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TSV 1860 München verabschiedet vier Spieler der 1.Mannschaft

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TSV 1860 München verabschiedet Spieler vor Spiel gegen Bayern II 16.05.2021

Die Kaderplanung für die kommende Saison nimmt weiter Formen an. Der TSV 1860 München hat vor dem Spiel gegen Bayern II vier Spieler verabschiedet, die in der kommenden Saison keinen neuen Vertrag erhalten werden.

Unentschieden und die halbe Abwehr verloren

Der Tag in Giesing begann zunächst ganz nach dem Geschmack der Löwenfans. Während es lange Zeit rund um den Wettersteinplatz recht ruhig war, stellte sich die Lage gegen halb 1 ganz anders dar. Erneut hatten sich zahlreiche Anhänger zusammen gefunden und bejubelten den Mannschaftsbus, der unter lauten Gesängen zum Stadion einbog. Spieler und Trainer Michael Köllner kamen sogar noch einmal bis auf wenige Meter an die Fans heran, was die Emotionen noch einmal enorm hochkochen ließ.

Die folgenden 90 Minuten im Grünwalder Stadion hingegen waren dann nicht mehr das, was sich viele erhofft hatten. Mit wenig Chancen aus dem Spiel heraus schafften es die Löwen gegen Bayern II mit zwei Elfmetern immerhin, ein 2:2 zu erzielen. Besonders bitter: Semi Belkahia sah seine fünfte Gelbe und muss daher beim Saisonfinale in Ingolstadt (Samstag, 13:30 Uhr, sechzger.de Liveticker) zuschauen. Außerdem verletzte sich Marius Willsch bei einer Grätsche in der 64.Minute und musste ausgewechselt werden. Womöglich muss Michael Köllner damit gegen den FCI die halbe Abwehr neu besetzen. Wein machte seinen Job nach der Einwechslung auf der Rechtsverteidiger-Position übrigens sehr gut.

TSV 1860 verabschiedet mit Erdmann, Klassen, Agbowo und Durrans vier Spieler

Fast schon unter ging bei dem ganzen Trubel eine Szene vor dem Anpfiff am heutigen Sonntag. Günter Gorenzel hat im Namen des TSV 1860 vier Löwen verabschiedet, die in der kommenden Saison keinen neuen Vertrag erhalten werden.

Dennis Erdmann wechselte im Sommer 2019 aus Magdeburg zu den Löwen. In bisher 59 Spielen für die Löwen erzielte der Abwehrspieler zwei Treffer. Womöglich kommt Erdmann noch zu seinem 60.Einsatz im Löwendress. Er könnte in Ingolstadt neben Salger die Innenverteidigung bilden, da Belkahia wie erwähnt gesperrt ist. Es wäre ein versöhnlicher Abschied für den 30-Jährigen aus München. Erdmann liebäugelt seit längerem mit einem Wechsel ins Ausland.

Leon Klassen zählt mit Ach und Krach noch als Junglöwe, denn er kam erst in der A-Jugend zum TSV 1860 München. In der laufenden Saison kam er sieben Mal zum Einsatz. Gegen Saarbrücken stand er am 6.Spieltag in der Startaufstellung, die restlichen sechs Partien wurde er eingewechselt.

Bittere Tränen floßen bei Matthew Durrans. Der Spieler verabschiedet sich ganz offensichtlich nur ungern vom TSV 1860 München. Durrans ist seit dem Neujahrestag 2019 bei den Löwen unter Vertrag, zuvor spielte er in Garching und Deisenhofen. In der aktuellen Spielzeit wurde er zwei Mal kurz vor Schluss eingewechselt. Teile seiner fußballerischen Ausbildung genoss er in Giesing beim TSV 1860.

Der vierte Mann im Bunde, Ahanna Agbowo, kam in der Saison 2020/21 zu keinem Einsatz in der 1.Mannschaft. Der letztjährige Kapitän der U19 begann in der U12 beim TSV 1860 und wurde im Sommer gemeinsam mit György Székely und Matthew Durrans in den Profikader berufen.

Wir wünschen den vier Löwen alles Gute für ihre Zukunft und viel Erfolg bei ihren nächsten Vereinen!

Liveticker: TSV 1860 München gegen den FC Bayern II

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 37.Spieltag zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Bayern II!

Am Sonntag, 16.05.2021 trifft der TSV 1860 München im letzten Heimspiel der Saison 2020/21 auf Bayern II. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus dem Grünwalder Stadion.

Liveticker TSV 1860 München Spielstand

 

Die Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart – 6 Salger -27 Belkahia – 25 Willsch (65. 17 Wein) – 14 Dressel – 19 Biankadi -31 Neudecker – 7 Lex – 8 Tallig – 9 Mölders

Bank: 40 Kretzschmar – 3 Lang – 13 Erdmann – 18 Knöferl – 28 Mannhardt – 33 Klassen

Tore: 0:1 Sieb (13.), 1:1 Mölders (41.), 1:2 Singh (49.), 2:2 Steinhart (68.)

Die Personalsituation

Nicht einsatzbereit ist weiterhin Tim Linsbichler. Keanu Staude und Quirin Moll sind inzwischen wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen. Ob sie für heute aber bereits eine Option darstellen, ist fraglich.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit vier gelben Karten vorbelastet sind aktuell Erik Tallig und Semi Belkahia. Auch der genesene Quirin Moll steht kurz vor einer Sperre, falls er bereits wieder zum Einsatz kommt. Bei einer möglichen Gelben am heutigen Tage müssten sie am letzten Spieltag gegen Ingolstadt aussetzen.

sechzger.de Talk Folge 10

In Folge 10 des sechzger.de Talks unterhalten sich drei sechzger.de Redakteure über das Unentschieden gegen den SV Wehen Wiesbaden. Im Podcast geht es aber auch um das heutige Spiel des TSV 1860 gegen Bayern II. Die Tipps am Ende sind durchaus optimistisch, aber nicht unmöglich.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – FC Bayern II außer im Liveticker noch verfolgen?

Die heutige Partie wird leider nicht im Free-TV zu sehen sein.

