Start Blog Seite 837

Wie funktioniert eigentlich Boxen in der Bundesliga?

0
1860 boxen

Boxen: 1860 erstmals in der Bundesliga vertreten

Seit diesen Saison stellt der TSV München von 1860 e.V. eine Mannschaft in der 1. Box-Bundesliga. Wir stellen euch hier einmal ganz grundsätzlich die Kampfstruktur der 1. Bundesliga vor und werfen einen Blick auf die Gewichtsklassen, die in diesem Wettbewerb an den Start gehen.

Bundesliga-Boxen: Wie läuft das?

Individualsport als Mannschaftssport ausgetragen

Anders als im Fußball ist Boxen grundsätzlich ein reiner Individualsport. Daher ist das System der Box-Bundesliga, in welcher Mannschaften zweier Vereine an einem Spieltag mit Einzelkämpfen in den jeweiligen Gewichtsklassen antreten, eher ein Ausnahmemodell. Die nationalen und internationalen Einzelwettkämpfe haben insofern Vorrang vor Partien der Bundesliga. Es wird im Modus “Olympisches Boxen” angetreten, also beträgt eine individuelle Paarung drei Einzelkämpfe. Der Unterschied zwischen “Olympischem Boxen” und “Profi-Boxen” wird hier erklärt.

Die Teilnahme an der Bundesliga ist freiwillig

Die Teilnahme an der Box-Bundesliga ist freiwillig, also ist es beispielsweise für Einzelkämpfer nicht notwendig, einem Verein oder gar einer Mannschaft anzugehören, der/die in der Bundesliga im Mannschaftsbetrieb antritt. Sobald die Vereine die wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen erfüllen, steht es ihnen frei, sich für die Bundesliga (oder die 2. Bundesliga, je nach “Belegung”) anzumelden. Zurzeit kämpfen vier Mannschaften in der ersten Bundesliga: TSV 1860, Hannover-Seelze, Traktor Schwerin und BC Chemnitz.

Rahmenbedingungen einer Saison

Jede Saison werden vorab die Rahmenbedingungen der Wettkämpfe festgelegt. Insbesondere die Gewichtsklassen, die in den Ring steigen, werden beschlossen. Grundsätzlich können alle Gewichtsklassen des Deutschen Boxsport-Verbandes ausgewählt werden. In der Saison 2022 beginnen die Wettkämpfe ab dem Bantamgewicht (bis 57kg).

Weitere Informationen zur Box-Bundesliga findet ihr auf der Seite des Deutschen Boxsport-Verbands DBV.

Punktevergabe der Wettkämpfe

An einem Spieltag treten die angemeldeten Gewichtsklassen der antretenden Mannschaften in der Box-Bundesliga in drei Einzelkämpfen gegeneinander an. Hier werden die Ergebnisse dieser Einzelkämpfe in Punkten zusammengerechnet und der Sieger eines Spieltags ist derjenige, der nach den absolvierten Einzelkämpfen die meisten Punkte erzielt hat.

Es gibt folgende Varianten des Siegs/Unentschiedens eines Einzelkampfs:

  1. Sieg nach Punkten (WP) – Sieg durch Punkteaddierung –Regelfall
  2. Sieg durch Referee stops Contest (RSP) – Ein Kämpfer ist so überlegen, dass ein sinnvoller Kampf nicht möglich ist
  3. Sieg durch Aufgabe (ABD) / Ein Kämpfer gibt auf (Hinknien oder Handtuchwurf durch Sekundant)
  4. Sieg durch Referee stops Contest – injury (RSC-I) / Verletzung eines Kämpfers macht Kampf nicht fortsetzbar
  5. Sieg durch Disqualifikation (DISQ) / Anzahl an Verwarnungen (3) wegen Regelverstößen oder ein heftiger Regelverstoß führt zur Disqualifizierung
  6. Unentschieden (DRAW) / Alle oder Mehrheit der Kampfrichter haben Untnescheiden als Ergebnis festgelegt
  7. Sieg durch Walkover (WO) / Kämpfer erscheint nicht
  8. Abbruch ohne Wertung (NC) / Abbruch durch äußere Umstände (Stromausfall, beschädigter Ring, etc.)
  9. Sieg durch Niederschlag/Knock-Out (KO) / Kämpfer wird durch regelkonformen Treffer Kampf-, oder verteidigungsunfähig und die vom Kampfrichter dem Kämpfer vorgezählte “8/10” verstreicht.

Eine genaue Beschreibung der Modi findet ihr hier.

Die Punkte werden wie folgt vergeben:

  1. Der Sieger eines Kampfes trägt 2 Kampfpunkte zum Ergebnis seiner Mannschaft bei.
  2. Der Verlierer eines Kampfes trägt 1 Kampfpunkt zum Ergebnis seiner Mannschaft bei.
  3. Bei einem Unentschieden tragen beide Kämpfer 1 Kampfpunkt zum Ergebnis ihrer Mannschaften bei.

Über Sieg, Unentschieden oder Niederlage entscheiden die Kampfrichter. Einen Kampf gewonnen hat der Boxer, dessen Arm am Ende des Kampfes vom Kampfrichter nach oben gehalten wird.

Das gilt jedoch nur, wenn die Kämpfer wirklich exakt in ihrer Gewichtsklasse in den Ring treten können. Überschreitet ein Kämpfer die Gewichtsklasse, für die er gemeldet wurde, dann trägt er keinen Punkt zum Ergebnis seiner Mannschaft bei. Gleiches gilt erst recht für Kämpfer, die wegen Erkrankung oder Verletzung gar nicht antreten können.

Übrigens: Ist für eine Mannschaft ab einem gewissen Zeitpunkt ein Sieg nicht mehr möglich, kann die andere Mannschaft “das Handtuch werfen” (dies ist tatsächlich wörtlich zu verstehen), sodass der jeweilige Kampf dann nicht mehr angetreten und als Sieg für den Gegner gewertet wird – so geschehen im letzten Einzelkampf der Begegnung 1860 gegen Schwerin, als die Löwen keinen Sieg und kein Unentschieden mehr erreichen hätten können.

