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sechzger.de Talk 170: Saarbrücken-Niederlage, vor VfB Stuttgart II

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sechzger.de Talk Folge 170 nach der Auftaktniederlage des TSV 1860 München gegen den 1.FC Saarbrücken, vor SSV Kasendorf Toto-Pokal und VfB Stuttgart II in Großaspach

Der Auftakt gegen den 1.FC Saarbrücken im Grünwalder Stadion verlief aus weiß-blauer Sicht nicht wie gewünscht. Entsprechend gibt es im sechzger.de Talk Nummer 170 einiges zu besprechen. Dazu gehören neben dem 1.Spieltag auch die beiden anstehenden Partien gegen den SSV Kasendorf im Toto-Pokal sowie gegen den VfB Stuttgart II in Großaspach.

Saarbrücken gewinnt zum Auftakt gegen den TSV 1860

Durch ein Tor von Patrick Schmidt, der nach langer Verletzungspause wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz stand, siegte der 1.FC Saarbrücken am 1.Spieltag gegen den TSV 1860 München mit 1:0. Von einem Auftakt nach Maß kann man daher aus Sicht der Löwen wahrlich nicht sprechen. Jan analysiert die aktuelle Lage in Giesing zusammen mit seinen Gästen Edge, Bernd und Christian im Talk Nummer 170. Behandelt wird dabei auch die in einigen Kommentaren bereits aufkommende Diskussion um Trainer Argirios Giannikis.

Toto-Pokal, die erste Runde: Löwen zu Gast beim SSV Kasendorf

Lange Zeit zur Tristesse bleibt allerdings nicht, bereits am Dienstag geht es mit dem nächsten Pflichtspiel weiter. Gegner in der ersten Runde des Toto-Pokals ist dann der SSV Kasendorf. Einen ersten Eindruck vom Gegner der Löwen konnte man bereits im Interview mit Torwart Jochen Böhnlein erlangen. Wie der Löwenfan selber zugibt: alles andere als ein hoher Sieg des TSV 1860 wäre eine große Überraschung. Auch die Gegnervorstellung ist bereits online.

Auswärtsauftakt in Großaspach gegen den VfB Stuttgart II

Mit dem ersten Auswärtsspiel der Saison 2024/25 steht zudem eine weitere Begegnung in dieser Woche mit Beteiligung von Kapitän Jesper Verlaat & Co. auf dem Programm. Gegner ist am Sonntag der VfB Stuttgart II, der seine Heimspiele in Großaspach austrägt. Zahlreiche Löwenfans werden die etwa 260 Kilometer auf sich nehmen, um live mit dabei zu sein. Die Erwartungshaltung der Teilnehmer im Talk Nummer 170 fragt Moderator Jan zum Schluss der aktuellen Sendung ab.

Der sechzger.de Talk 170 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Faninformationen SSV Kasendorf – TSV 1860 (Toto-Pokal)

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Faninformationen SSV Kasendorf - TSV 1860 (Toto-Pokal)
Faninformationen SSV Kasendorf - TSV 1860 (Toto-Pokal)

Nach dem Ligastart ist vor dem Toto-Pokal. Am heutigen Dienstagabend ist der TSV 1860 München im bayrischen Landespokal beim SSV Kasendorf zu Gast. Fast schon traditionell geht die Reise in den Norden, dieses Mal nach Oberfranken in den Landkreis Kulmbach. Für Euch gibt es hier die Faninformationen zum Spiel SSV Kasendorf – TSV Kasendorf in der 1. Runde des Toto-Pokals.

Der Kreisklassist (9. Liga) hatte in der Vorsaison den Pokal-Wettbewerb im Kreis Bamberg/ Bayreuth/ Kulmbach für sich entschieden und sich die Löwen als Erstrunden-Gegner ausgesucht.

Gerade für Fußballnostalgiker ist der Toto-Pokal immer ein Highlight. Auch der Platz in Kasendorf liegt idyllisch an einem kleinen Wäldchen und verspricht neben hoffentlich zahlreichen Treffern auch die besondere Atmosphäre eines Dorf-Fußballplatzes mit Bier, Bratwurst und hoffentlich vielen Toren.
Zur Einstimmung findet ihr hier nochmal das Interview mit Kasendorfs Keeper Jochen Böhnlein.

Faninformationen SSV Kasendorf – TSV 1860 (Toto-Pokal)

Es ist sicherlich der erste Vergleich zwischen dem SSV Kasendorf und dem TSV 1860 München – noch dazu in einem Pflichtspiel. Die Hausherren sind mit vier Niederlagen in die Saison gestartet. Mit 0 Punkten und 4:13 Toren liegt Kasendorf in der Kreisklasse 4 aktuell auf einem Abstiegsplatz (Rang 14). Auch die Löwen kassierten zum Auftakt der dritten Liga eine Niederlage gegen Saarbrücken und wollen nun wieder Selbstvertrauen sammeln, ehe es am Sonntag zum VfB Stuttgart II nach Großaspach geht.

Tickets

Der Vorverkauf ist beendet, es wird aber eine Abendkasse geben. Einlass ist in Kasendorf ab 16:30 Uhr. Tickets kosten 13€ (ermäßig 11€)

Anreise

265 Kilometer sind es aus Giesing in die Nähe von Bayreuth. Die Anreise ist fast ausschließlich mit dem Auto möglich. Parkplätze sind vor Ort ausgeschildert.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wären ab Giesing mindestens fünf Umstiege möglich und die Reisezeit liegt zwischen vier und fünf Stunden.

Hinweise zum Stadionbesuch

Der Sympathien der Löwenfans können sich die Kasendorfer sicher sein, dafür sorgt schon alleine ein Satz in den Stadionrichtlinien für das heutige Pokalspiel.

“Zuschauer mit Fan-Utensilien (zB Trikot oder Schal) des FC Bauern haben keinen Zutritt und werden am Einlass abgewiesen”

Ansonsten gelten die üblichen Vorgaben: Taschen größer als A4 dürfen nicht mitgebracht werden. Stockschirme, Klappstühle und Flaschen sind genauso verboten wie Fan-Utensilien des Seitenstraßen-Vereins. Wobei dies ja eigentlich ohnehin unter der Kategorie Flaschen mitgelaufen wäre.

Flexible Fahnenstangen bis zu einer Länge von zwei Metern sind ebenso erlaubt, wie das Anbringen von Zaunfahnen.

Faninformationen SSV Kasendorf - TSV 1860 (Toto-Pokal)
Faninformationen SSV Kasendorf – TSV 1860 (Toto-Pokal)

Fantreffpunkt

Ab 16:30 Uhr öffnen in Kasendorf die Pforten und die Löwen-Fans werden sicherlich wieder in großer Zahl ihr Team auf dem Land unterstützen. Für das leibliche Wohl ist seitens des SSV Kasendorf bestens gesorgt.

Livestream und Liveticker

Das heutige Spiel wird ausnahmsweise kostenlos auf Löwen TV übertragen. Die Übertragung startet um 18:15 Uhr. Sponsor “Die Bayrische” übernimmt die Kosten der Übertragung.

sechzger.de ist wie immer live dabei und berichtet wie gewohnt bereits vor Anpfiff im Liveticker.

 

Sechzig um sieben: Ismaik in München

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TSV 1860 München Sechzgerstadion

Sechzig um sieben ist heute prall gefühlt mit spannenden Themen. Der TSV 1860 München steigt heute Abend um 18:30h in den Toto-Pokal ein, Hasan Ismaik weilt mal wieder in München und wir Kurznews aus der dritten Liga für Euch.

Auftakt im Toto-Pokal beim SSV Kasendorf

Den Löwen bleibt nicht viel Zeit, um über die verdiente Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen den 1. FC Saarbrücken nachzudenken. Bereits heute Abend steht das nächste Pflichtspiel für 1860 an. Im Toto-Pokal müssen die Löwen um 18:30h beim SV Kasendorf in der ersten Runde des Toto-Pokals antreten. Alles Wissenswerte über den SSV Kasendorf hat Peter Gratz für Euch zusammengestellt. Für den Torhüter des SSV Kasendorf ist das Spiel gegen 1860 übrigens ein ganz besonderes. Warum könnt Ihr in unserem Interview lesen. Das Spiel könnt Ihr heute Abend übrigens bei uns im Liveticker verfolgen.

