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Deutliche Siege für Löwinnen I & II

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Tsv 1860 Frauen Löwinnen II

Das Saisonende naht und die Frauenmannschaften des TSV 1860 marschieren weiter. Beide Teams der Löwinnen feierten am Samstag deutliche Siege.

Löwinnen I und II feiern hohe Siege

Zunächst besiegte die 2. Mannschaft (siehe Titelbild) in Riem den TSV Poing mit 7:1. Laura Kreuzer (2), Laura Schlögl (2), Saadet Tombul, Joy Bredehorst und Verena Modlinger trafen für die Tabellenführerinnen der A-Klasse, deren Torverhältnis mittlerweile +100 (108:8) beträgt.

Bereits als Meister und Aufsteiger stehen die Löwinnen I fest, lassen aber dennoch nicht nach. Auch das 17. Saisonspiel gewann das Team von Mariano Frate und fertigte die SpVgg Markt Schwabener Au mit 9:0 ab. Besonders Kira Winter war on fire und trug sich auf dem Sechser-Platz gleich sieben Mal in die Torschützenliste ein. Julia Lehmann und Laura Schreil per Eigentor sorgten für die weiteren Treffer.

Foto: TSV München von 1860 e.V.

Dritte besiegt Charlemont Star Football Club

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Tsv 1860 Iii Dritte Charlemont Star Football Club

Deutlich mehr Zuschauer hätte das internationale Freundschaftsspiel des TSV 1860 III gegen den Charlemont Star Football Club verdient gehabt, doch das Wetter hatte etwas dagegen. Am Ende setzten sich die Löwen mit 3:1 durch.

Dritte besiegt Charlemont Star Football Club

Bei strömendem Regen fanden sich leider nur rund 60 Zuschauer auf dem Sechser-Platz ein, um das Gastspiel des Clubs aus den Midlands in München zu verfolgen. Nachdem die Gäste zuletzt bereits gegen den mit einigen Spielern der Ersten verstärkten FC Wacker München mit 2:8 verloren hatten, zogen die Briten auch diesmal den Kürzeren.

Zwar ging das Team aus West Bromwich nach einer Viertelstunde in Führung, doch bereits zur Pause führten die Löwen mit 2:1. Nach 90 Minuten bei sehr unangenehmen äußeren Bedingungen stand ein 3:1-Sieg des TSV 1860 III zu Buche.

Giesinger Gedanken: Als wir uns mal mit Hasan Ismaik im Hotel trafen

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Wie Ihr ja wahrscheinlich schon irgendwo in den sozialen Medien gelesen habt, hat sich eine Delegation von sechzger.de gestern Nachmittag im Hotel mit Hasan Ismaik getroffen. Wir hatten eine Einladung von Ismaik vorliegen und haben diese wahrgenommen. Und ich war dabei.

Minutiöse Vorbereitung

Wir wollten uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen und uns im Hotel mit Ismaik treffen. Ziel war, wenigstens ein paar der unbeantworteten Fragen der Beziehung 1860-Ismaik aus den letzten Jahren zu stellen. Und vielleicht ein wenig zu erfahren, was den Mitgesellschafter von 1860 zu seiner teilweise befremdlichen Kommunikation antreibt.

Dazu bereiteten wir einen mehrseitigen Gesprächsleitfaden der letzten kontroversen Aussagen von Ismaik vor und versuchten wenigstens auch einige grundlegende Fragen zu seinem Investment bei Münchens großer Liebe zu stellen. Wir waren alle sehr gespannt, was uns bei Ismaik im Hotel erwarten würde. Um unseren Leitfaden nochmal durchzugehen und mit allen Teilnehmern unsererseits zu besprechen, trafen wir uns zwei Stunden vor unserem Termin in einem Café. Die Fragen sollten feingeschliffen und das generelle Vorgehen abgestimmt werden. Währenddessen erreichten uns erste Screenshots von Arik Steen, der für das Löwenmagazin am Vormittag einen Termin hatte. Arik hatte Ismaik ein Geschenk mitgebracht und selbst auch ein Trikot überreicht bekommen. Für uns als neutrale Plattform war von vornherein klar, dass wir so etwas nicht annehmen würden, um unsere Glaubwürdigkeit und Neutralität nicht in Gefahr zu bringen.

Warten auf die Audienz

Wir trafen dann gut zehn Minuten vor der vereinbarten Zeit in der Lobby des Hotels ein und warteten auf unser Gespräch bei Hasan Ismaik. Leider hatte sich wohl ein vorgängiger Termin von Ismaik verzögert und wir mussten fast eine dreiviertel Stunde warten. Während wir so warteten, schlenderte auf einmal Martin Gräfer durch die Lobby Richtung Ausgang. Kurz bevor wir dann zu Hasan Ismaik gebeten wurden, betrat Xandi Hofmann vom Bündnis Zukunft die Lobby. Natürlich in standesgemäßem Outfit mit Löwenlederhose und Wadlstrümpfen.

Sicherheitskontrolle vor Ismaiks Suite

Vor Ismaiks Suite war dann tatsächlich ein Security-Mitarbeiter postiert, der unsere Handys und den Laptop mit dem mühsam ausgearbeiteten Gesprächsleitfaden für die Dauer des Treffens konfiszieren wollte. Das war für uns ein No-Go und wir machten deutlich, dass wir ohne Handys und Laptop den Termin nicht wahrnehmen würden. Der Dolmetscher klärte dann offenbar mit Hasan Ismaik die Lage ab und wir durften dann mit den Geräten Ismaiks Suite betreten. Dort erwartete uns Hasan Ismaik im Löwentrikot unter einer Windjacke (wie meine Mutter es nennen würde) persönlich. Anthony Power, der Dolmetscher (der uns schon in der Lobby abgeholt hatte), ein weiterer Sicherheitsmitarbeiter, der konstant Sonnenbrille und womöglich eine Schutzweste unter seinem Hemd trug sowie ein mutmaßlicher Hotelmitarbeiter, der uns Kaffee servierte und ansonsten Ismaik jeden Wunsch von den Augen ablas, waren ebenfalls zugegen. Erwähnenswert ist sicher noch, dass während unseres gesamten Aufenthalts zwei Handykameras mit Heiligenscheinbeleuchtung auf die Gesprächsrunde gerichtet waren. Ob sie Szenerie filmten, wissen wir nicht. Haben wir ehrlicherweise auch vergessen, zu fragen. Vereinbart wurde aber, dass das Gespräch nicht aufgezeichnet wird. Also auch nicht von uns

Erster Eklat – sechzger.de verweigert Trikotannahme

Offenbar hatte Ismaik mit nur zwei Vertretern unseres Fanportals gerechnet und hatte zwei Heimtrikots der neuen Saison mit “sechzger.de” Beflockung als Geschenke für uns parat. Wir lehnten freundlich ab, da wir unabhängig sein und uns nicht nachsagen lassen wollen, dass wir uns durch die Annahme von Trikots beeinflussen lassen. Ismaik feuerte die beiden Trikots dann sichtbar ungehalten auf einen Schreibtisch. Für ihn war es wohl ein ziemlicher Affront, dass wir sein Geschenk nicht haben wollten. Dann nahmen wir alle Platz und unser Gespräch mit dem geheimnisvollen Investor begann. Zunächst stellten wir unser Projekt vor und Ismaik hatte einige Fragen zur Organisationsstruktur von sechzger.de. Wir erklärten, dass wir auch einen e.V. als Trägerverein haben und unsere Aktivitäten dadurch finanzieren. Ebenso war er sehr interessiert daran, wie die Redaktion arbeitet und wir mussten ihm mehrmals bestätigen, dass unsere Redakteure und selbst der Redaktionsleiter ehrenamtlich arbeiten.

sechzger.de darf Ismaik befragen

Als das geklärt war und wir ihm erklärt hatten, dass wir vereinspolitisch neutral agieren wollen und besonders im Vorfeld der anstehenden MV-Wahl allen Strömungen innerhalb von 1860 eine Plattform geben, durften wir mit unseren Fragen loslegen. Was inhaltlich diskutiert wurde, werdet Ihr heute im Laufe des Tages noch in einem gesonderten Artikel lesen können. Ich kann nur so viel sagen: Ismaik beantwortete viele unserer Fragen direkt und umgeschminkt – einige aber auch gar nicht, indem er einfach nicht auf das Gefragte einging. Ich empfand es als sehr schwierig, nur über den Dolmetscher mit ihm kommunizieren zu können. Es ist schon sehr komisch, wenn man eigentlich eine Frage an eine Person stellt und dabei eine andere anvisiert und diese direkt anspricht. Dennoch kam ein durchaus interessanter Dialog zwischen uns und Hasan Ismaik zustande. Beide Seiten nahmen dabei kein Blatt vor den Mund. An der ein oder anderen Stelle war deutlich zu merken, dass Ismaik mit unseren Standpunkten nicht zufrieden war. Daraus machte er auch keinen Hehl. Aber auch wir versuchten ihm zu verdeutlichen, dass wir viele seiner Standpunkte nicht nachvollziehen können.

