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Saisonabbruch für die Amateure des TSV 1860 München

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Alle im BFV organisierten Vereine waren seit Anfang Mai zu einer Abstimmung aufgerufen worden. Nun ist die Entscheidung gefallen und hat einen Saisonabbruch zufolge, davon sind auch die Amateure des TSV 1860 München betroffen – mit teils bitteren Folgen.

Die Abstimmung des BFV

Vergleichsweise lange hatte sich der Verband zurück gehalten und auf sinkende Zahlen gehofft. Schlussendlich musste aber auch im Bundeslang Bayern eine Entscheidung getroffen werden, wie mit der laufenden Saison umgegangen wird. Der BFV stellte den Vereinen dabei zwei Szenarien zur Wahl. Die erste Option beinhaltete die Quotientenregel, die Auf- und Absteiger festlegt. Außerdem wären die Relegationen gestrichen worden. Möglichkeit zwei wäre gewesen, dass es nur Auf-, aber keine Absteiger gibt.

Heute gab der Verband die Entscheidung bekannt. Insgesamt 71% der Stimmen entfielen bei einer Wahlbeteiligung von 80% auf Option 1. Da sich damit viele Fragen stellen, hat der Verband die wichtigsten Antworten zusammengefasst.

Saisonabbruch: Amateure des TSV 1860 München steigen ab

Auch für die Amateure des TSV 1860 München hat der Saisonabbruch natürlich Auswirkungen.
Die 2.Mannschaft der Löwen verbleibt in der Bayernliga Süd. Aktuell liegen die Sechzig Amateure auf einem soliden 7.Platz und sind somit im oberen Mittelfeld zu finden. Auch die 4.Mannschaft feiert den Klassenerhalt. Hier war es allerdings deutlich knapper. Mit neun Punkten aus 14 Spielen belegen sie Rang 11 und sind somit gerade noch vor der Abstiegszone zu finden.

Für die Amateure der 3.Mannschaft beim TSV 1860 München ergibt sich aus der heutigen Entscheidung für einen Saisonabbruch jedoch leider der Abstieg aus der Kreisliga in die Kreisklasse. Daran ändern auch die mehr absolvierten Spiele der Mannschaften vor den Löwen nichts. Mit einem Quotienten von 0,59 belegen die Löwen auch in dieser Hinsicht den letzten Tabellenplatz.

Nicht von der Regelung betroffen ist übrigens der TSV Weiß-Blau Sechzgerstadion, dessen Sportlicher Leiter uns im März die Situation bei der Mannschaft schilderte.

TSV 1860: Westkurve im Grünwalder Stadion bereits ausverkauft!

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Löwenfans, Ihr seid der Wahnsinn! Obwohl die Saison 2020/21 noch läuft und bisher nicht klar ist, in welcher Liga der TSV 1860 in der kommenden Spielzeit antreten wird, ist die Westkurve im Grünwalder Stadion bereits ausverkauft!

Westkurve im Grünwalder Stadion ausverkauft

Derzeit läuft der Dauerkarten-Verkauf für die Saison 2021/2022 in vollen Zügen. Noch bis zum 21.05.2021 haben die Mitglieder des TSV 1860 München die Möglichkeit, sich einen der raren und umso begehrteren Plätze im Sechzgerstadion zu sichern. Sämtliche Karten in den Stehplatzbereichen der Westkurve (Blöcke F1, F2, G, H & J) sind aktuell jedoch komplett vergriffen.

Restkontingent in der Stehhalle

Nur für den Fall, dass einzelne bereits bestellte Dauerkarten nicht rechtzeitig bezahlt werden, könnten Rest-Tickets im Bereich der Westkurve auch weiterhin freigeschaltet werden. Ein freies Restkontingent gibt es derzeit noch in der “Stehhalle”, also auf der Gegengerade des Giesinger Fußballtempels. Aber auch dort sollte man schnell sein. Denn die Plätze gehen schneller weg als die Leberkassemmeln im Hause Mölders nach einem Heimsieg.

Löwenkopf & Löwenherz

Die derzeitige Verkaufsphase läuft noch bis 21.05.2021, 18.60 Uhr. Jedes Mitglied kann maximal zwei Dauerkarten erwerben. Angeboten werden die bekannten Varianten Löwenherz und Löwenkopf.

Vorbild Sascha Mölders überredet Fußball-Amateur zum Weitermachen

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Zugegeben, die Story ist nicht ganz neu und geisterte bereits gestern durch die Medien. Dennoch ist die Geschichte zu gut, um sie Euch vorzuenthalten. Sie handelt von Norman Olck, einem 38-jährigen Fußball-Amateur, der eigentlich geplant hatte, seine Karriere im Sommer zu beenden. Soweit nicht Außergewöhnliches, doch dann erreichte den Löwen-Fan ein Brief von Sascha Mölders, in dem ihn sein Vorbild davon überzeugte, doch nochmal ein Jahr dranzuhängen…

Ex-Profi bei Waldhof Mannheim

In der Saison 2004/05 stand Norman Olck beim SV Waldhof Mannheim unter Vertrag, zuletzt schnürte er beim B-Ligisten DJK Plaidt im Kreis Mayen die Fußballstiefel. Auch dank Olck konnte sich der Verein berechtigte Aufstiegshoffnungen machen – bis Corona kam und die Karriere des Stürmers ein unverhofftes Ende nehmen sollte. Da der Ex-Profi glühender Anhänger des TSV 1860 ist, schmiedete die DJK Plaidt einen kühnen Plan und wandte sich an die Löwen. Über die Fanvertretung gelangte das Ansinnen von DJK-Coach Andreas Samson zu Sascha Mölders, der bei Sechzig eine ähnliche Rolle einnimmt wie Olck in Plaidt, nämlich die der treffsicheren Vaterfigur.

Vorbild Sascha Mölders schreitet zur Tat

Da unser Goalgetter die Situation, die Karriere eigentlich beenden zu wollen, dann aber doch nochmal anzugreifen, nur zu gut kennt, ließ er sich nicht zweimal bitten. In einem persönlichen Brief an Olck überredete Vorbild Sascha Mölders den Ex-Profi zum Weitermachen:

„Bei uns beiden ist es wie bei einem guten Wein – auch wenn ich persönlich ein gutes Weißbier bevorzuge – je älter man wird, desto besser wird man auch.“

Wer kann da schon “nein” sagen? Lange Rede, kurzer Sinn: Das Karriereende wurde vertagt und Norman Olck geht auch in der kommenden Spielzeit für die DJK Plaidt auf Torejagd.

