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Interview mit Otto Steiner: Aussagen in der Übersicht

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Otto Steiner Tsv 1860 sechzger.de talk

Wer ist Otto Steiner?

In Folge 104 des Sechzger.de Talks gab es einen besonderen Gast: Otto Steiner. Zunächst zur Einordnung: Otto Steiner ist ehemaliger Vize-Präsident und Aufsichtsrat des TSV 1860 München. In letzter Zeit machte sein sehr kontroverses Interview in der SZ über den Ismaik-Einstieg die Runde. Schon dort bekräftigte er, dass er den Einstieg von Ismaik mittlerweile für einen Fehler hält. Laut ihm wäre die damalige fünftklassige Bayernliga die bessere Option gewesen, was bestimmt auch einige Fans heutzutage so sehen würden. Der BFV bestätigte den Löwen gemäß Steiner damals, dass der TSV 1860 nach einer Insolvenz in der 5.Liga hätte starten müssen/können/dürfen.

Wie kam Otto Steiner zur ARGE?

Im sechzger.de Talk wurde Steiner zu Beginn gefragt, wie die Verbindung mit der Fanclub-Vereinigung ARGE hergestellt wurde. Laut des Gastes in Folge 104 kam er durch seinen Kontakt Peter Leible (damals Marketing-Chef beim TSV 1860) zustande, der meinte „Otto wir brauchen dich in einem Gremium“. Zur gleichen Zeit kontaktierte ihn die ARGE, die er vorher nicht näher gekannt hatte. Steiner wurde so auch zum ersten Mal auf die anderen Vereinigungen wie Pro1860 und andere aufmerksam. Laut eigener Aussage wollte Steiner nie ein „Lagermann“ sein, welcher er dann aber wurde: der ARGE-Mann. Am Ende war er mit Karsten Wettberg Vize unter Präsident Albrecht von Linde. Es war eine Entscheidung, die spät nachts als Kompromiss getroffen wurde.

„Dann geht man so a bisserl naiv rein“

„Wenn du bei 60 von außen reinkommst und du kennst dieses ganze Geflecht nicht und diese Verbindungen von KGaA und e.V. und andere Ding nicht… Dann geht man da so a bisserl naiv rein.“

Eigentlich wollte Steiner nur als Fan und Geschäftsmann den TSV 1860 in offizieller Funktion unterstützen, aber es kam anders als er dachte. Je mehr er in die Materie eintauchte, desto kritischer wurde er gegenüber dem Kreditgeber Hasan Ismaik. Die Zusammenarbeit betrachtete er am Anfang noch positiv, bis er an dem Standpunkt endete, dass die Zusammenarbeit beendet werden müsse. Er landete sogar auf der sogenannten „Roten Liste“ der Investorenseite. Wie bekannt, schlug sich die ARGE auf die Investorenseite. Laut Steiner habe die ARGE für ihn „an Bedeutung verloren“. Damit hat er nicht unrecht: Die ARGE hat sich mittlerweile aufgelöst.

Die sogenannte „schweigende Mehrheit“ kam auch nicht gut weg. Steiner nannte Pro1860 „positiv gestimmt“ und „besser organisiert“. Der Gegenseite warf der Gast hingegen fehlende Eigeninitiative und Organisation vor.

Der Einstieg von Hasan Ismaik

Zu seiner Zeit im Aufsichtsrat des e.V., welcher mittlerweile dem Verwaltungsrat entspricht, wurde Otto Steiner ebenfalls befragt. Auf die Frage, wie es so lief, meinte Steiner. „90% der Aufsichtsratssitzungen sprach man über den Profifußball“. Lange wollte man damals eine Bankenlösung, welche die Zukunft des TSV 1860 München sichert. Kurz vor der Lizenzabgabe hatte man dies auch schon eingetütet, jedoch platzte diese, weil eine Bank kurzfristig absprang. Danach musste auf die Schnelle eine Lösung gefunden werden und diese hieß Hasan Ismaik. Auf die Frage, wieso das finanziell notwendig war und wie die Arena damit verbunden war, antwortete Steiner:

„In dem Arenavertrag wurde der 2. Liga Fall vergessen, anscheinend auch nicht gewollt, da die Löwen nicht absteigen werden, dass dann im Fall eines Abstieges die Kosten der Arena gesenkt werden“.

Zur Erinnerung: 6 Millionen Euro kostete den TSV 1860 pro Jahr! Laut Steiner war für die Einbindung der Fans hinsichtlich der Entscheidung, ob man Hasan Ismaik mit ins Boot nehmen wolle, nicht mehr genügend Zeit, da die Einladungsfristen zur Delegiertenversammlung zeitlich nicht mehr im Rahmen gewesen wären.

„Hasan Ismaik wusste nicht, was 50+1 ist“

Der Kontakt Ismaiks zu 1860 sei über Hamada Iraki, welcher über Uli Hoeneß auf die Löwen gestoßen war, zustande gekommen. Dem ehemaligen Manager und Präsidenten des FC Bayern sprach Steiner im Übrigen ein positives Zeugnis hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Löwen aus, da er konstruktiv und gegen den Untergang von 1860 handelte.

„Wusste Herr Ismaik, dass es in Deutschland sowas wie 50+1 gibt?” lautete die Frage, welche Otto Steiner ganz klar mit “nein” beantwortete. “Experten” hätten Ismaik damals übermittelt, dass er im Aufsichtsrat das letzte Wort haben würde und die Regeln bei einer Übernahme wie in England wären. Erst nach einem Treffen mit Steiner wurde ihm bewusst, dass dies nicht so sei. Ismaik soll darauf gepocht haben, über geheime Verträge mehr Macht zu bekommen. Dies wurde mit Verweis auf die Regularien der DFL entschieden abgelehnt. Ab diesem Zeitpunkt begann die bis heute andauernde Spaltung zwischen e.V. und KGaA. Teilweise wurde laut Steiner “wegen 100.000 Euro gestritten”. Nicht nur einmal haben diverse Aufsichtsräte (auch Steiner) sogar privates Geld reingeschossen, um Lizenzauflagen des TSV 1860 zu erfüllen. Die entsprechenden Beträge erhielten sie jedoch im selben Jahr zurück.

