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Sechzig um sieben: Kredite statt Geschenke

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Der Wahlkampf um die neun Sitze im Verwaltungsrat des TSV 1860 München e.V. ist im vollen Gange. Investor Hasan Ismaik versucht dabei, neun Kandidaten zu finden, die ihm gewogen sind und seinen Kurs unterstützen. Allerdings wird dieser zunehmend unklarer, wie sich gestern ein weiteres Mal zeigte. Ismaik sprach bei einem Treffen mit der Fanitiative Pro1860 davon, dass ein Großteil der 200 Mio. €, die er in die KGaA investieren will, über Darlehen bereit gestellt werden soll. Kredite statt Geschenke also.

Ismaik will 200 Mio. € doch größtenteils als Kredite bereitstellen und keine Geschenke verteilen

Zunächst kündigte Hasan Ismaik per Video an, 100 Mio. € in die KGaA zu investieren. Einige Tage später legte gegenüber der Abendzeitung dann nochmal weitere 100 Mio. €für einen Stadionbau oder -ausbau” bereit zu stellen. Beim Fanclubtreffen am vergangenen Freitag in Vierkichen (oder “4”kirchen?) versprach Ismaik dann: “Ich halte mein Versprechen – 100 Millionen für 1860. Und 100 Millionen für ein Stadion. (…) Es werden keine Darlehen sein. Es wird entweder als Geschenk oder als Kapitalerhöhung erfolgen.” Gestern beim Gespräch mit Pro1860 äußerte sich Ismaik dann wieder anders, wie Pro1860 berichtet:

“Von den 100 Millionen Euro für das neue Stadion sollen ca. 80 bis 90 Millionen Euro als Kredit durch eine Bank (die Hasan Ismaik kennt) durch die KGaA finanziert werden und die benötigten 10 bis 20 Millionen Euro Eigenkapital sollen, ebenso wie die 100 Millionen Euro für sportliche Belange, (die laut Hasan Ismaik auch nicht sofort, sondern je nach Liga-Zugehörigkeit in Teilen jedes Jahr benötigt werden) entweder durch eine Kapitalerhöhung in der KGaA (auch mit neuen Gesellschaftern) oder frei-käufliche Aktien der KGaA oder auch durch weitere Kredite aufgebracht werden. Von einem Geschenk an den TSV München von 1860 hat er auch auf Rückfrage explizit nicht gesprochen.”

Also doch mehrheitlich Kredite statt Geschenke vom Investor. Man wird sehen, wie die Mitglieder des e.V. eine weitere Verschuldung der KGaA auf der Mitgliederversammlung bewerten. Selbst falls sich dafür eine Mehrheit finden sollte, ist unklar, wie der KGaA noch weiteres Fremdkapital bereitgestellt werden soll, ohne die Regeln von DFB und DFL zu verletzen. Hierzu hat sich Ismaik bisher nicht geäußert.

Fragebögen der VR-Kandidaten ab heute auf sechzger.de

Heute um 9:00h erscheint der erste Fragebogen der 20 VR-Kandidaten, die uns auf unserer Anfrage geantwortet haben. Lediglich die Kandidaten Stimoniaris, Dilger, Sochurek und Obermeier verzichteten auf die Beantwortung der Fragen. Wir werden die Antworten der Kandidaten unkommentiert veröffentlichen, damit sich jeder ein ungeschminktes Bild von den Kandidaten machen kann. Die nächsten 10 Tage werden also pro Tag zwei Kandidaten (jeweils um 9:00h und um 15:00h) vorgestellt. Die Vorstellungen werden in alphabetischer Reihenfolge publiziert. Wir hoffen, dass wir dadurch den Mitgliedern des TSV 1860 München e.V. eine Unterstützung bei der Auswahl der geeigneten Kandidaten für den 16.06. geben können.

Homepage des e.V. in neuem Design

Die Homepage des TSV 1860 München e.V. wurde neudeutsch einem Relaunch unterzogen. Die neue Website erstrahlt in klarem Design und wirkt dynamisch und modern. Besonders imposant sind nach einem ersten virtuellen Rundgang die zahlreichen Bild- und Videoimpressionen von Breitensport bis zur Westkurve. Schaut mal rein und macht Euch selbst ein Bild!

Keine “grundlegenden Bedenken” beim Bundekartellamt gegen 50+1

Nach dem sogenannten “Superleague”-Urteil des EuGH hat sich das Bundeskartellamt verkündet, dass es trotz des “Superleague”-Urteils “keine grundlegenden Bedenken“ hinsichtlich der 50+1-Regel des Profifußballs” hat. Trotzdem will das Kartellamt „die Lizenzierungspraxis der Deutschen Fußball Liga (DFL) genauer untersuchen“.

News aus der dritten Liga

Jan-Hendrick Marx zu Dynamo Dresden

Von Absteiger Eintracht Braunschweig stößt der 29-jährige Außenverteidiger zu Dynamo Dresden. Marx stand seit Januar 2022 bei den Braunschweigern unter Vertrag. Marx bringt die Erfahrung von 35 Spielen in der zweiten Liga und 72 Einsätzen in der dritten Liga mit.

Wehen zur Vorbereitung nach Südafrika

Zweitliga-Absteiger SV Wehen wird seine Saisonvorbereitung in Südafrika absolvieren. Möglich macht das Unterstützung der DFL. Die Hessen wollen in Südafrika “die Internationalisierung des SVWW vorantreiben als auch neue Partnerschaften mit Klubs, Schulen und Unternehmen aufbauen sowie dabei ein würdiger Botschafter für den deutschen Fußball sein.”

Ersetzt Eisele Kolke in Rostock?

Nach dem Abstieg von Hansa Rostock scheint Stammkeeper Markus Kolke einen Vereinswechsel zu Werder Bremen anzustreben. Ersetzt werden könnte er durch Kai Eisele, der bereits 2017/18 für die Hanseaten auflief. Danach spielte er 74 Mal für den Halleschen FC in der dritten Liga. Es folgten weniger erfolgreiche Engagements in Düsseldorf und Karlsruhe, wo nun sein Vertrag auslief.

Damit wünschen wir Euch einen angenehmen Dienstag. Klickt um 9:00 und 15:00h bei uns rein, um Euch Bild von den VR-Kandidaten Thomas Baudisch und Robert von Bennigsen zu machen!

 

Darlehen? Keine Darlehen? Ismaik widerspricht sich bei 200 Millionen Invest

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Geld Euro 50+1 Konsolidierung

Hasan Ismaik hat innerhalb weniger Tage komplett konträre Aussagen über sein in Aussicht gestelltes 200 Millionen Euro Invest getätigt und nun gegenüber “Pro1860” doch von Darlehen gesprochen.