„Das ist eine riesige Sache von der DJK Plaidt und Andreas, die mich natürlich ungemein gefreut hat. So bekloppt muss man erst mal sein. Und nach der Aktion war für mich schnell klar, dass ich jetzt doch noch weiter mache. Ein Jahr noch, dann ist aber wirklich Schluss.“

Auch das haben wir von Sascha Mölders schon mal gehört und doch hat er seinen Vertrag im Februar ein weiteres Mal verlängert

TAKTIKTAFEL: das 2:2 des TSV 1860 gegen die Seitenstraße II

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des letzten Heimspiels der Saison 2020/21.

Unser TSV 1860 München traf auf die Zweitvertretung des Nachbarn aus der Harlachinger Seitenstraße. Um sämtlichen Spekulationen vorzugreifen: Es war im Endeffekt eine – auch wenn ich gerne etwas anderes schreiben würde – gerechte Punkteteilung.

Die Mannschaft der sogenannten Amateure spielte aus einer 4-2-3-1 Grundformation. Im Angriffsdrittel wurde jedoch meist so verschoben, dass mit Sieb, Motika und Singh drei Spitzen in vorderster Front anzutreffen waren. Gegen den Ball setzten die Roten im eigenen Verteidigungsdrittel auf ein tiefes, flaches 4-4-1-1. die Pressinglinie war wie die Defensivlinie meist auf tiefstem Niveau angesetzt

Michael Köllner stellte die Löwen wie üblich im 4-1-4-1 auf. Tallig in der Rolle des Box-to-Box Spielers sollte Dressel gegen den Ball als zweiter Sechser unterstützen. Bei eigenem Ballbesitz schlossen entweder Lex oder Biankadi (manchmal auch beide gleichzeitig) zu Mölders in die vorderste Angriffsreihe auf. Damit agierten die Löwen offensiv entweder mit einer 4-4-2 Raute oder 4-3-3 offensiv. Der TSV 1860 München setzte gegen den Ball seine Pressinglinie relativ hoch und die Defensivlinie im mittleren Bereich an.

Die statistischen Zahlen zum Spiel

TSV 1860 Seitenstraße II
Ballbesitz 64% 36%
Passgenauigkeit 83% 79%
Defensive Zweikampfquote 59% 65%
Schüsse 8 11
davon aufs Tor 3 5
PPDA* 7,83 18,39
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Diese Zahlen sind, wenn man sie isoliert betrachtet, ein Indikator dafür, dass wir mit dem TSV 1860 München eine klar dominante Mannschaft gesehen haben und einen Gegner, der kaum Zugriff hatte. Das ist aber, wenn man die taktische Herangehensweise der Harlachinger ans Spiel sieht, leider ein Trugschluss.

Eigentlich gute PPDA-Werte des TSV 1860 gegen die Seitenstraße…

Beginnen wir mit der PPDA, die ja ein Indikator für die Pressingintensität darstellt. Der TSV 1860 München hat in den seltenen Fällen, wo er hätte pressen können, durchaus versucht, das zu tun und auch die Zweikämpfe um den Ball gesucht. Die PPDA verrät uns aber nicht, ob die gegen den Ball gesetzten Aktionen auch erfolgreich waren. Und sowohl die abgefangenen Pässe als auch die defensive Zweikampfbilanz besagen, dass die Spieler der Löwen diesbezüglich zwar bemüht waren, aber in den relevanten Zonen leider kaum Zugriff auf die Gegenspieler bekamen. Gegen den Ball liefen die in anderen Spielen defensiv oft optimal agierenden Löwen dem Geschehen in vielen Situationen hinterher.

So konnte die Mannschaft von der Säbener Straße durch das überfallartige vertikale Spiel, das sie auf den Platz brachten, mit Überzahl bei eigenem Ballbesitz in den Angriffszonen agieren. Besonders die Mittelfeldspieler der Löwen fanden kaum zur gewohnten Aggressivität. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen, in denen der TSV 1860 besonders in der Rückwärtsbewegung schneller war als die jeweiligen Gegner und deshalb vor der eigenen Box klare numerische Vorteile hatte, liefen die Mittelfeldspieler ihren Gegenspielern aus der Seitenstraße meist hinterher. Ob sich da nun bereits eine gewisse Müdigkeit zum Saisonende hin bemerkbar macht oder ob dies an anderen Faktoren liegt, kann ich leider nicht beurteilen. Am kommenden Samstag muss das klar besser werden.

Ein Blick auf die abgegebenen Schüsse

Dass die Schuss-Statistik isoliert betrachtet eher Vorteile im Spiel für die Gäste sieht, ist ein Resultat der taktischen Herangehensweise der gegnerischen Mannschaft an die Partie. Wie schon in anderen Spielen, in denen sich die Gegner bei Ballbesitz des TSV 1860 München vor dem eigenen Strafraum einigelten, schafften es die Löwen nicht oft genug in aussichtsreiche Positionen zu kommen, um erfolgreich aufs Tor der Gäste zu schießen. Aus 29 zu Ende gespielten Positionsangriffen konnte der TSV 1860 München lediglich zwei Torschüsse absetzen. Dazu kommen zwei Strafstöße, zwei Schüsse nach Standardsituationen und zwei Schüsse nach Ballgewinn im Angriffsdrittel. Insgesamt also acht Schüsse für die Sechzger.

Bei 37 in die gegnerische Box gespielten Bällen und achtzehn daraus folgenden Ballkontakten in der Box ist das schlicht und ergreifend eine zu geringe Ausbeute. Die Fähigkeit, Ballbesitz- und Feldüberlegenheit in Torchancen umzumünzen, war auf Seiten des TSV 1860 München gegen die tief verteidigenden Harlachinger nicht vorhanden. Vor allem deshalb, weil der Gegner der Löwen es sehr gut verstanden hat, das Spielgerät aus dem Strafraumzentrum herauszuhalten.