„Der Dialog ist daran gescheitert, da es nie einen gab“

Damals, als die Kommunikation des Investors noch nicht ausschließlich über Social Media erfolgte, reisten Vereinsvertreter aus München noch persönlich nach Abu Dhabi. Die Treffen dort verliefen jedoch auch unbefriedigend, teilweise ließ Ismaik seine Gäste stundenlang warten.

Noch heute finde kein Dialog zwischen den Gesellschaftern statt, der diese Bezeichnung verdiene. Er habe zwar Jahre lang des Bemühen seitens des Vereins wahrgenommen und wolle, diesem deswegen keine Vorwürfe machen, doch scheinbar sei eine direkte Kommunikation seitens Ismaiks nicht erwünscht. Er glaube zwar schon, dass Ismaiks Statthalter Saki Stimoniaris diesbezüglich auf den Mehrheitsgesellschafter einwirken wolle, dass dieser jedoch keinerlei Einfluss habe.

Einen professionellen Plan habe die Investorenseite heute noch nicht, so Steiner. Vielmehr stelle Ismaik lediglich finanzielle Mittel zur Verfügung, um seine eigene Firma nicht bankrott gehen zu lassen.

„Die letzten 20 Jahre war sicherlich nicht alles gut“

Während Ismaik oft bis zum letzten Moment wartete, um benötigte Mittel zu überweisen, da laut dessen Meinung nur “Dilettanten am Werk” seien, welche nicht gut mit seinem Geld umgehen würden, nahm man dieses Vorgehen von Vereinsseite mitunter so auf, dass Entscheidungen im Interesse Ismaiks erpresst werden sollen.

Robert Schäfer und Dieter Schneider waren nach Angaben Steiners die ersten, die alle Schulden des TSV 1860 offenlegten. Jede Tretmiene, jede Bombe und jeder Kredit der letzten Jahre wurde ausgegraben.

Auf Investorenseite hingegen lebte man laut Steiner an der Realität vorbei und schmetterte die Verpflichtung des potentiellen Sportchefs Marc Arnold ab, nur um später mit Sven-Göran Eriksson und Ian Ayre Namen ins Spiel zu bringen, die meilenweit an den Bedürfnissen eines finanziell klammen Zweitligisten vorbeizielten. An dieser Einstellung habe sich bis heute nichts geändert, so Steiner, und verwies in diesem Zusammenhang auf die Trainersuche nach der Entlassung Michael Köllners. Günther Gorenzel wurde da als Hauptschuldiger dargestellt, der es nicht auf die Reihe brachte, einen Nachfolger zu präsentieren, doch Steiner kann sich gut vorstellen, dass auch der jetzige Geschäftsführer Sport dazu angehalten wurde, diverse Optionen vorzustellen.

Was macht Otto Steiner aktuell?

Nachdem Otto Steiner nicht mehr gewählt wurde, strebte er kein weiteres Amt beim TSV 1860 an. Er wollte wieder Fan sein und sich nicht wieder einmischen (müssen). Zudem genieße er es, mit seinen Kindern und Neffen ins Grünwalder Stadion zu gehen und die Giesinger Kneipen zu besuchen. Insgesamt spricht Steiner sehr positiv über das Stadion in Stadtlage und lässt wenige gute Wort über die Arena in Fröttmaning. Er stellt jedoch auch klar, dass ein Stadion mit mindestens 24.000 Zuschauern hermüsse, jedoch seien 30.000 das Maximum, da man sonst wieder leere Plätze hätte.

Sechzig um sieben: Ouro-Tagba weckt Lust auf mehr

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Der TSV 1860 München kehrte mit einer verdienten Nierderlage aus Saarbrücken zurück. Einzig das Debüt von Mansour Ouro-Tagba war ein Lichtblick für die Löwenfans.

Gelungenes Profi-Debüt von Mansour Ouro-Tagba

In der Halbzeit wurde Mansour Ouro-Tagba für den glücklosen Fabian Greilinger eingewechselt. Das Talent aus dem NLZ sollte auf dem linken Flügel für mehr Durchschlagskraft sorgen und 1860 helfen, nach dem 0:2-Pausenrückstand noch eine Aufholjagd zu starten.  Die Aufholjagd konnte zwar nicht mehr gestartet werden, aber das Löwentalent mit der Rückennummer 32 wusste bei seinen ersten 45 Profiminuten durchaus zu gefallen. Und das obwohl der 18-Jährige bei der U19 eigentlich als Mittelstürmer zum Einsatz kommt. In seiner Altersklasse kommt seine bulligen Statur besonders zur Geltung und er kann sich in Zweikämpfen häufig durchsetzen. Auch Trainer Jacobacci war mit Ouro-Tagbas Debüt zufrieden und sieht noch Luft nach oben: “Ich hätte mir gewünscht, dass man ihn noch besser anspielt, damit er das Eins-gegen-Eins suchen kann”.

Wörl bei Köllner auf der Liste?

Marius Wörl hat in der Rückrunde den Durchbruch, den wir Ouro-Tgba wünschen, schon geschafft. Eigentlich Grund zur Freude bei allen Beteiligten. Allerdings besitzt das Talent nur einen Födervertrag bis Saisonende. Das Geschäft bringt es mit sich, dass auch andere Vereine um die Gunst von Marius buhlen. Laut Kicker sind offenbar mehrere Zweitligisten am Junglöwen interessiert. Außerdem soll Michael Köllner daran interesiert sein, Wörl nach Ingolstadt zu locken und wieder unter seine Fittiche nehmen zu können.

