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Kantersiege: Löwinnen erzielen in drei Spielen 34 Tore

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TSV 1860 U17 Löwinnen (3)

Die drei Frauenmannschaften des TSV 1860 ließen es am Sonntag ordentlich krachen. Satte 34 Tore schenkten die Löwinnen ihren Gegnerinnen ein und fuhren damit drei Kantersiege ein.

Löwinnen erzielen in drei Spielen 34 Tore

Die Löwinnen I halten sich in der Kreisklasse weiterhin schadlos und siegten beim FC Stern III vor 100 Zuschauern mit 7:0. Die Tore für 1860 erzielten Katharina Geßner (2./81.), Kira Winter (42./53.), Sofia Endrizzi (44.), Julia Lehmann (76.) und Leonie Lauth (84.). Mit zehn Siegen aus zehn Spielen sind die Löwinnen unangefochten auf Platz 1 der Tabelle.

Noch deutlicher machten es die Löwinnen II beim 16:0 beim TSV Egmating. Vor 70 Zuschauern trugen sich Saadet Tobul (4), Manuela Paßreiter (4), Cheyenne Krieger (3), Maren Hamm (2), Laura Kreuzer, Nadja Juhrte und Gloria Houndoh in die Torschützenliste ein. Mit 34 Punkten aus 12 Spielen und einem Torverhältnis von 86:4 führen die Löwinnen das Klassement in der A-Klasse an.

Auch die U17 der Löwinnen (siehe Titelbild) machte es am Sonntag zweistellig und setzte sich beim ESV Freimann mit 11:0 durch. Lily Brown Winter erzielte fünf Treffer, die weiteren Tore gingen auf die Konten von Amina Burkic, Cristina Draga, Merem Gezgin und Franca Mandica. Zudem trafen die Gastgeberinnen vor 50 Zuschauern zwei Mal ins eigene Netz. In der Tabelle der Bezirksliga liegen die Löwinnen in ihrer Premierensaison mit 16 Punkten aus sechs Spielen auf Platz 1.

Klaus Ruhdorfer (BZ) korrigiert Aussagen zum Wahlausschuss

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Bündnis Zukunft 1860 Logo Symbolbild

Die vereinspolitische Situation beim TSV 1860 München bleibt weiter angespannt. Nun hat die Süddeutsche Zeitung einen weiteren Artikel zu der Thematik veröffentlicht. Neben dem Vertrag von Geschäftsführer Oliver Mueller und einem Antrag auf der Mitgliederversammlung kommt Klaus Ruhdorfer vom Bündnis Zukunft 1860 zu Wort. Er korrigiert seine Aussagen gegenüber dem Wahlausschuss – und hat mittlerweile zudem eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung abgegeben.

Wirbel um Aussagen zum Wahlausschuss von Klaus Ruhdorfer

Das Interview mit Prof. Klaus Lutz, Alexander Möst und Klaus Ruhdorfer vom Bündnis Zukunft 1860 in der Süddeutschen Zeitung ist mittlerweile 10 Tage alt. Noch immer steht es allerdings im Fokus der Berichterstattung. Zum einen seien dabei exemplarisch die Aussagen von Prof. Klaus Lutz genannt, vor allem aber polarisierte Klaus Ruhdorfer mit seiner Kritik am Wahlausschuss des TSV 1860 München e.V.

Bereits kurz nach Veröffentlichung des Artikels in der SZ zeigte sechzger.de anhand des Protokolls der Mitgliederversammlung 2018 auf, dass Ruhdorfer die Unwahrheit gesagt hatte. Auch die Löwen selber blieben nicht untätig. Das ehemalige Mitglied vom “Team Profifußball” bekam Post von Nicolai Walch, Anwalt und Verwaltungsratsmitglied. Neben dem Widerruf seiner Aussage in der Öffentlichkeit sollte Ruhdorfer eine Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschreiben. Teil 1 erledigte der Kandidat für den Verwaltungsrat im Juni bei der Mitgliederversammlung mittlerweile – erneut in der Süddeutschen Zeitung. Ob allerdings eine gewisse Einsicht herrscht, darf aufgrund der gewählten Formulierung sicherlich bezweifelt werden.

Mit Freude darf ich das anwaltliche Schreiben von Herrn Walch so verstehen, dass seine Feststellung ‘Es wurden sämtliche Fragen zugelassen’ die grundsätzliche Fairness, wie zum Beispiel bei kritischen Fragen oder Redezeit, auch für die kommende Mitgliederversammlung im Juni sicherstellt. Unabhängig davon widerrufe ich hiermit gerne meine genannten Aussagen, insbesondere, wonach Fragen nicht zugelassen worden seien und ein einseitiges Kreuzverhör gegen die Herausforderer stattgefunden habe. Tatsächlich habe ich mich sogar beim damaligen Leiter des Wahlausschusses, Evert Koenes, schriftlich für seinen sehr guten Job bedankt. Und nun schauen wir in die Zukunft, auf eine friedliche und demokratische Wahlveranstaltung im Juni 2024.