Chancen aus dem Spiel sind eher Mangelware…

Nur drei Ballkontakte gab es im Strafraum für die Sechzger zentral vor dem gegnerischen Tor. Die größten Chancen hatten dadurch Lex und Biankadi. Lex vergab leider in der 84. Minute gegen den herausstürzenden Hoffman. Aber schon viel früher, nämlich in der Anfangsphase (2′) wurde Biankadis Schuss mit dem Innenrist, der die beste Chance für den TSV 1860 München aus dem Spiel heraus darstellte, durch einen Verteidiger mit dem Resultat eines Eckstoßes geblockt. Spitz oder zumindest mit dem Vollspann hätte die Kugel möglicherweise in diesem Moment zum 1:0 eingeschlagen, weil eine ganz andere Wucht hinter dem Ball gesteckt hätte. Das war meines Erachtens einer der ganz wichtigen Momente in diesem Spiel. Zu diesem Zeitpunkt kann man das freilich noch nicht wissen. Retrospektiv aufgrund der wenigen Bälle, die die Sechzger im Zentrum der gegnerischen Box bekamen, aber leider klar ein spielentscheidendes Ding.

…aber auch so hätte es für drei Punkte reichen können

Nichtsdestotrotz hat die Offensive der Löwen immerhin zwei klare Strafstöße zugesprochen bekommen. Wenn der Schiedsrichter das Foul gegen Belkahia in der Schlußphase im Strafraum auch noch gesehen hätte, wäre auch ein dritter Elfmeterpfiff möglich und ebenso klar berechtigt gewesen.

Gegen diesen Gegner hätte es aber bei konsequenterer, aufmerksamerer Arbeit gegen den Ball im Mittelfeld auch mit zwei eigenen Toren reichen müssen. Speziell die Situation zum 1:0 für die Mannschaft aus der Seitenstraße war für mein Verständnis schlecht vom TSV 1860 verteidigt worden. Dazu aber etwas weiter unten mehr.

Die restlichen Zahlen der Statistik bilden genau das ab, was man auf dem Platz gesehen hat. Selbst wenn man das Spiel nicht gesehen hat, kann man diese Zahlen dort einordnen, wo sie hingehören. Die hohe Passgenauigkeit ist kein Resultat vieler Rückpässe, wobei man natürlich auch sagen muss, dass aufgrund der tiefen Staffelung der gegnerischen Mannschaft speziell die Defensivspieler der Sechzger im Spielaufbau viele Querpässe in den eigenen Reihen spielen mussten, bis eine geeignete offensive Anspielstation gefunden werden konnte.

Die Tore beim Spiel TSV 1860 – Seitenstraße II

Das 0:1

Die Situation, in der das 1:0 für den Gast entsteht, ist eine Verkettung von schlechtem Defensivverhalten mehrerer Akteure der Löwen. Aber der Reihe nach.
Zunächst schlägt Steinhart einen langen Ball aus der linken Halbposition nahe der Mittellinie in der eigenen Spielfeldhälfte in Richtung Strafraum. Beim Versuch, diesen Ball zu erreichen, kommen Lex und dessen Gegenspieler Che ins Straucheln und stürzen beide (Foul oder nicht und wenn ja von wem an wem ist selbst bei öfterer Betrachtung für mich nicht zu klären). So kommt Feldhahn an der eigenen Strafraumgrenze an den Ball, der sofort zu Weidner auf die rechte Seite spielt. Weidner leitet leicht diagonal nach vorne zu Welzmüller weiter, der sofort quer zu Stiller spielt. Dieser wiederum legt dann auf den in diesem Moment schon wieder auf den Beinen befindlichen Che ab.

Che tritt an und lässt Biankadi, der ihn zunächst noch verfolgt, hinter sich. Um nicht Opfer des herbei kommenden Neudecker zu werden, gibt Che den Ball nach vorn auf Motika, der sofort zu Lungwitz weiterleitet. Lungwitz kommt einige Meter in der Spielfeldhälfte der Löwen an der linken Seitenauslinie in Ballbesitz. Bis zu diesem Zeitpunkt war kein Löwenspieler in der Lage klar gegen den Ball zu arbeiten, weil jeder der Situation nur hinterherlief. Lungwitz spielt die Kugel sofort wieder zu Motika, der etwa fünf Meter weiter rechts massig Raum vor sich zur Verfügung hat. Alle möglichen Gegenspieler stehen hier viel zu weit weg.

Im Rücken von Neudecker, der sich langsam auf Motika zubewegt, läuft Scott ein und bekommt in dem Moment den Ball, als er sich wieder Richtung Box der Löwen bewegt. Weder Biankadi noch Neudecker können den Pass verhindern. So laufen beide nun Scott hinterher, der mit dem Ball am Fuß Richtung Strafraum marschiert und genau dann auf Sieb passt, als der in der Schnittstelle zwischen Belkahia und Willsch durchläuft. Sein Schuss aus halblinker Position knapp vor dem Fünfmeterraum schlägt im langen Eck des Löwentores ein.

Wie hätte man diesen Angriff verteidigen müssen?

Es beginnt im Prinzip damit, dass Lex sich nach der Szene, in der er zu Fall kommt, zu langsam wieder in das Spiel eingliedert und deshalb andere Spieler übernehmen müssen und somit an anderer Stelle fehlen. Dadurch verändert sich die defensive Ordnung im Mittelfeld gravierend. Zusätzlich bin ich mir tatsächlich nicht sicher, ob einer der Spieler unserer Mannschaft nicht dafür zuständig gewesen wäre, den Passweg von Lungwitz zu Motika zuzustellen.

Der Pass in die Schnittstelle mit anschließendem Torabschluss ist nicht der entscheidende Moment dieser Attacke gewesen. Entscheidend waren der Antritt von Che, der gar nicht in Ballbesitz käme, wenn Lex weniger phlegmatisch agiert, und der Antritt von Scott, nach Motikas Pass, der aber in der Konsequenz der vorhergehenden Ereignisse zu verteidigen gewesen wäre, wenn einer der Innenverteidiger aus der Kette nach vorne schiebt. Beide Aktionen brachten Tempo ins Spiel und so erwischten die Roten die beteiligten Spieler der Sechzger bei nur einem Angriff gleich zweimal auf dem falschen Fuß.

Der Ausgleich per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1

Bei einem Angriff über die rechte Seite der Löwen gibt es in der 40. Minute einen Handelfmeter für den TSV 1860 München, den Sascha Mölders in die linke untere Ecke des Tores schießt und somit zum 1:1 ausgleicht.

Der erneute Führungstreffer für die Gäste

Als Neudecker versucht einen langen Diagonalpass von Salger zu erreichen, springt ihm der Ball ein wenig weiter als gewünscht vom Fuß. Den folgenden Zweikampf an der linken Seitenauslinie aus Sicht der Roten gewinnt Motika und Lungwitz kommt an den Ball. Bis etwa zehn Meter zentral vor dem Strafraum des TSV 1860 München kann Lungwitz ungehindert in die Hälfte der Löwen eindringen.

