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Abdenego Nankishi wechselt auf Leihbasis zum TSV 1860

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Nankishi 1860

Kurz vor Ende der Transferphase haben sich die Löwen doch noch verstärkt. Vom SV Werder Bremen wechselt Abdenego Nankishi auf Leihbasis zum TSV 1860 München. Er wird die Nummer 14 auf dem Rücken tragen.

Abdenego Nankishi auf Leihbasis zum TSV 1860

Auf der Homepage der Löwen wird der 21-jährige Außenstürmer wie folgt vorgestellt:

Der Deutsch-Angolaner begann beim TV Loxstedt und wechselte 2014 in den Nachwuchs des SV Werder Bremen. In den Jahren von 2019 bis 2021 kam der gebürtige Bremerhavener zu Einsätzen in den deutschen U17, U19 und U20-Nationalmannschaften. Nach seinem Wechsel in den Herrenbereich kam Abdenego in sechs Spielen der 2. Bundesliga für den SV Werder Bremen zum Einsatz, unter anderem auch im prestigeträchtigen Nordderby gegen den Hamburger SV.

Im August 2022 wechselte er auf Leihbasis zu Heracles Almelo in die niederländische Keuken Kampioen Divisie und stieg am Saisonende als Meister in die Eredivisie auf. In der ersten niederländischen Liga erzielte er in der laufenden Saison in 10 Spielen drei Treffer und bereitete einen weiteren vor.

“Wir freuen uns, dass wir mit Abdenego einen hochinteressanten jungen Spieler nach München holen können und danken dem SV Werder Bremen für eine sehr unterstützende und professionelle Zusammenarbeit”, sagt Dr. Christian Werner, Geschäftsführer Sport des TSV 1860 München. “Abdenego hat eine extreme Durchsetzungsfähigkeit, einen tollen Charakter und ist durch seine Polyvalenz, seine Schnelligkeit und seinen Zug zum Tor eine absolute Bereicherung für den TSV 1860 München.”

“Die Löwen haben sich sehr um mich bemüht, daher habe ich mich zusammen mit meinem Berater und in Absprache mit Werder Bremen für einen Wechsel entschieden”, sagt Abdenego Nankishi. “Der TSV 1860 München ist ein klangvoller Name im deutschen Fußball. Ich freue mich auf das neue Umfeld und die Erfahrung in München. Durch den Wechsel erwarte ich für mich persönlich mehr Spielzeit und damit einen weiteren Entwicklungsschritt in meiner Laufbahn.”

Titelbild: (c) TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA

Stephan Tempel: Offener Brief an Hans Sitzberger

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Hans Sitzberger TSV 1860 Vizepräsident

Zu Beginn der Woche nahm sechzger.de Gründer Stephan Tempel an unserem Talk teil und äußerte sich dort bereits ausführlich zu vereinspolitischen Themen rund um den TSV 1860. Heute legt er mit einem offenen Brief an Vizepräsident Hans Sitzberger nach und legt darin nicht nur das moralische Dilemma dar, in dem er sich befindet – und wahrscheinlich nicht nur er…

Stephan Tempel: Offener Brief an Hans Sitzberger

Lieber Hans Sitzberger,

was in den letzten Tagen und Wochen geschehen ist, ist dramatisch. Anders kann man es nicht beschreiben.

Der Löwenfan – wie ich – steckt in einem Dilemma. Er mag Dich. Er schätzt Dich. Dich und alles was Du für unseren TSV getan hast.

Der Verwaltungsrat empfiehlt Deine Abwahl. Warum? Darüber wird viel spekuliert. Der Buschfunk läuft auch Hochtouren.

Martin Gräfer von der Bayerischen hat Dir bereits im Vorfeld sein Vertrauen ausgesprochen. Um kurz darauf einen unabhängigen Untersuchungsausschuss zu fordern. Um kurz danach noch einmal zu betonen, dass er auf jeden Fall hinter Dir steht.

Wofür er dann überhaupt seinen Untersuchungsausschuss braucht, bleibt sein Geheimnis. Ebenso, warum er dem Verwaltungsrat nicht traut. Die Frage konnte oder wollte er auch auf mehrmaliges Nachfragen nicht beantworten. Aber das ist ein anderes Thema.

Bekannte Gesichter im Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat ist das Gremium, welches sich gegen Dich ausgesprochen hat. Zugleich das Gremium, welches Dich seinerzeit als Vizepräsident vorgeschlagen hat.

Es besteht aus neun Leuten, die Namen kennt jeder oder kann sie nachlesen. Unternehmer. Rechtsanwalt. Eine Referentin der Stadt. Ein Stadtrat. Doktoren. Auch in diesem Gremium kenne ich viele Leute zum Teil schon über 20 Jahre – und schätze sie ebenfalls sehr. Du merkst vielleicht, in welchem Dilemma ich stecke.

Ich werde mir in deinem Fall kein Urteil erlauben, bevor alle Fakten auf dem Tisch liegen.  Das stünde meiner Meinung nach auch unserem Hauptsponsor gut zu Gesicht, aber das ist ein anderes Thema.

Dass sich jedoch neun Leute – die sich sicherlich der Sprengkraft in diesem Fall bewusst waren – gegen Dich ausgesprochen haben, macht mich zumindest einmal nachdenklich.

Vom Saulus zum Paulus?

Ebenfalls nachdenklich macht mich, aus welcher Ecke Du und der bereits genannte Hauptsponsor jede Menge Beifall bekommen.

Nämlich genau aus der Ecke, die Euch jahrelang in ein schlechtes Licht gerückt hat.

Hier unterscheiden sich übrigens beide Seiten markant: Du positionierst Dich seit Monaten gegen den Präsidenten und seine Entscheidungen. Dennoch wirst Du niemanden von deinen alten Weggefährten in diesem Lager finden, der ein schlechtes Wort über Dich sagt oder schreibt.