Hasan Ismaik zur Wohnungssuche in München

Gestern Nachmittag tauchte Hasan Ismaik mal wieder ziemlich überraschend am Trainingsgelände auf. Er tauschte sich kurz mit der Mannschaft aus und entschwand wieder. Wie Ismaik gegenüber sechzger.de bestätigte, hält er sich zur Wohnungssuche in München auf. Ismaik ist “sehr optimistisch für die neue Saison”, verkündete er uns gegenüber. Er möchte sogar “vielleicht” mal im Sechzgerstadion zu einem Spiel der Profis vorbeischauen, “wenn es die Zeit erlaubt”. Wohnungssuche in München kann ja zeitraubend sein, wie wir wohl alle wissen. Aber vielleicht geht es ja mit dicker Schatulle etwas leichter und vor Allem schneller und Hasan Ismaik kann seine heißgeliebten Löwen tatsächlich mal live in ihrer Heimat sehen.

Löwenergebnisse vom Wochenende

Die Profis verloren bekanntlich ihren Saisonauftakt am Freitag mit 0:1. Bernd Winninger hat für Euch in der TAKTIKTAFEL analysiert, woran es lag. Auch für Bernd lag es an der zweiten Hälfte und dem mangelhaften Offensivspiel. Besser als die Profis machten es die U21 und die U19. Die U21 besiegte am Samstag in Gilching den TSV Landsberg mit 1:0 und setzt sich damit in der Spitzengruppe der Bayernliga Süd fest. Der U19 gelang mit einem 6:1 gegen den SSV Ulm ein glänzender Start in die neue Saison. Alle weiteren Ergebnisse vom Wochenende findet Ihr hier.

Sechzger.de Talk Nummer 170

Heute im Laufe des Vormittags geht der sechzger.de Talk 170 online. Jan blickt mit Andreas, Bernd und Christian auf dem missglückten Saisonstart zurück. Außerdem diskutieren die vier, was vom Ausflug nach Großaspach zum Spiel beim VfB Stuttgart II nach der verpatzten Premiere zu erwarten ist. Den Talk findet Ihr wie immer auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen, wie zum Beispiel:

News aus der dritten Liga

Kania vom Club auf die Alm

Die Arminia hat in der Offensive nochmals nachgelegt: Vom 1. FC Nürnberg kommt Julian Kania. Kania erzielte letzte Saison in der Bayernliga Nord 24 Tore und soll die Offensive der Bielefelder verstärken.

Wehen holt Kiomourtzoglou

Auch der SV Wehen holte einen Spieler aus der zweiten Liga. Orestis Kiomourtzoglou verlässt die SpVgg Fürth mit sofortiger Wirkung und schließt sich dem SV Wehen an. Der gebütige Münchner soll das defensive Mittelfeld der Hessen stabilsieren.

Wollitz für ein Spiel gesperrt

Pele Wollitz kehrte in die dritte Liga zurück, wie man ihn kennt. Der aufbrausende Westfale konnte sich kurz vor der Halbzeit beim ersten Spiel des Aufsteigers Energie Cottbus nicht im Zaum halten und sah die rote Karte. Er wird daher das Spiel bei Dynamo Desden von der Tribüne aus verfolgen müssen.

Damit seid Ihr wieder vollkommen auf Ballhöhe, was 1860 und die dritte Liga angeht. Damit wünschen wir Euch einen schönen Sommertag. Und nicht vergessen: heute Abend Toto-Pokal im Liveticker bei uns!

Gegnervorstellung: Spiel- und Sportverein Kasendorf e.V.

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Nach dem Auftakt ist vor dem Auftakt. In der Woche nach dem enttäuschenden Start in diese Drittliga-Saison, starten die Löwen nun auch im bayrischen Landespokal. Nach einigen Jahren mit eher schwachem Abschneiden hoffen die Fans auf eine starke Pokalsaison. Mit der Aussicht auf einen Startplatz im DFB-Pokal sollte die Motivation in Verein und Mannschaft, nicht nur ob der attraktiven Antrittsprämie, hoch sein.

Zum Start geht es für den TSV mal wieder ins schöne Frankenland, genauer gesagt nach Oberfranken. Der Gegner ist der SSV Kasendorf:

Wo spielen wir da eigentlich?

In der Marktgemeinde Kasendorf im Landkreis Kulmbach, Oberfranken. Die Gemeinde hat ca. 2500 Einwohner und grenzt an den Landkreis Lichtenfels. Als Sehenswürdigkeiten können der Marktplatz mit dem “Herkulesbrunnen” aus dem Jahre 1737 und die “Kilianskirche” gelten, deren Name aber nicht grundsätzlich geklärt ist.

Außerdem gibt es den “Magnusturm” auf dem Turmberg. Früher hatten sich auf dem Gelände mehrmals größere Festungsanlagen befunden, unter anderem die “Burg Kasendorf”. Im Jahre 1498 wurde dann der “Magnusturm” gebaut, welcher heute als Aussichtsplattform genutzt wird. Der Turm ist auch im Wappen des SSV Kasendorf zusehen, dessen Herrenmannschaft auf der eigenen Webseite auch als “Elf vom Magnusturm” bezeichnet wird.

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Auch im fränkischen Amateurbereich hat die Saison schon begonnen. Die Kreisklasse 4 Bayreuth/Kulmbach, in der unser Gegner antritt, hat gerade ihren 4. Spieltag hinter sich. Der SSV ist also schon voll im Ligabetrieb angekommen. Angekommen ist aber vielleicht etwas zu positiv formuliert.

Die Kasendorfer haben einen denkbar schlechten Ligastart hingelegt. 4 Spiele, 0 Punkte und ein Torverhältnis von 4:13 sprechen eine deutliche Sprache. Einzig die Partie am zweiten Spieltag gegen die SG Harsdorf/Lanzendorf/Cottenau konnten sie knapp gestalten, trotzdem ging die Partie mit 2:3 verloren. Somit stehen sie im Moment mit 0 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Dass die aktuelle Saison schwierig werden würde, war aber auch zu erwarten. Wie Kasendorfs Torhüter, ein 1860 Lebensmitglied, im Interview mit sechzger.de verraten hat, ist die erste Mannschaft nach der letzten Saison “freiwillig” aus der Bezirksliga in die Kreisklasse abgestiegen. Ziel war und ist es wieder mehr Spieler aus der eigenen Jugend und der Umgebung einzubauen. Dies soll auch zu mehr ehrenamtlichem Engagement abseits des Platzes führen.

Laut einem Statement des Vorstands wollte man dies aber weiter auf Bezirksebene tun. Der letztjährige Kader war hierzu aber nicht bereit, auch ein Trainerwechsel war der Gesamtsituation nicht zuträglich. Deshalb muss der SSV nun mit einer komplett neuen Truppe, bestehend aus der früheren 2. Mannschaft und Jugendspielern, antreten. Aufgrund dieser Gegebenheiten entschloss man sich vernünftigerweise für den Rückzug in die Kreisklasse.

Kader & Transfers

Mehr Umbruch geht nicht. Gegen den schon angesprochenen Neustart im Kader der Oberfranken ist der Umbruch in Giesing fast schon unspektakulär. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Bezirksliga, welche auf Platz 5 (!) abgeschlossen wurde, hat der gesamte Kader der letzten Saison den Verein verlassen. Nun wird mit der früheren Reserve und einigen Jugendspielern neu aufgebaut. Wahrscheinlich auch deswegen, finden sich in den einschlägigen Foren leider so gut wie keine Infos über den aktuellen Kader.