Erst sprach Ismaik von 100 Millionen

Zuerst sprach Ismaik im Video auf Social Media davon, 100 Millionen Euro in den TSV 1860 investieren zu wollen: “I am ready to invest more than 100 Million Euro to make 1860 great again (ich bin bereit, mehr als einhundert Millionen Euro zu investieren, um 1860 wieder groß zu machen, d. Red.)” Diese Aussage tätigte er in Englischer Sprache.

Dann sprach Ismaik von 200 Millionen

Gegenüber der “Abendzeitung” verdoppelte Ismaik dieses Investitionsvorhaben kurzerhand: neben den angekündigten 100 Millionen Euro wolle er zusätzlich 100 Millionen Euro für ein neues Stadion bereitstellen: “Ich wäre auch bereit, für einen Stadionbau oder -ausbau, der 1860 weiterbringt, nochmal 100 Millionen extra auszugeben”

Bei Fanclub-Treffen: 200 Millionen Euro sollen “Geschenk oder Kapitalerhöhung” sein

Ismaik bekräftigte den Plan, 200 Millionen Euro investieren zu wollen, letzte Woche beim Fanclub-Treffen in Vierkirchen: Angesprochen darauf, ob das Invest wieder mittels Darlehen zur Verfügung gestellt werden sollte, antwortete er:

“Ich halte mein Versprechen – 100 Millionen für 1860. Und 100 Millionen für ein Stadion. (…) “Es werden keine Darlehen sein. Es wird entweder als Geschenk oder als Kapitalerhöhung erfolgen.

Im Gespräch mit “Pro1860”: Stadionfinanzierung in Höhe von 80-90 Millionen Euro über Darlehen, restliche 120 Millionen über Kapitalerhöhung bzw. Aktienverkauf der KGaA oder Darlehen

Im Gespräch mit der Faninitiative “Pro1860” klang dies nun wieder ganz anders. So soll die Stadionfinanzierung in Höhe von “80 bis 90 Millionen Euro als Kredit durch eine Bank (die Ismaik kennt)” erfolgen.

Der Rest (also die noch benötigten 20 Millionen Euro für das Stadion und die angekündigten weiteren 100 Millionen Euro) sollten durch “eine Kapitalerhöhung in der KGaA (auch mit neuen Gesellschaftern) oder frei-käufliche Aktien (…) oder auch durch weitere Kredite aufgebracht werden”. Und weiter: “Von einem Geschenk an den TSV 1860 München hat er (Ismaik, d.Red.) auch auf Rückfrage explizit nicht gesprochen.”

Ismaik will also die 200 Millionen Euro gar nicht selbst aufbringen und wunderte sich gegenüber “Pro1860”, dass die Menschen dies so verstanden hätten: “Ismaik war überrascht, dass die Presse es so darstellt, dass er die 200 Millionen Euro persönlich zur Verfügung stellt”. Und “geschenkt” werden soll auf einmal auch nichts mehr.

Wie war das mit “I am ready to invest more than 100 Million Euro”, wie er selbst auf Englisch sagte? Auch ein Übersetzungsfehler?

Idee der Kapitalerhöhung wird schon lange vom e.V. verfolgt – und scheiterte bislang an Ismaik

Auszüge aus den Protokollen der Mitgliederversammlungen 2019 und 2021 zeigen, dass die Idee einer Kapitalerhöhung schon länger vom e.V. verfolgt wird. Bislang scheiterte die Umsetzung an Ismaik.

Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung 2019: “Der Präsident wünscht sich einen gemeinsamen Weg der Gesellschafter sowie eine Neuordnung des Kooperations-Vertrages, um die wirtschaftlichen Aussichten der KGaA zu verbessern, bspw. durch weitere Gesellschafter. Herr Ismaik wurde vor zwei Monaten schriftlich über die geplante Kapitalerhöhung informiert, bisher jedoch ohne Rückmeldung zu Verhandlungsterminen.”

Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung 2021: “Zur Kapitalerhöhung werde er (Robert Reisinger, d.Red.) keine Aussage machen, da die Gespräche momentan stocken. Robert Reisinger wünscht sich eine gemeinsame Arbeit mit der KGaA zur Gesundung.”

Erst kürzlich manifestierte das Präsidium die Bereitschaft, eine Kapitalerhöhung unter Einbeziehung eines dritten Gesellschafters anzugehen:

“Hasan Ismaik selbst hat in genanntem Interview die Option ins Spiel gebracht, seine Anteile zu veräußern. Das hören wir in der Form zum ersten Mal. Unsere Haltung dazu war immer klar: Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA braucht mehr Vielfalt bei den Kapitalgebern.”

Probleme mit der Übersetzung?

Gegenüber “Pro1860” ließ Ismaik auch verlautbaren, dass wohl hinsichtlich seines 200-Millionen-Euro-Versprechens in der “Abendzeitung” nicht ordentlich übersetzt worden sei. Diese Übersetzungsprobleme scheinen sich in jüngerer Vergangenheit zu häufen. Die Passage “Pro 1860 und die Ultras zerstören” wurde von Ismaiks Dolmetscher im Video mit den “Meisterlöwen” überhaupt nicht übersetzt. Erst als sechzger.de darauf aufmerksam wurde und den wahren Wortlaut veröffentlichte, bezichtigte Ismaik unser Fanportal der Lüge. Wie also denknotwendig auch das Löwenmagazin, die Süddeutsche Zeitung, den Bayerischen Rundfunk und die Abendzeitung. Auch der promovierte Übersetzer, der uns eine beglaubigte Übersetzung von Ismaiks Worten übermittelte, ist somit laut Ismaik ein Lügner. Wie scheinbar so ziemlich alle, außer ihm selbst.

Wie ist das denn nun genau mit den 200 Millionen Euro, Herr Ismaik?