Die SZ hält in ihrem Artikel allerdings auch fest, dass “oppositionsfreundliche Wortbeiträge” zum Teil “ausgebuht und niedergebrüllt” wurden. Zudem bekam der amtierende Verwaltungsrat durch den fälligen Bericht der Arbeit des Gremiums mehr Redezeit als die Gegenkandidaten. Dennoch: Ruhdorfer scheint sich bewusst zu sein, dass seine Aussagen die Realtität nicht widerspiegeln. Anders jedenfalls ist es nicht zu erklären, dass er mittlerweile den zweiten Teil des Schreibens – die strafbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung – unterschrieben hat. Sie stellt sicher, dass er zukünftig seine Äußerungen nicht wiederholen darf, ohne dass ihm dafür eine empfindliche Strafe droht.

Kandidatur von Stimoniaris zugelassen – doch es könnte ein kurzes Vergnügen werden

Neben der Richtigstellung von Klaus Ruhdorfer behandelt der Artikel in der SZ auch die Veröffentlichung der Vertragsdetails von Geschäftsführer Oliver Mueller sowie die von Ismaik gestellte Anfrage beim DFB, ob die Einstellung rechtmäßig verlaufen sei. Es ist ein weiteres (trauriges) Kapitel in der Konfrontation zwischen den beiden Gesellschaftern, die im aktuellen Fall auf dem Rücken von Oliver Mueller ausgetragen wird. Ein Detail der Geschichte mutet kurios an – und lässt die Zeitung die Formulierung “lustigerweise” benutzen. Ismaik gab als Begründung an mit der Anfrage 50+1 schützen zu wollen. Bekannterweise sorgte der Jordanier unlängst mit einem Befangenheitsantrag dafür, dass die Entscheidung zur Stärkung der Regelung im deutschen Profifußball vertagt werden musste.

Im Fokus steht darüber hinaus ein ganz besonderer Kandidat für den kommenden Juni. Als eines von 24 Mitgliedern hat sich Saki Stimoniaris selbst als Verwaltungsrat vorgeschlagen. Informationen der SZ zufolge dachte der Wahlausschuss des TSV 1860 München e.V. über eine Ablehnung des Kandidaten nach. Ursache dafür wäre ein möglicher Interessenskonflikt gewesen, schließlich ist Stimoniaris auch Mitglied im Aufsichtsrat der KGaA. Der ehemalige MAN-Betriebsratsvorsitzende wird im Juni wählbar sein – doch ein Antrag könnte dafür sorgen, dass der 52-Jährige nach einer Wahl in den Verwaltungsrat möglicherweise nur wenige Wochen im Amt ist. Sollte eine drei-Viertel-Mehrheit für die Satzungsänderungen stimmen, müsste Stimoniaris von seinem Posten als Verwaltungsrat zurücktreten, sobald die Satzungsänderung im Vereinsregister hinterlegt ist.

Giesinger Gedanken: Wo fang’ ich an – wo hör’ ich auf…?

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Einen schönen Guten Morgen Löwenfans!

Da sitze ich nun und frage mich: Wo fängt man am Sonntagmorgen nach so einem ereignisreichen Tag wie gestern an, wenn man für einen Redaktionskollegen und Freund als Ersatzmann die Giesinger Gedanken verfassen darf?
Und wo hört man dann wieder auf mit der Schwärmerei?

Beim traumhaften, warmen Frühlingswetter, das uns Petrus gestern bescherte?

Bei der – für mich persönlich erstmals nach fast 30 Jahren – wieder aus Sendling erfolgten schnellen und unkomplizierten Anfahrt nach Giesing?

Beim rekordverdächtig schnellen Ausverkauf des grün-goldenen “Stadion-Clique”-T-Shirts am FDS-Stand am Grünspitz?

Wichtig ist, den Humor nicht zu verlieren…

 

Bei der in der vergangenen Woche (aber leider wahrscheinlich nur vorübergehend) eingetretenen Ruhe rund um das seltsame, weil so undurchsichtig agierende „Zukunfts-Bündnis“ im Löwen-Umfeld?

Die Westkurve mit einer Botschaft in Richtung “Bündnis Zukunft 1860” – Foto: Anne Wild

(Bei der Tatsache, dass es mir auch hier gelungen ist, den – für mich – so furchtbar klingenden Begriff vom „Löwen-Kosmos“ zu vermeiden?)

Bei den vielen konstruktiven und angenehmen Gesprächen über ernste und lustige Themen mit netten Menschen beim Bier vor dem Spiel?

Gute Gespräche am schattingen Grünspitz

Beim Ausfall der Sound-Anlage im Sechzger-Stadion, der letztlich – aufgrund des großartig entspannten und besonnenen Verhaltens der Stadionbesucher – zu einem weiteren dicken Ausrufezeichen hinter den vielen Argumenten für den 1860-Spielort Giesing wurde?

Bei den Bildern vor dem um (natürlich!) 60 Minuten verspäteten Anpfiff rund um’s Stadion, die schwer an den 27. Mai 2018 und die damalige Aufstiegsfeier erinnerten?

Löwenfans warten auf den Einlass ins Stadion…
…geduldig und diszipliniert.

Beim Schulterschluss zwischen Mannschaft und Westkurve vor dem Spiel, als man sich gemeinsam auf diese wichtige Partie auf dem Weg zum Klassenerhalt einschwor?

