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Nach 1860 – Saarbrücken: Morgalla und Greilinger in kicker “Elf des Tages”

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Fabian Greilinger (TSV 1860 München)

Es war vielleicht DIE Szene des Spiels: In der 52. Minute zog Sebastian Jacob mutterseelenalleine auf das Löwentor zu, Tom Kretzschmar drängte den Stürmer leicht ab und aus dem Nichts tauchte Fabian Greilinger auf und nahm dem Saarländer den Ball vom Fuß. Doch nicht nur durch diese Aktion machte der Steinhart-Ersatz auf der linken Defensivseite auf sich aufmerksam. Für seine starke Leistung wurde Fabian Greilinger – ebenso wie Youngster Leo Morgalla – vom kicker in die “Elf des Tages” berufen.

Greilinger in kicker “Elf des Tages”

1,5 – diese Note staubten die beiden Löwen Leandro Morgalla und Fabian Greilinger im kicker Sportmagazin für ihren Auftritt gegen Saarbrücken ab. Der Lohn: Beide Spieler wurden in die “Elf des Tages” berufen. Knapp gescheitert sind Quirin Moll und Torschütze Erik Tallig, die mit einer 2,0 bedacht wurden.

Die kicker “Elf des Tages” der 32. Spielrunde in der Übersicht:

Brinkies (Zwickau) – Greilinger, Morgalla (beide 1860) – Marc (Braunschweig) – Pfanne (BVB II), Hercher, Ciftci, Wunderlich (alle Kaiserslautern), Wurtz (Wehen Wiesbaden) – Berlinski (Verl), Boyd (Kaiserslautern)

FCK-Neuzugang Terrence Boyd wurde nach seinem Dreierpack gegen den MSV Duisburg auch zum “Spieler des Tages” gekürt.

Bild: CR-Fotos

Sechzig am Wochenende: Herber Dämpfer für die Dritte im Aufstiegskampf

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TSV 1860 III Teutonia München Dritte

Während die U19 durch den Sieg in Regensburg der Bundesliga ein Stück näherkam, gab es für die Profis und die Dritte herbe Dämpfer im Aufstiegskampf.

Dritte mit Rückschlag im Aufstiegskampf

Nach einigen Siegen zuletzt stand die 2. Mannschaft des TSV 1860 plötzlich an der Tabellenspitze der Kreisklasse und durfte sich berechtigte Hoffnung in Sachen Aufstieg machen. Gegen Teutonia München erhielt die Dritte jedoch einen Rückschlag im Aufstiegskampf und unterlag mit 2:4. Bis zur Pause waren die Gäste bei winterlichen Verhältnissen auf dem 06er-Platz auf 0:3 davongezogen. Nach der Pause kämpften sich die Löwen zurück in die Partie und so stand es durch Treffer von Babacar Diop und Manuel Orbegozo Araujo nach einer Stunde nur noch 2:3. Ein Eigentor in der 71. Minute begrub jedoch die Hoffnung der Amateur-Löwen, die dank diverser Spielausfälle mit 40 Punkten noch immer auf Platz 1 stehen. Dahinter lauern mit jeweils zwei Spielen weniger der FC Ludwigsvorstadt (39 Punkte) und der FC Espanol (36 Punkte).

Die Spiele im Überblick

Freitag, 01.04.

20.00 Uhr: Senioren A – SV Weißblau Allianz 6:0

Samstag, 02.04.

09.15 Uhr: U9 – SV DJK Taufkirchen U10 16:0
13.00 Uhr: FC Bayern München – U14 1:0
14.00 Uhr: FC Augsburg – U12 1:0
14.00 Uhr: Profis – 1. FC Saarbrücken 1:1
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – SpVgg Thalkirchen II 5:0
17.00 Uhr: 3. Mannschaft – FC Teutonia München 2:4
19.00 Uhr: Frauen – FC Augsburg II 1:3

Sonntag, 03.04.

11.00 Uhr: SSV Jahn Regensburg – U19 1:5
11.00 Uhr: SC Freiburg – U17 2:1
11.00 Uhr: U16 – SC Fürstenfeldbruck 3:1
14.00 Uhr: FC Augsburg – U15 3:1
14.00 Uhr: U21 – TSV 1874 Kottern 2:2
15.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – U13 3:2
16.00 Uhr: U11 – SpVgg GW Deggendorf U12 5:1

Dienstag, 05.04.

17.45 Uhr: ESV Freimann U14 – U13 -:-
19.30 Uhr: 4. Mannschaft – FC Viktoria München -:-

Sechzig um Sieben: Köllner gibt sich kämpferisch in Sachen Aufstieg

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

So richtig gelegt hat sich der Ärger über das Unentschieden gegen Saarbücken auch am Montagmorgen noch nicht. Wer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel allerdings einen schimpfenden Michael Köllner erwartet hätte, dem gerade zwei wichtige Punkte für den möglichen Aufstieg aus der Hand gerissen wurde, lag damit nicht richtig. Im Gegenteil: der Trainer des TSV 1860 München sendete ein klares Signal an die Konkurrenten. Diese und alle weiteren Meldungen vom Wochenende fassen wir euch nun wie gewohnt bei Sechzig um Sieben kompakt zusammen.