 

Fragebögen der VR-Kandidaten werden ab morgen veröffentlicht

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24 Personen treten auf der Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. an, um sich in den Verwaltungsrat wählen zu lassen. Neun Plätze sind zu vergeben. Durchschnittlich kommt also nur rund jeder dritte Bewerber ins angestrebte Amt. Da wollen die Wählerinnen und Wähler schon überzeugt werden. Wir von sechzger.de möchten den Mitgliederinnen und Mitgliedern des TSV 1860, aber natürlich auch allen anderen interessierten Löwenfans die Möglichkeit geben, die Kandidierenden ein bisschen näher kennen zu lernen. Daher haben wir allen 24 einen standardisierten und einheitlichen Fragebogen mit zehn Fragen zur Bewertung der Arbeit des aktuellen Verwaltungsrats, zu ihren eigenen Plänen für das Gremium und natürlich auch zu den drängendsten Fragen rund um das Aushängeschild des TSV 1860, den Profifußball, zugesendet. Innerhalb einer guten Woche sind insgesamt 20 ausgefüllte Fragebögen zurück gekommen. Eine tolle Zahl, die für das ernsthafte Engagement dieser Kandidaten spricht! Und natürlich auch – so sehen wir das bei aller Bescheidenheit – für die Relevanz unseres kleinen aber feinen Fanportals.

Veröffentlichung in alphabetischer Reihenfolge

Wir werden die erhaltenen Fragebögen ab dem morgigen Dienstag in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen der VR-Kandidaten veröffentlichen. Damit wir das noch bis zur MV in weniger als zwei Wochen schaffen, erscheinen jeweils zwei Fragebögen pro Tag. Einer vormittags um 9.00 Uhr, einer nachmittags um 15.00 Uhr. Viel Lesestoff – aber es lohnt sich!
Von einer Personen kam leider – trotz zweifacher Erinnerung – gar keine Rückmeldung: Athanasios Stimoniaris. Die Beantwortung der Frage, ob diese Nicht-Reaktion einen Rückschluss darauf zulässt, wie ernst der unter dem Spitznamen “Saki” im Löwenumfeld durchaus bekannte Kandidat, unser Medium oder sogar das Gremium des Verwaltungsrats nimmt, überlassen wir unseren Lesern.

Weitere drei Kandidierende leider ohne Fragebogen

Neben Herrn Stimoniaris können wir leider von drei weiteren Personen nichts veröffentlichen.
Anton Dilger teilte uns mit, dass er den Fragebogen “nach reiflicher Überlegung” nicht ausfüllen werde. Unsere Rückfrage nach einer Begründung (die wir natürlich hier veröffentlicht hätten, falls gewünscht) wurde leider negativ beschieden.
Auch Klaus Sochurek verzichtete auf das Ausfüllen des Fragebogens und verwies auf die bekannten Aufgaben des Verwaltungsrats, “die in Ziffer 13 und 11 der Satzung unseres Vereins genau beschrieben” sind.
Franz-Josef Obermeier schließlich beantwortete unsere Nachricht mit der Bitte um Ausfüllen des Fragebogens mit einer wiederum sehr langen Email, in der er teilweise auch auf die im Fragebogen aufgeworfenen Fragen einging. Unsere Rückmeldung, dass wir – aus Gründen der Chancengleichheit für alle Kandidierenden – um wirkliches Ausfüllen des Fragebogen bitten, wurde leider nicht beantwortet. Um alle Beteiligten fair zu behandeln, werden wir von diesem Kandidaten also leider keinen Fragebogen veröffentlichen.

Die übrigen 19 Kandidaten – und die eine Kandidatin – haben die Fragen beantwortet. Dass die – leider muss man sagen – einzige weibliche Bewerberin für den Verwaltungsrat in der Veröffentlichung das Schlusslicht bilden wird, hat natürlich nichts mit ihrem Geschlecht, sondern einzig mit ihrem Nachnamen zu tun. Dies sei hier erwähnt, damit keine falschen Gerüchte aufkommen! Beatrix Zurek versicherte uns gegenüber mit einem Augenzwinkern, dass sie das “schon gewohnt” sei.

sechzger.de Leser dürfen sich freuen!

Unsere Leserinnen und Leser dürfen sich also in den kommenden zehn Tagen auf 20 Beiträge freuen, die eine Vielzahl interessanter Antworten auf die Fragen von sechzger.de an die Kandidierenden für die Wahl zum Verwaltungsrat des TSV 1860 enthalten. Wir wiederum würden uns sehr freuen, wenn unsere Artikel-Serie dazu beiträgt, die Wahlentscheidungen der Mitglieder des TSV 1860 am 16. Juni etwas zu vereinfachen.

Meinungsaustausch: Hasan Ismaik trifft Pro1860

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PRO1860 Logo Fanvereinigung TSV 1860 München

Am Sonntag traf Hasan Ismaik Vertreter von Pro1860 im Giesinger Garten zu einem Meinungsaustausch. Die Vorstandschaft der Fanvereinigung veröffentlichte heute eine Stellungnahme zum Treffen.

Hasan Ismaik trifft Pro1860

Besonders interessant dürften Ismaiks Auskünfte der angekündigten Finanzspritze in Höhe von 100 bzw. 200 Millionen Euro sein. Aber lest selbst:

Liebe Mitglieder, liebe Löwinnen und liebe Löwen,

wie bereits vom Hasan Ismaik angekündigt, haben wir uns gestern mit ihm im Giesinger Garten getroffen. Das höflich und respektvoll geführte Gespräch konnte hoffentlich dazu beitragen, dass Hasan Ismaik besser versteht, wer PRO1860 ist, warum wir PRO1860 gegründet haben und welche Ziele für den TSV München von 1860 wir damals und heute verfolgen.

Neben Hasan Ismaiks Fragen an uns zu PRO1860, wurden auch unsere Fragen besprochen und viele davon wurden auch beantwortet. So waren wir beispielsweise überrascht zu hören, dass es sich bei den 200 Millionen Euro, die in verschiedenen Presseberichten kursieren, zu großen Teilen nicht um das Geld von Hasan Ismaik selbst handelt. Hasan Ismaik war selbst überrascht, dass die Presse es so dargestellt hat, dass er die 200 Millionen Euro persönlich zur Verfügung stellt. Er meinte, dass hier wohl auch nicht richtig übersetzt wurde. Dies würde er auch jedem Journalisten, der nachfragt, genau so sagen.

Von den 100 Millionen Euro für das neue Stadion sollen ca. 80 bis 90 Millionen Euro als Kredit durch eine Bank (die Hasan Ismaik kennt) durch die KGaA finanziert werden und die benötigten 10 bis 20 Millionen Euro Eigenkapital sollen, ebenso wie die 100 Millionen Euro für sportliche Belange, (die laut Hasan Ismaik auch nicht sofort, sondern je nach Liga-Zugehörigkeit in Teilen jedes Jahr benötigt werden) entweder durch eine Kapitalerhöhung in der KGaA (auch mit neuen Gesellschaftern) oder frei-käufliche Aktien der KGaA oder auch durch weitere Kredite aufgebracht werden. Von einem Geschenk an den TSV München von 1860 hat er auch auf Rückfrage explizit nicht gesprochen.