MagentaSport überträgt die Partie für Abonennten im Fernsehen, auch im Online-Stream könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Außerdem überträgt das Löwen-Radio wie bei jedem Heimspiel. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch hoffentlich erfolgreiche 90 Minuten.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 München – FC Bayern II

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Unser Vorbericht zum Spiel der Löwen gegen die kleinen Roten

Ein sachlicher Vorbericht? In dieser Lage? Nicht im Ernst…

Die Aufgabenstellung lautet: Einen Vorbericht für Sechzig um Sieben über den vorletzten Spieltag in der Drittligasaison 2020/21 schreiben. Wie immer mit ein paar Zahlen aus der Geschichte des anstehenden Duells, garniert mit ein paar Anekdoten oder Besonderheiten aus der laufenden Saison. Bei der aktuellen sportlichen Ausgangslage ist die eigentlich angedachte Sachlichkeit aber fast ein Ding der Unmöglichkeit. Denn was steht heute nicht alles auf dem Spiel? Es ist die Chance, den unbeliebten Stadtrivalen zurück in die Regionalliga Bayern zu schießen und das eigene Aufstiegsfeuer weiter am Lodern zu halten. Vor dem Spiel werden sicher wieder mehr als 1.860 Löwenfans ihrer Mannschaft auf der Grünwalder Straße zujubeln und die Akteure so richtig heiß auf das anstehende Match gegen die Zweitvertretung der Seitenstraße machen. Und ein möglicher Triumph könnte dann mit einer – natürlich hygienekonformen – Party hinein in den 161. Geburtstagsmorgen unseres Lieblingsvereins gefeiert werden.

Weniger ist es tatsächlich nicht, wovon hier geschrieben wird.

Die Ausgangslage nach den bereits absolvierten Spielen

Nachdem an diesem vorletzten Spieltag – anders als sonst – nicht alle Partien parallel ausgetragen werden, sind sechs der zehn Drittligaduelle bereits absolviert. Für unsere Löwen stellt sich die Ausgangslage in Sachen Aufstieg wie folgt dar: Mit einem Sieg heute würde uns am letzten Spieltag in Ingolstadt ein Punkt zur Relegation genügen.

Unsere Gäste blickten im Kampf gegen den Abstieg gestern bang nach Lotte, wo der Tabellensiebzehnte Uerdingen den 1. FC Magdeburg empfang. Und nach Köln, wo Kaiserslautern gastierte. Durch die Resultate an diesen Orten würden die kleinen Bayern im Fall eines Löwensiegs heute Nachmittag bereits am vorletzten Spieltag als Absteiger feststehen. Ihren letzten Dreier (2:0 gegen Wiesbaden) haben die Roten übrigens just an dem Wochenende eingefahren, als unsere Löwen zum letzten Mal eine Niederlage hinnehmen mussten (0:1 in Duisburg). Seit dem 27. Spieltag am ersten Märzwochenende sprießt er ja, der Bart von Michael Köllner.

Bilanz der Duelle zwischen 1860 und der Zweitvertretung des FC Bayern

Die beiden Serien mögen weitergehen. Mit Fug und Recht und ganz ohne jeden Aberglauben hoffen wir heute also auf den 13. Sieg einer ersten Mannschaft der Münchner Löwen gegen die roten Zweitvertretung. Zehnmal endete diese Partie in den letzten 38 Jahren unentschieden und fünfmal zog Sechzig den Kürzeren. Zuletzt Ende Juni letzten Jahres auf der Saison-Zielgeraden, als die Roten sich mit ihrer Millionentruppe zwei Spieltage zuvor an die Spitze der 3. Liga gesetzt hatten. Für unsere Löwen bedeutete die 1:2-Niederlage fast schon das Ende aller Aufstiegsträume 2020. Da sieht die Lage heute doch komplett anders aus: Selbst im Falle einer Pleite – an die wir allerdings gar nicht denken wollen – bleibt uns die Chance auf den Relegationsplatz.

Ein Abstieg als Meister – historische Dimensionen

Wenn die Roten am Ende dieser Saison den Weg zurück in die Regionalliga Bayern antreten müssen, tun sie dies als Meister der Vorsaison. Ein durchaus historisches Ereignis. In der Geschichte des deutschen Fußballs muss bei so einem sportlichen Niedergang immer der 1. FC Nürnberg als Beispiel herhalten, der als Deutscher Meister des Jahres 1968 (also zwei Jahre nach den Löwen) in der Folgesaison aus der Bundesliga abstieg. Sechzig folgte dann ein Jahr später in die Regionalliga Süd. Da sich im Profifußball die Meister üblicherweise automatisch für die nächsthöhere Liga qualifizieren, kann so etwas eigentlich nur in der Bundesliga passieren und der Nürnberger Absturz ist das bislang einzige Beispiel dieser Art. Vielleicht gesellt sich demnächst ein weiteres aus der 3. Liga hinzu. Und das ausgerechnet bei dem Verein, der sportlichen Erfolg üblicherweise für sich gepachtet hat. Oder das zumindest denkt.

November 2019: Michael Köllners Löwenpremiere

Das letzte Aufeinandertreffen des TSV 1860 mit den Bayern-Bubis als echtes Heimspiel und vor Zuschauern, war das erste Spiel mit dem neuen Trainer Michael Köllner an der Seitenlinie. Drei Tage vor dem 20. Geburtstag des epischen Thomas Riedl-Derbysiegs empfing 1860 als Tabellenzwölfter den um drei Ränge besser platzierten Aufsteiger. Nach einer etwas müden ersten Halbzeit, in der die Gäste mit 1:0 in Führung gegangen waren, glichen die im zweiten Abschnitt stark auftrumpfenden Löwen durch Dennis Dressel aus und waren am Ende dem Sieg sogar deutlich näher, als die Roten. Es folgte eine Serie von weiteren 13 Spielen ohne Niederlage, die die Löwen – nach langer Corona-Unterbrechung – in die Nähe der Aufstiegszone führte. Bis zur Niederlage gegen den heutigen Gegner – siehe oben.

24. November 2019: Beim letzten Heimspiel der Löwen gegen die kleinen Roten zeigte die Westkurve eine beeindruckende Choreo…
…in der die große Vielfalt des Löwenanhangs sehr schön dargestellt wurde.
Auch die Gästefans in der Ostkurve wollten sich zumindest in visueller Form an einem stimmungsvollen Derby beteiligen. Akustisch war aber – wie gewohnt – relativ wenig bei ihnen los.