Giesinger Gedanken nach einem turbulenten Spiel gegen den FCS

Eine tolle Leistung der Löwen wurde leider nicht mit drei Punkten belohnt. Schiedsrichter Jablonski erwischte keinen guten Tag und sorgte mit mehreren Fehlentscheidungen für einen glücklichen Punktgewinn der Saarbrücker. Auch die Giesinger Gedanken kommen nicht ohne die Leistung des Unparteiischen aus, ziehen aber gleichzeitig eine Parallele in das Jahr 1991. Der Grund hierfür war der Schneefall, der am Spieltag dann doch etwas überraschend kam. Leider konnten die Löwen ihren Sieg von damals am Samstag nicht wiederholen.

Michael Köllner schreibt Aufstieg noch lange nicht ab

Ganz im Gegensatz dazu äußerte sich der Trainer des TSV 1860 auf der Pressekonferenz nach der Partie. Trotz mehrmaligen Nachfragen reagierte der Oberpfälzer nicht mit Schmipftiraden, sondern lenkte vielmehr den Fokus auf die kommenden Partien. Nach der Leistung gegen Saarbrücken, mit der Michael Köllner hochzufrieden war, ist das Thema Aufstieg bei den Löwen noch immer präsent. Aktuell sind es sechs Punkte Rückstand auf Platz 3 – bei einem Spiel weniger.

Passend zu Äußerungen von Köllner zum Aufstieg: Ausflug in die Sportpsychologie

Mit einem weiteren Gastbeitrag hat dann der Kassenwart am gestrigen Sonntag direkt analysiert, wieso der Trainer des TSV 1860 diese Aussagen tätigte. Generell gibt es zwei verschiedene Denkweisen, die man bei den Spielern beobachten kann. Das Alter spielt dabei nicht zwingend eine Rolle wie beispielsweise Leandro Morgalla in beeindruckender Manier in Mannheim vormachte. Möglicherweise könnte die schmerzhafte Erfahrung der vergangenen Spielzeit mit dem Scheitern in Ingolstadt sogar einen Vorteil im Endspurt bedeuten, der sich nun zwischen sechs Teams anbahnt.

Fünf Mal 10 Minuten Strafe und fünf Tore: der TSV 1860 gewinnt 1993 in Frohnlach

Zwei Jahre jünger als das Schnee-Festival aus den Giesinger Gedanken ist die Erinnerung an ein Spiel beim VfL Frohnlach. Nicht nur Albert Gröber drückte dem Spiel mit zwei Toren seinen Stempel auf, auch der Schiedsrichter damals war nicht untätig und verteilte ganze fünf Zeitstrafen. Am Ende gab es einen Sieg des TSV 1860 zu bejubeln, der einen weiteren Schritt in Richtung Bayernliga-Meisterschaft bedeutete.

Sieg, Unentschieden und Niederlage: alles dabei bei U21, U19 und U17

Ein bunt durchmischtes Wochenende erlebten die weiteren Mannschaften bei den Löwen. Während die Sechzig Amateure mit Profi-Unterstützung zu einem Unentschieden kamen, machte die U19 einen riesigen Schritt in Sachen Bundesliga-Aufstieg. Mitkonkurrent Regensburg wurde deutlich besiegt, dabei fielen gleich zwei kuriose Tore auf die gleiche Art und Weise. Die B-Jugend der Löwen musste in Freiburg dagegen leider den Kürzeren ziehen und braucht noch weitere Punkte, um den Nichtabstieg unter Dach und Fach zu bringen.

Bei Aufstieg: Muss Bayreuth nach Erfurt ausweichen?

Die Planungen für die 3.Liga können bei der Spielvereinigung Bayreuth nun so langsam beginnen. Alles sieht derzeit danach aus, dass die “Oldschdod” in der nächsten Spielzeit in den Profifußball zurückkehrt. Doch noch ist dabei nicht klar, ob die Heimspiele überhaupt im heimischen Hans-Walter-Wild-Stadion durchgeführt werden können. Es droht ein Wechsel ins Steigerwaldstadion nach Erfurt. Das wäre nicht gerade ein Katzensprung…

News aus der 3.Liga

Mannheim verspielt Sieg in Zwickau

Ebenfalls nur mit einem Punkt steht der Waldhof nach einem Unentschieden beim FSV Zwickau da. Dabei verteilte auch hier der Schiedsrichter eigentlich ein großes Geschenk. Zunächst hatte es bei Zwickau-Verteidiger Nkansah ordentlich geklingelt, schließlich wehrte er den Ball auf der Linie mit allem ab, was er zu bieten hatte. Zur Verwunderung aller gab es dann aber Elfmeter für Mannheim, obendrein wurde der Abwehrspieler gar mit Rot des Platzes verwiesen. Sportlich fair nutze der Waldhof die sich bietende Gelegenheit dann allerdings nicht und musste sich daher nach Abpfiff mit einem Punkt begnügen.

Der 32.Spieltag: Berlin empfängt Magdeburg

Besser machten es (leider) Kaiserslautern und Braunschweig, die ihre Spiele jeweils gewinnen konnten. Heute abend beschließen Viktoria Berlin und Ligaprimus Magdeburg den Spieltag. Anpfiff ist um 18:60 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Die Ergebnisse vom Freitag und Samstag in der Übersicht

Meppen – Wiesbaden 0:4

Kaiserslautern – Duisburg 5:1
Braunschweig – Havelse 3:2
Verl – Freiburg II 3:1
Viktoria Köln – Dortmund II 0:2

Coronabedingt nachgeholt werden muss noch das Spiel zwischen Halle und Osnabrück.