Vertragspoker mit Deichmann

Auch Yannick Deichmanns Vertrag bei 1860 läuft am Ende der Saison aus. Der Verein hat bereits seine Karten auf den Tisch gelegt und möchte Deichmann halten. Es wird sogar spekuliert, dass man ihm das Kapitänsmat überttragen möchte. Deichmann aber wollte sich im Interview nach dem Spiel in Saarbrücken nicht festlegen. Sein Fokus liegt darauf noch in dieser Saison “für positive Schlagzeilen zu sorgen”. Angeblich sind mehrere an Deichmann dran.

News aus der dritten Liga

HFC zieht ins Halbfinale des Landespokals Sachsen-Anhalt ein

Die in der Liga noch vom Abstieg bedrohten Hallenser besiegten den Siebtligist VfB Merseburg im Viertelfinale des Landespokals Sachsen-Anhalt mit 8:0. Dabei kam vornehmlich der zweite Anzug des HFC zum Einsatz. Im Halbfinale trift der HFC auf den Oberligisten SV Westerhaufen.

Lob für Ersatz-Linienrichter

Oberliga-Schiedsrichter Jannis Jäschke saß am Samstag Nachmittag in der Brita-Arena auf der Tribüne. Als sich Linienrichter Schlüwe verletzte und nicht mehr weiter machen konnte, wurde per Stadiondurchsage eine Ersatzmann gesucht. Jäschke meldete sich und stand 30 Minuten später auf dem Platz. Er machte seine Sache gut und wurde nach dem Spiel von allen Seiten gelobt.

Damit seid Ihr wieder bestens informiert, was an der Grünwalder Straße und in der dritten Liga vor sich geht. Sechzger.de wünscht einen guten Start in die kurze Arbeitswoche.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Saarbrücken: Sechzig und der Alkohol

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Die noch anstehenden Spiele der laufenden Saison des TSV 1860 München sind aktuell eher nebensächlich. So regt sich wahrscheinlich Niemand über die gestrige 2:0 Niederlage in Saarbrücken auf. Vielmehr beschäftigt den Löwenkosmos aktuell die “Schnaps-Affäre”, Sechzig und der Alkohol ist also das Thema der Woche.

BILD deckt Schaps-Affäre auf

Christina Ellwanger von der BILD-Zeitung war die Erste, die das Thema in die Öffentlichkeit brachte. Damit setzte sie den thematischen Hauptpunkt der Löwenwoche. Drei Löwenspieler sollen in der Kabine vor und zwischen den Trainingseinheiten Schnaps getrunken haben. Den Suspendierungen vor dem Saarbrücken-Spiel nach zu urteilen, waren die Betroffenen wohl Raphael Holzhauser, Marcel Bär und Joseph Boyamba.

Unprofessionelles Verhalten

Natürlich muss man nicht groß drüber reden, dass das Verhalten der drei (wer auch immer es war, aber ein Zusammenhang mit der Suspendierung dürfte kaum zu dementieren sein) unprofessionell ist. Die Herren sind Leistungssportler und alle drei vermuteten Trinkbrüder sind in einem Alter, in dem sie eine Vorbildfunktion haben und solche Eskapaden eigentlich nicht mehr nötig haben sollten. Außerdem sind die drei für die kommende Saison vertragslos und sollten daher durch gute Leistungen auf sich aufmerksam machen. Schließlich wollen sie einen neuen Vertrag, sei es in Giesing oder sonstwo. Schnaps in der Kabine ist da wenig förderlich.

Überwältigendes Medien-Echo zu Sechzig und dem Alkohol

Interessant ist aber, welches Medien-Echo die Aktion der drei hervorgerufen hat. Es wurde bundesweit berichtet und das Medienecho war gigantisch. Allerdings muss man sich schon wundern, was die Presse daraus gemacht hat. Die tz nannte die Spieler “Trunkenbolde”. Das geht meines Erachtens wirklich zu weit. Obwohl gemutmaßt wird, dass es bereits unter Michael Köllner seit der Wies’n ähnliche Vorfälle gegeben hat, denke ich nicht, dass der Löwenkader eine Ansammlung von Säufern ist. Das hätte man wahrscheinlich schon früher gemerkt und nicht so lange unter der Decke halten können. Außerdem wundert es mich extrem, wie die Presse auf ein doch so nebensächliches Thema anspringt, obwohl bei 1860 ganz andere Dinge viel mehr im Argen liegen. Das Unwesen, das der sogenannte Investor und sein Statthalter abziehen, genießt offenbar wesentlich weniger mediale Strahlkraft als Sechzig und der Alkohol. Dabei gäbe es hier Einiges mehr und inhaltlich wesentlich Gehaltvolleres zu berichten, als die Geschichte von drei Profis, die zum Stamperl greifen. Aber offenbar sind ein ausschließlich über Social Media kommunizierender Hauptgesellschafter und sein die 50+1 Regel nicht verstehender Adlatus keine so interessanten Themen.

Was bleibt nach dem Schnaps-Skandal?