Dann spielt er einen kurzen Pass nach rechts zu Sieb, der sich mit dem Leder diagonal auf die halbrechte Seite etwa vier Meter vor dem Strafraum der Löwen bewegt. Auch er wird nur begleitet und nicht angegriffen. Kurz bevor sein Gegenspieler Tallig ihn stellen kann, spielt Sieb das Leder zu Singh der etwa am rechten Strafraumeck in Ballbesitz kommt. Singh dringt in die Box ein, wo sich Steinhart in den Weg stellen möchte. Eine kurze Körpertäuschung bringt den linken Verteidiger der Löwen aber ein wenig aus dem Gleichgewicht. Singh macht noch einen Schritt nach links und zieht dann aufs lange Eck zum 1:2 ab. Auch dieses Gegentor wäre zu verhindern gewesen.

Die Fehler vor dem zweiten Gegentreffer

Zunächst hätte beim Ballverlust Willsch, der offensiver als Neudecker positioniert war, schneller reagieren müssen um sich in die Rückwärtsbewegung zu begeben. So kann Motika Dressel nach außen ziehen, indem er steil die Linie entlang läuft und Lungwitz bleibt im Zentrum ohne Gegenspieler. Als Tallig Lungwitz übernehmen will, spielt dieser zu Sieb, dem Tallig dann hinterherrennen muss. Den Abschluss kann man verhindern, indem man den Schützen auf den anderen Fuß zwingt. Man hätte weiter innen verteidigen müssen und so die Schussbahn zustellen. Nichtsdestotrotz darf ein linker Verteidiger niemals so unbedrängt im Zentrum einmarschieren wie Lungwitz es getan hat.

Der zweite Elfmeter für die Löwen

Nach einem Foul an Biankadi in der Hälfte der Löwen auf der linken Angriffsseite kommt der Ball nach dem Freistoß über Salger zu Tallig an die Außenlinie. Tallig geht mit dem Leder am Fuß diagonal Richtung gegnerische Box und spielt im richtigen Moment auf Lex, der die Schnittstelle korrekt durchläuft und als er in Ballbesitz kommt von Feldhahn elfmeterreif gefoult wird. Bevor Feldhahn Lex gefoult hat, lag kein Abseits seitens Lex vor. Steinhart schießt den fälligen Elfmeter für den TSV 1860 in die rechte untere Ecke des Tores und verlädt somit, wie schon zuvor Mölders, den Keeper aus der Seitenstraße.

Fazit zum Unentschieden des TSV 1860 München gegen die Seitenstraße

Trotz großer Überlegenheit führten diverse Kleinigkeiten im Defensivverhalten des TSV 1860 München nicht zum gewünschten Ergebnis, sondern zur alles in allem gerechten Punkteteilung mit der Zweitvertretung des Stadtrivalen.

Der xG Wert (expected Goals), der den TSV 1860 München um ein Tor vorne sieht, sagt zwar etwas anderes. Rechnen wir aber die beiden Elfmeter aus dieser Gleichung heraus müsste die Partie statistisch gesehen Unentschieden ausgehen.

Bei konsequenterem Verteidigen zwischen den Boxen und besserem Stellungsspiel im Mittelfeld schafft es der Gegner aber nie im Leben solche Chancen, wie er sie hatte, herauszuspielen.

Somit ist die Punkteteilung einerseits klar auf diese im Löwenspiel absolut ungewohnten Schwächen zurückzuführen. Andererseits aber auch dem Unvermögen geschuldet, mehr eigene Chancen im Zentrum der gegnerischen Box zu kreieren.

Nun stehen die Löwen im letzten Saisonspiel bei den Schanzern eigentlich mit dem Rücken zur Wand. Sascha Mölders war nach der Partie bereits siegesgewiss, was das kommende Spiel angeht. Und auch ich denke wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen. Der gesamte Druck liegt auf Ingolstadt.

Ich möchte mich außerdem noch recht herzlich bei Sascha Mölders für seine treffenden Worte gegenüber den Gegnern bedanken. Unsere Nummer Neun hat ausgesprochen, was alle Fans gedacht haben, als Welzmüller an ihm abprallte.

Auch der Münchner Boulevard hat das Wortgefecht zwischen Sascha Mölders und Welzmüller aufgegriffen. Lustigerweise bezeichnen sie es als “dirty talk”. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es zwischen diesen Beiden jemals zu einem solchen kommen wird. “Trash talk” und “dirty talk” sind zwei gänzlich verschiedene Sachen.

 

Datenquelle: wyscout

Sechzig um Sieben: Sascha Mölders ist Spieler der Saison

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Sechzig um Sieben: Becketts

Guten Morgen, liebe Löwenfans! Nach dem Derby am Sonntag liefen natürlich gestern auch die Whatsapp-Gruppen heiß und es wurde fleißig diskutiert, ob die Relegation noch drin ist oder nicht. In meinem Umfeld kristallisieren sich dabei ganz klar zwei Gruppen heraus. Die einen haben jetzt schon den Löwen-Blues, die anderen sind sich total sicher, dass in Ingolstadt gewonnen wird. Mir geht es so wie so oft im Leben. Ich stehe irgendwo dazwischen…

Die Pessimisten (und meine Mitstreiter bei sechzger.de werden bestätigen können, dass ich normalerweise zu denen gehöre) gehen davon aus, dass der Punkt im Derby zu wenig war und es Ingolstadt entgegen kommt, dass wir gewinnen müssen. Die Optimisten gehen davon aus, dass wir Ingolstadt auch ein drittes Mal in dieser Saison besiegen und beschäftigen sich mehr damit, wer uns wohl in der Relegation blüht. Da sind immerhin noch vier Teams in der Verlosung.

Ich persönlich glaube, dass es ein ganz enges Spiel wird und viel von der Anfangsphase abhängen wird. Ich sehe den schwarzen Peter auch eher bei Ingolstadt. Werden sie Beton anrühren und auf 0:0 spielen? Gegen diese Löwen würde ich mich nicht hinten reinstellen wollen. Allerdings würde ich auch nicht angreifen wollen, denn mit Platz im letzten Drittel des Spielfelds sind wir ganz stark. Schwere Aufgabe für Thomas Oral. Michi Köllner hat es da leichter, meines Erachtens. Wir werden sehen. Nur noch vier Mal Nicht-Schlafen! Jetzt aber zu handfesten Nachrichten aus dem Löwenkosmos: Sascha Mölders ist Spieler der Saison!