Kivran äußert sich nach Aus von Türkgücü

Ob es sich beim Folgenden tatsächlich um etwas handelt, was in der Rubrik “News aus der 3.Liga” angesiedelt werden kann, ist eine spannende Frage. Fakt ist jedenfalls, dass sich Hasan Kivran über Instagram zur Einstellung des Spielbetriebs geäußert hat. Er bemängelt fehlenden Rückhalt und begründet damit seinen Rückzug vom Projekt Türkgücü. Zukünftig wird er beim ehemaligen Drittligisten keine Rolle mehr spielen und ist laut SZ auch bereits als Präsident des e.V. zurückgetreten. Dennoch möchte er sich dafür einsetzen, dass der Verein in der kommenden Saison in der Regionalliga an den Start gehen darf. Das dürfte ein ambitioniertes Vorhaben sein, zumal das Insolvenzverfahren zuletzt auch tatsächlich in Gang gesetzt wurde.

Amas des TSV 1860 München weiter ungeschlagen. U17 und U19 beide Bundesliga nächstes Jahr?

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Amas gegen Kottern

 

Amas des TSV 1860 München nun seit sechs Spielen ungeschlagen.

Die Zwoate des TSV 1860 München empfing am heutigen Samstag den TSV Kottern zum 31.Spieltag der Bayernliga Süd. Gegen die Gäste aus dem Allgäu setzte Frank Schmöller mit Dennis Dressel, Niklas Lang und Kevin Goden auf drei Spieler, die normal eher bei den Profis auflaufen.
Die Amas gingen früh durch einen Treffer von Leon Tutic in Führung, jedoch wurde diese 10 Minuten später egalisiert. Danach erzielte der auch schon in der 3.Liga erfolgreich gewesene Kevin Goden erneut die Führung. Dieses Mal hielt die Führung nicht einmal 120 Sekunden und das 2:2 in der 39.Minute war dann auch der Endstand.

Dies bedeutet, dass die Amas nun seit sechs Spielen ungeschlagen sind. Sie haben in diesem Kalenderjahr nur ihr Auftaktspiel gegen Türkspor Augsburg verloren.
Damit haben die Löwen nun fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und ganze 13 auf einen direkten Abstiegsplatz. Bei noch sieben zu spielenden Partien ist das eine gute Ausgangslage für eine weitere Saison in der Bayernliga Süd.

U19 mit wichtigem Schritt Richtung Junioren Bundesliga.

Am dritten Spieltag der Aufstiegsrunde zur Bundesliga Süd-Südwest gastierten die Löwen am heutigen Sonntag bei einem der wahrscheinlich größten Konkurrenten aus Regensburg.
Nachdem gestern beide Partien witterungsbedingt ausgefallen sind, fanden heute beide statt.
Die Löwen gingen nach 13.Minuten durch ein Eigentor des Jahns mit 1:0 in Führung. Danach passierte bis zur Schlussminute nicht mehr viel, aber die hatte es dafür in sich.
Erst glichen die Oberpfälzer per direkt verwandelter Ecke aus, jedoch stellte Milos Cocic in derselben Minute den alten Rückstand wieder her – kurioserweise ebenfalls per direkt verwandelter Ecke.

U19 in Regensburg

In Durchgang Nummer zwei spielten unsere Tabellenführer den Stiefel ganz entspannt runter und erhöhten durch Raphael Wach in der 60.Minute auf 3:1. Am Ende gewann man mit 5:1 durch ein weiteres Tor von Milos Cocic und eines von Nathan Wicht. Beide schnupperten bekannterweise diese Saison auch schon 3.Liga-Luft.
Damit steht die U19 nach drei von sieben Spieltagen mit sieben Punkten und 12:2 Toren ganz oben in der Tabelle.
Die andere Partie zwischen den Jugendmannschaften des 1.FC Schweinfurt und dem FV Illertissen endete 1:0 für die Schnüdel, die nun punktgleich mit den Löwen sind.

U17 des TSV 1860 München verpasst sicheren Klassenerhalt.

Ein Jahrgang drunter und eine Liga höher war unsere U17 leider nicht ganz so erfolgreich. Im altehrwürdigen Möslestadion unterliegt die U17 knapp mit 2:1 gegen den Nachwuchs des Sportclub Freiburg.
Bereits nach 25 Minuten waren die Tabellendritten mit 2:0 in Führung gegangen und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Nach einem Platzverweis Mitte des zweiten Durchgangs konnten die Löwen in der 70.Minute noch den 2:1 Anschlusstreffer erzielen, jedoch auch nicht mehr.

Möslestadion Freiburg B Jugend SC Freiburg Gegen TSV 1860 München Bundesliga

Waldhof patzt bei den Schwänen in Zwickau

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Nur in Zwickau eine Partie am heutigen Sonntag.

Aufgrund des Scheiterns von Kothnys Projekt, die Nummer zwei in München zu werden, gab es am heutigen Sonntag nur eine Partie. Die Partie Türkgücü – Würzburg findet aus bekannten Umständen nicht statt.
Vor dem Spiel hätte man sagen können, dass beide Teams gewinnen müssen.
Die Gäste aus Mannheim brauchten die drei Punkte, um den Anschluss an die Aufstiegsplätze nicht zu verlieren, da Kaiserslautern und die falschen Löwen gestern ihre Hausaufgaben machten.
Der FSV Zwickau hingegen hatte zwar stolze acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze vor dem Spiel, aber Viktoria Berlin spielt morgen noch beim Tabellenführer Magdeburg.
Mit einem Sieg wären die magischen 40 Punkte, die ja dieses Jahr aufgrund von nur 36 Partien vermutlich zum Klassenerhalt reichen würden, fast erreicht.

Frühe Führung, aber Mannheim verpasst nachzulegen.

