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Nachwuchs-Hoffnung Morgalla für deutsche U18 nominiert

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Leandro Morgalla TSV 1860 München

Junglöwe Leandro Morgalla wurde für ein Winterturnier in die deutsche U18 nominiert. Die Jugend trifft in Israel vom 9. – 18. Dezember auf Teams aus Russland, Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Morgalla musste Teilnahme bei U18 zunächst absagen

Aktuell ist der 17-Jährige Morgalla im Kader der A-Jugend des TSV 1860 München. Neben Einsätzen bei der U21 durfte er auch schon bei der Profimannschaft auflaufen. Neben einem Einsatz im Testspiel gegen den VfR Aalen kam er auch in den Pflichtspielen im Toto-Pokal gegen Birkenfeld und Saas-Bayreuth zum Einsatz. Es waren seine ersten Einsätze bei den Profis. Zuletzt durfte er gemeinsam mit Devin Sür am Training der Profis teilnehmen.

Bereits im Oktober wurde Leandro Morgalla zur deutschen U18 eingeladen. Den damaligen Lehrgang musste er allerdings aufgrund einer Verletzung absagen. Nun erhält er zu seiner eigenen Überraschung die nächste Gelegenheit, sich bei der Jugend-Nationalmannschaft zu zeigen.

Wie der 17-Jährige auf der Homepage des TSV 1860 bekannt gibt, freut er sich sehr auf die Reise: “Es ist für mich was Neues, ich freue mich riesig darauf, war noch nie in Israel.” Das erste Spiel findet am Sonntag, den 12.12. um 11 Uhr statt. Gegner der Deutschen wird Russland sein.

 

Günther Gorenzel äußert sich auf PK zu Mölders und Beer

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Günther Gorenzel in der Löwenrunde vom 13.08.2021
Günther Gorenzel in der Löwenrunde vom 13.08.2021

In einer heute einberufenen Pressekonferenz hat sich Günther Gorenzel zu den Personalien Sascha Mölders und Oliver Beer geäußert.

Suspendierung laut Gorenzel nur in der Wahrnehmung von Mölders

Dabei schilderte der Geschäftsführer Sport, dass es nicht um eine Suspendierung für den Stürmer gegangen sei. Vielmehr sollte Mölders mit Co-Trainer Brandl die Zeit vor der Winterpause im Individualtraining nutzen und seinen Fitnesszustand verbessern. Daher teilte Köllner dem 36-Jährigen mit, dass er für die Spiele gegen Borussia Dortmund II und die Würzburger Kickers keine Option darstelle. Dies wollte Mölders wiederum nicht akzeptieren. In der emotionalen Situation habe sich der Stürmer dann zu dem Instagram-Post hinreißen lassen, der die Nachricht der – angeblichen – Suspendierung verbreitete.

Auch die Tätigkeiten außerhalb des Fußballplatzes als Kolumnist sowie TV-Experte wurden im Gespräch angemerkt. Wochenlang hatte Gorenzel bereits in zahlreichen LÖWENRUNDEN nicht näher definierte Spieler dazu aufgerufen, sich wieder voll und ganz auf den TSV 1860 München zu konzentrieren. Nun ist klar, dass damit (möglicherweise unter anderem) Sascha Mölders gemeint war.

Beer bekommt neuen Posten im NLZ

Während die Begründungen bei der Personalie Mölders eindeutig waren und logisch klangen, wurde es dann im Anschluss aber kurios. Dass Oliver Beer ab sofort nicht mehr Co-Trainer von Michael Köllner ist, begründete Günther Gorenzel mit zu vielen Meinungen am Spielfeldrand. In Situationen, in denen es schnelle Entscheidungen gebraucht habe, beobachtete der Geschäftsführer öfter eine zu lange Diskussion. Es sei daher besser, wenn Köllner ab sofort nur noch mit Brandl zusammenarbeitet.
Oliver Beer sei bereits vor eineinhalb Jahren auf Gorenzel zugekommen mit der Bitte um eine persönliche Weiterentwicklung. Diesen Wunsch werde man dem 42-Jährigen, von dessen fachlicher Kompetenz Gorenzel überzeugt ist, nun erfüllen. Hierfür wird extra eine Stelle im vereinseigenen Nachwuchsleistungszentrum geschaffen. Ab dem kommenden Sommer soll Beer an der Schnittstelle zwischen Junglöwen/U21 und der Profimannschaft fungieren. Ziel wird sein, die Spieler besser auf die Herausforderungen in der ersten Mannschaft vorzubereiten.