Vereinsgeschichte

Gegründet wurde der Spiel- und Sportverein Kasendorf am 11. April 1948. Die Schwarz-Weißen vereinen aktuell 580 Mitglieder auf die Abteilungen Fußball, Handball, Gymnastik und Nordic Walking. Seit 2023 gibt es zudem eine Darts-Abteilung, welche am Ligabetrieb teilnimmt.

Nachdem in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg Sport in Kasendorf keine große Rolle gespielt hatte, änderten sich die Umstände nach Kriegsende und der SSV wurde 1948, zur besonderen Freude der Dorfjungend, gegründet. Nach einigen Spielen gegen benachbarte Clubs auf verschiedenen Wiesen, wurde der Ruf nach einer eigenen, richtigen Sportanlage laut.

Schließlich konnte 1949 mit dem Bau des Sportplatzes am Erlengrund begonnen werden, welcher noch heute die Heimstätte des Vereins ist. Endgültig fertiggestellt wurde die Anlage im Jahre 1951. Seit Ende der 50er Jahre wurde auch die Jugendarbeit immer mehr forciert, welche heute in den oberen Altersstufen in der JFG Maintal/Friesenbachtal organisiert ist.

Im Jahre 1976 konnte man sich auch den Traum von einem eigenen Vereinsheim erfüllen, nachdem man davor in verschiedenen örtlichen Wirtshäusern ansässig war. Zusätzlich wurde das Gelände in den 80er Jahren um einen zweiten Fußballplatz erweitert. Auch sportlich stellte sich der Erfolg ein, Kasendorf stieg erst in die Bezirks- und dann sogar in die Bezirksoberliga auf, der man fast 10 Jahre lang angehörte.

Nach einem zwischenzeitlichen Intermezzo in der Kreisliga gelang Ende der 2000er Jahre wieder der Aufstieg in die höchste Bezirksebene. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist der Aufstieg in die Landesliga 2013/14, der man in der Folge drei Saisonen lang angehörte. Nun ist man aber, wie schon erwähnt, aus freien Stücken wieder auf Kreisebene angelangt.

Stadion

Der SSV Kasendorf spielt auf seiner eigenen Sportanlage, welche seit 2009 “Bernhard-Münch-Sportstätte” heißt. Sie ist benannt nach dem “ewigen” Vereinspräsidenten und liegt direkt am Friesenbach. Laut “europlan-online” hat das Stadion eine Kapazität von 1 500 Zuschauern, bei einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg waren aber an die 4 000 Zuschauer zugegen.

Highlight für Liebhaber kleiner Amateursportplätze ist die in Eigenregie erbaute, kleine Haupttribüne. Wer sich ein genaueres Bild von den Umständen vor Ort machen will, kann dies auf der Webseite des Gastgebers. Im darin beheimateten Vereinsheim wird, der Werbung nach zu urteilen, Kulmbacher Bier ausgeschenkt. Zu Heimspielen gibt der Verein die Stadionzeitung “SSV aktuell” heraus, welche in einer gegnerabhängigen Auflage von 150-250 Stück, 15 mal in der Saison erscheint.

Tribüne Kasendorf

Trivia – Unnützes Wissen

  • Der Name der Kasendorfer Kirche ist umstritten. Von der Gemeinde “Kilianskirche” genannt, gibt es aber zeitgeschichtliche Dokumente, welche eine Weihe zu Ehren des heiligen Johannes berichten. Folglich müsste sie eigentlich “Johanniskirche” heißen.
  • In der Gemeinde wurde 1808 von der Hausangestellten Anna Margaretha Zwanziger ein Giftmord begangen, welcher eine rege Rezeption in der damaligen, historischen Kriminalliteratur erfuhr.

Fotos: SSV Kasendorf

TSV 1860 – 1.FC Saarbrücken (0:1), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 München – 1.FC Saarbrücken. Der Saisonauftakt wurde verpatzt, die Gäste entführten nach einem verdienten 1:0-Sieg drei Punkte aus Giesing.

Das Duell zum Auftakt TSV 1860 – 1.FC Saarbrücken endete mit einem 1:0-Sieg der Gäste aus dem Saarland. Der Sieg war am Ende sicherlich verdient. Aber auch bei den Löwen, die von einigen schon wieder aufs Übelste in diversen Kommentarspalten zerrissen werden, war nicht nur Schatten zu sehen. Der große Unterschied zwischen beiden Mannschaften lag vor allem in der Fähigkeit der Saarbrücker sich auf das, was die Löwen vorhatten, einzustellen und in der Halbzeitpause auch die nötigen taktischen Anpassungen vorzunehmen, um selbst besser ins Spiel zu kommen.

Im Prinzip sehen wir drei Phasen in diesem Spiel. Zunächst die starke Anfangsphase der Sechzger, in der Saarbrücken etwas unsortiert im Mittelfeld wirkte, aber hinten schon relativ stabil stand. Ab der 20.Minute wurde das bei Saarbrücken gegen den Ball geordneter und bis zur Halbzeit bei den Gästen komplett stabilisiert. Als dritte Phase sehe ich die komplette zweite Halbzeit, in der Saarbrücken kreativen Angriffsfußball bot und Sechzig abgesehen von Entlastungsangriffen nicht viel zustande brachte.

Systeme

Die Sechzger begannen gegen Saarbrücken mit dem 4-2-2-2 System. Guttau und Philipp bekleideten dabei die offensiven Ecken des sogenannten „magischen Quadrats“ im Mittelfeld. Beim Aufbau bedienten sich die Sechzger der dynamischen Dreierkette (während beide Außenverteidiger ins Mittelfeld verschieben, kippte der Sechser zwischen oder neben die Innenverteidiger ab). Die „Magier“ hatten allerdings recht schnell das Zauberpulver verschossen. Gegen den Ball sah man bei den Löwen ein 4-4-2, das im Pressing zunächst mittig bis hoch stand und auf den Flügeln durch die horizontal nach außen verschiebenden Zehner unterstützt wurde.

Saarbrücken im 4-3-3 gegen den Ball im letzten Drittel auf 4-4-1-1 oder auch 4-5-1 verschiebend war zwar zu keinem Zeitpunkt magisch, aber am Ende verdienter Sieger. Die Pressingformation war grundsätzlich systemgetreu. Allerdings schickten die Saarländer sporadisch auch einen vierten Mann zum Forechecking, was die Löwen dann oft hektisch werden ließ.

Bevor wir tiefer in die Analyse eintauchen gibt es an dieser Stelle die statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte TSV 1860 – 1.FC Saarbrücken

  • Ballbesitz TSV 1860 53% – 1.FCS 47%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 82% – 1.FCS 85%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 55% – 1.FCS 66%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 11/5 – 1.FCS 10/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 9,91 – 1.FCS 11,35

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (53%:47%)

Hier zeigen sich die oben erwähnten Phasen sehr deutlich. In der Anfangsphase dominierten die Löwen mit nahezu 70% Ballbesitz. Ab etwa der Mitte der ersten Halbzeit verschob sich der Ballbesitzanteil immer mehr zu Gunsten der Gäste, sodass Saarbrücken das Ballbesitzverhältnis in der letzten Viertelstunde auf ein Niveau von 50:50 brachte.

Dann begann die zweite Halbzeit und die Phase, in der Saarbrücken ein sehr kontrolliertes „Suchs Balli“ mit den Löwen spielte. Saarbrücken ließ Ball und Gegner laufen und hielt die Passfrequenz sowie das Spieltempo hoch, ohne jedoch zunächst wirklich gefährlich zu werden. In der Viertelstunde nach dem Seitenwechsel konnten die Saarbrücker lediglich einen Ballkontakt im Strafraum der Sechzger verbuchen. Noch hielt die Abwehr.

Ab der 65. Minute begann Saarbrücken dann ernst zu machen. Beim Ballbesitz nicht mehr ganz so dominant, den Löwen jetzt mehr Raum gebend, um dann selbst ins Umschaltspiel gehen zu können, lockten die Saarbrücker den TSV 1860 immer wieder und stellten gut die Räume im Zentrum der eigenen Hälfte zu. Aus einer gelungenen Abwehraktion einen Umschaltmoment zu kreieren war das Ziel der Saarbrücker und das gelang. Der entscheidende Moment war dann in der 71. Minute gekommen.