Die Partie begann attraktiv. Bereits nach fünf Minuten erzielten die Gäste nach einer nur halbherzig geklärten Ecke die Führung durch einen Distanzschuss von Adrian Lebeau. Kurioser Fakt: dieser Treffer ist der zweite Saisontreffer für den Franzosen, jedoch auch irgendwie der erste, da sein anderes Tor gegen das Team aus der Heinrich-Wieland-Straße erzielt worden ist. Treffer aus diesen Spielen bleiben genauso wie Gelbe Karten in der Wertung. Sehr interessant, da diese Spiele ja eigentlich annulliert worden sind.
Danach verpassten es die Gäste den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen. In Minute 15 war man einem erneuten Treffer sehr nahe, aber Boyamba traf nur die Latte.

Zwickau gleicht aus – Punkteteilung und krasse Fehlentscheidung.

In der 64. Minute musste es eigentlich 0:2 für die Gäste heißen, jedoch parierte Brinkies im Tor der Sachsen überragend.
Im direkten Gegenzug gelang Zwickau der Ausgleich durch ein sehr kurioses Gegentor. Lokotsch setzte sich stark auf der linken Seite durch und brachte den Ball hinein, wo zwar ein Mannheimer klären kann, jedoch unglücklich Verlaat anschießt, welcher den Ball  in den eigenen Kasten lenkt.
Plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Während Zwickau nach klarer Schwalbe in der 69. Minute zurecht keinen Elfmeter zugesprochen bekam, gab es für Mannheim wie schon gegen unsere Löwen einen sehr schmeichelhaften Handelfmeter.
Marcel Seegert schoß aus fünf Metern, doch ein Zwickauer Verteidiger klärte diesen mit seinem Gemächt. Schiedsrichter Dr.Robin Braun zeigte zur Verwunderung aller auf den Punkt und gab dem schon durch den unangenehmen Treffer genug gestraftem Nkansah völlig zu Unrecht die Rote Karte.
Wie schon gegen unsere Löwen verschoss der Waldhof den Elfmeter, welcher von dem sowieso schon starken Brinkies pariert wurde.
Danach passierte nicht mehr wirklich viel und die Partie endete mit einem 1:1.

Auswirkung auf die Tabelle.

Durch den Punkt bleiben die Mannheimer auf Platz 7 und nur aufgrund der weniger geschossenen Tore bei gleicher Punktzahl und Tordifferenz knapp hinter den Löwen. Damit beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nun sechs Punkte.

Gastbeitrag: the final countdown – under pressure

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Der Kassenwart lässt Euch hier bei sechzger.de regelmäßig an seinen Gedanken teilhaben. Zuletzt ging es dabei um die angebliche Wettbewerbsverzerrung durch das Türkgücü-Aus oder um die möglichen Schwierigkeiten von Günther Gorenzel, Spieler vom teuren Pflaster München zu überzeugen. Heute beschäftigt er sich mit Druck im Saisonfinale. Aus sportpsychologischer Perspektive. Prädikat: lesenswert!

Einstieg in die entscheidende Saisonphase

Mit dem gestrigen Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken (1:1) sind wir in die absolut entscheidende Saisonphase eingetreten. Nur noch sechs Spiele haben die Teams der 3. Liga, um ihre gesteckten Saisonziele zu erreichen. Gerade im Aufstiegskampf geht es heiß her. Der Endspurt entscheidet darüber, ob der eigene Klub im kommenden Jahr in der 2. Bundesliga mitmischen darf.

Immer, wenn es um die Bigpoints geht, versagt 1860. Das liegt so in unseren Genen, das gehört zu unserer DNA.

So oder so ähnlich lautet wohl die einhellige Meinung (fast) aller Löwenfans. Aber wie sieht das Thema eigentlich aus sportpsychologischer Sicht aus?

Was sagt ein Sportpsychologe zur typischen “Löwen-Krankheit”?

Jeder weiß, “Leistungsdruck” ist Teil des Profifussballs. Entweder ich lerne, als Spieler im Laufe meiner Karriere damit umzugehen oder ich werde über kurz oder lang scheitern. Es ist im Leistungssport eben wichtig, dass man Leistungshandeln nicht als Bedrohung versteht, sondern als Herausforderung. Vieles von dem, was in den Medien immer als “Druck” bezeichnet wird, ist es für den Spieler gar nicht. In der Psychologie kennt man den Begriff “Stress”, der eher das ausdrückt, worum es geht. Kennzeichnend ist hier immer die Angst vor Misserfolg, die man mit dem Einsatz persönlicher Fähigkeiten nicht eliminieren kann.

Kommt Misserfolg dann automatisch?

Der Sportpsychologe René Paasch, der im Profifussball unter anderem für den VfL Bochum und Schalke 04 arbeitete, weiß, wie Spieler mit Erfolg und Misserfolg umgehen: Bei anhaltendem Misserfolg konzentriere sich laut Paasch der Spieler mehr auf die eigenen Fehler und die der Mitspieler. Das begünstige allerdings noch mehr Fehler und es entstehe ein Kreislauf, aus dem es sehr schwer sei, auszubrechen. Daher ist es für jeden Aktiven wichtig, gut ins Spiel zu kommen und möglichst direkt zu Spielbeginn ein, zwei gute Aktionen zu haben. Ansonsten droht eine negative Leistungsspirale und der Spieler bleibt mental bei den drei Fehlern, die er im Spiel gemacht habt, gefangen und sieht nicht die 85 Prozent, die er gut gemacht hat, so der Sportpsychologe. Insofer darf man hier einmal Leandro Morgalla lobend erwähnen, der vor zwei Wochen beim Spiel in Mannheim abgeklärt seinen Fehler aus der 3. Minute wegsteckte – wie ein alter Hase. Ganz großer Respekt dafür! Von der gestrigen Leistung unseres “Team-Kükens” wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden. Junge Spieler suchen üblicherweise eher die Schuld woanders. Sie geben dann z.B. ganz einfach den Mitspielern für einen unmittelbar zuvor verlorenen Zweikampf die Schuld.