Kaffee mit Anthony Power

Ein besonderes Highlight des Nachmittags war Anthony Power, der uns direkt gegenüber auf einem Sofa Platz genommen hatte. Während Ismaik natürlich auf einem riesigen Sessel am Kopfende des Tisches sitzend präsidierte. Power war geradezu zuvorkommend höflich. Als wir Kaffee serviert bekamen, fragte ich ihn “Anthony, do you want milk?” Power lächelte freundlichst zurück und sagte: “No, thank you very much, Thomas.” Als dann mein Kugelschreiber seinen Dienst versagte, bot Ismaik mir einen Kugelschreiber vom Schreibtisch an, auf den er vorher die Trikots gefeuerte hatte. Ich nahm dankend an und wollte mir den Kugelschreiber holen, aber Anthony Power sprang auf und reichte mir einen Kugelschreiber mit den Worten “Here’s a black pen”. Die ersten Worte, die ich mit dem Kugelschreiber schrieb, erschienen in roter Farbe auf meinem Block. Die ganze Runde nahm davon Notiz und es herrschte für einen kurzen Moment entspannte Erheiterung in Hasans Suite. sechzger.de notierte fortan in roter Schrift… Hasan Ismaik rauchte übrigens ununterbrochen Zigarre, als ob er nachdrücklich beweisen wollte, dass die nicht angezündete Zigarre auf dem Video vom Tegernsee ein grobes Versehen war.

Im Hotel von Ismaik geben sich die Gäste die Klinke in die Hand

Knapp zwei Stunden dauerte unsere „Audienz“. Am Ende ging es ziemlich hoppla-di-hopp und auf einmal stand nahezu das ganze Bündnis Zukunft in voller Mannschaftsstärke im Raum. Professor Lutz begrüßte uns noch versucht staatsmännisch und es entstand ein wenig Durcheinander. Dennoch verabschiedeten sich Anthony Power und Hasan Ismaik sehr höflich und respektvoll von uns. Danach mussten wir die zahlreichen, teilweise unfassbaren Eindrücke verarbeiten und kehrten ins Café, in dem wir uns vorbereiteten, zurück. In Rekordzeit konsumierten wir zwei Bier und diskutierten die Besprechung im Hotel von Ismaik rauf und runter. Es war ein denkwürdiger Nachmittag. An einigen Stellen traten offen Differenzen zwischen Hasan Ismaik und uns zu Tage. Dennoch verlief die Kommunikation immer fair und offen. Ich würde mir wünschen, dass Hasan Ismaik über seinen Schatten springt und auf diese Weise Mal mit den Vertretern des e.V. kommuniziert.

In eigener Sache: “Pro Hasan Ismaik” – Facebook-Seite denunziert sechzger.de

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sechzger.de Logo Löwe mit weiß-blauer Fahne 1860
sechzger.de Logo 1860

Updates zur Sache ganz unten.

In eigener Sache muss sechzger.de die unbelegten Falschbehauptungen einer Facebookpage namens “Pro Hasan Ismaik” klarstellen.

Wahlkampf beim TSV 1860 München

Es ist Wahlkampf. Das merkt man spätestens, seit das “Bündnis Zukunft 1860” kein brückenbauendes, neutrales Think-Tank-Produkt mehr ist, sondern eine agenturgesteuerte und von der “Bayerischen” unterstützte Wahlkampfmaschine für die Kandidaten von Hasan Ismaiks Gnaden.

Auch Hasan Ismaik hat sich inzwischen in den Wahlkampf eingeschaltet. Sei es durch Videos in den sozialen Medien, Fanclub-Besuche oder Pöbeleien im Facebook-Kommentarbereich.

Facebook-Profil namens “Pro Hasan Ismaik” denunziert sechzger.de

Nun ist auf Facebook (101 Follower) und Instagram (0 Follower) ein Profil erschienen, das mit dem Namen “Pro Hasan Ismaik” für den Kurs des Mitgesellschafters der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA wirbt. Mit nicht ganz unaufwändig gestalteten Grafiken macht es Wahlkampf für Ismaik, der bekanntlich bei den Verwaltungsratswahlen Saki Stimoniaris sowie das “Bündnis Zukunft 1860” unterstützt.

Die Facebook-Seite “Pro Hasan Ismaik” hat einen (unautorisierten) Screenshot der Webseite von sechzger.de gepostet. Dort ist zu lesen: “Achtung Löwen! Lasst euch von den falschen Informationen auf “Sechzger.de” nicht täuschen. Dieser Fanblog ist einseitig und versucht, unseren geliebten Verein zu spalten und Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik zu diskreditieren. Wir stehen zusammen und lassen uns von solchen Lügen nicht beeinflussen”.

Und weiter: “Dieses Magazin verbreitet Lügen!” “Glaubt “Sechzger.de” nicht!” Garniert wird die Grafik mit einem “Fake News”.

Vorwürfe entbehren jeder Grundlage

Wir von sechzger.de können uns keine Vorwürfe machen. Wir berichten ehrenamtlich und unter Angaben von Quellen tagtäglich als unabhängiges Fanportal über den TSV 1860 München. Insbesondere der Verein liegt uns am Herzen – das geben wir offen zu. Nirgends sonst findet man so viele und detaillierte Artikel über den Mutterverein als bei uns. Wieso sollten wir also den “geliebten Verein spalten”? Click-Bait haben wir nicht nötig, da wir keine Werbung schalten. Wir verdienen nichts mit unserem Portal. Unsere ehrenamtliche Arbeit erfolgt aus Leidenschaft. Wir sind ein heterogenes Team mit vielen verschiedenen Meinungen. Andersdenkende lassen wir zu Wort kommen. Wir haben einen gesitteten Kommentarbereich, in welchem anderslautende Meinungen zwar von Kommentator/innen kritisiert werden, jedoch – solange sie sich an den Kommentar-Kodex halten – von uns nicht gelöscht werden. Jede zivilisiert artikulierte Meinung ist bei uns willkommen. Das kennt man von den Portalen, die Hasan Ismaik nahestehen, anders.

Nicht das erste derartige Profil

“Pro Hasan Ismaik” ist nicht das erste Profil dieser Art, das sich in den sozialen Netzwerken wiederfindet. Auf Instagram gibt es beispielsweise eine Seite, die mit Bildern und Texten neben sechzger.de auch Verantwortliche des Löwenmagazins sowie den Präsident des TSV München von 1860 e.V. teilweise mit übelstem Inhalt diskreditiert. Diesem Profil “folgt” übrigens Anthony Power (tagesaktueller Screenshot vorhanden).

sechzger.de prüft rechtliche Schritte

sechzger.de hat bzgl. der Facebookseite “Pro Hasan Ismaik” einen Anwalt eingeschaltet und steht derzeit mit der Plattform “Meta” in Kontakt, um die Daten der Person(en), die sich hinter dem Profil verbergen, mithilfe des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes herauszuerhalten. Weitere, rechtliche Schritte zivil- und strafrechtlicher Natur werden derzeit geprüft. Das ist nicht gelogen 😉

UPDATES
(2. Juni 14.45 Uhr): Inzwischen wurden die hier gegenständlichen Inhalte und Einlassungen von der besagten Seite (sowohl auf facebook und Instagram) – natürlich einschließlich der Kommentare von Usern – entfernt.
Und gleichwohl sowohl User hier bei den Kommentaren auf sechzger.de, als auch in den Kommentaren unter dem Beitrag auf facebook ein bekannter Ex-Funktionär aus dem Umfeld des TSV 1860, als auch ein Sportfotograf für den Beitrag lobenden Worte fanden, ist den Betreibern von “Pro Hasan Ismaik” wohl bewusst geworden, dass sie sich mit ihrer Kampagne gegen sechzger.de auf rechtlich bedenklichem Terrain bewegen.
Von der moralische Dimension der dort verwendeten Formulierungen ganz zu schweigen.

(3. Juni 8.30 Uhr): Inzwischen ist auf der facebook-Seite das Posting wieder zu sehen. Allerdings ohne die oben angesprochenen Kommentare von Usern. Wir behalten uns weitere rechtliche Schritte vor.

 

 

Gastbeitrag von Philipp Birk: Ismaik und die Präsidenten

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TSV 1860 München - die Löwen!
Die Löwen, Münchens große Liebe!

Nach dem Gastbeitrag von Thomas Briel möchte auch Philipp Birk seine Meinung auf sechzger.de kundtun. Der Löwenfan hat sich in seinem Kommentar auf die bisherigen Präsidenten fokussiert, die seit dem Einstieg von Hasan Ismaik beim TSV 1860 tätig sind.