Am Ende des fast vierstündigen Treffens haben wir gegenseitige Geschenke ausgetauscht. Hasan Ismaik hat von uns Roman Beers Buch „Kultstätte an der Grünwalder Straße: Die Geschichte eines Stadions“ und einen Nachdruck der Chronik von 1910 des TSV München von 1860 e.V., „50 Jahre TSV“ bekommen. Wir haben von Hasan Ismaik ein aktuelles Trikot mit der Beflockung „PRO1860“ erhalten. Da wir dieses Trikot in der nächsten Zeit zu Gunsten der Jugendabteilung des TSV München von 1860 e.V. versteigern wollen, baten wir Hasan Ismaik um seine Unterschrift, die er auf der Rückseite auch verewigt hat.

Alle Mitglieder von PRO1860 e.V. möchten wir über unser Gespräch mit Hasan Ismaik auf einem internen Stammtisch natürlich genauer informieren. Wir freuen uns schon drauf und die Einladung zum Stammtisch erfolgt in Kürze über die bekannten Wege.

Weiß-blaue Löwengrüße

PRO1860 e.V. – die Vorstandschaft

Ein Wort zum TSV 1860 München: Roland Hefter

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Von wegen “Stagnation” – Roland Hefter teilt in unserer Kurzserie “Ein Wort zum TSV 1860 München” seine Gedanken zum neuen Kurs des e.V..

Wo andere Stagnation und gar Rückschritte sehen, sehen wir wirtschaftliche Vernunft, zukunftsfähige, nachhaltige Konzepte und messbaren Fortschritt. Und wir sind nicht allein. Wir haben ehemalige Spieler, die selbst ihre fußballerische Heimat in Giesing haben, aber auch mehr oder weniger prominente Anhänger und Freunde des TSV 1860 München nach ihren Gedanken gefragt.

“Ein Wort zum TSV 1860 München”: Roland Hefter teilt sechzger.de seine Gedanken mit

„Ich glaube, Reisinger, Werner, Mueller und Giannikis sind auf dem richtigen Weg. Mit guter Nachwuchsarbeit und der Konzentration auf das eigene Potential, den Nachwuchs, werden unsere Löwen langsam aber sicher dahin kommen, wohin sie wollen – und gewinnen auf diesem Weg auch mehr an Sympathie. Wir brauchen kein weiteres Experiment für einen schnellen Erfolg mit geliehenem Geld, den keiner garantieren kann und der auch nicht nachhaltig ist. Lieber in kleinen eigenen Schritten und mit einer Kurve und Fans, die hinter dem Verein stehen.“

— Roland Hefter, Stadtrat und Künstler

sechzger.de blickt zurück: Scherbenhaufen nach Totalabsturz

Seit dem Sommer 2017, in dem die erste Mannschaft des TSV 1860 München in Folge eines wirtschaftlichen und sportlichen Desasters der aus dem Mutterverein ausgegliederten Profi-Fußballgesellschaft, bis in die Regionalliga Bayern fiel, sind die Vertreter des Muttervereins beharrlich um einen bodenständigeren Kurs bemüht.

Die ökonomischen und strukturellen Problemlagen in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA waren im Nachwuchsbereich schon zwei Spielzeiten vor dem großen Crash wahrnehmbar gewesen. Zwei Jahre lang blieb die KGaA damals dem gemeinnützigen Verein die vertraglich vereinbarten Ausbildungszuschüsse schuldig. In der Folge mussten Ausbildungsmaßnahmen zurückgefahren werden und zeitgleich mit den Profis stiegen in der Saison 2016/2017 auch die A- und B-Junioren aus der Bundesliga ab.

TSV München von 1860 e.V. trägt die Ausbildung der jungen Talente seit 2017 allein

Seit dem Sommer 2017 trägt der Mutterverein die Ausbildung der Talente finanziell allein. Die ausstehenden Beihilfen wurden nach dem Neubeginn im Rahmen eines Sanierungskonzepts für die überschuldete KGaA gestundet. Der Eintritt zahlreicher Neumitglieder in den Verein versetzte die Verantwortlichen in die Lage, umfangreiche organisatorische, konzeptionelle und ausbildungsspezifische Erneuerungen bei den Junglöwen voranzutreiben.

Das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München ist heute wieder eine renommierte Ausbildungsstätte. Sowohl die A-Junioren wie die B-Junioren kehrten sportlich in die Bundesliga  zurück. Zahlreiche Nachwuchstalente konnten für den Einsatz im Profibereich des TSV 1860 München qualifiziert werden. Die Profimannschaft des Klubs verfügt seit vielen Jahren über eine der höchsten Quoten an sogenannten Eigengewächsen im Deutschen Fußball.

Neue Geschäftsführer des TSV 1860 setzen auf die Jugend

Das vom Mutterverein zu Jahresbeginn neu eingesetzte Management der Profi-Fußballgesellschaft (Dr. Christian Werner, Sport/Oliver Mueller, Finanzen) verfolgt einen sportlichen Kurs, der diese Bemühungen für die Zukunft zu einem identitätsstiftenden Merkmal für den TSV 1860 München institutionalisieren will.

Die Presse berichtet darüber: Für Präsident Robert Reisinger war die Verpflichtung von Giannikis, Werner und Mueller diesbezüglich ein Meilenstein. „Wir müssen von unserer Ausbildungsqualität mehr profitieren“, lautet seine alte, in einem Podcast erneuerte Forderung: „Diese Aufgabe ist in meinen Augen absolut wettbewerbsentscheidend. Dafür braucht es Kreativität, strategisches Geschick und einen scharfen Blick für Entwicklungspotenzial. Das scheint jetzt endlich angekommen zu sein.”

 

Bundeskartellamt: auch trotz EuGH Urteil “keine grundlegenden Bedenken” wegen 50+1

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Grundsatzurteil - Hannover Kind
Choreographie der Münchner Löwen - 50+1 unverhandelbar! Quelle: muenchnerloewen.de

Das Bundeskartellamt hat nach dem “Superleague”-Urteil des EuGH Stellung zum Stand der “50+1”-Regel bezogen und halt diese trotz des Richterspruchs grundsätzlich für rechtmäßig.