Der vorletzte Schritt einer großartigen Saison

Heute sind wir ein gehöriges Stückchen näher dran an besagten Aufstiegsrängen. Die Mannschaft muss allerdings auch die letzten beiden Schritte ohne die 90minütige lautstarke Unterstützung ihrer Anhänger tun. Was wäre heute im Fußballtempel auf Giesings Höhen los, wenn die Fans Einlass finden würden? Zumindest gibt es sicher (wie schon beim Heimspiel gegen Lautern) vor dem Spiel ein anheizendes Spalier auf der Grünwalderstraße, nach dem sich dann alle Fans vor die TV-Bildschirme bzw. in den sechzger.de-Liveticker zurückziehen werden und von dort die Daumen drücken: Auf geht’s Löwen, kämpfen und siegen!

FOTOS Choreo (2): CR Fotos

Köllner wünscht sich erneutes Fan-Spalier am Sonntag

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In der LÖWENRUNDE am Freitag nahm der Trainer des TSV 1860 München mal wieder elegant den Druck von seiner Mannschaft und betonte, dass dieser beim Gegner liege. Außerdem gab Köllner auf Nachfrage zu, dass er sich über einen erneuten Fan-Spalier an der Grünwalder Straße freuen würde.

Anfeuerung vor dem Duell gegen Kaiserslautern

Es waren beeindruckende Bilder, die deutschlandweit Beachtung fanden. Dem Aufruf der Münchner Löwen folgten zahlreiche Löwenfans und säumten die Grünwalder Straße vor dem Spiel gegen die Roten Teufel. Als der Mannschaftsbus gegen 17:30 Uhr das Trainingsgelände verließ und sich auf den ca. 1,5 km langen Weg machte, jubelten bereits nach wenigen Metern erste Anhänger den Spielern zu. Der Höhepunkt wurde dann am Wettersteinplatz erreicht. Dort hatten sich viele Löwenfans versammelt und gaben der Mannschaft noch einen letzten Motivationsschub.

Seine Wirkung verfehlte das Fan-Spalier offensichtlich nicht. Die Löwen siegten völlig souverän mit 3:0 gegen den 1.FC Kaiserslautern. Ein rundum gelungener Tag für den TSV 1860 München und seine Anhänger.

Köllner erwartet Fan-Spalier am morgigen Tag

In der Pressekonferenz wurde Trainer Michael Köllner mit der Frage konfrontiert, ob er vor dem Spiel gegen Bayern II erneut einen Fan-Spalier an der Grünwalder Straße erwarte.

“Da gibt´s zwei Meinungen. Da gibt´s eine offizielle Meinung. Die ist natürlich an die behördlichen Auflagen gebunden. Da wünscht man sich das natürlich nur unter den behördlichen Vorgaben. In meiner inneren Meinung wünsch ich mir das natürlich schon. Des war gigantisch. Dass man so etwas vier Spieltage vor Schluss erlebt, dass die Fans schon völlig aus dem Häuschen san und uns da in aller Art und Weise unterstützen. Das erlebe ich hier schon sehr ausgeprägt.”

“Mein Co-Trainer winkt immer”

Dass der Trainer des TSV 1860 zurzeit äußert gut gelaunt ist, zeigt auch die darauffolgende Frage von sechzger.de (im Video ab Minute 7:15). Unser Redakteur wollte wissen, wie der Fan-Spalier von Köllner und dem restlichen Team aufgenommen wird. Der Coach erklärte, dass sich einige bereits im Tunnel befinden, andere wiederum – trotz der getönten Busscheiben – durchaus auf die Fans reagieren:

“Mein Co-Trainer Günter Brandl, der winkt immer. Bis ihn dann mal der Beer Olli, der andere Co-Trainer, gesagt hat: Du, des san dunkle Scheiben. Da sieht die keiner, gell?!”

Dieser Aussage folgte heitere Stimmung, sowohl auf dem Podium als auch bei den Vertretern der Presse.

Fan-Spalier: Köllner zählt auf die Fans

Offiziell wird es zum morgigen Spiel keinen Aufruf geben, erneut an die Grünwalder Straße zu kommen. Dennoch wird sicher der ein oder andere Löwenfan wieder den Weg nach Giesing antreten, um der Mannschaft vor dem wichtigen Spiel gegen Bayern II einen letzten Motivationsschub zu geben. Die aktuelle Situation lässt einen Fan-Spalier eigentlich weiterhin nicht zu, aber Michael Köllner ahnt bereits, was morgen in Giesing los sein wird.

“Ich bin mir sicher: es wird so kommen, wie es kommen soll. Wir wissen, dass wir auf die Fans zählen können.”

TSV 1860 – FC Bayern II (37. Spieltag): Expertentipp Peter Pacult

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Peter Pacult
Ex-Löwe Peter Pacult

Spätestens in der 3. Spielminute an jenem denkwürdigen 11.06.1994 machte sich Peter Pacult beim TSV 1860 München unsterblich. Mit seinem Tor zum 1:0-Auswärtssieg beim SV Meppen kehrten die Löwen nach vielen Jahren zurück in die Bundesliga. Auch dort erzielte der Österreicher noch drei Treffer in 16 Spielen und netzte u.a. auch gegen die Seitenstraßler ein. Am Sonntag trifft der TSV 1860 nun auf den FC Bayern II und möchte im Aufstiegskampf unbedingt drei Punkte einfahren.

Derbysieg: Pacult sieht den TSV 1860 im Vorteil

Noch immer verfolgt Peter Pacult die Löwen und war durchaus erfreut, als ich ihn kürzlich am Rande eines österreichischen Zweitligaspiels auf den TSV 1860 ansprach. Für das Spiel gegen die kleinen Roten ist der ehemalige Stürmer optimististich und tippt auf einen 3:1-Sieg von Münchens großer Liebe.

Selbstverständlich wünscht Pacult dem TSV 1860 und seinem Kollegen Michael Köllner auch den Aufstieg in die 3. Liga und drückt die Daumen.