Der Gastkommentar von Philipp Birk

Jedem sollte klar sein, das seit Jahren nur heiße Luft aus Jordanien kommt. Wenn er unseren Verein doch so liebt, wieso hat er nicht anfangs Sponsorengelder gegeben anstelle von Darlehen? Er ist einfach ein Investor, der von Anfang an nur Geld mit dem Kauf der Löwen-Anteile machen wollte. Ich glaube auch nicht, dass er Jahre vor dem Kauf ein Löwen-Fan war.

Aber das Problem fängt schon damit an die Anteile überhaupt jemals verkauft zu haben. Und ich bin auch der Meinung, dass dies von Anfang an der falsche Weg war! Die zweite Mannschaft war damals schon ausgegliedert und man hätte selbst bei einer Insolvenz in der Bayernliga starten können und dann wären wir heute sicher genauso „erfolgreich“ wie mit seinen Darlehen und der krassen Überschuldung, aber leider gab es damals Leute die meinten wir spielen sofort wieder CL wenn wir einen Investor an Bord holen, der vom Deutschen Fußball leider keinerlei Ahnung hat!

Wieso laufen wir seit Jahren selbst mit ihm dem Erfolg nach? Und es hat einige Präsidenten vor RR gegeben, aber keiner wurde warm mit HI! Da frage ich mich, liegt es an HI oder an allen fünf (!) Präsidenten vor RR?

Hier mal ein kleiner Auszug von einem Interview, das Monatzeder damals gegeben hat in der Zeit, wo er selbst mit HI einen Weg gehen wollte! (Anmerkung der Redaktion: der folgende Teil stammt aus dem Löwenmagazin)

Aussagen von Hep Monatzeder und Gerhard Mayrhofer zu Hasan Ismaik

„Monatzeder flog in seiner kurzen Amtszeit einmal nach Abu Dhabi zu Ismaik und versuchte zu Beginn ernsthaft mit ihm zusammen zu arbeiten: “Wir wollen gemeinsam mit Ismaik planen und haben Vorschläge gemacht“. Hauptpunkt in seiner Zeit war eine Zusage von Ismaik über mehrere Millionen Euro, die dieser Sechzig im Rahmen des Dreijahresplanes zugesagt hatte, allerdings mit der Forderung nach einem Austausch von Sportchef Hinterberger und Trainer Alexander Schmidt (“We need a new sportchef“). Ismaik installierte zu dieser Zeit den ägyptischen Trainer Hassan Shehata als Berater an der Grünwalder Straße und ließ die geschlossenen Verträge erneut von einer Anwaltskanzlei prüfen. Am Ende seiner Amtszeit sagte Monatzeder gegenüber der tz München: „Die Situation mit dem Investor ist ähnlich dramatisch wie unter Schneider.

Mayrhofer trat als Präsident mit dem klaren Ziel an, mit Hasan Ismaik gut zusammen zu arbeiten. Zu Beginn seiner Amtszeit spiegelten beide Ihre Beziehung so: Das „gute, grundsätzliche Verständnis“ mit Ismaik über die Zukunft von 1860, so Mayrhofer. Ismaik lobte die „ausgezeichneten Beziehung zu Gerhard Mayrhofer“. Der flog zu Ismaik nach Abu Dhabi und zeigte vollstes Verständnis für das Hindernis 50+1. Er erfüllte Ismaik den Wunsch Robert Schäfer zu entlassen.

Mit der Zeit merkte allerdings auch Mayrhofer, dass die Zusammenarbeit mit dem Investor nicht einfach ist. “Der Herr Ismaik hat sich kontinuierlich als relativ destruktiver Teil geoutet.” sagte er im SZ-Podcast Inside 1860. Mayrhofer wird das gleiche Prinzip klar, von dem auch Dieter Schneider erzählte, und es als “Zuckerbrot und Peitsche” betitelte. Mayrhofer sprach sogar von Schikane, wenn es um die Lizenz ging. Ismaik habe ihn um Aufschub gebeten. Der Gesellschafter aus Abu Dhabi habe Mayrhofer sogar gebeten, nach Frankfurt zur DFL zu fahren, um dort um Aufschub zu bitten. “Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt.” Außerdem erkennt Mayrhofer, dass Ismaik gar nicht gewillt zu sein scheint, tatsächlich zu investieren. “Es war immer nur soviel, dass wir nicht völlig kaputt gehen. Aber das war keine Investition. Das war nur am Leben erhalten. Es ging nie darum, Sechzig in die Champions League zu bringen. Darum ging es nie. Das war nicht der Plan.

“Niemals ein Sponsor unsereres Vereins”

Mayrhofer weiter: „Ismaik hat nie investiert, er hat allerhöchstens Defizite ausgeglichen. Der Mehrheitsgesellschafter hat offensichtlich keine Idee, was er mit 1860 machen möchte und treibt den Verein damit in die Handlungsunfähigkeit. Diese Mischung ist absolut toxisch und wird für 1860 auf Dauer tödlich sein.“ Ismaik bat dann Mayrhofer seine Anteile für ihn zu verkaufen. Mayrhofer fing an, Investoren zu suchen. Er fand: Felix Magath. Ismaik wollte damals ein bindendes Angebot. Mayrhofer erklärte Ismaik, dass das nicht geht. Weil die Investoren erst einmal geheim bleiben müssen und die Finanzen beim Klub prüfen wollen, bevor sie einsteigen. Ismaik bestand jedoch auf ein bindendes Angebot. Der Deal scheiterte. Da war der Punkt bei Mayrhofer erreicht. Er trat zurück.”

Das Jahr wo er und seine Leute das sagen hatte, wurde blind eingekauft und ein Trainer aus Portugal geholt („We Go to the top“). Das Ende vom Lied war der Abstieg in die dritte Liga inklusive der verweigerten Lizenz und der Absturz in Liga 4.

Wieso kommt er nie nach München, um sich an einen Tisch zu setzen? Er wurde schon seit Jahren dazu eingeladen. Wieso sollte ein RR nach Jordanien reisen, wenn unsere Löwen in München beheimatet sind?

Wieso sollte sich RR mit weiteren Darlehen verschulden? Es ist und wird der einzige Weg sein den Verein nicht noch weiter auf biegen und brechen zu verschulden!
Wieso hat er damals seine Verträge nicht richtig durchgelesen und wollte 50+1 für sich durchsetzen?

Wieso sollte er nun angeblich 100 Mio in den Verein spülen, wo doch nun eine MV ansteht? Meint ihr ernsthaft er schenkt uns Geld? Ein Sponsor und ein Darlehensgeber sind massive Unterschiede. Es ist und bleibt der einzige Weg den Verein nicht noch weiter zu verschulden!

Und wenn er unseren Verein ja angeblich so lieben würde, wäre er weitaus öfter in München und im Stadion. Aber sein Verhalten, die wenige Ahnung über Fußball und dem Deutschen Fußball sagt eigentlich viel aus…

Genauso wie er ein Stadion mit Löwenkäfig bauen wollte, genauso wird er niemals ein Sponsor unseres Vereins sein!

Hier noch ein Link mit einigen Präsidenten vor Robert Reisinger.

Über unseren Gastautor

Philipp Birk ist 34 Jahre alt und wohnt derzeit in Landsberg am Lech. Seit Kinderjahren ist er Mitglied beim TSV 1860 München e.V. Philipp ist selbstständig und Vater zweier Töchter, die beide ebenfalls bereits Mitglied bei den Löwen sind.

Auch Deine Meinung ist wichtig

Du möchtest auch einen Gastbeitrag bei sechzger.de veröffentlichen lassen? Gerne auch mit einer konträren Ansicht? Dann freuen wir uns auf deinen quellenbasierten Beitrag unter redaktion@sechzger.de.

Ein Wort zum TSV 1860 München: Markus Ziereis und Kevin Volland

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Von wegen “Stagnation” – Markus Ziereis und Kevin Volland teilen in unserer Kurzserie “Ein Wort zum TSV 1860 München” ihr Statement zum neuen Kurs des e.V..

Wo andere Stagnation und gar Rückschritte sehen, sehen wir wirtschaftliche Vernunft, zukunftsfähige, nachhaltige Konzepte und messbaren Fortschritt. Und wir sind nicht allein. Wir haben ehemalige Spieler, die selbst ihre fußballerische Heimat in Giesing haben, aber auch mehr oder weniger prominente Anhänger und Freunde des TSV 1860 München nach ihren Gedanken gefragt.