Bei einer wunderschönen Choreo der aktiven Szene, deren Elemente (liebevoll gestaltete weiße und blaue Fahnen) vielfach die ganzen 90 Minuten lang von den Fans eingesetzt wurden?

 

Bei meinen beiden hervorragend vorbereiteten Platznachbarinnen in der Westkurve, die an das Mitführen von Sonnencreme gedacht hatten und somit halfen, einen Sonnenbrand zu vermeiden?

Bei 90 Minuten tollem Support auf den Rängen, sowohl in West- & Ostkurve als auch auf der Stehhalle?

Bei der – wegen der kaputten Soundanlage – nicht vorhandenen lauten Dauerbeschallung, der man normalerweise ausgesetzt ist? Vielleicht wäre die Erfahrung von gestern mal ein Ansatz, das zukünftig ein wenig besser zu dosieren?

Bei einem sportlicher Gegner aus Köln, der mit gewaltigen Abwehrfehlern unbedingt auch zum Gelingen des Nachmittags beitragen wollte?

Bei der heiß ersehnten Rückkehr des verdienten Spielglücks für die Löwen nach etwas schwierigen Wochen mit vier Niederlagen in Serie?

Beim Startelfdebüt für Winterneuzugang Eliot Muteba?

Bei den starken Leistungen der Offensivkräfte Joel Zwarts, Julian Guttau und Moris Schröter (mit seiner Spielweise einer meiner Lieblingsspieler im aktuellen Team)?

Beim Kopfballtor durch Kapitän Verlaat im exakt richtigen Zeitpunkt, als die Kölner plötzlich Anstalten machten, dem wunderbaren Tag eine neue – aus Löwensicht falsche – Richtung verpassen zu wollen?

Bei der „geschlossenen Mannschafts- und Arbeitsleistung”, wie Coach Giannikis das Spiel zusammenfasste?

Beim riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der 3. Liga, der – nicht zuletzt aufgrund der Samstagabend-Partie in Mannheim gegen Haching – aber auch dringend nötig war?

Beim großen Amusement darüber, dass bei einem kommerzieller Blog, der auch über 1860 berichtet, selbst nach so einem schönen Tag, wie gestern hauptsächlich gejammert und gemosert wird?

Beim inhaltlich wieder großartigen Liveticker, den das Tickerteam der sechzger.de-Redaktion mal wieder auf die Beine gestellt hat? Danke Kollegen!

Bei der Realisierung, wieviele Menschen diesen Ticker allwöchentlich verfolgen und offensichtlich Freude daran haben?

Bei der Vorfreude auf die zwei im April nun anstehenden ganz nahen Auswärtsspiele in Regensburg und in der Vorstadt?

Bei der Erkenntnis, dass für das Spiel am nächsten Sonntag nun doch offensichtlich fast alle Löwen-Fans (zumindest aus meinem persönlichen Umfeld), die in die Hauptstadt der Oberpfalz reisen wollen, ein Ticket ergattern konnten?

Bei der frohen Kunde aus Heidenheim, die einen nicht lange nach dem – ja deutlich verspäteten – Verlassen des Stadions erreichte?

Bei der daraus wiederum wohl resultierenden (Vor-) Entscheidung in der Meister-Frage in der 1. Bundesliga?

Bei der berechtigte Hoffnung darauf, dass Thomas Tuchel seine überhebliche Söldnertruppe auch vor dem Spiel bei Arsenal London am Dienstag einfach nicht mehr erreicht, aber dennoch weiter wurschteln darf?

Bei der Möglichkeit, dass die Roten heuer nach so vielen Jahren tatsächlich ohne Titel bleiben?

Bei der Tatsache, dass man gestern die Seitenstraßler gar nicht gebraucht hätte, um als Löwenfan glücklich und zufrieden zu sein?

Ein Werbeplaklat mit dem Torwart aus der Seitenstraße. Von Löwenfans verschönert

Beim ziemlich spannenden, allerdings leider nicht erfolgreichen Spiel der dritten Löwen-Mannschaft am Sechserplatz gegen einen für mich und meinen Sohn ganz besonderen Gegner?

Strafraumszene bei 1860 III gegen Solln (2:3)

Bei der große Freude darüber, ein Löwenfan zu sein, die einem Tage, wie gestern nachhaltig vermitteln?

 

Ich glaube, mir ist das zu viel Stoff für einen einzigen Artikel der Rubrik Giesinger Gedanken.
Ich suche jetzt gar nicht erst nach dem richtigen Anfang (und Ende) für diesen Beitrag, bitte um Nachsicht von der geneigten Leserschaft und genieße den Sonntag – und empfehle natürlich allen Leserinnen und Lesern dies ebenfalls zu tun!

Niederlagen für Dritte und Vierte des TSV 1860 München

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Tsv 1860 Iii Dritte Tsv Solln

Während die Profis durch das 3:1 gegen Viktoria Köln einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht haben, gab es für die Dritte und Vierte des TSV 1860 am Samstag zwei bittere Niederlagen.

