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Günther Gorenzel macht seinen Job mit links

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Die wichtigste Frage des Tages

Es war ihm sichtlich unangenehm – und doch fühlte er sich gewiss auch ein wenig geschmeichelt. Als nämlich Abendzeitung-Reporter Matthias Eicher die Fragerunde in der Pressekonferenz vor der Partie des TSV 1860 beim SC Freiburg II (Sonntag, 13 Uhr im sechzger.de-Liveticker) am Freitag Vormittag mit der “wichtigsten Frage heute: Herr Gorenzel, wie geht es ihnen und ihrer Schulter?”, eröffnete. Der Sportgeschäftsführer der Löwen hatte sich beim Eishockeyspielen am Donnerstag eine ernsthafte Verletzung zugezogen. “Wie der ärgste Anfänger”, so urteilte er selbstkritisch, war er bei einem fliegenden Wechsel in die Bande gestürzt und hatte sich so die rechte Schulter ausgekugelt. Eine Operation ist allerdings nicht nötig, die Heilung soll konservativ erfolgen und wird rund drei bis vier Monate dauern. Seinen trockenen Humor hat Gorenzel übrigens durch das Missgeschick nicht verloren: “Am Ende des Tages wollte ich mich solidarisch mit Lorenz Knöferl erklären,” fügte er an.

Keine negative Auswirkung auf seine Arbeit für die Löwen

An einer konsequenten Ausführung seines wichtigen Jobs bei Münchens großer Liebe – insbesondere um diese Jahreszeit, in der Verträge mit dem vorhandenen Personal verlängert und die Fühler auf dem Transfermarkt nach neuen Akteuren ausgestreckt werden müssen – hindert den Österreicher die nun in einer Schlinge fixierte Schulter aber nicht.

Es war gestern schon der Running Gag in der Kabine: “Der Gorenzel kann jetzt keine Verträge mehr unterschreiben.” Aber was die Jungs nicht wissen: Ich war Linkshänder und wurde von meiner Mutter umgelernt, weil es vor 45 Jahren, wie ich in die Schule gekommen bin, noch keine Füllfederhalter für Linkshänder gab. Von dem her ist das kein Problem: Ich kann auch mit links fließend unterschreiben. Fälschungssicher.

Welcher Spieler unterschreibt demnächst?

Die Frage, was denn als nächstes zu unterschreiben sei, schloss sich später – quasi ganz natürlich – an. Bei welchem der noch nicht verlängerter Löwenprofis das denn als nächstes anstehe, wurde Gorenzel gefragt. Niklas Lang und Richard Neudecker sind beispielhafte Namen, die derzeit im Raum stehen.

Mir ist vollkommen klar, dass das momentan ein Thema ist. Aber entscheiden ist jetzt, dass wir uns alle auf die sechs Spiele konzentrieren. Das verlange ich von jedem Mitarbeiter, von jedem Spieler. Dass im Hintergrund Gespräche laufen, ist doch vollkommen klar. (…) Ich habe es schon vor ein paar Wochen gesagt: Wir haben im Verein gemeinschaftlich eine ganz klare Haltung festgelegt. Eine klare Haltung, wie wir mit unseren finanziellen Mitteln umgehen. Und ich habe eine sehr konsequente Linie, das jetzt umzusetzen. Man wird dann sehen, inwieweit sich der eine oder andere Spieler für diese Linie committed.

An Gorenzels Verletzung wird also eine Vertragsverlängerung bei den noch vakanten Profis, zu denen auch Dennis Dressel zu zählen ist, nicht scheitern. Soviel steht fest.

Nie wieder Eiszeit für Günther Gorenzel?

Und wie geht es – nach überstandener Schulterverletzung – dann eigentlich mit der aktiven Eishockeykarriere von Günther Gorenzel weiter? Da scheint seine Ehefrau ein gehöriges Wort mitzureden zu haben, wie er in der LÖWENRUNDE verriet:

Jetzt geht es darum, für die nächste Saison mit meiner Frau zu verhandeln. Der habe ich versprochen, dass ich – wenn nochmal eine ärgere Verletzung passiert – das Ding sein lasse. Ist aber meine große Leidenschaft. Das werden harte Verhandlungen mit meiner Frau.

Marcel Bär tippt den 33. Spieltag

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Marcel Bär (TSV 1860)
Marcel Bär im Löwentrikot der Saison 2021/22

Die Konkurrenten sollen Federn lassen

Geht es nach Löwen-Stürmer Marcel Bär, so sollen die Konkurrenten der Löwen im Aufstiegskampf am kommenden Spieltag stolpern. Der 29-Jährige hat für das Fußball-Portal “Liga-3-online” den 33. Spieltag getippt.

Souverän sind laut dem frischgebackenen Papa nur Kaiserslautern sowie Magdeburg, denen Bär jeweils einen Dreier zutraut. Seine Ergebnisstipps im Überblick (löwen-relevante Partien fett):

Würzburg 1:3 Kaiserslautern

Saarbrücken 2:2 Mannheim

Duisburg 2:1 Halle

Magdeburg 2:0 Viktoria Köln

Freiburg II 0:2 1860

Havelse 1:2 Zwickau

Wiesbaden 1:1 Braunschweig

Osnabrück 1:1 Verl

Die Tabelle sähe dann so aus

    1. Magdeburg 63
    2. Kaiserslautern 57
    3. Braunschweig 56
    4. 1860 52
    5. Saarbrücken 51
    6. Mannheim 50
    7. Osnabrück 48
    8. Wiesbaden 47

Sehen wir Verteidiger Semi Belkahia in der Offensive der Löwen?