Borussia Dortmund II – TSV 1860: Tickets für die Rote Erde

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Stadion Rote Erde Spielort Dortmund II in der 3.Liga (BVB) BVB-Trainer
Das Stadion Rote Erde von Borussia Dortmund (BVB II)

Vor Saisonbeginn war der Trip zum BVB II für viele Löwenfans als eins der Highlights fest eingeplant. Unter den gegebenen Umständen sind einige schweren Herzens wieder von diesem Plan abgerückt. Ab sofort sind die Tickets für die Partie des TSV 1860 bei Borussia Dortmund II erhältlich – allerdings nicht im freien Verkauf!

Borussia Dortmund II – TSV 1860: Tickets erhältlich

Das Stadion Rote Erde ist – ähnlich wie unser Sechzgerstadion – eine Traditionsstätte des deutschen Fußballs. Am 11.12. (Anpfiff: 14:00 Uhr) empfängt dort die U23 von Borussia Dortmund den TSV 1860 zum letzten Hinrundenspieltag. Pandemiebedingt gilt die 2G-Regel, eine Maskenpflicht am Platz ist bislang nicht vorgesehen. Obacht: In NRW sind keine Stehplätze genehmigt, es werden also ausschließlich Sitzplätze verkauft.

Wie uns seitens des BVB mitgeteilt wurde, werden nur rund 150 Tickets (Sitzplätze) für die Gästefans zur Verfügung gestellt. Diese Karten werden ausschließlich unter Fanclubs, Allesfahrern sowie ggf. den bisherigen Anfragen vergeben. Es gibt keinen freien Verkauf. Der TSV 1860 informiert alle entsprechenden Personen/Fanclubs per E-Mail.

Für Sechzig ist es in dieser Saison übrigens nicht der erste Auftritt in der Roten Erde in dieser Saison. Auch die Frauen absolvierten im August bereits eine Partie in Dortmund und unterlagen dem BVB vor 1.200 Zuschauern mit 1:3.

Sascha Mölders nicht mehr im Kader? Das Erschreckende daran…

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Mölders Erdmann Elf des Monats Feburar

Sascha Mölders nicht mehr im Kader? Das Erschreckende daran…

Vorweg möchten wir festhalten, dass wir uns für Sascha einen anderen Abschied gewünscht hätten. Wir mochten ihn. Dafür, dass er beim Zwangsabstieg geblieben ist. Für seine ehrliche, authentische Art. Dafür, der etwas andere Fußballer zu sein mit Wurstsemmeln und Weißbier. Gleichzeitig haben wir uns stets Sorgen gemacht, dass ihm das eines Tages um die Ohren fliegt, wenn die sportliche Leistung nicht mehr so passt.

Keine große Überraschung

Überrascht hat uns der gestrige Schritt jedoch nicht mehr wirklich. Zu viel war in den letzten Monaten nach außen gedrungen, was für Unruhe in der Mannschaft gesorgt hatte. Was für einen Wirbel die Familie Mölders verursachen kann, wenn etwas nicht nach ihren Vorstellungen läuft, war in den sozialen Medien wiederholt zu verfolgen. Groß thematisiert wurde das nie – weder hier noch in anderen Medien. Dass Mölders nach dieser Saison bei Sechzig Geschichte sein würde, war ohnehin schon lange klar.

Erschrocken sind wir gestern dennoch. Nicht darüber, dass Sascha nicht mehr im Kader ist. Dass diese Woche etwas Gewaltiges passieren wird, war doch jedem klar, der im TV gesehen hat, wie sich Anthony Power und Robert Reisinger auf der Tribüne lange unterhalten haben. Hat man die beiden schon einmal öffentlich miteinander reden sehen? Wir können uns nicht erinnern.

Einigkeit zwischen den Gesellschaftern

Erschreckender war die Wucht in den sozialen Medien. Der Hass auf Michael Köllner, Günther Gorenzel, die Vereinsführung. Dabei stand in der Pressemitteilung doch klar drinnen: “…hat die sportliche Leitung in Abstimmung mit beiden Gesellschaftern entschieden…”.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Sportliche Leitung, die Vereinsseite und die Seite rund um Hasan Ismaik sind sich einig. Das kommt beim TSV 1860 traditionell eher selten vor. Dementsprechend kann man davon ausgehen, dass etwas Gravierendes vorgefallen sein muss. Dass es nicht darum geht, einen vermeintlichen Sündenbock für die derzeitige Situation zu suchen.