Sascha Mölders zum Spieler der Saison gewählt

Bei der vom DFB durchgeführten Wahl zum Spieler der Saison der dritten Liga stand neben der Wampe von Giesing Nicklas Shipnoski vom 1. FC Saarbrücken zur Wahl. Unser Kapitän gewann die Wahl mit über 76% der abgegeben Stimmen. “Die Wand von Giesing” (wie ihn Maximilian Welzmüller und seine Sportskameraden aus der Seitenstraße neuerdings nennen) wird ihre Auszeichnung vor dem Spiel in Ingolstadt überreicht bekommen. Sascha, das hast Du Dir verdient! Und den sechzger.de Award für die besten Fernsehinterviews, der mit einem Weißbier und einer Wurstsemmel an der Tanke neben dem Trainingsgelände dotiert ist, werden wir Dir in der Sommerpause zukommen lassen!

Michi Köllner zum Trainer der Saison gewählt

Das Double für den TSV 1860 München macht unser Trainer Michi Köllner perfekt. Auch er gewann die Wahl zum Trainer der Saison mit überwältigender Mehrheit. Sein Kontrahent war der Verler Trainer Guerino Capretti. Michi, auch Dir wollen wir herzlich zur Wahl gratulieren! Den sechzger.de Award für den schönsten Bart der Liga, der mit einer Maxi-Packung Nivea Bartshampoo dotiert ist, wird Dir ebenfalls in der Sommerpause überreicht! Bleibt nur zu hoffen, dass die Preisverleihungen unsere Männer nicht zu sehr vom Spiel ablenken!

Danksagung beim geilsten Sponsor der Welt

Die Löwen ließen der Bayerischen gestern ein vom ganzen Kader signiertes Trikot als Dank für die Unterstützung in der laufenden Saison zukommen. Dem Dank wollen wir uns anschließen. Selbst alte Schlachtrösser wie ich können sich an keinen Sponsor erinnern, der besser zum TSV 1860 München gepasst hätte. Weiter so, die Bayerische! Wir hoffen auf viele weitere Saisons mit dem zweiten Löwen auf der Brust.

Wer ist Euer Löwe des Spiels?

Und der geilste Hauptsponsor der Welt veranstaltet wir immer sein Voting zum Löwen des Spiels. Wenn das Mal nicht der Spieler der Saison gewinnt… Unter den Teilnehmern wird ein von der Mannschaft signiertes Heimtrikot sowie ein „SECHZIG IST DER GEILSTE CLUB DER WELT“-Package verlost. Was da wohl dahinter steckt? Der glückliche Gewinner kann uns ja vielleicht Bescheid geben.

Trainer für die Turn- und Freizeitsportabteilung gesucht

Die Corona-Restriktionen werden auf Grund sinkender Inzidenzen in und um München immer lockerer und Sport im Verein wird bald wieder erlaubt sein, wenn es so weiter geht. Der TSV 1860 München bietet auch ein mannigfaltiges Programm für Freizeitsportler an. Wenn Ihr eh Mitglied im e.V. seid, könnt Ihr das Angebot kostenlos testen. Eine gute Möglichkeit, um seinen Körper nach Corona wieder etwas auf Vordermann zu bringen. Aber kein Sport ohne Trainer! Daher möchten wir heute darauf aufmerksam machen, dass die Turnabteilung eine/n Co-Trainer*in für Geräteturnen sucht. Weitere Infos zum Breitensport für Dich und mich gibt es auf tsv1860.org.

News aus der dritten Liga

Zweiter Absteiger steht fest

Das letzte Montagsspiel der Saison zwischen dem VfB Lübeck und dem FSV Zwickau endete gestern 1:2. Durch den Auswärtssieg der Schwäne hat der VfB Lübeck keine Chance mehr, die Klasse zu halten. Damit müssen die Norddeutschen schon nach einer Saison wieder die bittere Rückkehr in die Regionalliga Nord antreten.

Neuer Spieler für Türkgücü

Unsere Nachbarn aus Neuperlach verpflichteten gestern Moritz Kuhn vom SV Wehen. Der 29-jährige rechte Verteidiger erhält nach vier Jahren in Wiesbaden einen Zweijahresvertrag. Für Kuhn stehen bisher 60 Zweitliga- und 93 Drittliga-Einsätze zu Buche.

Der Tag bei sechzger.de

Bernd Winninger hat sich das Derby nochmal angeschaut und es wie immer für seine TAKTIKTAFEL-Analyse aufbereitet. Kurz vor Mittag könnt Ihr nochmal nachlesen, warum es für die Löwen gegen die sogenannten “Amateure” aus der Seitenstraße nicht zu einem Sieg gereicht hat.

Ansonsten halten wir Euch über alles Wissenswerte rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga auf dem Laufenden. Noch 4 Tage bis Ingolstadt!

 

Sechzig@18:60 – Wir gratulieren: 161 Jahre TSV 1860 München!

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So wirklich befriedigend war das 2:2 der Löwen gegen den FC Bayern II am gestrigen Sonntag nicht. Zum Einen verpasste man es, sich eine bessere Ausgangsposition für den Showdown am kommenden Wochenende in Ingolstadt zu verschaffen. Zum Anderen wäre es natürlich schon fein gewesen, die Seitenstraßler wieder in die Regionalliga zu bugsieren. Grund zum Feiern gibt es bei den Löwen trotzdem: Heute vor 161 Jahren wurde der TSV 1860 München gegründet. Wir gratulieren unserem Verein von ganzem Herzen!

Schlaflose Giesinger Gedanken

Auch unser Redakteur Thomas Enn hätte sich am Sonntag natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht, bleibt aber optimistisch. In seinen Giesinger Gedanken ist er diesmal eher nachdenklich gestimmt, aber nicht vergessen: Er hat uns die Rückrundenhymne beschert und wir glauben noch immer daran!

Austria Wien mit Interesse an Köllner?

Michael Köllner hat die Löwen seit der Übernahme des Traineramtes kontinuierlich verbessert und aus einem Mittelfeldteam einen Aufstiegskandidaten geformt. Laut der österreichischen Zeitung Kurier denkt Austria Wien darüber nach, Köllner als Nachfolger von Peter Stöger in die Donaumetropole zu locken.

Lob für Löwenfans und die Polizei

Nicht nur Michael Köllner und sein Team sind seit Wochen voll des Lobes für die Unterstützung seitens der Löwenfans. Auch die öffentliche Wahrnehmung entwickelt sich äußerst positiv. Kein Wunder, wenn es alles so friedlich und gesittet abläuft wie gegen Kaiserslautern oder gestern gegen die kleinen Roten. Ein Lob gebührt jedoch auch der Polizei, wie Stephan Tempel in seinem Artikel festhält.