Bei denen, die Dich jetzt feiern, sah das in der Vergangenheit anders aus. Ich zitiere jetzt mal eben aus dem (etwas älteren) Kommentarbereich eines großen Blogs, der dich jetzt feiert. In Klammern dahinter immer die Anzahl der Zusprüche/Widersprüche:

“Der Sitzberger stottert sich da was vor, dass ist unbeschreiblich. Solche Funktionäre kannst alle vergessen, das wird nie was” (60/4)

“Der ist der gleiche Traumtänzer wie Goldzahn und Grinser” (57/5)

“Hugh. Das Fahnderl im Wind hat gesprochen” (60/8)

“Sitzberger stellt sich mit dem Kommentar die schlechtesten Noten aus und beweist seine absolut unfähigkeit” (46/9)

“Kann der Mann weder lesen, noch schreiben, noch hören? Ist er taub?” (51/11)

“mei der Sitzberger, dreht sich wie eine Fahne im Wind” (45/9)

“Zsammkehrer. Es gibt niemanden in diesem Verein, der eine Führungspersönlichkeit ist. Man muss sich schämen” (31/5)

“So ein blödes Geschwätz – der soll lieber zamkehrn, ggf versteht er davon ein wenig” (19/6)

“Das Fähnchen im Wind” (43/21)

“Für mich hat er sich endgültig zum peinlich, peinlicher, am peinlichsten Sitzberger gemacht” (46/20)

“Sitzberger ist auch so ein Wendehals. Kann mich noch gut erinnern, wie er in der AA Ismaik zur Begrüßung um den Hals fiel. Was für eine Ansammlung charakterloser Typen” (73/11).

“Was will der Sitzberger da? Hat 0 Ahnung vom Fußball” (37/10)

Diese Liste könnte man noch ewig weiterführen. Ähnliche Kommentare finden sich im Übrigen auch massig zu unserem Sponsor. Mit ähnlicher Sympathieverteilung.

Erst abgrundtiefe Ablehnung, jetzt nahezu Heldenstatus

Genau aus der Ecke bekommt ihr beide jetzt jede Menge Applaus. Von Leuten, die Euer Handeln, aber auch Euch persönlich in den letzten Jahren verspottet und angegriffen haben.

Trotz Deines großen Engagements FÜR den Verein, der vielen Zeit und dem vielen Geld, welches Du in die Löwen gesteckt hast, bist Du von diesen Leuten immer nur beschimpft worden.

Jetzt, wo Du Dich das erste Mal im Leben GEGEN etwas stellst – und somit auch gegen viele Leute, die Dir jahrelang loyal zur Seite standen und es auch jetzt noch tun – jetzt wirst Du von genau diesen Leuten gefeiert.

Ganz ehrlich: Das würde mir zu denken geben. Vielleicht noch mehr als die Handlung des Verwaltungsrates.

Egal wie es ausgeht: ich mag Dich trotzdem. Der Mensch steht und stand für mich schon immer über seinen (vereins-)politischen Ansichten. Sonst wäre es um mich rum eh sehr einsam. Am Ende vom Tag ist es ohnehin nur Fußball.

Ob man den jetzt als Hobby, Freizeit oder Lebensentwurf sieht: am liebsten hab ich dabei nette Leute um mich rum. Leute mit Charakter.

Wer mich über Jahre hinweg persönlich beleidigt und beschimpft hat, wird niemals mein Freund sein. Auch wenn wir zufällig irgendwann einmal die gleiche Meinung über die Ausrichtung unseres Vereines haben.

Da würde ich einfach mal drüber nachdenken.

Dir wünsche ich das gleiche wie unserem Verein: Nur das Beste für die Zukunft. Das ist ehrlich gemeint und kommt vom Herzen.

Stephan

Senioren B des TSV 1860 mit Remis beim SV Puchheim II

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TSV 1860 Senioren B SV Puchheim II

Der Ball rollt wieder bei den Senioren B und zum Jahresauftakt erreichte der TSV 1860 beim SV Puchheim II ein 1:1.

SV Puchheim II – TSV 1860 Senioren B 1:1

Auf dem Kunstrasenplatz des Sportzentrums Puchheim trafen sich am Dienstagabend der SV Puchheim II und die Senioren B der Löwen zu einem Testspiel. Bei äußerst unangenehmen äußeren Bedingungen gingen die Gastgeber in der 15. Minute durch Maros Knapik in Führung.

In der Folge musste der TSV 1860 also einem Rückstand hinterherlaufen, erkämpfte sich in der Schlussphase jedoch noch ein Remis. Ozan Torunoglu traf in der 81. Minute zum 1:1-Endstand.

Sechzig um Sieben: Keine Pause in Sachen Vereinspolitik

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Mittlerweile vergeht wohl kein Tag mehr, an dem keine neue Nachricht mit Sprengkraft rund um den TSV 1860 München und seine Vereinspolitik erscheint. Gestern war es ein Interview von Yahya Ismaik, in der er unter anderem schwere Vorwürfe in Richtung Robert Reisinger erhebt. Auch der mögliche Rückzug von Heinz Schmidt sorgt für Diskussionen. Abgesehen davon ging eine neue Folge des sechzger.de Talks online.