Pacult schießt 1860 in die Bundesliga

Natürlich ist im kollektiven Bewusstsein v.a. das goldene Tor von Meppen im Gedächtnis geblieben, doch schon zuvor hatte Pacult 17 Treffer in der 2. Bundesliga für den TSV 1860 erzielt. Er kam, sah, traf, siegte und schoss sich in die Herzen der Löwenfans. Und das, obwohl seine Verpflichtung vor der Saison alles andere als unumstritten war, denn Pacult war damals bereits 33 Jahre alt und hatte seine beste Zeit vermeintlich bereits hinter sich. Trainer Werner Lorant jedoch sah das anders, stellte Pacult neben Bernhard Winkler in den Sturm und die beiden erzielten zusammen 34 Tore und waren maßgeblich am Aufstieg der Löwen beteiligt.

Elfmeter-Tor gegen Oliver Kahn

Ganz so erfolgreich ging es in der höchsten Spielklasse für Pacult leider nicht weiter. Zwar war er zu Saisonbeginn noch Stammspieler und traf sowohl gegen den FC Bayern als auch bei Dynamo Dresden per Elfmeter, doch erst am 15. Spieltag folgte der dritte und letzte Saisontreffer des Österreichers. In der Rückrunde kam Pacult kaum noch zum Zug und wurde bei letzten Saisonspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern tränenreich verabschiedet.

Aufstieg und Derbysieg als Trainer

Bereits 1996 kehrte Pacult jedoch zurück nach Giesing und führte die Amateure der Löwen als Trainer zur Bayernliga-Meisterschaft. Im Kader standen mit Ivica Grlic und Michael Hofmann auch zwei Spieler, die auch heute noch kräftig in der 3. Liga mitmischen.

Zudem war der Österreicher auch als Co-Trainer von Werner Lorant bei den Profis engagiert. Als dieser am 27.11.1999 beim Derby gesperrt fehlte, schlug die große Stunde Pacults und der Löwen. Thomas Riedl traf in der 85. Minute und versetzte die Löwen in Ekstase. Nach Lorants Entlassung im Oktober 2001 stieg Pacult zum Cheftrainer auf, ehe ihn im März das selbe Schicksal ereilte.

In den Folgejahren war Pacult als Trainer in Österreich, Deutschland, Slowenien, Kroatien, Serbien, Albanien und Montenegro tätig, ehe es ihn wieder in die Heimat verschlug. Aktuell steht er beim SK Austria Klagenfurt unter Vertrag und möchte die Kärtner zurück in die Bundesliga führen.

 

Sechzig um Sieben: Warten auf Duell zwischen TSV 1860 und Bayern II

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Noch einmal schlafen müssen die Löwenfans, bevor der TSV 1860 München in der 3.Liga wieder ran muss und auf den FC Bayern II trifft. Kaum auszuhalten ist diese Spannung! Immerhin kann man sich heute mit den Spielen der Konkurrenz etwas ablenken und hoffen, dass dieser im Endspurt die Puste ausgeht.

Expertentipp vor dem Spiel des TSV 1860 gegen Bayern II

Bei sechzger.de geht es weiter mit der Vorberichterstattung. Für unseren Expertentipp stand uns dankenswerterweise jemand zur Verfügung, der in gleich zwei Funktionen bei den Löwen tätig war. Der ehemalige Spieler und Trainer tippt den Ausgang der Partie am Sonntag und ist zuversichtlich, dass der TSV 1860 München gegen Bayern II die drei Punkte einfahren kann. Was er genau tippt, erfahrt ihr in wenigen Stunden bei uns.

Übrigens sieht auch Petar Sliskovic (Türkgücü) die Löwen im Vorteil und tippt bei liga3-online auf einen 3:1-Erfolg.

Löwen auch heute auf dem Trainingsplatz

Ungeachtet dessen, dass die gesamte Konkurrenz heute im Einsatz ist (siehe unten), trifft sich die Mannschaft heute an der Grünwalder Straße und trainiert. Wie Michael Köllner in der LÖWENRUNDE am gestrigen Freitag berichtete, kann er bald wirklich jeden einzelnen Spieler auf dem Rasen begrüßen. Der lange Zeit verletzte Tim Linsbichler soll ab kommender Woche mit einem Teiltraining beginnen. Für das Duell gegen Bayern II steht der 21-Jährige dem TSV 1860 aber natürlich noch nicht zur Verfügung.

Spenden T-Shirt der Bluetsbrüder 1860

Das Schicksal der beiden Buben Vinci und Lorenz lässt uns nicht los und zeigt doch eindrucksvoll, wie sehr die Löwenfamilie zusammenhält. Nach den Erlösen der Geistertickets vom Spiel gegen Kaiserslautern gibt es nun auch ein T-Shirt der Bluetsbrüder 1860. Der komplette Gewinn aus dem Verkauf des T-Shirts geht zu 50% an die beiden Buben. Die anderen 50% gehen an eine weitere unterstütztenswerte Aktion, nämlich “Ein Schal für eine Mahlzeit”. Tolle Aktion, liebe Bluetsbrüder! Das T-Shirt könnt Ihr auf der Facebook Seite der Bluetsbrüder bewundern und auch bestellen. Greift zu!

News aus der 3.Liga

Die Samstagspartien am 37.Spieltag

Eigentlich wäre die gesamte Konkurrenz der Löwen im Aufstiegskampf heute im Einsatz, doch das Duell zwischen Dynamo Dresden und Türkgücü wurde auf den morgigen Sonntag verschoben. Somit bleiben heute fünf Partien des 37.Spieltags über, von denen zwei die gesamte Aufmerksamkeit der Löwenfans abbekommen dürften.

KFC Uerdingen – 1.FC Magdeburg
MSV Duisburg – FC Ingolstadt
SpVgg Unterhaching – Hansa Rostock
Viktoria Köln – 1.FC Kaiserslautern
SC Verl – Waldhof Mannheim

Die Duelle im Aufstiegskampf

Duisburg hat nach zuletzt durchwachsenen Leistung im Pokal eindrucksvoll bewiesen, dass sie es auch besser können. Ein 5:0 zierte am Ende die Anzeigetafel im Duell mit dem Ligakonkurrenten aus Uerdingen und dürfte für eine breite Brust bei den Meiderichern sorgen. Passend für die Löwenfans, denn in Duisburg gastiert am heutigen Samstag der FC Ingolstadt 04. Bei den Schanzern ist ohnehin der Wurm drin: nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen kann die von Tomas Oral trainierte Mannschaft vorweisen. Auch heute darf diese Serie gerne fortgesetzt werden, wir drücken den Zebras die Daumen!