Neuzugang für den TSV 1860?

Vor der Partie gegen den FC Bayern II wurden Dennis Erdmann, Leon Klassen, Ahanna Agbowo und Matt Durrans vom TSV 1860 verabschiedet. Laut Le Quotidien wird demnächst ein junger Luxemburger nach Giesing wechseln. Nähere Informationen findet Ihr hier!

161 Jahre TSV 1860 München

An einem schönen Tag im Mai… Alles Gute, lieber TSV 1860 München e.V.! Und danke für all die guten und schlechten Zeiten, für all die Freude, all den Ärger, all die Feiern und all die Enttäuschungen, die wir mit Dir erleben durften. Auf die nächsten 161 Jahre!

Einen äußerst interessanten Artikel über die Jubiläumsfeste im ersten Jahrhundert der Löwenhistorie bietet die Abteilung Vereinsgeschichte auf der Homepage des Hauptvereins.

Habt Ihr eigentlich schon die erste Ausgabe des Postermagazins Löwenblick bestellt?

35.000 € für Vincent und Lorenz

Das Schicksal von Vincent und Lorenz hat die Herzen vieler Löwenfans berührt und auch der TSV 1860 hat sich mit einer Spendenaktion zugunsten der beiden Jungs engagiert. Insgesamt wurden 35.000 € gesammelt, die nun als Spende übergeben wurden.

Neues aus der 3. Liga

Dynamo-Feier aus dem Ruder gelaufen

Über 200 Verletzte, 40 Festnahmen – bei Dynamo Dresden wird irgendwie anders gefeiert als bei uns…

Kwasniok trainiert den SC Paderborn

Mit dem 1. FC Saarbrücken zählt Lukas Kwasniok zu den sportlich gesehen positiven Überraschungen der Saison. Zur neuen Spielzeit zieht es Trainer in die 2. Bundesliga, wo er den SC Paderborn übernehmen wird.

Viktoria Berlin im Olympiastadion?

Viktoria Berlin hatte etliche Optionen geprüft, nun läuft es wohl auf die teuerste und unbeliebteste Variante hinaus. Vermutlich wird der Aufsteiger seine Heimspiele (zunächst) in der kommenden Saison im Berliner Olympiastadion austragen. Klingt dort wie hier wenig prickelnd…

Hansa-Aufstieg vor Zuschauern?

Wenn wir mal davon ausgehen, dass der TSV 1860 in Ingolstadt gewinnt, wird Hansa Rostock am kommenden Wochenende fix in die 2. Bundesliga aufsteigen. Womöglich werden zum letzten Heimspiel gegen den VfB Lübeck sogar 7.500 Zuschauer zugelassen – die Entscheidung darüber soll morgen fallen. Der VfB hatte seinerseits gehofft, zumindest 250 Zuschauer beim heutigen Heimspiel gegen den FSV Zwickau begrüßen zu dürfen – vergeblich!

In Mannheim sind die Hoffnungen dagegen noch real. Allerdings dürfen – wenn überhaupt – nur 100 Zuschauer beim Heimspiel gegen den KFC Uerdingen das Carl-Benz-Stadion betreten.

Phillip Tietz von Wehen nach Darmstadt

Hm, den hätte ich mir auch gut bei den Löwen vorstellen können… Stattdessen wechselt Stürmer Phillip Tietz vom SV Wehen Wiesbaden zum Zweitligisten SV Darmstadt 98 und nimmt dort den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

 

Nach TSV 1860 – FC Bayern II : Lob für die Löwen-Fans & die Polizei

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TSV 1860 fans spalier
Fans des TSV 1860 München, Spalier

Nach TSV 1860 – FC Bayern II : Lob für die Löwenfans – und für die Polizei

Das gestrige Spiel TSV 1860 München – FC Bayern endete mit dem 2:2 so, dass letztlich keine der beiden Mannschaften wirklich zufrieden sein konnte. Für die Zweitvertretung des FC Bayern bleibt mit diesem Punkt nur noch die rechnerische Chance auf den Klassenerhalt. Die Löwen verspielten damit die Möglichkeit, am letzten Spieltag direkt aufzusteigen und benötigen nun in Ingolstadt einen Sieg um überhaupt in die Relegation zu kommen. Das ist das negative Fazit vom gestrigen Spieltag.

Ein Lichtblick wie immer: Die Löwenfans

Wenn es am gestrigen Spieltag jedoch einen Lichtblick gab, dann waren es die Löwenfans. Angefangen bei den Münchner Löwen, die pünktlich um Mitternacht den letzten Tag des 160jährigen Jubiläums des TSV 1860 München mit einem Feuerwerk an der Bavaria einläuteten. Apropos Feuerwerk: Natürlich ist das nicht legal. Aber wer möchte wegen ein paar Raketen oder bengalischen Feuern unter freiem Himmel hier den ersten Stein werfen?

Die Fans des TSV 1860 – eine feste Bank in den letzten Wochen

Das gilt im übrigen auch für die Aktionen der letzten Wochen, für welche überwiegend die Münchner Löwen verantwortlich waren: Sei es die Pyro-Einlage auf der „Road to Gelsenkirchen“ zum Auswärtsspiel bei Türkgücü.


Oder das Fanspalier gegen Kaiserslautern. Oder auch den Besuch beim Mannschaftshotel vor dem Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Da fahren ein paar Dutzend Leute mal eben 800 Kilometer, nur um der Mannschaft noch einmal einen Motivationsschub zu geben. Ohne die Chance, ins Stadion zu kommen wohlgemerkt. Ein positiver Wahnsinn

Positiv auch, dass das von Mannschaft und Trainer positiv aufgenommen wird. Die Instagram-Storys der Spieler, aber auch die Kommentare von unserem Coach Michael Köllner dazu sind eindeutig. Auch im Umfeld des TSV 1860 redet niemand schlecht über die Ultras oder den Einsatz von Pyrotechnik.

Am gestrigen Spieltag: Vorbildlicher Auftritt von Löwenfans – und von der Polizei

Auch am gestrigen Spieltag hatte sich wieder eine stattliche Anzahl von Löwenfans in Giesing eingefunden. Dieses mal ganz ohne Aufruf der Münchner Löwen. Dominierte in den Vormittagsstunden noch die Farbe Grün bzw. Dunkelblau der Münchner Polizei die Straßen rund um das Stadion, so war ab 11:00 Uhr das Blau der Löwenfans eindeutig Tonangebend. Wieviele es waren? Unmöglich zu schätzen. Das Video mag einen kleinen Überblick verschaffen.