Die Gewichtsklassen des Deutschen Boxsport-Verbands DBV

DBV-Gewichtsklassen der erwachsenen Männer

Die Gewichtsklassen der Bundesliga-Kämpfe 2022

Folgende Gewichtsklassen gehen in der Box-Bundesliga an den Start:

      • Fliegengewicht (bis 51kg)
      • Bantamgewicht  (bis 57kg)
      • Leichtgewicht (bis 60kg)
      • Halbweltergewicht (bis 63,5kg)
      • Weltergewicht (bis 67kg)
      • Weltergewicht (bis 71kg)
      • Mittelgewicht (bis 75kg)
      • Halbschwergewicht (bis 81kg)
      • Schwergewicht (bis 91kg)
      • Superschwergewicht (ab 91kg)

Die Tabelle der Saison 2022 vor dem heutigen Kampf

KP WP
1 BC Traktor Schwerin BC Traktor Schwerin 61:44 7:1
2 BSK Hannover Seelze BSK Hannover Seelze 55:47 5:3
3 TSV 1860 München BC Chemnitz 34:40 2:4
4 TSV 1860 München TSV 1860 München 25:44 0:6

Quelle: Bundesligaboxen.de

Im Gespräch mit Bomber (SC Freiburg Blog) über das Mooswaldstadion

3
Europa Park Stadion Freiburg Außenansicht

In der Thematik rund um das Grünwalder Stadion geht es immer wieder um den Neubau, den der SC Freiburg vor kurzem feierlich eingeweiht hat. Das Mooswaldstadion (auch Europa-Park-Stadion) bietet knapp 35.000 Zuschauern Platz. Vor dem Gastspiel des TSV 1860 München bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburg haben wir mit dem Blogbetreiber Bomber gesprochen.

Interview mit Bomber (SC Freiburg Blog)

sechzger.de: Servus Bomber! Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns ein paar
Fragen zu beantworten. Zum Einstieg ganz kurz die Frage, ob dir bewusst
ist, dass du bei deinem Spitznamen große Konkurrenz in München hast. Der
ehemalige Fanbeauftragte des TSV 1860 München hat diesen auch inne. Wie
kam es denn bei dir dazu?
Bomber: Ach. Nee, wusst ich nicht. Ich kenne nur mich. Es gibt noch einen Bomber Graffiti Künstler (Helge Steinmann), der bezieht sich aber nicht auf den “Bomber der Nation”.
Bei unserem geliebten Ortsverein SC Freiburg mit mächtigem Auftrieb unter dem norddeutschen Lehrer Volker Finke kam es tatsächlich dazu, dass man “gemeinsam” Finkes Abschied beschloss. Nach 16 Jahren. In der Stadt war “Bürgerkrieg”. Pro Finke – contra Contra Finke. Der Lokalmonopolist “Badische Zeitung” betrieb einen Internetblog “Quo Vadis SC Freiburg?” Dort war “Kommentatorenkrieg”. Es war spannend, sich dort anzumelden. Bomber hat einen militanten Aspekt und einen gutmütigen. In der Grauzone schrieb ich ungeniert Erlebnisse. Lernte ein paar andere und paar Redakteure kennen, durch Vorwärtsgang und Gas geben.
sechzger.de: Wieviele Duelle zwischen dem SC Freiburg und den Löwen hast du selbst
live im Stadion erlebt?
Bomber: Ich sag mal alle Heimspiele seit der Finke-Ära. Ab der Saison 91/92. 6 Mal zweite, 5 Mal erste Liga und ein Pokalspiel. Insgesamt hat 1860 mehr Spiele gewonnen gegen den SC in der 1. Liga. Freiburg hat mehr Spiele gewonnen gegen 1860 in der 2. Liga. 1860 München, der Schrecken der Freiburger im Oberhaus… Übrigens, das Spiel vor Finke im April 1982 gewann 1860 mit 4:1 . 3 X Ruuuudi Völler, beim SC wurde Jogi Löw eingewechselt. Verrückt!

Bereits jetzt Mängel am neuen Stadion in Freiburg

sechzger.de: Nun zum eigentlichen Grund, wieso wir auf dich zugekommen sind. Der SCF
hat zuletzt mit dem Europa-Park-Stadion eine neue Heimat bekommen. Gefällt sie dir?
Bomber: Das dauert wohl noch lange, bis das neue Stadion als neue “Heimat” empfunden werden kann. Man hat ja über 25 Jahre den Erfolg und den Ausbau des alten Dreisamstadions erlebt. Es war ein liebenswertes Puzzlekonstrukt. Für mich, eine persönliche unschlagbare Besonderheit : Hinter der Haupttribüne war der Parkplatz. Auch die Spieler parkten dort. Ein fester Stamm an Fans erreichte zwangsläufig Kontakt zu den Spielern, sobald diese heimfahren wollten. Ich nannte diese Fans “Die Park-Platz-Gäng”. Sie waren stolz auf diese Bezeichnung. Das ist, nicht nur wegen Corona, nicht mehr vorgesehen im neuen Stadion. Ich verstehe das, auch sicherheitstechnisch. Aber die (relative) Nähe, die man zu den Spielern hatte, das ist vorbei für immer und ewig. Die Krokodilstränchen zeigen aber auch, wie gut man es in der Hinsicht hatte. In letzter Zeit gibt es Kummer, der nun öffentlich wird. Die Treppen und Publikumsbahnen hinter den Tribünen sind zu eng. Eine Schlange vor dem Herrenklo reicht, um alles lahmzulegen. Wie sie das abschaffen wollen, ist mir momentan ein Rätsel.
sechzger.de: Wieso hat sich der Verein zu einem Neubau entschieden? War dieser in deinen Augen tatsächlich auch notwendig?
Bomber: Der Verein hat es sich gut überlegt. Das Dreisamstadion ist ausgelutscht, von den Kapazitäten gesehen. Jede Saison ist man von einer Ausnahmegenehmigung abhängig. Man müsste baulich investieren, das lohnt sich nicht, wie bei einer alten Heizung. Von daher will/ kann ich nicht sagen, das war eigentlich nicht notwendig. 