Vereinspolitik Part 1: Heinz Schmidt vor Rückzug als Vize-Präsident

Exklusiv berichtete die Abendzeitung nach eigenen Angaben am Montag über den bevorstehenden Rückzug von Vize-Präsident Heinz Schmidt. Robert Reisinger wirkt durch die Meldung mehr und mehr isoliert. Doch dass Schmidt sein Amt niederlegen möchte, hat ganz andere Hintergründe und ist intern zudem bereits lange bekannt. Er benötigt aufgrund eines Schicksalsschlags deutlich mehr Zeit für seine berufliche Laufbahn. Das Löwenmagazin hat über die Gründe berichtet.

sechzger.de Talk Folge 142 online

Drei Spiele werden in der aktuellen Ausgabe des sechzger.de Talks behandelt. Die Unentschieden gegen Lübeck und Sandhausen spielen ebenso wie das bevorstehende Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue eine Rolle. Christian empfängt dazu Jan und Stefan, außerdem ist nach längerer Pause mal wieder Stephan dabei. Thematisiert wird natürlich auch die aktuelle, vereinspolitische Situation rund um Hans Sitzberger. Der Ausschluss aus der Löwenrunde für sechzger.de wird dabei ebenfalls noch einmal aufgearbeitet.

Vereinspolitik Part 2:Yahya Ismaik teilt im Interview kräftig aus

Das Onlinemedium t-online ist nich gerade für Berichterstattung über den TSV 1860 München bekannt. Vermutlich deswegen schreibt auch der Berichterstatter, der eigentlich für den roten Stadtrivalen zuständig ist, ein zweites Mal einen Artikel – der es allerdings wieder in sich hat. Im aktuellen Fall gab Yahya Ismaik, Aufsichtsratsmitglied und Bruder von Hasan Ismaik, dem Medium ein brisantes Interview. Dort holt er zum Rundumschlag aus, vor allem Robert Reisinger steht dabei im Fokus und wird stark angegriffen. Thematisiert wird darüber hinaus unter anderem auch die 50+1-Regel.

News aus der 3.Liga

Drittligisten fleißig auf dem Transfermarkt

Während die Löwen sich noch auf der Suche nach einer möglichen Verstärkung befinden, sind die Konkurrenten aus der 3.Liga zum Teil schon einen Schritt weiter. So sicherte sich der 1.FC Saarbrücken die Dienste des bislang vereinslosen Robin Becker. Er stand zuletzt für Dynamo Dresden auf dem Platz, erhielt dort allerdings zum Saisonende keinen neuen Vertrag mehr. Noch aktiver ist bereits angesprochene SGD. Ein Abgang per Leihe ist bereits fix, ein weiterer soll noch folgen – und im Gegenzug könnte Ahmet Arslan nach Dresden zurückkehren. Die Gehalstverhandlungen dürften allerdings schwierig werden wie liga3-online berichtet.

Unterhaching künftig ohne Strafzahlungen

Gute Nachrichten gibt es für die Spielvereinigung mit dem Bob im Wappen und ihren Präsidenten Manfred Schwabl. Trainer Marc Unterberger wurde für den erforderlichen Trainer-Lehrgang des DFB zugelassen. Damit entfallen ab sofort die bislang fälligen Strafzahlungen von 3.500€ pro Spiel. Insgesamt kostete der Vorgang den Hachingern – oder ihrem Präsidenten – 80.000€.

Burger gegen die Löwen gesperrt

Ex-Löwe Korbinian Burger wird am Samstag gegen seinen alten Verein nicht zum Einsatz kommen. Er kassierte am vergangegen Wochenende beim Heimsieg gegen den VfB Lübeck eine Rote Karte wegen einer Notbremse und wird die Partie gegen den TSV 1860 daher von der Tribüne aus verfolgen.

Auf Konfrontationskurs: Yahya Ismaik im Interview

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Trainingsgelände TSV 1860 München Gebäude Übersicht Geschäftsführer Ismaik

Der TSV 1860 kommt einfach nicht zur Ruhe. Das neueste Kapital: Aufsichtsrats-Mitglied Yahya Ismaik holt bei t-online zum Rundumschlag aus und teilt dabei vor allem gegen den Verein und den von den Mitgliedern gewählten Präsidenten Robert Reisinger aus.

Yahya Ismaik im Interview

Nicht erst mit dem heutigen Interview von Yahya Ismaik ist der Wahlkampf hinsichtlich des Verwaltungsrates, der im Sommer 2024 neu gewählt wird, eröffnet. Dennoch stellen die Aussagen des Bruders von Hasan Ismaik eine neue Eskalationsstufe dar. Man darf gespannt sein, ob der Verein die erhobenen Vorwürfe kommentarlos über sich ergehen lassen kann und will.

Keine Frage: Yahya Ismaik ist im Gespräch mit t-online auf Krawall gebürstet und geht eindeutig auf Konfrontationskurs. Er spricht hinsichtlich der Bestellung des neuen Geschäftsführers von einem “Debakel um Horst Heldt” und einer “Affäre um Scheinkandidaten”.

Zur Einordnung: Zu einem “Debakel” wurde die Causa Heldt in erster Linie dadurch, dass die HAM dem Kandidaten jegliche Unterstützung verwehrte, da er von Seiten des Vereins vorgeschlagen worden war. Bezüglich der angeblichen Scheinkandidaten erwirkte Robert Reisinger eine Gegendarstellung der Abendzeitung.

Die Causa Dr. Christian Werner

Des Weiteren fühlte sich die HAM bei der Bestellung von Dr. Christian Werner zum neuen Geschäftsführer Sport übergangen und bemängelte sowohl die Personalie an sich als auch die Art und Weise, wie Dr. Werner installiert wurde.

“Wenn es dem e.V. tatsächlich um Gemeinsamkeit gegangen wäre, hätte er ja wenigstens versucht, mit uns eine Presseerklärung abzustimmen. Dass die e.V.-Vertreter ernsthaft meinen, dieses autokratische Verhalten sei ein Zeichen von Gemeinsamkeit, zeigt, was aktuell das grundlegende Problem bei 1860 ist.”

Die Frage darf gestattet sein, ob seitens der HAM ein gemeinsames Vorgehen gewünscht ist, wenn Hasan Ismaik in den sozialen Medien kundtut, dass er bewusst “seit Jahren auf den persönlichen Dialog verzichte”.