AZ: Notwendig und überfällig

Entsprechende Andeutungen macht übrigens auch der Sportchef der Abendzeitung in seinem Kommentar. Überschrift: Ein Schritt der notwendig, wenn nicht sogar überfällig war

Den Löwen-Verantwortlichen war und ist – natürlich – bewusst, in welch emotionales Wespennest sie mit der Degradierung des Kult-Stürmers, des Fußball-Gottes stechen würden. Sie haben sich dennoch dafür entschieden. Sportliche Leitung und beide Gesellschafter waren und sind sich einig.

Das lässt nur einen Schluss zu: Es wird verdammt gute Gründe geben, deutlich mehr als ein Wurstsemmel-Video um Mitternacht. Bei allen verständlichen Emotionen täten die Löwenfans gut daran, sich das bewusst zu machen.

Beer und Mölders: zwei (eigentlich) verschiedene Vorgänge

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Oliver Beer, Co-Trainer beim TSV 1860 München

Normalerweise startet sechzger.de den Tag mit Sechzig um Sieben und einem Überblick der Meldungen des vergangenen Tages. Besondere Situationen erfordern allerdings besondere Maßnahmen: so gab es bereits gestern am späten Abend eine Sonderausgabe der Giesinger Gedanken. Es folgt ein Versuch der Aufklärung bezüglich Co-Trainer Beer, der gestern neben Mölders ebenso die Mannschaft verlassen musste.

Die Suspendierung von Sascha Mölders kam für einige überraschend, andere wiederum konnten die Entscheidung direkt nach Verkündung durchaus nachvollziehen. Verwirrend war allerdings die vermeintliche Degradierung von Co-Trainer Oliver Beer, die fast schon in einem Nebensatz abgehandelt wurde.

Beer und Mölders sind seperat zu betrachten

Dabei ist der Zeitpunkt der Bekanntgabe gelinde gesagt unglücklich gewählt. Denn ganz offenkundig haben die beiden Vorgänge nicht zwingend etwas miteinander zu tun. Während Mölders offenbar mit der Entscheidung des Trainers nicht einverstanden ist und die Zeichen schon kurz nach der Entscheidung auf Trennung stehen, bleibt Oliver Beer den Löwen weiterhin treu. In seiner neuen Funktion wird er zwangsläufig auch weiterhin mit Michael Köllner zu tun haben. Kleinere Differenzen sind also durchaus denkbar, aber ein großer Streit scheint zwischen den beiden nicht vorgefallen zu sein.

Während Mölders ohnehin bereits kurz vor dem Karriereende seiner aktiven Laufbahn steht, hat Beer in Sachen Trainer noch große Pläne. Aktuell besitzt er die Trainer-A-Lizenz, plant nun aber die Weiterbildung zum Fußballlehrer. Diese Lizenz würde er als Co-Trainer gar nicht brauchen. Beer will also den nächsten Schritt auf der Karriereleiter nehmen und selbst Cheftrainer werden.

All das lässt den Schluss zu, dass die “Trennung” von Beer deutlich harmonischer lief als die mit Sascha Mölders. Die nächsten Tage werden vermutlich weiter Licht ins Dunkel bringen.

Giesinger Gedanken: Servus, Sascha!

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Heute Nachmittag kurz vor 17h platzte eine Bombe: Sascha Mölders machte auf seinem Instagram-Account bekannt, dass er nicht mehr beim TSV 1860 München trainieren soll. Das ist dann wohl der endgültige Abschied vom Kapitän. Sechzger.de sagt: Servus, Sascha!

Das Ende

Sascha Mölders kam dem Verein mit seiner Veröffentlichung der Trennung einige Minuten zuvor:

Auf der offiziellen Website des TSV 1860 wurde kurz drauf eine knapp gehaltene Mitteilung veröffentlicht, dass er “bis auf Weiteres” nicht im Kader stehen wird. Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass das das Ende der Ära Mölders in Giesing bedeutet.