“Ein Wort zum TSV 1860 München”: Markus Ziereis und Kevin Volland teilen sechzger.de ihre Gedanken mit

„Als 15-Jährige hatten wir ein Luxusproblem: Der 1. FC Nürnberg, der FC Bayern München und der TSV 1860 München klopften an. Unsere Entscheidung fiel klar und deutlich aus: Wir wollten den Löwen auf der Brust tragen. Das hatte gute Gründe. Das NLZ wurde viele Jahre für seine hervorragende Ausbildung ausgezeichnet. Die familiären Strukturen und vor allem die Nähe zu den Profis waren für uns wichtige Argumente. Zu sehen, wie sich die Jugendarbeit bei den Löwen in letzter Zeit wieder entwickelt hat, macht uns umso mehr stolz, dass wir dort unsere Anfänge auf dem Weg zum Profi machen durften.“

– Markus Ziereis und Kevin Volland, Fußballprofis, Ex-1860-Spieler

sechzger.de blickt zurück: Scherbenhaufen nach Totalabsturz

Seit dem Sommer 2017, in dem die erste Mannschaft des TSV 1860 München in Folge eines wirtschaftlichen und sportlichen Desasters der aus dem Mutterverein ausgegliederten Profi-Fußballgesellschaft, bis in die Regionalliga Bayern fiel, sind die Vertreter des Muttervereins beharrlich um einen bodenständigeren Kurs bemüht.

Die ökonomischen und strukturellen Problemlagen in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA waren im Nachwuchsbereich schon zwei Spielzeiten vor dem großen Crash wahrnehmbar gewesen. Zwei Jahre lang blieb die KGaA damals dem gemeinnützigen Verein die vertraglich vereinbarten Ausbildungszuschüsse schuldig. In der Folge mussten Ausbildungsmaßnahmen zurückgefahren werden und zeitgleich mit den Profis stiegen in der Saison 2016/2017 auch die A- und B-Junioren aus der Bundesliga ab.

TSV München von 1860 e.V. trägt die Ausbildung der jungen Talente seit 2017 allein

Seit dem Sommer 2017 trägt der Mutterverein die Ausbildung der Talente finanziell allein. Die ausstehenden Beihilfen wurden nach dem Neubeginn im Rahmen eines Sanierungskonzepts für die überschuldete KGaA gestundet. Der Eintritt zahlreicher Neumitglieder in den Verein versetzte die Verantwortlichen in die Lage, umfangreiche organisatorische, konzeptionelle und ausbildungsspezifische Erneuerungen bei den Junglöwen voranzutreiben.

Das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München ist heute wieder eine renommierte Ausbildungsstätte. Sowohl die A-Junioren wie die B-Junioren kehrten sportlich in die Bundesliga  zurück. Zahlreiche Nachwuchstalente konnten für den Einsatz im Profibereich des TSV 1860 München qualifiziert werden. Die Profimannschaft des Klubs verfügt seit vielen Jahren über eine der höchsten Quoten an sogenannten Eigengewächsen im Deutschen Fußball.

Neue Geschäftsführer des TSV 1860 setzen auf die Jugend

Das vom Mutterverein zu Jahresbeginn neu eingesetzte Management der Profi-Fußballgesellschaft (Dr. Christian Werner, Sport/Oliver Mueller, Finanzen) verfolgt einen sportlichen Kurs, der diese Bemühungen für die Zukunft zu einem identitätsstiftenden Merkmal für den TSV 1860 München institutionalisieren will.

Die Presse berichtet darüber: Für Präsident Robert Reisinger war die Verpflichtung von Giannikis, Werner und Mueller diesbezüglich ein Meilenstein. „Wir müssen von unserer Ausbildungsqualität mehr profitieren“, lautet seine alte, in einem Podcast erneuerte Forderung: „Diese Aufgabe ist in meinen Augen absolut wettbewerbsentscheidend. Dafür braucht es Kreativität, strategisches Geschick und einen scharfen Blick für Entwicklungspotenzial. Das scheint jetzt endlich angekommen zu sein.”

 

Saisonrückblick 2023/24: Manfred Forster

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1 Fc Saarbrücken Tsv 1860 20231111 Fotogalerie (14)

Der nächste im Bunde für den Saisonrückblick 2023/24 ist Manfred Forster. Er ist Teil der großen sechzger.de Redaktion, tritt aber eher selten namentlich in Erscheinung. Vor allem als Fotolieferant von nahezu jedem Spiel ist er dennoch ein unverzichtbarer Teil und schildert heute seine Eindrücke von der vergangenen Spielzeit.

Saisonrückblick 2023/24 von Manfred Forster

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Allzu viele Höhepunkte gab’s nicht, aber der 3:2-Sieg in Saarbrücken fühlte sich in diesem Moment wie die Wende zum Besseren an. In den ersten 20 Minuten spielten wir die Saarländer regelrecht schwindelig und hätten auch schon 4:0 führen können bzw. müssen, vermutlich die beste Phase der gesamten Saison. Danach aber in typischer Löwenmanier den Vorsprung innerhalb von drei Minuten vor der Halbzeit verspielt. Als alle Zeichen auf einen Heimsieg des FCS standen, glückte Niklas Lang kurz vor Ende der Partie der durchaus schmeichelhafte 3:2-Siegtreffer. Wie gesagt, fühlte sich wie die Wende zum Besseren unter Maurizio Jacobacci an, zudem das Spielglück diesmal auf unserer Seite war. Der weitere Saisonverlauf zeigte leider, dass dieses Spiel nur ein „Ausrutscher“ unter dem ehemaligen Trainer war…

Wer war Dein Spieler der Saison?

Für mich ist das Torwartduo Marco Hiller / David Richter das Spielerduo der Saison. Die Torhüterposition war der einzige Mannschaftsteil, der über die gesamte Saison zu überzeugen wusste. David Richter überzeugte bei seinem ersten Einsatz in Münster, als Marco Hiller verletzungsbedingt ausfiel und rettete den Löwen mit zahlreichen Paraden den Auswärtspunkt. Bei allen weiteren Einsätzen waren Marco Hiller (27 Einsätze) und David Richter (11 Einsätze) ein sicherer Rückhalt einer oft völlig verunsicherten Mannschaft.

Natürlich gab es auch andere Spieler, die sich immer wieder positiv in Szene setzen konnten (Morris Schröter, Julian Guttau), allerdings fehlte hier die Konstanz über die gesamte Spielzeit.

Löwenfans als positives Highlight

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Positiv: Sportlich kann ich beim besten Willen kaum positive Überraschung benennen.
Einzig die absolut positive Entwicklung von Fynn Lakenmacher während der Saison bleibt in Erinnerung. Unter Maurizio Jacobacci noch öffentlich angezählt und mit wenig bis gar keinem Selbstvertrauen über den Platz gestolpert, biss sich Fynn in die Saison hinein und verbesserte sich kontinuierlich. Besonders in der Rückrunde überzeugte unser Sturmtank durch Einsatz und Kampfgeist.

Außerhalb des Spielfeldes war es einerseits die starke Positionierung des e.V. gegenüber der Investorenseite und natürlich die Löwenfans. Trotz sportlicher Talfahrt und erhöhter Dauerkartenpreise waren alle Heimspiele ausverkauft.

Zudem zeigte sich auch die aktive Fanszene gegen Ende der Saison äußerst kreativ und zeigte trotz der sportlichen Misere gleich drei Choreos, die alle zu überzeugen wussten.

Negativ: Die Einstellung der Mannschaft im Abstiegskampf war nach der Niederlagenserie und dem geschmolzenen Vorsprung auf die Abstiegsränge besonders in Unterhaching und daheim gegen Dortmund unter aller Kanone. Da erwarte ich als Löwenfan einfach beißen, spucken, kratzen und Kampf um jeden Millimeter. Wenn es dann nicht reicht, ok. Das letzte Heimspiel gegen die Arminia aus Bielefeld passte sich dieser ungenügenden Einstellung leider nahtlos an.
Nur in Essen wurde mit einer sehr jungen Mannschaft (u.a. Lukas Reich, Moritz Bangerter, Mansour Ouro-Tagba und Michael Glück in der Startaufstellung) mit der Einstellung gespielt, die im Abstiegskampf notwendig ist.

Auch das Auftreten im Toto-Pokal war extrem blamabel, der 5:1-Auftaktsieg gegen den 1.FC Stockheim war mit das schlechteste Löwenspiel im Landespokal, das meine Augen je ertragen mussten. Dazu passend der strömende Regen über die gesamte Spielzeit.
Die Krönung war dann das klägliche Ausscheiden beim Bayernligisten in Pipinsried mit dem auch die Hoffnung auf eine lukrative Teilnahme im DFB-Pokal begraben werden musste.
Die Löwen finden seit Jahren einfach keine richtige Einstellung zu diesem Wettbewerb.

1 Fc Stockheim Tsv 1860 Toto Pokal Fotogalerie Titelbild

Reisinger sorgt für einen Volltreffer

Was für Dich das schönste Tor der Saison?

Eindeutig Manfred Starkes satter 30m Knaller am ersten Spieltag gegen Waldhof Mannheim, der vom Gästekeeper aber zugegeben unglücklich mit dem Rücken in das eigene Netz gelenkt wurde.

Sehr schön/kurios waren natürlich auch die sensationellen Eigentore der Ingolstädter und der Viktoria aus Köln im Sechzgerstadion.