Bei 1860 ziehen die Verantwortlichen nicht an einem Strang

sechzger.de: Im Internet gibt es mehrere Quellen bezüglich der Kosten. Im Durchschnitt kommt man wohl inklusive Infrastruktur auf ca. 130 Millionen Euro. Laut SCF entfallen 76,5 Mio. Euro davon auf das Stadion selbst. Ist das eine Summe, die der Verein stemmen kann?

Bomber: Nur ein kleiner Link, wegen der Grafik. Weiter unten ist noch ausführlich Text. Ich möchte mich da gar nicht rein vertiefen, das ist nicht mein Fach. Ich meine, der Verein muss nicht die 75 Millionen fürs Stadion zahlen. “Bloß” eine Kapitaleinlage von 20 Millionen und jährliche Pacht. Das Land zahlt etwas, ein Batzen gibt ein Kredit für eine extra gegründete Gmbh. Ach was weiß ich. Mir kommt es vor, als ob die immer gleichen Leute überall drinhocken, in unterschiedlichen Funktionen, bis der Laden läuft. Die Verantwortlichen kennen sich auch schon ewig und ziehen an einem Strang. Nur manche Bürger scheren aus und Klagen – trotz Bürgerentscheid. Das war wacklig, wegen Lärmschutz und Spielverbot. Aber wie durch ein Wunder wurden die Klagen auf den letzten Drücker zurückgezogen. … Bei 1860, wegen Umbau / Erneuerung Stadion, hab ich den Eindruck, die Beteiligten ziehen nicht  an einem Strang.

sechzger.de: Die Stadt hat die gesamten Kosten für die Infrastruktur übernommen. Wird hierfür eine regelmäßige Gebühr fällig, die der SC pro Spiel zahlen muss?

Bomber: Nein, zu kompliziert. Von der Infrastruktur sollen auch andere Stellen profitieren. Uni. Usw.

Streich setzt auf die Talente aus der zweiten Mannschaft

sechzger.de: Zurück zum Sportlichen: Nur Borussia Dortmund ist noch mit seiner zweiten Mannschaft in der 3.Liga vertreten. Wie hoch ist denn die Durchlässigkeit in die erste Mannschaft? Gibt es viele Spieler, die bereits Bundesliga-Luft schnuppern durften?
Bomber: Ich kann das nicht so beurteilen, weil es mir reicht, nach der ersten Mannschaft zu schauen. Andere haben alles im Visier und sehen, wer wo wie sich entwickelt. Ich kann nur sagen, da tauchen mehrere Typen auf am Anfang der Saison aus der zweiten und ich kenne keinen. Die spielen aber zu Saisonbeginn, auch später regelmäßig und man erlebt große Überraschungen. Kevin Schade hat es uns angetan. Und wir konnten mit ihm sprechen, nach dem Spiel, auf dem Parkplatz … Auch die jungen Weißhaupt, Sildillia, usw. ich hab den Eindruck, Streich goes Back to the Roots. Er zeigt mutige Perspektiven auf. Es ist nicht so, dass Talentierte gleich zum Anfangsstamm gehören. Aber wer fit ist, wird belohnt.
sechzger.de: Wie wird die zweite Mannschaft insgesamt in Freiburg angenommen? Gibt es dort Dauerkartenbesitzer oder ein Stammpublikum, das nahezu jedes Spiel verfolgt?
Bomber: Ich glaube ja. Oft gehen Leute hin, die den “wahren” Fußball sehen wollen. Ist günstiger und doch auch schön. Die Dauerkartenbesitzer für die erste und die Mitglieder dürfen zuerst die  Karten für die dritte Liga kaufen. Danach freier Verkauf.  Ich glaube am Sonntag kommen so 1860 Zuschauer. Nicht schlecht. (Zur Sicherheit : das sollte ein Gag gewesen sein 😉 )
sechzger.de: Zum Abschluss: Was hat es mit Deinem Profilbild auf sich?
Bomber: Das ist ein spezielles Arrangement. Ich und ein Kumpel in einem Strandkorb à la Finke. Wir halten uns Pappfotos von Volker Finke und Achim Stocker vors Gesicht. Es sollte
eine Versöhnung symbolisieren. Leider ist Stocker verstorben, am 1.11.2009 (Allerheiligen).
Bomber SC Freiburg Blog Profilbild
sechzger.de: Vielen Dank für deine Antworten!

33. Spieltag der 3. Liga: Die Samstagsspiele

0

Der zweitplatzierte 1. FC Kaiserslautern gab sich am Freitag Abend am Würzburger Dallenberg zum Start in den 33. Spieltag keine Blöße und untermauerte mit einem letztlich souveränen 2:1-Auswärtssieg seine Auftstiegsambitionen. In den Samstagsspielen waren heute nachmittag einige der Verfolger also gefordert, den Anschluss an das Spitzenduo aus Magdeburg und der Pfalz nicht abreissen zu lassen. Für unsere Löwen geht es bekanntlich morgen Mittag (13 Uhr im sechzger.de-Liveticker) bei der U23 des SC Freiburg wieder um Punkte. Danach empfängt dann noch der TSV Havelse den FSV Zwickau. Der nächste Gegner des TSV 1860, der VfL Osnabrück schließt den Spieltag am Montag gegen den SC Verl ab.

1. FC Saarbrücken – Waldhof Mannheim 0:0

Saarbrücken heute gegen den Waldhof, nächsten Sonntag auf den Betzenberg. Es sind die Südwest-Derby-Wochen, die knisternde Verfolgerduelle auf den Rasen zaubern. Im Saarbrücker Ludwigspark musste das Spiel – wie gestern Abend in Würzburg – eine halbe Stunde später angepfiffen werden. Wegen des Wintereinbruchs in der Region waren insbesondere die Fans aus Mannheim bei der Anreise arg behindert worden, was die Verantwortlichen dazu veranlasste, den Anpfiff später anzusetzen.