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Semi Belkahia (TSV 1860)
Semi Belkahia im Löwentrikot der Saison 2021/22

Auch wenn wir das in der Regel nicht auf sechzger.de thematisieren, so verfolgen wir doch auch fast jede Trainingseinheit des TSV 1860 und ziehen unsere Schlüsse daraus Eine davon: Semi Belkahia hat sich im Training in den letzten Tagen als ziemliche Waffe in der Offensive präsentiert. Teilt Michael Köllner diese Auffassung und sehen wir den Innenverteidiger vielleicht bald mal in der Sturmspitze?

Semi Belkahia in der Offensive der Löwen?

Ob per Kopf oder mit dem Fuß – Semi Belkahia trifft im Training in der Offensive derzeit  fast nach Belieben. In der Vergangenheit wechselte Trainer Michael Köllner bei knappem Rückstand gerne mal Dennis Erdmann als kopfballstarken Stürmer ein. sechzger.de wollte in der heutigen LÖWENRUNDE vom Coach wissen, ob er diese Rolle demnächst auch mal für Semi Belkahia vorsehe.

“Euch bleibt anscheinend nichts verborgen. Gut beobachtet, muss ich wirklich sagen. In den Trainingsspielen bombt Semi momentan sehr konsequent und sehr konstant. Das ist für uns auch wichtig bei Standards. Ich glaub, dass wir vorne durchaus auch Tore vom Semi brauchen. (…) Deswegen gibts jetzt auch immer nochmal ein Extra-Training für die Spieler, damit wir bei Standards auch individuell nochmal eine bessere Abschlussquote erreichen.”

Von uns aus dürfen die Löwen schon am Sonntag in Freiburg damit beginnen…

Fehler in der Ausbildung?

Ob Semi Belkahia in der Offensive dann tatsächlich als Stürmer zum Einsatz kommen kann und wird, ließ Köllner offen. Tatsächlich habe Köllner sich mit dem Thema aber auch schon beschäftigt und kam zu dem Schluss, dass man derzeit in der Ausbildung der Spieler “noch einem kleinen Fehler” unterliege. So beschränke man junge Spieler in der jetzigen Zeit meist auf eine Position. Ein “ruhiger Spieler” werde so in der Regel eher defensiv aufgestellt, statt ihm auch offensive Positionen zuzutrauen, wo der ruhige Umgang mit dem Ball ebenso wichtig sei. Als Beispiele führte Köllner u.a. Karim Benzema auf höchstem Level und etwas tiefer auch Terodde, Burgstaller, Vermeij, Boyd oder Sascha Mölders an.

Insofern fordert Köllner die Überprüfung bewährter Denkmuster und könnte sich gut vorstellen, “den ruhigsten Spieler” auch mal vorne reinzustellen. Es bleibt spannend bei den Löwen, zumal er Belkahia bei entsprechender Förderung durchaus zugetraut hätte, ein super Stürmer zu werden.

SC Freiburg II – TSV 1860 München die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein Herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel SC Freiburg II – TSV 1860 München. Freiburg verlor im Hinspiel mit 0:6 gegen die Sechzger. Wird sich dieses Schützenfest wiederholen?

Freiburg II kann gegen den TSV 1860 auf vier Torhüter, vierzehn Verteidiger, acht Mittelfeldspieler und sage und schreibe zehn Stürmern zurückgreifen. Damit hat die zweite Mannschaft des SCF einen Kader von insgesamt sechsunddreißig Spielern. Der Trainer des SC Freiburg II, Thomas Stamm, kann mit der hohen Anzahl an Spielern im Kader theoretisch immer aus dem Vollen schöpfen. Wenn er nicht dann und wann einen seiner Schützlinge, zuletzt Stürmer Vermeij, zur ersten Mannschaft des SC Freiburg abgeben müsste, wäre der SCF möglicherweise sogar noch weiter vorne in der Tabelle zu finden.

Das System der Mannschaft des SC Freiburg II war demjenigen der Bundesligamannschaft in der Hinrunde noch leicht angepasst. Die Erste des SCF spielt mittlerweile allerdings häufig mit Viererkette in der Abwehr. Stamms U23 ist wie in der Hinrunde, auch in der Rückrunde meist mit einer Dreierabwehrkette in der Innenverteidigung unterwegs.

Bevor wir zur Spielweise der zweiten Mannschaft des Freiburger SC kommen, hier die wichtigsten statistischen Werte.

Statistische Werte des SC Freiburg II

  • Ballbesitz: 54%
  • Passgenauigkeit: 80%
  • Defensive Zweikampfquote: 62%
  • Flankengenauigkeit: 34%
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 9,3

Das Spiel des SC Freiburg II

Die bisher gezeigten Systeme waren alle offensiv ausgerichtet. Mit 3-4-3 (3-4-2-1, 3-4-1-2), 3-5-2 (3-1-4-2, 3-2-3-2) und auch im 4-3-3, das bisher sechsmal gespielt wurde, oder jüngst gegen Halle, als zum ersten mal das 4-1-4-1 zum Einsatz kam, ist Freiburg auf attraktiven Offensivfußball geeicht. Wir dürfen also auch am Sonntag von den Breisgauern erwarten, dass sie offensiv spielen werden.