Die zwei verschiedenen Spielertypen

In der Psychologie unterscheidet man zwischen lage- und handlungsorientierten Spielern. Die Gedanken der lageorientierten Spieler drehen sich meist um die äußeren Einflüsse: Wie ist die wirtschaftliche Lage des Vereins? Wird mein Vertrag verlängert? Wie werden die Fans bei Spielende reagieren? Um ein paar typische Beispiele zu nennen. Diese Spieler können den Kopf nicht “ausschalten” und rufen dadurch häufig auch verminderte Leistungen ab. Lageorientierte Spieler haben gleich eine doppelte Belastungssituation: Einerseits durch den Druck, den sie sich selbst machen. Aber natürlich auch durch den Druck, den sie von außen wahrnehmen. Dazu zählen Medienberichte oder auch Reaktionen der Fans, von denen sich die Fußballer ablenken lassen.

Im Gegensatz dazu fokussieren sich handlungsorientierte Spieler auf den Augenblick, auf die Momente, die sie selbst aktiv beeinflussen können: Die eigene Leistung. Es sind die Typen, welche einfach auf den Platz gehen und 90 Minuten Vollgas geben. Die Typen, die sieben Mal im 1 gegen 1 scheitern und von der Kurve verflucht werden, um dann beim achten Mal doch durchzukommen und das Tor zu erzielen. Und sich dann auf dem Zaun feiern zu lassen…

Mix im Team wichtig für ein goldenes Finale

Ob auch das Alter eine Rolle spielt, kann man laut Sportpsychologie pauschal nicht beantworten. Immer wieder gibt es Spieler, die aus dem typischen Raster rausfallen. Allerdings zeigt sich tendenziell schon, dass sich jüngere Spieler viel mehr Gedanken machen, weil sie noch nicht die Erfahrung haben, wie ältere Akteure und mental oft noch nicht so gefestigt sind. Erfahrene Profis wissen in der Regel, wie sie im Saisonschlussspurt handeln müssen. Sie verhalten sich lösungsorientiert. Insofern könnten die Schlussspurt-Erfahrungen aus den letzten zwei Jahren Saison bei 1860 positiv von den Spielern interpretiert werden.

Die “Löwen-Krankheit” und der Medizinmann Köllner

Wer kann dem einzelnen Spieler in der oben beschriebenen Situation helfen? Erster und engster Vertrauter ist natürlich der Trainer und das Training selbst. Wichtig sind dabei Konzentrationsübungen. Außerdem sollte es den Spielern ermöglicht werden, im Training viele Erfolgserlebnisse zu sammeln. Man muss den Spielern bewusst machen, auf welchen Bereich sie Einfluss haben, so der Sportpsychologe Paasch. Das geht vor allem, indem der Trainer auch Kleinigkeiten hervorhebt, ein gutes Zweikampf- oder Pressingverhalten lobt. Oder aber auch, wie bei uns im Training gesehen, durch das Team selbst, welches sich bei einem erfolgreich abgeschlossenen Spielzug gegenseitig applaudiert und lobt.

Und schließlich: Wie beeinflusst das Saisonziel ein Team?

Vor dem Saisonstart hat 1860 den Aufstieg bzw. mindestens die Teilnahme an der Relegation zur 2. Liga („besser als letzte Saison“) ausgerufen. Für Sportpsychologe Paasch ist es problematisch, wenn ein Verein vor Beginn der Saison das Ziel “Abstieg vermeiden” oder “Klassenerhalt” ausgibt.  Durch diese Zielsetzung signalisiert man den Spielern, dass man sowieso nur mit einer Platzierung am Tabellenende rechne. Das ist nicht besonders motivierend. Gleiches gilt dann wohl für das berühmte „gesicherte Mittelfeld“. Aus sportpsychologischer Sicht ist das Leistungsziel “Aufstieg” nicht zu beanstanden. Paasch weiß sowieso, dass oft innerhalb der Mannschaft andere, höhere Ziele formuliert werden, als gegenüber den Medien. So sicherlich auch jetzt – bei den Löwen – in der Schlussphase der Meisterschaft. Macht das Druck? Nein, denn wir wissen jetzt: Leistungshandeln als Herausforderung angesehen setzt Adrenalin und damit zusätzliche Energien im Spiel frei. Wenn es doch nicht langen sollte, lag es nicht am vielfach kolportierten Druck sondern eher an den Fähigkeiten der Spieler.

In wenigen Wochen werden wir sehen, ob die alte Löwenkrankheit wieder ausgebrochen ist oder wir dank letztjährigem Finalspiel-Infekt gegen Schlussspurtschwäche immun geworden sind. Der gestrige starke Auftritt gegen Saarbrücken war eher ein Beleg für Immunisierung.

*Die Aussagen des Sportpsychologen sind dem Artikel Bundesliga: Was Fußballspieler im Abstiegskampf laut einem Psychologen beachten sollten entnommen.

 

 

 

Bei Aufstieg: SpVgg Bayreuth im Steigerwaldstadion in Erfurt?