Die Gründe

Wir können hier über die Gründe nur spekulieren. Aber klar ist, dass es nach der exzellent verlaufenen letzten Saison in dieser Saison bei Sascha nicht mehr so gut läuft. Hier die nackten Zahlen: Letzte Saison erzielte er in 37 Ligaspielen 22 Tore, war Torschützenkönig der dritten Liga und legte acht Treffer auf. Macht 30 Scorerpunkte in 37 Spielen, also 0,81 pro Spiel. Diese Saison schaffte er in 18 Einsätzen fünf Treffer und vier Assists. Das ergibt eine Quote von 0,5 Scorerpunkten pro Spiel.

Nun ist der (ehemalige) Käptn wahrlich nicht der Einzige, der nicht auf dem Niveau der Vorsaison kickt. Das gilt für einen Großteil im Kader. Warum also trifft es Mölders? Ich denke, die sportliche Leitung hat von ihm erwartet, auch in schlechten Zeiten eine Führungsrolle zu übernehmen. Leider muss man sagen, dass Sascha das nicht gelungen ist. Er fiel in dieser Saison nicht als der Leader auf, sondern er haderte häufig mit dem Schiedsrichter, wälzte sich ausnehmend oft am Boden, reklamierte ständig und wirkte irgendwie unzufrieden. Womit genau, lässt sich von Außen schwer sagen. Aber er war in dieser Saison nicht der Spieler, an dem sich die Jungen aufrichten konnten und der die Mannschaft als Kapitän durch schlechte Zeiten führt. Vielleicht kreiden ihm Michi Köllner und Günter Gorenzel das an.

Die Posts von Ehefrau Ivonne

Außerdem gab es unglückliche Posts von Ehefrau Ivonne. Zum Beispiel veröffentlichte sie nach dem Zittersieg in Havelse folgenden Instragram-Post:

Man fragt sich schon, wer da gemeint ist und warum so etwas öffentlich stattfinden muss. Dass das nicht förderlich für das Mannschaftsklima ist, sollte jedem klar sein. Außerdem hört man, dass Saschas Traingsfleiß nicht mehr der allergrößte gewesen sein sollte und dass er wohl nicht bereit war, auch mal eine Jokerrolle zu übernehmen. Das sind unbestätigte Gerüchte, aber meist steckt ja doch ein Funken Wahrheit drin. Dazu die Tätigkeiten für DAZN und den kicker, die angeblich an der Grünwalder Straße 114 nicht jeder gut fand.

Ich möchte Dir trotzdem danken, Sascha!

Schade, dass es so zu Ende geht. Ich denke, vielleicht wäre es für alle Beteilgten besser gewesen, in der Winterpause in Ruhe eine Lösung zu finden. Naja, nun ist es halt so wie es ist. Wahrscheinlich wirst Du auch zugeben, dass Du über den Zenit bist. Aber das ist mit 36 Jahren ja auch kein Wunder. Ich werde Dein 3:2 in Völklingen nie vergessen. Das war einer der geilsten Torjubel in über 40 Jahren 1860 für mich. Wie Du den Ball reingehauen hast und dann in vollem Spurt auf den Auswärtsblock zugerannt bist, werde ich NIE, NIE, NIE vergessen. Ich dachte, Du rennst durch den Zaun und nimmst den gesamten Löwenblock in die Arme. Komm, schau es Dir nochmal an:

https://www.facebook.com/watch/?v=169272347662914

Und wie Du den Elfer im Rückspiel eiskalt reingehauen hast, war auch super geil (hab leider kein Video von 1860 gefunden, aber die Perspektive ist ganz geil ;-)):

Am Abend bist Du mir am Trainingsgelände mit einem 2-Liter Weißbierstiefel entgegen kommen und hast geschrien: “Heute wird gefeiert, Männer!!!” Und das haben wir. Bis es in ganz Giesing kein Bier mehr gab!

Ich bin wirklich traurig, dass ich letzte Saison nicht im Stadion dabei sein konnte, um Deine tollen Tore live bewundern zu können. Da hast Du nochmal einen aufgezockt, dass es eine Freude war. Unvergessen Dein Seitfallzieher-Tor gegen Uerdingen in Lotte, die schöne Selbstironie mit der Wampe von Giesing und Du mit der Halben Augustiner vor dem Stadion in Ingolstadt. Memories…

Servus, Sascha!