Alleingänge bei Köllner und Pfeifer

In diesem Zusammenhang beklagt Yahya Ismaik auch, dass die Freistellung von Michael Köllner und die Nicht-Verlängerung des Vertrags von Marc-Nicolai Pfeifer ohne Abstimmung mit der HAM geschehen sei. Dabei teilt das Aufsichtsratsmitglied einmal mehr gegen Robert Reisinger aus:

“In beiden Fällen lag es nach meiner Vermutung daran, dass diese Personen sich geweigert haben, das politische Spiel des e.V. mitzuspielen und es gewagt haben, das Wohl von 1860 über die Wünsche des Präsidenten zu stellen. Wir haben einige Personen im e.V., die ihre eigene Agenda verfolgen, und ich kann Ihnen sagen, dass das nichts mit dem zu tun hat, was für 1860 auf oder neben dem Spielfeld das Beste ist.”

Harter Tobak, zumal Nachfragen hinsichtlich etwaiger Beweise für solche Behauptungen ausblieben.

Ablehnung von Tobias Schweinsteiger

Auch die Personalie Tobias Schweinsteiger holt Yahya Ismaik nochmal aus der Mottenkiste und erklärt:

“Ungefähr zum Zeitpunkt des Abgangs von Trainer Jacobacci erhielt die Geschäftsführung die Mitteilung, dass der Bruder eines hoch angesehenen Nationalspielers, der selbst über eine gute Trainerlaufbahn verfügt, an einem Gespräch mit 1860 interessiert sei. Noch bevor es zu einem Gespräch kommen konnte, hat Präsident Reisinger den Trainer wegen der Verbindung seines Bruders zu unseren “roten Nachbarn” öffentlich abgelehnt. Offenbar ist man in den Augen unseres geschätzten Präsidenten schon wegen einer geringfügigen Verbindung zu dieser Mannschaft ungeeignet.”

Eine interessante Sichtweise, zumal Bastian Schweinsteiger, der angesprochene Bruder, zu keiner Zeit Gegenstand der Diskussion um Tobias war. sechzger.de hatte damals erläutert, warum man die Personalie Tobias Schweinsteiger durchaus kritisch sehen kann, aber natürlich nicht muss.

Wird der Kooperationsvertrag gekündigt?

Während Yahya Ismaik einmal mehr klarstellt, dass sein Bruder seine Anteile am TSV 1860 weder verkaufen wolle noch werde, wird eine Kündigung des Kooperationsvertrages nicht ausgeschlossen.

“Der e.V. hatte sich damals unter anderem verpflichtet, Rücksicht auf die wirtschaftlichen, unternehmerischen und finanziellen Belange des Investors zu nehmen und sämtliche Entscheidungen in enger und partnerschaftlicher Abstimmung mit uns zu treffen. (…) Wenn diese Geschäftsgrundlage vom e.V. dauerhaft entzogen wird, werden wir über rechtliche Konsequenzen nachdenken müssen. Das kann die Kündigung des Kooperationsvertrages bedeuten, aber auch die Geltendmachung von Schadenersatz. (…) Vielleicht ist es auch an der Zeit, die vielen Beispiele für individuelle Inkompetenz und Fehlverhalten öffentlich anzuprangern. Wir werden sehen.”

Persönliche Attacken gegen Robert Reisinger

Seine persönlichen Attacken gegen Robert Reisinger setzt Ismaik auch auf die Frage fort, ob die HAM beim TSV 1860 gerne mehr Einfluss ausüben würde, als es die 50+1-Regel erlaubt.

“Der Präsident übt meiner Meinung nach einen ungebührlichen und geradezu böswilligen Einfluss aus. Außerdem scheint er geradezu nach Aufmerksamkeit zu gieren und ein fast ungebremstes Ego zu haben. Diese Art von Einfluss ist, wenn er unkontrolliert ausgeübt wird, extrem gefährlich.”

Des Weiteren wirft Ismaik Personen und Gremien innerhalb des TSV München von 1860 e.V., sportlichen Erfolg bewusst zu blockieren.

“Neben der Enttäuschung, dass Präsidenten sich nicht an Zusagen halten und von den Mitgliedern nicht zur Rechenschaft gezogen werden, ist natürlich vor allem der ausbleibende sportliche Erfolg unbefriedigend. Aber leider sehen das längst nicht alle im e.V. so. Auch der ehemalige Präsident Gerhard Mayrhofer, sicher kein Freund von Hasan, hatte sich darüber beklagt, dass maßgebliche Kräfte im e.V. gar nicht den sportlichen Erfolg wollen. Bedauerlicherweise beherrschen diese Kräfte aktuell den Verwaltungsrat und das Präsidium. Wir hoffen nach wie vor, dass irgendwann die Mitglieder, die sportlichen Erfolg wünschen, sich gegen diese Gruppe durchsetzen.”

Was ist Eure Meinung?

Wie bewertet Ihr das Interview von Yahya Ismaik? Hat er Recht? Oder schießt das Aufsichtsratsmitglied weit über das Ziel hinaus?

sechzger.de Talk 142: Lübeck, Sandhausen, Aue, Vereinspolitik

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sechzger.de Talk Folge 142 nach den Duellen gegen VfB Lübeck und SV Sandhausen, Vereinspolitik sowie vor FC Erzgebirge Aue - TSV 1860 München

Viel gibt’s mal wieder zu besprechen im sechzger.de Talk 142. Nicht nur auf zwei Drittligaspiele des TSV 1860 blicken wir – aufgrund der englischen Woche – zurück, sondern auch jenseits des Platzes, hinter den Kulissen war in der letzten Woche wieder mal einiges los. Am liebsten würde Moderator Christian mit seinen Gästen die Unruhen und Querelen rund um unseren Lieblingsverein ausklammern. Aber das ist wohl auch keine Lösung. Wenigstens hat Unterstützung in Form gern gesehener Gäste an seiner Seite: Neben “Dauerbrenner” Jan und Stefan, der für den erkrankten Bernd spontan eingesprungen ist, gibt sich Stephan die Ehre. Der Gründer von sechzger.de ist erstmals seit Juli 2023 mal wieder dabei. Damals durften wir im absolut hörenswerten sechzger.de Talk 116 den Bundestagslöwen-Gründer Michael Schrodi begrüßen. Wem die heutige Sendung nicht langt und damals nicht reingehört hat, kann das nun noch nachholen.