Als es dann endlich losging, tasteten sich die beiden letzten Gegner der Löwen zunächst eine Weile ab. Und als in den vier anderen Stadien schon Halbzeit war, wurde es erstmals hektisch: Saarbrücken wurde ein äußerst zweifelhafter Elfmeter zuerkannt. Die Geschenke der Schiedsrichter, die der FCS anscheinend wegen der sechs abgezogenen Punkte aus den Spielen gegen Türkgücü erhält, reissen nicht ab. Konsequenterweise verschoss Julian Günther-Schmidt den Strafstoß.
Pünktlich zum Wiederanpfiff sorgten erstmal die Mannheimer Fans für reichlich Rauch im Stadion. Dann plätscherte dieses Verfolgerduell vor sich hin. Kurz vor dem Abpfiff – als in den anderen Stadien längst Feierabend war – hatte der Gästeblock dann nochmal Pyrotechnik im Einsatz. Viel mehr passierte nicht mehr. Eine Punkteteilung, die keinem der beiden Teams wirklich weiterhilft.

Wehen Wiesbaden – Eintracht Braunschweig 0:1 (0:1)

Der SV Wehen wollte sich in dieser Saison bislang irgendwie noch nicht so richtig aus dem Aufstiegskampf verabschieden, ohne aber ausreichend konstante Leistungen für höhere Ziele zu zeigen. In Hessens Hauptstadt träumte man zuletzt weiterhin (zumindest heimlich) von einer Rückkehr in die 2. Bundesliga nach zwei Jahren Drittklassigkeit. Der heutige Gegner, Eintracht Braunschweig wartete nur 18 Minuten, ehe man die Gastgeber an diesem Spieltag aus ihren Träumen weckte: Jannis Nikolaou traf zum 0:1.
Wirklich nennenswertes geschah in Wiesbaden im restlichen Spiel nicht mehr. Die mitgereisten Braunschweiger durften sich über drei echte big points an der Tabellenspitze freuen.

1. FC Magdeburg – Viktoria Köln 4:2 (3:1)

Nach vier Spielen ohne Sieg (zwei Unentschieden, zwei Pleiten) wollte der eigentlich schon mal weit enteilte Tabellenführer aus Sachsen-Anhalts Hauptstadt endlich wieder dreifach punkten. Für Viktoria Köln bestand die Chance mit einem Sieg 40 Punkte zu erreichen und sich aus dem Abstiegskampf damit wohl endgültig zu verabschieden.
Luca Schuler, letzte Saison zweimal in der Bundesliga für Schalke 04 am Ball, erzielte in der fünften Spielminute das erste Tor des Nachmittags für die Hausherren. Nur acht Minuten später schoss Jason Ceka, ein weiterer Ex-Schalker im Team des FCM, der allerdings noch keine Bundesligaerfahrung auzuweisen hat, das 2:0. Und die Magdeburger hatten Spaß am Toreschießen: Connor Krempicki, ein gebürtiger Gelsenkirchener, der allerdings nie für Schalke gespielt hat, setze zehn Minuten vor der Pause den nächsten Akzent: 3:0. Ein Lebenszeichen sendeten dann kurz vor dem Pausenpfiff die Gäste aus der Domstadt. Patrick Sontheimer erzielte das erste Tor für die Viktoria zum Pausenstand von 1:3.
Zum Wiederanpfiff ging dann erstmal ein massiver Wolkenbruch mit Hagel hernieder. Als die Sonne dann wieder scheinte, erhöhte Baris Atik auf 4:1. Dies bedeutete den 37. Scorerpunkt der Saison für den Deutschtürken. Drittligarekord! Zwei Minuten vor dem Abpfiff halfen die Gäste dann mit, dieser Partie den Titel torreichste Partie des Spieltags zu sichern. Magdeburg hat die kleine Krise überwunden und ist wieder ganz klar auf Kurs 2. Bundesliga. Viktoria Köln wartet erstmal auf das Erreichen der 40 Punkte.

MSV Duisburg – Hallescher FC 2:1 (1:1)

Nur drei Punkte trennten die beiden Teams vor der Partie. Mit einem Sieg könnte der MSV zu den Hallensern aufschließen. Nur das um zuvor 18 (!) Tore schlechteren Torverhältnis würde die Zebras dann noch vom HFC unterscheiden.
In der 19. Minute gingen die Zebras – der nächste Auswärtsgegner für unsere Löwen – mit 1:0 in Führung, doch die Freude darüber währte nur sechs Minuten. Bis Elias Huth zum 1:1 ausgleichen konnte. Dabei blieb es bis zum Seitenwechsel.
Nach einer knappen Stunde gingen die Zebras durch Tobias Fleckstein per Kopf erneut in Führung. Es blieb bis zum Schluss spannend, weil die Gäste aus Sachsen-Anhalt nicht aufsteckten. Am Ende blieb es aber beim 2:1. Der MSV hat die deutliche Pleite aus der Vorwoche am Betzenberg weggesteckt. Ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf.

Borussia Dortmund II – Viktoria Berlin 0:1 (0:0)

Die “kleinen Borussen” bekleiden das Niemandsland der Drittligatabelle. Immerhin haben sie aber bereits ihren eigenen Dirttliga-Punkterekord aus der Saison 2012/13 (41 Punkte) eingestellt. Die Berliner Viktoria ist hingegen – nach fulminantem Saisonstart – bis ganz nach unten durchgereicht worden und streitet sich nun mit dem SC Verl um den wohl letzten verbliebenen Abstiegsplatz. Nachdem für Havelse und seit gestern wohl auch für Würzburg bereits die Abschiedsglocken aus der 3. Liga deutlich vernehmbar läuten. Nicht im Stadion Rote Erde, in dem derzeit unter anderem eine Rasenheizung eingebaut wird, sondern im großen Westfalenstadion (oder auch SIGNAL-Iduna-Park) fanden sich für diese Partie 8.000 Zuschauer ein. Dies dürfte ein Zuschauerrekord für das Heimspiel einer Zweitvertretung in der 3. Liga sein. In der Regionalliga Bayern begüßte  Nürnberg II ja schon einmal mehr als doppelt so viele Zuschauer im Max-Morlock-Stadion. Die kamen allerdings überwiegend aus München.
Unbeeindruckt von den Dimensionen des Stadions zeigte sich der Berliner Soufian Benyamina, als er in der 58. Minute die Führung und das Siegtor für die Gäste besorgte. Ein ganz wichtiger Dreier im Abstiegskampf für die Viktoria aus der Hauptstadt.