Bereits seit dem 35.Spieltag ist der Abstieg der Spielvereinigung aus Unterhaching besiegelt. Trotzdem geben die Mannen von Arie van Lent nicht auf und konnten letzte Woche gar einen Sieg gegen die Zweitvertretung des FC Bayern feiern. Heute gastiert Hansa Rostock in Unterhaching. Die Kogge kann mit einem Sieg einen weiteren großen Schritt in Richtung Aufstieg machen. Lieber wäre uns allerdings, dass die SpVgg erneut alles gibt, um die Rostocker womöglich um den ein oder anderen Punkt zu erleichtern.

Wer steigt in die Regionalliga ab?

Während es in Verl, wo Waldhof Mannheim zu Gast ist, um rein gar nichts mehr geht, sieht die Lage auf den verbleibenden zwei Plätzen ganz anders aus. Der 1.FC Kaiserslautern möchte in Köln den letzten Schritt zum Klassenerhalt aus eigener Kraft machen. Während die Roten Teufel immerhin noch über der Linie liegen, gilt das für den KFC Uerdingen nicht. Die Krefelder belegen den 17.Platz und benötigen dringend Punkte im Duell mit dem formstarken 1.FC Magdeburg.

Anpfiff ist auf allen Plätzen um 14:00 Uhr. Wir werden euch im Anschluss über die Ergebnisse informieren.

Sechzig @18:60: TAKTIKTAFEL, PK vor 1860-FCB und News 3.Liga

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TSV 1860 München News am Abend von sechzger.de

Zum Start in das Wochenende geben wir euch einen Überblick über die Meldungen bei sechzger.de und haben außerdem die News aus der 3.Liga im Gepäck!

TAKTIKTAFEL

Am Sonntag trifft der Platz 3 auf Platz 18 in der 3.Liga. Dennoch müssen die Löwen wieder all ihr Können auf dem Platz abrufen, um das 11.Spiel in Folge ungeschlagen zu bleiben und im besten Falle einen Sieg zu erringen. Bernd Winninger zeigt in der TAKTIKTAFEL auf, wo die Stärken der zweiten Mannschaft aus der Seitenstraße liegen.

Infos aus der Pressekonferenz

Am heutigen Freitag lud der Verein die Medienvertreter zur LÖWENRUNDE, in der Michael Köllner gewohnt ausführlich Rede und Antwort stand. Dabei freut sich der Coach über die Möglichkeit, die tolle Spielzeit am Ende noch veredeln zu können und sieht den Druck am Sonntag eher beim Gegner. Je nachdem, wie die Konkurrenz am Wochenende spielt, droht der vorzeitige Abstieg in die Regionalliga Bayern (siehe auch weiter unten: Vorschau Saarbrücken – Meppen).

Hotel bleibt den Löwen als Sponsor treu

Trotz Corona-Pandemie und folglich kaum Einnahmen bleibt das Hotel Schwertfirm aus Karlsfeld den Löwen treu. Auch in der kommenden Saison unterstützen sie den TSV 1860 München als Löwen-Partner. Besonderes Schmankerl für Löwenfans: zehn Mottozimmer mit Bezug zu den Meisterlöwen!

 

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News aus der 3.Liga

Kaiserslautern ohne weiteres Spiel im DFB-Pokal?

Wie auch in Bayern ist die Situation in den anderen Landesverbänden bei den Pokalen verzwickt. Durch ein Turnier mit drei Teilnehmern hat der BFV hierzulande zumindest noch eine abgespeckte Lösung gefunden, um wenigstens irgendwie eine sportliche Entscheidung herbeizuführen. Beim einzigen Verein aus der 3.Liga im Landespokal Südwest gibt es nun News, die den Fans der Roten Teufel gefallen dürfte. Die sieben weiteren Vereine des Viertelfinals können aktuell nicht trainieren, daher wird am kommenden Montag über einen möglichen Abbruch des Pokals entschieden. Der 1.FC Kaiserslautern könnte als ranghöchster Verein den Zuspruch zur Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison erhalten. Die Amateurvereine würden mit Geld und einem möglichen Testspiel vor Zuschauern gegen den 1.FCK entschädigt werden.

Saarbrücken – Meppen

In wenigen Minuten ist Anpfiff im Ludwigsparkstadion. Der 1.FC Saarbrücken empfängt den SV Meppen, die dringend Punkte im Abstiegskampf benötigen. Nicht gerade von Vorteil ist dabei die Personalsituation bei den Emsländern. Gleich sieben Akteure, davon fünf mögliche Stammspieler, fallen aus. Dennoch geht der SVM zuversichtlich in die Partie. Bei einem Sieg wäre der Abstieg des VfB Lübeck besiegelt. Sollte Uerdingen verlieren und Bayern II gegen den TSV 1860 am Wochenende nicht gewinnen, wäre der Klassenerhalt des SV Meppen bereits unter Dach und Fach. Hoffnung macht das Ergebnis aus dem Hinspiel: am 18.Spieltag konnte sich Meppen knapp mit 1:0 gegen Saarbrücken durchsetzen.
Anpfiff zur ersten Partie am 37.Spieltag ist um 18:60 Uhr.

Damit wünschen wir euch einen guten Start in das Wochenende. Gemeinsam werden wir die Zeit bis zum Sonntag hoffentlich gut überbrücken und dann alles geben, damit unsere Löwen erneut gewinnen!

TSV 1860 vs. FC Bayern II – LÖWENRUNDE aktuell – “Der Druck liegt beim Gegner”

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Michael Köllner LÖWENRUNDE vor TSV 1860 - Bayern II 14.05.2021

Am Sonntag Nachmittag empfangen die Löwen im Sechzgerstadion die Zweitvertretung aus der Säbener Straße. In dem Prestigeduell zwischen 1860 und FC Bayern II geht es diesmal für beide Teams um nicht weniger, als sich eine möglichst gute Ausgangsposition für den letzten Spieltag in einer Woche zu verschaffen. Bei den Blauen für den Aufstieg in die 2. Liga, bei den Roten gegen den drohenden Sturz in die Regionalliga Bayern.