Nachdem ja nun zeimlich sicher ist, wer die drei betroffen Spieler sind, frage ich mich, wie es mit Ihnen weiter geht. Bei Raphael Holzhauser scheint mir auf der Hand zu liegen, dass der ganze Transfer von vorne bis hinten ein Missverständnis aller Seiten war und er nach der Saison zu Leuven zurückkehren wird. Er hat bei 1860 keinerlei spielerische Akzente gesetzt. Bei Marcel Bär gab es ja schon Spekulationen, dass er in seine norddeutsche Heimat zurück kehren will. Mit der Hypothek des Schnapselns, dürfte er aber seine Aktien bei anderen Vereinen nicht gerade zum Steigen gebracht haben. Außer vielleicht bei Jägermeister Braunschweig, um noch einen ganz flachen Witz einzustreuen. Ein Verbleib bei Sechzig scheint aber auf Grund der Alkohol-Eskapade noch unwahrscheinlicher als vorher. Aber selbst ohne diese Episode waren seine Leistungen nach der Verletzung nicht mehr auf dem Niveau der Vorsaison. Bleibt Joseph Boyamba, der eigentlich die letzten Wochen im Aufwind war. Nicht Wenige sahen ihn als einen zentralen Baustein im Kader der nächsten Saison. Man wird sehen, wie Jacobacci und Gorenzel darauf reagieren werden. Wieso ausgerechnet er in der Kabine gezecht hat, ist für mich das größte Mysterium an der ganzen Sache.

Die Sache mit der Disziplin

Frappierend fand ich, wie lange Maurizio Jacbacci benötigte, um die Frage nach der Disziplin in seiner Mannschaft zu beantworten. Nach sekundenlangem Schweigen (das wohl mehr ausdrückt, als er zugeben will) antwortete er, dass die Mannschaft auf dem Platz die nötige Disziplin habe. Das lässt tief blicken. Wahrscheinlich ist dieser Kader doch ein schwierig zu trainierender Haufen und keine Mannschaft. Denn bei einer Mannschaft, die zusammen hält, hätte der Sportgeschäftsführer wahrscheinlich nicht Mal Wind von der Sache bekommen. Darauf einen Dujardin, liebe Löwen!

Liveticker: 1.FC Saarbrücken – TSV 1860 München (34.Spieltag)

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 34. Spieltag der Saison 2022/23 mit dem Duell zwischen dem 1.FC Saarbrücken und dem TSV 1860 München!

Während die Gastgeber noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden wollen, ist die Saison für die Löwen gelaufen. Dennoch will der TSV 1860 München auch heute in Saarbrücken versuchen, nach 90 Minuten als Sieger vom Platz zu gehen. sechzger.de begleitet die heutige Partie natürlich erneut bereits weit vor Anpfiff mit zahlreichen Bildern von der Anreise sowie aus dem Stadion.

Aufstellung:
1 Hiller – 39 Morgalla, 3 Lang, 4 Verlaat, 36 Steinhart (18′ Lannert) – 20 Deichmann, 38 Wörl – 11 Greilinger, 7 Lex (C), 14 Skenderovic – 19 Lakenmacher

Bank:
40 Kretzschmar (Tor), 5 Moll, 10 Kobylanski, 22 Lannert, 27 Belkahia, 30 Cocic, 32 Ouro-Tagba

Tore:
1:0 Günther-Schmidt (24′), 2:0 Gaus (34′)

Die Personalsituation

Beim TSV 1860 haben sich sowohl Tim Rieder als auch Erik Tallig schwer am Knie verletzt und fallen daher lange aus. Marius Willsch muss wie auch Albion Vrenezi verletzungsbedingt passen, Daniel Wein ist ebenfalls angeschlagen. Zudem verzichtet Maurizio Jacobacci auf Joseph Bombaya, Raphael Holzhauser und Marcel Bär. Dafür wird erstmals Mansour Ouro-Tagba im Spieltagskader stehen.

Die Gastgeber aus Saarbrücken müssen eventuell auf Zeitz und Kerber verzichten. Ex-Löwe Neudecker hat sich dagegen wieder fit gemeldet und könnte gegen seinen ehemaligen Verein zum Einsatz kommen.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Tim Rieder, Joseph Boyamba, Albion Vrenezi und Daniel Wein haben vier gelbe Karten vorzuweisen. Bei der nächsten Verwarnung müssen sie ein Spiel aussetzen. Im Spielerkader stehen darüber hinaus Stefan Lex, Meris Skenderovic, Martin Kobylanski und Christopher Lannert bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel 1.FC Saarbrücken – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Trotz allem – auch heute machen sich natürlich wieder Löwenfans auf den Weg nach Saarbrücken und unterstützen den TSV 1860 München aus dem Gästeblock.Für Kurzentschlossene dürfte es vor Ort schwierig werden, da es keine Tageskassen geben wird.

Nach zwei kostenlosen Übertragungen im April wird dieser Service heute nicht angeboten.  Die Partie wird nicht im Free-TV zu sehen sein. Allerdings ist natürlich wie gewohnt MagentaSport vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Seit der vergangenen Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 3,49€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Vorschau 1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München

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Während der 34. Spieltag der dritten Liga bereits in vollem Gange ist, haben der TSV 1860 München und der 1. FC Saarbrücken bisher nur zugeschaut. Heute Nachmittag um 14:00h wird es für beide Teams dann ernst.

Unterschiedliche Ausgangslagen bei Saarbrücken und 1860

Beim zweiten Gastspiel der Löwen im renovierten Ludwigspark geht es für 1860 um nicht mehr viel. Die Gastgeber stehen dagegen noch mitten im Kampf um die DFB-Pokalqualifikation oder mehr. Nach den gestrigen Ergebnissen liegt der FCS zwar “nur” auf Rang 7. Gewinnt Saarbrücken aber morgen gegen 1860, liegt man Dynamo Dresden (aktueller Vierter) mit nur einem Punkt Rückstand im Nacken. Da werden die Saarländer alles daran setzen, gegen die Löwen die Punkte zu holen.