Nach der Saarbrücker Führung versuchten die Sechzger zwar noch einmal das Ruder herumzureißen, was mit Schuberts Versuch in der 91. Minute auch fast gelungen wäre, aber Menzel im Kasten der Saarbrücker war am Freitag leider unüberwindbar und Saarbrücken ließ im Stile einer Spitzenmannschaft weiterhin nur wenig Ballbesitz für die Löwen zu, was die Chancen zum Ausgleich zu kommen natürlich verminderte.

Passgenauigkeit (82%:85%)

Eine Passgenauigkeit von 82% für das gesamte Spiel sieht auf den ersten Blick natürlich gut aus. Allerdings steht da beim Gegner 85% – das ist noch besser. Aber auch bei der Passgenauigkeit müssen wir die gleichen drei Phasen beachten.

In der Anfangsphase lag die Passgenauigkeit der Löwen bei 92%. Die Sechzger spielten in der starken Anfangsphase sehr präzise und zielstrebig nach vorne. Aber auch hier gilt: bedingt durch die gute Anpassung der Saarbrücker an das Spiel unserer Löwen wurde die Quote stetig schlechter. Zunächst kaum merkbar, dann drastisch brach vor allem bei den Vorwärtspässen die Genauigkeit ein.

In der ersten Halbzeit war das noch nicht wirklich ein Problem. Auch zum Ende des Spielabschnitts hin brachten die Saarbrücker nämlich selbst nach vorne noch nicht wirklich viel gut Geplantes zustande.

In Halbzeit zwei war das Spiel nach vorn der beiden Mannschaften dann von derart unterschiedlicher Genauigkeit geprägt, dass man insgesamt hier für die Löwen eine indiskutable Leistung bescheinigen muss. Allerdings hat man auch gesehen, dass es bei einigen der Pässe, die mit viel Risiko gespielt waren, die sogenannte Feinabstimmung noch nicht passt. Da läuft ein Spieler entweder zu früh zu spät los etc. Es sind viele kleine Dinge, die in der zweiten Halbzeit bei besserer Abstimmung funktionieren hätten können.

Diese Kleinigkeiten muss man entweder schnell in den Griff bekommen oder man muss beginnen einfacheren Fußball zu spielen. Die technisch guten Momente im Zentrum vor der gegnerischen Box in der ersten Halbzeit können zwar das Auge erfreuen, aber ohne Torerfolg ist das nichts wert und im Gedächtnis des Zuschauers bleibt das zuletzt gesehene – und das ist eben die, das Spiel nach vorne betrachtet, indiskutable zweite Halbzeit.

Defensive Zweikampfquote (55%:66%)

Die Quote und die Intensität der Zweikämpfe muss man natürlich immer gemeinsam betrachten. 55% gewonnene Defensivzweikämpfe klingen nach wenig guter Arbeit in der Defensive.

Tatsächlich dürfen wir nachdem die Sechzger vier absolut hochkarätige Chancen zugelassen haben nicht von einer Top-Leistung der Defensive sprechen. Solide war es aber. Insgesamt sehen wir ja nahezu ausgeglichenen Ballbesitz bei den zwei Teams (mit einem leichten Überhang von 6% für Sechzig). Die Löwen hatten den Ball insgesamt sechs Minuten länger als Saarbrücken.

Pro Minute gegnerischen Ballbesitzes haben die Löwen 1,4 Zweikämpfe gegen den Ball geführt und davon 55% gewonnen. Saarbrücken führte pro Minute, in der der Gegner in Ballbesitz war 1,17 direkte Zweikämpfe und gewann 66%. Damit ergibt sich für beide Teams 0,77 gewonnene Zweikämpfe pro Minute gegnerischem Ballbesitzes.

Diese Rechnung zeigt allerdings auch, dass Sechzig zur Balleroberung deutlich mehr Aufwand treiben musste als Saarbrücken.

Schüsse/aufs Tor TSV 1860 (11/5) – 1.FCS (10/4)

Fünf Mal haben die Stürmer der Löwen Menzel geprüft. Leider ging kein Schuss hinein. Der Saarbrücker Keeper war für die Löwen unüberwindbar. In der ersten Hälfte des Spiels hatten Wolfram, Philipp, Reich und Hobsch den Gäste-Torhüter geprüft, im zweiten Durchgang gelang das nur noch Schröter. Dessen Versuch war aber eher leichte Beute für Menzel.

Wir fassen zusammen: die Chancen waren da, leider haben die Löwen aus keiner etwas machen können.

Und Saarbrücken? Vier von zehn Schüssen schossen die Gäste so aufs Löwentor, dass Vollath eingreifen musste, dreimal konnte er halten. Beim vierten war er chancenlos. Es gab zuvor allerdings auch schon genügend gute Möglichkeiten für den 1.FC Saarbrücken den Ball ins Gehäuse des TSV 1860 München zu schießen.

xG Wert

Ein wichtiger Faktor beim Blick auf die Schüsse und was sie denn wert waren, ist der xG Wert. Also der Wert, der anzeigt wie hoch die Qualität der Chance bzw. des Schusses war. Wichtig zu wissen in diesem Fall ist, dass die grundsätzliche Chancenqualität vom Ort und der Situation beim Schuss abhängt. Je besser der Schuss dann gelingt, desto stärker verschiebt sich der xG Wert nach dem Schuss zum Wert eins, der in diesem Fall für 100% stünde.

Ein Ball, der am Tor vorbei geht wird dabei zur Nullnummer. Ein Ball, der aufs Tor geht wird danach bewertet, zu welchen Glanzleistungen er den Torhüter zwingt oder eben nicht. Nach der Verrechnung mit diesem aus der Schussqualität folgenden Bonus oder Malus steigt oder fällt dann der sogenannte PsxG (post shot expected goals) Wert.

Der xG Wert der Sechzger liegt bei 0,83, der PsxG 1,33. So schlecht waren also die Schüsse der Löwen nicht. Sechs der Elf Schüsse fallen nicht ins Gewicht, da sie am Tor vorbei gegangen sind oder geblockt wurden. Die anderen Chancen haben im Schnitt einen Wert von 0,266 oder 26,6% Wahrscheinlichkeit ins Tor zu gehen.

Saarbrücken auf der anderen Seite hat bei vier Schüssen, die aufs Tor gingen einen PsxG Wert von 2,51. Da war die Chancenqualität also pro Versuch, der auf den Kasten ging, im Schnitt mehr als doppelt so hoch.

Dass Saarbrücken hier so gut abschneidet hat zwei Gründe. Zum einen liegt es an den Grundwerten, die von Situation und Ort des Schusses abhängen. Hier hat Saarbrücken schon bessere Wege gefunden die eigenen Spieler im Strafraum in Szene zu setzen. Die Schusspositionen fast aller Saarbrücker Schüsse, die treffen hätten können, sind im Vergleich mit den Räumen, aus denen die Sechzger abschlossen, besser.

Eine Verbesserung der Chancenqualität wird von der Verbesserung der Feinabstimmung im gesamten Offensivspiel abhängen.

PPDA (9,91:11,35)

Die Sechzger hatten mit ihrem Anlaufverhalten und den gesetzten Aktionen in den pressingrelevanten Räumen während der ersten Halbzeit Saarbrücken meist gut unter Kontrolle und nur wenige Schwierigkeiten das Saarbrücker Offensivspiel im Zaum zu halten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam dann der völlige Einbruch. Ein guter Durchschnittswert in der ersten Halbzeit kletterte zu Beginn der zweiten Hälfte auf sage und schreibe 54. Das bedeutet: bis die Sechzger eine Defensivaktion im pressingrelevanten Raum setzten, spielten die Saarbrücker dort 54 gemütliche Pässe. Damit ist noch nicht einmal gesagt, dass diese Aktion von Erfolg gekrönt gewesen wäre.