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Steigerwaldstadion Erfurt Beim Spiel Gegen Den TSV 1860 München September 1991
Steigerwaldstadion Erfurt Beim Spiel Gegen Den TSV 1860 München September 1991

Sollte die SpVgg Bayreuth im Mai tatsächlich den Aufstieg in die 3. Liga schaffen, muss sie ihre Heimspiele wohlmöglich zunächst im Steigerwaldstadion austragen. Grund dafür sind Mängel an der Infrastruktur im Hans-Walter-Wild-Stadion, das den Regularien nicht entspricht.

Bayreuth vor Aufstieg: deutlicher Vorsprung

13 Punkte trennen die SpVgg Bayreuth mittlerweile vom Tabellenzweiten, der zweiten Mannschaft aus der Seitenstraße. Auch wenn die Schwarz-Gelben aktuell zwei Spiele weniger absolviert haben, deutet alles auf einen Aufstieg in die 3.Liga hin. Wie auch die Regionalliga West hat die Regionalliga Bayern in dieser Saison einen festen Aufstiegsplatz. Nord und Nord-Ost spielen einen weiteren Aufsteiger aus, der Südwesten hat permanent einen fixen Platz sicher.

Zuletzt gelang ein ungefährdeter Sieg gegen Augsburg II (4:0). Am 18.April steigt dann das Spitzenspiel zwischen den beiden aktuell besten Mannschaften im Hans-Walter-Wild-Stadion. Doch sollte es tatsächlich zur Teilnahme an der 3.Liga reichen, ist laut einem Bericht von liga3-online nicht sicher, ob die Spielvereinigung die ersten Heimspiele im heimischen Stadion durchführen kann. Grund dafür ist eine fehlende Flutlichtanlage, eine Rasenheizung ist hingegen seit letztem Jahr installiert. Ein funktionierendes Flutlicht ist zwingende Voraussetzung für die Erteilung einer Lizenz.

SpVgg Bayreuth in der 3.Liga im Steigerwaldstadion?

Das könnte zu Saisonbeginn dazu führen, dass die SpVgg Bayreuth nach Erfurt in das Steigerwaldstadion ausweichen muss. 183 Kilometer trennen die beiden Spielstätten, auch für die meisten Löwenfans würde sich die Anreise dadurch deutlich verlängern. Die Saison 2022/23 beginnt wegen der anstehenden Weltmeisterschaft bereits im Juli. Im Winter ist dann mit zwei Monaten ungewöhnlich lange Winterpause.

Am liebsten würde man sich diese Fahrtstrecke beim aktuellen Verein von den Ex-Löwen Ziereis, Weber, Andermatt und Knezevic allerdings ersparen. Auch die Stadt Bayreuth unterstützt die Schwarz-Gelben und stellte bereits im Februar 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ob die Anlage allerdings rechtzeitig installiert werden kann, ist zurzeit noch nicht bekannt. Sollte der Bau nicht bis Juli abgeschlossen sein, gibt es in der näheren Umgebung keine Möglichkeit ein Spiel in der 3.Liga auszutragen. Entsprechende Angebote wurden bereits angefragt, Erfurt hat mit seinem Steigerwaldstadion entsprechende Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Titelbild: Steigerwaldstadion im September 1991 beim Spiel Rot-Weiß Erfurt – TSV 1860 München

Anmerkung: In einer ersten Version wurde von einer fehlenden Rasenheizung gesprochen. Dies wurde mittlerweile korrigiert.

Giesinger Gedanken: Kein neues Festival im Schnee

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Frühling 1991: Sieg im Schnee

Anfang April 2022 – statt Frühlingsgefühle nochmal Wintereinbruch in München. Nichts ganz außergewöhnliches aber etwas, bei dem man sich im Zusammenhang mit Spielen der Löwen – zumindest die älteren Semester unter uns – an ein ganz besonderes Ereignis erinnert: Gründonnerstag, 28. März 1991, Bayernliga-Spitzentreffen zwischen dem TSV 1860 und der SpVgg Weiden. Im Giesinger Schneesturm schlugen die Löwen vor 25.000 Zuschauern einen Verfolger und die Fans machten danach die Nacht zum Tag…

Frühling 2022: Hoffnung auf erneutes Glück im Schnee

An dieses Spiel vor über 31 Jahren musste ich gestern Mittag denken, als ich mich auf den Weg in Richtung Giesing machte. Gestern wie damals ging es durch die verschneite Stadt hin zum Giesinger Berg zu einem Spitzenspiel, das für meine Löwen richtungsweisende Bedeutung haben sollte. Mit einem Sieg konnte man damals die Tabellenführung auf dem Weg in Richtung Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga festigen und die Verfolger Haching und Weiden auf Distanz halten. Gestern wollten wir mit einem Erfolg den Gegner in der Tabelle überholen und die finale Jagd auf Platz drei (oder gar zwei) eröffnen.

Begeisternde Löwen – 94 Minuten lang

Und was soll ich sagen? Die Löwen 2022 haben mich – wie die von 1991 – nicht entäuscht! Im Gegenteil: Sie wussten wirklich zu begeistern. Nicht nur mich, sondern alle Weiß-Blauen, die den Weg ins Sechzgerstadion gefunden hatten und dem Wintereinbruch trotzten. Sechzig zeigte im Schneetreiben eine Leistung, die mit den Vokabeln Leidenschaft und Einsatzwille perfekt umschrieben ist. Damals, wie gestern. Von Minute 1 bis Minute 94. Nicht die – wegen des sechsfachen Türkgücü-Punktverlusts – angeblich so geladenen und mit Wut im Bauch angereisten Saarländer fielen mit unbedingtem Siegeswillen auf, sondern die elf Löwen, denen Michael Köllner sein Vertrauen schenkte.

