/25: verlängert Verlaat bei 1860?

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04 Jesper Verlaat TSV 1860 München Kapitän Saison 2023/24

Christian Werner, der neue Geschäftsführer Sport, konnte in der zurückliegenden Woche vier Neuzugänge präsentieren. Außerdem verlängerte Nachwuchstalent Moritz Bangerter seinen Vertrag bei den Löwen. Die Planungen für die Saison 2024/25 sind damit gestartet. Zahlreiche Vertäge laufen beim TSV 1860, unter anderem von Jesper Verlaat. Verlängert der Kapitän in Giesing?

TSV 1860 bindet Neuzugänge auch für die Saison 2024/25

Mit Abdenego Nankishi, Eliot Muteba, Serhat-Semih Güler und Max Reinthaler konnten die Löwen kurz vor Ende der Winter-Transferphase noch vier neue Spieler für den Kader präsentieren. Zudem verlängerte Moritz Bangerter vorzeitig und bleibt dem TSV 1860 München somit weiterhin erhalten. Abgänge gab es im Gegenzug hingegen nicht, der Kader ist somit deutlich größer geworden. Mit einem Blick auf die Vertragslaufzeiten wird klar, dass die neuen Spieler nicht nur für die aktuelle Spielzeit verpflichtet wurden. Das hatte der Geschäftsführer Sport Christian Werner bereits angekündigt.

Während Abdenego Nankishi eine Ausnahme darstellt und im Sommer wieder zu seinem eigentlichen Verein Werder Bremen zurückkehren wird, haben Max Reinthaler und Serhat-Semih Güler jeweils bis Sommer 2025 unterschrieben. Eliot Muteba, der aus der Regionalliga Bayern kommt, hat sich sogar über die Saison 2024/25 hinaus gebunden und bleibt bis 2026 in Giesing. Gleiches dürfte für Moritz Bangerter gelten, dessen Arbeitspapier ursprünglich bis zum Sommer diesen Jahres lief.

Was macht Jesper Verlaat?

Doch die Baustellen für Christian Werner sind damit nur geringfügig weniger geworden. Sage und schreibe 18 Verträge laufen Ende Juni aus – es gibt also noch viel zu tun. Neben Fynn Lakenmacher oder Tim Rieder zählt dazu auch Kapitän Jesper Verlaat. Wie Werner im Interview mit MagentaSport am Samstag in Aue signalisierte, wollen die Löwen mit dem 27-Jährigen unbedingt verlängern. Der Innenverteidiger sei bei “der weiteren Betrachtung des Kaders extrem wichtig” so der Geschäftsführer. Die Löwen befinden sich demnach bereits in Gesprächen mit Verlaat und hoffen schon bald einen weiteren Erfolg vermelden zu können. Doch bis alle Personalien für die Saison 2024/25 geklärt sind, ist es noch ein weiter Weg.

Fotogalerie zu FC Erzgebirge Aue – TSV 1860 München

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FC Erzgebirge Aue TSV 1860 20240203 Fotogalerie Titelbild

Reich an Höhepunkten war die gestrige Partie der Löwen im Erzgebirgsstadion nun wahrlich nicht, den Punkt haben sie aber natürlich gerne nach Giesing mitgenommen. Wir präsentieren Euch in unserer Fotogalerie die schönsten Impressionen vom torlosen Remis des TSV 1860 beim FC Erzgebirge Aue.

Fotogalerie zu Erzgebirge Aue – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

 

Slalom-Weltcup in Chamonix: Straßer wird 14.

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

An diesem Wochenende konnte auf Grund der aktuell hohen Temperaturen nur ein Weltcup-Rennen durchgeführt werden. In Chamonix waren Linus Straßer und Konsorten heute beim 7. Slalom der Saison im Einsatz.

Fehler im unteren Teil kostet Straßer bessere Ausgangsposition

Die Piste in Chamonix ist weit weniger anspruchsvoll als ihre Pendants in Kitzbühel und Schladming, wo Strasser zuletzt einen Doppelsieg feiern konnte. Im ersten Durchgang zeigte Linus dennoch eine solide Fahrt bis in den unteren Teil. Dort unterlief dem Skilöwen ein folgenschwerer Fehler, denn im nachfolgenden Flachstück konnte er nicht mehr beschleunigen und sein Rückstand summierte sich somit. Nach dem ersten Durchgang in Chamonix lag Straßer schlussendlich auf Rang 17 mit 1,24 Sekunden Rückstand auf den Halbzeitführenden Clemente Noel aus Frankreich. Es folgten Timon Haugan (+0,23 Sekunden) und Manuel Feller (+0,40 Sekunden). Weitere deutsche Fahrer konnten sich nicht für den zweiten Durchgang qualizieren.

Aufgeweichte Piste im zweiten Durchgang

Selbst am Fuße des Mont Blancs machen sich die warmen Temperaturen aktuell bemerkbar. Die Piste weichte zunehmend auf und die später startenden Fahrer hatten einen veritablen Nachteil. Nach einem eigentlich verkorksten ersten Lauf ging der Schweizer Daniel Yule als erster an den Start und legte die Laufbestzeit vor. Straßer zeigte wiederum eine Fahrt ohne großen erkennbaren Fehler. Allerdings konnte er nicht an die Zeit von Yule und anderen vor ihm gestarteten Fahrern herankommen. Wegen der nachlassenden Pistenverhältnisse ging es einem Großteil der Fahrer so. Straßer konnte am Ende noch drei Plätze gut machen und kehrt mit einem 14. Platz aus Savoyen zurück.

Historischer Sieg für Daniel Yule

Daniel Yule feierte am Ende einen historischer Sieg. Als erstem Fahrer gelang es dem Schweizer von Platz 30 noch einen Slalom für sich zu entscheiden. Am Ende nahm er Clement Noel im zweiten Lauf 2,11 Sekunden ab und gewann vor seinem Landsmann Loic Meillard (+ 0,16 Sekunden) und Lokalmatador Noel (+ 0,18 Sekunden). Vierter wurde Manuel Feller, der damit seine Führung im Slalom Weltcup vor Linus Straßer ausbauen konnte.

Weiter geht es am nächsten Sonntag im bulgarischen Bansko für die Slalomfahrer.