Die Gerüchteküche brodelt mal wieder beim TSV 1860. Doch nicht nur die Frage, welche Spieler in der kommenden Saison für die Löwen auf dem Platz stehen könnten, beschäftigt das Umfeld von Münchens großer Liebe. Fast ebenso interessant ist, woher die Medien ihre Informationen beziehen. Droht ein neuer “Maulwurf-Skandal” beim TSV 1860?
Gerüchteküche bei 1860 – woher kommen die Infos?
In der Löwenrunde zeigte sich auch Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci ratlos, woher die Presselandschaft ihre Infos bezogen hat.
“Ich weiß nicht, von wo das kommt, wer diese Informationen weitergibt. Nicht viele Leute wissen von diesen Spielern – und trotzdem kommt es raus!”
Insbesondere die Meldung, dass der TSV 1860 Interesse an Stürmer Shkelqim Demhasaj bekunde, verwunderte den Coach der Löwen.
“Viele Leute wussten nicht davon, dass ich mit diesem Spieler gesprochen habe. Und trotzdem ist es rausgekommen. Ich bin schon überrascht, dass Namen, die nur wenige intern kannten, rauskommen. Das sind Dinge, die eigentlich aktuell nicht in der Öffentlichkeit sein sollten. Andere Vereine interessieren sich ja auch für diese Spieler. Deswegen wäre es gut, wenn es nicht öffentlich wird, solange nichts konkret ist. (…) Ich muss noch meine Lösung finden, wie ich das hinkriege.”
Spielerberater als größter Profiteur
Aber woher kommen die Infos tatsächlich? Es ist ja nicht so, dass Gerüchte ein Thema wären, mit dem sich ausschließlich der TSV 1860 beschäftigen muss. Selbstverständlich gibt es bei jedem Club einige Protagonisten, die sich im Vorfeld eines Transfers mit den Spielern und den Konditionen auseinandersetzen (müssen), um die Realisierbarkeit eines Wechsel zu prüfen.
Klar ist aber auch, dass im Endeffekt nur eine Partei davon profitiert, wenn das Interesse eines Vereins an einem Spieler publik wird – der Spieler selbst. Oder besser gesagt der Spielerberater, der im Falle eines ablösefreien Wechsels in Form einer Provision entschädigt wird. Und dass auch Spielerberater medial bestens vernetzt sind, ist nun wirklich kein großes Geheimnis…



Im Hinblick auf die Kaderzusammenstellung haben man vergangene Woche viele Gespräche geführt. “Es wird eine gewisse Veränderung geben”, erklärte der Löwen-Coach. Allerdings ärgerte sich Jacobacci: “Ich bin überrascht, dass alles was wir intern besprechen herauskommt.”. Man spreche sowohl mit bestehenden Spielern wie Deichmann und Wörl, die man gerne behalten möchte. Zudem gab es auch einige Gespräche mit potenziellen Neuzugängen. “Das sollte aber auch intern bleiben”, bat der Schweizer. Wieder einmal ist man bei den Löwen also auf der Suche nach einem Maulwurf in der Geschäftsstelle: Jacobacci, Gorenzel und Reisinger kann man getrost ausschließen, viele Kandidaten bleiben dann nicht mehr. Vielleicht wäre es hilfreich einfach die entsprechenden Personen mit falschen Gerüchten zu füttern, um so dem Maulwurf auf die Spur zu kommen.