Entsprechend fokussiert und konzentriert, aber dennoch gut gelaunt präsentierte sich Löwencoach Michael Köllner am Freitag Mittag den Medienvertretern in der LÖWENRUNDE. Seine Mannschaft wolle am Sonntag und in einer Woche in Ingolstadt “eine geile Saison veredeln”. Dass – erstmals in der Geschichte der 3. Liga und durchaus ungewöhnlich für die Gepflogenheiten im deutschen Profifussball – bereits morgen Nachmittag die Löwenkonkurrenten Rostock und Ingolstadt vorlegen müssen, sieht Köllner eher als Vorteil für die Löwen: “Egal was an diesem Wochenende passiert – am 38. Spieltag geht es für uns noch um was.”

Für die kleinen Roten dagegen kann – je nachdem, wie heute und morgen Meppen und Uerdingen spielen – das Duell am Sonntag schon finalen Charakter haben. Folgerichtig hebt Michael Köllner hervor: “Der Druck liegt beim Gegner!”

Über die stark begrenzten Möglichkeiten für den FCB die eigene zuletzt schwächelnde Mannschaft mit Spielern aus dem Profikader zu verstärken, haben wir Euch bereits gestern mit einem sehr informativen und konkreten Beitrag informiert. Mit diesem Thema beschäftigt sich der Löwendompteur allerdings überhaupt nicht, wie er in der Zoomkonferenz mitteilte.

Zum Personal: Auch im letzten Heimspiel dieser Spielzeit hat der Löwendompteur alle Akteure, mit denen er sich seit Mittwoch Nachmittag akurat auf das Duell mit dem Stadtrivalen vorbereitet hat, zur Verfügung. Marius Willsch kehrt heute ins Mannschaftstraining zurück.

 

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – Seitenstraße II (37.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem letzten Heimspiel der Saison 2020/21 unseres TSV 1860 München gegen die Zweitvertretung des Nachbarvereins aus der Seitenstraße.

Die seit dem vierten April vom Duo Schwarz / Demichelis trainierte zweite Mannschaft der Harlachinger konnte als eins der wenigen Teams diese Saison nicht vom Wechsel auf der Trainerbank profitieren. Im Gegenteil: Mit Danny Schwarz an der Seitenlinie ging es tatsächlich noch weiter nach unten als beim Vorgänger Seitz. Speziell in ihren Heimspielen haben die sogenannten Amateure des Vereins aus der Seitenstraße ein Punkteproblem. In der Fremde konnte die Truppe mit einem Gesamtmarktwert von 20,95 Mio. € seit dem Wechsel auf dem Trainerstuhl allerdings konstant punkten.

Die Statistiken des Gegners und deren Veränderungen seit dem Trainerwechsel

  • Ballbesitz 56% (zuvor 57%)
  • Passgenauigkeit 84,5% (zuvor 83%)
  • Flankengenauigkeit 34% (zuvor 33%)
  • Defensive Zweikampfquote 64% (zuvor 61%)
  • PPDA  9,32  (zuvor 10,25)

Das System der Mannschaft aus der Seitenstraße

Danny Schwarz hat das System des Teams grundlegend verändert. Von Dreier- respektive Fünferkette hat er in der Abwehr auf eine Viererkette umgestellt. Dabei fällt auf, dass seine Spieler bei eigenem Ballbesitz – egal welches System zugrunde liegt – fast immer versuchen einen Drei-Mann-Sturm zu etablieren. Die Grundformation von Schwarz’ Mannschaft war seit der Amtsübernahme von Seitz meistens ein 4-3-3.

Beide Außenverteidiger der Viererkette schieben im Spielaufbau ins Mittelfeld vor. Mit ihren guten technischen Fähigkeiten und der hohen Passsicherheit spielt sich diese Mannschaft so im Positionsspiel gut aus dem Pressing anderer Teams frei.

Mit hoher Laufbereitschaft im Mittelfeld und präzisen Pässen gelingt es den Nachbarn durch die, mit den vorgeschobenen Außenverteidigern entstehende Überzahl im Mittelfeld, oft gefährlich bis weit in die gegnerische Hälfte vorzudringen. Ballverluste verzeichnet das Nachwuchsteam aus der Seitenstraße meist erst im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor. Das große Manko in dieser Saison sind die vielen vergebenen Torchancen.

Leichtfertiges Verhalten in der Defensive, vor allem aber in der Box, werden die Kicker aus Harlaching bestrafen. Gegen den Ball ist allerhöchste Konzentration für unsere Sechzger die oberste Maxime, denn sowohl bei der Anzahl der Schüsse insgesamt als auch bei der Schussgenauigkeit kommt ein absolutes Spitzenteam auf unsere Sechzger zu. Abgesehen vom SC Verl hat kein anderes Team ein besseres Verhältnis bei der Schussgenauigkeit in Abhängigkeit abgegebener Schüsse.

Gegen den Ball spielt der kommende Gegner aus der Seitenstraße gerne aggressiv auf einer der vorderen Linien, um den Aufbau im Positionsspiel zu stören. Mit bis zu vier Spielern, die ins Forechecking gehen, versuchen die kleinen Roten sowohl ballorientiertes als auch räumliches Pressing aufs Feld zu bringen. Kann die vorderste Pressinglinie überspielt werden, verschiebt die Formation meist zu einem 4-1-4-1. In der weiteren Rückwärtsbewegung ins eigene letzte Drittel wird kompakt mit einer flachen Fünferreihe vor der Viererkette agiert.

Ballgewinne, bevor die Gefahrenzone überhaupt erreicht wird

Dass das jedoch tatsächlich nötig wird, ist nicht der Plan, den die Trainer gegen den Ball verfolgen. In den meisten Fällen schaffen es die Kicker aus der Seitenstraße vor dem eigenen letzten Drittel in Ballbesitz zu kommen. Besonders auffällig ist tatsächlich die hohe Quote von 18% bei direkten Ballgewinnen im Angriffsdrittel. Weitere 41% der Balleroberungen finden im Mittelfeld statt. Somit gewinnt Schwarz’ Mannschaft 59% aller Bälle vor dem eigenen Verteidigunsdrittel.

Die im raumorientierten Pressing entstehenden sogenannten Pressingfallen zu umgehen, sollte für die Mannschaft des TSV 1860 München kein Problem sein. Wenn sich Schwarz entscheidet seine Mannschaft gegen den Ball auf Angriffssteuerung auszurichten, können die Sechzger das mit guter Laufarbeit im Mittelfeld und hohem Tempo bei flachem kurzem bis mittellangem Passspiel unserer durchaus pressingresistenten Abwehrspieler mit Sicherheit gut lösen.