Am Dienstag: VfB Lübeck – TSV 1860 1:1

Gefühlt schon wieder eine Ewigkeit her, gehen wir natürlich dennoch kurz auf das erste Auswärtsspiel im neuen Jahr am Dienstag letzter Woche in Lübeck ein. Jan war vor Ort und kann von seinen Eindrücken berichten. Am TV war die Partie nur schwer zu ertragen. In unserer Sendung freuen wir uns dann doch ein bisschen: Über das erste Tor für Mansur Ouro-Tagba und wir diskutieren, ob man Marco Hiller beim späten Ausgleich einen Vorwurf machen kann. Apropos später Ausgleich: Zum siebten Mal (im 21. Ligaspiel der Saison) kassieren die Löwen ein spätes Tor, das ihnen Punkte kostet.

Am Sonntag: TSV 1860 – SV Sandhausen 1:1

Ein Schwerpunkt unserer aktuellen Ausgabe liegt im Heimspiel gegen den SV Sandhausen. Ob vorher am Grünspitz, während des Spiels an ganz unterschiedlichen Plätzen im Sechzger-Stadion. Unsere Protagonisten waren an vielen Orten präsent und haben nicht nur mit treuen Zuhörern und Zusehern gesprochen, sondern auch eine durchaus ansprechende kämpferische Leistung ihrer Löwen wahrgenommen. Jan hat in den Giesinger Gedanken den Sonntag Nachmittag – und die Tage davor – sehr treffend zusammengefasst. Und auch im sechzger.de Talk nimmt er kein Blatt vor den Mund.

Dazwischen: Weiter Zwist und Unruhe im Umfeld

Viel los war wieder unter der Woche. Interne Emails, die die Abendzeitung veröffentlichte, ein – wie wir wissen, nicht erst dadurch wohl notwendig gewordener – Vertrauensentzug für Vizepräsident Hans Sitzberger durch den Verwaltungsrat, der wiederum den einen oder anderen Protagonisten zu interessanten Stellungnahmen provoziert. Es ist viel Zunder drin bei Münchens Großer Liebe. Wir versuchen im sechzger.de Talk 142 das Thema ein wenig zu sortieren. Mit dem gebotenen Respekt, den alle verdient haben, die sich rund um den TSV 1860 engagieren. In welcher Form auch immer.

Vorschau auf Aue auswärts

Am Schluss der Sendung geht es dann nochmal zurück zum Sport. Unseren nächsten Gegner am Samstag (14.00 Uhr im sechzger.de-Liveticker), Erzgebirge Aue kann man getrost als echtes Tabellenmittelfeld bezeichnen. Eine interessante Begebenheit bezüglich der jüngsten Gegner der Sachsen und unserer Löwen hat Christian entdeckt und gibt diese zum Besten. Außerdem schauen wir uns natürlich die Statistik gegen Aue an – und haken mal nach, wer die Reise zum – sehr kontrovers zu beurteilenden – Nudeltopf im Erzgebirge antreten wird.

Der sechzger.de Talk 142 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um sieben: Bündnis Zukunft als Vermittler?

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Trotz des durchaus verdienten Punkts gegen den SV Sandhausen dominieren die Meldungen zur “Affäre Sitzberger” rund um den TSV 1860 München. Das Bündnis Zukunft 1860 sieht sich gar in einer Rolle als Vermittler.

Bündnis Zukunft als Vermittler zwischen Verwaltungsrat und Hans Sitzberger?

Die – nennen wir es mal – “Affäre Sitzberger” erhitzt weiter die Gemüter rund um die Grünwalder Straße. Der Verwaltungsrat entzog dem beliebten Vize-Präsidenten Hans Sitzberger wegen Indiskretionen das Vertrauen. Im Rahmen einer außenordentlichen Mitgliederversammlung will der VR nun die Vorwürfe gegen Sitzberger transparent machen und schlägt satzungemäß dessen Abwahl vor. Schließt sich die einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder der Sichtweise des Veraltungsrates an, ist Sitzberger seines Amtes enthoben. Damit es gar nicht erst soweit kommt, schlägt das Bündnis Zukunft nun vor, selbst als Vermittler zwischen den Parteien tätig zu werden. Das Bündnis mit den unklaren Zielen möchte einen “unabhängigen Prüfer einzusetzen, der alle Vorwürfe, die im Raum stehen, fachlich und juristisch überprüft, bewertet, und in einem ausführlichen Abschlussbericht zur Verfügung stellt.” Fraglich ist, warum sich das Bündnis berufen fühlt, solche Vorschläge zu machen. Ist es doch eine einfache Privatinitiative, die keinerlei Funktion geschweige denn Legitimition im e.V. hat.

Ein besonderes Geschmäckle bekommt der Vermittlungsvorschlag dadurch, dass Martin Gräfer (Chef des Hauptsponsors “die Bayerische”, die federführend im Bündnis Zukunft agiert) vorpreschte und sich demonstrativ hinter Sitzberger stellte. Die Streitereien bei 1860 gehen mal wieder in Ebenen, die man nicht für möglich gehalten hätte. Und – das möchte ich hier mal persönlich festhalten – über die zu schreiben, alles andere als spaßig ist.