Niederlagen für Dritte und Vierte des TSV 1860

Zunächst musste sich die 4. Mannschaft der Löwen dem SV Untermenzing II auf dem Sechser-Platz mit 3:4 geschlagen geben, obwohl sie durch Manuel Mughetto zweimal in Führung gegangen war (13./18.,Elfmeter). Marino Zivkovic (14.) und Luis Kramolowsky (21.) glichen vor 30 Zuschauern jedoch jeweils schnell wieder für die Gäste aus. Nach dem Seitenwechsel traf Marino Zivkovic noch zweimal für die Gäste (47./65.), nach dem Anschlusstor durch Ersen Zeybek (77.) wollte der Ausgleich leider nicht mehr gelingen.

Anschließend musste die Dritte gegen den TSV Solln ran und lag zur Pause durch Treffer von Tobias Steger (12.) und Samuel Schewe (26.) mit 0:2 zurück. Ein Doppelpack von Peter Lettenbauer (47./60.) brachte die Löwen vor 250 Zuschauern zurück ins Spiel, der Lucky Punch gelang jedoch den Gästen. Alexander Hassinger sorgte in der 68. Minute für den 3:2-Auswärtssieg des TSV Solln.

Während sich die Vierte noch Hoffnung auf den Relegationsplatz 2 machen darf, ist der Zug in Richtung Aufstieg für die Dritte wohl endgültig abgefahren.

Stimmen nach dem Spiel: “Richtig wichtig und tut unfassbar gut!”

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Giannikis: "Verpasst in Führung zu gehen"
Giannikis: "Verpasst in Führung zu gehen"

Nach zuvor vier Niederlagen am Stück gelang den Löwen mit dem 3:1 gegen Viktoria Köln endlich der heißersehnte Dreier. Ein sichtlich erleichterter Michael Glück bewertete den Heimsieg als “richtig wichtig”, der “unfassbar gut” tue.

Janßen: “Gebrauchter Tag” für Viktoria Köln

Während Gästetrainer Olaf Janßen auf der Pressekonferenz nicht zuletzt aufgrund der für sein Team äußerst ärgerlichen Gegentreffer von einem “gebrauchten Tag” sprach, wies Löwencoach Argirios Giannikis darauf hin, dass es wegen der starken Fluktuation in der Startelf auch für seine Mannschaft “kein einfaches Spiel” gewesen sei. Die “mannschaftliche Geschlossenheit” sei zunächst im Vordergrund gestanden, was auch gut geklappt habe.

Auch Giannikis sprach bei den ersten beiden Toren von Geschenken des Gegners und zeigte sich unzufrieden, dass sich sein Team in der Folge zu passiv verhalten habe. Nach dem Gegentreffer habe man sich aber wieder seiner Stärken besonnen und Chancen herausgearbeitet, so der Trainer des TSV 1860.

Glück: “Richtig wichtig und tut unfassbar gut!”

Auch Startelf-Debütant Eliot Muteba und Michael Glück zeigten sich alles in allem zufrieden mit der Leistung der Löwen. Während der Neuzugang vom 1. FC Nürnberg zu Protokoll gab, man habe den Matchplan des Trainers gut umgesetzt, freute sich der Österreicher, dass man endlich auch mal wieder das “nötige Matchglück” gehabt habe.

In das selbe Horn blies auch Kapitän und Torschütze Jesper Verlaat, der “einfach nur froh” ist, dass die Löwen “nach dieser Niederlagenserie” unter diesen Voraussetzungen mit “warmem Wetter und späterem Anpfiff” die drei Punkte geholt wurden. Michael Glück fasst es treffend zusammen:

“Das war jetzt echt richtig wichtig und tut auch unfassbar gut!”

Wichtiger Sieg im Abstiegskampf: 1860 besiegt Viktoria Köln

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Das Spiel des TSV 1860 München gegen Viktoria Köln konnte erst mit einer Stunde Verspätung angepfiffen werden. Grund war ein Defekt an der Lautsprecheranlage, der nicht behoben werden konnte. Daher wurden einige Ordner mit Megafonen ausgestattet, um sicherheitsrelevante Durchsagen durchführen zu können. So bildeten sich vor den Einlässen am Sechzgerstadion lange Schlangen.

Lange Schlangen an den EInlässen vor dem Spiel 1860-Viktoria Köln

Muteba, Zwarts, Steinhart, Glück und Frey in der Startaufstellung

Argirios Giannikis stellte seine Elf teilweise notgedrungen fünf Mal um gegenüber dem Spiel beim SC Freiburg II. Für den gelb-gesperrten Rieder begann Marlon Frey auf der 6 neben Phillipp Steinhart, der Manni Starke ersetzte (der unter der Woche krankheitsbedingt fehlte). Außerdem begann Muteba auf links für Nankishi und Joel Zwarts stand erstmals seit seiner langwierigen Verletzung für Fynn Lakenmacher von Beginn an auf dem Feld. In der Innenverteidigung ersetzte Glück Greilinger, für den Kwadwo auf die linke Position der Viererkette rutschte.

1860 gelingt frühes Führungstor gegen Viktoria Köln

Das lange Warten auf den Anpfiff hatte sich dann relativ schnell gelohnt. Nach einem eher behäbigen Beginn mit leichten Vorteilen für die Gäste, gingen die Löwen früh in Führung. 1860 presste hoch und Zwarts konnte einen Querpass von Viktoria Köln in deren Strafraum abfangen. Das Geschenk ließ sich der Niederländer nicht entgehen, spielte den verbliebenen Verteidiger samt Kölner Goalie aus und brachte den Ball eiskalt zum 1:0 für die Löwen im Tor unter (16. Minute).