Sobald man es schafft, Überzahl zu generieren und Schwarz’ Mannschaft in die Rückwärtsbewegung zwingt, sodass mehr Spieler hinter dem Ball herlaufen als vor dem Ball stehen, ergeben sich oft Zuordnungsprobleme und Fehler beim stopfen der so entstehenden Räume.

Für den benachbarten Verein wird also viel von der Laufbereitschaft und dem Willen seiner Offensivspieler abhängen, mit nach hinten zu arbeiten.

Die Stärken und Schwächen des 4-3-3

Die Stärken des 4-3-3

Im Offensivspiel kann eine Mannschaft, die ein 4-3-3 praktiziert, sehr variabel auftreten. Durch die drei Stürmer wird Stress für die Abwehr des Gegners ausgelöst. Das rührt daher, dass durch die Variabilität, die mit drei Spitzen hergestellt wird, in Puncto Breite oder Enge des Spiels und dem Wechselspiel beider Varianten die Angreifer schwer ausrechenbar sind. Somit können in jedem Spielzug andere Laufwege zum Tragen kommen. Dadurch überlagern sich manchmal die im Raum zu verteidigenden Schnittstellen, wodurch eine Überzahl für die Angreifer bei kreuzenden Stürmern entstehen kann.

Wenn die Mannschaft, die im 4-3-3 spielt, obendrein auf Ballbesitzfußball mit hohem Pressing gegen den Ball setzt, ist die Chance für sie sehr hoch, andauernden Druck auf den Strafraum bzw. das Tor des Gegners auszuüben.

Dadurch, dass die beiden Außenstürmer mit relativ wenig Energieleistung zwischen Sturm und Mittelfeld pendeln können, ist auch eine gute Anpassung an das Spielsystem des Gegners möglich. Es kann dort gegen den Ball leicht eine Überzahl generiert werden, die für den Gegner zu Ballverlusten führen kann, wenn die Räume gut verteidigt werden. Dafür müssen die Stürmer gegen den Ball konsequent nach hinten mitarbeiten.

Mit drei Stürmern geht vom 4-3-3 obendrein eine hohe Gefahr für Kontergegenstöße nach Ballgewinn aus. Es kann schnell umgeschaltet werden und die Sturmreihe wird, auch wenn sich die Außenstürmer in der Rückwärtsbewegung ins Mittelfeld haben fallen lassen, schnell wieder besetzt sein, da der Außenstürmer schon vom Anforderungsprofil her ein sehr schneller Spieler ist.

Schwächen des 4-3-3

Wenn die Gegner schnell spielen, entstehen Lücken im Raum, die dann von ihnen durch entstehende Überzahl ausgenutzt werden können. Schnelle Spieler im Mittelfeld gepaart mit vertikalem Spiel helfen den Gegnern diese Räume gegen ein 4-3-3 zu schaffen. Das ist zwar nicht gerade attraktiv, aber höchst effizient.

Im Defensivspiel gegen Positionsangriffe sind die Halbräume und/oder Außenbahnen eine Schwäche des 4-3-3, da diese mit nur drei Mittelfeldspielern, ohne Unterstützung der Außenstürmer, nie vollständig zugestellt werden können.

Auch gegen diagonales Spiel (Seitenwechsel) ist das System anfällig, wenn die Defensivunterstüzung durch die Außenstürmer nicht konsequent geboten wird, weil in diesem Fall im Mittelfeld ein Spieler abgeht, um beide Flanken abzudecken.

Die Schlüsselspieler

Im Tor

Ron-Thorben Hoffmann (#1) hat in den letzten Spielen einige Unsicherheiten gezeigt und war bei einigen Gegentreffern nicht gänzlich unschuldig. Dessen ungeachtet ist er ein reflexstarker Keeper, der aufgrund seines jungen Alters natürlich nicht von Fehlern verschont bleibt.

Verteidigung

Kapitän und Innenverteidiger Nicolas Feldhahn (#5) ist der Abwehrchef der kleinen Roten. Mit bereits 34 Jahren ist er der älteste Spieler im Kader. Er dirigiert seine jungen Mitspieler routiniert. Auffällig ist sein gutes Stellungsspiel. Das hilft ihm, oft Fehler seiner unerfahrenen Nebenleute auszumerzen. Es begünstigt obendrein das Einlaufen in die Passwege der Gegner. Er fängt sehr viele Pässe ab, bevor Gefahr durch den Gegner entstehen kann. Seine Zweikampfbilanz ist verglichen mit den Topspielern auf der Innenverteidiger-Position nach wie vor verbesserungswürdig.

Außenverteidiger Rémy Vita (#2) kam am Ende der Transferperiode im Oktober aus Troyes an die Säbener Straße. Er ist schnell und technisch versiert. Angriffe über seine linke Seite können, wenn er es schafft seine Gegenspieler zu überspielen, brandgefährlich werden.

Im Mittelfeld

Angelo Stiller (#38): Der defensive Mittelfeldspieler ist der kompletteste Spieler, den die Mannschaft aufzubieten hat. Er hat bei der ersten Mannschaft sogar schon Champions League-Luft geschnuppert und kommt auch bei nur wenigen Einsatzminuten in diesen Spielen auf statistische Topwerte. Zweikampfstärke in der Defensive, Passsicherheit, hohes technisches Können, viel Übersicht in der Offensive und gutes Stellungsspiel in der Defensive zeichnen den zur TSG Hoffenheim wechselnden Youngster aus.

Zum Ende der Wintertransferperiode kam der zum 1.FCN verliehene Sarpreet Singh (#31) in die Seitenstraße zurück. Der passsichere offensive Mittelfeldspieler hat ein gutes Auge für sich entwickelnde Situationen. Er spielt deshalb einerseits viele Pässe, die im Anschluss für Gefahr sorgen, andererseits steht er aufgrund dieser guten Antizipation selbst oft in gefährlicher Position in der gegnerischen Box. Sein Ehrgeiz gegen den Ball nach hinten zu arbeiten könnte größer sein.