Natürlich ist es so, dass jenseits der pressingrelevanten Zonen der ein oder andere Ball gewonnen wurde. Wieviel Druck die Saarländer nach der Halbzeit in der Spielfeldhälfte der Löwen ausübten, zeigt das allerdings auch.

Bei einem Ballbesitzwert in dieser Phase von unter 30% für die Sechzger, einem PPDA Wert von 54 und in dieser Phase (46.-60.Minute) nur fünf gewonnenen Defensivzweikämpfen ist der oben bei der Passgenauigkeit benutzte Ausdruck „suchs Balli“ für das, was Saarbrücken in der Zeit mit den Löwen veranstaltete, noch nett ausgedrückt.

Zum Ende der Partie hin wurde das wieder besser, aber leider war die Phase nach der Halbzeit aus meinen Augen spielentscheidend. Saarbrücken kam mit Biss und Schaum vorm Mund aus der Kabine und Sechzig erstarrte wie das Kaninchen vor der Schlange.

Der Treffer

Hier könnt Ihr Euch das Tor und weitere Highlights des Spiels TSV 1860 München gegen den 1.FC Saarbrücken noch einmal ansehen.

Jacobsen verlor die Kugel bei einem Alleingang, der ihn bis knapp vor den gegnerischen Sechzehner führte. Saarbrücken schaltete schnell um und der Ball kam halbrechts in der Mitte der gegnerischen Hälfte zum allein loslaufenden Rabihic. Von Kloss begleitet passte dieser den Ball zu Stehle auf den Flügel als Kloss störend eingreifen wollte.

Stehle, der sofort von Kwadwo zugestellt wurde, passte das Spielgerät wieder nach innen zu Rabihic. Mit einem Trick ließ er Kloss ins Leere laufen, der noch die Chance hätte zu foulen aber fair bleibt. Rabihic steckte den Ball steil zum aus dem Hintergrund einlaufenden Rizutto in die Box der Löwen durch. Kwadwo konnte die Flanke Rizuttos von der Grundlinie an die Fünfergrenze nicht verhindern und Schmidt nickte zum Treffer des Tages ein.

Es gab hier viele Möglichkeiten den Angriff zu unterbinden. Aber kein einziger Sechzger außer Kloss, der an Schlitzohr Rabihic in dieser Situation leider Lehrgeld zahlen musste, hatte während der Angriff lief eine erfolgversprechende Defensivaktion. Kloss versuchte wenigstens Rabihic zweimal vom Ball zu trennen. Leider kam er beim ersten Mal zu spät und wurde beim zweiten Versuch überlistet. Sich nicht mit einem Foul zu helfen ist zwar ehrenhaft, aber wäre vielleicht nötig gewesen. Kwadwo kann Rizutto leider nur begleiten und nicht attackieren ohne einen Elfmeter zu riskieren. Und beim Kopfball steht leider Verlaat etwas zu nah am Tor, um Schmidt stören zu können.

Entscheidet sich Jacobsen übrigens im Verlauf seines Alleingangs den Ball nach vorne zu spielen, wo er zwei Abnehmer gehabt hätte, wäre in der Umschaltsituation vermutlich keine Überzahl für Saarbrücken entstanden.

Das fiel auf

Es war ein solider Einstand für Keeper Vollath, der mehrmals grandios parierte und auch am Gegentor schuldlos war. Das ist auf jeden Fall positiv.

Die Defensive steht auch weitestgehend stabil. Dass Saarbrücken trotz der deutlichen Überlegenheit in der zweiten Spielhälfte nur sieben Kontakte in der Löwenbox hatte, ist durchaus erwähnenswert.

Die stotternde Offensive ist ein Problem, welches sich, wenn man an der Feinabstimmung der Lauf- und Passwege arbeitet sowie eine höhere Dynamik zwischen den Linien schaffen kann, bald auflösen wird.

Fazit

Das Spiel TSV 1860 München gegen den 1.FC Saarbrücken war zwar ein etwas enttäuschender Auftakt in die Saison, aber die Ansätze, die das Team gezeigt hat, bevor Saarbrücken sich sortieren konnte, waren durchaus nicht schlecht. Daraus kann sich etwas entwickeln, wenn die Präzision nach vorne konstant gehalten werden kann und nicht so schwankt wie am Freitag.

Allerdings muss man auch sagen: was die Spielgestaltung und Dynamik angeht war die zweite Halbzeit indiskutabel.

Trotzdem sehe ich nicht pessimistisch in die Zukunft. Aber es gibt auch andere Sichtweisen und das ist auch o.k. Wer diesbezüglich Recht hat, sehen wir am Ende der Saison.

Allerdings sollten sich wieder einmal einige Personen in den Kommentarspalten der sozialen Medien Gedanken machen in welcher Art und Weise sie Kritik an einer Mannschaft üben, die sie angeblich lieben und in ihrem Herzen tragen.

Ich frage mich, ob diese Menschen alles, was sie lieben, in diesem Ton kritisieren. Kritisieren diese Leute ihre Partner, wenn das Essen nicht schmeckt auch in dem Ton oder ihre Kinder, wenn die Noten schlecht sind? Wie sind solche Internetrambos im wirklichen Leben? Sagen die jedem ins Gesicht, dass er sein Geld nicht wert ist und nichts kann, wenn der nicht perfekt funktioniert? Verlangen diese Menschen von Lehrlingen einen Meisterbrief?

Egal. Kommende Woche geht es am Sonntag weiter. Bis dahin hoffe ich beruhigen sich die Pöbler wieder oder finden für sicherlich berechtigte Kritik vernünftige Worte.

Datenquelle: Wyscout

Sechzig am Wochenende: Siege für U21, U19 und die Vierte

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TSV 1860 U21 Kies Arena Gilching

Mit einem Misserfolg der Profis begann am Freitag das – ansonsten durchaus mit ein paar schönen Erfolgen garnierte – Wochenende. Speziell die U21 und die U19 machen den Löwenfans viel Freude.

Fünf Spiele am Samstag

Insgesamt fünfmal traten am Samstag Löwenteams gegen den Ball. Dabei waren drei U-Mannschaften sowie die Dritte und Vierte im Pflicht- (U21, U19) bzw. Testspieleinsatz (U17, Dritte, Vierte). Vier von ihnen waren dabei erfolgreich.

U19 mit hohem Sieg

Der U19 gelang ein Traumstart in die neu aufgesetzte DFB-Nachwuchsliga. In der Gruppe G grüßt man nach dem ersten Spieltag – punktgleich mit der Seitenstraße, Haching und Ingolstadt – von der Tabellenspitze. So kann’s weitergehen.

U21 auf Rang drei

Das Team von Felix Hirschnagel hat sich nach bereits vier Spieltagen inzwischen in der Spitzengruppe der Bayernliga Süd eingenistet. Die nächsten Herausforderungen warten allerdings auf die U21: Am Freitag (18.60 Uhr am Trainingsgelände in der Grünwalder Straße) kommt der akutelle Fünfte aus Erlbach zu Besuch) und am Dienstag darauf (13.08., 18.30 Uhr) erwartet der derzeitige Tabellenführer TSV Kottern die Junglöwen.

U17 international erfolgreich

Ihr internationales Kräftemessen, das das Team im Rahmen der Saisonvorbereitung schon zum wiederholten Male mit dem FK Pardubice zusammenführte, konnten das Team mit 1:0 für sich entscheiden.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 02.08.

18.60 Uhr: Profis – 1. FC Saarbrücken  0:1

Samstag, 03.08.