Eigentor zum 2:0

Bei heißen Temperaturen von über 25 Grad presste Sechzig weiter hoch und machte den Kölnern den Spielaufbau in den folgenden Minuten schwer. Der umformierte Defensivverbund der Löwen funktionierte gut und ließ die Kölner nicht zur Entfaltung kommen. Da auch Sechzig etwas die Struktur im Spielaufbau fehlte, verflachte die Partie etwas. In der 35. Minute ging 1860 dann aus heiterem Himmel mit 2:0 in Führung. Dieses Mal unter noch gütigerer Mithilfe der Gäste. Engelhardt schob den Ball bei einem Rückpass an seinem Keeper Voll vorbei ins lange Eck. Sechzig konnte sich wirklich bei den Kölnern für die Mitarbeit bei den beiden Treffern bedanken! Handle kam einer Unachtsamkeit von Kwadwo noch zu einer guten Fernschussmöglichkeit für Köln. Er schlenzte den Ball aber vom rechten Strafraumeck knapp am Tor vorbei. So ging 1860 mit einer beruhigenden 2:0-Führung nach zuletzt vier Niederlagen in Folge in die Kabine.

Schneller Anschlusstreffer für die Viktoria

Sowohl 1860 als auch Viktoria Köln gingen unverändert in die zweite Halbzeit. Bereits in der 49. Minute gelang der Viktoria ein Treffer auf der richtigen Seite. Nach einer Freistoßflanke brachte 1860 den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Zunächst konnte Hiller einen strammen Schuss von Becker noch an den Pfosten lenken, den Abpraller konnte Lorch dann aber zum 2:1-Anschlusstreffer über die Linie bugsieren. Danach machte Viktoria wesentlich mehr Druck, um den Ausgleich zu erzielen. Das eröffnete den Löwen Räume zum Kontern. In der 56. Minute ließ Schröter nach schönem öffnenden Pass von Frey das 3:1 liegen. Er tankte sich vom rechten Flügel in die Mitte, schloss den Angriff dann aber mit einem harmlosen Schuss direkt in die Tormitte ab. Im direkten Gegenzug vergaben die Kölner ihrerseits den Ausgleich, als 1860 einen Schuss in höchster Not blocken konnte.

Verlaat macht den Deckel drauf

Das Spiel hatte nun die Zurückhaltung der ersten Hälfte aufgegeben und wogte intensiv hin und her. In der 71. Minute sorgte Kapitän Verlaat dann nach einer Ecke per Kopf für das vorentscheidende 3:1. Er entwischte bei einer Schröter-Ecke seinem Gegenspieler und platzierte den Kopfball flach neben dem linken Pfosten, so dass Voll keine Abwehrchance hatte. Im Stadion hörte man 13.500 Felsblöcke von den Herzen der Löwenfans fallen. Sechs Minuten später setzte Guttau den Ball nach einem Konter denkbar knapp am langen Eck vorbei und verpasste somit die endgültige Entscheidung. Die Viktoria gab nicht auf, aber so wirkliche Chancen wollten ihr nicht mehr gelingen. Ausnahmen bildeten ein Gewühl im Strafraum und ein Fernschuss von Becker rund um die 80. Minute.

Luft im Abstiegskampf

Unter lautstarker Anfeuerung der Westkurve brachte Sechzig das 3:1 über die Zeit. Danach bejubelten Mannschaft und Fans den befreienden Sieg nach vier Niederlagen gemeinsam vor der Westkurve.

Kurve und Mannschaft feiern das wichtige 3:1 von 1860 gegen Viktoria Köln

Durch den etwas glücklichen Sieg verschaffen sich die Löwen etwas Luft im Abstiegskampf. Aktuell liegen sie neun Punkte vor dem Hallenschen FC, der allerdings morgen noch gegen Ulm nachziehen kann. Nächsten Sonntag geht es für die Löwen zum Auswärtsspiel nach Regensburg, wo der Tabellenführer wartet.

Liveticker: TSV 1860 München – Viktoria Köln (32.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 32.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Viktoria Köln!

Vier Niederlagen in Folge – das Abstiegsgespenst kehrt langsam nach Giesing zurück. Entsprechend gilt es heute für den TSV 1860 München gegen den FC Viktoria Köln möglichst einen Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen. Für die bestmögliche Unterstützung sorgen wie gewohnt die Löwenfans im Grünwalder Stadion – für alle anderen gibt es ab 14:00 Uhr die Partie im sechzger.de Liveticker!