Neudecker und Zeitz fraglich

Bei den Gastgebern sind Ex-Löwe Neudecker und Abwehr-Ass Zeitz wegen Blessuren fraglich. Im Saar-Pokal-Halbfinale, das Saarbrücken mit 3:2 nach Verlängerung beim FC Homburg gewinnen konnte, verletzte sich Stürmer Kerber ebenfalls. Er scheint aber wohl rechtzeitig wieder fit zu werden. Nach der nicht eingeplanten Niederlage beim damaligen Schlusslicht SV Meppen ist der FC Saarbrücken gegen 1860 sicher auf Wiedergutmachung aus. Vor der Niederlage im Emsland zeigte sich Saarbrücken in der Liga in prächtiger Form. Die letzte Niederlage davor datiert vom 04.03., als man gegen den VfL Osnabrück den Kürzeren zog.

“Schnapsskandal” dominiert bei 1860

Die Löwen lassen die Saison gemütlich austrudeln und die Mannschaft scheint die Geselligkeit im Mannschaftskreis substantiell verbessern zu wollen. Dazu wurde vor und zwischen den Trainings wohl verbotenerweise hin und wieder zu einem Fläschchen Hochprozentigen gegriffen. So stand im Verlauf der Woche der “Schnapsskandal” an der Grünwalder Straße im Mittelpunkt. Pressesprecher Kmeth und Trainer Jacobacci versuchten das Thema bei der Löwenrunde weitgehend zu umschiffen, was aber nicht hundertprozentig gelang. Besonders Jacobaccis langes Zögern auf die Frage, ob seine Mannschaft diszpliniert sei, sprach Bände. Ebenso wie die Antwort: “Auf dem Platz schon”. Vrenezi und Wein fehlen verletzt. Dem Vernehmen nach werden Holzhauser, Bär und Boyamba die Reise ins Saarland nicht antreten. Die drei sind nicht verletzt. Wer einen Zusammenhang mit der Schnaps-Affäre sieht, liegt wahrscheinlich nicht falsch. Aber bestätigt von offizieller Seite ist nichts. Vielleicht setzt das beim Rest neue Kräfte frei und die Löwen können vor etwa 1.100 Löwenfans, die die Mannschaft an die Saar begleiten, überraschen. Eins ist bei 1860 einfach immer erstklassig: die Reiselust zu Auswärtsspielen. Wir sind natürlich für Euch auch mit am Start und berichten im sechzger. Liveticker ab dem späten Vormittag von der Anreise und dem Spiel.

7:2! TSV 1860 II gegen TSV 1860 Rosenheim in Torlaune

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TSV 1860 München II Heimspiel Gilching Gegen TSV 1860 Rosenheim

Der TSV 1860 München II hat vor 100 Zuschauern am heutigen Samstag in Gilching gegen den TSV 1860 Rosenheim ein Schützenfest gefeiert. 7:2 hieß es nach 90 Minuten gegen den Tabellenvorletzten der Bayernliga Süd. Anian Brönauer trug sich gleich drei Mal in die Torschützenliste ein.

TSV 1860 München II mit klarem Heimsieg gegen Rosenheim

Es muss Gründe für den Tabellenplatz gebenäußerte Trainer Frank Schmöller vor dem Duell der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München gegen Rosenheim. Entsprechend wollte er nach den Siegen gegen Türkspor Augsburg und in Nördlingen direkt die nächsten drei Zähler nachlegen. Das gelang seiner Mannschaft auch – und wie! Bereits zur Pause führten die Löwen klar mit 3:0 durch Tore von Judge (4.), Brönauer (11.) und Neziri (34.). Nach dem Seitenwechsel durfte sich dann auch Zehetbauer in die Torschützenliste eintragen (53.). Die Gäste aus Rosenheim kamen wenig später gegen den TSV 1860 II zwar zum Anschlusstreffer durch Nkunga (56.), doch mehr als Ergebniskosmetik gelang nicht mehr. Stattdessen stellte Beutel für die Weiß-Blauen nur eine Minute später den alten Abstand wieder her.

Besonders hervor stach am heutigen Tage Anian Brönauer, der noch zwei weitere Treffer erzielte und damit der Mann des Tages war (76., 82.). Den Rosenheimern gelang nur noch der zweite Ehrentreffer durch Cosentino kurz vor Schluss (88.).

Die Löwen liegen auf Platz 7 in der Bayernliga Süd und können die Saison entspannt ausklingen lassen. Kommende Woche wartet mit dem Auswärtsspiel bei Tabellenführer Schalding-Heining ein großer Brocken auf die formstarke U21 des TSV 1860. Die Gäste aus Rosenheim müssen hingegen aufpassen, dass sie nicht noch von Hallbergmoos überholt werden. Ansonsten würde der TSV 1860 Rosenheim dem direkten Abstieg ins Auge blicken müssen.

3.Liga am Samstag: Dortmund schlägt Elversberg, Wehen punktlos

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Borussia Dortmund II SV Elversberg 34.Spieltag 3.Liga Stadion Rote Erde Choreo

Bevor der TSV 1860 München am morgigen Sonntag auf den 1.FC Saarbrücken trifft, standen heute insgesamt sechs Partien auf dem Programm. Wehen Wiesbaden verlor dabei überraschend gegen den Tabellenletzten Meppen, Dortmund schlug Ligaprimus Elversberg.

Dortmund siegt – Elversberg vier Spiele ohne Sieg

Die 3.Liga hat seit dem heutigen Samstag einen neuen Tabellenletzten. Der SV Meppen zieht dank einem überraschenden 2:1-Auswärtssieg in Wiesbaden an Zwickau vorbei, die morgen gegen Osnabrück im Einsatz sind. Den Niedersachsen bietet sich wiederum die große Chance auf bis zu drei Punkte an den SV Wehen heranzurücken. Auch Saarbrücken kann mit drei Punkten gegen die Löwen noch ein Wörtchen in Sachen Aufstieg mitreden. Weiterhin schwächelt außerdem der Tabellenführer. Im Stadion Rote Erde verlor die SV Elversberg gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund.
Dynamo Dresden kam hingegen im Breisgau nicht über ein Unentschieden hinaus, Michael Köllner siegte zuhause mit dem FC Ingolstadt. In Bayreuth gehen hingegen langsam die Lichter aus.