Neben dem Platz erzielte eindeutig Präsident Robert Reisinger den Volltreffer der Saison, seine Worte “Sie schaden mit Ihrer Berichterstattung seit Jahren 1860 München” und “Für mich sind Sie Ursache von Spaltung und Hass in diesem Verein” an einen kommerziellen Blogbetreiber waren absolut überfällig und sprachen unzähligen Löwenfans aus dem Herzen. Die fast durchweg positive Resonanz und ein vielfach vernommenes „endlich Klartext“ lassen tief blicken.

Am Ende stand Platz 15. Zufrieden mit dem Nicht-Abstieg und hättest Du eher mit einer Position etwas weiter oben gerechnet?

Zufrieden kann man mit dieser Platzierung sicher nicht sein, am Ende rettete uns ja eher der Auswärtssieg der SpVgg Unterhaching in Halle als unsere eigene Stärke. Die teils miserablen Auftritte in der Vorbereitung (0:0 in Wasserburg) oder im Toto-Pokal vor Saisonstart (das bereits erwähnte 5:1 beim Bezirksligisten in Stockheim nach mühevoller 2:1-Pausenführung) ließen aber leider das Schlimmste befürchten. Im Endeffekt ist der Klassenerhalt wohl das Maximum, was erreicht werden konnte.

Wie schätzt Du die Arbeit von Agirios Giannikis und seinem Trainerteam ein?

Ganz schwer zu beurteilen, die Siegesserie nach der Winterpause gegen teils starke Gegner aus der oberen Tabellenhälfte (Ingolstadt und Essen) machten Lust auf mehr und gaben Hoffnung auf eine wirklich starke Rückrunde. Der Einbruch (spätestens mit dem 0:1 in Freiburg offensichtlich) ist für mich aber völlig unerklärlich. Da wirkte auch Argirios Giannikis ratlos.

Sein Auftreten bei Pressekonferenzen und Interviews finde ich erfrischend „spartanisch“, keine Worthülsen und Floskeln. Agirios Giannikis kommt sofort auf den Punkt und beantwortet die Fragen. Da gab’s schon ganz andere Zeiten…

Hoffnung von Manfred Forster auf Kursbestätigung am 16.Juni

Was wird Dir von der Saison 2023/24 besonders in Erinnerung bleiben?

Das selbst in der dritten deutschen Profiklasse ein Amateurtrupp ohne sportliche Kompetenz vor der Saison einen Kader zusammenstellen kann.
Das Ergebnis ist bekannt, u.a. wurden die Einnahmen aus dem Morgalla-Transfer für Spieler wie Tarsis Bonga oder Valmir Sulejmani ausgegeben. Ein Umstand, der unendlich traurig macht.

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2024/25 besonders viel?

Da leg ich mich auf keinen Namen fest. Die bisherigen Transfers wirken durchdacht, stimmig und geben Anlass zu der Hoffnung, dass die Saison 24/25 auf jeden Fall besser verläuft als die letzte Spielzeit. Natürlich hoffe ich auch auf viele Einsatzminuten für Spieler aus dem NLZ wie Lukas Reich und Moritz Bangerter.

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

Das auf der Mitgliederversammlung der Kurs des aktuellen Verwaltungsrates und damit des aktuellen Präsidiums mit einer überwältigen Mehrheit bestätigt wird. Noch eine Saison wie 2016/17 mit der Politik der freien Hand für den Investor und dazugehörigen Marionetten im e.V. Präsidium mit dem Ergebnis des sportlichen und finanziellen Totalschadens braucht niemand!
Wir sind der Verein – Ohne Hasan.

Bisher erschienen auf sechzger.de die Saisonrückblicke 2023/24 von…

Thomas Enn

Christian Jung

Thomas Spiesl

Stefan Kranzberg

Joël Zwarts liebäugelt erneut mit Wechsel in die Niederlande

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Joël Zwarts TSV 1860 München Saison 2023-24 3-Liga

Mit einer Transferoffensive im Sturm ließ der TSV 1860 München zuletzt aufhorchen. Neben der Freude über neue Spieler stellten sich aber auch recht schnell Fragen zum aktuellen Personal. Nun scheint sich anzubahnen, dass Joël Zwarts die Grünwalder Straße nach nur einem Jahr in Richtung Niederlande verlassen könnte.

TSV 1860 droht der nächste Abgang

13 Verabschiedungen gab es beim TSV 1860 München im Rahmen des letzten Heimspiels gegen Arminia Bielefeld. Einen neuen Verein hat bislang kaum einer der Spieler gefunden, die am 18.Mai ein letztes Mal auf dem Rasen des Grünwalder Stadions standen. Ganz anders geht es dagegen sechs Akteuren, die letzte Woche offiziell bei den Löwen vorgestellt wurden. Sie alle laufen in der kommenden Spielzeit für den TSV 1860 auf und gehen dabei zumeist auf Torejagd. Im Sturm gibt es derzeit definitiv ein Überangebot.

Das könnte sich allerdings bis zum Saisonstart im August noch ändern. Neben Serhat-Semih Güler, der ein potentieller Abgang sein könnte, wird es vor allem bei einem weiteren Angreifer bereits konkreter. Medienberichten zufolge möchte Joël Zwarts die Löwen in Richtung Niederlande verlassen und hat die Verantwortlichen bereits über seinen Wechselwunsch in Kenntnis gesetzt.

Angeblicher Wechsel in die Niederlande von Zwarts bereits in Regensburg Thema

In der abgelaufenen Saison kam Zwarts 21 Mal für den TSV 1860 München in der 3.Liga zum Einsatz. Dabei gelangen ihm sechs Treffer. Eine langwierige Bauchmuskelverletzung ließ den 25-Jährigen insgesamt 14 Spiele ausfallen. Für Aufsehen sorgte zudem eine Klausel in seinem Vertrag, die einen Einsatz gegen seinen alten Verein Jahn Regensburg kostspielig für die Löwen gemacht hätte. Apropos Regensburg: auch vor dem Wechsel nach Giesing liebäugelte Zwarts bereits mit einem Wechsel in die Niederlande. Während die Fans des SSV diese Begründung noch nachvollziehen konnten, schlugen die Emotionen nach der Unterschrift beim TSV 1860 schnell um. Auch Maxi vom Jahn Blog, der in Folge 129 im sechzger.de Talk zu Gast war, berichtete von der Situation mit dem Holländer und äußerte seine Skepsis. Zweifel, die sich nun zu bewahrheiten scheinen: die Wege von Zwarts und den Löwen scheinen sich schon bald zu trennen.

Leistungsauswertung 23/24: Mittelfeld Teil 1

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Nachdem am Dienstag der Fokus der Leistungsauswertung auf Tor und Abwehr lag, sehen wir uns heute das Mittelfeld an. Die zentralen Mittelfeldpositionen defensiv wie offensiv liegen für die heutige statistische Auswertung im Fokus.

Die Leistungsauswertung Mittelfeld 23/24 wird zeigen, dass die Mannschaft des TSV 1860 München im Mittelfeldzentrum mehr oder weniger zwei Gesichter zeigte. Hin und wieder blitzte ein drittes kurz hervor, das wurde aber leider nie konstant gezeigt. Die beiden meist zur Schau gestellten Gesichter des Mittelfelds der Sechzger waren einerseits die grundsätzliche Stabilität bei ausreichender Elastizität gegen den Ball und andererseits die konstruktive Gehemmtheit und das sehr statische Auftreten bei eigenem Ballbesitz in der Frühphase.

Nur in wenigen Spielen war bei eigenem Ballbesitz auch im Mittelfeldzentrum genug Bewegung vorhanden, um genügend Unordnung in die gegnerische Defensive zu bringen, sodass man von Spielkontrolle und Dominanz sprechen konnte. In einigen dieser Spiele zog man dann unglücklich den Kürzeren, als Beispiel sei der Auswärtspunkt in Regensburg genannt. Dass man sich für gute Spiele nicht belohnen konnte, war leider oft ein Grund zum Ärgernis.

Nun richten wir den Fokus auf die Spieler des TSV 1860 München, die in den drei Kategorien im Mittelfeldzentrum in den Toplisten der Liga auftauchen.

Leistungsauswertung 23/24 Defensives Mittelfeld

Bester defensiver Mittelfeldspieler bzw. bester Spieler der Sechzger, der auf der Sechs häufig genug eingesetzt wurde, um ins Ranking zu kommen, ist auf Platz 19 Manfred Starke. Er spielte auf der Doppelsechs eher die Rolle des Box to Box Spielers als die des Tiefen Sechsers. Starkes Bilanz muss man – meiner Meinung nach – also eher aus der offensiven als aus der defensiven Perspektive betrachten.