Schade, dass es so geendet ist. Ich hätte Dir und 1860 einen würdevolleren Abschied voneinander gegönnt. Mach’s gut und Danke für das schönste Eis, dass ich je mit meinem Sohn gegessen habe. Am 27.05.2018 an der Tanke an der Martin Luther Straße!

 

 

 

 

Nach Mölders-Aus: Auch Oliver Beer verlässt Profi-Mannschaft

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Oliver Beer, Co-Trainer beim TSV 1860 München

Paukenschlag an der Grünwalder Straße: Sascha Mölders wird nicht mehr für die Löwen auflaufen. Auch Co-Trainer Oliver Beer wird künftig nicht mehr dem Trainer-Team rund um Michael Köllner angehören. Das gaben die Löwen am späten Montag-Nachmittag bekannt.

Oliver Beer wechselt in das NLZ

Im Gegensatz zu Mölders bleibt Oliver Beer dem TSV 1860 allerdings in anderer Funktion erhalten. Er wechselt in das Nachwuchsleistungszentrum und kümmert sich zukünftig um die Heranführung der Spieler von U17, U19 und U21 an den Profi-Kader. Außerdem wird der 42-Jährige seine Ausbildung zum Fußballlehrer absolvieren. Aktuell hat er die Trainer-A-Lizenz inne.

Oliver Beer war seit 2017 im Trainerteam des TSV 1860. Zunächst war er der Co-Trainer von Daniel Bierofka. Nach dessen Rücktritt sprang er für ein Spiel als Interimstrainer ein (1:0-Auswärtserfolg beim Halleschen FC), bevor er von Michael Köllner in sein Trainerteam berufen wurde. Als Spieler war Beer unter anderem für den 1.FC Schweinfurt 05 sowie Preußen Münster im Einsatz. Einen Teil seiner fußballersischen Ausbildung absolvierte er beim TSV 1860 München. Drei Mal lief er im Trikot der deutschen U21-Nationalmannschaft auf.

Bekannt wurde er vor allem durch die kurzen Interviews mit Magenta Sport in den Halbzeitpausen, in denen er die ersten 45 Minuten kurz und knapp analysierte. Auch beim Pausenstand von 0:5 gegen Magdeburg war Beer noch im Fernsehen zu sehen.

TSV 1860 stellt Sascha Mölders mit sofortiger Wirkung frei!

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Sascha Mölders (TSV 1860)
Sascha Mölders, Stürmer des TSV 1860

Ui, das kommt überraschend! Der TSV 1860 stellt Sascha Mölders mit sofortiger Wirkung frei.

Grundlage für die Entscheidung sei eine “fortlaufende Analyse der Entwicklung der vergangenen Wochen”, teilten die Löwen mit. Nach der Niederlage gegen Waldhof Mannheim mit einer schwachen Leistung im ersten Durchgang war der TSV 1860 gegen Spitzenreiter Magdeburg in allen Belangen unterlegen und ging mit 2:5 unter. Viele Fans forderten daraufhin in den sozialen Medien Konsequenzen nach dem beschämenden Auftritt. Interne Konflikte kommen für die Leistungen zuletzt offenbar in Frage. Neben Mölders verlässt auch Co-Trainer Oliver Beer das Team.

Sascha Mölders freigestellt

Sascha Mölders überbrachte die Nachricht als erstes per Instagram.

Liebe Löwensfans,

heute war ich am Trainingsgelände und mir wurde mitgeteilt dass ich nicht mehr zum Training erscheinen soll bzw. Individuell trainieren soll, weil der Trainer es so wünscht.
Als Kapitän wünsche ich der Mannschaft nur das Beste.

Ich bin schockiert

Blau weiße Grüsse
💙🤍
Euer Sascha

TSV 1860 – 1.FC Magdeburg in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse nach dem Debakel im Spiel TSV 1860 gegen den 1.FC Magdeburg. Diese Taktiktafelanalyse wird sich von dem, was Ihr normalerweise von mir zu lesen bekommt, stark unterscheiden. Normalerweise analysiere ich an dieser Stelle ein Fußballspiel. Was ich aber nicht analysieren kann ist eine Hinrichtung wie die am Samstag. Ich könnte jetzt schreiben, dass der TSV 1860 im 4-1-4-1 aufgelaufen ist und der 1.FC Magdeburg diesem wie erwartet ein 4-3-2-1 entgegen gestellt hat. Tatsache ist aber, dass der einzige Spieler, der beim TSV 1860 mit allen Sinnen auf dem Platz war, der bedauernswerte Marco Hiller war. Alle anderen waren höchstens körperlich anwesend.