Die Samstagspartien im Überblick

FC Ingolstadt – SC Verl 3:1 (2:0)

1:0 Bech (6., Foulelfmeter), 2:0 Civeja (17.), 2:1 Otto (70.), 3:1 Schmidt (82., Handelfmeter)

Erzgebirge Aue – Viktoria Köln 1:1 (0:1)

0:1 Handle (4.), 1:1 Nazarov (82., Foluelfmeter)

Wehen Wiesbaden – SV Meppen 1:2 (1:1)

1:0 Prtajin(14.), 1:1 Pourié (27.), 1:2 Evseev (84.)

Borussia Dortmund II – SV Elversberg 2:0 (1:0)

1:0 Njinmah (36.), 2:0 Michel (61.)

SC Freiburg II – Dynamo Dresden 1:1 (0:1)

0:1 Arslan (28.), 1:1 Wiklöf (54.)

SpVgg Bayreuth – MSV Duisburg 0:4 (0:1)

0:1 Kölle (7.), 0:2 Kölle (55.), 0:3 Hettwer (64.), 0:4 Feltscher (76.)

1.FC Saarbrücken – TSV 1860 München: Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel 1.FC Saarbrücken – TSV 1860 München. Nachdem es zum Hinspiel krankheitsbedingt keine Taktiktafel gegeben hatte, fehlt sie zum Rückspiel hingegen nicht.

Am 34.Spieltag kommt es zur Partie 1.FC Saarbrücken gegen den TSV 1860 München. Zwei Gründungsmitglieder der Bundesliga treffen in der dritten Liga aufeinander. Rüdiger Ziehl und seine im 3-5-2 (3-1-4-2) agierende Mannschaft kämpfen nach wie vor um den begehrten Relegationsplatz, den momentan die viertplatzierten Dresdner einnehmen.

Saarbrücken ist gegen den Ball sehr variabel unterwegs. Sowohl hohes Anlaufen mit direktem Pressing gegen Mann und Ball als auch räumliches Pressing mit Fokus auf Ballgewinn im Mittelfeld sind denkbar. Aber auch gänzlich mit beiden Reihen tief zu stehen und das Forechecking erst an der Mittellinie oder knapp davor zu beginnen ist bei den Gastgebern zu beobachten. All das haben die Saarländer theoretisch im Repertoire.

Es fällt auf, dass vor allem gegen Mannschaften, die in der Tabelle eher weiter vorne zu finden sind, die Saarbrücker in längeren Phasen extrem tief stehen und versuchen ihre Gefährlichkeit über Umschaltmomente auf den Rasen zu bringen.

Sind die Saarbrücker gefordert das Spiel zu machen, ist es für Ziehls Mannschaft auch selten ein Problem der Partie dominant eine Richtung zu geben und das Heft an sich zu reißen.

Bevor wir die genaue Spielweise der Saarbrücker Version des 3-5-2 betrachten, wie immer die wichtigsten statistischen Werte des 1. FC Saarbrücken.

Die wichtigsten statistischen Werte des 1.FC Saarbrücken

  • Ballbesitz 47%
  • Passgenauigkeit 79%
  • defensive Zweikampfquote 63%
  • Flankengenauikeit 39%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9.92

Wie spielt Saarbrücken?

Das 3-5-2 in der Variante 3-1-4-2 sieht zunächst einmal wahnsinnig offensiv aus. Das kann es auch sicherlich werden, wenn es nötig ist. Allerdings ist jedes System mit Dreierkette gegen den Ball, wenn man es nicht komplett asymmetrisch anlegt, ein System mit fünf Verteidigern. Von daher kann es zwar sehr offensiv interpretiert werden, sofern die Mittelfeldaußenspieler-Positionen auch tatsächlich mit Mittelfeldspielern besetzt werden. Saarbrücken ist in dem Fall allerdings die falsche Adresse. Dort stehen auf den Mittelfeldaußenpositionen Abwehrspieler.

Wir haben es also eher mit einem sehr offensiv interpretierten 5-3-2 zu tun.

Gegen den Ball

Beide zentralen Mittelfeldspieler bleiben beim Pressing oft zunächst noch vorne. Je nachdem wann und wie der Gegner verschiebt, formiert sich dann in vorderster Linie ein 3-1 oder 1-3 gegen das Positionsspiel des Gegners.

Dahinter verteilen sich die anderen sechs Spieler relativ weit gefächert, aber ihren Positionen entsprechend. Die Mittelfeldaußen ziehen sich bis kurz vor die Defensivlinie zurück. Einer der Innenverteidiger spielt oft zwischen den Linien, bevor der Gegner ins letzte Drittel eindringt.

Auch wenn der Gegner seine Angriffe bis ins letzte Drittel der Saarbrücker durchbringt, ergibt sich je nach System des Gegners durch die Fünferkette die Besonderheit, dass einer der Innenverteidiger zwischen den Linien agieren kann. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil, falls der Angriff über die Seite des Box-to-Box Spielers kommt und sonst keine Absicherung vor der Defensivlinie vorhanden sein sollte, man damit relativ risikofrei den dann offenen Raum zustellen kann. Zeitz, ehemaliger Stratege im defensiven Mittelfeld der Saarländer und jetzt in der Innenverteidigung tätig, ist dafür prädestiniert.

Besonders giftig sind die Saarbrücker im Gegenpressing direkt nach Ballverlust. Das System in der Offensive macht durch die kurzen Wege ein Spiel mit aggressivem Gegenpressing zu einer logischen Konsequenz.