Bei Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz legen die Freiburger hohen Wert darauf, schnell und variantenreich nach vorne zu kombinieren. Bis ins letzte Drittel sind die Freiburger da auch sehr gut unterwegs. Die Torausbeute war jedoch bisher sehr gering. Nur 27 Treffer stehen für die Breisgauer bisher zu Buche.

Unter der Woche gegen den Halleschen FC hatte Freiburg die Partie größtenteils im Griff und auch deutlich mehr Chancen. Einzig die Tore wollten nicht fallen. So ist es oft beim Aufsteiger aus dem Breisgau. Man spielt besser, muss am Ende aber eine Niederlage bzw. ein Unentschieden verkraften.

Gegen den Ball

Gegen den Ball hat die junge Freiburger Truppe vor allem dann große Probleme gehabt, wenn der Gegner schnell und direkt spielt. Defensives Umschaltspiel und Gegenpressing sind nicht die Disziplinen, in denen Stamms Mannschaft glänzt. Schafft es das Team aus dem Breisgau jedoch, nach einem gescheiterten eigenen Angriff schnell wieder hinter den Ball zu kommen, arbeiten sie defensiv gut und kompakt.

Das Pressing der Freiburger im Positionsspiel ist gegnerabhängig mal auf höherer, mal auf tieferer Pressinglinie angelegt. Gegen den TSV 1860 München rechne ich damit, dass Freiburg die Pressinglinie eher tief stellt und die Räume in der eigenen Spielfeldhälfte eng macht, da die Löwen selten Probleme haben, sich aus dem Pressing eines Gegners herauszukombinieren.

Das wahrscheinliche System von Freiburg II gegen den TSV 1860

Welches System wird Freiburg am Sonntag spielen? Eher das 3-4-3 oder doch das 3-5-2? Ich rechne mit dem 3-5-2. Wichtig in diesem System ist für das Team, das so spielt – wie bei allen Systemen mit 3er Kette – die Tiefenstaffelung im Spiel gegen den Ball nach abgeschlossenen Angriffen bzw. nach Ballverlust schnell wieder herzustellen. Es kann sonst gegen Teams, die schnelle Spieler haben, bei Konterangriffen große Probleme geben. Um den Spielern Zeit zu geben, wieder hinter den Ball zu kommen, ist sofortiges Gegenpressing bei Ballverlust ein absolutes Muss bei diesem System.
Im Spiel nach vorne ist man mit dem 3-5-2 und seinen Varianten extrem überladen und kann so die gegnerischen Abwehrreihen mit Überzahlspiel leicht vor Probleme stellen.

Sollte Freiburg mit einer Viererkette spielen, also 4-1-4-1 oder 4-3-3, was ich nicht annehme, was aber durchaus im Bereich des Möglichen liegt, wird sich das Spiel der Breisgauer mit Ball nicht sonderlich von dem mit Dreierkette unterscheiden. Bei Ballbesitz verschiebt dann einer der Außenverteidiger ins Mittelfeld und es wird ein 3-4-3 oder 3-5-2 entstehen.

Meiner Meinung nach wird Freiburg aber mit einer Dreierkette in der Innenverteidigung auflaufen.

Stärken und Schwächen des 3-5-2 (3-4-1-2)

Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe. Dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.
​Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

​Schwächen

Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann. ​Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks, der über die Flügel aufgebaut werden soll, führen. ​Die Flügel sind nur einfach besetzt, deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln. Gegen Systeme, in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird, kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Die Schlüsselspieler

Abwehr

Torwart Noah Atubolu (#1) ist mit seinen erst 19 Jahren der jüngste Stammtorhüter der Liga. Bei einer Größe von 1,90 m hat er unfassbar gute Reflexe und eine gute Quote beim Abfangen hoher Bälle. Dieser junge Spieler hat diese Saison schon einiges dazugelernt. Er gehört zu den Top 5 Torhütern diese Saison.

Sandrino Braun-Schumacher (#6), der zentrale Innenverteidiger, bringt Erfahrung aus acht Saisons und 227 Spielen in der 3. Liga mit. Er ist der erfahrenste Spieler in der Stammformation der Freiburger. Braun-Schumacher gewinnt die meisten seiner defensiven Zweikämpfe, ist für einen zentralen Innenverteidiger aber bei Kopfbällen nicht ganz so erfolgreich, wie es sein sollte. Dank seiner langjährigen Erfahrung verfügt er allerdings über ein gutes Stellungsspiel. So kann er überdurchschnittlich viele Bälle abfangen, bevor sie den eigentlichen Adressaten erreichen. In der Spieleröffnung ist Braun-Schumacher sicher im Passspiel nach vorne.