“50+1”-Regel nach EuGH-Urteil in der Schwebe

Die DFL und das Bundeskartellamt hatten sich bereits verständigt: die “50+1”-Regel ist mit dem Deutschen und Europäischen Kartellrecht vereinbar. Eine Abstimmung darüber war zunächst durch die HAM International Ltd. (Ismaiks Firma) aufgrund eines haltlosen Befangenheitsantrags hinausgezögert worden. Dieser ist inzwischen vom Tisch (sechzger.de berichtete). In der Zwischenzeit sorgte jedoch das EuGH-Urteil zur “Superleague” für Aufsehen, sodass DFL und Bundeskartellamt entschieden hatten, die Abstimmung über die Manifestieren der Regel zunächst von der Miteinbeziehung der Entscheidung abhängig zu machen und entsprechend zu vertagen.

Bundeskartellamt: “Keine grundlegenden Bedenken” bzgl. der “50+1”-Regel auch unter Berücksichtigung des EuGH-Urteils

Nun hat sich das Bundeskartellamt zu Wort gemeldet. In Sport1 heißt es: “Das Bundeskartellamt hat auch nach der jüngsten Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) „keine grundlegenden Bedenken“ hinsichtlich der 50+1-Regel des Profifußballs, wird aber dennoch „die Lizenzierungspraxis der Deutschen Fußball Liga (DFL) genauer untersuchen“.

Und die Juristenzeitschrift “LTO” schreibt: “Man halte die Regel grundsätzlich für verhältnismäßig, so BKartA-Präsident Andreas Mundt in einer Stellungnahme. Weil der EuGH mit seiner Rechtsprechung aber strenge Anforderungen an die einheitliche Anwendung von Regeln stellt, die vom Kartellrecht ausgenommen sind, will die Behörde der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei der Anwendungspraxis genauer auf die Finger schauen.”

Hier soll es insbesondere um die Ausnahmemodelle, wie sie für Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg, etc. gelten, gehen.

Beim TSV 1860 ist Hasan Ismaik die “50+1”-Regel ein Dorn im Auge, auch wenn er nun im Wahlkampf verlautbaren lässt, dass er diese akzeptiere:

“Ismaik klagt gegen 50+1 Regel”

“Ismaik blockiert 50+1 Regel – was das für den TSV 1860 bedeutet”

Frontalangriff auf das 50+1 Prinzip

Große Hoffnungen auf den Fall der Regel dürfte sich Ismaik nicht machen: der grundsätzliche Bestand von “50+1” gilt auch unter Berücksichtigung des Urteils des EuGH als mit dem Kartellrecht vereinbar: „Die neue Rechtsprechung des EuGH ändert unsere Bewertung der 50+1-Grundregel nicht grundlegend. Es bleibt dabei, dass das Ziel der Vereinsprägung geeignet ist, eine Ausnahme vom Kartellrecht zu tragen. Wir halten die Regel insoweit grundsätzlich auch für verhältnismäßig“, so BKartA-Präsident Mundt.

 

Website des TSV München von 1860 e.V. erstrahlt in neuem Glanz

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Die Website des TSV München von 1860 e.V. wurde komplett neu aufgesetzt und erstrahlt seit heute in neuem Glanz.

Hackerangriffe auf die Website nahmen überhand

Der Online-Shop sowie die alte Website des TSV München von 1860 e.V. sah sich zuletzt regelmäßig massiven Hackerangriffen ausgesetzt. Die Angriffe nahmen situativ zu (beispielsweise sollen massive Attacken direkt im Anschluss an die Berichterstattung über den Erfolg des “Biertrinken”-T-Shirts stattgefunden haben) und legten die Seite teilweise komplett lahm.

So sah sich das Vereinsmanagement gezwungen, den Webauftritt des TSV München von 1860 e.V. “umzuziehen” – zu einem neuen Anbieter.

Neues Corporate Design des TSV München von 1860 e.V. findet sich auf der Website wieder

Die neue Website kann sich wirklich sehen lassen. In anstrengenden Tag- und Nachtschichten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereinsmanagements mit viel Liebe zum Detail an der neuen Web-Visitenkarte des Muttervereins getüftelt.

Auffällig ist, dass mit vielen verschiedenen Fotos und Effekten gearbeitet wurde, um das Erscheinungsbild modern und dynamisch zugestalten. Bilder aus lang vergangenen Zeiten reihen sich neben aktuelle Aufnahmen aus dem Breitensport, Videos aus dem Stadion und Eindrücke aus dem Vereinsleben.

Die Farben sind – natürlich – weiterhin in Grün und Gold gehalten. Der Grünton ist nun dunkler und satter, das Gold weißlicher und filigraner. Wir finden, der neue Webauftritt des Muttervereins kann sich wirklich sehen lassen!

Schaut mal vorbei!

Auf www.tsv1860.org könnt ihr euch euer eigenes Bild machen. Das neue Coporate Design soll nun auch Schritt für Schritt in alle Webauftritt der Löwen, wie die sozialen Netzwerke, eingepflegt werden.

HIER GEHT ES ZUR NEUEN WEBSITE

Titelbild: (c) TSV München von 1860 e.V.

Sechzig um Sieben: Hannover 96 II komplettiert die 3.Liga

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Ein durchaus aufregendes Gespräch liegt hinter der Redaktion von sechzger.de. Wie bereits berichtet waren drei Redakteure bei Hasan Ismaik zu Besuch. Fußball wurde am Wochenende aber natürlich auch noch gespielt. Dabei feierte Hannover 96 II den Aufstieg in die 3.Liga und die Dritte des TSV 1860 München gewann ein internationales Freundschaftsspiel.

Giesinger Gedanken: mit Hasan im Hotel

Einen Tag nach dem Treffen mit Hasan Ismaik gingen am Sonntagmorgen zunächst ganz spezielle Giesinger Gedanken online. Darin schilderte Thomas stellvertretend die Gefühlswelt der drei Redakteure vor, während und nach dem Treffen. Ein solches Treffen gehört für Fanreporter schließlich nicht zur Tagesordnung.

sechzger.de trifft Hasan Ismaik zum Gespräch

Am Nachmittag erfolgte dann ein Bericht über die Gesprächsinhalte mit dem Jordanier. Viele neue Erkenntnisse suchte man dabei vergeblich – dennoch war es interessant, mehr über den aktuellen Standpunkt Ismaiks zu erfahren. Unter anderem sprach er davon eine Empfehlungsliste vor der Mitgliederversammlung veröffentlichen zu wollen. Großes Thema war auch die Übersetzung einer Passage, in der Ismaik sechzger.de zufolge das Wort “zerstören” nutzt. Wie der Mitgesellschafter gestern abend in den Sozialen Medien bekannt gab, will er sich dazu in den nächsten zwei Tagen noch einmal ausführlicher äußern.

