Robert Reisinger hat sich in der Abendzeitung zum neuesten Video von Kreditgeber Hasan Ismaik geäußert.
Ismaik posiert und poltert vor Alpenkulisse
Hasan Ismaik scheint sich den Anruf von Klaus Lutz’ zu Herzen genommen zu haben und setzte keinen weiteren schriftlichen Facebook-Post ab. Stattdessen legte er noch eine Schippe drauf und veröffentlichte in T-Shirt und kurzer Hose mit erloschener Zigarre auf einem Balkon eines (so wird berichtet) Health-Wellness-Hotels am Tegernsee ein ca. 15-minütiges Video. In diesem Werk zog er in gewohnter Manier über die ehrenamtlichen Vereinsfunktionäre der letzten 13 Jahre her, begab sich in eine Opferrolle und stellte ein 100 Millionen Euro Invest in Aussicht für den Fall, dass sich die “personelle und strukturellen” Umstände bei 1860 ändern.
Reisinger reagiert in der AZ: “war fest davon überzeugt dass es sich (…) um Deep-Fake handelt”
Nun hat 1860-Präsident Robert Reisinger in der “Abendzeitung” auf das Video reagiert. “Als ich das leicht verschwommene Video zum ersten Mal gesehen hab, war ich fest überzeugt davon, dass es sich um einen durch Künstliche Intelligenz generierten Deep Fake handelt. Eine Satire von Fans. Erst später wurde mir klar, die Bilder sind echt”. Weit hergeholt scheint diese Aussage nicht. Auch der Kommentarbereich der AZ sowie die überwiegende Mehrheit der Kommentierenden unter Ismaiks Post auf Facebook selbst sind fassungslos hinsichtlich der neuesten wirren Botschaft und ob des Bärendienstes, den Ismaik dem “Bündnis Zukunft 1860” im Verwaltungsratswahlkampf erwiesen hat.
Reisinger weiter: “Stellen Sie sich einfach die umgekehrte Situation vor, ich würde in kurzen Hosen auf einem Balkon stehen, mit einer dicken Zigarre in der Hand in eine Handykamera sprechen, unseren Mitgesellschafter mit aggressiven Vorwürfen überschütten und ihm dann über Facebook ein 100 Millionen Angebot machen.” Der Präsident konstatiert: “Unsere Mitglieder würden zu Recht fragen, ob ich noch ganz bei Trost bin.”
Reisinger weist auf seine Legitimität hin – und lädt Ismaik erneut ein
“Ich klebe nicht an meinem Stuhl. Ich bin der gewählte Präsident dieses Vereins. Das fällt Hasan Ismaik offenbar schwer zu akzeptieren.” Und weiter: “Ihm scheint aber auch das Vereinswesen in Deutschland insgesamt ziemlich fremd.”
Auf das (unter nicht näher genannte Bedingungen gestellte) angekündigte 100-Millionen Invest von Ismaik wollte Reisinger nicht näher eingehen: “Ein geschäftliches Angebot, das als Facebook-Video bei uns eingeht, kann ich unmöglich seriös kommentieren”.
Dennoch sprach er dem Mehrheitsgesellschafter erneut die Einladung zum persönlichen Austausch aus: “Ich lade aber Herrn Ismaik herzlich ein, sich mit den Vertretern des Muttervereins an einen Tisch zu setzen und uns seine Ideen detailliert zu erläutern.”