Hatte die Polizei beim Fanspalier gegen Kaiserlautern noch – überwiegend vergeblich – versucht, zumindest mit Ansagen diesen zu unterbinden, so fuhr sie gestern offensichtlich eine andere Taktik. Die Löwenfans wurden beim Marsch zum Wettersteinplatz lediglich freundlich gebeten, bitte die gegenüberliegende Straßenseite von der Ostkurve zu benutzen. Absperrband hinter dem Wettersteinplatz sollte verhindern, dass die Löwenfans auf die Straße gehen. Dieses jedoch vergeblich.

Aus den Erfahrungen von TSV 1860 – 1. FC Kaiserslautern gelernt

Die Polizei hatte offensichtlich aus den Erfahrungen vom Kaiserslautern-Spiel gelernt: Die Löwenfans kommen, jubeln kurz ihrer Mannschaft die im Bus sitzt zu – und gehen wieder. Das ganze friedlich.

Natürlich kann man sich jetzt hinstellen und sagen, dass da zu viele Menschen auf einem Fleck waren. Aber wir reden immer noch von einer äußerst kurzen Veranstaltung unter freiem Himmel. Sehr viele der Fans mit Maske. Jede Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel birgt ein höheres Infektionsrisiko, als das was da gestern kurzfristig los war.

Das war offensichtlich auch der Polizei bewusst, die sich angenehm im Hintergrund hielt. Das gilt übrigens für den gesamten Spieltag. Auch am Grünspitz standen Stunden nach dem Spiel noch viele Löwenfans, die Polizei überwiegend nur gegenüber. Vermutlich dachten sie sich, dass es an der Isar, am Gärtnerplatz und am Englischen Garten nicht anders ausschaut. Nur dass sie hier in Giesing anders als im Englischen Garten nicht mit Steinen beworfen werden.

Zweimal rückten sie kurz ein, um die Leute an den Abstand zu erinnern. Vollkommen legitim. Andere hätten das ganze vermutlich aufgelöst. Dergleichen konnte ich bis 20:00 Uhr nicht beobachten.

Natürlich kann man jetzt – vollkommen zurecht – sagen, dass man von der Polizei erwartet, dass sie sich korrekt verhält. Dass sie das nötige Augenmaß haben sollte. Vielleicht hat sogar jemand gestern ein Fehlverhalten mitbekommen, welches uns entgangen ist.

Wenn wir ein Fehlverhalten von der Polizei entdecken, dann prangern wir das an. Das gehört zu unserem Job. Ebenso betrachten wir es aber als unsere Pflicht, darüber zu berichten wenn uns etwas besonders positiv aufgefallen ist. Vielleicht ist das ja für die Staatsmacht ein Ansporn, sich öfters so zu verhalten. Wünschenswert wäre es.

Luxemburger U21-Nationalspieler Léon Schmit zum TSV 1860?

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Mit Leon Klassen wurde gestern am Rande des Spiels gegen den FC Bayern II ein Linksverteidiger verabschiedet. Luxemburger Medien zufolge wird ein Talent aus dem Großherzogtum in der kommenden Saison in Giesing seine Fußballstiefel schnüren. U21-Nationalspieler Léon Schmit steht vor einem Wechsel zum TSV 1860 München und könnte die linke Defensivseite beackern.

Luxemburger Léon Schmit zum TSV 1860?

Derzeit steht der 19-Jährige beim luxemburgischen Erstligisten US Hostert unter Vertrag, wird jedoch ab Sommer im Raum München studieren. Nach Angaben der Tageszeitung Le Quotidien (Ausgabe e-Paper, Artikel liegt der Redaktion vor) hat sich der luxemburgische Verband für den Spieler nach einem neuen Verein umgesehen und wurde in Giesing fündig. Anzunehmen ist jedoch, dass der vielseitig einsetzbare Léon Schmit zunächst mal in der U21 der Löwen eingesetzt werden wird. Dort hätte er die Möglichkeit, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Boulevard-Blatt Kurier: Michael Köllner ein Kandidat bei Austria Wien?

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Michael Köllner im Grünwalder Stadion

Trainer Michael Köllner leistet beim TSV 1860 München seit seinem Arbeitsantrrit großartige Arbeit. Von einem Mittelfeldteam der 3. Liga haben sich die Löwen zum Aufstiegskandidat gemausert. Am kommenden Wochenende kann man aus eigener Kraft noch die Relegation erreichen, für den DFB-Pokal hat man sich bereits qualifiziert. Dies bleibt auch andernorts nicht verborgen und so kursieren in Österreich Gerüchte, Austria Wien könne Interesse an Köllner haben.

Austria Wien: Interesse an Michael Köllner?

Die Wiener Austria fahndet fiebarhaft nach einem Nachfolger für den scheidenden Noch-Trainer Peter Stöger, den es wohl zu Ferncvaros zieht. Laut Kurier sind dabei nun vier mögliche Kandidaten aufgetaucht.

Wer nun bei den Veilchen den Trainer-Job übernimmt, ist noch nicht geklärt. Das Boulevardblatt bringt vier Kandidaten bei der Austria ins Gespräch: TSV-Hartberg-Trainer Markus Schopp, Ex-WAC-Coach Ferdindand Feldhofer, Viola-Legende Manfred Schmid und 1860-München-Trainer Michael Köllner.

Wir wären jedoch sehr überrascht, wenn unser Coach diese Option tatsächlich in Erwägung zöge. TSV 1860 und Michael Köllner – das passt einfach zu gut!

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden gegen Bayern II

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Guten Morgen, liebe Löwinnen und Löwen! Eine schlaflose Woche steht bevor. Unsere Löwen erreichten gestern im Derby ein 2:2 gegen die Zweitvertretung aus der Säbener Straße und haben damit nun am kommenden Samstag das Finale um den Relegationsplatz in Liga 3. Damit sind für den TSV 1860 München alle Rechnereien und alle Fußballarithmetik zu einem Ende gekommen. Es zählt am Samstag im Finale von Ingolstadt nur ein Sieg.