Spielfrei: SV Meppen

Durch den insolvenzbedingten Rückzug von Türkgücü aus der 3. Liga ist bis zum Saisonende jeweils eine Mannschaft an jedem Spieltag zum Zuschauen verdammt. Heute war dies der SV Meppen, der aber durch die Resultate auf den anderen Plätzen nicht von seinem 11. Tabellenplatz verdrängt werden konnte.

Was bedeutet das für die Löwen?

Durch diese Ergebnisse fallen die Löwen erstmal auf den sechsten Tabellenplatz zurück, können allerdings mit einem Sieg morgen direkt auf den vierten Rang vorrutschen. Wir kennen unseren Verein, unser Schicksal und wollen dem morgigen Spiel nicht vorgreifen, aber der Rückstand auf Kaiserlautern betrüge im Erfolgsfall in Freiburg acht Punkte, auf Braunschweig sechs. Da diese beiden Teams aber noch jeweils einen Spieltag aussetzen müssen (Braunschweig am 35., Lautern am 38. und letzten Spieltag), schmilzt der Vorsprung auf die Löwen für die Pfälzer und die Niedersachsen dann direkt wieder ein wenig zusammen. Fakt ist: Für 1860 wäre ein Sieg morgen richtig wichtig!

Frauen des TSV 1860 gehen 2022 das erste Mal sportlich auf Punktejagd

0
TSV 1860 München gegen den FC Augsburg II Testspiel Frauenfußball

Nach einem Spiel ohne Wertung und einem spontanen Testspiel gegen höherklassige Gegnerinnen wird es für die Frauen des TSV 1860 München am Sonntag erstmalig im Jahr 2022 ernst. Gegen den FC Dreistern geht es wieder um Punkte für den Aufstieg.

TSV 1860 Frauen wollen Tabellenspitze zurückerobern

Bereits fünf Testspiele haben die Löwinnen nach der Winterpause absolviert. Bis auf das Spiel gegen Aich/Aufkirchen, das mit einem Unentschieden endete, wurden jeweils höherklassige Gegner für die Vergleiche herangezogen. Gegen die Spielgemeinschaft FC Aschheim/Kirchheimer SC (Kreisklasse) konnten die Frauen des TSV 1860 Anfang März sogar gewinnen. In den drei weiteren Spielen waren die Kreisligisten SG Petersdorf/Hollenbach, SG DJK Ingolstadt/SV Wettstetten und der FC Augsburg II jedoch noch eine Nummer zu groß.

Nach der Winterpause kam in der A-Klasse mit der (SG) SV Hohenlinden/FC Forstern II eine neue Mannschaft hinzu. Alle Begegnungen mit diesem Team gehen allerdings nicht in die Wertung ein. Obendrein konnte dann der aktuell schärfste Konkurrent TSV Ottobrunn vergangenen Samstag nicht antreten. Die Löwinnen werden somit aller Voraussicht nach drei Punkte am grünen Tisch erhalten. Stattdessen vereinbarten sie im Schneetreiben von Giesing gegen den FC Augsburg II spontan ein Testspiel (siehe Titelbild).

Da der TSV Ottobrunn aktuell ein Spiel mehr absolviert hat, in dem es um Punkte ging, belegt er aktuell noch mit drei Punkten mehr den ersten Platz der Tabelle. Dieser Umstand soll natürlich schnellstens geändert werden – und das soll möglichst am Sonntag bereits der Fall sein. Im Duell mit der (SG) FC Dreistern Neutrudering/DJK Sportbund München Ost,die aktuell den dritten Platz belegt, könnten die Löwinnen mit einem Sieg wieder Platz 1 einnehmen. Hinzu kommen dann wohl noch die drei Punkte aus der nicht durchgeführten Partie mit Ottobrunn. Der Aufstieg in die Kreisklasse wird im Premierenjahr immer wahrscheinlicher.

Gespielt wird am morgigen Sonntag, der Anpfiff erfolgt um 10:45 Uhr. Auch auf der Bezirkssportanlage Feldbergstraße freuen sich die Frauen des TSV 1860 München wieder über jeden Löwenfan, der vor dem Spiel der Profis vorbeischaut.

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor SC Freiburg II – TSV 1860

0
Winningers Wirtshaus Weisheiten Sc Freiburg II Tsv 1860 München

Am Sonntag um 13 Uhr tritt der TSV 1860 beim SC Freiburg II im Dreisamstadion an. Damit erzähle ich Euch vermutlich nichts Neues, oder? Sehr viel Neues teilt hingegen Bernd Winninger in seinen neuesten Wirtshaus Weisheiten mit, denn er hat sich ausführlich mit der U21 der Breisgauer beschäftigt und Erstaunliches herausgefunden. Was genau? Findet es heraus!

Wirtshaus Weisheiten: SC Freiburg II – TSV 1860

Solltet Ihr etwas mehr Zeit haben als die sieben Minuten, in die Bernd Winninger seine geballten Weisheiten gepresst hat, dann sei Euch natürlich – wie immer – die TAKTIKTAFEL ans Herz gelegt.

So, nun könnt Ihr mit Fachwissen glänzen. Versprochen!

 

Mögliche Neuzugänge Saison 2022/23 – Teil 3: Offensive Mittelfeldspieler

3
Möglicher Neuzugang TSV 1860 München Gesicht Mit Fragezeichen Causa

Nun sind wir beim dritten Teil – offensive Mittelfeldspieler – der Serie über mögliche Neuzugänge angelangt. Ich muss zugeben: Von allen möglichen Abgängen verursacht die Personalie Richy Neudecker bei mir die größten Bauchschmerzen. Einen Spieler wie ihn, der immer bissig und mit höchster Leistungsbereitschaft auf dem Platz steht, zudem technische Fähigkeiten besitzt, die man nicht bei vielen Spielern in unserer Mannschaft findet und obendrein aus dem eigenen Stall stammt, ziehen zu lassen, fände ich überaus schade. Nichtsdestotrotz muss man sich mit der Tatsache beschäftigen, dass man nächste Saison möglicherweise Ersatz für Neudecker braucht. Wir suchen also einen Spieler, der hohes technisches Niveau besitzt, im Mittelfeld hinter den Spitzen agiert und diese mit dem “tödlichen Pass” bedienen kann. Obendrein sollte er im besten Fall auch noch eine gewisse Torgefahr ausstrahlen.