Aufstellung:
Hiller  – Ludewig, Verlaat (C), Glück, Kwadwo – Frey, Steinhart (90+2. Bangerter)- Schröter (90+2. Vrenezi), Guttau (89. Güler), Muteba (63. Ouro-Tagba)- Zwarts (63. Lakenmacher)

Bank:
Richter (TW), Kurt, Vrenezi, Greilinger, Kloss, Lakenmacher, Ouro-Tagba, Bangerter, Güler

Tore:
1:0 Zwarts (16. Minute), 2:0 Engelhardt (Eigentor, 35. Minute), 2:1 Lorch (49. Minute), 3:1 Verlaat (70, Minute)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Tim Rieder (Gelbsperre), Valmir Sulejmani, Max Reinthaler, Manfred Starke, Abdenego Nankishi, Devin Sür (alle verletzt), Daniel Winkler (Kreuzbandriss)

Ausfälle bei Viktoria Köln: Donny Bogicevic, Moritz Fritz, Christoph Greger, David Philipp (alle verletzt), Bryan Henning (Aufbautraining), Patrick Koronkiewicz (Gelbsperre)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Fabian Greilinger hat bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müsste er also ein Spiel aussetzen. Fynn Lakenmacher, Julian Guttau, Marlon Frey, Kaan Kurt und Valmir Sulejmani stehen aktuell bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Viktoria Köln außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist wie gewohnt mit 15.000 Zuschauern ausverkauft. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder mit etwas Glück bis kurz vor Anpfiff jedoch noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das Match wird nicht im Free-TV übertragen, MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – Viktoria Köln

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Winningers Wirtshaus Weisheiten Tsv 1860 Viktoria Köln

Nach vier Niederlagen am Stück ist es für die Löwen mal wieder dringend an der Zeit, drei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. Mit dem FC Viktoria Köln reist jedoch ein äußert unangenehm zu bespielender Gegner ins Grünwalder Stadion, wie Bernd Winninger in seiner TAKTIKTAFEL zu berichten weiß. Auch in seinen Wirtshaus Weisheiten weist unser Taktikfuchs darauf hin, dass den TSV 1860  gegen die Viktoria alles andere als ein Spaziergang erwarten dürfte.

Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – Viktoria Köln

Seit ein paar Wochen lässt Trainer Olaf Janßen, der ja auch eine Vergangenheit bei den Löwen hat, sein Team in einem neuen Spielsystem auflaufen – und das recht erfolgreich. Wie aber kann die Elf von Argirios Giannikis die Rheinländer knacken? Wer sind die Schlüsselspieler der Mannschaft vom Höhenberg? In gut zehn Minuten analysiert Bernd Winninger den Löwengegner und bereitet Euch bestens auf die Partie im ausverkauften Grünwalder Stadion vor.

Bayernliga: TSV 1860 U21 unterliegt FC Deisenhofen

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Tsv 1860 U21 Fc Deisenhofen

Wiedergutmachung war für die Löwen-Amateure nach dem 0:6-Debakel in Kirchheim vom vergangenen Wochenende angesagt. Zwar ließ sich die Elf von Frank Schmöller diesmal nicht so vorführen wie vom Tabellenletzten, stand am Ende aber wieder mit leeren Händen da. Gegen den FC Deisenhofen verlor die U21 des TSV 1860 in der Kies-Arena mit 1:3.

TSV 1860 U21 unterliegt FC Deisenhofen

Mit Ausnahme von Torhüter Julius Schmid stand Trainer Frank Schmöller keine Verstärkung aus dem Profikader zur Verfügung. Zwar überstanden die Löwen die Löwen diesmal die ersten zehn Minuten ohne Gegentor (in Kirchheim hatte es da bereits 0:2 gestanden), doch in der 14. Minute klingelte es dann doch und die U21 musste mal wieder einem Rückstand hinterher laufen. Die Moral stimmte jedoch und Jeremie Zehetbauer glich in der 18. Minute für 1860 aus.

Die Freude war aber nur von kurzer Dauer, denn in der 29. Minute ging der FC Deisenhofen wieder in Führung und nahm diese mit in die Kabinen. Das Engagement war den Löwen zwar nicht abzusprechen, doch die Vorstädter schwimmen derzeit auf einer Erfolgswelle und waren mit einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage in die Kies-Arena angereist.

In der 57. Minute folgte Gegentreffer Nummer 3 für die Löwen und sorgte für die Vorentscheidung und gleichzeitig den Endstand. Während sich der FC Deisenhofen durch den Auswärtsdreier bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Schwaben Augsburg herangepirscht hat, bleibt die U21 des TSV 1860 auf Platz 7 der Bayernliga-Tabelle.

Auch gegen den FC Deisenhofen ging die U21 der Löwen leer aus

TSV 1860 – Viktoria Köln, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel unseres TSV 1860 München gegen den FC Viktoria Köln. Olaf Janßen, Trainer der Kölner, setzt seit fünf Spielen nicht mehr auf die Dreierkette, sondern hat auf Viererkette umgestellt. Was erwartet die Löwen am Samstag im heimischen Sechzgerstadion?

FC Viktoria Köln – TSV 1860 München, im Hinspiel wurde den Sechzgern vom Schiri übel mitgespielt: eine unberechtigte gelb-rote Karte gegen Schröter, ein verwehrter Elfmeter, zwei rote Karten gegen die Bank und ein zugegebenermaßen berechtigter Platzverweis gegen Leroy Kwadwo waren im Sportpark Höhenberg die Aufreger des Tages. Aber das ist Vergangenheit, es gilt für die Löwen am Samstag Zählbares einzufahren. Wie also spielen die Kölner unter Olaf Janßen?

Beginnen wir mit der zu erwartenden Formation der Domstädter. Das 4-4-2 mit Doppelsechs ist seit fünf Spieltagen das System, mit dem Köln beginnt.