In dieser offensiven Perspektive gelten natürlich andere Bewertungsgrundlagen für die Leistung eines Spielers. Für defensive Mittelfeldspieler sind das folgenden Kategorien:

a) Zweikämpfe pro 30 Minuten gegnerischen Ballbesitzes
b) abgefangene Pässe pro 30 Minuten gegnerischen Ballbesitzes
c) Passgenauigkeit
d) gespielte Pässe pro 90 Minuten
e) geführte Defensivzweikämpfe pro 90 Minuten
f) defensive Zweikampfquote
g) begangene Fouls pro 90 Minuten
h) Balleroberungen pro 90 Minuten
i) Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte pro 90 Minuten
j) Ballverluste in der eigenen Hälfte pro 90 Minuten
k) Laufduelle um freie Bälle

Für offensiver ausgerichtete Mittelfeldspieler, wie es der Box to Box Spieler ist, obwohl er systematisch nominell auf auf der Doppel-Sechs spielt, gelten in meinen Augen die Zahlen, die auch im Zentralen Mittelfeld angewandt werden. Darum werde ich Manfred Starke erst im nächsten Teilabschnitt behandeln.

Schauen wir uns in der Leistungsauswertung 23/24 die beiden anderen Sechser, die genug Spielminuten auf der Uhr haben an, obwohl sie es nicht in die Top 20 geschafft haben. Dies sind Tim Rieder und Marlon Frey.

Leistungsauswertung 23/24 Tim Rieder

Rieder ist mit Platz 23 im Ranking nur knapp an der Top 20 gescheitert. Wenn wir uns Rieders statistische Werte ansehen, so ergibt sich ein durchwachsenes Bild.

Während Rieders Quote bei den abgefangenen Pässen noch als durchschnittlich angesehen werden kann, ist das bei seinem Wert für defensive Zweikämpfe sowohl bei der Zweikampffrequenz als auch bei der Quote für seine Position nicht der Fall. Hier hat Rieder weniger gezeigt als er, wenn man seine Werte in anderen Jahren betrachtet, eigentlich im Stande wäre zu leisten. Sollte Tim Rieder bei den Löwen bleiben, muss er sich vor allem in diesen Kategorien wieder verbessern und dies dann stabilisieren. Was den Spielaufbau bzw. die Spielfortsetzung betrifft, war Rieder vergangene Saison mit für seine Position durchschnittlichen Werten unterwegs.

Passspiel

Im Passspiel hat Tim Rieder pro Spiel vergangene Saison 34 Pässe gespielt. Davon waren zwölf Pässe pro 90 Minuten Vorwärtspässe, fünf Pässe gingen in die entgegengesetzte Richtung und siebzehn Pässe spielte Rieder im Schnitt pro 90 Minuten quer. Das Ganze mit einer Gesamtgenauigkeit 83%. Auf die einzelnen Kategorien aufgeteilt haben wir Quoten von 70% bei den Vorwärtspässen, 96% bei Rückpässen und 91% bei den Querpässen.

Diese Konstellation im Passspiel ist, wenn man die Präzision betrachtet, absolut in Ordnung für die Position. Rieder hatte durchschnittlich 53 Aktionen im Spiel, 34 davon sind wie oben geschrieben Pässe gewesen.

Leider waren es insgesamt aber zu wenig Pässe, die einen offensiven Mehrwehrt gehabt hätten. Das muss sich ändern.

Gegen den Ball

Ich habe oben geschrieben, dass Rieder eine weniger gute Zweikampfintensität und -quote hat – und genau da sind wir nun. Mit fünf Duellen gegen den Ball pro Spiel im Schnitt bei einer Quote von 57% ist das im Kerngeschäft des Sechsers leider zu wenig. Die Quoten bei Luftduellen oder Laufduellen um freie Bälle liegen beide deutlich unter 50%.

Auch die Anzahl der abgefangenen Pässe müsste eigentlich bei Rieder höher sein als sie ist, um die Saisonleistung gegen den Ball mit einem Superlativ zu bezeichnen.

Offensive Duelle

Offensive Einzelaktionen pro Spiel sind bei Rieder mehr oder weniger vernachlässigbar, aber dennoch gehören sie zum vollständigen Bild. Alle progressiven Offensivduelle zusammengenommen, also Dribblings und Laufduelle, führt Rieder im Schnitt zwei pro Spiel; diese absolviert er mit einer Erfolgsquote von 41%. Mit 58% Erfolgsquote ist er im Dribbling deutlich stärker zu bewerten als wenn Geschwindigkeit und Antritt in einem Laufduell gefragt sind.

Fazit zu Rieder

Anhand dieser Werte kann nun jeder die Leistungsauswertung 23/24 bei Rieder für sich bewerten. Für mich ist klar, dass Tim Rieder nicht das gezeigt hat, was er eigentlich kann oder könnte. Es war eine solide Leistung, aber ohne Heldentaten oder Übereifer.

Die Frage, die andere beantworten müssen, ist nun, ob man Rieder zutraut, die Form wieder zu finden, die er in der Vergangenheit schon gezeigt hatte.

Leistungsauswertung 23/24 Marlon Frey

Marlon Frey war für viele einer der Sündenböcke, wenn es bei unseren Sechzgern nicht lief. Sehen wir uns seine Werte in der Leistungsauswertung 23/24 nun im Vergleich mit Rieder einmal an. Ich habe in dem Moment, als ich diese Zeilen schreibe, seit einiger Zeit selbst nicht mehr explizit in Freys Statistik hineingesehen, also bin ich ebenfalls gespannt, wie er im Vergleich abschneidet.

Passspiel

Im Passspiel hat Marlon Frey pro Spiel vergangene Saison 36 Pässe gespielt. Davon waren 13 Pässe pro 90 Minuten Vorwärtspässe, sieben Pässe gingen nach hinten und 16 Pässe spielte er im Schnitt pro 90 Minuten quer. Die Werte sind nahezu deckungsgleich mit denen Rieders. Wie sieht dabei die Genauigkeit aus? Freys Gesamtgenauigkeit liegt bei 81%. Auf die einzelnen Kategorien aufgeteilt haben wir Quoten von 69% bei den Vorwärtspässen, 94% bei Rückpässen und 89% bei den Querpässen. Auch hier liegt Rieder nur jeweils knapp und in meinen Augen vernachlässigbar vorne.

Auch bei Frey ist, wenn man die Präzision der einzelnen Passkategorien betrachtet, aus statistischer Sicht alles in Ordnung für die Position und Rolle. Frey hatte mit durchschnittlich 59 Aktionen im Spiel, wovon 36 auf Pässe ausfielen, etwas mehr pro Spiel zu tun als Rieder. Davon eine höhere Einsatzbereitschaft herzuleiten, würde mir aber nicht einfallen.

Schauen wir einfach auf die anderen Kategorien.

Gegen den Ball

Mit sieben Duellen gegen den Ball pro Spiel im Schnitt bei einer Quote von 56% ist zumindest die Zweikampffrequenz im für Sechser durchschnittlichen Bereich. Die Quote sollte allerdings um einige Prozentpunkte höher liegen. Man muss allerdings hier anmerken, dass sich Freys defensive Zweikampfbilanz in der Rückrunde auf 61% gesteigert hat. Die Quoten bei Luftduellen oder Laufduellen um freie Bälle liegen wie bei Rieder ebenfalls deutlich unter 50%.

Offensive Duelle

Offensive Einzelaktionen pro Spiel sind bei Frey zwar wie bei Rieder vernachlässigbar, aber gehören zum Gesamtbild dazu. Dribblings und Laufduelle versucht Frey rund drei pro Spiel, seine gesamt Erfolgsquote dabei beträgt 37%. Mit 46% Erfolgsquote im Dribbling ist er dabei genau wie Rieder stärker als im Laufduell.

Fazit zu Frey

Auch bei Marlon Frey kann nun jeder diese Daten zur Leistungsauswertung 23/24 Hilfe nehmen, um sein eigenes Urteil zu fällen. Für mich hat man in dieser Saison zwei Gesichter von Frey gesehen. In der Hinrunde war dieses Gesicht nicht wirklich schön anzusehen. In der Rückrunde hat sich das dann gewandelt. Frey hat nach dem Trainerwechsel unter Argirios Giannikis deutlich bessere Spiele gezeigt als in der Hinrunde unter Maurizio Jacobacci.

Leistungsauswertung 23/24: zentrales und offensives Mittelfeld

Leistungsauswertung 23/24 Manfred Starke

Der einzige Spieler, der beim TSV 1860 wirklich die Rolle eines Box to Box Spielers zufriedenstellen ausfüllen konnte, war Manfred Starke. Alle anderen Experimente diese Rolle betreffend scheiterten. Und Starke, der zum Ende der Saison hin nicht mehr zum Stammpersonal gehörte? Wie ist er zu bewerten?

Wie oben schon erwähnt, wird Starke aufgrund der Systematik des 4-2-3-1 im Statistikportal bei den defensiven Mittelfeldspielern eingeordnet, wohingegen die Rolle als Box to Box Spieler eher mit den Kriterien für zentrale Mittelfeldspieler gewertet werden sollte.