Ich weiß auch nicht genau, was ich über das Spiel TSV 1860 – 1. FC Magdeburg schreiben könnte, außer, dass es mich nachhaltig ratlos zurücklässt. Vor allem nach den öffentlichen Einschätzungen der sportlichen Leitung in Persona Günther Gorenzel und Michael Köllner in den Interviews nach dem Spiel, die mich tatsächlich noch ratloser gemacht haben, als das Spiel selbst.

Der Vollständigkeit halber hier die statistischen Werte der Partie

Die statistischen Werte TSV 1860 – 1.FC Magdeburg

  • Ballbesitz TSV 1860 27% – 1.FC Magdeburg 73%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 76% – 1.FC Magdeburg 91%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 58% – 1.FC Magdeburg 58%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 11/6 – 1.FC Magdeburg 16/10
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 21,03 – 1.FC Magdeburg 7,83

Was sagen uns diese Werte

Die Zahlen sind eindeutig und sagen genau das aus, was jeder gesehen hat. Der TSV 1860 München hatte keine Chance.

Von Beginn an war der TSV 1860 dem 1.FC Magdeburg komplett unterlegen. Nur ein kleiner Zahlenvergleich zur ersten Viertelstunde reicht um das zu belegen. Von Minute eins bis Minute fünfzehn, spielte der FC Magdeburg 117 Pässe von denen kamen 100 an. Der TSV 1860 München spielte 27 Pässe, 22 kamen an. 27 Pässe in 15 Minuten. Pro Ballbesitzphase kommt Sechzig damit auf 1,7 Pässe. Der FC Magdeburg spielte 6,5 Pässe pro Ballbesitzphase. Wohlgemerkt in der ersten Viertelstunde. Eigene Torchancen sind meines Erachtens hier komplett irrelevant. Mann muss sagen, dass die Mannschaft das Spiel schon vor Anpfiff verloren hatte. Die Art und Weise wie sie sich präsentiert hat lässt keinen anderen Schluss zu.

Das war nun ein Beispiel zu den Zahlen die die Statistiken hier liefern. Ich könnte jetzt noch auf andere Werte eingehen, aber dafür sehe ich keinen Anlass. Die Mannschaft war am Samstag Nachmittag tot. Ob und wann es eine wundersame Wiederauferstehung geben wird, werden wir sehen. In dem Fall hätte ich jetzt lieber Ostern als Weihnachten vor der Tür stehen, denn da sind Auferstehungen, zumindest wenn man der Kirche glauben schenkt, häufiger.

Das Spiel

Was will man da noch sagen? Es war eine Hinrichtung. Basta. Selbst die mit 2:0 an den TSV 1860 München gegangene zweite Halbzeit war zahlenmäßig nicht wirklich besser als die Erste.

Bei diesem Spiel braucht man auch keine Spielweise, Fehler vor Toren oder sonst irgendwas analysieren. Man kann sich durchaus mal eine Packung einfangen, aber sich einfach ohne Gegenwehr abschlachten zu lassen, ist eine Frechheit.

Als Fan des Vereins komm ich mir dezent verarscht vor, wenn die Mannschaft so unwillig auftritt. Wer keinen Bock hat, sich für unseren TSV den Arsch bis zum Genick aufzureißen, sollte bitte soviel Charakter haben seinen Vertrag aufzulösen und zu gehen.

Die Tore

Die Analyse der Tore entfällt in dieser Ausgabe der Taktiktafel, wer die nochmal sehen will kann das hier in der Zusammenfassung bei Magenta ansehen.

Die Interviews

Zitat Michael Köllner: “Ich hab auch beim 3:0 noch gedacht, es war ein offenes Spiel.” So? Haben sie das Herr Köllner? Da hatten sie die Meinung wohl sehr exklusiv. Ganz ehrlich: ich halte Sie, fachlich und vom Sympathiefaktor her, für den besten Trainer, den ich beim TSV 1860 München in den über drei Jahrzehnten, die ich mittlerweile zu diesem Verein gehe, erleben durfte. Ich verstehe auch, dass Sie die Mannschaft schützen wollen. Meiner Meinung nach darf man das auch, wenn die Mannschaft im Gegenzug auch auch den Trainer schützen will. So sieht das, was auf dem Platz geschieht aber nicht aus.