Testspielkalender der U21

Frank Schmöller ist zurück bei den Amas und bereit sie gewissenhaft auf die Restrunde der Bayernliga Süd vor. Am Wochenende konnten die U21 den TSV Buchbach mit 4:1 besiegen. Weitere Testspiele stehen den FC Gute (Schweden) am 03.02. um 15:00, am 10.02. (14 Uhr) bei der U21 der WSG Wattens und beim FC Ismaning (am 17.02., 13 Uhr) an. Der Liga-Auftakt für die Amas am 24.02. zum FC Pipinsried.

Löwenergebnisse vom Wochenende

Viele Jugenteams des NLZ stehen noch beim Hallenfußball im Einsatz und agierten dort durchaus erfolgreich. Die U9 gewann das Hallenturnier in Schlins und die U10 siegte in Gauting. Die U19 war zwei Mal gegen Herrentreams im Einsatz und verlor am Freitag mit 2:1 in Kaufering, während die am Samstag gegen den TSV 1865 Dachau mit 6:0 gewinnen konnte. Alle weiteren Ergebnisse findet Ihr hier.

sechzger.de Talk 142 geht gegen Mittag online

Es gibt mal wieder viel zu diskutieren rund um den TSV 1860 München. Leider aktuell haufenwiese Themen neben dem grünen Rasen. An diesen Themen kommen Christian und seine Gäste Jan, Stefan und Stephan auch nicht vorbei. Dennoch spielen auch die sportlichen Themen, nämlich der Rückblick auf die Partien in Lübeck und gegen Sandhausen eine Rolle. Nicht fehlen darf natürlich auch der Ausblick auf das nächste Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue. Den Talk findet Ihr gegen Mittag auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen wie:

News aus der dritten Liga

Verl holt Ersatz für Corboz

Der SC Verl holt Adrian Fein als Ersatz für Mael Corboz. Fein kommt von Excelsior Rotterdam und war die letzten Jahre durch eine Stoffwechselerkrankung gehandicaped. Der 24-jährige Mittelfeldspieler stammt aus der Jugend östlich der Grünwalder Straße. Er spielte bereits für Jahn Regensburg, den Hamburger SV, Greuther Fürth und Dynamo Dresden und brachte es auf 3 Bundesliga- und 52 Zweitliga-Einsätze. Außerdem war er für den PSV Eindhoven im Einsatz (13 Einsätze in der Eredivisie und 3 in der Europa League).

Duisburg sucht noch zwei Verstärkungen

Die stark abstiegsbedrohten Zebras wollen noch zwei Neuverstärkungen an die Wedau locken. Die Ausfälle der Langzeitverletzten Mai und Bakalorz sollen kompensiert werden. Daher werden eine Innenverteidiger und ein Mittelfeldspieler gesucht.

Aues Burger zwei Spiele gesperrt

Nach seiner roten Karte im Spiel gegen Lübeck wurde Aues Korbinian Burger für zwei Spiele gesperrt. Er verpasst damit auch das Spiel gegen die Löwen am kommenden Samstag.

Damit seid Ihr wieder up to date, was die Affären und Streitereien rumd um 1860 angeht. Wir versprechen, dass bei uns auch sportliche Nachrichten nicht zu kurz kommen, wenn es denn welche gibt. Schönen Tag wünscht Euch sechzger.de!

AZ berichtet über möglichen Rückzug von Heinz Schmidt

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Heinz Schmidt Vize Präsident TSV 1860 München

Die Diskussionen um Hans Sitzberger sind noch lange nicht beendet, da öffnet sich beim TSV 1860 München schon das nächste große Fass. Einem Bericht der Abendzeitung zufolge denkt Heinz Schmidt schon länger über einen Rückzug von seinem Posten als Vize-Präsident der Löwen nach. Spätestens im kommenden Sommer soll Schluss sein.

Heinz Schmidt vor Rückzug als Vize-Präsident?

Mit einem Spruchband in der Westkurve sowie einem Plakat auf der Haupttribüne wurde die vereinspolitische Situation um Hans Sitzberger beim gestrigen Unentschieden gegen den SV Sandhausen thematisiert. Die mögliche Abwahl des 70-Jährigen wird den TSV 1860 München auch in den kommenden Wochen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch beschäftigen. Unterdessen folgt bereits die nächste Meldung mit viel Diskussionspotential. Demnach plant Heinz Schmidt, ebenfalls Vize-Präsident des TSV 1860 München e.V., schon seit längerem seinen Rückzug. Spätestens im kommenden Sommer muss für den Steuerberater, der seit 2013 im Amt ist, ein Nachfolger gefunden werden.

Unter dem Titel “Präsidium des TSV 1860 zerbröckelt weiter – zweiter Vizepräsident vor Rückzug” berichtet die Abendzeitung als erstes Medium von dieser neuen Information rund um die Löwen. Als Grund wird angegeben, dass die ehrenamtliche Arbeit Schmidt zu viel werden würde. Aber auch der andauernde Streit zwischen Präsident Reisinger und Hasan Ismaik sei ein denkbarer Grund mutmaßt die AZ. Auf Anfrage der Zeitung wollte sich Heinz Schmidt nicht äußern, dementierte die Meldung allerdings auch nicht.

Überhaupt ist der Vize-Präsident des TSV 1860 nicht besonders für öffentliche Aussagen bekannt. Zuletzt trat er Ende Oktober in einem Interview mit dem Wochenanzeiger in Erscheinung. Dort berichtete er unter anderem davon, dass ein Vertreter von Ismaik ihm gegenüber erklärt habe, dass alle Kandidaten des e.V. für einen Nachfolger von Günther Gorenzel pauschal abgelehnt werden würden. Mittlerweile haben die Löwen mit Christian Werner bekanntlich einen Nachfolger gefunden. Der Vertrag von seinem Geschäftsführer-Kollegen Marc-Nicolai Pfeifer endet dagegen im Juni 2024. Die Entscheidung dafür traf das Präsidium dank der 50+1-Regel. Es könnte eine der letzten großen Abstimmungen in der bekannten Zusammensetzung gewesen sein.