Offensive Mittelfeldspieler im Inland

3. Liga

Beidfüßig, torgefährlich, technisch brillant und im Sommer ablösefrei zu haben ist Berkan Taz von Borussia Dortmund II. Im letzten Jahr aus Verl zu den Gelb-Schwarzen gewechselt, läuft sein Vertrag dort im Juni schon wieder aus. Eine Weiterbeschäftigung des mittlerweile 25-jährigen dort ist meiner Meinung nach eher unwahrscheinlich, sonst hätte man ihm vermutlich bereits im letzten Jahr einen auf eine längere Laufzeit ausgelegten Vertrag gegeben. Statistisch gesehen gehört er zu den fünf besten offensiven Mittelfeldspielern in der Dritten Liga. Zehn Tore und sieben Vorlagen in der laufenden Saison sind für eine Bewerbung ein starkes Argument. Ob ein Wechsel von Taz zu den Löwen realisiert werden könnte oder ob der Spieler nach Höherem strebt ist natürlich – wie immer – eine Unbekannte. Aus der 3. Liga wäre er meiner Meinung nach die beste Lösung, falls Neudecker den Verein verlassen sollte.

Michael Eberwein, dessen Vertrag in Halle im Sommer ausläuft ist ebenfalls ein guter Kandidat für die Position hinter den Spitzen. Der 26-jährige Eberwein ist ein klassischer Schattenstürmer, der sowohl selbst abschließen, als auch den Vordermann bedienen kann. Seine Passgenauigkeit sucht für einen Spieler auf dieser Position ihresgleichen. Er ist allerdings kein Dribbelkönig der sich im eins gegen eins ohne mit der Wimper zu zucken an seinen Gegenspielern vorbeispielen könnte. Dafür hat er im Spiel gegen den Ball wiederum Fähigkeiten, die bei offensiven Mittelfeldspielern eher selten sind. Er ist sich nicht zu schade auch mal Dreck zu fressen und defensive Zweikämpfe zu suchen. Seine Kopfballstärke ist ebenfalls ein großes Plus. Zusammenfassend kann man über Eberwein sagen, dass er für eine Mannschaft, die auf Kombinationsspiel setzt, sicherlich eine Verstärkung wäre.

2. Liga

Bentley Baxter Bahn, momentan noch beim FC Hansa Rostock unter Vertrag, ist ab 30. Juni ablösefrei. Bahn kennt die dritte Liga gut und hat bewiesen, dass er das Zeug dazu hat, mit einer Mannschaft den Sprung in die zweite Liga zu schaffen. Hinter den Spitzen zu agieren, ist für einen Spieler mit seinen Anlagen genau das richtige. Er ist dribbelstark, passsicher, schnell und – ähnlich wie Eberwein – auch in der Lage, Zweikämpfe gegen den Ball zu führen und zu gewinnen. Bei Bahn ist natürlich nicht mehr viel Entwicklungspotential zu erwarten, denn im August wird der offensive Mittelfeldspieler 30 Jahre alt. Dennoch könnte ein Spieler mit seiner Erfahrung dem TSV 1860 München beim Unternehmen Aufstieg durchaus helfen.

Heinz Mörschel, 24 Jahre alt und Mittelfeldallrounder mit starkem Offensivdrang spielt aktuell noch für die SG Dynamo Dresden. Er wäre ein Spieler mit großem Entwicklungspotential, der – obwohl er den Zenit noch lange nicht erreicht hat – eine große Hilfe für die Sechzger sein könnte. Er ist ein sehr passsicherer Spieler, schnell und für einen Spieler auf dieser Position auch kopfballstark. Unter einem Trainer wie Michael Köllner könnte Mörschel, der in der zweiten Bundesliga bei Dresden nicht zum absoluten Stammpersonal gehörte, sicherlich den nächsten Entwicklungsschritt machen. Und dann auch nach einem möglichen Aufstieg eine wichtige Rolle bei den Löwen spielen. Ein großes Plus ist seine Größe mit 1,90 m und seine Bereitschaft, auch gegen den Ball kräftig mitzuarbeiten, wenn es nötig ist.

Offensive Mittelfeldspieler jenseits der Grenzen

Schweiz

Momentan spielt der 26-jährige Valon Fazliu noch beim FC Wil 1900 in der zweiten Schweizer Liga. Der Schweizer mit kosovarischen Wurzeln ist schnell, dribbelstark, hat ein exzellentes Passspiel vorzuweisen und mit bisher neunzehn Scorerpunkten Qualitäten, die ihn sowohl als Vorbereiter als auch als Vollstrecker auszeichnen. Bei ihm ist vermutlich auch noch ein gewisses Entwicklungspotential vorhanden. Offensiv ist er eine absolute Granate, im Spiel gegen den Ball hat er dafür einige Defizite. Diese auszumerzen sollte aber kein allzu großes Problem für einen Trainer wie Michael Köllner sein. Fazliu als Ersatz für Neudecker zu den Löwen zu lotsen, wäre sicherlich ein guter Schachzug.

Ähnlich erfolgreich als Scorer (18 Scorerpunkte bisher in dieser Saison) und mit besseren defensiven Fähigkeiten ausgestattet, als Fazliu ist Roberto Emanuel Oliveira Alves. Ebenfalls in der zweiten Liga der Schweiz, ist er momentan beim FC Winterthur unter Vertrag. Sein Name klingt ja schon nach dem bei 1860 immer wieder herbeigeträumten Brasilianer. Da muss ich Euch aber leider enttäuschen: Der Herr ist ein in der Schweiz geborener Portugiese mit doppelter Staatsangehörigkeit. Mit erst 24 Jahren steckt noch einiges an Entwicklungspotential in ihm. Er ist ein schneller, technisch versierter Spieler, dessen offensives Passspiel unter den in dieser Liste aufgeführten Kandidaten das mit den besten statistischen Werten ist. Er kann nicht nur hinter den Spitzen, sondern auch auf den Flügeln gefährlich werden. Mit zwei Schussvorlagen pro Spiel und einer Flankengenauigkeit, die ihresgleichen sucht, wäre der Linksfuß offensiv universell einsetzbar.