Mittelfeld

Das gesamte Mittelfeldzentrum ist gut besetzt. Der Schlüsselspieler im Mittelfeld heißt jedoch Enzo Leopold (#8). Yannick Engelhardt (#18) und Patrick Kammerbauer (#31), seine Hintermänner im defensiven Mittelfeld, stehen ihm aber nicht wirklich nach. Leopold ist ein technisch brillanter Spieler mit punktgenauem Passspiel und somit einer der Gründe, warum Freiburg bis zum Sechzehner des Gegners eine der besten Mannschaften der Liga ist. Seit Leopold, nachdem er zu Beginn der Saison vom Trainer nicht berücksichtigt wurde, regelmäßig spielt, die Bindung zum Team gefunden hat und sich auch an die Gangart in der Liga gewöhnt hat, steht Freiburg stabil im Mittelfeld der Tabelle. Enzo Leopold kann ein Unterschiedsspieler sein. Leopold, Engelhardt und Kammerbauer sind mit jeweils vier Vorlagen die besten Vorlagengeber der Breisgauer. Leopold hat außerdem bisher drei mal selbst ins Tor getroffen.

Sturm

Vincent Vermeij (#9) im Sturm sollte jedem ein Begriff sein. Torgefährlich, kopfballstark, robust, fleißig auch gegen den Ball und konzentriert beim Pressing. Vermeij ist mit acht Treffern der beste Schütze bei den Breisgauern. Mit seiner Größe von 1,97 m ist er auch immer für einen Kopfballtreffer gut. Auf ihn muss man wirklich immer aufpassen.

Fazit

Nach dem – wegen der Fehlentscheidungen des Unparteiischen – ungerechtfertigten Unentschieden, das die Löwen im Spiel gegen Saarbrücken hinnehmen mussten, werden die Breisgauer dafür die Rechnung präsentiert bekommen. Wenn der TSV 1860 München gegen den SC Freiburg II genauso auftritt wie gegen Saarbrücken, stellt sich die Frage nicht, wer die Oberhand in diesem Spiel haben wird. Um einer Topmannschaft wie den Sechzgern das Wasser reichen zu können, sind die Freiburger nicht gefährlich genug vor dem gegnerischen Tor.

Keine Prophezeiung ohne Warnung. Wenn man Freiburg auf die leichte Schulter nimmt, kann es nach hinten los gehen. Alle Spieler, die dort im Kader stehen, wollen sich bei einem der für junge Talente durchlässigsten Vereine der Republik in die erste Mannschaft spielen.
Deshalb gilt in diesem Spiel wie in allen anderen, dass Einsatzwille und Konzentration stimmen müssen. Dass das bei den Sechzgern so sein wird, dafür ist Trainer Michael Köllner verantwortlich und wie immer wird er eine top eingestellte Mannschaft mit dem richtigen Matchplan aufs Feld des Dreisamstadions schicken.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns in der Taktiktafel-Analyse nach dem Spiel über drei Punkte, die mit nach Giesing genommen wurden, unterhalten werden.

So könnte Freiburg II gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout

Dritte des TSV 1860 schlägt Wacker München II deutlich

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TSV 1860 München III (Dritte Mannschaft)

Ungemütlich wars am Donnerstag Abend auf dem 06er-Platz an der St.-Martin-Straße. Dass es den wenigen anwesenden Zuschauern dennoch warm ums Herz wurde, lag nicht zuletzt daran, dass die Dritte des TSV 1860 den FC Wacker München II deutlich besiegte. Mit dem Sieg behaupteten die Löwen die Tabellenspitze der Kreisklasse.

Dritte des TSV 1860 besiegt Wacker München II

Auch wenn das Ergebnis eindeutig klingt, so war es doch ein hartes Stück Arbeit für Sechzig. Zwar ging die Dritte der Löwen nach einer Viertelstunde durch Winter-Neuzugang Entenmann in Führung, doch kurz nach der Pause glichen die Blausterne aus. Gott sei Dank hatte Münchens große Liebe eine prompte Antwort für Münchens heimliche Liebe und so traf Lechner in der 51. Minute zum 2:1.

Babacar Diop baute den Vorsprung auf 4:1 aus (64./71.), ehe Torjäger Andre Orbegozo Araujo kurz vor dem Schluss den 5:1-Endstand herstellte. Mit dem Sieg liegt die Dritte nun mit 43 Punkten aus 20 Spielen an der Tabellenspitze. Dahinter folgen der FC Ludwigsvorstadt (39/18), der TSV Milbertshofen (38/19) und der FC Espanol (36/17). Nur der Erste steigt direkt auf, der Zweite muss in die Relegation.

Sechzig um Sieben: Mögliche Neuzugänge Teil 2

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Teil 2 der möglichen Neuzugänge: Box-to-Box Spieler

Für den Fall, dass die Verträge der Mittelfeldspieler Biankadi, Dressel oder Neudecker nicht verlängert werden sollten, haben wir uns für euch nach Alternativen umgesehen. Der vereinslose (Ex-4Ü) Andy Irving sowie Björn Jopek von Viktoria Berlin sind Kandidaten aus der Dritten Liga. Aus dem Unterhaus könnten Rico Preissinger (Ingolstadt) und Erik Majetschak (Aue) interessant sein. Aber auch mögliche Neuzugänge aus der Schweiz, Australien oder den Niederlanden stellt Autor Bernd Winninger vor. Hier geht’s zum Artikel.