Eine Niederlage ist nie ein Beinbruch. Aber sich nach dieser Arbeitsverweigerung noch schützend vor die Mannschaft zu stellen, ist meiner Meinung nach nicht zielführend.

Eine Mannschaft, die so viel Vermeidbares zulässt, sollte man in den Interviews durchaus so darstellen, wie sie im Spiel aufgetreten ist.

Molls Wade im Pech? Natürlich sieht das unglücklich aus, es ist aber gut, dass Moll seinen Gegenspieler im Auge behält. Wo allerdings war denn der Gegenspieler des Torschützen? Der lässt den Torschützen Krempicki unbehelligt allein in die Box laufen. Das muss man nach so einem Auftritt auch mal öffentlich ansprechen, und auch klar sagen, wer hier der Schuldige ist.

Günther Gorenzel sagt dazu: “… dann sind wir zu spät auf den zweiten Ball weil wir die Räume nicht mehr schließen können.” Das ist leider Falsch. Wenn Krempickis Gegenspieler an ihm dran geblieben wäre hätte der zumindest nicht ungehindert schießen können, Vollkommen egal ob der Ball von Molls Wade zu ihm springt oder nicht, egal ob zweiter Ball hin oder her.

Zitat Michel Köllner: “Wichtig war, dass wir in der zweiten Halbzeit hier nicht untergehen.” Warum ist man denn nicht untergegangen? Einerseits weil man ja in der ersten Halbzeit schon versenkt wurde und eh schon untergegangen war. Andererseits weil Magdeburg mehr oder weniger auf Sparflamme gespielt hat. Selbst auf Sparflamme spielende Magdeburger machten nie den Eindruck, als könnte der TSV 1860 München irgendwas an der sicheren Niederlage ändern.

Zitat Günther Gorenzel: “…ich hab dann schon gesehen, dass die Mannschaft dann, zweite Halbzeit, dann will, dass der Charakter in der Mannschaft stimmt, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Mannschaft stimmt, und die Mannschaft dann sich auch dagegen stemmt.” Haben sie das wirklich gesehen Herr Gorenzel? Ballbesitz für den TSV 1860 München in der 2. Halbzeit 28%, 22 gewonnene Defensivzweikämpfe in der gesamten zweiten Halbzeit. O.K. das sind fünf mehr als in der ersten, aber eine Steigerung bzw. ein Dagegenstemmen sieht zumindest für mein dafürhalten anders aus.

Die Pressekonferenz

In der Pressekonferenz wurde der Trainer durchaus deutlicher als noch im Interview am Spielfeldrand. Es fielen Worte wie: “katastrophale erste Halbzeit”, und Sätze wie: “Scheiße, die man in der ersten Halbzeit abgeliefert hätte.” Es war weiterhin davon die Rede, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht drittligatauglich war und man sich mit Taten und nicht mit Worten bei der Fans entschuldigen muss.

Ich bin gespannt wie diese Entschuldigung am kommenden Samstag in der Rote Erde Kampfbahn gegen spielstarke Dortmunder aussehen wird. Hat die Elf, die dann ins Rennen geschickt wird, Charakter, oder nicht. Sie dürfen auch dieses Spiel verlieren. Wenn man Kampf, Einsatz und Wille sieht, sich gegen eine Niederlage zu stemmen, ist das nie ein Problem. Das kann passieren und das wird den Spielern auch jeder Fan verzeihen. Den Löwen auf der Brust tragen und dann solche Leistungen wie vergangene Woche abzuliefern, können sich die Herren Spieler sparen. Meldet Euch krank wenn ihr keinen Bock habt oder löst Euren Vertrag auf.

Fazit

Mein Fazit zur Katastrophe TSV 1860 – 1.FC Magdeburg lautet: schlimmer kann es wohl nicht mehr werden. Oder doch?

Ich hoffe jedenfalls nicht, dass wir auch nur eine weitere unterirdische Halbzeit ertragen müssen.

Was die wahren Gründe für die Nichtleistung im Spiel TSV 1860 – 1.FC Magdeburg sind, weiß von uns leider niemand.