Niederlande

Richard van der Venne vom RKC Waalwijk in der zweiten niederländischen Liga ist – wie alle Niederländer – ein Spieler der über ein klasse Passspiel und exzellente Technik verfügt. Der erfahrene Spieler wird im Mai diesen Jahres 30 Jahre alt und wäre zusätzlich zu seinen fußballerischen Eigenschaften auch von der Erfahrung her ein Gewinn für die Mannschaft des TSV 1860 München. Eine Sprachbarriere, die den Wechsel verhindert, sollte aufgrund seiner grenznahen Herkunft – er kommt aus Oss in Noord Brabant – nicht vorhanden sein.

Österreich

Auch in den Österreichischen Ligen habe ich mich bezüglich eines offensiven Mittelfeldspielers für unsere Löwen umgesehen. Der einzige in Frage kommende Kandidat mit auslaufendem Vertrag wäre der bereits 36 Jahre alte Michael Liendl. Eine nochmalige Verpflichtung dieses Spielers halte ich für keine gute Idee.

Damit ist der dritte Teil der Serie über mögliche Neuzugänge abgeschlossen. In Teil vier suche ich dann nach Unterstützung für den Löwensturm.

SC Freiburg II – TSV 1860 (33.Spieltag): Ergebnistipp György Szekely

1
György Szekely TSV 1860

In der vergangenen Woche erreichte uns die traurige Nachricht, dass sich György Szekely, dritter Torwart des TSV 1860, bei einem Spiel der U21 schwer verletzt habe. Da sein Vertrag zudem zum Saisonende ausläuft, ist unklar, ob wir den 26-Jährigen nochmal im Trikot der Löwen sehen werden, drücken ihm aber die Daumen dafür. Heute tippt der Ungar für uns die Partie von Münchens großer Liebe am kommenden Sonntag.

Szekely tippt auf Sieg des TSV 1860

Für das Spiel beim SC Freiburg II ist der Ungar sehr optimistisch und traut seinem Torwart-Kollegen bei den Löwen ein Zu-Null-Spiel zu. Insofern hofft Szekely natürlich auf einen Sieg des TSV 1860 im Breisgau.

“3:0-Sieg für uns!
Torschützen: 2x Bär und Greilinger”

Das würde den Genesungsprozess bei der Nr. 12 der Löwen vielleicht nochmal beschleunigen…

Pendeln zwischen Ungarn und Deutschland

György Szekely wurde 1995 in Budapest geboren und schon zu Jugendzeiten im Münchner Umland und in Ungarn fußballerisch ausgebildet. 2012 wechselte er zu den Löwen ins Nachwuchsleistungszentrum und rückte 2014 zu den Amateuren auf. Von dort zog es Szekely zum ungarischen Erstligisten Paksi FC, wo er zu acht Ligaeinsätzen kam, ehe 2018 zum TSV Schott Mainz in die Regionalliga Südwest wechselte.

Nach dem Abstieg der Mainzer kehrte Szekely zum TSV 1860 München zurück, wo der ehemalige ungarische Junioren-Nationaltorhüter für die 2. Mannschaft aufläuft und als dritter Torwart bei den Profis fungiert.

TSV 1860 Boxen hofft auf ersten Sieg – Köllner ist optimistisch

1
Heimkampf TSV 1860 München Boxen

Heute abend trifft der TSV 1860 München im Boxen auf den BSK Hannover-Seelze. Im vierten Anlauf soll endlich der erste Sieg gelingen.

TSV 1860 mit zweitem Heimkampf in der Bundesliga Boxen

7:15, 11:15 und 7:14 lauten die bisherigen Ergebnisse, die die Boxlöwen in ihrer Premierensaison in der Box-Bundesliga erzielt haben. Als einziges Team der vier teilnehmenden Mannschaften hat der TSV 1860 noch keinen einzigen Kampfpunkt gewinnen können. Das soll sich heute ab 18:60 Uhr ändern. Gegner ist der zweitplatzierte BSK Hannover-Seelze, gegen den es zum Auftakt eine Niederlage gab. Auch gegen Schwerin wurde beim ersten Kampf in München verloren.

Im Duell mit dem BC Chemnitz fielen vergangenen Samstag gleich zwei Boxer coronabedingt aus. Drei Siege in den Kämpfen und ein Unentschieden reichten am Ende nicht zum Sieg.
Für spontane Löwenfans, die den TSV 1860 München beim Boxen live vor Ort in der Seitenstraße verfolgen wollen, gibt es noch Tickets im Onlineshop. Ein Ticket kostet 18,60€, der Einlass erfolgt ab 17:00 Uhr. Die Wettkämpfe starten dann zwei Stunden später.

Löwen-Trainer Michael Köllner drückt den Boxern via Linkedin die Daumen. Er kann wegen dem morgigen Auswärtsspiel beim SC Freiburg II allerdings nicht persönlich vor Ort sein.

Weiter geht es! Immer weiter! Nächsten Samstag erboxt Ihr den ersten Sieg! Meine Daumen sind ganz fest gedrückt! ELIL

 

3. Liga am Freitag: Kaiserslautern siegt in Würzburg

0

Abstiegskandidat gegen Aufstiegsaspirant

Der traditionellen und schon lange gepflegten Fan-Freundschaft zwischen den Anhängern des TSV 1860 und des 1. FC Kaiserslautern zum Trotz: Heute Abend hielten die Löwenfans, die – wie Trainer Michael Köllner – noch an einen Angriff ihrer Mannschaft auf die vordersten Plätze in der 3. Liga glauben, den Würzburger Kickers die Daumen. Dabei trafen da unter dem Flutlicht am Dallenberg Welten aufeinander: Hier der Absteiger aus der 2. Bundesliga vom letzten Sommer, der bislang nur 24 Punkte mit nur 25 erzielten Toren (Liga-Minuswert) geholt hatte. Dort der Tabellenzweite aus der Pfalz, der mit einem Sieg in Unterfranken die sechzig Punkte vollmachen konnte.