Der Box to Box Spieler muss abgesehen von der für Mittelfeldspieler immer wichtigen Fähigkeiten Ballkontrolle und Passgenauigkeit, drei weitere wichtige Fähigkeiten besitzen. Diese wären hohe Laufbereitschaft, offensive Zweikampfstärke und Ballprogressionsfähigkeit sowie defensiver Einsatzwillen.

Passspiel

Die Kriterien, nach denen Starke beim Passspiel bewertet werden sollte, sind das Verhältnis von Vorwärts- zu Quer- und Rückpässen und die Genauigkeit bei den unterschiedlichen Passkategorien dabei.

Mit 24 Pässen pro 90 Minuten, von denen zehn als Vorwärtspässe gespielt wurden und fünf nach hinten, hat Starke mit neun Querpässen ein schlechtes Verhältnis von Querpässen gegenüber Pässen nach vorne. Die Anzahl von Rückpässen ist nicht kritikwürdig.

Mit einer Gesamtgenauigkeit im Passspiel von 74% bei einer Vorwärtspassgenauigkeit von 65%, 74% bei den Quer- und 91% bei den Rückpässen lässt hier die nötige Präzision stark zu wünschen übrig.

Duelle

Den Ball selbst nach vorne zu treiben versucht Starke pro Spiel in direkten Duellen offensiver Natur pro Spiel sechs Mal. Das Verhältnis von Dribblings zu Laufduellen lag dabei etwa bei 2:4. die Erfolgsquote insgesamt bei 50%.

Gegen den Ball

Mit rund vier Defensivduellen in 90 Minuten ist Starkes Zweikampffrequenz gegen den Ball ein wenig unter dem, was man von einem Box to Box Spieler im 4-2-3-1 erwarten darf.

Dafür ist die Quote von fast zwei Drittel gewonnener Duelle wieder positiv zu bewerten. Starkes Bilanz in Luftduellen ist ebenfalls gut. Mit den meisten geführten Kopfballduellen aller Mittelfeldspieler der Löwen pro 90 Minuten und einer Bilanz von 50% dabei darf man für die Rolle des Box to Box Spielers bei diesen Werten nicht meckern.

Leider ist aber auch in der Kategorie der defensiven Laufduelle um freie Bälle mit 38% bei Starke keine positive Bilanz vorhanden.

Fazit zu Starke

Mithilfe der Daten zur Leistungsauswertung 23/24 kann nun auch bei Starke jeder für sich entscheiden, wie er den Spieler bewertet. Im meinen Augen hat Starke bis auf einige wenige Momente eher underperformt. Auch erinnerungswürdige Aktionen, wie zum Beispiel sein Weitschusslattentreffer, der dann am Ende über den Umweg Torhüter ins gegnerische Gehäuse fiel und den Sieg unserer Löwen gegen Mannheim am Saisonbeginn einläutete, waren leider dünn gesät.

Leistungsauswertung 23/24 Julian Guttau

Julian Guttau war der statistisch gesehen zweitbeste Feldspieler der Löwen, was die Platzierung im jeweiligen Mannschaftsteil betrifft. Er liegt ligaweit in der Kategorie offensiver Mittelfeldspieler auf Rang 5.

Guttau wurde die Saison über variabel eingesetzt. Er kam als zentral offensiver Mittelfeldspieler, als linker Mittelfeldspieler und als hängende Spitze oder Schattenstürmer, wenn das System zum 4-4-2 verschoben wurde, zum Einsatz.

Sieht man sich Guttaus Bewegungsdiagramm für die Saison an, befindet sich sein Hauptaktionsfeld links und im linken Achterraum. Die Zentrale konnte er leider zu selten besetzen, was häufig einem gut organisierten defensiven Zentrum der Gegner geschuldet war. Deswegen war Guttau gezwungen, in andere Zonen auszuweichen.

Welches sind die Kriterien, die für diese Offensivposition wichtig sind? Wer offensiv spielt, wird vor allem an Toren und Vorlagen gemessen, aber auch andere statistische Kategorien sind wichtig. Welche sind das?

Als Erstes muss man natürlich das Passspiel nennen. Einerseits im Allgemeinen, im Speziellen aber vor allem das Passspiel nach vorne, das in die Box, sowie das ins letzte Drittel und die sogenannten Schlüsselpässe (Pässe, die eine klare Torgelegenheit einleiten). Schlüsselpässe fallen allerdings weniger stark ins Gewicht. Es gibt dabei eine Unwägbarkeit, die vom Mitspieler abhängt.

Die offensive Durchsetzungsfähigkeit wäre das zweite Kriterium. Diese setzt sich aus der Gesamterfolgsquote aus Offensivduellen, der Anzahl aus Ballkontakten in der gegnerischen Box und der Schussstatistik zusammen.

Allerdings fallen im modernen Fußball auch für Offensivspieler defensive Gesichtspunkte mit in die Wertung. Zweikampffrequenz in Abhängigkeit von der Pressingintensität, abgefangene Pässe und Balleroberungen insgesamt sind hier die wichtigen Werte, um die Leistung zu bewerten.

Tore und Vorlagen

Mit sieben Toren aber nur zwei Vorlagen hat Julian Guttau zumindest bei der Torquote einen für seine Position ordentlichen Wert erzielt. Zwei Vorlagen sind allerdings zu wenig – denkt man. Aber: Der beste Vorlagengeber kann noch so viele gute Pässe spielen, wenn der Kollege nicht verwandelt oder überhaupt abschießen kann. Dadurch wird aus dem besten Pass keine Schuss- oder Torvorlage. Apropos Schussvorlagen: Hat Guttau hier möglicherweise Aktien, die durch seine Mitspieler wertlos wurden? Ja, eindeutig! Mit 44 Schussvorlagen, die er auf dem Konto hat, kann man die Schuld, dass Guttau nur zwei Torvorlagen verzeichnet, durchaus ein wenig bei seinen Mitspielern suchen.

Damit wären wir auch schon beim Passspiel.

Passspiel

Je weiter vorne auf dem Spielfeld man agiert, desto schwieriger wird es, erfolgreiche offensive Aktionen durchzuführen, da die Anzahl der Gegenspieler und die Aggressivität derselben sich mit zunehmender Nähe zu deren Tor erhöht. Das ist eine Binsenweisheit. Ich wiederhole sie hier nur, damit die bei Offensivspielern traditionell etwas schlechteren Quoten im Passspiel nicht gleich für Zweifel sorgen. Positionsbezogen sind die Werte, die er im Passspiel aufweist, nicht zu bemängeln. Die Passgenauigkeit von 75% insgesamt setzt sich bei durchschnittlich 29 Pässen pro Spiel aus im Schnitt neun Vorwärtspässen mit 62% Genauigkeit, sieben Rückpässen mit 89% Genauigkeit und dreizehn Querpässen, die mit 75% Genauigkeit gespielt wurden, zusammen.

Mit 51% Genauigkeit bei Pässen in die Box und einer Genauigkeit 66% bei Pässen ins letzte Drittel, hat Guttau bei diesen Passkategorien ebenfalls Werte erreicht, die ligaweit auf dieser Position nicht von vielen Spielern übertroffen werden.

Was die Anzahl an Schlüsselpässen betrifft, ist Guttau teamintern die Nummer 2 hinter Schröter. Ligaweit liegt er insgesamt auf Rang 22, Positionsbereinigt allerdings auf Platz 8.

Offensive Durchsetzungsfähigkeit

Bei Dribblings ist Guttau sehr durchsetzungsfähig. Die Vorteile, die er mit seiner Wendigkeit im Dribbling hat, werden in Laufduellen, in denen die körperliche Komponente ebenfalls zum Tragen kommt, eher zum Nachteil. Sehr gute 57% Zweikampfquote in Dribblings stehen hier zu Buche. Insgesamt kommt Guttau damit bei Offensivduellen leider nur auf eine Erfolgsquote von 41%. Auch die Anzahl der Ballkontakte in der Box könnte etwas höher liegen. Die ist allerdings genau wie die Anzahl der Schlüsselpässe immer auch von den Mannschaftskameraden und deren Übersicht und Passgenauigkeit abhängig. Und wie schaut die Schussstatistik bei Guttau aus? Der ehemalige Freiburger hat 52 Schussversuche in dieser Saison zu Buche stehen. Bei einer Schussgenauigkeit von knapp unter 29% erzielte er so bei 15 Schüssen, die aufs Tor gingen, sieben Treffer. Die Trefferanzahl von sieben ist, wie oben schon geschrieben, ein ordentlicher Wert. Die Schussgenauigkeit muss sich allerdings etwas verbessern, damit aus ordentlich gut oder sehr gut wird. Und das nicht unbedingt nur wegen der Tore, die Guttau dann selbst mehr erzielt oder erzielen könnte. Jeder Schuss, der aufs Tor geht, hat auch die Chance, ein Abpraller vom Torwart zu werden, den dann ein Mitspieler Guttaus verwerten könnte.