Wenn es tatsächlich “nur” sportliche und mentale Gründe sind, wird das wieder in Griff zu bekommen sein. Sind es andere Gründe, dann muss man sich von den für die Gründe verantwortlichen Personen in der Winterpause trennen.

Wenn es Spieler sein sollten, die lieber ihr eigenes Ego pflegen als sich in den Dienst der Mannschaft und des Vereins zu stellen, dann gehören sie ohne wenn und aber aussortiert. Solche charakterlich ungeeignten Spieler, die aufgrund welcher Verdienste auch immer meinen, sie wären unantastbar und größer als der Verein, sollten den Verein verlassen. Meinentwegen verleiht man sie in die fünfte Liga oder lässt sie in Rückrunde zugunsten aufstrebender Talente, die sich wenigstens zu 100% “neihaun” nur noch in der 2. Mannschaft mittrainieren und spielen.

Sollte das Problem ein anderes sein, wird sich der Geschäftsführer der KGaA, Marc-Nicolai Pfeiffer, Gedanken machen müssen, wie dies zu lösen ist.

Eine Trainerentlassung scheint Gott sei Dank nicht zu den Möglichkeiten im Pool der angedachten Lösungen zu gehören.

Ich weiß, in den sozialen Medien und den Kommentarspalten fordern viele den Kopf des Trainers. Ich tue das ausdrücklich nicht. Mir wären allerdings, besonders nach den jüngsten Ergebnissen, in der Öffentlichkeit schärfere Worte des Trainers lieber. Ich hoffe jedoch, dass diese Worte dann intern umso deutlicher ausfallen. Es sind schließlich alles erwachsene Männer die da auf dem Rasen stehen. Denen brauch ich nach diesen Vorstellungen, die es so nicht hätte geben dürfen, nicht noch Zucker in den Arsch blasen.

Datenquelle: Wyscout

Kommentar: “Papa, warum spielen die Weißen denn nicht mit?”

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TSV 1860

So, zwei Nächte drüber geschlafen. Aber immer noch ist dieses 2:5 nicht aus meinem Kopf. Ich wünschte, es wäre anders und es wäre mir egal. Den Blick nach vorne richten auf das Spiel in Dortmund, auf das ich mich schon die ganze Saison freue. Es mag einfach noch nicht gelingen. Und das, obwohl ich das Desaster vom Samstag nur 20 Minuten lang ertragen musste.

Weisheiten eines Vierjährigen

Nach dem 0:3 war Schluss. Zumindest für mich. Nicht, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, sondern weil mein vierjähriger Sohn neben mir auf der Couch saß, dem ich meine zunehmend schlechte Stimmung nun wirklich nicht zumuten wollte. Vor dem Spiel hatte ich ihm noch erklärt, dass die Löwen heute in weißen Trikots spielen würden. “Und der Gelbe ist der Marco, schaut besser aus als orange” war seine Antwort. Ich hätte ihn auffressen können.

Nach ein paar Minuten stand es bekanntlich 0:1. Der lapidare Kommentar meines Sohnes:

“Vielleicht hätten die Löwen doch besser in ihren eigenen Trikots spielen sollen.”

Irgendwie hat es mich tatsächlich ein wenig mit Genugtuung erfüllt, dass die kindliche Naivität die Sinnlosigkeit des Weihnachtstrikots gnadenlos entlarvt hat.

“Papa, warum spielen die Weißen denn nicht mit?”

Es folgten die Gegentore 2 und 3, ich wurde ob der Hilflosigkeit auf dem Platz (und auf der Couch) zunehmend grantig. Ach was, ich hab innerlich gekocht! Was für eine Scheiße! Nach der Demütigung in der ersten Halbzeit am Dienstag gegen Mannheim dachte ich, der Tiefpunkt sei erreicht. Weit gefehlt. Und wieder brachte es ein Vierjähriger auf den Punkt.

“Papa, warum spielen die Weißen denn nicht mit?”

Gute Frage, keine Antwort. Aber genau der richtige Zeitpunkt, um dem Grauen ein Ende zu bereiten. Fernseher aus – der Vorteil von Geisterspielen. Ritter spielen. Tempo kleine Schnecke. Eine Wohltat. Nicht immer, aber zumindest am Samstag Nachmittag.

Und am Samstag fahr ich trotzdem nach Dortmund