Bündnis Zukunft 1860 bietet Vermittlungsvorschlag an

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Die Situation zwischen dem Verwaltungsrat und Vize-Präsident Hans Sitzberger beschäftigt den TSV 1860 München weiterhin. Nun hat sich das Bündnis Zukunft 1860 mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet und wartet dabei mit einem Vermittlungsvorschlag auf.

Vermittlungsvorschlag des Bündnis Zukunft für Sitzberger und Verwaltungsrat

Beim gestrigen Heimspiel reagierten die Fans in der Westkurve auf die aktuelle Situation zwischen Hans Sitzberger und dem Verwaltungsrat mit einem Spruchband. Entsprechend wird auch am heutigen Montag weiterhin fleißig über die Entscheidung des Vereinsgremiums diskutiert, einen Antrag zur Abwahl des Vize-Präsidenten zu stellen. Eine Rolle spielte dabei auch Martin Gräfer, Vorstandsmitglied von Hauptsponsor die Bayerische sowie Teil des Bündnis Zukunft 1860. Er sprach Sitzberger für eine mögliche außerordentliche Mitgliederversammlung vorab sein Vertrauen aus. Nun meldet sich eben jenes Bündnis Zukunft 1860 mit einer Pressemitteilung zu Wort und bietet darin einen Vermittlungsvorschlag zwischen Hans Sitzberger und dem Verwaltungsrat vor.

sechzger.de dokumentiert im Folgenden die Pressemitteilung.

Bündnis Zukunft 1860 schlägt unabhängige Überprüfung der Vorgänge rund um Vize-Präsident Sitzberger vor

Das Bündnis Zukunft 1860 blickt mit großer Sorge auf den eskalierten Streit innerhalb der wichtigsten Führungsgremien unseres Vereins TSV 1860 München. Aufgrund der aktuellen Situation droht dem Verein und allen Beteiligten, dem Verwaltungsrat und Vize-Präsident Hans Sitzberger, eine wochenlange, öffentliche und vereinsschädigende Diskussion.

Daher macht das Bündnis Zukunft 1860 dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats, Sascha Königsberg, sowie Vize-Präsident Hans Sitzberger einen Vermittlungsvorschlag.

Das Bündnis schlägt vor, schnellstmöglich einen von beiden Seiten unabhängigen Prüfer einzusetzen, der alle Vorwürfe, die im Raum stehen, fachlich und juristisch überprüft, bewertet, und in einem ausführlichen Abschlussbericht zur Verfügung stellt.

Eine solche unabhängige Überprüfung aller Vorgänge erscheint aufgrund der Tragweite der gegenseitigen Vorwürfe zwingend. Zudem kann zumindest während dieser Überprüfung der öffentlich ausgetragene Streit etwas beruhigt werden.

Mit der Prüfung und mit dem Abschlussbericht hätten dann sowohl der Verwaltungsrat als auch Vize-Präsident Hans Sitzberger eine unabhängige Grundlage, um zu entscheiden, wie beide Seiten weiter verfahren wollen.

Sollte der Verwaltungsrat dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Abberufung von Hans Sitzberger durchführen wollen, hätten zudem auch alle dort anwesenden Vereinsmitglieder mit dem Abschlussbericht eine gute und unabhängige Grundlage, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Ohne eine solche Untersuchung im Vorfeld wären die Vereinsmitglieder gezwungen, auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung in kurzer Zeit und unter Zeitdruck eine Entscheidung zu treffen, ohne die Möglichkeit, gegenseitige Vorwürfe sachlich überprüfen zu können und die eigene Entscheidung auch eingehend zu überdenken.

Es handelt sich um eine weitreichende Entscheidung, die den Verein schon jetzt in Teilen spaltet. Die persönliche Reputation und Lebensleistung der handelnden Personen auf beiden Seiten, die sich alle über viele Jahre große Verdienste um den Verein erworben haben, steht auf dem Spiel. Deshalb hat das Bündnis Zukunft 1860 die Hoffnung, dass beide Parteien diesem Vorschlag zustimmen.

Das Bündnis Zukunft 1860 ist angetreten, um konstruktiv mitzuhelfen, den Verein inhaltlich und strukturell weiter voranzutreiben. In diesem Fall bringt sich das Bündnis auch bei einem aktuellen Thema ein, da es für den Verein, dessen Zukunft, und die Mitglieder sehr wichtig ist.

Dabei bezieht das Bündnis Stellung, aber nicht als Partei, sondern als Vermittler, und als Ideengeber für einen aus Vereinssicht sachlichen und adäquaten Umgang mit dem Thema.

Ungeachtet dessen, treibt das Bündnis seine Arbeit und die Gespräche in den bekannten vier Arbeitsgruppen weiter voran. Hier werden zeitnah weitere Ergebnisse präsentiert.

Martin Gräfer: “Politischer Blankoscheck” für Hans Sitzberger?

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Martin Gräfer Die Bayerische

Nachdem der Verwaltungsrat Vizepräsident Hans Sitzberger das Vertrauen entzogen hat und für die Abwahl des 70-Jährigen auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung plädiert, stellte sich Martin Gräfer (die Bayerische, Bündnis Zukunft 1860) demonstrativ hinter Sitzberger. Löwen-Mitglied Thomas Briel erachtet dies als voreilig und wendet sich in einem offenen Brief an Gräfer.