SECHZIG Jahre Stefan Schneider

Der ehemalige Stadionsprecher der Löwen, Stefan Schneider, feierte gestern seinen 60. Geburtstag. 28 Jahre lang (von 1993 bis 2021, mit einer ganz kurzen, vernachlässigbaren Unterbrechung) war er die “Stimme der Löwen” im Sechzgerstadion, im Olympiastadion und in der Allianz Arena. Vor gut einem Jahr erklärte er – für viele überraschend – nach dem 1:0-Heimsieg gegen Dynamo Dresden seinen Rücktritt als Stadionsprecher beim TSV 1860 München. Unseren Artikel zum Geburtstagskind lest ihr hier.

Gestern vor 4 Jahren: drei Mölders-Tore besiegeln Sieg gegen Schweinfurt

Am Ende wurden die Löwen Regionalligameister und setzten sich gegen Saarbrücken in der Relegation in Richtung Liga 3 durch: in einem der Spiele, gestern vor 4 Jahren, netzte Ex-Löwe Sascha Mölders gleich drei mal ein. Am Ende siegte der Löwe mit 3:1.

1860-Boxer mit nächstem Bundesliga-Fight

Am kommenden Samstag sind wieder die Boxer des e.V. dran: gegen Hannover Seelze soll endlich der erste Bundesliga-Sieg eingefahren werden!

Tickets für den Kampf gibt es hier.

Bild: (c) TSV München von 1860 e.V., Boxen

Der Löwen-Fahrplan am Wochenende

An mehreren Orten gleichzeitig sein – das würde man sich kommendes Wochenende wünschen, wenn der TSV 1860 mit seinen verschiedenen Mannschaften vielerorts antritt:

Donnerstag, 07.04.

19.30 Uhr: 3. Mannschaft – FC Wacker München II -:-
19.45 Uhr: FC Sportfreunde München – 4. Mannschaft -:-

Freitag, 08.04.

17.00 Uhr: ESV München U11 – U10 -:-
19.00 Uhr: FC Augsburg – U16 -:-

Samstag, 09.04.

10.30 Uhr: U15 – FV Illertissen -:-
11.00 Uhr: TSV Milbertshofen U11 – U10 -:-
13.00 Uhr: U17 – Eintracht Frankfurt -:-
15.00 Uhr: U13 – VfB Stuttgart -:-
15.00 Uhr: FC 1920 Gundelfingen – U21 -:-
16.00 Uhr: U19 – Wacker Burghausen -:-

Sonntag, 10.04.

10.00 Uhr: SC Baldham-Vaterstetten U11 – U10 -:-
10.45 Uhr: FC Neustern Neutrudering – Frauen -:-
11.00 Uhr: U12 – SpVgg Greuther Fürth -:-
11.00 Uhr: 1. FC Heidenheim – U14 -:-
12.45 Uhr: SV-DJK Taufkirchen II – 4. Mannschaft -:-
12.45 Uhr: FC Espanol – 3. Mannschaft -:-
13.00 Uhr: SC Freiburg II – Profis -:-

Neues aus der Dritten Liga

Drittligisten vermelden Rekorderträge

Wie Liga-3-online berichtet, haben die Drittligisten trotz Corona-Pandemie in der vergangenen Saison neue Höchstwerte in der Geschichte der Dritten Liga erwirtschaftet. Die Personalausgaben stiegen zwar, jedoch konnten die Ausgaben der Clubs im Schnitt deutlich gesenkt werden. Anm.d.Red.: dies kann auch mit dem Verkauf von Geistertickets und der Einsparung von Kosten der Geister-Spieltage zusammenhängen. Im schnitt erlöste ein Club 11,36 Millionen Euro.

Wackelt Magdeburg auf der Zielgeraden? Seit 3 Spielen ohne Sieg

Wackelt es in Magdeburg trotz großen Punktepolsters so kurz vor dem Ziel Zweite Bundesliga? Dies könnte man nach den vergangenen drei Spielen, die allesamt nicht gewonnen werden konnten, annehmen. “Die Enttäuschung ist groß”, “das müssen wir ansprechen” lassen vermuten, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber: “jeder hat mal ein Tief” – so versuchen sich die Magdeburger sich verrückt zu machen.

Brauchen die Löwen eine Aufstiegsprämie?

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TSV 1860 München 2021 22 1024x628

1860 weiter im Kreis der Aufstiegsaspiranten

Die Löwen sind laut Michael Köllner noch immer gut im Rennen um den Aufstieg zur 2. Bundesliga. In der Presserunde am Rande des Trainings sagte er am Montag dazu:

Wir sind in der Gemengenlage in einer guten Situation – auch wenn wir es selbst nicht mehr in der Hand haben. Mit einem Schnitt von zwei Punkten pro Spiel steigst du hundertprozentig auf. Wir haben seit dem Dortmund-Spiel einen Schnitt von 2,1 und spielen seit Monaten extrem konstant. Wir sind punktgleich mit Mannheim. Denen rechnet jeder noch den Aufstieg zu. Wir brauchen Siege, keine Frage, die braucht aber auch Braunschweig, die ein Spiel mehr haben, als wir.  Wenn wir so trainieren, wie in der Woche davor und die Spieler sich ihre Hartnäckigkeit bewahren, dann haben wir eine gute Chance, am Sonntag in Freiburg zu gewinnen.