Bessere Ausgangslage wäre möglich gewesen

Die Ausgangslage hätte minimal besser sein können. Mit einem Sieg gegen Rot II hätte im Finale von Ingolstadt ein Unentschieden gereicht und die Bürde, das Spiel zu gestalten und auf Sieg zu spielen, hätte auf Ingolstädter Seite gelegen. Außerdem hätte ein Sieg den nicht zu verachtenden Nebeneffekt gehabt, die Mannschaft aus der Seitenstraße um die Sympathieträger Welzmüller und Feldhahn bereits gestern unwiderruflich in die Regionalliga zu schicken. Leider ist beides nichts geworden.

Letzter Spieltag gegen Ingolstadt: Ein Deja-Vu!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, wie ich anfangen soll. In meinem Kopf schwirren tausende Gedanken umher. Natürlich betreffen sie alle das Finale von kommendem Samstag. Fangen wir nochmal mit der Ausgangslage an. Es ist ein kleines Deja-Vu. Auch letzte Saison spielten wir am letzten Spieltag gegen Ingolstadt und hatten noch die Chance aufzusteigen. Allerdings spielten wir daheim und es war kein „Finale“, sondern ein ganzer Haufen Bedingungen hätte eintreffen müssen, dass die Löwen in die Relegation gekommen wären. Wir hätten gewinnen müssen, während Rostock und Duisburg ihrerseits maximal hätten unentschieden spielen dürfen. Duisburg lag dann recht schnell gegen Haching ungefährdet vorne und der Traum zerplatzte auch abseits des Giesinger Rasens. Die Löwen hatten damals übrigens 58 Punkte auf dem Konto. Diese Saison sind es schon deren 66. Allein daran kann man sehen, welche Entwicklung das Team in dieser Saison gemacht hat. Nur zum Vergleich: unser gestriger Gegner wurde letzte Saison mit schlappen 65 Punkte Meister.

Der TSV 1860 München wirkt seltsam behäbig

Zurück zur Ausgangslage: Die ist dieses Mal schon einfacher. „Do or die“, wie Sportschaumoderatoren im Jahre 2021 zu sagen pflegen. „Alles oder Nichts“ hätte man früher wohl gesagt. Wie wird die Mannschaft mit dem Druck umgehen? Ich bilde mir ein, dass ich gestern zum ersten Mal eine gewisse Hemmung bei der Mannschaft gesehen habe. Die Mannschaft wirkte eigentlich bis zum 2:2 Ausgleichstreffer (Foulelfmeter Steinhart, 68. Minute) irgendwie nicht wach. Es fehlte die Agilität, mit der z.B. der 1. FC Kaiserslautern in den ersten 15 Minuten überrannt wurde. Es wurde nicht konsequent verteidigt. Das konnte man vor beiden Gegentoren, aber auch bei einigen anderen Angriffen der Gäste, (leider) gut erkennen. Es fehlte auch dieser Drive zum Tor, der die Mannschaft in den letzten Spielen ausgezeichnet hat. Da stelle ich mir die Frage, wie ist es um die Psyche der Mannschaft bestellt? Haben die Spieler jetzt doch Muffensausen? Oder waren sie einfach überrascht, dass die Roten so gut dagegen hielten nach zuletzt neun sieglosen Spielen in Folge? Schwer zu sagen. Aber eine Antwort auf diese Frage zu finden, wird mich sicher einige Stunden Schlaf kosten in dieser Woche.

Wer ersetzt Belkahia im Finale?

In der 63. Minute sah Semi Belkahia zu Recht gelb und ist somit für das Finale in Ingolstadt gesperrt. Die Frage, wer ihn ersetzen wird, wird mich weitere Stunden meines kostbaren Schlafes stören. Die Verteidigung wirkte die letzten Spiel sehr eingespielt und ist natürlich in jeder Mannschaft der fragilste Teil. Ausgerechnet jetzt einen Spieler aus der Stammformation ersetzen zu müssen, ist sicher suboptimal. Andererseits macht es uns schwerer ausrechenbar. Wird Köllner Dennis Erdmann, dessen Abgang vor dem Spiel bekannt gegeben wurde, noch ein Mal das Vertrauen schenken. Das wäre sicher ein gute Gegenpart zum alten Haudegen Kutschke auf der Ingolstädter Seite. Oder setzt er im Finale auf den jungen Niklas Lang? Der Stand immerhin in Uerdingen/Lotte in der Startelf und machte seine Sache gut.

Wer ist besser im Flow für das Finale?

Und nicht zuletzt werde ich sicher einige nächtliche Stunden damit verbringen, mit mir selbst zu diskutieren, wer denn nun besser im Flow ist. Die Löwen sind in den letzten zehn Liga-Spielen mit einer Bilanz von 7-3-0 unbesiegt. Der Pessimist würde sagen, sie gehen mit zwei sieglosen Spielen in Serien in das Finale von Ingolstadt. Unrecht hat er nicht…

Die Ingolstädter dagegen gehen mit einer Bilanz von 4-3-3 aus den letzten zehn Spielen am Samstag auf den Rasen, konnten allerdings in den letzten sieben Spielen nur zwei Siege feiern. Schwierig zu sagen. Sorgen macht mir auf jeden Fall, dass das 5:1 in Duisburg der erste wirklich überzeugende Auftritt der Elf von der Donau seit Wochen war. Hoffentlich war das nur ein Strohfeuer und der Knoten ist nicht dauerhaft geplatzt. Schwer zu sagen…

Beide Mannschaften sind übrigens Zweiter in der Heim- bzw. Auswärtstabelle und können mit einem Sieg Platz eins belegen. Mehr Spannung geht kaum!

Sicher ist auf jeden Fall, dass wir am Samstag ein Herzschlagfinale erleben werden. Die Psyche wird eine entscheidende Rolle spielen und ich hoffe, Michi Köllner wird seine Mannen wieder mit der nötigen Aggressivität auf den Rasen schicken. Dann sollte einem erfolgreichen Ende der Jagdsaison nichts im Wege stehen.

Finale ohne weiß-blauen Anhang

Sicher ist auch, dass das Ingolstädter Stadion am Samstag mindestens zu 2/3 mit Supportern aus München gefüllt gewesen und Gästeblock wie Dezember 2019 zum Bersten gefüllt gewesen wäre. Wir hätten uns mehr als heiser geschrien, um die Löwen zum Sieg zu brüllen. Und dass wir das nicht tun können, ist für mich eigentlich schlimmer als am Ende vielleicht doch nur die Qualifikation für den DFB-Pokal zu feiern. Aber mit unserer Unterstützung im Stadion wären wir eh schon lange durch… Und könnten diese Woche gut schlafen…