Ein Wort zum TSV 1860 München

Abgesehen davon gingen am Wochenende die ersten Teile der neuen Serie “Ein Wort zum TSV 1860 München” online. Den Anfang machten die ehemaligen Junglöwen Kevin Volland und Markus Ziereis, am Sonntag folgte dann Teecain. Heute geht im Laufe des Tages die dritte Aussage online.

Dritte gewinnt gegen englisches Team

Eigentlich hatte das Spiel des TSV 1860 München gegen das englische Team Charlemont Star Football Club deutlich mehr Zuschauer verdient. Da es aber quasi den ganzen Samstag in Strömen regnete, verirrten sich nur etwa 50 Zuschauer an die Sportanlage an der Sankt Martin Straße. Immerhin konnten die Löwen das Spiel für sich entscheiden und nach Abpfiff wurde sich noch bei dem ein oder anderen Kaltgetränk mit den Engländern ausgetauscht.

Löwinnen gewinnen im Doppelpack

Nach dem Spiel der Herren gingen dann noch zwei Mannschaften der Löwinnen auf Punktejagd – und das äußerst erfolgreich. Die Zweitvertretung war auswärts in Riem gefordert (gegen den TSV Poing) und entschied die Partie klar für sich. Mittlerweile hat das Team übrigens über 100 Saisontore erzielt.
Noch etwas deutlicher wurde es bei der ersten Mannschaft, die bereits als Meister und Aufsteiger feststeht. Kira Winter sorgte quasi im Alleingang für einen Kantersieg.

News aus der 3.Liga

Hannover 96 II feiert Aufstieg gegen Würzburger Kickers

Die zweite Mannschaft von Hannover 96 komplettiert die 3.Liga in der kommenden Saison. In einem wahren Krimi setzten sich die Niedersachsen im Elfmeterschießen gegen die Würzburger Kickers durch. Damit stehen alle 20 Teams für die kommende Spielzeit fest. Neu dabei sind neben Hannover 96 II die Aufsteiger Energie Cottbus, Alemannia Aachen und der VfB Stuttgart II sowie die Absteiger Wehen Wiesbaden, Hansa Rostock und der VfL Osnabrück.

Mehr Fernsehgelder für zahlreiche Drittligisten

Mit Hannover, Stuttgart und Dortmund gehen nächstes Jahr in der 3.Liga drei Zweitvertretungen an den Start. Da die Teams nicht an den Fernsehgeldern beteiligt werden, dürfen sich alle weiteren Vereine über mehr Einnahmen aus dem Fernsehgeldtopf freuen. Wie liga3-online berichtet winken 77.000€ Mehreinnahmen.

Kobylanski verlängert in Mannheim

Wie bereits vor einigen Tagen bekannt wurde, plante Waldhof Mannheim den Vertrag mit dem ehemaligen Löwen Martin Kobylanski zu verlängern. Gesagt, getan: der 30-Jährige wird auch in der kommenden Spielzeit für den SVW auflaufen. Darauf haben sich beide Parteien nun geeinigt. Alle offenen Personalien sind demnach in Mannheim nun geklärt.

Auslosung der 1.Runde im DFB-Pokal

Insgesamt 12 Drittligisten starten Anfang August in der ersten Runde des DFB-Pokals. Gestern wurden nun die Begegnungen dafür ausgelost. Das vermutlich schwerste Los hat Rot-Weiss Essen erwischt, sie treffen auf RB Leipzig. Aber auch Erzgebirge Aue (gegen Borussia Mönchengladbach), Energie Cottbus (gegen Werder Bremen), Wehen Wiesbaden (gegen Mainz 05), der VfL Osnabrück (gegen den SC Freiburg) sowie Alemannia Aachen (gegen Holstein Kiel) treffen auf Bundesligisten.

Ismaik trifft sechzger.de – und kündigt Empfehlungsliste für VR-Wahl an

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Wie angekündigt haben sich am gestrigen Samstagnachmittag drei Vertreter von sechzger.de mit Hasan Ismaik zu einem Gespräch getroffen. Die Redaktion hatte vorab einen Fragenkatalog ausgearbeitet, der Themen wie 50+1, das Bündnis Zukunft und mögliche Gespräche mit den aktuellen Vereinsvertretern beinhaltete. Klar wurde vor allem eines: Letztere wird es – mit einer möglichen Ausnahme – den Worten Hasan Ismaiks zu Folge weiterhin nicht geben.

Ismaik interessiert sich für Strukturen von sechzger.de

Wie bereits heute Morgen in den Giesinger Gedanken geschildert waren an dem Gespräch Anthony Power, Ismaiks Dolmetscher, Ismaik selbst sowie drei Vertreter der Redaktion beteiligt. Zu Beginn war der Jordanier sehr daran interessiert, wie sechzger.de organisiert ist, welche Personen verantwortlich sind und wie das Projekt finanziert wird. Dabei konnte aufgeklärt werden, dass zum e.V. des TSV 1860 keinerlei offizielle Verbindungen bestehen oder der Verein die Arbeit der Redaktion gar finanziell unterstützt. Dennoch betonte Ismaik, dass er die Berichterstattung als einseitig wahrnehme und ihm keine Kontaktaufnahme bekannt sei, um beispielsweise eine Stellungnahme von ihm einzuholen. Die Vertreter von sechzger.de entgegneten, dass es bereits mehrfach Anfragen, z.B. über den Pressesprecher der KGaA gegeben habe. Dies sei laut Ismaik, dem 60% der Anteile besagter KGaA gehören, nicht der korrekte Weg. Für zukünftige Anfragen unserer Redaktion an Ismaik konnte nach dieser Diskussion ein geeigneter zukünftiger Kommunikationsweg gefunden werden.

Als erstes Thema des Fragenkatalogs konfrontierte sechzger.de Hasan Ismaik mit dem Vorwurf in Richtung Robert Reisinger, der Präsident des TSV 1860 würde Lügen verbreiten. Der Jordanier führte als Antwort zunächst aus, dass einige Entscheidungsträger, die sich noch heute in offiziellen Ämtern befinden, bereits vor 2017 in Funktionen für den TSV 1860 München tätig waren. Es seien in dieser Zeit falsche Personalentscheidungen auf der Position des Trainers und des Geschäftsführers getroffen worden. Unter anderem ging er dabei sehr weit in der Geschichte zurück und nannte den Namen Kosta Runjaic.
Konkret bezüglich der Lügen von sechzger.de nachgehakt, führte er aus, dass öffentlich kommuniziert worden sei man werde keine Darlehen mehr annehmen. Später sei man hinter den Kulissen dann aber auf Ismaik zugegangen und es habe drei weitere Finanzspritzen in Form von Darlehen gegeben.