Arbeit gegen den Ball

Mit rund vier Defensivduellen pro 90 Minuten und einer durchschnittlichen Erfolgsquote von 59% dabei sieht sowohl Einsatz als auch Quote dabei in Abhängigkeit der PPDA (Pressingintensität der Mannschaft) in Ordnung aus. Insgesamt kommt Guttau pro 90 Minuten auf fünf Balleroberungen. Das ist bei der Art und Weise, wie die Sechzger vergangene Saison gegen den Ball passiv und abwartend gespielt haben, nicht kritikwürdig, vor allem angesichts der für einen Offensivspieler hohen Erfolgsquote.

Julian Guttau hätte mit etwas treffsichereren Mannschaftskameraden bei 44 Schussvorlagen, die er gegeben hatte, anstatt auf Platz 5 durchaus auch auf Rang 1 der Rangliste “Offensives Mittelfeld” landen können. Der Wert erwartete Vorlage (xA), das Pendant zum erwarteten Tor (xG), zeigt bei Guttau, dass er bei besserer Chancenverwertung der Kollegen anstatt zwei Vorlagen mindestens sechs haben müsste.

Fazit zu Guttau

Julian Guttaus Leistung richtig einzuschätzen, sollte anhand der vorliegenden Werte der Leistungsauswertung 23/24 keinem schwerfallen. Für mich war er eine klare Bereicherung, was das Spielerische betrifft. Sein Entwicklungspotential ist ebenfalls noch nicht ausgeschöpft.

Fazit zu den zentralen Positionen

Alles in allem war in der Verbindung zwischen defensivem und offensiven Mittelfeld ziemlich der Wurm drin. Die Leistungsauswertung für diesen Mannschaftsteil fällt für die Saison 23/24 negativ aus. Guttau als einziger Lichtblick ist zu wenig fürs kreative Zentrum.

Bei eigenem Ballbesitz haben die Räder nicht ineinander gegriffen, einzelne Spieler, die mit ihrer Performance in manchen Situationen oder auch häufig herausstachen, können keine mangelnde Kollektivleistung kaschieren.

Das Spiel gegen den Ball in diesen Mannschaftsteilen kann man alles in allem als “Dienst nach Vorschrift” bezeichnen.

Insgesamt kann man dem Mittelfeldzentrum trotz Guttaus verdient guter Platzierung bei den offensiven Mittelfeldspielern aber keine gute Zensur ausstellen.

Allerdings – und das muss man auch ganz deutlich sagen – war die teils unmenschliche und unsachlich vorgetragene Kritik an einzelnen Spielern in sozialen Netzwerken und Kommentarbereichen bei keinem unserer Spieler und zu keinem Zeitpunkt gerechtfertigt. Kein einzelner ist so schlecht gewesen, wie ihn der Internetmob hinstellte.

Datenquelle: Wyscout

Präsidium, Ehrenrat und Wahlausschuss: Plädoyer für faire MV

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Das Präsidium, der Ehrenrat und der Wahlausschuss haben auf der Website des TSV München von 1860 e.V. für eine faire Mitgliederversammlung plädiert und weitere nützliche Informationen herausgegeben.

Keine weiteren Anträge

Dem Statement der Gremien zufolge bleibt es bei den Anträgen, die der Verein bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung veröffentlicht hat. Obwohl das Präsidium eine zweite Frist für nicht-satzungsändernde Anträge bis zum 17. Mai gewährt hatte, landet kein weiterer Antrag auf der Tagesordnung.

Verkürzte Steckbriefe im Begleitmaterial

Im Begleitmaterial zur Mitgliederversammlung, das jedes Mitglied vor Ort erhalten wird, werden die Steckbriefe der Kandidierenden nur in abgekürzter Form, mit QR-Code Verweis auf die vollständigen Steckbriefe abgedruckt. Grund ist Rücksicht auf die Umwelt: der Verein schreibt, dass man sonst ca. 300.000 Seiten extra drucken müsste.

Plädoyer für faire Mitgliederversammlung

Zuguterletzt appellieren die Gremien an einen fairen und gesitteten Verlauf der Mitgliederversammlung. Mit Verweis auf die rückläufige Bereitschaft in Deutschland zur Übernahme von Ehrenämtern wird in der Stellungnahme klargestellt, dass jede Person, die sich für ein Amt zur Verfügung stellt, Respekt verdiene.

Redezeiten sollen gewährt und Fragen bzw. Redebeiträge angemeldet und anstandsvoll kommuniziert werden.

Der gesamte Wortlaut der Stellungnahme von Präsidium, Ehrenrat und Wahlausschuss

Liebe Mitglieder,

wenige Wochen vor der Mitgliederversammlung möchten wir euch auf diesem Wege ein paar Informationen mit auf den Weg geben.

Die zweite Frist für die Einreichung nicht-satzungsändernder Anträge endete mit Ablauf des 17. Mai 2024. Es wird kein weiterer Antrag als die bereits im Vereinsmagazin „Sechzger 02/24“ kommunizierten Anträge bei der Mitgliederversammlung zur Abstimmung stehen.

Auch bei der Mitgliederversammlung 2024 wird es für die Mitglieder ein gedrucktes Begleitmaterial geben. Dort sind neben nützlichen Informationen wie der Tagesordnung oder Erklärungen zu den Abläufen von Abstimmungen und Wahlen auch die zugelassenen Anträge abgedruckt. Die Steckbriefe der Kandidierenden für die zu wählenden Ämter sind hingegen nur in abgekürzter Form beigelegt.

Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass bei insgesamt 39 Kandidierenden der Abdruck der gesamten Steckbriefe knapp 100 zusätzlich zu druckende Seiten pro Handout bedeuten würde – also ca. 300.000 Seiten insgesamt. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks werden für die Mitglieder somit nur die Kernpunkte zu den jeweiligen Kandidierenden mit dem Begleitmaterial herausgegeben. Die Mitglieder werden jedoch mittels QR-Code Zugriff auf die vollständigen Steckbriefe erhalten.

 

Nutzt gerne die Gelegenheit und macht euch bereits vor der Mitgliederversammlung mit den vollständigen Steckbriefen der Kandidierenden vertraut, welche ihr hier findet.Als gemeinnütziger Verein sind wir auf den ehrenamtlichen Einsatz und die Bereitschaft vieler Mitglieder zur Übernahme von Funktionen und Verantwortung angewiesen. Wir freuen uns daher sehr, dass sich auch in diesem Jahr wieder eine große Anzahl an Mitgliedern dazu bereit erklärt hat, für ein Amt beim TSV München von 1860 e.V. zu kandidieren.

Auch bei den diesjährigen Wahlen haben wir uns dafür entschieden, allen zur Wahl stehenden Personen eine faire Kurzvorstellung mit identischem Zeitrahmen zu ermöglichen.

In Deutschland ist ein Rückgang der Bereitschaft für die Übernahme von Ehrenämtern erkennbar. Einer der Gründe liegt Umfragen zufolge an der fehlenden Wertschätzung, die Personen erfahren, die sich für Ehrenämter zur Verfügung stellen. Sich den Mitgliedern zur Wahl zu stellen, erfordert Überzeugung, zeitliche Bereitschaft und Mut.

Daher möchten wir an den Fairnessgedanken aller Anwesenden auf der Mitgliederversammlung appellieren. Auch wenn das Wahlprogramm, die vereinspolitische Überzeugung oder die ein oder andere Äußerung von Kandidierenden oder anderen Mitgliedern nicht der eigenen Einstellung entsprechen sollte, bitten wir darum, allen Personen respektvoll gegenüberzutreten. Hierfür ist es ganz besonders wichtig, dass alle Kandidierenden ihre festgelegte Redezeit in den Vorstellungsrunden ohne Unterbrechungen aus dem Publikum ausschöpfen können und auch im Übrigen mit dem nötigen Respekt und Anstand behandelt werden. Das Gleiche gilt auch für Mitglieder, die an das Mikrofon treten, um Fragen zu stellen oder in der Aussprache zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten ihre Meinung kundtun.

Solltet ihr nach einer Vorstellungsrunde Fragen an einzelne Kandidierende haben, steht euch hierfür eine großzügige Fragerunde im Anschluss an die jeweilige Vorstellungsrunde zur Verfügung. Bitte meldet dazu möglichst rechtzeitig im Vorfeld eure Fragen vor Ort beim Wahlausschuss an; so können diese gebündelt werden und es werden doppelt gestellte Fragen vermieden, was uns allen Zeit sparen wird.

Wir freuen uns, euch zahlreich bei der Mitgliederversammlung 2024 begrüßen zu dürfen.

Euer

Präsidium
Ehrenrat
Wahlausschuss

Edit: Das Fehlerteufelchen 30.000/300.000 wurde ausgebessert.