Wintereinbruch am “Dalle”

Bereits zum dritten Mal in diesem Kalenderjahr eröffnete Würzburg den Drittligaspieltag. Einem 1:1 gegen Freiburg II folge vor drei Wochen eine 0:1-Niederlage gegen Viktoria Köln. Heute Abend ging aber erstmal gar nichts. Wegen starken Schneefregens musste der Platz zunächst geräumt werden und der Anpfiff um eine halbe Stunde nach hinten verschoben werden. Die 7.500 Zuschauer – darunter deutlich mehr als die Hälfte aus der Pfalz – zeigten sich geduldig und wetterfest. Um halb acht ging es dann endlich los.

Würzburg legt los, Kaiserslautern führt

Die erste Viertelstunde gehörte den Gastgebern, die allerdings aus ihrem frühen Vorwärtsdrang kein Kapital schlagen konnten. Das erinnerte ein wenig an das Spiel der Kickers gegen unsere Löwen im Dezember. Stattdessen fand Lautern immer besser ins Spiel und schlug dann im Stile einer Spitzenmannschaft eiskalt zu: Mike Wunderlich erzielte nach einer guten halben Stunde mit einem tollen Rechtsschuss aus 18 Metern das 0:1. Das Zuspiel kam vom Winter-Neuzugang Terence Boyd, der im letzten Heimspiel gegen Duisburg selbst noch dreifach getroffen hatte. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Pause

Kickers Würzburg – 1. FC Kaiserslautern 1:2

Im zweiten Abschnitt trug sich besagter Boyd dann in der 58. Minute selbst in die Torschützenliste ein und ehöhte auf 2:0 für Lautern. Diesmal kam die Vorarbeit von Wunderlich. Als das Spiel im Würzburger Regen schon seinem entspannten Ende entegenplätscherte, kamen die Unterfranken durch Sane zum Anschlusstreffer und es wurde nochmal spannend (85.). Aber es reichte nicht. Die Gastgeber haben nach diesem 1:2 nun schon sieben Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Sie erlebten heute Abend ihre zehnten Heimniederlage in dieser Saison. Nur Havelse – das seine Partien ja in Hannover austragen muss – hat noch eine Heimpleite mehr auf dem Konto. Es sieht mehr und mehr nach einem Regionalliga-Derby gegen Schweinfurt am “Dalle” in der kommenden Saison aus.

Bedeutung des Resultats für den TSV 1860

Die Roten Teufel bleiben mit diesem Sieg klar auf Kurs 2. Bundesliga. Sie sind seit dem Spiel bei unseren Löwen am 1. März ungeschlagen. Ihr Vorsprung auf den Tabellenfünften TSV 1860 beträgt – bei allerdings aktuell zwei Spielen mehr – satte elf Punkte. Am kommenden Wochenende spielt der FCK auf dem ausverkauften Betzenberg den Südwestschlager gegen den 1. FC Saarbrücken.

Jugend-Nationalspieler Leandro Morgalla: wann gibt es den Profivertrag?

1
Leandro Leo Morgalla 1860

Der wohl vielversprechendste Spieler aus der Jugend des TSV 1860 München ist aktuell Leandro Morgalla. Der 17-Jährige feierte zuletzt sein Debüt in der U18-Nationalmannschaft und kam bereits mehrmals zum Einsatz. Doch einen Profivertrag besitzt Morgalla nicht – noch nicht?

Nur eine Frage der Zeit – ein Profivertrag für Leandro Morgalla

Sportlich läuft es bei Junglöwe Leandro Morgalla aktuell wie in einem Traum. Neben der Nominierung für die deutsche U18 kam der erst 17-Jährige bereits sieben Mal in der 3.Liga zum Einsatz. Der TSV 1860 München hat mal wieder einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum hervorgebracht, der das Zeug hat, um eine Karriere im Profifußball hinzulegen. Bereits seit 2014 schnürt der in Biedenkopf (Hessen) geborene Jugendnationalspieler die Schuhe für die Löwen. Zuvor spielte er für die Spielvereinigung Unterhaching.

Dass Morgalla nicht nur sportlich schon äußerst weit ist, sondern auch mental durchaus reif für die 3.Liga ist, zeigte die Partie bei Waldhof Mannheim. Früh verschuldete er unglücklich einen Handelfmeter, lieferte allerdings in der Folge ein hervorragendes Spiel ab. Dieses Talent dürfte auch anderen Vereinen nicht unentdeckt geblieben sein. Beim TSV 1860 München hat Leandro Morgalla zurzeit “nur” einen Jugendvertrag. Unter anderem Nathan Wicht erhielt allerdings ebenfalls im Alter von 17 Jahren bereits einen Profivertrag. Daher dürfte die Wahrscheinlichkeit hoch sein, dass die Löwen auch Morgalla bald mit einem neuen Arbeitspapier ausstatten.

“Noch mehrere Jahre an uns gebunden”

Auf Nachfrage von sechzger.de äußerte sich Günther Gorenzel in der heutigen LÖWENRUNDE zur Personalie Morgalla.

Er hat noch einen mittelfristigen Vertrag bei 1860 und ich bin mit ihm im intensiven Austausch, inwieweit wir jetzt auch noch die Möglichkeit haben längerfristig zusammen zu arbeiten. Aber es braucht sich auch keiner Sorgen machen. Wie gesagt: Leo ist noch mehrere Jahre an uns gebunden. Aber klar geht es jetzt darum zukünftig auch über den Zeitpunkt hinaus eine Perspektive, einen gemeinsamen Plan, einen gemeinsam Weg zu entwickeln und da bin ich intensiv im Austausch mit seinem Vater. Er ist ja noch minderjährig und auch mit der Person, die den Vater begleitet in den Gesprächen.

Die gute Nachricht: Sollte also ein Verein bereits im kommenden Sommertransfer an die Tür des TSV 1860 anklopfen, wird mit Sicherheit eine Ablösesumme für den Junglöwen fällig werden. Denkbar ist allerdings auch, dass Leandro Morgalla zumindest nächste Saison noch die Fußballschuhe für die Löwen schnüren wird. Mit einem möglichen Aufstieg in die 2.Bundesliga dürften sich die Chancen für den TSV 1860 auf einen weiteren Verbleib des 17-Jährigen noch einmal erhöhen.