Martin Gräfer stellt sich hinter Sitzberger

Das Statement von Thomas Briel im Wortlaut:

Sehr geehrter Martin Gräfer,

mit Verwunderung habe ich ihr Statement (Zitat: „Sollte es zu der angekündigten, außerordentlichen Mitgliederversammlung kommen, werden wir teilnehmen und Hans Sitzberger unser Vertrauen aussprechen“) auf dem Facebook-Account von Hans Sitzberger zur Kenntnis genommen. Zuerst möchte ich betonen, dass ich Ihnen in allen Punkten hinsichtlich des unermüdlichen Engagements, der unbestritten riesigen Verdienste und der Lebensleistung von Hans Sitzberger für unsere Löwen vorbehaltlos zustimme. Ihm gebührt dafür der größtmögliche Dank. Für einen komischen Beigeschmack sorgt jedoch Ihr „politischer Blankoscheck“ für den Präsidenten Hans Sitzberger.

In dieser – hoffentlich noch vermeidbaren – Abstimmung ginge es einzig und allein um den Präsidenten Hans Sitzberger und nicht den Menschen Hans Sitzberger. Die Mitglieder haben nicht über seine Lebensleistung abzustimmen, sondern über die Frage, ob der Vertrauensentzug des Verwaltungsrats aufgrund gravierender Verstöße des Vize-Präsidenten hinsichtlich seiner Verschwiegenheitspflicht gerechtfertigt ist. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, hat verstanden, dass nicht die viel diskutierten e-Mail Leaks an die abendzeitung der Hauptgrund des Vertrauensentzugs waren. Die Details kennen wir noch nicht, werden diese aber auf einer außerordentlichen MV erfahren. Daher halte ich Ihren „Vertrauensvorschuss“ für verfrüht und leider auch vereinspolitisch schädlich.

Missachtung des Verwaltungsrats?

Damit sprechen Sie zwar Hans Sitzberger das Vertrauen aus, gleichzeitig jedoch dem demokratisch gewählten und in dieser Causa satzungsgemäß legitimierten Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V vorab das Misstrauen aus oder zumindest die nötige Kompetenz ab. Ohne Kenntnis aller Details.

Sie stellen damit nicht nur öffentlich den Verwaltungsrat in Frage, sondern auch das höchste Organ des Vereins, die Mitgliederversammlung. Diese hat den aktuellen Verwaltungsrat gewählt und somit beauftragt, ihre Interessen in diesem wichtigen Kontrollorgan des Vereins wahrzunehmen. Zu den wesentlichen Aufgaben des Verwaltungsrates gehört die Überwachung der Geschäftsführung des Präsidiums im Rahmen seiner Vereinsaufgaben. Dazu hat der Verwaltungsrat ein uneingeschränktes Prüfungs- und Kontrollrecht. Dieser Aufsichtspflicht ist der Verwaltungsrat mit seiner Entscheidung dem Vizepräsidenten das Vertrauen zu entziehen offenbar nachgekommen.

Einstimmige Entscheidung des Gremiums

Die Tatsache, dass eine fast 6-stündige Sitzung des VR eine einstimmige Entscheidung zur Folge hatte, hätte Ihnen zu denken geben müssen. Die neun Mitglieder des VR, dessen uneingeschränktes Vertrauen Herr Sitzberger bis vor kurzem genoss, haben sich diese Entscheidung bestimmt nicht leicht gemacht. Denn egal wie möglicherweise abgestimmt wird: Gewinner wird und kann es keine geben. Daher muss diese Entscheidung folgerichtig der letzte und einzig verbleibende Weg gewesen sein.

Es stellt sich nun die Frage, ob Sie dieses Misstrauensvotum gegen den Verwaltungsrat bewusst gestellt haben, hinsichtlich der bevorstehenden VR Wahl und der Positionierung des Bündnis Zukunft und seiner möglichen VR-Kandidaten. Dies als verfrühtes Wahlkampfthema zu verwenden, wäre der Ernsthaftigkeit des abzustimmenden Sachverhalts nicht angemessen. Nachdenklich stimmt Ihre wiederholte Einmischung in vereinspolitische Prozesse und Strukturen in Ihrer Rolle als unbestritten kompetenter, treuer und engagierter Hauptsponsor unserer Profifußball-Abteilung. Als dieser sollten Sie in einer solchen Situation kühlen Kopf bewahren und nicht auf einen Zug aufspringen, dessen Reiseroute Sie aufgrund fehlender Details noch nicht kennen. Als Vorstand eines Versicherungsunternehmens sind Ihre Entscheidungen immer faktenbasiert. Warum nicht auch in diesem Fall?

Politisches Kalkül als Hintergrund?

Sie blasen damit leider in das Horn des investornahen Blogs, auf dem sich Hans Sitzberger jahrelang bepöbeln lassen musste, um nun gegen die e.V. Vertreter instrumentalisiert zu werden. Mit der Absicht, die ehrenamtlich arbeitenden und demokratisch gewählten Vertreter des Präsidiums und Verwaltungsrats zu diffamieren und diversen öffentlichen Schmutzkampagnen auszusetzen. Um einen Keil zwischen diese Organe und die Fans und Mitglieder des TSV München von 1860 e.V. zu treiben.

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Briel

Wie schätzt Ihr die Situation ein?

Was ist denn Eure Meinung zu der Thematik? Trifft Thomas Briel mit seinem offenen Brief den Nagel auf den Kopf? Oder unterstützt Ihr den Standpunkt von Martin Gräfer? Zeigt das Bündnis Zukunft 1860 mit Gräfers Statement erstmals sein wahres Gesicht? Sind weitere vereinspolitische Einmischungen seitens des Bündnisses zu erwarten und sollte man hinsichtlich der bevorstehenden VR-Wahl doch mit einem “Team Profifußball 2.0” rechnen?