Sinnhaftigkeit einer Aufstiegsprämie

Wir wissen: Am Ende des Tages geht es immer um’s Geld. Und daher stellt sich dem einen oder anderen Fan in dieser Phase der Saison die Frage: Sorgt das Ausloben einer Aufstiegsprämie für zusätzliche Motivation bei Spielern?
Eine klare Meinung dazu vertritt der bei sechzger.de schon kürzlich herangezogene Sportpsychologe Professor Rene Paasch, selbst Inhaber der UEFA B-Lizenz und mit mehrjähriger Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Profi- und Amateurvereinen ausgestattet sowie psychologischer Betreuer zahlreicher Kicker. In einem Artikel für das Fachportal die-sportpsychologen.de macht sich Paasch – vereinfacht ausgedrückt – mehr für Motivation durch den Spieler selbst stark. Die positiven Erlebnisse während der Ausübung des Sports, also die positiven emotionalen Momente im Spiel und direkt daran im Anschluss mit den Fans in der Kurve, hält er für motivierender als man es mit Anreizen wie zusätzlichen Prämien von außen erreichen kann. Paasch hält die extrinsische Motivation in Form von Sieg-, Aufstiegs- oder Nichtabstiegsprämien für überschätzt, teilweise könnten diese Anreize sich sogar negativ auswirken: „Belohnungen im Profi-Fußball haben nur eine kurzfristige Wirkung. Sie müssen regelmäßig erneuert oder verändert werden, um weiterhin für Treibstoff zu sorgen. Das kann speziell Trainern*innen viel Kraft und Energie kosten“, so der Experte.

Kannibalisierungseffekte von Motivation

Im weiteren spricht Paasch von Kannibalisierungseffekten: „Des Weiteren kann die extrinsische Motivation bewirken, dass die intrinsische Motivation der Spieler*innen auf Dauer nachlässt: Leistungen, die von Ihnen zuvor freiwillig und um ihrer selbst Willen getätigt wurden, werden nun als Mittel zum Zweck angesehen (bspw. das Erlangen von Leistungsprämie im DFB-Pokal).“

Ganz ohne Prämie geht es dann aber auch nicht

Zum Schluss gibt der Psychologe uns Fussballverrückten noch einen Rat mit auf den Weg: „Auch wenn es heldenhafter wirkt für alle Fußballfans, wenn man seinen Sport aus echtem Interesse und Spaß an der Sache erledigt, anstatt nur unter prämierte Leistung, dürfen wir die extrinsische Motivation nicht von vornherein verteufeln. Sie hat eine wichtige kurzfristige Funktion und ein breites Anwendungsgebiet im Leistungsfußball.“
Irgendwie geht es also wohl doch nicht ganz ohne Prämien.

Fragt man sich – für unseren Lieblingverein – wie viele Spieler für die laufende Spielzeit wohl eine entsprechende Klausel mit einer vereinbarten Aufstiegsprämie im Vertrag stehen haben. Oder muss der Spielerrat unter Kapitän Lex noch einmal das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen? – Dies dann wohl erst, wenn man demnächst mindestens Platz drei der 3. Liga erreicht hat. Michael Köllner glaubt auf jeden Fall daran.

Der gesamte Artikel von Rene Paasch ist zu lesen unter Motivation im Profi-Sport: Wie Prämien die Performance stören können.


Abschließend noch ein Spoileralarm:
Professor Paasch hat sechzger.de kürzlich ein ausführliches Interview gegeben. Dabei gewährte er uns spannende und durchaus auch unterhaltsame Einblicke in die Sportpsychologie an sich. Aber auch zu Fragen von Ritualen im Sport, über den idealen  Führungsspieler oder was er aus sportpsychologischer Sicht von Michael Köllner hält, ging der Experte ein. Die interessantesten Passagen des Gesprächs könnt Ihr in Kürze exklusiv auf sechzger.de lesen.

Die Löwen am Wochenende: Doppelschicht für TSV 1860 III

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TSV 1860: Die Löwen am Wochenende

Nach dem Rückschlag am vergangenen Wochenende möchte der TSV 1860 III wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren, um ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um den Aufstieg mitzureden. Auch die U19, die Vierte und die Frauen haben die nächsthöhere Spielklasse vor Augen und wollen unbedingt punkten.

Doppelschicht für TSV 1860 III

Für die Dritte steht in den kommenden Tagen sogar eine Doppelschicht an. Bereits heute Abend (Anpfiff 19.30 Uhr) empfangen die Löwen den FC Wacker München II auf dem 06er-Platz an der St.-Martin-Straße. Am Sonntag steht dann das Spitzenspiel beim FC Espanol an. Solltet Ihr es nicht nach Freiburg schaffe, dann unterstützt doch den TSV 1860 III ab 12.45 Uhr auf der Bezirkssportanlage Graubündener Straße.

Die Spiele im Überblick

Donnerstag, 07.04.

19.30 Uhr: 3. Mannschaft – FC Wacker München II -:-
19.45 Uhr: FC Sportfreunde München – 4. Mannschaft -:-

Freitag, 08.04.

17.00 Uhr: ESV München U11 – U10 -:-
19.00 Uhr: FC Augsburg – U16 -:-

Samstag, 09.04.

10.30 Uhr: U15 – FV Illertissen -:-
11.00 Uhr: TSV Milbertshofen U11 – U10 -:-
13.00 Uhr: U17 – Eintracht Frankfurt -:-
15.00 Uhr: U13 – VfB Stuttgart -:-
15.00 Uhr: FC 1920 Gundelfingen – U21 -:-
16.00 Uhr: U19 – Wacker Burghausen -:-

Sonntag, 10.04.