Die Optionen im Angriff

Welcher der drei möglichen Mittelstürmer von Schwarz den Vorzug erhalten wird, ist letzlich unerheblich. Sowohl Jann-Fiete Arp (#9) als auch Lenn Jastremski (#14) oder der aus der A-Jugend im Winter zum Team hinzugestoßene Armindo Sieb (#41) haben in der laufenden Saison bewiesen, dass sie wissen, wo der Kasten steht. Wichtig wird sein, die Bälle auf diese Spieler zu verhindern.

Fazit

Den Nachbarn aus Harlaching zu unterschätzen, darf niemandem passieren. Weder uns Fans, noch der Mannschaft. Wie in jedem Spiel müssen Michael Köllners Männer mit höchster Konzentration ins Match gehen. Vor allem die Spieler in der Hintermannschaft werden stärker gefordert sein, als man es aufgrund der Tabellensituation der Zweitvertretung des Lokalrivalen vermuten mag.

Weil es ein Spiel mit Derbycharakter ist, wird man mit Sicherheit auf einen Gegner treffen, der dem TSV 1860 München in die Suppe spucken will. Die kleinen Roten werden nichts unversucht lassen, um den Sechzgern den Traum vom Aufstieg bzw. der möglichen Relegationsspiele noch zu vermasseln.

Darum gilt es für unsere Löwen ab der ersten Minute jeden Zweikampf anzunehmen. Mit größtmöglicher fairer Härte muss man gegen den Ball jedem Gegenspieler den Schneid abkaufen und bei Ballbesitz die eigenen Tugenden zum Tragen bringen.

Auch Profi-Unterstützung kann unsere Löwen nicht stoppen

Mit dem präzisem, schnellem Spiel, das die Löwen spielen können und der Gier nach mehr, die in jedem Spiel von unseren Sechzgern an den Tag gelegt wird, wird jeder der Spieler auf dem Platz alles dafür tun, dass sowohl der TSV 1860 München weiterhin alle Chancen zum Aufstieg hat; aber auch dafür, dass man die zweite Mannschaft der Seitenstraße dorthin befördert, wo sie dem Namen nach hingehört. In die Regionalliga Bayern.

Unser Coach Michael Köllner wird wie immer den richtigen Plan haben. Die Mannschaft wird alles geben, um den Plan umzusetzen.

Sollte der Gegner sich mit Spielern aus der ersten Mannschaft verstärken, würden wir einmal mehr den Charakter, der dort vorherrscht, vor Augen geführt bekommen. Dennoch macht mir das kein Kopfzerbrechen. Wir wissen alle, was unsere Löwen zu leisten im Stande sind. Darum bin auch für den Fall, dass der Gegner alle möglichen Register diesbezüglich zieht, zuversichtlich.

Der Tabellensituation nach sind drei Punkte zwar keine Pflicht, um weiterhin im Rennen zu bleiben. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass auch nur einer unserer Spieler sich vor Abpfiff mit weniger als eben diesen drei Punkten zufrieden geben wird. Deshalb sage ich: “Auf gehts Löwen kämpfen und siegen”, denn nach wie vor gilt das vom Kollegen Enn ausgerufene Motto “Nothing’s gonna stop us now”.

Mögliche Aufstellung der Gäste aus der Seitenstraße

Mögliche Aufstellung von Bayern II gegen den TSV 1860 München

Datenquelle: wyscout

Sechzig um Sieben: Wird Michael Köllner Trainer der Saison?

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Auch am Brückentag sind unsere Löwen natürlich nicht untätig und bereiten sich akribisch auf das Duell mit den kleinen Roten vor. Neben Sascha Mölders, der sich bereits über die ein oder andere Auszeichnung freuen durfte, steht nun auch Michael Köllner bei der Wahl zum Trainer der Saison kurz vor einer Anerkennung für seine tolle Arbeit beim TSV 1860 München. Bei sechzger.de geht es heute weiter mit der Vorberichterstattung für die Partie am 37.Spieltag.

TAKTIKTAFEL

Mit dem FC Bayern II wartet am Sonntag ein Team aus der Abstiegszone auf die Löwen. Doch ein Selbstläufer wird das mit Sicherheit nicht – da ist sich Bernd Winninger sicher und erklärt in seiner TAKTIKTAFEL auch, wieso er das so sieht. Wir hoffen natürlich trotzdem, dass einer der Tipps aus dem aktuellen sechzger.de Talk eintrifft!

LÖWENRUNDE

Die Pressekonferenz findet am heutigen Vormittag statt. Wie schon gewohnt, werden wir euch die wichtigsten Informationen daraus im Anschluss berichten.

Wahl zum Spieler und Trainer der Saison

Auf der Facebook-Seite der 3.Liga laufen seit gestern zwei Abstimmungen. Die Vorauswahl wurde durch die Kapitäne und Trainer aller Drittligisten getroffen. In beiden Kategorien steht ein Akteur des TSV 1860 München zur Wahl. Stimmt also fleißig ab und verhelft Michael Köllner zum Titel “Trainer der Saison” sowie Sascha Mölders zur Auszeichnung “Spieler der Saison”! Wichtig: es zählt der “Like” und nicht ein Kommentar. Aktuell sieht es gut aus für die beiden Löwen. 🙂

News aus der 3.Liga

Zu großer Unterschied zwischen 2. und 3.Liga?

Immer wieder steigen Aufsteiger in die 2.Liga in der Folgesaison direkt wieder in die 3.Liga ab. Dieses Schicksal ereilte heuer die Würzburger Kickers, deren Gang in die Drittklassigkeit bereits besiegelt ist. Auch der Eintracht aus Braunschweig droht ein Abstieg. Die Mannschaft liegt aktuell auf dem Relegationsrang. liga3-online hat sich mit den möglichen Gründen für die direkten Wiederabstiege beschäftigt.

Auftakt zum 37.Spieltag

Heute Abend trifft der 1.FC Saarbrücken im heimischen Ludwigsparkstadion auf den SV Meppen. Die Emsländer wollen und müssen dabei nach sieben Spielen ohne Sieg endlich wieder drei Punkte einfahren, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Noch liegt man auf dem 16.Platz, der zu einer Teilnahme der 3.Liga in der kommenden Saison berechtigen würde. Dies kann sich allerdings auch schnell ändern, sollte Meppen erneut verlieren. Unser kommender Gegner aus der Seitenstraße wird gebannt in Richtung Saarbrücken schauen… Anpfiff ist um 18:60 Uhr.