Trotz Schnee – auch Erinnerungen an 2018

Ein bisschen erinnerte mich das Auftreten beider Teams an die unter sommerlichen Bedingungen absolvierten Relegationsspiele von 2018: Hier die Löwen, die um jeden Ball fighten, die alles geben und ihre Fans begeistern. Und dort die irgendwie überheblich auftretenden Saarbrücker, etwas zu überzeugt von ihrer (angeblichen) sportlichen Überlegenheit. Symptomatisch dafür vielleicht die Szene, die nach 52 Minuten beinahe zum 0:1 geführt hätte. Als Sebastian Jacob aus der eigenen Hälfte alleine auf Tom Kretzschmar im Löwentor zulief, ihn sogar überdribbelte und dann doch noch vom gestern überragenden Fabian Greilinger gestellt wurde. Unter’m Strich fehlte dem Saarbrücker – zum Glück für uns – hier wohl der unbedingte Wille, diese Aktion erfolgreiche abzuschließen.

Spielverderber ganz in schwarz

Eigentlich gab es gestern nur einen, maximal zwei Spielverderber. Der eine, der entscheidende, trug schwarze Kleidung und einen Aufnäher mit den Worten “FIFA Referee” auf der Brust – was auch immer dieses modische Accessoire da gestern zu suchen hatte.  Über seine Leistung wurde schon während des Spiels und danach noch mehr geschrieben und gesprochen. Dies erspare ich dem lieben Leser und mir an dieser Stelle. Ich hoffe, dass Herr Jablonski sich zumindest ein bisschen für seinen Auftritt gestern Nachmittag in Giesing schämt! Der andere Spielverderber war oben schon angesprochener Sebastian Jacob, der, nachdem Sportskamerad Minos Gouras unseren Fabi Greilinger ruppig zu Boden gerdrückt und den Ball zur Mitte des Fünfmeterraums geköpft hatte, das Sportgerät per Kopf ins Löwentor beförderte. Und dem Löwenherz einen tiefen Stich versetzte.

Unterschiede zwischen 1991 und 2022

Spätestens an dieser Stelle enden also die Parallelen zwischen 2022 und 1991. Damals hatte Horst Schmidbauer in der 67. und der 74. Spielminute mit zwei Treffern den Sieg sichergestellt.
Und noch einen Unterschied zu 1991 habe ich ausgemacht: Im Flutlichtspiel vor 31 Jahren blieb der Schnee letztlich auf dem Rasen liegen und verwandelte das Spielfeld in eine im Flutlicht glitzernde Fläche. Gestern schmolz die weißt Pracht – wohl auch Dank der mittlerweile vorhandenen Rasenheizung – sofort wieder. Genauso wie die Hoffnung der Fans, am heutigen Sonntag Morgen auf Tabellenplatz vier zu erwachen.

Zufriedener Köllner auf der Pressekonferenz nach 1860 – Saarbrücken

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Michael Köllner 1860 Saarbrücken Pressekonferenz

Nach dem (vorsichtig ausgedrückt) unglücklichen Remis gegen den 1. FC Saarbrücken kamen die beiden Trainer Michael Köllner und Uwe Koschinat auf der Pressekonferenz überein, dass es an diesem Tag eigentlich nur einen Sieger hätte geben dürfen.

Koschinat: Glück bei Schiedsrichterentscheidungen

Erstaunlicherweise redete sogar der Trainer der Saarländer gar nicht lange um den heißen Brei herum, sondern sprach sowohl “von der Entstehung als auch inhaltlich” von einem “glücklichen Punkt” für den FCS. Besonders imponierte ihm das hohe Tempo der Löwen, das den FCS in Defensive zu harter Arbeit zwang. Die Führung des TSV 1860 sei nur deswegen nicht gefallen, weil das ein oder andere Mal die Konzentration im Abschluss gefehlt habe.

“Wir hatten bei der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung Glück. Es waren viele enge Situationen, in denen wir sehr hart, sehr grenzwertig verteidigen mussten.”

Faire Worte des Sportskollegen Uwe Koschinat, der jedoch auch der riesigen Chance von Sebastian Jacob zum 0:1 nachtrauerte. Ein großes Lob zollte er auch den Löwenfans, die “1860 wahnsinnig toll unterstützt” haben. Zudem hätten es sich die Löwen selbst zuzuschreiben, dass sie die Vorentscheidung trotz toller Chancen nicht erzwungen haben. Recht hat er.

Köllner: “Wir waren sehr dominant im Spiel.”

Michael Köllner zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden.

“Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Die Mannschaft hat das, was wir uns im Vorfeld vorgenommen hatten, 1:1 umgesetzt. Wir waren sehr dominant im Spiel, haben sehr, sehr gutes Pressing gespielt.”

Auch er kritisierte die Chancenverwertung seiner Elf, schwärmte jedoch ansonsten vom strukturierten Offensivspiel seiner Mannschaft.

“Wir sind bereit fürs Finish!”

Zur Schiedsrichterleistung wollte Köllner zunächst aktiv nichts sagen.

“Da schütteln wir uns heute. Egal, wie wir uns aufregen, da wird es keine andere Wertung des Spiels mehr geben. (…) Mit der Leistung, die wir heute gezeigt haben, können wir in den letzten sechs Spielen noch viele Punkte holen. Wir sind bereit fürs Finish!”