10.00 Uhr: SC Baldham-Vaterstetten U11 – U10 -:-
10.45 Uhr: FC Neustern Neutrudering – Frauen -:-
11.00 Uhr: U12 – SpVgg Greuther Fürth -:-
11.00 Uhr: 1. FC Heidenheim – U14 -:-
12.45 Uhr: SV-DJK Taufkirchen II – 4. Mannschaft -:-
12.45 Uhr: FC Espanol – 3. Mannschaft -:-
13.00 Uhr: SC Freiburg II – Profis -:-

Mögliche Neuzugänge zur Saison 2022/23 – Teil 2: Box-to-Box-Spieler

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Möglicher Neuzugang TSV 1860 München Gesicht Mit Fragezeichen Causa

Nachdem wir uns gestern Vormittag eingehend mit möglichen Innenverteidigern beschäftigt haben, erfolgt heute der Blick auf Box-to-Box-Spieler, die den TSV 1860 München verstärken könnten. Wenn die Verträge von Biankadi, Dressel und Neudecker nicht verlängert werden können, besteht auf den Positionen im zentralen Mittelfeld Bedarf für mindestens zwei Neuzugänge. Eine dieser Positionen ist die des Box-to-Box-Spielers. Um diese Rolle dreht es sich im heutigen zweiten Teil unserer Serie.

Box to Box Spieler im Inland

3. Liga

“Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?” ist ein abgewandeltes Zitat aus einem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe und im Fall der Suche nach einem geeigneten Akteur für die Position des Box-to-Box-Spielers trifft es, im Fall von Andy Irving, der beim gescheiterten Perlacher Projekt unter Vertrag stand, voll und ganz zu. Irving ist zwar erst 21 Jahre alt aber für die gelungene Integration junger Spieler ist unser Trainer ja bekannt. Irving verfügt über ein exzellentes Passspiel, hat gute defensive Zweikampfwerte, eine hohe Schussgenauigkeit und was ebenfalls wichtig ist: ein enormes Entwicklungspotential. Wenn man Irving zu den Löwen lotsen könnte, würde ein Abgang von Dennis Dressel wohl keine Rolle spielen.

Bei der abstiegsbedrohten Viktoria aus Berlin läuft der Vertrag von Björn Jopek aus. Jopek ist ein gestandener Drittligaprofi, der bei Union Berlin in 58 Spielen auch schon Zweitligaluft geschnuppert hat. Der Linksfuß ist quasi überall im Mittelfeld einsetzbar, zuhause ist er aber in der Mittelfeldzentrale. Mit Werten, die einem Spieler in dieser Position gut zu Gesicht stehen, wäre er der ideale Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Sturm. Seine hohe Passgenauigkeit – vor allem bei Pässen ins letzte Drittel und bei Pässen durch die letzte Reihe des Gegners hindurch hat er überdurchschnittliche Werte – wird jedem Verein, der ihn verpflichten kann, weiterhelfen. Außerdem hat er gute Werte im Zweikampf gegen den Ball und bei Dribblings vorzuweisen. Er strahlt auch eine gewisse, allerdings nicht übermäßige, Torgefahr aus. Er könnte sowohl für Merveille Biankadi als auch für Dennis Dressel ein guter Ersatz sein.

2. Liga

Auch aus der Nähe, wenn auch nicht ganz so nah wie Irving, wäre Rico Preissinger. Dieser ist momentan noch bis Ende Juni beim FC Ingolstadt beschäftigt. Ob er dort einen Anschlußvertrag erhält, ist noch nicht bekannt. Der aus Münchberg stammende 25jährige Preissinger hat die komplette Jugendfußballschule des 1.FC Nürnberg durchlaufen und elf Einsätze in Jugendnationalteams vorzuweisen. Er war als Profi bisher in Aalen, Magdeburg und Ingolstadt tätig. Seine Werte prädestinieren ihn für die Rolle des Box-to-Box-Spielers. Zudem steckt sicherlich noch ein wenig Entwickungspotential in ihm, das Trainer Köllner herauskitzeln könnte. Dribbelstark und schnell wie er ist, kann er für die Offensive eine ebenso große Bereicherung sein, wie für die Defensive, wo ihn eine für einen Mittelfeldspieler hohe Quote bei Kopfballduellen und relativ gute Werte in direkten Duellen gegen den Ball auszeichnen. Sein größtes Plus im Spiel gegen den Ball ist sein gutes Stellungsspiel.

Erik Majetschak, 22 Jahre alt und momentan beim FC Erzgebirge Aue unter Vertrag wäre ein etwas unerfahrenerer Spieler als Preissinger, mit – naturgemäß – mehr Entwicklungspotential. Er hat ähnliche Voraussetzungen wie Preissinger was die Position des Box-to-Box-Spielers betrifft. Die zweite Liga war für den jungen, beim Brausewebeträger in Leipzig ausgebildeten Mittelfeldspieler, bisher eine Nummer zu groß. Ein guter Spielerentwickler wie Michel Köllner könnte aus dem jungen Sachsen mit der Zeit bestimmt sehr viel herausholen.