Die Pressinglinie und die Defensivlinie gehen je nach der zu erwartenden Spielstärke des jeweiligen Kontrahenten bei den Kölnern unterschiedlich zu Werke. Nach wie vor ist es so, dass Köln gegen Mannschaften, die als eher spielstark einzustufen sind, eher tief und abwartend steht. Gegen Teams, die sich im Aufbau eher schwer tun, wird auch gern hoch angelaufen. An die Herangehensweise im Pressing ist auch die Höhe der Defensivlinie angepasst.

Gehen die Kölner selbst in Führung, nimmt man vorne gegen den Ball etwas Druck raus. Liegt Köln zurück, sind die Spieler der Viktoria jederzeit in der Lage, vorne – auch gegen spielstarke Teams – erfolgreich hohen Druck auf den Aufbau im Positionsspiel des Gegners auszuüben.

Bevor wir nun genauer auf die Kölner Spielweise eingehen, zunächst die bisherigen statistischen Werte der Mannschaft von Olaf Janßen.

Statistische Werte des FC Viktoria Köln

  • Ballbesitz: 52%
  • Passgenauigkeit: 82%
  • Defensive Zweikampfquote: 64% (Platz 3)
  • Flankengenauigkeit: 30%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 11,31

Wie spielt die Viktoria?

Bei Ballbesitz

Köln versucht immer, den Aufbau im Positionsspiel spielerisch zu gestalten. Dabei geht es meist in der Eröffnung über einen Innenverteidiger und dann vertikal über Halbposition und Flügel nach vorne. Sobald sich die Kölner in der gegnerischen Spielfeldhälfte befinden, versuchen die Domstädter das Spiel in die Zentrale oder Halbzentrale zu bringen, um dann zur Penetration der Box entweder auf kurzem Weg die Halbpositionen am Strafraum oder mit diagonalem Spiel in die Tiefe die Außenspieler in Szene zu setzen.

Im letzten Drittel vor dem gegnerischen Kasten greifen die Kölner mit einem vorgeschobenen Außenverteidiger und weit vorne agierenden Mittelfeldaußen auf eine extrem gefährliche 3-4 Formation zurück. Sehr unberechenbar dabei ist immer Luca Marseiler. Sowohl in der Vorbereitung als auch im Abschluss ist der ehemalige Hachinger eine zentrale Figur des Kölner Spiels. Er genießt alle Freiheiten.

Den Weg in den Strafraum suchen die Kölner selten über Flanken von außen. Tatsächlich ist Köln das Team, das bisher die wenigsten Flanken überhaupt geschlagen hat. Olaf Janßen bevorzugt beim Bespielen des letzten Drittels und bei der Penetration der Box klar das spielerische Element mit Dribblings und Kombinationsfußball von außen über die Halbräume oder aus dem Zentrum aggressiv steil oder diagonal in die Tiefe.

Die Fähigkeit der Kölner, Tore zu erzielen, ist nicht zu unterschätzen. Statistisch gesehen liegt die Trefferquote 14% über der Chancenqualität.

Gegen den Ball

Um den Aufbau des Gegners im Positionsspiel zu stören, läuft Köln im Pressing meist mit zwei Spielern auf vorderster Linie und drei dahinter diagonal versetzt agierenden Spielern an. Diese im Raum agierende 2-3 Formation wird, wenn es beim Gegner über den Flügel geht, zu einem 3-2 verschoben, bei dem der außen pressende Spieler meist die direkte Balleroberung sucht.

Nachdem der Gegner die Pressingformation der Kölner überspielt hat, verschiebt sich das System zunächst auf eine ballfern asymmetrische Defensivformation, bei der das 4-4-2 wie ein 3-5-2 aussieht. Dadurch entsteht ein kompaktes Zentrum und der Gegner wird häufig auf einen der Flügel gezwungen.

Befindet sich die Viktoria im eigenen letzten Drittel, verteidigen die Kölner ihre Box mit zwei klaren Linien im 4-4-1-1 oder 4-5-1. Durch Verdichtung auf der ballnahen Seite wird dort für den Gegner alles sehr eng, aber das lässt oft die Möglichkeit für Seitenwechsel oder diagonales Spiel ins Zentrum offen.

Wie kann man Köln knacken?

Ein Patentrezept, wie der TSV 1860 München Viktoria Köln besiegen kann, habe ich nicht. Dazu ist der Gegner offensiv wie defensiv zu variabel.

Der wichtigste Faktor wird die Konzentration in der Defensive sein. Vor allem Marseiler, der bei Angriffen der Domstädter oft mehrere Ballkontakte hat, gilt es so gut es geht aus dem Spiel zu nehmen.

Um selbst gegen die Domstädter zu treffen, müssen die Löwen die mit guter Raumaufteilung im Zentrum arbeitenden Kölner durch diagonale und vertikale Verschiebungen in alle Richtungen aus den Positionen ziehen und die sich dann bietenden Räume präzise bespielen. Präzision, Passfrequenz und Laufintensität müssen im Angriffsspiel höchstes Niveau erreichen. Durch intelligente Befreiungsaktionen aus den Verdichtungssituationen kann man Köln auch überraschen.