Bei Ballbesitz

Im Positionsspiel ist das Spiel der Saarbrücker zunächst zentrumslastig, läuft dann je nachdem, was der Gegner anbietet wenn es nötig ist aber auch über die komplette Breite des Platzes. Der lange Ball wird eher selten eingestreut. Vertikales Spiel nutzt Saarbrücken fast ausschließlich in Umschalt- oder Kontersituationen.

Im letzten Drittel des Gegners sind die flinken Techniker der Saarbrücker oft schwer vom Gegner unter Kontrolle zu bringen. Mit einer hängenden Spitze neben einem klassischen Mittelstürmer, zwei technisch starken offensiven Mittelfeldspielern auf den Halbpositionen dahinter und sehr offensiv agierendem Mittelfeldaußen auf der ballnahen Seite wirbelt der FCS die Abwehrreihen der Gegner im Ludwigspark oft durcheinander.

Die Achse Gnaase – Neudecker – Rabihic ist dabei das tragende Element des FCS.

Besonders gefährlich sind die Saarbrücker im eigenen Umschaltspiel. Die schnellen, technisch versierten Offensivspieler der Saarbrücker sind wie gemacht für Umschaltangriffe und Kontergelegenheiten.

Wie kann der TSV 1860 den 1.FC Saarbrücken knacken?

Das Patentrezept habe ich hier diesmal leider nicht vorliegen. Saarbrücken ist zu flexibel in der taktischen Ausrichtung und auch darin diese während des Spiels zu ändern, als dass ich sagen könnte: “Das funktioniert sicher, wenn die Sechzger es auf den Platz bringen können.”

Wie sind denn die Voraussetzungen?

Aufgrund der Tabellensituation für Saarbrücken ist eines klar: wenn Saarbrücken eine Chance auf den Aufstieg wahren will, muss der FCS auf Sieg spielen. Das gibt auf der anderen Seite den Sechzgern die Möglichkeit selbst auf Defensivfußball mit starker Ausrichtung auf Umschaltmomente und Kontersituationen zu setzen.

Der Erfolg des Ganzen würde dann davon abhängen sein, ob die Löwen es schaffen bis zu einer etwaigen Vorentscheidung oder falls nötig über die gesamte Spielzeit die Konzentration aufrecht zu erhalten, um nicht selbst spielentscheidende Fehler zu produzieren. Ich sehe Saarbrücken als starken Favoriten. Deshalb glaube ich, dass man mit jeder anderen/offensiveren Herangehensweise den Saarländern ins offene Messer laufen würde.

Geduldig, entschlossen und konzentriert verteidigen, aber bei jeder Gelegenheit, die sich bietet versuchen den Umschaltmoment oder die Kontersituation produktiv auszunutzen, ist der Plan, den ich gegen Saarbrücken verfolgen würde.

Stärken und Schwächen des Systems 3-5-2

Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe. Dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.

Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

Schwächen

Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann.

Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks führen, der über die Flügel aufgebaut werden soll.

Die Flügel sind nur einfach besetzt. Deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln.

Gegen Systeme, in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird, kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Schlüsselspieler

Defensive

Daniel Batz (#1) im Tor ist eine absolute Wand zwischen den Pfosten. Das mussten die Löwen schon des Öfteren in Spielen erleben, in denen sie Saarbrücken eigentlich dominierten, aber der Ball spätestens von Batz immer wieder am Einschlag in die Maschen gehindert wurde. Er hat eine unfassbar gute Reaktionsfähigkeit und beherrscht seinen Strafraum wie kaum ein anderer Drittligatorhüter. Unser Statistikportal führt ihn in dieser Saison als zweitbesten Torhüter der Liga.

Kapitän Manuel Zeitz (#8) in der Innenverteidigung, wie weiter oben schon erwähnt eigentlich ein defensiver Mittelfeldspieler, ist der Organisator in der Defensive. Er gewinnt 70% seiner defensiven Duelle, hat aber leichte Schwächen in Kopfballduellen. Dazu kommt, dass er beim Spielaufbau im Positionsspiel extrem passsicher und mit viel Übersicht agiert.

Mittelfeld

David Gnaase (#26) ist der Defensivstratege im Mittelfeld. Mit wenig Drang nach vorne ist er im Positionsspiel als Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff zu sehen. Mit oft nur kurzen Ballkontakten, bei denen er dem Angriff eine Richtung gibt, wirkt Gnaase unauffällig. Er hat jedoch ein gutes Auge für sich öffnende Räume und spielt in Frühphasen der Saarbrücker Angriffe eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Richard Neudecker (#31) bedarf sicherlich keiner genaueren Vorstellung. Was der quirlige Mittelfeldspieler kann, wissen wir alle nur zu gut. Abgesehen von seiner überragenden Technik und seinem kämpferischen Auftreten ist da noch sein sehr gefährlicher linker Huf, mit dem er aus der Distanz gern mal die Kugel in die Maschen drischt. Mit vierzehn Torvorlagen ist er außerdem der erfolgreichste Vorbereiter der Saarbrücker. Ob er spielen wird ist jedoch fraglich. Noch ist er mit Knieproblemen als verletzt gelistet. Auf der Pressekonferenz der Gastgeber wurde jedoch mitgeteilt, dass der ehemalige Sechzger einsatzbereit sei.

Angriff

Im Sturm der Saarbrücker stehen mit Kasim Rabihic (#7) und Adriano Grimaldi (#39) gleich zwei Spieler, die das Prädikat Schlüsselspieler verdient haben. Grimaldi, wie Neudecker ebenfalls mit einer Vergangenheit beim TSV 1860, ist mit neun Treffern der Toptorjäger des 1. FCS. Rabihic, als hängende Spitze viel zwischen den Linien unterwegs, ist ein ständiger Unruheherd, der im Halbraum hinter der Spitze seine Gefährlichkeit voll entfalten kann. Als wendiger Techniker mit präzisem Passspiel und gutem Auge für Vorder- oder Nebenmann ist er als Vorlagengeber ebenso gefährlich wie als Schütze.