12.00 Uhr: U19 – SSV Ulm 1846  6:1
14.00 Uhr: U21 – TSV Landsberg 1:0
14.00 Uhr: U17 – FK Pardubice  1:0
14.00 Uhr: FC Phönix München – Dritte  1:0
15.00 Uhr: VierteFC Wiedersbach-Neunkirchen  3:1

Sechzig um Sieben: Saarbrücken siegt im Auftaktspiel gegen 1860

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Die Stimmung ist beim TSV 1860 München nach dem Auftaktspiel gegen den 1.FC Saarbrücken durchaus gedämpft. Die Hoffnung auf ein anderes Ergebnis als eine Niederlage war groß. Entsprechende Ergebnisse fuhren zumindest andere Mannschaften der Löwen am Wochenende ein. Abgerundet werden die heutigen Nachrichten zum Start in den Tag von einem Blick auf den 1.Spieltag in der 3.Liga.

Saarbrücken entscheidet Auftaktspiel im Grünwalder Stadion für sich

Nicht wie erhofft verlief das Auftaktspiel der 3.Liga zwischen dem TSV 1860 München und dem 1.FC Saarbrücken. Durch einen Treffer von Patrick Schmidt siegten die Gäste im Grünwalder Stadion mit 1:0. Die Stimmung unter den Löwenfans war infolgedessen entsprechend angeschlagen. Argirios Giannikis analysierte die 90 Minuten auf der Pressekonferenz nach der Partie und bemängelte unter anderem, dass sein Team den Führungstreffer verpasst habe.

Giesinger Gedanken nach der Heimniederlage

Wie die Gefühlswelt unter den Löwenfans zwei Tage später aussah, versuchte stellvertretend Christian Jung in den Giesinger Gedanken darzustellen. Größtenteils erntete er in den Kommentaren für seinen Text Zuspruch, wenngleich es auch Stimmen gab, die die Lage beim TSV 1860 München anders beurteilen. Bei einem emotionalen Verein wie den Löwen verwundert das allerdings vermutlich niemanden.

U21 und U19 jeweils mit drei Punkten

Deutlich erfolgreicher verlief es für zwei andere Mannschaften am Wochenende. Die U21 schwimmt weiterhin auf der Erfolgswelle und unterstrich dies mit einem Heimsieg gegen den TSV Landsberg. In den neugestalteten Ligabetrieb stieg am Wochenende zudem die U19 ein und setzte mit einem klaren Sieg gegen den SSV Ulm direkt ein Ausrufezeichen. Gleich sechs Mal musste der Gäste-Keeper hinter sich greifen.

Interview mit dem Torwart des SSV Kasendorf

Apropos Keeper: bereits am morgigen Dienstag sind die Löwen schon wieder im Einsatz. In der ersten Runde des Toto-Pokals treffen sie auf den SSV Kasendorf. Der Kreisklassist spielte bis vor kurzem noch in der Bezirksliga. Wie es zu dem Doppelabstieg kam, ist nur eine der Fragen, die sechzger.de Redakteur Christian dem Kasendorfer Torwart Jochen Böhnlein gefragt hat. Hier geht es zu dem lesenswerten Interview.

Testspiele von TSV 1860 III und IV

Weiterhin noch nicht im Pflichtspiel-Betrieb befinden sich die Herrenmannschaften des e.V. Vergangene Woche gelang der Dritten gegen Teutonia München nach einigen Niederlagen gegen den FC Teutonia München der erste Sieg in der Vorbereitung. Am Wochenende gab es dann allerdings einen kleinen Dämpfer. Phönix München reichte ein Treffer zu einem knappen Testspiel-Sieg. Die Vierte konnte sich hingegen über ein 3:1 gegen den FC Wiedersbach-Neunkirchen freuen.

Zaun vor der Stehhalle wird nicht abgebaut

Zuschauer im Grünwalder Stadion konnten es am Freitagabend bereits live beobachten, insbesondere die Reihen 1 bis 5 sowie die Rollstuhlfahrer sind davon betroffen. Der Versuch den Zaun vor der Stehhalle im Sechzgerstadion abbauen zu lassen oder zumindest zu erniedrigen, ist (vorerst) gescheitert. Die Sicherheitsbehörden haben die Maßnahme abgelehnt – und den Löwenfans die Schuld daran gegeben.

News aus der 3.Liga

Der 1.Spieltag der Saison 2024/25

Erster Tabellenführer der neuen Spielzeit ist die Zweitvertretung von Borussia Dortmund II. Sie siegte zuhause gegen die SpVgg Unterhaching klar mit 3:0. Über Heimsiege konnten sich am 1.Spieltag zudem der SV Sandhausen (gegen Osnabrück) sowie Ingolstadt (gegen Mannheim) freuen. Den besten Auftakt als Aufsteiger legte Alemannia Aachen mit einem Auswärtssieg bei Rot-Weiss Essen hin.

Der TSV 1860 liegt in der wenig aussagekräftigen Tabelle der 3.Liga derzeit auf Rang 18.

 

Zaun in der Stehhalle bleibt – Behörden geben Fans die Schuld

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Zaun Im Grünwalder Stadion Vor Der Stehhalle Spielstätte TSV 1860 München

Zusammen mit der Stadt München versucht der TSV 1860 München die Situation rund um das Grünwalder Stadion stetig zu verbessern. So war beispielsweise angedacht, den Zaun in der Stehhalle abzubauen, um die Sichtbehinderung für die unteren Reihen zu eliminieren. Doch daraus wird nun einem Bericht der Abendzeitung zufolge nichts – Schuld sind nach Angaben der zuständigen Behörden die Fans.

Grünwalder Stadion: Zaun in der Stehhalle muss weiterhin bleiben

15.000 Zuschauer sind aktuell im Sechzgerstadion zugelassen, die Spielstätte hat eigentlich eine deutlich größere Kapazität. Mit der Beschränkung, die unter anderem aufgrund von Lärmschutzbedingungen festgelegt wurde, hat man sich vorerst notgedrungen abgefunden. Eine zwischenzeitlich diskutierte Erweiterung ist mittlerweile wieder vom Tisch. Dennoch gibt es Stellschrauben, an denen gedreht werden könnte, um die Situation für die Löwen zu verbessern – vor allem um den Ertrag, den der TSV 1860 München mit dem Stadion einfährt, weiter zu erhöhen.

Eine dieser möglichen Stellschrauben ist der Zaun in der Stehhalle. Aufgrund der daraus resultierenden Sichtbehinderung werden die Tickets in den Reihen 1 bis 5 vergünstigt angeboten. Bei den Tageskarten bedeutet dies Einbußen von über 25% verglichen mit den 38€, die in den darüber liegenden Reihen verlangt werden. Üblich sind solche Zäune in den deutschen Stadien, insbesondere im Profifußball nicht mehr. Entsprechend offen zeigte man sich bei der Stadt München in Person von Bürgermeisterin Verena Dietl, den Zaun zu erniedrigen oder sogar ganz abzubauen. Eine entsprechende Prüfung wurde durch die Stadtverwaltung veranlasst.

Behörden begründen Absage mit Verhalten in Unterhaching

Die Abendzeitung hat nun noch einmal nachgefragt – und wenig Erfreuliches erfahren. Demnach muss der Zaun in der Stehhalle bleiben. “Insbesondere die Sicherheitsbehörden” würden diesem Vorgehen aktuell nicht zustimmen so Dietl gegenüber der AZ. Die Entwicklung des Fanverhaltens unter den Anhängern des TSV 1860 München wurde als Begründung angeführt. Genannt wurde dabei auch das Auftreten im Sportpark Unterhaching. Ein laut Polizei versperrtes Fluchttor hatte für einen deutlich verspäteten Anpfiff gesorgt. Die Löwen verloren die Partie schlussendlich mit 0:2.

Die Nennung dieses Vorfalls im Zusammenhang mit einer möglichen Maßnahme im Grünwalder Stadion kommt unterdessen einer Retourkutsche gleich. Schließlich ist die Polizei mit ihren szenekundigen Beamten (kurz: SKB) stets bestens über die Entwicklungen und Strukturen in der Fanszene informiert. Entsprechend dürfte ihnen auch bekannt sein, dass die Anhänger, mit denen es lange Diskussionen in Unterhaching gab, überwiegend in der Westkurve zu finden sind. Den Zaun in der Stehhalle darüber hinaus als Mittel der Gefahrenabwehr zu sehen, lässt den regelmäßigen Stadionbesucher ebenfalls mit einem Fragezeichen zurück.