Box-to-Box-Spieler jenseits der Grenzen

Australien

Matti Steinmann, ein 27jähriger Deutsch-Finne, ausgebildet beim HSV, spielt momentan bei Brisbane Roar in Australien. Er wäre die eher defensive Variante eines Box-to-Box-Spielers. Also ein Akteur, den man in einem 4-2-3-1 oder einem 4-4-2 mit Doppelsechs finden würde. Seine aktuellen Werte sind im Defensivbereich in allen wichtigen Kategorien für einen Box-to-Box-Spieler die besten der aufgelisteten Spieler. Er kann zwischen den beiden Strafräumen einerseits wie ein zurückgezogener Spielmacher agieren, andererseits ist er sich nicht zu schade, auch gegen den Ball hart zu arbeiten.

Schweiz

Der 29 Jahre alte Joël Geissmann vom FC Lausanne hat die gesamte laufende Saison bisher verpasst. Momentan ist er im Aufbautraining und könnte Lausanne im Saisonendspurt zur Verfügung stehen. Eine Verpflichtung wäre natürlich mit einem gewissen Risiko behaftet. Man weiß nicht, ob und wie sich die Verletzung auf seine weitere Karriere und Leistungsfähigkeit auswirkt. Schaut man aber die bisherigen Leistungen im Verlauf seiner Karriere an, wäre dieser Spieler – sofern man ihn sich finanziell leisten kann – eine optimale Verpflichtung für die Position des Box-to-Box-Spielers im zentralen Mittelfeld. Alle Werte die in dieser Rolle wichtig sin,d rangieren bei ihm auf Topniveau. Bei einem Marktwert von 300.000 Euro sollte sein Gehalt in durchaus bezahlbaren Dimensionen liegen.

Niederlande

Sven van Doorm ist aktuell noch beim SC Telstar in der zweiten Niederländischen Liga beschäftigt. Der 24jährige zentrale Mittelfeldspieler ist offensiv deutlich besser als defensiv. Wie alle Spieler aus den Niederlanden verfügt er über ein unfassbar gutes Passspiel. Speziell bei den für die Offensive wichtigen Pässen hat er Topwerte vorzuweisen. Pässe ins letzte Drittel und in den Strafraum haben bei van Doorm einen Genauigkeitsfaktor, der bei Spielern in seiner Preisklasse seinesgleichen sucht. Wie auch bei Geissmann rangiert sein Marktwert bei 300.00 Euro.

Hiermit schließe ich die Vorstellungen von möglichen Kandidaten bei den Neuzugängen im Bereich Box-to-Box-Spieler ab. Im nächsten Teil geht es dann um Spieler, die hinter den Spitzen agieren.

Endlich ein echter Sechzger. Herzlichen Glückwunsch, Stefan Schneider!

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Happy Birthday, Stefan Schneider!

Unser ehemaliger Stadionsprecher Stefan Schneider wird heute sechzig Jahre jung!
28 Jahre lang (von 1993 bis 2021, mit einer ganz kurzen, vernachlässigbaren Unterbrechung) war er die “Stimme der Löwen” im Sechzgerstadion, im Olympiastadion und in der Allianz Arena. Vor gut einem Jahr erklärte er – für viele überraschend – nach dem 1:0-Heimsieg gegen Dynamo Dresden seinen Rücktritt als Stadionsprecher beim TSV 1860 München. Nach einem der vielen Corona-bedingten Geisterspiele, an denen er – aus nachvollziehbaren Gründen – wohl genauso wenig Spaß hatte, wie die verbannten Fans daheim vor den TV-Geräten. Die Nachfolge übernahm zu Beginn der laufenden Saison sein langjähriger Mitarbeiter im Stadion, Sebastian Schäch.

Zurück in die Westkurve

Nach ein bisschen Auszeit, die wegen anhaltender Geisterspiele im Verlauf des letzten Jahres sowieso gezwungenermaßen erfolgte, war Stefan Schneider zuletzt genau dort anzutreffen, wo er sich selbst nach seinem Rücktritt vom Mikro auch angekündigt hatte: In der Westkurve unter den Löwenfans, an die er jahrelang seine Ausführungen gerichtet hatte. Schön, dass der gebürtige Münchner nach so vielen Jahren im Innenraum nun auf den Rängen anzutreffen ist. Hier wird es mal wieder gelebt: Einmal Löwe – immer Löwe!

Schneiders Abschied – ein Thema für die Nachrichten

Einen durchaus bemerkenswerten Beitrag, den der Bayerische Rundfunk für die Sendung Abendschau kurz nach Stefans Abschied produzierte, möchten wir unseren Lesern an seinem Ehrentag an Herz legen. Zweieinhalb Minuten, die diese Löwen-Legende sehenswert charakterisieren. Warum man ihn dafür ins von den meisten Löwenfans wenig geschätzte Stadion am Oberwiesenfeld geschleppt hat, entzieht sich allerdings unserer Kenntnis.

Was wir Dir wünschen, Stefan…

Wir wünschen Dir, lieber Stefan, der Du trotz Deines inzwischen ja durchaus reifen Alters immer noch wunderbar jugendlich und frisch daherkommst, heute einen wunderbaren ausgelassenen Geburtstag! Außerdem größtmögliche Erfolge mit Deinen und unseren Löwen, maximale Zufriedenheit mit den Dingen, die Dir wichtig sind und – natürlich das allerwichtigste – jederzeit beste Gesundheit!

Ois Guade, oida Sechzger!