Fazit

Saarbrücken hat zuhause einen starken Lauf, aber in Meppen auswärts einen Dämpfer einstecken müssen. Das Pokalspiel unter der Woche gegen Homburg wird der Fitness der Saarbrücker für Sonntag sicher nicht geschadet haben.

Meiner Meinung nach wird es gegen den 1.FC Saarbrücken nur dann etwas zu holen geben, wenn die Defensive des TSV 1860 München zu 100% diszipliniert und konzentriert gegen den Ball steht.

Wie schon gegen Wiesbaden werden die Sechzger vermutlich mindestens zwei Tore schießen müssen, um etwas Zählbares mit nach München zu bringen.

Ich halte einen dreifachen Punktgewinn in Saarbrücken so wie diese Mannschaft in den letzten Spielen auftritt für sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Lauffreude, Präzision und überfallartige Angriffe in der Offensive. Konzentration, Konsequenz und enge Räume für den Gegner gegen den Ball. Das sind die Zutaten für ein erfolgreiches Abschneiden der Löwen in Saarbrücken.

Ob die Mannschaft der Sechzger das richtige Rezept findet, um diese Zutaten anwenden zu können, sehen wir am Sonntag.

So könnte Saarbrücken beginnen

Datenquelle: Wyscout

Benefizspiel: SC Inhauser Moos wartet auf den TSV 1860 München

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Choreo Alle Für Moritz Verstorbener Löwenfan Beim Spiel TSV 1860 München Hallescher FC

Für das geplante Benefizspiel zwischen dem SC Inhauser Moos und dem TSV 1860 München anlässlich der Initiative “Alle für Moritz” gibt es bislang noch keinen Termin. Aktuell wartet der SCI auf eine Rückmeldung der Löwen.

Terminsuche für Benefizspiel zwischen dem SC Inhauser Moos und dem TSV 1860

Ende November fragte sechzger.de beim ehemaligen Verein von Löwenfan Moritz, der im August bei einem Unfall tödlich verunglückte, nach einem Termin für das von Hasan Ismaik angekündigte Benefizspiel. Die Rückmeldung: im Mai solle das Spiel stattfinden, man befinde sich aktuell in Gesprächen. Ein erneuter Kontakt ergab nun, rund ein halbes Jahr später, dass bislang noch kein Datum festgelegt wurde. Aktuell wartet der SC Inhauser Moos auf eine Rückmeldung vom TSV 1860 München, um das Benefizspiel planen zu können. Die Löwen haben ihrerseits den Sommerfahrplan vor wenigen Tagen noch einmal aktualisiert und um weitere Spiele ergänzt. Dieser beginnt allerdings erst Ende Juni.

Im anvisierten Monat Mai hat der TSV 1860 noch vier Spiele in der 3.Liga vor der Brust. Sportlich geht es allerdings dank der Mittelfeldplatzierung um nichts mehr. Insofern könnte das Benefizspiel gegen Inhauser Moos dort womöglich wie angekündigt stattfinden.
Auch weiterhin sammelt der ehemalige Verein von Moritz für die Hinterbliebenen Spenden. Seine Frau und die Kinder freuen sich über jegliche Unterstützung, die ihnen zuteil wird. Die Löwenfans hatten sich ebenfalls stark in der Angelegenheit engagiert – und tun dies auch weiterhin. Zuletzt wurden beispielsweise vor einem Heimspiel Soli-Shirts am Löwentreff verkauft.

Alle Möglichkeiten, um die Initiative “Alle für Moritz” zu unterstützen, sind hier im Überblick zu finden.

3.Liga am Freitag: Mannheim siegt klar gegen Halle

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Waldhof Mannheim Ingolstadt

Zum Auftakt des 34.Spieltags hat der SV Waldhof Mannheim die Gäste aus Halle klar in die Schranken gewiesen. Marten Winkler war für die Gastgeber dreifach als Torschütze erfolgreich.

Mannheim schlägt Halle und wahrt Aufstiegschance

Der TSV 1860 München greift erst am Sonntag in Saarbrücken (14 Uhr, sechzger.de Liveticker) in das Geschehen am 34.Spieltag ein. Als erstes standen sich am heutigen Abend Waldhof Mannheim und Halle gegenüber. Während die Gastgeber noch ein Wörtchen in Sachen Aufstieg mitreden wollen, richtet sich der Blick des Halleschen FC klar in Richtung Abstiegszone. Zuletzt gelang dem HFC allerdings ein wichtiger Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Bayreuth. Heute allerdings sollten sich die Hausherren über drei Punkte nach 90 Minuten freuen.

Dabei begann die Partie für die Gäste nach Maß. Deniz brachte Halle in Mannheim bereits nach sechs Minuten in Führung. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis das Heimpublikum jubeln durfte. Marc Schnatterer glich per Freistoß aus (27.). Nur wenig später legte der Routinier für Winkler auf, der die Führung für den Waldhof erzielte. Mit der knappen Führung aus Sicht der Gastgeber ging es in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich, dass Marten Winkler noch nicht genug hatte – er trug sich weitere zwei Mal in die Torschützenliste ein. Nach 55 Minuten nutzte er einen missglückten Rückpass aus, ehe er das Spiel nach Vorlage von Martinovic endgültig entschied (60.). Den Gästen boten sich zwar noch gute Gelegenheiten, doch zu einem Punktgewinn reichte es nicht mehr. Bayreuth (Samstag gegen Duisburg) und Oldenburg (Sonntag in Essen) schöpfen damit neue Hoffnung im Abstiegskampf und können bis auf einen Punkt an den HFC heranrücken. Mannheim hingegen zieht mit dem Sieg an Saarbrücken vorbei, die am Sonntag gegen die Löwen allerdings noch nachlegen können.