Verena Dietl hat die Hoffnung in dieser Angelegenheit allerdings noch nicht ganz aufgegeben. Gegenüber der AZ gibt sie bekannt sich weiter für eine Verbesserung in dieser Angelegenheit einzusetzen.

Totopokal: Interview mit dem Torwart des SSV Kasendorf

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Am kommenden Dienstag um 18.30 Uhr beginnt für den TSV 1860 der Versuch, sich für die nächste Saison 2025/26 für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal zu qualifizieren, wo dann mögliche stimmungsvolle Heimspiele gegen große Gegner warten, wie z.B. beim letzten Auftritt im Cup gegen Borussia Dortmund Ende Juli 2022. Auf dem Weg zum neuerlichen Totopokalsieg (wie im Corona-Sommer 2020) heißt die erste Hürde SSV Kasendorf, ein Verein aus dem oberfränkischen Landkreis Kulmbach. Sechzger.de hatte die Gelegenheit vor dem Gastspiel der Löwen in Kasendorf ein Interview mit dem SSV-Torhüter, Jochen Böhnlein zu führen.

Am Freitag bejubelt – am Dienstag Gegner auf dem Platz

sechzger.de: Servus Jochen, vielen Dank für Deine Bereitschaft, uns ein paar Fragen zu beantworten! Am Dienstag ist es soweit und in Kasendorf steigt das große Totopokalspiel gegen den TSV 1860. Schon aufgeregt?

Böhnlein:  Servus! Aufgeregt sind wir alle, denn für jeden von uns wird das das Spiel des Lebens. Bei mir selbst steigt die Aufregung so richtig seit Freitag, als ich die Mannschaft noch aus der Westkurve heraus – leider ja ohne Erfolg – angefeuert habe, mit dem Wissen ein paar Tage später gegen genau diese Mannschaft spielen zu dürfen!

sechzger.de:  Euer Team wurde im Sommer aus der Bezirksliga Oberfranken Ost zurückgezogen und tritt nun – zwei Ligen tiefer – in der Kreisklasse Bayreuth-Kulmbach an. Kannst Du kurz erklären, warum dieser Schritt nötig war, wie es dazu kam?

Böhnlein:  Gerne. Die Vorstandschaft hat festgestellt, dass die regionale Verwurzelung und Einbindung von Jugendspielern in den letzten Jahren Stück für Stück verloren gegangen ist. Für einen Dorfverein – wie wir es zweifelsohne sind – ist dies auf Dauer fatal, da gar nicht die Möglichkeiten bestehen, Saison für Saison eine komplette Mannschaft von außerhalb zu verpflichten. Nun versucht man diesem Trend entgegenzuwirken – leider hat sich der letztjährige Kader der ersten Mannschaft ausnahmslos dafür entschieden, diesen Weg nicht mitzugehen. Daher war es unumgänglich, sich aus der Bezirksliga freiwillig zu verabschieden und mit den Spielern der ehemaligen zweiten Mannschaft sowie einigen Jugendspielern einen kompletten Neustart zu vollziehen.

sechzger.de:  Das heißt, Du selbst stehst also auch erst seit diesem Sommer im Tor der ersten Mannschaft des SSV Kasendorf?

Böhnlein:  Ja. In den letzten Jahren war ich im erweiterten Kader der ersten Mannschaft, habe sehr viele Trainingseinheiten dort mit gemacht und war auch ab und zu als Ersatztorwart auf der Bank gesessen. Um Spielpraxis zu erhalten habe ich in der zweiten Mannschaft gespielt. Seit dieser Saison bin ich nun der Stammtorwart der ersten Mannschaft.

Dem Stürmer entgegen: Kasendorfs Goalie Böhnlein

sechzger.de: Du hast eingangs schon verraten, dass Du Löwenfan bist. Nach unserer Information bist Du sogar Lebensmitglied beim TSV 1860 bist. Wie kam es dazu?

Böhnlein:  Das stimmt. Familiär bedingt gab es für mich auch gar keine andere Option, als Fan von 1860 München zu werden. So wurde ich als kleines Kind bereits Mitglied im heimischen Fanclub – später hat mich meine Mutter als Mitglied bei 1860 angemeldet. In meiner Jugend haben sich dann ca. 15 Gleichgesinnte zusammengeschlossen und sind regelmäßig zu Heim- und Auswärtsspielen gefahren. Den Traum der Lebensmitgliedschaft habe ich mir dann von meinem allerersten Monatsgehalt erfüllt.

Perfekte Allesfahrer-Saison vor zehn Jahren

sechzger.de:  Schaffst Du es, regelmäßig Spiele der Löwen in Giesing oder auch auswärts zu besuchen? Oder ist da die eigene Torwartkarriere im Weg?

Böhnlein:  Früher war ich auf jeden Fall öfter im Stadion. Ich habe damals auch selbst mit Fußballspielen pausiert, um eine Allesfahrer-Saison zu schaffen, welche mir vor zehn Jahren auch gelungen ist. Seitdem ich selbst wieder spiele ist es logischerweise weniger geworden, aber wenn es der eigene Spielplan und die Arbeit zulässt, besuche ich nach wie vor sehr gerne Spiele der Löwen. Ob diese dann zuhause oder auswärts sind, ist zweitrangig.

sechzger.de:  Apropos Torwart: Hast Du einen persönlichen Favoriten aus der Geschichte des TSV 1860, der mal das Löwentor gehütet hat? Wir hatten ja durchaus einige große Namen auf der Position.

Böhnlein: Hier kann ich eigentlich nur aus der jüngeren Vergangenheit sprechen. Aus Kindestagen muss natürlich Michael Hofmann genannt werden, da er aus unserer der Nähe stammt. Außerdem hat er mir damals nach einem Training auch ein paar unterschriebene Torwarthandschuhe geschenkt, was damals schon ein kleines Highlight war. Anschließend war es dann Gabor Kiraly, den es als „Idol“ zu nennen gilt. Hier kann ich mich noch daran erinnern, dass ich selbst einige Pflichtspiele – ähnlich wie er – in einer grauen Jogginghose absolviert habe.

Löwenfans im Team des SSV Kasendorf

sechzger.de:  Wie ist es bei Deinen Mitspielern beim SSV? Sind da weitere Löwenfans zu finden oder halten die es eher mit anderen Vereinen? Bayreuth ist ja ganz nah, Nürnberg auch nicht so weit. Oder hängen womöglich sogar einige diesem anderen Verein aus München an?

Böhnlein: Es gibt tatsächlich noch ein paar Löwenfans bei uns. Die sind auch der Grund, warum ich damals überhaupt in Kasendorf gelandet bin. In der Mannschaft sind wir ein bunt gemixter Haufen, da ist von allem etwas dabei. Leichte Überhand dürfte der Club aus Nürnberg haben, leider sind auch ein paar “Fans” aus der Seitenstraße vertreten.

sechzger.de:  Was wäre Dein Traum für das Spiel am Dienstag? Ein Sieg von Euch scheint eher unwahrscheinlich, ein Tor wirst Du als Torhüter wahrscheinlich auch nicht erzielen können. Wie wär’s mit einem gehaltenen Elfer? Oder reichen Dir schon ein paar gute Paraden?

Böhnlein: Realistisch gesehen muss das Ganze für uns eine richtige Abreibung werden, darf eigentlich auch bei einem Unterschied von sechs Ligen nicht anders sein. Daher wäre aus meiner Sicht alles unter zweistellig schon ein kleines Wunder. Ich selbst möchte das Spiel einfach so gut es geht genießen – so etwas (auch vor so einer Kulisse) werde ich nie mehr erleben. Wenn dann die ein oder andere gute Parade dabei ist, ist es umso schöner.