Das Umschaltspiel nach gelungenen Balleroberungen vor dem eigenen letzten Drittel und präzise Konter sind immer gute Möglichkeiten, offensiv etwas zu reißen, wenn Köln die eigene Offensive überlädt. Hier ist die Präzision entscheidend. Die muss sich gegenüber den letzten Spielen unbedingt verbessern.

Stärken und Schwächen des 4-4-2

Stärken

Durch die doppelt besetzten Flügel sind die kurzen Laufwege für die Mittelfeldaußen kraftschonend, was gegen Ende einer Partie entscheidend sein kann. Aus der kompakten Defensivformation mit zwei Viererketten heraus zu verteidigen, bringt für den Gegner große Probleme überhaupt in die Box zu kommen. Von daher ist es sehr gut zur Verteidigung gegen spielstarke Teams geeignet. Auch für Mittelfeldpressing eignet sich dieses System gegen den Ball gut.

Schwächen

Bei konsequentem Gegenpressing des Gegners in Umschaltsituationen kann es wegen der tiefen Staffelung vor dem eigenen Strafraum zu Schwierigkeiten kommen, sich aus dem letzten Drittel so zu befreien, dass die Positionsangriffe zielführend sind.

Schlüsselspieler

Tor

Im Tor der Kölner steht der 23-jährige Ben Voll (#1). Seinen Luftraum beherrscht der 1,95 m große Keeper sehr gut. Leichte Schwächen hat er in eins gegen eins Situationen. Diese lässt die Abwehrkette allerdings nur sehr selten zu. Voll ist ein solider aber nicht unbedingt überragender Torhüter in Liga 3. Drei gute Schüsse auf den Kasten braucht man im Schnitt, um ihn einmal zu überwinden.

Abwehr

Jeremias Lorch (#4) ist der stärkste Innenverteidiger der Viktoria. 73% gewonnene Defensivzweikämpfe, gutes defensives Stellungsspiel und Variabilität, wodurch er auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar ist, machen Lorch zur tragenden Säule im Defensivverbund der Kölner. Die Spieleröffnung läuft jedoch häufiger über Kapitän Schultz als über ihn.

Mittelfeld

Stefano Russo (#6) im defensiven Mittelfeld ist mehr als nur ein Abräumer vor der Viererkette. Sein Bewegungsradius geht deutlich über die Mittellinie hinaus. Der oft für das eigentliche Auslösen der Attacken aus der eigenen Hälfte heraus verantwortliche Russo hat eine sehr gute Übersicht und ein gutes Auge für sich entwickelnde Spielsituationen. Sein Passspiel, sowohl bei Pässen ins letzte Drittel als auch bei Pässen in den Strafraum, ist extrem gefährlich und oft setzt er dadurch den Impuls, das Tempo der Attacke zu erhöhen.

Nichtsdestotrotz liegt sein Hauptaugenmerk auf der Defensive im Zentrum vor der Viererkette. Er gewinnt etwa zwei Drittel seiner seiner Defensivduelle, ist sehr kopfballstark und verfügt über ein herausragendes defensives Stellungsspiel.

Sturm

Luca Marseiler (#30) ist, wie ich oben schon geschrieben hatte, der Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensive. Nominell als Halbstürmer oder auch hängende Spitze im System aufgestellt, verkörpert er im taktischen Konzept den sogenannten Trequartista. Ein Spieler mit allen offensiven Freiheiten auf dem Platz. Diese nutzt er auch extrem gut aus. Er spielt viele die Penetration der Box vorbereitende Pässe und gibt die meisten Schussvorlagen für seine Mannschaftskollegen. Bei den Second Assists, also den vorletzten Pässen vor einem Treffer, führt er die Liga an.

Der momentan beste Torschütze und beste Vorbereiter der Viktoria liegt in der ligaweiten Rangliste der Spieler auf seiner Position hinter Ingolstadts Mause auf Platz zwei. Dribbelstark, passsicher und torgefährlich wie er ist, strahlt er bei jeder Aktion der Kölner im letzten Drittel des Gegners viel Gefahr aus. Das Bespielen des ehemaligen Hachingers mit gesunder Härte wäre vielleicht nicht die schlechteste Idee. Als ehemaliger Spieler aus der südöstlichen Vorstadt läuft er vermutlich gegen den TSV 1860 mit höchster Motivation auf. Nach einer Gelb-Rot-Sperre kommt er auch noch extrem frisch aufs Feld.

Fazit

Das Duell FC Viktoria Köln – TSV 1860 München muss mit etwas Zählbarem für unsere Löwen enden. Die Mannschaft muss mit höchster Motivation, Einsatzbereitschaft und Gier nach Punkten ins Spiel gehen.

Ich denke zwar, dass es ein sehr schweres Spiel für unsere Mannschaft wird, aber zuhause muss man es schaffen, Köln Paroli zu bieten und Revanche für die Niederlage im Herbst nehmen. Wichtig wird sein, die offensiven Schlüsselspieler im Mittelfeld zu kontrollieren.

Wenn die Mannschaft das umsetzt, was der Trainer ihr vorgibt, werden wir sicherlich keine weitere Niederlage hinnehmen müssen.

So könnte Köln beginnen

Datenquelle: Wyscout