Gespräche mit Vereinsvertretern werden kategorisch abgelehnt…

Zudem ging Ismaik auf den als “Schwarzen Freitag” bekannten Doppelabstieg ein. Er sei damals bereit gewesen, die notwendigen 11 Millionen Euro für die Lizenz zur 3. Liga in Form eines Sponsorings zur Verfügung zu stellen. Etwaige Beweise lägen schriftlich dazu vor und könnte sechzger.de gerne zur Verfügung gestellt werden. Anthony Power und Ismaiks Bruder Yahya hätten demnach stundenlang am Trainnigsgelände auf Vertreter des e.V. gewartet, es sei allerdings niemand gekommen. Laut Ismaik sei dies der erste große Versuch der e.V.-Vertreter gewesen, sich vom Mitgesellschafter zu trennen.
(Anmerkung der Redaktion: Diesem Sachverhalt werden wir natürlich nachgehen und dazu von beiden Gesellschafterseiten Informationen einholen)

Bekanntlich ist der Jordanier allerdings heute – sieben Jahre später – noch immer an der TSV 1860 München KGaA beteiligt. Nahtlos daran anknüpfend stellten die Vertreter von sechzger.de Hasan Ismaik daher die Frage, wie er sich die Zusammenarbeit mit der e.V.-Seite zukünftig vorstelle. Er betonte dabei sehr deutlich, dass es keine Gespräche mit den aktuellen Vereinsvertretern geben werde. Der fehlende Respekt ihm gegenüber sei Grundlage für diese Entscheidung. Sein öffentliches Angebot in der Abendzeitung die Gespräche nach einer Entschuldigung wieder aufzunehmen sei nicht genutzt worden. Respekt ist dem Jordanier überhaupt ein sehr wichtiges Anliegen. Dies wurde in dem rund zweistündigen Gespräch mehrfach deutlich.

…mit einer Ausnahme

sechzger.de blieb bei diesem Thema und fragte noch einmal nach. Schließlich bestünde die Möglichkeit, dass bei der Mitgliederversammlung am 16.Juni die aktuellen Vereinsvertreter im Verwaltungsrat in ihren Ämtern bleiben. Für diesen Fall müsse es ja einen Plan B geben, um den TSV 1860 München wieder in ein ruhiges und erfolgreiches Fahrwasser zu bringen. Zunächst betonte Ismaik mehrfach, dass er davon überzeugt sei, dass sich auf besagter MV die Besetzung des Verwaltungsrats ändern werde. Etwas anderes sehe er nicht. Auf mehrmaliges Nachhaken, dass es doch auch eine andere Möglichkeit für den Wahlausgang gäbe und ob er das demokratische Votum der Mitglieder dann respektierte, betonte Ismaik, dass er natürlich den Mitgliederwillen und die Demokratie respektiere…Doch es wurde auch klar: In diesem Fall wird es ebenfalls keine Gespräche mit den e.V.-Vertretern geben.
Aber auch wenn er nicht für einen Austausch zur Verfügung steht, gefällt Ismaik der aktuelle Zustand nicht, wie er auf Nachfrage zugab.

Es macht mir keinen Spaß, es tut einfach weh.

Ismaik betonte also immer wieder, dass er davon überzeugt sei, dass sich am 16. Juni Grundlegendes ändern wird. Unter den rund 26.000 Mitgliedern des TSV München von 1860 e.V. vermutet der Jordanier zwei- bis dreitausend Personen, die gegen seine Beteiligung bei den Löwen sind. Dieser Kreis sei besonders aktiv, gehe zu den Mitgliederversammlungen und habe daher bei den Abstimmungen stets die Entscheidungsgewalt. Auf die Rückfrage, wie er die Verteilung der Fans (unabhängig von einer Mitgliedschaft im Verein), z.B. im Stadion bezüglich der Sympathien für ihn einschätze, sagte er, die deutliche Mehrheit stünde hinter ihm. Konfrontiert z.B. mit dem Regionalligaspiel in Nürnberg im Februar 2018, wo ein großer Teil der rund 17.000 Löwenfans das sogenannte Scheichlied mitsang, was auf Youtube sehr deutlich zu beboachten ist, sagte Ismaik kurz und knapp, das stimme nicht.

Ismaik bezichtigt sechzger.de erneut der Lüge

Eine Möglichkeit zu einem Austausch mit einem e.V.-Vertreter könnte es möglicherweise doch geben. Wie berichtet haben Saki Stimoniaris und Nicolai Walch geplant, eine gemeinsame Einladung an den Jordanier auszusprechen. Ismaik zeigte sich offen gegenüber dieser Möglichkeit, zumal er mit Walch bislang noch kein Gespräch geführt habe. Doch auch Walch solle zunächst – so Ismaiks Bedingung – zugeben, dass der aktuelle Umgang mit dem Mitgesellschafter nicht richtig sei. Gemeint sind dabei neben dem bereits erwähnten “Scheichlied” auch die Fahnen mit dem durchgestrichenen Konterfei, die Ismaik auf einer persönlichen Ebene angreifen würde. Ob es wirklich zu dem erwähnten Gespräch kommen wird, ist derweil aber durchaus fraglich. Denn die Süddeutsche Zeitung  berichtete zuletzt, dass die E-Mail bereits verschickt worden sei. Der Jordanier scheint davon gar keine Kenntnis zu haben.

Viel diskutiert wurde auch über die veröffentlichte Übersetzung von sechzger.de, wonach PRO1860 und die Ultras vernichtet bzw. zerstört werden sollen. Ismaik war vor allem über die Formulierung “vernichten” erbost, da dieses Wort in einem militärischen Kontext zu sehen und keine passende Übersetzung für seine Aussage sei. Aber auch das Wort “zerstören”, das unter anderem von einem beglaubigten Übersetzer bestätigt wurde, stufte er als nicht adäquat ein. Seine Ansprache habe sich rein auf die anstehenden Wahlen bezogen. Eine alternative Übersetzung der betroffenen Passage wurde im Gespräch mit sechzger.de, trotz Rückfrage nicht übermittelt. Der Dolmetscher, der in der Simultanübersetzung der Ismaik-Ansprache in der vergangenen Woche, die Worte “Ultras” und “PRO1860” gleich gar nicht erst erwähnt hatte, ging auf die mehrfach gestellte Frage, warum er diese Inhalte verschwiegen habe, nicht ein. Zu dieser Thematik ist sechzger.de weiterhin im Austausch mit den beteiligten Protagonisten und wird die Leser weiter auf dem Laufenden halten.