Voller Einsatz! Und der Ball ist erstmal aus der Gefahrenzone

sechzger.de: Natürlich geht unser Blick auch über das Spiel am Dienstag hinaus: Was erwartest Du für Euer Team in der kommenden Saison? Ist der Aufstieg in die Kreisliga ein denkbares Ziel?

Böhnlein: Wie vorhin bereits erwähnt, war der Umbruch enorm und ist mit einem kompletten Neustart zu vergleichen. Daher geht es in dieser Saison primär darum, die jungen Spieler an den Herrenbereich zu gewöhnen, ein richtiges Team auf und abseits des Platzes zu werden und dieses in den nächsten Jahren punktuell zu verstärken. Dann kann auch an etwas wie einem Aufstieg gedacht werden. Aber für die diesjährige Saison kann das Ziel nur der (hoffentlich frühzeitige) Klassenerhalt sein.

sechzger.de: Und natürlich gibt’s diese Frage auch im Bezug auf die Löwen: Was erwartest Du von Giannikis Team in der neuen Saison? Ist mit etwas Glück vielleicht sogar der Aufstieg ein Thema?

Was zu Feiern am Saisonende wäre schön!

Böhnlein: Auch hier bin ich eher konservativ und die Erwartungshaltung ist eher gering. Gerade die letzte Saison hat gezeigt, wie schnell es auch in die falsche Richtung gehen kann. Daher sollte so schnell wie möglich genügend Abstand zur unteren Tabellenregion geschafft werden. Und wer weiß, vielleicht haben wir das Glück, dass wir eine Serie starten können. Wenn es dann am Ende der Saison was zu feiern gibt, wäre es natürlich umso schöner!

sechzger.de: Vielen Dank für das Interview, viel Spaß am Dienstag gegen die Löwen und dann eine erfolgreiche und verletzungsfreie Spielzeit mit dem SSV Kasendorf.

Böhnlein: Vielen Dank auch an euch, dass ihr mir die Möglichkeit gegeben habt, eure Fragen zu beantworten! Ich hoffe auch, dass jeder, der den Weg (hoffentlich unfallfrei) auf sich nimmt bei uns eine gute Zeit verbringen kann. Wir sehen uns am Dienstag!

Bilder: SSV Kasendorf 1948 e.V.

Giesinger Gedanken: Von der Euphorie zur Enttäuschung

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Hand auf’s Herz: Das haben wir uns alle anders ausgemalt am Freitag Abend!
Voller Euphorie gestartet endete der Abend mit einer Enttäuschung.

Neuer vielversprechender Kader

Mit einem runderneuerten Kader geht der TSV 1860 in seine siebte – hoffentlich nicht verflixte – Drittligasaison 2024/25. Eigentlich wie vor einem Jahr. Allerdings klingen die vielen Namen, die nun für das Aufsagen der Mannschaftsaufstellung vor Spielbeginn gelernt werden mussten, deutlich vielversprechender, als im Sommer 2023 mit seinem bekannten unwürdigen Transfergebahren.

Das Wetter passt

Ganz anders als im vergangenen Jahr auch das Wetter am Tag des ersten Heimspiels, das uns der DFB zum zweiten Mal hintereinander zum Auftakt bescherte. War es letztes Jahr gegen den Waldhof noch kalt und später sehr sehr nass, hielt am Freitagabend gegen Saarbrücken trotz bedrohlicher Wolken über Giesing das Wetter.

Wiedersehensfreude und Panini-Tausch

Entsprechend ausgelassen war die Atmosphäre vor diesem offiziellen Liga-Auftaktspiel rund um’s Stadion. Wiedersehensfreude aller Orten nach der so langen Pause seit Mitte Mai. Am Grünspitz und im Bamoboleo wurden fleissig Panini-Sticker getauscht und wahrscheinlich kamen am Freitag spätnachmittags so viele Löwenfans einem kompletten 1860-Sammelalbum zum 125. Geburtstag der Fußballabteilung so nah wie nie zuvor. Wenigstens hier also Erfolge in weiß und blau!

Neuer Caterer und ein fetter Brunnenmiller

Vor dem Stadion wurde ein 36 Seiten starker Brunnenmiller verkauft – viel viel Lesestoff nach der Sommerpause. Und auch im Stadion konnten die Fans ein paar Neuerungen in Augenschein nehmen: Unter den Tribünen war der neue Caterer Diemb Gastronomie (mit dem Angebot des “Early-Bird-Biers” und echten Grill- Würschteln) erstmals im Einsatz und vor den Blöcken G und H hing am Zaun Richtung Spielfeld eine neue WESTKURVE-Fahne. Beobachter gehen davon aus, dass auch oben am Zaun links und rechts der Anzeigentafel bald ein neues Banner hängt und das seit der Rückkehr auf Giesings Höhen 2017 dort beheimatete MEIN VEREIN FÜR ALLE ZEIT-Transparent ersetzen wird.

Blogger und Hetzer vor dem Spiel angenehm ruhig

Obwohl speziell die beiden finalen Testspiele vor dem Auftakt gegen Saarbrücken eigentlich nicht gerade zur Euphorie einluden, waren in den Tagen vor dem Auftakt dann auch die meisten im Umfeld des TSV 1860 viel zu häufig zu findenden Miesmacher verstummt. Ein stets mit jammerndem Unterton auf der LÖWENRUNDE auftretender Blogger verzichtete beispielsweise am Donnerstag gänzlich auf Fragen an Löwendompteur Giannikis, schwieg die ganze Veranstaltung über und überließen anderen Berichterstattern das Feld. Sehr angenehm!

“Noch 38 Spiele bis zum Aufstieg…”

Und als es am Freitag Abend um 18.60 Uhr dann endlich losging, ließ sich der üblicherweise für diese Zeilen verantwortliche sechzger.de-Redakteur voller Euphorie zur Aussage “noch 38 Spiele bis zum Aufstieg” hinreissen. Es ist nicht bekannt, ob er diesen Satz nach Sonnenuntergang bei der Nachbesprechung am Grünspitz nochmal – dann mit einer um eins reduzierten Spielanzahl – wiederholt hat.

Anfang okay – dann leider nicht mehr

Obwohl auch das Geschehen auf dem grünen Rasen durchaus vielversprechend begann und obwohl beispielsweise der 17jährige Lukas Reich auf der rechten Außenverteidigerposition defintiv ein ganz großer Lichtblick dieses Abends war – am Ende konnten die Löwenprofis die hier geschilderte Euphorie vor dem Saisonauftakt nicht aufgreifen und in einen sportlichen Erfolg ummünzen. Im Gegenteil. Ziemlich bedröppelt schlichen die Akteure bei Ihrer Dankes-, oder Saisonbegrüßungs- oder Verabschiedungsrunde (was war das nun eigentlich genau?) vom Feld. Während im Hintergrund wieder einmal die Gäste aus dem Saarland mit ihrem Anhang in Giesing feiern durften (hier von uns im Video eingefangen).

Auf Euphorie folgt Enttäuschung

Wer schon etwas länger zu 1860 geht, dem hat dieser Freitag Abend mal wieder sehr drastisch vor Augen geführt, wie nah bei unserem Lieblingsverein Vorfreude, Euphorie, Glückseligkeit und Entäuschung beisammen liegen. Innerhalb von neunzig Minuten werden alle hier beschriebenen positiven Emotionen vom Tisch gefegt und sind wie weggeblasen. Wären da nicht die paar Biere nach dem Spiel in einer lauen Sommernacht mit Gleichgesinnten – es wäre wahrscheinlich noch deutlich schwerer zu ertragen.

Kasendorf und Stuttgart II als nächste Herausforderungen

So bleibt uns eigentlich nur, uns wieder zu sammeln, am Dienstag im bayerischen Landespokal das zu erwartende Schützenfest (gegen einen Neuntligisten) zu genießen und uns dann heute in einer Woche auf den Weg nach Großaspach zu machen.  Und eine neue Euphorie für das zweite Saisonspiel zu entwickeln!