Auch auf Nachfrage des Medien wollte sich Michael Köllner auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Saarbrücken nicht explizit zum Unparteiischen äußern.

“Der Schiedsrichter hat das so entschieden. Punkt. Aus. (…) Fakt ist, wir haben vor zwei Wochen in Mannheim zwei strittige Handelfmeterentscheidungen gegen uns bekommen. Heute wäre es eine Elfmeterentscheidung für uns gewesen. Das ist natürlich umso bitterer, wenn Du keinen Elfmeter bekommst. Bei Lex war es eine 50:50-Situation. (…) Für uns war es bitter, dass wir keiner Entscheidung profitiert haben, sondern die Leidtragenden sind, weil man bei dem 1:1 ein Stoßen (…) sieht. Da verschafft sich der Spieler einen Vorteil.”

Köllner geht zwar davon aus, dass der Punktverlust ihn und die Mannschaft heute noch ärgern und beschäftigen werde, der Blick richtet sich jedoch bereits auf die schwere Aufgabe in Freiburg am kommenden Sonntag.

Irregulärer Treffer rettet Saarbrücken ein Remis beim TSV 1860

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1860 saarbrücken

Der Winter war zurück, als der TSV 1860 die Gäste aus Saarbrücken im Grünwalder Stadion zum Verfolgerduell begrüßte. Die stark ersatzgeschwächten Löwen zeigten am 32. Spieltag der 3. Liga eine beherzte Leistung und hatten die Saarländer gut im Griff. Nur der Schiedsrichter hatte was gegen einen Sieg von Münchens großer Liebe…

Handspiel im Strafraum – kein Elfmeter!

Ohne zahlreiche Stamm- und Ergänzungsspieler musste der TSV 1860 gegen Saarbrücken ran, unter der Woche meldeten sich auch noch Marco Hiller und Phillipp Steinhart ab. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, aber Michael Köllner stellte sein Team gut auf den Gegner ein und dementsprechend offensiv starteten die Löwen in die Partie. Bär hatte nach acht Minuten die erste Chance, schob den Ball jedoch am Kasten vorbei.

Nach knapp 20 Minuten forderten die Löwen Elfmeter – zurecht, denn der Saarbrücker Verteidiger war eindeutig mit der Hand am Ball. Das Schiedsrichtergespann sah das jedoch anders und ließ weiterspielen.

Drangphase der Löwen ohne Torerfolg

In der 21. Minute hatte Tallig dann nach toller Vorarbeit von Bär die Führung auf dem Fuß, ließ die Riesenchance aber liegen. Quasi im Gegenzug dann eine gute Möglichkeit für den FCS, doch auch hier strich der Ball knapp am Pfosten vorbei.

1860 nun aber klar spielbestimmend, Saarbrücken fast ausschießlich in der Defensive. Nach einer halben Stunde bediente Deichmann den Kollegen Lex, doch dieser nahm den Volley zu zaghaft und vergab die gute Möglichkeit fahrlässig. Der Kapitän war es dann auch, der in der 33. Minute im Strafraum der Saarländer zu Boden ging. Elfmeter gab es jedoch wieder keinen, diesmal lag der Schiri wohl richtig. Und wieder nur zwei Zeigerumdrehungen fertig scheiterte Lex an Keeper Batz – die Führung war eigentlich überfällig!

Saarbrücken kurz vor der Pause gefährlicher

Die nächste Gelegenheit bot sich dann aber den Gästen, doch Belkahia fälschte das Geschoss von Jänicke gerade noch zur Ecke ab (37.). Auch drei Minuten später brannte es im Sechzehner der Löwen, als Günther-Schmidt abzog, doch auch diesmal brachte ein Löwen noch seinen Fuß dazwischen. Kurz vor der Pause dann Glück für Sechzig, als Jänicke sich gegen Belkahia durchsetzte, der Abschluss jedoch übers Lattenkreuz strich.

Nach der Pause dann zunächst wieder die Löwen schwungvoll, doch in der 51. Minute lief Jacob mutterseelenallein auf Kretzschmar zu. Dieser machte sich ganz groß, Jacob legte den Ball vorbei und der ohnehin starke Fabi Greilinger lief den Ball ab. Was für ein geiler Sprint des Steinhart-Vertreters!

Tallig trifft ansatzlos zum 1:0

Danach gönnten sich die Mannschaften eine kurze Verschnaufpause in Sachen Torchancen, an Intensität ließ die Partie jedoch keineswegs nach. In der 67. Minute versuchte es Moll dann mal aus der Distanz. Der Ball strich knapp am Pfosten vorbei, Batz hätte den aber auch gehabt. Eine Minute später dann Chance für Belkahia, doch auch diesmal ging die Kugel daneben.

In der 73. Minute dann ein Befreiungsschlag, dem Marcel Bär nachsetzte, sich den Ball schnappte und Tallig bediente. Der ließ einen Gegenspieler aussteigen und hämmerte den Ball dann ansatzlos in die Maschen. 1:0 für Sechzig! Unfassbarer Jubel im Schneefall von Giesing!

Saarbrücken gleicht in der Nachspielzeit aus

Anschließend drängte Sechzig zunächst auf die Vorentscheidung, doch Deichmann vergab nach einer klasse Aktion auf rechts, indem er seine Hereingabe zur Mitte zu ungenau platzierte.

In der Nachspielzeit dann die eiskalte Dusche: Nach einem klaren Foul von Gouras trifft Jacob zum unverdienten Ausgleich. Zum Kotzen! Aber das passte zur Leitung des Schiedsrichters…