Ankündigung einer eigenen Empfehlungsliste

Als nächsten Themenkomplex sprach sechzger.de das sogenannte “Bündnis Zukunft 1860” an. Die Initiative hatte sich vergangenen Mittwoch deutlich in der Öffentlichkeit von den Aussagen Ismaiks distanziert. Diese deutliche Kritik habe er zur Kenntnis genommen und spiele für ihn bei der Bewertung des BZ1860 keine Rolle. Er sei einigen Kandidaten positiv gegenüber eingestellt. Namentlich erwähnte Ismaik dabei Klaus Lutz sowie Martin Gräfer. Grundsätzlich wolle sich der Jordanier aber noch ein Bild von weiteren Kandidaten für die Wahl zum Verwaltungsrat machen und vor der Wahl auch seine ganz persönliche Empfehlung veröffentlichen – die dann auch gewählt werde, da sei er sicher. Sicher wird auf dieser Liste auch Saki Stimoniaris zu finden sein, wie während des Austausches deutlich wurde.

Abschließend konfrontierten die sechzger.de-Vertreter den Jordanier noch mit Gerüchten zu einer möglichen Unterstützung eines großen, komerziellen Blogs im Umfeld des TSV 1860 München. Ismaik verwies derlei Gerüchte ins Reich der Fabeln. Er glaube an die Pressefreiheit und habe noch niemals irgendein Medium finanziell unterstützt.
Ein weiterer, spannender Themenkomplex – der natürlich auf der Liste stand – ist die 50+1-Regel im deutschen Profifußball, die aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nur noch sehr kurz angesprochen werden konnte. Die Regel sei für ihn völlig Ordnung, werde bei den Löwen allerdings falsch benutzt bzw. ausgenutzt, um Entscheidungen gegen Ismaiks Willen zu treffen.

Ein Wort zum TSV 1860 München: Teecain

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Von wegen “Stagnation” – Tobias Kopp aka. Teecain teilt in unserer Kurzserie “Ein Wort zum TSV 1860 München” seine Gedanken zum neuen Kurs des e.V..

Wo andere Stagnation und gar Rückschritte sehen, sehen wir wirtschaftliche Vernunft, zukunftsfähige, nachhaltige Konzepte und messbaren Fortschritt. Und wir sind nicht allein. Wir haben ehemalige Spieler, die selbst ihre fußballerische Heimat in Giesing haben, aber auch mehr oder weniger prominente Anhänger und Freunde des TSV 1860 München nach ihren Gedanken gefragt.

“Ein Wort zum TSV 1860 München”: Musiker Teecain teilt sechzger.de seine Gedanken mit

„Ein Verein gehört immer den Menschen, die Herzblut für ihn haben! Keinen Investoren, keinen Sponsoren, keinen TV-Sendern. Die können beim Profifußball ihr Logo draufpappen und damit a shit of money machen, alles OK. Aber im Verein haben nur die Mitglieder das Sagen!“

– Teecain, Musiker

„Wir Münchner ham des Sechzger, Giesing ist im Haus. Münchens große Liebe, 1860 – so schaut’s aus!“ Schon vor an die 20 Jahren machte Teecain mit seiner Hip-Hop-Crew Echorausch kein Hehl aus seiner Sympathie für die Löwen.

sechzger.de blickt zurück: Scherbenhaufen nach Totalabsturz

Seit dem Sommer 2017, in dem die erste Mannschaft des TSV 1860 München in Folge eines wirtschaftlichen und sportlichen Desasters der aus dem Mutterverein ausgegliederten Profi-Fußballgesellschaft, bis in die Regionalliga Bayern fiel, sind die Vertreter des Muttervereins beharrlich um einen bodenständigeren Kurs bemüht.

Die ökonomischen und strukturellen Problemlagen in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA waren im Nachwuchsbereich schon zwei Spielzeiten vor dem großen Crash wahrnehmbar gewesen. Zwei Jahre lang blieb die KGaA damals dem gemeinnützigen Verein die vertraglich vereinbarten Ausbildungszuschüsse schuldig. In der Folge mussten Ausbildungsmaßnahmen zurückgefahren werden und zeitgleich mit den Profis stiegen in der Saison 2016/2017 auch die A- und B-Junioren aus der Bundesliga ab.

TSV München von 1860 e.V. trägt die Ausbildung der jungen Talente seit 2017 allein

Seit dem Sommer 2017 trägt der Mutterverein die Ausbildung der Talente finanziell allein. Die ausstehenden Beihilfen wurden nach dem Neubeginn im Rahmen eines Sanierungskonzepts für die überschuldete KGaA gestundet. Der Eintritt zahlreicher Neumitglieder in den Verein versetzte die Verantwortlichen in die Lage, umfangreiche organisatorische, konzeptionelle und ausbildungsspezifische Erneuerungen bei den Junglöwen voranzutreiben.

Das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München ist heute wieder eine renommierte Ausbildungsstätte. Sowohl die A-Junioren wie die B-Junioren kehrten sportlich in die Bundesliga  zurück. Zahlreiche Nachwuchstalente konnten für den Einsatz im Profibereich des TSV 1860 München qualifiziert werden. Die Profimannschaft des Klubs verfügt seit vielen Jahren über eine der höchsten Quoten an sogenannten Eigengewächsen im Deutschen Fußball.

Neue Geschäftsführer des TSV 1860 setzen auf die Jugend

Das vom Mutterverein zu Jahresbeginn neu eingesetzte Management der Profi-Fußballgesellschaft (Dr. Christian Werner, Sport/Oliver Mueller, Finanzen) verfolgt einen sportlichen Kurs, der diese Bemühungen für die Zukunft zu einem identitätsstiftenden Merkmal für den TSV 1860 München institutionalisieren will.

Die Presse berichtet darüber: Für Präsident Robert Reisinger war die Verpflichtung von Giannikis, Werner und Mueller diesbezüglich ein Meilenstein. „Wir müssen von unserer Ausbildungsqualität mehr profitieren“, lautet seine alte, in einem Podcast erneuerte Forderung: „Diese Aufgabe ist in meinen Augen absolut wettbewerbsentscheidend. Dafür braucht es Kreativität, strategisches Geschick und einen scharfen Blick für Entwicklungspotenzial. Das scheint jetzt endlich angekommen zu sein.”